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Original subtitles

Ihr wärt jetzt gern an meiner Stelle, was?

Eins, zwei, drei, na los, applaudiert!

Danke.

Tu noch was drauf. Noch mehr.

Noch mehr, noch mehr.

- Die sind gut. - Ja, absolut.

Du hast das schönste Mädchen der Stadt geheiratet.

Wenn du nicht mein Freund wärst, würde ich dich verprügeln.

Wenn du nicht mein Freund wärst, hätte ich dir eine Ohrfeige gegeben.

Du siehst wundervoll aus! Herzlichen Glückwunsch, Silvia.

- Danke. - Danke.

- Seid nett zueinander und werdet glücklich! - Danke, meine Liebe.

Alles Gute.

Danke.

- Herzlichen Glückwunsch, Signora. - Danke.

- Ich wünsche Ihnen 100 Tage wie diesen. - Was?

Na ja, ich meinte, nur einen Tag wie diesen.

Danke, Carolina.

Du hast dich also entschieden? Du hörst mit dem Zocken auf?

Ja, das tu ich. Ich hab's Silvia versprochen.

Keine Karten, keine Pferderennen und keine Wetten mehr?

Darauf kannst du wetten.

Dann sagen wir dir alle hiermit adieu.

Asso, der größte Zocker aller Zeiten...

... ist tot.

- Amen. - Ich liebe dich.

Ach, wie schade, Asso...

Ausgerechnet heute, wo er kommt, bist du nicht da.

Welcher „er“?

Es ist besser, wenn ich's dir nicht sage.

- Sagt es mir. - Sag es ihm.

Der Marseiller.

Der Marseiller persönlich?

Er kommt in meinen Klub zu einem Spiel auf höchster Ebene.

Du wärst der Einzige, der ihn schlagen könnte.

Interessiert mich nicht. Ich hab's sogar schon vergessen.

- Wie hoch ist der Mindesteinsatz? - 100.000.

Da geht's ans Eingemachte, was?

Leute, es ist spät geworden! Chef, die Rechnung!

Hier bin ich! Da hast du sie.

Null...

Null...

Null...

Null...

Null... Ist echt ein günstiges Lokal...

Null...

Drei? Drei Millionen?

Na ja, es sind über 50 Gäste, dann noch die Torte und die Austern...

- Wollen wir drum knobeln? - Ja, knobeln wir.

- Gerade oder ungerade? - Ungerade.

- Oder doch gerade? - Gerade.

Ungerade.

Ähm, ich hab eine Fliege gefangen. Hast du auch eine gefangen?

Ich hab auch eine Fliege gefangen.

- Wie sieht deine Fliege aus? - Also meine ist weiß.

Meine ist schwarz. Hier, nimm, begrab sie.

- Adieu, Jungs. - Ciao.

LUIGI MORGAN-BANK

- Herr Asso, Sie heben alles ab? - Ja, alles.

Es tut uns sehr leid, dass Sie Ihr Konto schließen.

Wie auch immer, wir bleiben gute Freunde.

- Auf Wiedersehen. - Auf Wiedersehen.

Hier, nimm.

Das ist mein ganzes Geld.

Nimm du es an dich, damit ich nicht mehr in Versuchung komme, zu zocken.

Einverstanden.

- Gib es mir. - Hier hast du's.

Reingefallen, was? Du sollst es mir nicht geben.

- Du wolltest es doch! - Du darfst es mir aber nicht geben.

Dann gib's wieder her.

- Hier, nimm. - Danke.

- Bist du wach? - Nein. Und du?

Ich schon.

Ich bin aufgewacht, weil ich gehört hab, dass du wach bist.

Ich hab nachgedacht.

- Worüber hast du nachgedacht, Liebling? - Über meine Zukunft.

Sie wird ruhig und aufregend sein.

Stell dir mal vor:

Um sechs Uhr morgens steh ich auf.

Dann nehm ich die Metro zum Rathaus und geh ins Büro.

Dort steht mein schöner Schreibtisch neben einem großen Fenster.

Ich kriege 700.000 im Monat plus Kindergeld.

Abends um sieben geht's dann sofort nach Hause.

Ein nettes Abendessen, dann fernsehen und schließlich in die Heia.

Bist du zufrieden?

Ich würde mich erschießen.

Was willst du sonst noch vom Leben?

Ich will dich und viel Geld, um dich glücklich zu machen.

Ich bin jetzt schon sehr glücklich.

Weißt du eigentlich, dass der Marseiller ein Tölpel ist?

- Der Typ, der heute Abend im Klub spielt? - Ja.

Das ist ein riesen Tölpel.

Ich hab ihn studiert: Immer wenn er blufft, zuckt sein rechtes Ohr.

Wir könnten ihm ein Vermögen abknöpfen, aber lass uns jetzt schlafen.

Wer ist da? Bist du's schon wieder?

- Möchtest du spielen? - Nein, niemals.

Ich hab's dir versprochen. Außerdem hab ich kein Geld.

- Wie hoch ist der Mindesteinsatz? - Es ist eine heiße Kiste: 100.000.

Also schön, ich hab verstanden.

Was ist das? Ein Schlüssel? Was soll ich damit?

Schließ den Schrank auf und schnapp dir dein Geld.

Mein Geld? Und was soll ich damit?

- Du gehst spielen. - Du hast mich wohl nicht verstanden.

Ich sagte nein und ich stehe zu meinem Wort.

Du gibst schon auf? Willst du nicht darauf beharren?

Geh schon. Aber es ist das letzte Mal!

Schon seltsam.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich heute noch weggehe, um zu spielen.

Aber wenn ich dir damit einen Gefallen tu, dann geh ich eben.

Danke, Schnuckelchen.

Ich bin bald wieder da, mit einem Haufen Scheine.

Und dein Leben wird sich schlagartig ändern.

- Willst du was hinzufügen? - Nein!

Ich auch nicht.

- Hallo, Asso. - Hallo.

- Du solltest doch nicht hier sein. - Ich sollte dort sein, aber jetzt bin ich hier.

- Wer ist hier? - Na ja, du bist hier.

Ich weiß, dass ich hier bin.

- Sind die anderen dort? - Ja, sie sind dort.

Dann geh ich nach dort. Du bleibst hier.

- Und wie läuft das Spiel? Wer gewinnt? - Der Marseiller.

Nicht mehr lange.

- Also, Asso, wir setzen auf dich. - Gut, dann habt ihr schon gewonnen.

Ich passe.

Ich will sehen.

Ein hübsches Full House.

Drei Könige und zwei Buben.

- Das gibt's ja nicht. - Mir reicht's.

Ich hab alles verloren, was ich hatte.

- Danke, Jungs, bis zum nächsten Mal. - Grüß dich, Marseiller.

- Was hältst du davon, mit mir weiterzuspielen? - Ist mir ein Vergnügen, Asso.

Ich spiele mich gerade erst warm.

Gleich wird dir kalt sein.

Wieso?

Ich werde dich bis auf die Unterhose ausnehmen.

- Wie ich sehe, bist du gut ausgestattet. - Ich fang immer erst mit dem Kleingeld an.

Neue Karten!

Das ist das Spiel des Jahrhunderts! Ich denke, diesmal schafft Asso es nicht.

- Du spinnst ja. - Ich sag's dir.

- 100.000 auf Asso! - Geht klar.

- Wie stehen die Wetten? - 50:50.

- 30.000 auf den Marseiller! - 100.000 auf Asso!

- Wie viel? - 100.000!

Alles klar.

- 5.000 auf den Marseiller. - 30.000.

- Barkeeper, ein Bier. - Hol's dir selbst. Ich seh mir das Spiel an.

- 50.000 auf Asso. - 50.000 auf Asso...

- Ich denke, Asso gewinnt. - Ich tippe auf den Marseiller.

Spinnst du? Asso ist der Beste!

Wenn du gestattest, mische ich auch mal kurz.

Ich eröffne.

Ich geh mit.

- Wie viele Karten? - Eine.

- Und du? - Keine.

Du sagst an.

Eine Kleinigkeit...

All das, was du vor dir liegen hast.

All das, was ich hier habe...

... plus ein Telefon.

Wer ist das zu so später Stunde, wo ich gerade von meiner Enrichetta träumte?

Hallo?

Hallo? Spreche ich mit Luigi Morgan, dem Eigentümer der Bank?

Ja, wer ist dran?

Ach du bist es, lieber Luigi. Wie geht's?

- Wer spricht denn da? - Hier ist dein Freund Asso.

Asso... Asso! Sind Sie verrückt geworden? Mich um zwei Uhr nachts anzurufen...

Hör zu, Luigino, sei so nett und sag mir, wie viel ich auf meinem Konto hab.

Auf Ihrem Konto? Asso, wissen Sie nicht mehr, dass Sie heute früh alles abgehoben haben?

Sie haben nichts mehr.

3,8 Milliarden? Ich dachte, es wäre mehr, um ehrlich zu sein.

Was für Milliarden? Sie haben nichts. Sie haben keine einzige Lira.

Ich erhöhe um 3,8 Milliarden, mehr hab ich nicht.

Hör zu, Luigino, tu mir einen kleinen Gefallen.

Geh kurz zur Bank, heb alles ab, was ich habe und bring es mir sofort. Danke.

Du hast 18 Minuten, um darüber nachzudenken.

Ich passe.

Sag Morgan, dass ich das Geld nicht mehr brauche.

Ist gut.

Also schön, dieser Pot gehört dir.

Aber verrat mir eins: Ich hatte vier Damen, und du?

Drei Siebener.

- Machst du Scherze? - Ja. Ich hatte nur zwei.

- Für mich drei Karten. - Ich nehme eine.

- Und das noch oben drauf. - All in.

Du hast 18 Minuten, um darüber nachzudenken.

Ich will sehen.

Nicht ganz eine Straße.

Zwei Könige.

Woher hast du gewusst, dass ich bluffe?

Man muss eben das richtige „Öhrchen“ haben.

- Das darf ja nicht wahr sein... - Wahnsinn, dieser Asso!

Kompliment, Asso! Du warst sehr gut. Bravo, bravo!

- Glückwunsch, Asso! - Bravo, Asso!

Ich freu mich für dich.

Ich freu mich auch für mich.

Also, ich war bei Morgan...

- Was hat er gesagt? - Ich soll ihm am Arsch lecken.

Sehr schön.

- Hallo, Killer. So früh schon am Arbeiten? - Ja, ja...

- Wer ist diesmal dran? - Tut mir leid, Asso.

Aber diesmal bist du dran.

Verflixte Axt! Mir tut es auch leid. Und wer ist der Auftraggeber?

Ich bin ein seriöser Profi. Ich darf es dir nicht sagen.

Aber ich kann dir ein kleines Geheimnis anvertrauen.

Es ist jemand, der dich hasst. Dieser Jemand hasst dich sehr.

Das hab ich schon vermutet.

Denn du hast unverschämtes Glück im Spiel und in der Liebe.

Wie viel kriegst du, um mich kaltzumachen?

Einen Hungerlohn: Zehn Millionen.

Ich biete dir 100 Millionen bar auf die Hand.

Das geht nicht, Asso. Du kennst mich doch. Ich bin ein ehrlicher Killer.

- Hey, Killer... - Ja?

Du hast übertrieben.

Leb wohl, Asso. Warst ein toller Typ.

Ach, du bist es...

- Ich wäre es. - So spät tauchst du wieder auf?

Na ja, wenn man so will...

Was redest du da? Hast du was getrunken?

Nein.

Du weißt doch, dass ich nicht trinke.

Nicht aufregen, Schnuckelchen, ich muss dir was beichten.

Etwas beichten?

Ich versteh schon. Du hast unser ganzes Geld verloren...

Schlimmer.

- Hast du einen Wechsel unterschrieben? - Schlimmer.

Ähm, hast du die Möbel verzockt?

Schlimmer.

Ich weiß nicht, wie ich's dir sagen soll.

Ich möchte nicht, dass du dich zu sehr aufregst.

Ich bin tot.

Klar, wenn du so spät nach Hause kommst, wirst du sicher todmüde sein.

Ich mach dir einen Kaffee.

Ich bin toter als der Tod.

Verblichen, verschieden, verstorben, ums Leben gekommen, eine Leiche.

Ich bin ein Leichnam, ein toter Leichnam.

Mausetot.

Ich bin ein Ex.

Früher gab es mich, jetzt nicht mehr.

Du wirst dich fragen: „Wieso bist du jetzt da?“ Und ich antworte: „Was kümmert es dich?“

Hauptsache, ich bin da.

Das Wichtigste für dich ist, dass ich da bin, auch wenn ich nicht da bin.

Für die anderen bin ich nicht da, für dich aber schon.

- Kannst du mir folgen? - Ich kann dir nicht folgen.

- Und was machen wir jetzt? - Sag du's mir.

Keine Ahnung.

Hör zu, wenn du alles verloren hast, verzeih ich dir.

Aber mach jetzt nicht einen auf geistreich.

- Mach ich nicht, aber ich bin einer. - Ein was?

- Ein Geist. - Ach, und das soll ich schlucken?

Fangen wir von vorne an.

Vor gut einer Stunde bin ich gestorben und in den Himmel gekommen.

Dort hab ich dann so lange gebettelt, bis sie nachgegeben haben.

Man hat mich auf die Warteliste gesetzt.

„Ich kann meine Süße nicht allein lassen“, sagte ich zu denen.

Genug jetzt! Es reicht mit diesem geschmacklosen Geschwätz.

- Du glaubst mir also nicht? - Nein!

- Du glaubst nicht, dass ich ein Geist bin? - Was für ein Geist?

- Ich kann dich doch genau sehen. - Aber nur du.

Deine Liebe zu mir macht mich sichtbar für deine Augen.

Die anderen können mich aber nicht sehen.

Also schön, in Ordnung.

Aber jetzt beeil dich, denn um acht Uhr musst du zu deiner Einstellung ins Rathaus.

- Den Weg kann ich mir sparen. - Und wieso?

Weil die keine Toten einstellen. Das verstößt gegen die Gemeindevorschriften.

Hör zu, wenn das einer deiner Einfälle ist, um nicht arbeiten zu gehen...

... wirst du diesmal bei mir auf Granit beißen.

Ach ja?

Dann ruf doch Carolina her. Frag sie mal, wie viele wir hier sind.

Also schön, dann holen wir eben Carolina dazu.

Wenn du unbedingt darauf bestehst.

Carolina?

Carolina?

- Steh auf! Carolina! - Was ist los, Signora?

- Sind Einbrecher im Haus? - Ach, Unfug. Du musst mit rüberkommen.

- Wieso? - Du musst dir meinen Mann ansehen.

Um diese Zeit? Ich seh ihn doch jeden Tag.

Ich weiß, aber damit er zufrieden ist...

Also, Carolina... Wie viele sind wir in diesem Zimmer?

Wie jetzt, wie viele wir hier sind? Wir sind zu zweit.

Richtig! Siehst du? Sie sagt auch, dass wir zu zweit sind.

Was heißt hier „zu zweit“?

Carolina, sieh genau hin.

Siehst du niemand anderen außer uns beiden?

- Nein. - Und meinen Mann siehst du nicht?

Ich sollte Ihren Mann sehen? Ist Ihr Mann hier?

Carolina, sieh noch mal genau hin.

Ah, ja...

Jetzt seh ich ihn.

Da ist er.

Ich seh ihn ganz genau.

Was für ein schönes Foto.

Also schön, ich hab verstanden. Wie viel hast du ihr gegeben?

- Wem? - Ich rede nicht mit dir, sondern mit ihm.

- Mit dem Porträt? - Ach, komm, leg dich wieder schlafen.

Ich geh duschen. Mach du dich in der Zwischenzeit nützlich.

Geh in die Küche und bereite mir ein leckeres Frühstück zu.

Ich möchte ein belegtes Brot mit Butter, Marmelade und Honig.

- Und du? - Nichts.

- Hast du etwa keinen Hunger? - Nein, Tote essen nicht.

Ach...

Liebling, es ist für dich.

Woher willst du das wissen? Geh du ran.

Es könnte ja für dich sein.

- Ich sagte aber, es ist für dich. - Geh doch ran und frag, für wen es ist.

Ich bin unter der Dusche.

Ich kann nicht. Ich bin nicht befugt, zu antworten. Geh du ran.

Ach, Mensch, wenn du dir mal etwas in den Kopf setzt...

Also schön, ich komme!

Hallo?

- Ist dort Assos Frau? - Ja, wer ist dran?

Hier spricht der Polizeikommissar. Ich habe leider eine traurige Nachricht für Sie.

- Ich wette, es geht um meinen Mann. - Ja, richtig, es geht um ihn.

- Vermutlich ist er tot, stimmt's? - Woher wissen Sie das?

Wir haben seine Leiche...

... um 6:25 Uhr, also vor einer Viertelstunde, aus dem Schifffahrtskanal gezogen.

- Bravo, sehr gut, meinen Glückwunsch. - Sie nimmt es gut auf.

- Wie heißen Sie denn? - Ich bin Kommissar Rinaldi.

Oder vielleicht doch der schmächtige Bretella oder einer der blöden Freunde meines Manns?

Ich verstehe Ihren Gemütszustand, Signora.

Leider muss ich bestätigen, dass Ihr Mann wirklich tot ist.

- Siehst du? Was hab ich gesagt? - Sei still, du Idiot!

Ich darf doch bitten!

Ich meinte doch nicht Sie. Ich hab mit ihm gesprochen.

- Mit wem? - Mit meinem Mann.

Sie fasst es schlecht auf. Sie ist übergeschnappt.

Ich respektiere Ihren Schmerz...

... aber ich muss Sie bitten, ins Leichenschauhaus zu kommen...

... um den Leichnam zu identifizieren.

Natürlich komme ich. Besser gesagt, ich eile herbei.

Damit diese Geschichte ein für alle Mal ein Ende hat.

- Was ist? Kommst du nicht mit rein? - Nein, ich warte draußen.

Tote bringen mich ein wenig aus der Fassung.

Dann geh ich eben allein deinen Leichnam identifizieren.

Passen Sie auf, wo Sie das Wasser hinschü...

Die schaut nicht hin, wo sie das Wasser hinschüttet.

Darum konnte ich dich nicht einfach so zurücklassen.

So ganz ohne Geld und ohne einen Mann, der sich um dich kümmert.

Ich will aber keinen anderen Mann. Ich will nur dich.

Ich bin jetzt aber tot. Du musst dich an den Gedanken gewöhnen.

Nein!

Komm schon, hör auf damit. Du siehst etwas hässlich aus, wenn du weinst.

Du musst dich jetzt nämlich hübsch machen.

Du musst dich schön anziehen, fröhlich sein und lächeln.

- Denn wir müssen hingehen... - Wo müssen wir hingehen?

- Auf mein Begräbnis. - Oh, nein!

Die Ärmste...

Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir: Herr, erhöre meine Stimme!

Ich weine um meinen Freund; er ist nun tot, Asso war immer für mich da, auch in der Not

Zwischen dunklen Zypressen sag ich Lebwohl, dieser Junge war unser aller Idol

Würdest du, Herr, unsere Sünden beachten, Herr, wer könnte bestehen?

Er war ein großer Zocker mit viel Talent, jemand, wie man ihn sonst nicht kennt

Zwischen dunklen Zypressen sag ich Lebwohl, dieser Junge war unser aller Idol

Er bluffte konstant und trank nie ein Gesöff, erkannte aber stets den gegnerischen Bluff

Wenn man erhöhte, spornte ihn das an, dann zeigte er erst recht, was er so kann

- Was er so kann - Was er so kann

Wir ehren Asso, denn es gibt ihn nicht mehr, keiner wird jemals so gut sein wie er

Tief in uns drin hinterlässt du eine Lücke, es zerreißt unser Herz förmlich in Stücke

So wie du, mein Freund, ist kein zweiter, wir sagen adieu, doch in uns lebst du weiter

Lebst du weiter

Lebst du weiter

Und, wie läuft's? Begräbt man mich anständig?

Findest du es angebracht, dich auf einer Beerdigung so zu kleiden?

- Etwas mehr Respekt, bitte. - Das ist mein Begräbnis.

Ich bin der Gefeierte. Ihr aber erscheint mir ein wenig zu düster.

Was hast du bis jetzt getan? Wo bist du gewesen?

Ich war in San Siro. Es gab da ein phänomenales Rennen.

Wenn ich hätte setzen können, hätte ich ein Vermögen gewonnen.

Freunde!

Meine lieben Freunde... Asso ist gestorben!

Und mit Asso geht der Beste von uns allen.

Der Loyalste, der Großzügigste, der Sympathischste.

Unser bester Freund, der Großartigste von uns.

Er... Er, der mit seiner Fröhlichkeit unsere Abende bereicherte.

Er, der stets ein Wort der Aufmunterung für uns übrig hatte.

Er, der in schwierigen Momenten einen Freund nie im Stich ließ.

Er war der Menschlichste und Ehrlichste von uns!

Und der Stärkste!

Doch du bist hier! Du bist nicht tot!

Du bist unter uns! Verstehst du? Ich sehe dich! Du lebst!

Übertreib nicht.

Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass du hier bist!

Du bist unter uns! Ich sehe dich!

Man könnte fast meinen, er sei gestorben.

- Man könnte fast meinen, er sei gestorben. - Ja, stimmt.

... das ganze Leben in unseren Herzen! Amen.

Amen.

Arme Silvia.

A... A... A... A...

Ich hab's! Agnelli!

Du könntest Agnelli heiraten. Dann hast du jeden Tag ein anderes Auto.

- Agnelli ist bereits verheiratet. - Stimmt.

Dann schauen wir weiter...

B... Bu... Bu... Bu... Bu... Buitoni!

- Ein Leben lang Pasta! - Jetzt hör endlich auf damit.

Nein, nein.

Für dich ist nur das Beste gut genug. Es muss ein Gentleman sein.

Ein seriöser, arbeitsamer, vermögender Mann und kein Spieler wie ich.

Ich werde nie einen anderen Mann wollen. Ich liebe nur dich.

Ganz im Gegenteil.

Ich bin sicher, er wird dir gefallen.

Du wirst ihn lieben und ich werde dann verschwinden.

So, jetzt bringst du mich wieder zum Weinen.

Nein, Schnuckelchen, nicht doch. Weine nicht.

Wir reden morgen weiter.

Es ist besser, wenn du jetzt schläfst.

Es war ein harter Tag für dich. Das versteh ich.

Es gab einen Todesfall in der Familie.

- Gute Nacht. - Gute Nacht, meine große Liebe.

- Machst du mir etwas Platz neben dir? - Ja, komm ruhig näher.

Ja, genau so.

Nein, geh etwas zur Seite. Hey, was tust du da?

Wo tust du deine... Aber was machst du da?

Du langst mir ja an die Eier.

Das finde ich nicht angebracht. Ich bin tot.

Aber für mich bist du lebendig. Ich begehre dich. Ich will dich.

- Ich brauche dich so sehr, Liebling. - Aber, aber...

Jetzt reicht's aber! Was zum Henker soll das?

- Etwas mehr Respekt für einen Toten. - Ich gefalle dir nicht mehr...

Natürlich gefällst du mir, aber gewisse Dinge kann man nicht tun.

- Wieso nicht? - Weil es eine Sünde wäre.

Was für eine Sünde? Ich bin deine Frau.

Nein, du bist meine Witwe. Das ist was anderes.

Ich bitte dich, lass uns noch einmal...

... Liebe machen und dann tu ich alles, was du willst.

Ich suche mir auch einen anderen Mann, in Ordnung?

- Ganz sicher? - Ich versprech's dir.

- Was tust du da? - Ich frage um Erlaubnis.

Wen denn?

Da oben.

- Ist das die Nummer? - Nein, das ist die Vorwahl.

Das ist die Nummer.

Hallo? Ich bin's.

Was?

Ach, ihr wusstet schon, was ich euch fragen wollte?

Einverstanden.

Und? Wie lautet ihre Antwort?

Sie haben ja gesagt.

Aber... nur für diese Nacht.

- Wer ist da? - Ich bin's, Carolina.

Was ist los, Signora? Geht es Ihnen nicht gut?

Es ist alles in Ordnung, Carolina. Leg dich wieder schlafen.

Arme Signora! Sie leidet so sehr...

Ihr spielt Streiche und dann versteckt ihr euch...

Was ist denn das?

Ach ja, Geister haben kein Spiegelbild.

Na ja, das heißt dann, ich rasiere mich nach Gefühl.

Du bist meine Lolita, denn ich habe dich so gern, mein Schatz

Weißt du, Schnuckelchen, ich hab die ganze Nacht darüber nachgedacht.

Ich hab einen Mann für dich gefunden.

- Willst du nicht wissen, wer es ist? - Nein.

- Und was hast du jetzt vor? - Ich geh arbeiten.

- Arbeiten? - Ja.

So sorge ich für mich selbst und muss niemanden mehr heiraten.

Aber du hattest es versprochen.

Du hattest auch versprochen, nicht mehr zu spielen... Lass mich vorbei.

- Und wohin gehst du? - Ins Odeon-Theater.

Dort findet das Vorsprechen zu einem neuen Musical statt.

- Ich bin schließlich eine Tänzerin. - Das warst du.

- Jetzt bist du eine Dame. - Nein.

Ich bin eine arme, kleine mittellose Witwe.

Also geh ich mir den Lebensunterhalt verdienen.

Ich verbiete es dir. Wenn du so etwas tust, werde ich... ich...

- Was tust du dann? - Dann bring ich mich um.

- Aber du bist doch schon tot. - Verflixte Axt, das hatte ich vergessen.

Ciao...

Gehst du jetzt einfach so weg und lässt mich zurück wie so 'nen Lebenden?

- Wir sehen uns, wenn ich wieder da bin. - Ist gut, Signora, ich erwarte Sie.

Ich hab nicht dich gemeint, Carolina.

Hier hast du den Schlüssel. Geh partout nicht in mein Zimmer.

In Ordnung.

Jesus, Maria und Josef! Jesus, Maria und Josef! Jesus, Maria und Josef!

Signora!

- Signora! - Was ist los?

- In diesem Haus gibt es Geister! - Ja, ich weiß, ich weiß...

Verflixte Axt, sie hat mich eingeschlossen...

Carolina!

Ach ja, sie kann mich nicht hören.

Aber ich bin ja ein Geist.

Das heißt, ich kann durch Wände gehen.

Die sind aber massiv.

Verflixt, ich vergesse immer, dass ich im 3. Stock wohne.

Lolita, meine Lolita, deine 20 Jahre rauben mir das Herz

Halt, halt!

Ihr habt alles falsch gemacht! Wir brauchen mehr Swing, mehr Rhythmus.

Noch mal von vorn! Ihr Einsatz, Maestro! Eins, zwei, drei!

Silvia!

- Was machst du denn hier, Asso? - Komm sofort zurück nach Hause!

- Ich will das nicht 7 oder 8 Mal wiederholen. - Lass mich arbeiten.

- Komm her oder ich lass dich rauswerfen. - Verschwinde!

Ich lasse nicht zu, dass meine Frau in einem drittklassigen Schuppen auftritt.

Das gestatte ich nicht. Ich lasse es nicht zu, verstanden?

Was redest du da? Das ist exakt das...

... was ich gemacht hab, bevor ich dich kennenlernte.

Ich dulde... Aua!

Was ist da los? Mit wem zum Henker redet sie da?

Ich komme alleine zurecht, verstanden?

Nein, nein, du brauchst mich, darum stelle ich dir ein Bein.

Bist du irre? Du hast mir das Bein gestellt!

Klar, ich sagte ja, dass ich dir ein Bein stelle.

Stopp!

Sie müssen meinen Bewegungen folgen...

... und nicht wie ein Huhn herumhüpfen und den Hals verdrehen, klar?

Entschuldigen Sie.

Da gibt's nichts zu entschuldigen.

Jetzt hör auf damit, Asso.

- Maestro, wir starten wieder bei Nummer 24. - Ist gut.

Eins, zwei, drei!

Fräulein Silvia, kommen Sie her!

Raus hier! Verschwinden Sie! Ich entlasse Sie!

- Sie haben nicht das Zeug dazu! - Du hast nicht das Zeug dazu.

Das Fräulein bleibt.

Denn ich bin es, der das Geld für dieses bescheuerte Musical locker macht, klar?

Ja, Herr Bretella, alles, was Sie möchten. Ich stehe zu Ihrer Verfügung.

Würde sich das Fräulein bitte wieder in die Reihe stellen?

- Und was machst du? - Ich...

Spiel schon!

Siehst du, ich komme auch wunderbar ohne dich zurande.

- „Siehst du“? - Siehst du...

Streck die Zunge nicht raus. Ich kann dich sehen.

- Schönen Abend noch, Herr Bretella. - Auf Wiedersehen. Ciao.

Ciao!

- Schönen Abend noch. - Ciao!

- Gute Nacht, Mädels. Wiedersehen. - Auf Wiedersehen, Herr Bretella.

- Schönen Abend noch. - Ciao!

- Tschüss, Bretella. - Nein, du bleibst hier.

Aber ich hab zu tun. Ich kann nicht bleiben.

Willst du etwa deinem Freund Bretella nicht danken?

Doch ja. Danke, das war sehr nett von dir.

- Bis morgen. - Von wegen bis morgen.

- Wo willst du hin? Du bleibst hier. - Hör auf damit! Bist du übergeschnappt?

Silvia! Silvia! Bleib stehen!

Weißt du, du hast mir schon immer gefallen. Ich war stets verrückt nach dir.

Ich wollte dich küssen und umarmen, aber immer war Asso zwischen uns.

Weißt du, das ist er immer noch.

Ja, ja, das sagt man immer so, aber...

... ich sorge dafür, dass du ihn vergisst.

Liebes...

Liebes...

Liebes, da ist etwas... Da ist etwas, das mich aufhält! Ich liebe dich!

- Du gefällst mir, mein Blut kocht. - Was tust du da?

- Ich bin verrückt nach dir. - Hilfst du mir nicht?

- Bitte hilf mir. - Natürlich helf ich dir.

Ich sorge dafür, dass du Karriere machst. Ich gebe dir viel Geld.

Bitte tu was, du verdammter Mistkerl!

Ja, beleidige mich. Da steh ich drauf.

Du sagtest, du kommst sehr gut alleine klar.

- Oh... Ich bitte dich. - Silvia...

- Ich fleh dich an. - Tust du, was ich sage, wenn ich dir helfe?

Ich verspreche es dir. Ich schwöre es dir.

Aber was sagst du da? Was murmelst du da? Wem versprichst du etwas?

Meinem Mann!

Dass ich nicht lache! Asso ist tot, das weißt du. Außerdem glaube ich nicht an diesen Unfug.

Wer stirbt, der ruht, wer lebt, schöpft neuen Mut.

- Ich glaube aber daran. - Ach ja?

Dann helf ich dir dabei, ihn herbeizurufen.

Asso! Gib mir ein Zeichen! Unternimm was.

Asso? Asso, wenn du da bist, verpass mir doch einen Schlag.

Wer ist der Mann, den ich heiraten soll?

Morgan. Luigi Morgan.

- Der Typ von der Morgan-Bank? - Ja.

- Aber der ist doch verwitwet. - Das bist du auch.

Ach ja, hatte ich vergessen.

Man sagt aber, er mache sich nichts mehr aus Frauen.

Du bist aber eine besondere Frau. Zunächst einmal musst du ihn treffen.

- Und wie? - Indem du ihn triffst.

Wie willst du ihn sonst treffen?

Du gehst in seine Bank und sagst, du willst eine große Geldsumme hinterlegen.

- Was hältst du von etwa 100 Millionen? - Aber...

- 100 oder 110 Millionen... - Wir haben aber nichts.

Erledigt?

Wie kommt es, dass „Schildkröte“, auf die ich setzen sollte, eine Quote von 100:1 hat?

Weil das ein Klepper ist. Er wird immer letzter.

Was heißt da „ein Klepper“?

Du hast mich alles, was ich habe, auf einen Klepper setzen lassen?

Ja.

Entschuldige mich kurz, ich bin gleich wieder da.

Das dritte Rennen endete mit dem Sieg von „Merry Flower“.

Auf dem zweiten Platz landete „Papillon“.

Für das vierte Rennen begeben sich nun an den Start mit der Nummer 2 „Hannover“.

Dann haben wir den Favoriten „Corsara“, ferner „Sinclair“ vom Rennstall Olgiata.

Außerdem „Ottaviano“ und schließlich mit der 3 der ungestüme „Ermellino“...

... sowie mit der Nummer 4 „Schildkröte“. Die Pferde sind nun in den Startboxen.

Wir sind so weit. Das Zeichen erfolgt, und los geht's!

Wie vorausgesagt setzt sich Corsara an die Spitze des Felds...

... gefolgt von Hannover und Sinclair.

Natürlich bildet Schildkröte das Schlusslicht.

Unglaublich! Der Favorit Corsara fällt aus seiner Gangart.

Er scheint verrückt geworden zu sein! Er verlässt die Rennstrecke...

... und kehrt wehmütig zu den Rennställen zurück.

Aber da ist Sinclair...

... von der Olgiata-Zucht, der Plätze gutmacht und sich jetzt an die Spitze setzt.

Er hat alle anderen Konkurrenten um mindestens zehn Längen abgehängt...

... und schickt sich an, das Rennen zu gewinnen.

Doch was passiert da? Sinclair mit der Nummer 5 wird langsamer.

Er verliert an Boden. Es scheint fast, als würde er aufgehalten.

Seine Gangart ist schwerfällig und nicht mehr flüssig.

Er ist sichtbar in Schwierigkeiten und wird von den anderen überholt.

Das ist unfassbar!

Sinclair wird durchgereicht auf den letzten Platz und scheidet aus.

Es folgen Ermellino und Hannover.

Schildkröte befindet sich natürlich am Ende des Felds.

Die Nummer 7 profitiert davon und setzt sich an die Spitze des Felds.

Der Jockey versucht im Vorgeschmack des Sieges...

... die letzten Körner aus seinem Pferd zu mobilisieren.

Er spornt ihn mit der Peitsche an.

Aber das verstehe ich nicht... Ich verstehe das nicht!

Der Jockey verhält sich so, als hätte ihn der Schlag getroffen.

Er bewegt sich wild hin und her, windet sich, wird unruhig und gibt ebenfalls auf!

Man könnte meinen, man wäre bei einem Ausscheidungsrennen.

Und bei dem Durcheinander setzt sich Schildkröte...

... die Nummer 4, der 100:1-Außenseiter, das Pferd aus dem De profundis-Rennstall...

... völlig unerwartet an die Spitze. Das ist unglaublich!

Ottaviano, Hannover und Ermellino, die dabei waren, ihn mühelos zu überholen...

... geht die Puste aus und sie verlieren auf der Zielgerade immer mehr an Terrain.

Sie werden langsamer. Es scheint, als würden sie gebremst.

Ihre Hufe scheinen sich nur äußerst mühevoll vom Boden zu heben.

Sie werden langsamer. Sie werden immer langsamer.

Was ist da nur los? Sie scheinen quasi am Boden festzukleben.

Sie bleiben stehen. Sie bewegen sich nicht mehr!

Schildkröte, Schildkröte...

- Schildkröte... Komm schon, Schildkröte. - Schildkröte...

Schildkröte...

- Schildkröte! Schildkröte! - Schildkröte!

Schildkröte überquert die Ziellinie und gewinnt zum ersten Mal in ihrer Karriere.

- Hast du abkassiert? - Ja.

Setz alles auf das fünfte Rennen.

- Alles auf das fünfte Rennen. - Welches Pferd?

- Welches Pferd? - Riesenschnecke.

Riesenschnecke?

Riesenschnecke.

- Komm her. - Wohin denn? Warum?

Ich möchte, dass Morgan deine Schokoladenseite sieht.

Verflixt, das ist ja gar nicht Morgan!

Sie sind ja gar nicht Herr Morgan!

Ich hatte darum gebeten, mit Luigi Morgan persönlich zu sprechen.

- Nun ja, Luigi Morgan ist in Sanremo. - Ach, er ist im Urlaub?

Er ist ein wenig erschöpft.

Seit seine tugendreiche und beispielhafte Ehefrau Enrichetta von uns gegangen ist...

... macht Morgan immer wieder eine Krise durch.

Er lässt dann alles hinter sich und erholt sich ein paar Tage am Meer.

Stimmt es, dass er nie daran gedacht hat, wieder zu heiraten?

Nein, nie.

Er lebt permanent in der Erinnerung an Enrichetta.

Seit diesem unheilvollen Tag hat er keine Frau mehr angesehen.

Ja, selbst eine hübsche junge Frau wie Sie würde ihn... völlig kalt lassen.

Also schön, ich komme dann wieder, wenn Herr Morgan zugegen ist.

Danke.

Also?

Gibst du dich geschlagen?

Diese Frauen vertrauen einem nie.

Hast du das Gefühl, dass ich mich geschlagen gebe?

Hey! Hey!

Asso!

Hier bin ich!

Hey!

Ich komme!

Ich bin da!

Hier bin ich!

Ich bin da!

- Enrichetta Morgan? - Na klar, das bin ich.

Ich habe deine Nachricht erhalten und da bin ich!

Ich hab dich gerufen, werte Kollegin, weil ich dich um einen Gefallen bitten muss.

Du bist wirklich ein schöner Mann.

Lass dich mal ansehen.

Wirklich attraktiv.

Aber was machst du hier unten? Müsstest du nicht woanders sein?

Ich hatte was zu erledigen und genau aus diesem Grund...

... wollte ich einige Informationen über Luigi bei dir einholen.

Luigi?

- Welcher Luigi? - Luigi Morgan, dein Ehemann.

Ach, der Ärmste...

Man sagte mir, er habe meinen Tod noch immer nicht verkraftet.

- Er war unsterblich in mich verliebt. - Das stimmt.

- Wieso lachst du? - Der arme Luigi.

Er hat mich nie vergessen.

Dabei war ich alles andere als eine perfekte Ehefrau, verstehst du?

Nein.

Nun ja, die Männer gefielen mir nun mal.

Vor allem, wenn sie schön und stark waren wie du.

Und sie gefielen dir auch nachdem du geheiratet hattest?

Na ja, das Fleisch war schwach und so habe ich ihm einige Hörner aufgesetzt.

Weißt du, ich muss für jeden Seitensprung zehn Jahre im Fegefeuer abbüßen.

- Musst du viel abbüßen? - 46 Jahrhunderte...

Und wie hat sich Luigi in dich verliebt? Beschreibst du mir mal eure erste Begegnung?

Das war in Sanremo. Der Ärmste fuhr jedes Wochenende hin, um zu entspannen.

Ihm stand im Grand Hotel Royal die kaiserliche Suite ganzjährig zur Verfügung.

Mit einem wundervollen Blick aufs Meer. Man konnte die Küste sehen bis...

Ach ja, entschuldige mich.

In jenem Jahr, es war 1952, beschloss auch ich, nach Sanremo zu fahren.

Ich stieg vor dem Royal Hotel aus meinem weißen Jaguar aus...

- Ein weißer Jaguar? - Ja, weiß.

Ich trug ein Kleidchen und ein Hütlein in derselben Farbe...

... sowie einen weißen Fuchspelz. Ich sah hinreißend aus.

Absolut hinreißend.

- Und er? - Er bemerkte mich sofort.

Zumal ich mein duftendes Coty-Taschentuch vor ihm zu Boden fallen ließ.

Er lud mich zum Frühstück in seine Suite ein.

Er war hocherfreut, als er herausfand, dass ich auch baltische Austern liebte.

- Baltische? - Ja, ja, aus dem Baltikum.

- Und wann hat er dir den Antrag gemacht? - Nachdem er die Geige hörte.

- Welche Geige? - Es gab gar keine Geige.

Aber wenn er sich verliebte...

... hörte er in seinem Kopf immer das Stück „Capriccio Italien“ von Tschaikowski.

Das Stück geht so:

Ich habe ihn übrigens dort oben kennengelernt.

- Wen? - Tschaikowski.

Hübscher Junge. Braunhaarig, slawisch... Schade, dass er etwas zu schwul ist.

- Und als er die Geige hörte... - ... offenbarte er mir seine Liebe...

... und zwei Wochen später waren wir verheiratet.

Danke, Enrichetta.

Du hast mir einen großen Dienst erwiesen.

Gibst du mir nichts als Gegenleistung?

- Was willst du haben? - Einen Kuss.

Na ja, ein Küsschen unter Kollegen?

Sniffe.

Sniffe.

Mein Hübscher!

Enrichetta! Wie viel musst du für diesen Kuss abbüßen?

Dafür muss ich mindestens 100 Jahre im Fegefeuer abbüßen.

Aber das war es wert, Asso! Es war es wert!

Ciao! Ciao!

So, da wären wir.

Luigi Morgan wohnt da oben. Aber jetzt ist er unten beim Frühstück.

Bist du bereit?

Ich fühl mich unwohl.

- Ich bin angezogen wie in einem Musical. - Du bist wunderschön.

Soll ich aussteigen?

Gehen wir zuerst alles noch mal kurz durch.

Wenn er dich zum Essen einlädt, was bestellst du?

Tortellini mit Sahnesoße.

Entschuldige, aber ich mag eben Tortellini mit Sahnesoße.

Es gibt heute keine Tortellini.

In Ordnung. Austern aus dem Baltikum.

Sehr gut.

Aber ich bevorzuge Tortellini mit Sahnesoße.

Soll ich jetzt aussteigen?

Ja. Ich drück derweil auf den Tortellino...

... ähm, die Hupe, um seine Aufmerksamkeit zu wecken.

Coty.

Fräulein?

Bitte, Fräulein.

- Das ist Ihres, nehme ich an. - Nein, es gehört meinem Mann.

Ihrem Mann? Sie sind also verheiratet?

- Verwitwet. - Wie mich das freut.

Verzeihung.

Es ist nur so, dass auch ich verwitwet bin. Gestatten Sie? Luigi Morgan, Bankier.

Angenehm, Silvia Bernardi, Tänzerin.

Verzeihen Sie mir meine forsche Art, aber Sie erinnern mich an eine liebe Person.

Ach ja?

Ich möchte Sie heute Abend zum Essen zu mir einladen.

- Haben Sie schon etwas vor? - Also, ehrlich gesagt...

- Ich habe Zeit. - Es würde mir viel bedeuten.

Ich nehme an.

Sagen wir um 21 Uhr in meinem Appartement, der kaiserlichen Suite?

Haben Sie einen besonderen Wunsch, was das Menü betrifft?

Ich bin verrückt nach Tortel... ähm, nach Austern aus dem Baltikum.

Also schön, wir sehen uns später.

Es blitzt.

Das Wetter schlägt um.

Je länger ich Sie ansehe desto mehr bin ich von Ihrer Schönheit verzaubert, Silvia.

Danke.

Das ist ja das Capriccio.

Was muss ich da hören? Ein „Capriccio“, also eine Liebelei?

- Für wen halten Sie mich? - Silvia...

Das können Sie nicht verstehen.

Das Motiv, das ich in mir habe, ist das berühmte „Capriccio Italien“.

Ein klassisches Stück von Tschaikowski.

Wenn ich dieses, ja also, wenn ich dieses Stück in mir höre...

... habe ich die Gewissheit, verliebt zu sein wie beim ersten Mal.

Silvia, möchten Sie mich heiraten?

Vielleicht ja.

Ach, entschuldigen Sie mich, Luigi, ich muss mal kurz etwas Luft schnappen.

Bitte.

Du bist wirklich verrückt.

Oh, Liebste...

Also, willst du mich heiraten?

Ja.

Geht ruhig vor, ich möchte nicht der ungelegene Dritte sein.

Ich hätte auf „Krebs“ gesetzt.

200 Kästen Bier.

Dann noch 100 Kästen Mineralwasser und 300 Flaschen...

Wenn wir verheiratet sind, wirst du nicht mehr in diesem hässlichen Viertel wohnen.

Ich werde dich auf mein Anwesen in Moncalieri bringen.

Ich habe dort ein Schloss, ein seltenes Nationaldenkmal.

Der nächste bewohnte Ort ist sage und schreibe 20 km entfernt.

Silvia!

Was läufst du zu dieser Zeit hier rum, noch dazu mit einem Bankier?

- Herr Morgan ist mein Verlobter. - Der da?

Wenn du Geld brauchst, hätte ich dir welches gegeben.

Verzeihung, aber was erlauben Sie sich?

Ich habe mich noch gar nicht vorgestellt. Bretella.

Morgan.

Eine Verlobung muss man feiern. Ich lade euch zu einem Gläschen ein.

- Ich trinke nie außerhalb der Mahlzeiten. - Dann trinken wir etwas.

Heute ist es zu spät dafür. Ich muss nach Hause.

Ich glaube, das Fräulein hat Ihnen gesagt, dass sie nach Hause möchte.

- Machst du dir in die Hosen? Hast du Angst? - Ich und Angst? Dass ich nicht lache.

Was machen wir dann hier draußen? Kommt rein.

- Mit Vergnügen. Bitte, Madame. - Bitte...

- Also, wir gehen jetzt. - Nein, ich sage, wann es Zeit ist, zu gehen.

- Ich möchte mich kurz mit dir unterhalten. - Also schön, ich höre.

- Zufällig gefällt mir diese junge Frau. - Bretella, sei kein Idiot.

Sei still, du! Erst warst du Assos Frau und ich hatte nichts zu melden.

Dann bändelst du mit diesem Typen an. Soll ich etwa mein ganzes Leben warten?

Ganz ruhig, Bretella, ich kann für dich ohnehin nur eine Freundin sein.

- Ich glaube... - Das ist mir scheißegal.

Wenn du Silvia willst, musst du sie dir verdienen.

- Also schön. Wie viel? - Kein Geld. Wir spielen um sie.

- Ich spiele nie. - Ich meine keine Karten, sondern Fäuste.

Ich prügle mich aber nie.

Ich aber schon!

100.000 auf Bretella.

- Alles klar, ich geh mit. - 5.000 auf den Bankier.

- 100.000 auf Morgan, den Bankier. - Bin dabei.

- Ich verdopple meinen Einsatz. - Ich auch.

Eine Million auf mich.

Verflixte Axt! Ich bin im falschen Moment erschienen.

- K.O. - Jetzt reicht's aber, okay?

Hast du jetzt genug?

- Aber ich hege keinen Groll. - Der ist stark...

Wir laden dich morgen um 12 Uhr zu unserer Hochzeit an.

Hast du gesehen, wie ich ihn zugerichtet habe? Ich habe ihm die Fresse poliert. Wiedersehen!

- Er muss jetzt unsere Wetten ausbezahlen. - Er hat ihm die Hosen ausgezogen...

Herein! Es ist offen.

- Geht's dir schlecht, Killer? - Es geht mir nicht so gut.

Ich hätte da einen kleinen Job für dich.

Nein.

Seit deinem Auftrag, Asso zu töten, bin ich nicht mehr aus dem Haus gegangen.

- Ich hab mich nicht mehr gerührt. - Keine Sorge, der Fall wurde ad acta gelegt.

Mmh... Das gilt aber nicht für mein Gewissen.

Asso war ein großartiger Mensch. Ich hätte ihn nicht töten dürfen.

Das hätte ich echt nicht tun dürfen.

Asso ist tot und begraben.

Sei unbesorgt.

Diesmal machst du dasselbe nochmal mit Morgan, dem Bankier.

Ich bin fertig mit meinem Job. Sieh mal, wie meine Hand zittert.

- Sieh doch mal. - Ich geb dir das Doppelte.

Nein.

Sobald es mir besser geht, geh ich zum Kommissar und beichte alles.

Es tut mir leid, Bretella. Es tut mir wirklich leid.

Macht nichts.

Ich kriege das schon alleine hin.

Leb wohl, Killer.

Du siehst bezaubernd aus. Du bist eine wundervolle Braut.

Ich bin fast schon ein wenig eifersüchtig auf deinen Luigi.

Dann heirate ich eben nicht und bleib bei dir.

Nein, das war nur ein Scherz.

Ich bin mir sicher, dass du deinen Zukünftigen bereits ein wenig liebst.

Nein!

Das sagst du nur, um mich zu ärgern.

Wenn ich einen anderen lieben würde, könnte ich dich nicht mehr sehen.

Das hast du selbst gesagt.

Sieh mich doch mal genau an.

Findest du mich nicht etwas durchsichtiger, verschwommener, schwammiger...

- ... unklarer? - Nein.

Es ist schon spät. Luigi wird überpünktlich sein.

Wir drehen jetzt eine Runde, mein Freund.

Was tun Sie da? Sind Sie verrückt geworden? Ich muss ins Rathaus, ich heirate heute.

Ich glaub, deine kleine Braut kann da lange warten. Fahr los!

- Dann ist das eine Entführung? - Nenn es, wie du willst. Fahr schon!

Er ist ja so nett. Ich habe ihn lange nicht mehr so glücklich gesehen.

- Nochmal 100 solcher Tage, Signora. - Carolina!

Oh, entschuldigen Sie, das war schon wieder falsch.

Warte, ich richte dir die Krawatte, damit es besser aussieht.

Ja, er ist sehr freundlich...

Ich hätte nicht gedacht, dass Morgan wieder heiratet...

Luigi verspätet sich.

Es ist mir nicht unrecht, wenn er nicht kommt. Du weißt, wie ich darüber denke.

Ich seh mal nach, wo er bleibt.

Hey!

Hey!

Hey!

Du da! Komm her!

- Meinst du mich? - Ja, du! Komm her! Komm her!

- Ah, ja... - Schnuckelchen?

Entschuldige mich kurz, bin gleich wieder da.

Hast du mich gerufen?

Ja.

- Hallo, Killer. Siehst du mich etwa? - Ja klar, und hören tu ich dich auch.

- Dann bist du auch.... - Ja, ich bin tot.

Das bedaure ich. Mein Beileid.

- Bevor ich wieder da runter gehe... - Du meinst wohl „hinauf“?

Nein, runter. Ich bin in der Hölle.

Die Hölle kann warten.

Bevor ich wieder da runter gehe, wollte ich dich um Verzeihung bitten.

Dir ist verziehen.

Und als Entschädigung wollte ich dir einen Gefallen tun.

- Ich hab kein Feuer. - Keine Sorge, versuch's mal hier.

Das ist einer der wenigen Vorteile der Hölle.

Also, Bretella war es, der deinen Mord in Auftrag gegeben hat.

- Bretella? - Ja.

Und dann hat er mich auch kaltgemacht.

Was für ein Tigersohn!

Nun hat er Morgan entführt und will ihn töten.

- Luigi Morgan? - Ja.

Danke, Killer.

Ich versuche, ein gutes Wort für dich einzulegen.

Mir würde schon ein kleiner Ventilator reichen.

Del Tuddo, die Tür!

Ich geh ja schon.

Ich bitte um das Einschreiten der Polizei. Morgan wurde entführt.

Del Tuddo, du bist sicher enttäuscht von deinem US Cagliari, was?

Drei Tore haben wir von Inter euch in San Siro eingeschenkt.

- Schuldest du mir jetzt nicht ein Essen? - Das Essen zahle ich Ihnen.

- Aber der Schiri war scheiße. - Wieso scheiße?

- So kann man nicht pfeifen. - Was redest du da?

- War das etwa ein Elfer? - Ja, wie? Bei all dem, was so geschieht.

Morgan wurde entführt und die reden über so belangloses Zeug.

Hat man da noch Worte? Ist das zu glauben?

- Sie brauchen wohl 'ne neue Brille! - Du brauchst 'ne Brille.

- Ich schmier dir jetzt gleich eine. - Ihr habt den Schiri geschmiert!

- Klar, wir Mailänder zahlen immer für alles. - Ja, ihr Mailänder habt den Schiri geschmiert!

- Und jetzt zahlst du das Essen, okay? - Ja, ist gut.

Du bezahlst.

Morgan wurde entführt.

- Morgan wurde entführt. Morgan! - Inter ist eine tolle Mannschaft.

- Morgan wurde entführt. - Wer ist dieser Morgan?

- Wer hat was von Morgan gesagt? - Ich war das!

Wer ist das? Ein Verteidiger? Ein Stürmer? Ein Torwart?

Nein, er ist Bankier!

- Wo spielt er denn? - Del Tuddo!

Vergiss nicht, dass ich dein Vorgesetzter bin!

- Ist das klar? Sei still! - Verschwinde!

- Schubsen Sie nicht! - Wer schubst denn?

- Ich war das, der geschubst hat. - Ah, okay.

Ich hab das Gefühl, wenn ich lauter schreie, hört man mich vielleicht.

Ja, es ist eine Frage der Lautstärke...

Morgan wurde entführt!

Begreifen Sie? Morgan wurde entführt!

Begreifen Sie, dass Morgan entführt wurde? Morgan wurde entführt! Hören Sie mich?

Was ist das?

- Hören Sie mich? - Ich höre ein Summen.

Was für ein Summen? Ich bin das! Morgan wurde entführt!

- Morgan wurde... - Del Tuddo, geh ran.

Hallo, hier ist Morgan.

Bretella hat mich entführt. Wir sind auf der Schnellstraße 51 nach Monza.

Hallo? Polizei? Hören Sie mich? Hallo? Polizei? Ist da keiner?

Hey, noch so'n Scherz und ich knall dich sofort ab!

- Leg auf! - Verzeihung, Herr Bretella.

Hallo?

Hallo? Wer spricht da? Da ist ja keiner dran.

Del Tuddo, du gibst mir das Telefon, aber da ist keiner dran.

Heute ist ein ruhiger Tag. Lass uns was essen gehen, Del Tuddo.

Du zahlst ja schließlich.

Danke.

Del Tuddo, fahr du, ich möchte zu Ende lesen.

Ich wusste gar nicht, dass die Polizei ferngesteuerte Autos hat.

Del Tuddo, fahr langsamer. Willst du uns etwa umbringen?

Del Tuddo, was zum Henker tust du da? Du fährst unter aller Sau.

Das Restaurant ist doch nicht hier.

Es ist da drüben...

Del Tuddo? Del Tuddo, wo bist du? Del Tuddo!

Verfluchte Scheiße! Oh, mein Gott!

Das Mi... Das Mikrofon... Danke.

Ein Notfall... Ein Notfall, Polizei!

- Wer spricht da? - Die Polizei.

Ja, hier ist die Polizei. Wer ist am anderen Ende?

Die Polizei! Hier ist Kommissar Rinaldi.

Ich sitze in einem blauen Alfa 6 mit dem Kennzeichen 53872.

Ich wurde entführt!

- Von wem? - Vom Unsichtbaren!

Oh, mein Gott...

Nein, nein... Anhalten.

Eine Kurve! Verfluchter Mist!

Nein!

Wir fahren auf zwei Rädern!

Nein! Oh, mein Gott!

Warte, warte...

Wie kann man dieses beschissene Auto wieder aufrichten? Aua! Ach, du meine Güte!

Das könnte Luigi Morgans Wagen sein.

Ich flehe dich an, hilf mir! Hilf du mir! Ich habe dein Andenken verraten.

- Mit wem redest du da? - Mit Enrichetta.

Enrichetta? Ich sehe hier niemanden.

Enrichetta ist eine Heilige im Paradies. Ich bete zu ihr, damit sie mir hilft.

Ja, ja, bet ruhig, gleich wirst du tot sein.

Nicht mal alle Heiligen aus dem Paradies können dich noch retten.

Verflucht! Gib Gas!

Sehen Sie? Sie hat meine Gebete erhört. Enrichetta hat ein Wunder vollbracht.

Ich geb dir gleich ein Wunder...

Hey, rufen Sie die Polizei an.

Fahr schneller! Schneller!

Gib Gas, du Mistkerl! Gib Stoff!

- Aber wir bringen uns noch um. - Kann dir ja egal sein.

Du bist eh so gut wie tot!

Halt! Ich bin Morgan, der Bankier. Warten Sie! Polizei! Ich bin entführt worden! Von dem da!

Schaffen Sie ihn fort! Das ist der berüchtigte Entführer!

Er wollte mich töten! Verhaften Sie ihn! Er heißt Bretella! Er ist ein Schlägertyp!

Ein brutaler Mensch! Er hat mir eine Pistole an den Hals gehalten! Schaffen Sie ihn fort!

- Wie geht's Ihnen, Herr Kommissar? - Schlecht.

Mir auch.

- Er verspätet sich beträchtlich. - Ja.

- Vielleicht hat er es sich anders überlegt. - Nun ja, sie ist eine ehemalige Tänzerin.

Signora, ich habe Ihnen etwas zu trinken mitgebracht.

- Nein, danke, Carolina. - Das ist wirklich eine Schande.

Mehr als eine Stunde Verspätung.

- Stört Sie das etwa nicht? - Im Gegenteil!

Da der Bräutigam immer noch nicht da ist, geh ich eben nach Hause.

Silvia! Entschuldige mich! Und auch ihr anderen, entschuldigt mich.

Mir ist etwas dazwischen gekommen. Pardon, entschuldigt.

Ich muss kurz mit Silvia sprechen, unter vier Augen.

- Silvia, man wollte mich umbringen. - Oh, das tut mir leid.

An der Schwelle des Todes habe ich zu Enrichetta gebetet.

Ich versprach ihr, für immer ihr zu gehören, wenn sie mir das Leben rettet.

- Und dann? - Sie hat mir das Leben gerettet.

- Ich heirate dich nicht mehr. - Oh, ich bin ja so glücklich!

Ich bin sehr glücklich!

Adieu, Enrichetta. Pardon, Silvia.

- Auf Wiedersehen, adieu. - Ciao, ciao.

Aber was macht er da? Das ist der Ausgang. Wieso hältst du ihn nicht auf?

Er hat es sich anders überlegt. Er heiratet mich nicht mehr.

Er heiratet dich nicht mehr?

Oh, mein Gott.

Mir ist, als würde ich erneut sterben.

EINIGE TAGE SPÄTER...

Hey, Barkeeper, ich muss heute Abend echt zugedröhnt sein.

Das ist der dritte Whisky, den ich trinke, ohne dass ich es merke.

Ich hab gehofft, dich hier anzutreffen.

Wer bist du? Ich kenne dich nicht. Verschwinde, Silvia.

Komm, lass uns nach Hause gehen. Du hast zu viel getrunken.

Ich soll was getrunken haben?

- Verschwinde noch mal, Silvia. - Komm schon, lass uns gehen.

Ich hab alles falsch gemacht.

Luigi war nicht der richtige Mann für dich.

Jetzt muss ich wieder von vorne anfangen.

Also schön, lass uns zu Hause noch mal darüber reden, einverstanden?

Ja, reden wir zu Hause.

Hey, Jungs, drüben ist der Neue! Der Typ aus Varese!

Der gewinnt am laufenden Band! Er ist besser als der arme Asso!

Unsinn! Es wird nie jemanden geben, der besser ist als der arme Asso.

- Komm, lass uns gehen. - Ich will ihn sehen.

- Wen? - Diesen Kerl aus Varese.

Das ist mit Sicherheit ein Tölpel.

- Bitte lass uns nach Hause gehen. - Nein.

Ich will sehen, was das für ein Typ ist.

Eine Spende für die kleinen Waisenkinder der seligen Enrichetta.

- Eine Spende für die kleinen Waisenkinder - Ach, hau ab.

- Lass uns in Ruhe. - Geh.

Eine Spende für die kleinen Waisenkinder.

Eine Spende für die kleinen Waisenkinder.

Eine Spende für die kleinen Waisenkinder!

Du bist dran, Varesino.

Ich passe.

Ich erhöhe um das Dreifache.

Das Sechsfache.

Das Neunfache.

Alles, was du noch hast.

Du bist zu gut für mich, Varesino.

Nicht übel, der Junge.

Er blufft, ohne dass sein Ohr dabei zuckt.

Ich glaube, aus dem wird mal ein Großer.

Hey!

Was hast du gesagt?

Diese Augen, dieser Ausdruck... Wen hast du denn gerade angesehen?

Hey, Schnuckelchen, willst du mir weismachen, dass dir der Typ da gefällt?

Er ist wunderschön.

Wunderschön? Der ist richtig hässlich!

Er ist so attraktiv...

Hör zu, lass die Scherze. Ich erlaub dir nicht, dich in so 'nen Typen zu verlieben.

Wieso? Was stimmt nicht mit ihm?

Na ja, er ist ein Spieler, ein Habenichts. Einer, dem man nicht trauen kann.

Heute gewinnt er noch ein Vermögen und morgen fällt er auf die Schnauze.

Was wäre das für ein Leben mit dem?

Das Leben, das ich mit dir geführt habe und das mir so gut gefiel.

Ich möchte mein Leben an der Seite eines solchen Mannes verbringen.

Mit diesen sanften und so tiefsinnigen Augen.

Der hat doch keine Zukunft!

Der würde dich sogar in der Hochzeitsnacht wegen einer Partie sitzen lassen!

Wegen einer Partie, verstehst du? Wegen einer Partie!

Wegen einer Partie... Wegen einer Partie...

Asso?

Wo bist du denn? Asso?

Asso? Bist du verschwunden? Ich sehe dich nicht mehr.

Hey, Schnuckelchen, bleib hier bei mir. Du bringst mir Glück.

Willkommen zurück, Asso.

DIREKTION

- Grüß dich, Peter. - Der Chef erwartet dich bereits.

Was ist er für ein Typ?

Extravagant...

Asso.

Ich warte schon sehr lange auf dich.

Mir wurde gesagt, dass du ein Pokergott wärst.

Ich bin ganz ordentlich darin.

Heb ab.

Aber keine Wunder, okay?

- Um was spielen wir? - Um das, was du willst.

- Um deinen Posten. - Einverstanden.

Wie viele Karten?

- Keine. - Ich auch nicht.

Du kannst schon mal aufstehen.

Ein Full House mit Seligen.

Dann bleibe ich sitzen.

Vier Heilige.

Schade.

- Bekomme ich eine Revanche? - Ja, in 3.000 Jahren.

- Bist du in 3.000 Jahren immer noch hier? - Ja, klar.

Also schön.

Wir sehen uns in 3.000 Jahren um acht Uhr.

Der Ärmste...

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