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Original subtitles

Hallo?

Aufwachen.

Ich will noch schlafen.

Ich weiß, Süße.

Aber ich muss in die Arbeit, also mach dich fertig, ja?

Ich muss wieder weiter, Moos.

Geh gleich rein, ja? Ja.

Hey, bald sind wir im Fernsehen.

Ich hab dich lieb.

Hast du das eine zu rauchen?

Ich muss es hier fertig machen.

Okay, dann sag, wenn du fertig bist, dann warte ich auf dich.

Willst du einen Kaffee? Ich bin eh gerade auf dem Weg

in die Küche.

Ich hab noch, danke.

Aber der ist doch bestimmt schon kalt.

Jürgen, das ist echt nett, aber ich muss mich hier wirklich konzentrieren.

Kann ich dir vielleicht irgendwie helfen? Ja, du.

Hast du die Auswertung der Umschlagzeilen von der F4-Serie schon

fertig? Du weißt, ich brauche die bis spätestens Mittag. Ich glaube, die

brauchen die erst... Nicht glauben, machen.

Jetzt. Okay, tschau Tanja, bis später.

Essen

ist

gleich fertig.

Wie war's in der Schule?

Gut.

Habt ihr einen Test gehabt?

Nein.

Hast du Deutsch rausbekommen?

Nein.

Steht die Woche noch was an?

Nein.

Moment mal, Madame.

Wo willst du denn jetzt noch hin?

Zu Sarah.

Na gut.

Punkt 8 bist du wieder zu Hause.

Und schreib mir eine SMS, wenn du angekommen bist.

Ja.

Die Plazas?

Hey Herzi, alles gut bei dir?

Moment, es ist schwierig.

Lilly?

Ja, es ist immer um die Zeit.

Das geht wieder vorbei.

Ich habe es doch immer geschafft.

Sie vermisst ihn einfach so sehr.

Herzi, ich möchte vorbeikommen.

Passt schon, danke.

Ich weiß nicht, was ich für sie tun kann.

Aber du tust doch eh alles für sie.

Manchmal frage ich mich, ob du jemals Zeit gehabt hast, selber die Geschichte

zu verarbeiten.

Ich weiß es nicht.

Ich denke nur, wir hätten nicht so schnell wegziehen sollen.

Ich wollte da einfach weg, aber ich habe immer das Gefühl, ich habe Stefan im

Stich gelassen.

Und der lieber erst acht.

Ich habe gehofft, dass sie das besser verarbeiten können.

Aber es tut sie nicht.

Vor allem nicht, wenn es auf den Jahrestag zugeht.

Hast du den Therapeuten von mir kontaktiert?

Nein, ich glaube, ich wollte mich da selber noch nicht so mit beschäftigen.

Du, ich denke trotzdem, dass ihr das nicht totschweigen dürft.

Red doch mit der Lilly. Das tut euch beiden gut.

Wenn du es magst, dann kann ich auch dabei sein.

Das liebt danke, aber ich glaube, sie müsste erst mal mit mir reden. Das wäre

schon der Anfang.

Ich bin auf jeden Fall für euch da.

Alles klar, bis später.

Wer war denn das gerade?

Warte. Hallo?

Stefan Schindler. Ah, okay.

Ich kenne so viele Stefans.

Es kann nie genug Stefans geben.

Das erinnert mich an King of Queens gerade.

Was? Das müssen wir mal wieder gucken.

Die Folge mit, wo Appa das Drehbuch schreibt. Ach so, ja. Mit drei Mikes.

Wo der Nachbar, der Hulk, zu ihm kommt und wie heißt der?

Der Hulk? Der Schauspieler. Achso, der Schauspieler.

Keine Ahnung.

Ah,

das gibt's doch nicht.

Der Muskeltyp neben King of Queens.

Arthur, wie heißt der? Ja, ich weiß es nicht.

Lupel?

Später meinst du.

Was betrübt dich denn, Bürosterne?

Gar nichts, alles gut.

Sicher?

Ich muss nur die ganze Zeit dran denken, dass Lilly jeden Morgen kurz nach sieben

schon dasteht und eine Stunde warten muss, bis ihre Freunde kommen.

Das macht mich fertig.

Warum reduzierst du nicht deine Stunden?

Geht nicht. Kann ich mir nicht leisten.

Red doch mal mit dem Ross.

Da hinten kommt Jürgen.

Hey,

sorry,

ich hab's eilig.

Ich bin wieder da.

Na?

Mami. Hast du schon was gegessen?

Nö. Na, dann mach ich ein schönes reines.

Du hast dir wieder alte Bilder angeschaut, hm?

Ja.

Süße, ich weiß, es ist schwer, aber Papa hätte sicher nicht gewollt, dass du da

so... Ich will jetzt schlafen.

Ich habe keinen Hunger.

Du musst aber was essen.

Ich habe Bauchschmerzen.

Schlimm? Ja.

Maus, ich kann heute nicht zu Hause bleiben.

Willst du alleine hier bleiben?

Weiß nicht.

Ja, Süße, ich kann hier nicht reinschauen. Ich weiß auch nicht, wie es

dir geht.

Also, wenn du zu Hause bleiben willst, dann rufe ich jetzt in der Schule an.

Ja. Ja?

Okay.

Guten Tag, hier ist die Tatsache.

Radio Illwelle, die Nachrichten mit Mike Weber.

Auch fünf Jahre nach dem Verschwinden der 13-jährigen Anna aus Ebersberg hat

die Polizei keine neuen Erkenntnisse. Die Schülerin war im September 2013 auf

dem Nachhauseweg in Ebersberg spurlos verschwunden. Ihre Mutter, die den

Verlust nicht verarbeiten konnte, nahm sich vor einem Jahr das Leben.

Essen, Großer?

Eigentlich gern, aber ich habe einen Arsch voll Arbeit, weil Jürgen zig

Fehler in der Auswertung gemacht hat.

Und weil er jetzt zwei Wochen Urlaub macht, muss ich den ganzen Mist

ausbügeln. Sag mal, du hast doch studiert, oder?

Hä? Auf der Akademie, Mimi.

Äh, verschwinde.

Hallo?

Äh, der Ross will dich sehen.

Okay, dann muss das Essen wohl warten.

Dankeschön. Ich drück die Daumen.

Sie wollten mit sprechen?

Hallo? Wer ist denn da?

Ja? Hallo, Mäuschen.

Mama.

Die Platzes?

Hallo?

Ja?

Pass mal auf, wenn du hier noch einmal anrufst, dann will ich...

Mama?

Was ist, Maus?

Ich vermisse Papa.

Ich vermisse ihn auch.

Wir sollten vielleicht öfter über Papa reden, hm?

Er hat dich so unglaublich geliebt.

Er konnte dir auch nie böse sein.

Du hast ihn immer um den Finger gewickelt.

Ich weiß noch, dass er mir früher mal diese Hundegeschichten erzählt hat.

Von Struppi und Seppi.

Geschichten erzählen konnte er gut.

Kannst du mir eine erzählen?

Ich weiß nicht, ob ich das so gut hinbekomme wie Papa, aber ich kann es

versuchen, wenn du willst.

Struppi und Seppi saßen an einem wunderschönen, warmen Sommerabend

im Garten in dem Waldrand.

Und als sie durch das Fenster in die Klage...

Ich

habe keine Ahnung, wer das war. Der stand da einfach und hatte halt ein

Handy am Ohr.

Und du meinst, der hat auch angerufen?

Naja, ist ja wohl kein Zufall.

Boah, und dann atmet der auch noch in den Hörer wie ein Bodyguard.

Ja, verdammt.

Vielleicht war das dein Nachbar.

Ich hab keine Ahnung, es war dunkel, aber wie kommst du auf meinen Nachbar?

Oder der Jürgen, Jürgen. Hör auf.

Nein, im Ernst, ich weiß echt nicht, was ich machen soll.

Du gehst zur Polizei.

Ja, und dann, was sag ich denen?

Ja, das, was du gesehen hast.

Ein Fremder stalkt dich.

Naja, stalken...

Ja, du, wenn bei mir einer nachts vorm Haus stehen wird, dann wäre ich noch am

selben Abend bei der Polizei.

Das ist der Pumpe, also ich meine, das kann nicht ganz so gut sein.

Das ist im Ernst, das ist bejahend, dass ich hier mal sitze.

Ja? Hallo?

Was wollen Sie?

Nur, dass Sie es wissen, die Polizei ist bereits...

Franzi, sorry.

Ich wollte dich nicht zu spät stören, aber er hat wieder angerufen.

Weiß ich nicht.

Keine Ahnung, ich hab echt Schiss hier alleine.

Würdest du es machen?

Okay, danke.

Bis gleich.

Und was willst du jetzt machen?

Ich weiß es nicht.

Also ich würde die Polizei rufen.

Sicher? Was soll denn noch passieren? Dass er deine Haut als Mantel trägt,

oder was?

Hallo?

Hallo?

Jetzt pass mal auf, du Grattler. Die Polizei ist schon unterwegs.

Wenn ich du wäre, dann würde ich... Aufgelegt.

Du rufst jetzt sofort da an oder ich mach's.

Guten Tag, mein Name ist Tanja De Plazas.

Ich glaube, ich werde gestalkt.

Du bist?

Genau, ich werde gestalkt. Es ruft jemand immer wieder an und atmet ganz

komisch ins Telefon und steht auch vor meiner Wohnung.

Okay, dankeschön. Er verbindet mich.

Und Sie haben keine Ahnung, wer des Bens erkannt?

Ich weiß nicht.

Ja, und was ist mit dem Jürgen Bögen?

Dein Ernst?

Du, der hat dich doch im Büro schon mehr oder weniger gestalkt.

Gibt es vielleicht doch jemanden?

Naja, es ist ein Kollege von mir.

Wie sage ich denn das am besten? Der ist halt... Der ist halt aufdringlich.

Wir können den Namen durchaus mit aufnehmen, wenn Sie das wollen.

Also ich will es machen.

Naja, ich muss mit ihm ja noch arbeiten und wenn er es nicht ist, ist das

wirklich eine blöde Situation.

Hast du gut geschlafen? Ja.

Und du hast nichts gehört?

Mhm.

Wieso? Ach, Franzi war gestern da und ich dachte, dass wir vielleicht ein

bisschen laut waren.

Mhm.

Dir geht's besser, oder?

Ja.

Ähm, kann ich halt zu Sarah.

Du hast keinen Bauchweh mehr?

Mhm.

Und dir geht's wirklich gut?

Ja.

Wirklich.

Ach so, ich habe übrigens mit dem Ross gesprochen.

Mir werden ein paar Stunden gekürzt, aber das Gehalt bleibt gleich.

Das heißt für dich, dass du nicht mehr so früh in die Schule musst.

Oh echt?

Cool.

Bis nachher.

Und ruf mich an, wenn ich dich holen soll, okay?

Okay.

Oh, shit.

Ja? Lilly, alles gut bei dir?

Ja, ich wollte dich schon noch anrufen, aber ich bin hier jetzt ab. Alles gut,

ich hole dich jetzt ab.

Warum? Ich wollte mit der Sarah auf dem Geburtstag von der Emmi.

Lilly, du bleibst jetzt bei Sarah. Ich hole dich da gleich ab.

Ach, komm schon.

Keine Diskussion.

Was ist los?

Meine Mom spinnt schon wieder rum und sie sagt, ich muss jetzt zu euch wieder

zurück nach Hause.

Okay, ich sage zu Hause Bescheid.

Tschüss.

Ich schreibe dir dann später.

Okay.

Hallo? Ist Lilly fertig?

Wir haben es heute eilig. Sie wollte dich anrufen. Sie sind bei Emilia auf

dem Geburtstag.

Ich habe ihr doch gesagt, sie soll hier warten. Egal, ich fahre zu Emilia.

Danke.

Tschüss!

Sarah! Hallo! Das ist Lilly.

Die sollte doch heim.

Nein, ihr solltet bei dir warten, bis ich sie hole.

Ja, Lilly ist zu mir zurück.

Zu zurück? Wo wart ihr denn?

Wir wollten hierher, dann hast du gemeint, Lilly soll zurück.

Also ist sie alleine gegangen.

Ich wusste doch nicht, dass sie unterwegs war.

Also... War sie gar nicht auf den Geburtstag. Obwohl sie es hinbracht

haben. Nein, ich habe doch gerade gesagt, ich habe sie zu einer Freundin

gefahren und mit der wollte sie auf den Geburtstag. Aber da ist sie nie

aufgetaucht. Weil sie gesagt haben, sie darf nicht. Ja, aber ich wusste doch

nicht, dass die beiden schon auf dem Weg dorthin sind.

Und was hat das Ganze jetzt mit der Ketten zu tun?

Jetzt passen Sie mal auf. Wir haben gestern Abend Anzeige erstattet, weil

sie gestalkt wird. Und dieser jemand war jetzt in ihrem Auto und hat eine Kette

an den Rückspiegel gehängt. Und jetzt ist ihre Tochter verschwunden.

Was genau ist, darüber jetzt nicht zu verstehen.

Ich übernehme das Ganze.

Und beantragt mal bitte diese Anzeige.

Mein Name ist Christian Schwarz, ich bin der Leitende Kommissar.

Tanja, die Platz ist, das ist meine Freundin Franziska.

Meine Tochter ist verschwunden und ich glaube, dass sie entführt wurde.

Ich kann Ihre Aufregung gut verstehen.

Sie sagt meinem Kollegen, was man bei einer Kette hat.

Ich werde die Sonderkommission Lilly einleiten.

Und Sie möchte ich bitten, mit Frau Breuer, das ist unsere Psychologin,

Kontakt aufzunehmen.

Ich kann Sie auch gerne für Sie anrufen.

Und was ist jetzt mit der Kette?

Dazu kann ich im Moment noch nichts sagen.

Können Sie heute Nacht eventuell woanders unterkommen? Bei Ihrer Freundin

vielleicht? Das geht nicht.

Was ist, wenn Lilly nach Hause kommt und niemand ist da?

Ihre Wohnung wird ab jetzt rund um die Uhr überwacht.

Und wann fangen Sie an zu suchen?

Sofort.

Ja, Schwarz hier.

Ruf mal bitte im Labor an, die sollen morgen früh gleich was abholen.

Wir kontrollieren die Wanderwege und die Straßen. Wir fragen die Anwohner um das

Weininger Feld und führen Personenkontrollen im Radius von 50

Kilometern durch.

Wir drehen jeden Stein um.

Wer geht zur Schule?

Es sind Ferien.

Ach ja. Und dann müssen wir die Umfeldermittlung in der Nachbarschaft

und in der Verwandtschaft starten.

Geht jeder noch so kleinen Auffälligkeiten nach.

Irgendjemand muss dieses Mal was gesehen haben.

Ich habe euch von dem Parallel zum Fall Anna Erzberger erzählt.

Wenn es derselbe Täter ist und selbst wenn er sich fünf Jahre Zeit gelassen

hat, reden wir jetzt inoffiziell in einer Serie.

Eine Serie ist das nicht ein bisschen sehr lang her, um von einer Serie zu

sprechen?

Inoffiziell, Hofberger. Schön wach bleiben.

Das heißt, wir nehmen uns den alten Fall wieder vor.

Schwarz?

Super. Schick's mir per Mail, ja?

Danke.

Und vergesst nicht, nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen könnte Anna noch

am Leben sein. Das heißt, wir suchen nach zwei Mädchen. Ihr wisst, was zu tun

ist. Gebt Vollgas. Lasst uns diese Mädchen retten.

Ja? Grüß Gott, Herr Erzberger.

Christian Schwarz von der Kripo.

Wir hatten uns schon mal kennengelernt. Damals leitete mein ehemaliger Chef,

Kommissar Berlinger, die Ermittlungen um das Verschwinden ihrer Tochter.

Und?

Dürfte ich vielleicht reinkommen?

Haben Sie meine Tochter jetzt gefunden?

Nein. Dann war es eine Passierung. Herr Erzberger, bitte.

Es ist wieder ein Mädchen verschwunden.

Sie wissen, was mit meiner Frau passiert ist?

Ja.

Und es tut mir sehr leid.

Herr Erzberger, ich weiß, dass es wahnsinnig schwierig für Sie ist,

darüber zu reden, aber Fakt ist, dass wir Anna noch nicht gefunden haben.

Und jetzt ist wieder ein Mädchen verschwunden.

Ich glaube, dass es ein und derselbe Täter ist.

Und warum glauben Sie das?

Wir haben diese Kette bei der Mutter des Mädchens gefunden.

Sie können sie auch rausnehmen, wir konnten keine brauchbaren Spuren

sichern.

Ist das anders als Gitter?

Don Isus.

Warum noch so langer Zeit?

Ich weiß es nicht.

Der will sie behalten?

Ne.

Ich möchte, dass Sie wissen, dass ich Anna niemals vergessen habe.

Und?

Glauben Sie, wir schnärmen dieses Mal?

Wir versuchen alles.

Meine Elli wollte immer wissen, wie sie ausschaut.

Nimm.

Ich will mich aber nicht beruhigen.

Mein Kind ist irgendwo da draußen und keiner kann sie finden.

Ich kann hier nicht nur rumliegen und nichts tun.

Gut, dann fahren wir. Dann fühlst du dich besser und wir tun was.

Und, fangen wir an?

Ich hätte sie nicht gehen lassen dürfen.

Ich wusste, dass wir beobachtet werden und ich habe sie trotzdem gehen lassen.

Erst einmal, wir haben seit heute Morgen eine Hundestaffel vor Ort.

Und führen überall Personenkontrollen durch.

Jede Auffälligkeit wird unter die Lupe genommen.

Wir setzen alles daran, Lilly zu finden.

Sie müssen uns jetzt vertrauen. Es bringt nichts, wenn Sie auch noch nach

ihr suchen.

Sie müssen jetzt Ihre Kräfte schonen und stark bleiben für Lilly.

Haben Sie denn schon mit Frau Bräu gesprochen?

Unsere Psychologin?

Psychologin?

Sie wollten mir irgendwas sagen.

Ja. Sagt Ihnen der Name Erzberger was?

Anna Erzberger.

Nein.

Vor fünf Jahren gab es in der Nähe von Ebersberg einen ähnlichen Fall wie

Ihren. Anna Erzberger ist damals entführt worden und gilt bis heute als

verschwunden.

Wir haben Grund zur Annahme, dass es sich bei Lelis Verschwinden um denselben

Täter handelt.

Wieso?

Die Kette.

Die Kette in ihrem Auto gehört Anna Erzberger.

Wieso macht er das?

Wieso wir?

Wir wissen es noch nicht.

Gab es bei Anna irgendwelche Zeugen, Anhaltspunkte, Spuren, Verdächtige?

Nein, es gab keine Forderungen und...

Hören Sie, dieses Mal hat er uns eine Botschaft geschickt. Er will uns also

etwas mitteilen.

Er fühlt sich uns überlegen.

Wie meinst du?

Wieso sollte er sonst Annas Kette an den Rückspiegel hängen?

Er brüstet sich damit, dass wir Anna nie gefunden haben.

Das heißt, er will endlich Anerkennung für seine Tat.

Worauf willst du hinaus?

Ich glaube, es reicht ihm nicht mehr nur ein Kind zu entführen und wer weiß, was

er sonst noch alles macht.

Er will seine Tat teilen.

Herr Schwarz, die Anzeige gegen Unbekannt von der Diplasis. Danke.

Anzeige? Kurz vor dem Verschwinden Ihrer Tachte hat sie eine Anzeige gegen

Unbekannt gemacht.

Weswegen?

Stalking. Sie hat aber einen Arbeitskollegen erwähnt, der eventuell

dafür in Frage gekommen ist.

Das heißt, wir haben einen Namen.

Urban.

Könnten Sie bitte Ihre Schuhe ausziehen?

Entschuldigen Sie, ich habe einen Besuch erwartet.

Sehr unabgeräumt.

Fühlen Sie sich wie zu Hause.

Möchten Sie was trinken?

Ein Wasser, ja.

Am besten gar nicht groß umschauen.

Es tut mir wirklich leid, dass es hier so unordentlich ist.

Ich habe so lange keinen Besuch mehr gehabt.

Das letzte Mal war, glaube ich, hier der Klempner oder so.

Für den habe ich jetzt auch nicht groß aufgeräumt.

Naja, ich hätte jetzt doch Sprudel. Wollen Sie nicht doch Sprudel?

Nee, ganz still, danke.

Okay.

Also, und Sie machen jetzt eine Befragung in meiner ganzen Abteilung?

Ja.

Wo waren Sie denn am 7.11., so zwischen 18 und 24 Uhr?

Also um 17 habe ich Arbeit aus und dann bin ich vermutlich hier.

Was können Sie so ad hoc sagen?

Also ich bin eigentlich meistens abends allein zu Hause.

Was können Sie mir denn über Ihren Chef erzählen?

Äh, wie jetzt?

Ja, können Sie ihn beschreiben?

Ja, also ich mag ihn ja eigentlich ganz gerne, aber bei meinen Kollegen ist er

nicht so beliebt.

Und Ihre Kollegen, was können Sie mir zu denen sagen?

Ich sitze neben der Claudia, die ist in Altersteilzeit.

Das ist eine ältere, nette Dame, die ist eigentlich meistens krank. Okay, und die

anderen?

Ja, da gibt es noch die Tanja und den Tom.

Also die Tanja, die finde ich, also, ja, das ist eine alleinerziehende Mutter

und die...

Ja, die ist eigentlich immer sehr gestresst und ein bisschen hektisch,

aber... Haben Sie auch privat miteinander zu tun?

Nein, nein, leider nur beruflich.

Also, der Tom und die Tanja, die gehen eigentlich meistens Mittagessen.

Ich weiß nicht, ob die sonst noch was... Gut, ich muss mal los.

Halten Sie sich bitte in den nächsten Tagen zu unserer Verfügung.

Wollen Sie verreisen?

Da bist du nur Kleines.

Oh, hey.

Hi. Ähm, ich wollte nur kurz den Briefkastenschlüssel vorbeibringen.

Achso.

Tada! Ach ja, und wie lange bist du denn weg?

Das kommt ganz drauf an, wie es läuft.

Okay, dann alles Gute, gell?

Ja, danke. Ciao.

Ich wusste nicht, was ich tun soll.

Es hat weder eine Anschrift noch einen Absender.

Wo ist denn Ihre Freundin?

Arbeiten.

Was glauben Sie, dass da drin ist?

Ich weiß es nicht.

Ich würde Sie bitten, an der Tür zu warten.

Was ist das? Das sollten Sie nicht sehen.

Stefan.

Bitte?

Das ist mein Mann.

Verstehst du richtig? Die Stimme auf dem Video ist die ihres Mannes.

Die Kollegen sind informiert.

Ich wollte sie nur wissen lassen, was da alles auf sie zukommen kann.

Die werden ihre ganze Wohnung auf den Kopf stellen.

Und es kann sein, dass ich sie in Schutzhaft nehmen muss.

Zu ihrer Sicherheit.

Tanja?

Schwarz?

Und das habt ihr alles geprüft.

Und dann prüft das nochmal.

Geh vielleicht nochmal zehn Jahre zurück.

Irgendwas müssen wir da finden. Okay?

Dankeschön.

Ja.

Lilly? Lilly!

Hallo?

Bitte lassen Sie meine Tochter gehen.

Bei uns am Seite sind sie abgehauen.

Machen Sie die Tür auf.

Ja, sie ist bei mir. Ich fahr sie ins Hotel.

Er hat sie wohl beobachtet. Er wusste, dass sie alleine waren.

Das ist Frau Bräu.

Grüß Sie.

Unsere Psychologin. Ich brauche das nicht.

Frau de Plazas, ich werde Sie jetzt mit Sicherheit nicht mehr allein lassen.

Aber ich muss wieder zur Arbeit.

Frau Bräu wird ab jetzt für Sie da sein.

Wir müssen auch nicht reden. Also ich denke, es ist einfach nur wichtig, dass

jetzt jemand bei Ihnen ist.

Franzi.

Franzi hat ihn auch gekannt.

Sie hat auch nichts bemerkt.

Niemand hat was mitbekommen.

Aber jetzt werden alle behaupten, natürlich wusste sie es.

Wieso hat sie dann all die Jahre nichts mitbekommen?

Ja, die meisten Verbrechenen stehen unter dem Deckmantel einer zweiten

Identität. Also sie konnten gar nicht wissen, was ihr Mann treibt.

Was wissen Sie schon von meinem Mann?

Frau Diplazis, Frau Breu will Ihnen nichts Böses. Sie ist da, um zu helfen.

Ich bin da, um zu helfen. Aber das kann ich nur, wenn ich bei meinem Team bin,

okay?

Ich halte sie mit allem auf dem Laufenden.

Okay.

Danke.

Wie

kommst

du voran?

Ehrlich gesagt überhaupt nicht.

Bis zur Kamera dachte ich voll durchzublicken.

Ich war so sicher, dass es einer und derselbe Täter ist.

Wie kommt ihr damit klar, dass ihr Mann so ein perverses Schwein war?

Wie würdest du damit klarkommen?

Wenn man jetzt den Altersunterschied der beiden betrachtet, dann würde auch

einiges klarer.

Allerdings.

Stefan de Plaze hieß übrigens früher Stefan Meersenger.

Er saß schon mal im Knast. Wegen sexueller Nötigung einer Minderjährigen

kam er nach sechs Monaten wieder frei.

Und weiß sie das?

Ich glaube, die hat im Moment genug Neuigkeiten zu verdauen.

Und der Arbeitskollege?

Urban.

Das ist nur ein armer Kerl, der dazugehören will, aber mit Sicherheit

kein Kindesentführer.

Irgendwas übersehen wir.

Finde doch mal den Namen des ersten Opfers von Stefan Wehrsinger aus.

Dem Mädchen, das er angetatscht hat? Ja.

Danke.

Sie heißt Lilly.

Sie werden das durchstehen. Sie beide.

Und was ist, wenn sie nicht zurückkommt?

Es nützt nichts, negativ an die Zukunft zu denken. Sie ist nicht geschrieben.

Und manchmal bleibt uns nur abzuwarten.

So wie die Eltern von Anna.

Wie konnte er das nur tun?

Er hat doch selbst ein kleines Mädchen zu Hause.

Ja, eine menschliche Seele ist sehr tief.

Egal wie gut wir meinen, einen Menschen zu kennen, können wir trotzdem niemals

ahnen, was da wirklich vor sich geht.

Aber er war so ein liebevoller Mensch und Vater.

Und dann zerstört er diese unschuldige Familie.

Wie soll ich damit leben?

Wie soll Lilly damit leben? Wie soll ich ihr das beibringen?

Ja, das zu begreifen und zu verarbeiten wird mit Sicherheit ein langer Weg.

Wir werden sie damit nicht alleine lassen.

Und so hart das jetzt klingt, dieser Abschnitt darf nicht ihr restliches

Leben bestimmen.

Das kann doch nicht wahr sein.

Ich hätte das merken müssen.

Ich fühle mich so schuldig.

Du wirst es nicht glauben.

Die Kleine heißt Johanna Urban.

Sind in Position.

Habt verstanden.

Wir bleiben schön an ihm dran. Vielleicht führt er uns ja zu Leben.

Viele Menschen teilen ihr Schicksal.

Die Aufarbeitung in Gesellschaft Gleichgesinnter ist nur ein möglicher

Weg der Sache Herr zu werden.

Wie viele Frauen finden heraus, dass der Mann, mit dem sie ihr Leben geteilt

haben, dem sie vertraut haben, geliebt haben,

ein Kinderschänder ist.

Da tut sich nichts.

Gut bleiben, ne? Komm schon.

Ich bin so müde.

Das ist verständlich.

Möchten Sie sich vielleicht etwas hinlegen?

Ja, das wäre gut.

Okay.

Soll ich hier bleiben? Sonst würde ich in der Lobby warten.

Zielperson ist raus.

Zielperson ist raus.

Verstanden.

Wird wohl eine längere Fahrt.

Sollen wir Verstärkung rufen?

Nee, noch nicht. Wir wollen erst mal gucken, wo die Reise hängt.

Zielobjekt, biegt links ab.

Sollen wir dranbleiben?

Ne, wir fahren weiter.

Der will bestimmt nur zu dem Haus.

Zugreifen oder Verstärkung holen?

Nein, warten.

So geht es aus.

Suche.

Polizei! Hände in den Kopf!

Wir müssen ihn schießen!

Zurück!

Aufstehen!

Zurück!

Umdrehen!

Ich hab nichts gemacht!

Hast du ihn?

Wo ist sie?

Wo ist sie? Im Zimmer da!

Wer ist das denn?

Meine Mutter.

Kennen Sie eine Johanna, Opa?

Herr Reins.

Dass ich nochmal gebraucht werde, wer hätte das gedacht?

Du bist nach wie vor der Beste in dem Job.

Ein helles Bitte.

Also, warum bin ich hier?

Ein Mädchen ist verschwunden. Und es ging parallel zum Erzberger Fall.

Hallo.

Mein Name ist Tanja Di Plaz. Ich weiß, wer Sie sind.

Wahnsinn.

Wollen Sie reinkommen?

Dankeschön.

Und fünf Jahre später verschwindet wieder ein Mädchen, Lilly.

Und der Täter hinterlegt im Wagen der Mutter die Halskette von Anna.

Das heißt, es war derselbe Täter?

Das dachte ich auch. Aber nach einer Weile schickt er unseren Führer eine

Digitalkamera. Wieder an Lillys Mutter.

Auf der Kamera sind Fotos von Lillys Familie plus ein Video von Anna.

Und der Stimme ihres Entführers. Ihr habt Anna gefunden?

Nee, leider nicht.

Die Kamera gehörte Stefan de Plazes, Lillys Vater.

Und es ist auch seine Stimme hinter der Kamera, die zu Anna spricht.

Du hast ihn?

Nee.

Der ist bereits tot.

Was?

Autounfall vor fünf Jahren. So weit die Ermittlung.

Wahnsinn.

Und Lilly?

Genau da wissen wir nicht weiter.

Na, was setzen Sie an?

Wollen Sie was trinken?

Ja, gerne.

Ich hab allerdings nur Wasser da, gell? Ich krieg schon lang kaum Sonne. Wasser

ist okay.

Was ist dein Plan?

Mein Plan?

Ich hab keinen Plan.

Obwohl, es stimmt nicht ganz. Letztens war der Kommissar da.

Er hat mir von den Parallelen unserer Situation erzählt.

Hat er?

Er hat gemeint, es gäbe wohl gewisse Ähnlichkeiten, ja.

Ja, die gibt es.

Du musst die arme Frau vor der Öffentlichkeit schützen.

Wenn diese Informationen bekannt werden, dann kann sie sich ihr Grab schaufeln.

Dann wird es monatelang in den Medien um nichts anderes gehen, bis dass der

Nächste seinen Hund vergewaltigt.

Ja, ist mir schon klar.

Beneiden tue ich dich da nicht.

Das ist eine schöne Scheiße, in der du da steckst.

Ich wollte sie kennenlernen, weil ihre Familie hat ja auch sehr viel

durchgemacht.

Die kleine Anna.

Was sind wir nur für Eltern, wenn wir unsere eigenen Kinder nicht beschützen

können?

Meine Anna hat keine Chance gehabt.

Genauso wenig wie ihr Kind.

Und die Polizei?

Fünf Jahre, keine Spur, nix.

Das sind doch alles nur selbstgefällige Wichtigtour, die Revisage lieber im

Fernsehen sehen, als unsere Kinder zu finden.

Also ich glaube schon, dass Kommissar Schwarz alles tun wird, um... Hören Sie

mir doch mit dem auf.

Der sieht doch auch noch seine Karriere. Der hat damals als Schützling von

Berling auch nichts weggebracht.

Wie viele Kinder wollen unsere Politiker nach der Todesstrafe aussetzen?

Wieso Todesstrafe?

Ja klar!

Wie oft lassen sie den Mörder und Vergewaltiger wieder auf die Bevölkerung

los, obwohl sie in den Knast kehren. Bis es wieder kracht und ein unschuldiges

Kind verschwindet oder stirbt.

Wo ist meine Anna?

Wo ist ihr Kind?

Wo?

Hm?

Eben. Sie wissen es nicht.

Ich weiß es auch nicht.

Aber der Schwarz...

Wer weiß es mit Sicherheit erst recht nicht.

Ich sage ja nur, dass es durchaus so sein könnte.

Wir müssen, ihr müsst alle Optionen durchleuchten.

Anna wurde bis heute nicht gefunden.

Wer weiß, in welchem Loch sie noch heute eingesperrt ist.

Warum präsentiert er uns sein Komplizen auf dem Silbertablett? Das ergibt doch

keinen Sinn.

Er will zeigen, dass er Insiderwissen hat.

Nur so wird er von euch ernst genommen.

Und dann läuft er doch Gefahr, gefasst zu werden. Ja, manche wollen genau das.

Aber es muss doch irgendwas geben, was wir tun können.

Was ich damals überhaupt nicht ausgerüttelt habe, das war das ständige

Herumsitzen.

Es mag zwar sinnlos erscheinen, ziellos im Wald herumzustapfen, aber ich habe es

trotzdem gemacht.

Und nach und nach habe ich sogar ein System entwickelt.

Ich habe alle Indizien zusammengetragen.

Ich habe den ganzen Wald abgesagt. Ich habe angebliche Zeugen befragt.

Wenigstens habe ich das Gefühl gehabt, dass ich etwas tue.

Wenn es nach der Polizei gegangen wäre, hätte ich den ganzen Tag noch herum

sitzen sollen. Oder wieder arbeiten.

Arbeiten?

Ich habe nie wieder richtig arbeiten gehen können.

Jede Sekunde, jeder Gedanke dreht sich nur um eines.

Wo ist mein Kind?

Am Anfang haben alle nur Mitleid mit dir.

Wütfremde Leute schreiben dir plötzlich Briefe.

Oder spenden sogar Geld.

Doch das wird weniger.

Und eh du dich versickst, wirst du auch noch blöd angeschaut.

Er soll doch wieder arbeiten gehen.

Mei, dann lass es dir jetzt aber gut gehen vor die Spenden.

Was ob ich es genieße, dass mein Kind für immer weg ist?

Solche Arschliger!

Da hat das alles immer ausgeheilt.

Im Sommer hat es sogar Tage gegeben, wo wir gelacht haben.

Doch dann war es gleich wieder wie ein Faustschlag mitten ins Gesicht.

Unser Kind ist weg.

Und im Herbst, wenn es aufs Datum zugange ist, ist die Stimmung immer

düsterer geworden.

Ich war irgendwann nur noch mit mir selber beschäftigt.

meine Frau vollkommen aus meinem Leben ausblendet.

Ich habe sie sich selbst überlassen.

Das hat sie nicht verkraftet.

Es tut mir so leid.

Es tut gut, jemanden kennenzulernen, der einen versteht.

Ich hole noch etwas zu trinken.

Du warst bei Erzberger?

Das war mutig.

Seine Haltung uns gegenüber war zum Ende nicht ganz ungefährlich.

Ja, das stimmt.

Er war relativ gefasst, als ich ihm Anders' Kette gezeigt habe.

Ehrlich? Ja.

Er wirkte eher kraftlos.

Nachdem seine Frau auch noch gestorben ist.

Ja, ich habe es in der Zeitung gelesen.

Ich meine, sein Leben ist schlichtweg kaputt.

Naja, das kannst du glauben.

Stell dir mal vor, dir wird alles genommen, was dir lieb ist.

Weiß man, wie sie seine Frau umgebracht hat?

Im Keller erhängt.

Ich weiß nicht.

Wenn mir sowas passiert wäre, ich hätte den Job geschmissen und mich vermutlich

auch erhängt.

Um was denkst du?

Was ist?

Sein Job?

Wessen?

So konnte er die Kette an den Rückspiegel hängen, ohne einen

Bruchspunkt zu hinterlassen. Sein Job?

Danke, Hans.

Kannst du mir mal sagen, was los ist?

Ich ruf dich an.

Ist jemanden aus dem Fernsehen?

Wie bitte?

Sie meinten, Sie kennen mich aus dem Fernsehen.

Ja, die Presse hat doch ihre Nasen überreut drin.

Komisch.

Kommissar Schwarz hat gesagt, dass die Presse von dem Fall noch gar nichts

weiß.

Sie haben also auch recherchiert?

Ja, also, als die Kette aufgetaucht ist, hat

Kommissar Schwarz mir ihre Geschichte erzählt.

Und dann habe ich im Internet nachgeschaut und ihren Namen gefunden.

Sagt einer, der noch mit mir singt, oder was?

Wie nicht da?

Wo ist die denn?

Er hat sie in der Nachricht hinterlassen.

Das ist doch scheiße.

Alles klar, danke.

Der hat damals ein unschuldiges Kind missbraucht.

Nach sechs Monaten ist er wieder aus der Knastkammer. Dann hat er einfach seine

Normen gewechselt.

Wissen Sie in welchen?

Nein.

Stefan de Blatzis.

Und dann hat er sich das nächste Mal geschnappt.

Aber diesmal ist er weitergegangen.

Herr Eisberger, es tut mir leid. Ich wusste es nicht.

Hör mal doch auf mit diesem Gejaul! Ich wusste es nicht.

Er war ein anständiger Kerl.

Ich habe sie gefunden.

Meine Anna.

Vier Jahre lang habe ich gesucht.

Verrecken in einem kalben, schwarzen Loch.

Du hast wohl gedacht, ich weiß nicht, wer dein Mann war.

Oh doch, ich weiß es.

Ein pädophiler Drecksdauer ist er gewesen.

Bitte. Und du hast ihn in den Tod gerissen. Und meine Erinnerung gleich

mit. Ich wusste das nicht.

Aber jetzt passt es. Die Konsequenzen unserer Taten werden uns stets einholen.

Hallo?

Wo ist meine Tochter?

Du wirst sie nie finden, dafür hat dein Mann gesagt.

Aber wenn du sie findest, dann wird sie genauso ausschauen wie meine Anna.

Warum tun sie uns das an?

Tausendmal versucht sie anzurufen. Wo zum Teufel sind sie?

Es ist Erzberger.

Ist Erzberger noch bei Ihnen?

Ich weiß es nicht.

Ich schicke jemanden vorbei, der sie holt.

Ich glaube, ich bin am Weininger Feld.

Alles klar.

Hofberger für Schwarz, bitte kommen.

Ja.

Ihr unternehmt nichts, bevor ich da bin. Und schickt mal bitte jemanden zum

Weininger Feld, um Frau Deplatzis da abzuholen. Ich bin gleich bei euch.

Ist die Rückseite gesichert? Jo.

Irgendein Zeichen von Lilly? Nein, alles ruhig.

Irgendwas hat er vor.

Wie meinst du?

Ich weiß es nicht, aber der ist noch nicht fertig.

Scheiße, und wir wissen nicht, wo Lilly ist.

Wie gehen wir vor?

Ich gehe unbewaffnet rein und versuche mit ihm zu reden.

Scheiße, was macht sie denn hier?

Was macht sie denn hier? Drauf gestanden.

Ich gehe hier nicht weg, bevor ich Lilly nicht sehe. Warte, klar, Tistanja,

bitte.

Wir wissen noch nicht, ob Lilly bei uns.

Gut, aber sie bleiben hier hinten.

Wo ist Lilly, Herr Erzberger?

Nicht da.

Ihr findet sie es nie.

Legen Sie die Hände hinter den Kopf und drehen Sie sich zur Tür.

Waffe!

Nicht schießen! Nicht schießen!

Herzberger, legen Sie langsam die Waffe auf den Boden.

Ihr habt es versagt.

Ihr habt es alle versagt.

Ihr habt meine Frau und mein Kind sterben lassen.

Glauben Sie, dass Ihre Tochter oder Ihre Frau das so gewollt hätten?

Sagen Sie uns, wo Lilly ist.

Wo ist meine Tochter?

Lilly ist unschuldig, Herzberger.

Einzig und allein Stefan de Plazes hat Ihnen das angetan. Weder Lilly noch

Lillys Mutter wussten irgendwas.

Legen Sie die Waffe weg und wir finden einen Weg.

Doch es spart.

Lilly?

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