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Sieben Backstuben-Virtuosen sind noch im Rennen um den Titel Deutschlands bester
Hobbybäcker. Auch heute warten zwei große neue Herausforderungen auf sie. In
der vierten Folge von Das große Backen.
Schloss Herzfelde in der Uckermark. Hier steigt die größte Backshow der Welt und
verlangt den Kandidaten alles ab.
Gesucht wird Deutschlands bester Hobbybäcker 2017.
Ich habe richtig Bock jetzt loszubacken in Woche 4, dass es jetzt weitergeht und
ich nochmal zeigen kann, was ich drauf habe.
Ich bin auch ganz stolz auf mich, dass ich jetzt schon so weit gekommen bin und
hoffe natürlich, dass es auch noch weitere Wochen werden.
Ich würde heute auf jeden Fall nochmal Vollgas geben.
Vollgas gaben die Hobbybäcker auch schon vergangene Woche.
Die Jury war begeistert. Das ist für mich schöner von innen als von außen. Oh
Gott.
Auf ungeahnte Probleme stieß Leon.
Mein Boden ist nicht ganz durch.
Mein Boden ist nichts geworden.
Willst du mich verarschen? Ja. Lüg mich nicht an. Schau mal.
Der ist ja roh.
Das sieht eher aus wie ein Schweinchen. Das ist definitiv nicht so, wie es in
der Anleitung stand.
Von einem von euch beiden müssen wir uns leider jetzt verabschieden. Es ist...
Leon.
Alles gut.
Der Freak hinter mir wird mir wirklich fehlen. Ich habe da immer so eine
leichte Bestellung von hinten gehabt und das war halt einfach immer witzig. Aber
naja, es muss halt einer nach dem anderen gehen.
Ab sofort kämpfen nur noch sieben Kandidaten um ein eigenes Backbuch und
10.000 Euro.
Auf jeden Fall freue ich mich auch auf die nächsten Aufgaben, weil ich gerne
dann zeigen möchte, dass noch mehr in mir steckt außer dem vorletzten Platz.
Die Vorfreude mag groß sein, der Druck ist es auch.
Oh mein Gott, die müssen ja 30 Minuten backen.
Scheiße, Mann. Die Konkurrenz ist dieses Jahr auch sehr stark. Man muss ja schon
echt Gas geben und sich anstrengen, um weiterzukommen.
Ich muss von vorne anfangen. Ich habe das Mehl vergessen.
Vier Eier brauche ich bitte. Bitte schnell.
Es ist eine Mischung aus Nervenkitzel und Anstrengung. Ich selbst mache mir
extrem viel Druck, da ich wirklich gerne noch weiterkommen möchte.
Genug der Worte. Die vierte Torten- und Nervenschlacht kann beginnen.
Meine lieben Hobbybäcker, herzlich willkommen zurück im Backzelt. Bislang
habt ihr alle Prüfungen mal mehr.
mal weniger souverän gemeistert. Einer von euch sogar letzte Woche so gut, dass
er sich die Bäcker der Woche-Schürze verdient hat.
Katz! Du weißt, was zu tun ist.
Diese Jury überzeugen.
Deutschlands Motiv-Tortenkünstlerin Nummer 1, Bettina Schliepake-Burchert
und den mehrfachen Patissier des Jahres, Christian Hüms.
Ihr wisst, um was es geht in diesem Wettbewerb. Um den goldenen Cupcake. 10
.000 Euro und ein eigenes Backbuch.
Los geht es wie immer mit der technischen Prüfung.
Die Zutaten stehen bereit.
Was immer auch damit gebacken werden soll, die Freude kennt keine Grenzen.
Ey Leute, macht keine Scheiße. Ich freue mich nicht auf die technische Prüfung,
weil das sieht sehr knifflig hier aus gerade.
Vor euch liegt das Rezept. Bitte dreht es jetzt um.
Wow, Pumpernickel-Bagels. Was ist Pumpernickel?
Das ist Malzbier.
Ach Quark. Steht doch hier.
Pumpernickel-Bagels mit einem Dip aus Ziegenfrischkäse und roter Beete. Wer
kommt denn auf sowas?
Die Jury. Deswegen sollen die beiden euch jetzt auch gleich verraten, auf was
sie ganz besonders achten. Wir wollen drei Bagels haben.
Gleichmäßig groß, gleichmäßig rund und mit einem schönen Loch in der Mitte.
So ein Hefeteig hat natürlich Ruhezeiten. Die solltet ihr dringend
nutzen für die anderen Arbeitsschritte.
Für eure technische Prüfung habt ihr auch nur zwei Stunden Zeit.
Außerdem müsst ihr in der Zeit auf die Jury verzichten, denn die beiden werden
eure Werke wieder blind verkosten. Das heißt, bis später.
Seid ihr soweit?
Dann sage ich jetzt auf die Plätzchen.
Fertig.
Backt!
Als erstes muss der Vorteig zubereitet werden. Dafür gibt man lauwarmes Wasser,
Vollkornmehl, Roggenmehl und Trockenhefe in eine Schüssel und verrührt das Ganze
virtuos mit einer Gabel.
Anschließend stellt man den Vorteig zur Seite und erklärt den Zuschauern, warum.
Mein Hefeteig, der ruht jetzt 10 Minuten. In der Zwischenzeit rühre ich
mir schon mal alles andere für den Teig an. Kakao, Kaffeepulver und
Sonnenblumenöl mit Kümmel.
Salz vermengt.
Das sieht alles so lecker aus. Da will man doch gleich mal probieren.
Boah,
ey. Ich habe meinen Finger abgeschlägt und habe diese Gewürzmischung probiert.
Das werden leckere Bagels.
Jasmin, meine Liebe, wie geht es dir?
Du bist ja dreimal tatsächlich am Ende so eine Wackelkandidatin gewesen.
Technische Prüfung ist nicht mein Freund, aber ich gebe die Hoffnung nicht
auf und hoffe, dass wir uns noch befreunden.
Tipps kann ich dir leider nicht geben.
Leider nicht, nee. Viel Spaß. Ich drücke dir die Daumen, dass es heute klappt.
Danke, danke, danke.
Fertig ist die wilde Mischung aus Rübensirup, Kakaopulver und Co.
Jetzt gebe ich den Vorteig dazu, um eine Flüssigkeit dabei zu haben, dass sich
das jetzt hoffentlich vermengt.
Geknetet wird der Teig auf mittlerer Stufe.
Bis er total elastisch ist.
Pumpernickelbegels habe ich selbst noch nie gemacht, aber deswegen bin ich jetzt
hier.
Genau, beim großen Backen kann man richtig viel lernen. Dafür sorgen schon
die Juroren. Bitte sehr.
Ein Bagelteig an sich ist ein relativ weicher Hefeteig. Der Teig ist zickig,
weil er wirklich seine Ruhephasen braucht und mit Fingerspitzengefühl
angefasst werden möchte.
Und wenn man da irgendwo einen Fehler macht, sieht man das im Endergebnis
sofort.
Der Bagel selbst besitzt keine richtige Kruste, so wie man sie kennt von einem
Brot, sondern er hat dieses Weiche. Und das ist natürlich einer dieser Punkte,
die durch dieses Sieden kommt, durch dieses im Wasser schwimmen. Wir legen
natürlich auch großen Wert darauf, dass wir drei gleich große Exemplare nachher
sehen.
Da der Bagelteig zwischendurch mal wieder gehen muss und seine Ruhe
braucht, habe ich mir überlegt, dann können Sie auch noch einen Dip machen.
Der Dip soll gut abgeschmeckt sein, das heißt, ich möchte auch so feine Nuancen
wie den Meerrettich schmecken. Allerdings möchte ich nicht, dass mir
die Schärfe vom Meerrettich so in den Kopf schießt, dass ich sofort nur
einfach einen Gedanken habe, da ist definitiv zu viel von drin.
Wie gesagt, der Teig ist genau dann fertig geknetet, wenn er eine schöne
elastische Konsistenz hat.
Und was danach mit ihm geschieht, das erklärt jetzt bitteschön mal die Vesna.
Der kommt jetzt zum Schlafen für 30 Minuten in warmen Bettchen.
Genau, dankeschön.
Mit dem warmen Bettchen ist übrigens der Backofen gemeint. Und wenn der Teig da
drin ist, dann kann man sich gleich mal um den Dip kümmern.
Sehr viel.
Hi. Hast du schon mal mit Rote Beete und Ziegenkäse irgendwas gemacht?
Nein, ich habe auch noch die Rote Beete gegessen.
Wirklich nicht? Ernsthaft? Ich habe sie jetzt gerade mal probiert, schon
wenigstens mal. Nein.
Möchtest du nicht? Ist nicht deins? Ist nicht deins? Ernsthaft?
Ich probiere auf jeden Fall, wenn ich alles drin habe, dann probiere ich es.
Das ist absolut gar kein Problem. Aber so, so, nee, nee, lieber nicht.
Also heute streng nach Rezept tatsächlich. Definitiv. Kein Freestyle,
kein nichts, sondern du. Okay.
Noch 75 Minuten bleiben den Hobbybäckern.
Was Steven da püriert, ist eine Mischung aus roter Beete, Meerrettich, Joghurt,
Olivenöl und Ahornsirup. Nach dem Pürieren wird das Ganze mit Salz und
Pfeffer abgeschmeckt.
Dafür braucht es eine sehr sensible Zunge.
Ich bin Asiatin, ich koche mit scharfen Gewürzen, mit vielen Gewürzen. Die Zunge
ist tot bei mir.
Okay, dann fragen wir halt nicht Jasmin, sondern Vesna, wie es schmeckt.
Lecker.
Ist der Teig eigentlich mittlerweile 30 Minuten gegangen?
Jawohl, also raus aus dem Ofen. Auf der Agenda steht jetzt, den Teig zu vier
Kugeln formen und auf möglichst liebevolle Weise beschimpfen.
Klebriges kleines Scheißeschen.
Vesnas Teig ist sehr elastisch und deshalb leicht zu formen.
Bianca braucht Nachhilfe.
Wie mochten wir das?
Bei der Zubereitung eines Hefeteigs ist es enorm wichtig, die Uhr im Auge zu
behalten. Dabei helfe ich euch gerne. Euch bleiben noch 60 Minuten.
Oh oh.
Jetzt nicht verzweifeln, sondern die Teighugeln in den Ofen schieben. Dort
müssen sie nochmal 15 Minuten bei 50 Grad gehen.
Für die Hobbybäcker gilt es nun, Malzbier und Wasser im Topf zum Sieden
zu bringen.
Was denkst du, wie viel Grad soll das sein, Siede?
75, 80 ist glaube ich richtig.
Wie viel Grad hast du denn?
72. Also ich vermute, dass der Siede, dieses Siede-Misch hier 80 Grad haben
muss. Ich weiß nicht, ich habe noch nie gesiedet oder so, wie man das sagt.
Die Raterunde ist beendet. Jetzt zur Frage, was aus den Teigkugeln geworden
ist. Wenn sie aufgegangen sind, das wäre es jetzt gewesen.
In die Kugelmitte muss jetzt ein Loch rein.
Ja, ich drück da mit meinem Kochlöffel ein paar Löcher rein oder halt versuch
das irgendwie so auszuweiten. Mal schauen.
Und so hat jeder seine ganz eigene Technik.
Wollen wir mal gucken, dass wir da ein 4 cm Loch reinkriegen. Denn da sind sie ja
immer ganz besonders pingelig bei den Zentimeterangaben.
Genau, besser mal nachmessen.
Auch wichtig, das genaue Studium des Rezepts.
Die Bege mit der Schranke in das Maisbeersud setzen und diese Seite für
eine Minute dann ziehen.
Setzen.
Das sah für mich gesetzt aus.
Während des Siedens darf die Temperatur nicht abfallen.
An was man alles denken muss.
Bitte denkt daran, die restliche Zeit, die euch zur Verfügung bleibt, optimal
zu nutzen.
Scheiße, Mann. Es sind noch 30 Minuten.
Boah, das ist echt knapp. Oh mein Gott, die müssen ja 30 Minuten backen.
Warum hast du jetzt beide auf einmal reingemacht?
Weil ich keine Zeit mehr habe.
25 Minuten müssen die Bagels mindestens backen, damit sie am Ende durch sind.
Je schneller sie im Ofen landen, desto besser.
Dann muss ich jetzt noch meinen Dip fertig machen und dann müssen wir
warten, bis der Bagel fertig wird.
Im Fokus steht jetzt erst einmal der Dip. Und das keineswegs nur bei Patrick.
Darf ich mal probieren?
Aber nicht den falschen. Das sind deine Haselnüsse.
Die sind da vorne, die streue ich erst am Schluss drüber, dass sie knackig
bleiben.
Das schmeckt alles gleich.
Ja, dann passt ja.
Also ich bin der Meinung, so sehen Bagel aus, wenn ich sie mir kaufe.
17 Minuten sind schon sehr braun. Überhaupt, die Zwiebeln sind schon sehr
dunkel. Decks ab.
Ich kann gerade noch drehen, ist heiß.
Am Ende ist es so wie immer. Die Zeit vergeht wie im Flug.
Es wird eng. Und die Bagels backen weiter vor sich hin.
Ihr Lieben, die Zeit ist gleich um. Noch zwei Minuten.
Es gibt Hobbybäcker, die können jetzt nur noch warten.
Und bangen. Entweder belicht mir das ein oder die sind nicht aufgegangen. Ich
weiß es nicht.
Es gibt allerdings auch Kandidaten, die immer noch etwas zu tun haben.
Gut Dipp will Weile haben.
Ich hoffe Bagels und Dipps sind fertig. Hier kommt der Countdown.
10 9 8 7
6, 5, 4, 3,
2, 1.
Alle Hände weg vom Gebäck.
Ich habe alle 4 drauf.
Darf ich das nochmal richtig hinlegen?
Aber ich wollte den ausnutzen. Na bitte, geschafft.
Oh, ist die Scheiße heiß, ey.
Ich sage, ich gehe hier 20 Jahre älter raus vom Optischen.
Bitte bringt eure Leckereien jetzt nach vorne und stellt sie hinter euer Foto.
Gefällt den Kandidaten, was sie da gerade durch die Gegend tragen?
Pumpernickel ist dunkel, von daher gehe ich davon aus, dass er dazu gehört. Der
Teig war ja auch schon sehr dunkel.
Ich bin ganz stolz auf meine Familie hier.
Wir haben alle geschafft, drei Berge zum Teller zu bringen.
Ich hoffe natürlich sehr, dass ich punkten kann, damit ich vielleicht da
auch mal von der Platzierung ein bisschen weiter vorne komme.
Nichts gegen ein wenig Hoffnung. Aber zu guter Letzt muss man dann halt doch der
Realität ins Auge blicken.
Spätestens bei der Verkostung.
Das sieht alles sehr appetitlich aus, finde ich. Viel wichtiger ist aber das
Urteil der Jury. Und die beiden bitte ich jetzt zur Blindverkostung. Betty,
Christian, waltet eures Amtes.
Auf den ersten Blick sieht das schon ziemlich gut aus, muss ich sagen.
Ich hatte das Rezept in meiner Meisterprüfung verwendet und ich bin
sehr gespannt, ob einer das auch meisterlich umgesetzt hat.
Fangen wir rechts an, oder?
Drei Bägel waren gefordert.
Ich glaube, das kann ich so einmal für alle sagen. Die Anzahl stimmt bei allen,
das habt ihr hingekriegt.
Größe gleichmäßig.
Bei der Lochmitte ist es so einen ganz kleinen Tick bisschen unterschiedlich.
Es fasst sich auch schon gut an mit einer leichten Kruste, nicht zu hart.
Man kann hier wirklich schön sehen, dass die Pukung hier sehr fein ist und das
merkt man auch, wenn man drauf drückt.
Was hier wunderschön auch gelungen ist, ist dieses leicht Süße. Du hast diese
Bitterstoffe, die durch diesen Röstgrad einfach kommen und es ist nicht zu
dunkel geworden, sondern es hat die optimale Farbe.
Mir gefällt der Dip sehr gut. Ich bin normalerweise kein Ziegenkäsefreund,
aber auch in dem Fall zusammen mit dem Bagel wunderbar.
Ja, schöne Kombination, schön abgeschmeckt. Es hat gut funktioniert
hier.
Sie sind so einen Tick flacher, sind so ein bisschen breiter gelaufen. Es kann
sein, dass die eventuell irgendwo mal ein bisschen zu lange gelegen haben.
Man sieht ja auch so leichte Risse oben auf der Oberkante.
Und was auffällig ist, dass sie relativ dunkel geworden sind beim Backen.
Fassen Sie sich auch schon ein bisschen fester an von der Kruste.
Man merkt, wenn man die Kruste isst, da sind zu viele Röstaromen drin. Also da
war wirklich die Backzeit einen Tick zu lang.
Wenn ich jetzt einen grundsätzlich dunklen Teig habe, dann zu gucken, okay,
ab wann wird es tatsächlich zu dunkel, das ist dieses Fingerspitzengefühl, um
das Ding halt meisterlich zu backen.
Es sind drei.
Gleichmäßig große Exemplare. Man kann hier oben schon leicht auch wieder so
einen Riss erkennen.
Das ist immer nicht ganz einfach. Wenn sie zu lange oder zu kurz sind in diesem
Wasser, dann werfen sie auch ab und zu mal solche Bläschen. Das sieht dann so
ein bisschen aus wie... Nenn es einfach Zellulitis oder Orangenhaut. Ich wollte
es jetzt nicht zu laut sagen, aber ja.
Ich habe von außen diese weiche...
Ich sage mal Kruste.
Von daher ist beim Backen alles richtig gewesen.
Ich finde den Tipp super, aber für mich kommt er so ein ganz klein wenig
schärfer vor.
Finde ich aber sehr gut, weil es mit diesem süßen Bagel einfach noch besser
zusammenpasst.
Der hier sieht wirklich fast bilderbuchmäßig aus.
Und der ist dann so ein bisschen oval geraten. Auch die Backfarbe stimmt,
deswegen essen wir das jetzt auch.
Was ihr schön erkennen könnt, diese feine Pohrung.
Auch hier wieder beim Essen, du hast dieses Süßliche, du hast das Malzige
dabei. Ist es nicht nur optisch ein Musterexemplar, sondern auch vom Backen
her. Das hat super funktioniert, ja.
Was auf den ersten Blick auffällt, sind dunkel. Und was auch wieder auffällig
ist, dass sie auch so breiter gelaufen sind.
Also die Kruste ist relativ dick geworden.
Das ist schon leicht verbrannt. Also es ist nicht nur zu lange im Ofen gewesen,
sondern wirklich viel zu lange.
Genau das ist es. Also es ist halt relativ unangenehm. Es ist jetzt noch
nicht so, dass man sagt, ich kann es nicht mehr weiter essen. Aber das wollen
wir nicht haben, sondern er muss schon wirklich weich von außen sein durchs
Bouchieren.
Man sieht auch hier, wir sind eigentlich fast wirklich überall aufgeplatzt.
Allerdings die Backfarbe, die ist hier genau getroffen und es fasst sich auch
schon wieder sehr schön weich an.
Wenn die Hülle von dem Bagel noch nicht die Stabilität hat, also noch nicht lang
genug quasi im Wasser gewesen ist, platzt mir das natürlich letztendlich
dann auf.
Vom Geschmacklichen her genau richtig.
Einfach beim nächsten Mal darauf achten, dass man es noch ein ganz klein wenig
länger gehen lässt.
Bist du zufrieden?
Vielleicht ein Tick bisschen mehr Meerrettich hätte ich mir gewünscht.
Auch hier haben wir wieder so ein Prachtexemplar. Der ist richtig schön
dick. Der hier ist so ein bisschen flacher schon gerade.
Es federt auch immer zurück. Ist immer ein gutes Zeichen dafür, dass es
durchgebacken ist.
Geschmacklich stimmt es.
Ist auch genau das vom Mundgefühl, was wir haben wollen.
Der Dip ist auch ein bisschen pikanter.
Und von daher passt es mit dem Bagel natürlich super schön zusammen.
Ja, jetzt ist alles verkostet, aber noch nichts entschieden.
Die Jury geht jetzt in sich und danach erfahrt ihr, welche Bagels auf welchem
Platz gelandet sind.
Zu diskutieren gibt es sicher einiges. Ein Fall ist jedoch sehr eindeutig.
Also der hier ist wirklich so, das sieht man auch schon. Also der ist schon kurz
vor schwarz.
Ich habe natürlich gehofft, mal einen Platz weiter vorne zu machen.
Habe jetzt die andere Richtung eingeschlagen und werde wahrscheinlich
heute den letzten machen.
Die Backfarbe, gut, wie sie draußen waren, kam es mir auch ein bisschen
dunkel vor. Deswegen ärgert mich das schon, ja.
Ich hoffe und wünsche mir, dass ich nicht wieder auf den vorletzten Platz
komme. Das heißt aber nicht, dass ich auf den letzten Platz möchte.
Wie das Rennen um den besten Pumpernickel-Bagel tatsächlich
ausgegangen ist, das weiß nur die Jury.
Betty, Christian, sieben Hobbybäcker möchten ganz dringend wissen, auf
welchem Platz ihre Bagels mit dem dazugehörigen Dip gelandet sind.
Vorab wollten wir natürlich erstmal sagen, dass wir glücklich sind, dass ihr
mit dieser sehr schwierigen Teigführung ganz gut zurechtgekommen seid.
Dennoch gab es Unterschiede und daraus hat sich unser Ranking ergeben.
Platz sieben befindet sich gleich hier vorn.
Sehr viel.
Sie sind halt einfach zu kross. Beim nächsten Mal mit der Hefe so ein
bisschen sensibler. Lass sie einfach noch ein bisschen länger gehen.
Platz 6 befindet sich gleich daneben. Cut. Die Farbe hast du getroffen, aber
sie sind natürlich aufgeplatzt.
Auf Platz 5 landen Patrick und seine dunklen Bagels, während sich Jasmin zu
ihrer Freude Rang 4 erbacken hat.
Ab jetzt geht es wirklich um Nuancen.
Als erstes kommt jetzt Platz 3, Steven.
Das Einzige war halt wirklich beim Sieden da ein bisschen mehr
Fingerspitzengefühl.
Platz 2 ist hier, Bianca.
So einen ganz kleinen Tick weniger im Backofen, dann wären Sie wirklich
perfekt gewesen.
Und Platz 1, Messner.
Ich habe für meine Bagel damals nur eins bekommen und die hättest du dir
mindestens auch verdient. Herzlichen Glückwunsch. Das
ist jetzt für mich natürlich große Ehre, mich
zu bewerten mit der gleichen Note.
Ja, es gibt große Wünsche und Erfüllungen.
Ich bin halt jetzt wirklich auf dem letzten Platz. Das heißt natürlich, ich
muss jetzt nochmal richtig Gas geben und hoffen, dass ich dann noch beim Pumpen
kann. Die Gelegenheit dazu ergibt sich möglicherweise bei Aufgabe 2.
Gebacken werden sollen Deko-Roll-Cakes. Und das erfordert nicht nur Fantasie,
sondern auch Revoluzzergeist.
Betty und Christian erwarten jetzt nichts anderes als eine wahre
Biskuitrollen-Revolution, haben sie mir gesagt. Was meint ihr denn damit bitte?
Im Detail bedeutet das, dass der Biskuit in einem Höchstmaß an Kreativität
gestaltet wird.
Pünktchen, Herzchen oder was auch immer euch gefällt.
So ein Deko-Roll-Cake braucht natürlich auch eine Füllung. Und die muss erstens
gut schmecken und zweitens zur Deko passen.
Und noch ein letztes, die Rolle muss 25 Zentimeter lang sein.
Für eure Biskuitrollen geben wir euch zweieinhalb Stunden Zeit.
Auf die Plätzchen, fertig, packt!
Was immer sich die Hobbybäcker auch vorgenommen haben, los geht es mit der
Zubereitung des Teigs. Und zwar ohne eine Sekunde zu verschwenden.
Als Inspirationsquelle könnte zum Beispiel die Heimat dienen, so wie bei
Bianca.
Ich werde versuchen eine Steiermark-Roulade zu machen.
Außen grüne Herzen, wie es unser Logo ist in der Steiermark. Innen drin kommt
auch ein grünes Herz, umhüllt ist das Ganze von einer Donkerbohnencreme.
Als nächstes bereiten die Kandidaten die Schablonen für die Muster vor.
Der Teig für die Deko wird gefärbt. Und ja, bei Katz wird er wirklich schwarz.
Dann müsste es am Ende eine Halloween-Dekoroll-Cake werden, weil es
ja eh in den Herbst geht und ich eigentlich Halloween ganz gern mag.
Katz' schaurige Biskuitrolle mit Geisterschloss-Motiv wird mit Kirschen,
einer Kirschlikör-Maskapone und Schokosplittern gefüllt. Der rosa
Pfeffer sorgt für Schärfe.
Die einen zieht es thematisch nach Transsilvanien, die anderen Richtung
Süden. Alles im Blick hat Tortenspezialistin Betty.
Man trägt jetzt erstmal farbig das Motiv auf, friert es entweder ein oder sie
backen schon mal an für ein, zwei Minuten. Dann kommt quasi die
Grundfarbe, meistens naturbelassen. Und nachher ist es nach dem Backen wichtig,
wenn sie dann das Papier auf der Rückseite abnehmen, das jetzt nicht...
die ersten Farben am Papier kleben bleiben.
Jetzt aber erstmal ab in den Ofen.
An einer ziemlich anspruchsvollen Rolle arbeitet Patrick.
Das sieht ja Wahnsinn aus.
Hast du das denn schon mal gemacht?
Ja, ich habe es zweimal schon gemacht.
Ja. Und da hat es auch immer funktioniert.
Ich hoffe, das wird heute auch so.
Inhaltlich? Mal abgesehen, dass das Motiv schon sehr schön ist. China zahlt
und deswegen auch eine Erdnussbutterfüllung. Ah.
Patricks Schokobiskuitrolle ist mit Erdnusscreme, salzigem Erdnusskrokant
und Bananen gefüllt. Für die fruchtig-saure Note sind Johannisbeeren
verantwortlich. Ich lass dich mal weitermachen.
Okay.
Von einem Kunstwerk zum nächsten.
Was Jasmin genau vorhat, sagt sie am besten mal selbst.
Ich mache eine Kaffee-Decoro-Cake. Von innen eine Kaffeecreme. Die Decoro-Cake
ist hauptsächlich hell und die Kaffeetassen werden in so einem dunklen
Braun.
Als nächstes wird der Biskuitteig auf das Dekomuster gegossen und das bitte
vorsichtig. Den Kandidaten bleiben noch 100 Minuten.
Zeit genug, um ein wenig zu plaudern.
Ich habe mich für die Dekorolle entschieden, weil ich Flamingos liebe.
Ich finde, das sind sehr, sehr schöne Tiere und finde die auch immer ganz
lustig, was natürlich auch dann wieder zu mir passt.
Serpils karibischer Traum besticht durch sein süßfruchtiges Mango-Gelé, eine
Mango-Pfirsich-Creme und einem Crunch aus zerhackten Kokospralinen.
Es ist soweit. Das Blech mit dem Biskuit kommt in den Ofen.
Allerdings nur dann, wenn man vorher nicht etwas ganz Wesentliches vergessen
hat.
Darf ich nochmal vier Eier haben, bitte? Ich muss von vorne anfangen, ich hab das
Mehl vergessen.
Vier Eier brauch ich bitte. Bitte schnell.
Es ist Stress, es ist Druck und es ist ein Wettbewerb. Und man will
weiterkommen und schaltet vielleicht immer seinen Kopf zu viel aus.
Wer seinen Teig nicht noch einmal neu machen muss, bereitet nun die Füllung
vor. Und das voller Begeisterung.
Riecht gut.
Das ist meine Blutsuppe.
Ich warte noch auf den Pfeffer.
Der war da.
Serpil verfeinert ihre Füllung mit Alkohol, den wahrscheinlich auch Bianca
gut gebrauchen könnte.
Immerhin, der neue Teig ist fertig.
Höchste Zeit.
Auch bei einer Biskuitrollen-Revolution muss man ab und zu mal auf die Uhr
schauen. Das mache ich gerne für euch. Es ist Halbzeit, ihr habt noch 75
Minuten Zeit.
Neuer Teig, 75 Minuten, das bedeutet sehr viel Stress.
Na dann, mit Volldampf ran an die Füllung.
Die Konkurrenten sind schon damit beschäftigt, den Biskuit zu stürzen.
Sofern sie dazu in der Lage sind.
Mein Problem ist, dass ich einfach noch nicht verstanden habe, wie ich den
Biskuitteig stürze, um das Muster auf der richtigen Seite zu haben.
Das Geheimnis ist, man muss den Biskuit zweimal stürzen. Aber bitte nicht
weitersagen.
Während der Teig damit beschäftigt ist, abzukühlen, sind die Kandidaten damit
beschäftigt, mit Carajo die Cremefüllungen zu vollenden.
Was geht da? Was ist denn da los?
Ich mache eine Kirschfüllung mit ordentlich Kirschwasser.
Kirschwasser? Ja dann, Prost!
Auch Patrick gibt ordentlich Gas.
Bete für mich. Ich bete für dich. Danke.
Na, hat's genutzt? Mal schauen.
Doch, kann man so sagen.
Erkennt man's? Ja.
Okay, jetzt muss ich Trick 17 vom Betty schnell anwenden. Ja, ich lass dich kurz
in Ruhe.
Mit einem ernsten Problem hat Patrick zu kämpfen.
Christian, der löst sich nicht von der Silikonmatte ab.
Friere den ein, dann kommt ein feuchtes Tuch drauf, ein paar Minuten warten und
dann die Creme drauf und einrollen.
Auch Vesna hat kein Glück mit ihrem Muster.
Ausgerechnet heute.
Man kann hundertmal machen und macht man einmal und dann ist es nicht richtig.
Vielleicht geht es mit Bettys Beistand besser.
Dadurch, dass das Papier halt wirklich auf dem Teich klebt, darf man da
wirklich nicht so wie so ein Pflaster abreißen, sondern man muss ganz
vorsichtig das Backpapier abziehen.
Und jetzt der Appeal.
Ganz vorsichtig.
So langsam wird's spannend. In zehn Minuten wird verkostet und ich sehe noch
keine einzige fertige Rolle.
Wo sind denn die alle?
Alle versteckt.
Während Serpil Pistazien streut, hat Jasmin andere Pläne.
Jetzt kommen noch Schokodrops drauf.
Für den kleinen, leichten Crunch, den die Juroren doch gerne mögen.
Jetzt den Biskuit rollen.
Bestenfalls ohne ihn kaputt zu machen.
Ich denke, ich kann nicht retten, aber ich muss jetzt irgendwas auf den Teller
bringen. Vor immer neuen Schwierigkeiten steht Patrick.
Sein Tag wird das nicht mehr.
Bullshit, die Rolle ist zu lang.
Wohl dem, der stets ein Linealgriff bereit hat. Nach ihrem Mehlmissgeschick
mächtig aufgeholt hat die nervenstarke Bianca.
Katz kann nicht nur Kirschen drapieren, sondern auch vorschriftsmäßig Rollen
rollen. Genau das beherrscht auch Jasmin.
Patrick eher nicht so.
Das ist keine Rolle, das ist ein Zustand.
Liebe Hobbybäcker, gleich ist die Zeit abgelaufen für diese Aufgabe. Ihr habt
noch zwei Minuten.
So,
Krunsche die Krunsch.
Diese Aufgabe endet in...
10, 9, 8, 7,
6, 5, 4,
3, 2,
1.
Alle Hände weg vom Gebäck.
Ich bin gerade selbst stolz auf mich, dass eine Rolle dasteht und Herzen
erahnbar sind.
Hätte mir bei weitem nicht gedacht, dass ich das noch hinbekomme.
Es ist vollbracht.
Die einen blicken glücklich auf ihr Kunstwerk, die anderen sind, Verzeihung,
völlig von der Rolle.
Meins ist immer eine Rolle und ich weiß, dass ich es anders kann. Ich habe es
doch schon bewiesen, dass ich es anders kann.
Ich habe geredet, was zu retten war. Der ist mir auch gebrochen zwischendrin.
Jetzt hoffe ich, dass mich Geschmack rettet.
Mit meiner Dekorolle habe ich versucht, nochmal nach vorne zu schießen.
Es ist mir von außen jetzt nicht so gelungen. Ich hoffe, dass der Geschmack
auch arg bewertet wird, sodass ich mich vielleicht damit nochmal ein bisschen
halten kann.
Per Gedankenkraft die Jury beeinflussen.
Wenn das ginge, würden einige Kandidaten wohl nicht mit ganz so mulmigem Gefühl
der Verkostung entgegenblicken.
Ich hätte es nie für möglich gehalten, sich in Kuchenrollen zu verlieben, aber
eure sind so schön, da könnte mir das fast passieren.
Alle Rezepte unserer Kandidaten finden Sie übrigens im Netz auf dasgroßebacken
.de. Und wir hier im Backzelt kommen jetzt zur letzten Verkostung von heute.
Und wir beginnen bei Vesna.
Das Muster ist auch fast komplett abgegangen von Backpapier. Also man
sieht wenig Stellen, die irgendwie abgegangen sind.
Einen ganz kleinen Riss sehe ich hier oben.
Der geht zum Glück nicht durch.
Und was mir gefällt, das ist halt auch wirklich fast eine runde Rolle.
Der Biscuit ist schön saftig.
Wunderbar umgesetzt. Mit der leichten Creme schmeckt es den Weißwein kaum
raus, aber die Himbeeren geben dem Ganzen dann diesen Kick. Und das finde
ich extrem angenehm und sehr schön zu essen. Vom Gesamtkonzept gut überlegt
und dann auch wirklich schön umgesetzt.
Vielen Dank.
Dankeschön.
Die Herzen kann man erkennen.
Ich hätte mir logischerweise gewünscht, dass du verschiedene Grüntöne machst.
Also da einfach dir selber noch so ein bisschen Schwierigkeitsgrad wieder außen
gibst. Ich weiß natürlich, dass dir der ungünstigste Fehler zur Halbzeit
passiert ist. Du hast das Mehl vergessen in dem Biskuit. Du bist aber ruhig
geblieben und das fand ich beeindruckend. Du hast nicht die Nerven
verloren.
Man sieht.
Dass das wirklich auch in einem rumgeschlagen ist und dass da auch
nirgendwo der Biskuit gebrochen ist.
Die Creme ist braun.
Die Creme ist wirklich richtig gut.
Die Tonga-Bohne ist da. Du hast sie wirklich auch immer intensiv. Du hast
das Kürbiskernöl mit dabei. Du hast den Crunch mit dabei, was ich brauche. Der
Biskuit ist super schön saftig.
Also von daher geschmacklich für mich 100 Punkte.
Chapeau. Vielen Dank. Vielen Dank. Danke.
Die Rolle ist so ein bisschen abgeflacht. Es wäre natürlich schön
gewesen, wenn die so richtig rund gewesen wäre. Bei deiner Deko, du hast
sehr fein gespritzt. Also klar, so ein Flamingo hat halt sehr dünne Beinchen.
Und dann ist dir das passiert, was keiner möchte, dass es passiert.
Es löst sich der Dekoteich am Ende von der Grundmasse. Es ist halt wirklich so
schade, dass es hier manchmal an einigen Stellen nicht so ganz funktioniert hat.
Und da muss man vielleicht einen anderen Biskuit einfach wählen. Ich hätte da was
Kompakteres genommen, vielleicht auch mit Marzipan. Das ist, glaube ich, von
Vorteil, wenn man sehr filigran arbeitet.
Es schmeckt nach Karibik, es ist super frisch. Von daher ist die Füllung für
mich auch den Punkt. Und beim Außen, da muss man ein bisschen dran arbeiten.
Es ist schön leicht, das passt wirklich in die Karibik. Vielen Dank.
Dankeschön.
Es sollte ein Dickroll-Code-Cake werden mit Snoopy drauf.
Und deswegen habe ich auch innen drin Erdnuss-Butter-Frischkäse-Füllung
gemacht mit Johannisbeeren, Bananen und karamellisierten...
salzigen Erdnüssen.
Karamellisierte, salzige Erdnüsse. Geht runter wie Butter.
Ich erkenne auf jeden Fall Snoopy.
Dann hast du schön auch die Umrisse gespritzt. Das, was man noch sehen kann.
Was bedauerlich ist, ist wirklich so, dass wir hier natürlich so die Risse
komplett drüber haben. Weil ich denke, du hast einfach nachher auch die Finger
davon gelassen, das Ding noch gewaltsam in eine Form zu bringen. Also da ist,
denke ich, die Wahl des Bliskuits nicht die optimale gewesen.
Die Füllung ist der Knaller. Die Johannisbeeren, sehr gute Entscheidung.
Denn wenn ich darauf weise, habe ich nochmal eine ganz andere Frische. Ich
habe auch eine dezente Säure. Die Kombination von innen drin,
sensationell. Draußen am Biskuit, da arbeiten wir noch ein bisschen dran.
Vielen Dank.
Ich mag ja Halloween sehr gern. Und
das ist jetzt ein Draculaus-gepfefferter Krauseschmaus. Mit Augäpfeln, gehackten
Rabenschnäbeln und Läuseblut.
Es ist eingerollt, das kann man sehen an der Kante, aber es ist jetzt auch nicht
so ganz rund.
Also es hat auch hier ein bisschen mehr so die Strudelform.
Vom Motiv her, du hast nicht so fein gespritzt, hast aber dafür den Vorteil,
dass das ganze Bild hier komplett geblieben ist.
Und ich bin jetzt gleich mal vor allen Dingen auf den Geschmack gespannt.
Rabenschnäbel und das Ganze, das möchte ich doch jetzt gerne mal probieren.
Also, geschmacklich hast du alles richtig gemacht.
Die Kirschen geben diese Säure ab, die geben die Frische wieder ab, sodass
dieses leicht Scharfe von dem rosa Pfeffer sofort wieder weg ist. Die
Schokolade, ich habe die ganze Zeit eigentlich auf die Rabenschnäbel
gebissen. Auch das eine geckige Idee.
Und bei dir ist es gelungen, dass das Ding von innen tatsächlich auch einen
richtigen Charakter hat. Für mich auch, selbst mit dem rosa Pfeffer, den ich
nicht so häufig in Kuchen esse, super umgesetzt.
Vielen Dank. Vielen Dank.
Es ist handgespritzt, es ist definitiv keine Schablone, weil du hast es, also
wenn ich von hier gucke, wirklich so schön gleichmäßig gemacht und so fein
auch gespritzt. Da ist halt das Risiko, dass es eventuell nicht komplett drauf
bleibt, aber es ist komplett drauf geblieben. Ich glaube, das Ding kannst
du bei jedem Kaffee Röster in Deutschland verkaufen.
Er ist richtig schön rund und man sieht natürlich auch hier sehr schön, dass der
Biskuit wirklich sehr feinporig ist.
Gucken wir, ob wir wach werden.
So stehe ich ganz gerne morgens auf. Also die macht wirklich wach. Der Kaffee
ist nicht zu stark. Du hast auch die ganze Zeit diese Bitterstoffe der
Schokolade, die sich natürlich mit dem Kaffee perfekt ergänzen. Zitrone passt
mit dem Karamell, mit dem Kaffee und der Zartbitterschokolade.
Passt einfach super schön zusammen. Bombe von außen, Bombe von innen.
Handwerklich und geschmacklich toll gearbeitet. Vielen Dank.
Es
sieht
schon ungewöhnlich aus, aber diesen Kontrast zwischen diesem räulich
-millierten und dem Rot von dem Mond, der gefällt mir extrem gut.
Du hast auch diese raue Struktur, die so ein bisschen an Filz erinnert. Ist nicht
böse gemeint, aber es sieht im Endeffekt aus wie eine Filzrolle mit Blumen drauf.
Schatz, du hast deine Handtasche da liegen gelassen. Genau, aber das ist
halt eigentlich ziemlich cool, weil wenn das nachher noch richtig geil gefüllt
ist, dann hast du diesen Überraschungseffekt.
Nein, mach mal die Filzrolle an.
Im ersten Augenblick habe ich natürlich die Kirschen, die im Vordergrund stehen,
die die Säure geben, der Alkohol kommt ganz, ganz leicht. Dann die Sahne.
die den ganzen Mund natürlich dann ausfüllt. Und wenn nur dann ein zweites
Mal ist, dann kommt auch ganz leicht im Abgang der Bohne. Also von daher sehr,
sehr fein abgestimmt. Wenn wir jetzt noch ein bisschen an der Form arbeiten,
ich glaube, dann kann es ganz weit nach vorne gehen.
Vielen Dank. Danke. Danke schön.
Hat sich das Warten gelohnt? Ja.
So, alles ist verkostet. Die Jury geht jetzt in sich. Und danach erfahren wir,
wer der Bäcker der Woche wird und für wen der Wettbewerb heute leider endet.
Zum zweiten Mal haben die Juroren heute erhöhten Diskussionsbedarf. Es soll
Kandidaten geben, die jetzt schon wissen, was dabei herauskommt.
Ich ärgere mich über mich selbst, dass ich halt eben so weit abliefern musste,
weil das war einfach eine Katastrophe. Und deswegen denke ich, ist das relativ
sicher, dass ich gehen werde.
Ich will mich jetzt nicht sicherstellen, weil Überraschungen gibt es immer. Von
daher abwarten.
Ja, abwarten.
Das klingt so leicht und ist manchmal so furchtbar schwer.
Jeder von ihnen hat das gegeben, was heute möglich war.
Doch bei einem hat das nicht gereicht. Meine lieben Hobbybäcker, die Jury hat
eine Entscheidung getroffen. Es steht fest, für wen der Traum vom Finale und
damit den 10.000 Euro, dem goldenen Cupcake und einem eigenen Backbuch heute
endet.
Und es steht auch fest, wer alles richtig gemacht hat und damit die
Schürze zum Bäcker der Woche bekommt.
Betty, Christian, euer Urteil.
Unser Bäcker der Woche hat in beiden Prüfungen heute auf den vorderen Plätzen
gelegen und setzt sich damit im Gesamtergebnis an die Spitze. Der Bäcker
der Woche ist...
Bianca.
Ich bin einfach noch baff, dass ich einmal die rote Schürze kriege.
Unglaublich, dass ich die Jury so überzeugt habe.
Herzlichen Glückwunsch, Bianca.
Wir haben euch heute zwei wirklich extrem knifflige Aufgaben gestellt.
Und wir hatten das Gefühl, für zwei von euch wird es schwierig, auf diesem hohen
Niveau noch mitzuhalten.
Jasmin.
Du bist es heute nicht.
Kleiner Scherz meinerseits. Danke.
Jetzt wird aber wieder ernst.
Serpil, deine Bagels sind in der technischen Prüfung auf den letzten
Platz gelandet. Du hattest zwar den Mut, bei deiner Decorolle sehr fein zu
arbeiten, allerdings hat dein grobporriger Teig den Strich durch die
Rechnung gemacht.
Patrick, die Bagels sind zwar im soliden Mittelfeld gelandet, der Teig deiner
Decorolle ist dir aber gänzlich misslungen.
Gehen muss.
Serpil. Das ist okay.
Ich freue mich für Patrick.
Ich bin
hierher
gekommen und habe gesagt, Serpil, du magst nicht als erstes gehen. Das habe
ich geschafft und was will ich mehr?
Für mich war das Thema durch. Für mich war klar, ich gehe heute nach Hause. Ich
bin mega glücklich.
Unser Backzelt wird leerer und leerer.
Wer jetzt noch dabei ist, muss auch mal das Unmögliche möglich machen.
Und nächste Woche eine ziemlich relevante physikalische Gesetzmäßigkeit
einfach außer Kraft setzen.
Freuen Sie sich drauf. In Deutschlands größter Tortenshow. Nur in Sat.1.
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