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Original subtitles

(Ein Patient schreit) Ihr werdet vernichtet vom Herrn!

Der Herr wird euch vernichten mit seinen Ch�ren!

Dein Zorn, deine Gier, dein Unmut!

lm Namen des Herrn und der Engel!

Die Engel, die da kommen werden und �ber Liebe k�nden!

lst was passiert? - Alles gut, alles gut, Herr H�bner. Beruhigen Sie sich erst mal.

Regen Sie sich nicht auf, wir glauben Ihnen ja.

Was sollen wir Ihnen denn glauben? Kommen Sie. - Ihr m�sst mir glauben.

lhr werdet schon sehen. - Wir glauben Ihnen. Wir glauben Ihnen.

Bringen Sie ihn in den Wachbereich.

Kommen Sie, wir gehen jetzt erst mal raus, dann k�nnen Sie sich beruhigen und dann ...

lhr werdet sehen, es wird alles so kommen.

(Patient murmelt Unverst�ndliches)

Haldol und eine Tavor.

Seine Mutter hat ihn besucht. Streng katholische Frau.

lch sch�tze mal, hochgradig psychotisch.

H�rt er immer noch diese Stimmen? - Ja. Sind schlimmer geworden.

Er soll sich umbringen, ein paar andere mitnehmen, ein Zeichen setzen.

Ab sofort Besuche der Mutter nur noch unter Aufsicht.

Wenn sie sich beschwert, schicken Sie sie zu mir.

(Patient) Das ist eure letzte Chance, ihr m�sst auf mich h�ren.

Nein, nein, nein! Ihr KZ-Schweine! Ihr KZ-Schweine!

(Patient schreit)

Du musst es zuerst, nimm du es zuerst.

Na komm, na komm, los.

Was soll denn der Schei�? Hey, du Penner, ich rede mit dir!

Komm schon, ich brauche den Wagen, ja? - Vergiss es.

Jetzt h�r mal gut zu, ich bin Anwalt ... - Finger weg!

Willst du mir etwa drohen?

Wenn du jetzt f�hrst, dann ficke ich dich. Deine Entscheidung.

lch dachte, du findest den Frank total Schei�e. - Ach, der ist schon okay.

Was drunter an? - Lass das!

Jetzt komm.

Stopp, Linie.

Stopp, Wiederholung.

Steh aufjetzt.

Alles klar?

lch hab ein kleines Geschenk f�r dich.

Als Dankesch�n f�r all die guten Sachen, die du mir ... - Was ist das?

Poppers? - Nee, Liquid Ecstasy. Der perfeMe Leg-Spreader.

Ein paar Tropfen und die Babes machen alles mit.

Br�uchte eher f�nf als vier.

lst gut.

Wie viel brauchst du denn?

F�nf.

(Klopfen an der T�r) Christoph?

Hier bist du. Ich suche dich schon �berall. - Willst du auch was?

lch komme gleich.

Hast Recht, war irgendwie komisch heute. - Gib mir den Schl�ssel, ich fahre.

Bitte, ich kann schon noch fahren. - Bullshit, Christoph, du bist total dicht!

Was ist denn los mit dir? - Gib mir den Schl�ssel.

lch melde mich dann, ja?

Und wenn du doch kurz mitgehst?

lch muss noch was im Laden erledigen. Mir geht es auch nicht so gut.

Kann ich irgendwas tun?

Lass mich einfach.

Okay.

Psychopathologischer Status:

Wachbewusstsein, psychomotorisch dupor�s,

autistisch, keinerlei ReaMion auf Schmerzreiz,

, Muskeltonus schlaff keine Katalepsie, keine Flexibilitis.

(Ein Ger�t piepst)

Kannst du nicht wenigstens alle 30 Minuten bei ihr reinschauen?

Die Sauerstoffs�ttigung hat nicht gestimmt und das ist wieder randvoll.

lnas Atmung ist seit zwei Wochen beschissen und du sitzt da und rauchst.

Der Mann ohne Feierabend.

Auch zu Hause kommandiert er seine Mitarbeiter wie ein Regiment.

lch habe dich lediglich gefragt, ob du ab und zu ... - Ich w�re gleich zu ihr gegangen.

Verzeih mir meine Unzul�nglichkeit.

Ach, deine Selbstgef�lligkeit kotzt mich an. - Ja.

Deine Selbstherrlichkeit kotzt mich an. Der unfehlbare Dr. Frick.

lch bin nicht unfehlbar, aber ich gebe mir M�he! Verdammt noch mal!

Ja, M�he, unsere Ehe zu zerst�ren mit deiner Pedanterie.

Dann mach doch, was du willst.

Aber gib unserem Kind die Jahre, die sie noch hat, wenigstens ein bisschen Liebe.

Das ist doch nicht zu viel verlangt. - Ich kann es nicht mehr h�ren.

(Klopfen an der Scheibe)

Hey, Eco. - Hey.

Tanken musst du.

Hast wieder richtig Schei�e gebaut? - Wieso?

Der Chef sagt, du sollst deine Papiere holen. Er hat keinen Bock auf Stress mit der Justiz.

Dieses miese Arschloch.

(�ber Anrufbeantworter) Ben, gr�D d�ch, h�er �st Lars.

Du, pass aut, uns �stgerade e�n fotograt ausgetallen.

Vielle�cht kannst du e�nfach e�n paar B�lder m�tbr�ngen, dann _e�ge �ch d�e mal jemand.

Und w_en dem fuDballsp�el: Br�ng de�ne Noppenschuhe m�t,

w�r sp�elen aut Kunstrasen. B�s dann, c�ao, Ben.

Wenn du eine Viertelstunde weniger laufen w�rdest, h�tten wir mehr Zeit f�rs Fr�hst�ck.

Du wei�t doch, wie sehr ich das brauche, das Laufen.

Hier. - Danke.

(Telefon klingelt) - Das wird die Apotheke sein.

Ja, Anna Frick. Ja, guten Morgen.

lch habe vorhin wegen des Mukovizidose- Antibiotikums f�r meine Tochter angerufen.

Ja? Ah, wunderbar.

lhnen auch einen sch�nen Tag, danke.

lst da. Ich hab es in der Reichenbachstra�e bestellt. - Gut.

Wegen gestern ...

Es ging mir nicht so gut, schon den ganzen Tag.

lch wei�. Ich tu alles f�r dich, was du willst.

Aber mach mich nicht f�r deinen Zustand verantwortlich.

Der Polizist lag v�llig betrunken in seinem Bett und schlief und schnarchte,

dass sich die Balken bogen. (Lautes Schnarchen)

Da kam das Krokodil hereingest�rzt und r�ttelte ihn wach:

''Hey, steh auf, Polizist! Schnell! Die haben mir meine Z�hne geklaut_'

''Ooh, nicht so laut! Mein Kopf!

Lass mich doch schlafen, im Bett ist es so gem�tlich und warm_'

''Na, du bist ja ein sch�ner Polizist!

Dann gib mir wenigstens deine Uniform, dann fange ich mir meine Diebe selber_'

''Oh ja, das ist sch�n, dann kannst du sie gleich behalten_'

Und so kam es, dass sich das Krokodil auf den Weg machte

und sich seine Diebe selber fing.

So, und wir machen uns jetzt auch auf den Weg. Komm.

Und klack.

Hast du die Schuhe von dem gesehen? - Ja. - Voll der Penner.

Also ich w�rde einfach pers�nlich mit ihm reden.

Du nimmst eine Flasche Wein mit und machst ihm klar, was der Job f�r dich bedeutet

und eine etwaige K�ndigung. Gerade wenn er so ein Anwalt-Arsch ist.

Entschuldigen? Bei dem Wichser?

Und die Fotos sind richtig gut. Mindestens so gut wie die aus Angola.

Wo warst du denn da? - Beirut.

Kannst du dir vorstellen, auch mal mit einem RedaMeur zusammenzuarbeiten?

lch hab den Matze getroffen. Sch�ne Gr��e �brigens.

lch bleibe beim Wasser.

Danke.

Und, geht es dir besser?

Danke.

lch hab mir schon Sorgen gemacht, echt.

Boah, der ist gut. Komm. - Christoph, nein.

Wenn du was zum Auffrischen brauchst, ich hab was dabei.

lch will dein Schei�-Koks nicht.

Sarah, was ist eigentlich los?

Okay, wie hei�t mein Bruder?

Komm, bitte!

Wie hei�t mein Bruder?

Siehst du, du h�rst mir �berhaupt nicht zu. Ich bin dir schei�egal!

Das stimmt �berhaupt nicht. Das stimmt nicht.

Woran ist mein Vater gestorben?

Komm mal her, Kleines. Jetzt beruhige dich doch mal. Was ist denn? - Christoph.

lch bin nicht mehr dein Kleines.

Sarah, bitte.

(Dr. Frick) Und h�ren Sie mit diesen Alleing�ngen auf.

Solche wichtigen Entscheidungen m�ssen gemeinsam im Team getroffen werden.

(Es klop_ an der T�r) _a?

Dr. Frick?

Entschuldigen Sie bitte, dass ich hier so unangemeldet hereinplatze.

Luisa Engels.

lch wollte Ihnen das hier geben von meiner Schwester Christina Engels.

Meine Schwester war vor zwei Jahren bei Ihnen in Behandlung.

Ach? Wie geht es ihr?

Sie hat sich vor drei Wochen das Leben genommen.

Das tut mir leid.

F�r mich kam es auch v�llig unerwartet.

Wir dachten alle, dass sie auf dem guten Weg ist.

Sie hat die Medikamente abgesetzt?

lch l�se gerade ihre Hamburger Wohnung auf, mache den ganzen Beh�rdenkram

und das hier lag fertig eingepacM in einer K�chenschublade mit Ihrem Namen drauf.

Und jetzt war ich gerade in der N�he und ich glaube, sie w�rde sich sicher freuen,

wenn sie w�sste, dass Sie das Geschenk bekommen haben.

Sie haben ihr damals sehr geholfen. - Naja, ich hab meine Arbeit gemacht.

Mhm, die machen andere auch.

Aber nach der Zeit bei Ihnen war sie so stabil.

Fast wie ein neuer Mensch.

Naja, und trotzdem war sie immer noch krank.

Wahrscheinlich.

Und eben leider zu weit weg.

Vielen Dank f�r Ihre M�he, aber ich habe im Moment leider wenig Zeit.

Ja. Ja, verstehe, klar.

Alles Gute Ihnen.

lhnen auch.

Endlich, Ingo! Wo bleibst du? Wir warten hier!

Wie bitte? Nee, fick dich!

Und das kannst du mit deinen Hartgeldstrichern machen!

Komm sofort hierher! Es ist mir schei�egal, wie durch du bist!

lngo, ich lege dir was Sch�nes auf und dann geht das schon wieder, okay?

lch schicke ein Taxi. Ingo?

Ein Junkie. Schei�e.

Was willst du?

Mich bei dir entschuldigen, wegen neulich.

J Du hast Recht

was die letzten Wochen so gelaufen ist.

Es tut mir leid, ich hab einfach zu viel ... - Christoph.

Das hat keinen Sinn mehr mit uns.

Eigentlich wollte ich dich wegen was ganz anderem sprechen.

lch will, dass du heute Abend auflegst bei mir.

Lass mich raten: Ingo hat sich abgeschossen und liegt besinnungslos in der Ecke.

Ja, genau.

Aber ich will auch wirklich, dass du das machst.

Weiter. - Okay, M�llerstra�e 13.

Das ist der alte Bau am Heizkra_werk. Von 10 bis 3. Es gibt 300.

Okay, aber ich mache nicht den Ersatz-lngo. Ich lege meine Sachen auf.

Ja, unbedingt. Ja, super.

Freue mich.

(Laute Diskomusik)

(Nicht zu h�ren)

Wasser, bitte.

F�r die Nummer eben spendiere ich dir einen Drink.

Was trinkst du?

Wasser.

Schau, so schnell geht das. Es funMioniert.

lch bin beeindrucM.

Jetzt noch ''Joanna'' von Iggy Pop und ich besorge dir noch einen Drink.

Mehr ist dir das nicht wert?

Und ich kotze dir nicht in deinen Plattenkoffer.

Vergiss es.

Hei�t das, du hast die Scheibe gar nicht?

Macht hier einen auf DJ und kennt ''Joanna'' gar nicht.

lch erf�lle nur keine W�nsche.

Selber schuld.

Alter, du rei�t dich jetzt mal zusammen, sonst fliegst du hier raus. Alles klar?

Fick dich. Ich tanze doch nur. - Lass ihn los.

Was ist das Problem? Der tanzt doch nur. - Misch du dich nicht in unsere Sachen ein!

lch sage dir auch nicht, was du f�r Platten auflegen sollst. - Hey, psst!

lch meine, der Typ benimmt sich doch wie eine offene Hose.

Der Typ will nur tanzen. - Okay, Sarah, dann k�mmere du dich um den Schei�typ.

Ja, mache ich gern. - Okay.

Soll ich dich nach Hause bringen? - Was?

Soll ich dich nach Hause bringen, bevor hier eine Katastrophe passiert?

Die Pappnasen mach ich doch mit links fertig. - Ja, genau deshalb.

(Nicht zu h�ren)

Machen Sie die Schei�musik aus.

Gib mir mal deinen Schl�ssel.

Hey, das mit dem Kotzen gilt aber noch.

H�ren Sie schlecht? Sie sollen die Schei�musik ausmachen.

lch hasse Menschen, die nicht zuh�ren.

Komm.

lch kann alleine laufen. - Gut.

Komm, weiter.

Hallo.

Hallo.

Sitzt du gut? - Mhm.

Wie geht es? - Danke, den Umst�nden entsprechend, ganz okay.

Sie reiten?

Nein, nicht mehr. Meiner Tochter tun die Pferde gut.

Hallo. - Hallo.

Wie sch�n. Vielleicht sehen wir uns dann ja ab und zu.

Seit ich wieder in M�nchen bin, sind wir n�mlich auch auf diesem Hof gelandet.

lst eine gute Wahl. - Wenn Sie wollen, dann trinken wir noch einen Kaffee?

Das ist wirklich ein sehr nettes Angebot, aber wir m�ssen.

Naja, dann vielleicht ein anderes Mal.

Wissen Sie, in meinem Leben ist gerade viel los.

Ja, gerade deshalb.

Sarah ...

Oh Mann.

(Telefon klingelt)

(�ber Anrufbeantworter) Ja, hallo. Sarah? H�er spr�cht Ben We�ssner.

�h, �ch glaube, du hast m�ch gestrn nach Hause gebracht.

lch hab le�der nur noch schemenhaM Er�nnerungen.

Was ke�ne Entschuld�gung se�n soll.

Naja, �ch hofle, es war n�chtzu schl�mm.

Danke aut jeden fall.

Ach ja, d�e PlaMn. Melde d�ch e�ntach, w�e lange du s�e brauchst.

Me�ne TeIetonnummer: 0162-768 55 88.

Danke.

(Lars) Sag mal, der Neuner, war der nicht mal bei ''M�hdrescher''?

(Ben) Nee, der hat dem Tommy die Freundin ausgespannt.

Nee, einer musste gehen.

Der eine hat jetzt eine neue Freundin, der andere seinen Verein.

Ach ja, Ben, wegen der Fotos: Vielleicht hab ich da was f�r dich.

Die RedaMion fand die Bilder gut. Es k�nnte ganz gut passen.

(He_iges Klopfen, Pfleger ru_) Frau Falck, wir wissen, dass Sie da drinnen sind!

Frau Falck, �ffnen Sie oder wir brechen die T�r auf!

(Frau Falck schreit) Nein! Nein!

Ruhig, ruhig, ganz ruhig.

Nein! - Ruhig, ganz ruhig, ganz ruhig.

lst alles gut. Ist alles gut.

Okay, okay. Jetzt gehen wir raus.

Alles gut. Okay.

Ja, hier Frick.

Gilt Ihr Angebot noch?

Was ist mit Ihrer Hand passiert?

Auf der Station hat ein junges M�dchen versucht, sich das Leben zu nehmen.

Das mussten wir nat�rlich verhindern und dabei hat sie mir in die Hand gebissen.

Und jetzt? - Ja, in einigen Tagen wird sie wieder ansprechbar sein

und dann werde ich versuchen, sie wieder zu therapieren.

Und wenn ich das nicht schaffe, wird sie vermutlich eines Tages wieder versuchen,

sich umzubringen und dann werde ich ihr hoffentlich wieder helfen.

Diesmal vielleicht ohne mir in die Hand zu bei�en.

Was schon mal ein kleiner Fortschritt w�re.

Wir m�ssen uns Sisyphus als gl�cklichen Menschen vorstellen.

Beim Runtergehen.

Stimmt, das habe ich mal Ihrer Schwester gesagt.

Als sie sich umgebracht hat, war ich zuerst nur w�tend.

Das kann ich verstehen.

Selbstmord geht nicht. Ist verboten.

Jede Zelle ist dazu bestimmt, zu k�mpfen. Ums �berleben zu k�mpfen bis zum Schluss.

Seit Jahren wollten wir zusammen nach Patagonien.

lmmer ist etwas dazwischen gekommen.

Jetzt hab ich gebucht. - Ist sch�n.

Wollen wir ein paar hei�e Maroni essen? - Gerne.

Taxifahren, um die Miete reinzukriegen?

Nee, nee, um Gottes willen. Das Gequatsche k�nnte ich nicht aushalten.

Seit wann fotografierst du?

Seit ich kapiert hab, dass man verdr�ngt, was man nicht wahrhaben will.

Und Bilder verhindern das Verdr�ngen.

Auf dem Konzert, da war ich. - Ach was, hab dich gar nicht gesehen.

Da muss ich um die 15 gewesen sein.

Meine Ohren haben eine Woche danach gepfiffen, so laut war das damals.

Aber auch wahnsinnig sch�n.

Aber wir hatten nichts miteinander, oder?

Was?

Naja, als du mich heimgebracht hast.

Nein, du warst total dicht.

Trinkst du eigentlich immer so viel?

Na, n�chtern betrachtet ist das alles hier nicht zum Aushalten.

Ein Schluck Wein? - Nein, danke.

lch trinke nur, wenn es mir gut geht.

Wie, was ist los? Geht es dir schlecht?

Das ist schwer zu sagen.

lch meine, jetzt.

Hier.

Das versuche ich gerade rauszukriegen.

Aber das hier f�hlt sich auch n�chtern ganz gut an.

Lassen, lassen, lass nur.

(Luisa) Komisch, wieder hier zu sein.

Hier sind wir zusammen aufgewachsen.

Und jetzt tr�ume ich jede Nacht von ihr.

lch sehe sie dann wirklich. Ganz real, als w�rde sie leben.

Und dann?

Wir reden ganz viel.

Sie wird staunen, wenn ich ihr erz�hle, dass ich mit Ihnen spazieren war.

lch werde ihr berichten, dass Sie jemand sind, der ...

vor lauter Helfen ganz vergessen hat, wie es ist, auch mal an sich selbst zu denken.

Sich auch mal was zu nehmen, anstatt nur zu geben.

Aber ich werde ihr auch erz�hlen, dass Sie erste Fortschritte machen,

ohne mir in die Hand zu bei�en.

Es gibt hier eine ganz nette Bar, gleich ums Eck.

Wer bist du?

Jemand wie du.

Jemand mit wenig Zeit und einem Tick mehr Mut.

lch kann das nicht. Das geht nicht.

So lange meine Tochter lebt, will ich f�r sie da sein.

Davon will ich dich auch gar nicht abhalten.

lm Gegenteil.

lch wei�. Ich wei� das ja.

Ja, sch�n.

Stell dir vor, da drin war fr�her die Stammkneipe von meinem Opa.

Naja, keiner aus meiner Familie hat ihn besonders gemocht.

Aber wenn ich es zu Hause nicht mehr ausgehalten hab, dann bin ich zu ihm.

Er hat mir wenigstens zugeh�rt.

lch mochte ihn, wie er dann so stand: ''Na, Kleiner, wir kennen uns_'

Du wirst bestimmt auch mal ein toller Gro�vater.

Er ist viel ruhiger und geordneter.

Seine Mutter war nat�rlich ungehalten wegen der Besuchsaufsicht.

lndikation unver�ndert? - Wie gehabt.

Aufwelchem Zimmer liegt Frau Wohlrabe? - Zimmer l mit Frau Mayer.

Die beiden Bipolaren scheinen sich ganz gut zu verstehen.

Wir versuchen es mal mit Ausgang, mit Begleitung.

Vielleicht schicken wir einen Zivi mit. - Geht in Ordnung.

So, dann haben wir es. Vielen Dank.

W�rden Sie bitte die Visite alleine machen? Ich nehme mir den Nachmittag frei.

Gerne. - Danke.

Ja, jetzt sag schon, was so wichtig ist. - Das Konsulat hat sich heute gemeldet.

Wir haben dein Visum f�r den Kongo. Kann losgehen.

Guck mal, ''Kill them all'' spielt heute Abend.

lst gestern gekommen, bitte sch�n.

Gut schaust du aus. - Danke.

Du auch. Wohl gestern mit Christoph einen draufgemacht?

Christoph? Nur noch frische S�_e und Fitnessstudio.

Seit er die Zusage f�r die Praterinsel hat, ist er wie ausgewechselt.

Ja, er hat sich durchgesetzt gegen die Konkurrenz.

Naja, mir soll es recht sein bei der ganzen Kohle, die ich noch von ihm kriege.

Dann gr�� ihn mal von mir. Gratulation. Ihr sprecht ja bestimmt.

Mache ich. Bis die Tage.

Danke. - Alles klar.

Dann m�chte ich den, glaube ich.

(Ger�usch an der Wohnungst�r)

Du hier? - Papa!

Hallo, mein Schatz. Wie geht es dir? - Gut.

Schau, was wir gebaut haben. - Das ist aber sch�n.

lch hab mir den Nachmittag frei genommen. - Hast du ja seit Jahren nicht gemacht.

Alles okay? - Alles okay.

Wie sch�n.

Was ist das? - Wo ist eigentlich der Hubertus?

Ganz neu hier. - Das haben wir gebaut.

Siena?

lch dachte mir, wir fahren mal wieder weg. Wir drei.

Ja! - Siena. Ist ja wunderbar!

(Telefon klingelt)

Ja, Frick.

Ja, einen Moment bitte. Es ist f�r dich.

Ja. - Das hier ist Siena.

lch wollte mich nur kurz bedanken f�r den netten Nachmittag neulich.

lch bin am Donnerstagabend bei einem Freund auf einer Vernissage eingeladen.

(Anna) In Siena war ich mit deinem Papa, als ich mit dir schwanger war.

Vielleicht hast du auch Lust vorbeizukommen? Bist du noch dran?

(Anna) Hier ist die Piazza ... - Ja.

Und?

Da gibt es zweimal im Jahr Pferderennen. - Gib mir die Adresse.

M�llerstra�e 28, im Hinterhof.

(lna) Ist das nicht gef�hrlich? - Ich wei� nicht, ob ich es schaffe.

Es w�rde mich sehr freuen.

Gut. - Und was ist das da?

Das ist ein gro�er Platz. Und das hier ist ein Turm.

Das ist eine Kirche. - Nein, ich glaube, das ist das Rathaus.

Eine Einladung f�r Donnerstagabend. - Ach, Donnerstagabend?

Da wollte Franziska vorbeikommen. Aber du kannst ja gerne gehen.

lch hole dann in der Zeit meine M�bel.

Ohne dich halte ich das sowieso nicht aus.

Ach komm, spinn nicht rum. Das ist doch gro�artig.

Du hast so lange auf die Chance gewartet.

lch komme schon klar hier.

Zum Beispiel das Bad, das m�sste mal renoviert werden. Das kann ich machen.

Aber �bertreib es nicht mit dem Renovieren.

lch hab es auch so ganz gern. Wenn man Spuren sieht, dass dajemand lebt.

Keine Sorge, wir werden noch viele Spuren hinterlassen.

Die Jacke brauch ich da nicht.

lch liebe dich.

Und ich dich.

(Musik aus dem Autoradio)

(Sarah �bergibt sich)

Hallo Ben, schade, ich h�tte gerne deine Stimme geh�rt.

lch hoffe, es geht dir gut und, �hm ...

lch vermisse dich.

Das Bad wird super.

lch liebe dich.

Gef�llt es dir?

Du wirst es nicht glauben, aber ich bin seit Jahren nicht mehr vor einem Bild gestanden.

Hatte schon fast vergessen, wie sich das anf�hlt. - Sch�n, dass du gekommen bist.

Luisa!

Komme gleich wieder.

_ibrationsger�usch vom Handy)

Sarah?

Sarah.

Hallo.

Hab vorhin versucht, dich anzurufen. - Ja, mein Handy ist aus.

lch hab von der Prater-Sache geh�rt. Gratuliere.

Danke. Viel Arbeit. Deswegen wollte ich dich fragen, ob du mir helfen kannst.

lch? Wieso? - W�rde ich gerne in Ruhe mit dir besprechen.

lch hab jetzt gleich meinen n�chsten Termin. Ich dachte ...

Ja, es w�re sch�n, wenn du mir bei dem Musikkonzept helfen k�nntest.

Und ja, wann hast du Zeit, mal so ein, zwei Stunden?

ln Ruhe mal zusammensetzen und dann kann ich dir das alles erkl�ren.

Tja, naja ... - Wie w�re es morgen Abend um sieben Uhr bei mir im B�ro?

Da kann ich dir alles zeigen und so.

Okay. - Okay. Gut.

Freue mich.

�brigens ... ''Sebastian''.

Dein Bruder hei�t Sebastian.

(Handy klingelt)

Mama, es geht gerade gar ... Was?

Wie, hat die B�rgscha_ nicht unterschrieben?

Mama, er ... er hat es mir versprochen. Mama, das ist wichtig!

Gib mir mal Papa.

Mama, du ... Mama, sag ihm, wenn er mich diesmal h�ngen l�sst, dann war es das!

Er ... Weil er es mir versprochen hat!

Ein Wichser! Ein Arschloch!

(Klopfen)

Komme gleich!

Hallo. - Hallo. Komm rein.

Hallo.

Hunger? - Nee, danke, ich hab schon.

Toll siehst du aus. Wie ... Wie erleuchtet.

So, hier kannst du schon mal schauen. Das ist mein Konzept f�r die Praterinsel.

Hier ist das Ganze noch mal als PDF.

Hier, bitte. - Danke.

Willst du wirklich nichts essen?

lch mache gerade Forelle, wie du sie am liebsten magst.

lch dachte, wir arbeiten.

Ja, ja, klar.

Okay, dann r�ume ich kurz den Kram weg. Bin gleich wieder da.

Und wie l�u_ es so im Laden?

Gut.

lst doch super.

(Schniefen)

Also, Hip-Hop am Freitag machen wir aufjeden Fall, oder?

Ja. - Ich k�nnte versuchen, den Lester ins Boot zu kriegen.

Der hat auch immer Zugriff auf die neuesten Sachen aus New York.

Den Lester? Meinst du, den kriegen wir? - Ja, ich glaube schon.

Seit das mit seinem Label den Bach runtergegangen ist, braucht derjeden Cent.

Hast du noch ein Tonic f�r mich?

Ein Tonic. Ja, klar. Ich nehme auch noch eins.

(Schniefen)

Hier, dein Tonic. - Danke.

lch schreibe dem Lester morgen eine E-Mail. Der war gestern bei mir im Laden.

Vielleicht klappt es noch diese Woche mit einem Treffen. - Ja, das w�re cool.

Ja, okay. Ich w�rde �brigens f�r die A_er-Hours

nur mit den Stamm-DJs aus dem Laden zusammenarbeiten.

Warum? - Na, die im Mandy's, die haben sich dumm und d�mlich gezahlt.

Die haben die DJs immer eingeflogen und die Leute haben es nicht gemerM.

So verpeilt wie die morgens sind. - Ja, stimmt. Ist eine gute Idee.

Also, �hm ...

Donnerstag machen wir ... - County.

County.

Freitag nat�rlich, �h ...

Alles okay? - Nee, mir geht es nicht so gut. Schei�e.

Sarah, wir k�nnen auch mal eine Pause machen.

Ja, ich gehe mal frische Lu_ schnappen.

Was ist denn los? Sarah.

Komm hoch. Schei�e. Hey. Hey, komm her.

Komm her. Was ist denn los?

Komm. Alles gut, alles gut.

Sarah? Sarah, hey.

Hey. Hey.

Sarah!

Sarah! Sag doch was!

Schei�e. Schei�e.

lngo, hier ist Christoph. Was hast du mir bei Frank f�r eine Schei�e gegeben?

Was war denn das? Ich hab hier ein Problem! Ich ... Schei�e!

Sarah. Sarah.

Ja, hallo. Ich brauche einen Notarztwagen!

Wei� nicht. Seit zwei, drei Minuten.

Christoph, Christoph Zach.

(Krankenwagensirene)

Herr Zach.

K�nnte ich Sie kurz sprechen?

lhrer Frau geht es soweit wieder gut.

Wir konnten die Vaginalblutungen stoppen. Ihr Vitalzustand hat sich wieder stabilisiert.

Das Kind hat sie jedoch verloren.

Es tut mir leid.

Sind Sie okay?

Ja.

(Christoph klop_ an der T�r)

Ja? Christoph! Sch�n, dass du gekommen bist.

lst Frank da? - Klar, der ist immer da.

Was ist denn los? Einen schlechten Trip erwischt?

Mensch, Christoph!

Was f�r ein Glanz. Wo kommst du denn her?

Du musst mir helfen.

(Gas zischt laut)

Hi, Baby, ich bin es. �hm ...

Du, ich wei� nicht, ob ich dir die falschen Flugdaten gegeben hab.

lch bin wieder da und ich vermisse dich. Ich will dich sehen. Sofort.

Melde dich, sobald du das h�rst, okay?

Sarah?

(�rztin) Der Patient hat alle wesentlichen Atypika bekommen.

Er hat mit EPMS, beziehungsweise genauer, Akathisie auf Risperdal und Solian reagiert.

Mit Blutzuckererh�hung aufZyprexa. Seroquel und Zeldox: wirkungslos.

AufAbili_: starke Unruhezust�nde.

Aber er pr�gelt nicht mehr urpl�tzlich auf seine Mitpatienten ein,

weil er sie f�r des Teufels Helfer h�lt. Aber seine Blutwerte sind seit drei Tagen ...

Gehen Sie mit Leponex �ber 300.

Verzeihen Sie, Dr. Frick, aber laut Blutbild sind seine Leukos unter 3000.

Neutrophile bei 1300. Wir m�ssen absetzen.

Sie haben Recht.

Sie haben bestimmt die aMuellen Werte nicht gehabt. Das kann ja mal passieren.

Daf�r sind wirja f�r Sie da. - Danke.

(Dr. Frick klingelt an der T�r)

Hallo. - Hallo.

Mit dir h�tte ich nicht gerechnet.

Komm rein.

Willst du was trinken? - Ja.

Hier um die Ecke hatte ich mal ein Zimmer in einer WG w�hrend des Studiums.

Wir waren zu dritt. Drei Jungs.

Die Wohnung war eigentlich immer leer.

Du warst so schnell weg auf der Vernissage.

Dabei hatte ich mich so gefreut.

lch musste da weg. Da war mir alles zu viel.

Die Leute?

Nein, alles.

Dich zu sehen.

Wie du ... - Freue mich, dass du jetzt hier bist.

Nein, ich bin das nicht. Eigentlich bin ich gar nicht hier.

lst doch alles gut. - Nein, es ist nichts gut. Es ist �berhaupt nichts gut.

lch bin v�llig neben mir. Ich kann nicht mehr arbeiten.

lch mache Fehler in der Klinik, zu Hause. Kann mich nicht mehr konzentrieren.

lch kann nicht so weitermachen.

lch verstehe das nicht. Melde dich doch mal!

Baby ...

lch fange langsam an, mir Sorgen zu machen. H�rst du?

Ruf an, melde dich bitte, ja? Bitte.

Michi, ich bin es, Ben. Du musst mir mal einen Gefallen tun.

(Telefon klingelt)

Sarah? Ach, Michi, du bist es. Ja, und?

Du musst mir versprechen, das bleibt unter uns, okay?

lch habe in den Computer von der Notdienstzentrale geschaut

und da gab es eine Fahrt. Eine gewisse Sarah Arles.

Bogenhausener Klinik, am 9. November um 21:53.

Hingebracht, also den Notdienst angerufen und die Einlieferung unterschrieben

hat ein gewisser Christoph Zach. - Christoph Zach?

Medikamente und eine �berdosis Kokain. Ist zuf�llig gefunden worden.

Kommt direM von der Toxikologie. - Und was sagen die Kollegen?

Vermutlich seit Jahren erheblicher Usus. Polytoxisch.

Haben wir ihn schon untersucht? - Nicht ansprechbar. Herr Zach ist mutistisch.

Herr Zach, k�nnen Sie mich h�ren? Drehen Sie mal den Kopf nach links.

lch werde Ihre Hand jetzt fallen lassen.

Wenn Sie k�nnen, dann halten Sie dagegen, ja?

Mit Drogen scheinen Sie sich auszukennen. Aber dass man sich mit Haushaltsgas

nicht umbringen kann, das hat Ihnen noch keiner gesagt?

Wir kriegen Sie schon wieder hin.

Haben Sie irgendwelche Angeh�rigen erreicht? - Die Eltern.

Und? - Der Vater scheint sich daf�r zu sch�men,

dass sein Sohn versucht hat, sich umzubringen.

Katatonie? - M�glich.

Also wir machen CT, LumbalpunMion,

Behandlung mit Atypika und Tavor. Danke.

Du, ich suche den Christoph. - Keine Ahnung. Worum geht es?

lch versuche seit Tagen, den zu erreichen. Wei�t du, wo der stecM?

lch meine, er wollte mich unbedingt sprechen. - Versuch es mal in Haar.

Wo? - In Haar. Psychiatrie.

Selbstmordversuch. �berdosis. Irgendwas mit seiner Ex.

Eine Weibergeschichte halt. Keine Ahnung.

(Ben) Ich wei�, es ist nicht deine Schuld und ich k�mmere mich darum, okay?

lch halte das nicht aus ohne dich.

Melde dich, ja? Ich liebe dich.

(Ben �ber Anrufbeantworter) ... �ch k�mmere m�ch darum, okay?

lch halte das n�cht aus ohne d�ch.

Melde d�ch, ja? Ich l�ebe d�ch.

Warum?

Warum?

(schreit) Warum?

Wei�t du, was du getan hast? Wei�t du, was du getan hast?

(Nur Mundbewegungen)

(T�r knallt zu)

(Autohupe)

(Luisa) Hallo, ich bin es.

lch wollte dir gerne noch was vorbeibringen

und wenn ich dich nicht antreffe, dann gebe ich es an der Pforte ab.

lch hoffe, es geht dir gut.

(Christoph weint)

Sarah? Bist du das?

Sag doch was. Bitte.

Wo bist du?

(Reifen quietschen)

Ben?

Ben.

Ben!

(Ger�t piepst)

marnsignal zeigt Herzstillstand an)

lss auch Obst. Hier.

Die vom Hotel in Siena haben angerufen und uns unsere Zimmer best�tigt.

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