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Diese drei Kandidaten stehen vor der größten Herausforderung ihres
Hobbybäcker-Lebens.
Julia, Agnes und Sebastian, einer von euch, wird heute Deutschlands bester
Hobbybäcker. Wer? Das entscheidet sich jetzt im packenden Finale von
Deutschlands größter Tortenshow. Nur wer hier einen kühlen Kopf behält und über
sich hinaus wächst, hat die Chance auf den Sieg. Jetzt bei Das große Backen.
Vorhang auf für das große Finale. Auf Schloss Herzfelde fällt die Entscheidung
in der größten Backshow der Welt. Auf die Plätzchen, fertig, backt!
Acht Wochen lang wurde gebacken, gezaubert und dekoriert. Zehn
Hobbybäcker zeigten ihr ganzes Können. Mit Kreativität und unglaublich viel
Leidenschaft.
Ich bin total happy.
Danke
Scheiße.
Den Juroren Betty und Christian wurden wahrhaft meisterliche Kreationen
präsentiert.
Viel besser geht mit Cheesecake nicht mehr.
Wow, danke.
Top gelungen. Danke. Mir fehlt an dem Kuchen einfach nichts.
Woche für Woche wuchsen die Wettstreiter über sich hinaus.
Die Zeit beim großen Backen war einfach nur ein Traum. Diese Erfahrung, die
kommt mir keiner mehr nimmer.
Doch es gab auch Rückschläge.
Ich könnte nicht heulen.
Da verzweifle ich drüber, ehrlich.
Oh man,
die sind eklig.
Scheiße.
Ein Hobbybäcker nach dem anderen
musste das Zelt verlassen.
Diese Woche müssen wir uns verabschieden von Nico.
Sarah. Hans-Jürgen. Marion.
Julie. Ebru.
Sabrina.
Übrig blieben am Ende drei herausragende Hobbybäcker. Julia aus Hohendode-Leben,
Agnes aus Köln und last but not least Sebastian aus Pfarrkofen. Sie kämpfen
heute um 10.000 Euro, ein eigenes Backbuch und den Titel Deutschlands
bester Hobbybäcker 2016.
Wir sind jetzt nur noch zu dritt und ich glaube, da entscheidet wirklich jede
Kleinigkeit, die vielleicht schief läuft oder jeder Fehler, den man vielleicht
macht.
Das hätte ich im Leben wirklich nicht gedacht, dass ich es so weit schaffe.
Ich habe mir einiges vorgemacht fürs Finale. Ich habe wirklich nur ein Hafer
im Petto.
Schwächeln ist jetzt streng verboten, denn nur die zwei Besten dürfen die
finale Hochzeitstorte backen.
Meine Mitschleiter haben auf jeden Fall ordentlich was auf dem Kasten und das
wird nicht einfach werden heute.
Das sind jetzt die letzten Aufgaben. Da möchte man natürlich auch keine Fehler
machen.
Ab ins Zelt, konzentrieren, Asse ausspülen, Vollgas geben.
Vorhang auf für das furiose Finale von Das große Backen. Liebe Kandidaten, ihr
habt auf diesen Augenblick lange hingearbeitet. Das Zelt ist leerer und
leerer geworden und ihr habt dem Druck standgehalten und euch in die Herzen der
Jury gebacken.
Julia, du warst so brillant. Du darfst diese Woche die rote Schürze tragen. Du
bist Bäcker der Woche. Ich hoffe, das gibt dir nochmal zusätzlichen Antrieb.
An diesem wichtigen Tag lässt euch die Jury natürlich nicht allein. Hier ist
Motiv-Torten-Spezialistin Nummer 1, Bettina Schliepake-Burchardt und der
mehrfache Patissier des Jahres, Christian Hüms.
Ihre fachliche Kompetenz wird heute über den Sieg im Backzelt entscheiden.
Ihr habt hier großartige Backkunst gezeigt und uns mit eurem handwerklichen
Geschick und gestalterischen Fantasien überzeugt. Zeigt heute einfach nochmal
all das, was euch bislang ausgezeichnet hat.
Ob Teig, Creme oder Verzierung, wir schauen noch genauer hin, ob ihr
perfekt, sauber und akkurat gearbeitet habt.
Unsere Gaumen sind noch sensibler, wenn es darum geht, auf feinste Nuancen noch
herauszuschmecken. Wichtig ist, behaltet die Nerven.
Habt Spaß dabei, denn nur dann... seid ihr zur absoluten Höchstleistung fähig.
Es warten drei Aufgaben auf euch. Allerdings müssen wir uns von einem von
euch schon nach der zweiten Aufgabe verabschieden.
Die restlichen zwei werden dann in einem echten Backduell um den Titel
Deutschlands bester Hobbybäcker kämpfen und natürlich um die Siegprämie.
Den goldenen Cupcake, 10.000 Euro und ein eigenes
Backbuch.
Und schon ist es an der Zeit, die erste Hürde zu nehmen.
Aufgabe 1 steht an.
Ihr solltet den Franzosen in euch wecken, denn wir möchten gerne Petit
Fours. Ihr wisst schon, das sind diese kleinen leckeren Schweinereien, diese
kleinen Kuchen.
Und wenn ich an die denke, dann läuft mir jetzt schon das Wasser im Mund
zusammen. Deshalb wird jetzt die Jury alle weiteren Worte über diese kleinen
Kuchen verlieren. Wir wollen von euch zwei verschiedene Sorten.
Einmal die mit Zuckerglasur und einmal die ohne.
Die mit Zuckerglasur nennt man Petit Four Fré, die ohne Petit Four Sec. Wir
wollen von euch jeweils sechs Petit Four Sec und sechs Petit Four Fré. Jeder
Petit Four darf maximal 4 x 4 cm groß sein.
Arbeitet präzise und denkt euch wunderschöne Dekorationen aus.
Für diese kleinen Törtchen aus Creme, Marzipan und Biskuit habt ihr genau zwei
Stunden Zeit.
Und jetzt heißt es für euch, auf die Plätzchen, fertig, backt!
Keine einfache Aufgabe für die Finalisten. Das weiß niemand besser als
die Jury.
Petit Foul bestehen aus Feinschichten Biskuit, die gefüllt werden.
Und dann kommt eigentlich die größte Schwierigkeit. Sie müssen sauber
geschnitten sein und sie müssen auch noch glasiert werden.
Petit Four sind für mich die feinste und filigranste Gebäckart der französischen
Patisserie. Ich erwarte von unseren Kandidaten, dass sie wahre Aromenwunder
produzieren.
Und dann kommt es auf die Dekoration an. Diese muss fein und gleichmäßig sein,
sodass alle sechs Stück einer Sorte auch wirklich identisch sind.
Jeglicher Fehler fällt natürlich auf dem kleinen Spielraum, der in den Kandidaten
zur Verfügung steht, sofort auf.
Dass Petit Four so ihre Tücken haben, ist den Finalisten durchaus bewusst.
Zu ihrer Beruhigung trägt das jedoch nur bedingt bei.
Ja, ich bin sehr aufgeregt. Es geht ja um die Wurst, um die Cupcake, um das
Buch, um die 10.000 Euro.
Bei drei Kandidaten fällt halt jedes kleine Müh auf.
Aber ich versuche das so gut es geht auszublenden.
Ja, die grösste Herausforderung ist es, so schnell wie möglich den Teig zu
machen. Weil die ja ein bisschen geplättet werden sollen und ein bisschen
gut gekühlt, damit man die sauber schneiden kann.
Jetzt heißt es gut organisiert sein. Und dazu gehört auch, dass man die einzelnen
Schritte effizient aufeinander abstimmt und keine Zeit verliert.
Julia bereitet sogar schon die erste Füllung vor und verrät ganz nebenbei
ihre Pläne für Aufgabe Nummer 1.
Ich mache heute einmal Petit Four mit einem Himbeer-Sosengelee. Und dann mache
ich einmal eine Variante mit Kokos- und Mascarpone-Orangencreme.
Etwas testen obendrauf und kommt so.
Julias Petit Four-Sack basieren auf einem Kokos-Cointreau-Bisket, das mit
Orangencreme bestrichen wird.
Ihre Petit Four Frères zeichnen sich durch Rosenglasur und Himbeer-Rosengelee
aus.
Agnes plant einen extra scharfen Schokoboden.
Ich mache wieder Chili rein und hoffe, dass der Christian das diesmal ein
bisschen besser schmeckt.
Ich habe hier jetzt schon, glaube ich, vier Prisen drin.
Feuer!
Klingt gefährlich.
Schmeckt es auch so?
Also es ist schon ein leichtes Kribbeln auf der Zunge.
Ich weiß aber nicht, ob das vielleicht verbacken wird.
Ach komm, ich gebe noch ein bisschen.
Wenn die die probiert haben, brauchen sie erstmal das frische Wasser dazu.
Schärfer darf es jetzt aber nicht mehr werden, oder?
Ach komm, ich geb noch ein bisschen.
Na, wenn die Jury da mal nicht Feuer und Flamme sein wird.
Agnes Petit-Fourcèque-Protzen mit Schokomandelbiskuit, Kirschwasser
-Buttercreme und Nougat-Decke.
Das Orangenbiskuit ihrer Petit Four Fré wird mit Orangenlikör getränkt, darauf
kommt Orangenbuttercreme.
Ist der Teig fertig, kommt er in den Ofen. So weit, so simpel.
Wenn man nicht gerade beispielsweise Petit Four zubereitet. Was genau dabei
zu beachten ist, erläutert freundlicherweise Julia.
Jetzt ist es wichtig, auf jeden Fall schnell zu arbeiten, damit der Eischnee
nicht zusammenfällt und man...
den Teig in den Ofen gleichzeitig bekommt, aber gleichzeitig trotzdem sich
die Zeit zu nehmen, den Teig ganz glatt zu streichen, damit die Böden hinterher
alle gleich hoch sind.
Darüber kann Sebastian nur lachen.
Ja, der Basti hat sich natürlich ein bisschen vorbereitet und hat sich
Edelstahlleisten gemacht, damit meine Böden exakt dieselbe Höhe haben. Ich
brauche bloß meinen Teig einfüllen und einmal abziehen und ich habe immer
dieselbe Höhe für den Teig.
Sebastians Petit Four Sec sind mit Schichten aus Hagebuttenmarmelade,
Marzipan und Feilchenbuttercreme gefüllt.
Für seine Petit Four Fré schichtet er Pistazienpesto.
Fruchtig wird's dank einer Bitterorangenlikörcreme.
Sechs Petit Four Sec also trockene und sechs Petit Four Fré also mit Glasur. So
lautet die Aufgabe.
Und das alles innerhalb von zwei Stunden.
Dafür wirkt Agnes noch sehr gelassen.
So. Zeit, 15 Minuten, läuft.
Zack.
Also ich muss sagen, wenn ich jetzt so kurz vor dem Ziel ausscheiden würde, da
wäre ich schon super traurig.
Das ist eine große Ehre für mich, muss ich wirklich sagen, dass ich jetzt hier
im Finale sein darf.
Weil ich bin ja doch bloß ein kleiner Spinner aus einem kleinen Dorf.
Aber anscheinend habe ich doch ein bisschen was drauf und das freut mich
eben.
Mein erster Boden ist gebacken und ich mache mich jetzt daran, den zweiten zu
backen.
Man muss die Zutaten ganz akribisch abwiegen, weil das ja so ein feiner Teig
ist.
Ich weiß zwar nicht genau wie viel, aber kann ja nicht schaden, ne?
Ein bisschen mehr von allem mal heute.
Ah, Agnes richtet sich also nach der Weisheit, viel hilft viel, aber...
Stimmt die eigentlich?
Ich gehe jetzt auch zum Schluss so ein bisschen auf Risiko.
Entweder geht es gut oder es geht nicht gut.
Nicht so rund läuft es anscheinend bei Julia.
Ich bin gerade so ein bisschen unsicher.
Und das ausgerechnet heute im Finale.
Woran liegt es denn?
Mich ärgert gerade, dass die Kokosflocken anders sind als bei mir zu
Hause. Die sind nämlich etwas grober und ich bin jetzt hier gerade am...
Rätsel raten, wie klein ich die malen soll. Aber ich habe jetzt beschlossen,
dass es so gut ist.
Wenn es die Jury auch so sieht.
Jetzt aber zu Sebastian.
Der Mann scheint ja überhaupt keine Probleme zu haben.
Ja, mit den Böden läuft es hervorragend. Die backen super gleichmäßig.
Haben alle dieselbe Höhe. Das freut mich natürlich, dass das mit meinen Schienen
super aufgegangen ist. Und wenn man zwei Öfen parallel backt, ist das immer ein
bisschen zeitversetzt, kommt man auch nicht in den Stress.
Kein Stress?
Das könnte sich sehr schnell ändern.
Sebastian, Julia und Agnes, ihr habt jetzt noch 60 Minuten für eure Petit
Four. Wir backen schon seit einer Stunde?
Na dann, geben wir Gas.
Es ist unfassbar, wie die Zeit vergeht. Ich habe das Gefühl, hier gelten
irgendwie andere Naturgesetze.
Wie aus dem Nichts erscheint Christian.
So Sebastian, wie sieht's aus?
Servus, gut.
Gut schaut's aus. Und was wird's genau?
Es wird so eine mit Feuchtencreme.
Und Faltchencreme machst du mit den kandierten, ne? Nein, ich werde ein
bisschen mit Rosenwasser einen kleinen Tick arbeiten. Pass mit dem Rosenwasser
auf, weil das Faltchen natürlich dann schon im Vordergrund stehen muss.
Deswegen richtig fein hacken. Da musst du dann auch den Crunch für mich jetzt
erstmal nicht drin haben, sondern wichtig ist, dass das Faltchenaroma
rauskommt. Mach ich.
Na gut, ich lasse dich mal mit deinem Plan alleine.
Danke.
Ja, bei der Füllung kommt es auf feinste Nuancen an und damit auch auf die
richtige Dosierung.
Man darf halt eben nicht zu viel Marmelade drin haben, weil es ja doch
ein recht dünner Teig ist.
Und das weicht den Teig dann sehr auf. Wenn sie zu dünn ist, die Marmelade,
dann wird der Teig zu trocken.
Was die Hobbybäcker jetzt brauchen, ist äußerste Präzision.
Und ein bisschen Improvisationstalent kann auch nicht schaden.
Oh.
Hier muss ich flicken.
Wie ging das Puzzle jetzt?
Bei Julia ist Schichtarbeit angesagt.
Ich habe jetzt zwar die Pfeilchen rein, aber wirklich bloß ein Tropfen von dem
Rosenwasser.
War ein guter Tipp, Christian.
Ja, Christian gibt gute Ratschläge.
Seine Kollegin Betty aber auch.
Agnes. Hallo Betty. Was hast du dir einfallen lassen?
Ich habe hier Schokoladenboden gemacht mit dunkler Schokolade, Kirschmarmelade.
Da kommen jetzt ein paar Nüsse drauf, die Creme, Deckel zu.
Deckel zu ist auch schön.
Ich hoffe nur, dass ich die Kanten nachher schön sauber geschnitten
bekomme. Also was ich machen würde, ist gucken, ob du noch ein Blech findest.
Das packst du oben drauf. Ja.
Dass du es einmal richtig gerade hast. Ja.
Dann einfrieren und dann wirklich schön sauber mit Minial schneiden. Ja, dann
werde ich das Blech schneiden. Aber dann hast du sie wirklich alle gleichmäßig
hoch von der Höhe her.
Eine ihrer Petit Four-Variationen will Julia mit einer Marzipanschicht krönen.
Dazu benutzt sie Marzipanrohmasse, die sie mit Puderzucker geschmeidig macht.
Diesen Trick kennt auch Agnes.
Wenn man unter das Marzipan Puderzucker mit untermischt, dann wird er so ein
bisschen elastischer und lässt sich auch besser ausrollen und reißt auch nicht.
Ein guter Tipp, den alle Finalisten natürlich kennen.
Julia rollt ihr Marzipan nach Kräften aus.
Sebastian tätschelt es und geschnitten wird es auch noch.
Na, zufrieden, Julia?
Ich habe, glaube ich, nur einen kleinen Teil, der mir so richtig gut gefällt.
Das heißt, nachher beim Zuschneiden darf ich mir nicht viele Fehler erlauben.
Agnes verziert ihre Petit Foursec mit einem Muster aus heller Schokolade und
Nougat.
Bleibt die Frage, was sie danach macht.
Ich lege da jetzt so eine Folie drüber, damit das auch wirklich schön glatt
wird.
Und stelle das jetzt so in den Froster.
So, jetzt lege ich da so eine Platte drauf.
Damit das auch wirklich... Oh, sieht das toll aus.
Boah, was kann ich für schöne Sachen machen.
Liebe Finalisten, ihr habt jetzt noch eine halbe Stunde Zeit. Noch 30 Minuten.
Kurz vorm Herzschlag stand, ne?
Eni hat gut lachen.
Derweil bereitet Julia den nächsten Schritt vor.
Ich färbe die Glasur jetzt nochmal, weil meine Petit Four ja einen
Himbeergeschmack haben.
Und dann hätte ich die Glasur ganz gerne rosa gehabt dafür.
Voila! Die Glasur hat die gewünschte Farbe. Für die optimale Optik ist aber
noch etwas anderes zu berücksichtigen.
Ich habe jetzt getestet, wie warm die Glasur ist, weil die nicht zu warm
werden darf, sonst wird sie nachher nicht schön glänzend, sondern matt.
Sebastian verziert seine Petit Four Fray mit einem Trick aus der Molekularküche.
Ich habe ein bisschen Aperol-Kaviar, ein bisschen was aus der Molekularküche. Das
ist total lustig. Da kriegst du wie so ein Kaviar, so Perlen.
Und das kommt dann oben drauf.
Der Effekt, wenn du da draufbeißt und auf einmal das aufplatzt, das ist
natürlich gigantisch.
Was ist denn das für eine Flüssigkeit?
Das ist Wasser und Calciumchlorid.
Calciumchlorid? Oh, das trinke ich besonders gerne.
Das sind so die ersten Tests.
Ah, dass du guckst, wie du es kugelig kriegst? Genau, wenn du von zu weit
oben, dann wird es tropfenförmig. Dann wird es linsen.
Ah, wie lustig.
Und wenn du es festdrückst, dann kriegst du so eine Wurst. Wie lustig.
Und wie holst du die gleich aus dem Wasser raus?
Das zeige ich dir.
Crazy. Ich nehme mal eine mit Schwanz.
Wie geil, wenn man drauf beißt, platzen die auf.
Geiler Schalz.
Mal was anderes, gell?
Julia und ihre Petit Four-Sack.
Auf den Kokos Cointreau-Biskuit schichtet sie eine Orangencreme und
entdeckt ein Problem.
Also ich hab nicht so viel Puffer, das heißt ich darf mich gleich am besten gar
nicht verschneiden.
Apropos, das akkurate Zuschneiden der Petit Four in maximal 4x4 cm große
Würfel ist eine der schwierigsten Aufgaben.
Ah, dreieinhalb, dreieinhalb, dreieinhalb, dreieinhalb, dreieinhalb.
Das ist ein Graus.
Liebe Finalisten, ihr habt jetzt noch genau fünf Minuten.
Werdet fertig. Noch fünf Minuten.
Schrecklich.
Oh, wo sind meine Pistazien?
Pistazien. So wenig Zeit und noch so viel zu tun.
Ich sollte jetzt mal besser glasieren.
Sonst habe ich ein kleines Problem.
Ein Problem hat Julia jetzt schon.
Und zwar ein gehöriges.
Keine Glasur mehr.
Scheiße.
Oh, bitte mach alle die Augen zu, die Kameras aus. Das darf keiner sehen, wie
ich hier arbeite. Ich schäme mich.
Scheiße, scheiße, scheiße, scheiße.
Ich glaube,
schöner wäre es, wenn man es taucht.
Ich weiß jetzt nicht, ob es hundertprozentig richtig ist, aber ich
habe jetzt einfach keine Zeit.
Oh, Scheiße, die muss ich neu machen.
Kackenbrick.
Es klebt, es klebt, es klebt, alles klebt.
Ach, bitte.
Es gibt bestimmt einen Abzug in der B-Note, weil davon dann nicht so perfekt
ist, aber ich habe das noch nie gemacht.
So kleine futzige Dinger und so viel Arbeit.
Ihr habt jetzt die letzten Sekunden vor euch.
10, 9, 8, noch nicht gelungen, 7, 6,
5, 4, 3, 2,
Eins und Stopp. Hände vom Gebäck.
Oh, komm her.
Ich bin jetzt so eigentlich zufrieden. Ich kann jetzt nicht meckern.
Mehr schaffe ich in zwei Stunden nicht.
Also ich bin überhaupt nicht zufrieden. Ich hoffe, dass sie irgendwie jetzt
schmecken zumindest.
Und naja, mal schauen.
Ja, ich bin fix und fertig, muss ich wirklich sagen. Also das war, glaube
ich, mit Abstand die härtesten zwei Stunden in der ganzen Staffel.
Im Finale von Das große Backen ist die erste Prüfung geschafft.
Der Verkostung haben die Kandidaten definitiv schon mal gelassener
entgegengesehen. Das Wissen, dass wir nur noch zu dritt sind, das setzt schon
so ein bisschen mehr unter Druck.
Ja, besonders großzügig werden die Juroren heute wohl eher nicht sein.
Agnes, Julia, Sebastian, eure Petit Fours sind wirklich des Finales würdig.
Und wenn Sie zu Hause jetzt denken, ach, das traue ich mir auch zu, oder
vielleicht möchten Sie einfach üben, solche kleinen Törtchen zu backen, dann
klicken Sie sich rein auf dasgroßebacken.de.
Und hier startet jetzt die erste Verkostung im Finale.
Dafür bringt ihr bitte eure Törtchen nach vorne zur Jury und los geht's mit
Sebastian.
Also Petit Four haben ja den Nachteil, sie sehen so klein aus und sie sehen so
einfach zu machen aus, aber sie sind halt ganz hohe Konditorenkunst. Hut ab
dafür, dass ihr alle auch fertig geworden seid, weil die Aufgabe hat es
wirklich in sich heute.
Vom Äußeren, ich finde es sehr schön, dass man so diese zarten, dezenten
Farben hat, weil Petit Four ja wirklich was Feines sind.
Das Einzige, was sofort allerdings ins Auge fällt, ist halt die Glasur.
Und die ist bei dir hier halt nicht ganz gleichmäßig. Ich sehe halt immer noch
den Teig. Am linken sieht man, wie exakt du tatsächlich arbeiten kannst. Das Ding
sieht aus wie mit dem Lineal gezogen. Hier unten ist ja das so ein bisschen
auseinandergefranst. Das macht das linke wesentlich ästhetischer als das rechte.
Aber jetzt, Betty, würde ich sagen, probieren wir mal.
Das mit dem Kaviar vorher schon mal gemacht?
Ein-, zweimal ausprobiert, ja.
Das mit dem Bitterorangenlikör passt perfekt zusammen. Du hast diese schöne
Bitternis, die aber gleichzeitig diese Süße so ein bisschen eindämmt.
Ich finde die Orange obendrauf auch gut gewählt, weil die Bitternis durch die
Schale auch gleichzeitig wieder auf die Süße wirkt. Zusammen mit der Pistazie
ist es für mich eine runde Kombination.
Toll abgeschmeckt.
Also da hast du wirklich mittlerweile ein richtiges Händchen für, so diesen
Kick zu finden. Ich bin aufs Weite gespannt.
Du hast ja leicht Rosenwasser eingearbeitet und hast da ja so ein
bisschen Angst gehabt, dass das zu viel davor kommt. Du hast es perfekt
abgetimt, du hast es perfekt dosiert. Es ist leicht blumig, allerdings nicht zu
viel. Das Einzige, was für mich ganz klein wenig mehr im Vordergrund stehen
könnte, noch ein bisschen mehr Fallchen.
Ansonsten dafür, dass es das Trockene sein soll, ist es sehr saftig.
Und das ist dir in dem Fall wunderbar gelungen. Also von der Optik, von der
Füllung her ist das für mich ein wunderschönes Petit Four. Dankeschön.
Zwei wunderschöne Exemplare.
Vielen Dank.
Ich sage Dankeschön, super schön.
Ich glaube, das ist mit Sicherheit gut angekommen, auch die Deko, der Aperol
-Karriere. Und für mein Bauchgefühl war es einfach die richtige Entscheidung,
einmal ein bisschen was außerhalb der Norm zu machen.
Julia, du bist an der Reihe.
Also was halt auffällt, ich habe dich jetzt in den letzten Wochen so
kennengelernt, du bist so das Feine.
Der feine Geschmack, die feine Dekoration.
Nicht grell, nicht bunt, sondern wirklich dezent.
Und wenn ich mir die Petit Four angucke, dann frage ich mich gerade, hast du die
gemacht?
Der Feinschliff sieht halt momentan so ein bisschen aus, als wenn man irgendwie
so einen Kokoskuchen einfach vom Blech genommen hat.
Würfel rausgeschnitten hat. Da fehlt mir so das Feine.
Bei der anderen Variante, man sieht hier schön die Schichten.
Es ist so fast gleichmäßig überzogen.
Die Glasur scheint mir schön dünn zu sein und auch der Glanz ist da.
Ja, in der Tat. Also das Linke sieht für mich natürlich auch aus wie ein Petit
Four. Ich freue mich auf die Kombination. Ist ja eher so ein
Klassiker der französischen Patisserie, also Himbeeren mit Rosenwasser zu
kombinieren. Von daher bin ich da wirklich mal gespannt, ob das an die
Franzosen auch ranreicht. Die rechte Seite ist wirklich ein bisschen, du
weißt es wahrscheinlich selbst.
Ich hoffe, das, was in der Optik verloren gegangen ist, haust du gleich
mit Geschmack dann wieder raus.
Ich hoffe auch.
Das ist der Kokos, an dem isst man ein bisschen länger.
Da hat Betty vollkommen recht. Also das ist definitiv denen nicht ganz gelungen.
Das heißt, dieser rohe Kokos oder diese Raspeln, die müssen in irgendeiner Art
und Weise auch mit eingebunden werden, sonst kaust du und kaust und kaust. Das
ist natürlich auf Dauer sehr unangenehm beim Essen.
An sich von der Kombination, ich habe zwar was leicht Fruchtiges, aber nicht
genug. Du hast eigentlich nur permanent Kokos, aber mit einem Petit Four hat das
so geschmacklich noch nicht so wirklich viel zu tun.
Kommen wir zu den anderen Varianten.
Also was mir bei denen sehr gefällt, ich habe jetzt wirklich das Saftige, ich
habe die einzelnen Schichten.
Ja, also das ist das, was ich in Frankreich kenne. Das ist das, was für
mich 100 Punkte ergibt.
Du hast die Säure der Himbeeren, du hast dezent Rosenwasser, die Glasur ist
perfekt. Das ist für mich ein Petit Four, so wie ich es mir vorgestellt
habe. Dankeschön.
Mein Kokosnuss-Petit Four war ja gefühlt ein Totalausfall, also auch von der
Kritik. Das Himbeer-Petit Four war gut.
Wenn sich das irgendwie aufregt, bin ich immer noch bei 50 Prozent.
Und noch einmal Petit Four von Agnes.
Die Glasur und die kleinen Pfützchen, die kann man hier natürlich sehr schön
sehen. Da ist es halt runtergelaufen. Du hast sie recht dünn gemacht, die Glasur.
so dass ich halt auch die Schichten durch die Glasur noch sehen kann.
Aber sie hat auch noch den Glanz. Also auch da stimmt das Temperieren.
Bei den dunklen Varianten, also bei deinen Schokovarianten, hätte ich mir
ein bisschen mehr Sauberkeit bei der Schichtung gewünscht. Das ist
wahrscheinlich, weil das mit Nougat ist und einem Schokoladenkern.
Es war einfach nicht kalt genug.
An welcher Stelle befindet sich der Nougat?
In der Mitte? Der Nougat ist ganz oben und die flüssige Schokolade ist...
In der Mitte, irgendwo da in der Mitte.
Vom Prinzip her, wenn du es umgedreht hättest, den schnittfesten Kern nach
unten und die soften Sachen nach oben, dann hättest du beim Schneiden natürlich
nachher bei der Zeit, die wir euch vorgegeben haben, auch nicht die
Probleme gehabt.
Hell, dunkel, wo fangen wir an?
Oh, wie du magst.
Dann würde ich sagen hell.
Die sind herrlich frisch.
Also die Kombination gefällt mir hervorragend vom Geschmack her.
Auch da kann ich mich nur anschließen. Auch der Wumms ist da.
Also Alkohol ist da. Kann man aber auch machen. Bei Orange ist es gar nicht so
untypisch. Man schmeckt schön raus. Es ist allerdings nicht so, als wenn du
einen kurzen trinkst, sondern es passt einfach von der Aromatik her. Also
geschmacklich alles richtig gemacht.
Dankeschön.
Da ist noch was geröstetes drin.
Ja genau, da sind noch karamellisierte Mandeln und Pistazien und Pinienkerne.
Man schmeckt diesen Röstgrad daraus.
Wäre ja nicht so typisch gewesen, aber finde ich sehr interessant.
Und jetzt vor allen Dingen, es wird langsam warm im Gaumen. Auch hier bei
den Chili, so schön dosiert. Die Konsistenz, wie gesagt, finde ich sehr
interessant. Es ist super soft, also du würdest das niemals erwarten, dass das
jetzt ein Nougat ist mit Schokolade zusammen.
Das finde ich sehr, sehr gelungen. Vom Geschmacklichen her eine tolle
Kombination. Von der Optik her verbesserungswürdig. Wir sind hier im
Finale.
Vielen Dank. Danke.
Ich glaube schon, dass die zwei sehr streng sind. Aber das Gute war, dass wir
vielleicht nicht alle so hundertprozentig sauber gearbeitet
haben. Von daher lasse ich mich erstmal wirklich überraschen, was jetzt gleich
in der nächsten Prüfung passieren wird.
Und dann kann man sich wirklich Gedanken machen, ob man nach Hause fährt oder
noch weiter backen darf.
Genau. Noch ist nichts entschieden.
Liebe Kandidaten, das war die erste Aufgabe. Bei wem es jetzt nicht so gut
gelaufen ist, nicht gleich die Flinte ins Korn werfen. Und bei wem es
vielleicht besser lief, noch nicht entspannt zurücklehnen.
Bis zur Entscheidung ist es noch ein kleiner Weg. Es ist noch nichts gewonnen
und nichts verloren.
Es folgt Aufgabe Nummer zwei, die technische Prüfung.
Für die Finalisten die Gelegenheit, die gute Leistung von eben zu bestätigen
oder noch einmal Boden gut zu machen.
Definitiv werde ich nochmal alles geben müssen. Die Sachen, die schief liefen,
werde ich jetzt vergessen und mir Mühe geben und hoffen, dass ich damit die
Kurve nochmal kriege.
Egal was kommt, ich nehme die Herausforderung an und dann sehen wir,
ob es klappt oder ob es nicht klappt.
Ich habe mir vorgenommen, keine Fehler zu machen, strukturiert zu arbeiten und
dass ich auch wirklich die Hochzeitsdorte backen darf.
Wir haben ein Rezept rausgesucht, in diesem Fall von Christian, was ihr
sauber und präzise nachbacken sollt. Um was es sich handelt, könnt ihr
vielleicht anhand der Zutaten schon erkennen.
Bitte deckt diese jetzt auf.
Oh, Hefe.
Hallo.
Keine Ahnung, was das wird.
Stachelbeeren. Ein Lastglas.
Das verstehe ich überhaupt nicht, was wir mit dem leeren Glas sollen.
Gelierzucker.
Wir müssen eine Marmelade machen.
Ich habe schon mal in den Kühlschrank geschaut, ob da noch irgendwas drin ist.
Ganz viel Butter.
Plunderteig. Nee.
Doch. Ich muss schon zugeben, es ist ein bisschen lustig, euch beim Rätselraten
zuzuschauen, aber ich möchte eure Geduld ja nicht überstrapazieren. Deshalb, ihr
dürft das Rezept jetzt umdrehen.
Plunder-Teig, Hallöchen.
Croissant, oh weia.
Ich habe noch nie Croissants gemacht. Ihr?
Ich auch nicht.
Also, machen wir Croissants.
Geht's los.
Ihr habt's gelesen, wir widmen uns dem Lieblingsfrühstücksgebäck der Franzosen,
dem Croissant.
Das ist für uns die Möglichkeit, euch nochmal zu testen, wie es denn in Sachen
Teigzubereitung bei euch bestellt ist.
Wir wollen von euch einen Plunderteig haben. Das ist ein Hefeteig, in den eine
Ziehbutter eingearbeitet werden muss.
Dafür sind mehrere Arbeitsschritte notwendig, die sogenannten Touren. Seid
bitte sorgfältig und zielstrebig. Denn am fertig gebackenen Croissant können
wir nachher relativ schnell und einfach sehen, ob irgendetwas schiefgelaufen ist
bei der Herstellung eures Teiges.
Wir möchten, dass jeder von euch drei Croissants backt, die unbedingt gleich
groß sind.
Und da Croissants noch leckerer sind, wenn man sie mit Konfitüre isst,
bereitet ihr bitte noch eine Stachelbeerkonfitüre mit Vanille und
Zimt zu.
Ihr habt die Jury gehört, vorerst zum letzten Mal, denn natürlich wird die
technische Prüfung wie immer blind verkostet und ihr beiden dürft jetzt das
Zelt verlassen.
Und wir sind jetzt unter uns.
Geht nochmal in euch drei Croissants, eine Konfitüre und ihr habt dafür zwei
Stunden Zeit.
Viel Glück auf die Plätzchen.
Fertig. Packt.
Die ersten Arbeitsschritte zum Kühlschrank eilen, Butter holen, Butter
bearbeiten und sich nochmal den ein oder anderen Gedanken über die Aufgabe
machen.
Die Schüle, die wollen es wirklich wissen.
Also mit Croissant hätte ich überhaupt nicht gerechnet.
Aber es ist eine coole Aufgabe, muss man wirklich sagen. Also habe ich noch nie
gemacht und bin echt gespannt, wie die werden.
Unsere Kandidaten müssen jetzt unter Beweis stellen, dass sie handwerklich
hervorragend arbeiten können, aber auch das nötige Fingerspitzengefühl besitzen,
um sauber abzuliefern. Denn es geht um Plunderteig, bei dem man wirklich nach
System und vor allen Dingen nach Plan arbeiten muss.
Ich habe am Anfang eine Butterplatte. Darunter liegt der Hefeteig und der muss
dann eingefaltet werden wie bei einem Briefumschlag. Das Ganze wird dann immer
wieder multipliziert, sodass am Ende eine schöne Blätterung entsteht.
Nach System und nach Plan arbeiten, das bedeutet in diesem Fall zunächst die
Butterplatte herzustellen und erst danach den Teig zuzubereiten.
Agnes scheint das System bereits verinnerlicht zu haben.
Der erste Schritt ist jetzt die Butter mit dem Mehl vermengen, kühl stellen.
Und dann nachher in den Teig einarbeiten.
Die Butterplatte sollte von Anfang an die richtigen Maße haben.
Diese Größe, aber auch die Konsistenz geben Julia Rätsel auf.
Ich weiß jetzt nicht, welche Form der genau haben soll. Und ich weiß auch
nicht, ob es richtig ist, dass da jetzt noch einzelne Butterstückchen drin sind.
Aber ich wollte den jetzt auch nicht zu lange söhren, damit er nicht zu weich
wird.
Ist die Butterplatte fertig, geht es mit ihr in Richtung Kühlschrank.
Dann folgt Arbeitsschritt 2.
So, jetzt mache ich den Teig.
40 Gramm Hefe?
Okay.
Ich werde jetzt die Hefe vorher, wie ich das bislang eigentlich immer gemacht
habe, in ein bisschen warmem Wasser auflösen, damit ich keine Hefeklümpchen
im Teig habe.
Sobald alle Zutaten beisammen sind, muss die Masse zu einem Teig geknetet werden.
Das scheint gar nicht mal so einfach zu sein.
Ich glaube, das ist ein Zeichen.
Ich glaube, der möchte von mir geknetet werden.
Mein Opa sagt immer, Hefeteig muss man mit der Hand machen, weil man da am
besten das Gefühl hat, wie der Teig werden soll oder wie der Teig wird.
Und wenn mein Opa das sagt, dann mache ich das.
Recht so.
Auf Opa ist bestimmt Verlass.
Als nächstes empfiehlt es sich, den Teig auszurollen und noch mal ins Rezept zu
gucken.
Da steht drin, man soll den Teig von Mehl befreien. Dann wird die Ziehbutter
da reingelegt und dann wird das komplett eingeschlagen.
Und dann geht es ab in die Kühlung.
Sebastian hat's gesagt, Agnes lässt den Worten Taten folgen.
So, jetzt wird hier Baukasten gemacht.
Passt doch.
Ich achte jetzt darauf, dass ich den Teig relativ gleichmäßig dick um die
Butter wickel und dass ich keine Löcher offen lasse, wo die Butter dann
entweichen kann.
Dann muss das jetzt getourt werden, wenn ich das Rezept richtig gelesen habe.
Aber ich habe irgendwie kein gutes Gefühl, weil der Teig noch relativ weich
ist und die Butter noch relativ hart. Deswegen glaube ich nicht, dass das gut
gehen würde, wenn ich das jetzt mache.
Agnes, hast du das gleich getut oder nochmal kalt gestellt?
Nee, kalt gestellt.
Also entweder ich habe dir einen Schritt einfach überlesen oder... Ich habe keine
Ahnung.
Und wie läuft's?
Ja, so mäßig würde ich sagen vom Gefühl.
Oh Gott!
Sag sowas nicht.
Ich habe es irgendwie nicht so mit diesem. Der ist ein bisschen weich, ne?
Ja, der ist sehr weich. Du musst den jetzt schön gleich kühl stellen.
Ich weiß auch nicht, ob ich den Butterblock da drin nicht ein bisschen
zu dick habe.
Am besten ist immer, wenn man erahnen kann, wo sie ist, aber man sie noch
nicht sieht.
Ja.
Aber jetzt kannst du ja kühlen und dann gleich mit der Konfitüre anfangen, oder?
Ja.
Guter Plan.
Agnes steckt schon mitten in den Vorbereitungen.
Ich haue das jetzt alles in den Mixer rein, mache das erstmal klein und werde
das dann im Nachhinein erst kochen.
Ich wiege mir jetzt meine Zutaten für das Stachelbeerkombott ab und das koche
ich nebenbei, weil das braucht ja auch ein bisschen, bis das auskühlt.
Da nutzt man das jetzt jede Minute.
Von den drei Finalisten verlangen Betty und Christian die klassische Marmelade.
Die wird mit Gelierzucker aufgekocht und so dann in Gläser abgefüllt.
Jetzt kommt die erste Tour.
Dafür rollen die Kandidaten den Teig aus und falten ihn, wie im Rezept
vorgeschrieben, übereinander.
Entscheidend ist, dass der Teig nicht reißt und keine Butter rauskommt. Julia
kann's kaum glauben.
Das fühlt sich so falsch an.
Ja, es mag ungewohnt sein, ist aber richtig.
Nach der ersten Tour kehrt der Teig zurück in den Kühlschrank für exakt 20
Minuten. Das muss man aushalten können und danach fleißig weiterarbeiten.
Ich mache jetzt die nächste Tour von meinem Teig.
Drei soll man ja machen, das wird jetzt die zweite.
Der wird jetzt wieder dünn ausgerollt, dann wieder eingeschlagen.
Also da wird immer Mehlteig und Butterteig ineinander geschlagen und bei
jedem Einschlag werden die Schichten erhöht. Und das ergibt dann später den
feinen Blättercharakter. Und erst so wird das Backwerk zu einem richtigen
Croissant. Wenn hier Fehler passieren, sind sie später sofort erkennbar.
Wow! Hallo!
Und? Keine Zeitansage, du kannst noch rollen, aber du fängst an zu schwitzen,
sehe ich gerade. Ja, ich war gerade über dem Wasserdampf mit der Konfitüre. Ah,
was macht deine Konfitüre?
Die ist fertig.
Aber ich weiß jetzt nicht, wie das hier mit diesem Flunder gedöhnt ist.
Aber ich finde, das sieht ganz gut aus.
Und jetzt klappst du die andere Seite noch rüber, ne?
Packst du dann nochmal in die Kühlung?
Ja, da muss insgesamt dreimal in die Kühlung.
Immer dieses Kühlen und Tourieren.
Eine Menge Zeit frisst das.
Agnes, Sebastian und Julia, ihr habt jetzt noch 60 Minuten.
Nur noch eine Stunde.
Was?
Der Fragaski.
Eine Stunde, 20 Minuten noch rein und keine Ahnung, wie lange das jetzt noch
backt. Sieht gar nicht gut aus.
Die Butter ist zu fest da drin und der Teig ist zu weich und deswegen sehe ich
hier schon fast die Butter.
Und das, wo Julia doch schon angezählt ist.
Dass die amtierende Bäckerin der Woche ein Problem hat, bleibt den anderen
nicht verborgen.
So langsam sollte ihr etwas einfallen.
Eni, ich brauch einen Tipp.
Ja? Oh Gott, ich bin ganz schlecht in so Tipps. Pass auf, ich hab den jetzt
zweimal getourt und jetzt kommt die dritte. Und der ist von der Konsistenz
schon so fest, also die Butter, wenn du mal anfasst, ist richtig hart.
Stimmt. Dass ich mich frage, ob ich nicht ohne Kühlung eine dritte Tour
wagen soll.
Ich würde es, glaube ich, machen, weil die Butter wird jetzt im Kühlschrank
nicht wärmer und der Teig wird, glaube ich, nicht kälter. Ich glaube, dass du
die Butter abgibst, reicht am Teig. Also ich finde, der ist kalt. Also für meine
Begriffe würde ich nicht ausrollen, weil dann kommt es raus.
Ich würde für meine Begriffe den jetzt auch nochmal touren.
Julia lässt ihren Bauch entscheiden.
Die anderen Kandidaten hingegen haben den Teig vor der dritten Tour nochmal
gekühlt.
Läuft's denn?
Sagen wir mal so, ich bin auf Touren, ja.
Das wird jetzt die dritte und letzte Tour. Dann geht er noch mal in die
Kühlung und dann wird er ausgerollt.
Und dann schauen wir mal, ob wir da Croissants rausbringen.
Auch Agnes hat bereits die dritte Tour gemacht und fühlt sich nicht ganz wohl
in ihrer Haut.
Ein bisschen habe ich Angst, dass das hier irgendwie total was
Fettingen wird.
Augen zu und durch.
Ich werde auf jeden Fall mehr Croissants machen, in der Hoffnung, dass drei davon
schön werden.
Das ist schon mal nicht schön.
Während Agnes schon ihre Croissants formt, übt Sebastian das Ganze mit einem
Stück Backpapier.
Sicher ist sicher.
Und Agnes?
Scheiße.
Das Ei ist, glaube ich, für die Bräune.
Damit die schön braun und glänzen.
Biete, biete, werdet was.
Ich bin wirklich sehr gespannt, was da jetzt in dem Backofen passiert.
Ich weiß nicht, was ich für ein Gefühl habe.
Mal gucken.
Niemals zuvor hat ein Mann hier im Zelt Teig akkurater geschnitten. Nicht ganz
so erfolgversprechend die Croissant-Hypnose.
Ich denke mal, ich knutsche nochmal die Kuscheltiere von meinen Kindern.
Die zwei hier, die setze ich jetzt davor und
die passen jetzt darauf auf.
Liebe Finalisten, es riecht schon gar köstlich. Und ich hätte gerne endlich
ein Croissant. Ihr habt jetzt noch eine halbe Stunde.
Eine halbe Stunde.
Das ist so viel Teig.
Wieso ist es so viel Teig?
Es ist extrem wenig Zeit. Ich muss jetzt schauen, dass ich ganz, ganz schnell ein
paar von den Dingern hier in den Ofen bekomme.
Sonst habe ich gleich ganz schöne Probleme.
Das kann man so sagen. Die Backzeit von Croissants beträgt nämlich stolze 20
Minuten.
Herumgesprochen hat sich das noch nicht.
Oh weia, ich bin echt mal gespannt, wie lange die backen.
Im Moment sehen sie nur fettig aus.
Einfach nur fettig.
Unsere Kandidaten bekommen keine Backzeit angegeben. Das heißt, sie
müssen mit Fingerspitzengefühl und Augenmaß selber entscheiden, ob das
Croissant fertig gebacken ist oder ob es noch ein paar Minuten braucht, um die
perfekte Bräunung zu kriegen.
Bislang können sich jedoch nur Agnes Croissants bräunen.
Sebastian scheint den Ernst der Lage erkannt zu haben und pinselt um sein
Leben.
Die Dinger sind im Ofen.
Ich kann nichts mehr machen.
Entweder es klappt und der Teig war gut oder die Dinger fallen zusammen oder die
Würfel sind gefallen. Werden wir schauen.
Und endlich wird auch Julia fertig.
Zufrieden ist sie aber nicht.
Der eine ist zu groß.
Scheiße.
Ich muss die jetzt zudecken, damit wir nicht noch dunkler werden. Boah, das ist
ja voll die Matschepampe hier.
Ob das die richtige Entscheidung ist?
Die Kandidaten durchleben heikle Momente. Da kann etwas Seelmassage nicht
schaden.
Mein Sohn hat mir ein Bild gemalt.
Und wenn ich jetzt diese Prüfung überstanden habe, dann werde ich das auf
jeden Fall aufhängen.
Immerhin, Agnes kann noch lachen.
Julia und Sebastian hingegen wirken immer verzweifelter.
Der richtige Zeitpunkt, die Croissants aus dem Ofen zu holen, will einfach
nicht kommen.
Wenn sie ihn überhaupt erkennen.
Sebastian, Julia und Agnes, die letzten Handgriffe sollten sitzen, denn ihr habt
jetzt nur noch zwei Minuten.
Noch zwei Minuten.
Ach du Scheiß, noch zwei Minuten.
Von der Farbe her würde es mir schon gefallen, aber ich glaube, die zwei
Minuten kriege ich noch von mir, weil ich keine Ahnung habe, woran man das
erkennt, ob die innen schon durch sind.
Hast du die schon rausgenommen?
Ich habe einen, den wollte ich mal anheben, war innen noch komplett roh.
Wie lange hast du den denn drin schon?
Keine Ahnung. Aber du hast es doch schon 10 Minuten länger drin wie wir, oder?
Ja, also wenn ihre noch so sind und sie hat sie schon 10 Minuten länger drin als
wir, dann haben wir beide ein ordentliches Problem.
Das kann aber auch sein, dass ich es einfach zu dick ausbereut habe. Ich weiß
es nicht.
Komm schon, komm schon, komm schon.
Sei brav.
Das ist mega die besondere Situation für mich, weil ich weiß, dass meine
Pettifuhr so mäßig waren.
Deshalb würde ich mich sehr darüber freuen, wenn diese kleinen Schätzchen
hier, darf man das sagen, wenn sie mir den Arsch drücken.
Viel Zeit dafür haben sie nicht mehr.
Endspurt.
Gleich ist Schluss. Die letzten Sekunden brechen an.
Zehn, neun, acht.
Scheiße, Scheiße, Scheiße. 7, 6,
5, 4, 3,
2,
1 und Schluss. Hände vom Gebäck.
Das war die letzte technische Prüfung.
Technische Prüfung 2016 an den Haken setzen.
Was für eine Erleichterung. Ob diese aber von Dauer ist?
Bringt jetzt eure Croissants bitte nach vorne auf den Tisch und stellt sie
hinter euer Foto.
Keiner von uns hat bestimmt einmal so eine Croissant gemacht.
Und von dem her war das alles total ungewiss, wie das läuft und was da
rauskommt.
Also es ist mein persönliches Highlight, dass ich jetzt da, trotz meines Chaos
vorher mit dem Petit Four, dass ich da drei Croissants stehen habe, das freut
mich einfach.
Ich bin sehr aufgeregt. Also ich kann es kaum abwarten, bis die Jury uns dann
gleich die Entscheidung mitteilt.
Ja, ist Achterbahn der Gefühle.
Bevor die Jury die Entscheidung mitteilt, muss sie die Croissants
allerdings erst einmal verkosten.
Da sitzen die Kandidaten nun und wissen, sie haben ihr Bestes gegeben.
Doch war das genug?
Der Duft frischgebackener Croissants weht durch den Schlossgarten. Und ich
weiß, die Jury ist schon ganz scharf auf die Verkostung eures Gebäcks. Und hier
ist sie zurück, Betty und Christian.
Christian, alles, was du da zufrieden hast?
Ich würde sagen, ich bekomme schon Lust zum Frühstücken, ja.
Das sieht doch schon mal ganz gut aus. Wollen wir mal rechts anfangen?
Von der Optik ist es hier wunderschön gebräunt und man sieht hier auch genau,
wo es aufgegangen ist, da ist es deutlich heller. Von der Größe her sind
sie auch fast identisch.
Es fehlt noch so ein bisschen dieser Sichelform, dass es noch so einen Tick
für mich mehr gebogen wäre.
Ja, in der Tat auch für mich halt natürlich die gleichmäßige Farbe. Das
heißt, du hast vorne wie hinten und oben drauf denselben Farbton.
Hier vorne sieht der Teig so ein ganz klein wenig aufgeplatzt aus.
Ich würde es jetzt gerne probieren.
Habt ihr euch ein bisschen gewundert mit der Butter? Das ist halt dieses
französische Croissant, hat halt natürlich einen höheren Fettanteil. Das
heißt, die Platte, die ich dann auf diesen Hefeteig ausrolle, ist ein
bisschen größer als das, was man von Deutschem kennt. Und dadurch habe ich
natürlich auch eine höhere Fettentwicklung. Es ist grundsätzlich
saftiger von innen.
Genau, das sieht man jetzt hier dran. Also jetzt keine Angst haben, das ist
schon komplett durchgebacken.
Also es ist auf jeden Fall schön durchgebacken. Auch von außen habe ich
diese leichte Textur des durchgebackenen Teiges. Das heißt, dort habe ich
natürlich auch meinen Crunch.
Von innen drin ist es schön saftig. Das ist aber auch die Vorgabe gewesen von
mir bei dem Rezept. Das will ich genauso haben.
Und von daher ist vom Backen her eigentlich alles richtig.
Kommt noch die geforderte Konfitüre dazu.
Schön abgeschmeckt.
Passt hervorragend zusammen und auch die Konsistenz der Konfitüre finde ich
schön. Ich persönlich mag es gerne, wenn ich jetzt auch nicht zu viel Frucht drin
habe. Also von daher ist das genauso ein perfekter Grad.
Ja, würde ich auch sagen. Schön gemixt, genau den richtigen Zeitpunkt abgepasst.
Zum Croissant passt das perfekt.
Etwas kleinere Exemplare und auch nicht so ganz gleichmäßig groß.
Ihr könnt es sehr schön sehen.
Es ist schon deutlich ein Unterschied zu sehen und es sollte gleich groß sein,
drei Stück.
Die Farbe für mich auch wieder schön getroffen. Ich habe eine schöne Bräunung
und ich kann hier auch wieder schön die Blätterung sehen.
Das in der Mitte ist für mich der absolute Prototyp.
Genauso sollte es aussehen. Ich habe diese leichte Form, die ich genau haben
will, diese Sichel. Ich habe hier oben drauf einen richtig schönen Glanz. Alles
ist glatt gearbeitet. Man sieht auch in der Herstellung des Teiges ist alles
richtig gelaufen.
Du darfst dir eins aussuchen.
Auch hier könnt ihr wieder schön sehen, es ist schön aufgerollt. Ich habe die
Blätterung hier außen, fällt schön die Blätterung ab. Also von daher ist da
auch schon alles richtig.
Geschmacklich einwandfrei. Für mich hätten die Früchte einen Tick kleiner
sein können, aber das ist eine persönliche Sache.
Ich mag da lieber so den Aufstrich-Effekt.
Mal abgesehen davon, dass es nicht dreimal dieselbe Größe ist, muss ich
sagen, gefällt mir der Teig sehr gut.
Es ist auch richtig schön ausgebacken. Das heißt, ich habe nichts Rohes mehr
drin. In sich eine stimmige Kombination.
Ja, die letzten Exemplare.
Wieder ein anderes Backbild. Von der Größe sehen sie fast identisch aus.
Allerdings sind sie relativ klein.
Von der Färbung her ist es auch...
Goldgelb gebacken, aber ich denke, ein Tick mehr wäre schöner gewesen.
Wichtig ist halt einfach, dass man von außen richtig schön Grosse und
Röschekruste hat. Es darf nicht hell gebacken sein.
Und vor allen Dingen ist es auch in Frankreich klassisch, dass es richtig
Farbe von außen hat.
Also gerade hier fällt es auf. Man sieht die Blätterung, aber sie konnte noch
nicht so richtig hochkommen. Also sie ist hier relativ kompakt. Sie ist da,
aber sie ist halt noch nicht so dies, wo man wirklich erwartet, das fällt mir
gleich auseinander.
Von der Form her auch relativ gerade.
Es ist jetzt nicht wirklich diese Sichel, aber es ist auch schwierig, wenn
ich so klein arbeite.
Der Teig ist durchgebacken. Also auch da vom Zeitfaktor her, wie lange ich es im
Ofen lasse.
auch die richtige Zeit gewählt. Ich hätte noch ein bisschen mehr Farbe
gegeben. Also das heißt jetzt nicht trockener gebacken, sondern einfach nur
vielleicht die Hitze noch ein ganz klein wenig zum Ende hin hochgezogen, wenn ich
weiß, mein Gebäck ist fertig.
An der Form hätte ich auf jeden Fall noch ein bisschen was gearbeitet zur
Konfitüre. Mir gefällt sie gut. Sie hat eine schöne Zitrusnote.
Ich mag auch die Konsistenz. Das heißt in dem Fall schön auch abgeschmeckt für
mich. Belehr mich eines Besseren. Aber ich habe das Gefühl, sind so ein
bisschen kompakt. Da hätte mehr Blätterung noch stattfinden können. Ihr
macht es uns wahrlich nicht leicht.
Bei der Verkostung hätte ich jetzt gern mit euch getauscht, allerdings nicht
beim nächsten Part.
Betty und Christian müssen nämlich jetzt zwei schwere Entscheidungen treffen. Die
eine, welches war das beste Croissant?
Aber die zweite, und ich glaube, die wird euch wirklich schwerfallen, ist
natürlich, von wem müssen wir uns verabschieden? Und welche zwei von euch
dreien kommen ins große Finale?
Ich bitte euch noch kurz um Geduld und ihr dürft euch kurz zur Beratung
zurückziehen.
Ob die Finalkandidaten von das große Backen ahnen, was die Stunde geschlagen
hat? Ich kann mich ehrlich gesagt überhaupt nicht einschätzen, wo ich
liege, weil jeder ja unterschiedliche Bewertungen gekriegt hat. Der eine hat
ein bisschen bessere gekriegt, der andere ein bisschen schlechtere. Und ich
kann es echt nicht sagen. Das ist total schwierig, bei drei Leuten sich
einzuschätzen.
Es wäre auf jeden Fall schade, abweisen zu müssen, kurz vorm Ziel. Das ist so.
Und trotzdem wäre der dritte Platz für mich...
Ein solider Trost, sage ich mal.
Die Entscheidung scheint tatsächlich nicht leicht zu fallen.
Im Endeffekt weiß man es nie, was möchte die Jury von einem haben.
Mal ist es zu hell, mal ist es zu dunkel, dann ist es zu weich, dann ist
es zu fest.
Ja, das ist so eine Sache, da muss man jetzt mit leben.
Und dann hat die Warterei doch noch ein Ende.
Betty und Christian, vor euch sitzen drei angespannte Hobbybäcker, die jetzt
natürlich wissen wollen, ob sie sich noch Hoffnung auf den Gesamtsieg machen
können. Teilt uns doch bitte mit, welches Croissant es auf welchem Platz
geschafft hat.
Vorweg wollten wir beide sagen, es sind alles drei gelungene Exemplare. Ja,
kommen wir zum dritten Platz.
Den gibt es nicht.
sondern wir haben zwei zweite Plätze, weil es einfach minimale Abweichungen
waren zu dem, wie wir es uns perfekt vorstellen.
Der erste zweite Platz ist hier.
Agnes, die Croissants hätten noch so ein bisschen mehr gehen müssen und die
Backzeit hätte auch noch ein bisschen länger sein dürfen.
Der andere zweite Platz ist hier drüben.
Sebastian, deine Croissants hätten ein bisschen weniger gehen müssen.
Und die Sichel hätte auch noch schöner ausgeformt sein können. Alles klar.
Ja, das Schöne ist, dass ihr jetzt nur noch drei seid.
Und weil ihr drei seid und rechts und links zwei Zweite, muss ich mich Gott
sei Dank keinen Zentimeter bewegen, um den ersten Platz zu signalisieren. Der
steht nämlich direkt vor mir.
Herzlichen Glückwunsch, Julia. Drei wunderschöne Exemplare. Beim nächsten
Mal ein bisschen exakter. Aber damit musst du dich, glaube ich, in Frankreich
nun gar nicht mehr verstecken.
Dankeschön.
Ich habe jetzt zwar den ersten Platz, was ich total cool finde, aber ich weiß
halt nicht, wie die Jury das bewertet, dass meine ein Petit Four ja wirklich
nichts waren.
Dadurch, dass die Julia jetzt auf dem ersten Platz steht, wenn jetzt jemand
gehen muss, dann werde ich das sein.
Das ist jetzt eine totale Überraschungskiste, was jetzt dann los
ist.
Bei dem Ergebnis der technischen Prüfung.
Sind wir jetzt wirklich gespannt, wer in das große Finale einziehen wird?
Unser erster Finalist hat uns mit seinem Petit Four vollends überzeugt, sowohl
geschmacklich als auch von der Präsentation.
Auch die Croissants waren mit minimalen Abstrichen zu unserer vollen
Zufriedenheit.
Der erste von euch, der ins große Finale einzieht, ist...
Agnes!
Oh mein Gott!
Es ist wirklich ein ganz tolles Gefühl, jetzt die letzte Torte backen zu dürfen.
Ich werde versuchen, die Jury nochmal zu überzeugen.
Sebastian und Julia, ihr habt es uns wirklich schwer gemacht.
Julia, deine Croissants waren fast perfekt.
Allerdings bei deinen Pettifors hast du nicht das abgeliefert, was wir von dir
gewohnt sind. Und nur eins deiner Pettifors hat tatsächlich den Namen
Pettifor auch wirklich verdient.
Sebastian, du hast in beiden Aufgaben eine grundsolide Arbeit abgeliefert.
Aber auch nicht mehr.
Die Entscheidung, wen wir noch mit in das große Finale nehmen, ist uns nicht
leicht gefallen.
Dennoch mussten wir eine Entscheidung fällen.
Mit ins große Finale nehmen wir euch
beide.
Ja, spinnt der Beppi. Das hätte ich auch in 100 Jahren nicht geglaubt. Ich sehe,
die Freude ist groß.
Vollkommen zu Recht.
Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen und es wäre einfach dem anderen gegenüber nicht
fair gewesen.
Deswegen mussten wir uns und haben uns natürlich mit Freuden für euch beide
entschieden. Vielen Dank.
Ich freue mich super, super, dass wir beide weiter sind. Also ich finde es
total cool, dass wir zu dritt backen dürfen. Ich finde es cool. Ich freue
mich total drauf.
Das nennt man dann wohl Happy End.
Nach einer kurzen Nacht folgt der Tag des großen Finales. Er bringt die
Entscheidung, wer Deutschlands bester Hobbybäcker wird.
Meine Konkurrenz ist sehr stark. War es von Anfang an, aber wer die Nerven hält
und sich konzentriert, der glaube ich macht das Ding.
Es wäre einfach mega überwältigend, wenn man es tatsächlich schafft, wenn man das
Backbuch in den Händen hält.
Ich werde einfach Gas geben.
Der allerletzte Tag im Backzelt. Zehn Kandidaten wollten ihn erreichen und ihr
drei habt es geschafft.
Und ihr dürft heute zur alles entscheidenden Prüfung antreten.
Julia, Agnes, Sebastian.
Ich hoffe, ihr habt trotz all der Anspannung gut geschlafen.
Und ich kann total verstehen, dass ihr jetzt nervös seid.
Vielleicht hilft euch ja der Gedanke, dass ein paar liebe Menschen, Freunde,
Kollegen, Verwandte in Gedanken bei euch sind, euch die Daumen drücken.
Und einige von ihnen haben euch noch was Dringendes mitzuteilen.
Eins, zwei, drei.
Agnes, mach sie alle unter den Tisch.
Du schaffst das.
Lieber Sebastian, wir haben dich schon seit Wochen im Karate Training vermisst.
Du weißt, wir stehen jederzeit hinter dir. Aber jetzt ist es soweit. Mit
deiner Kampfkraft hol das Ding nach Hause.
Geil!
Cool.
Also Sebastian, du hast es ja schon wirklich sehr weit gebracht.
Wir denken auch ganz fest, wir sind so stolz auf dich, du schaffst es auch noch
bis zum Sieg. Und damit das auch so ist, halten wir da alle ganz fest die Daumen
und sagen Toll, Toll, Toll!
Hallo Julia.
Hallo Schwesterherz.
Jetzt bist du schon so lange weg und hast es soweit geschafft. Wir freuen uns
richtig für dich, dass du jetzt im Finale stehst. Wir wünschen dir jetzt
noch viel Erfolg fürs Finale und dass du die letzte Hürde jetzt meisterst und als
Siegerin wieder zu uns zurückkehrst.
Ich bin mega stolz auf dich, dass du es soweit geschafft hast.
Ich wünsche einfach mega viel Spaß jetzt, dass du im Finale stehst. Richtig
cool. Gib einfach alles.
Auch von uns alles, alles Gute fürs Finale.
Viel Erfolg!
Julia, du schaffst das!
Jetzt kann ich nicht mehr backen.
Jetzt aber zurück in den Wettkampfmodus.
Ich hoffe, dass diese Worte für euch heute genug Motivation sind, dass ihr
hier wirklich...
alles gibt, weil es ist die entscheidende letzte Aufgabe.
Und es geht ja um viel.
Es geht um 10.000 Euro, den goldenen Cupcake und ein
eigenes Backbuch.
Noch eine einzige Aufgabe, dann steht fest, wer all das mit nach Hause nehmen
darf. Doch diese Prüfung hat es in sich.
Was wäre eine Hochzeit ohne eine prächtige, große, tolle Hochzeitstorte?
Wir wünschen uns sogar von euch einen Hochzeitstortenturm.
Was ihr alles wissen müsst zu dieser Aufgabe, das verrät uns jetzt die Jury.
Damit die Torte zum Turm wird, muss sie mindestens 25 Zentimeter hoch sein.
Lasst euch von romantischen Gefühlen beflügeln und euer Fantasie freien Lauf.
Aber vergesst nicht, Wir achten auch auf die technische Umsetzung und die
handwerkliche Präzision.
Hoch hinaus gehen soll es auch, was den Geschmack angeht bei eurer
Hochzeitstorte. Wir wünschen uns von euch zwei Crème-Füllungen.
Denkt jetzt einfach an das schönste Brautpaar der Welt, das ihr mit eurer
Torte glücklich machen wollt.
Ihr habt für diese Aufgabe fünf Stunden Zeit.
Und jetzt heißt es zum letzten Mal für euch, auf die Plätzchen, fertig, backt!
Energie haben die Finalisten ganz offensichtlich ohne Ende.
Was sie sonst noch brauchen, erklärt Betty.
Bei der Optik des Hochzeitstortenturms erwarte ich allerhöchste Präzision.
Fehler und unsauberes Arbeiten fallen ja sofort ins Gewicht und das möchte ich
auf gar keinen Fall heute sehen.
Genauso ist es mit dem Geschmack. Es geht um Raffinesse und die Leidenschaft
und die Liebe, die so eine Torte mit sich bringt.
Wer einen Tortenturm baut, benötigt naturgemäß mehrere Böden. Und das
bedeutet jede Menge Teig. Nicht nur deshalb spielt das Thema Zeitmanagement
bei der letzten großen Prüfung eine nicht unerhebliche Rolle.
Die besondere Herausforderung heute ist einfach, dass man nur fünf Stunden Zeit
hat, aber im Endeffekt für zwei Torten.
Nackiges Programm.
Ich bin auf jeden Fall mega aufgeregt. Aber ich freue mich auch.
Also ich versuche jetzt einfach nicht daran zu denken, wie nervös ich bin und
einfach zu backen.
Das ist schon mal ein guter Plan.
Noch nicht geklärt ist allerdings, was sich Julia darüber hinaus sonst noch
vorgenommen hat.
Ich backe helle Biskuitböden, einmal mit Ingwer und einmal mit Vanille.
Und die fülle ich dann mit zwei unterschiedlichen Cremes.
Julias süße Sinfonie besteht aus drei Sätzen.
einem saftigen Vanille-Biskuit mit Erdbeer-Basilikum-Creme, einer Orangen
-Kaotten-Creme und, dritter Satz, einem Ingwer-Biskuit mit Ingwer-Butter-Creme.
Der Sebastian, wie war das damals eigentlich mit der eigenen Hochzeit und
dem passenden Gebäck?
Unsere Hochzeitsfahrt, die habe ich selber gemacht.
Und da war ich richtig stolz drauf. Wir haben die Hochzeitsformen selbst
gebogen, selbst geschweißt. Und die war super schön, einzigartig.
Und genau das, was wir uns vorgestellt haben.
Zurück in die Gegenwart.
Zurück zu den Tortenböden.
So, die ersten zwei sind fertig.
Aha. Und was ist mit dem Rest?
Hier mache ich Marzipan noch rein.
Ich mache das jetzt nochmal für meinen Schokoladenkuchen. Dann schneide ich mir
das hier zurecht.
In der unteren Etage befindet sich ein Marzipan-Schokoboden mit Schokocreme und
Karamellsoße. In der oberen ein Eierlikör-Rührteig mit Sekt
Himbeermarmelade.
Was verarbeitet Sebastian da eigentlich gerade?
Das ist jetzt Rote Bete mit ein bisschen Rum und Zitrone und mit Mehl angedeckt.
Das wird jetzt etwas locker unterkommen und das soll damit einpacken.
weil das einfach mal eine ganz andere Note in den Teig bringt.
Ich hab die rote Beete eingemalt, damit die nicht so viel Saft verlieren und
dass die auch nicht absinken, sondern in der Höhe schwemm bleiben.
Die Geschichte meiner Torte spiegelt sich eigentlich innen und außen wider.
Die ist außen schwarz-weiß eingedeckt, symbolisch für den Bräutigam und die
Braut. Und innen drin eben auch das Whisky und das Schokoladige für den Mann
und das fruchtig-leichte für die Frau.
In Sebastians Final-Torte bilden Schokoböden mit Feigensenf und Whisky
-Creme Basis und Abschluss. In der Mitte ein Rote-Bete-Kuchen mit Vanille-Ricotta
-Creme und Rote-Bete-Himbeer-Püree.
Ich koche jetzt den Norsangen-Karotten-Pudding für meine
Buttercreme.
Ich mag total gerne Karotten-Ingwer-Suppe.
Und dann kam mir die Idee, das kann man doch auch mal als süße Variante machen
und habe mir die Buttercreme ausgedacht. Aber ich habe sie, ich darf das gar
nicht sagen, aber ich habe sie noch nicht vorher gemacht.
Julia sucht das Risiko. Was Agnes macht, möchte unter anderem Christian wissen.
So, was kommt denn noch dazu?
Butter, Butter, Butter.
Hallo Agnes. Bei dir sieht es ja schon wieder spektakulär aus.
Was wird denn deine wunderschöne Hochzeitstorte ergeben?
Unten ist das ein Schokokuchen.
Und oben gibt das eine helle Buttercreme mit Sekt-Himbeermarmelade, die gerade
hier am Köcheln ist. Sekt-Himbeermarmelade? Ja.
Oh, darf ich die mal probieren?
Ja. Vielleicht noch den Boden damit tränken?
Ja.
Ich würde sie so lassen. Ja? Ich finde sie gut.
Dankeschön. Ja, ich muss nur ganz kurz mal meinen Boden gucken, weil sonst ist
er gleich verbrannt.
Ach, scheiße.
Hol raus.
Ja, ich habe auf den Backofen nicht aufgepasst, aber ich werde das so
schneiden, dass ich möglichst wenig Verlust habe.
Hoffentlich der einzige Unglücksfall.
Wie schaut's aus?
Zwei Biskuitböden habe ich schon im Ofen und ja, ich kann dann durchschnaufen,
wenn die Böden gebacken sind. Schon mal eine Hochzeitstorte gemacht?
Ja, ich habe schon mal eine Hochzeitstorte gemacht, aber nicht in
fünf Stunden.
Deine eigene? Nein, meine eigene durfte ich nicht machen. Da habe ich ein
strenges Verbot bekommen von meinem Mann.
Sehr vernünftig. Ich glaube, es war sehr vernünftig.
Ich tue jetzt meine Pekanüsse karamellisieren.
Die kommen einfach in mein Schokoladen-Whisky-Creme mit rein, um
der ganzen Sache einen anderen Charakter und eine andere Textur zu geben.
Agnes arbeitet heute mal an der Bodenrettung.
Das ist schön.
Agnes.
Hallöchen, liebe Eni. Ist das ein Schokoboden oben? Nur oben, ne? Ja,
genau. Karamellisiert mit ganz viel Crunch.
Wie schmeckt es denn wenigstens?
Ja, das Dunkle würde ich nicht probieren.
Das war ein helles Stück.
Und? Mh, lecker. Ja?
Das ist schön.
Was macht eigentlich das Karotten-Ingwer-Experiment?
Hm. Das heißt was?
Ich habe Schiss, dass mir die Buttercreme gerinnt.
Und das wäre der Worst Case.
Und deswegen muss ich so ein bisschen austarieren, wie viel von dem Püree die
jetzt noch verträgt.
Bevor sie, wie Christian immer so schön sagt, abschmiert.
Soll ich jetzt noch das reinmachen oder nicht? Soll ich es noch reinmachen oder
nicht? Oh, bitte, bitte, bitte, geht gut.
Ich will mein Glück jetzt nicht zu sehr herausfordern.
Und entscheide jetzt, dass da noch irgendwas sein muss.
Ja dann, nur zu.
Es folgt ein Krisengespräch unter Männern. Servus Sebastian.
Habe Dere. Und, wie sieht's aus?
Ja, soweit ganz gut, aber irgendwann müssen wir mehr Schokoladen gucken.
Oder beim Kühlen.
Eingefallen? Eingefallen. Und jetzt mache ich noch schnell als Ersatz einen
Schokobisket. Ich weiß nicht, wie er ausschaut. Da ist er schon.
Oh ja, der hat die Grätsche gemacht. Du brauchst halt natürlich noch Volumen.
Ja, genau.
Wenn du die dann sofort kalt stellst, das reagiert ja dann. Du hast ja da
immer noch die Schokolade-Kakao-Rals drin. Und das kann dir dann durch dieses
schnelle Abkühlen alles einfallen. Weil die Stabilität braucht natürlich der
Bisket. Obwohl er durchgebacken ist, ist es innen drin ja natürlich noch eine
luftige Masse. Richtig.
Und zeittechnisch, wenn du jetzt nochmal einen machen musst.
Risiko aufs Volle.
Manchmal braucht man Eier. Ich sag mal, viel Glück. Danke.
Und wir sehen uns später.
Man muss relativ flexibel sein beim großen Backen.
Selbst wenn man sagt, ich hab einen Plan, steht man vor der Wand und muss in
eine andere Richtung einschlagen.
Währenddessen beginnt Agnes bereits, ihre obere Torte zu schichten.
Und hier zwischen mache ich noch so ein bisschen Himbeeren mit weißer
Schokolade.
Klingt gut.
Und was macht Kölnerin Agnes mit der Teigschicht?
So, die trinke ich diesmal mit so einem Obstlauch.
Das ist aber mal ein bisschen daneben gegangen.
Auf eine Extra-Portion Bums will auch Sebastian nicht verzichten.
Den Whisky soll man ja schon schmecken.
Sonst jammert der Herr Hüms wieder.
Ach, der Herr Hüms.
Der hat gerade noch anderes zu tun.
Wie zufrieden sind die Damen eigentlich mit ihren Torten? Ich glaube, die wird
saugeil.
Ein Teig ist Mist.
Einen Biskuitboden, den hat man schon so oft gemacht.
Und das ist eigentlich keine Schwierigkeit.
Kommen die hin von der Höhe her oder braucht es noch Höhe?
Es wird vielleicht hinkommen, aber die Konsistenz ist total scheiße.
Ja, genau. Sonst schnell nochmal neu machen.
Diese grobe Bohrung sieht so aus, als wenn du zu viel Backpulver genommen
hättest. Muss ich eigentlich überhaupt Backpulver rein tun? Ich mache das sonst
auch manchmal ohne Backpulver. Normalerweise eigentlich nicht. Du
brauchst ja kein Volumen. Also kannst du eigentlich weglassen theoretisch.
Lieber nochmal neu machen dann.
Es wird auf jeden Fall sehr straff mit der Zeit. Aber ich habe keine andere
Wahl. Ich muss jetzt nochmal den Boden backen.
Während Julia in Rekordzeit auf akuten Krisenmodus umschaltet und nochmal neue
Biskuitböden backt, schichtet Sebastian mit ruhiger Hand seine obere Torte.
Glückwunsch!
Ich werde jetzt in Windeseile diese Böden hier einstreichen, weil ich meinem
Zeitplan total hinterherhinke.
Auf den Biskuit kommt die Basilikum-Mascarpone-Creme mit frischen
Erdbeeren. Und dann?
Also ich habe jetzt hier so ein Erdbeersirup mir gekocht und damit
tränke ich meine Böden, weil der Biskuit an sich immer relativ trockener Teig ist
und mir ist er heute besonders trocken geworden.
Liebe drei Finalisten, es ist Halbzeit. Ihr habt jetzt noch zweieinhalb Stunden.
Ich sollte jetzt in einer halben Stunde eigentlich fertig werden, damit ich die
Torte wirklich eindekorieren kann. Ich glaube schon, dass das zu schaffen ist.
Ich muss das einfach schaffen.
Oh, fühlt sich da jemand etwa unbeobachtet?
Nun ja, Christian nascht ja nur, um den Kandidaten Feedback geben zu können, wie
selbstlos er doch ist. Mach nicht zu wenig.
Was meinst du? Ich habe hier fast 1 zu 1 Creme mit Feigensenf gehabt und es passt
immer noch sensationell zusammen. Es geht runter. Richtig Feigensenf rein,
ne? Alles klar. Weil die Kombination hast du selber jetzt probiert? Ja.
Schmeckt sensationell.
Aber du brauchst halt auch die Menge, sonst funktioniert das nicht. Alles
klar.
Und weiter schichten die Tortenturmbauer zu Herzfelde. Zu Bruch sollte dabei
besser nichts gehen.
Oh, mein Kuchen ist so saftig, dass der jetzt komplett auseinanderbröselt.
Ich muss jetzt mal hier ein bisschen puzzeln.
Das wird man nachher nicht sehen.
Ein bisschen Schnäpschen.
Also wenn die mal nicht hoch ist, ich weiß auch nicht, ob mir überhaupt mein
Fondant reicht.
Ab in die Kühlung.
Es ist soweit.
Julias Ersatzkuchen ist endlich einsatzbereit. Da ist bestimmt jemand
erleichtert. Ich bin froh, dass ich jetzt endlich meine Böden fertig habe.
Viel, viel später als geplant.
Oh, wunderschön.
Du bist wunderschön.
Agnes bereitet sich derweil schon auf das Eindecken der Torte vor.
Damit dürfte sie ziemlich gut im Zeitplan liegen.
Erstaunlich ist allerdings, dass auch Sebastian schon so weit ist.
Trotz seiner Zusatzbackschicht. Ist er denn zufrieden?
Gefällt mir ganz gut.
Ich schneide sie noch ein bisschen zu, dann kommt der schwarze drüber.
Ja, es ist Zeit für die Special Effects.
Julias mittlerer Kuchen etwa bekommt ein Goldband aus Lebensmittelspray.
Und was macht Agnes?
Ich habe die Strohhalme jetzt hier reingemacht. Hier kommt dann die kleine
Platte drauf, der nächste Kuchen.
Würde ich das nicht machen, es wäre sehr warm oder so, dann kann es sein, dass
die unten komplett so auseinanderbricht.
Es ist schon erstaunlich, in welchem Tempo sich die Backwerke der Finalisten
entwickeln. Und das, obwohl Vorsicht geboten ist.
Also echt jetzt.
Ich hoffe.
Ich seg dich in die Platte sein.
Hat niemand gesehen.
Jetzt noch mal rein damit.
Liebe Finalisten, ihr habt jetzt für eure Hochzeitstorte noch eine halbe
Stunde, noch 30 Minuten.
Ich muss auf jeden Fall jetzt wieder Vollgas geben.
Julia, wie läuft's? Betty, es läuft eigentlich ganz gut. Ich gebe jetzt
Vollgas, weil ich nicht mehr viel Zeit zum Dekosieren habe.
Und dann habe ich noch eine Frage und zwar, ich weiß nicht, ob du dich
auskennst mit Lebensmittelfarben-Spray. Darf ich das denn jetzt wegen der
Feuchtigkeit überhaupt nochmal in den Floss darstellen?
Also ich kann mir vorstellen, am Froster passiert nichts. Dadurch, dass du ja so
nichts hast, was schwitzt, so wie den Fondant. Ein Kühlschrank vielleicht ist
besser. Ich denke, der Kühlschrank reicht.
Ihr wollt euch ja nicht die Zähne ausbeißen. Auch das nicht. Aber da
dürfte eigentlich auch mit der Farbe nichts passieren.
Okay, danke.
Dann lasse ich dich weiter würkeln. Ja, danke.
Ja, gewürkelt wird kräftig.
Agnes zum Beispiel ist gerade mit ihrem Vintage-Rüschen-Motiv beschäftigt.
Ich bin sehr happy mit meiner Entscheidung.
Dass ich dieses Motiv gewählt habe, weil es ist wirklich, es verzeiht einem etwas
und es sieht gleichzeitig auch edel aus.
Doch, kann man so sagen.
Kaum zu glauben, dass die Hobbybäcker unter Zeitdruck arbeiten.
Ich weiß nicht, wie es den anderen Kandidaten ging, aber ich bin sowas von
an meine Grenzen gekommen.
Und heute wieder.
Es gibt immer so diesen Punkt, wo ich irgendwie das Gefühl habe, das wird gar
nichts mehr und du wirst am Ende nichts dastehen haben.
Wenn geheiratet wird, ist ein Herz auf der Torte nicht das verkehrteste.
Nach über viereinhalb Stunden Backarbeit sind die Finalisten noch immer in der
Lage, wunderschöne Deko-Elemente zu fertigen.
Das ist ja schon ein bisschen unordentlich, kann auch manchmal so ein
bisschen gerissen sein, das ist auch okay.
Das ist ja so ein bisschen dieser Stil.
Allen zwischenzeitlichen Krisen und Problemen zum Trotz. Was die Kandidaten
da gerade zaubern, sieht richtig prächtig aus. Und außerdem beinahe
fertig.
Ja, jetzt ist Endspurt und die Deko muss jetzt gleich sitzen.
Ich denke mal, wir haben jetzt nur noch fünf Minuten Zeit.
Dann ist gleich Ende.
Sebastian, Agnes und Julia, ihr habt jetzt noch genau zwei Minuten.
Minuten, noch zwei Minuten.
Kurs, Kurs, Kurs, Kurs, Kurs, zwei Minuten.
Eins,
zwei, hopp.
So, jetzt.
Vorgabe war 25 Zentimeter.
Und die ist über 30.
Scheiße. Die Höhe habe ich gar nicht mehr gedacht.
28.
Mega, ey. Der Countdown der letzten Sekunden bricht an.
10 9 8 7
6 5 4
Drei, zwei, eins und Schluss. Hände vom Gebäck.
Geschafft.
Und wie fühlt man sich nach diesem Backmarathon?
Ich bin so froh, dass es geklappt hat, dass jetzt hier die Torte steht. Ich
habe mein Bestes gegeben und ich bin mega froh.
Ich bin jetzt so überglücklich und bin fix und alles. Das war jetzt wirklich
noch eine nervenaufreibende und energieraubende Challenge.
Was macht man nicht alles, um zwei Juroren zu begeistern?
Also wer freiwillig eine dreistöckige Hochzeitstorte in fünf Stunden backt,
der muss irgendwo einen Vogel haben und ein bisschen irre sein.
Ich bin super gespannt auf die Verkostung. Ich bin auch ein bisschen
angespannt, weil ich nicht weiß, wie das geschmacklich bei mir ist. So manche
Schichten hätte ich auf jeden Fall besser trinken können, das weiß ich.
Ich bin total aufgeregt. Es ist jetzt die allerletzte Entscheidung, vor allen
Dingen die allerletzte wichtige Entscheidung. Es geht jetzt wirklich um
viel.
Ihr habt es geschafft. Das war die letzte Prüfung und somit auch eure
letzte Torte in diesem Wettbewerb.
Zu Hause kann natürlich noch munter weitergebacken werden. Und wenn Sie eine
Inspirationsquelle suchen, auf dasgroßebacken.de finden Sie alle
Rezepte, die wir hier im Zelt gebacken haben. Und los geht's jetzt mit der
letzten Verkostung in diesem Wettbewerb. Die Jury ist schon ganz wild darauf,
eure Torten zu probieren. Bringt sie dazu bitte nach vorne auf den Tisch.
Ja, es ist beeindruckend, was ihr alle drei in diesen fünf Stunden wirklich
geschafft habt. Und es sind wirklich drei sehr unterschiedliche, aber auch
wunderschöne Torten dabei entstanden. Tolle Leistung.
Dankeschön.
Ja,
Sebastian.
Man erkennt, dass es deine Torte ist von diesen dreien. Es hat halt diese
Modellierung drauf und du bist deinem Stil auch wirklich treu geblieben. Und
ich finde immer, diese schwarz-weißen Torten haben halt auch so etwas, was ein
bisschen mehr maskulin ist. Und du hast es auch wirklich schön eingedeckt. Es
ist manchmal nicht so einfach, gerade die schwarz-weiße hinzubekommen. Da
hätte ich mir mehr Sorgfalt bei dir gewünscht. Also, dass du hier die Torte
einfach noch so ein bisschen mehr ausarbeitest, dass man so die Übergänge
noch vielleicht so ein bisschen mehr sehen kann. Also, wenn ich schon eine
mehrstöckige Torte mache, dass es da noch mehr ins Detail geht.
Jetzt verrat mir doch mal, was denn in der Torte steckt.
In der Torte sind zwei verschiedene Torten. Die obere und die untere ist die
für die Männer. Und zwar ist es ein Schokoladenkuchen mit Datteln drin und
eine Schoko-Whisky-Creme und dazwischen ist Feigensenf.
In der Mittleren Torte ist ein heller Kuchen mit Rote-Bete-Stückchen drin und
Vanille-Ricotta-Butter-Creme und ein Fruchtpüree aus Himbeer und Roter Bete.
Dann schreitet zur Tat.
Summst du schon die Hochzeitsmelodie? Ich summ die Hochzeitsmelodie beim
Herausschneiden der sensationellen Hochzeitstorte.
Bei der hellen gefällt mir gut, dass ich hier wieder die Schichtung sehen kann.
Da ist es schön gearbeitet. Hier unten bei der Schokolade, da verwischt es
logischerweise. Also da habe ich nicht mehr so diesen perfekten Anschnitt. Da
war es so gewollt, weil sich der Senf mit der Schokoladencreme ein bisschen
verbinden soll.
Also ich habe die erste jetzt probiert. Die Kombination aus der Himbeere mit der
roten Beete. Die rote Beete bringt das Erdige, was ganz neu ist als Aroma für
einen Kuchen.
Gleichzeitig harmonisiert es allerdings mit der Himbeere sensationell zusammen.
Ich
finde
das mit dem Feigensenf eine geniale Idee.
Ich finde vor allen Dingen respektabel, dass du vorher das noch nie in deinem
Leben mal probiert hast.
Und dann die Eier zu haben, das im Finale, wo es um alles geht, sowas zu
experimentieren mit Feigensenf.
Respekt. Geil, danke.
Ja, geschmacklich denke ich, kannst du auf jeder Hochzeitsfeier damit
auftauchen. Einzig alleine halt bei der Dekoration hätte ich mir wirklich
gewünscht, dass du da noch ein bisschen mehr Präzision an den Tag legst.
Dankeschön. Vielen Dank.
Julia, kommen wir zu deiner Hochzeitstorte.
Die obersten zwei Schichten sind der Ingwer-Biskuit-Boden. Da kommt eine
Karotten-Orangen-Püree ist da dünn eingestrichen. Eine Ingwer-Butter-Creme
obendrauf. Die unterste Torte ist ein Vanille-Biskuit mit einer Mascarpone
-Basilikum-Creme und Erdbeeren.
Julia, deine Torte passt auch zu dir für mich. Also es ist so ein ganz moderner
Stil und es ist gerade so diese Schlichtheit.
Sehr französisch, sehr detailliert. Dann passt auch diese Torte wieder genau zu
dir.
Das Eingestrichene finde ich schön, dass es nicht so ganz glatt ist.
Das Einzige, was mich bei der obersten stört, ist so etwas, dass der Grünton
nicht so ganz zu den Steinblumen passt.
Es beißt sich so etwas.
Hier unten die Rüschen, hätte ich mir gewünscht, dass du vielleicht die Blumen
auch ein Tick feiner gearbeitet hast.
Tja, ich finde es sehr schön. Ich finde vor allem die Farbkombination für mich
perfekt gelungen.
Ich freue mich vor allen Dingen auf die Kombination, die jetzt innen drin drauf
wartet, bei Karotte und Ingwer.
Dann fange ich ja doch mal an.
Also die Kombination mit der Karotte ist sehr stimmig. Es schmeckt.
Sehr gut, muss ich sagen, in dem Fall.
Allerdings, der Biskuit ist mir ein bisschen zu trocken. Ich hätte mir da
einfach noch mehr Tränke gewünscht. Das ist jetzt nicht der große Knaller, aber
es spielt im Mund, was wieder sehr viel Spaß bringt.
Das gefällt mir jetzt gerade extrem gut, dass ich dieses Grün von der obersten
Torte plötzlich in der Torte wieder finde.
Das bringt mir richtig Spaß.
Der Biskuit ist viel saftiger. Der Basilikum ist da, aber ganz dezent. In
dem Fall hast du es super schön dosiert. In sich stimmige Kombination und ein
sehr schönes Stück Kuchen.
Ja, geschmacklich das unterste mein Favorit. Insgesamt auch eine tolle
Leistung. Hier und da auch noch Verbesserungsvarianten.
Dankeschön.
Kommen wir mal zu Agnes, oder?
Agnes, auch deine Hochzeitstorte ist für mich auch wieder so ein bisschen ein
Spiegel von dir.
Gerade der Vintage-Look, auch ein Trendlook momentan. Als ich dich gesehen
habe, als du die Rüschen gemacht hast, habe ich nur gedacht... Oh Gott, ist sie
wahnsinnig. Weil so etwas ist es für eine Arbeit, die relativ lange dauert.
Der Vorteil ist natürlich, ich kann damit schön kaschieren.
Also wenn ich so die Torte leicht angucke, dann hat sie auch so einen
leichten Schlag zu meiner linken. Die Rosen sind für mich alle sehr schön
gleichmäßig gearbeitet.
Also während Betty jetzt die Torte entkleidet, muss ich sagen, Betty hat
vollkommen recht. Es passt zu dir zu 100 Prozent. Genauso habe ich es mir
vorgestellt. Ein Tipp vielleicht, ich hätte es ein bisschen kleiner gemacht.
Dann wäre das Ganze vielleicht filigraner ein bisschen ausgefallen.
Ansonsten finde ich, es passt hundertprozentig zu dir. Was erwartet
uns denn drin? Drinnen ist einmal unten Schokoladen-Rührkuchen mit Rum, mit
Karamellsoße, Walnüssen, Pistazien, frischen Himbeeren, selbstgemachter
Himbeermarmelade. Und oben drin ist ein Eierlikör-Rührkuchen, auch mit
Himbeeren, Pistazien. Also beide spiegeln sich oben und unten alles
eigentlich so ein bisschen wider.
Ich würde sagen, Gelernt ist gelernt.
Das, meine liebe Agnes, ist ein Anschnitt.
Da funkeln mir die Augen.
Tja, was soll ich sagen?
Es ist natürlich nicht spektakulär. Du hast jetzt keine Ausreste gemacht in
irgendeine exotische Gewürzrichtung. Du hast relativ normale Sachen genommen,
die man sowieso schon seit Jahren kennt und für mich zu einem perfekten Kuchen
umgesetzt. Ich kann auf die Himbeere beißen, die erkenne ich immer wieder.
Ich habe die Schokolade da drin, ich habe die Nüsse da drin. Ich habe im
Endeffekt alles das, was du gerade aufgezählt hast.
Danke. Ich bin sehr jetzt gespannt auf die untere Torte.
Ja, auch hier die Schichtung.
Man erkennt nicht genau, wo welche Schicht ist, aber das ist auch schon
fast ein Markenzeichen von dir hier geworden. Es ist alles sehr saftig, es
ist nun alles irgendwie so ein bisschen aneinander übergeht.
Ich kann nicht warten, tut mir leid.
Und auch hier, der Biskuit ist saftig.
Ich habe die Textur, ich habe den Crunch da drin, das, was ich brauche.
Obwohl du nur Schokolade im Endeffekt hast, also optisch nimmst du nur
Schokolade wahr, ist es trotzdem sehr leicht.
Es fehlt vielleicht die Raffinesse.
Es ist vielleicht jetzt nicht so der große Moment, wo man sagt, oh, das habe
ich jetzt noch nie gegessen.
Es ist ein toller Geschmack und die Torte ist wirklich so, wie wir dich,
glaube ich, hier kennengelernt haben.
Saftig, spritzig.
Vielen Dank.
Vielen Dank.
Dankeschön.
Die Jury hat gesprochen und ich glaube, der Jury hat es auch geschmeckt.
Jetzt ist nur noch zu klären, wer von euch die beste Torte gebacken hat. Ihr
dürft euch kurz zur Beratung zurückziehen und gleich werden wir dann
erfahren, wer von euch Deutschlands bester Hobbybäcker ist. Ich bitte euch
noch kurz um Geduld.
Er rückt näher und näher. Der Moment, auf dem die drei Finalisten wochenlang
hingebacken haben.
Noch berät die Jury. Noch kann sich jeder der Kandidaten Hoffnungen auf den
Sieg machen.
Vierte Staffel, bis jetzt nur Frauen gewonnen und als erster Mann das große
Packen zum Gewinnen. Das war natürlich der Wahnsinn.
Ich glaube für die Jury wird es auf jeden Fall schwierig werden, eine
Entscheidung zu treffen, weil wir alle drei unsere Stärken haben und auch
genauso unsere Schwächen. Ich würde es uns allen gönnen, aber es muss halt
einen Sieger geben.
Mir gehen jetzt schon langsam so Gedanken durch den Kopf, was passiert,
wenn du es vielleicht wirst.
Also es ist schon, ja, es ist der Wahnsinn.
Ja, ich wollte wissen, was jetzt los ist und ich möchte einen Sieger hören und
egal wie es wird, es war super geil bei euch.
Ja, ich würde euch jetzt noch eine Minute geben.
Also ich denke, Christian und ich sind uns noch nicht einig. Wir haben halt
unterschiedliche Schwerpunkte. Alles in allem wird es wahrscheinlich die
schwierigste Entscheidung aller Zeiten werden.
Und so vergeht die Zeit.
Doch die Finalisten müssen nicht alleine auf das Juryurteil warten.
Ihre ehemaligen Wettkampfgefährten sind ins Backzell zurückgekehrt und leisten
seelischen Beistand.
Wer diesen Titel ab heute tragen darf, wissen nur die Juroren.
Und die spannen die Hobbybäcker weiter kräftig auf die Folter.
Liebe Finalisten, die Jury wird euch gleich sagen, wer es geschafft hat, für
wen der Traum vom Gesamtsieg in Deutschlands größtem Backwettbewerb in
Erfüllung geht.
In so einem Moment sollte man euch natürlich nicht alleine lassen.
Eure Weggefährten der vergangenen Wochen haben sich ja schon zu euch gesellt.
Sarah konnte leider nicht kommen, aber dafür haben wir noch ein paar liebe
Leute gefunden, die euch seit fünf Stunden ununterbrochen die Daumen
drücken.
Herzlich willkommen!
Ich bin brutal stolz auf den Sebastian, auf meinen Mann. Also ich habe echt
gesagt, egal was er jetzt für einen Platz macht, ich freue mich so, er ist
auf dem Trepperl um und total wurscht. Und noch mehr freue ich mich, weil ich
ihn jetzt wieder habe.
Ich platze vor Stolz, würde ich sagen.
Also ich bin die ganze Zeit so mitgefiebert und immer auf dem Handy
geratet, dann kommt irgendwie die nächste Meldung. Also ich kann platzen,
wenn es geht.
Also
ich bin
super, duper, super, duper stolz.
Ich auch. Ich bin mega stolz auf meine Mama.
Und ich auch.
In das große Backen-Finale hat die Jury das Urteil gefällt.
Agnes, Julia, Sebastian, was habt ihr in den vergangenen Wochen nicht alles
gebacken? Imposante Torten, prächtige Törtchen und köstliche Brote. Und das
immer unter dem Druck, dass jede Woche ein Kandidat gehen musste.
Das hat mir imponiert und ich denke, der Jury auch.
Wir fanden es bemerkenswert, dass ihr in dieser Wettbewerbssituation es nicht nur
geschafft habt, immer gute Leistungen zu bringen, ihr habt euch auch von Aufgabe
zu Aufgabe gesteigert.
Ihr habt wieder einmal bewiesen, dass ihr das Einmaleins des Backhandwerks
beherrscht, genauso wie die große Tortenkunst.
Ich denke mal, bei so viel Lob von internationalen Back-Koryphäen, da kann
man sich schon ein bisschen als Sieger fühlen.
Aber nur einer von euch dreien bekommt natürlich den Gesamtsieg.
Den goldenen Cupcake, 10.000 Euro und sein eigenes Backbuch.
Jetzt möchten wir natürlich wissen, wer von euch dreien ist Deutschlands bester
Hobbybäcker. Sein Foto schmückt dieses Backbuch.
Die Entscheidung im Finale bei Das große Backen ist so schwer gefallen wie nie
zuvor.
Sebastian, ich bewundere dein Risiko, dass du eingegangen bist und es hat sich
gelohnt. Deine Torte war geschmacklich kreativ und außergewöhnlich und du hast
unsere Ratschläge berücksichtigt.
Dein Biskuit war super saftig.
Allerdings war die Ausarbeitung von außen von deiner Torte nicht zu 100
Prozent.
Julia, optisch lag deine Torte ganz weit vorne.
Elegant, modern und sauber gearbeitet.
Auch der feine Geschmack, den wir von dir kennen, war da.
Allerdings war dein Biskuit viel zu trocken.
Agnes, deine Torte warst zu 100 Prozent du.
Deine Rüschen hätten etwas feiner sein können.
Und geschmacklich hast du kein Risiko gewählt.
Dennoch war das Zusammenspiel deiner Aromen und Texturen in sich so perfekt,
dass dein Kuchen letztendlich eine wunderschöne Torte ergeben hat.
Ihr drei habt uns alle mit euren Torten begeistert.
Allerdings hatten wir auch bei allen etwas zu kritisieren.
Letztendlich haben wir uns für die ausgewogenste Leistung entschieden.
Deutschlands bester Hobbybäcker ist...
Herzlichen Glückwunsch, Agnes!
Herzlichen Glückwunsch!
Das war das große Backen 2016 und wir haben eine Siegerin. Und wenn Sie sich
jetzt auch zutrauen, so gut backen zu können, dann bewerben Sie sich.
Schreiben Sie uns dringend, denn das große Backen geht auch 2017 in die
nächste Runde. Ich bedanke mich, dass Sie das große Backen geschaut haben.
Wir sehen uns wieder. Bis dann. Tschüss.
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