All language subtitles for Duenentod.Ein.Nordsee-Krimi.S03E02.GERMAN.720p.WEB.H264-FWB-de

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Original subtitles

Bitte. Bitte.

Ah.

Ah! Ah!

- Moin. - Moin. Hier.

- Identität? - Ungeklärt.

- Die haben mich nicht reingelassen. - Fundort?

Irgendwo im Priel hier.

- Wer hat ihn gefunden? - Ein Angler.

Haha, kannst dir ja vorstellen, wie der sich gefühlt hat.

Die KTU sagt, er hat höchstens 48 Stunden im Wasser gelegen.

Maximalst.

Was hat die Befragung ergeben?

- Ich frage mal. - Torsten ...

- Hm? - Danke.

- Moin. - Moin.

Und?

Also, Suizid können wir ausschließen.

Laut Bericht der Gerichtsmedizin, äußere Leichenschau,

wurde er zuerst verprügelt, dann an ein Seil gebunden

und mit einem schnellen Boot durchs Wasser gezerrt.

Die meisten Wunden sind post ...

Die Gerichtsmedizin ist noch nicht fertig, aber das hier war ...

Enno Büttner.

Wir waren in einer Klasse.

Ich schaue mal, wie weit Torsten ist.

- Na? - Nora.

Kommt Enno nicht? Der wollte doch auch kommen.

Kennst ihn doch, der ist zu spät.

- Ich muss los. - Gut.

- Hab dich lieb. - Ich dich auch.

- Bis später. - Bis später.

- Lag in der Nähe des Fundortes. - Das gehört bestimmt zu den Booten.

Äh, Patrick, darf ich mal?

Könnte zu den Abdrücken auf dem Opfer passen. Darf ich?

Danke.

Äh, Femke, hör mal, Tatort ...

Die ganzen Abschürfungen, Schleifspuren auf ... ihm.

- Könnten die von hier sein? - Nee, nicht hier, weiter draußen.

Ist Westwind. Treibt die Strömung nach Nordosten.

-Äh, Torsten? - Hm?

- Schick die Strömungskarten Ceylan, ja? - Mach ich.

Torsten?

Hier, muss in die KTU.

Meiner muss ins Präsidium. Ich fahre mit ihr mit.

Ja, wieso? Und ich? Wa...?

Wie gut kanntest du ihn?

Damals?

Richtig gut.

Und, ähm, wer ist sie?

Nora. Wir drei waren eine Clique.

Und dann?

Nichts.

Wie viele Freunde aus der Schulzeit hast du noch?

Die hier passt nicht so ganz ins Interieur.

Nee.

Herr Wagner, schön dass Sie da sind.

- Ist Simon da? - Im Garten, ich sage ihm Bescheid.

Danke.

Simon?

Femke, du bist befangen.

Ich habe Enno nach dem Abi dreimal gesehen.

Kein weiterer Kontakt.

- Sicher? - Ja.

- Das ist Jahre her, und in Werlesiel ... - ... kennt jeder jeden, ich weiß.

Also, was haben wir?

Die Abdrücke und die Abschürfungen deuten darauf hin,

dass er gezogen wurde.

Vermutlich hat sein Körper Rettungsbarken oder Pfähle gestreift.

Wir suchen ein schnelles Boot. Die Wunden sind tief.

Das blaue Auge deutet darauf hin, dass er nicht freiwillig aufs Boot ist.

Du, meine Uhren sind weg.

- Die hast du bestimmt verlegt. - Quatsch.

Drei Uhren, die verschwinden doch nicht einfach so.

- Die finden sich schon wieder. - Elena?

Ich habe deine Autoschlüssel in der Sauna gefunden ...

Elena!

Sollen wir sie suchen?

- Ja? - Wo sind meine Uhren?

Ich weiß nicht. Haben Sie im Ankleidezimmer nachgeschaut?

Natürlich.

War jemand hier?

Was ist los mit dir? Du bist sonst nicht so.

Ich möchte meine Uhren wiederhaben, das ist alles.

Ich habe dir einen Drink gemacht.

Jetzt nicht.

Du weißt wirklich nicht, wo die sein könnten?

Nein.

- Warum siehst du mich so an? - Du weißt schon, warum.

Gehen wir davon aus, dass die Leiche abgetrieben ist,

wäre laut Torstens Strömungskarte der nächste Hafen hier.

- Haben wir noch was zur Person? - In Ennos Akte stehen kleine Einbrüche.

Aber die Uhr, die wir gefunden haben, ist nicht als gestohlen gemeldet.

Uhren in der Preisklasse, die haben Seriennummern, Zertifikate.

Darüber ermitteln wir den Käufer.

- Bin ich schon dran. - Wissen wir schon, was das ist?

Die Laboranalyse läuft.

Aber laut seiner Telefondaten,

hat er am Freitag dreimal versucht, in einer Apotheke anzurufen.

- Dreimal? - Mhm.

- Ich überprüfe das. - Okay.

Dann übernehme ich den Hafen. Schickst du mir die Adresse?

- Schneller, als du Danke sagen kannst. - Danke. Ich nehme das mit.

Warst du das?

Komm schon, du weißt ganz genau, wovon ich rede.

Ich kann auch zur Polizei gehen.

Ich schulde hier niemandem etwas.

Moin.

Wie immer: fünfmal Oxaliplatin für den nächsten Zyklus.

- Alles Gute für Ihren Mann. Tschüss. - Tschüss.

- Guten Tag. - Hallo. Kriminalpolizei.

Ich habe nur ein paar Fragen.

- Ja, klar, bitte. - Ist ein Enno Büttner bei Ihnen Kunde?

Büttner? Ähm, Moment.

Enno Büttner. Der ist hier bei uns im Kundenverzeichnis.

Der hat vor zwei Tagen mehrmals angerufen.

Weiß nicht, wissen Sie noch, was er wollte?

Vielleicht hat mein Sohn hat mit ihm gesprochen. Kommen Sie durch.

Ludwig, kommst du mal, bitte?

Ganz schön groß, Ihr Labor.

Mhm. Das ist ein so genannter Reinraum.

Wir sind eine onkologische Schwerpunktapotheke.

Sie stellen die Medikamente selber her?

- Genau. - Ah.

Ich muss wieder nach vorne.

Kann ich Ihnen helfen?

Kommt drauf an.

- Sind Sie der Hafenmeister? - Geert Svensson. Mir gehört das Resort.

Tjark Wolf.

Mir gehört das hier.

Kripo Wilhelmshaven.

- Wo sollen die denn hin? - Kannst die dahinten abstellen.

Gehört Ihnen das Boot hier?

Das gehört dem Segelverein. Damit ziehen wir die Boote raus.

Wer hat da alles Zugriff?

Alle Vereinsmitglieder.

Ah.

Na, dann brauche ich die Liste von allen Namen.

Ah, das Boot ist beschlagnahmt.

Worum geht's denn?

Ja, Enno Büttner, der ist ... der war Substitutionspatient bei uns.

Hat's aber nicht durchgehalten.

Er hat Freitag mehrmals hier angerufen.

Wissen Sie noch, was er wollte?

Der hat nach Ladenschluss angerufen. Wollte wissen, ob wir offen haben.

Wozu?

Na ja ...

Der wollte Ritalin ohne Rezept. Das kann ich nicht machen.

Was ist passiert?

Enno Büttner ist tot.

Okay ...

Hm ...

Ja. Das tut mir leid.

Wer ist denn der Typ bei Geert?

Keine Ahnung.

Shit.

Ich muss los. Ich bin gleich wieder da.

Enno Büttner.

- Kennen Sie den? - Den kennt hier jeder.

- Hat er wieder Mist gebaut, ja? - Er?

Er nicht.

Die Liste?

Kriegen Sie.

- Angehörige hatte er nicht. - Ja, ich weiß.

Seine Eltern sind bei einem Unfall ums Leben gekommen.

Da fing das mit den Drogen an. Ich habe einen anderen Kontakt.

Die Spurensicherung ist dabei, ja.

Ulrich Wagner heißt der Käufer, ja?

Laut Seriennummer. Er hat keinen Einbruch gemeldet.

Äh, bleib mal dran. Ich kriege grad die Liste.

Danke.

Wagner ...

Ja. Ulrich Wagner ist Vereinsmitglied und hat Zugriff.

- Schick mir die Adresse. Danke. - Alles klar. Mach ich.

Herr Svensson, ich brauche noch die Aufnahmen von der da.

Schicken Sie mir die zu? Danke.

Nora. Hallo.

- Was willst du? - Ich muss mit dir reden.

Ist beruflich.

Nora.

- Hey, Papa. - Hey.

Hallo, Herr Lehmann.

Femke.

Das ist ja eine Überraschung.

Wie ...? Wa...? Wie geht's dir denn?

- Gut. - Das ist schön.

Ich bin auch bald wieder auf dem Damm.

Setz dich doch.

- Papa, bis später, ja? - Bis später.

Ich habe keine Zeit.

- Nora. - Was?

Enno ist tot.

Nora, warte!

Lass uns reden!

Dein Vater, hat er Krebs?

Lungenkrebs.

Hat Enno irgendwas angedeutet, dass er Ärger hatte?

Wann habt ihr euch das letzte Mal gesehen?

Verhörst du mich gerade?

Nein, ich will wissen, was mit ihm passiert ist.

Das ist drei, vier Wochen her.

Aber dann ging es meinem Vater schlecht.

Wo warst du die letzten Jahre?

Herr Wagner empfängt Sie jetzt.

Mhm.

- Drei Uhren? - Tja.

Ich dachte, ich hätte die verlegt.

Sie vermissen Uhren und denken sich: "Ach, warum die Polizei einschalten?"

Wenn ich jedes Mal die Polizei einschalten würde,

wenn ich was verlegt habe, könnte ich mir eine Standleitung einrichten.

Die anderen Uhren, hatten die ungefähr einen ähnlichen Wert wie die da?

Ja, das kommt ungefähr hin, ja.

Herr Wagner, wir reden von 60, 70, vielleicht 80.000 Euro.

Sie wollen mir vermitteln, dass Sie nicht dachten, dass die geklaut wurden?

- Gibt's Einbruchsspuren? - Ich habe keine bemerkt.

- Fehlt sonst irgendwas Wichtiges? - Ich kann mal nachschauen.

Gut, ich schicke Ihnen die Spurensicherung vorbei.

- Müssen wir den Aufwand betreiben? - Ich weiß nicht. Sagen Sie es mir.

Ich bin Steuerberater. Meinen Mandanten ist Diskretion wichtig.

Ah, verstehe. Ich habe da eine indiskrete Frage.

Sagen Sie, als Steuerberater, verdient man da so gut?

- Mit den richtigen Mandanten schon. - Mhm.

Sagen Sie, die ... die beiden anderen Uhren, haben Sie die auch gefunden?

- Wieso? - Na ja, an der einen hänge ich so.

Die hat meinem Vater gehört.

Sie hängen an der Uhr, die Ihrem Vater gehört,

und verlegen Sie permanent?

Das eine schließt das andere ja nicht aus.

Ich brauche eine Beschreibung der anderen Uhren.

Vielleicht Fotos, Käuferzertifikate.

- Ich sage Elena Bescheid. - Mhm.

Die Uhr, die Sie gefunden haben, darf ich die wiederhaben?

Leider nein. Beweismaterial.

Und darf ich fragen ...

wo Sie die gefunden haben?

Dürfen Sie. Darf ich fragen, wieso Sie das wissen wollen?

- Reine Neugier. - Mhm.

Ich muss jetzt leider los.

Ich bin noch zu einer Veranstaltung eingeladen.

Aber ... Elena ist ja da, um Ihnen weiterzuhelfen.

Letzten Freitag,

wo waren Sie da?

Ich war in Zürich, bei einer Tagung.

Ich habe da einen Vortrag gehalten.

Wenn Sie die Uhren gefunden haben, geben Sie mir Bescheid, ja?

Hatte Enno Streit mit jemanden?

Ich weiß nicht. Vielleicht mit diesen Bauleuten.

Warum? Welche Bauleute?

Wegen unserer Bretterbude?

Hätten wir sie mal ausgebaut, unseren Surfstand.

Dass die noch steht. Wollten die hier nicht das Wellness-Ding hinbauen?

Ja, genau. Das Erste, was sie gemacht hätten, wäre, unsere Bude abzureißen.

Aber Enno hat behauptet, in den Dünen würde so ein seltener Vogel nisten,

und hat alles blockiert.

- Warum? - Das war sein neues Projekt.

Vielleicht hat er gehofft, dass er uns damit zusammenbringt.

- Dem war nicht klar, was er lostritt. - Das wusste ich nicht.

- Gab's den Vogel wirklich? - Vermutlich nur, wenn Enno high war.

Aber der Hass der Bauleute auf Enno ... Das war echt.

Hass?

- Weißt du, wem das Bauland gehört? - Geert.

Dem gehört das Restaurant, wo ich arbeite.

Geert.

Scheiße. Ich muss los.

Ja, auch nach drei Jahren fehlen mir die richtigen Worte.

Du hättest das so viel besser ausdrücken können.

Ähm, ja, also ...

Wir haben von der Gemeinschaft in der schwierigen Zeit

so unvorstellbar viel Liebe bekommen, dass ...

Arnold wollte was zurückgeben.

Und so sehen wir uns jetzt hier schon das dritte Jahr in Folge,

feiern das Leben, feiern unsere Gemeinschaft

und sammeln für diejenigen, die jetzt auf unsere Hilfe angewiesen sind.

Der Kampf gegen den Krebs ist nicht nur uns als Apotheke wichtig,

sondern, und das in ganz besonderem Maße, uns als Familie.

Ulrich Wagner fehlen drei Uhren im Wert von 100.000 Euro.

Aber es ist ihm nicht aufgefallen.

Im Gegenteil. Er dachte ja, er hat sie verlegt.

Geert Svensson hatte wohl heftigen Streit mit Enno.

Er sitzt auf einem Millionengrab.

Lass das mit den Scheißpillen.

Ludwig.

Du hast die Apotheke übernommen und sie erfolgreich weitergeführt.

Dein Vater wäre sehr, sehr stolz auf dich.

Und, äh, Geert, wo ist er? Geert.

Ich möchte Geert Svensson danken, der uns jetzt schon zum dritten Mal

seine wunderbare Anlage zur Verfügung stellt.

Danke, Geert.

Prost.

Wir müssen reden. Jetzt.

Praktisch alle, die da feiern, kommen an das Boot.

Da muss man sich nicht vorher anmelden?

Wegen der Nussschale?

Nee, da gibt es eine Liste, da kann man sich eintragen. Das ist freiwillig.

Sie planen Großes.

Sie meinen das Resort? Ist mehr oder weniger wie hier.

Nur eben direkt am Strand.

- Ja, falls es genehmigt wird. - Wie meinen Sie?

Enno hat den Bau durch die Sichtung eines seltenen Vogels verhindert.

Ja, Enno und seine Raubseeschwalbe, die er sich ausgedacht hat.

Am Ende war da nur ein leeres Vogelnest.

Ich stelle mir vor, ich plane so ein Resort,

nehme viel Geld in die Hand,

und dann kommt einer mit einem Vogel und verbrennt meine Kohle.

Also, ich wäre ... Ich wäre stinksauer. Wütend wäre ich.

Das Verfahren läuft ja noch.

- Wo waren Sie letzten Freitag? - Ich? Ähm, in meinem Restaurant.

- Auch nachts? - Ja.

In der Nacht wurde Enno Büttner mit dem Boot aus Ihrem Verein umgebracht.

Sie haben das nicht mitbekommen?

Ich habe das nicht mitbekommen. Sind wir fertig? Ich habe noch zu tun.

Nö.

Wir schauen uns die Aufnahmen der Überwachungskamera an.

Das wird leider nicht gehen, das System löscht die Aufnahmen alle 24 Stunden.

Ich kenne da jemanden, der kann die wiederherstellen.

Wir nehmen einfach den Computer mit.

- Ich glaube nicht, dass Sie das dürfen. - Das dürfen wir.

Wir können alternativ Sie mitnehmen,

wegen des dringenden Tatverdachtes eines Tötungsdeliktes.

Verschleierungs-, Fluchtgefahr, suchen Sie sich was aus.

Okay. Bitte.

Danke.

Keine Fingerabdrücke von Svensson auf dem Boot.

Wurde gründlich gereinigt.

Mhm, auch das kann er selbst gemacht haben.

Warum wurde Enno mit diesem Boot umgebracht?

Das Ist doch total kompliziert.

Man hätte ihn ja auch einfach erschlagen können.

Bestrafung, für den Baustopp oder ...

so was.

Einen Menschen an einem Strick hinter einem Boot her zu schleifen, das ist ...

Das ist Folter.

- Folter? - Ja.

Vielleicht sollte Enno nicht sterben.

Ja. Das meine ich.

Was machst du denn hier?

Stumpfe Gewalteinwirkung mit einem schweren Gegenstand.

So, wie's aussieht, hat es keinen Kampf gegeben. Er wurde von hinten überrascht.

Enno Büttners Fingerabdrücken sind an der Uhrenschublade.

Alles klar. Danke dir.

Ceylan.

Rate mal, von wem Wagner Steuerberater war.

Geert Svensson?

Aber nicht nur, auch von der Apotheker-Familie

und quasi allen hier, die richtig Kohle haben.

Das sind ein paar.

Die KTU sagt, keine Einbruchsspuren, weder alte noch neue.

Du meinst, Wagner kannte den Mörder?

Hätte ich ihm die Spurensicherung auf den Hals geschickt, würde er noch leben.

Sein Mörder ist unbehelligt reingekommen. Ohne Einbruchsspuren.

Wagner hat immer und immer wieder nach den Uhren gefragt.

Als sei dem klar geworden, dass es einen Komplizen gibt.

Und dass er den kennt. Den hat er zur Rede gestellt, und dann ...

Wer ist das?

Der war gestern auf der Gala?

Steht ... Ja, hier.

Simon Richter.

Mir geht's gut. Mir geht's gut.

Ich weiß.

Ich hole dir ein Wasser.

Danke.

Ulrich, er ...

Er wollte es nicht so an die große Glocke hängen.

Dass er in einer homosexuellen Beziehung war?

Nein, das war nicht das Problem.

Für ihn war es noch nichts Festes,

und ...

da ist noch diese Compliance-Sache.

- Ich bin bei einem Mandanten angestellt. - Bei wem?

Bei den Linnewevers. Ich bin ihr Fahrer.

Wo waren Sie gestern nach dem Dinner?

Zu Hause.

Warum nicht bei Ihrem Partner?

Frau Grave, ich glaube, Sie müssen heute nicht mehr arbeiten.

Herr Wagner hat mich bis Ende des Monats bezahlt.

Sie sehen doch, was allein im Garten los ist.

Ja.

Ja, stimmt.

- Wer macht so was? - Ich weiß es nicht.

Sagen Sie ...

Der Herr Wagner war ein guter Chef, ne?

Er war immer sehr nett zu mir.

Wie lange arbeiten Sie eigentlich schon hier?

15 Jahre.

Oh. Das ist ja ... Wow.

Dann, äh, sind Sie ja so was wie die gute Seele

und kennen sich hier aus.

Können Sie mir helfen? Es gibt was, was ich nicht verstehe.

Jemand stiehlt hier drei Uhren, aber es gibt keinerlei Einbruchsspuren.

Können Sie mir das erklären?

Ich will seinen Mörder finden.

Sie doch auch, oder?

Natürlich.

Gut, dann ...

helfen Sie mir.

Ulrich war ...

seit dem Einbruch war er megaschlecht drauf.

Er wollte Zeit für sich.

Wussten Sie von den Uhren?

In der Ankleide? Ja, klar.

Ich habe Uli geliebt. Mir war seine Kohle völlig egal.

Ich habe ihn nie um irgendwas gebeten.

Ich verdiene mein eigenes Geld.

Kennen Sie diesen Mann?

Nein.

Ich bin am Wochenende noch mal ins Haus.

Herr Wagner war ja auf der Tagung. Ich hatte die Einkaufsliste vergessen.

Da habe ich gesehen, dass die Terassentür offen stand.

Wie? Einfach so offen, oder ...?

Es tut mir leid. Ich muss vergessen haben, sie zuzumachen.

Fr... Frau ...

Aber es war noch alles da.

Der Fernseher, der Laptop, die Vasen.

Aber es irgendwie alles so durchwühlt.

- Nur die Uhren haben gefehlt? - Ja, ich habe sofort aufgeräumt.

Oh, ich hatte so ein schlechtes Gewissen.

Und das haben Sie dann Herrn Wagner erzählt, oder?

Der hat getobt.

- Also ... - So kannte ich den gar nicht.

Kann es sein, dass jemand anderes die Tür offen gelassen hat?

Na ja, vielleicht der Simon.

Simon? Der Simon Richter?

Wer ist das?

Das ist der Partner vom Herrn Wagner.

Ah.

Und? Glaubst du ihr?

Hätte sie lügen wollen, hätte sie die Tür nicht erwähnt.

Hm. Simons Gefühle für Wagner wirken echt.

Bei Enno hat er gelogen, da bin ich mir sicher.

So, wie er das Foto angeguckt hat. Die kannten sich.

Simon. Was hat er gemacht, bevor der Fahrer wurde?

Ich sage Ceylan, sie soll mal einen Backgroundcheck machen.

Hast du die Kameraaufnahmen vom Hafen gesehen?

Ich versuche über den Provider, an die Aufnahmen zu kommen.

Und das dauert wie lange?

Der Anbieter sitzt in den USA,

da komme ich nur mit einem internationalen Amtshilfegesuch dran.

Du kriegst das schneller hin, weil?

Weil ich bei der letzten Interpol-Konferenz

mit der zuständigen US-Kollegin an der Bar versackt bin.

Ihr denkt, die Fälle hängen zusammen, ja?

Vielleicht nicht derselbe Mörder,

aber einen Zusammenhang muss es geben, das sind zu viele Zufälle.

Verbindung zwischen Büttner und Wagner? Wer hat was davon, dass sie tot sind?

Alle Uhren zusammen ergeben einen ziemlichen hohen Wert.

Menschen töten für weniger.

Wer oder was auch immer die beiden zusammenhält:

Wir müssen an diese zwei Uhren ran.

Wenn jemand versucht hat, die zu verhökern,

haben wir die fehlende Verbindung.

An den Hehlern bin ich dran.

Der Backgroundcheck, Simon Richter, was hat der ergeben?

Er hatte vor den Linnewevers diverse andere Arbeitgeber.

Jobs auf edlen Jachten, teuren Resorts ...

- Er sucht die Nähe von reichen Leuten? - Ja.

Und er hat auch gerne was bei seinen vorherigen Arbeitgebern mitgehen lassen.

Es kam zu mehreren Anzeigen, aber niemals zum Prozess.

Vielleicht waren es er und Enno gemeinsam

und haben sich über die Beute zerstritten.

Ein Mord unter Dieben, sozusagen.

Alles in Ordnung?

Hm ...

Ist das der Labradoodle von Kruse?

Mhm.

Hat Metastasen.

Ich bin mit dem Hund aufgewachsen.

Und? Wird er wieder gesund?

Ich fürchte, es ist zu spät.

Die Chemo ist zu teuer, und Kruse ...

na ja, der kommt mit seiner Rente kaum selbst über die Runden.

- Traurig. - Hm.

Was ist eigentlich mit dir, Nora und dieser Hütte?

Ach ...

Ist eine lange Geschichte, und auch lange her.

Hey. Lauf nicht weg. Erzähl's mir.

Wir ... Wir wollten diese Bretterbude am Strand ausbauen.

Nora sollte die Boards schreinern, ich Surfstunden geben

und Enno den Tresen schmeißen und die Leute da unterhalten.

- Ja? - Hey, Femke.

Ähm, die Analyse von Ennos Pillen ist da. Ritalin.

Ist für viele Abhängige wie Ersatz-Speed.

Passt zu dem, was die Linnewevers in der Apotheke gesagt haben.

Du, da ist noch was. Ähm ...

Ich bin noch mal Ennos Anruflisten durchgegangen und ...

Wird dir nicht gefallen.

- Du hast immer alles selber gemacht. - Spart Geld.

Hm.

- Was ist das? - Deine Anrufliste der letzten Wochen.

- Wie bitte? - Das Markierte ist Ennos Nummer.

Zigmal.

Wann habt ihr das letzte Mal gesprochen? Was weißt du über die Einbrüche?

Enno ist tot. Was willst du ihm noch anhängen?

Ich will seinen Mörder finden.

- Nora, bitte. Ich will es nur verstehen. - Verstehen ...

Du bist abgehauen und hast dich nicht für uns interessiert.

Ich hatte meine Ausbildung. Vier Stunden von hier.

Das ist deine Ausrede? Du hast dich nicht bei uns gemeldet.

- Wenn du nicht abgehauen wärst, dann ... - Nora.

Femke. Hört auf, euch zu streiten, Mädchen, ja?

Papa.

- Wie bist du ...? - Mir geht's gut.

Ich spüre auch keine Nebenwirkungen mehr.

- Du musst rein. - Lass mich ...

Bitte, komm rein.

Danke.

Du, Simon ...

Ich weiß nicht, was ich sagen soll.

Ihr wart so ein tolles Paar.

Weißt du, was?

Nimm dir doch den Rest des Tages frei.

Wir nehmen uns nach dem Frühstück ein Taxi.

- Nein. Das ist kein Problem, ich warte. - Okay.

Wenn irgendwas ist, wenn du irgendwas brauchst, dann ...

sag einfach Bescheid, ja?

- Danke. - Wir sind da für dich.

Ist das der Selbstgebrannte von deinem Vater?

Damit haben wir doch früher immer heimlich vorgeglüht.

Sehr verlockend, aber ich bin im Dienst.

Früher warst du nicht so zurückhaltend.

Sicher?

Mhm.

Enno hat manchmal auf meinen Vater aufgepasst, wenn ich arbeiten musste.

Als er nicht gekommen ist, hatte ich ein komisches Gefühl.

Warum hast du mir das nicht gesagt?

Ich weiß doch, dass Enno Einbrüche macht.

Ich habe schon genug Stress.

Meine Kollegen untersuchen den letzten Einbruch.

- Finden die da deine Fingerabdrücke? - Ich habe damit nichts zu tun. Ehrlich.

Wir haben Drogen bei Enno gefunden.

Er wollte weg von dem Zeug.

Aber manchmal, wenn er Geld hatte, dann hat er sich doch was geholt.

Bei Simon. Der hat immer was.

Simon Richter?

Tjark.

Was?

Chris? Tüte.

Oh.

Okay.

Danke schön.

Abschiedsbrief?

- Eher Geständnis. - Ah.

Enno und Simon haben zusammengearbeitet?

Klar, Enno Büttner wurde gierig. Simon Richter bekam Angst, dass das auffliegt.

Wagner hat rausgefunden, dass Simon gestohlen hat und wollte zur Polizei.

Simon schämt sich und bringt im Affekt Wagner um.

Ja.

Bullshit.

- Wir sollen wohl aufhören zu ermitteln. - Ja.

Komm.

Tss.

Ich weiß nicht, warum wir ihn nicht ... Was spricht dagegen?

Wenn Simon an das Boot rankommt und Enno Pillen vertickt hat, dann passt das.

Wer schreibt einen Abschiedsbrief auf einem Computer?

Der wurde panisch, als ihr ihn befragt habt.

Es muss nicht immer eine Verschwörung sein.

- Gier ist eines der ältesten Motive. - Ja.

Aber ich glaube es nicht, und du auch nicht.

Simon Richter, haben wir die genaue Todesursache?

Nee, ich warte immer noch auf den Autopsiebericht.

Wir haben ein Geständnis.

Wenn Simon nicht der Mörder war, wo ist das Motiv?

Simon ist der Sündenbock.

Es soll so aussehen,

als hätte der Mörder von Enno und Wagner Selbstmord begangen.

Jupp. Und damit wir den Fall schließen.

Das ist eine sehr steile These.

Wer bringt denn jemanden um, nur um von sich abzulenken?

Ja. Genau das ist es.

Klar.

Jemand, dem es um was Größeres geht.

Hatte Simon die zwei Uhren?

Hat Enno was anderes geklaut?

Das so viel wert ist, dass drei Menschen sterben mussten.

Die Kollegen haben alle Hehler abgeklappert.

Enno hat nirgendswo irgendwas vertickt.

Es könnte sein, dass die Kollegen nicht die richtigen Fragen gestellt haben.

Ach ... Ich habe das nicht gesehen.

Bringt mir was. Irgendwas.

Okay?

Mhm.

Hey, Papa.

- Hey, Nora. - Schau mal, was ich dir besorgt habe.

Das ist ja schön. Das ist schön.

Jetzt wird dir gleich ganz warm.

- Ist gut so? - Ja, danke.

Danke, Schatz.

- Papa, du zitterst ja. - Mach dir nicht so einen Kopf.

Wird schon wieder. Alles gut, alles gut.

Ja?

Auf Wagners Laptop fehlen die Dateien der letzten drei Jahre.

Fuck.

Kommst du da anders ran?

Vielleicht hatte er eine Cloud, ein Back-up oder eine Festplatte, aber ...

Was, wenn Enno so was geklaut hat?

Wann wurden die gelöscht?

Am Abend, an dem Wagner gestorben ist, und wir können Wagners Todeszeitpunkt

auf ziemlich genau 30 Minuten eingrenzen.

Entweder hat Wagner kurz vor seinem Tod die Dateien selbst gelöscht, oder ...

... sein Mörder war's.

Warum sollte Simon die löschen?

Gar nicht, Er ist nicht der Mörder.

Was, wenn jemand ein Geheimnis vertuschen will?

Vielleicht geht's ja um viel Geld.

Ich brauche die Akten vom Finanzamt.

Hauke, und wir brauchen noch Amtshilfe

von der Wirtschaftskriminalität.

Sonst noch was?

Ich melde mich.

Mach das.

- Tag. - Mhm. Tag.

Kann ich Ihnen helfen?

Würden Sie so was kaufen?

- Und die ist echt? - Pff ...

Sagen Sie es mir.

Papiere?

Hm ... Äh ... Pff ...

Wo ist die denn her?

Ist das wichtig?

300.

Mehr ist die nicht wert.

300? Ja, da ...

Hängen Sie noch eine Null dran, und wir sind im Geschäft.

Eins, zwei, drei.

Nimm's oder lass es.

Sie sind Händler und kaufen grad eine Markenuhr ohne Papiere,

obwohl Sie denken, dass die gestohlen wurde.

- Quatsch. - Das legt den Schluss nahe:

Sie machen das öfter.

- Nee, das wusste ich gar nicht. - Nee? Sekunde.

Hey, ja, Wolf hier. Gib mir doch mal den Dirk vom Raubdezernat.

Ich habe einen Kunden für ihn. Ist eine Menge zu holen.

Okay, okay, okay. Okay.

Was wollen Sie?

Eine Uhr, was denn sonst?

Oh.

Ich nehme die hier.

- Wer hat die Ihnen verkauft? - Weiß ich nicht.

Ich kenne ja nicht deren Namen.

Nee. Aber die Gesichter.

Du vertickst Ennos Zeug.

Das ist das zweite Mal, dass du mich anlügst.

Wenn du willst, dass ich seinen Mörder finde, dann hilf mir.

Wo? Wo ist der Rest?

- Bei den Einbrüchen war ich nicht dabei. - Wo?

Komm mit.

- Manchmal hat Enno mir was gegeben ... - Nora.

Papa geht's schlechter. Femke, ich muss hierbleiben.

Ist das alles?

Das war nur für meinen Vater.

Wie lang kennen wir uns jetzt?

Glaubst du, ich melde dich wegen dem bisschen Schmuck?

Ich überlege mir was.

Und das ist wirklich alles?

Ich hätte jetzt doch gern was von dem Schnaps.

Meinem Vater geht's schlechter. Die Medikamente schlagen nicht mehr an.

Ich vermisse Enno.

- Simon ist tot. - Was?

Ich habe das Gefühl, dass alle, die mit Enno zu tun hatten, in Gefahr sind.

Als ich mit Enno gesprochen habe,

meinte er, er ist an was Großem dran.

- Aber ... - Was meinst du mit "was Großem"?

- Ich weiß es nicht. - Größer als die Schwalben-Sache?

Du kennst Enno. Er war high und hat nur einmal davon gesprochen.

Wovon?

Er hat irgendetwas von einer Datei gesagt, die wahnsinnig viel wert ist.

Ich habe nie etwas in der Art bei ihm gesehen.

Er hat mir auch nichts gegeben. Das war einfach so eine Enno-Nummer.

Das glaube ich nicht.

Das passt zur Theorie.

Stimmt das, suchen wir einen Datenträger.

Eine Textdatei, Tabelle, Steuerunterlagen.

Aber es geht um eine einzige Datei.

Was in den Akten kann denn Millionen wert sein?

Wer sind Wagners reichste Mandanten?

Äh, Sekunde.

Steuermandanten, Mandantenliste, ja ...

Okay, also. Geert Svensson.

Und die Apotheker, die Linnewevers.

Wobei, Svensson ist eigentlich nur noch auf dem Papier reich.

Der Großteil seines Vermögens steckt im Bauprojekt.

Es wurde vor Jahren schon mal so ein Umweltgutachten in Auftrag gegeben.

Ja, lange bevor Enno diesen Vogel gesehen hat.

Und das Grundstück gehörte zu der Zeit ...

... Ulrich Wagner.

Wagner verkauft Svensson ein Grundstück, auf dem nicht gebaut werden kann?

So sieht's aus.

- Dann hat er ein Motiv. - Ja.

Ich kriege grad die Videos von Ceylan von der Überwachungsvideo vom Hafen.

- Super. Ich bin gleich bei euch. - Jupp.

Whoa.

Au.

Hier oder im Präsidium?

Ich rufe dich zurück.

Ich hatte was getrunken, okay?

Ich bin ich auf den Steg, habe ihn gesehen,

habe mich provoziert gefühlt und ihm eine reingehauen.

- Was hat Enno gemacht? - Ich weiß nicht.

Aber er hat irgendwas gefaselt von ... von freies Land und so.

Ich habe ihm eine reingehauen und bin zurück.

- Warum löschen Sie das Video? - Weil das scheiße für mich aussieht.

Nehmen wir mal an, das mit Enno, das stimmt.

Wissen Sie, was richtig scheiße für Sie aussieht?

Ulrich Wagner verkauft Ihnen ein Baugrundstück für zig Millionen,

und das stellt sich als wertlos heraus.

Ulrich Wagner wusste nichts von dem Umweltgutachten.

Der Auftrag kam von den Linnewevers.

- Die Apothekerfamilie? - Genau die.

- Warum machen die das? - Weiß ich nicht.

Seit die zu Geld gekommen sind, sind die Gutmenschen geworden.

Die machen nur noch Charity-Galas, Umweltschutz ...

Hören Sie, ich bin Geschäftsmann, ich bin kein Mörder.

Ich habe Enno eine reingehauen, das hätte ich Ihnen sagen müssen.

Aber das war alles, was ich getan habe.

Svensson hat ein Motiv.

Er hat kein Alibi, und er hat Enno in der Tatnacht verprügelt.

- Aber irgendwie ... - Ja.

Er ist wütend, schlägt ihn im Affekt.

- Mhm. - Ja.

Warum sollte er zurückkommen und ihn auf so eine brutale Art und Weise umbringen?

Sein Bauvorhaben geht so nicht schneller voran.

Wir haben weder auf dem Boot noch bei Wagner irgendwas von Svensson gefunden.

Was übersehen wir?

Hey. Du bist noch wach?

Ich musste Kruses Hund einschläfern.

Scheiße.

Tut mir leid.

Ich habe es noch mit Rückläufern probiert, aber ... keine Chance.

- Was sind Rückläufer? - Medikamente, die übrig geblieben sind.

- Und bei dir? - Scheißtag.

Okay.

Ja.

Ja.

Okay, Svensson geht, ja?

Kommt tatsächlich die ganze Zeit nicht wieder. Aber Enno, Enno bleibt.

Als ob der auf irgendjemanden wartet.

Und dann, eine ganze Zeit später, und siehe da ...

dahinten auf dem Parkplatz.

- Das ist Simons Dienstwagen. - Ja.

Simons Dienstwagen, aber der Wagen gehört den Linnewevers.

Wer sagt, dass Simon ihn fuhr?

Svensson hat von ihrem plötzlichen Reichtum gesprochen.

Vielleicht ist es genau das, was wir bisher übersehen haben. Die Linnewevers.

Wir konzentrieren uns auf die.

Wir suchen was, was Millionen wert ist und so eindeutig,

dass Enno das durchschaut haben kann.

Puh ...

Leute?

Der Obduktionsbericht ist da.

Simon ist an einer Überdosis gestorben,

allerdings nicht an seinen Ritalin-Pillen sondern an Fentanyl.

Krass.

Was ist das hier?

- Das sind die Umsätze der Apotheke. - Ja, ja, aber das.

- Das sind die Gewinne, oder? - Ja.

Na ja, äh ... Haben die jedes Jahr im Lotto gewonnen?

Erst seit drei Jahren, davor nicht.

Erst als sie eine onkologische Apotheke geworden sind, stiegen die Umsätze.

Haben Krebsmedikamente tatsächlich so eine große Marge?

Ich weiß, wer uns diese Frage beantworten kann.

Hallo?

- Wo ist es? - Da. Unterm Boot.

- Das kann nicht sein. - Was?

Die haben viel zu wenig Zytostatika gekauft für das,

was sie als Chemo rausgegeben haben.

Sekunde.

Heißt das, die Apotheker haben Krebsmedikamente gepanscht?

Ja.

Genau, also im Prinzip ist das so:

Die Chemo besteht aus einem Wirkstoff, dem Zytostatikum.

Das wird mit Kochsalzlösung verdünnt, für die richtige Wirkstoffmenge.

Kochsalz kostet fast nichts, Zytostatika hingegen sind sehr, sehr teuer.

Das muss doch jemandem aufgefallen sein.

Die Chemo baut sich im Körper innerhalb weniger Stunden ab.

Ein Betrug wäre nicht nachweisbar.

Euch ist klar, was wir den Linnewevers vorwerfen?

Hauke, das ergibt alles Sinn.

Weil ein Tierarzt was findet, kriege keinen Durchsuchungsbeschluss.

Das hat mit dir nichts zu tun.

Doch, doch, Hauke. Das ist begründbar.

Ulrich Wagner, der war der Steuerberater der Linnewevers.

Der hat genau das gesehen, was wir jetzt gerade entdeckt haben.

Enno Büttner ist per Zufall an die Informationen gekommen.

Enno hat Nora gesagt, dass er was entdeckt hat. Es ging um eine Datei.

Das reicht für einen Durchsuchungsbeschluss.

Für die Computer und medizinischen Unterlagen.

- Hauke! - Okay.

Nora?

Was ist denn da draußen los?

Es ist alles gut, mach dir keine Sorgen.

Mach ich mir halt auch.

Papa, du glühst ja.

Du musst in die Klinik.

Ich will nicht in die Klinik. Das weißt du.

Papa, ich rufe jetzt einen Krankenwagen.

Hat mir Enno gegeben.

Hat mir gesagt, ich soll drauf aufpassen.

Dann passt du jetzt drauf auf.

Polizei. Treten Sie weg vom Tisch.

Äh, das ist ein Reinraum, ja?

Jetzt nicht mehr.

Würden Sie uns bitte mit aufs Revier begleiten?

Die Infusionsbeutel direkt in die KTU und die Unterlagen ins Büro.

Den Laptop hier, den nehme ich. Danke.

Ich bringe dir deine Sachen vorbei, ja?

Hey.

Wir haben uns nicht vorgestellt. Hauptkommissar Wolf.

Wie stellen Sie sich das vor?

Was?

Sie im Gefängnis. Wie stellen Sie sich im Gefängnis vor?

Sie halten das nicht lange durch.

Was meinen Sie?

Die Geschichten mit Seife unter der Dusche, das sind so Klischees,

aber Mörder wie Sie sind für ...

Straftäter eher Abschaum.

Ich habe nichts gemacht.

Da gehen die Meinungen weit auseinander.

Wieso sollte ich ins Gefängnis?

Ich weiß nicht. Doch, ich weiß es.

Weil Sie einen Fehler gemacht haben.

Ulrich hat die Buchhaltung gemacht.

Sie meinen Ulrich Wagner? Das ist ja interessant.

Der war nicht nur Ihr Steuerberater, der war auch Ihr Buchhalter. Oder?

- Das ist ein Missverständnis. - Ah.

Sehen Sie, und auch da gehen die Meinungen weit auseinander.

Der Rechner der Linnewevers ist blank. Alles gelöscht.

Fuck.

Und zwar in der Nacht, in der Enno ermordet wurde.

- Nora? - Femke, du musst sofort kommen.

- Ich kann hier nicht weg. - Ich habe, was ihr sucht.

- Was denn? - Enno hat es bei meinem Vater versteckt.

- Bleib, wo du bist. Ich komme sofort. - Okay.

- Was ist los? - Ich melde mich.

Wie? Äh, Femke? Hallo?

Ich gehe einem Hinweis von Nora nach.

So eine Scheiße.

Der ist sich einfach zu sicher.

Was meinst du?

Der hat keine Angst.

Der weiß, dass wir nichts finden werden.

- Hat alle Spuren verwischt? - Davon gehe ich aus.

Und nun?

Der ist kalt, der ist abgebrüht.

Aber ist er so eiskalt, drei Menschen umzubringen?

Auf so unterschiedliche Art und Weise? Durch Folter, Totschlag, eine Überdosis?

Vielleicht hat er einen Mittäter.

Eine Mittäterin.

Hallo.

Ich fasse das noch mal zusammen.

Tatzeitpunkt Enno Büttner:

Da haben Sie ein Alibi.

Sie haben angegeben:

Ihre Mutter.

Na ja ...

Tatzeitpunkt Ulrich Wagner:

Ja, da haben Sie ein Alibi.

Sie haben angegeben: Ihre Mutter?

- Ja. - Ja, gut.

Und Tatzeitpunkt Simon Richter:

Da haben Sie ein Alibi?

Ja, und als Zeugen haben Sie angegeben:

Ihre Mutter. Was sagt Ihre Mutter eigentlich dazu?

- Wozu? - Dass Sie Krebsmedikamente panschen.

- Lassen Sie meine Mutter da raus. - Warum?

Tjark.

Die Analyse aus dem Labor ist da.

Die Infusionen enthalten das richtige Mischungsverhältnis, nichts gepanscht.

Wir waren zu spät. Er war es nicht allein.

Auch wenn du recht hast, wir müssen ihn gehen lassen.

- Wir müssen seine Mutter ... - Jetzt.

Herr Linnewever, Sie können gehen.

Wie bitte?

Das war ein Missverständnis.

Okay.

Auf Wiedersehen.

Nora?

Es war die Mutter.

- Wegen der Reaktion eben? - Ja.

Das kann tausend Gründe haben.

- Nein, hat es nicht. - Hey.

- Es ist seine Mutter ... - Wie soll ich ...?

Hey. Hey!

- Ich kann Femke nicht erreichen. - Wie?

Sie ist zu Nora gefahren.

Vor einer halben Stunde.

- Ihr Handy ist aus. - Ihr Handy ist ...?

- Schick mir die Adresse. - Alles klar.

Sie?

- Wo ist die Aufnahme? - Sag es ihr nicht.

Wisst ihr, was das ist?

Das ist Fentanyl.

- Ich sag's Ihnen. - Nicht.

Es ... ist in der Schachtel im Regal.

Was hast du dir dabei gedacht?

Das ist nicht so, wie du denkst.

- Ich rufe die Polizei. - Nein.

Lass mich mit meiner Mutter reden, ja? Bitte.

Das schuldest du uns. Die bringt das in Ordnung.

Ihr habt Hunderten Menschen gepanschte Medikamente angedreht.

Bitte.

Drei Tage. Deinem Vater zuliebe.

Und du hörst sofort damit auf.

Wenn ich zurück bin, ist die Sauerei verschwunden

oder ich gehe zur Polizei.

Ja, danke. Meiner Mutter fällt was ein.

Es tut mir leid, dass es so gekommen ist.

Ach, es tut Ihnen leid? Enno, Wagner, Simon.

Was ist mit den Menschen, denen Sie gepanschtes Zeug angedreht haben?

Das war nicht meine Idee.

Damit kommen Sie nicht durch.

Nein.

Ich nicht.

Aber Ludwig.

Was? Nein.

Theresa Linnewever ist nicht auffindbar.

Wir haben einen Abschiedsbrief, in dem sie alle Schuld auf sich nimmt.

- Frau Linnewever. - Was haben Sie vor? Nein.

Machen Sie das nicht.

Nein! Femke! Nein!

Femke.

- Nein. Bitte. - Hören Sie ...

- Hören Sie auf. Hören Sie auf. - Ich werde nichts sagen, bitte.

Sie haben, was Sie wollen.

Hilfe! Hilfe!

Noch ist es nicht zu spät.

Es ist ein schöner Tod.

Warum ...?

Warum haben Sie das getan?

Es geht nicht anders.

Oh.

Es tut mir leid.

Scheiße.

Fuck.

Tjark Wolf. Waldweg vier. Bülkersiehl.

Ja, Herrgott, Bülkersiehl.

Sekunde.

Fuck.

Fentanyl. Möglicherweise Überdosis.

Drei Opfer, weiblich. Ja, Herrgott, ich bleibe vor Ort.

Femke? Femke?

Femke! Hörst du mich? Hey! Hörst du mich?

Hey.

Danke.

Die Apothekerin hat sich die doppelte Dosis Fentanyl gespritzt. Keine Chance.

Sie hat den Chip verbrannt, ja?

Ja.

Hm.

Das Arschloch kommt mit allem davon.

- Das war der einzige belastbare Beweis. - Nein.

W...? Was?

Es gibt noch einen anderen Beweis.

Im Kühlschrank ist noch ein Chemo-Beutel übrig.

Ein etikettierter aus der Apotheke, bevor die ...?

Der ist auf jeden Fall gepanscht.

Da bin ich mir sicher.

Äh ...

Mhm.

Ich habe dich vermisst.

Ich dich auch.

Papa geht's schon wieder besser.

Ich glaube, Geert wird nie seine Ferienanlage bauen.

No Limits Media 2025 Untertitel: Anna Braun u. a.

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