All language subtitles for Benno macht Geschichten (1982) - 1

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Original subtitles

Guten Morgen, Herr Nachbar!

Guten Morgen! Entschuldigung!

Sieh mal! Klotz hat schon wieder eine Neue.

Wie gefällt dir der Hund? Ein Schäferhund wäre mir lieber.

Personen und ihre Farben:

Benno Pfeffer

Oskar Schrader Irma Kalweit

Vera Fröseke Richard Fröseke

Bienen summen.

Verflixte Bienen! Das ist genug!

Frau Kalweit!

Nicht stören!

Stören Sie die Bienen nicht!

Stören Sie nicht! Bitte!

Sind Sie verrückt?

Mach keinen Quatsch! Oskar!

Dramatische Musik

Um Himmels willen! Das ist mein größter Schwarm!

Der Hund bellt aufgeregt.

Fertig. Er ist weg.

Sie hätten mir helfen können, den Schwarm einzufangen.

So eine Gemeinheit!

Helfen? Die Biester haben mich genug gestochen.

Komisch. Meine Bienen haben noch keinen gestochen, nur Sie.

Eine Frau schreit.

Hilfe!

Sie schreit laut.

Was ist los, Betty?

Komm ins Haus!

Diese Mist-Viecher von dieser alten Schnepfe!

Weg mit euch!

Ich rede nicht mehr mit Ihnen. Das wäre schön.

Komm, Datschi! Schnell!

Oskar, mußte das sein? Ich war unbeherrscht. Ich gebe es zu.

Hör auf jetzt!

Fährst du am Wochenende zu deinem Sohn?

Ich habe nicht viel Lust. Aber sonst bin ich allein.

Erwartet deine Schwiegertochter endlich etwas Kleines?

Ja, ein neues Auto. Das ist den beiden wichtiger. Das ist traurig.

Ein Enkel wäre die richtige Medizin für dich gegen das Altern.

Du hast recht, Richard.

Ich wünsche mir Enkel, einen ganzen Stall voll Kinder.

Aber ich habe leider keine.

Der Schrader versteht nichts von Bienen.

Ich muß mich beeilen. Sonst verpasse ich den Zug.

Ich lasse den Zug wegfahren. Ich fahre nicht.

Du bekommst den Zug noch bequem. Ich habe keine Lust.

Die langweilige Reise... Fahr! Du brauchst Abwechslung.

Unterwegs erlebst du immer etwas. Ich werde nichts Besonderes erleben.

Entschuldigung! Haben Sie Feuer?

Benno!

Es zieht ein wenig.

Ich muß aufs Klo. Du bleibst hier!

Ich muß aber!

Treib dich nicht herum! In 5 Minuten bist du zurück.

Nein, in 4 Minuten. Ich warne dich.

Ja.

Hat er Dummheiten gemacht?

Dummheiten - das ist milde ausgedrückt.

Er tat etwas Unbegreifliches.

Er ist ausgerissen von zu Hause. Er trieb sich 2 Tage herum.

Er war fast 46 Stunden weg, mit dem Fahrrad. Unglaublich.

Er war in der Nähe von Schwerin. Heute verständigte mich die Polizei.

Ich habe ihn gerade abgeholt. Ich wohne in Berlin.

Warum ist er ausgerissen? Er sagt, ihm war langweilig zu Hause.

Die Situation war nicht erfreulich für ihn:

Meine Frau und ich waren mehrere Tage auf Dienst-Reise.

Der Junge war ganz allein? Nicht ganz allein.

Unsere Nachbarin kochte für ihn.

Aber der Junge täuschte die alte Frau. Wissen Sie wie?

Mit einem Tonband mit seiner Stimme.

Die Frau bemerkte sein Verschwinden erst am nächsten Tag.

Ich sah das sofort: Er ist ein schlauer Junge.

Ja.

Warum stehst du hier? Es ist eng. Ich warte schon lange.

Ich bin eher dran. Laß mich erst!

Was ist los mit dem?

Was sagst du dazu?

Er lebt gesund.

50 Kilogramm zuviel.

Kannst du schweigen? Dumme Frage.

Das ist eine gute Idee.

Hoffentlich erwischt er dich nicht. Wenn jemand kommt, pfeifst du.

Mutz pfeift.

Schon fertig.

Pech.

Wie heißt du? Martin.

Ich bin Benno.

Die Oma dort wäre gut. Vielleicht haben wir Glück.

(junge Frau) Die Toilette ist frei.

Besetzt! Unverschämtheit! - Entschuldigung!

Sie müssen abschließen. Das wissen sogar die Kinder.

Selbstverständlich. Klar.

Das war Rache.

Wo bleibt der Junge so lange? Er macht schon keine Dummheiten.

Seien Sie froh, daß Sie den Jungen haben!

Eine Ehe ohne Kinder ist traurig.

Das sehe ich bei meinem Sohn. Ich komme gerade von ihm.

Ja, aber ein Kind verlangt viel Zeit. Daran mangelt es bei mir.

Sie sind Rentner. Aber ich arbeite noch als Elektriker.

Sie sind Elektriker?

Ja. Ich heiße Schrader. Pfeffer.

Herr Schrader, tun Sie mir einen Gefallen?

Eine Steckdose anbringen in meinem Bad?

Nein.

Herr Schrader! Ich bin froh, wenn ich meine Arbeit im Betrieb schaffe.

Ich arbeite nur noch, weil ich mich zu Hause langweile.

Ich bin Witwer.

Da kommt Ihr Benno.

Wen sehe ich denn da noch?

(Vater) Sind das 4 Minuten, Benno?

Guten Tag! Guten Tag, Mutz! Wo kommst du her?

Ich war bei meiner Tante in Rostock. Das war schön.

Tschüs, Benno! Tschüs!

Der Junge und ich wohnen im selben Ort. Klein-Hagenau.

Das ist in der Nähe von Berlin. Tun Sie mir den Gefallen!

Für einen Elektriker ist das keine Mühe.

Reparieren Sie auch eine elektrische Eisenbahn?

Das hängt davon ab, was kaputt ist. Fang nicht damit an!

Machen Sie doch!

Gut, Herr Pfeffer. Geben Sie mir Ihre Adresse!

Das geht ja schnell.

Wollen Sie einen Schnaps? Vielleicht später.

Wenn Sie etwas möchten, gehen Sie zu meiner Frau!

Ich muß leider arbeiten.

O Gott!

Ganz ohne Dreck geht das leider nicht.

Gut, daß Sie da sind. Mein Mann und ich können keinen Nagel einschlagen.

Aber ich kann das. Du bist ein großer Bastler.

Aber die Lok kann ich nicht allein reparieren.

Ich sehe sie mir an nachher.

Sind die Schularbeiten fertig? Nein.

Beeil dich! Ich möchte zuschauen.

Bitte, Benno!

Wenn Sie etwas brauchen, sagen Sie es meinem Mann!

Er ist im Wohnzimmer.

Nun weiß ich Bescheid.

Mathematik. Mist!

Vati, hilfst du mir bei einer Aufgabe?

Jetzt ist mein Gedanke weg. Du bist schuld.

Welcher Gedanke? Sei ruhig!

Wie war das?

Ja, das ist die Lösung.

Bitte geh zu Mutti!

Wenn ich arbeite, bin ich nicht da. Dann bist du nie da.

Benno, was soll das?

Muß das jetzt sein?

Du sagtest, ich soll jetzt Schularbeiten machen. Ja.

Mutti muß nachdenken.

Ich muß morgen im Gericht eine schwierige Entscheidung treffen.

Sie betrifft einen kleinen Jungen. Seine Eltern werden geschieden.

Geben wir das Erziehungs-Recht der Mutter oder dem Vater?

Ich muß genau überlegen.

Geh zu Vati! Er versteht mehr von Mathematik.

Vati hat auch keine Zeit. Nie.

Mein armer Junge.

So geht das nicht weiter. Komm!

Horst!

Ich habe nicht 1 Sekunde Ruhe! Was ist los, Renate?

Du mußt dich mehr um Benno kümmern. - Du auch.

Ich muß einen Vortrag vorbereiten bis morgen.

Der Vortrag dauert 90 Minuten.

(Renate) Du nimmst keine Rücksicht auf Benno und mich.

Ich habe auch einen Beruf.

Und abends habe ich Ehe-Beratung und den Haushalt. Ich bin überfordert.

Ehe-Beratung! Rätst du den Leuten, sich vor ihrem Kind zu streiten?

Ich bin mit den Nerven am Ende. - Nicht so laut!

Mit der Hausarbeit übertreibst du.

(Horst) Gestern war ich einkaufen. Fast 45 Minuten.

Fast 50 Minuten. - Ich weiß.

Aber jetzt sprechen wir von Benno.

Du bist Ökonom. Du mußt Zeit für ihn herauswirtschaften.

Gib her!

Meine Mitschüler haben es gut.

Sie haben Omas und Opas. Die haben Zeit für sie.

Halte mal!

Das ist heiß.

Das ist gleich fertig. Sehr gut.

Eine Uhr schlägt.

Die alte Uhr gefällt mir. Gehört sie dir?

Ich fand sie auf dem Boden in einer Kiste.

Verstehen Sie etwas davon? Uhren sind mein Hobby.

Ging die Uhr noch? Nein, ich habe sie repariert.

Du übertreibst. Nicht alleine.

Der Großvater eines Mitschülers ist Uhrmacher.

Er zeigte mir, was kaputt ist.

Dann half ich ihm beim Reparieren. Das war eine nützliche Tat.

Der Uhrmacher sagt:

Eine kaputte Uhr ist wie ein Huhn, das keine Eier legt. Das ist gut.

Schalte den Strom ein! Gut.

Das ist gut!

Wir müssen uns noch um die Weiche kümmern.

Das sehe ich mir auch noch an.

Ich mache jetzt Abendbrot.

Bleibt der Elektriker noch lange? - Ich frage ihn.

Stimmen aus dem Kinder-Zimmer

Da geht es lustig zu.

Der Zug fährt gut. Paß auf! Stell die Weiche!

Die andere Weiche!

Schnell ausschalten! Mist!

Das ist nicht schlimm. Keine Verletzten, kein Sachschaden.

Der "Wartburg" ist kaputt.

Räuspern

Vati, der Zug fährt wieder.

Das freut mich.

Herr Schrader, wieviel Geld bekommen Sie?

Ich rechne gleich zusammen. Kommen Sie in mein Zimmer!

Wir spielen gerade so schön.

Jetzt ist Schluß.

Das soll kein Rausschmiß sein. Ich wollte längst gehen.

Geht die Uhr richtig? Ja.

Die Zeit ist schnell vergangen.

Mach's gut!

Sie auch! Und Danke.

Sie kommen doch bald wieder?

Das weiß ich noch nicht. Warum?

Sei nicht aufdringlich! Das ist er nicht.

Wir treffen uns bestimmt irgendwann. Ich arbeite hier in der Nähe.

Bitte!

Gespräch im Wohnzimmer:

Ich berechne Ihnen die Weg-Stunden und 2 Arbeits-Stunden...

Spannende Musik

Noch einmal schönen Dank. Schon gut.

Ich habe vergessen zu fragen, ob er meinen Fön repariert.

Er kommt bald wieder. Wieso?

Das verrate ich nicht.

Er ist frech, aber aufgeweckt und klug.

Jemand müßte sich um ihn kümmern. Er ist viel zu oft allein.

Aus ihm wird nichts. Das ist schade.

Kümmere du dich doch um ihn! Ich? Wie denn?

Hol ihn öfter hierher! An den Wochenenden oder in den Ferien.

So ein aufgeweckter Junge bringt Leben ins Haus. Das tut dir gut.

Die Eltern geben mir das Kind nicht.

Sie haben wenig Zeit für den Jungen.

Vielleicht sind sie froh, wenn er nicht da ist.

Sie sind nicht eingebildet. Sie sind immer höflich.

Sie boten mir sogar Schnaps an.

Aber sie waren froh, als ich nach der Arbeit verschwand.

Das spüre ich, auch wenn sie sehr höflich sind.

Versuche es trotzdem! Mach ihnen den Vorschlag!

Die Leute legen Wert auf gutes Benehmen.

Deshalb sei höflich und nett!

Warum betonst du das so? Oskar, das weißt du selbst.

Du bist oft unfreundlich. Ich bin unfreundlich?

Sagt das die Kalweit? Quatsch.

Ich krieche ihr höflich genug in den Hintern.

Jetzt streiten wir wieder. Ich nicht. Ich gehe.

Bleib! Das war nicht böse gemeint. Nein.

So etwas ist mir seit meiner Lehr-Zeit nicht passiert.

Werkzeug vergessen - mein Meister hätte mich geschlagen dafür.

Das hätte sehr weh getan.

Du lachst gar nicht. Was ist los?

Sag es mir! Vielleicht kann ich dir helfen.

Ich freute mich auf die Ferien.

Meine Mutter wollte mit mir verreisen. Aber daraus wird nichts.

Warum? Sie fährt zur Kur.

Nicht erst im Herbst, sondern nächste Woche.

Warum fährt dein Vater nicht mit?

Er hat seinen Plan. Er reist woanders hin.

Er fährt 3 Wochen zu einem Erfahrungs-Austausch.

Das Doofste ist...

Benno weint.

Weine nicht! Was ist das Doofste?

Ich soll zur alten Meerkatz ziehen. Sie paßt auf mich auf.

Meerkatz - wer ist das?

Unsere Nachbarin. Eine alte Mecker-Ziege.

Sie ist sehr streng. Das ist doof.

Ich möchte am liebsten ins Kinder-Ferienlager fahren.

Aber dort ist jetzt kein Platz mehr frei.

Wann kommen deine Eltern nach Hause? Ich glaube, bald.

Wie soll ich Ihnen das erklären, Herr Schrader?

Sie wollen Benno fast 3 Wochen lang betreuen.

Ihr Angebot ist gut gemeint. Es ist nur etwas überraschend für uns.

Benno ist ein schwieriges Kind.

Sie brauchen viel pädagogisches Geschick.

Liebe Frau Pfeffer, ich habe selbst einen Sohn.

Pädagogisches Geschick nützt nichts, wenn Sie keine Zeit haben.

Sie müssen auf seine Interessen eingehen.

Das werde ich tun.

Benno bastelt gern.

Ich habe in meinem Garten eine Werkstatt.

Dort werde ich mit ihm alte Uhren reparieren und Vogel-Häuser bauen.

Bei mir lernt er auch etwas.

Das wäre gut. Aber was ist mit dem Essen?

Das ist kein Problem.

Ich habe beim Wettbewerb der Hobby-Köche den 2. Platz belegt.

Trotzdem gibt es noch einige Probleme, Herr Schrader.

Seien Sie mir jetzt nicht böse!

Wir kennen uns kaum. Benno ist...

Horst, lauf nicht dauernd herum!

Was wollte ich jetzt sagen? - Du sagtest "Benno ist ..."

Benno ist unser einziges Kind. Zum Glück.

Wie darf ich das verstehen?

Entschuldigung! Ich bin manchmal etwas direkt.

Mit mehr Kindern hätten Sie noch weniger Zeit. Habe ich recht?

Renate, wir müssen zugeben:

Herr Schrader kennt uns und unsere Lebens-Gewohnheiten gut.

Ich verstehe Sie. Sie sorgen sich um Ihren Jungen.

Sie interessieren sich bestimmt auch für meine Lebens-Gewohnheiten.

Sie können sich in meinem Betrieb erkundigen.

Oder bei meinem Nachbarn, Herrn Richard Fröseke.

Er kennt auch meine Schwäche, mein schlechtes Deutsch.

Bei Benno ist nichts zu verderben. - Benno soll selbst entscheiden.

Einverstanden.

Beschwingte Musik

Da ist ja unser Freund.

Das ist mein Benno. Guten Tag!

Das ist Herr Fröseke.

Mach keine Streiche mit ihm! Er ist unser bester Nachbar.

Richard! Komm Kaffee trinken! Bis dann! Mein General ruft.

Da ist er!

Leider sind nicht alle Nachbarinnen so nett.

Du machst Komplimente. Kommt zu uns Kirsch-Torte essen!

Eine tolle Schaukel!

Spannende Musik

Wer ist der komische Mann?

Das ist kein Mann.

Das ist Frau Kalweit. Sie geht zu ihren Bienen.

Was qualmt bei ihr?

Sie raucht Pfeife, damit die Bienen vor ihr flüchten.

Die Biester stechen ganz gemein.

Sei vorsichtig! Geh nicht an den Zaun!

Quatsch! Bienen stechen nur, wenn jemand sie stört.

Ihre Kreis-Säge stört sie immer.

Hören Sie auf mit meiner Kreis-Säge! Dummes Geschwätz!

Das ist kein Geschwätz. Ein berühmter Professor fand heraus...

Ich kenne den Artikel.

Ihr Professor schreibt: Bienen mögen keine lauten Geräusche.

Aber er schreibt nicht, welche Geräusche.

Die Kreis-Säge ist Ihre Erfindung.

Er schreibt nicht, welche Geräusche? Sie spinnen.

Lärm ist Lärm.

Mit Ihnen kann man sich nicht unterhalten. Das stimmt.

Sie haben keinen Nerv für Tiere.

Sie nerven mich.

Sie Tier-Scheuche! Sie wissen genau, was ich meine.

Sie rücksichtsloser Mensch!

Das lassen Sie sich gefallen? Sie zeigte Ihnen einen Vogel.

Ich würde mich wehren. Quatsch. Setz dich auf die Schaukel!

Schaukle nicht so wild! Ich bringe dein Zimmer in Ordnung.

Wenn du Hunger hast, sag Bescheid!

Blöde Mecker-Ziege!

Hallo, Benno!

Guten Tag, Mutz! Woher weißt du, daß ich da bin? Von Schrader.

Laß mich mal schaukeln!

Nicht so langsam!

Mutz, ich brauche etwas. Was?

Nies-Pulver. Ich will jemanden ärgern. Nies-Pulver?

Ja. Ich habe kein Nies-Pulver.

Aber mein Bruder ist schon 13. Für ein paar Mark versorgt er welches.

Ich habe gerade Taschen-Geld bekommen. Reichen 10 Mark?

Für 10 Mark besorgt er einen ganzen Sack.

Willst du Schrader ärgern?

Bist du verrückt? Ich will mich rächen.

Die Kinder lachen.

Die Jungen haben immer gute Laune.

Die Uhr spielt eine Melodie.

Ist das schön!

Sie ist über 150 Jahre alt. Das ist eine Kostbarkeit.

Ich würde sie ins Wohnzimmer stellen. Sie gehört mir nicht.

Ich reparierte sie für die Kalweit. Was?

Sie hat gebettelt.

Sie ist nicht immer so giftig. Sie hat mich überredet.

Benno, kannst du ihr die Uhr zurückbringen?

Nicht heute. Bei Gelegenheit. Mache ich.

Ich möchte ihr nicht begegnen.

So viele Uhren!

Da ist sogar eine Kuckucks-Uhr! Sie ist nicht mehr viel wert.

Sie braucht ein neues Werk.

Die Uhr im Wohnzimmer ist schöner. Und was machen Sie mit dieser Uhr.

Der Kuckuck ruft.

Willst du sie auseinandernehmen? Was? Ich?

Darf ich das wirklich? Natürlich.

Darf ich auch den Kuckuck behalten? Vielleicht brauchst du ihn noch.

Mir fällt bestimmt etwas ein.

Schmeckt das? Prima.

Sie kochen gut. Anders als meine Mutter, aber auch gut.

Benno, du bist nun 3 Tage bei mir.

Wir wurden gute Freunde in der kurzen Zeit.

Genau.

Darauf stoßen wir jetzt mit Apfel-Saft an.

Dann sagst du zu mir "du" und "Oskar".

Wie Männer.

Oskar, mir gefällt es sehr gut bei dir.

Laute Rock-Musik

Himmel, Arsch und ...!

Der verrückte Klotz hat das Radio wieder laut angedreht.

Er hat auch wieder etwas Neues auf der Luft-Matratze. Eine Rothaarige.

Seit seiner Scheidung hat er viele Weiber. Das bin ich gewöhnt.

Aber an den Lärm gewöhne ich mich nicht. Ruhe!

Sie knutschen sich.

Richard!

Setz dich wieder und iß!

Benno! Das ist Mutz. Das ist wichtig.

Kommst du zu uns Romme spielen, Oskar?

Später. Wenn der Junge schläft.

Das Nies-Pulver war gar nicht leicht zu beschaffen.

Das ist super.

Wenn es dunkel ist, mache ich etwas Tolles.

Unheimliche Musik

Die Tür quietscht.

Benno?

Spannende Musik

Frau Kalweits Hund bellt.

Was hast du, Datschi?

Was ist los?

Ich bin müde.

Datschi, wir gehen heute zeitig schlafen.

Weißt du, was mich so müde macht?

Der viele Ärger.

Reg dich jetzt nicht auf, Oskar!

Irma Kalweit war bei uns. Sie beschwerte sich über dich.

Wirklich? Hat sie sich wieder mal beschwert?

Sie beschwerte sich nicht richtig.

Sie hat keine Verwandten. Deshalb kommt sie manchmal zu uns.

Sie erzählt uns ihre Sorgen.

Was wollte sie diesmal?

Sie sagte, du fängst jeden Tag Streit an mit ihr.

Ich fange an?

Umgekehrt. Sie streitet immer mit mir.

Es ist egal, wer anfängt. Nein!

Nach dem Ärger mit den Bienen hast du deine Schuld zugegeben. Ich?

Oskar, du bist oft ungerecht zu ihr.

Sie nervt mich auch manchmal.

Sie ist schon lange allein. 20 Jahre seit der Scheidung.

Da wird ein Mensch seltsam und verbittert.

Ihre Tier-Liebe ist enttäuschte Menschen-Liebe.

Mein Leben war auch nicht leicht.

Habt ihr einen Schnaps?

Natürlich.

Ihr seid beide in einer ähnlichen Lage. Alleinstehend. Was?

Ihr seid euch sehr ähnlich.

Warum streitet ihr immer? Ihr müßt zusammenhalten.

Du willst mich mit ihr verkuppeln. Rede nicht solchen Quatsch!

Irma tut mir leid. Mir nicht.

Ich kenne sie schon lange, länger als du.

Ich bitte dich: Sei ihr ein verträglicher Nachbar!

Wenn sie unfreundlich ist, bleibe ruhig!

Danach kommst du zu uns und trinkst einen Schnaps gegen den Ärger.

Das hast du nett gesagt, Vera.

Ich verspreche dir: Ich werde mir Mühe geben. Noch mehr als jetzt.

Prost!

Das war genug Selbstkritik. Spielen wir jetzt?

Du mußt eine Karte abwerfen, Oskar.

Moment!

Gewonnen!

Du bist eine Expertin.

Was macht dein Benno? Er war den ganzen Tag im Garten.

Jetzt schläft er fest.

Spannende Musik

Der Hund bellt.

Blöder Hund!

Der Hund knurrt.

Was hast du, Datschi?

Riechst du Bonzo und Milli?

Der Hund bellt.

Sie tun dir nichts.

Der Hund bellt weiter.

Komm zu mir ins Bett!

So ist es schön.

Hör auf zu jaulen!

So ist es gut.

Unheimliche Musik

Der Hund knurrt.

Sei endlich still!

Datschi! Was ist los mit dir?

Frau Kalweit niest.

Was ist los? Ich habe doch gar keinen...

Sie muß niesen.

Ich habe doch keinen Schnupfen.

Datschi, was ist das?

Der Hund niest.

Du auch? Haben wir uns beide erkältet?

Quatsch! Da ist etwas in der Luft.

Sie atmet tief durch.

Das tut gut!

Simsalabim!

Komm!

Die Jungen klatschen Beifall.

Bravo! Prima! Bravo!

Benno! Komm einmal her!

Ich? Warum denn ich?

Abrakadabra! 3 Mal schwarzer Kater!

Hier ist nichts.

Da ist nichts.

1 Mark. - Nein!

50 Pfennige.

Und wieviel Geld habe ich in der Nase? Du? 10 Pfennige.

Ist das richtiges Geld?

Wie machst du das? Das verrate ich nicht.

Sag es uns! Wir verraten es keinem.

Ich zeige euch noch etwas.

Klingeln

Wer ist das? Sieh mal nach!

Die Garten-Tür ist zu.

Was wünschen Sie? Schon gut.

Entschuldigen Sie die Störung!

Mein Name ist Rödel. Schrader. Ich zaubere gerade.

Ich komme vom Kinder-Ferienlager. Wir haben Strom-Ausfall.

Unser Elektriker ist noch auf Arbeit.

Deshalb wurde ich zu Ihnen geschickt. Da muß ich wohl helfen.

Bitte! Wir können nicht kochen und am Abend sitzen wir im Dunkeln.

Ich komme. Danke schön!

Es ist nicht weit. Ich fahre Sie mit unserem "Trabant" hin.

Ich bin Olaf Beier.

Ich bin Waldemar Cierpinski. Erster!

Ich schleudere dich in die Wolken.

Wie zieht Oskar uns das Geld aus der Nase?

Ich finde es heraus. Er verrät es mir bestimmt.

Guten Tag, Frau Nachbarin! Guten Tag!

Was ist los mit dem?

Er hat noch nie "Nachbarin" zu mir gesagt.

Ich bin zum Abendbrot zurück.

Sonst machst du dir Schnitten. Im Kühlschrank ist Leberwurst. Ja.

Macht nichts Dummes! Nein.

Wenn ihr Langeweile habt, zupft Unkraut! Machen wir, Oskar.

Guten Tag, Garten-Freund Klotz! Guten Tag!

Gestern abend war Ihr Radio wieder ganz schön laut.

Sie fanden es "schön" laut? Da bin ich beruhigt.

Sie wissen genau, wie ich das meine. Sind Sie schwerhörig?

Ich will wenigstens abends meine Ruhe haben. Verstehen Sie?

Hören Sie auf mit dem ewigen Nörgeln!

Ich spiele, wann ich will und so laut wie es mir gefällt. Frechheit!

Ich sage Ihnen nur eins... Gib's ihm, Oskar!

Wenn Sie Ihr Radio wieder so laut stellen, verderbe ich Ihnen den Spaß.

Das war deutlich.

Verschwinde!

Ihnen fehlt ein Dachdecker!

Sie haben ein Ding an der Lampe! Einen Sprung in der Schüssel!

Verschwindet!

Ich komme gleich rüber. - Sie trauen sich nicht.

Wir lassen unseren großen Hund los. Ihr habt gar keinen Hund.

Wenn ich euch erwische, ist was los.

Alte Nase! Alter Angeber!

Der ist doof! Genau.

Komm! Das reicht.

Schon so spät? Ich muß gehen. Drückst du dich vorm Unkrautziehen?

Quatsch! Mein Bruder hat Geburtstag. Geh!

Benno! Komm mal her!

Was ist?

Komm mal her!

Wir haben uns noch nicht richtig bekanntgemacht. Nein.

Ißt du gern Süßes? Ich habe Negerküsse übrig.

So etwas... esse ich.

Kriech durch den Zaun!

Ich darf davon nicht zuviel essen. Sonst werde ich zu fett.

Komm mit in meine gute Stube!

Der Hund bellt.

Aber Datschi!

Das ist doch unser neuer Nachbar. Du kennst ihn doch schon.

Der Hund knurrt.

Er tut uns nichts.

Hier ist der Eingang.

Setz dich dahin!

Iß soviel du willst!

Nimm!

Ich bin nicht neugierig, aber das interessiert mich:

Bist du mit Schrader verwandt? Nein. Wir lernten uns im Zug kennen.

Dann sagte Fröseke die Wahrheit.

Schmeckt es dir? Ja.

Von dem alten Schrader bekommst du wahrscheinlich nicht viel Süßes.

Genug. Nur nicht viel Kuchen.

Aber er kocht Pudding für mich, zum Beispiel Götterspeise.

Obwohl er selbst keine ißt.

Ich habe noch etwas Leckeres. Das ißt du bestimmt auch gern.

Danke!

Willst du auch etwas trinken? Haben Sie Brause?

Hoffentlich wird dir nicht schlecht. Mir wird nie schlecht.

Wenn du meinst.

Sie ist gar nicht übel.

Der Hund knurrt.

Benno knurrt wie der Hund.

Der Hund bellt.

Der Hund knurrt.

Knurre nicht, Datschi!

Koste mal! Das schmeckt gut.

Komm!

Komm! Komm!

Jetzt schmeckt es dir, du wilder Hund.

Habt ihr Freundschaft geschlossen? Das ist schön.

Danke!

Die ist besonders gut. Da ist Nougat drin. Iß die!

Die anderen schmecken auch gut.

Du kannst ruhig öfter zu mir kommen. Ich habe immer etwas Leckeres da.

Aber vielleicht läßt dich Schrader nicht weg.

Ich bin nicht neugierig, aber das interessiert mich:

Warum fährt Schrader nicht mehr auf Arbeit?

Ist er in Rente gegangen? Nein, er hat Urlaub.

Er nahm extra wegen mir Urlaub. Er liebt Kinder.

Wo ist er jetzt? Im Ferienlager.

Haben Sie den Schaden gefunden?

Keine Sorge! Das ist gleich wieder in Ordnung.

Mir fällt ein Stein vom Herzen. Hören Sie es?

Kinder singen.

Ich höre nichts, nur den Gesang.

Was bekommen Sie für Ihre Arbeit?

Nichts. Ich nehme nichts für das bißchen.

Der Chor singt "Der Kuckuck und der Esel ..."

Das Lied gefällt mir.

Der Chor übt für das Kinderfest.

Wir laden Sie und Ihre 2 Jungen ein. - Gute Idee. Kommen Sie?

(Oskar lacht) Wir kommen gern.

Sie haben doch vorhin gezaubert? Ja.

Könnten Sie auch auf unserem Fest...

Nein, tut mir leid.

Früher trat ich bei Veranstaltungen auf. Aber das ist lange her.

Sie können zaubern? - Können Sie Kunststücke?

Ja, aber ich bin aus der Übung. Herr Schrader!

Das paßt sehr gut in unser kleines Programm.

Ja, das ist gut! - Kommen Sie!

Zauber-Kunststücke sind klasse!

Kommen Sie!

(Alle) Bitte!

Ich muß wohl zaubern.

Lauter Jubel

Junge! Du hast die 6 Negerküsse und alle Pralinen gegessen!

Sie sagten, ich kann essen soviel ich will.

Hoffentlich verträgt das dein Magen.

Ich muß gehen. Ich versprach Oskar, daß ich Unkraut zupfe.

Man muß seine Versprechen halten.

Dein Mund ist schmutzig. Komm mit ins Bad!

Das ist mein schönstes Zimmer.

Schau in den Spiegel! Alles ist voll Schokolade.

Wie geht das ab?

Nimm den Lappen! Danke!

Das ist das einzige Bad mit Fliesen in der Garten-Kolonie.

Die meisten haben keine Wanne. Oskar sagt: Eine Dusche genügt.

Eine Wanne ist besser.

Hier ist schlechte Luft.

Der Hund niest.

Du niest ja immer noch.

Armer Datschi!

Das war schlimm gestern abend: Wir beide mußten ständig niesen.

Da war etwas in der Luft. Datschis Nase ist ganz entzündet.

Entzündet? Ist die Nase jetzt immer noch entzündet?

Jetzt ist es wieder besser.

Hunde haben empfindlichere Nasen als Menschen.

Tut dir der kleine Hund auch leid?

Ich muß jetzt gehen.

Auf Wiedersehen! Auf Wiedersehen!

Benno! Frag Oskar, wann er endlich meine Spiel-Uhr repariert!

Er hat die Uhr schon 4 Wochen. Ich bringe Ihnen die Uhr.

Sie ist fast fertig. Es fehlt noch eine kleine Verbesserung.

Ich bringe Ihnen die Uhr in ein paar Tagen. Tschüs! Tschüs!

Das ist ein netter Junge. Er darf öfter zu uns kommen.

Was ist los, Benno? Warum ißt du so langsam?

Ich überlege, wie du die Zauber- Kiste für das Kinder-Fest baust.

Deshalb mußt du nicht stundenlang an einer Schnitte kauen.

Ich habe keinen Hunger. Warum? Bist du krank?

Du hast den ganzen Nachmittag nichts gegessen. Ich habe viel gegessen.

Weißt du, bei wem? Nein.

Bei der Kalweit. Was?

Das höre ich nicht gern. Sie hat mich eingeladen.

Sie ist gar nicht so. Wie meinst du das?

Sie ist keine doofe Ziege. Benno! Das habe ich nie gesagt.

Du hast es gedacht. Genau wie ich.

Einmal sagtest du auch "Ziege". Wirklich?

Vielleicht hast du recht.

Wie ist sie denn?

Ich kann das nicht erklären. Sie ist gut.

Sie spricht mit ihrem Hund wie mit einem Menschen.

Dann hat sie... Dann machte sie mich schlecht.

Nein!

Sie versuchte es einmal. Aber ich verteidigte dich.

Dann war sie still. Du bist gut.

Bist du mir nicht böse? Unsinn. Ich bin dir nie böse.

Was gab sie dir zu essen, daß du so satt bist? Negerküsse.

Was ist das für Zeug? Kennst du das nicht?

Die schmecken gut. Ganz süß.

Die Pralinen waren auch lecker.

Oskar, ich habe Bauch-Schmerzen.

Sie will ihn von mir weglocken. Das wird ihr nicht gelingen.

Guten Morgen, Oskar!

Habt ihr keine Negerküsse? Nein, die bekommen wir ganz selten.

Aber wir haben frische Plunder-Stücke. Zeig mal!

Gib mir 15 Stück! Was?

Du hast doch gestern schon eine Menge Kuchen und Süßigkeiten gekauft.

Das reicht nicht übers Wochenende. Mein Benno ißt viel.

Ich muß aufpassen, daß er nicht zuviel ißt. Er liebt Süßes.

Der kleine Mutz bekommt auch etwas.

Du hast 2 verfressene Ferien-Gäste.

Schau mal in den Spiegel, Oskar!

Du hast dich sehr verändert, seit Benno hier ist.

Ich sehe 10 Jahre jünger aus. Das ist kein Scherz.

Ich weiß nicht, wie ich das sagen soll.

Du wirkst ausgeglichener und froher.

Du siehst richtig fröhlich aus.

Du hast recht. Das liegt an dem Jungen.

Ich kann ihm nicht böse sein.

Du bastelst schon fast eine Woche an der alten Uhr herum.

Iß nicht so viel!

Hör auf! Paß lieber auf, ob Oskar kommt!

Keiner kommt.

Das färbt ganz gemein.

Bist du verrückt?

Das ist ein Färbe-Mittel.

Das mußt du abschrubben.

Das geht schwerer ab als Tinte. Mist.

Vielleicht können wir mit dem Zeug jemanden ärgern?

Ich weiß nicht. Vielleicht braucht Oskar das Zeug noch.

Oskar kommt draußen auf der Straße.

Faß mit an!

Warum darf Oskar nichts davon wissen?

Er mag es nicht, wenn ich der Kalweit etwas Schönes schenke.

Oskar kann die Kalweit nicht leiden.

Aber du kannst sie plötzlich leiden. Du weißt doch, warum. Knallkopf!

Die viele Arbeit! Die macht mir Spaß. Sei still jetzt!

Ich bin bald fertig. Morgen bringe ich ihr die Uhr.

Ich gehe nach dem Mittag-Essen zu ihr, wenn Oskar schläft.

Er bringt ihr die Uhr.

Was hat er mit der Uhr gemacht?

Schnell, stell hin!

Ich freue mich so!

Jetzt geht sie wieder!

Ich bin nicht neugierig, aber sag mal:

Was ist das für ein Kasten? Das habe ich gebaut.

Das sieht gar nicht schlecht aus.

Was denken Sie, was in dem Kasten ist? Etwas Tolles.

Datschi wird sich auch freuen.

Datschi auch?

Ich bin so froh, daß die Uhr wieder geht.

Ich liebe das alte Ding.

Paß auf! Gleich spielt sie.

(Sie singt) Üb immer Treu' und Redlichkeit...

Die Uhr spielt die Melodie.

Der Kuckuck ruft.

Der Kuckuck ruft.

So eine Gemeinheit!

Meine schöne Uhr ist verunstaltet.

So eine Spiel-Uhr gibt es nicht noch einmal. Quatsch!

Oskar lacht.

Sie finden das komisch! Das ist auch komisch.

Seien Sie dem Jungen nicht böse! Nein, aber Ihnen!

Sie haben das gebaut. Sie wollten mich ärgern.

Ich habe das alleine gebaut.

Dazu bist du noch viel zu klein. Lüge nicht!

Er lügt nicht. Er ist ein Technik- Experte. Lassen Sie ihn in Ruhe!

Ich meinte es gut. Quatsch! Das glaube ich nicht.

Sie haben den Jungen zu dem Blödsinn angestiftet.

Hören Sie auf! Das reicht! Er wußte nichts davon.

Ich bringe die Uhr wieder in Ordnung.

Nein, ich traue euch nicht mehr.

Verschwindet beide!

Benno! Komm!

Der Junge meinte es wirklich gut.

Er täuscht Sie nicht. Er hat Sie gern.

Ich weiß nicht, wie das möglich ist.

Aber es ist so.

Komm, Benno!

Traurige Musik

Ich habe etwas falsch gemacht, Datschi.

Ob Benno wiederkommt?

Er kommt bestimmt wieder. Er spielt doch so gern mit dir.

Was mache ich jetzt mit der Uhr?

Die Leute lachen sich doch tot darüber.

Egal. Ich stelle sie auf die Kommode.

So eine Uhr gibt es wirklich nur einmal.

Merkt das keiner, daß die Wände hohl sind? Nein.

Was verstecken wir in der Zauber- Kiste? Das weiß ich noch nicht.

Ärgerst du dich immer noch über die Kalweit?

Die Gift-Nudel.

Sie gibt mir immer die Schuld an allem.

Warum hast du mir nichts gesagt von der Kuckucks-Uhr?

Sei nicht böse, Oskar! Reg dich nicht auf!

Überlaß mir die Gift-Nudel! Ich räche uns beide.

Ich schlage zurück. Nein! Das tust du nicht!

Du schlägst nicht zurück!

Guten Tag, Oskar! Guten Tag!

Hast du der Kalweit die Uhr gebracht? Ja.

Was hat sie gesagt? Hör auf! Ich ärgere mich.

Rache? Ich will nichts von Rache wissen.

Das ist Unsinn. Das ist kein Unsinn.

Ich lasse mich nicht ärgern.

Wir lassen uns nicht ärgern.

Das ist richtig. Aber mit Rache erreicht ihr nichts.

Das gibt nur ständigen Streit, nur Unfrieden.

Damit überzeugt ihr keinen. Das ist das Wichtigste, Benno:

Du mußt den anderen überzeugen, daß er im Unrecht ist.

Dazu braucht man Verstand.

Zu einem Streich braucht man auch Verstand.

Viel sogar.

Ihr wollt mich nicht verstehen.

Laute Rock-Musik

Ist der Klotz verrückt? Er hat auf volle Lautstärke gedreht.

Ich habe ihm etwas angedroht. Verflixter Himmel-Hund!

Ich lasse mir meine Nerven nicht kaputtmachen.

Faßt mit an!

Laute Rock-Musik

Wohin, Oskar? An den Zaun.

Lautes Motoren-Geräusch

Der Lärm übertönt das Gespräch.

Die Säge ist ein bißchen stumpf. Ja.

Stört es Sie? Eier-Kopf! Eier-Kopf!

Sind Sie verrückt?

Eier-Kopf! Eier-Kopf!

Ich sagte Ihnen schon 100 Mal: Stellen Sie die Säge nicht an!

Das stört meine Bienen.

Sie sind gemein und brutal. Wieso ich?

Beschweren Sie sich bei Klotz. Das geht nicht gegen Sie.

Wenn er sein Radio nicht leiser stellt, säge ich weiter. Genau.

Sie haben nicht nur eine Meise im Kopf.

Sie haben einen ganzen Nist-Kasten voll.

(Klotz) Bravo!

Wenn meinen Bienen etwas passiert, verklage ich Sie.

Jawohl! So muß man sich gegen den Alten wehren!

Aber die laute Musik stört Ihre Bienen nicht?

Sie haben keine Ahnung von Bienen. Bienen lieben Musik.

Aber mich stört die Musik.

Lautes Motoren-Geräusch

Weiter so!

Der Hund bellt.

Was soll ich jetzt machen?

Soll ich die Polizei holen?

Der Klügere gibt nach.

Er schaltet das Radio aus.

Gott sei Dank!

Garten-Freund Klotz, das vergesse ich Ihnen nie.

Sie haben etwas gut bei mir.

Wir haben gewonnen! Seid mal still!

Oskar, bist du verrückt? Was war los? Nur ein kleiner Krieg.

Bringt das Holz weg!

Kollege Fröseke!

Sagen Sie dem Schrader, er soll ein bißchen Rücksicht nehmen!

Nicht nur auf meine Bienen, auch auf meine Nerven.

(Sie weint) Ich ertrage das nicht mehr!

Das ging nicht gegen die Kalweit. Der Klotz hat mich aufgeregt.

Faßt mal mit an! Ich mache das. Geht spielen!

Ich kann das doch selber machen.

Oskar!

Was ist?

Du sagst zu mir: Rache ist Mist. Aber du selber schlägst zurück.

Wirklich?

Sieh mich nicht so vorwurfsvoll an! Ich mache mir selber Vorwürfe.

Das ist schlimm. Ich habe keine Selbstbeherrschung.

Ich bereue mein Verhalten.

Wenn du so traurig bist, kann ich nicht mit dir schimpfen.

Ich dachte, ich kann mich beherrschen.

Wenn die Kalweit schimpfte, blieb ich ruhig. Und nun das!

Das war ein Rückfall, wie bei einer Grippe.

Nimm es nicht tragisch! Doch.

Ich versprach den Eltern, ich bringe Benno etwas Ordentliches bei.

(Mutz) Wir ärgern die Kalweit.

Die Kinder lachen.

Hörst du? Ich wette, die beiden denken sich eine Dummheit aus.

Die Idee mit der alten Kalweit ist gut. Nicht so laut!

Wenn sie in den Spiegel sieht, erkennt sie sich nicht wieder.

Was machen wir mit Klotz?

Noch etwas Schlimmeres. Er ärgert sich doof.

Weißt du, warum? Nein.

Weil er nur 2 Hände hat. Wie meinst du das?

Das Flüstern ist nicht zu verstehen.

Sie jubeln.

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