Afrikaans
Akan
Albanian
Amharic
Arabic
Armenian
Azerbaijani
Basque
Belarusian
Bemba
Bengali
Bihari
Bosnian
Breton
Bulgarian
Cambodian
Catalan
Cebuano
Cherokee
Chichewa
Chinese (Simplified)
Chinese (Traditional)
Corsican
Croatian
Czech
Danish
Dutch
Esperanto
Estonian
Ewe
Faroese
Filipino
Finnish
French
Frisian
Ga
Galician
Georgian
German
Greek
Guarani
Gujarati
Haitian Creole
Hausa
Hawaiian
Hebrew
Hindi
Hmong
Hungarian
Icelandic
Igbo
Indonesian
Interlingua
Irish
Italian
Japanese
Javanese
Kannada
Kazakh
Kinyarwanda
Kirundi
Kongo
Korean
Krio (Sierra Leone)
Kurdish
Kurdish (Soranî)
Kyrgyz
Laothian
Latin
Latvian
Lingala
Lithuanian
Lozi
Luganda
Luo
Luxembourgish
Macedonian
Malagasy
Malay
Malayalam
Maltese
Maori
Marathi
Mauritian Creole
Moldavian
Mongolian
Myanmar (Burmese)
Montenegrin
Nepali
Nigerian Pidgin
Northern Sotho
Norwegian
Norwegian (Nynorsk)
Occitan
Oriya
Oromo
Pashto
Persian
Polish
Portuguese (Brazil)
Portuguese (Portugal)
Punjabi
Quechua
Romanian
Romansh
Runyakitara
Russian
Samoan
Scots Gaelic
Serbian
Serbo-Croatian
Sesotho
Setswana
Seychellois Creole
Shona
Sindhi
Sinhalese
Slovak
Slovenian
Somali
Spanish
Spanish (Latin American)
Sundanese
Swahili
Swedish
Tajik
Tamil
Tatar
Telugu
Thai
Tigrinya
Tonga
Tshiluba
Tumbuka
Turkish
Turkmen
Twi
Uighur
Ukrainian
Urdu
Uzbek
Vietnamese
Welsh
Wolof
Xhosa
Yiddish
Yoruba
Zulu
Für einen Quadratmeter braucht man
etwa 20 Milliliter Schwefelkohlenstofflösung.
Bekommt man in jeder Apotheke auf Bestellung.
Unmöglich nachzuverfolgen, wer wo was gekauft hat.
Und dann das hier.
Ein Zentimeter reicht.
Sieht aus wie Bernstein, ist aber weißer Phosphor.
Ein bisschen erwärmt und schon löst es sich darin auf.
Dann hier eingefüllt.
Das Glas von Glühbirnen, das zerbricht am leichtesten.
Außerdem liegen die Dinger gut in der Hand.
Erst passiert nichts.
Aber wenn der Schwefelkohlenstoff verdampft,
entzündet sich der weiße Phosphor durch den Kontakt mit der Luft.
Können Sie das mal demonstrieren?
Natürlich.
Wenn Sie es innen verwenden,
brauchen Sie nur einen stetigen Luftzug.
Meistens reicht das Öffnen einer Tür.
Für Görings Aktion bräuchten wir große Mengen von dieser...
Tinktur.
Wie Sie sehen, haben wir vorgesorgt.
Und wann geht das Spektakel nun los?
Warten Sie mal ab.
Ein Attentat, auf den Reichskanzler?
Du kannst doch nicht...
Wir können doch nicht einen Politiker umbringen!
Einen Menschen!
Doch.
Wahrscheinlich viele Menschen.
Das ist Mord.
Ich mach da nicht mit.
Das musst du auch nicht.
- Ich bin keine Mörderin. - Ich weiß.
- Ich... - Aber du wirst zum Mörder,
wenn du das tust.
Deshalb habe ich dir nichts erzählt.
- Charlotte. - Untersteh dich!
Leb wohl.
Sie haben nichts veröffentlicht.
Le Monde nicht, Paris-soir nicht, keine der französischen Zeitungen.
Warum?
Daraus werden wir unsere Konsequenzen ziehen.
Heute Abend.
Wo?
Das Anwesen der Familie Nyssen. Schloss Liebenberg.
Dort treffen sich heute Abend
die wichtigsten Vertreter von Wirtschaft und Hochfinanz,
die ranghöchsten Nationalsozialisten der Reichskanzler.
Eine solche Gelegenheit wird sich uns kein zweites Mal bieten.
Edgar.
Es handelt sich um ein sogenanntes inoffizielles Diner,
das heute Abend um 19:30 Uhr im großen Saal stattfindet.
Gastgeber sind Alfred und Helga Nyssen,
die gemeinsam mit 12 Großindustriellen und Bankiers
einen Teil der Führungsriege der NSDAP empfangen.
Auch der Reichskanzler ist angekündigt.
Für das Gelingen unserer Operation
ist entscheidend, dass die Zahl der Personen,
die in jedes Detail des Plans eingeweiht sind, niedrig bleibt.
Kurz gesagt, wir sind alle hier in diesem Raum versammelt.
Herr Wegener hat eine von mir geführte Bewirtungsfirma beauftragt.
Ich habe die Mitarbeiter ausgesucht. Sie folgen nur meinen Anweisungen.
Wir beide werden vor Ort sein und die Vorbereitung überwachen.
Sie sind unser Außenposten.
Hitler ist laut Protokoll als Letzter angekündigt.
Spätestens um 20 Uhr.
Sein Platz im Saal
ist direkt gegenüber des Gastgebers Alfred Nyssen.
Zwischen den beiden befindet sich eine Einlassung im Parkettboden.
Das ist unser Depot für die Bombe.
Kurz bevor die Gäste eintreffen,
sorge ich dafür, dass der Saal geräumt wird.
Dann müssen wir sehr schnell und präzise das Dynamit platzieren.
Es gibt zwei Möglichkeiten zum Zünden.
Eine Zeitschaltuhr, die direkt auf dem Sprengstoff platziert wird.
Nach Ablauf der Zeit löst dieses Gerät die Explosion aus.
Der Vorteil: Wir können uns in Sicherheit bringen.
Und der Nachteil?
Wir legen uns auf einen genauen Zeitpunkt fest.
Ein kabelgebundener Auslöser ist wesentlich schwerer zu installieren.
Das Kabel muss dafür durch ein Loch im Fußboden in den Keller
und von dort durch ein Fenster nach außen geführt werden.
Sie ziehen dann das Kabel bis zu Ihrem Standpunkt im Park,
verbinden es dort mit dem Auslöser und zum vereinbarten Zeitpunkt
zünden sie.
Stichzeit ist 21 Uhr.
So soll es sein.
Nach dem geglückten Attentat schießen Sie eine Leuchtrakete hoch,
sodass der Herr Doktor, der sich im Reichstag befindet,
das Signal erhält, den Plenarsaal betreten zu können.
Im Plenarsaal befindet sich ein Mikrofon,
das ständig mit dem Haus des Rundfunks verbunden ist.
Von dort kann seine Rede ohne Zeitversatz
an alle Radioempfänger im Reich gesendet werden.
Auch unser Kontakt im Funkhaus wird auf das Leuchtsignal warten,
nach zehn Minuten die Standleitung zum Reichstag einschalten.
Und ganz Deutschland wird zuhören,
wenn Sie den Tod von Hitler und seinen Helfern verkünden.
Das ist natürlich, Alfred.
Der Gastgeber übernimmt die eine Seite
und der Ehrengast sitzt ihm gegenüber.
Aber warum sitzt du nicht neben mir?
Ich habe ein anderes Plätzchen, ganz nah an unseren Gästen.
Du musst doch an meiner Seite sein.
Der Führer bringt auch keine Dame mit.
Zu deiner Linken sitzt Göring und zu deiner Rechten von Papen.
Papen nimmt deinen Platz ein.
Ich bestelle das Feld von der richtigen Seite,
Alfred, mach dir bitte keine Sorgen.
Diese Demütigung nimmt kein Ende.
Und dein Stolz ist der eines Waschlappens.
Ich habe sämtliche Karten in der Hand, alle.
Neulich war Hitlers Vorgänger bei mir, Kurt von Schleicher.
Er will, dass ich ihn unterstütze und genau das werde ich tun,
wenn dieser Österreicher nicht spurt.
Aber das weiß ich doch, Alfred.
Wo will sie sitzen, die Frau Gemahlin?
Sieh mal, hier sitze ich.
Und was glaubst du? Wer sitzt neben ihr?
Ich kümmere mich um den Reichstagspräsidenten,
während du dir Herrn Hitler vorknöpfst.
Das hast du es, Junge.
Alfred, ist dir nicht wohl?
Sie hört mir nicht zu.
Und? - Gute Nachrichten.
Sie werden nicht gesucht. Zumindest nicht offiziell.
Sicher? - Ja.
Ich war nach dem Gericht auf dem Polizeipräsidium.
Man hat mir versichert, dass nichts gegen Sie vorliegt.
Gut, sehr gut.
Ich würde trotzdem empfehlen... - Nein.
Legen Sie ab und kommen Sie. Sie werden gebraucht.
Herr Litten. Gut, dass Sie da sind.
Guten Morgen, Frau Behnke.
Wären Sie so freundlich, mit Herrn Heymann
den Teppich im Hof auszuklopfen?
Dann kann ich hier wischen.
Herr Heymann.
Ah. Danke.
Sie können nicht in die Redaktion.
Irgendwer muss doch darüber berichten,
was in diesem Wahlkampf gerade geschieht.
Ich werde einen Erfahrungsbericht beisteuern,
direkt aus dem Inneren der neuen nationalsozialistischen Realität.
Vielleicht weckt das den einen oder anderen,
sodass er in zwei Wochen das Kreuz an der richtigen Stelle macht.
Nur unter öffentlichem Druck
werden sie den Mord an Katelbach ahnden.
Wenigstens als Totschlag.
Und ich werde die Gerichtsbarkeit von der Illegalität dieser Lager,
wie nannten Sie die noch gleich?
Konzentrationslager.
Ich werde gegen diese illegalen Gefängnisse vorgehen.
Noch ist das Recht auf unserer Seite.
Der Thälmann will mich doch nur vorführen.
Kein Jota kommt der auf uns zu.
Otto, wir müssen handeln!
Es handelt sich um einen einmaligen Vorgang.
Sobald die Wahlen vorüber sind, gehen wir wieder getrennter Wege.
Lassen wir es darauf ankommen.
Nur ein Treffen, Genosse Vorsitzender.
Na, nun mal nicht gleich so förmlich, junge Frau.
Also gut.
Meinetwegen.
An mir soll es nicht scheitern.
- Wann hast du gesagt? - So schnell wie möglich.
Na gut, dann aber gleich morgen um zehn.
Die kommen uns zuvor.
Treffpunkt ist bereits verabredet.
Wann und wo?
Morgen früh um zehn am Reichstag.
KPD und SPD. Zusammen?
Sieht so aus.
Was?
Dieser Termin darf keinesfalls stattfinden.
Wie wollen wir das jetzt noch verhindern?
Wir können Thälmann und Wels unter einem Vorwand verhaften.
Das ist zu durchsichtig.
So schafft man Märtyrer.
Wenn, dann muss ein für alle Mal Schluss sein,
mit diesem roten Pack.
Wir verlegen unsere Aktion vor.
Ich weiß nicht, ob das machbar ist. - Doch.
Mit Hilfe der SA.
Die Gesetze liegen fix und fertig in meiner Schublade.
Gut. Ich kümmere mich drum.
Und um die Listen der zu Verhaftenden auch.
Du lasse ich vervielfältigen und verteilen.
So, Glück für Sie, meine Damen.
Ich brauche heute alle für die Politische.
Bitte begeben Sie sich nach oben.
Gesittet, wenn ich bitten darf!
Eine nach der anderen!
Halt dich bereit, wir müssen ab jetzt immer wissen, wo du bist.
Hören Sie nun das schöne altdeutsche Volkslied "In einem kühlen Grunde".
Dargeboten von Emil Engels und Robert Faustmann.
Begleitet von Ludwig Nelsen und Frederik Baumgarten.
♪ In einem kühlen Grunde
♪ Da geht ein Mühlenrad
♪ Mein Liebchen ist verschwunden
♪ Das dort gewohnet hat
♪ Mein Liebchen ist verschwunden
♪ Das dort gewohnet hat
♪ Hör' ich das Mühlrad gehen
♪ Ich weiß nicht, was ich will
♪ Ich möcht' am liebsten sterben
♪ Da wär's auf einmal still
♪ Ich möcht' am liebsten sterben
- Was ist das? - Haftbefehle.
Rath. Ritter.
Für wen machen Sie das?
Politische.
Regierungsrat Wendt ist nicht zu sprechen.
Was ist das für eine Aktion, Sebald?
Entzieht sich komplett meiner Kenntnis, Oberkommissar.
Ach, hören Sie doch auf!
Moment!
Was wirft man den Menschen auf den Listen vor?
Hochverrat.
Wir haben eindeutige Hinweise, dass Kommunisten
und Sozialdemokraten einen Umsturz planen.
Es ist ein weit verzweigtes Netz,
das durch alle Schichten der Gesellschaft läuft.
Bis tief in unsere eigenen Reihen hinein.
Hm?
Gut, vielen Dank. Wiederhören.
Herr Gräf. - Herr Böhm.
Mordkommission, guten Tag.
Ich muss mit Fräulein Ritter sprechen. Augenblicklich.
Wissen Sie, wo ich sie finden kann?
Sie meinen wegen der Listen? - Mhm.
Ich hab überall herumtelefoniert.
Herr Oberkommissar, Herr Gräf,
bitte, kommen Sie.
Dr. Dresse?
Was können Sie mir über die Krankenakte Hitler sagen?
Nicht so laut.
Wer hat die Akte und was steht drin?
Ja?
Ich habe die Akte nicht.
War nicht zu erwarten, das wäre Ihr Todesurteil.
Für mich oder für Sie wäre es ein Todesurteil.
Aber für andere ist diese Akte eine Lebensversicherung,
wenn Sie verstehen.
Von wem sprechen Sie?
Hat geklappt.
Damit lassen sie dich durch. Heute Abend.
SA-Ausweis?
Was machen Sie denn hier?
Herr Kriminalrat hat mich über Ihren Aufenthaltsort informiert.
Gennat?
Kommen Sie, ich habe Ihnen etwas mitzuteilen.
Betreten Sie nicht Ihre Wohnung. Unter keinen Umständen.
Ihr Name steht auf einer Liste. Der von Kommissar Rath ebenfalls.
Sie beide sind in höchster Lebensgefahr.
Sie müssen die Stadt, Sie müssen das Land verlassen.
So schnell wie möglich.
Eine Frage habe ich allerdings schon noch, Fräulein Ritter.
Was hatte Rath denn mit dem Cognac vor?
Rath will Hitler in die Luft jagen.
Wann?
Ich weiß es nicht, bin nicht eingeweiht.
Die Sache muss abgeblasen werden. Wendt weiß etwas.
Das geht schief. Sie müssen Rath warnen.
Woher wissen Sie von Wendt?
Ich arbeite wohl oder übel jetzt für Regierungsrat Wendt.
Er hat mir keine Wahl gelassen, Fräulein Ritter.
Er will die Akte, nicht für Hitler, sondern für sich selbst.
Und dafür braucht er mich.
Glaubt er jedenfalls.
Ich weiß, wo die Krankenakte ist.
Das hab ich nicht gehört.
- Was ist das? - Vom Kollegen Gräf.
Die Schlüssel zu seiner Wohnung.
Charlotte, Sie müssen Rath finden.
Warnen Sie ihn.
Und verschwinden Sie aus der Stadt, beide.
Kommissar Rath will sich nicht helfen lassen.
Aber er hat keine Wahl.
Werte Kollegen,
weil meine Anwesenheit in unserer Redaktion
etwas unangenehm werden könnte,
habe ich Sie heute hierhergebeten,
um den künftigen Kurs unseres Blattes zu erörtern.
Am 5. März sind Wahlen,
Hunderte von Oppositionellen sitzen in Haft, Tausende werden folgen.
Die Lage zwingt uns,
unsere journalistische Zurückhaltung aufzugeben.
Wir müssen nun selbst zu Wahlkämpfern werden,
sonst gehen wir unter.
Zum Tagesgeschäft.
Dieser Nachruf auf unseren...
Kollegen Samuel Katelbach
wird der heutige Aufmacher.
Wir nennen darin noch Ross und Reiter.
Auf Seite zwei drucken wir ab heute
die Namen der Verschwundenen und Gemordeten.
Diese Liste werden wir weiterschreiben,
in jeder Ausgabe bis zur Wahl.
Es ist wahrscheinlich, dass dies Konsequenzen haben wird.
Ich habe es am eigenen Leib erfahren.
Ich wünsche keinem von Ihnen Ähnliches.
Es steht Ihnen natürlich frei zu gehen.
Ich kann es Ihnen nicht verdenken,
schließlich habe ich Reporter eingestellt und keine Märtyrer.
Die Entscheidung liegt bei Ihnen.
Nur müssen Sie sie bald treffen.
Nein.
Jetzt.
Ich habe Familie.
Es tut mir leid.
Gut.
An die Arbeit.
"Sehr geehrter Herr Heymann, lieber Herr Litten,
nachdem Herr Katelbach nicht mehr bei mir ist,
habe ich beschlossen,
ein noch von uns beiden erdachtes Vorhaben
allein in Angriff zu nehmen.
Sie finden mich nicht mehr vor,
wenn Sie in diese Wohnung zurückkehren.
Daher erlaube ich mir,
Ihnen ein paar praktische und notwendige Erklärungen beizufügen,
deren Befolgung Ihnen den Aufenthalt in der Bayreuther Straße
möglichst angenehm gestalten soll.
Zuvor das, die Miete.
Sie ist in Höhe von 88 Reichsmark zu entrichten
an Herrn Ministerialdirektor a.D. Gustav Roma,
der die Zahlung pünktlich zum Vierten eines jeden Monats erwartet.
Tägliches zweiminütiges Stoßlüften
beugt der Schimmelbildung in den Zimmern vor
und sorgt auch sonst für ein angenehmes Raumklima.
Sollten Sie mein Zimmer weitervermieten wollen,
empfiehlt sich entsprechend der Größe
eine Aufteilung der Kosten vorzunehmen.
Ruhige und reinliche Mieter sind zu bevorzugen.
Ich verlasse meine Heimatstadt
mit einem Koffer und einer kleinen Anlage,
die ich dank einer gewissen Sparsamkeit
über viele Jahre sogar vermehren konnte.
Ich werde einige Zeit reisen und versuchen,
mit wachem Auge und Geist davon zu berichten.
Ihnen beiden wünsche ich das Allerbeste,
Kraft und Fortune bei all Ihren Unternehmungen.
Es grüßt Sie beide herzlichst Ihre Freundin Elisabeth Behnke."
"Elisabeth, über Wien kann man nur unpathetisch schreiben,
mit einem Lächeln und einem Granteln.
Aber auch auf derartige Weise
kann man von einer Stadt begeistert sein
und in diese verliebt.
Und vielleicht ist es nicht einmal die schlechteste Art.
Wer wirklich liebt, singt keine Liebeslieder."
Herr Heymann, noch eine Frage. Wissen Sie, wo Kommissar Rath ist?
Rath? Nein.
Den habe ich seit unserer Flucht nicht gesehen.
Danke.
Und kein Wort über Dresse.
- Natürlich, Frau Ritter. - Behandeln Sie es vertraulich.
Danke Ihnen. Wiederhören.
Potocznik, das glauben Sie nicht.
Jede Wette, Sie kommen nicht drauf,
wer zuletzt die Krankenakte angefordert hat.
Wer?
Zehn zu eins, dass Sie falsch liegen.
Ähm...
Hindenburg?
Der war nicht schlecht. Noch mal, eine Etage tiefer.
Herr Reichskanzler, entschuldigen Sie die späte Störung.
Was gibt's?
Raus damit, ich habe keine Geheimnisse vor meiner Frau.
Ich bin auf der Suche nach der Krankenakte von Adolf Hitler.
Sie wurde 1918
während seines Aufenthalts im Lazarett Pasewalk erstellt.
Und aus zuverlässiger Quelle, sprich erster Hand, weiß ich,
dass sie sich in Ihrem Besitz befindet.
Was wollen Sie mit dem Dokument?
Veröffentlichen.
Wenn das drinsteht, was ich glaube, dass drinsteht,
muss es die Öffentlichkeit erfahren.
Es gehört an die Öffentlichkeit, Kurt.
Ja.
Aber ich sage Nein.
Warum?
Dieses Gutachten über meinen Herrn Nachfolger
werde ich einsetzen, um das Reich zu schützen,
sollte jener Herr es je wagen, unserem Lande zu schaden.
Das tut er doch bereits.
In erheblicher Weise, würde ich sagen.
Ich selbst war in einem der illegalen Lager interniert.
Einer meiner Redakteure hat sein Leben geopfert auf der Flucht.
Tausende Unschuldige werden zur Stunde in Deutschland verhaftet.
Er hat recht, Kurt.
Noch vor der Wahl musst du diese Karte ausspielen.
Jetzt.
Nein.
Noch nicht.
Kommen Sie.
Brunner, NSDAP.
Sicherheitskontrolle. Wo ist der Saal?
Bitte.
Alles raus hier.
Raus. Sicherheitskontrolle.
Sie, Maître!
Kommen Sie, ich habe etwas mit Ihnen zu besprechen.
Für mich ist die Beachtung der speziellen Etikette
an diesem Abend von entscheidender Bedeutung.
Speisen und Getränke sollen zuerst den Gastgebern,
Ihnen und Ihrer Frau, gereicht werden,
erst danach werden die Ehrengäste bedient.
Ja, sicher, aber...
Wissen Sie, was?
Meine Frau sitzt gar nicht neben mir.
Mmm.
Kommen Sie, ich zeig es Ihnen.
Sie sitzt hier drüben.
Deshalb bin ich der Einzige, der bevorzugt bedient wird.
Erst ich und dann alle anderen.
Und zwar gleichzeitig. Auch meine Frau.
Wegener hält große Stücke auf Ihre gastronomische Expertise.
Enttäuschen Sie mich nicht.
Was ist das?
Das sind Einlässe für die Lüftung.
Kontrollieren.
Sauber.
Alles inspiziert? - Jawohl, Herr Obersturmbannführer.
Abmarsch!
Kommen Sie.
Rath?
Lassen Sie mich bitte rein. Lassen Sie mich bitte rein!
Alfred!
Was ist denn hier los?
Frau Nyssen.
Wegener, warum stehen die Leute alle draußen herum?
Sicherheitsinspektion, Frau Nyssen.
Die waren doch eben alle schon da.
Auch wir müssen den gesamten Raum
auf mögliche Sprengstoffverstecke überprüfen.
Ach so, ja, natürlich.
Du meine Güte.
Im Boden unterm Tisch, die Luftgitter.
Haben Sie die gesehen? - Soeben geprüft, alles in Ordnung.
Danke.
Dafür sind wir hier. - Gut.
Wo ist mein Mann?
In den Privatgemächern, gnädige Frau.
Nun dann...
Das wird schon. Ah!
Oh.
Nun meine lieben und meine bösen Buben und Mädchen,
endlich ist sie wieder bei uns nach langem Aufenthalt im Ausland.
Die einzigartige, göttliche Habanera!
♪ Ob es regnet, ob es hagelt, ob es schneit oder ob es blitzt
♪ Ob es dämmert, ob es donnert, ob du frierst oder ob du schwitzt
♪ Ob es schön ist, ob's bewölkt ist, ob es taut oder ob es gießt
♪ Ob es rieselt, ob es nieselt, ob du hustest, ob du niest
♪ An allem sind die Juden schuld
♪ Die Juden sind an allem schuld
♪ Wieso, warum sind sie dran schuld?
♪ Kind, das verstehst du nicht, sie sind dran schuld
♪ Und Sie mich auch! Sie sind dran schuld
♪ Die Juden sind und sind und sind dran schuld
♪ Und glaubst du's nicht, sind sie dran schuld
♪ An allem, allem sind die Juden schuld
Ach so!
♪ Ob das Telefon besetzt ist, ob die Badewanne leckt
♪ Ob dein Einkommen falsch geschätzt ist
♪ Ob die Wurst nach Seife schmeckt
♪ Ob am Sonntag nicht gebacken, ob der Prinz of Wales schwul
Was ist? Die Buben gehören zu mir.
Spielt!
Spielt doch! Spielt weiter, Mädels!
♪ Dass der Schnee so furchtbar weiß ist
♪ Und dazu, was sagt man, kalt
♪ Dass dagegen Feuer heiß ist Und dass Bäume steh'n im Wald
♪ Dass 'ne Rose keine Zwiebel und dass Schabefleisch geschabt
♪ Dass der Heine gar nicht übel und der Einstein ganz begabt
♪ An allem sind die Juden schuld
♪ Die Juden sind an allem schuld
♪ An allem sind die Juden schuld
♪ Die Juden sind und sind an allem schuld
♪ An allem sind die Juden schuld
♪ Die Juden sind an allem schuld
♪ An allem sind die Juden schuld
♪ Die Juden sind und sind an allem schuld
♪ An allem sind die Juden schuld
♪ Die Juden sind und sind an allem schuld
- Charlotte? - Reinhold.
- Wie geht's dir? - Gut.
Ich hab mir Sorgen gemacht. Sorgen ist gar kein Ausdruck.
Danke auch für den Schlüssel.
Hast du Gereon gesehen?
- Nein. - Rath?
- Ja. - Ich hab ihn gesehen.
Er war bei mir im Rundfunkhaus heute Nachmittag.
Heute Nachmittag? Und was wollte er?
Er bat mich, ins Studio zurückzukehren, heute um 21 Uhr.
Exakt zehn Minuten nach dem Signal schalten Sie die Direktleitung ein.
- Reichstag sagst du? - Ja.
Zieh dich sofort um.
Vergiss deine Marke nicht. Ich ruf ein Taxi.
- Jetzt? - Ja, sofort!
Ich warte draußen auf dich.
Guten Abend, Herr Reichstagspräsident.
Maître, eine letzte Kleinigkeit ist mir noch eingefallen.
Wir ändern die Sitzordnung.
Ich...
sitze hier.
Ihn...
setzen wir hierhin.
Auf deinen Platz, Mutter.
Was tun wir jetzt?
Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.