All language subtitles for Dornroeschen.1955.GERMAN.1080p.HDTV.x264-TSCC

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Original subtitles

In dieser großen Welt, irgendwo weit von hier, wohin die Zugvögel fliegen, wenn

der Herbst kommt, stand wie in einem ewigen Sommer ein Schloss.

Ein König und eine Königin lebten darin.

Beide liebten die Natur und ihr Sinn für das Schöne schuf ein Paradies um sie

herum. Und wenn einer dem anderen helfen konnte, so war das eine gemeinsame

Freude.

Ein glückliches Land, wie man es eigentlich nur in den Träumen findet.

Denn der König und die Königin waren nicht nur klug, sondern auch gütig und

gerecht.

Dem König wurde der Abschied von seiner Heimat und seinen Getreuen diesmal

besonders schwer.

Aber um Ruhe und Frieden für sein Land zu erhalten, ist solch eine Reise

manchmal notwendig.

Und wieder einmal musste die Königin allein zurückbleiben.

Der Frosch ist das Wappentier des königlichen Hauses.

Frösche sollen einmal, als der Feind nahte, so laut gequakt haben, dass die

Soldaten aufwachten und den Feind rechtzeitig in die Flucht schlagen

konnten. Seitdem wird der Frosch hochgeachtet in diesem schönen Lande.

Quark, Quark.

Schöne Sachen erzählst du da.

Aber ob die Königin auch glücklich ist, davon erzählst du nicht.

Na nun, seit wann kann denn ein steinerner Frosch reden?

Quark, Quark.

Ich bin nicht immer aus Stein.

Ich kann auch anders.

Na?

Glaubst du mir jetzt?

Ja, was man sieht, kann man glauben.

Na, lieber Frosch, dann fang du doch an zu erzählen. Und was du nicht weißt, das

erzähle ich dann.

Aber womit soll ich denn anfangen?

Na, mit dem Anfang.

Ach so.

Also, zu dem Schloss, das du dir kennst, gehört ein Schloss

hoch.

Hier in diesem Flügel führt die Kammerfrau mit dem hübschen Namen

Kunigunde Wundervoll ihr Regiment.

Acht Kammermädchen hat sie.

Wundervoll sind sie, sagt sie.

Hartig wie die Engel, wenn sie schlafen.

Ganz anders als die Bengel im Küchenhaus.

Das ist der Oberkoch, Herr Kummerspeck und seine acht Köche.

Er heißt Kummerspeck, weil er, wenn er Kummer hat, immer dicker wird.

Na ja, acht Küchenjungen sind wie acht Flöhe.

Und die zu hüten, da kann man schon vor Kummerspeck ansetzen.

Das ist Abdullah, das arabische Vollblutpferd des Königs.

Ein schönes Tier.

Aber diesmal ist der König mit dem schnellen Kurier gespannt unterwegs.

Ein König kann nicht nur das tun, was er gern möchte. Er hat viele Pflichten und

muss in fernen Ländern für das Wohl seines eigenen Landes sorgen.

Für die Königin war das Alleinsein ein großes Unglück, denn der König und die

Königin wünschten sich seit langem ein Kind, aber sie bekamen keins.

Zwar brachte der König ihr von seinen Reisen die seltensten Blumen mit, doch

was nützt alle Schönheit der Welt, wenn man traurig ist?

Auch die wunderbarsten Blumen und die kostbarsten Geschenke können ein Kind

nicht ersetzen.

Qua... Die arme Königin, wie könnte man ihr nur helfen?

Ja, nun wirst du mir wohl glauben, dass hier noch sehr viel zum wirklichen Glück

fehlt.

Wenn du ganz still bist, kannst du den Wunsch der Königin hören.

Es klingt wie ein Lied, das in ihrem Herzen singt.

Hör mal gut zu.

Plötzlich kam die Königin in einen Teil des Gartens, den sie nicht kannte. Eine

Mauer war da, ein Turm erhob sich.

Merkwürdig. Es schien ihr, als hätte sie diesen Turm niemals zuvor gesehen.

Und so war es auch.

Der Turm der Bitterklee wurde nur alle 15 Jahre sichtbar.

Die Bitterklee ist eine böse Zauberin. Das ist die Bitterklee. So böse, wie sie

ausschaut, ist sie auch.

Wie eine Spinne im Netz.

wartet sie auf ihr Opfer. In ihrem Zauberspiegel sieht sie die Königin in

ihrem Turm erscheinen.

Erstaunt geht sie die Stufen hinauf und gelangt nun immer mehr in die Nähe und

damit in die Gewalt der Zauberin.

Schadenfroh verfolgt die Böse in ihrem Zauberspiegel den Irrgang der Königin.

Sie kommt, sie kommt.

spüren zu lassen, lässt die Zauberin die Tür, an die die Königin klopft,

verschwinden.

Und als sie sich umschaut, ist eine Mauer anstelle der Treppe, die sie

hinaufgekommen war.

Ob sie wollte oder nicht, die Königin musste weitergehen, immer weiter,

solange es der Bösen gefiel.

Komm weiter, weiter.

Zauberspiegel beobachtet die Bitterklee, die Königin, wie sie höher und höher

steigt.

Ja, es ist soweit.

Damit die Königin aber nicht merken sollte, dass sie eine Zauberin ist,

verwandelte sich die Böse in eine alte Frau. Nur den grünen Salamander, das

Zeichen der Bosheit, vergaß.

Komm nur herein.

Du brauchst keine Angst vor mir zu haben. Ich bin eine arme alte Frau. Komm

ruhig näher.

Ich weiß, was du dir wünschst.

Ein Kind, nicht wahr?

Ich habe die hübschesten Spielsachen für Kinder, die man sich nur denken kann.

Dies alles soll dein Kindchen einmal von mir bekommen.

Trink mit dem König deinen Mann aus dieser Schale und du wirst dein Kindchen

haben. Zur Taufe des Kindes ladet mich ein, damit ich sein Pate sei und das

Kind alles bei mir lerne, was es zum Herrschen gebrauchen kann.

Geh nun und verschütte nichts, sonst gibt es ein Unglück.

Der grüne Salamander funkelte, als wäre er lebendig. Die Königin wusste nicht,

ob sie der alten Frau glauben sollte.

Eile dich, damit das Wasser nicht seine Zauberkraft verliert.

Und noch eins.

Vergiss nicht, mich zur Taufe einzuladen.

Es ist geglückt.

Wenn der König davon trinkt, so werden sie ein Kindchen haben, so hässlich wie

ein Troll, verlogen, tückisch und des Neides voll.

Hab ich das Kind, dann hab ich das ganze Königreich.

Die

Königin

ging mit dem vergifteten Wasser dem Schlosse zu.

Quark! Quark, Quark, ich hüpfte, so schnell ich konnte, ihr entgegen, um ihr

zu sagen, was ich wusste.

Aber würde sie mir auch glauben?

Und als ich sah, dass wir allein waren, da fasste ich mir ein Froschherz und

sagte, Quark, Quark, gieß es aus, das giftige Wasser der Bitterklee, das Gift

vom grünen Salamander ist in der Schale, gieß es schnell aus.

Die Königin zögerte erst, aber dann tat sie, was ich ihr sagte.

Und als der Schreck vorüber war, folgte sie mir zum Wasser und ich gab ihr den

Rat, im Wundersee zu baden. Und wenn die Feen kämen, sollte sie mit ihnen tanzen,

als wäre sie ihresgleichen und sie auch zur Taufe des Kindes einladen. Aber was

auch geschehe, sie dürfe nicht mehr als zwölf Feen zur Taufe bitten.

Kammermädchen sahen, wie die Königin zum Wasser ging. Sie riefen Frau Wundervoll,

aber die wusste auch nicht, wie man helfen sollte.

Der König wollte schon lange zurück sein, aber wo er war, wusste niemand.

Die Königin ging zum Wasser hinunter und tat, wie ich ihr geraten hatte,

als gehöre sie dazu, zum Garten und zum See, zu den Blumen

und den Feen.

Und je näher sie dem Wasser kam, umso größer wurde die Hoffnung auf die

Erfüllung ihres einzigen Wunsches.

In großer Eile kam der König von seiner Reife zurück, als hätte er etwas geahnt.

Das ganze Schloss war schon in heller Aufregung.

Man fürchtete für die Königin und glaubte, dass sie von Fabelwesen

entführt worden sei.

Als endlich der König kam, schwirrten die seltsamsten Gerüchte, dass die

Königin fortgeführt und ertrunken sei.

Nichts davon stimmte.

Die Königin entstieg dem Wasser, als wäre sie neu geboren. Nie hatte sie sich

so froh gefühlt.

Ich danke euch, ihr guten Feen.

Zur Taufe meines Kindes möchte ich euch bei mir sehen.

Ihr sollt die Paten meines Kindes sein.

Und ich bin nicht geladen.

Alle guten Feen sind geladen.

Sie bringt uns Unglück.

Lass sie nicht ein.

Verzeiht, die Einladung ist schon ergangen.

Ich kann nur so viele Gäste bitten, wie ich goldene Teller im Schloss habe.

Aha, die Einladung ist schon ergangen.

Gut, gut.

Ich werde kommen.

Geladen oder ungeladen. Ich werde schaden.

Macht euch keine Sorgen, Herr König.

Vielleicht wird doch noch alles gut. Was in unserer Macht steht, werden wir tun,

um alles Böse abzuwenden.

Auf Wiedersehen, bis zur Taufe des Königskindes.

Der Sommer ging dahin und der Herbst fegte die goldenen Blätter von den

Bäumen. Selbst in unserem Land zog in diesem Jahr der Winter ein.

Brrrr, war das eine Kälte.

Brrrr.

Aber auch der strengste Post hört einmal auf. Und als es Frühling wurde, hatten

der König und die Königin ein Mädchen bekommen.

Das war so schön, dass alle, die es sahen, glaubten, in die Augen des Glücks

zu schauen.

Der König hielt sein Versprechen und im Garten am See lief er ein Fest bereiten,

zu dem die zwölf Feen geladen wurden.

So war alles voller Freude. Nur Herr Kummerspeck nicht, denn in seinem

Kochbuch stand nichts von Feengerichten. Und was er auch grübelte und überlegte,

es fiel ihm keine passende Speise ein.

Wenn ich nur wüsste, was mein Feen zum Essen

vorsitzt.

Ich habe noch niemals für eine Fee gekocht.

Könnt ihr mir nicht raten?

Nein.

Habt ihr nicht eine Idee?

Nein. Kommt mal, kommt mal ran.

Ich hab's.

Wir setzen Ihnen Blütenhonig mit Mandelcreme vor.

Und Feilchenpüree mit Sonnenblumenmüschen.

Feilchenpüree mit Sonnenblumenmüschen.

Wundervoll. Ach, verwundervoll.

Und ihr glaubt, von Blütenhonig und Feilchenpüree wird man satt?

Ja.

Gerade ihr, Herr Kummerspeck.

Nicht einmal Feen werden von so labbrigen Sachen satt. Auch solche Damen

essen gern einmal etwas Kräftiges.

Wie wäre es... denn mit Würstchen und Kartoffeldalat.

Oder Eisbein mit Trauerkuchen.

Hier ist mein Speisezettel.

Blütenhonig mit Mandelcreme und Falschpüree mit Sonnenblumennüsse.

Bring ihn zum König. Und hier ist mein Speisezettel. Würstchen und

Kartoffeldalat.

Bei mir ist Auerkohl.

Bringt ihn ebenfalls zum Köln.

Wundervoll.

Zwölf goldene Teller stehen bereit.

Für die Rosenvieh, die Tulpenvieh... Herr König! Herr König! Herr König,

können wir das für die Feen kochen?

Halt, halt, halt!

Junge, Junge, Junge.

Natürlich kannst du kochen, was du willst. Aber zieh dich erst um, sonst

erkältest du dich.

Will ich das Wasser?

Den Heldenfee?

Herr König, Herr König, such sie schon überall.

Und ich wollte fragen, ob wir dies kochen können.

Ja, ja, kocht, was ihr wollt, aber nicht mit Wasser.

Ich sage Feigpüree mit Sonnenblumenmüsschen. Ja. Und ich sage

Eisbein mit Sauerkohl. Ja.

Aber was hier in der Küche gekocht wird, bestimme ich.

Wundervoll. Aber was zum Essen auf die Tafel kommt, bestimme ich.

Ist ja wunderbar.

Herr Oberkopf, der König hat gesagt, wir sollen alles kochen.

Habe ich nicht gesagt.

Wir bereiten heute ein Essen. Ein Essen. In hundert Jahren soll man es nicht

vergessen.

Ich hab's. Es war etwas mit Butter.

Von meiner Ur-Ur-Ur-Großkochmutter hab ich im Keller ein Rezept.

Hurtig, hurtig, alles hergeschweppt.

Hör mal zu, mein Pumpe-Dick. Gleich komm ich zu euch zurück.

Stellt mir alles schön zur Hand.

Seid geschickt euch und gewandt.

Halt in Ordnung, bitteschön. Wir werden uns gleich wiedersehen.

Halt dich, halt dich, schnell herbei. Was soll denn diese Wummelei?

was hier aussieht.

Die sind unmöglich.

Hört ihr nicht, der Kummerspeck kommt.

Wir werden euch helfen.

Ja, ganz schnell werden wir euch helfen.

Ganz schnell werden wir euch helfen. Ihr werdet staunen.

Wundervoll, wie fleißig ihr seid.

Hier habe ich das Kochbuch von meiner Ur-Ur-Urgroßkochmutter.

Mein Eierkuchen! Das Rezept ist auch wundervoll.

Das ist mein Eierkuchen!

Der ist auch wundervoll. Probiert mal.

Im Garten vor dem Schloff aber zogen alle zum See hinunter, um den festlichen

Empfang für die Feen vorzubereiten.

Und jetzt ins Schloss, doch gibt's noch viel zu tun.

Ah, Herr Kummerschmeck. Ja, Frau Wundervoll.

Passt auf, ich zeige euch, wie ihr die Gäste bedienen müsst.

Leicht. Zierlich müsst ihr schreiten, wie im Tanz zur Tafel gleiten. Euch

bewegen, nett und fein, wollt ihr gute Köche sein?

Uns bewegen, nett und fein, wollt ihr gute Köche sein?

Da dein Gast ich eins, zwei, drei, eilt ihr hurtig Fink herbei.

Führt zum Fisch, ihn seid bereit, weil ihr gute Köche seid.

Dann reicht ihr graziös den Braten mit verschiedenen Salaten, die Pasteten,

Fisch und Huhn, wie es gute Köche tun.

Dann müsst ihr euch auch sputen, dass ihr bringt den Wein den Guten.

Nichts verschütten, gießt ihn ein, wollt ihr gute Köche sein.

Nichts verschütten, gießt ihn ein, wollt ihr gute Köche sein.

Wunderbar. Weg, weg ihr Jungen.

Ich gehe.

die zwölf Feen vom See kamen zur Taufe des Königskindes. An die Dreizehn, die

Bitterklee, dachte niemand.

Wie die Lilie, zart und rein, sollst du im Auge der Menschen sein.

Sei wie das Pfeilchen, stets bescheiden, man wird dich lieben, mag dich leiden.

Das Fest der Kaufe wird gefeiert. Und ich bin nicht geladen?

Sieben, acht, neun, zehn, elf, zwölf. Du hast mich nicht vergessen.

Du wolltest mich nicht einladen. Aber ich habe dich und dein Kind auch nicht

vergessen. So, nimm auch mal einen Wunsch.

Die Königstochter wird sich in ihrem 16.

Lebensjahr an einer Spindel stechen und tot umfallen.

Und mit ihr wird das ganze Schloss aussterben und verderben.

Soldaten, führt sie zu mir.

Niemand soll unbestraft das Leben eines Kindes gefährden.

Mit Menschenhänden kannst du nichts

gegen sie ausrichten.

Aber noch ist nicht alles verloren.

Ich habe noch einen Wunsch frei.

Zwar kann ich den Fluch der Bösen nicht aufheben, aber ich kann ihn mildern.

Du wirst dich an einer Spindel stechen, aber du wirst nicht tot umfallen.

Ich soll nur ein Schlaf, ein hundertjähriger Schlaf sein.

Rose, mein Röschen, mein Dornröschen.

Ich befehle, dass im ganzen Lande alle Spindeln verbrannt werden.

Im Namen des Königs, um das Leben seiner Tochter, seines einzigen Kindes zu

schützen, hat der König befohlen, sämtliche Spindel im ganzen Lande zu

verbrennen. Immer weg damit!

An den Spindeln kann sich unsere Prinzessin nicht mehr stechen!

Und ich kann warten. 16 Jahre.

Dann wird es zu mir kommen, das süße Dornrötchen. Und es wird sich an dieser

Spindel stechen.

Quark, Quark.

Was macht man nur?

Was macht man nur?

Ich sah das Königskind hereinwachsen. Und so wie Frau Wundervoll hatten alle

ihre Freude an dem kleinen Mädelchen.

Quark.

Es war kaum fünf Jahre alt, da liebte es schon wie seine Eltern alles Schöne, den

Garten, die Blumen und den Sonnenschein. Quack, quack,

quack, quack,

quack, quack.

Im achten Jahr war ihr Spiel wie ein heiteres Schweben.

Und es hieß im ganzen Lande, unsere Königstochter ist so schön und so

anmutig, wie wir noch nie ein Kind gesehen haben. Und niemand war

glücklicher als die Königin.

Quack, quack.

Und dann war die 16 Jahre.

Eine junge, liebliche Königstochter.

Und ihr zu ehren ließ der König ein Fest errichten, das jedes Herz erfreuen

sollte. Selbst ich wurde nicht vergessen.

Und wieder hat der Herr Kummerspeck

Kummer. Tja, wer die Wahl hat, hat die Qual.

Tausend Rezepte hatte er für die verschiedensten Kuchen.

Aber welches war das richtige?

Ein ganz besonders schöner Kuchen soll es heute werden.

Was für einen würdet ihr denn backen? Nur Streuselkuchen, das ist das Beste.

Ich wünsche einen Kuchen mit sehr viel Rosinen. Nein, nur Samenkäsekuchen, Herr

Kummerspeck. Das Allerschönste ist ein Mandelkuchen.

Ist alles sehr schön, nicht schlecht.

Und du, mein kleiner Knirps, welchen Kuchen würdest du denn backen? Nur

Schlekoladenkuchen.

Schlekoladenkuchen, hört ihr es?

Schlekoladenkuchen. Du bist so klein und kannst doch nicht mal Schokolade

sprechen. Ja, aber Schokolade kann er schon essen.

Du sollst ihn nicht schlecken, du sollst ihn backen.

Schleckerlokularenkuchenbäcker. Schleckerer.

Herr Kummerspeck, ich muss schon sagen, was gibt's denn da zu lachen?

Überall im Schloss wird gearbeitet, nur die Köche sitzen herum und tun nichts.

Liebe Frau Wundervoll, wir wissen noch nicht, was für einen Kuchen wir unserer

Prinzessin backen sollen.

Wundervoll, ist doch nicht leichter als das.

Ja, was für einen? Na, einen ganz besonders schönen.

Ach, ich hab's.

Jeder darf backen, was ihm Spaß macht.

Und unser Prinzesschen wird nun entscheiden, welcher Kuchen am schönsten

geworfen ist.

Jeder darf backen, was ihm Spaß macht.

Also das ist mir eine Erziehung. Also wenn ich hier der Koch wäre, dann würde

ich bestimmt ganz anders aufrollen. Ihr seid es aber nicht.

Allerdings, wenn wir erst einmal verheiratet sind.

Dann koche ich vielleicht manchmal auch, was ihr wollt.

Wenn wir es einmal verheiratet sind.

Ja, wenn.

Mich heiratet man nicht so schnell. Da könnt ihr noch 100 Jahre lang wachen.

Ich glaube, ich warte schon viel länger.

Guten Tag.

Liebes Dornröschen, zum Geburtstag wünschen wir Sie das Allerbeste.

Und gratulieren dir herzlich.

Dankeschön.

Pass mal auf, was wir sich ausgedacht haben.

Wir sind die kleinen Küchenjungen und kommen lustig angesprungen.

Eins, zwei, drei und vier, wir gratulieren dir.

Wir wünschen dir viel Fröhlichkeit, viel Wegen, Glück und Heiterkeit.

Fünf, sechs, sieben, acht, weil es uns Freude macht.

Und ich hab noch eine Bitte.

Ich wünsche euch viel Appetit, dass ich euch viel brate und koche, sonntags und

auch in der Woche.

Koche, was euch Freude macht, backen, dass das Herz euch lacht.

wie sich das für einen richtigen Koch gehört.

Na?

Oh, liebe Prinzessin, wir beraten eben, was soll es heute für Kuchen geben?

Nichts ist uns schön genug und fein. Soll es Schlocko-Schlecker-Lukulanen

-Kuchen sein?

Zitronen- oder Mandelcreme?

Was wäre Prinzessin wohl genehm?

Backt einen riesengroßen Kuchen.

Freundinnen kommen mich besuchen.

Und in den Kuchen tut hinein, was man so hat an Dingen fein.

Schokolade, Mandelcreme, Rosinen, auch süßen Honig von den Bienen.

Was ihr nur habt an guten Sachen, davon müsst ihr den Kuchen machen.

Das essen alle Kinder gern.

Eilt euch, die Gäste sind nicht fern.

Mir schwirrt der Kopf. Kommt schnell hier ran, damit ihr schleunigst

angefangen. Kommt, kleine Köche, rührt den Teich. Wir backen diesen Kuchen

gleich. Ich will schnell zur Königin gehen und für das Fest zum Rechten

singen.

Prinzessin.

Guten Tag, Dornröschen.

Guten Tag, gute Frau.

Ich gratuliere.

Du wirst heute 16.

Schau, schau.

Ja, meine Freundinnen, die kommen doch.

Es packt einen Kuchen, der gute Koch.

Da sollst du mein Geschenk auch haben.

Es zählt wohl zu den besten Gaben.

Komm doch gleich zu mir in mein Haus. Mein Geschenk, das sieht lustig aus.

Spielzeug, groß, originell.

Komm nur mit, schnell, schnell.

Seltsame Vögel hörst du da, fremd und doch schön.

Komm mit, komm mit.

Nie hast du so etwas gesehen.

Verzeiht. Komm!

Ich besuche euch zu späterer Stunde.

Hier, hier bin ich, liebste Kunigunde.

Prinzessin, die Freundinnen wollen euch gratulieren.

Schleckolo-Gulagenkuchen, Mandel, Rosinen, Honigkuchen. Lieb Prinzess, den

Backnerle-Köche-Express.

Wir sind die kleinen Küchen, Junge, und kommen lustig angesprungen. Eins, zwei,

drei und vier, wir gratulieren dir.

Wir haben viel, viel Fröhlichkeit, wir siegen Glück und Heiterkeit.

Schön gemacht.

Drum habe ich viele Orden mitgebracht.

Danke.

Danke.

Danke.

Jetzt fehlt ein Orden. Was machen wir da?

Nehmen wir den.

Und nun lade ich euch alle...

mit mir zum Tanz zu kommen.

Stellt euch auf.

Ach, mein Knirpschen hat keinen Orden

bekommen. Nur Vase. Wir teilen uns meinen. Der ist...

Liebe Freunde, liebe Gäste von nah und fern, wem das Herz voll ist, dem läuft

der Mund über. Wir sind voll Glück an diesem Tage, dem 16.

Geburtstag unseres lieben einzigen Kindes. Und so wie ihr euer Herz

geöffnet habt, für sie, die lieblich wurde wie eine Rose und von Herzen

wahrhaft ist, so will ich alle Tore öffnen. Und was einsam und verlassen

war, traurig wie wir selbst, soll nun voller Freude werden.

Nehmt von den Schönheiten dieser Welt, was euer Auge fassen kann.

Esset und trinket, singet und tanztet.

Im ganzen Land soll alles voller Freude sein, denn dieser Tag ist der

glücklichste in unserem Leben.

König Babela mit Gemahlin und Prinz Adobar.

Ja, schwer haben es die Pferde. Denn König Babela, nebst Frau und Sohn,

wiegen acht Zentner. Zum Regierungsjubiläum wünschte er sich ein

Denkmal aus Gold. Aber das Geld reichte nur für Gips. Und seitdem heißt König

Babela bei seinem Volke nur Gips, Dickie.

Er sieht auch so aus.

Stimmt's? Endlich. Danke.

Komm, Regina.

Adobar, wo bleibst du?

Halt meinen Vogel.

Danke.

Sieh mal, König Babala.

Mach ein fröhliches Gesicht.

Mach ein fröhliches Gesicht, Adobar. Ja, Mama.

Benimm dich, Adobar. Ja, Mama.

Die Prinzessin soll einen guten Eindruck von dir bekommen.

Ja, Papa.

Ich möchte, dass Sie einmal heiraten.

Ja, Baba.

Seid herzlich gegrüßt.

Mein liebes Sohn Röschen, 16 Jahre wird heute unsere liebe Prinzessin, die wir

fast wie unsere eigene Tochter lieben. Ich wünschte sehr, dass Sie einmal

unseren lieben Sohn heiraten.

Ja, und... Unseren lieben Adobar. Den soll ich heiraten?

Kommt Zeit, kommt Rat.

Majestät, es ist an der Zeit, den Tanz zu eröffnen.

Entschuldigung. Verzeihung.

Adobar, zeig der Prinzessin das Geschenk, das du ihr mitgebracht hast.

Ja, Mama.

Adobar, zeig deinen Vogel.

Ja, Papa.

Sag deinen Spruch.

Sag deinen Spruch.

Er hat nämlich dem Vogel einen Geburtstagsspruch beigebracht, zu Ehren

der kleinen Prinzessin.

Nun?

Nun sind wir hier.

Sag's doch.

Nun sind wir hier.

Mama, er sagt's nicht.

Sag's doch. Sag's doch. Sag's doch.

Ich habe immer gesagt, das ist Unsinn mit deinem Vogel. Wieso mein Vogel? Das

ist dein Vogel. Ich habe keinen Vogel. Nein, Papa, nur ich habe einen Vogel.

Tja, leider.

Darf ich vielleicht den Spruch sagen?

Ja, bitte.

Nun sind wir hier. Und gratulieren dir. Und gratulieren dir.

Ja.

Eins, zwei, drei.

Aber was soll ich denn mit einem Schafkopf?

Oh, Verzeihung.

Er ist zu dumm.

Ja, Mama.

Ein richtiger Trottel.

Ja, mach dein fröhliches Gesicht.

Röschen! Dann Röschen!

Ja, Papa, Mama, ich will nach Hause.

Na komm, gehen wir auch.

Gutes Mütterchen, hier bin ich.

Guten Tag, Rüsschen.

Was machst du da?

Ich spinne.

Spinnen?

Was ist denn das?

Schau es dir mal an.

Was ist das für ein Ding, der so lustig herumspringt?

Das ist eine Spinne.

Nimm sie doch.

Eine Spindel?

Ei, was ist denn das?

Damit kann sich ein fleißiges Mädchen alles selber spinnen. Ein schönes Tuch,

ein Brautkleid.

Fass sie doch einmal an, du fleißiges Mädchen. Fass sie an.

Alles kannst du damit selber machen.

Fass sie nur an.

Tu es nicht.

Quark, Quark. Du bist in Gefahr. 100 Jahre.

Soll ich? Tu es, tu es.

Steck die Spindel dort hinein.

ist sie.

Und sterben muss alles, wohin ich auch komme.

Und wohin sie auch kam, erstarb alles Leben. Aber nicht, wie sie hoffte, zum

Tode, sondern nur zu einem tiefen, hundertjährigen Schlaf.

Da schliefen die Soldaten am Tor, die Pferde im Stall, die Hunde im Hof, die

Tauben auf dem Dache, die Fliegen an der Wand.

Radobar, wir fahren.

Man kümmert sich nicht um uns. Ja, Mama. Wir scheinen für die Prinzessin Luft zu

sein. Ja, Papa.

Auf wie.

Komm.

Zieh mir die Stiebel aus.

Mark in der Küche, die das Huhn rupfte, hielt ihn der Arbeit inne.

Der Braten im Ofen hörte auf zu brutzeln.

Der naschhafte Küchenjunge blieb an der Wurst hängen.

Das Feuer auf dem Herd flackerte und stand still.

Juppie, die Zwiebelschnur ist keine Schaukel.

Jetzt kannst du erst in 100 Jahren weiterschaukeln.

Die ersten zwei Pasteten, die ich gebacken habe.

Eine für unser liebes Prinzesschen und eine für meine wundervolle Frau.

Verzeihung, Frau Wundervoll.

Danke.

Oh, aber die war doch für das Prinzesschen.

Das königliche Paar schlief wie selbstverständlich ein. Der Wind legte

sich, die Bäume standen still und jedes einzelne Blatt begab sich

zum hundertjährigen Schlag.

Und wie die Marmordenkmäler, so erstarrten Mensch und Tier. Nur

ich blieb als einziges Wesen wach und lebendig.

Das ist das Werk der bösen Fee, die Rache tat der Bitterklee.

Sie wünschte allen Tod und Sterben und wollte Mensch und Tier verderben.

Doch keine Angst, es hat nicht Not, es ist der Schlaf und nicht der Tod.

Verstummt ist alles ringsumher und hundert Jahre währet er der Schlaf.

Der Schlaf.

Aber begann eine Dornenhecke zu wachsen, die das ganze Schloss verdeckte. Und

bald ging im ganzen Lande die Sage von dem schönen, schlafenden Dornröschen.

Viele Prinzen zogen aus.

Und wenn einer mit seinem starken Schwert eine Bresche in die Dornenhecke

geschlagen hatte, verschwand er und an derselben Stelle bildete sich eine Rose.

Aber immer mehr Prinzen kamen, denn es ging die Sage, wenn ein junger

Königssohn Dornröschen befreien würde, bekäme er sie zur Frau und das ganze

Königreich dazu.

wagte sich niemand mehr in die Nähe des Schlosses. Denn wer wollte sein Leben

hingeben, um als Rose in einer Dornenhecke zu verblühen?

Quark, Quark.

So waren an die hundert Jahre vergangen.

Da geschah es, dass einer kam.

Prinz Frogemuth nannte man ihn.

Er hatte weder Pferd noch Wagen. Sein Degen rostete in der Scheide, aber eine

Laute hatte er bei sich. Und er war immer lustig und guter Dinge und sang in

die Welt, dass jeder es hören konnte.

Ich bin der Prinz, froh, gemut und komme von weit her.

Denn es verlockt mein junges Blut, ein altes, süßes Meer.

In einem Schloss von Hecken umsäumt, von Rosen zart

bedeckt. Das schöne Dornröschen, so lang geträumt. dass es ein

Prinz erweckt. Ich wach's noch mal, es hilft mein Schwert, ich bin

darum nicht bang.

Ich geh durch die Hecke unversehrt, was keinem noch

gelang. Was keinem, was keinem, was keinem

noch gelang.

kam Grimms frohe Mut in die Nähe des verwunschenen Schlosses, ohne es zu

wissen.

Auch die Schäfer und Schäferinnen, die alle Jahre hier ihr Fest feierten,

wussten nichts mehr von dem vor hundert Jahren eingeschlagenen Dornrösten.

Nur die ganz alten Leute erinnerten sich an die Geschichte. Und die Kinder, die

spielten das Dornröstenspiel.

ich es finden, das schlafende Dornröschen.

Dort in jenem Walde soll das Schloss liegen, so erzählt die Sage.

Ich werde sie befreien.

Schon viele haben ihren Mut mit dem Leben bezahlt.

Ich muss sie sehen.

Und wenn es mein Leben konnte.

Ihr nehmt diese Flüte.

Und wenn ihr an den See kommt, so spielt darauf.

Vielleicht helfen euch die Feen vom Wundersee. Danke.

Die Rosenfee verkündete dem Prinzen, dass der Glückliche, der zu dieser

Stunde in das Schloss einzöge, das verzauberte Dornröschen erlösen könnte.

Als der Königssohn sich der Dornenhecke näherte, waren es große und schöne

Blumen, die taten sich von selbst aufeinander und ließen ihn unversehrt

hindurch.

Der Prinz ging immer weiter.

Alles war so still, dass er seinen Atem hören konnte.

Die Tauben auf dem Dach hatten das Köpfchen unter den Flügel gesteckt. Die

Hofleute und Bedienten schliefen ebenso wie die Jagdhunde und die Pferde im

Stall.

Im Hause schliefen die Fliegen an der Wand und es hatte sich seit hundert

Jahren nichts verändert.

Der Koch hielt immer noch den Arm erhoben.

Der Prinz ging weiter und sah den ganzen Hofstadt liegen, auch den König und die

Königin.

Und die schlafende Leibwache stand kerzengerade da.

Wo aber war Dornröschen?

Don Röschen, sag, wo bist du?

Sprich!

Nach deiner Schönheit sehne ich mich.

Quak, quak!

Komm mit, komm!

Dort schläft Don Röschen, geh!

Und kommst du in Not, so rufe die Feen.

Ich habe dich nicht gerufen.

Hinweg!

Hilf mir, ihr guten Fee!

Hilf mir!

Die Fee sind weit, doch hören sie die Hilferufe des Prinzen. Die hundert Jahre

sind vergangen, aber nur wenn sie rechtzeitig im Turm sein können, bevor

die Ungeheuer den Prinzen vernichten, dann ist der Bann gebrochen.

Die guten Feen hatten gesiegt.

Der Weg für den Prinzen zu Dornröschen war frei.

Die Feen zogen sich zurück von den Menschen, zu den Blumen und zu ihrem

Sinn. Auch ich hatte meine Aufgabe erfüllt.

Quak, Quak. Und konnte mich nun endlich wieder auf meinen steinernen Sockel

zur Ruhe setzen.

Erzähle jetzt weiter, wer will.

Quak, Quak, Quak.

Als der Print in das Turmzimmer kam, war... alles so still wie seit

100 Jahren.

Und er suchte und suchte das Dornröschen.

Dornröstchen war nun erwacht.

Was wird mit all den anderen geschehen, wenn sie zu ihnen kommen?

Und aus seinem hundertjährigen Schlaf erwachte das ganze Schloss.

Alle gingen wieder an die Arbeit, als wäre nichts geschehen.

Auch das Hühnerauge im Stiefel des gnädigen Herrn erwachte.

Das Feuer auf dem Herd flackerte wieder auf.

Die Magd rupfte das Huhn färbig, als hätte sie gerade damit begonnen.

Wir braten im Ofenrohr, fingen wieder an zu brutzeln.

Dicki hätte es auch keine Minute länger ausgehalten.

Juppie, du darfst weiterschaukeln, aber fall nicht auf die... Da liegt er schon.

Der dicke Herr Kummerspeck gab dem Küchenjungen die seit hundert Jahren

versprochene Ohrfeige.

Aber die Pastete war ihm das wert.

Eine hundertjährige Pastete scheint ja ein besonderer Leckerbissen zu sein.

Schmeckt gut.

Wundervoll.

Wirklich.

Hundertjährchen. Wie im Märchen.

Familie Barbala, wollt ihr denn immer noch nicht nach Hause fahren?

Steig doch endlich ein.

Ja, mach mal.

Steig ein, Adelbart. Ja.

Nein.

Nein.

Geh' lach!

Riemann.

Meine Liebe.

Ich freue mich, dass dieser 16.

Geburtstag unseres lieben, einzigen Kindes zugleich auch der Verlobungstag

mit Prinz Frohgemut ist.

Tanz und Spiel zu Ehren des jungen Paares.

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