All language subtitles for Die. Legende. des. Wuestenkindes. 2026. GERMAN. DL. 1080p. WEB. H264-MGE

af Afrikaans
ak Akan
sq Albanian
am Amharic
ar Arabic
hy Armenian
az Azerbaijani
eu Basque
be Belarusian
bem Bemba
bn Bengali
bh Bihari
bs Bosnian
br Breton
bg Bulgarian
km Cambodian
ca Catalan
ceb Cebuano
chr Cherokee
ny Chichewa
zh-CN Chinese (Simplified)
zh-TW Chinese (Traditional)
co Corsican
hr Croatian
cs Czech
da Danish
nl Dutch
en English
eo Esperanto
et Estonian
ee Ewe
fo Faroese
tl Filipino
fi Finnish
fr French
fy Frisian
gaa Ga
gl Galician
ka Georgian
de German
el Greek
gn Guarani
gu Gujarati
ht Haitian Creole
ha Hausa
haw Hawaiian
iw Hebrew
hi Hindi
hmn Hmong
hu Hungarian
is Icelandic
ig Igbo
id Indonesian
ia Interlingua
ga Irish
it Italian
ja Japanese
jw Javanese
kn Kannada
kk Kazakh
rw Kinyarwanda
rn Kirundi
kg Kongo
ko Korean
kri Krio (Sierra Leone)
ku Kurdish
ckb Kurdish (Soranî)
ky Kyrgyz
lo Laothian
la Latin
lv Latvian
ln Lingala
lt Lithuanian
loz Lozi
lg Luganda
ach Luo
lb Luxembourgish
mk Macedonian
mg Malagasy
ms Malay
ml Malayalam
mt Maltese
mi Maori
mr Marathi
mfe Mauritian Creole
mo Moldavian
mn Mongolian
my Myanmar (Burmese)
sr-ME Montenegrin
ne Nepali
pcm Nigerian Pidgin
nso Northern Sotho
no Norwegian
nn Norwegian (Nynorsk)
oc Occitan
or Oriya
om Oromo
ps Pashto
fa Persian
pl Polish
pt-BR Portuguese (Brazil)
pt Portuguese (Portugal)
pa Punjabi
qu Quechua
ro Romanian
rm Romansh
nyn Runyakitara
ru Russian
sm Samoan
gd Scots Gaelic
sr Serbian
sh Serbo-Croatian
st Sesotho
tn Setswana
crs Seychellois Creole
sn Shona
sd Sindhi
si Sinhalese
sk Slovak
sl Slovenian
so Somali
es Spanish
es-419 Spanish (Latin American)
su Sundanese
sw Swahili
sv Swedish
tg Tajik
ta Tamil
tt Tatar
te Telugu
th Thai
ti Tigrinya
to Tonga
lua Tshiluba
tum Tumbuka
tr Turkish
tk Turkmen
tw Twi
ug Uighur
uk Ukrainian
ur Urdu
uz Uzbek
vi Vietnamese
cy Welsh
wo Wolof
xh Xhosa
yi Yiddish
yo Yoruba
zu Zulu

Original subtitles

Geht's, mein Schatz? Hast du Lampenfieber?

Denk daran, was wir gesagt haben:

Du bist noch klein und in deinem Zimmer.

Großvater ist bei dir. Alles ist gut.

Guten Abend und vielen Dank, dass Sie hier sind.

Auf jeden Fall sind wir da, um dir zu helfen.

Nein, Mama, das ist peinlich. Leg sie weg!

Entschuldigung. Sun, du bist dran.

Begrüßen Sie nun die junge Gewinnerin

des diesjährigen Sonderpreises der Jury für "Das Buch der Wüste".

Sun Del Renaque.

Guten Abend.

Sun, ich freue mich, Sie kennenzulernen.

Wir sind sehr froh, Sie bei uns zu haben.

Ich weiß, dass Journalisten hier sind.

Haben Sie Fragen? Ja, der Herr.

Ja, Sun, du bist gerade mal 15 Jahre alt

und hast einen wirklich renommierten Preis gewonnen.

Dein Schreibstil ist ausgereift, lebendig und voller Poesie.

Woher kommt deiner Meinung nach dein Talent?

Ich glaube nicht, dass es Talent ist.

Mein Großvater hat mir diese Geschichte erzählt, als ich klein war.

Beim Reden bewegte er seine Arme wie Schmetterlingsflügel.

Der Wüstenwind wehte in mein Zimmer.

Er erweckte die Figuren zum Leben, als stünden sie neben mir.

Ich wollte nicht die Einzige sein, die davon profitiert.

Ich habe die Geschichte nur aufgeschrieben.

- Sobald ich das Recht dazu hatte. - Das Recht?

Ich musste versprechen, es nicht vor seinem Tod zu tun.

Vielen Dank.

Nun haben wir das Vergnügen,

Mademoiselle Del Renaque aus ihrem Buch vorlesen zu hören. Bitte sehr.

Los, meine blaue Fee, es ist Zeit für die Geschichte.

- Ja! - Welche soll ich dir denn erzählen?

"Hadara, das Wüstenkind", Großvater!

Jeder Superheld hat eine Superkraft.

Außer einem.

Hadara.

Mein kleiner Hadara, mein einziger Sohn.

Du bist schön wie die Sterne über der Sahara.

Er war ein ganz gewöhnlicher kleiner Junge,

ein Wüstenkind, das das Leben seiner Nomadenfamilie führte,

das von der Suche nach Wasser und Nahrung für ihre Tiere bestimmt war.

Niemand ahnte, dass ihm ein besonderes Schicksal bevorstand.

Diese Geschichte ereignete sich vor langer Zeit in der Sahara.

Vor sehr langer Zeit.

Runter!

Nein!

Nein!

Bleib hier, verstanden?

In der Wüste ist ein verlorenes Dromedar wie ein verlorener Schatz.

Es war ihre Pflicht, es einzufangen.

Also ließ Fatma Hadara zurück,

wie sie es schon hundertmal zuvor getan hatte.

Mama?

Mama.

Hallo.

Wie Fatmas Dromedar hatten auch die Strauße Gefahr gespürt

und wollten ihr Nest beschützen.

Ihre Instinkte hatten sie nicht getäuscht. Sekunden später kam ein Sturm auf.

Wüstenstürme sind gnadenlose Gegner, die alles auf ihrem Weg mit sich reißen.

Hadara!

Hadara!

Hadara!

Hadara spürte, dass die Strauße fliehen würden.

Sein Instinkt warnte ihn, nicht allein zu bleiben.

Also tat er etwas, das kein anderes Kind gewagt hätte.

Hadara!

Hadara!

Hadara!

Hadara!

Hadara!

Er war zwei Jahre alt.

Huhu!

Nein!

Mein einziger Sohn.

Du bist schön wie die Sterne über der Sahara.

Mama.

Mein einziger Sohn. Du bist schön wie ...

Fatma!

Mama, ich hab ...

- Fatma! - Said!

Mein einziger Sohn.

Fatma, wo ist Hadara?

- Ich habe Hadara verloren. - Wir werden ihn finden.

- Ich habe unseren Sohn verloren. - Keine Sorge.

Mein Baby.

Chérif, Hayeb, Hassan.

- Ich habe meinen Sohn verloren. - Wir suchen Hadara.

Wir gehen nach Süden.

Hadara versuchte, wie ein Strauß zu essen. Ohne Erfolg.

Aber am nächsten Tag, vor lauter Hunger ...

Na los!

Nach einer tagelangen vergeblichen Suche akzeptierten sie das Schicksal.

Alle waren überzeugt, dass er tot war.

Alle außer ihr.

Nachdem die ersten Strauße ihn akzeptiert hatten,

akzeptierte ihn die ganze Herde.

Er hatte noch nie einen Wüstenfuchs gesehen,

aber er spürte sofort, dass er einen Freund gefunden hatte.

Das ist ein Freund.

Er ist ein Freund.

Wie ihn adoptierten die Strauße auch den verwaisten Wüstenfuchs.

Ohne sich daran zu erinnern, dass er das Wort von seiner Mutter gehört hatte,

beschloss er, ihn Sahara zu nennen.

Diese Momente der Freude waren kostbar, denn Hadaras Leben war hart.

Die Strauße legten lange, anstrengende Wege zurück, um Futter zu finden,

aber vor allem wussten sie nicht,

dass der kleine Mensch Wasser viel dringender zum Überleben brauchte als sie.

In der Wüste ist kein Platz für Schwache.

Hogg, dem schwarz-weißen Hahn,

war Hadara zu langsam.

Er war zu einer unnötigen Last geworden, die er loswerden wollte.

Mako, die graue Henne, war sich sicher,

dass sie das kleine, zerbrechliche Wesen retten musste.

An diesem Tag wäre er fast gestorben.

Mako hatte ihn gegen Hoggs Willen gerettet

und würde ihn wie eines ihrer Küken beschützen.

Auch wenn Hogg ihn nie akzeptierte,

nahm Hadara die Wüste an, und die Wüste nahm ihn an.

Nach und nach wurde er ihr König.

Und er wurde 160 Jahre alt.

Dank ihm hat die Natur weiterhin Vertrauen in die Menschheit.

- Glückwunsch! - Gut gemacht, Kleines!

Also, so sieht der Rest des Programms aus:

Du gibst ein Interview für die 13-Uhr-Nachrichten.

Gleich danach musst du zu einer Lesung im Kulturzentrum fahren.

- Glückwunsch. - Danke.

Und ich habe noch eine Überraschung.

Was für eine?

- Ihr beide seid in die Sahara eingeladen. - Wie bitte?

Können Sie mein Buch signieren?

- Ja, für wen? - Tom.

In der Sahara gibt es eine kulturelle NGO für alle Siedlungen.

Sie organisiert jedes Jahr eine Veranstaltung.

Und dieses Jahr wurdest du einstimmig ausgewählt.

Sun, wenn du einverstanden bist,

bist du mit deiner Mutter in die Sahara eingeladen.

Wir sind voll dafür.

Und es ist sicher kein Irrtum?

Ganz sicher nicht. Sie wollen dich.

Sie sagten, es sei wichtig, dass du kommst.

- Freust du dich? - Ja, das war immer mein Traum.

Das wollte ich hören.

- Das ist verrückt! - Danke.

- Das ist Sun! - Sun ist hier!

Sie ist hier!

- Hallo, Sun. - Hallo.

Marhaba!

- Hallo, Sun. - Ich freue mich so. Ich liebe dein Buch.

Ich habe dich eingeladen. Ich heiße Kharouba. Herzlich willkommen.

Danke für die Einladung. Ich bin froh, hier zu sein.

- Ich bin Sun, und das ist meine Mutter. - Mandy.

Soll ich euch etwas vorlesen?

Nein, ich werde dir etwas erzählen. Du kennst nicht die ganze Geschichte.

Das verstehe ich nicht.

Du solltest die Fortsetzung schreiben. Hast du Lust?

Mein Großvater hat die Geschichte doch erfunden.

Nein, die Geschichte von Hadara ist unsere Geschichte.

- Aber ... - Schon gut. Setz dich.

Ich verstehe, dass du viele Fragen hast.

Du bekommst alle Antworten, aber hier läuft es auf unsere Weise.

Geschichten erzählt man gut oder gar nicht, okay?

Okay.

Am Ende deines Buches erzählst du ziemlichen Quatsch.

Der König der Wüste, der mit 160 stirbt?

- Gut, das war erfunden. - Ich rate dir, Notizen zu machen.

Um das Alter von sechs Jahren zu erreichen, musste Hadara kämpfen.

Hogg hatte oft versucht, ihn loszuwerden.

Aber er hatte durchgehalten und hielt sich für einen Strauß.

Hogg begriff, dass es Hadara zu verdanken war,

dass alle Küken überlebten.

Von diesem Moment an wurde Hadara, das Kind ohne Flügel,

das überzählige Kind, das nicht dazugehörte, zum Lieblingssohn.

Seinem Glück stand nichts mehr im Wege.

Es war die glücklichste und sorgloseste Zeit seines Lebens. Er hatte alles.

Er genoss das Leben und lernte daraus, wie zum Beispiel diese Lektion:

Strauße lassen niemals einen der ihren zurück.

Sie passen sich an das Tempo des Langsamsten an. Das ist ihr Gesetz.

Nur eines unterschied ihn von seinen Geschwistern:

Er liebte es, zu zeichnen.

Die Dünen erzählten ihm die Geheimnisse,

die ihnen die Zeit zugeflüstert hatte.

Sie rieten ihm,

die Schatten seiner Vergangenheit zu zähmen.

Der kleine Junge war groß geworden

und genoss jeden Augenblick.

Denn er hatte verstanden,

wie das Leben so ist.

Er hatte im Wind

seine Wahrheit gefunden.

Er war alleiniger Herr

über sein Schicksal.

Denn er hatte es gewagt,

nur einen kleinen Schritt nach vorn zu machen,

einen winzigen Riesenschritt.

Er hatte mit Sahara die Sonnenuntergänge entdeckt.

Und seitdem hatte er keinen einzigen verpasst.

Er nahm sich die Zeit dafür.

Er liebte, wie man liebt,

wenn man ein Kind ist.

Danach zogen sie durch ihr geheimes Paradies.

Er war alleiniger Herr

über sein Schicksal.

Sie verpassten keinen Sonnenuntergang

und trennten sich nie, während sie aufwuchsen.

Wie er war Sahara zwölf Jahre alt.

Er war nun ein alter Wüstenfuchs.

Hadara spürte es und wollte noch jeden Moment auskosten.

Um seinen Clan zu schützen,

sorgte Hogg dafür, dass der Gepard nur ihn verfolgte.

War der Gepard wirklich tot?

Ja. Hoggs lange Kralle, scharf wie eine Messerklinge, hatte ihn besiegt.

Hadara war feige gewesen und verspürte erstmals ein furchtbares Gefühl:

Scham.

Er schämte sich so, dass er nicht wagte, zu seinem Clan zurückzukehren.

Das Exil, das nun folgte, sollte ihn zu erschütternden Entdeckungen führen.

Bei uns heißt es, dass Märchen nicht dazu da sind,

Kinder zum Schlafen zu bringen, sondern dazu, Erwachsene aufzuwecken.

Du erzählst fast so gut wie Großvater. Es klingt wie eine wahre Geschichte.

Was ist?

Nichts. Komm mit.

Ich muss dir was zeigen.

Jetzt tanzt sie gleich.

- Faszinierend, ihr seht aus wie ... - Strauße?

- Ja, genau, Strauße. - Ist doch klar.

So tanzen sie auch.

- Ihr könnt alle wie Strauße tanzen. - Wie kommt das?

- Das wurde uns beigebracht. - Von wem?

Von meinem Großvater.

Hadara.

- Warte mal, was hast du gesagt? - Du hast richtig gehört.

Hadara war mein Großvater.

Die ganze Geschichte ist wahr:

das verlorene Kind, der Sturm,

die Strauße, sein Überleben in der Wüste, das ist alles wahr.

Und Hadara war mein Großvater.

Das kann gar nicht wahr sein.

Hadara existiert nicht. Mein Großvater hat ihn erfunden.

Omar? Komm mal her.

Sag mal, woher kennst du diesen Tanz?

Von Hadara natürlich. Du stellst echt komische Fragen.

- Saoussène? - Ja?

Sag mal, wer war mein Großvater?

- Hadara oder der andere? - Hadara war richtig.

- Und war er mit dir verwandt? - Ja.

Er war mit der Schwester meiner Oma verheiratet.

- Wo ist er aufgewachsen? - In der Wüste, mit den Straußen.

- Das weißt du doch. Was ist los? - Nichts. Geh und hab Spaß.

Das ist unglaublich! Aber wie ist das möglich?

Ich will alles wissen.

Erzähl mir alles.

Hadara war seit Tagen mit seinem alten Freund in der Wüste unterwegs.

Er hatte aus Kakteen getrunken, Skorpione gegessen, das Übliche eben.

Da sah er etwas, das er völlig vergessen hatte.

Sein Herz begann zu rasen, aber er wusste nicht, warum.

Er fühlte sich von dem Ort magnetisch angezogen.

Mein kleiner Hadara, mein einziger Sohn.

Du bist schön wie die Sterne über der Sahara.

Danach hatte er den Eindruck, eine Grenze überschritten zu haben

und weiter nachforschen zu müssen.

"Verlass mich nicht," sagte er zu Sahara.

Aber es war Zeit für den letzten Tanz, und Hadara hatte es verstanden.

Gemeinsam hatten sie einiges durchgemacht.

Aber er wusste nicht, ob er das überstehen würde.

Er verspürte das Bedürfnis, Mako zu suchen,

diejenige, die von niemandem zu ersetzen war.

Und erst jetzt wagte er, sie zu fragen:

"Warum habe ich keine Flügel? Warum bin ich nicht wie die anderen Küken?"

Mako antwortete: "Ich habe dich aufgezogen.

Du bist mein Sohn, aber kein Strauß."

Hadara war schockiert.

"Ich bin kein Strauß.

Ich bin kein Strauß."

Sie wiederholte immer wieder die Worte: "Deine Mama."

Dabei war sie doch seine Mutter.

Weißt du, was Sterne sind?

Das Lachen der Sonnenstrahlen.

Für uns sind es Strauße, die ihre Wasserstelle am Himmel suchen.

Meine Wasserstelle ist mein Land.

Ich bin hier geboren und kenne nichts anderes.

Aber ich werde alles tun, um hier wegzukommen.

Ich werde arbeiten, um mir ein Studium zu finanzieren.

Ich werde es schaffen und meiner Familie und meinem Land helfen.

Und was ist deine Wasserstelle?

Ich weiß es nicht.

Hadara wusste es auch nicht. Er wusste nicht mal genau, wer er war.

Hogg wollte Hadara von diesen Dingen fernhalten, denen er misstraute.

Aber für ihn waren es Schätze.

Also bot er ihm zum ersten Mal die Stirn, und sie stritten sich.

Na los, vorwärts! Wird's bald? Vorwärts!

Gehorchst du jetzt endlich? Du blödes Dromedar, Bewegung! Mistvieh!

Ich warne dich, wenn du nicht losläufst, sperre ich dich ein.

Los, beweg dich!

Na los, worauf wartest du? Du gehorchst jetzt! Los, du Mistvieh!

Er war nicht stolz darauf, diesem Wesen zu ähneln.

Los jetzt, Beeilung!

Und in diesem Moment kam er.

Wer?

Der Mann, der Hadaras Schicksal änderte.

- Wo hast du die grüne Kiste hingetan? - Danke.

- Hier, nimm die Filmrolle. - Ja.

- Hier, fang! - Ernie?

- Ja? - Das ist der Projektor.

Ich brauche das Zubehör. Gib es mir.

Okay, John, ich bringe es dir.

- Wo kommt das hin? - Gib her.

Das kannst du dem Koch geben.

Eine Gemüsesuppe!

Hat jemand einen Turban?

Weißt du, wo ich so ein Tuch finde?

Vorsicht, stell es nicht hier auf. Lieber da drüben.

Genau, da ist noch Platz für ein Zelt.

Da drüben.

Fahren wir die Wagen weg oder lassen wir sie hier?

- Christian? - Ja?

- Kannst du mal kurz kommen? - Ja.

Das sind keine Kameras, sondern Spielzeuge.

Zeig mal her.

Das geht.

Weißt du, wo ich einen Turban finde?

Schön langsam.

Langsam? Sieh mich doch an.

Ich schwitze, aber du bist trocken, unter derselben Sonne.

Das ist verrückt.

- Was machst du da? - Morgen kann der Dreh beginnen.

Sieben Gazellen. Zwei Männchen, fünf Weibchen.

Eine hat ein gebrochenes Horn und dunkleres Fell.

Du glaubst mir nicht, oder?

Doch, weil ich hier schon so viele verrückte Dinge gesehen habe.

Außerdem nennt man dich doch den Wüstendetektiv.

Zu Ihren Diensten.

- Was ist das? - Ja, was ist das?

Ein kleiner Strauß hat sich verfangen.

Komm, wir holen ihn da raus.

Nein, wir greifen hier nicht in die Natur ein.

Ibrahim, bitte. Nimm meine Trinkflasche.

Wir holen ihn nur da raus.

- Allein würde er sterben. - Vielleicht, aber so ist die Natur.

Na gut, ich rette ihn. Du kannst machen, was du willst.

- So. Na komm. - Christian. Das macht man hier nicht.

- Na und? Komm schon. - Christian.

Sieh dir das an.

Darf ich vorstellen? Der Wüstendetektiv.

- Aber wir lassen ihn laufen. - Ja, wir bringen ihn nur da hoch.

- Wir nehmen ihn nicht mit. - Nein, das machen wir nicht.

- Er hat eine Familie. - Ich weiß. Ich lasse ihn frei.

- Lass ihn hier. - Ich bringe ihn auf den Hügel und gut ist.

Schon gut.

Was ist los?

Warte.

Warte doch.

Warte!

Komm zurück!

Warum sagst du nichts? Ich verstehe das nicht.

Ich bin nicht verrückt. Er war da.

Er war wie ein Tier.

Es war klar, dass er anders ist.

- Er hat nicht gesprochen, nur gepfiffen. - Wie ein Strauß?

Also hast du ihn doch gesehen! Ich bin nicht verrückt.

Er wollte seinen Verwandten holen.

Er lebt bei den Tieren, das ist sicher.

Das ist irre, einzigartig und besonders, verstehst du? Ein wildes Kind.

Wenn ich darüber berichte, wird es die Reportage des Jahrhunderts.

Ich kann mir so eine Chance nicht entgehen lassen.

Nichts geschieht zufällig.

Du nervst mit deinen Binsenweisheiten.

"Nichts geschieht zufällig." "Die Wahrheit liegt am Ende des Flusses."

Er hat ein Tagebuch hinterlassen.

Hier, lies es mit mir zusammen.

- Nimm es. - Nur zu.

"Ich habe ihnen davon erzählt

und sie überzeugt, ihn mit mir zu suchen und zurückzuholen."

Aber nach mehreren Tagen der Suche gab es immer noch keine Spur von dem Kind.

Da sind Spuren.

Da sind überall Spuren.

Sie sind immer noch hier.

Ich habe den Beweis. Ibrahim, sieh dir das an!

Schau mal. Lies die Spuren dort.

Sag mir, wohin sie gegangen sind.

Ich sehe nichts.

Wie, du siehst nichts? Du schaust nicht mal hin.

Du bist doch angeblich der Wüstendetektiv.

Du hast dich verirrt, Ibrahim.

Nein, du verirrst dich.

Komm, wir gehen.

Ich konnte einen Hollywood-Produzenten dafür begeistern.

Bisher hatte er uns aus der Ferne finanziert.

Doch er wollte unbedingt mehr sehen und kam zu uns.

Wenn wir in New York sind. Hey, Chris! Schön, dich zu sehen.

- Danke. - Zum Wohl.

Ich habe gute Neuigkeiten.

Wir haben Spuren von dem Kind und Straußen gefunden.

Das heißt, wir finden ihn sicher bald.

Großartig, Chris. Ich habe auch gute Arbeit geleistet.

Ich glaube, wir können zwei Filme daraus machen.

Der erste Film handelt von uns und der Suche nach dem Jungen, okay?

Und für den zweiten Film bringen wir ihn nach New York.

Und dort entdeckt er alle Wunder der modernen Zivilisation.

Okay?

Und im dritten Teil wird er ein normaler Mensch.

- Wir kleiden ihn ein. - Ja.

Wir bringen ihm gute Manieren und gehobene Sprache bei.

- Und wie man Interviews gibt. - Eine ausgezeichnete Idee.

- Chris? - Ja, gute Idee.

Sehr gut.

Zum Wohl, meine Herren.

Gut, ich drehe mal eine Runde. Bis später.

Bis später. Prost.

Das Projekt entwickelte sich anders, als ich dachte.

- Ein dritter Film ... - Und ein vierter.

Ich fühlte mich unwohl.

Wir zeigen ihn, wie er Steuern zahlt, einen Hund ausführt ...

Oder Golf spielt.

Er könnte in die Wüste zurückkehren und seine Straußenfamilie wiedersehen.

Wir könnten seine ganze Geschichte als Musical verfilmen.

Er könnte hier heiraten.

Dabei ist es so einfach.

Wo fahren wir hin?

Ich hatte noch nie etwas so Schönes gesehen.

Ich sah zum ersten Mal ein freies Wesen, einen ungezähmten Menschen.

Als er weglief, blieb ich verwirrt zurück.

Was sollte ich tun?

Wochenlang war ich mir nicht sicher, ob man ihn einfangen und studieren

oder in Ruhe lassen sollte.

Warte.

In diesem Moment habe ich es begriffen.

Ich hatte nicht das Recht, diese Harmonie zu zerstören,

und ein so außergewöhnliches Wesen zu einem Zirkusäffchen zu machen.

Christian?

- Hey, Christian! - Ja?

- Ja? - Was hat der Ausflug ergeben?

Na ja ...

Wir haben nichts gefunden, keine Spur.

- Wir sollten die Suche aufgeben. - Wie bitte?

Tut mir leid, das kommt nicht infrage.

Hör mal, Christian, wir schmoren seit drei Wochen in dieser Wüste.

Das Budget für den Film ist aufgebraucht. Wo ist dieser Junge?

Wir müssen ihn unbedingt mitnehmen, verstanden?

Er hat nie existiert.

- Wie bitte? - Was?

In der Nacht, als ich dachte, ich hätte ihn gesehen, war ich betrunken.

Seitdem haben Ibrahim und ich ihn überall vergeblich gesucht.

Und die Fußspuren und all die Geschichten, die du erzählt hast?

Kannst du mir das erklären?

- Ich habe gelogen. - Gelogen?

- Was? - Ich habe gelogen.

Verdammt, Christian! Ich habe dir vertraut.

Weißt du was? Ich bereue, dich getroffen zu haben.

Du bist ein Lügner, ein erbärmlicher Typ! Dafür wirst du büßen!

Du wirst nie wieder arbeiten!

Du bist tot! Du bist am Ende!

Ich hatte meine Karriere ruiniert.

Aber ich wusste, dass ich es nicht bereuen würde.

- Danke, mein Freund. - Ich werde es nie vergessen.

Ich werde nie über dieses Kind sprechen.

Stell Nachforschungen nach seiner Familie an.

Wenn er noch eine hat, lass seine Mutter wissen, dass ihr Sohn lebt.

Und dass er etwas Besonderes ist.

- Versprich mir das. - Versprochen, Bruder.

Noch eine letzte Sache:

Wenn du das Wüstenkind eines Tages findest, gib ihm das von mir.

Bis bald, Ibrahim.

Hier siehst du, warum du die Geschichte auch kennst.

Das ist ein Foto von Ibrahim und ...

Christian am Tag ihres Abschieds.

Das ist Papa.

Christian war mein Großvater?

- Großvater ... - Verstehst du es jetzt?

"Ich hatte einen Traum und wollte Ruhm erlangen.

Ich wollte als Journalist Geschichten erzählen."

Aber ich beschloss, zu schweigen, um ein Kind zu schützen.

Ich habe meine Karriere und meinen guten Ruf geopfert.

Ich habe gelogen, um einen Unschuldigen zu retten.

Ich wollte lieber als Betrüger gelten, als meine Ehre zu verlieren.

Denn ein kleiner Junge ohne Prinzipien und Normen

hatte mir gezeigt, was es wirklich bedeutet, ein Mensch zu sein.

Warum hörst du auf?

Weil ich nicht weiß, was ich tun soll

und ob ich das Recht habe, diese Geschichte zu erzählen.

Im Gegenteil, du musst sie erzählen.

Großvater hat sie geheim gehalten. Warum sollte ich sie erzählen?

Du verstehst das nicht. Die Geschichte wurde nie verheimlicht.

Sie wurde mündlich weitergegeben.

So wusste man wenigstens, wer sie hörte.

So haben wir Hadara geschützt.

Aber jetzt ist Hadara tot.

Schon seit langer Zeit.

Nach und nach sterben die Zeugen, und mit ihnen auch seine Legende.

Also halte die Legende meines Großvaters bitte am Leben, so gut du kannst.

Schreib sie auf.

Okay.

Erzähl weiter.

Also ...

Von diesem Tag an hielt Ibrahim sich an sein Versprechen

und ließ die Stimmen der Wüste sprechen.

Mit der Zeit verbreiteten Nomaden, Hirten und Kameltreiber die Nachricht.

Hey, komm zurück! Bleib stehen!

Ich will nicht, dass sie Hadara fangen.

- Du solltest längst im Bett sein. - Ich kann nicht schlafen.

- Ich auch nicht. - Ich auch nicht.

Erzähl die Geschichte bitte zu Ende.

- Ich auch nicht. - Aber ihr kennt sie doch auswendig.

- Aber so hast du sie noch nie erzählt. - Du erzählst sie so gut. Bitte!

Sie folgten ihm zwei Tage lang.

Dann ließen sie ihn gehen.

Mohammed!

Komm schon, bleib hier.

Dort, nur wenige Meter von ihm entfernt,

stand die Frau, die in all seinen Träumen vorkam.

Hadara? Mein Sohn?

Ein Wort hallte immer stärker in seinem Kopf wider.

- "Mama?" - Er ist es! Das ist Hadara.

- "Mama." - Hadara?

"Mama."

- Er ist es! - Hadara.

Er war in einer unbekannten Umgebung,

verwirrt und verängstigt.

Aber er unternahm keine Fluchtversuche mehr.

Danke. Vielen Dank.

Er war ein Strauß gewesen

und musste nun ein Mensch werden.

- Hat er es geschafft? - Es war schwierig.

Er konnte sich lange nicht zwischen seiner wiedergefundenen Mutter

und der verlorenen Freiheit entscheiden.

Doch plötzlich änderte sich alles.

Als er sein Herz stärker klopfen spürte als jemals zuvor.

Sobald er meine Großmutter erblickte,

das Mädchen, dessen Augen wie Sterne funkelten,

wusste er, dass er bleiben würde.

Sie heirateten und bekamen fünf Kinder.

Das ist das einzige Foto von Hadara.

Komm.

Schau dir an, wie schön es hier ist.

Bleibt es dabei? Schreibst du die Fortsetzung?

Mein Großvater sagte immer, diese Geschichte könne Leben verändern.

Ich dachte, er meinte mein Leben, aber ich lag falsch.

Du musst sie aufschreiben, weil es eure Geschichte ist.

Nein, ich wüsste nicht, wie.

Doch, du hast es gerade getan, Kharouba.

So erreichst du deine Wasserstelle.

Nachdem er seine Eltern wiedergefunden hatte,

besuchte Hadara oft seine Straußenfamilie in der Wüste.

Die Strauße haben ihn nie vergessen. Er hörte nie auf, sie zu lieben.

Es ist eine wahre Geschichte. Sein Name war Hadara.

Untertitel: Dominika Berger und Nadja Wiederhold

Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.