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In Hessen dröhnt die Kriegstrommel.
Landgraf Friedrich verkauft seine Untertanen für den Krieg
der Englischen Krone gegen die Befreiungsbewegung ihrer amerikanischen
Kolonien.
Der Küchenjunge Kaspar Schmeck sehnt sich nach einem
besseren Leben.
Zusammen mit Emmerich, einem ehemaligen Offizier, entflieht er
dem elenden Dasein bei Gastwirt Tempel und landet
freiwillig bei den Soldaten.
Was Kaspar nicht weiss, sein Freund Emmerich, mit
dem zusammen er von großen Abenteuern im fernen
Amerika träumt, hat ihn heimlich verkauft.
Kaspar vertraut Emmerich auch weiterhin und verrät so
auf dem Marsch zur Festung Ziegenhain die Flucht
des Studenten Anselm.
Noch fremd bleiben ihm die neuen Kameraden.
Du, guck mal!
Verschwinde, Grashüpfer!
Ich bin Freiwilliger und werde Jäger wie ihr.
Aha, das kann ich bezeugen.
Lass doch mal fühlen, Neuer!
Halt!
Ich hab noch Handgeld.
Dann setz dich.
Verschwinde, Grashüpfer!
Nein, nein, nein, nein, nein, nein.
Medikus!
Au!
Au!
Habt ihr was für meinen Magen?
Da hilft nur Essen.
Wollt ihr Brot?
Oh, ja.
Der Buckel da, ehemals der Kutz, der malt
euch ein Brot.
So naturgetreu auf Leinwand, dass ihr das Bild
fressen möchtet.
Habt die Ehre, Herr Feldschirr.
Ganz meinerseits, werter Herr.
Wollt ihr ein Selbchen oder ein Pölberchen?
Wenn mir davon die hier wieder wächst.
Er ist in der Kassler Hofkirche beim Mausen
der goldenen Altarfransen erwischt worden.
Da hat man ihm die Hand abgehackt und
ihn nach Ziegenheim gebracht.
Und euer Auge?
Das ist lange her.
Die Soldatenbüttel haben gesagt, gut haben sie gesagt,
brauchst du beim Ziel nicht das Auge zuzukneifen.
Tja.
Schulmann, Diepold Schulmann.
Schmelzel Ambrosius, Medikus und Barbier.
Ich war schuldheiß, lag mit dem Gutsahn im
Streit.
Ist überhaupt ein arger Jammerhaufen hier.
Kaspar, willst du es dir nicht auch bequem
machen?
Bleibt an!
Hey, Triebekind.
Na?
Das Ganze halt!
Zurück!
Vorwärts!
Das Ganze her!
Zurück!
Nach rechts verschieben!
Vorwärts!
Das Ganze her!
Halt!
Zurück!
Das Ganze her!
Marsch!
Links schwenken!
Marsch!
Das Ganze halt!
Die linken Schuhe runter!
Den hier, den linken!
Verdammter Bauernpöpel!
Ach, ach, ach.
Ihr passt die Hose gleich.
Gerl, zu mir!
Wer sind die jetzt?
Links um!
Rechts um!
Links um!
Auf dem nackten Fuß links um!
Das Ganze Marsch!
Fußschuh!
Fußschuh!
Fußschuh!
Fußschuh!
Fußschuh!
Fußschuh!
Fuß schwingen, Fuß schlug!
Rechts um, rechts um!
Tu nicht...
Lauter, Digga!
Tu nicht...
Hauptanspruch...
Fettsack!
Alter Fettsack!
Was hast du da?
Eine Eidechse, Fräulein.
Ich bin Frau Festungskommandant Dietzel.
Weißt du das nicht?
Nein, Fräulein.
Dummkopf.
Was gaffst du so?
Ihr...
Ihr riecht so gut.
Den da!
Hopp!
Hey!
Fass an!
Wirtsassasse!
Wasch'n, Dreckfink.
Nimm Sand für den Hals.
Warum trägst du keine Perücke?
Was machst du da?
Wasch'n.
Erst die Töpfe.
Na, beweg dich!
Komm mal her.
Näher.
Wenn ich dich beim Stehlen erwische, peitsch' ich
dir den nackten Hintern aus.
Eigenhändig.
Was stehst du noch rum?
An die Töpfe!
Bei denen gibt's Fleisch.
Das ist für den Mops.
So, für den Mops.
Hast du schon mal Hund gegessen?
Mein Kater frisst die Amsel auf.
Das Schwein frisst meinen Kater.
Ich fress' das Schwein, da hab' ich was.
Danke es Gott, Vater.
Sie bringen welche.
Anselm!
Anselm.
Vom Flug haben sie uns weggeholt.
Die da und mich.
Wir sind mit der Pacht im Rückstand.
Meine Frau wartet mit den fünf Belgern.
Warum habt ihr sie nicht zusammengeschlagen?
Vier Kerle.
Wie Eichbäume.
Ach, Herr, wer sowas macht.
Herr!
Habt ihr das gehört?
Blut.
Seekatz.
Mich hat die Schwindsucht bei den Ohren.
Euch.
Ich.
Wird sie auch bald haben, wenn ihr zögert.
Nehmt eure Blicken.
Lauft in die Wälder.
Richtig.
Dort gibt's auch gleich Äste, um euch dran
aufzuknüpfen.
Kaspar!
Der hat dich verpfiffen.
Na und?
Wie geht's dem Hauptmann?
Besser als dir.
Als uns.
Ist bestimmt kalt geworden.
Friss nur!
Friss!
Grütze!
Grütze!
Und?
Läuft die Grütze aus den Ohren?
Mein Watz kann Grütze nicht mehr halten.
Ich könnte dem Fürstabt von Fulda mit Grütze
den neuen Dom zuschreißen.
Der ist Sandmaul.
Susann!
Susann!
Steh doch nicht rum.
Tu etwas.
Er hat ihn ja gleich.
Schneller, Kerl!
Ich mach dir Beine.
Er wird sich erkälten.
Du wirst doch so einen kleinen Hund fangen
können.
Scheißköter!
Hauptmann!
Kommst du mit dem Hund aus dem Regen?
Der erkältet sich doch.
Sascha!
Lausetkerl!
Mein Schatz!
Rübenkönig!
Solange ich die Trommel nicht brauche.
Ich weiß doch, wo Fleisch rumläuft.
Mach mich nicht in den Arsch.
Das schreibt ein Pfaffe.
Umso schlimmer, Hauptmann.
Eine gewisse Bettina Schmeck hat angegeben, dass ihr
Kind im zarten Alter von 15 Jahren...
Kasper!
Der Kerl soll doch vor sein, hier rauszukommen.
Durch einen gewissen Emmerich, dort selbst Landgräflicher Hauptmann,
gegen sieben Taler Handgeld...
Genug!
Die Mutter will hierher kommen.
Darf ich nicht, was der Landgraf darf?
Was Gott den Großen gibt, gibt er nicht
den Kleinen, Hauptmann Emmerich.
Bringt die Sache im Guten aus der Welt.
Oder schlagt euch das Majors-Patent aus dem
Kopf.
Kasper, los!
Nun los!
Was die aus uns Menschen machen...
Ich hab viel nachdenken können in letzter Zeit.
Vielleicht...
ist uns dieses Amerika doch eine Hoffnung.
Eine neue Welt, in der Männer für ihre
Frauen für ihre Freiheit zu kämpfen wissen.
Nun, Student, ich halte nichts von der französischen
Mode, über Freiheit zu sprechen.
Worte, aber ich bin kein Dugmäuser.
Hier hab ich ein Büchlein.
Darin sind Zeichnungen für eine Wasserdampfmaschine.
Die will ich drüben bauen.
Und das, denke ich, macht mich frei genug.
Was denn?
Und nicht nach dem Wohl der Menschen gefragt?
Nicht nach Washington?
Thomas Paine?
All den großen Idealen?
Die Ideale überlasse ich gern den deutschen Dichtern.
Dann seid ihr nichts anderes als...
als eine Art gebildeter Kasper.
Weniger.
Weniger.
Der Junge kratzt in seinen Träumen nach Gold,
um Tabak für die Mutter zu besorgen.
Und ich bin sicher, dass er beim Kratzen
auch ein wenig Wahrheit findet.
Ihr aber denkt nur an euch.
Vielleicht.
Vielleicht auch nicht.
Ich bin ein alter Mann.
Gute Nacht, Herr Medikus.
Bildchen.
Mit der Hand gemalt.
Das schmeckt nach Konspiration.
Jetzt wächst euch gleich die Doppelnase.
Und ich zahl dir die Medizin zurück.
Ihr seid in Haft, Medikus!
Macht euch eine Wasserdampfmaschine Angst, Herr Offizier!
Herr Hauptmann!
Du Tier!
Verdammtes Tier!
Ergreift ihn!
Du wirst hängen, so wahr ich Frau Festungskommandant
bin!
Wo ist meine Susanne?
Meine Frau ist von sich.
Bettina, beruhige dich!
Hängt ihn, Karl!
Hängt ihn!
Frau Fraubstedt-Galten!
Halt!
Meins!
Meins ist das!
Die Schwinnsucht braucht voller Schüsseln.
Aber ich bin kein Offizier.
Ich muss nehmen, wie's kommt.
Da kam ja der dicke Mops gerade recht.
Da!
Denk da!
Da hab ich das Halsband vermacht.
Geschenkt!
Weil er wie ein Hund an eurem bunten
Rocker hängt.
Wollt ihr wissen, wie euer Mops kapiert ist?
Liegt mir am hellen Tag über den Weg.
Feist wie eine Wolke voller Rubens.
Eine Provokation, denke ich.
Hau ihm die Flinte über den Schädel, wie
mir's beigebracht wurde.
Und dann am Spieß gedreht.
Das teure Fett ist mir beinahe in das
Feuer gelaufen.
Genug, Subjekt!
Da!
Hängt euch das Halsband selber um, Hauptmann!
Ihr krepiert!
Ob ihr klöfft oder nicht!
Verzeiht mir, Kerls, dass ich das Tier allein
gefressen habe!
Hauptmann!
Ich bin's doch, euer Freund!
Maul halten!
Gebt ihn frei, bitte!
Früher bei Hempel wusste ich auch Dreckigkeit.
Bringt das hier in Ordnung, Männer!
Ich komme vor Sonnenuntergang.
Dann will ich nichts mehr sehen von der
Schweinerei.
Ich fress nichts mehr.
Nicht einen Bissen, ehe nicht der gute Buckel
wieder frei ist.
Liegen hier welche aus Kassel?
Ich möchte zum Hauptmann.
Da gibt's nicht nur einen.
Lämmerich.
Da oben, das Fenster.
Gundel, ich brauch dich!
Mach oder soll ich das alles alleine abladen?
Geld, Geld, Geld!
Wir kämpfen gegen eine reguläre Armee von Rebellen,
lieber Graf.
Freier raus!
Der Pöbel hat in Lexington unsere Truppen geschlagen.
Geschwätz von Freiheit und Gleichheit ist wie eine
brennende Lunte.
Unser gutes altes Europa gleicht einem Pulverfass.
Unsere Spione berichten von Verschwörungen in Frankreich.
Die Wahrheit, lieber Graf, ist, unsere britische Majestät
schlägt sich in Amerika auch für eure fürstlichen
Interessen.
Und ihr schreibt nach Geld.
Deutschland ist nicht Frankreich, Oberst.
Ein guter Hesse liest keine Bücher, es sei
denn die Bibel.
Wenn ihr unsere Soldaten kauft, erhält eure Majestät
allerbeste Ware.
Ich bitte mich zu entschuldigen.
Die Forderungen werden täglich größer.
Jetzt will der Landgraf statt der 30 Kronen
pro Soldat schon 45.
Handgeld für die Offiziere nicht gerechnet.
Noch vier Wochen Verhandlungen und Soldatenübungen und Friedrich
fordert für jeden hessischen Streuch 50 gute englische
Kronen.
Wenn's nach mir ginge, lieber Freund, wir wären
in drei Tagen unterwegs zur Küste und in
einer Woche an Bord.
Wenn euch das gelingt, lieber Emmerich, erwirke ich
für euch den Adelstitel.
Und ihr seid über Nacht Major.
Wer bist du?
Bettina Schmeck aus Kassel.
Ich will den Bengel zurück.
Das geht nicht so einfach, liebe Frau.
Das Soldatenreglement ist streng.
Zucht und Ordnung unten.
Woher wisst ihr überhaupt?
Die Hempeln hat's mir gesteckt.
Da sah's.
Ich will den Bengel.
Den Bengel, Herr.
Sonst kennt euch bald ganz Hessen.
Ich bin gut zu Fuß?
Maul gehalten!
Habt ihr gesehen, was sie da unten zimmern?
Ja.
Er war wie ein jüngerer Bruder.
Und Hand aufs Herz, wir haben uns gegenseitig
aus mancherlei Verlegenheit geholfen.
Er ist mir nachgelaufen.
Wollte partout nach Amerika.
Und nun dies.
Herr, aber das ist ein...
Gehalten.
Schwerer Raub, gute Frau.
Er ist ein Kind.
Könnt ihr lesen?
Schreiben?
Rechnen.
Nun wenigstens den Namen.
Ja.
Die siebenteile Handgeld, die schenke ich euch.
Wenn ihr dies unterschreibt, würde ich als Offizier
für Kaspar bürgen.
Er bleibt Soldat und am Leben.
Wo?
Hier.
Was steht da?
Das euer Sohn angetriebn von Ehrfurcht vor unser allergnädigsten Landesherrn Friedrich von
Hessen, aus freier Wahl den Soldatenrock erworben hat
und sich als guter Untertan in allen Stücken
dem allerhöchsten Willen fügen wird.
Ich will ihn sehen.
Gute Frau.
Mama!
Mager bist, musst mehr essen, Kasper.
Hättest nicht weglaufen sollen.
Nach Amerika, Mama.
Elver Trommler, das ist ausgemacht, da passiert ihm
nichts.
Auf den spuck ich.
Der Hauptmann sagt, er lässt dich hier raus.
Musst folgen, Kasper.
Dann kommst du schon durch.
Folgst?
Heul nicht, Kasper.
Nur ein Spuck.
Mir in die Augen, Kerl.
Du murchst, weil ich dich hab einsperren lassen.
Sie wollte dich zurückholen zur Hempel.
Aus wäre es mit Amerika.
Ja.
Amerika.
Amerika.
Du hast wohl das Paradies vergessen, weil der
Weg dorthin bergauf geht.
Na was ist?
Maul auf.
Morgen trommelst du.
Abmarsch jetzt.
Hier geblieben.
Kommen.
Jetzt könnt ihr sehen, ihr Männer, dass wir
dem Volk nicht so viel wert sind wie
ein Hund.
Wie ein Hund.
Seid lustig, Leute.
Ich bin euch bloß um einen Schritt voraus.
Kasper.
So ein Schwein.
So ein Schwein.
Wann kommt endlich das Meer?
Komm.
Salzig ist er zum Kotzen.
Du weißt wenig von der Welt.
Sie bescheißt dich.
Sie schwindelt, tritt dich nieder.
Du wirst sehen.
Und doch stehst du immer wieder auf wie
das Gras nach dem Gewitter.
Das ist unser Los, Kasper.
Und jetzt, komm, nach Amerika.
Komm.
Hey.
Oh, big warrior.
Go on, go on.
Hurry, hurry.
Kannst du die Schrift lesen?
Wie viel Meter?
Angabe.
Sogar mit so Augen.
Alle Könige sind Sträucher und Tyrannen.
Steht hier.
Zeig her.
Du hältst ja verkehrt rum.
So lese ich immer.
Hey, Gungel, was ist denn?
Mein Kopf, mir ist schlecht.
Hier.
Wasser!
Das Wasser kommt!
Ach, das wirst du auch wieder nicht mal
raten.
Hey, die
sind doch hinten alle locker.
Nicht mehr lange, Silvisch.
Und wir beide sind bei unserem guten alten
Kurz.
Du vielleicht.
Halt's Maul!
Jeden Tag denke ich dran, dass er meinetwegen
an den Galgen kam.
Ach, der Mops hat geschmeckt.
Einer hat nichts gegessen.
Mir war schlecht.
Ich vertrag keinen Hund.
Merkwürdig geht's zu.
Kaum hing unser Kurz am Galgen, da wurde
der hier Leibkoch beim Major.
Da schlingt der sich aus den Rippen.
Ich hab nichts verraten, ich nicht.
Ihr seht doch, was ich fress.
Hier.
Koch bei Emmerich, was ist das schon?
Du.
Du hast es Emmerich gestellt.
Halt!
Immer Streitschlägerei, dummes Volk.
Hier.
Eine Flugschrift der Amerikaner.
Und wenn's das Evangelium wäre, Studiosus, ich bin's
müde.
Das Evangelium der Freiheit, Knichte.
Freiheit.
Ich mach mich jetzt fort in die einzige
Art Freiheit, die es für einen Hessen gibt.
Lass ihn krepieren, er verpestet bloß die Luft.
Für dich bleib ich noch ein Weilchen und
stinke, Silvisch, damit du dich an die Hölle
gewöhnst.
Hört her!
Jeder Fleck der alten Welt ist von Unterdrückung
überschwemmt.
Die Freiheit ist rund um die Erde gehetzt.
Nehmt den Flüchtling auf und bereitet bei Zeiten
der Menschheit ein Asyl.
Das hat alles dieser Thomas Paine geschrieben.
Du und ich und alle übrigen.
Warum sind wir Sklaven, wenn wir frei sein
können?
Ein einziger ehrlicher Mensch ist der Gesellschaft und
vor dem Anlitz Gottes mehr wert, als alle
gekrönten Sträuche, die es je gegeben hat.
Kreuzteufel, ich tät's nicht denken.
Und so einer wagt das zu schreiben.
Dann wird's gedruckt, wie bei uns die Bibel.
In aller Offenheit, in allen Ehren.
Schmelzel!
Aber dann, wenn's keine Möwe hergeschissen hat, muss
wer an Bord sein.
Zeig mal her!
Schmelzel!
Gunde!
Ihre Haare!
Komm!
Medikus, mach sie gesund!
Ich riech nichts aus ohne Hilfe im fremden
Land.
Ewig war sie in der Last und wo
sie mir jetzt zur Hand gehen kann, ab
ins Meer.
Ungerechtigkeit, verdammt!
Beruhige dich!
Was machst du da?
Nichts.
Man muss wünschen, dass sie gesund wird.
Fest wünschen und dabei mit der rechten Hand
ans linke Ohrläppchen fassen.
So hier, dann wird was.
Sie hat den Scharbock.
Da hilft nichts als Löffelkraut, frisches Zeug, Äpfel,
Habarber.
Ja, was Sie da haben.
Tja.
Klauen.
Tätig.
Was?
Aber ich riskier die Existenz und du kriegst
höchstens den Arsch voll.
Oder den Gallen.
Wenn du bei Emmerich den Diener machen würdest,
wir hätten alles was wir brauchen.
Obst, frisches Fleisch, Rosinen.
Ich geh nicht zu Emmerich, lieber spring ich
ins Meer, lebendig.
Spring.
Wär doch schade um das arme Ding.
Aber ich red kein Wort mit ihm.
Das schwör ich.
Du bist kein Diener, ich seh's an deiner
Fresse.
Ja, ja, ich erinnere mich, wie du's bei
Gast für Tempel getrieben hast.
Also gut.
Ich nehm dich als alte Freundschaft.
Aber Subordination bitte ich mir aus, verstanden?
Das heißt zu Diensten, euer Gnaden.
Wärts.
Ja.
Die Herrenoffiziere laden zum Tarok.
Die Bande bescheißt.
Na, ich riskiere selbst ein Kärtchen.
Bring das Zimmer in Ordnung.
Zwing dich.
Dafür hat dich nun der Major verprügelt.
Hä?
Na ich seh, dass sie alle Knochenweh tun.
Schade.
Er hält den Buckel hin, riskiert den Hals
und das Fräulein will lieber sterben, als dankbar
seine Beute schlucken.
Aua!
Das tut sehr weh.
Was?
Brennt wie Feuer.
Ehrenwort.
Das soll Mama heißen.
Deine Mama würde dir die Ohren langziehen, wenn
sie sehen könnte, wie du sie verschandelt.
Na, na schreib.
Schreib.
Das A musst du üben.
Da fängt alles an.
Apfelkuchen.
Abenteuer.
Affe.
Und Anseln.
Bring ihm bei, was er braucht.
Schreib Amerika.
Freier Mann.
Menschheit.
Wir beginnen vorn, Student.
Ah, Amerika ist vorn.
Ach, hier.
Vorn ist die Nase.
Ich weiß einen Namen, der sich hübsch macht
auf Papier.
Ich auch, Thomas Paine.
Gundel.
Ich zeig dir, wie man Gundel schreibt.
Ach, Medicos, euer Verstand reicht nicht über die
Nase der Amerikaner.
Es geht um Mary Elizabeth hinaus.
Knichte des todblühen Volkes.
Ich habe in meinem Leben nicht so viele
Tote gesehen.
Dabei hat es noch gar keine Schlacht gegeben.
Schlacht oder nicht Schlacht.
Unser Landesfürst hat 12.500 Mann nach Amerika
verkauft.
Ich habe es vom Major.
Da sind 500 einkalkuliert, die hops gehen, ehe
wir überhaupt an Land kommen.
Schreit es wieder Major, du Hunzfack.
Au!
Wink.
Wir leben in einer großen Zeit, Mensch.
Und es ist eine verdammte Schweinerei, sich einfach
davon zu machen.
Jawohl, Knichtel.
Blasser Bruder.
Davonschleicher, du Wegläufer.
Wir gaffen der Natur auf französische Art unter
'n Rock.
Und zwingen sie an unserer Stadt zur Frohn.
Ich, meine Herren, Ambrosio Schmelzel.
Medicos und Erfinder segle übers Meer, um Wasserdampfmaschinen
zu bauen.
Das sind eiserne Pferde.
Lacht nicht, Kerls.
Wie sagt doch der große Salomon?
Wenn man Milch stößt, so wird Butter daraus.
Und wer die Nase hart schneut, zwingt Blut
heraus.
Lasst bluten, Freunde.
Vielleicht erleben wir den Tag, wo wir auf
einer Maschine über das Meer zurück in unser
liebes Hessen reiten.
Ja, ja.
Ich prophezeie euch, dass die Stunde kommt, da
wird der Mensch sogar durch die Luft fliegen.
Wie ein Vogel.
Ja.
Doch, wird es kommen.
Die Wissenschaft hat herausgefunden, die Luft ist ein
Stoff.
Ja.
Damit lässt sich was anfangen.
Ach, mach dich fort, Mönchlein.
Und, wenn wir gar erst fliegen können, da
wird sich herausstellen, dass es außer Wolken und
Sternen nichts gibt über uns.
Ich werde keinen Hüpfer schaffen, mit meinem Wanz.
Ach, weck mich, wenn Amerika kommt.
Mein Gott.
Mir passt die Hose.
Mir passt die Hose.
Seht ihr?
Die sitzt, als wäre ich für die Uniform
geschaffen.
Unser Landgraal Friedrich hat mir meinen Bauch geklaut.
Ich habe wieder ein Kreuz machen müssen auf
der Mannschaftsliste.
Die ist kaputt fülle, meine Herren.
Versauen Sie uns nicht den Appetit, Major.
Oh.
Darf ich bitten?
Ich wollte fragen, Herr von der Lippe, ob
unser Platz am unteren oder oberen Ende der
Tafel ist.
Da, wo Sie sitzen, lieber Emmerich, ist immer
unten.
Nun, Graf, dann steht ein Major von, Emmerich,
gerade recht neben jenen, die Lippe heißen, was
man Großmaul nennen sollte.
Major.
Graf.
Pistole oder Degen?
Dreh um.
Eine Stunde noch bis Mitternacht.
Verflucht, da will einer hoch hinaus und fällt
über solch einen Dreck.
Trink es mal.
Na, komm her, trink.
Vielleicht morgen früh bist du mich los.
Das freut dich, was?
Ich habe einen gekannt, der war stumm, bis
man ihm die Ohren abschnitt.
Er schrie her.
Ja, siehst du, ich habe ein Herz für
dich, sonst würde ich dich das Sprechen lehren.
Du bist ein Niemand, eine Laus.
Du kannst dir Gefühle leisten, stumm sein.
Ich aber bin Offizier, das hat uns was
gekostet.
Ich sage dir, die ganze Welt ist ein
Beschiff.
Jeder hat einen Ober, du den Kopf, der
Kopf schaut mich.
Ich hab den Grafen von der Lippe.
Und so geht's rauf, bis zum Landgrafen.
Und der hat auch noch einen drüber.
Sauf.
Was ist die Stunde?
Auf Pistolen hätte ich eine Chance gehabt.
Mit dem Degen ist mir der Graf über.
Ich stehe wie ein Baum im sächsischen Auwald.
Allein.
Ein schlimmes Los, Kaspar.
Werd's dir sauer, wenn ich hin bin?
Ich frag dich was!
Mir egal!
Watscheplott!
Mit Neid, Sir!
Das ist gut gegangen.
Was, du freust dich?
Na, von einem Totenmajor hättest du kein Obst
bekommen.
Chapeau!
Es hat Gott gefallen, die
Seele zu retten.
Lauter Herr Parra, dass unser armer Knichtel auch
was davon hat.
Durch Jesus Christum, unseren Herrn!
Amen!
Und jetzt, Jungfer, seid ihr mit einem Kunststück
dran.
Mit da.
Dürr wie eine Vogelscheuche, aber Gottlob wieder gesund.
Bitte.
Hier.
Na siehst du, Kaspar, es ist ja alles
gar nicht so schwer.
Steh!
Hört ihr nichts?
Werden?
Einen Moment, bitte.
Armee von Sir Washington, Captain New York.
Richtung Nordwest.
Voraussetzt Sandy Hook.
Dort ihr geht an Land.
Da wird ja auch Zeit.
Morgen, wenn der Sonn aufsteht, gibt es Krieg
für dich.
Soldat mit Sehnsucht haben, Old Mary Elizabeth.
Siehst du?
Das muss ja auch furchtbar sein.
Die Rebellen reißen es morgen und brennen.
Und schneiden Nasen und Ohren ab.
Wilde sind das, nein, reine Menschenfresser.
Du hast blendet blöd, Soldat.
Glauben in Lüge von eurer Offiziere.
I speak.
Amerikaner kämpfen um ihr Recht.
Trafen ein Soldat aus Deutschland, machen Rechte tot.
Wie der redet!
Wie der Kerl redet!
Oh Mist, das blendet blöd.
I speak how I like it.
Ich spreche wie ich will.
Verrückt.
Wer das könnte, reden wie er will.
I, I, big warrior.
Du kannst.
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