All language subtitles for Das große Abenteuer des Kaspar Schmeck 1

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Original subtitles

Fressen, fressen, immer nur fressen, den ganzen Tag

fressen.

Haubtmann

Du wirst dir nochmal den Hals brechen.

Teufelskerl.

Ja, ja, ja, ja, Karl, du wickst ja

ein ganzes Regiment auf.

Morgen klau ich mehr.

Ja, ja.

Hast du einen Löffel?

Hm.

Also, mit den Pfoten.

So.

Welch eine adlige Sau.

Würde es mir nichts ausmachen.

Aber als Soldatenhauptmann muss man auf Kontenachs halten.

Verdammt, ein Hauptmann im Hemd ist so viel

wert wie ein Furz.

Ihr werdet bestimmt noch General.

General.

Hörst du?

Da trommelt der Krieg.

Meine Uniform muss her.

Und wenn ich den Hempel erschlag.

Kasper!

Wegen dem lohnt's nicht.

Aufmachen!

Ich schlag dich zu breit, Kasper!

Dieser Hundesohn.

Zum Körper schlag ich ihn.

Zum Körper.

Kasper!

Kasper!

Kasper!

Kasper!

Kasper!

Wo steckt der Kerl?

Draußen Kartoffelschälen.

Also bei diesem Hunger leider.

Also jetzt spinnt der Alte.

Wo ist der Kerl?

Wo ist meine Uniform?

Wer ist all eure Schulden?

Ich werde euch wahrhaftig erschlagen müssen.

Vorher helfe ich euch in den Schuldturm.

Hungerhauptmann.

Noch gibt's hessisches Recht.

Gibt's noch!

Kasper!

Kasper!

Da ist er ja.

Was denn?

Mit dem Messer auf dem Boot, Herrn?

Ah!

Schmeckt Schuster Schmeck?

Oh, Arbeit!

Habt ihr Tabak?

Noch was, alte Hexe?

Der sieht ja aus, als würde er Soldaten

fressen.

Wo soll ich denn das Leder hernehmen?

Schneid's dir aus dem Hintern.

Kannst sie gleich um den Schädel kriegen.

Zwei Paar mach ich heil, wenn ihr mir

das dritte zum Flicken lasst.

Heeresbestände.

Und wenn auch nur ein Stiefelchen fehlt, schneide

ich deinem besoffenen Kerl doch die Ohren ab.

Ja, die Arschherde zum Teufel.

Mama!

Noch so eine Plage.

Hast du Tabak?

Hempel?

Na gut, hat jetzt Felke gehabt.

Und was weiter?

Mama.

Mama, Mama!

Das planen vier Kröten bis Mitternacht.

Wir sind nicht im Paradies, wir sind in

Hessen.

Also halt den Puckel hin und gewöhn dich

dran.

Mein Kater frisst die Amsel.

Das Schwein frisst meinen Kater.

Ich friss das Schwein, da hab ich was.

Und danke es Gott Vater.

Mein Kater frisst die Amsel.

Das Schwein frisst meinen Kater.

Wenn du wiederkommst, bring Tabak mit.

Maus ein bisschen für deine arme Mutter.

Und danke es Gott Vater.

Das Schwein frisst meinen Kater.

Please to invite, Oberst Vorsitzend.

Where are you exactly?

Die Englische Krone.

Wonderful.

Wonderful.

Madame.

Oh, Herr Hauptmann.

Macht wie deinen Hauptmann aus mir.

Helft mir zu meiner Uniform.

Zahlt eure Rechnung, Kost und Logis.

Madame Empel, jetzt winkt der Krieg, ich komm

zu Geld.

Sobald ich meine Uniform habe...

Seid ihr auf und davon.

Madame, vom ersten Sold bezahle ich meine Schulden.

Mein Wort als Offizier.

Aber ohne Uniform.

Euer Degen und alles Zeug liegt in der

Kammer.

Mein Mann hat den Schlüssel.

Herr Hauptmann, Herr Hauptmann.

Ach so.

Da draußen vorm Hoftor steht so ein Vetter,

der schreit immer, wo ist meine Alte?

Wo ist die blöde Ziege?

Es könnte sein, es ist ihr Mann.

Dreckskerl, infamer.

So ein Biest.

Wo treibst du dich überhaupt rum, Saukerl, du?

Überhaupt.

Alles eins.

Hunger leider.

Ja, jetzt hast du's geschafft.

Diesen war los.

Tut's weh?

Bloß wenn ich feigse.

Komm.

Es wimmelt von Soldaten, überall.

Sie sollen nach Amerika essen.

In der Krone ist sogar ein englischer Offizier

abgestiegen.

Herr Hauptmann.

Geh schon vor.

Was kriegt man bei den Werbern für den

Kerl?

Haut und Knochen, 45er-Taler höchstens.

Braucht ihr denn euren Küchenjungen nicht?

Solche gibt's wie Wanzen.

Wollt ihr eure Uniform?

Dann verkauft den da.

Ich steck's dem Hempel nicht.

So ein Missstück.

Bis Amerika wird M.

bis Klüppel nicht reichen.

Amerika, junge Amerika.

Das ist das Paradies dagegen.

Immer Sonne, warm wie im Backofen.

Und das Gold liegt handbreit unterm Boden.

Brauchst bloß mit dem Stiefelabsatz kratzen.

Und Tabak wächst da wie Unkraut.

Das wär was für Mama.

Das ist ein Abenteuer für Männer.

Du musst Stürme überwinden.

Meeresungeheuer.

Was weiß ich.

Und wenn du endlich da bist und willst

sozusagen an die Tür klopfen, denk nicht, dir

wird aufgemacht.

Mit den Fäusten musst du dreschen.

Mit Kanonen donnern.

Das Paradies ist fest verrammelt.

Und wer verrammelt's?

Gesindel.

Untertanen der guten englischen Majestät, die gegen ihren

König rebellieren und alles für sich verpassen wollen.

Und deshalb braucht der englische Oberst Fawcett von

uns Soldaten.

Richtig.

Was, wer sagst du?

Der Offizier aus der Krone.

Was, Fawcett?

Also einer mit dem Schmiss quer über den

Mund?

Ja.

Also ob ihn Affe gebissen hat?

Ja, das ist Fawcett.

Mein alter Freund und haudegen Fawcett.

Und schon, Oberst, hast du ja einen steilen

Aufstieg.

Kaspar, unserem Glück steht nichts mehr im Wege.

Tja.

Fast nichts.

Wenn man einem Oberst so unter die Augen

tritt.

Hauptmann, wir sind doch auch Freunde.

Ich hol euer Uniform, das schwöre ich.

Halten Sie zwei Hammel!

Ich will noch mummel, Papa.

Nein.

Ich will noch mummel.

Irgendwas passiert.

Da hast du.

Also, ich seh den die Gasse runterkommen und

ich schrei noch, pass auf, du.

Da war nichts mehr zu machen.

Schluss.

Aus.

Drei Schlägel.

Empel, das zweite Essen.

Alter, wo bleiben die Schweinschlägel?

Ja, doch.

Kaspar!

Kaspar!

Na?

Und noch ein Bier?

Ja.

Zahlen.

Zahlen, zahlen.

Das ist noch vier Groschen.

Hempelchen!

Ja, alte!

Alte!

Hempelchen!

Hempelchen!

Ein gutes Lotterielos?

Todsicher diesmal.

Bringt mir ein Schöpfchen?

Noch ein gerades Strich, lass mich zufrieden.

Alte!

Ich kann mich nicht zerreißen!

Zweimal Huhn, dreimal Kalb.

Bereit ein Zimmer, ein Logiergast.

Greif zu, Kaspar!

Soll ich dir Beine machen?

Ja.

Na ja, so geht's halt.

Fritz, wohin?

Pullern, Papa.

Ja, wir sind dann ausgestiegen.

Herr, wo seid ihr?

Was gibst du auf die Hand für Freiwillig?

Fünf gute hessische Talen.

Kann man zu dir gehen?

Als Freiwilliger?

Bist du großjährig?

Nicht, dass uns dein Vater aufs Dach kommt.

Ich bin Majorin.

Heute Majorin und morgen schon Major.

Dann unterschrei!

Fünf Taler sind sein Vermögen.

Frag den da, der hat fast eine halbe

Sau aufgepresst.

Und da?

Dein Junge!

Was macht der denn da?

Fritz, bist du verrückt?

Kein Übergriff!

Wer da ist, landgräfliches Eigentum!

Wer?

Fritz!

Du Hundesohn!

Mein Sohn!

Fritz!

Fritz!

Fritzchen!

Jetzt kann mein Papa nichts mehr?

Ich schütze Landgraf Friedrich.

Muss bloß kuschen, wie sich's gehört.

Das kann ich!

Ihr Bauernfänger hier!

Kommt weg!

Mein Herz!

Ich krieg keine Luft!

Ihr Halsabschneider hier!

Wirtschaft!

Mummel für den ganzen Tisch!

Was ist mit dem Zimmer?

Ihr habt den Schlüssel...

Da hingelegt, ist er weg?

Nein, nein, ich lauf schon!

Einen Schuppen roten Hempel, von der besten Sorte.

Beide Gradinen.

Damit mach ich jetzt Karriere, alter Filz!

Ich ruf den Büttel!

Ich ruf den Büttel!

Einen Schuppen Hempel, opti-galante Art.

Ich ruf den Büttel!

Sonst schlag ich alles kurz und klein und

scheiß auf die Karriere.

Männer!

Hauptmann Emrich, im Dienst von Oberst Frau Sitt.

Hartknoch, mein Name.

Werbebüro des Hauptmanns Rohnstedt in Waldau.

Feldwebel Kupfsch, wenn's beliebt.

Weitermachen!

Dann mal weiter.

Ein Hauptmann an meinem Tisch?

Wenn ich das zu Hause erzähle...

So!

Not für Geld, ich werd jetzt gehen.

Aber wer wird denn?

Ich bin jetzt satt!

So geht's, lieber Mann.

Mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen.

Ein Lotterie los, Hauptmann?

Scher dich!

Unterschreibt!

Oder zahlt die Zeche!

Na, raison!

Vor euch sitzen ehrenhafte Männer.

Hab ich nicht recht, meine Herren?

Todsicher, Hauptmann!

Hauptmann hat nicht recht.

Ha ha ha ha!

Ha ha ha ha ha!

Ich bin der falsche, die enttührt, das ist

der Enttührer!

Ich bin so, dass ich da hinschreibe, was

ehrlich ist.

Mich kennt ja jeder Mann.

Ha ha ha ha!

Der kommt ja drüber!

Du Hilfe, gute Leute!

Los das Däbisch, du Stiefelecker!

Auf nach Amerika!

Mitgefangen, mitgehalten!

Wer bezahlt die Schälche?

Wer?

Ich hätte da noch ein exquisites Exemplar für

euch.

Jung, kräftig wie ein Bulle.

Sehr ehrenvoll.

Aber was kriegt man selten hier rum?

Siebenthaler Handgeld auf den Tisch.

Siebenthaler?

Aber Herr Hauptmann...

Ein geborener Soldat.

Freiwillig.

Ich und Obersforsit bürgen für ihn.

Also?

Schreibt.

Kann es was schmecken?

Ich unterzeichne für ihn.

Wo steckt er?

Zumindest müsste ich ihn sehen.

Er hat genug euer Misstrauen gekriegt.

Ich, du

Dreckskerl, du!

Herr Hauptmann!

Herr Hauptmann, ich...

Eins, zwei,

drei, vier, fünf, sechs...

Sieben für die Uniform.

Alter Fels.

Und Straffreiheit für ihn.

Bleiben noch vier Lui da.

Kost, Logis und...

Jetzt muss ich nur noch Mama sagen, dass

ich ihr Tabak aus dem Paradies hole.

Da hat das keine Zeit im Kopf.

Ne?

Wie ein richtiger Hauptmann.

Ich bin Hauptmann.

Sag vorwärts.

Empel ist in der Lage und hält uns

wegen seiner schäbigen vier Lui da von Amerika

ab.

Leise.

Oh, Hauptmann, ich werde meinen Mann rufen müssen.

Was für Umstände, meine...

Leise!

Um Gottes Willen.

Wie gehe ich denn fort?

Bei meiner Ehemann-Dame, sobald ich den Bengel

abgeliefert habe, stehe ich euch zu Dienst.

Ich wüsste euch sonst auch zu finden.

Und wenn ich Kaspars Mutter auf euch hetzen

müsste.

Ich warte, Hauptmann.

Und ich bin ungeduldig, Hauptmann.

Oh, Hauptmann.

Kaspar!

So ein Ass!

Verdammtes!

Was ist denn los?

Hey, was ist da?

Was machst du da vor der Tür?

Hauptmann!

Kaspar!

Was ist denn los?

Mörder!

Schiebe!

Schiebe!

Mörder!

Schiebe!

Schiebe!

Hast du sie?

Warte hier.

Die gehört dir.

Lauf weg, Junge.

Schnell.

Oh, yes.

Ich habe diese...

Oh, wonderful.

It's a good old Germany, kommen Kinder als

Soldaten.

Oh, no.

To give birth.

In Germany werden Kinder als Soldaten geboren.

All right.

Erstklassige Ware.

What's your name?

Naname.

Hauptmann, Hauptmann Emmerich.

Wir warten schon auf euch, Herr Vossit.

Very nice indeed.

Mit dem hat mich der Hauptmann angeschmiert.

Scheiße.

Zurück!

Wir machen einen Kinderkrieg.

Männer, das kann so schlimm nicht werden.

Na, du Popel.

Selber Popel, Oberpopel.

Margueriten, du bist jetzt Trommler, verstanden?

Und nicht die Buxt.

Arbeit!

Stinking, stinking.

Viel Geld für diese malade Bande.

Wenn die erst Uniform tragen und den Stock

gekosset haben, erkennt er die Kerze nicht wieder.

Hello, Captain.

Oh, I am glad to see you.

Aber das ist mein Hauptmann.

Mein alter Freund, Captain Emmerich.

Wir haben von Ihrem Ruf schon auf der

Gasse vernommen.

Hauptmann!

Getrommelt wird, wenn ich befehle.

Der Mensch ist eine Laus.

Wer sagt dir, ich bin eine Laus?

Dem hau ich die Zähne ein.

Da kommst du zu spät.

Das hat schon das liebe Leben besorgt.

Ihr lernt Fritz Kleinpaul noch kennen.

Ich bin Freiwilliger.

Ich bin ein Freiwilliger.

Ich will sehen, ob was gebrochen ist.

Ach.

Steck's in die Taschen.

Und fertig.

Die hat die Hemden zugenäht, damit ich nicht

klaue.

Die war schlau, was?

Klar.

Los, hoch!

Wie der da steht.

An wen erinnert der mich bloß?

Bei meiner Seele, ich komm nicht drauf.

Wie der hier steht.

Kein Geld, kein Tabak, nichts.

Fänger!

Fänger weg!

Wer bist du, mein Freund?

Ich bin ein Gefangener.

Wie ihr alle.

Ich bin ein Gefangener meines Bauchs.

Mich hat Gefräßigkeit unter die Soldaten gebracht.

Außerdem, wir sind frei.

Und erst in Ketten.

Na, du machst aber feine Unterschiede.

Jawohl, meine Seele, die ist frei.

Die fliegt und fliegt und fliegt.

Das ist Knichtl.

Ein weggelaufener Mönch.

Ich bin Rübenkönig.

Wollte immer hoch hinaus.

Hab ne Luftschaukel gehabt.

Hoch und runter, hoch und runter.

Jetzt bin ich unten.

Wie es so geht.

Ich bin Student der Rechte.

Auf dem Weg nach Italien.

Und da machst du einen Umweg über Amerika?

Die Obrigkeit ist allemal stärker.

Ich komm aus dem Hannoverschen.

Hab da einen Dichter besucht.

Stadt, Land, Mensch und Vieh vernichten.

Heißt, der Herrn Dienst verrichten.

Na dann, sagt er.

Na?

Ihr Soldaten!

Wie gefällt euch das?

Tja.

Es gibt Männer, die wissen, woraus die Welt

gemacht ist.

Woraus ist sie denn gemacht?

Nicht aus Fürsten.

Aus uns.

Stinkt französisch!

Hauptmann Emmerich ist mein bester Freund.

Wenn du willst, ich brauch bloß was zu

sagen und der Hauptmann lässt deine Kette abmachen.

Du bist Freund von einem Hauptmann?

Ja.

Du hast Glück, dass du gefesselt bist.

Vorwärts!

Neben dir wird der Landgraf blass.

Na, wenn mein Hauptmann mich sieht, muss ich

nämlich ausüben wie ein Soldat.

Freu dich, Bürschlein.

Jeder Tag kann ein letzter sein.

Besonders nicht bei den Soldaten.

Vorwärts, vorwärts!

Hier, brauch andere Hosen, Feldwebel.

Festhalten, Fettsack, nicht lang und die passen.

Schuhe an.

Den Flicken hier, den hat meine Mama genäht.

Mama, Mama.

Nicht hauen, ich beiß.

Was hat mir gerade noch gefehlt, du kleiner

Feldwebel?

Unten, unten, unten, unten.

Das ist der wenigste.

Das ist die Regel Nummer eins bei den

Soldaten.

Vorgesetzten darf man nie widersprechen.

Nie?

Nie!

Er will also die Ketten bis Ziegen einschleppen.

Das machst du nicht mit Feldwebel, Kupsch.

Da bin ich einer Nummer zu schlau.

Dich knack ich wie an den Floh.

Weg vom Truck, Schweine!

Hergehört, Männer.

Habt ihr an der Suppe gerochen?

Dick gekocht, Erbsen mit Speck.

Habt ihr, Notrichter Wanst.

Schlägt am Magen Purzelbäume.

Nun, der da verschmäht den bunten Rock.

Auch gut.

Ich sage nur, Erbsen gibt's, wenn alles in

Montur steht.

Kobrall.

Ja, pass auf hier.

Was macht ihr für Sachen, Studiosus?

Ich hab einen Wolf im Leib.

Der ist auf Erbsbreit dressiert.

Solche Wölfe haben wir alle.

Wenn er nicht pariert, fahren Sie mal in

die Gurgel.

Da hörst du's.

Schau doch.

Was macht so ein Stück Stoff schon deinem

Stolz aus?

Hm?

Der Plunder wärmt sogar.

Mich friert, wenn ich sehe, wie ihr euch

um Erbsbrei verkauft.

Stopft ihm das Maul!

Wenn die Leber das zieht.

Und Nachschlag gibt's auch.

Da lohnt sich das Stillhalten.

Studiosus.

Stopf rein!

Damit er sich nicht mehr schlägt.

Wenn er in Reform wächst.

Da hast du!

Karls, ich bin euer Hauptmann.

Bei mir wird gekuscht, verstanden?

Hauptmann, Herr Hauptmann, ich bin's.

Faul gehalten, uns fort.

Kassper Schmeck, zu deinem Hauptmann.

Marschwinkel!

Na, mein Freund, schon eingewöhnt?

Ach, das ist leicht, hier ist es ja

fast wie bei Hempel.

Lass uns erst nach Amerika kommen.

Pass auf!

Zunderlunde Pax Obisco.

Was?

Ein uralter Zauberspruch.

Amerikanisch.

Kein Wissen?

Ich schwöre, du hast jetzt meine Augen verstanden.

Du achtest auf den Weg nach Ziegenheim mit

Hauptmanns Augen.

Das alles seine Ordnung hat.

Marsch zurück in die Reihe.

Und ich beiß doch, du!

Fertig!

Achtung!

Ich hab mir das Kloster vom Halse geschafft

und was hab ich jetzt?

Dich und deinen Hauptmann.

Bei mir wird gekuscht, das kenn ich.

Gotterbarm, das kenn ich.

Dir macht das Laufen nichts?

Das geht nach Süden, da wollte ich hin.

Du brauchst keine Angst zu haben vor Amerika.

Es blüht alles.

Und es riecht gut.

Und Honig gibt's.

Woher weißt du das?

Von meinem Hauptmann.

Dort ist es wie im Paradies.

Ja, vielleicht, Kaspar.

Aber dein Hauptmann ist ein Lump.

Selber Lump!

Studentenlump!

Kaspar, du reibst dir die Füße noch mehr

auf!

Rastkerz!

Biberk!

Aufrücken!

Biberk!

Biberk!

Nichts im Bauch.

Na?

Na?

Schlimm?

Nein.

Schlappe Bande, was?

Herr Feldwebel, seht mal!

Hey, hey!

Halt die Hände!

Patz da, Männer, ich will nach Ziegenheim!

Immer geradeaus!

So, kommt!

Ah, Meter siebenmal!

Ah!

Du alte Hexe!

Kommst du noch?

Kommst du, alter Stinkfieber!

Kerls, hergehört!

Das ist Meter sieben mal!

Eure zukünftige Fressmutter!

Respekt!

Verstanden?

Donner!

Das ist, ich wette, Gundel, die Nichte, der

Windelscheißer!

Und jetzt!

Was für ein Frauchen!

Was kriecht denn hier herum?

Hast du hier Vogelscheuchen im Marketendergeschäft?

Oder ist das dein Kavalier?

Wenn es nach der Höflichkeit ginge, müsstet ihr

euch vorstellen.

Aber nach Soldatenart.

Ich bin Ambrosio Schmelzl, Barbier und Medikus.

Hast wohl gar einen Doktorhut?

Zwei, Herr Soldat.

Aber jetzt will ich den bunten Rock anziehen

und aus freien Stücken nach Amerika.

Nach Amerika?

Eher!

So ein alter Esel!

Hast du was ausgefressen?

Nimm den Stock herunter, Mensch!

Die Bluthunde sind auf Stock dressiert und machen

Hackfleisch aus ihm.

Blutwursthunde, meint ihr?

Ihr habt gewiss einen Doktorhut auf Zauberei.

Mitnichten, Herr Rekrut.

Ein Hund hat nur manchmal mehr Verstand, als

ein Mensch braucht, um Feldwebel zu werden.

Weg von dem Hund, Herr!

Herr Kerl!

Und zu den Soldaten kommt ihr trotzdem nicht!

Ruhe!

Ihr seid zu alt und damit war's da!

So wenig, äh, wie?

Wie der Knabe da zu jung sein mag.

Der Mensch stirbt nicht an Alter, sondern an

Verbrauch.

Die Wissenschaft hat nachgewiesen, dass der Mensch wie

eine Maschine funktioniert.

Ist hier oben auch nur ein Schräubchen locker,

baut's und die Welt ist um einen Feldwebel

ärmer.

Seht euch vor!

Nicht übel, obwohl das ganz französisch stinkt.

Seht mal, was der für eine Beule hat!

Schnauze, Mensch!

Feldwebel, ihr seid schon tot, basta!

Was?

Oder freilich, ihr stinkt immer so!

Da gibt's nichts zu lachen, Soldaten!

Der Kopf eures Feldwebels ist kein normaler Kopf,

die Beule da.

Das ist so eine Art Überkopf.

Wenn ihr ihn recht pflegt, wächst euch demnächst

eine zweite Nase dran und ein zweites Maul.

Na, umso besser könnt ihr brüllen und an

jeden Quark eure Doppelnase stecken.

Ruhe, Kerlchen, oder ich lass euch alle arretieren!

Regt euch nicht auf, um Gottes Willen!

Kerl!

Jetzt ernsthaft, Feldwebel!

Ihr schreit, die Beule platzt und aus.

Also immer leise, leise, wenn ihr den Landgraf

Friedrich nicht um einen Soldaten betrügen wollt.

Hier ist eine Medizin.

Zwanzig Kreuzer, wenn ich bitten darf.

Was?

Zwanzig Kreuzer um den Bettel?

Wenn's nicht hilft, verwammse ich euch das Fell!

Anlem!

Anlem!

Hey, Student!

Anlem!

Oh, verdammt, Medikus, das brennt und im Bauch

ist mir jetzt höllisch wohlgesagt, mein Mann.

Herr Feldwebel, Feldwebel, guck, der Student ist fort

Anlem.

Schweig!

Aber der ist abgehauen, der Studentenlump ist abgehauen.

Die Hunde, die...

Psst, leise, Mann, wenn ihr leben wollt.

Alles aufgestellt, in Reihe und Glied, vorwärts.

Hört ihr nicht, Arsbande?

Brülle er für mich.

Alles aufgestellt, in Reihe und Glied.

Vorwärts!

Vorwärts!

Hört ihr nicht, Arsbande?

Gut gebrüllt.

Gut gebrüllt!

Los, ab!

Mist, Stuck.

Excusez-moi.

Ich frag, wie lange er noch halten will.

Noch ein Weilchen und ihr kommt erst um

Mitternacht in Ziegenhain an.

Ohne den Deserteur.

Ihr habt mich.

Wir sind vollzählig.

Und die Hunde finden den Weg auch allein.

Ich weiß selbst, was zu tun ist.

Ich weiß selbst, was zu tun ist!

Feldwebel!

Was macht er da?

Was macht er da?

Die Füße, Feldwebel.

Die Füße und die Muskete sind die Hauptsache

beim Soldaten.

Ach so.

Ach so!

Ich hab bloß einen Weißpfennig.

Dummkopf, von einem Rekruten nehm ich nichts.

Tut's weh.

Weißt du, das war nicht recht von dir.

Ich hab die Augen von meinem Freund, der

ist unser Hauptmann.

Hörst du auch seinen Maul?

Ich soll auf Ordnung halten.

Hörst doch, auf Ordnung halten die Hunde.

Bist du ein Hund?

Gott sei uns armen Seelen gnädig.

Untertitel

der Amara.org-Community

Die

Sendung wurde vom NDR live untertitelt Die

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