Afrikaans
Akan
Albanian
Amharic
Arabic
Armenian
Azerbaijani
Basque
Belarusian
Bemba
Bengali
Bihari
Bosnian
Breton
Bulgarian
Cambodian
Catalan
Cebuano
Cherokee
Chichewa
Chinese (Simplified)
Chinese (Traditional)
Corsican
Croatian
Czech
Danish
Dutch
English
Esperanto
Estonian
Ewe
Faroese
Filipino
Finnish
French
Frisian
Ga
Galician
Georgian
Greek
Guarani
Gujarati
Haitian Creole
Hausa
Hawaiian
Hebrew
Hindi
Hmong
Hungarian
Icelandic
Igbo
Indonesian
Interlingua
Irish
Italian
Japanese
Javanese
Kannada
Kazakh
Kinyarwanda
Kirundi
Kongo
Korean
Krio (Sierra Leone)
Kurdish
Kurdish (Soranî)
Kyrgyz
Laothian
Latin
Latvian
Lingala
Lithuanian
Lozi
Luganda
Luo
Luxembourgish
Macedonian
Malagasy
Malay
Malayalam
Maltese
Maori
Marathi
Mauritian Creole
Moldavian
Mongolian
Myanmar (Burmese)
Montenegrin
Nepali
Nigerian Pidgin
Northern Sotho
Norwegian
Norwegian (Nynorsk)
Occitan
Oriya
Oromo
Pashto
Persian
Polish
Portuguese (Brazil)
Portuguese (Portugal)
Punjabi
Quechua
Romanian
Romansh
Runyakitara
Russian
Samoan
Scots Gaelic
Serbian
Serbo-Croatian
Sesotho
Setswana
Seychellois Creole
Shona
Sindhi
Sinhalese
Slovak
Slovenian
Somali
Spanish
Spanish (Latin American)
Sundanese
Swahili
Swedish
Tajik
Tamil
Tatar
Telugu
Thai
Tigrinya
Tonga
Tshiluba
Tumbuka
Turkish
Turkmen
Twi
Uighur
Ukrainian
Urdu
Uzbek
Vietnamese
Welsh
Wolof
Xhosa
Yiddish
Yoruba
Zulu
Der geniale deutsche Filmemacher Friedrich Wilhelm Murnau erhält
von den Erben Bram Stokers keine Erlaubnis zur Verfilmung von DRACULA.
Murnau ändert einfach den Namen, nennt seinen Vampir "Graf Orlok"
und seinen Film NOSFERATU.
Dann erschafft F. W. Murnau den realistischsten Vampirfilm,
der je gedreht wurde und etabliert sich
unter den größten Regisseuren aller Zeiten.
Kamera ab! Und... bitte!
Braves Kätzchen.
Braves Kätzchen.
Miau!
Du bist sehr zufrieden, ja, Ellen? Du wohnst in einem schönen Haus,
trägst hübsche Kleider und du bist mit einem reizenden Mann verheiratet,
der versprochen hat, dich ewig zu lieben.
Du hast nicht die leiseste Ahnung, was auf dem Boden des Blumenkastens lebt.
Kein Gefühl von Sehnsucht.
Kein Gedanke, nicht einmal der Tod kommt dir in den Sinn.
Und...
Schnitt! Die wird kopiert. Nun, Wolf, haben wir Pathos hergestellt?
Zweifellos, Herr Doktor. Auf Anhieb! -Kann ich das Kätzchen haben?
Sie war ja so lieb! -Gibst du ihr was zu fressen?
Habt ihr für mich was zu trinken? -Bringt das sofort ins Kopierwerk.
Ich möchte morgen die 1. Muster sehen, bevor der Zug abfährt. Albin?
Lassen Sie die Deko abbauen und erinnern Sie mich, dass jeder Drehtag
unsere Finanziers ein Vermögen kostet. -Die Außenaufnahmen werden noch teurer.
Aber das ist der Preis für Genialität. Diese künstliche Atmosphäre hat ein Ende!
Gott sei Dank!
Gut gemacht, Greta. Du entwickelst dich ganz reizend, in vielerlei Hinsicht.
Ich dachte sogar, eine Vorahnung des Bösen sei über dein Gesicht gehuscht.
Das würde mich nicht wundern bei deinen dauernden Gruselgeschichten.
Es muss eben realistisch wirken! -Aber warum verlassen wir Berlin jetzt,
zu Beginn der Theatersaison! -Albin, hat Ihr Büro die Wagen bestellt?
Ja, 2. -Weißt du, welche Rollen und Gagen
man mir endlich angeboten hat? -Werden wir damit hinkommen?
Nun, ich hoffe es. Es sind die einzigen Wagen, die es gab.
Du ignorierst mich! Es gab Zeiten, da hast du mich nicht ignoriert.
Warum willst du Theater spielen, wenn du in einem Film mitmachen kannst?
Die Zuschauer im Theater geben mir Leben, wohingegen diese Kiste dort
es lediglich von mir nimmt! -Greta.
Ellen ist eine Frau, der es gelingt, das höchste Gefühl der Liebe zu entdecken
und zwar im köstlichsten Schmerz, den man sich vorstellen kann.
Kommt dir das nicht bekannt vor?
Es ist eine sehr anspruchsvolle Rolle.
Es ist die Rolle, die eine große Schauspielerin aus dir machen wird.
Betrachte es als ein Opfer für deine Kunst.
Ein bisschen Beeilung, Herrschaften, wir müssen unseren Zug kriegen. Hans!
Albin, was haben Sie der Katze gegeben? -Laudanum ! Bei so viel Licht
ist es schwer, das Vieh ruhig zu halten. Warum, hat man's gesehen?
Sie sah ein bisschen beduselt aus. -Nicht so sehr wie Greta.
Es scheint ja alles nach Plan zu laufen. -Friedrich?
Friedrich! Wir müssen doch noch über den Vampir reden!
Jetzt nicht. Es wird gleich dunkel. Lassen Sie alles hier abbauen
und sorgen Sie dafür, dass der törichte Gustav den Zug nicht verpasst.
Wir sehen uns dann alle morgen früh. -Welches Kostüm braucht er denn?
Welche Schminke? Wie groß ist er?
Weiß irgendjemand, wo er jetzt hinrennt? -Vielleicht zu 'ner Frau?
Oder einem Mann.
Wir passieren hier die Grenze zur CSSR. Dann sind es nur noch ein paar Stunden.
Ich weiß. Der Doktor hat dort bereits einen Teil der Außenaufnahmen gedreht.
Tatsächlich? -Das wissen Sie gar nicht?
Interessant. Wir können davon ausgehen, alle Szenen mit Hutter dort zu drehen.
Die Szenen mit ihm und dem Vampir. -Dracula lebt doch in Transsylvanien!
Genau genommen ist das nicht Dracula. Die Witwe des Autors wollte uns
die Filmrechte nicht verkaufen. -Und wer spielt nun Dracula... Orlok?
Sein Name ist Schreck.
Max Schreck.
Er war offenbar im Reinhardt-Ensemble, als Murnau dort Regie führte.
Haben Sie den Namen richtig verstanden? -Er ist ein Charakterdarsteller.
Wer sagte, dass er den Vampir spielt? -Der Doktor persönlich.
Ich kenne keinen Schreck bei Reinhardt. -Der Doktor hat mir gesagt,
er war bei Stanislawski in Moskau. -Ach herrje, russische Schule!
Es gehört wohl zu seiner Vorbereitung, sich vollkommen in die Persönlichkeit
seiner Rolle zu versetzen. Deshalb reist er auch nicht mit uns.
Der Doktor sagte, er ist schon seit Wochen in der Tschechoslowakei.
Um die Atmosphäre dort aufzunehmen. Außerdem hat mir der Doktor erzählt,
wenn wir da sind und anfangen zu drehen, werden wir Max Schreck nur geschminkt
und kostümiert zu Gesicht bekommen. Als "der Vampir"!
Und außerdem drehen wir mit ihm nur...
nachts!
Warum erfahre ich das erst jetzt? Ich bin der Produzent!
Tja, mir hat er's erzählt.
Sie werden doch trotz Ihres hübschen Aussehens für mich arbeiten!
Aber natürlich! -Ich liebe den Film!
Mir wurde heute Morgen gerade klar, dass unsere Finanziers gar nicht wissen,
was für einen Film Sie machen. Der Stab weiß es nicht,
die Schauspieler wissen es nicht. Und jetzt weiß ich es auch nicht!
Sind Sie jetzt zufrieden? Ja, ich weiß, ich soll Ihnen nichts sagen.
Herr Murnau! Können Sie uns etwas zu Ihrer neuesten Produktion sagen?
Ich bin Albin Grau, der Produzent. Ich mache die Bauten zu diesem Film.
Verfilmt Murnau Stokers Dracula?
Friedrich Wilhelm Murnau ist wohl Deutschlands größter Filmregisseur.
Er steht auf der gleichen Stufe mit Meistern wie Griffith und Eisenstein.
Ich kann Ihnen nur so viel sagen: Er kümmert sich um jedes kleinste Detail
unserer einzigartigen Außenaufnahmen. -Wer spielt die Hauptrolle?
Danke für Ihr Interesse.
Paul!
Unsere Schlacht, unser Kampf besteht darin, Kunst zu erschaffen.
Unsere Waffe ist das bewegte Bild.
Und da uns der Film zur Verfügung steht, werden unsere Gemälde
anwachsen und sich reduzieren. Unsere Poesie wird wie Schatten sein,
die länger werden und umhüllen.
Unser Licht wird auf lebenden Gesichtern spielen,
die lachen oder schmerzverzerrt sind. Und unsere Musik wird verweilen
und schließlich überwältigen, denn sie wird einen Zusammenhang haben,
so gewiss wie das Grab.
Wir sind Wissenschaftler und befassen uns mit der Erschaffung von Erinnerungen!
Aber unsere Erinnerungen werden weder verschwimmen noch vergehen.
Was ist das?
Es sieht aus wie Blut.
Guten Abend!
Herr Doktor, wir haben Sie erwartet. -Kümmern Sie sich um das Gepäck.
Das Gespann ist angekommen. Und da kommt unser Leitmaultier.
Das war ja eine furchtbare Reise! Wie lange sind Sie schon hier?
Noch nicht lange. -Haben wir morgen ein großes Pensum?
Nur ein paar Außenaufnahmen vom Gasthof, ein paar Aufnahmen hier drinnen,
die Vorfahrt von Hutters Kutsche... -Willkommen. Friedrich?
Ich möchte die Nachtszenen vorbereiten. Wann stehen sie auf dem Drehplan?
Ich würde sagen, in Bälde. Ich denke, Sie brauchen nicht viel Vorbereitung.
Aber Hilfskräfte für die Beleuchtung. Ich muss den Termin schon genau wissen.
Herr Doktor, wo sind denn die Statisten? -Die sitzen dort drüben.
Das sind doch keine Schauspieler! -Sie brauchen nicht zu spielen, Gustav.
Sie müssen nur da sein.
Wolf?
Herr Müller?
Ich wollte nur... Entschuldigen Sie, Wolf.
Es war eine unruhige Nacht, aber Sie erwachen ausgeruht.
Sie sind erpicht darauf, Ihre Reise zum Schloss des Edelmannes fortzusetzen,
der Ihnen zu einem Vermögen verhelfen könnte.
Warten Sie, Gustav. Was ist das da neben Ihnen?
Ja, nehmen Sie's in die Hand. Es ist ein Buch. Über Vampire.
Ah, jetzt erinnern Sie sich wieder! Es wurde gestern Abend
von den abergläubischen Bauern dort hingelegt, die Sie gewarnt haben,
Orloks Schloss nicht zu betreten. Die Ihnen nahe gelegt haben,
nicht einmal seinen Namen auszusprechen!
Nosferatu!
Der Unreine, der Untote!
Damit Sie die Kreatur nicht heraufbeschwören!
Ausgezeichnet, Gustav.
Herr Doktor! Entschuldigen Sie, ich... -Albin!
Ja, Friedrich. -Albin! Schnitt!
Diese Eingeborene hat sich in meine Szene verirrt!
Kommen Sie bitte, Sie hören's ja.
Was ist denn passiert? -Ich weiß nicht, aber sie weint.
Wolf! Ich frag mich, was ist denn bloß in Sie gefahren?
Sie will uns nur weiterarbeiten lassen, wenn wir die Kreuze wieder hinhängen.
Man belästigt mich mit solchen Lappalien! -Herr Doktor, ich habe Sie gewarnt.
Sie sollten sich über solche Dinge mehr Gedanken machen.
Die Kreuze sind wirklich keine Dekoration.
Wir werden sie wieder aufhängen. Sie überladen nur die Bildkomposition.
Albin, die Kamera! Beeilung! Der Scheinwerfer müsste reichen.
Henrik, welche Klappen-Nr.? Beeilung! -23.
Ja. Albin? Sehr gut, er macht das schon. Gehen Sie rein, Henrik.
Wenn ich Ihnen nachher das Zeichen gebe, machen Sie beide Torflügel auf.
Fertig? Sind wir soweit? Und Kamera ab!
Lochblende!
Und...
bitte! Gustav, Sie gehen langsam ins Bild.
Ganz langsam. Ja.
Betasten Sie Ihre Tasche. Vergewissern Sie sich, dass Sie Ihre Verträge haben.
Sie haben Angst. Wer war der Mensch, der Sie hergebracht hat?
Sie müssen jetzt in das Schloss gehen. Das Schloss ruft Sie!
Auf einmal geht das Tor auf!
Sie müssen hineingehen!
Fabelhaft, Gustav! Gehen Sie weiter!
Rein mit Ihnen!
Und...
Schnitt! Wolf? -Ja, es ist gut.
Ich bin verantwortlich für die Bauten! Wir haben einen Vertrag!
Ich habe heute Morgen ein paar Handwerker vorausgeschickt. Es tut mir Leid, Albin.
Ich hab es Ihnen nicht gesagt, schön. Da steht ein Generator im Hof.
Hinter dem Baum rechts im Hintergrund. Werfen Sie ihn an. Henrik, die Kamera.
Wir haben eine Abmachung! -Ja, einen Moment. Wolf!
Bauen Sie Ihre Kamera hier auf. Schnell, ich möchte gleich drehen.
Kamera ab!
Gustav, Sie gehen jetzt langsam los. Ganz langsam.
Immer mit Blick auf den schwarzen Tunnel. Das ist fantastisch!
Nur ein dunkles Loch, das unerforscht geblieben ist.
Unberührt, seit Ewigkeiten.
Und dann, eines Nachts,
kommt etwas heraus gekrochen.
Hutter?
Sie begegnen Graf Orlok!
Gustav, Sie werden ihm in den schwarzen Tunnel folgen.
Ja, gehen Sie rein!
Immer weiter!
Und...
Schnitt!
Wolf?
Mein Gott! -Wolf!
Ja, alles gut.
Bemerkenswert. Die Ouvertüre zu unserer Sinfonie des Grauens!
Genial, Hutter. Genial.
Er ist nicht vom Reinhardt-Ensemble.
Ich gratuliere, Gustav.
Ja.
Ich war gut, nicht wahr? Ich habe sein Gesicht gesehen! Unglaublich.
Woher haben Sie ihn denn nun wirklich? -Aus diesem Loch.
Gustav? Das war Ihr bester Auftritt! -Gut, Gustav!
Herrschaften, wir packen zusammen. Die Dreharbeiten sind für heute beendet!
Schon? Der ganze Aufwand für eine Szene? -Um Gustavs Gesichtsausdruck einzufangen,
hätte ich alles Erdenkliche ertragen. -Ich möchte gern Herrn Schreck
zu seinem großen Auftritt gratulieren. -Bis zum Schluss der Dreharbeiten
ist er für alle Graf Orlok. Er geht vollkommen in seiner Rolle auf.
Fragen oder Lob interessieren ihn nicht. Er jagt unerreichbaren Zielen nach.
Friedrich, kommen Sie schnell! Es geht um Wolf!
Kann ich Ihnen helfen?
Schnell! -Soll ich mit anfassen?
Nein, es geht schon.
Albin, bringen Sie die Kameras in Sicherheit.
Kommen Sie, schnell!
Ist mein Zimmer fertig? -Ja.
Nosferatu! -Ah, das ist mir zuviel.
Ist das irgendein Trick, Doktor? Um uns Angst zu machen?
Seien Sie bitte nicht so theatralisch. Sie wecken noch das ganze Haus auf.
Trinken Sie einen Weinbrand, Wolf. Morgen früh geht's Ihnen besser.
Was ist passiert? -Er ist krank, das sieht man doch!
Bringen Sie ihn hoch. Dann helfen Sie Herrn Grau bei Kameras und Material.
Bringen Sie die Kameras auf mein Zimmer. Ich muss sie noch für morgen vorbereiten.
Der Tisch muss abgeräumt werden, Albin. Dann brauchen wir das Tintenfass,
die Feder und die Verträge. -Kinder, kommt mal hier weg.
Ja, ich möchte es noch dunkler haben! Und rauchiger, staubiger!
Ja, ja. Hier ist die Kiste, Paul. -Zieht den Scheinwerfer aus dem Bild.
Und auf die Ecke können wir etwas Staub streuen.
Ah!
Da sind Sie ja!
Das ist unglaublich, nicht? Ich wünschte, Sie könnten jetzt Ihre Gesichter sehen.
Das ist Max Schreck, der unseren Vampir Graf Orlok darstellen wird.
Wie Sie zweifellos gehört haben, sind Max' Methoden ein wenig unkonventionell.
Aber ich bin sicher, Sie werden großen Respekt
vor seinen darstellerischen Fähigkeiten haben. Also!
Jeder geht bitte auf seine Position. Ich brauche meinen Stuhl. Bitte schnell!
Graf Orlok, Sie sitzen hier oben am Kopf des Tisches. Bitte.
Sehr gut. In dieser Einstellung jetzt studiert der Graf die Verträge,
die Sie ihm mitgebracht haben. Und Sie bekommen bald
eine beträchtliche Summe Geld dafür.
Nein! Mein Gott, bloß keine Schminke! -Keine Schminke.
Verzeihen Sie bitte, Herr Doktor. -Albin, raus aus der Dekoration!
Macht das Bild frei! Elke!
Herr Graf, Sie lesen die Dokumente. Ja, sehr gut.
Es ist nicht richtig! -Dann versuchen Sie's zu überspielen.
Was soll denn hier drinstehen? -Das ist ein ganz normaler Vertrag.
Über den Erwerb einer Liegenschaft.
Ich möchte etwas Schminke. -Sie bekommen aber keine.
So, sind wir alle auf Ausgangsposition? Elke, der Phonograph!
Ruhe bitte.
Lochblende.
Und...
Konzentration.
Bitte!
Sehr gut, Orlok, Sie lesen den Vertrag.
Gründlich und genau.
Schließlich bekommen Sie nicht allzu häufig Korrespondenz von den Lebenden.
Nein, nicht aufschauen! Konzentrieren Sie sich auf den Vertrag.
Nicht, dass Sie sich wirklich für die Details des Vertrags interessieren.
Für Sie sind nur die ergiebigen Hälse, die in Deutschland warten, wichtig!
Ja ! Und jetzt, Hutter, auch wenn es Sie abstoßen mag, näher ran, näher ran!
Sie müssen erwartungsvoll aussehen! Es ist der größte Abschluss Ihres Lebens!
Weisen Sie auf ein paar Einzelheiten des Vertrages hin. Ja!
Sagen Sie ihm, dieser Absatz wäre besonders vorteilhaft für ihn.
Greifen Sie in Ihre Tasche. Sie wollen das Geschäft besiegeln... ach, herrje!
Da fällt etwas heraus! Herr Graf, was? Links von Ihnen auf dem Tisch ist es.
Es ist ein Medaillon.
Das ist Greta Schröder! -Nein, Sie kennen sie nicht!
Er sollte fragen, wer das ist.
Nein. Schnitt!
Herrgott, Max! -Henrik, können Sie...
ihm seine Motivation erklären? -Ja, natürlich. Herr Graf!
denken Sie an...
Was erweckt eine...
unglaubliche Sehnsucht in Ihnen?
Was ist begehrenswert und doch unerreichbar?
Das Licht der Sonne!
Das sind richtige Emotionen. Zeigen Sie sie.
Nosferatu, Sie lesen den Vertrag. Ruhe bitte.
Wer ist diese Frau? -Ellen! Mit ihr bin ich verheiratet.
Sie hat einen wundervollen Busen!
Großer Gott! -Gustav! Nehmen Sie's ihm wieder weg!
Gut. Vampir, Sie unterschreiben jetzt die Papiere. Nehmen Sie Ihre Feder
und signieren Sie den Vertrag. Ja ! Und weiter!
Ich gehe davon aus, dass wir in Zukunft Nachbarn sind.
Sehr schöner Zusatz, Herr Graf. Ja. Hutter, was halten Sie davon?
Ja. Nehmen Sie sich den Vertrag. Sind Sie glücklich, sein Nachbar zu sein?
Lochblende!
Und...
Schnitt!
Exzellent! Ganz exzellent!
Da werden sich die "Lippenleser" freuen. Wolf, ist alles drauf?
Ja, alles. -Wolf, ob alles drauf ist!
Ja, ich sagte, es ist alles drauf! -Na, großartig! Danke!
Glauben Sie, dass es Schreck gut geht? Wir haben ihn im Schloss allein gelassen.
Er ist nicht in Gefahr. -Er ist ein hervorragender Schauspieler,
aber seine Vorbereitung ist sehr seltsam. -Halten Sie es für möglich,
dass er so tief in seine Rolle eintaucht, dass er seine eigene Person vergisst?
Möglich. Ich hab's jedenfalls vergessen. -Seine Ausdrucksform ist
wie gewisse Varianten der Liebe. Man glaubt daran, wenn sie passieren,
aber die Spiele gehen nie so weit, dass jemand ernsthaft verletzt wird.
Die Wälder werden...
Die Wälder werden morsch und fallen.
Die Nebel weinen ihre Last zu Boden.
Abendessen?
Sie decken einen sehr armseligen Tisch.
Keine Ratten?
Es gab eine Zeit,
da trank ich aus...
goldenen Kelchen.
Aber jetzt...
Schauen Sie mich nicht so an!
In meinem hohen Alter ernähre ich mich,
so wie alte Männer pissen.
Manchmal alles auf einmal,
manchmal...
nur Tropfen für Tropfen.
Ich sagte Ihnen doch, ich ernähre mich...
unregelmäßig.
Oft in großen Mengen.
Gut. Max, könnten Sie Elke das Medaillon geben? Gustav?
Das ist die Fortsetzung der Geschichte. Sie haben Ihren Gastgeber kennen gelernt,
er hat Sie in sein Schloss eingeladen und lässt das Essen servieren.
Bedienen Sie sich ruhig. Essen Sie bitte. Ausgezeichnet. Und Sie, Orlok,
kümmern sich nur um die Verträge und nehmen von Ihrem Gast nicht Notiz.
Gut. Wolf?
Kamera ab.
Und...
bitte!
Ja.
Jetzt ist Ihnen ein Gedanke gekommen. Sie schauen Ihren Gastgeber an.
Sehr gut, Gustav. Wäre es möglich,
dass er der Fremde gewesen ist, der Sie zum Schloss gefahren hat?
Sie sind argwöhnisch. Ist er überhaupt ein Mensch?
Was ist das für ein Gefühl, neben ihm zu sitzen und zu essen?
Zu wissen, dass man die Nacht im Schloss verbringen wird?
Allein mit ihm.
Sie beobachten ihn. Orlok, legen Sie die Papiere weg.
Schauen Sie Gustav an. Gustav, lassen Sie nicht die Augen von ihm.
Jetzt nehmen Sie mit der rechten Hand das Brotmesser, beobachten ihn,
atmen durch.
Was wird geschehen?
Jetzt nehmen Sie sich den Brotlaib und schneiden sich eine Scheibe ab.
Ja. Schneiden, schneiden.
Weiter schneiden. Und weiter. Und weiter.
Sie beobachten ihn. Und schneiden!
Aufpassen! Schneiden.
Vorsicht, Ihr Finger! -Verdammt!
Sehen Sie, Nosferatu! Blut! Blut!
Ich habe mich wirklich geschnitten! -Sehen Sie nach dem Generator, Paul.
Das haben Sie mit Absicht gemacht. -Beruhigen Sie sich! Weiter!
Ich sehe mal nach dem Licht. -Bleiben Sie in Ihrer Rolle, Gustav!
Schafft mir diesen Mistkerl vom Hals! Herrgott nochmal!
Schreck!
Was ist denn bloß los mit Ihnen? -Er ist ein Stanislavski-Irrer!
Ich habe Sie insgeheim und mit hohen Kosten engagiert!
Sie machen meine Produktion nicht kaputt! Wolf, wann funktioniert Ihre Ausrüstung?
Ich bin Ihren Mangel an Enthusiasmus leid!
Ich habe es gesehen! -Gustav!
Bringen Sie die Mädchen zum Wagen! -Ich bin in keiner Weise zufrieden.
Er atmet kaum noch, Herr Doktor! -Sie sollen den Generator reparieren!
Lassen Sie die Ausrüstung hier, nehmen Sie nur die Kamera mit!
Für heute ist Schluss! Alle zum Wagen! -Albin!
Herr Doktor, wir fahren! Schreck? -Nein! Er geht nicht!
Albin?
Ja, Friedrich? -Glauben Sie, dass Wolfs Assistent
für unsere Aufnahmen einspringen kann? -Paul? Nein. Ihm fehlt die Erfahrung.
Was ist mit Ihnen? -Sie haben doch Erfahrung mit der Kamera.
Was? Wir drehen doch nicht etwa weiter! -Doch, Henrik!
Es wird auf jeden Fall weiter gedreht. -Dieser Film, unser Werk,
würde keine Unterbrechung überleben. Die Finanziers würden uns kontrollieren.
Die hassen bekanntlich Ihr Drehbuch. Es könnte jedoch von Vorteil sein.
Die Besetzung wird nervös. Das mag ich. -Wissen Sie, was Sie da sagen?
Ich könnte Wolf ins Krankenhaus bringen. -Sie sind irre, Sie Fanatiker!
Halt! Ich bitte Sie, Henrik! -Ich besorge einen neuen Kameramann
und fliege ihn innerhalb 1 Woche ein. Henrik? Als Sie dieses Buch schrieben,
mussten Sie Ihre eigenen Dämonen verarbeiten, hab ich Recht?
Jetzt bin ich am Zug.
Albin. Sie sind der Produzent.
Halten Sie diese Truppe zusammen.
Wie können Sie es wagen, meinen Kamera- mann in dieser Form anzugreifen?
Sie Idiot! -Hab ich einen Ihrer Mitarbeiter getötet?
Ich kann mich nicht erinnern.
Wir haben eine Abmachung!
Tun Sie nicht so, als würden Sie trauern, Herr Doktor. Ich kenne Sie!
Wieso nehmen Sie den Kameramann, Sie Ungeheuer?
Wieso nicht die Maskenbildnerin?
Die Maskenbildnerin. Die esse ich später.
Das gehört nicht zu unserer Abmachung! Sie hatten zugesagt,
meine Mitarbeiter nicht zu belästigen!
Die Situation ist folgendermaßen: Ich reise unverzüglich nach Berlin zurück,
finde einen neuen Kameramann und fliege ihn hierher!
Und Sie werden sich zusammenreißen, während ich weg bin!
Ich denke, wir... Wir brauchen den Autor nicht mehr.
Ich erwarte nicht von Ihnen, dass Sie das verstehen und ich gebe es nur ungern zu,
weil ich selbst meine Vorbehalte habe, aber der Autor ist unbedingt notwendig!
Der gesamte Stab ist notwendig! Hab ich mich klar ausgedrückt?
Ich glaube, dass das Schiff nicht notwendig ist.
Was? -Das Schiff!
Das Schiff? Mein Gott, was reden Sie da bloß?
Ich habe ein Dutzend Szenen auf dem Schiff!
Aber ich betrete kein Schiff.
Dann werd ich Sie einfach ersetzen und nehme ein Double!
Ich drehe Ihre Szenen mit einem Double! Sie kriegen keine einzige Nahaufnahmen!
Wie reden Sie denn mit mir? Empörend! Ich muss drehen! Ich bin der Regisseur!
Warum haben Sie das nicht vorher gesagt?
Sie wollen den Autor verspeisen? Bedienen Sie sich!
Dann müssen Sie aber auch eine plausible Erklärung dafür finden,
wie Ihre Figur nach Bremen kommt!
Ja.
Ich werde in den Szenen auf See auf Sie verzichten.
Aber trotzdem müssen Sie mit dem Schiff nach Helgoland fahren,
zu Ihrer Sterbeszene.
Oder sonst was? -Oder sonst was?
Oder Sie kriegen keine Greta.
Wir drehen nämlich Ihre Szenen dort.
Ich fahre nach Helgoland.
Aber nicht mit dem Schiff!
Helgoland ist eine Insel. -Und?
Und sie kann nur über das Wasser erreicht werden.
Oder durch die Luft.
Gesetzt den Fall, ich wäre einverstanden, Sie dort hinzufliegen...
Lassen Sie dann meine Mitarbeiter in Ruhe? -Oder sonst was?
Denken Sie ja nicht, ich könnte Sie nicht verletzen.
Wie wollen Sie mich verletzen, wenn nicht mal ich weiß,
wie ich mir selbst etwas zufügen könnte.
Aber deine starken Stunden entrüsteten sich und energisch
haben sie mich zu Boden geschlagen, verdarben und verzehrten mich.
Doch da sie... da sie mich nicht töten konnten,
ließen sie mich gelähmt verweilen
im Angesicht ewiger Jugend.
Unsterbliches Alter neben unsterblicher Jugend.
Und ich wurde zu Asche.
Um seinen schwierigen Star entgegenzukommen,
ließ Murnau ein Duplikat des Schiffes auf dem Gelände von Orloks Schloss bauen.
Albin! -Ja?
Was ist das Wundersamste, das Sie je gesehen haben?
Ich habe... mal Ektoplasma gesehen.
Ektoplasma? Was ist Ektoplasma? -Die mystische Materie von Geistern.
Ich habe gesehen, wie ein Spiritist es sich aus dem Mund gezogen hat,
in Italien. -Und wie sah das aus?
Wie Seegras. -Sehen wir so aus, wenn wir sterben?
Ich hoffe nicht.
Und was war für Sie das Wundersamste, was Sie je gesehen haben?
Ich hab mal Greta Schröder nackt gesehen. -Nein!
Doch! -Das schlägt Ektoplasma.
Herrgott, Max! Sie haben mich zu Tode erschreckt!
Wie lange haben Sie denn schon zugehört? -Wir haben überall Ihren Sarg gesucht.
Vielleicht ist es nicht seine Ruhestätte, wer weiß?
Wir wollten ihm doch was sagen, stimmt's?
Max? Der große Friedrich Wilhelm Murnau ist nach Berlin gefahren,
um einen neuen Kameramann zu besorgen. -Ja. Wolf ist vermutlich tot.
Sie können also Ihre komischen Ohren abnehmen.
Albin, bitte. Der Mann ist ein Künstler! Stellen Sie ihm 'n paar Vampir-Fragen.
Wann wurden Sie Vampir? -Ich erinnere mich nicht.
Wann wurden Sie geboren? Wurden Sie überhaupt geboren?
Auch daran erinnere ich mich nicht mehr.
Also, das ist nicht mehr komisch. -Kommen Sie! Dracula würde nicht sagen:
Ich kann mich nicht mehr erinnern. -Ich kenne das Buch. Murnau gab es mir.
Das ist eine fabelhafte Gelegenheit. Ich frage Sie: Was halten Sie als Vampir
von der fachlichen Aussagekraft des Buches?
Es stimmt mich traurig. Warum traurig?
Weil Dracula keine Dienstboten hatte.
Ich glaube, Sie haben die Aussage des Buches nicht verstanden, Graf Orlok.
Dracula hat seit 400 Jahren keine Dienstboten mehr gehabt.
Und dieser Mann kommt zu seinem Stammsitz und er muss ihn davon überzeugen,
dass er so ist wie dieser Mensch! Er muss ihm zu essen geben,
obwohl er selbst seit Jahrhunderten nichts mehr gegessen hat.
Kann er überhaupt noch wissen, wie man ein Brot kauft?
Wie man Käse aussucht und Wein? Und dann kommt die Erinnerung wieder.
Ihm fällt alles wieder ein: wie man eine Mahlzeit zubereitet,
wie man das Bett macht.
Der Ruhm der Vergangenheit fällt ihm wieder ein,
seine Armeen, seine Lehnsleute und wie er heute dasteht.
Die einsamste Stelle des Buches ist,
wo der Mann zufällig sieht,
wie Dracula den Tisch deckt und serviert.
Aber wenn Sie so einsam sind, warum machen Sie nicht weitere Vampire?
Ich kann nicht. Ich bin zu alt.
Jedoch...
Ich erinnere mich, dass ich dazu niemals in der Lage war.
Wie sind Sie denn ein Vampir geworden? -Es war eine Frau.
Ah, jetzt kommen wir der Sache näher.
Schreck, Sie werden an den deutschen Theatern gebraucht.
Wir waren zusammen in jener Nacht, dann verließ sie mich.
Zuerst hatte ich ein Bild von ihr, auf Holz gemalt.
Dann hatte ich ein Relief von ihr, in Marmor.
Und dann hatte ich eine Vorstellung von ihr in meinem Kopf.
Doch jetzt habe ich nicht einmal mehr das.
Was habe ich gesagt?
Dieser Schnaps, den man hier brennt,
den hab ich nicht mehr getrunken seit...
Vorsicht mit dem Zeug, alter Knabe.
Henrik?
Was für ein Schauspieler! -Ja.
Hingabe!
Herr Schreck!
Der neue Kameramann Fritz Arno Wagner trifft am Drehort ein,
während Murnau in Berlin bleibt, um die Finanziers zu beruhigen.
Herr Doktor?
Herr Doktor!
Sie wollen Realität? Hier ist sie! -Ich bin kein Doktor.
Ich hab mich für Pharmazie interessiert. -Sie sind der neue Kameramann, ja?
Paul richtet gerade die Szene ein. Die Kunst ist langsamer als das Leben.
Nein, ist sie nicht. Was für eine Optik? -35 mm, mein Herr.
Nicht gerade meine Lieblingswaffe, aber es wird gehen. Schon eingelegt?
Natürlich, mein Herr. -Gut. Stellen Sie sie 10 cm nach rechts.
Dann drehen wir 'ne schöne Totale, aber warten Sie auf mein Zeichen!
Der Verräter will uns hintergehen! -Alles drauf?
Das Bildfenster ist sauber? -Jawohl, ich hab alles kontrolliert.
Dafür wirst du bezahlen! -Leider konnte ich nichts vorbereiten.
Das wäre nämlich was für eine Zeitlupe gewesen, verstehen Sie?
Das kommt unglaublich gut rüber! -Was ist denn bitte eine Zeitlupe?
Ich lasse einfach den Film schneller durch die Kamera laufen.
Bei Projektion in Normalgeschwindigkeit erscheint dann alles unnatürlich langsam.
Das gibt der Sache eine Art Resonanz. -Leider haben Sie keine Gelegenheit,
Ihre mehr esoterischen Fähigkeiten in meiner Produktion zu zeigen.
Ich bin Albin Grau, der Produzent.
Und bei Sonnenaufgang versuchte Hutter, das Grauen seiner Nächte zu verstehen.
Ausgezeichnet. Fritz, Kamera ab!
Läuft!
Lochblende!
Und bitte!
Und Schnitt! Ausgezeichnet, Gustav.
Außergewöhnliche Tapferkeit im Angesicht des Feindes. Fritz?
Nun ja, das ist nun mal sein Stil. So, ich hätte gern noch einen
anderen Winkel auf die Krypta. Umbau! -Markieren Sie die Position mit Kreide.
Ich bin müde. Und Hunger habe ich auch. -Sie kriegen eine schöne warme Mahlzeit
in Wismar, sobald wir mit dem Schiff fertig sind. Fritz, was fehlt noch?
Die Särge im Hof!
Friedrich? Das müssen Sie sich ansehen!
Das ist vielleicht interessant für Hutters Perspektive.
Im Krieg hab ich Männer gesehen, die waren 2 Wochen tot
und sahen lebendiger aus als er. -Das ist lediglich ein Beweis
für Max' künstlerische Virtuosität, eine Illusion.
Hallo, mein Freund.
Ich bin Fritz Wagner, der neue Kameramann.
Friedrich hat mir gesagt, Sie sind ein richtiger Mann der Renaissance.
Ich denke, Sie haben Plato gelesen. -Gelesen? Ich kannte Plato!
Und stimmen Sie zu, dass die Illusion ein Schatten an der Wand ist?
Die Realität ist es zunächst einmal,
die den Schatten wirft.
Ja, sicher... Aber in diesem Fall,
mit etwas Schminke und einer guten Portion Leichbestatter-Wachs ist es...
unglaublich überzeugend. Wir können alles bewerkstelligen.
Ich meine, das ist die einzige Realität.
Ich habe Ihren Sophismus satt!
Machen wir endlich weiter!
Es ist gleich 4! Beeilung, Herrschaften!
4?
Und Schnitt!
Darf ich mal?
Der Scheinwerfer.
Und noch 2 Bier, bitte. Haben Sie mal ans Schauspielern gedacht?
Sie haben ein interessantes Gesicht. -Sind Sie Produzent?
Warum dreht der Doktor nicht im Studio, wie jeder andere auch? Henrik?
Würden Sie bitte meinen Hund nehmen? Choo-Choo!
Vielen Dank. Fru-Fru. Reizend. -Ja.
Wismar. Gibt es hier irgendetwas, das vielleicht einem Kabarett ähnelt?
Ich meine, ich leide für meine Kunst! Glauben Sie mir das, Albin.
Melodrama ! Was ist hier überhaupt los? Ich soll nachts meine Tür verriegeln!
Gustav sagt, dass alle verschwinden. Sie können sich kaum vorstellen,
wie in Berlin geklatscht wird. -Hallo, Greta.
Hallo.
Sie kommen mir irgendwie bekannt vor. Woher kennen wir uns?
Marokko.
Ah, ja! Natürlich! Sie haben mir immer die Leckereien gebracht.
Ja. -Wie war noch mal Ihr Name?
Ich... -Ts, ts!
Sie heißen Fritzie! Ja, Fritzie! -Ja, ja, Fritzie!
Fritzie! -Möchten Sie etwas mit uns trinken?
Nein, nein. Wir müssen noch das Szenenbild ausleuchten, ja?
Was? Welches Szenenbild? Sie müssen sich heute Abend
mit uns die Dekoration ansehen, Fritzie. -Dann geben Sie mir meine Hunde wieder.
Danke sehr. Danke. -Nichts zu danken.
Alleingelassen wie immer. Komm her, Fru-Fru. Schnecke.
Sie ist hier, nicht wahr?
Das herrliche Kind.
Nein. -Ich will sie jetzt sehen!
Nein! -Ich spiele erst für Sie,
wenn Sie sie hergebracht haben. -Sie machen wirklich alles kaputt!
Meine Mitarbeiter müssen mir vertrauen, sonst kann ich Ihnen nicht geben,
was Sie verlangen! -Sie und ich, wir gleichen uns.
Greta ist in Ihrer letzten Szene und in diesem Augenblick können Sie sie haben!
Nach meiner Sterbeszene? -Ja !
Erwarten Sie da keinen Realismus, Murnau? -Wie meinen Sie das?
Betrüge mich nicht, Sterblicher! -Sie werden sich von ihr fern halten!
Und von meinen Mitarbeitern auch! Ich werde meinen Film fertig stellen!
Das ist doch kaum noch Ihr Film! -Sie!
Sind Sie bereit? -Ja, Henrik.
Na, da bin ich aber gespannt.
Unglaublich! Einfach fantastisch!
Was ist denn das für ein Gestank?
Oh, stoß dir nicht den Kopf!
Hier ist es. -Er ist da drin?
Ja. -Sind Sie sicher?
Tja, das beantwortet die Frage. Wie sind Sie denn hier runter gekommen?
Ich bin Murnau hierher gefolgt. -Henrik, ich glaube,
Sie sind im falschen Teil des Gebäudes. Vermutlich ist oben ein Sadistenbordell.
Unser Regisseur hat eine große Begabung im Aufspüren gefährlicher Orte.
Die Welt ist voll von gefährlichen Orten.
Ich verstehe Sie nicht, Galeen. Und wenn Schreck hier schläft, na und?
Vielleicht gehört das zur Stanislawski-Methode.
Das ist die Erde, in der man ihn begraben hat.
Das ist sein damaliger Sarg.
Er braucht diese Dinge, und zwar zum Überleben!
Schreck ist kein Schauspieler, der in seiner Rolle aufgeht!
Er hat das niemals erlernt. Er ist ein echter Vampir!
Ich bin der Produzent. Wenn er ein echter Vampir wäre,
glauben Sie nicht, ich wüsste das? -Es gibt keine echten Vampire.
Albin! Er hat die Fledermaus gegessen! -Er war betrunken! Ich war betrunken,
Sie waren betrunken! Herrgott, Henrik!
Sie verstehen das nicht. Friedrich würde alles tun,
um den Film noch authentischer zu machen! Denken Sie an die Karpaten! Was nimmt er?
Die Karpaten! Für eine Schlossruine eine Schlossruine, für Bauern Bauern!
Und für einen Vampir nimmt er natürlich einen echten Vampir!
Weil es nichts gibt, was er nicht täte. -Es gibt keinen Vampir!
Komm, wir haben was Besseres vor, Schatz.
Gute Nacht. -Gute Nacht.
Ich verstehe, wie Ihnen zumute ist. Wir alle vermissen Wolf.
Aber das? -Lassen Sie. Sie verstehen gar nichts.
Was ist denn? -Schon gut. Ihr geht wieder ins Bett.
Greta ! Greta! Was ist denn?
Greta ! Was haben Sie? Ich bitte Sie!
Was ist passiert, Greta? Bitte!
Es ist Morphium. -Morphium?
Kamera und Pharmazeutika von Fritzie. Das hat mir gerade noch gefehlt.
Friedrich ist über alles informiert. -Was soll das heißen?
Er weiß Bescheid. Ihr fehlt nichts. Sie können jetzt wieder schlafen gehen.
Ist alles in Ordnung mit Ihnen?
Helgoland.
Die Dekoration ist noch nicht fertig.
Kriegen wir gar kein Tageslicht rein?
Fritz, die Deko ist noch nicht fertig und Sie reden von Tageslicht! Bitte!
Was ist denn los mit Ihnen, Albin? Sie sind sehr nervös in letzter Zeit.
Sie verstehen es nicht. Ich bin ruiniert! Ich werde nie wieder einen Film machen!
Mein guter Ruf ist dahin! Und Sie wollen Tageslicht! Ich bitte Sie!
So läuft das doch bei jeder Produktion. -Nicht in meiner Produktion!
Friedrich! Machen Sie auf!
Ich bin's, Albin!
Friedrich, lassen Sie uns rein!
Großer Gott!
Was ist es? -Es ist Laudanum, nichts weiter.
Es gibt keinen Max Schreck.
Wenn er nicht Max Schreck ist,
wer ist er dann? -Ich weiß es nicht.
Und wo haben Sie ihn gefunden?
In einem Buch, zu meiner Studentenzeit.
Eine Reihe von Gemälden von einem Geschlecht despotischer Könige,
die angeblich Vampire waren und seit Jahrhunderten in der Slowakei lebten.
Ich hatte das ganz vergessen, bis man mir das andere Buch gab.
Welches andere Buch, Friedrich? -Dracula.
Dann ging ich auf Motivsuche...
und da war er. Er lebte in einem alten Kloster.
Was für eine Übereinkunft haben Sie mit ihm getroffen?
Einen Schauspieler zu spielen, der die Rolle eines Vampirs spielt.
Warum?
Was haben Sie ihm dafür angeboten?
Ewiges Leben.
Und Greta.
Greta? Wie konnten Sie das tun, Friedrich?
Ich tat es für die Wissenschaft.
Um ihn der Nachwelt zu erhalten.
Friedrich! Friedrich!
Er ist weg. Kommen Sie!
Was sollen wir jetzt tun? -Um 2 ist Drehbeginn.
Albin, hören Sie zu.
Wir kommen nicht von der Insel runter. -Was ist mit dem Flugzeug?
Das könnten wir doch... -Nein, ich hab schon nachgesehen.
Die Treibstofftanks sind leer. -Oh Gott!
Nein.
Wir werden Schrecks Szene heute Nacht drehen müssen.
Ich mag diese späten Drehs nicht. Das weißt du genau, Friedrich.
Wo ist denn das Team? Warum hab ich keine Assistentin?
Greta, haben Sie die Schminke etwa mit einem Besen aufgetragen?
Lassen Sie das Getue, Albin. -Sie sehen bezaubernd aus.
Kann ich 'ne Zigarette haben? -Sicher.
Wo bleibt denn mein Text? Henrik? -Er ist indisponiert.
Was ist los mit ihm? -Fragen Sie bitte nicht so viel.
Wir haben zu tun.
Danke, Schätzchen.
Wieso sehen bitteschön alle so deprimiert aus?
Hey! Ist jemand gestorben?
Großer Gott, Sie sehen vielleicht aus!
Friedrich?
Herr Doktor! -Was ist denn, Greta?
Was ist denn? Was für eine Szene ist das? Was machen wir hier?
Könntest du dich bitte hinstellen?
Na, hinreißend! Ja, das gefällt mir gut.
Jetzt sollten wir den Morgenrock ablegen. Albin? Bitte.
Dann braucht sie noch ihren Holzpflock.
So. Greta, du liegst hier. Auf dem Bett.
Gut. -So.
Na schön.
Das Kissen...
Noch etwas höher, ja. Hör zu.
In dieser Szene bringst du das allergrößte Opfer für die Liebe, ja?
Ja.
Du wirst den Grafen verführen und...
mit deinem Holzpflock, kurz bevor du stirbst,
wirst du ihn erledigen. Klar? Danke, ausgezeichnet.
Also, mit anderen Worten:
Du musst dich nur, wie man so schön sagt, entspannen
und der Vampir macht die ganze Arbeit. -Du hast mich aus Berlin weggeholt,
von den Proben, nur dafür? Hey, Finger weg... du Hübscher!
Das ist 52, die Erste.
Beugen Sie sich bitte vor, Herr Schreck. Danke sehr.
Und, Albin, ihre Schuhe bitte. Gut.
Nun mach. -Wir wollen das jetzt drehen.
Friedrich? -Ja?
Ich möchte Ihre Autorität nicht anzweifeln, aber...
Wissen Sie wirklich, was Sie tun? -Ja, hundertprozentig. Kamera bitte ab!
Hast du sie, Fritz? -Albin!
Ist ja gut!
Und Lochblende!
Schnitt! Was ist passiert, Greta? -Das ist ja furchtbar!
Können Sie sich nicht beherrschen? Beruhige dich!
Nein! Er hat kein Spiegelbild! Ich sehe ihn! Nein, sehen Sie mal!
Das ist der Beweis! Hilf mir, Friedrich! -Ich geb dir was zu Beruhigung.
Nein, tu das nicht! -Nur damit du dich beruhigst!
Albin, sehen Sie ihn doch an, ich bitte Sie! Bitte! Bitte!
Nein! Nein! Ich verstehe...
Ich verstehe immer noch nicht, was...
Nein!
Bitte!
Es ist die Rolle, die eine große Schauspielerin aus dir machen wird.
Betrachte es als ein Opfer für deine Kunst.
So ist es besser. Jetzt können wir in Ruhe arbeiten.
Ich will sie jetzt haben! -Nein!
Ich brauche erst eine Aufnahme von Ihnen, wie Sie sich ans Herz greifen!
Meine Sterbeszene? -Ja. Sie müssen sie für mich spielen.
Gut! Wenn Sie drauf bestehen!
Ja.
Kamera ab! Und bitte!
Ja. Herr Graf, Sie knien sich hin
und legen Ihren Kopf auf ihre Schulter. Aber Sie trinken nicht, Herr Graf.
Sie verzichten auf ihr Blut, weil Sie die ganze Nacht ihr Blut getrunken haben.
Um genau zu sein: Sie können sich kaum noch bewegen.
Sie sind sozusagen berauscht vom Blut und von der Sehnsucht.
Greta, kannst du mich hören? -Hm.
Ja? Zwinkere mit den Augen.
So. Und jetzt, Greta,
wachst du langsam auf, findest deinen Pflock.
Na, wo ist er? Nimm deinen Pflock!
Herr Graf, wenn sie den Pflock hochnimmt, was sehen Sie?
Ja! Ja ! Einen Holzpflock, genau! Sie schauen sie an!
Sie wurden verraten! Ja! Sie drehen sich um und erheben sich.
Sie schauen sich um. Die Sonne geht auf! Sie greifen sich ans Herz.
Sie erleiden Qualen! Sie ringen mit dem Tod! Jawohl!
Sie beginnen zu sterben, allein! Qualvoll! Sterben Sie!
Sie verdammter, verfluchter Mistkerl! Sie Vampirschwein! Sie Arschloch!
In dieser Stunde sind Sie allein! Die Last der Jahrhunderte verbrennt Sie!
Und...
Schnitt!
Fritz? -Ja!
Das reicht jetzt, Murnau! -Jetzt müssen wir ihn dazu bringen,
dass er über Greta herfällt. Wir lassen die Kamera einfach laufen.
Ich will sie jetzt haben! -Herr Schreck!
Bitte! -Zum Teufel mit dir, Murnau!
Kamera ab!
Schnell! Dreh das!
Fantastisch. Und jetzt hier rüber, die Kamera umstellen.
Friedrich! Jetzt schläft er! Ich bin dafür, dass wir Schluss machen.
Er hat die Kette gekappt, Friedrich!
Wir sitzen in der Falle.
Sie wollen also unseren Vertrag brechen.
Ihr glaubt wohl, ihr wisst so viel! Aber ich kann euch trotzdem töten.
Ja, ich breche euch die Hälse!
Ich trinke euer Blut! Und ich könnte...
Ihr versucht mich reinzulegen!
Der Tag bricht an! So ist es doch!
Ich brauche nur im Dunkeln zu schlafen.
Ich bleibe hier bis zur Abenddämmerung.
Und dann...
werde nur ich hier lebend herausgehen.
Idiot!
Offen gesagt, Herr Graf, ich halte diese Komposition für nicht durchführbar.
Könnten Sie bitte auf Ihre Ausgangsposition zurückkehren?
Wenn es nicht auf Film gebannt ist, existiert es nicht.
Und dann müssen Sie sich umdrehen, um der Sonne zu begegnen.
Der Tod der Jahrhunderte. Mondjäger.
Gotteslästerer! Affe!
Prähistorische Vase!
Endlich am Boden angelangt und damit geboren!
Ja. Ja!
Ja!
Sie nehmen die Sonne auf!
Albin? Holen Sie schnell den Holzpflock und bringen Sie ihn an seinen Platz!
Er ist nötig für die letzte Einstellung, um uns an die Unzulänglichkeit
unserer Pläne zu erinnern, an unsere Zufälligkeiten,
an jeden verpassten Zug, an die missglückten Picknicks,
an die belogenen Kinder!
Leise bitte! Bitte!
Unsere Arbeit ist fast vollendet. Unser ureigenes Gemälde
auf unserer ureigenen Höhlenwand.
Die Zeit wird nicht länger ein dunkler Fleck auf der Lunge sein.
Und man wird nicht mehr sagen können: "Sie hätten dabei sein müssen."
Denn Tatsache ist, Albin, wir waren dabei.
Ist jemand unter Ihnen, der den Kittel des Kameraassistenten trägt?
Könnte ich Ihnen vielleicht zumuten, die Tafel zu meinen Füßen aufzuheben
und mir eine Schlussklappe zu gewähren?
Umdrehen.
Danke.
Ich denke, der Film ist im Kasten.
Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.