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JEDEN MITTWOCH
Eine sehr eigenwillige Art, die Farbe aufzutragen.
- (Frau rechts) Bitte nicht berühren. - Oh, verzeihen Sie. Hm.
(Stimmengewirr)
(Radio) In New York leichter Regen, Pittsburgh klar, 21°C.
Chicago Regen, 25°C, Vancouver bedeckt, 20°C.
(Titelsong Any Wednesday von George Duning)
(aufgeregt) Celia. Celia.
Nett, dass Sie zufällig hier sind. Würden Sie mir bitte helfen?
Hier drüben. Kommen Sie. Na los, kommen Sie schon.
"Mrs. John Cleves, Sie werden aus Chicago verlangt."
- Chicago? Wir sind doch in New York. - Das macht nichts.
Sagen Sie: "Mrs. John Cleves.
Sie werden aus Chicago verlangt."
Mrs. John Cleves? Sie werden aus Chicago verlangt.
Dorothy, wie geht's dir, Liebling?
Sehr schön.
Ich habe zwei Firmen gekauft, eine abgestoßen, und du?
Was macht die Familie? Das Geschrei der Gören fehlt mir.
Wie ist das Wetter in Short Hills? Hier in Chicago regnet's.
- (sie schnalzt) - Warte mal.
Könnten Sie mit diesem Geräusch aufhören?
- Wenn ich das gewusst hätte. - Nicht solche Bemerkungen.
Das war nur ein Hotelpage. Er brachte mir ein paar Akten.
Natürlich liebe ich dich. Ein Regentag ändert das doch nicht.
Ja, morgen mit dem ersten Flugzeug.
Ich bin um 11:00 Uhr im Büro, wenn du etwas von mir willst.
Du kannst dich drauf verlassen. Gute Nacht, Liebling. (Kuss)
(seufzt)
(Partymusik, Stimmengewirr)
- Das war Ihre Frau? - Ja, danke von ganzem Herzen.
Celia? Celia? Celia.
Celia, hast du vergessen? Heute ist doch Mittwoch.
- (Frau seufzt) - Lassen Sie, jetzt helfe ich Ihnen.
Was machen Sie mit Mr. Littlejohns Gemälden?
Die Bilder gehören der Galerie, in der ich arbeite.
Er hat sie sich nur ausgeliehen.
Und der Angeber erzählt allen, sie gehörten ihm.
Sie haben ja zu schleppen. Ich hol ein Taxi.
Bitte nicht, Mr. Cleves. Ich schaff's schon.
Sie wissen noch meinen Namen?
Ja. "Mrs. John Cleves, Sie werden aus Chicago verlangt."
- Taxi. Bitte hierher. - Aber ich...
(er stöhnt)
Danke, dass Sie mir geholfen haben. Gute Nacht.
Ich dachte, ich bekäme zum Dank einen Drink.
(verstört) Aber... aber wofür denn?
Na, für eine Taxifahrt von 35 Cent und 65 Cent Trinkgeld. Dafür.
- Sie vergessen, wie spät es ist. - In Chicago ist es eine Stunde früher.
Aber danach gehen Sie sofort. Versprechen Sie's?
Ich belüge meine Frau, aber Sie nicht. Jawohl, dann gehe ich.
Ich hab vielleicht gar nichts da.
Ah, hübsch ist es bei Ihnen. Sehr nett.
Sind das auch Leihgaben?
Pst. Meine Untermieterinnen schlafen.
Ah.
Da fällt mir ein,
wir haben kürzlich Whiskey gekauft. Hoffentlich ist noch was davon da.
Bestimmt sogar.
Sie werden kaum zu dritt so schnell eine Flasche Whiskey trinken.
(er lacht)
Danke sehr.
Was ist denn? Ich bin fast nicht angetrunken.
- Und fast nicht untreu. - Ach, immer nur mittwochs.
Wieso immer nur mittwochs?
Weil ich da mein Büro verlasse und auf Geschäftsreise gehe.
Ah, wie Sie heute nach Chicago gefahren sind?
Richtig, so war ich letzte Woche in St. Louis
und in Milwaukee in der Woche davor.
Nächsten Mittwoch ist es wohl Atlanta.
- Waren Sie schon in Atlanta? - Nein, Mr. Cleves.
- Wollen Sie nicht mal nach Atlanta? - Nein, Mr. Cleves.
- Warum nicht? - Weil Ihre arme Frau irgendwo sitzt...
Oh, sie ist vollkommen glücklich und ahnt nicht das Geringste.
6 von 7 Tagen die Woche bin ich ein Mustergatte.
Das gilt nicht für viele Ehemänner. Prost, Ehemänner.
- In vino veritas. - Wie war das?
Im Wein liegt Wahrheit, Latein für Anfänger.
Aha, ja, ja. Woher soll ich denn das wissen?
Nach zwei Jahren College hab ich mich in die Marine geschummelt.
Ich lüge alle Welt an, nicht nur meine Frau.
Nach dem Krieg hatte ich keine Lust mehr auf Schule.
Darum dauerte es ein bisschen, bis ich Millionär wurde.
Als ich's geschafft hatte, war ich schon 28.
Alles sehr traurig, nicht?
Ihre Frau klang am Telefon irgendwie so...
- ...kultiviert? - Ja.
Dorothy und ich sind ein merkwürdiges Gespann.
Sie kultiviert, ich ein Draufgänger.
Ach, apropos Draufgänger.
Wie ist das nun mit Atlanta?
Warum bis nächsten Mittwoch warten, Mr. Cleves?
Wir haben es hier in Chicago doch auch sehr bequem.
Und es regnet auch hier.
Und in der Flasche ist sogar noch was zu trinken.
Haben die Untermieterinnen einen guten Schlaf?
Um die machen wir uns keine Sorgen. Hier herein.
- Schön warten. Ich komme sofort. - In Ordnung, ist gut.
(er stöhnt)
(sommerliche Musik)
Nein, Mr. Cleves, an keinem Mittwoch.
(herbstliche Musik)
Ich ändere meine Ansicht nicht. Nein, auch diesen Mittwoch nicht.
(Musik: Jingle Bells)
Nein, Sie haben eine Frau in Short Hills, New Jersey.
(Telefon klingelt)
- Wo ist sie? Macht sie Mittagspause? - Sie liegt doch im Krankenhaus.
Warum hat mich niemand angerufen?
- Sind Sie ein Verwandter? - Nein.
Dann ein guter Freund? Oder ein Gläubiger?
Ich bin John Cleves und möchte sofort wissen, wo sie ist.
Der John Cleves, der auf dem Titelbild von Time ist?
Ja, aber nächste Woche ist jemand anderes drauf. Wo ist sie?
Ellen hat im letzten Jahr so viel von Ihnen gesprochen.
Sie sagt, Sie wären der schlimmste Mann auf der Welt.
- Sie mag Sie sehr gern. - Ja? Time auch.
- Wo liegt sie? - Ich bin kein Arzt, aber...
...ihre Gefühle für Sie sind sicher die Ursache für die Gelbsucht.
(wütend) Wo liegt sie?
Bekomme ich endlich Antwort? Wie heißt das Krankenhaus?
(Cleves) Ich will zu Miss Gordon.
(Schwester) Besuchszeiten sind von 13 bis 15 und 18 bis 20 Uhr.
(Cleves) Welche Aufgaben erfüllen Sie hier?
Ich habe die Oberaufsicht über alle hier arbeitenden Schwestern.
Ich habe diesem Krankenhaus voriges Jahr $35 000 gestiftet.
Aber vielleicht müssen Sie bald wieder mit Bettpfannen umgehen.
- Miss Sullivan? - (Miss Sullivan) Bitte?
Hm.
Auf dem Bild sehen Sie besser aus.
Miss Sullivan war so gut zu mir. Sie dürfen nicht grob sein.
Ich war heute bereits grob mit zwei Bankchefs, einem Bürgermeister
und dem Handelskammervorsitzenden.
Das hier war nur ein Nachklang.
- Haben Sie wirklich $35 000... - Nicht im Traum.
- Wie lange sind Sie hier? - Schon einen Monat.
Aber nächste Woche darf ich vielleicht heim.
- Ich hätte Sie besuchen können. - Ich wollte keinen Besuch.
Ich habe so furchtbar gelb ausgesehen.
Gelb ist meine Lieblingsfarbe. Ich habe 24 gelbe Rosen bestellt.
Hätten Sie das lieber nicht getan. Ich mag Blumen nämlich nicht.
Jedenfalls keine echten. Ich bin immer traurig, wenn sie welken.
- Sie wissen, was ich meine? - Nein.
Zu Hause habe ich nur Kunstblumen.
Die welken nie.
So kann ich im Juli Chrysanthemen und im Winter Osterglocken haben.
Sie sind von Bloomingdale und stehen im Garten.
- Blumen machen ein Zimmer freundlich. - Das finde ich nicht.
Ich hätte gern ein Zimmer voller Luftballons. Sie nicht?
Ich antworte nicht ohne meinem Rechtsanwalt.
- Ach, darf ich mal telefonieren? - Natürlich.
Wie geht's den Untermieterinnen? Ich mache nur Konversation.
Oh, eine hat inzwischen geheiratet.
- Die andere ist bei der Heilsarmee. - Wie das Leben so spielt.
- (Telefonstimme) Sie wünschen? - Gramecy 3659, bitte.
- (sie weint) - Ehm?
Lassen Sie. Ich rufe später wieder an.
Hab ich was Falsches gesagt?
Es ist nur, weil ich aus meiner Wohnung raus muss.
Sie wird verkauft und die Schufte verlangen $32 000.
Ich hab die Zimmer doch so gern.
$32 000 sind nicht viel für eine Eigentumswohnung.
Was? Nicht viel? Woher soll ich $32 000 kriegen?
Ich hab nur $146 auf der Bank.
- Ich finde nicht mal mein Sparbuch. - (räuspert sich)
$32 000 sind für keinen ein Pappenstiel. Bei den Steuern.
Aber für meine Firma wär's nur ein Pappenstiel.
Angenommen, meine Firma würde die Wohnung kaufen.
Dann könnte ich sie nutzen und die Kosten könnte man absetzen.
- Was würde mir das nützen? - Sie müssten nicht umziehen.
- Und ich müsste Miete zahlen? - (lacht) Nicht gerade das.
Sie bräuchten keine Untermieter mehr und hätten die Wohnung für sich,
abgesehen von mittwochs.
(wütend) Hinaus.
Aber regen Sie sich doch nicht auf. Miss Gordon... Ellen.
Du weißt doch, dass du mich gern hast. Ich spüre das.
Wie kommst du darauf, dass ich...
Was hat das damit zu tun?
Sie als verheirateter Mann, Mr. Cleves... John.
John.
(erschrickt)
- Ich hab dich auch sehr gern. - Trotzdem bist du verheiratet.
Dorothy und ich
leben schon lange nur noch wegen der Kinder zusammen.
Manchmal frage ich mich, warum man noch zusammen ist,
obwohl man...
Und dann, wenn ich ins Kinderzimmer gehe,
wenn ich sie abends schlafen sehe, mit ihren Händen auf der Decke...
- (er seufzt) - Ich kann niemals ein Heim zerstören.
Ich habe in so was keine Erfahrung.
- Ich bin nicht dafür geschaffen. - Ellen.
Nein, du musst sofort gehen. Ich habe wieder hohes Fieber.
Dann leb wohl.
Leb wohl.
(beschwingte Musik)
Danke, dass du mich diese Woche jeden Tag besucht
und mir so schön vorgelesen hast.
- Ellen. - Nein, bitte nicht, John.
Wir müssen Abschied nehmen.
(erschrickt)
Oh, John.
Mrs. John Cleves, Kansas City verlangt Sie.
(Radio) Milwaukee klar, 15°C. Omaha, Nebraska starker Regen.
Ach, es ist wirklich ein Jammer.
Es soll der nasseste Herbst in Omaha seit 20 Jahren sein.
(Radio) Buffalo klar, 3°C, Toronto bedeckt, -2°C.
Mrs. John Cleves, Sie werden aus Toronto verlangt.
Hallo Dorothy, alles in Ordnung?
(Radio) Detroit klar, 15°C, Chicago leicht bewölkt, 13°C.
Mrs. John Cleves, Chicago verlangt Sie.
Ach, guten Morgen Liebling. Die Dusche war einfach herrlich.
Kannst du nicht diese Ärmel ändern?
Aber weshalb denn? Die müssen so sein.
Du fandest sie beim Kauf graziös.
Hat der Milchmann was gesagt?
Über die Ärmel?
Nein, dass er immer nur Milch bringt und nur am Donnerstag Sahne.
Nein, er hat kein Wort darüber zu mir gesagt.
Es dauert ja auch erst zwei Jahre. Er feilt wohl an der Formulierung.
Was ist denn mit dir?
Ich hab Geburtstag.
Oh, das ist mir doch vollkommen entfallen.
Fass mal in meine Tasche.
(überrascht) Ah, John.
Da findest du nichts. Geh mal rüber.
- (sie gluckst) - Herzlichen Glückwunsch, Baby.
Ich habe nichts erwartet.
Ich habe gar nicht...
(stöhnt und seufzt)
Das ist absolut das Richtige. Hätte nichts Besseres finden können.
- Du hast einen tollen Geschmack. - Cartier hat es für uns entworfen.
Das Firmenlogo findest du aber nur, wenn du danach suchst.
Und dann auch kaum.
Vielleicht braucht den Schmuck mal unsere Reklameabteilung.
Sie wollen dieses Logo für die neue Kühlschrankreklame.
Ich trage das Halsband Tag und Nacht.
- Wenn ich es habe. - (er lacht)
Wenn es nicht für Reklame gebraucht wird,
nehm ich es mit ins Grab.
Heute ist dein Geburtstag, Kindchen. Was soll das grässliche Gerede?
Sag nicht immer Kindchen zu mir. Ich bin kein Kind mehr, ich bin...
John, es ist fürchterlich, so alt zu werden.
- Ach, komm. - 30 Jahre.
Süße, du bist doch gerade erst aus dem Kindergarten raus.
Sieh mich an.
Ich bin... egal, wie alt ich bin.
Ich fühle mich wie 22 und du, du bist nicht älter als 18.
Und nun ist dieses Thema abgeschlossen.
- Du bist so lieb. - Ich weiß, ich weiß.
(seufzt)
John?
- Wieso bin ich gerade 18 für dich? - Mein Anwalt hat's mir geraten.
Darunter ist es Verführung Minderjähriger.
Ich habe noch was für dich.
(lacht aufgeregt) Wo? Wo ist es?
- Ich bin es. Für den ganzen Tag. - Das ist zu schön, um wahr zu sein.
Ich habe im Büro gesagt, die Reise dauert länger.
Tolouse war es. Temperatur 28°C, sehr feucht.
Ich hab dich so lieb.
Wir hatten noch niemals einen ganzen Tag für uns.
Immer nur Stückchen von einem Tag.
Was willst du mit deinem großen Tag anfangen?
Wir könnten herumlaufen, statt immer nur hier zu sitzen.
Ich bin ja so aufgeregt.
Wir könnten auf Coney Island Achterbahn fahren.
Es ist dein Geburtstag. Wir tun, was du willst.
Tun, was ich will?
Wir gehen ins Lincoln Center zum Chopin-Konzert.
- (er seufzt) - Magst du Chopin nicht?
Doch, aber nicht im Lincoln Center. Dorothy ist im Vorstand.
(seufzt) Ach so.
Wir fahren nachmittags ins Stadion, da spielen heute die Mets.
- (er seufzt) - Ist Dorothy da auch im Vorstand?
Nein, aber wir haben da eine Loge. Man würde sich sehr wundern.
Wir essen auf der Terrasse vom Central Park Zoo.
Nein.
Aber wer soll sich im Zoo denn über uns wundern?
Die Leute könnten mich dort erkennen.
Vor 2 Jahren das Titelbild von Time und letzte Woche von Newsweek.
Wo ich mich zeige, will man ein Autogramm.
Ich muss mal im Büro anrufen, ich traue der neuen Sekretärin nicht.
Dann machen wir einfach ein Picknick im Garten.
Die Gladiolen blühen so schön. Stück 50 Cent bei Bloomingdale.
Miss Linsley? Wieso denn? Ich bin nicht in Cleveland.
Nein, ich bin im Direktionsapartment.
Mr. Cleves, schön, dass Sie anrufen.
- Der Herr wartet schon. - Welcher Herr?
Sie sollten keine Termine machen. Heute ist Donnerstag.
Tut mir Leid, ich dachte, Sie meinten nächsten Donnerstag.
Jetzt wartet der Herr Botschafter schon 15 Minuten auf Sie.
Ich habe die zwei Karten bekommen, um die Mrs. Cleves mich bat.
- Für welchen Tag? - Na, für heute.
Was? Rufen Sie sofort Mrs. Cleves zu Hause an.
Das geht nicht. Sie ist schon unterwegs.
Und Mr. Cleves, Sie haben es hoffentlich nicht vergessen.
Sie sind zum Lunch mit Mr. Aplizian von der Persischen Öl verabredet.
Dann haben Sie noch 2 Termine.
(wütend) Miss Linsley. Tun Sie mir einen Gefallen.
Falten Sie die Hände und bewegen Sie sich nicht, bis ich da bin.
Ich sagte ihr keine Verabredungen, und sie macht gleich 3 Termine.
- Das dauert den ganzen Tag. - Ja, und ich bin genauso traurig.
Das glaub ich dir ja, John.
Ich hab dich ja so lieb. Es wäre so wundervoll gewesen.
Wir versuchen's nächstes Jahr wieder.
Ich hab ja den Abend vergessen.
Zwei Abende hintereinander hatten wir noch nie.
- Hör zu, Baby. - Unser erster Donnerstagabend.
Dank der lieben Miss Linsley hat Dorothy Theaterkarten.
- In Ordnung. Wie geht es Dorothy? - Danke, hervorragend.
- Und Johnny und Debbie? - Auch gut.
(beide) Allen hervorragend.
- Sei nicht böse. - Ach, Schatz.
Wenn ich daran denke, wie die Süßen im Bettchen liegen...
- ...mit den Händchen auf der Decke. - Wunderbare Pose.
Halt sie nur fest.
(stöhnt)
Schrecklich, dass du so allein hier bleibst.
Ich habe doch meine Goldfische. Leb wohl, bis nächsten Mittwoch.
Miss Linsley ist die Cousine von Dorothys bester Freundin.
Ich kann sie nicht rausschmeißen, aber erschießen.
Na ja, vielleicht ist es ganz gut so.
Unerhört ist das alles.
Taxi.
- Darf ich erst raus? Was macht das? - 65 Cent.
(er rechnet)
Ein Mann von Welt würde sagen: "Stimmt so." Das spart Zeit.
Ach ja? Meinen Sie Ihre Zeit oder meine? (lacht)
Geben Sie mir 10 Cent wieder.
- Danke, mein Herr. - Danke auch.
- Darf ich mal? - (genervt) Na.
- Madison, Ecke 47. - So ein Zufall. Daher komme ich.
(flüstert vor sich hin)
(weint)
(weint laut)
(weint hysterisch)
Schönen guten Tag.
He, Kleine.
Kommen Sie zu sich.
- Es wird schon nicht so... - (schreit entsetzt)
- Wer sind Sie? - Armes Wesen.
Sie haben wohl heute Nacht vom Schwarzen Mann geträumt?
He, glauben Sie, ich will Ihnen etwas tun?
- Wer sind Sie? - Cass Henderson.
- Miss Linsley sagte... - Miss Linsley?
Ja, sie meinte, ich würde wegen der Tagung kein Zimmer finden.
- Mr...? - ...Henderson.
Ich bin überzeugt, die Firma will, dass Sie haben, was Sie brauchen.
Dass ich habe, was ich brauche? Oh.
Jetzt verstehe ich. Aber deshalb bin ich nicht hier.
- Ich habe nicht viel geschlafen. - (seufzt auf)
Nichts für ungut. Ich finde Sie trotzdem sehr hübsch.
Mr. Henderson!
- Sie unterstützen Ihre Eltern? - (völlig entsetzt) Aber nein.
Sie scheinen aber zu wenig abgebrüht.
Ein Prachtmädel wie Sie. Jung und kräftig.
Warum sind Sie nicht Sekretärin oder so geworden?
Sie müssen gehen. Sie begehen Hausfriedensbruch.
- Ist das das Direktionsapartment? - Ja, dummerweise.
Aber andererseits auch nicht.
- Miss Linsley sagte es. - Ja, sie ist neu und glaubt es.
Aber das ist es nicht.
Wenn das Firmeneigentum ist, wieso wohnen Sie dann hier?
- Das ist ein Privatabkommen. - Äh?
Eine Art Stipendium.
Oh! Nun verstehe ich. So was wie die Ford Foundation?
Mehr Entwicklungshilfe. Gehen Sie. Ich will aus den Ärmeln raus.
- Und ich muss aufräumen. - Gut, ich gehe. Aber wohin?
Darf ich einen Freund anrufen, ob der mich unterbringen kann?
- Muss das sein? - Danke, sehr nett.
Ziehen Sie die Ärmel aus. Ich schaff das schon.
Gehen Sie nur. Ich stehle bestimmt nichts.
Meinetwegen. Ich hoffe, Sie sind fort, wenn ich wiederkomme.
Danke für Ihren Besuch.
War mir ein Vergnügen, Miss...
(Tür kracht zu)
Hallo, Fräulein?
Acron, Ohio, die Nummer 9739330.
Hallo, Betty? Hier ist Cass, Süße. (Kussgeräusche)
Hol mal meinen Bruder. Ich kann nicht lange sprechen.
Ja. (Küsschen)
(pfeift)
Hallo, George. Weißt du, wo ich hier bin?
Ich bin im Direktionsapartment von Cleves und Co.
Frag bloß nicht, wieso. Nein, John Cleves ist nicht da.
Aber ein süßes Mädel, das privat hier wohnt.
Sie zieht gerade die Ärmel aus. Halt mal den Mund und hör zu.
Sie sagt, es sei Entwicklungshilfe. Ist doch klar, was das heißen soll.
Ich denke, jemand hält sie aus. Aber...
Wenn ich noch hier bleibe, bekomme ich vielleicht raus, wer.
Bestimmt jemand mit Einfluss.
Vielleicht kennt sie ja Cleves selbst.
Es ist noch ein Versuch. Ich konnte den Alten ja nie persönlich sprechen.
(lauter) Du bist der 4., den ich anrufe. Da kann man nichts machen.
- Nirgendwo was frei. - Hinaus.
Miss Linsley hatte wirklich Recht. Alle Hotels sind überfüllt.
Mr. Henderson, warum können Sie nicht einfach verschwinden?
Ich wollte längst fort sein, aber ein Freund ruft mich zurück.
Dürfte ich darauf noch warten?
Rufen Sie Ihren Freund doch aus der netten Telefonzelle da an.
- Überall wunderbar verglast. - Hören Sie doch, Miss... Miss?
Setzen Sie sich doch mal in Ruhe hin und schauen Sie eine Zeitschrift an.
Und ich mache hier inzwischen Ordnung.
(singt vor sich hin)
Wenn hier jemand Ordnung macht, dann bin ich es.
He, das ist aber nicht sehr nett.
Wenn hier jemand Ordnung macht, dann ich.
- Und das ist noch viel weniger nett. - Ich schreie. (schreit los)
- Seien Sie still. - Guten Morgen, ich bin Mrs. Cleves.
Sehr erfreut, Cass Henderson und das...
Tut mir Leid. Miss Linsley hat nicht gesagt, dass jemand hier ist.
Um Gottes Willen. Das wird der Kreislauf sein.
Holen Sie Ihrer Frau doch ein Glas Wasser.
- Frau? - Die Wohnung gehört der Firma.
Aber das wissen Sie ja. Kommen Sie öfter nach New York?
- Ja, aber hier bin ich zum ersten Mal. - Wo steigen Sie sonst ab?
- Manchmal wohne ich... - Ich liebe das Sherry-Netherland.
Aber natürlich bleiben Sie hier. Ich will Sie ja nicht vertreiben.
Ich nehme an, Sie wundern sich, warum ich hier bin.
Ich wollte John sehen, bevor er wegging.
Hoppla. Na, na.
Weitertrinken, Kindchen.
Sie haben meinen Mann sicher noch gesehen.
Letzten Mittwoch war ich in der Stadt einkaufen.
John war gerade in Chicago.
Jedenfalls habe ich bei Maximilian einen Mantel gesehen...
Ich habe mir nie etwas so sehr gewünscht.
Kirchenleuchter. So was ist meine große Schwäche.
Heute habe ich den Mantel dann zum halben Preis bekommen.
Oh, Floribunda-Rosen und Heliotrop.
Was für eine entzückende Zusammenstellung.
Der Rest ist weniger entzückend.
Ich zahlte den Mantel an und wollte zu John ins Büro.
Aber Miss Linsley meinte, er sei hier.
Ich wusste nicht mal, dass es dieses Apartment gibt.
Aber John erzählt ja nie etwas.
Ich fuhr gleich wieder los und kam hierher.
Die Wohnung ist scheußlich, völlig ohne Geschmack.
So überladen.
Wer sie eingerichtet hat, hat auch ein Vermögen bekommen.
Ja!
Sie ringt nach Luft. Kaffee wirkt da sofort.
Kaffee wirkt da sofort.
Sehr vernünftig, mein Kind. Immer tief atmen.
(Mrs. Cleves atmet tief)
Fühlen Sie sich besser? Sie bekommen auch wieder Farbe.
An diese Brille gewöhne ich mich nie.
Bei Kontaktlinsen verwirrt John der Glanz in meinen Augen.
Das hier muntert auch auf.
Oh, Champagner. Wie bezaubernd.
(Flasche ploppt) Ach, was für ein herrliches Geräusch.
Das erinnert mich an Silvester.
(verwirrt) Es ist so... besonders festlich.
Meine Frau liebt Champagner über alles.
Ich hol ein paar Gläser, damit Mrs. Cleves mittrinken kann.
Eine Party. Welch hübsche Idee. Das nennt man Überraschungsparty.
Champagner um diese Tageszeit. Ich komme mir verworfen vor.
- Das ging aber schnell. - Meine Damen.
Wenn John und ich in Europa waren, floss der Champagner in Strömen.
Das ist aber schon Jahre her.
John hasst Reisen.
Nach den Geschäftsreisen mittwochs ist er nicht zu gebrauchen.
(schluckt)
Oh, vielen Dank.
(Telefon klingelt)
Hallo?
Hallo?
War nur Atem zu hören. Jemand mit 'nem Dachschaden.
- Auf die Hendersons. - Auf den abwesenden Gastgeber.
(Telefon klingelt)
Hallo?
- Wer war der Kerl? - Niemand. (lacht beschwipst)
Es war doch eben ein Mann am Telefon.
Das geht eben nicht, Giselle.
Ich wollte gerade in die Badewanne. Ich ruf dich später an.
Merkwürdig. Ihre Stimme erinnert mich an jemanden.
Ich weiß nicht an wen, aber es war jemand.
Typisch. Ich sehe aus wie jemand, klinge wie jemand.
Genug.
Ich verschwinde. Sie wollen ja ins Bad.
Bleiben Sie doch.
Ich habe noch viel zu tun. War nett, Sie kennen zu lernen.
Sie sind so jung. Haben Sie Kinder?
- Oh... - Nein, noch keine.
Sie sind ja selbst noch ein Kind.
Ich bin heute stark gealtert.
Ich hab heute Geburtstag.
Meine Glückwünsche.
Ich sage Ihnen beiden zum Abschied noch etwas.
Eine kluge Frau sagte es mir an meinem Hochzeitstag.
Es ist für Sie, Cass, und für Sie...?
Jetzt hab ich Ihren Vornamen vergessen.
Meine Frau hat einen sehr ungewöhnlichen Vornamen.
Ellen.
Ellen? Verlassen Sie sich drauf. Es hilft.
Sie sagte: "Geht nie zu Bett, wenn ihr böse miteinander seid."
Egal, was zwischen mir und John vorfällt, wenn wir schlafen gehen...
(Telefon klingelt)
Hallo?
Ich hoffe, er hat inzwischen seinen Namen genannt.
Giselle, ich wollte doch in die Wanne. (Schluckauf)
- Und warum sitzt du nicht drin? - Deine Anrufe stören mich.
Ich rufe dich später an.
(stutzt)
Unmöglich, dass Gladiolen um diese Jahreszeit blühen.
Ich sollte morgens keinen Champagner trinken.
Ich lasse Wasser einlaufen. Entschuldigen Sie bitte.
Oh, Mrs. Henderson... Mrs. Henderson, ich...
Ellen.
Äh... Ich muss jetzt wirklich fort.
Aber erst will ich sehen, dass ihr euch vertragt.
Gebt euch einen Kuss und versprecht, nie wieder Dummheiten zu machen.
- Okay. - Sehr schön.
Süße.
- Sie hat wohl nicht zugehört. - Sie müssen...
Liebling, Mrs. Cleves sagt, wir dürften nicht zu Bett ohne...
- Ich weiß, was du denkst. - (sie verneint)
- Da kommen wir doch her. - (entrüstet) Was?
Seien wir wieder gut. Komm her.
Setz dich zu Cass.
- Siehst du. - Sehr schön, Kinder.
Nun ist mir eine Last von der Seele.
- Mir wird jeden Moment wohler. - Das war zu erwarten.
Ihr werdet euch jetzt aussprechen. Denkt an die Worte der alten Frau.
Im Wohnzimmer dürft ihr streiten,
aber hinter dieser Tür wird der Friedensvertrag unterzeichnet.
Sie war wirklich eine weise Dame.
Und dieses Rezept hat sich bei ihr in 3 Ehen bewährt.
Bitte. Ich bin zu Verhandlungen bereit. Sie hoffentlich auch.
Warum gehen Sie nicht?
Ich bin Ihr Mann.
(Telefon klingelt)
Lassen Sie mich. Bitte nicht.
Hallo?
- Hallo? - Ist dort 7347098?
Ja, ganz recht. Sie wünschen?
- Ich muss Miss Gordon sprechen. - Moment bitte.
Befindet sich hier eine Miss Gordon?
Sehr erfreut, Miss Gordon.
- Hallo? - Würdest du mich endlich aufklären?
Hören Sie.
Sie kennen doch Miss Linsley, Mr. Cleves' Sekretärin.
Sie hat ihn hergeschickt, weil sie dachte, es gibt kein Hotelzimmer.
Es müsste mal jemand mit ihr reden.
Notfalls tu ich das. Hallo?
- Miss Linsley? - (Telefon) Ja, Mr. Cleves?
Ich muss dringend mit Ihnen sprechen.
Sagen Sie mal, wie lange wohnen Sie schon hier?
- Ich rufe gleich die Polizei. - Nach dem Anruf verschwinde ich.
Glauben Sie, er ruft an?
(Telefon klingelt)
Ja, hallo? Guten Morgen, Giselle. Wie geht es?
Wahrscheinlich für Sie.
- Hallo? - Er ist ja immer noch da.
Sie ließen mich nicht ausreden. Er erwartet noch einen Anruf.
Hat Miss Linsley Ihnen alles erzählt?
Alles? Was denn noch?
Genug. Hat sie denn nichts gesagt?
Mrs. Cleves war auch da, auch auf Miss Linsleys Veranlassung.
Miss Linsley, ziehen Sie Ihre kugelsichere Weste an!
Mrs. Cleves war sehr nett.
(weinerlich) So? Nicht möglich. Das finden Sie?
Sie soll ihre neugierige Nase nicht in meine Wohnung stecken.
Konfus und überladen.
Auch wenn's stimmt, jedes bisschen hier gehört mir.
Wenn Sie wüssten, auf wie vielen Auktionen ich... Au!
Was ist denn? Haben Sie sich verletzt?
- Das geht Sie nichts an. - Lassen Sie mich nachschauen.
- Haben Sie Alkohol? - Nein.
- Ich könnte ihn küssen. - Kommt nicht in Frage.
Das haben wir gleich. Geben Sie mal her.
- Au! - Das wird kühlen.
Legen Sie sich hin. Lesen Sie die Zeitung und beruhigen Sie sich.
Das ist aber von keiner Auktion.
Hey!
Das ist ja die Höhe.
(Ellen entnervt) Ich halte das nicht mehr aus.
(hysterisch) Ich halte das keine Minute mehr aus.
- Wohin wollen Sie? - Zum Fluss.
Zum Fluss? Halt!
- Wo geht's hier bitte zum Fluss? - Wir haben zwei Flüsse.
Miss Gordon!
(beschwingte Musik)
- Halten Sie die Dame an. - Ich halte nur Diebe an.
Nicht, Ellen!
Warten Sie!
- (sie schreit) - Nicht. Er ist es nicht wert.
- Sie haben mich verfolgt. - Sie dürfen das nicht tun.
- Wieso? Was darf ich nicht tun? - Sich wegen ihm in den Fluss stürzen.
Wer sagt, dass ich mich in den Fluss stürzen will?
Sie selbst.
Ich fragte: "Wohin wollen Sie?" Und sie sagten: "Zum Fluss."
Ich gehe immer an den Fluss,
wenn ich ein bisschen deprimiert oder unglücklich bin.
Der Spielplatz und die Kinder, das wirkt...
Sie wollten sich nicht reinstürzen?
Aber natürlich nicht.
Sie tun ja, als wären Sie enttäuscht.
Absolut nicht. Aber das Laufen und das Schreien...
Ist ja vollkommen klar, dass da 'ne Reaktion kommen muss.
Ich setz mich mal lieber hin.
(pustet erschöpft)
Sie sind wohl...
- Sind Sie verheiratet? - Nein.
- Dann könnten wir heiraten. - Was?
- Mögen Sie mich? Und die Wohnung? - Ja, also...
Dann heiraten wir doch.
Ich hab mir noch nie überlegt, ob ich heiraten soll.
- Wenn, dann meine Sekretärin. - Sind Sie verlobt?
- Nein. - Also können wir heiraten.
Ich dachte, Sie hätten so eine Art Verpflichtung.
- Ja, aber das gilt nicht mehr. - So.
Ich bin eine vollkommene Hausfrau. Ich kann kochen und Auto fahren.
Und ich bin gesund. Keine einzige Füllung. Ah.
(erstaunt) Wirklich fantastisch.
Und Sie werden sich nie langweilen.
Davon bin ich überzeugt. Wir können es uns ja überlegen.
Unmöglich. Ich habe keine Zeit. Ich bin schon 30 Jahre alt.
Das hätte ich nicht mal meiner Mutter verraten.
Sie sehen aber wesentlich jünger aus.
- Ich bin's auch erst seit heute. - Ach so.
Auf dem Standesamt wär's rausgekommen.
Ellen, als ich Sie heute Morgen zum ersten Mal sah,
merkte ich, dass Sie sehr impulsiv sind.
Ich hatte bisher nur zwei Verlobte, Jules und diesen anderen Mann.
Für eine Frau von 30 ist das wenig.
Ich bin doch eine nette Person. Lieb bin ich auch.
Ich finde Sie sogar sehr lieb und sehr nett.
Dann sollten wir sofort ins Rathaus gehen.
- Heute passt es mir nicht. - Wir wären Mr. und Mrs. Henderson.
(schreit) Dann wären die vielleicht überrascht.
- Sie wohl weniger. - Er um so mehr. Ha.
Er ist nicht der Mann. Ich habe Mr. Cleves nie gesehen.
Ich habe mich in ihn verliebt, als ich die Gelbsucht hatte.
Mr. Cleves ist mein... Er war mein Verlobter.
Bevor Sie gekommen sind und nach Jules.
- Sind Sie nicht überrascht? - Das hab ich mir gedacht.
Dass er der Mann nach Jules war. Darf ich Sie schaukeln?
- (Dorothy) John. - Ah, Liebling. Komm herein.
Miss Linsley sagte, du bist bereits in der Stadt.
- Wie war's in Cleveland? - Es war Columbus.
- 29°C, kurze Gewitter. - Sagtest du am Telefon.
- Da ist ja etwas Neues. - Ja.
Du hast nie gesagt, dass es ein Direktionsapartment gibt.
Wirklich nicht? Ich hab's bestimmt mal erwähnt.
Ich hab's vergessen. Ich hab's billig bekommen. $32 000.
So unerhebliche Summen erwähne ich meist nicht.
Wer hat es eingerichtet?
Keine Ahnung. Es war wohl möbliert.
War jemand da?
Ein entzückendes junges Ehepaar. Sie waren gerade böse aufeinander.
Aber dank Dorothy Cleves waren sie dann drauf und dran...
- Wer? - Na sie, die Hendersons.
Cass und Ellen.
Was meinst du mit "Sie waren drauf und dran"?
Heute ist nämlich Mrs. Hendersons Geburtstag.
Oh John, ich habe mir den schönsten aller Mäntel gekauft.
Eins nach dem anderen.
Du kaufst dir einen Mantel, weil Ellen... Henderson Geburtstag hat?
Ach, Unsinn. Weil ich ihn zum halben Preis gekriegt habe.
Kein Pelz ist so praktisch wie Zobel. Er passt überall so schön.
(stöhnt)
Wäre ich bloß in Columbus geblieben.
Oder war's Detroit?
Ich wollte nicht, weil ich wusste, er ist verheiratet.
Dann hatte ich Gelbsucht und er kam täglich ins Krankenhaus.
Als ich entlassen wurde, brachte er mich heim.
Und die Wohnung war von unten bis oben voller Luftballons.
Da geschah es. Jeden Mittwoch, 2 Jahre lang.
Du liebst ihn ja immer noch.
Ganz bestimmt nicht. Das ist vorbei.
Von jetzt an tu ich alles für dich, damit du glücklich wirst.
Ich bin im Augenblick ganz glücklich, so wie ich bin.
Er ist einbruchssicher.
Ich werde ein Vermögen damit machen.
Schön, dass du Ehrgeiz besitzt. Ich nämlich nicht.
- Wir werden viele Leute überraschen. - Das glaube ich.
Was wird meine Mutter sagen?
Wir wollen sofort eine Menge Kinder. Ich kann's gar nicht mehr erwarten.
Du tust wie ein Kolibri, dabei bist du eine Glucke.
Du willst so schnell wie möglich ins Nest und brüten.
Wenn ich nicht mehr allein sein muss, werde ich immer gute Laune haben.
(juchzt) Ich bin ja so aufgeregt.
Ich kann meine Freude gar nicht ausdrücken.
Du bist entzückend, wenn du dich freust.
Ich rufe jetzt meine Mutter in Connecticut an.
Sie kann den Nachmittagszug nehmen. Hoffentlich ist nichts im Fernsehen.
Es wird aber heiß.
Ich nehme eine kalte Dusche. Vielleicht ruft auch mein Freund an.
Auf dem Tisch liegen Badetücher.
Danke.
- Cass? - Ja?
- Es gibt was Wunderbares. - Was denn?
Wenn wir Mann und Frau sind, können wir zusammen duschen.
(spricht leise die Nummer)
(schnelle Musik)
(Reifen quietschen)
Den Rest können Sie behalten.
Mutter, sei doch nicht so umständlich.
Ob du eine Folge mehr oder weniger siehst, es ist immer dasselbe.
Ich sag dir im Voraus, was passiert.
(wütend) Wo ist er?
Leb wohl, Mutter.
- (John schreit) Wo ist er? - Hör auf zu schreien.
Das ist mein üblicher Ton. Ich will wissen, was hier vorgeht.
Wo ist dieser Kerl. Ich könnte...
Oh. Entschuldigen Sie. Ich will ein frisches Hemd holen.
John, das ist Cass Henderson. Cass, das ist John Cleves.
Wie schön. Habe schon lange auf Sie gewartet.
Sag ihm doch guten Tag, John.
- Ich habe 6 Briefe geschrieben. - Ich habe keinen erhalten.
Unmöglich. Es waren Einschreiben. Ich hab die Zettel aufgehoben.
(verwirrt) Wo? Ich hab sie aufgehoben.
- Da ist die Tür! - Soll er nackt gehen?
Ich bin noch nicht fertig mit Ihnen.
Sie sind noch nicht fertig mit mir? (Tür knallt zu)
- Er war hier in dieser Wohnung? - Wo denn sonst?
- Wart ihr allein? - Ja.
Was tut er hier?
Er musste meinen Mann spielen, um dich vor deiner Frau zu schützen.
Weißt du was?
Der Kerl soll dahin verschwinden, wo er hergekommen ist.
Hör mal, Baby.
Ich habe...
...alle Verabredungen abgesagt. Du weißt, was das bedeutet?
Lass doch. Du weißt, dass wir auf einem toten Gleis sind.
Was sollen die grauenhaften Phrasen? "Auf einem toten Gleis"?
Ich kenne noch: "Wir können unmöglich so weitermachen."
- "Es ist besser, wir bleiben Freunde." - Lass mich. Hör doch auf.
- Wollen Sie die Zettel sehen? - Nein, ich will sie nicht sehen.
Ich sehe von Ihnen mehr als genug.
- Wie sprichst du mit meinem Bräutigam? - Sie fabrizieren so einen Apparat.
Den Aufsatzsicherheitsknopf!
- Es gibt einen Grund... - Deine Frau hat mich beleidigt.
...dass wir Ihre Firma zumachen.
Es geht nur um Steuervorteile.
Wenn ich eine Firma kaufe, sammle ich vorher alle Informationen.
Umsatz, Rentabilität, Spesen kommen in einen 607.
- Sie hat über die Blumen gespottet. - In einen 607-Computer.
Der beweist mir, dass wir wesentlich billiger ohne Ihre Maschinen sind.
- Um Sie geht es dabei nicht. - Ach ja? Tut es nicht?
Vor einem Jahr wurde ich bekniet zu verkaufen.
- Man gab uns einen Vierjahresvertrag. - Man wird Sie voll ausbezahlen.
Ich pfeife darauf. Ich bin doch kein Fußballtrainer.
Es gab keine Verluste.
Deine Frau soll mir jemanden zeigen, bei dem jetzt Gladiolen blühen.
Dann wird mein Knopf nie produziert. Kommen Sie mit.
(Cleves) Was glauben Sie, wer ich bin?
Das weiß er. Ich hab euch ja vorhin vorgestellt.
Passen Sie mal auf. Man schiebt ihn über den Türknauf.
Versuchen Sie mal, sie aufzumachen.
Probieren Sie's wenigstens mal.
Abmachungen sind Abmachungen. Sie haben verkauft!
Der Knopf ist absolut einbruchsicher.
- So? Tatsächlich? - Ja.
Ich hab es mir überlegt.
Ihr Firma macht... (schreit) bereits morgen Früh zu!
Was?
Nein, Mr. Cleves. Ich gebe niemals auf.
Besonders nicht beim Aufsatzsicherheitsknopf.
Der Cleves-Konzern produziert 50 % unserer Weltraumflugteile.
Und Sie kommen mit einem Aufsatzsicherheitsknopf?
Mein Gott, Dorothys Beine.
(Kate) Dorothy?
(schnelle Musik)
Aber...
Voilà.
Das ist das merkwürdigste
und faszinierendste Beispiel des Geschmacks eines Irren.
(Mrs. Cleves lacht)
Oh, Miss Henderson. Ich habe Sie gar nicht gesehen.
Aber ich Sie.
Hallo, Mr. Henderson.
- Sie sehen ja so häuslich aus. - Ich wollte gerade raus in die Sonne.
Ach so. Na?
Ellen, das ist mein Freund Felix.
Ja, guten Tag.
Was sehe ich denn da? Sie passen aber nicht hierher.
Sie sind hier fehl am Platz.
Felix wird diesen Raum umgestalten.
Für ein mehr als großzügiges Honorar.
Hm.
Das Schlafzimmer sieht wohl aus wie ein Trödelmarkt in Nordafrika.
Gucken wir mal rein.
Unmöglich. Das Bett ist nicht gemacht.
(Ellen) Alles ist drunter und drüber.
Dann sind Sie und Mr. Henderson meinem Rat gefolgt?
Ich habe schon so viele ungemachte Betten gesehen.
Und ich habe schon so viele selbst durcheinander gebracht.
(Ellen) Aber...
- Sie haben mehr Kraft als ich. - Was reden Sie da?
(atmet auf)
Macht nichts. Ich weiß es sowieso schon.
Da gibt es nur eins:
Am Montag wird ein Möbelwagen dieses Zeug auf den Schutt fahren.
Was, Schutt? Sie machen wohl einen Witz?
Was dagegen? Ein Auktionshaus würde den Plunder kaum nehmen.
- Kommen Sie, Dorothy. - Machen wir damit eine Ausnahme.
Ich finde ihn ganz hübsch.
Nein, kommt nicht in Frage. Da müssen wir erbarmungslos sein.
Ein Jammer.
Wiedersehen, Ellen.
- Wiedersehen, Mr. Henderson. - Auf Wiedersehen, Mrs. Cleves.
Wissen Sie was? Ich habe eine einfach fabelhafte Idee.
John und ich laden euch beide heute Abend zum Essen ein.
Oh, fabelhaft.
- Wir nehmen gern an. - (Mrs. Cleves) Dann bis heute Abend.
Sie dürfen Ihr Programm nicht wegen uns ändern.
Wir hatten gar kein Programm.
- Aber die Theaterkarten? - Miss Linsley gibt sie zurück.
Und wir machen uns einen wunderschönen Abend.
Wir treffen uns um 20:00 Uhr im Les Etoiles.
Lassen Sie sich nicht von der Wohnung deprimieren.
Felix wird alles ändern.
Schnell. Ich halte das hier nicht mehr aus.
Bye, bye.
Mrs. Henderson, woher wussten Sie von den Theaterkarten?
Ich hatte es gar nicht erwähnt.
- Sie haben es nicht erwähnt? - Vielleicht... vielleicht doch.
Also bis um 20:00 Uhr.
- John. - (John) Lass mich endlich raus!
- Hast du das gehört? - Ja, warum habt ihr nicht abgelehnt?
Ich spreche von meinen Möbeln. Sie will sie bestenfalls versteigern.
(wütend) Lasst mich hier raus.
Sie müssen bloß den Stift unterhalb des Knopfes hochdrücken.
Sehen Sie. Ganz einfach.
Dieser "Apparat" rettete Ihnen gerade das Leben.
John, es ist aus. Aber die Wohnung verlasse ich nicht.
Wenn sie meine Möbel auch nur anrühren...
(verzweifelt) Ich hasse dich, John.
- Komm, Ellen. - Das ist der Mann, den ich heirate.
(lauter Kuss)
Wir haben vieles gemeinsam. Er liebt Kinder auch.
Meine Mutter hat auch zugestimmt.
- Willst du behaupten... - Verschwinde.
Oh.
(John) Tja.
Oh, wie lieb von dir.
Du musst mitten in der Nacht aufgestanden sein,
um alle Ballons aufzublasen.
- (John lacht) - Ach, John.
Im Krankenhaus hast du mich auch täglich besucht.
Ach, ich liebe dich.
Ich liebe dich so.
Was suchst du hier noch?
Ich warte darauf, dass wir zu viert essen gehen.
Mr. und Mrs. John Cleves und Mr. und Mrs. Cass Henderson.
- Hast du schon ausgetrunken? - Ja, ich komme jetzt zur Olive.
- Warum bist du so nervös? - Ich bin ganz und gar nicht nervös.
Ich kann Warten nicht ausstehen. Wenn sie nicht um 20 Uhr hier sind...
...dann...
Sie kommen.
- Da seid ihr ja. - Wie hübsch Sie aussehen.
- Vielen Dank. - Ich meinte Ellen.
Oh, daheim findet man mich schön.
Ich nehme an, die Herren kennen sich?
- Ja, freut mich. - Mich auch.
Ellen, das ist mein Mann.
- Sehr erfreut, Mr. Cleves. - Sehr erfreut, Mrs. Henderson.
Mrs. Henderson, Mr. Cleves? Das ist doch dummes Zeug.
Ellen, John. John, Ellen.
- Es ist mir ein Vergnügen, Ellen. - Es ist mir ein Vergnügen, John.
Wollen Sie sich hierher setzen, Ellen?
(John) So.
Sie sitzen da, neben Mrs. Cleves.
Ich sitze sonst immer neben meiner Frau.
- In New York nicht. - Darüber gibt's keine Vorschriften.
Guten Abend, Ihre Bestellung bitte.
Einen Aperitif, Ellen?
Vorläufig nichts, vielen Dank.
Ich habe heute schon ziemlich viel Champagner getrunken.
Woher kenne ich nur Ihre Stimme?
- Weißt du es nicht, John? - Nein. Was trinkst du?
Ich nehme einen Whiskey Sour.
Das würde dir nicht bekommen. Einen Martini für Mrs. Cleves.
Henderson?
Nennen Sie mich Cass. Einen Daiquiri.
Das ist das Schlimmste bei diesem Luftdruck.
Ich nehme einen Jack Daniels und Sie auch. 2 Jack Daniels pur.
- So ein Tyrann. - Vielen Dank.
Felix und ich haben Stoffe ausgesucht. Sie werden sich wundern.
Mrs. Cleves, ich fürchte, ich muss Sie jetzt sehr enttäuschen.
Beachten Sie doch bitte den wundervollen Rundblick.
Deshalb wollte ich ja mit Ihnen her. Man sieht rundherum die Stadt.
Fremde sind immer entzückt. John, mach mit Ellen einen Rundgang.
Ich gehe mit Cass.
Da sieht man doch nur Lichter.
Mach mit, John. Cass und Ellen haben so was sicher noch nie gesehen.
Beinahe hätte ich was vergessen.
Von uns. Sie dürfen es umtauschen. Cartier ist sehr entgegenkommend.
(stammelt) Es gefällt mir sicher. Vielen Dank, Mrs. Cleves.
Es ist auch von John, nicht nur von mir.
- Danke, John. - Hm.
Ich wollte, dass Sie diesen Tag niemals vergessen.
(Cass) Dann viel Spaß.
So ein Mist. Warum muss sie mir was schenken?
Ich wollte ihr die Meinung sagen.
Eine silberne Pillendose. So was hab ich mir immer gewünscht.
Komm jetzt, wir müssen uns umsehen, sonst wird sie noch argwöhnisch.
2 Menschen haben mir was geschenkt, du und deine Frau.
Komm.
Da liegt New Jersey. Da ist die George-Washington-Brücke.
Ist es nicht schön hier?
Die Pillendose hat mich geschafft. Ich gebe dir den Laufpass.
Jetzt, wo ich sie kenne, schäme ich mich so.
Tu bitte so, als ob du die Aussicht bewunderst.
Ich finde bestimmt irgendwo einen Mann.
Ich werde viele Kinder haben.
Nächstes Jahr ist der Schrank wieder voller Luftballons.
Heute Abend habe ich die Kraft, Schluss zu machen.
(stammelt) Sieh nur, Radio City.
- Wie gefällt's Ellen? - Sie ist begeistert.
Komm doch. Was ist denn los mit dir? Wo willst du hin?
Ich will nirgendwohin. Ich will nur Schluss mit dir machen.
Du willst die Wohnung behalten?
Das ist mein Zuhause. Das war es schon vor unserer Zeit.
Am Montag holen Felix und Dorothy die Möbel ab.
Aber sie kriegt dich doch zurück.
Sie weiß doch nichts davon.
Du musst es ihr sagen. Ich möchte die Wohnung zurückhaben.
Das ist alles. Sonst will ich nichts.
Aber... Warte. Lauf doch nicht einfach weg.
Ich komme heute Abend zu dir...
Heute ist nicht Mittwoch. Ich will auch nicht.
Ich werde Dorothy los, und du schiebst den Kerl ab.
Komm, du musst es tragen. Dorothy fällt alles auf.
(Dorothy) Sehr hübsch, aber die Krone ist die George-Washington-Brücke.
(Cass) Dieser Abend ist wundervoll.
(allgemeine Überraschung)
- (Cass) Die ganze Stadt ist dunkel. - (John) Wie vor einem Jahr.
(Dorothy) Vielleicht wird das jetzt ein festes Ereignis.
(Dorothy) Die Ehe ist immer ein Kompromiss.
Ich liebe helle Farben. John gehen sie auf die Nerven.
Also trage ich was Dunkles. Kompromiss.
- Wo ist da der Kompromiss? - Nachgeben ist für ihn ein Kompromiss.
(Ellen) Oh.
(Cass) Ein paar Worte zu Ihrer Frau und ich könnte Sie fertig machen.
(John) Hören Sie doch auf, mir zu drohen.
(Cass) Ich hab nichts zu verlieren.
(John) Sie wollen gerne mitmischen, aber der Mut fehlt ihnen dazu.
(Dorothy) John, unsere Kerzen sind ausgegangen.
Bleiben Sie, wo Sie sind. Ich komme sofort zu Ihnen.
- (Cass zögert) Mrs. Cleves? - Ja?
- Seien Sie vorsichtig. - Aber natürlich.
(Autos hupen)
- John, ist der Klappsitz bequem? - (John brummt)
1-mal brummen heißt ja, 2-mal brummen nein.
John springt manchmal ein Wirbel raus.
In seinem Alter fehlt einem ja immer was.
Sprich bitte über was anderes.
(seufzt) Spielen wir doch etwas. Wer weiß, wie lang das noch dauert.
Na, großartig.
Sie haben Geburtstag. Sie dürfen wählen. Was wollen wir spielen?
Ich weiß nicht, was man im Auto spielen soll.
Was mit Streichhölzern. Hast du welche?
- Keine Lust. - Es ist dein Lieblingsspiel.
Donnerstags nicht.
- Dann das Buchstabenspiel. - Ich will aber nichts spielen.
Sei doch lieb. Du darfst auch anfangen.
Na gut, meinetwegen. Aber nur eine Runde.
- X. - Y. Nun kommen Sie.
- Z. - X-Y-Z? Da muss ich aufgeben.
Z kommt nach Y, ist das falsch?
John nimmt immer X. Das Wort sollte "Xylophon" sein, oder?
Das nimmt er meistens. Ellen, Sie haben verloren.
Ich habe mich dumm angestellt.
Warum probieren wir nicht was anderes?
Jeder findet ein Wort, das mit dem Endbuchstaben des vorigen anfängt.
- Ich kann's nicht ausstehen. - Aber wir haben's noch nie gespielt.
Ist gut. Aber nur einmal rum, nicht mehr.
Ich fange an.
- Mistvieh. - Hafen.
- Nebel. - Liebling.
- Gladiole. - Gladiole? (zögert) Esau.
Du bist raus. Das ist kein sachlicher Begriff.
- Das ist aus der Bibel. - Ja, aber Namen sind nicht erlaubt.
- Ich fange an. - Wieso fangen Sie immer an?
Ja, wenn man's ihm einmal erlaubt, glaubt er, er hat ein Dauerrecht.
- Donnerstag. - Ehm... Oh, ich bin ja ausgeschieden.
- Gelb. - Sehr guter Einfall, Liebling.
- Berufskiller. - Reisegepäckversicherung.
- Gelb. - Dasselbe Wort. Sie scheiden aus.
Ich fange an.
Es spielen nur noch wir beide?
- Ah. - Geschäftemacher.
- Rechtsverdreher. - Aus. Es heißt Rechtsbeuger.
- Im Lexikon steht... - Es ist falsch. Ich habe gewonnen.
Unter solchen Umständen sollte man nett sein.
Ja, du hast völlig Recht.
Also gut, ich fange an.
Zamada.
Das erkenne ich nicht an. So ein Wort gibt es nicht.
Arabisch für "Willkommener Gast". Ich habe gewonnen.
- Das ist Arabisch? - Wer spricht Arabisch?
- John, also wirklich. - Hier spricht niemand Arabisch?
(überheblich) Dann habe ich gewonnen.
Vielleicht lässt man Ihnen so etwas in Ihrem piekfeinen Club durchgehen.
In unserem Sportclub flögen Sie raus.
Soll das heißen...
Ich dachte, das war deutlich. Aber ich liefere gern Kommas nach.
Nur ein Komma, dann gebe ich den Punkt dazu.
- Nicht, John. - (Ellen stammelt)
Das spielen wir oft zu Hause in Acron. (stammelt)
Sie wissen doch sicher auch, wie man das macht.
Sie sind großartig. So nett und klug.
Das ist lustig. Und was kommt nun?
Man schnipst, sagt ein Wort und wendet sich dem Nächsten zu.
Und dann kommt der dran.
Er muss ein Wort sagen, das sich auf Ihr Wort bezieht.
Kommt man aus dem Takt, scheidet man aus.
Ich will's versuchen, aber Sie werden besser sein.
Ach nein, ich erinnere mich gar nicht an das Spiel.
- Ich kenn's aus der Schule. - Versuchen wir's. Fängst du an, John?
Keine Lust.
- Du musst nicht. Wer fängt an? - Sie selbst.
Ich versuch's.
Können wir beginnen?
- Mann. - Frau.
- Bruder. - Schwester.
- Krank. - Operieren.
- (Dorothy) Äther. - (Cass) Geruch.
- (Ellen) Schlecht. - (Dorothy) Gut.
- Verdorben. - Ei.
- Ich war nicht mehr im Takt. - (lacht) Wundervoll. Jetzt richtig.
Ich fange an. (räuspert sich)
- Spät. - Nacht.
- Polizei. - Gauner.
- Mann. - Lügner.
- Ausreden. - Ehemann.
Verreisen.
Geliebte.
Verheiratet.
- Schuldig. - Erpressermanieren.
- Geheimnis. - Laufpass.
(Cass) Liebe.
- Sex. - Spaß.
Vorüber.
- Nein. - Doch.
- Wieso? - Ja, wieso denn?
- Spielen wir eigentlich noch? - Aber natürlich.
Der Verkehr kommt wieder in Gang.
Wir brauchen nicht mehr zu spielen.
(Wagen startet)
Kein Spiel hat mich je so aufgeregt.
Ach, (seufzt) ich bin ja so müde.
Und ich... Cass, ich möchte jetzt lieber allein sein. Bitte.
Ich fühle mich für dich verantwortlich.
- Dummes Zeug. - Ja, es ist dein Leben.
Du musst das wissen. Ich muss die Katastrophe abwenden.
- Wieso denn? - Weil wir Freunde sind. Ich mag dich.
Freunde ist ein falsches Wort.
Immerhin wären wir fast zum Standesamt gegangen.
Du bist reizend, aber ich werde schon allein damit fertig.
Oh, Ellen. Nicht bei diesem Kerl. Das kannst du mir glauben.
Mit ihm können wir nicht spielen, wir halten die Regeln ein.
Cleves aber macht sich seine eigenen.
Wir haben Licht. Cleves hat sich wohl beim Bürgermeister beschwert?
Diesmal dauerte es nur 4,5 Stunden. Das ist ein Fortschritt.
Sie ist wirklich bezaubernd.
- Wer? - Ellen. Mrs. Henderson.
Seltsamen Geschmack hat sie. Diese Handschuhe und das Halsband.
Das Halsband war unmöglich.
- Es ist gleich 1:30 Uhr. - Schon?
Und bis wir in Short Hills und im Bett sind...(gähnt)
...muss ich schon wieder aufstehen und zurückfahren.
Worauf willst du hinaus?
Am besten, ich übernachte im Club.
Dann schlafe ich wenigstens noch ein paar Stunden.
Auch wenn er in Newsweek ein Adler genannt wurde...
Ich weiß, ich bin keiner.
Du bist wirklich keiner, aber die sind auch selten.
Ich will auch gar keiner sein.
Ich mag Menschen, die lieben können und nach dem Gesetz leben.
Er ist doch kein Verbrecher.
- Er hat nur einen guten Anwalt. - Für dich ist er ein Unmensch.
- Er ist ein Mensch mit Gefühlen. - (Cass lacht)
Und er kann auch lieben.
- Er liebt mich. - Denkst du.
Du verstehst nichts von Liebe.
Ich bin voll von Liebe und warte nur, dass mir die Richtige begegnet.
Dazu gehören nämlich 2.
Er nimmt nur, ohne dir jemals etwas zu geben.
Brillanthalsbänder meine ich nicht.
Bitte, Cass, lass mich jetzt in Ruhe.
- John kommt wieder. - Das darf nicht wahr sein.
Diese Verschwendung. So was Hübsches für einen Halunken.
Du sagst, du liebst Kinder, aber du tust nichts dafür.
Diese Wohnung ist wie ein Vogelnest ohne Männchen.
Du hast in deinem Nest keinen Adler, sondern einen alten Kuckuck.
Bis auf mittwochs hockt er in seinem eigenen Nest
- ...und klopft seiner Frau auf den Po. - Das tut er nie.
Im Restaurant hab ich's gesehen und dann geht er in fremde Nester.
Hast du zum Brüten nur ein Ei? Bleib sitzen.
Schatz, sieh es doch ein.
Du wirst nie gewinnen, wenn du mit ihm spielst.
Aber ich weiß, warum du an ihm hängst.
Du bist wie ein Kind und willst das, was du nicht haben kannst.
(pustet erschöpft)
- Ellen. - (Cass) Wir sind hier.
- Oh, Sie sind immer noch da. - Ja, ich sage Ihnen was.
Sparen Sie es sich. Ich werde Ihre Wünsche erfüllen.
Ihre Firma wird auch zukünftig mit Ihnen als Direktor arbeiten.
Sie bekommen das, wonach Sie gejammert haben.
- Ja aber, wieso denn? - Damit Sie sich hier rausscheren.
Wer weiß, ob Sie Wort halten. Das will ich schriftlich.
Cass, er hält, was er verspricht.
Weil du ihn dazu bringst?
Ich scherze in solchen Dingen nicht. Gehen Sie. Sie sind hier überflüssig.
Bitte. Ich will nicht überflüssig sein.
Cass?
Ach, Cass.
- Was ich dir vorhin gesagt habe... - ...war alles unrichtig.
Auch wenn du das Spiel gewinnst, wirst du verlieren.
Der Herausforderer wurde in der 9. Runde durch K.o. besiegt.
Vielleicht wirst du es nicht sofort verstehen, aber...
Ich finde, er verdient deinen Spott nicht.
- He, John. John. - Was?
Hast du es wirklich getan?
- Was? - Auf Dorothys Po geklopft.
- Cass hat es gesagt. - Ist der Kerl Geheimpolizist?
Schön, vielleicht hab ich's getan.
Wenn man 20 Jahre mit einer Frau verheiratet ist,
ist das so eine Art Reflexbewegung.
- Das hätte ich mir nie träumen lassen. - Du hast nie danach gefragt.
Ob du mit deiner Frau schläfst? Gehört das zu Bettgeflüster?
- Es passiert wirklich nicht oft. - Aber es passiert. Ich bin entsetzt.
Es ist unmöglich, mit einer Frau zu schlafen, wenn du eine andere liebst.
- Weißt du... - Wohl nicht.
- Es ist wegen der Kinder. - Wieso? Gucken die zu?
Wegen der Kinder sind Dorothy und ich noch verheiratet.
- Warum schläfst du noch mit ihr? - Wenn ich's nicht tun würde,
wäre es nicht gut für die Entwicklung der Kinder.
- Müssen wir darüber sprechen? - Ja.
Ich bin doch bei dir, bei der begehrenswertesten Frau der Welt.
Ich mag dich nicht mehr.
Was du ihr antust, ist ekelhaft.
Du beleidigst sie, und ich mache auch noch mit.
Da sie keine Ahnung davon hat, kann sie auch nicht beleidigt sein.
Ach, Ellen. Hör zu.
Ist Dorothy glücklich oder nicht?
- Ich...(zögert) - Denk nach. Wir beleidigen sie nicht.
Im Gegenteil. Durch dich bin ich ein glücklicher Ehemann für Dorothy.
- Wir helfen ihr sogar. - Ach, wirklich?
Natürlich. Wenn ich dich nicht hätte, wäre sie furchtbar zu bedauern.
Ich will sie nicht beleidigen, aber auch nicht ihr helfen.
Sie ist nett, aber immer noch deine Frau.
Ach, meine Süße.
Liebling, ich bin wieder da.
- Was wollen Sie schon wieder? - Seid still. Ich selbst habe Schuld...
Kommen Sie rein. Du bist schuldlos. Ich hab angefangen.
- Wollen Sie mich erpressen? - (flüstert) Nein, Ihre Frau kommt.
(erschrickt)
(seufzt)
(erfreut) Dorothy. Das ist aber nett, dass du...
Sprechen Sie mir nach: "Mrs. John Cleves, Moment bitte.
Sie werden aus Chicago verlangt."
(beschwingte Musik)
- Guten Morgen, Miss Gordon. - Guten Morgen.
Ach so, ich...
Ich ziehe nächste Woche aus und wollte die Milch abbestellen.
Wissen Sie, ich will nämlich heiraten.
- Gratuliere, auch wenn's mir Leid tut. - Danke schön.
Ach, Miss Gordon...
- Ich möchte Sie gern was fragen. - Fragen Sie.
Ich beliefere Sie, solange Sie hier wohnen.
Sie bekamen immer eine Flasche Milch.
Vor 2 Jahren haben Sie umbestellt.
Immer am Donnerstagmorgen
musste ich eine Flasche Milch und Sahne liefern.
Darüber habe ich mich gewundert.
Aha.
Und letzte Woche musste ich jeden Morgen Milch und Sahne bringen.
- Da haben Sie sich auch gewundert? - Ja, Miss Gordon.
Aha.
- Nehmen Sie mir die Frage übel? - Nein, absolut nicht.
Wenn Sie mir nicht übel nehmen, dass ich nicht antworte.
Hm.
Ach übrigens, John, ich war gestern noch beim Frauenarzt.
Er meint, ich sei prachtvoll gebaut.
- Reizend. - Ich kann pro Jahr ein Baby kriegen.
Und ich würde von den Geburten kaum was merken.
Ich bin gebaut wie eine chinesische Bäuerin.
Ich finde das herrlich.
(John blättert weiter)
Ach, Baby...
Pack doch bitte weiter,
damit wir fertig sind, wenn der Möbelwagen kommt.
- Die Blumen auch? - Nein, das musst du nicht machen.
Dann macht es jemand anderes. Das wird das Direktionsapartment.
Da muss dieser Kitsch natürlich raus.
Du hältst meine Blumen für Kitsch?
Früher habe ich nie darüber nachgedacht.
- John? - Ja.
- Liebst du mich noch? - Aber selbstverständlich.
Ich beweise es dir. Wir essen heute Abend in der Stadt.
(enttäuscht) Was ich koche, magst du nicht.
Sag doch so etwas nicht.
Zum Beispiel dieser Spaghettiauflauf
mit Käse überbacken und pochiertem Ei war prachtvoll.
- Du hast nicht mal davon probiert. - Ja, geschäftlich läuft es nicht so.
Und diese ewigen Kreuzschmerzen. Aber ich muss dennoch ins Büro.
Du hast ja wieder keine Schuhe an.
Ich trag sie nur, wenn's unbedingt sein muss.
Das bemerke ich erst jetzt.
Du warst ja nie viel da.
- Stimmt. Bis heute Abend. - Ja, John.
(beschwingte Musik)
Ich möchte Sie alle der neuen Herrin vorstellen.
(weint)
Cathleen, Sie wollten doch tapfer sein.
Ja, Madam.
Darf ich Ihnen den Mantel abnehmen?
- Sehr freundlich. - So ist es besser.
Das ist Cathleen, das Mädchen für die Wohnzimmer.
Ihre Gehilfin Lillian.
Mrs. Jennings, unsere Haushälterin.
- Jennings kennen Sie ja schon. - Sehr nett, Sie wiederzusehen.
Mrs. Jennings ist unentbehrlich.
Sie weiß, was John zu essen wünscht, wenn Gäste da sind.
Johns Geschäftsfreunde kommen mit ihren Frauen 3-mal pro Woche.
Mittwochs hat das Personal frei, weil John nicht da ist.
Geschäftsreise.
Das ist Sandra, das Mädchen für die Schlafzimmer.
Und Charles...(stutzt)
- Charles, was tun Sie eigentlich? - Ach, alles, was anfällt.
Ganz recht. Und was fällt in einem so großen Haus nicht alles an.
Das ist Ingrid, sie sorgt für Eric, den Gärtner. Er ist ihr Mann.
All unsere Freunde beneiden uns um unseren Gärtner.
Er ist berühmt für seine Riesenlöwenmäuler.
Freut mich. Ich habe künstliche Löwenmäuler zu Hause.
Ich finde es furchtbar, wenn Blumen welken.
Jetzt wollen Sie sicher die Schlafzimmer sehen.
- (Ellen) Ihr Anruf kam überraschend. - (Dorothy) Fand ich hinterher auch.
(Ellen) Aber Sie haben Recht. Warum sollen wir nicht Freunde sein?
Die Kunstblumen zu erwähnen, war falsch. Eric ist da empfindlich.
Einen so guten Gärtner findet man nie wieder.
Die Letzte, die Glück mit dem Gärtner hatte, war Lady Chatterley.
(seufzt)
Das ist mein Zimmer.
(Ellen ist überrascht)
Wundervoller Raum.
John hat sein eigenes Schlafzimmer, aber das war stets das Hauptquartier.
Ich hoffe, Sie übernehmen diese Gewohnheit.
Ich war etwas nervös wegen der Kinder. Hoffentlich mögen sie mich.
Sie mögen alles, was hübsch ist. Selbst giftige Schlangen.
- Ich wollte damit nicht sagen... - Natürlich nicht.
- Wann kommen sie aus der Schule? - Mitte Juni.
- Nach dem Examen. - Nach dem Examen?
Ich dachte, sie wären in der Grundschule.
Hat John denn niemals etwas von ihnen erzählt?
Johnny ist schon in Harvard und Debbie in Brinmore, so wie ich.
(verstört) Ach so, wissen Sie...
Ich wusste nicht... Ich hab geglaubt, sie wären jünger.
Ungefähr... etwa so. Viel jünger.
Johnny ist größer als sein Daddy und Debbie will sich dauernd verloben.
- Kind, was haben Sie? - (stammelt) Nun...
Die Dienstboten, die 27 Zimmer, der Weinkeller und so.
Ich wusste nicht, dass ich so verheiratet sein würde.
Mit John kann man nur so verheiratet sein.
Gibt es wirklich 27 Zimmer?
Hm. Dazu kommen noch die Gästezimmer...
Wir zählen einfach mal.
(seufzt) Wenn der Zug pünktlich ist, fahre ich noch zu Maximilian.
War es nicht lieb von John, mir zum Abschied den Zobel zu schenken?
- Mrs. Cleves, Sie könnten... - Dorothy.
Wo werden Sie wohnen?
Ich werde etwas in der Welt umherfahren.
Sonst brauche ich nur ein Zimmer, um meine Sachen aufzuhängen.
Warum nehmen Sie nicht meine Wohnung?
Die jetzige Inhaberin zieht ja um.
- Und da sie der Firma gehört... - ...kann man die Kosten absetzen.
- Ich sehe sie mir vorher noch mal an. - Jederzeit, warum nicht noch heute?
Mal sehen. Da ist die Anprobe. Die Einladung ist erst abends.
Ich nehme mir ein Hotelzimmer, um zu baden und mich umzuziehen.
Nutzen Sie das Apartment, ich bin nicht vor 18:00 Uhr zu Hause.
- Darf ich wirklich? - Ja, es gibt Frottiertücher...
- ...und sogar Schaumbad. - Das ist wirklich lieb.
Es ist umständlich, zum Baden ein Hotelzimmer zu nehmen.
Schaumbäder habe ich so gern.
(Wasser plätschert)
(Tür knallt) Ellen?
Ellen?
Oh, John.
- Was tust du denn hier? - Wie du siehst, bade ich.
Ellen hat mich eingeladen. Wieso bist du schon da?
Ich muss leider noch heute nach Milwaukee, geschäftlich.
"Hallo, Miss Ellen Gordon? Sie werden aus Milwaukee verlangt."
Machst du's mit ihr schon genauso?
Nein, es ist wirklich eine Geschäftsreise.
Glaub mir.
Nimmst du einen guten Rat an?
Gib nicht den Wetterbericht an. Sie ist sicher nicht so dumm wie ich.
Und nun verschwinde, bitte.
Ich möchte jetzt aus der Wanne.
Na und? (lacht) In den 20 Ehejahren
habe ich dich 1000-mal aus der Wanne kommen sehen.
Aber per Gesetz hast du nicht mal das Recht, mir dabei zuzusehen.
Mach mal 'nen Punkt. Du willst es doch nicht so genau nehmen?
Doch, ich nehme es so genau, Schätzchen.
So? (seufzt)
Na ja.
(Tür rüttelt)
- Verdammt, verdammt! - (Dorothy) Was ist denn los?
Verdammter Aufsatzsicherheitsknopf. Immer schließe ich mich damit ein.
Rüttle so viel du willst. Du bekommst sie nicht auf.
Ellen kommt nicht vor 18:00 Uhr.
(stöhnt) Auch das noch.
Irgendjemand sagte mal den schönen Satz:
"Man muss versuchen, immer das Beste daraus zu machen."
Und jetzt dreh dich bitte um.
Wozu denn? Du kannst nicht weg. Du bist eingeschlossen.
Aber wenn jemand aufschließt, möchte ich angezogen sein.
Hi.
Cass. (juchzt)
- Ich dachte, wir sehen uns nie wieder. - Bei dir machte niemand auf.
Woher wusstest du, wo ich bin?
Du bist immer hier, wenn du unglücklich bist.
Ich bin nicht unglücklich, ich bin überglücklich.
Dorothy fährt morgen nach Reno, ich wohne in einem 27-Zimmer-Haus.
Ich bin eben überglücklich.
(zögert) Dann bin ich auch überglücklich.
Ist es schon spät?
- Es ist kurz nach 18:00 Uhr. - Wollen wir zu Hause was trinken?
- Immer noch Champagner? - (lacht) Ja.
- Ist aber nur noch ein Rest. - Wird schon schmecken.
Diese Woche haben wir nur zu Hause gegessen.
John findet, dass ich hervorragend koche.
Es ist so wundervoll, immer zusammen zu sein.
Ich bin so froh, dass die Heimlichtuerei vorbei ist.
(John rüttelt an der Tür)
(Dorothy seufzt)
Die Scheidungspapiere sind zur Unterschrift fertig?
(stöhnt) Bist du dir klar darüber, wie mich das mitnimmt?
Dieser Termin bei Mitchell am Freitag, wir als gegnerische Parteien.
Die indiskreten Juristenfragen, das Ende eines gemeinsamen Lebens.
Ja, das stimmt.
Als es um die Grabstätte ging, sah ich uns dort nebeneinander liegen.
Du und ich, Johnny und Debbie.
Klingt wie eine Schiffskabine, dabei ist es sehr ernst.
Das weiß ich.
Das Ganze ist für mich kein schöner Gedanke.
Meine ganze Familie liegt zusammen im Familiengrab.
Und ich werde mutterseelenallein verscharrt.
Wieso? Du bist doch mit Ellen zusammen.
Ellen will sicher mit ihren Verwandten begraben werden.
Lad sie zu uns ein. Dann liegen wir alle zusammen.
Sehr aufmerksam.
Aber ich denke, wir sollten nichts überstürzen.
Versuchen wir erst eine Trennung. Ich wäre frei, du wärst frei.
Trotzdem könnten wir eine gemeinsame Steuererklärung machen.
Nein, mach eine Erklärung mit Ellen.
Oh, nein.
Ich setz es sofort als Punkt 1 auf meinen Kalender.
Du weißt doch, unsere Kalender sind schon voll genug.
(John seufzt)
Ich... ich hole sofort den Champagner.
Entschuldige. Gib mal den Mantel.
(Tür knallt, Gläser klirren)
- Gehört die Brille dir? - Ja.
(lacht) Und du kannst damit besser sehen?
Viel besser. Sehe ich nicht aus wie eine Ehefrau?
Ach so, ja. Das gebe ich zu. (seufzt)
Sieht schon nach Umzug aus.
Die Wohnung soll nun wirklich das Direktionsapartment werden.
Und bis zur Heirat werde ich eben in ein Hotel ziehen.
- Ach so. Bist du darüber glücklich? - Ach, mehr als du glauben wirst.
Ich hab schon geglaubt, ich hätte mir die Blumen nur eingebildet.
Aber es gibt sie wirklich.
Damit es bei dir blüht,
hast du Kunstblumen im Laden gekauft?
Cass? Findest du meine Blumen kitschig?
Was heißt kitschig?
Ja, ich weiß auch nicht. (zögert) Eben kitschig.
Ellen, du bist entzückend.
So jung, so sauber, und die Brille steht dir großartig.
Das ist nur, weil ich so glücklich bin.
Ich bin glücklich, weil du glücklich bist.
(verkrampft) Ich bin noch niemals so glücklich gewesen.
Dachte nicht, (weint) dass man so glücklich sein kann.
Was ist denn mit dir los?
Sein Rücken tut ihm weh und geschäftlich läuft es nicht so.
Hat er geschäftliche Sorgen? Das freut mich.
Aber früher kam ich vor allem anderen. (weint lauter)
Und jetzt denke ich manchmal, er mag mich nicht mehr.
Von bestimmten Dingen will er gar nichts mehr wissen.
Früher sind wir die ganze Nacht wach gewesen.
- Rede in Ruhe mit ihm. - Hab ich ja.
Er hat gesagt, früher war's nur 1-mal pro Woche.
Und den nächsten Tag wäre er dann nie zu gebrauchen.
(schluchzt) Und jetzt hab ich nicht mal mehr die eine Nacht.
Sex ist ja schön und gut. Aber man kann nun mal nicht immer.
- Dazu muss ein Mann in der Laune sein. - "Laune?"
Er hat immer schlechte Laune.
Er hockt bedrückt hier herum und spricht kein Wort mit mir.
Er kommt heim, isst schnell und packt seine Akten aus.
Nach 'ner Stunde geht er schlafen.
Bevor ich gute Nacht sage, schnarcht er schon.
- Du wusstest doch, dass er schnarcht. - Woher? Er hat doch nie geschlafen.
Es ist eine Umstellung für ihn.
Zum Beispiel sein Gehabe mit den Zeitungen.
- Was hat das denn damit zu tun? - Weißt du...
Er hatte bestimmte Gewohnheiten.
Er las die Zeitung immer im Zug nach New York.
Jetzt fährt er nicht mehr Zug und weiß nicht, wann er sie lesen soll.
Gestern ist er wütend geworden, weil Nagellack von mir drauf war.
Dabei war der Handelsteil doch noch ziemlich leserlich.
- (schluchzt) - (Cass) Nein.
Ich hasse das große Haus. Aber er will kein kleines.
Wenn ich von Kindern anfange, wird er ganz eisig.
Und als der Arzt meinte, ich wäre gebärfreudig gebaut,
war er peinlich berührt.
Er begreift nicht, wie wichtig ein gebärfreudiges Becken ist.
Nein, Liebling. Das begreift er nicht.
Ich konnte mit keinem reden.
Ruhig. Nicht mehr weinen.
- Schön, dass du mein Freund bist. - Finde ich auch, Schatz.
- Ich fühle mich so wohl bei dir. - Das ist auch gut so.
Wodurch wurde Ellen aufgehalten? Sie wollte gegen 18:00 Uhr hier sein.
- Für Zeit hat sie keinen Sinn. - (kreischt)
- Cass, ich liebe John. - John, wir stehen vor der Scheidung.
Er ist der Falsche für dich.
Er ist schon der Richtige, nur im Moment ist er etwas...
Du bist ja ganz aus dem Häuschen.
...aus dem Häuschen. Danke, dass du so lieb zugehört hast.
- "Lieb zugehört?" - Ja, lieb zugehört.
Verzeih, die Nerven müssen plötzlich mit mir durchgegangen sein.
Wir wollen es beide vergessen. (seufzt)
- Wieso bist du in New York? - Wegen dir.
Ich denke ständig an Kunstblumen und Luftballons.
- Fang nicht davon an. - Vielleicht bin ich auch der Falsche.
Bitte hör auf.
Schon gut, John Cleves hat etwas.
Das gebe ich ja zu.
Er ist charmant, anziehend, besonders intelligent, sehr amüsant.
Aber du hast diese Eigenschaften auch.
Du bist darüber hinaus liebenswert.
Ach, Schatz. Sicher würden 1 000 Männer auf der Welt dich gern lieben.
Ich bin nur einer davon.
Ich bin nicht sehr klug und auch nicht sehr erfolgreich.
Aber ich bin ein Mann,
der froh wäre, wenn er dich lieben und immer für dich sorgen dürfte.
Das ist mehr als bei John Cleves.
Mit ihm brauchst du kein Baby, er ist selbst eins.
Er ist wirklich wie ein Junge, deshalb liebe ich ihn.
Und er liebt mich auch.
Wenn er's aber nicht tut?
Wie wär's mit uns?
Wenn du mich brauchst, ich bin im Commodore.
Ich muss jetzt zu deinem Mann ins Büro.
- Er ist noch nicht mein Mann. - Dann eben dein Bräutigam.
Hast du nie gemerkt, dass du rosarote Gläser drin hast?
(Ellen schreit auf)
Hotel? Hotel?
- Commodore? - (John hastig) Ellen. Ellen!
Ich bin froh, dass dein Rücken nicht mehr weh tut.
Wir waren eingeschlossen.
Kein Radio, kein Fernsehen, nichts, um uns die Zeit zu vertreiben.
Was machen denn Klein-Johnny und Klein-Debbie?
Sie dürften als Studenten konkurrenzlos sein,
wenn sie so brav in ihren Bettchen liegen.
Sie sind sehr frühreif, die beiden. Hör doch zu.
Ich will kein Haus mit 27 Zimmern und...
...und keinen Mann, der mich mit seiner Frau betrügt.
Jetzt muss ich mich entschuldigen.
Danke für die Badewanne.
Wenn's nur das wäre.
So was ist auch Vertrauenssache. Bye.
- Dorothy! - Bye.
Ellen.
- John? - Ja, Liebes?
Es war eine wundervolle Zeit mit dir. Ich möchte dir dafür danken.
War mir ein Vergnügen.
Dorothy, du kannst doch nicht einfach so davonlaufen.
Es ist schwer für eine Frau, bei dir nicht schwach zu werden.
Aber als Ehemann bist du unbegabt.
Wir könnten ab und zu zusammen essen.
Entzückende Idee, ganz im Ernst.
Wenn du mal in der Stadt bist und dich amüsieren willst, ruf an.
Zum Beispiel jeden Mittwoch.
Hm.
Richten Sie Mr. Henderson bitte etwas aus.
Cass Henderson.
Ich brauche nie wieder Luftballons. (genervt) Jawohl, Luftballons.
Die Dame wünscht Luftballons?
Dachtest du, ich gebe auf? Niemals!
- Hier, Luftballons. - (sie juchzt)
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