All language subtitles for Prinzessin macht blau (2004)

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Original subtitles

So unauffällig wie möglich.

Yesterday was blue day.

Today I'm a part of you, dear.

Eure Königliche Hoheit, liebe Prinzessin Sophia, die Bundesrepublik Deutschland

fühlt sich geehrt, dass Sie heute an Ihrem Geburtstag den Weg ins schöne

Berlin gefunden haben.

Der Bundespräsident.

Ich danke Ihnen vielmals und dem Herrn Bundespräsidenten natürlich auch.

Olaf.

Was?

Wo geht's hin?

Berlin.

Wir machen hier Urlaub.

Die übliche Touri-Tour?

Freitag, Brandenburger Tor, Alex.

Keine Pläne, keine Verpflichtung.

Einfach frei.

Tja, dann wünsche ich noch viel Spaß im nasskalten Berlin.

Danke.

Und so hat jede Generation nicht nur ihre eigene Mode, sondern auch ihr

eigenes Sozial- und Intimverhalten.

Setzten unsere Eltern noch auf freie Liebe und Kommune, geht der Trend heute

wieder zu Zweisamkeiten und festen Partnerschaften.

Doch ob Minirock oder Baggyjeans, ob Schlaghose oder Hürde, Eine beruhigende

Erfahrung eint die Generation.

Die Liebe lebt.

Und?

Die Liebe lebt.

Ja, das stammt eigentlich nicht von mir.

Der Soziologe, den ich interviewt habe... Intimverhalten der Jugendlichen.

Ja, genau.

Der Beitrag fliegt raus.

Was? Warum?

Christ, du solltest einen Beitrag über Sex unter Teenagern machen und nicht

über das Intimverhalten von Jugendlichen.

Wo ist der Unterschied?

Was ist der Unterschied?

Intimverhalten ist Tür zu, Licht aus und Gebühren finanziert. Sex, Scheinwerfer

an, Klamotten runter und Kohle verdienen. Wen interessieren bitte ein

paar knutschende Teenies? Wen interessieren denn heute bitte noch ein

paar nackte Hintern?

Ich hab dir gleich gesagt, das interessiert keine Sau.

Ich bin mal ganz ehrlich.

Interessieren dich ein paar nackte Teenager, die sich mit ihren

schwitzenden Körpern in den Kissen wälzen?

Und?

Geht's dir besser?

Können wir? Zur Botschaft? Ja.

Warum zur Botschaft?

Wir haben es am Tag frei. Es weiß doch niemand, dass wir da sind.

Los, komm. Wir verschwenden nur Zeit.

Lass uns in die Stadt fahren.

Ich muss noch ein paar dringende Telefonate erledigen.

Aber doch nicht jetzt.

Zwei Stunden, dann habe ich alles erledigt, versprochen.

Das kann auch warten.

Zwei Stunden, keine Sekunde länger.

Der Rest des Tages ist dann absolut frei.

Keine Telefonate, keine Papiere, keine Empfänge. Bis Samstag.

Bewähre es, wenn du den Wagen nimmst und schon losfährst. Olofsson und Böklund

können dich begleiten. Die Staatssekretärin kann mich sicher in die

Botschaft fahren.

Gut.

Zwei Stunden, keine Sekunde länger.

Wie eure königliche Hoheit befiehlt.

Ich hab keine Lust weiter mit dir zu diskutieren, Chris.

Wir sind hier bei Channel Berlin und nicht bei irgendeinem Kulturkanal. Es

gibt viele Wege zur guten Quote. Richtig, aber wir machen nun mal

Boulevardfernsehen. Ja, man könnte es aber ja auch nur mit gutem Journalismus

probieren.

Guten Tag.

Guten Tag.

Ihre königliche Froheit.

Guten Tag.

Wann lasse ich umschauen?

Böglund? Was meinen Sie? Eure königliche Hoheit. Ich?

Geiles Teil, was?

Darf ich das anprobieren?

Bitte.

Eure Hoheit. Ich heiße Sophia.

Ab jetzt keine königliche Hoheit mehr. Wir sind inkognito unterwegs.

Ja? Sophia, ich...

Es ist mir wirklich leid, euer Vater würde nie im Leben akzeptieren, dass...

Ich kann das nicht machen.

Paps, ihr Papa lässt sich entschuldigen.

Er wurde aufgehalten und trifft eure königliche Hoheit.

Dich später in der Botschaft.

Ja, bitte.

Tag, Herr Kunze.

Betty, alles okay?

Ja, alles gut, soweit die Sendung für heute Abend steht. Ich muss den Beitrag

rausschmeißen, aber wir werden die Hauptstory verlängern. Herr Kunze?

Ja, ja, Kunze?

Ach ja, ja, ja, die Prinzessin von, von, von... Und der Taxifahrer war sich ganz

sicher?

Na gut, ich schicke halber.

Ich bin auch herzkrank.

Was mit Kielmann?

Der hat ein Interview mit Schröder?

Was für ein Schröder.

Ach so, ja.

Gibt es in diesem Scheiß-Sender keinen einzigen beschissenen Journalisten mehr?

Was mit ihm?

Ich weiß nicht.

Ich schicke sofort jemand.

Was stehen Sie noch hier rum? Kameramann und ab!

Eure königliche Hoheit Vogler, Dr. Vogler, ich bin der Direktor. Ich bin ja

so stolz, dass Sie, dass wir... Nennen Sie mich zu vier.

Wollen wir beginnen?

So, vier.

Ja, das sind unsere Orang-Utans. Das sind lustige Burschen, die Kinder lieben

sie sehr.

Ihr Zoo beteiligt sich in einer Studie über die Intelligenz und Psyche bei den

Tieren. Sind diese Tiere Teil der Untersuchung?

Ja, richtig.

Darf ich mal reingehen?

Nein.

Tja, natürlich.

Warum nicht?

Das ist schade.

Hey, die Kamera!

Liebe Zuschauer, wir sind hier von den Berliner Zonen und erwarten Sie zu

diesem Gebiet.

Das scheint ja ein echter Geheimtipp zu sein. Lass uns umdrehen. Da kommen wir

hier nicht rein.

Nein, warte mal.

Komm mal da um die Ecke.

Das machen Sie wirklich sehr gut, Sophia.

Normalerweise lässt unser Banjo ja nur andere Acken an sich ran.

Oh, ich hoffe, das war jetzt ein Kompliment.

Oh nein.

Ja.

Ich glaube, ihr Affen müssen auf die Toilette.

Das tut mir aber leid. Bestimmt die Aufregung. Er wird ja nicht jeden Tag

von einer Prinzessin gefüttert. Wir bringen ihn wieder in den Käfig.

Das macht nichts. Ich habe noch was zum Anziehen dabei.

Das haben wir leider nicht, Königliche Ruhe. Die Koffer sind noch in der

Limousine.

Wir waren doch einkaufen, Olaf. Wann Sie erinnern sich?

Das?

Ohat, Sie können sich hier in der Futterküche umziehen. Wir warten so

lange draußen.

Also tut mir leid.

Ich bin nicht schwindelfrei.

Wer sind Sie? Was machen Sie hier?

Ich werde die Polizei rufen.

Locker bleiben, ich tue dir ja nichts.

Wer bist denn du?

Ich arbeite hier.

Nackt.

So eine Art Animationsprogramm für unsere nächsten Verwandten.

Naja, hat mich jedenfalls sehr gefreut.

Wer ist denn der Typ da draußen?

Der Leibgott ist ihrer königlichen Hoheit.

Was, die ist hier im Affenhaus?

Soll ich dir helfen?

Ähm, sie... Du bist Journalist?

Ja, wenn man das Journalismus nennen kann.

Irgendwelchen Idioten nachzuspionieren, die sich für etwas Besseres halten als

ich. Die Fuchsjagd, Champagnersaufen und die Folter, die wir die Jahrhunderte

perfektioniert haben.

Eine Adlige, so wie diese Sophia von Dingsbums da.

Klemmend, hm?

Diese von Dingsbums haben die Folter 1482 abgeschafft. Nein.

Hast du schon mal Möbel zusammengebaut, die von da oben kommen?

Naja, jedenfalls sind die alle gleich. Kein Wunder.

Die bumsen ja auch nur untereinander.

Der Genpool des europäischen Hochadels ist wahrscheinlich nicht viel größer als

der von irgendeinem geklonten Hochlandschaf oder so.

Fertig.

Uh, schicker Fummel.

Fummel?

Wisst mich von dir oder so.

Fummel ist Teil.

Anziehsachen. Sieht gut aus.

Ich glaube, die von Dingsbums ist dort drüben.

Wirklich? Mhm.

Super, danke.

Kim.

Phil, das ist wirklich nett von dir.

Ich gebe heute Abend eine kleine Feier in meiner WG vielleicht.

Hast du ja Lust zu kommen.

Ja, gern.

Eine Party?

Also ich meine, eine ganz normale Party?

Danke, Chris.

Kein Problem.

Ich komme gern.

Kim.

Na dann.

Chris.

Keine Angst, unser Hochlandschäfchen wird mir schon nichts tun.

Ich werde Ihrem Papa, dem König, sagen, dass Sie soeben eingekrochen sind, Eure

Königliche Hoheit.

Sophia.

Sophie.

Sophie.

Sophia.

Darf ich Ihnen etwas Gebäck oder Tee bringen, Königliche Hoheit?

Böglund, ich hätte Lust auf eine Pizza.

Würden Sie meine bestellen, Böglund?

Mit Brokkoli, Peperoni und Schinken.

Und viel Käse.

Aber ohne Zwiebeln.

Wie Sie meinen, königliche Holt.

Und Böglund?

War doch ein schöner Tag heute, oder?

Gewiss, ein schöner Tag.

Königliche Reut.

Und der ist noch lange nicht zu Ende.

Sophia, Kind, es tut mir so leid.

Hattest du einen schönen Tag, Schatz?

Was zum Gotteswillen ist das?

Das ist fick, oder?

Ich kann dich nicht streiten.

Aber du musst dich leider umziehen, denn ich habe eine Überraschung für dich. Der

Bundespräsident gibt uns zu Ehren, ach, was sage ich, er gibt dir zu Ehren eine

Party. Natürlich weiß er, dass heute dein Geburtstag ist.

Wir werden eine richtig schöne Feier haben. Nur für dich.

Das geht nicht.

Ich kann nicht.

Ich wurde schon eingeladen.

Das musst du absagen oder verschieben.

Ich kann nicht.

Ich will nicht.

Sophia, du hattest den ganzen Nachmittag für dich. Ich komme nicht mit.

Du hast mir keinen Nachmittag versprochen, Pap, sondern drei volle

Tage.

Also auch heute Abend.

Es tut mir ja leid.

Aber in deiner Position hat man nicht nur Rechte.

Man hat auch Pflichten.

Und in deiner Position sollte man seine Versprechen halten.

Eure königliche Hoheit?

Die königliche Pizza hat soeben das Haupttor passiert.

Merda. Hallo.

Können Sie mir sagen, wo ich die Mansalve-Straße finde?

Vielen Dank.

Bitte schön. Tschüss.

Vielen Dank.

Wir wären dann soweit, Ihr Wagen ist vorgefahren.

Wir wollen den Herrn Bundespräsidenten nicht warten lassen.

Natürlich sind wir alle in der Lage, bessere Menschen zu werden.

In Chris' speziellen Fall würde es genügen, wenn er sich ab und zu mal beim

Pinkeln hinsetzt.

Und ab und zu mal das Geschirr abwirft.

Aber hey, es ist heute sein Tag.

Und wir lieben ihn, wie er ist.

Also Leute, nur eine Sache.

Esst kein Hühnerfleisch.

Sieht aus wie Chicken Wings in der Küche. Die müssen weg.

Also, wir legen am Ausgang Zettel aus, auf denen wir offiziell gegen die neuen

Richtlinien zur Hühnerhaltung demonstrieren. Die 2007 in Kraft treten

werden. Und die wir noch immer für vollkommen unzureichend halten.

Warum bist du böse auf mich?

Warum ich böse auf dich bin?

Lass mich nachdenken. Weil du mich verarscht hast?

Verarscht? Verarscht.

Ich lade dich auf meine Party ein und du verfütterst mich an wilde Bestien.

Ich wollte dich nur vor dem Folternden und Champagnesaufen in Hochade retten.

Also ich für meinen Teil unterhalte mich lieber mit affektierten Prinzessinnen

als mit notgeilen Gorilla-Mamas.

Woran kommt das?

Es war haarig, stank und wollte mehr an die Wäsche.

Offensichtlich hast du weder Ahnung von Affen noch von Prinzessinnen, Chris.

Prinzessinnen? Liebe Kinder, Prinzessinnen sind mein Spezialgebiet.

Betty hier.

Wo ist dein Bericht?

So, hallo, Betty.

Ja, hallo. Was war los am Zoo?

Nee, nichts, gar nichts.

Absolutste Fehlanzeige. Das war eine Ente, da war niemand.

Also, kein Mensch, nur ein paar Affen.

Absolut gar nichts. Wunderbar. Dann konnte man wenigstens nichts versauen.

Wir sehen uns morgen. Tschüss.

Ich hab morgen frei. Ich hab Geburtstag.

Hallo?

Ja, klar, Martin.

Tschüss.

Jetzt mal ganz vorsichtig.

Was wollen Sie von mir?

Sex, Kinder, in den Sonnenuntergang segeln. Da ist aber Kaffee.

Oh Gott, wie spät ist es?

Viertel elf.

Hier,

ganz frisch.

Ach so, wir haben eine Demo organisiert.

Gegen die bestehenden Richtlinien zur Massenhaltung von Hühnern.

Die Hühner waren schon weg.

Rheinische Karnevalssitzung am Bundestag.

Dürfte ich mal euer Bad benutzen?

Natürlich, klar, logisch.

Alleine?

Ja.

Und? Schön gemütlich auf meinem Platz?

Herr Kunze, gar nicht erkannt von hinten.

Was gibt's? Ist irgendwas passiert?

Heute schon Zeitung gelesen?

Nee, noch nicht.

Channel Berlin Reporter macht sich zum Affen.

Prinzessin gesucht, Affe gefunden.

Paparazzi tappt in eigener Falle.

Affentheater bei Channel Berlin.

Et cetera, et cetera, et cetera. Oh mein Gott.

Ja, und es kommt noch besser.

Hinterher hat sich raufgestellt, dass ihre königliche Hoheit tatsächlich im

Zoo war.

Wo ist unser Star-Reporter Chris Bent raus?

Ich suche ihn sofort.

Betty, tu mir einen Gefallen und finde ihn.

Er ist einer von deinen Leuten.

Nee, nee, nee, Chris, nicht.

Kim ist gerade drin.

Was hört ihn doch hier?

Chris, alles klar?

Chris?

Ich dusche.

Schon Zeitung gelesen?

Raus.

Raus hier verdammt, los, komm schon.

Kann ich vielleicht... Nein, kannst du nicht. Ich hab mich an.

Aber das sind nicht meine Sachen. Anziehen und raus.

Chris.

Lass sie doch mal duschen.

Wann wird denn das jetzt hier?

Was geht euch in das an?

Wir zwei.

Es fehlt noch was.

Darf ich mal eine Erklärung bitten?

Nein.

Da hat die Tür.

Hey, Kim, du musst nicht hin, wenn du nicht willst. Du hast eine WG und keine

Diktatur. Komm, immer wieder, wann du willst, ja?

Warte mal.

Hier.

Du kannst es ja haben, es ist von Renate, kein Ding.

Ja, ja, ist gut, jetzt raus hier.

Bitte, hab ich es nicht.

Dicht?

Hab ich es nicht?

Ich hoffe, du und deine Affen, ihr seid stolz auf mich.

Was willst du denn schon?

Was ich hier will?

Ich will dich feuern.

Ich dachte, du wärst diese Kim.

Betty, ich kann alles erklären.

Welche Kim?

Welche Kim?

Diese Tierpflegerin aus dem Affenhaus.

Ist alles okay?

Ähm, du gehst da lang, da runter.

Suchst du mich?

Tim?

Ruhig.

Ich wollte mich bei dir entschuldigen.

Tut mir leid.

Tut mir wirklich leid. Ich habe mich wie ein wahnsinniger Idiot benommen.

Ja, hast du.

Ich wollte nicht, dass du Ärger bekommst.

Das ist egal.

War sowieso ein scheiß Job.

Ja? Chris?

Hallo?

Chris? Chris?

Du musst sie hinhalten, Chris.

Und dann nimm irgendwas mit dir. Lass dir die ja nicht durch die Lappen gehen.

Hörst du mich, Chris?

Hey, okay, dann ruf mich an und sag mir, wo ihr seid und ich organisiere ein

Team. Chris, hörst du mir eigentlich zu?

Ja, ich ruf dich nachher zurück, okay?

Entschuldigung.

Okay, wir hatten also einen kleinen Fehlstart.

Vielleicht sollten wir einfach noch mal von vorne anfangen.

Wir essen im Café.

Habt ihr Zeit?

Eigentlich... Eigentlich habe ich drei Tage frei.

Na gut.

Worauf warten wir noch?

Worauf warten wir noch?

Oh, Entschuldigung, es tut leid.

Und, was hast du jetzt vor?

Was meinst du?

Mit deiner Arbeit.

Weiß ich noch nicht.

Geht es dir nicht gut?

Ich habe keine Fahrkarte.

Du bist so wahnsinnig sehr ruhig.

Aber ich habe doch keine Fahrkarte.

Wer hat denn hier überhaupt eine Fahrkarte?

Ich habe keine

Fahrkarte.

Können Sie mir helfen?

Was? Können Sie mir bitte hochhelfen? Ich?

Soll ich?

Nein.

Danke schön.

Das ist meine Schwester. Ich müsste mal...

Können Sie mir

helfen? Was?

Können Sie mir bitte hochhelfen? Ich?

Soll ich?

Nein.

Danke schön.

Das ist meine Schwester, ich müsste mal...

Ja?

Was soll denn dieses Spielchen? Bist du total irre?

Oh, hallo Betty, wie geht's dir?

Hör zu, Betty, ich hab mir überlegt, dass ich gar nicht mehr so scharf auf

meinen alten Job bin.

Dann könnt ihr euch an den Hut stecken.

Und bis ihr mir was Besseres bietet, spielen wir nach meinen Regeln. Und die

heißen, ich hab die Prinzessin und ihr habt gar nichts.

Chris, hör zu.

Ich habe ein ganzes Kamerateam, die erwartet von dir, dass du mir sofort

sagst, wo ihr seid.

Chris?

Chris?

Das Tränen ist mir nicht gut.

Sind die aufgefallen?

Hä, was denn? Ich soll dir einen schönen Gruß sagen, komm mal.

Ach, nix.

Das ist eine Prinzessin.

Das ist keine Prinzessin, das ist eine Flambe.

Nein.

Okay.

Egal, also.

Ich wollte mich bei dir bedanken, dass du dir so viel Zeit für mich nimmst.

So sagt man es bei uns.

Ja. Manchmal sind Worte einfach nicht genug. Ja.

Einfach weg.

Einfach weg.

Bund sei.

Bundesnachrichtendienst.

Nein, Sie unternehmen gar nichts. Warten Sie auf mein Okay.

Ich danke Ihnen.

Ich bin froh, dass die Bundesrepublik uns als verlässlicher Freund zur Seite

steht.

Olafsen, finden Sie meine Tochter.

Zwei Bier, ein Spray mit Pommes und Curry.

Bitte sehr.

Entschuldigung, können Sie uns noch Besteck und Servietten bringen, bitte?

Und Gläser?

Wo haben Sie die denn nur für 10?

Hat sich erledigt.

Was denn?

Es gibt keine Gläser.

Und das ist die Gabel.

Probier mal.

Schau, schau.

Nein, nein, Juli.

Hunger,

Mahlzeit, ist ein Hotel.

Was ist?

Das ist nur wieder meine Schwester.

Dann gehst du nicht ran?

Ja, ja.

Grüß, hallo.

Verdammt nochmal, wo steckst du?

Ich bin noch unterwegs mit meiner Freundin.

Okay, aber komm mir bloß nicht wieder mit irgendeinem Scheiß. Soziale

Unterschiede, Intimleben oder so. Wir brauchen Sex.

Was für Typen steht es, was hat sie für Vorlieben? Warum verbringt sie ihre Zeit

so gerne mit Affen? Ist doch nicht normal.

Ja, ja, kein Problem.

Ich bin froh.

Sie sind doch diese Prinzessin, diese Prinzessin von... Nun warten Sie doch!

Ein kleines Foto bitte!

Hey, warte!

Hey!

Alles in Ordnung?

Ja, ich hab keinen Bock mehr.

Wollen wir gehen?

Trupp 1, das bist du, Karl, schleicht sich hier drüben an die Anlage und

entfacht hier ein Feuer, damit du die Wachleute auf die Seite des Gebäudes

lenkst. Sobald du sicher bist, dass sie auf dem Weg zu dir sind, gibst du das

Zeichen und ich kappe die Elektroleitung.

Dann hängt alles an die Renate.

Was ist denn hier los?

Kim, wow, schön, dass du wieder da bist.

Oh Mensch, Kim, das ist ja schön.

Bist du doch noch zur Vernunft gekommen, was?

Du hast übrigens Besuch.

Wartet in deinem Zimmer.

Besuch?

Hi.

Hallo, Betty.

Hey.

Kim, das ist... Ich bin Chris' Schwester.

Ah, hallo, ich bin Kim.

Hallo, Kim.

Weil es euch nichts ausmacht, würden wir ganz gern weiter unsere Aktion

besprechen. Was macht ihr denn hier?

Das geht euch nichts an.

Das Ganze nennt sich Huhnbefreiungsfront. Wir haben uns

vorgenommen, jeden Monat symbolisch einen Huhn zu befreien. Du gefährdest

das Unternehmen, Robert.

Um gegen die unmöglichen Haltebedingungen zu demonstrieren, unter

denen die armen Tiere leiden und auch in Zukunft leiden werden.

Ja, genau, auch richtig.

Das hört sich interessant an. Darf ich zuhören? Nein.

Aber wenn du wirklich helfen willst, dann komm mit.

Christian, ich muss noch mal kurz raus, ja?

Ja, kein Problem.

ein für alle Mal klar ist, Chris.

Das ist unsere Story.

Deine und meines.

So eine Chance bekommt nicht jeder Journalist, Chris.

Das ist eigentlich klar. Das ist ein Riesenkracher.

Und dann, Schwesterchen? Wie und dann?

Ich kann dir nichts versprechen.

Dann gehen wir halt zu demjenigen, der das kann.

Vegetarisches Healing?

Aber ich habe in meinem Leben noch nie gekocht.

Was du nicht sagst.

Die Töpfe sind hier unten.

Zutaten sind hier und hier und die Gewürze sind dort im Regal. Und das hier

ist der Pürierstab, falls du einen brauchst.

Es wäre schön, wenn es in einer halben Stunde fertig ist.

Was wollen Sie denn noch hier?

Wenn Sie noch Fragen haben, die Rechtsabteilung ist im zweiten Stock.

Leider etwas spät.

Wir sprechen uns morgen.

Was soll das, Junge? Ich will ein Politmagazin.

Zur Betten Sendezeit.

Für Inhalt und Moderation bin ich allein verantwortlich.

Ich will Zeit.

Viel Zeit.

Für wichtige Themen, die sonst keiner anpackt, weil sie zu trocken oder zu

kompliziert sind.

Die man den Leuten aber auf lockere und leichte Art verständlich machen kann.

Ich will das Gehalt eines Chefredakteurs.

Mein eigenes Büro und Vetorecht. Bei allen Entscheidungen, die meinen Bereich

betreffen. Ja, das will ich.

Und ich will eine andere Fresse, blonde Locken und 30 Kilo weniger.

Sagen wir, der Typ ist vollkommen fertig.

Das sollte wohl genügen, oder? Sollen wir den Notar rausklingeln?

Auf der ersten Seite fehlt noch die Kürze.

Wenn ihr das versaut, mache ich euch fertig.

Ich fasse sie.

Meine eigene Sendung. Und ich werde zweites Schiff.

Kunz hat doch irgendwo hier eine stille Reserve.

Champagner?

Gibt es da irgendwie Gläser oder so?

Ich glaube, ich habe

dich unterschätzt.

Becky, was machst du da?

Bisschen feiern die so.

Ja, ich weiß nicht, ob das jetzt der richtige Zeitpunkt ist.

Vielleicht sollten wir uns erst um unsere Story kümmern.

Chris, die Kamera liegt auf meinem Tisch.

Wenn du heute Abend noch was drehen willst, dann schickst du mir per E-Mail

rüber.

Schlaf gut.

Hallo? Tür zu, Tür zu!

Hi.

Hi.

Alles okay?

Was ist denn mit Renate?

Oh, sie hat es erst nicht so vertragen.

Aber Robert und Karl hat es geschmeckt.

Es tut mir leid wegen der Teller.

Ich bezahle gern dafür.

Macht nichts.

Scherben bringen Glück.

Kehrblech ist unter der Spüle.

Okay.

Ich komme gleich wieder.

Komm, Amit.

Was?

Da,

eine Sternschnuppe. Worauf?

Schon weg.

Ich will auch eine sehen.

Schenk dir meine.

Du musst aber sagen, was du dir wünschst.

Kein Morgen.

Kein Morgen.

Ich will, dass heute nie vergeht.

Ich will für den Rest meines Lebens abwaschen und Teller zerschmeißen und

mit dir sitzen und Bier trinken.

Nicht so.

Aber es wird morgen geben, was da?

Dann will ich Tiermedizin studieren.

Tiermedizin?

Deswegen mache ich auch das Praktikum im Flur.

Machst du es nicht einfach, wo ist das Problem?

Manchmal reicht es nicht, sich nur was zu wünschen.

Und du?

Ich habe meine Sternschnuppe verschenkt.

Ach komm.

Na gut, dann wünsche ich mir, dass ich zwei Wünsche pro Sternschnuppe habe.

Dann muss ich mich nicht entscheiden.

Also ich würde mich immer für den Wunsch entscheiden, der länger hält.

Wann wir reingehen, ist es schon ein bisschen kalt geworden.

Ja.

Es ist ja auch schon spät.

Ich komme dann gleich.

Gute Nacht, Kim.

Gute Nacht.

Kim, äh, Kim, Entschuldigung.

Wir sollten uns gern mal den Fernseher anmachen.

Wegen der Demo gestern, ist doch okay.

Unsere Top-Themen heute. Verdacht. Wurde Prinzessin Sophia entführt?

Schnell, ich bin interessiert, was denn?

Neue Gefahren aus dem Internet.

Guten Morgen, meine Damen und Herren. Fuck, nicht in Schlafzahlen. Am Morgen

hatte man den hohen Besuch aus Skandinavien in der bundesdeutschen

Hauptstadt erwartet. Hier in Berlin will Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Sophia

eine Bibliothek einweisen.

Es tut mir leid, ich dachte, das Bild verschwindet wieder.

Ich dachte, es hilft, wenn man kräftig... Ja, ist schon gut.

Super Idee.

Absolut, das Einzige, was hilft.

Was ist denn hier los?

Seid ihr wahnsinnig?

Ist was passiert?

Kim hatte nur Angst, dass das Bild verschwindet.

Ich bin gleich wieder da.

Ja, bitte.

Papst? Papst, ich bin Sophia.

Im Mobiltelefon?

Ja.

Sophia, Kind, wie geht es dir?

Wo bist du?

Paps, ich bin nicht entführt worden.

Was im Fernsehen gesagt wurde, stimmt nicht.

Kreuzberg, Sophia, was machst du für einen Unsinn?

Weißt du, was du mir antust?

Wir haben es gleich.

Manntäubelstraße.

Es kam auch vorhin in den Nachrichten.

Ja, in dem Moment, als Kim den Fernseher...

Sind die heute alle völlig bekloppt hier, oder was?

Wir haben sie. Nein. Kein Teufelsstraße.

Ja.

Ich bin ganz in der Nähe.

Ja?

Komme.

Ich bin zu Anfang der Bibliothek wieder da.

Ich will nur, was du mir versprochen hast. Nur diese drei Tage.

Das sind meine Tage.

Kim!

Wo steckst du denn?

Sophia?

Sophia!

Du kannst doch so hier draußen nicht rumlaufen. Du holst dir den Tod.

Ich möchte bitte alleine sein.

Warum? Was ist denn los?

Ich muss dir was sagen, Chris.

Und es tut mir wirklich leid, dass ich es dir noch nicht gesagt habe.

Was denn?

Ich... Ich bin nicht...

Ach, was bist du nicht?

Komm.

Er ist es. Kommt her.

Kommt her.

Kommt her.

Kommt her.

Kommt her. Kommt her.

Ich glaube, wir sollten doch lieber woanders hingehen.

Na komm schon, sag,

wer war der Typ eben?

Ich habe dir doch erzählt, dass ich ein Praktikum in Berlin mache.

Das war nur die halbe Wahrheit.

Also du brauchst nicht darüber reden, wenn du nicht willst.

Genau.

Genau. Ich will nicht darüber reden.

Ich muss Sie leider bitten, das Lokal zu verlassen.

Wir brauchen Ihre Hilfe.

Die junge Dame hier wurde von einem Mann belästigt und der ist jetzt hinter ihr

her. Mit allem Respekt, aber wenn sie ohne Rock herumläuft.

Sie hatte einen Rock an.

Tag. Raus hier.

Was? Raus, nicht so aggressiv.

Raus, raus, raus.

Weg da, Halbgewicht.

Raus. Nicht anfassen, ja? Raus.

Sonst gibt's Elf. Olaf, ich komm schon klar.

Was soll es hier werden?

Zwergenaufstand?

Es kommen plötzlich so viele.

Gut,

dann nehmen wir Schuhe für mich und Rock und Hinterausgang für die Dame, bitte.

Herr Kunze. Hat unser Star-Reporter schon was geschickt?

Gerade mit ihm gesprochen. Wird bald kommen.

Gut.

Ich muss mir mal das Rezept geben.

Ist hier einer Fernseher?

Habt ihr den bezahlt? War der teuer?

Seht ihr ihn drauf? Ist jemand gestorben?

Ja, unsere Hundenbefreiungsaktion heute Abend.

Naja, nee.

Nicht richtig gestorben, aber die kommt einfach nicht vom Klo runter.

Grenade. Ja, ohne sie können wir es nicht steigen lassen.

Oh, das tut mir so leid.

Das ist doch nicht deine Schuld.

Ganz und gar nicht.

Ich meine, wir haben auch vorhin im Chili gegessen.

Und uns geht's gut.

Uns geht's super.

Wollt ihr einen Kaffee?

Nein, nein.

Gerne.

Was genau war denn Renats Aufgabe bei der ganzen Aktion?

Die schwierigste, ja.

Renate sollte das Huhn holen. Dann muss da so ein ziemlich enges Loch durch und

Renate macht regelmäßig Yoga.

Ich mach Yoga.

Oh nee. Nee, nee, das kommt überhaupt nicht in die Tüte.

Wie, warum nicht?

Ja genau, warum denn nicht? Das ist doch eine tolle Idee.

Das ist doch eine perfekte Idee.

Hallo.

Hi. Hallo.

Das ist doch viel zu gefährlich.

Was, wenn man sie erwischt?

Wenn man uns erwischt?

Ich meine, es ist doch längst mal an der Zeit, dass das Thema der Hühnerhaltung

der Öffentlichkeit ins Bewusstsein gebracht wird. Ich meine, es passiert

schreiendes Unrecht, ohne dass sich irgendjemand darum kümmert.

Richtig.

Also,

euren Enthusiasmus in allen Ehren, aber offiziell gilt eure Aktion als Straftat.

Sei doch nicht so spießig, Brüderchen.

Ich meine, ein trockenes, scheinbar langweiliges Thema, das man auf

unterhaltsame Art und Weise fehlenverständlich machen kann, ist doch

super.

Also, ich bin dabei.

Ich würde auch gerne die Kamera machen, wenn ihr Lust habt. Ich verstehe nicht,

was du sagst.

Das ist doch toll.

Genau. Ach komm, griff mach auch mit. Betty hat recht.

Das ist genau das richtige Thema für dich.

Okay, ich bin dabei.

Ja, siehste.

Sehr gut.

Hey Renate, geht's dir besser? Ja. Willst du einen Kaffee?

Vorsicht! Robert und Karl müssen gleich drüben sein.

Gleich starten sie unser kleines Ablenkungsmanöver.

Was?

Und dann?

Scheiße!

Da komme ich auch.

Der ist ja richtig sauer. Der Schloss wird lustig.

Und jetzt?

Wie geht es jetzt weiter, Freunde?

Tja, gute Frage.

Eins in die Fresse oder Arsch abdrehen?

Arsch abdrehen. Definitiv nicht bei Arsch abdrehen.

Eins.

Zwei. Sag mal, bist du bescheuert? Mach das Licht aus.

Ich kann das nicht filmen.

Hey!

Scheiße! Ey, komm, das Licht da!

Los, Jungs, schnell!

Komm,

Jungs! Ey, Film!

Ich taufe dich auf den Namen... Wie soll ich es halten?

Hugo.

Hugo, das Huhn. Das ist perfekt.

Okay, ich taufe dich also hiermit auf den Namen Hugo.

Was ist denn eigentlich los da mit euch? Wollt ihr euch nicht ein bisschen

freuen? War doch eine tolle Aktion, oder nicht?

Voll geil, Klimaspitze, das muss gefeiert werden.

Hallo, was ist denn los? Haben wir irgendwas verpasst?

Ja, ja, ist schon richtig. Das muss gefeiert werden.

Und ich weiß auch schon, wo.

Super, oder?

Geil, absolut geil. Was ist los, Leute? Klamotten runter.

Was wartet ihr noch?

So.

Kim, was ist mit dir?

Betty ist gut, lass es.

Wieso denn? Es gehört doch dazu.

Sei doch nicht so spießig.

Bitte lass nicht, ja?

Ich habe gesagt, du sollst es lassen.

Spricht man denn so mit seiner großen Schwester, Chris?

Du bist nicht meine Schwester. Gib mir die Kassette.

Sie ist nicht deine Schwester?

Ja.

Sie ist nicht meine Schwester.

Du bist keine Tierpflegerin und ich bin wahrscheinlich kein guter Journalist.

Tut mir leid, aber es wird Zeit, dass mal jemand die Wahrheit sagt.

Was ist los? Keine Ahnung.

Tim!

Tim!

Großartig. Hast du wirklich geschafft, alles komplett zu versauen?

Gib mir die scheiß Kassette.

Könnt ihr uns mal verraten, was hier los ist?

Wenn es dich interessiert, ich habe noch nie geglaubt, dass du ein guter

Journalist bist.

Was ist denn jetzt schon wieder los, Chris?

Nichts.

Die Feier ist zu Ende.

Ist ja eine geile Aktion.

Also jetzt echt mal schönen Dank auch.

Kim. Ich heiße Sophia.

Seit wann weißt du, wer ich bin?

Seit ich dir in die U-Bahn gefolgt bin.

Sophia.

Weißt du noch, wie du gesagt hast, dass man sich bei zwei Träumen immer für den

entscheiden sollte, der länger bleibt?

Also ich habe mich für den entschieden, der jetzt für immer verschwinden wird.

Wir können ja noch ein bisschen weiter träumen.

Noch ein bisschen.

Amen.

Das war unser Wetterbericht für heute.

Und wie ihr gehört habt, so soll es heute ein wunderschöner Tag werden.

Mit viel, viel Sonne.

Schnee, okay, kalt, aber hauptsächlich Sonne, Sonne, immer mal Sonne. Die

Medien von euch, die noch im Bett liegen und sich entschließen können,

aufzustehen, den Tag begegnen. Hier ein bisschen Musik.

Dann doch gleich noch weiter.

Umarmung.

Oh. Kim, Sophia.

Ich wusste gar nicht, dass du da bist.

Was ist denn passiert?

Letty, was machst du denn hier?

Ich hoffe hier.

Böklund! Böklund! Wo stecken Sie?

Wo stecken... Ich kann Sie nicht verstehen. Böklund!

Hallo.

Haben Sie Fernsehen?

Haben Sie Fernsehen?

Olafsen, wo sind Sie bitte?

Ich bin jetzt unten, Olafsen.

Olafsen, ja, ich habe es gesehen.

Olafsen, Gris-Bendhaus. Das müsste in der Mannteufelstraße sein.

Ja, ich hätte es ganz schlecht empfangen.

Olafsen, das müsste in der Mannteufelstraße sein.

Bendhaus, B-E-N... Danke, Bücklund.

Wollen wir? Ja.

Sophia!

Was hast du denn gemacht?

Sie hat unseren Trailer für heute Abend gesehen.

Ich finde, die Schwimmbad-Szenen sind ganz gut geworden.

Du hast die Tapes ausgetauscht. Ja, ich habe meinen Job gemacht.

Sophia, lass uns doch wenigstens über alles reden. Okay, lass uns reden.

Sag mir, dass du damit nichts zu tun hast.

Sag mir, dass du mich nie verkaufen wolltest.

Was ist denn hier los?

Hallo?

Nö, hier wohnt keine Sophia von... Bitte was? Wer?

Herr Klum?

Gibt es hier noch einen anderen Ausgang?

Ja, bei Chris, über Dach. Ja, über Dach.

Okay, bis gleich.

Sophia, warte doch.

Lass mich doch wenigstens alles erklären.

Sophia!

Ich gehe nicht weg.

Und? Wo hast du die Kamera diesmal versteckt, Chris?

Jetzt werd doch vernünftig, Chris.

Für Sophia waren es drei schöne Tage.

Und jetzt bekommt ihre königliche Hoheit eben die Quittung dafür.

Ist genauso, als würden wir eine Führung durch ihr Schloss machen. Wir müssen

auch dafür bezahlen.

Ach, Kim ist die Prinzessin von... Ja.

Ja, aber Chris, du kannst doch nicht einen Bericht über sie machen.

Du willst sie doch nicht wirklich in die Panne hauen.

Warum nicht?

Warum nicht?

Ja, weil...

Ich weiß nicht, ich glaube Betty hat recht.

Die Prinzessin hat ihren Spaß gehabt und jetzt kriegt sie halt die Quittung

dafür. Das ist doch nicht dein Ernst. Das ist doch wahnsinnig. Warum denn?

Sie wird doch gar nichts anderes von ihm erwarten.

Was soll er denn machen? Seine Karriere wegwerfen?

Nur damit das Fräulein Prinzessin ihn in guter Erinnerung behält?

Mann, aber Kim ist doch unsere Freundin.

Wenn du das tust, dann brauchst du dich hier nicht mehr sehen lassen.

Dann schmeißt du deinen ganzen Scheiß aus dem Fenster und du kommst hier nicht

mehr rein.

Was soll das eigentlich mit diesem Huhn?

Du warst kein Scheiß, oder?

Ich mache das schon.

Vertrau mir.

Ich danke Ihnen, meine Herren.

Ich danke Ihnen sehr.

Du machst vielleicht Sachen.

Okay.

Meine Show.

Pass auf die Augen.

Um 8 Uhr beginnt diese Sendung.

Direkt im Anschluss geben wir eine Pressekonferenz. Unsere Version der

letzten Tage.

Du warst krank und lagst die ganze Zeit im Bett.

Die Aufnahmen sind computergeneriert oder anderweitig manipuliert.

Danach wird Böken und dich zum Flughafen bringen. Du fliegst heute noch nach

Boston. Boston?

Aber... In den Staaten hast du deine Ruhe und dir können ein paar Kurse in

Medienpolitik nicht schaden.

Ich bin auch mal abgehauen.

Ich war 15 oder so.

Ich wollte weg, um Fußballprofi zu werden.

Nicht, dass ich besonders gut Fußball spielen konnte, aber ich hatte bis dato

alles bekommen, was ich wollte und jetzt wollte ich Profi werden.

Ich habe dann unter falschem Namen im Training eines winzigen Vereins im

Nachbarort teilgenommen.

Alles Jungs in meinem Alter.

Und die ersten 20 Minuten waren noch richtig toll. Klasse.

Bis.

Ja. Bis ich gemerkt habe, dass ich jeden Ball bekam, jede Flanke, jeder lobte

mich.

Ja.

Die haben mich erkannt. Und von dieser Sekunde an hat es mir keinen Spaß mehr

gemacht. Und denen auch nicht. Die hatten keine Lust, mit Prinz Hugo zu

spielen. Und ich bin in deren Welt eingedrungen und habe sie nur gestört.

Ich dachte, du hasst Fußball.

Ich liebe es.

Aber ich habe mir seitdem nie wieder ein Spiel angesehen.

Dein Opa hat die Sache damals unter den Teppich gekehrt.

Der Verein nennt sich inzwischen Prinz-Huhe-Verein.

Wird aus der Staatskasse bezuschusst und darf das königliche Wappen tragen.

Was ich sagen will, Sophia.

Natürlich habe ich Verständnis für dein Verhalten.

Aber es ist nicht wichtig.

Wie gern du da draußen sein möchtest.

Es gibt dort einfach niemanden, der dich haben will.

In fünf Minuten beginnt die Fernsehsendung, Eure Königliche Hoheit.

Geh richtig vorwärts.

Gib alles, was du hast. Die Geschichte ist groß, aber du musst sie noch größer

machen. Okay?

Die Sendung fängt gleich an.

Ja, sie sind für dich.

Gut, schön.

Guten Abend, meine Damen und Herren, und willkommen zu einer weiteren Ausgabe von

Berlin Inside.

Und zu einer, wie ich Ihnen versprechen darf, außergewöhnlichen Ausgabe unseres

Magazins. Was wir Ihnen heute Abend zeigen werden, ist eine kleine

Sensation.

Manche würden es einen Skandal nennen.

Aber eigentlich ist es die Geschichte zweier einsamer Seelen.

Die Geschichte zweier Kreaturen, deren Träume an der harten Realität unserer

Zeit zu zerbrechen drohen.

Es ist die Geschichte von Prinzessin Sophia, die in einem goldenen Käfig

leben muss, obwohl sie viel lieber Tiermedizin studieren möchte.

Und die Geschichte von Hugo, dem Huhn.

Das nur in Freiheit weiterleben darf, weil die tapfere und engagierte

Prinzessin Sophia bereit war, ihren Ruf und den Ruf ihres traditionsreichen

Hauses für Hugos Leben zu riskieren. Was war das?

Warum Hugo?

Wieso zeigt er Bilder von dem Vieh?

Fertig.

Betty, wo bleiben die Nacktbilder?

Wo sind die Nacktaufnahmen, verdammt nochmal?

Scheiße! Was hab ich gemacht?

Seine Show.

Ganz allein seine Show.

Doch was hier wie ein Happy End wirkt, meine Damen und Herren, ist in Wahrheit

der Beginn einer Tragödie.

Denn während Hugo, das Huhn, endlich seine Freiheit genieten darf, muss seine

tapfere Retterin zurück in ihren goldenen Käfig.

Während Hugo, das Huhn, tun und lassen kann, was es will, wird Prinzessin

Sophia hinter Toren und Mauern verschwinden.

Wir werden sie vermissen.

Macht's gut, Sophia.

Machen Sie's gut zu Hause an den Bildschirmen.

Ihr Chris Benthaus.

Nicht, dass Sie mich falsch verstehen, Eure Königliche Hoheit.

Dieses... Das ist der absolute Super-GAU.

Eine exprovertierte, drogenkonsumierende, sexsüchtige,

verzogene Adlige ist das, was die Leute mehr oder weniger erwarten.

Aber eine spätpubertierende Prinzessin, die ein Huhn rettet und es nach ihrem

Vater benennt.

Wir haben ein Tier gerettet.

Warum sollen wir es noch länger hinauszögern, gehen wir.

Du bleibst, Schatz.

Aber Paps?

Paps?

Mir ist langweilig.

Tut mir leid. Ich habe sehr präzise Anweisungen, Ihre königliche Hoheit

betreffend.

Brücklund.

Ich hätte Lust auf eine Pizza.

Ich werde sehen, was ich machen kann. Eure königliche Hoheit.

Eine Kleinigkeit noch, Böglund.

Können Sie noch etwas anderes für mich auftreiben?

Sie müssen bestimmt stolz sein auf eine so selbstständige Tochter, Königliche

Hoheit. Ja, natürlich. Welcher Vater wäre das nicht? Trotzdem verstecken Sie

sie wieder vor der Öffentlichkeit, obwohl sie doch, wie wir sehen konnten,

die Freiheit so sehr liebt.

Prinzessin Sophia ist erkrankt.

Welche anderen Wünsche verwehren Sie Ihrer Tochter, Königliche Hoheit?

Ist Ihre Tochter nicht so etwas wie eine Gefangene im goldenen Käfig?

Meine Tochter ist doch keine Gefangene.

Sie respektieren aber auch nicht Ihre Wünsche.

Mein sehnlichster Wunsch ist es, meine Tochter glücklich zu sehen.

Eure Majestät, was würde Prinzessin Sophia glücklich machen?

Eure Königliche Hoheit, was würde Ihre Tochter glücklich machen?

Ich habe doch gesagt, bitte. Ich war einen Moment unachtbar. Einfach

verschwunden.

Eure königliche Hoheit.

Für Sie.

Bitte kein Kommentar. Ich gehe freiwillig.

Wegen der Scheiße, die ihr heute gebaut habt, du und Chris, rauschen hier in

einer Tour Faxe und Telegramme ein.

Alles Glückwünsche.

Die Reaktion ist gigantisch.

Es hat praktisch jeder angerufen, sogar der Dings, der, der, äh, Betty.

Betty. Betty. Das kann nicht sein. Das ist gefeiert.

Hast du Gläser?

Ich dachte, das interessiert dich. Das Bundesministerium für Verbraucherschutz

hat angerufen. Die setzen sich für bessere Erhaltungsbedingungen für Hühner

ein.

Du, Chris, ich wollte mich auch noch mal bei dir entschuldigen.

Ich glaube bestimmt nicht an Ihre königliche Ruhe, dass ich den Schiss

hatte.

Ich glaube, ich würde gerne ein bisschen alleine sein. Ja, natürlich.

Komm, helf mir mal.

Wir haben alle Zeit,

in der Welt...

Auf den Trick fallte ich kein zweites Mal rein. Das war kein Trick, Sophia,

das war wirklich... Ich will mir doch gar nichts mehr wünschen.

Ich hab dich doch schon.

Wirklich?

Ich liebe dich, weißt du das?

Da, noch eine.

Du kannst es nicht lassen, oder?

Nein, wirklich, Sophia.

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