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Bisher bei ...
Madame de Poitiers, der König ist tot.
Ich werde sie aufziehen und zusehen, wie das dumme Mädchen das Land niederbrennt.
Als Erstes besprechen wir...
Ein Erlass, der den Protestantismus im Lande illegal macht.
-Verpiss dich. -Verbannung.
Schlampe. Du miese Schlampe.
Unsere Nichte ist durchgedreht.
-Habt Ihr einen Plan? -Entzieht den König Marias Einfluss.
Ich bitte dich, überdenke es, bevor wir unser Ziel erreichen.
Was passiert sonst an unserem Ziel?
Ich will nur nicht, dass dir was passiert.
Hilfe, Hilfe!
Ich glaube, Catherine war für das Geschehene verantwortlich.
Ich schrieb meiner Kusine in England und bat sie um Hilfe.
Ich glaube, dass Catherine ihre Rückantwort abgefangen hat.
Es wäre mir eine Ehre, Euch zu helfen,
Frankreich von der Schlangenkönigin zu befreien.
Gut.
Suchst du mich, hm?
Anscheinend bin ich nicht die Einzige.
Ich nehme an, du hast Maria gesagt, wo ihre Männer mich finden.
Catherine ließ mir keine Wahl.
Schon klar, das kann sie gut.
Bist du deshalb hier?
Weißt du, was das ist?
-Königin Elizabeths Siegel. -Oder eine grobe Annäherung davon, ja.
Jetzt musst du nur noch entscheiden, was du damit machst, was?
Ihr wolltet mich sehen?
Du hast dir meine Geschichte jetzt seit ein paar Tagen angehört.
Möchtest du wissen, wie sie endet?
Ja. Aber vielleicht sollte ich diejenige sein, die es Euch erzählt.
Das war doch der Plan, oder nicht?
Dann los... ich höre.
Ihr habt Montmorency und die Bourbons überzeugt, bei der Entführung mitzumachen.
Obwohl Ihr es vielleicht fast sofort bereut hattet.
Francis, du meine Güte... Bitte! Ich wusste nicht, dass er krank ist.
-Francis. -Bitte helft mir!
-Hilfe, Hilfe! -Haltet die Kutsche an! Halt!
Sofort anhalten! Stopp!
Haltet die Kutsche an!
-Warum halten sie da an? -Woher soll ich das wissen?
-Jemand helfe ihm, bitte! -Maria...
Was ist los?
Hilfe, Hilfe. Bitte!
-Da dachtet Ihr Euch einen neuen Plan aus. -Helft mir!
Ein Plan, der Euch zu der Macht verhalf, die schon immer Euch gehören sollte...
-Was tut sie da? -Und zwar Euch allein.
Ein Angriff auf den König!
-Umstellt den König! -Runter!
Bleibt bei der Kutsche!
Schon okay, schon okay.
Scheiß drauf.
Francis, bitte.
Lass mich nicht in dieser bösen, gottlosen Welt allein. Bitte!
Scheiße, scheiße.
Ihr?
-Nein, nein, Ihr... versteht das falsch. -Wirklich unfassbar.
Ich wollte den König beschützen. Es gab Gerüchte über eine Verschwörung.
Deshalb versteckt Ihr Euch im Wald unter einem Baumstamm?
-Ja. -Mm. Ihr seid so im Arsch.
Der Angriff ist vorbei!
Alles okay, alles okay.
Was tut Ihr da?
Wer weiß, was Ihr vorhabt, aber wenn er redet, lässt Maria Köpfe rollen.
Ich sage nichts, kein Wort, ich schwöre.
Antoine, ich kenne dich dein Leben lang. Du stehst für absolut nichts.
Ich kann dir nicht trauen. Tut mir leid.
-Er ist der Regent! -Das ist mir scheißegal.
Was zum Teufel ist hier los?
Antoine, du musst weglaufen.
Folge dem Bach. Ein paar Meilen weiter findest du ein Farmhaus.
Ich schicke dir jemanden. Dort bist du in Sicherheit.
Antoine, willst du sterben? Lauf!
Bitte verzeiht mir.
-Was ist passiert? -Es war Antoine.
Antoine? Hätte ich ihm gar nicht zugetraut.
Er atmet noch. Wache!
-Jawohl. -Hol Hilfe!
Bringt den Marschall ins Krankenhaus und bewacht ihn gut!
Sofort, Sir.
Wir holen die Hunde und spüren ihn auf.
Keine Sorge. Antoine kommt nicht weit.
Keine Sorge?
Habt Ihr eine Ahnung, was eben passiert ist?
Wenn meine Cousins glauben, sie kommen damit davon,
sind wir dem Bürgerkrieg näher, als wir alle dachten.
Wir müssen Antoine finden und ihn töten,
bevor er eine Armee wütender Protestanten zusammenstellt.
Natürlich.
Ist es möglich, dass das Gottes Plan für mich ist...
...obwohl ich noch so jung bin?
Meine Nichte, was auch immer Sein göttlicher Plan sein mag,
wende dich immer an mich als Gottes Repräsentanten,
wenn du Trost und Führung suchst.
Ja, Maria, suche Trost in der Kirche und überlass das Regieren uns, deinen Onkeln.
-Wir haben nur deine Interessen im Sinn. -Mein Glauben und mein Regieren sind eins.
Ja, bis zu diesem Moment.
Aber es ist so, die Bourbons hätten so etwas nie versucht,
wenn sie nicht glaubten, das Volk unterstütze sie.
Es herrscht weit verbreitet Unmut über die anti-protestantischen Gesetze.
Es soll sogar unter den persönlichen Wachen des Königs Kritiker geben.
Die Mannen des Königs? Stellen sich gegen ihn? Nein, das ist unmöglich.
Tatsächlich ist es möglich.
Sie sollten ihre eigenen Angehörigen verhaften und mitunter sogar hinrichten.
Da machen sich die Leute meist Sorgen.
Da der König krank ist, würden wir, wenn sich das Volk gegen die Krone wendet,
die Kontrolle über das ganze Land verlieren.
Wir müssen vernünftig handeln, ohne Emotionen.
Und deshalb müsst Ihr uns die Geschäfte überlassen.
Königinmutter.
Was denkt Ihr?
Ich kann nur an die Gesundheit meines Sohnes, unseres Königs denken.
Ich würde hoffen, Eure Onkel könnten dasselbe tun.
Gut gesagt.
Wie geht es dem König?
Ich habe ihn gründlich untersucht.
Es besteht eine erhebliche Verstopfung in beiden Lungen,
dazu großflächige Risswunden, die Schwindsucht nahelegen,
mit der er vielleicht schon geboren wurde.
Wird er überleben?
Das Überleben des Königs ist äußerst unwahrscheinlich.
Nein! Nein!
Kommt das von dem Angriff? Ist das...
Die Verantwortlichen werden bestraft werden.
Die können was erleben. Hört ihr mich?
Nein, wir werden Frankreich für ihren Verrat mit Blut tränken!
-Ihr habt Besuch. -Euer Majestät.
Wir wollen unser Beileid bezeugen.
Ich kann mir nicht vorstellen, was Ihr gerade durchmacht.
Es scheint, ich sei verflucht, alle, die mir am liebsten sind, zu überleben.
Ich weiß, es ist eine heikle Situation, Euer Majestät,
aber die Frage der Nachfolge muss geklärt werden.
Welche Frage?
Mein zweiter Sohn, Charles IX, wird König, wenn sein Bruder stirbt.
Natürlich, aber aufgrund seiner Jugend muss der Regent die Macht haben.
Antoine von Bourbon.
War euch das entfallen? Ich weiß, Euch entgeht nicht viel.
Anfangs wird das Volk sicherlich verlangen,
dass wir die korrekte Thronfolge einhalten.
Aber sobald es von dem Komplott gegen den König erfährt,
wird es sicher seine Meinung ändern.
Ein neuer Regent wäre möglich, aber der König muss dem Kandidaten vertrauen.
Eine angesehene Person mit Erfahrung.
Aber wer?
Wir dachten an Montmorency.
Montmorency ist ein ehrenwerter Mann, aber er steht wohl kaum in der Gunst.
Bis vor kurzem hat er im Exil gelebt.
Ja, aber die Menschen mögen ihn.
Und er repräsentiert eine vergangene Ära der Stabilität.
Aber was ist mit seinem Zustand?
Er ist stabil, wie Ihr sicher gern hört.
Ja, man erwartet eine völlige Genesung, Gott sei gepriesen.
Ein Wunder.
Wir brauchen allerdings die Unterstützung des Königs.
Können wir uns darauf verlassen, dass Ihr ihn überzeugt?
Natürlich.
Aber nur der Regent selbst kann die Regentschaft abgeben.
Ja, das ist uns wohl bewusst.
Meine Männer durchsuchen schon das Land.
Antoine hat sich als überraschend sture Beute erwiesen.
Als jage man einen Maulwurf.
Wenn ich etwas vorschlagen dürfte: Louis wurde wegen Verrats verhaftet.
Bietet ihm Gnade an, wenn er den Aufenthaltsort seines Bruders preisgibt.
Nein. Nach dem Komplott gegen den König kennt Maria keine Gnade.
Sie nicht, aber der neue Regent schon.
Und bis dahin muss sie das nicht wissen.
Ihr habt wirklich eine Vision.
Durch meine Trauer.
Unser Vater im Himmel, gib mir die Kraft, mich meinen Feinden zu stellen.
Dein Reich komme, dein Wille geschehe.
Diese Trauer scheint unerträglich, ich weiß.
Aber ein sterbender König bedeutet eine gefährlich Zeit.
-Kein Moment, den Kopf zu verlieren. -Ich habe meinen Kopf nicht verloren.
Ich plane eine grausame und ungewöhnliche Rache an allen Verrätern Frankreichs.
Das könnt Ihr später tun...
Wenn Ihr Regentin seid.
-Regentin? -Es ist schwer vorzustellen.
Aber bald ist Euer Mann nicht mehr, und sein Bruder zu jung, um zu herrschen.
Ein Regent ist die höchste Macht im Land.
Seht nach vorn, Maria. Solltet das nicht Ihr sein?
Na, wenn es Frankreich helfen würde.
-Und es wäre Gottes... Gottes Wille. -Ich glaube, das ist es.
Aber es gibt die, die sich gegen Euch verschwören.
Wer?
Ich frage mich oft, der Kardinal der Katholik ist, der er zu sein behauptet.
Ich muss leider sagen, dass mir schon Ähnliches durch den Kopf ging.
Sie haben mir anvertraut, dass man Montmorency zum Regent machen will,
um die Männer zu beschwichtigen, die den König angriffen.
Wohingegen ich, wie Ihr, glaube, jetzt ist keine Zeit zu wanken.
Ich hatte in Euch keine Freundin erwartet, aber...
...ich bin dennoch dankbar.
Unsere Liebe für den König eint uns.
Lasst mich Euch einen Rat geben.
Lasst niemanden Eurer Berufung im Wege stehen.
Eine Sache, die Männer nicht ausstehen können, ist eine Frau, die Macht hat.
Ich muss dich fragen, Cousin, was zum Geier hast du dir dabei gedacht?
Ich sagte doch, ich wollte einen Angriff auf den König verhindern.
-Von dem du wusstest, weil... -Ich sagte doch, ich habe Gerüchte gehört.
Ich hielt es für meine Pflicht, einzugreifen.
Ich bin ein treuer Diener der Krone.
-Im Arsch, das bist du. -Maria schneidet dir den fetten Kopf ab.
-Das würde sie nicht wagen. -Oh, das würde sie.
Na, dann gibt es Bürgerkrieg.
Eine heiligen Krieg, wenn es nach ihr geht.
Sie wird es lieben.
Wenn sie mir den Kopf abschneidet, ist deiner als Nächstes dran. Merk dir das.
Daran schon gedacht, ja? So ist das mit den Glaubenseiferern.
Die kriegen nie genug.
-Oh, Gott. -Was? Nicht doch, ist nicht so schlimm.
Das sagst du, weil du nicht erlebt hast, was ich durchgemacht habe.
Verbannt, arbeitslos, getrennt von der einzigen Person, der ich je vertraut habe,
belastet von Wahrheit, die keiner glaubt, weil man in diesem Spiel
wie ein scheiß Lügner klingt, ob man einer ist oder nicht, und am Ende...
...zum Tode verurteilt wird.
Das können wir alles umgehen.
Warte... warte.
Was meinst du für eine Wahrheit?
Du würdest mir nicht glauben, aber vertraue mir, wenn ich sage...
...ihr habt eine Schlange mitten unter euch.
Das wissen wir. Maria. Deshalb sind wir hier.
Du hast nicht die leisesten Ahnung, was hier los ist, oder?
Hör mir zu.
Du musst uns nur sagen, wo Antoine ist, und du wirst begnadigt.
Nein, hör mir zu, du verdammter Idiot.
Wenn ich wüsste, wo Antoine ist, würde ich es dir sagen, aber ich weiß es nicht.
Ich weiß es wirklich nicht.
Ich wünschte, ich wüsste es, weil ich ihn vermisse.
Ich vermisse meinen großen Bruder... obwohl er ein Trottel ist.
Ich tue es nicht. Warum sollte ich?
Du hast es schon mal getan.
Ein vergifteter Apfel, den ich niemanden gezwungen habe zu essen,
ist etwas völlig anderes.
Er ist doch schon halbtot.
Und außerdem, wenn er überlebt, bedeutet das unsere Vernichtung.
Daran hättet Ihr vorher denken sollen.
Das ist keine Bitte.
Wenn du versagst, brauchst du nicht wiederzukommen.
-Schon wieder gewonnen. -Und das ohne Strategie oder Können.
-Wie machst du das? -Reines Glück.
So war es schon immer. Macht Louis rasend.
Wie ich sehe, hat Aabis sich sehr gut um Euch gekümmert.
Das hier ist nicht die zuträglichste Unterkunft, die ich je hatte.
Louis würde sie sicher dem vorziehen, wo er jetzt ist.
Wie geht es ihm?
So gut man es sich im Kerker eben vorstellt.
Lässt du uns bitte kurz allein?
-Wir haben etwas zu besprechen. -In der Tat.
Ich könnte es etwas bequemer haben.
Wie ich höre, ist confit de canard die Spezialität der Region,
was zusammen mit gekühltem Burgunder meine Pein etwas mildern würde.
Aber natürlich. Ihr sollt das alles haben und noch mehr...
...sobald Ihr unterschreibt.
Meine Regentschaft abgeben? An Euch?
Warum sollte ich das tun?
Weil Euer Bruder, Antoine, wegen Verrats im Gefängnis sitzt...
...und wenn Ihr es nicht tut, wird er hingerichtet.
Nein.
-Was soll das heißen, nein? -Das heißt nein.
Mein Bruder sagte, ich solle
meine Regentschaft nie wieder abgeben. Ich tu's nicht.
-Aber sein Leben ist in Gefahr. -Welchen Beweis habe ich dafür?
Louis ist clever. War er schon immer.
Woher weiß ich, dass er nicht entkommen ist
und Ihr mich anlügt, er sei gefangen?
Wäre nicht das erste Mal, dass Ihr lügt.
Ihr habt uns mit der ganzen Entführung reingelegt,
und zwar gegen Louis' besseren Instinkt,
wenn ich das sagen darf, und wenn er im Kerker sitzt, hält ihn nur am Leben,
dass ich meine Regentschaft nicht abgegeben habe.
Mit den Worten meiner lieben Großmutter: Verpisst Euch.
-Ihr sagtet, Ihr helft mir. -Jetzt nicht, Aabis.
Wann dann?
Die Lage ist im Moment sehr heikel.
Ich kann mich nicht für einen Protestanten einsetzen.
Er ist kein verdammter Protestant.
Und er wird da drin nicht mehr lange überleben.
Sag mir, was ist schon das Schicksal eines kleinen Jungen,
wenn eine Nation in Gefahr ist?
Es ist alles.
Tut mir leid, ich habe keine Zeit für Sentimentalitäten.
Ich regle die Sache, wenn ich kann.
Ihr greift endlich selbst nach dem Thron.
Ich will nicht, dass mein Sohn leidet.
Es enthält ein Opiumpräparat aus dem Osten.
Genug davon, und er fühlt keinen Schmerz.
Aber in seinem Zustand verkürzt das seine Tage.
Seine Tage sind schon gezählt.
Seit seiner Geburt war er für ein frühes Grab vorgesehen.
-Ich bete, dass ich nicht der Grund bin. -Wankt jetzt nicht.
Wir sind nah dran.
Wir?
Ich habe das gleich in Euch gesehen.
Wo willst du hin?
Ich bin Schwester Grace vom heiligen Orden der Diminutiven
und komme wegen der Kranken.
Orden der Diminutiven. Soll das ein Witz sein?
Würde ich mir das ausdenken? Ich soll den Patienten waschen und umziehen.
Na, dann los.
Willst du zusehen?
Ich urteile nicht, wenn das dein Ding ist, aber Gott wird es, laut der Bibel.
Ich muss sowieso pissen.
Mutter...
Mutter, bist du es?
Ja, mein Sohn. Schlaf jetzt.
Es tut weh, Mutter. Mutter, es tut weh.
Es ist nur ein Traum. Schlaf jetzt.
Bist du sicher?
-Kommt mir nicht wie ein Traum vor. -Lasst mich leben, bitte.
Deine Herrin hat dich geschickt.
Schleuse mich hier raus und ich lasse dich leben.
Habt Ihr schon gehört?
Montmorency... er ist weg.
-Weg? -Sicher haben meine Onkel damit zu tun,
und es gehört zu ihrem Komplott, ihn zum Regenten zu ernennen. Meine...
Meine Zofe sah sie Louis im Kerker besuchen.
Kommt mit. Wir dürfen keine Zeit verlieren.
Wir müssen hier sofort weg.
-In Frankreich sind wir nicht mehr sicher. -Das ist keine gute Idee.
Nein. Ihr solltet bleiben und Euch Eurer Verantwortung hier stellen.
Ja. Stimmt doch, Edith?
-Ihr lasst sie in Ruhe! -Oder was sonst?
Ihr seid nicht fähig, Drohungen auszusprechen.
Es ist so. Der König stirbt, Frankreich braucht einen neuen Herrscher,
und Antoine kann nicht, weil alle von seinem Komplott gegen den König wissen.
Die Situation erfordert jemand Neutrales, der den Konflikt lösen kann.
Das seid Ihr, Montmorency. Aber täuscht Euch nicht.
Ihr werdet unser Regent, wenn Ihr nicht wollt, dass denen, die Euch lieb sind,
etwas passiert.
Und Ihr fragt Euch, warum die Leute an der Kirche zweifeln.
Hört mir zu.
Wir sind besser als die verdammte Irre, die jetzt das Sagen hat.
Überrascht? Eure Nichte ist das, wozu Ihr sie gemacht habt.
Das mag wohl sein, aber jetzt ist sie unser aller Problem.
Ihr habt Angst vor Maria. Ist es das? Ihr zwei seid wirklich der Gipfel.
Ihr würdet alles tun, um an die Macht zu kommen, was?
Tu, was sie sagen.
-Das ist ein guter Rat. -Halt dein verdammtes Maul.
Hör her. Ich lasse nicht zu, dass sie dir wehtun.
Das Volk braucht jemanden, der regieren kann.
Wer sonst hat den Mumm zu tun, was nötig ist?
-Na schön. -Guter Mann.
Aber ich wiederhole noch einmal: Wenn Euch die Macht zu Kopfe steigt
und Ihr eine Art unabhängige Ader entwickelt...
Eine Sache.
Wenn ihr etwas zustößt, bringe ich Euch um.
Oder sterbt bei dem Versuch. Daran zweifle ich nicht.
Versteht Ihr nicht?
-Die Wahrheit wird Euch frei machen. -Ich bin ganz Eurer Meinung.
Und deshalb müsst Ihr mir glauben. Ich war es nicht.
Ich wollte den König nur beschützen. Catherine, sagt es ihr.
Gebt Eure Beteiligung zu und sagt uns, wo wir Euren Bruder finden.
Ich sagte doch, ich weiß nicht wo er ist.
Vielleicht, wenn wir ihm den richtigen Anreiz geben, sagt er uns die Wahrheit.
Was soll das heißen?
Schneidet ihm den Finger ab.
-Was? -Was?
Weicht nicht von Eurem Weg ab, Maria.
Sie war es. Sie steckte hinter allem. Maria, ich... bin nicht Euer wahrer Feind.
Sie hat das Ganze geplant. Ihr müsst mir glauben.
Ein Mann sagt alles, um seine Haut zu retten.
Du verdammte Schlampe.
Ich dachte, Ihr wart da, um den König zu schützen. Also was jetzt?
Seid Ihr ihm treu oder von der Königinmutter verleitet?
Ich habe eine Frage.
Übergebt Ihr Euren Bruder und ratet ihm, die Regentschaft an mich abzutreten?
-Ihr, als Regentin? -Ja.
Habt Ihr ihr die Flausen in den Kopf gesetzt?
Es ist das Beste für Frankreich.
Himmel. Wisst Ihr denn noch, was die Wahrheit ist?
Wenn Ihr Euch für die Sache engagiert, Maria, dann gibt es kein Zuviel.
Ja. Wache. Wache, gib mir dein Messer.
Nein, tut das nicht.
Zum letzten Mal, sagt mir, wo Antoine ist.
Ich weiß nicht, wo er ist. Ich versichere es Euch.
-Den kleinen. -Ihr habt nicht den Mumm dazu.
-Haltet ihn fest. Festhalten! -Nein, nein. Nicht...
Catherine, bitte, um Gottes willen, tut es nicht.
Tut es nicht. Tut...
Ich gebe Euch eine letzte Chance. Eine letzte Chance.
Fick dich.
Scheiße! Scheiße!
Verdammt. Scheiße, verdammt!
-Ihr seid eine verdammte Irre. -Nein, bin ich nicht.
Ich spiele das Spiel nur besser als Ihr.
Vergesst das bloß nie.
Bringt sie her.
Ich hörte, ein Freund von Euch hat Ärger. Vielleicht kann ich helfen.
-Und im Gegenzug? -Sagt mir, wo ich Antoine finde.
Ihr wolltet doch den Beweis, dass Euer Bruder in Gefahr ist,
wenn Ihr nicht tu, was ich sage.
Reicht das?
Oh, mein Gott. Das ist sein Finger, verdammt.
Und wir schneiden Stück um Stück von ihm ab... bis Ihr unterschreibt.
Er wird furchtbar enttäuscht von mir sein.
Antoine.
-Ich würde es nicht tun. -Hallo, Catherine.
Ist das nicht schön?
Wie eine Staatsratssitzung, aber mit Pistolen.
Ich glaube, du musst das hier unterschreiben, Cousin.
Montmorency wird der Regent.
Eine Minute. Ich habe meine Prinzipien, wisst ihr.
-Hast du nicht. -Mir wurde die Wahrung
der Ehre der königlichen Familie von Frankreich anvertraut.
Ihr zwingt mich nicht,
dem mit der größeren Waffe die Regentschaft zu überschreiben.
Aber warum denn nicht?
Was zum Teufel war das?
Scheiße.
Komme, was wolle, ich bin mein eigener Mann.
-Unterschreib. -Unten bleiben!
Bleib unten, Francois. Bleib bei mir, ja? Bleib bei mir.
Es ist dein Bein.
Ich schwöre bei Gott, Montmorency, merk dir meine Worte.
Du und das Mädchen werdet bezahlen.
-Ich schwöre es! -Das werden wir ja sehen.
Zweifelst du noch an meiner Gesinnung?
Braver Junge. Papa ist sicher stolz auf dich.
Ich ließ ihn die Regentschaft
jemandem überschreiben, der übersehen und unterschätzt wurde,
der fähig ist, seine Freunde zu opfern
und mit seinen Feinden Frankreich zu regieren.
Seid Ihr überrascht, mich lebend zu sehen? Ich kenne Euch, seit Ihr ein Kind wart.
Ich habe Euch beobachtet. Weil Ihr entweder den Willen zu überleben habt
oder ein wirklich schwarzes Herz Euer eigen nennt,
seid Ihr die Einzige, die Frankreich retten kann
vor diesen miesen Idioten, wenn sie das Sagen haben.
Jetzt müsst Ihr nur noch Euren sterbenden Sohn überzeugen.
Meint Ihr, Ihr habt den Mumm dazu?
Ist alles ok?
-Haben sie dir wehgetan? -Alles gut.
Ich wusste, ich kann mich auf dich verlassen. Du lässt mich nie im Stich.
Ich sagte raus!
Ich habe Unrecht getan.
-Maria. -Ich habe Unrecht getan.
-Unrecht... die Regentschaft. -Nehmt Euch zusammen.
Sagt mir, was ist passiert?
Ich bat Francis um die Regentschaft, wie Ihr gesagt habt, und...
...er beschuldigte mich der Niedertracht.
Er... sagte... Er sagte, ich wolle, dass er krank sei,
und noch schlimmer, dass ich ihn all die Jahre nur geliebt habe,
weil er krank ist, weil ich dann eines Tages an seiner Statt regiere,
und er...
er sagte sogar, ich hätte kein Interesse, meinen ehelichen Pflichten nachzukommen.
-Hat er Euch die Regentschaft angeboten? -Nein, er weigert sich.
Und ich bat ihn um Verzeihung für die Frage,
aber diesen Frieden schenkte er mir nicht.
-Ach, Maria... -Ich...
-Maria, shh. Beruhigt Euch. -Ja.
Geht und beruhigt Euch.
Ich rede mit ihm und biege es wieder gerade.
Ja, denn er... er soll immer wissen,
dass ich seine besten Interessen im Sinn hatte.
Das haben wir alle.
Mein Sohn...
Ist es wahr, dass die Bourbons meine Entführung planten
und ich jetzt die Thronfolge unterbrechen muss?
Es ist das Beste für das Land.
Es tut mir leid, dass ich dein wahres Wesen erst jetzt erkenne.
Aber wie kannst du jetzt irgendetwas erkennen?
Es heißt, man sieht am klarsten, wenn man dem Tode nahe ist.
Vielleicht stirbst du nicht.
-Die Ärzte täuschen sich manchmal. -Nein, nein.
Was hast du da?
Antoine hat zugestimmt, dir seine Regentschaft zu überschreiben?
Warum sollte er das tun?
Ich habe ihn überredet.
Und jetzt musst du mich überreden.
-Du hast große Schmerzen, nicht wahr? -Ach, Mutter...
Warum muss es so wehtun?
Ich habe mich auf den Tod eingestellt.
Ich wusste immer, dass er früh kommt, aber die Schmerzen...
Solche Schmerzen hatte ich noch nie.
Du bist der stärkste Mensch, den ich je kannte,
dass du dieses Leiden ertragen hast.
Weißt du das?
Ich habe hier etwas...
...das dir die Schmerzen nimmt.
Du musst nur einen Schluck nehmen.
Aber wenn du das tust, ist das das Ende dieses Lebens.
Und ich fürchte, es dir zu geben, erfordert mehr Kraft, als ich besitze.
Gib es mir, bitte, Mutter.
Bitte gib es mir.
Mein Kind...
Und jetzt musst du ruhen.
Der Frieden wartet.
Und jetzt verlasse ich dich, dass du mit deinen Entscheidungen lebst.
Ruhe. Ruhe einfach.
Ruhe.
Oh, Scheiße.
Scheiße.
Hört, hört!
-Louis von Bourbon... -Aus dem Weg!
...zweiter Prinz von Geblüt, wird für das Verbrechen des Verrats begnadigt.
-Was? -Der König ist tot.
Lang lebe der neue König auf Anweisung des neuen Regenten,
Ihre Majestät, Königin Catherine.
Der König ist tot,
und meine Schwiegermutter hat die Regentschaft an sich gerissen.
Sie hat mich zum Narren gehalten.
Verpiss dich.
Ich hätte unter keinen Umständen die Regentschaft abgeben dürfen, was?
Nein.
Nein, ich... werde meiner Kusine Königin Elizabeth in England schreiben,
und wenn sie hört, dass eine...
Bürgerliche Frankreichs Thron gestohlen hat,
wird sie mir helfen. Da bin ich mir sicher, trotz unserer...
unserer Differenzen.
Aber zuerst müssen wir uns gemeinsam der Sache widmen.
-Scheiße. -Onkel?
-Unterstützt du mich jetzt? -Ja.
Alles, was gegen Catherine geht.
Die Bourbon Prinzen, seid Ihr bei mir?
Ob ich bei Euch bin? Soll... das ein verdammter Witz sein?
Meine Enkelin hat eine Vision.
Die Unantastbarkeit der Thronfolgeregeln steht auf dem Spiel.
Habt Ihr da die Wahl?
Ich werd drüber nachdenken.
Gehen wir. Ich sterbe vor Hunger.
-Das wird wieder. -Nein, ich bin im Arsch.
-Der Finger... -Der Finger ist weg.
Als Regentin verlegtet Ihr den Hof nach Chenonceaux,
wo Ihr Eure Feinde besser im Auge behalten konntet.
Euch fehlte noch eine letzte Sache, um Euren Sieg über Maria zu besiegeln.
-Tut mir leid, ich kann nicht helfen. -Bitte, ich... ich habe niemanden.
Ich kann nirgendwo hin. Und ich weiß nicht, was ich...
Na gut. Nicht weinen. Ich frage die Köchin, ob sie noch eine Magd braucht.
Danke.
Und als Ihr mich gefunden habt... habt Ihr keine Zeit verloren,
denn Ihr wusstet, Maria hatte an ihre Kusine
Königin Elizabeth von England geschrieben.
Stellt sicher, dass meine Kusine Königin Elizabeth von England das erhält.
Beeilt Euch und lasst Euch nicht aufhalten.
Ein Brief, nehme ich an, der seinen Weg nie zu seinem Empfänger fand,
mit dem man aber Maria austricksen und sie ein für alle Mal los werden konnte.
-Ihr habt eine wichtige Botschaft. -Wie könnt Ihr das wissen?
Da. Möchtet Ihr das haben? Das bringt Glück für Eure Reise.
Soll ich Euch Eure Zukunft weissagen?
Zuerst habt Ihr mein Vertrauen gewonnen, damit ich auf Eure Bitte hin
in Marias Räume nach Beweisen suchte,
für einen Verrat, den es nie gab.
Und dann habt Ihr dafür gesorgt, dass ich Euch verachte,
nur, damit Maria glaubt, dass der Brief,
den sie mich von Euch stehlen ließ, die echte Antwort Ihrer Kusine sei.
MARIA KÖNIGIN VON SCHOTTLAND
Aber jetzt weiß ich, dass dieser Brief, der Maria nach Schottland ruft,
um Euch gemeinsam mit Elizabeth zu entthronen... eine Fälschung ist.
Ich fand eine Kopie von Königin Elizabeths Siegel im Lager Eures Zauberers.
Dass er unser Ausreiten beobachtete, hat mich misstrauisch gemacht.
Du bist sehr clever. Deshalb habe ich dich ausgewählt.
Jetzt, da du es weißt... bist du bei mir oder gegen mich?
Zuerst will ich etwas wissen.
Ihr habt Euren besten Freund, Euren Ehemann,
Euren Sohn geopfert...
...für die Macht?
Nein.
Für die Freiheit.
In dem Falle bin ich bei Euch.
Hier sind meine Bedingungen.
Dachte, du kannst nicht lesen.
Es gibt vieles, was Ihr nicht über mich wisst.
Ein Titel?
Besitz?
-Ein wenig Bildung ist gefährlich. -Es sieht so aus.
Fühlt sich gut an, böse zu sein, nicht wahr?
Sich revanchieren noch besser.
Ganz genau.
Maria, Maria, Maria, Maria, wir müssen sofort abreisen.
Oh, meine Kusine hat auf meinen Hilferuf geantwortet!
Gute Reise.
Die Geschichte wird sich an dich erinnern. Kommt!
Ich würde nichts drauf geben.
Ich lasse nicht zu, dass dir etwas zustößt.
-Was sollte mir zustoßen? -Genau.
Sieht aus, als sei alles verziehen.
Das würde ich nicht sagen.
Aber ich denke, sie erkennt, dass sie nicht regieren kann
ohne Frauen wie mich an ihrer Seite.
Und ich beabsichtige, mich ihrer Sache zu widmen.
-Das war's dann. Schachmatt. -Ganz im Gegenteil.
Ich werde mich den Rest meines Lebens für das revanchieren, was sie uns antat.
Aber bis dahin überzeugen wir sie, dass wir ihre engsten Verbündeten sind.
Mein Heimatland.
Seid gegrüßt.
-Eure Königin ist zurückgekehrt. -Königin Maria, was wollt Ihr hier?
Meine Kusine schrieb mir, sie würde mir in meiner Not helfen.
-Ist sie noch nicht angekommen? -Ihr wisst sicher, dass Eure Kusine
Eure Anwesenheit auf britischem Boden nicht duldet.
-Das ist eine Bedrohung ihrer Herrschaft. -Aber in ihrem Brief stand...
-In... ihrem Brief? -Ja.
Sollte es einen solchen Brief geben,
hat man Euch sicher durch eine Fälschung getäuscht, Euer Majestät.
Also hat am Ende doch Catherine triumphiert.
Und vor nur einer Woche hattet ihr sie alle dort, wo ihr sie haben wolltet.
Jetzt verspricht sie, dass Toleranz das neue Landesgesetz wird
und bricht den Vertrag mit dem heiligen römischen Kaiser.
Keinerlei offizielle Religion. Das wird man dir und deinem Bruder anhängen.
-Mutter, wann bist du endlich still? -Ist das nicht offensichtlich?
Wenn du etwas tust, was mich still sein lässt.
Danke für Eure Loyalität.
Vergesst nicht, meine Loyalität ist Euch nur sicher,
wenn Ihr die beschützt, die mir wichtig sind.
Ihr gestattet.
Traue niemandem.
Untertitel von: Stephanie Geiges
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