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Bisher bei...
Ich träumte, dass Diane starb.
-Und was dann? -Dann starb Henri.
-Dann kennt Ihr den Preis schon. -Diesen Preis will ich nicht zahlen.
Wir sind hier im Namen unserer Nichte, Maria Stuart.
Der König hat ihre Vermählung mit seinem Sohn, dem Dauphin, vergessen.
-Francis heiratet, wenn die Zeit reif ist. -Und wann soll das sein?
Wenn ich so weit bin!
Er hält diese Ehe für keine gute Verbindung.
Was in Gottes Namen weiß Henri über eine gute Ehe?
Du sorgtest dafür, dass ich klein bleibe, weil dir das passt.
Wenn meine Liebe dir geschadet hat, musst du mich wegschicken.
Madame de Poitiers hat etwas zu besprechen.
Die Hochzeit des Dauphin findet wie geplant statt.
Darf ich vorschlagen, wir laden den heiligen römischen Kaiser Spaniens ein?
Den Mann begrüßen, gegen den
Ihr und Euer Vater mehrere Kriege geführt habt?
-Spinnst du? -Frankreich!
Nimmst du heute am Turnier teil?
Ich würde dich gern so sehen wie damals, als wir uns begegneten.
Sag ihm, ich habe im Traum gesehen, dass er stirbt, wenn er nicht aufhört.
Noch einmal.
-Ihr seid böse, wie alle sagen. -Ach, komm schon. Keiner sieht dich.
Habt Ihr denn die Richtige?
Denn wenn Ihr nicht bald eingreift,
findet Maria einen Weg, Königin Frankreichs zu bleiben.
Du hast Besuch.
Euer Majestät.
Hast du deine Herrin erwartet?
Die kommt dich nicht holen. Vielleicht hast du das inzwischen selbst gemerkt.
Setz dich.
Ich nehme an, ich bin die Letzte, die du hier erwartet hast?
Ich wurde verhaftet, weil ich Eure Räume ohne Erlaubnis betreten habe.
Ich dachte nicht, dass meine Situation Euch interessiert.
Aber das tut sie.
Vergebung ist die Basis von Gottes Wort,
besonders für die, die ohne eigenes Verschulden vom Weg abgekommen sind.
Ich vermute, Catherine hat dich in meine Räume geschickt.
So wie ich vermute, dass sie mit den schwarzen Künsten liebäugelt.
Aber mir fehlt der Beweis für beides.
Vielleicht verhilfst du mir zu dem, was ich suche.
Sicher hast du viel Unschmeichelhaftes über mich gehört.
Und jetzt fragst du dich, ob du mir trauen kannst. Ich verstehe dein Dilemma.
Aber lass mich dir mein wahres Wesen zeigen...
damit du besser entscheiden kannst, auf welcher Seite du sein willst.
Hättest du mich an meinem Hochzeitstag gesehen,
würdest du schon eher verstehen.
Es war ein Tag, von dem ich dachte, Gott hat ihn so gewollt.
Bis ich merkte, dass da andere... finstere Kräfte am Werk sind.
Henri!
Henri.
König Henris tragischer Sturz war für alle außer einer eine Überraschung.
Versucht nicht zu sprechen.
Schütze meine Kinder. Schütze sie, so wie du mich beschützt hast.
Ihr werdet hier sein und sie selbst beschützen. Ok? Ihr werdet hier sein.
Du hast das Lügen noch nicht verlernt, wie ich sehe.
Na los!
Her damit, sofort.
Lass mich durch.
Eure Anwesenheit wird nicht mehr benötigt, Madame.
-Er braucht mich. -Das ist eine Familienangelegenheit.
Henri!
Nein. Bitte nicht.
Warum hast du nicht aufgehört, als ich es dir sagte? Warum?
Warum?
Ich wollte, dass sich dein Traum erfüllt.
-Nein. -Weil ich weiß, dass du es wolltest.
Nein! Ich sagte, du sollst aufhören!
-Du hättest mich nie lieben dürfen. -Was?
Ich liebe dich immer noch.
Dann tust du mir leid... als Narr.
Ein äußerst unglücklicher Unfall... und an Eurem Hochzeitstag.
Ein Tag, der voller Freude sein sollte, ist jetzt von Tragik getrübt.
Der König ist stark. Sicherlich wird er überleben.
Er hat eine Stange im Auge.
In solchen Zeiten sollten wir Trost in unserem Glauben suchen.
-Vielleicht ein Gebet? -Ja. Ja.
-Führst du uns, Onkel? -Natürlich.
Aber werden unsere Brüder Bourbon von unserer katholischen Liturgie beleidigt?
Heute sind wir vor allem Franzosen, denke ich.
Es freut mich sehr, dass Ihr das sagt.
In solch finsteren Zeiten müssen wir uns alle nach dem Licht ausstrecken.
Ich wäre zum Beispiel bereit, ein Bündnis mit Frankreich zu fördern,
um den englischen Thron zu sichern.
Falls, Gott behüte, der König die Nacht nicht überlebt,
und die neue Königin... von Frankreich und Schottland
zufällig auch die rechtmäßige Königin von England ist.
-Seht Ihr? -Das wäre sehr praktisch.
Ah. Lasst uns hinknien.
Wirklich? Ich knie nicht.
Wie geht es meinem Vater?
Leider können wir den Splitter nicht aus seinem Auge entfernen,
ohne sein Leben zu riskieren.
Es ist gut. Alles gut. Alles gut, Francis.
Schön langsam atmen, ja? Weißt du noch? Wie kaltes Wasser nippen.
Ich bin nicht bereit, Maria.
Wenn Gott will, dass du König wirst,
musst du nur vertrauen, dass er dich vorbereitet.
Wir sind an Eurer Seite.
-Lasst uns Eure Stützen der Kraft sein. -Und des Glaubens.
Stützt Euch auf uns, Francis, und alles wird gut.
Auf uns könnt Ihr Euch auch stützen, nicht vergessen. Wie... auf einen Stuhl.
-Wie bitte? -Wir sind wie... die Beine eines Stuhls.
Auf dem man sitzt, wisst ihr. Stabil.
Komm mit mir.
Na, Ihr hättet Euch keine bessere Zeit wünschen können
für Euer Unheil, nicht wahr?
-Ich spiel die Figuren, wie ich sie finde. -Das ist kein Schachbrett, Charles.
Diese Leute sind zufällig meine Familie.
Ihr könnt nicht erwarten, dass ich mich an ihrer Vernichtung beteilige.
Aber das tun Familien doch. Stück für Stück und dann alles auf einmal.
-Keiner entkommt lebend. -Was stimmt mit Euch nicht?
Wenn Ihr den König operiert, müsst Ihr euch des Erfolges gewiss sein.
-Natürlich. -Wie lautet die Anklage?
Hat seine Mutter im Schlaf ermordet,
das Haus seines Nachbarn wegen eines Geldstreits angezündet,
-und Unanständigkeit mit einem Kind. -Fangt mit ihm an.
Nein. Nein. Nicht! Wartet. Wartet!
Bitte, bitte. Nicht!
Nein! Ah!
Hoch mit ihm.
Jetzt nehmt ihn raus.
Los!
-Der Nächste. -Nein. Bitte nicht. Nein, nein.
Das ist doch reiner Wahnsinn.
Oh, Catherine.
Großartige Nachrichten. Der König hat sich erholt. Komm und setz dich zu uns.
Der König hat sich erholt.
Francis, dein Vater will zu deiner Hochzeit einen Toast aussprechen.
Hervorragende Idee.
-Er muss sich ausruhen. -Unsinn. Ihm geht es gut.
Mehr Wein.
-Nein. -Es geht ihm gut.
Es... es geht ihm gut. Was? Dir geht's gut.
Musik! Wir müssen das Wunder feiern.
Es geht ihm gut. Vielleicht hat Catherine recht.
Du musst dich ein wenig ausruhen. Ich halte dich.
Henri.
So.
Perfekt.
Ich halte dich. So. Ich halte dich.
So. So. Ruh dich aus.
Das ist gut.
Da ist kein Puls.
Nein, es geht ihm gut. Sagt es ihnen. Es geht ihm gut.
-Tut mir leid. -Nein. Es geht ihm gut.
Es geht ihm gut. Nein. Alles gut.
Es geht ihm gut. Was? Henri.
Henri? Nein. Nein.
Nein, Henri.
Du bist nicht tot, mein Liebster. Verlass mich nicht.
Lass mich nicht allein.
Verlass mich nicht. Henri.
Catherine.
Hilf mir, Kusine. Hilf mir.
Kusine.
Madame de Poitiers... der König ist tot.
Nein. Nein.
Er ist nicht tot. Es geht ihm gut. Bitte verzeih mir.
Bleib. Bleib bei mir.
Bitte. Henri.
Schaut nicht so bedrückt. Eben ist Euer Schiff eingelaufen.
Was wir für ein Wunder Gottes gehalten hatten, stellte sich als Tragödie heraus.
Deine Herrin wollte ihrem Zauberer die Schuld am Todes ihres Mannes anhängen.
Aber sie hatte selbst dafür gesorgt.
Du hast mich angelogen!
Du hast gesagt, ich habe die Wahl!
Und ich wollte, dass er lebt, aber er ist gestorben!
Sag mir, warum er tot ist!
Vielleicht weil er, so wie ich, nicht an Zauberei glaubt.
Er wusste, was Ihr wirklich wolltet, war sein Tod.
-Nein! Das wollte ich nicht! -Doch, das wolltet ihr.
Ihr wusstet, dass er im Tod Euch gehört, wie er es im Leben nie getan hatte.
Mein Kind.
-Ihr wolltet mich sprechen? -Das wollte ich. Das will ich.
-Wie geht es dem neuen König? -Er ist... von Trauer überwältigt.
Verständlich.
Zum Glück hat er dich, wenn er so vermindert ist.
Ich habe ihm Treue vor Gott geschworen. Nichts kann zwischen uns kommen.
-In der Tat. -Ja, und wenn wir beim Thema sind:
Ich glaube, Gott hat dich und deinen Mann aus einem Grund ausgewählt.
Gemeinsam können wir Europa unter einem wahren Glauben vereinen.
Ich werde meine Berufung annehmen.
Ich glaube sehr daran, dass es deine Berufung ist, Maria, und will dir helfen.
Aber... werden die anderen Mitglieder des Staatsrates
ein solches Bündnis nicht ablehnen?
Ja. Das könnte sein.
Aber denk daran, dass jeder, der sich dir widersetzt, nicht vertrauenswürdig ist,
ganz egal, zu welchem Glauben er sich bekennt.
Ja.
Wer sich mir widersetzt, widersetzt sich der Kirche.
Ganz genau.
Die Einbalsamierer haben das Herz des Königs entfernt.
Also habe ich es genommen.
Trinkt.
Ihr werdet seine lebendige Grabstätte sein.
Mit dem Tod ihres Mannes
bekam Catherine endlich die Rache, die sie sich so lange gewünscht hatte.
Du hast immer noch mich. Ich werde dich nie verlassen.
Sag keine Dinge, die du nicht meinst.
Ich erinnere Euch daran, dass Weiß als Trauerfarbe Tradition hat.
Ich bevorzuge Schwarz. Erinnert die Menschen an ihren Verlust.
-Hat Ruggieri Euch das gesagt? -Ja.
Ich finde, es ist Zeit, dass Ihr Ruggieri dahin zurückschickt, wo er herkam.
Findet Ihr nicht?
Er macht dich nervös.
Er macht mich nervös, weil er die dunkleren Seiten Eures Wesens anspricht,
die mir viel mehr Angst machen als er.
Die dunkleren Seiten meines Wesens werden immer mein Überleben sichern...
-...und deines auch. -Ist das nicht ein bisschen vorschnell?
Dein Vater hat immer an dich geglaubt.
-Ich weiß, du wirst dem gerecht werden. -Danke, Mutter.
-Ich hoffe, du hast recht. -Ich habe keinen Zweifel.
Die Trauer steht Euch. Sie verstärkt Eure natürliche Schönheit.
Ich wünschte nur, ich könnte bleiben und... Euch besser kennenlernen.
Ziemt sich eine solche Rede bei der Beerdigung meines Mannes?
Wieso nicht? Ihr seid nicht länger vergeben.
Und nach allem, was ich höre,
war die Ehe ja keine besonders glückliche, oder?
Ich dachte, ich spürte während des Gottesdienstes etwas zwischen uns.
Da lagt Ihr falsch.
Der Gedanke bereitet mir sogar Übelkeit.
Wie schade. Die Wahrheit ist, dass ich Beerdigungen immer...
leicht erotisch fand.
Das sind wohl die vielen großen Gefühle, die da zur Schau gestellt werden, was?
Wisst Ihr, Ihr seid die Intelligenteste von dem ganzen trostlosen Haufen.
Leider werdet Ihr nie an die Macht kommen. Ihr wärt ein ebenbürtiger Gegner gewesen.
An Eurer Stelle würde ich Frankreich sofort verlassen.
Ihr seid nicht länger willkommen.
Ich kann Gott nur danken, dass diese schlimmen Ereignisse
die Verhandlungen zwischen unseren Ländern stoppten.
Ganz im Gegenteil. Ihr werdet sehen, der Tod des Königs
hat den Entschluss Eurer Schwiegertochter nur verstärkt,
ein vereintes, katholisches Europa zu führen,
was ich mit Begeisterung fördere.
Ein Kind mit einem Sinn für sein religiöses Schicksal
ist wie ein Vierjähriger, der mit einer Fackel in einer Scheune herumläuft.
Ich werde sie aufziehen und zusehen, wie das dumme Mädchen das Land niederbrennt.
Ich bedaure nur, dass mein alter Freund Francis meinen Sieg nicht mehr miterlebt.
Ich überlasse Euch Eurer Trauer. Wie gesagt, sie steht Euch gut.
Finde heraus, wohin Montmorency geht, wenn er nicht bei Hofe ist.
Er hat sich am Ende der Messe nicht bekreuzigt.
Wie Ihr wünscht.
Ja, ja, ja...
-Ich sollte nicht mehr herkommen. -Warum nicht?
Man trifft nicht jeden Tag jemanden,
der es genauso mag, wie man es selber möchte.
Das ist keine Kleinigkeit. Das sollte man nicht verachten.
Du legst zu viel Wert auf Sex und sinnliche Vergnügen allgemein.
Was gibt es sonst, wenn man Glück hat, lebend aus dem Geburtskanal zu kommen
und jeden Moment durch Schnupfen tot umfallen kann?
Hör zu.
Ab sofort wird es für dich und deinen Bruder schlecht laufen.
Vielleicht bin ich da schwach, aber...
ich kann mir keine wirren Loyalitäten erlauben.
Ich bin geschmeichelt, dass Ihr Wirrungen für möglich haltet.
-Nein. -Das werdet Ihr bereuen.
Trotz Eurer Bemühungen mit mir ähnelt Ihr fast einem menschlichen Wesen.
Du wirst doch jetzt nicht emotional, oder?
Weiß ich noch nicht.
-Vielleicht werde ich das. -Das ist unmöglich.
Unsere Familien verachten sich gegenseitig und wir sind sicher verwandt.
Alle sind doch verwandt!
Stimmt. Leb wohl, Antoine. Viel Glück.
Nach dem Gespräch mit dem heiligen römischen Kaiser
wusste ich, es ist meine Pflicht, Frankreich auf den rechten Weg zu bringen.
Also besprechen wir das neue Bündnis
zwischen Frankreich und dem heiligen römischen Kaiser,
um den Anspruch meiner Frau auf den englischen Thron zu sichern.
Wir ziehen ein Bündnis in Betracht, aber wir wollen die Bedingungen wissen.
Wir geben keine Blankoschecks aus.
Nein. Ich glaube, ihr versteht das falsch.
Das Bündnis wird es geben. Der König hat es bereits aufgesetzt.
Ohne die Zustimmung des Staatsrates?
Was glaubt Ihr, was die Protestanten dazu sagen?
-Interessant, dass Ihr das sagt. -Was genau ist hier los?
Frankreich nimmt jetzt seinen Platz in der Geschichte ein.
-Das ist absurd. Montmorency, sag's ihnen. -Montmorency hat nichts damit zu tun.
Der Kaiser stellt seine Truppen unserer Sache zur Verfügung,
in einem mächtigen Bündnis, das auch den letzten Ungläubigen
in Schrecken versetzt,
im Tausch gegen unsere religiöse Reinheit.
Und wie schlagt Ihr vor, dass wir das tun, Kind?
Ein Erlass, der den Protestantismus im Lande illegal macht.
-Ist das ein Witz? -Francis, das ist nicht klug.
Das ist verdammter Wahnsinn und sonst nichts.
Ist das dein Werk? Das ist nicht lustig.
-Ich lache nicht. -Hör mir zu, Francis.
Der heilige römische Kaiser war deinem Großvater eine Plage.
Er nahm deinen Vater und Onkel als Kinder gefangen und folterte sie.
Du darfst ihm nicht trauen.
Scheiße...
Verzeih mir, Mutter, wenn mich dein Rat nicht umstimmt.
Du hattest mir nie viel zu sagen. Warum sollte sich das ändern?
Und doch hat Eure Mutter in diesem Fall recht.
Ihr schlagt da einen sehr gefährlichen Weg ein.
Der rechte Weg steckt immer voller Gefahren.
Francis, ich bin deine Mutter und will dich nur beschützen.
-Das hast du früher anderen überlassen. -Das war nie meine Wahl.
Darf ich nur sagen, dass wir nicht grausam sind.
Hm? Aufgrund der treuen Dienste der Bourbons für die Krone
geben wir ihnen sogar die Chance,
ihrem Protestantismus zu entsagen und den katholischen Glauben anzunehmen.
-Nach Zahlung einer hohen Summe. -Ich würde
mich sehr freuen, Euch die Beichte abzunehmen.
-Was, jetzt sofort? -Ja.
Tut mir leid, aber warum redet eine Jungfrau,
die nie etwas anderes las als Kinderbücher, mit mir?
Redet nicht so mit ihr. Ich sage es nicht nochmal.
-Klappe. -Das bedeutet Krieg.
In diesem Fall folgt Ihr Eurem König in die Schlacht.
Also schwört Ihr ihm nicht ab, hm?
-Verpiss dich. -Auch gut. Unterschreib.
Ihr verstoßt jetzt gegen einen königlichen Erlass.
-Was wollt Ihr tun? Uns verhaften? -Verbannung erscheint angemessener.
-Nicht wahr, mein König? -Ja.
-Verbannung. -Das könnt Ihr nicht tun.
Wie Ihr seht, tun wir es gerade.
Wache, geleitet die Prinzen von Geblüt sofort aus dem Palast.
-Wo sollen wir jetzt hin? -Sibirien. Da soll die Luft gut sein.
Ihr macht einen bösen Fehler.
Im Gegenteil, Euer Sohn wird der Erlöser des katholischen Europas.
-Los. -Schlampe.
-Hey, Finger weg von mir! -Miese Schlampe.
Raus mit ihnen.
Ich hab deine Mutter gefickt! Nahm sie richtig ran. Weißt du was?
Du hattest recht. Sie mag's gern rau!
Ich verstümmele dich.
Du bist der Nächste, Fettarsch.
-Reicht's? -Scheiße.
Ich kann ihre süße katholische Möse immer noch schmecken.
Raus mit ihnen.
Nach Unterzeichnung der Proklamation machten wir uns umgehend daran,
das Königreich von der protestantischen Bedrohung zu befreien.
Was wollt ihr?
Wir verhaften ihn aufgrund des Verdachts des Protestantismus.
-Er ist kein Protestant. Oder? -Was ist ein Protestant?
Ihr kriegt es mit der Königinmutter zu tun!
Wir führen den Befehl des Königs aus.
Ich hatte nie an der Hingabe meines Mannes an die Kirche gezweifelt.
Aber seine Mutter könnte gefährlich werden,
wenn wir sie nicht auf unsere Seite ziehen.
Euer Majestät, wem verdanke ich diese Ehre?
Ich glaube, ich sehe das Licht des Herrn, unseres Erlösers in dir.
-Er steht den Leidgeprüften nahe. -Wirklich? Davon merke ich nichts.
Dann hast du wohl nicht den richtigen Weg gefunden.
Was habt Ihr im Sinn?
Deine Herrin hat einen Zauberer in ihrem Gefolge.
Man munkelt, er lockte sie zu den schwarzen Künsten, und du bist dagegen.
Selbst wenn das wahr wäre... ich wüsste nicht, warum ich es Euch sagen sollte.
Die Gesetze in Bezug auf jegliche Ketzerei sind sehr streng,
und ich möchte nicht, dass deine Herrin irregeführt wird.
Wenn du mir also die Information bringst, die ich brauche,
sorge ich dafür, dass du nicht für die Verbrechen deiner Herrin büßt.
Haben wir uns verstanden?
Gut.
-Aabis? -Ich brauche Eure Hilfe.
Ich bin nicht in der Lage, irgendjemandem zu helfen, fürchte ich.
Man hat meinen Lehrling wegen Ketzerei verhaftet.
-Nimm dir einen neuen. -Ich brauche ihn aber.
-Warum? Was ist an ihm so besonders? -Er hat sonst niemanden in der Welt.
Er hat sich an mich gehängt.
Ich sehe, was ich tun kann.
-Was sollte das denn? -Nichts, was dich etwas angeht.
Ich habe die gewünschte Information.
Sag sie mir.
-Erst muss ich an meine Zukunft denken. -Was willst du denn?
Ich will meine Freiheit, weit weg vom Hofe und den Machtspielen,
die Euch so aufzehren.
Meinst du, mir macht das Spiel Spaß?
Ich glaube, wenn Ihr Notwendigkeit vorschützt,
bereitet euch das mehr Vergnügen, als Ihr zugeben wollt.
Jetzt, da Henri tot ist und Eure Kinder erwachsen sind,
könntet Ihr den Hof verlassen und in friedlicher Vergessenheit leben.
Aber das werdet Ihr nicht.
Ihr sagt, es sei für Frankreich, aber ich weiß es besser.
Wie traurig.
Meine liebste und älteste Freundin... wie wenig du von mir weißt.
Seid Ihr Euch da sicher? Ich schlage vor, Ihr unterschätzt mich nicht.
Niemals.
"Also ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christum,
dass wir durch den Glauben gerecht würden.
Nun aber der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeister.
Denn ihr seid alle Gottes Kinder durch den Glauben an Christum Jesum.
Denn wieviel euer auf Christum getauft sind..."
Gefährliche Beschäftigung heutzutage.
"Hier ist kein Jude noch Grieche..."
Ich frage mich, was Euch reitet. Habt Ihr wirklich Gott gefunden?
Danke.
Heute nicht.
-Es ist das Mädchen, nicht wahr? -Nicht so, wie Ihr meint.
-Danke. -Sie gab meinem Leben einen Sinn.
Das einzig reine Ding, das ich in dieser Welt je sah.
Wie ein wahrer Christ.
-Danke. -Was wollt Ihr?
Das Gleich wie Ihr, Frieden.
Eine Zukunft, in der ein Mädchen wie sie nicht um sein Leben fürchten muss.
Helft mir, das Gleichgewicht im Land wieder herzustellen.
Das wisst Ihr so gut wie ich. Das hat König Francis uns gelehrt.
-Euch vielleicht. Mich schickte er weg. -Und ich rufe Euch zurück.
Weil Frankreich Euch braucht.
Es sei denn, Ihr wollt der Nächste sein, den Maria hängen lässt.
Jeder muss irgendwie sterben. Ist Hängen da so viel schlimmer?
Was ist mit dem Mädchen? Und allen anderen hier drin?
Beschützt sie.
Helft mir, meinen Sohn zur Vernunft zu bringen. Ihr wart doch ein Mann der Tat.
Es ist Zeit zu handeln.
Eure arme Mutter.
Es bricht ihr das Herz, wenn sie das erfährt.
Wenn ich bedenke, welche Opfer sie für Euch gebracht hat.
Vielleicht können wir ihr sagen,
-dass wir zu Besuch kommen. -Ja.
Es ist nur eine Frage der Zeit. Sie wird es im Dorf hören.
So wie die Frauen gern tratschen. Die werden sich als unsere Herren aufspielen.
Die Bourbon-Jungs im Exil.
Irgendwann müssen wir uns alle den Tatsachen stellen.
Ihr hattet einen Job: Einfluss zu nehmen. Das habt ihr nicht geschafft.
-Stimmt. Wir sind Versager. -Ich verstehe kaum, wie das passiert ist.
Nicht, Louis? Ich schon.
Ihr seid Prinzen von Geblüt und lässt euch ausmanövrieren
von einer Familie von Schweinefickern!
-Entschuldige, Papa. -Entschuldige, Papa.
Wir sind keine Schweine, die man fickt! Wir sind die Bourbons!
Wenn schon, dann ficken wir!
Mein Entschluss steht fest. Ihr könnt nicht heim. Ich verbiete es.
Ich habe nicht zeitlebens gerackert, damit ihr am Boden rumkriecht.
Wo zum Teufel sollen wir dann hin?
Keine Ahnung. Lass uns nachdenken. Es gibt ja noch Navarra.
-Da bist du ja König, Antoine. -Ich kann nicht.
Protestantismus ist Staatsreligion.
Und soweit ich weiß, hast du da auch eine Ehefrau.
-Sie ist furchtbar. -Ich hasse Navarra, verdammt.
-Kein Musik, kein Wein. Essen ist scheiße. -Ja, stimmt.
Gut, ich gebe euch zwei Wochen. Dann ist mir egal, wohin ihr geht.
Ich geh nicht nach Navarra.
-Ich kann nicht. -Nein, du kannst nicht.
-Wer ist da? -Ich weiß nicht.
Allerdings... gibt es vielleicht noch eine andere Option.
Ah, Montmorency, was verdanken wir die Ehre Eures Besuchs?
Ihr müsst an den Hof zurückkehren
und Eure rechtmäßigen Sitze im Staatsrat einnehmen,
mit all Euren Titeln und Besitztümern zurück.
Nichts wäre uns lieber als das, aber was schlagt Ihr da vor?
-Wir sind Verbannte auf der Flucht, -Ohne Sinn im Leben.
-Kurz vor dem Müllhaufen der Geschichte. -Verzeiht meinem jüngeren Sohn.
Er hat eine Art existenzielle Krise.
Beachtet ihn nicht. Aber im Ernst, habt Ihr einen Plan?
Ja. Schneidet den König von Marias Einfluss ab.
Er betet sie an, falls Ihr es nicht gemerkt habt.
Deshalb muss die Trennung durch Gewalt stattfinden.
Etwas Zeit allein mit seinen Onkeln,
um ihn an die Vorzüge religiöser Toleranz zu erinnern.
-Klingt praktikabel. -Danke, Antoine.
Ihr sprecht davon, den König zu entführen, wenn ich mich nicht irre.
Das ist nicht im Entferntesten praktikabel.
Ja. Wenn die Guises das erfahren, erklären sie uns den Krieg.
Die Guises werden es nicht erfahren.
Der König wir von unbekannten protestantischen Kämpfern ergriffen.
Ihr verhandelt seine Freilassung, tötet die Kämpfer
und bringt ihn in einem Akt des Patriotismus unversehrt zurück
und beweist somit dem französischen Volk,
dass Protestanten nur das Beste für den König wollen.
Klingt mir riskant.
Ihr könnt aber auch in Navarra leben.
-Gott, nein. -Aber wahrscheinlich nehmen Maria
und der heilige römische Kaiser irgendwann das protestantische Reich ins Visier.
Vater, was meinst du?
Montmorency, wenn meine Söhne den König von seiner Frau trennen,
öffnet ihm das die Augen?
Ehrlich gesagt bin ich mir nicht sicher.
Ich glaube nicht an ihn, wie es seine Mutter tut,
aber es könnte eure einzige Chance sein.
Na schön.
Es ist wagemutig. Es ist riskant.
Einerseits ist es unglaublich dumm.
Andererseits... genial.
Denn die Menschen sind wütend. Und wenn uns das gelingt,
könnten wir ihre Herzen für uns gewinnen und vielleicht...
am Ende doch als Sieger dastehen.
Gefällt mir.
Wenn es nicht klappt, konvertiere ich zurück, verdammt.
Und wie entführt man einen König?
In ein paar Tagen reist der König mit einer kleinen Eskorte
durch den Wald in der Nähe von Chambord.
Bei dieser Reise wird seine Kutsche ungeschützt sein.
-Woher wisst Ihr das? -Weil ich dafür sorgen werde.
Ich bin darauf aufmerksam geworden,
dass wir nicht alle Protestanten im Lande ausgemerzt haben.
Es gibt sogar eine geheime Zelle, die den heidnischen Glauben praktiziert,
nicht weit von unserem Standort hier.
Zu den Mitgliedern könnten sogar gewisse... hochrangige Hofbeamte zählen.
Der Standort dieser geheimen Zelle
wurde mir durch eine vertrauenswürdige Quelle zugespielt.
-Wir müssen die Verräter sofort bestrafen. -Maria, ich muss dich warnen...
Königin Maria, Onkel, oder Euer Majestät, wenn euch das lieber ist.
Euer Majestät, es ist bereits zu viel Blut vergossen worden.
Man kann die Menschen auch zu weit treiben.
Sie haben ihre Landsleute an Bäumen baumeln sehen.
Es ist eine Sache, reiche Protestanten zu verhaften,
und eine andere, ständig die Bauern anzugreifen.
Unser Standpunkt ist klar.
Mich interessieren keine Standpunkte.
Ich will, dass Frankreich von allen Ungläubigen gesäubert wird,
ganz egal, wo ich sie finde, denn die Zukunft Europas hängt davon ab.
Die Menschen werden die Regeln nicht hinterfragen...
wenn sie wissen, dass der König fest dahinter steht.
Ja. Gut gesagt. Ich hatte Eure Unterstützung nicht erwartet.
Aber wir freuen uns darüber. Nicht wahr, mein König?
-Ja. In der Tat. -Ja.
Wir müssen einen Weg finden,
das Engagement des Königs für die neuen Regeln zu demonstrieren.
Na schön. Wir machen Folgendes.
Ich und mein Bruder werden diese geheime Sekte selbst aufsuchen.
-Wir kümmern uns darum. -Nein.
Nein. Der König sollte uns führen und die Ungläubigen selbst stellen,
das sendet eine klare Botschaft aus.
-Stimmt, aber das Problem ist... -Wer weiß, ob der König das schafft.
Ganz genau.
Zweifelt nicht an seiner Entschlossenheit.
Das Volk soll wissen, wo ich in dieser Sache stehe.
Und das tut es.
Es stimmt, meine Atmung ist ein Problem, aber ich bin nicht kraftlos.
Natürlich, Euer Majestät. Aber es handelt sich um eine gefährliche Sache.
-Bei allem Respekt, der König ist krank. -Nein. Der König ist gesund.
Er... Francis, ist doch gut, hm? Alles ist gut. Ja?
Ja?
-Alles in Ordnung. -Mir geht es gut.
Es geht ihm gut.
Vielleicht sollte man an Eurer Entschlossenheit zweifeln, hm?
Man sagt, sogar die katholische Kirche
sei nicht frei von Ketzern. Ich warne Euch. Ich lasse nichts unversucht.
Ihr seid entweder für uns oder gegen uns.
Wir sind für Euch.
Natürlich.
Komm, Francis.
Ok, worauf wollt Ihr hinaus?
Er ist nicht in der Verfassung für so etwas.
Stimmt.
Aber er hat Gott auf seiner Seite.
Ihr solltet besser wissen, was Ihr tut.
Denn unsere Nichte ist durchgedreht,
-falls Ihr es nicht bemerkt. -Überlasst es mir.
-Ich kümmere mich drum. -Das macht mir ja Sorgen.
Noch einer von Mutter hochgejubelt... und jetzt der heilige römische Kaiser.
Maria hält sich für die scheiß Jungfrau von Orleans.
Francis...
...ich muss dich bitten, dein Bündnis
-mit dem römischen Kaiser zu überdenken. -Warum sollte er?
-Wir haben das besprochen. -Francis, bitte.
Ich muss dich bitten, es zu überdenken, bevor wir unser Ziel erreichen.
Was passiert denn sonst an unserem Ziel, Mutter?
Ich will nur nicht, dass dir was passiert.
-Ist das eine Drohung? -Natürlich nicht.
Du zweifelst an meinen Führungsfähigkeiten, oder?
Du hast nie an mich geglaubt, wie Vater es tat
oder wie Maria es tut. Sie war immer für mich da.
Das können wir später besprechen, wenn du nur jetzt auf mich hörst.
Kein Wunder, dass Vater Diane liebte. Du hast ihm nie Liebe geben.
Du warst kalt. Das habe ich immer gespürt.
Hast ein schwarzes Herz, wie alle sagen.
Vielleicht lag es an deinem schwarzen Herz, dass ich so krank geboren wurde,
wenn das der wahre Grund ist, warum man dich die Schlangenkönigin nennt.
Francis. Schon gut. Hilfe, Hilfe. Bitte.
Bitte, bitte, helft. Bitte. Francis.
Ob indirekt oder nicht, ich glaube, Catherine war dafür verantwortlich,
was mit meinem Mann, dem König, passierte.
Jetzt weißt du, warum du meine Seite wählen musst.
Danke, dass Ihr mir die Augen geöffnet habt.
Meine Seele fühlt sich gereinigt an.
Ich schrieb meiner Kusine in England und bat sie um Hilfe.
Wenn uns Eines vereint, ist es unser Hass auf diese bürgerliche Königin.
Ich glaube, dass Catherine ihre Rückantwort abgefangen hat.
Ich brauche den Brief zurück. Du kannst ihn finden.
Kann ich auf dich zählen?
Es wäre mir eine Ehre, Euch zu helfen,
Frankreich von der Schlangenkönigin zu befreien.
Gut.
MARIA KÖNIGIN VON SCHOTTLAND
Finde ihn und bring ihn mir.
-Beeilung, spornstreich. -Ja, Euer Majestät.
Ich hörte dich nicht hereinkommen.
Ich kam, so schnell ich konnte.
Königin Maria ließ dich laufen.
Warum?
Ich erzählte ihr einen Haufen Lügen über Euch. Jetzt vertraut sie mir.
-Sie schenkte mir sogar dieses Kleid. -Das überrascht mich nicht.
Du bist ein kluges Mädchen.
-Bist du wütend auf mich? -Natürlich nicht. Ihr seid meine Freundin.
In der Tat. Und du hast eine wertvolle Lektion gelernt,
dass einer Königin nie ein legitimer Grund fehlt, ein Versprechen zu brechen.
-Soll ich Euch ein Bad einlassen? -Wie aufmerksam.
Untertitel von: Stephanie Geiges
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