Afrikaans
Akan
Albanian
Amharic
Arabic
Armenian
Azerbaijani
Basque
Belarusian
Bemba
Bengali
Bihari
Bosnian
Breton
Bulgarian
Cambodian
Catalan
Cebuano
Cherokee
Chichewa
Chinese (Simplified)
Chinese (Traditional)
Corsican
Croatian
Czech
Danish
Dutch
English
Esperanto
Estonian
Ewe
Faroese
Filipino
Finnish
French
Frisian
Ga
Galician
Georgian
German
Greek
Guarani
Gujarati
Haitian Creole
Hausa
Hawaiian
Hebrew
Hindi
Hmong
Hungarian
Icelandic
Igbo
Indonesian
Interlingua
Irish
Italian
Japanese
Javanese
Kannada
Kazakh
Kinyarwanda
Kirundi
Kongo
Korean
Krio (Sierra Leone)
Kurdish
Kurdish (Soranî)
Kyrgyz
Laothian
Latin
Latvian
Lingala
Lithuanian
Lozi
Luganda
Luo
Luxembourgish
Macedonian
Malagasy
Malay
Malayalam
Maltese
Maori
Marathi
Mauritian Creole
Moldavian
Mongolian
Myanmar (Burmese)
Montenegrin
Nepali
Nigerian Pidgin
Northern Sotho
Norwegian
Norwegian (Nynorsk)
Occitan
Oriya
Oromo
Pashto
Persian
Polish
Portuguese (Brazil)
Portuguese (Portugal)
Punjabi
Quechua
Romanian
Romansh
Runyakitara
Russian
Samoan
Scots Gaelic
Serbian
Serbo-Croatian
Sesotho
Setswana
Seychellois Creole
Shona
Sindhi
Sinhalese
Slovak
Slovenian
Somali
Spanish (Latin American)
Sundanese
Swahili
Swedish
Tajik
Tamil
Tatar
Telugu
Thai
Tigrinya
Tonga
Tshiluba
Tumbuka
Turkish
Turkmen
Twi
Uighur
Ukrainian
Urdu
Uzbek
Vietnamese
Welsh
Wolof
Xhosa
Yiddish
Yoruba
Zulu
Hallo Stefan, wie geht's?
Danke, gut.
Wie geht's dir denn so?
Na ja, es muss.
Und wie ist es, mit diesen Leuten zusammen zu wohnen?
Man sieht dich so selten online.
Ach du, es macht voll viel Spaß.
Es ist halt besser, als alleine zu wohnen, ne?
Am Anfang war es halt ein bisschen schwer.
Jeder hat nur an sich gedacht und so, ne?
Aber wenn man so ein bisschen Rücksicht aufeinander nimmt,
dann ist es halt schon schöner, als alleine zu wohnen.
Hm, klingt gut.
Kann man euch nicht mal besuchen?
Klar, komm vorbei.
Was hast du denn jetzt so vor?
Wenn's dich interessiert, kannst du ja gucken, wie wir so zusammenleben.
Cool, mach ich gerne.
Auf die Dauer geht es einem auf die Nerven, online
zu sein und darauf zu warten, dass etwas passiert.
Ich weiß nicht, wie es kommt.
Na ja, vielleicht hab ich schon zu viele Enttäuschungen erlebt.
Im Grunde genommen bin ich ziemlich einsam.
Ich surfe stundenlang durch das Netz, ohne Ende.
Aber es passiert nicht viel Neues.
Mit den meisten hab ich schon geschlafen.
Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf.
Ich will die Zeit noch ausnutzen, bevor ich alt werde.
Warum ist Lester ein Teil der schwulen Identität?
Ist das der schwule Selbsthass?
Nur weil wir irgendwann einmal gedemütigt wurden,
müssen wir uns nicht gegenseitig fertig machen.
Ich bin von der schwulen Szene so eingeschüchtert worden, dass ich
inzwischen überhaupt nichts mehr damit zu tun haben will.
Du hast Angst vor realem menschlichem Kontakt.
Du wartest darauf, dass eine Beziehung wie von Zauberhand auftaucht und doch
präsentierst du nur deinen Schwanz im Internet.
Deine Glücklichkeit ist deine eigene Verantwortung und nicht die deines
zukünftigen Freundes.
Suche nach einer Beziehung.
Nicht weil du unglücklich bist, sondern weil du so glücklich bist,
dass du deine Glücklichkeit unbedingt mit jemandem teilen möchtest.
Denke aber auch daran, dass ein Orgasmus ein paar Sekunden dauert.
Eine Freundschaft kann aber ewig sein.
Liebe eine echte Freundschaft, die dich begeistert, als eine forcierte
Beziehung, um deinen Selbstwert zu validieren.
Viele von uns haben Angst, jemandem zu verabschieden.
Viele von uns haben Angst, jemandem zu verabschieden, um gerade ins Gesicht zu
sehen und die Sache mit einem Gespräch zu beginnen, um dann feststellen zu können,
dass der Typ ein Mensch ist und nicht nur ein Schwanzträger,
den man benutzen kann und dann wegwerfen kann.
Warum verachten wir uns gegenseitig?
Warum schreibt jeder Zweite auf Gay-Romeo-Tunden zwecklos?
Warum lügen wir uns ein Profil zusammen, dem wir nicht annähernd entsprechen?
Durch die Unterdrückung der Schwulen sind der Sex und die Abenteuer um ihn herum so
wichtig geworden, dass es vielen zur Hauptbeschäftigung geworden ist.
Die meisten versuchen aus Angst vor dem Alter, dem Sex hektisch nachzujagen.
Die Alten werden aggressiv, weil die Jungen sie verachten.
Wenn die Zeit kommen soll, wo Schwule nicht nur den Hauptwert auf den Körper
legen, dann wird das Alter auch nicht so ein grauenhaftes Problem sein.
Die Gefahr ist, dass wir zum Schluss so abgestumpft
sind, dass wir alle nur nach dem Körper beurteilen.
Und dass wir letzten Endes selbst darunter
leiden, weil wir einsam und ohne Liebe sind.
In der Großstadt sind wir so verwöhnt vom schwulen Ghetto, dass wir gar nicht mehr
mitbekommen, dass es selbst hier manchmal noch ein Risiko ist, auf der Straße einen
Mann zu küssen oder anderweitig von der Heteronorm abzuweichen.
Ihr habt gut reden.
Ja, und wie stellt ihr euch das vor?
Lasst uns eine Atmosphäre schaffen, in der Sex und Begehren
Hand in Hand mit Humor, Respekt und Freundlichkeit gehen.
Ein Raum, in dem Platz für die Selbstdefinition unserer Körper ist.
Ein Raum, in dem die vorgegebenen Konzepte von Geschlecht aufgelöst werden und in dem
die Einzigartigkeit eines jeden von uns gewertschätzt wird.
Sex soll nicht nur Wettbewerb sein und der Selbstbestätigung dienen.
Er soll zur Verständigung beitragen und nicht nur, wie das bei Schwulen oft der
Fall ist, dass man sich nicht mehr kennt, wenn man mal miteinander geschlafen hat.
Wir müssen versuchen, freier bumsen, ficken, poppen und vögeln zu können.
Wobei wir die anderen achten und nicht nur als Gegenstand sehen.
Wir müssen erotisch frei und sozial verantwortlich werden.
Geht besser miteinander um.
Behandelt euch auch nach dem Sex noch wie Menschen.
Ein One-Night-Stand verdient Respekt.
Seid freundschaftlicher miteinander.
Queere Kultur ist plural.
Tunden, Spinner, Faker, Zwecklose.
Legt euch Gay-Homio-Profile zu.
Wir Schwule müssen aufhören, andere Schwule zu hassen.
Wir müssen sie lieben und nicht nur als Konkurrenten behandeln.
Versucht, persönlicher zu werden.
Unabhängiger.
Wir brauchen eine neue Form von Männlichkeit, die Weiblichkeit
nicht als Schwäche abstempelt, sondern inkludiert.
Lasst uns Räume schaffen, in denen wir ehrlich über Safer Sex reden können.
Lasst uns eine verantwortungsvolle Sexualität leben und eine angstfreie
Umgebung kreieren, die es uns ermöglicht, offen mit unserem HIV-Status umzugehen.
Lasst uns die Erinnerung an die wachhalten, die wir durch Aids verloren
haben und die für unser Überleben gekämpft haben.
Wir müssen die Pharmakonzerne die von der lebenslangen Behandlung profitieren,
kritisch beobachten und dafür kämpfen, dass eine Heilung gefunden wird.
Bekämpft das Virus, nicht die Menschen.
Sei skeptisch, wie die Popkultur dir dauernd suggeriert, dass du nur,
wenn du eine Beziehung hast, glücklich sein kannst.
Wenn wir für Homo-Ehe kämpfen, dann kämpfen wir nicht für Ehe an sich,
sondern wir kämpfen gegen Diskriminierung.
Ich finde Ehe als Institution scheiße, aber ich würde trotzdem
dafür kämpfen, dass du heiraten kannst, wenn du willst.
Ehe für alle oder Ehe für keine.
Oder bringen wir unsere Energie gleich in
einen radikalen Kampf gegen die Zweier-Ehe ein.
Kämpft für Wahlverwandtschaften.
Kämpft für neue Strukturen des Zusammenlebens.
Hetero, boykottier auch du die Ehe.
Fangen wir endlich an, uns wirklich füreinander zu interessieren.
Werden wir politischer.
Bilden wir uns.
Wir müssen uns endlich aufrichtig für das Schicksal von Queers interessieren,
die in Ländern leben, wo sie wegen ihrer Orientierung oder Identität tagtäglich
Gefahr laufen, Gewalt zu erfahren oder sogar getötet zu werden.
Und wir müssen endlich begreifen, dass dies auch hier passieren kann.
Werden wir sensibler.
Homophobie hat viele hässliche Gesichter.
Solidarisieren wir uns.
Lasst uns unsere Wut herausbrüllen.
Lasst uns zeigen, dass wir viele sind und streitbar.
Und lasst uns dabei nicht vergessen, dass in diesem großen Streit in der
Vergangenheit andere ihr Leben für das bisher
Erreichte aufs Spiel gesetzt oder verloren haben.
Es ist scheiße vorzugeben, dass wir richtige Männer sind.
Was soll denn das sein, ein richtiger Mann?
Lasst uns Queerer werden.
Sei stolz auf deine individuelle Schönheit.
Boykottiere innere und äußere Zwänge oder Zuschreibungen, die dich limitieren.
Nutzt die Homo-Ehe, um Illegale zu legalisieren.
Bleibe Recht für alle.
Werdet politischer.
Hängt mehr mit Lesben um.
Sei vorsichtig.
Wie die Kapitalgesellschaft deine schwure Identität
als Konsumgut verkauft und verwirtschaftet.
Nehmt eure und andere Körper an.
Lasst euch eure Körperhaare wachsen.
Rasiert euch nicht die Schamwabe.
Hab mehr Orgasme.
Raus aus dem Internet.
Rein in die Realität.
Werdet stolz auf eure Queerfalt.
Freiheit für alle sexuellen Orientierungen und Identitäten.
Die Gefahr ist, dass wir zum Schluss so abgestumpft sind, dass wir alle nur noch
nach dem Körper beurteilen und dass wir letzten Endes darunter selbst bleiben,
weil wir einsam und ohne Liebe sind.
Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.