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* flotte Popmusik *
(Fotograf) Sehr schön.
Okay, ein letztes.
Eins, zwei, drei.
Das ist gut geworden. Komm, wir gehen tanzen.
Viel Spaß. Bis später.
Isa? Du willst doch jetzt nicht hier feiern?
Mama, das hier ist nur einmal im Jahr.
* flotte Tanzmusik *
Oh, alkfrei, hoffe ich mal.
Ja. Die harten Sachen schmuggeln die schon selber rein.
Hey, Isa, cooles Outfit.
So was sollten Sie nicht sagen, echt.
Nicht, wenn ich so was anhab.
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Kannst es nicht lassen, oder?
Dein Schnüffler da drin. Das ist so peinlich.
Das ist unser Job. Helbig checkt Drogen.
Klar. Alles Idioten außer Hauptkommissar Wolff.
Hast du was zu befürchten?
Dann hast du in der Erziehung versagt, wenn ich so scheiße bin.
(Frau) Herr Wolff!
Ja? Herr Wolff.
Danke, dass Sie den Elternbeirat dazu gebracht haben,
diesen Abend möglich zu machen.
Guten Abend. Ja, gern.
Aber der Dank gebührt eigentlich dem Förderverein,
also der Vorsitzenden Frau von Gems.
Schade, dass wir Sie an Wiesbaden und das BKA verlieren.
Heinrich? Kann man nichts machen.
Schönen Abend noch, ja?
Ja, ich weiß, wo mein Platz jetzt ist. Ich bin gleich da.
* Motorbrummen eines Mopeds *
Was ist?
Hey, hey, hey. Hier? Jetzt?
Ja. Hier, jetzt.
Lass uns verschwinden, ja? Für immer, bitte.
* unheilvolle Musik *
Isa ...
Isa von Gems
Peter Wolff
Heinrich von Gems
Sigrid von Gems
* mysteriöse Titelmusik *
* Schreie * (Frau 1) Pressen!
* Frau 2 spricht Englisch. *
Sie können das schaffen. Richtig pressen.
* Sie regt sich auf. * Sie machen das wunderbar.
Sie machen das ganz toll.
Schatz, das machst du super. Wirklich.
Turn the fucking music off!
Pressen. Sehr gut, sehr gut! Sie machen das hervorragend.
Wunderbar, noch einmal pressen.
Wir sehen den Kopf.
Das Baby ist da.
* Babyschrei * Herzlichen Glückwunsch.
Herr von Gems? Wissen Sie schon, wie die Kleine heißen soll?
Isa.
Sie heißt Isa.
* schwerfällige Musik *
Und natürlich ist es zu kurz gegriffen,
wenn lokale Unternehmen wie wir Unsummen in Ökologie investieren,
während der Rest der Welt sich ein Teufel darum schert.
(Frau) Ja, und genau da sind die Unternehmen gefragt.
Vielleicht haben Sie "Unternehmer" nicht richtig verstanden.
Etwas unternehmen. Ich finde, Sie können mit gutem Beispiel ...
Wollen Sie mir etwas vorrechnen? Sehr gerne.
Anstatt für Ihre 200-Jahr-Feier fast eine halbe Million auszugeben,
könnten Sie für dasselbe Geld die Heizung Ihres gesamten Betriebes
aus Solar und Erdwärme umstellen.
Staatlich gefördert, und es halbieren sich Ihre Energiekosten.
Ich hab das mal mit meinen Experten von "Future Lab" ausgerechnet.
Bitte schön.
Mhm. Tja.
Sie arbeiten mit Computerprogrammen,
ich arbeite mit Menschen.
Und die sind es, die wir feiern wollen.
Das haben sie auch verdient.
Und dafür gebe ich auch gern eine halbe Million aus.
(Mann) Liebe Freunde, ganz kurz:
Denkt bitte dran, für Sigrids Stiftung zu spenden.
Philip, und? Ist es so weit?
"Ja, alles schon passiert."
"Die Kleine ist auf der Welt. 3,5 kg und 50 cm."
Das ist ja wunderbar. Und wie geht's den beiden?
Alles gut. Veronica schläft jetzt.
"Ich freu mich so für euch. Grüß deine Mädchen, ja?"
Philip. "Ja?"
Habt ihr schon einen Namen?
Ah, nee, tatsächlich noch nicht. Nee.
Schick mir ein Foto, ja? "Ja, mach ich."
Ich hab dich lieb. Ciao. Ciao.
Ah. Ich hoffe, wir verlieren Sie nicht an die Politik.
"Wir"? Ist das Pluralis Majestatis?
Finden Sie, das steht mir zu?
Studieren Sie mein Gutachten.
Philip hat sich gemeldet.
Ein Mädchen. Alle wohlauf.
* Gläser klirren. *
Zum Wohl ... Großmutter.
Fühlt sich gut an.
Mhm.
Großeltern.
* ruhige, düstere Musik *
* Schritte *
Bin am Nordtor, alles in Ordnung.
(Mann über Funk) "Hast du auch genau geguckt? Over."
* Piepen *
(seufzt) Arschloch.
(Mann über Funk) "Test, Test, Test. Pinkie, komm heim."
* düstere Musik *
* Der Motor startet. *
* bedrohliche Musik *
Was machst du denn da?
Ach, nur mal was gucken.
Und was?
Ein weißer A1.
"3fff", ein Mietwagen.
Irgendwie ... seltsam, die Frau am Steuer.
Es könnte Isa gewesen sein.
Isa? Von Gems?
Mhm.
* Er schnüffelt. *
Du hast von dem Wodka. Pinkie?
Red keine Scheiße, ich bin trocken seit über einem Jahr.
Lass mich mal an die Aufzeichnung. Finger weg! Isa von Gems ist tot.
Ich habe Isa gesehen, gerade eben.
Mann, hier hab ich das Sagen.
Wenn wir Freunde wären, würd ich dir raten,
die Scheiße nicht wieder aufzuwühlen.
Das ist nicht gesund, für keinen hier.
Los. Deine Runde war noch nicht zu Ende.
Gott sei Dank sind wir keine Freunde.
Und du warst echt besser drauf, als du noch gesoffen hast.
(zu sich) Diese Isa-Scheiße macht dich noch alle.
* Klopfen * Philip!
(Philip) Guten Morgen.
Hi. Guten Morgen. Wie schön.
Danke, Mama.
Gratuliere.
Bin sehr stolz auf dich. Danke.
Ein Foto? Ich will ein Foto.
(Philip) Ja! Stimmt.
Philip, so eine schöne Nachricht.
Hier.
So viele Falten? Wie du, Oma.
Wenn ihr nicht werdet wie die Kindlein.
Hat sie schon einen Namen?
Isa.
Das ist nicht euer Ernst.
Das kannst du nicht machen, Philip.
Unsere Tochter, also auch unsere Entscheidung.
Wieso Isa? Isa ist doch im Himmel.
Komm, wir müssen los.
Hast du keinen Respekt vor deiner Schwester?
Ach, und das ist jetzt euer Respekt, ja?
Jeden dritten Tag frische Blumen und zum Jahrestag Vergissmeinnicht?
Nee. Isa ist seit 10 Jahren tot.
Ich erwarte, dass du den Namen änderst.
* geheimnisvolle Musik *
Ich brauche irgendwie eine bildliche Vorstellung davon,
wie die heute aussehen könnte.
(Mann) Lass uns aufhören, Peter. Isa ist tot.
Nein, wieso? Dafür gibt es keine Beweise.
Wir haben nie eine Leiche gefunden.
Es gibt keine Beweise. Das weißt du auch.
* Die Frau spricht unverständlich. *
Peter.
Du bist gerade dabei, dein Leben wieder in den Griff zu kriegen, ja?
Es ist doch nur ein kurzer Anruf für dich.
Hier, das Foto hier.
Das rechnen die ruck, zuck hoch beim LKA. Zehn Jahre später.
Zehn Jahre.
Nicht zehn Jahre, Peter.
Die ersten 24 Stunden, die waren wichtig.
Da hätten wir Spuren finden müssen. Ja.
Das haben wir aber nicht. Verstehe, alles klar.
Setz dich.
Du hast ja ganz gut Karriere gemacht in den Jahren, ne?
Ich hab dir den Job hier nicht weggenommen, ja?
Ich hab auch nicht ewig das BKA hingehalten
und mir meine Zukunft versaut.
Ich habe Isa gesucht. Ja, und Isa ist tot.
Nein!
Nein, ich ...
Ich weiß, was ich gesehen habe.
Außerdem dauert es beim LKA mindestens eine Woche.
Das weißt du selbst.
Setz dich.
Leck mich.
Hier, das ist 'ne Aging-App.
Nutzen wir auch, wenn's übers LKA zu lange dauert.
Danke dir.
* dunkle, aufgewühlte Musik *
Das ist Isa von Gems.
Die junge Frau wird seit zehn Jahren vermisst.
Können wir das hier aufhängen? Nein, das geht hier nicht.
Es wäre wichtig, dass Leute, die sie gesehen haben,
irgendwo anrufen können. Nein.
Es tut mir leid. Auf Wiedersehen. Vielen Dank.
Guten Tag.
* Aufgewühlte Musik geht weiter. *
Ja, ähm, Mehmet Eren hier, Kriminalpolizei Lotheim.
Ich muss wissen,
wer bei Ihnen im Moment das Fahrzeug F-FF 2023 fährt.
Ja, ich weiß, dass Sie das nicht sagen dürfen,
aber es handelt sich um einen Anfangsverdacht.
Eren. Kriminalpolizei Lotheim.
Ja, gut machen Sie das, rufen Sie zurück.
Aber schnell bitte.
* spannungsvolle Musik *
* Hupen *
Sind Sie bescheuert? Arschloch!
* Handy klingelt. *
Ja?
Was? Was soll das heißen, ich bin nicht Mehmet Eren?
Ach.
* Gläser klirren. *
Auf den Fortbestand der Brauerei und die nächsten 200 Jahre.
Gehen wir's an?
(Mann) Du Heinrich, eins noch.
Es gibt das Gerücht, dass ... Isa soll zurück sein?
Was? Wer sagt das denn?
Wolff. Er hat überall Fotos rumgezeigt, angeblich von Isa.
Was für ein Idiot.
Nein, das ist nicht wahr.
Wieso sagt er das?
Okay, also ...
Wie sieht denn jetzt das Sicherheitskonzept aus?
(Eren) Das sind die Pläne.
Da geb ich dem 'ne neue Chance, und der?
Heinrich, du bist zu gut. Der Typ ist komplett kaputt.
So, wie gesagt, das sind die Pläne für die Feier auf dem Marktplatz.
Und unsere Sicherheitsexperten haben ein Konzept entwickelt ...
* Kirchenglocke *
(Frau) Guten Morgen, Peter.
* Handy klingelt. *
* Nachrichtensignal *
Scheiße.
Stimmt das? Du behauptest, du hast Isa gesehen?
(seufzt) Du musst mir auch nicht noch sagen, dass ich ein Idiot bin.
Wo denn? Wo hast du sie gesehen?
In der Nacht, beim Kontrollgang.
Da fuhr ein Wagen vorbei, und die Frau da drin, das war sie.
Vielleicht ist sie nur kurz hier.
Ich muss schnell sein. Ich muss wissen, ob sie das war.
Ein paar Prozent von der Ausdauer,
die hätte ich mir für unsere Familie gewünscht.
Du wolltest die Scheidung.
4000? Ja, ab nächstem Jahr können wir die Realschule miteinbeziehen.
Ja, bis morgen, tschüss.
* Kaffeemaschine brummt. *
Gestresst?
Wolff. Der Idiot posaunt überall rum, Isa sei wieder zurück.
Hat Bilder von ihr.
Ist sie? Natürlich nicht.
Er hat Bilder, wie Isa jetzt aussehen könnte.
Zeigt sie Gott und der Welt.
Warum tut er das?
Das werde ich gleich wissen.
Ich fahr in die Klinik. Wann wollt ihr vorbeikommen?
Komm, unter kaltes Wasser. Komm.
Ist alles okay? Ja.
Was ist denn passiert?
Ein Gerücht. Ein Gerücht, dass Isa zurück sei.
Was für ein Quatsch. Wer behauptet denn so was?
Wolff. Er scheint irgendwelche Bilder von ihr rumzuzeigen.
Das kann nicht sein. Das kann nicht sein.
(aufgeregt) Wo ist denn dieses Scheißverbandszeug?
Philip. Wo ist dieses ...
Philip, ist nicht so schlimm. Das ist schlimm!
Es ist nicht so schlimm.
Nicht so schlimm.
Ich hab Sie hier eingestellt.
Ich hab Ihnen eine Chance gegeben.
Es hat mich nicht interessiert, ob Sie Alkoholiker sind.
Oder waren.
Aber Sie?
Begreifen Sie überhaupt, was Sie meiner Familie antun?
Ich weiß, was ich gesehen habe.
Trinken Sie wieder?
Auf so ein Gespräch muss ich mich nicht einlassen.
Nein, nein, nein, nein. Bleiben Sie mal hier.
Die neue Generation ist geboren.
Die Feier für das 200-jährige Jubiläum steht an.
Es geht um die Zukunft.
Verstehen Sie so etwas?
Das war keine Einbildung.
Hier.
So könnte Isa heute aussehen.
Und genau so sah die Frau aus, die ich in dem Wagen gesehen habe.
Entweder Sie machen jetzt Ihren Job,
oder Sie jagen diesem Phantom nach.
Wenn Sie Letzteres weiter betreiben, schmeiße ich Sie raus.
* Er atmet tief ein und aus. *
Ist das wahr? Du hast sie gesehen?
Du redest mit mir, hm?
Wie kannst du dir sicher sein, dass es Isa ist?
Bin ich nicht.
Aber in dem Moment, das war wie ... eine Eingebung.
Warum kannst du die Dinge nicht einfach so nehmen, wie sie sind?
Wie wir alle.
Das tust du, ja? Was bist denn du für 'ne Mutter?
Ja, was bin ich für eine Mutter?
Wir sind schuldig, Peter.
Und das, was mit Isa passiert ist, ist unsere Strafe.
Aber was, wenn sie zurück ist?
Warum kommt sie dann nicht nach Hause?
Warum siehst nur du sie?
Du hast versagt damals, wir haben versagt.
Finde dich damit ab. Wir tun's alle, ich tu's auch.
(verächtlich) Tja, du hast dich ja noch mal schwängern lassen,
um deine Tochter zu vergessen.
Ich denke jeden Tag an sie.
Und gleichzeitig kommt die Angst,
dass sie zurückkommt und unsere Lüge aufdeckt.
Hörst du dir eigentlich selber zu?
Das klingt so eitel.
(amerikanischer Akzent) Wenn Isa zurück ist, haben wir keine Mehrheit.
Dann gehört ein Drittel der Brauerei wieder ihr. Ja.
Aber noch verfügst du darüber. Philip.
Sie schläft. - Ja.
Warte, komm, ich helf dir. - Nein, ist okay.
* Sie redet Englisch. *
Wir könnten den Deal vorziehen.
Solange du die zwei Drittel hast,
kannst du das eine Drittel von deinem Vater einfach aushebeln.
Rechtlich ist alles vorbereitet.
Ich hab gerade schon mit den Amerikanern telefoniert.
Goodman meinte, er kriegt das im Vorstand nicht so schnell durch.
Das war ein perfekter Plan, hm?
Hey, ist nur ein Gerücht. Warten wir's ab.
Hey, Baby.
Hey, Baby Lisa, hm?
Warum heißt sie jetzt Lisa?
Ist gesünder für uns alle.
* Der Drucker rauscht. *
Was ist?
Unsere Kreuzfahrttickets sind gekommen.
* Die Tür knallt zu. *
* Gelächter *
(Mann) Vorsicht, Vorsicht. Langsam.
(Frau) Ja.
Und stopp. - Jetzt?
Jetzt.
Ist das wahr?
Wir haben den Kredit?
Jeder vertraut einem Filialleiter vom CDC-Küchendiscounter.
* Jubelschreie *
(Frau) Ja, komm her.
Da passt ja ein Riesenesstisch hin.
Hier sollen viele Freunde kommen, ja? Viele Gäste immer, ja?
(Kind) Wo ist mein Zimmer? - Das zeige ich dir.
Achtung! Ihr seid durch die Wand gegangen.
Oh, wir gehen durch die Wand.
Tür auf, in dein Zimmer.
Hier kommt dein Bett hin, darüber eine Kletterwand.
Ein Piratenbett, ja? - Ich will ein Baumhaus haben.
Du kriegst was Besseres. Ein Klettergerüst.
Und zwar ...
... hierhin.
So ein großes Klettergerüst.
* Handy klingelt. *
Hallo, Mama. - "Robert, es geht um deinen Vater."
Was ist?
Er behauptet, er hat Isa gesehen und macht alle Leute verrückt.
"Robert?"
Ja, ist sein Problem.
Ich denke, wenn du mit ihm redest, dass er das dann lässt.
Warum soll er auf mich hören? - Tu's für mich.
Mama, du musst dich nicht mehr kümmern. Ihr seid geschieden.
Ich weiß, aber ...
Du solltest längst ausgezogen sein.
Im selben Haus, das tut dir nicht gut.
Bitte, Robert.
Er war ...
Er war anders zuletzt.
Er war wieder gut.
Ja, ich kümmere mich.
Jenny.
Jenny. - Ja?
Mein Alter. Wir müssen los.
Ich hab mit dem Direktor der Realschule gesprochen.
Da können wir ab Januar auch die Patenschaften anbieten.
Großartig. Ja.
Ohne Ihre Hilfe wäre ich längst noch nicht so weit.
(Mann) Dr. Bentow, Frau von Gems, wir sind bereit.
Wenn Sie wollen können wir anfangen.
Ja, okay. - Folgen Sie mir.
Okay.
(Mann) Frau von Gems, wir sind im ersten Zimmer rechts.
* betrübte Musik *
Das hier ist Frau Dr. Bentow, eine Psychotherapeutin.
Vielen Dank fürs Kommen.
Sie wird uns heute, wie in den vergangenen Jahren schon,
ein Projekt der Stiftung von Frau von Gems vorstellen.
Die "Psycho-Paten".
* düstere Musik *
* Vogelschrei *
Wer schickt dich? Deine Mutter?
Du siehst, ich trinke nicht. Aber du siehst Geister.
Das wird sich noch zeigen.
Erträgst du nicht, dass alles wieder normal ist?
Oder willst du Anerkennung?
Der einsame Wolf, der niemals aufgibt.
Mann, sie lachen eh alle nur noch über dich.
Wachmann.
Und, ist dir peinlich, ja?
Dir und deinem Bruder.
Weißt du was? Ist mir scheißegal.
Ja, immer alles scheißegal. Besonders die letzten zehn Jahre.
Scheißegal, was du Mutter damit antust oder Marc oder mir.
Du bist selber ein Geist geworden.
Spürst du das? Das schlägt noch. Kein Geist.
Du hast keinen einzigen Beweis, dass sie zurück ist.
Wenn du meinst.
Warum ist dir das nicht einfach egal?
* düstere Musik *
* Kirchenglocke *
(Frau) "Guten Morgen, Peter."
* Musik geht weiter. *
* Eine Frau spricht Französisch. *
(auf Band) "Wir haben nun seit elf Tagen
nichts mehr von unserer Tochter gehört."
"Kein einziges Lebenszeichen."
"Falls jemand sie entführt hat, nennen Sie uns Ihre Forderung."
"Bitte melden Sie sich."
"Bitte geben Sie uns unsere Tochter zurück."
(Gedankenstimme) Isa.
Isa.
Isa.
Geh. Geh, Isa. Verschwinde, schnell.
(in Gedanken) Hallo, ich kann nicht schlafen,
und schuld sind Sie.
Hallo, bin noch wach.
Die Diskussion mit Ihnen ist schuld.
(Mann im Radio) "Lamotte, der Franzose,
hat Selbstbewusstsein getankt."
"Er versucht es allein an Müller vorbei."
"Und er zieht ab. Tor! Zwei zu eins, und dabei ..."
Kack die Wand an!
"Getunnelt. Oh, das tut weh."
Müller. Kreisklasse, echt.
"Schon wieder durch die Beine. Zum zweiten Mal in dieser Partie."
Ich muss los. Bis später.
* Fußballkommentator spricht weiter. *
* Tür geht auf. *
Jetzt bist du am Arsch, Pinkie.
* ruhige, düstere Musik *
Peter!
* Düstere Musik geht weiter. *
* Die Musik schwillt an. *
* Handy klingelt. *
Isa!
Verpiss dich!
(Ex-Frau, leise) Das macht nichts. Das ist überhaupt kein Problem.
Zahlen Sie beim nächsten Mal. - (Frau) Vielen Dank.
Tschüss. - Tschüss, bis Donnerstag.
Du lässt anschreiben?
Alles gut.
Und du trinkst wieder.
* spannungsvolle Musik *
(Gedankenstimme) Isa.
Isa, geh.
Geh, Isa, verschwinde.
Schnell, solange du noch kannst, geh bitte.
Bitte, lass es, wie es war.
Du wirst alle unglücklich machen, vor allem dich selbst.
Verschwinde. Schnell.
* Krachen *
* dramatische Musik *
* Sie keucht und hustet. *
Die Kreuzfahrt.
Vielleicht hängen wir ja noch 'ne Woche dran.
Ich hab gekündigt.
Ich hab kapiert, ich muss ... loslassen.
* Knistern *
* Sirenen *
Scheiße, das ist hier. Das ist bei uns.
Peter, Peter!
Scheiße. Meine Akten.
Peter, hör auf!
Robert!
Robert, dein Vater. Der ist da drin.
Komm.
(Robert) Komm, weiter. Los, weiter.
Auf die Straße.
Schneller. Decke!
(Mann) Wasser marsch!
Isa.
Von Gems?
Das war die Polizei.
Sie ist da.
Isa ist zurück.
Untertitel im Auftrag des ZDF, 2020
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