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Original subtitles

Ich heiße Jeanne Clairé.

Ich bin 38 Jahre alt,

habe zwei wunderbare Kinder

und natürlich auch den passenden Vater.

Er ist Zahnarzt und schön wie ein Gott.

Wie alle Paare haben wir mal Probleme, aber am Ende vertragen wir uns immer.

Ich habe viel über uns nachgedacht.

Die zweimonatige Trennung hat mir die Augen geöffnet.

Ich war jahrelang nicht mehr für dich da.

Es ging immer nur um die Kinder.

Du hast es dir anders vorgestellt.

Ich habe endlich mit dem Beckenbodentraining angefangen.

Ich hab mich geändert. Heirate mich.

Ich... habe jemanden kennengelernt.

- Hä? - Ich habe jemanden kennengelernt.

Du... meinst eine andere Frau?

- Sie ist schwanger. - Was?

- Schwanger von wem denn? - Es wird ein Junge.

- Wie lange läuft das schon? - Von mir.

- Was, von mir? - Nein, von mir.

- Ah, von dir. - Ja. Ich stell ihr die Kinder vor.

- Was? - Wir nehmen einen Anwalt.

- Wie üblich. - Anton.

Ich will das gemeinsame Sorgerecht.

- Pardon, ich verstehe... - Jeanne.

- Was heißt das? - Ich muss gehen.

Ich heiße Jeanne Clairé, bin 38.

- Mein Leben ist ein Albtraum. - Mama!

Zum Glück habe ich meine Engel, Paul und Lau.

Kuscheln!

Habe ich denn auch ein zweites Zimmer und mehr Spielzeug?

Gemeinsames Sorgerecht? Lieber krepiere ich.

Wir erwarten Rekordtemperaturen zum Fest.

Frankreich ist überschwemmt, bald auch Paris.

Am Nachmittag heftige Gewitter und Sturm.

Wegen Unwetterwarnung wurden alle Uferstraßen gesperrt.

Schon als Kind hatte ich Angst vor Gewitter.

Keine Angst, du bekommst alleiniges Sorgerecht nach all dem.

Das ist Marcelle, meine tolle Nachbarin. Sie hat vor nichts Angst.

Ich hab einen One-Night-Stand probiert. Ich könnte immer noch kotzen.

Aber keiner hat dich gezwungen, dich zu besaufen.

Du verträgst nicht mal alkoholfreies Bier.

Was, wenn ich ihn wiedersehe?

Vielleicht fand dieser Merlin den Abend toll.

Eure Sachen.

Lasst euch drücken. Vergesst nicht, Papa holt euch ab.

Ich bin Architektin.

Ich habe meine Traumschule entworfen, mein größtes Projekt.

- Warten Sie bitte. - Nicht die. Drück den Knopf.

"Bauen mit positiver Energie", guten Tag?

Endlich kann ich in mein Büro flüchten.

- Jeanne. - Hallo.

Du musst sofort zur Baustelle.

- Ist was? - Der Chef ist verhindert.

Du sollst die Abnahme machen.

Du musst die Arbeiten kontrollieren, und zwar mit...

Monsieur... Kracovik.

Los. Hast du Stiefel mit?

- Ah, Merlin! - Oh...

- Ich halte den Fahrstuhl auf. Kaffee? - Vielen Dank.

Küsschen, meine Schöne.

Ich muss auflegen.

Ja, versprochen. Bis dann.

- Gehen wir mal was trinken. - Gern.

Das ist mein One-Night-Stand.

Bonjour, Jeanne.

Alles prima?

Verheiratet, Kollege, Frauenheld.

Schlimmer ging's nicht.

Möchten Sie einen Kaffee?

Mach schon.

Es gibt Tage, da sollte man lieber im Bett bleiben.

Können wir Ihnen helfen?

Haben Sie sich verlaufen?

Schön aufpassen, feucht und matschig!

Brauchen Sie Stiefel?

Fangen wir an.

Gut.

Also, ich...

Also diese Arbeiten...

Ich meine, die Installationen wurden nicht so fachgerecht ausgeführt.

Was ist das für 'ne Sauerei? Da kann man baden beim Händewaschen.

Aber was soll's, passt gut zum grünen Konzept.

Kracovik, ist das in jedem Stock so?

- Wasser... - Was? "Etwas Wasser tritt aus"?

Ich übernehme die Abnahme. Fahren Sie zurück ins Büro.

Nein, der Chef hat mich gebeten...

Sie sprechen ja wieder. Was ist denn los mit Ihnen?

Es ist... Ich hab...

Es ist zur Zeit... Entschuldigung.

Einen Moment. Warte.

- Hallo? - Ja?

- Hat deine Anwältin angerufen? - Nein, aber...

Was ist das?

Tut mir leid, ich hab gewonnen. Wir werden das Sorgerecht teilen.

Unser Baby kommt! Die Wehen setzten um fünf ein.

Wir sind alle, aber glücklich.

Du musst die Kinder um vier abholen.

- Ich bin auf einer... - Ungelogen, sieh her.

- Sag du es den Kindern. - Warte, was ist mit Weihnachten?

- Wir müssen uns einigen. - Ich möchte sie bei mir haben.

Das Baby kommt! Salut!

Jeanne, ich will nicht stören, aber Kracovik ist mit der Reparatur fertig.

Machen Sie nun die Abnahme?

- Jeanne. Was... - Lassen Sie mich...

Ich muss die Kinder abholen, gehen Sie.

Ich heiße Jeanne Clairé. Mit Männern bin ich fertig.

Der hat sicher die Richterin gevögelt.

Er trampelt auf mir rum.

Das machen alle Typen, ist halt so. Immerhin merkst du es.

Hör auf, das ist albern.

Der Blitz wird dich schon nicht treffen.

Mein Vater hatte recht. Ohne Schwanz bist du nichts.

- Gar nichts. - Ich sage mein Sex-Date ab.

- Du fürchtest dich, ich bleibe. - Nein.

- Alles gut. Ich brauche nur... Schlaf. - Schlaf?

Kuscheln!

Nein, nein, nein!

Bleibt draußen. Geht in euer Zimmer.

Lasst mich allein.

Geht's dir gut, Mama?

Ich, äh... Das ist der Klimawandel, sonst nichts.

Aber jetzt geht spielen. Danke, Kinder.

Ganz ruhig. Alles wird gut.

"Paulo ist jetzt da.

Er wird sicher mal Basketballer."

Eins... zwei... drei.

Ist er jetzt da?

- Was? Wer? - Ist er rausgekommen?

- Was? - Ist er endlich da?

- Wer? Was? - Das Baby.

- Mein kleiner Bruder. - Ah...

Ja, er ist da. Wie es scheint, ein sehr großes Baby.

- Ja! Ja! - Holt euch schon mal Cornflakes.

Mama kommt gleich.

Schule. Du musst dich anziehen.

Zieh dich für die Schule an.

Der passt nicht rein.

Das passt nie.

Ob er da reinpasst? Er guckt raus.

Meine Süßen,

ich wünsche euch schöne Tage... bei Papa.

Dann bis nächste Woche, okay?

Mama hat euch lieb. Mama drückt euch.

- Alles okay? - Alles bestens.

Alles wunderbar.

Hallo, Monsieur Massen, ich bin's, Jeanne.

Ich kann heute nicht zur Arbeit kommen.

Nein, nicht deswegen. Ich hab einen fetten Virus.

Vielleicht nicht fett, aber beträchtlich.

Ich würde sagen, Montag, wenn alles gut geht. Allerspätestens.

Tschau.

Mme Clairé, Dr. Pace hat donnerstags doch keine Sprechstunde.

Es ist wirklich sehr, sehr dringend.

Wollen Sie mir nicht sagen, was passiert ist?

Nein, nein, nein.

Ich hab einen Sohn, melde dich an.

Du musst mich vorher anrufen.

Dann komm ich runter, nehm die Rose, und fertig.

Jeanne? Alles klar, Jeanne?

Wir sehen dich, okay?

- Adam, Jeanne. Jeanne, Adam. - Guten Tag.

Dir geht's echt nicht gut, was?

- Du bist toll, danke. - Du auch. Bis bald.

Hättest du vielleicht was ganz Starkes zu trinken?

In deinem Zustand? Nimm lieber Gemüsesaft.

Ein Glas Wein haut dich doch um.

Die Sache mit dem Sorgerecht macht dich echt fertig.

Du bist ein Wrack.

Wer bezahlt dich, damit du so rumläufst?

Ehrlich, dieser Rock ist furchtbar.

Marcelle.

- Ich glaube, ich hab 'nen Penis. - Ach wirklich?

Nein, ohne Spaß. Ich hab einen Schwanz.

Quatsch.

- Willst du ihn sehen? - Ja, klar.

Ich weiß, ekelhaft, widerlich, abstoßend. Ich will ihn loswerden.

Dann nimm ihn doch ab.

Spinnst du?

- Was... - Es tut weh wie Sau!

- Was ist das? - Muss ich sterben?

- Mach das weg! - Aber das geht nicht.

- Nimm das weg! - Geht nicht!

Meine Mutter.

- Scheiße. - Sei natürlich.

Natürlich, bitte!

- Und dann... - Guten Abend.

- Ich hab ihm nichts getan. - Nein...

- Doch. - Hallo.

Wie geht's?

Bring ihn schon rein.

Hört auf, Joints zu rauchen, Mädels.

Wir gehen dann mal raus und besprechen dort alles, hm?

Na los. Los.

Kann ich ihn noch mal sehen?

Wow...

Ich hatte ihn eben nicht richtig gesehen.

Ich war so überrascht und erschrocken.

- Der ist nicht wie die anderen. - So?

Er ist... einzigartig.

Einfach einzigartig.

Sicher nicht barock, aber auch nicht klassisch...

Was soll ich sagen? Ein bisschen wie skandinavische Möbel.

So klare Linien und schön glänzend.

Ich finde ihn himmlisch.

Jetzt ist er nicht mehr da, wegen der Kälte.

Wenn ich mir vorstelle, nach einem heißen Bad... der Wahnsinn.

- Jeanne. Meinst du, er funktioniert? - Sei still.

Das ist ja so krass.

Der Kopf einer Frau mit männlichem Geschlecht.

Was du alles machen könntest. Ich beneide dich.

Wäre ich doch tot.

Welche Frau will nicht wissen, wie das ist?

- Ich verzichte. - Du bist Mutation und Superheldin.

So eine Art Kreuzung mit einer zweigeschlechtlichen Art. Das gibt es.

Oh ja, es gibt die Austern und die Schnecken.

Das ist unser Essen: Antibiotika, Pestizide, Gentechnik.

Die Fische haben zwei Köpfe, du eben einen Schwanz.

Einen Pimmel. Na los.

Stürz dich runter. Ich wette, du kannst fliegen.

- Ich bin ein Monster, und du... - Du bist kein Monster.

Du bist die Jeanne d'Arc der Moderne.

- Quatsch. - Doch.

- Vielleicht wächst mir auch einer. - Meinst du?

- Und anderen Frauen. Morgen, wer weiß? - Glaubst du?

Darum wachsen uns Haare am Kinn, Jeanne.

- Du bist das Urexemplar, der Prototyp. - Ja?

Ist dir das klar? Hey, Mädels!

Mädels! Sie sagen, wir brauchen einen, um respektiert zu werden!

Denen zeigen wir's! Den schieben wir ihnen in den Arsch!

Madame?

Madame? Madame.

- Madame Clairé, wohin wollen Sie denn? - Ich muss zu Dr. Pace.

Sie können nicht einfach rein.

Es geht um Leben und Tod. Ich muss zum Doktor.

Ich gebe Ihnen einen Termin. Hübscher Hut.

- Es ist dringend. - Ich sehe nach. Mittwoch würde gehen.

Was soll das?

Mme Clairé, kommen Sie zurück!

Man platzt doch nicht einfach hier rein. Marinette!

Ich muss Ihnen was zeigen. Aber sagen Sie es keinem.

Ich unterliege der Schweigepflicht. Aber wir hatten keinen Termin.

Es ist gestern Morgen plötzlich aufgetreten.

Und jetzt tut es weh.

Augenblick.

Nicht bewegen.

- Das ist doch Wasser? - Ja.

Das ist Wasser.

- Doktor? - Ich nehme mir heute frei.

- Wir sehen uns morgen. - Warum?

- Versprochen. - Ich warte seit zwei Stunden.

- Alles klar. Bitte. - Ja?

- Es gibt für alles eine Lösung. - Ja?

- Eine Katastrophe. - Sie machen mir Angst.

Klar, soll heißen: jetzt keine Panik. Es ist alles bestens.

- Ich bin zuversichtlich. - Ach?

- Sehr zuversichtlich. - Vielleicht psychosomatisch?

In seltenen Fällen können schwere Schocks mal bestimmte Organe angreifen.

Allerdings, wenn das psychosomatisch ist, dann viel Vergnügen.

- Liegt es an der neuen Pille? - Sicher nicht, bestimmt nicht.

- Nehmen Sie vielleicht Hormone? - Oh nein, nein, nein.

Gab es andere Fälle? Ihre Mutter, Großmutter?

Aber wie kommen Sie darauf, Doktor? Spinnen Sie?

Schimpfen Sie nicht, ich suche.

- Sagen Sie, können wir ihn abschneiden? - Ihn was?

- Bitte. - Das geht nicht.

Es gibt doch Geschlechtsumwandlung. Ich will eine.

- Bitte. - Damit eines ganz klar ist:

So schwerwiegende Eingriffe sind sehr schmerzhaft.

Gerade weil es so plötzlich auftrat. Er könnte sofort wieder nachwachsen.

Au! Jetzt beißen Sie mich nicht!

- Ich werde verrückt. - Wem sagen Sie das!

Setzen Sie sich bitte, Mme Clairé.

Das ist wirklich nicht mein Fachgebiet.

- Hm? - Ich schicke Sie zum Spezialisten...

Oh nein. Niemand soll davon erfahren.

Alle werden hinter mir her sein.

Ich bin kein Zirkusmonster, nur Mutter.

Sie sind mein Frauenarzt. Sie müssen mir helfen.

- Ich bitte Sie. - Ganz ruhig.

Er könnte verschwinden, wie er aufgetaucht ist.

Wann? Ich kann keinen Tag länger so leben.

- Es widert mich an. - Verstehe.

Ich kann ihn nicht mal anfassen.

Also... also... also...

Bitte beruhigen Sie sich, Madame.

Ich bitte Sie. Hatten Sie früher ein Kuscheltier?

Ja, wieso?

- Wie hieß es? - Monsieur Pinpin.

- Ein Kaninchen? - Warum?

So werden Sie ihn nennen, Monsieur Pinpin.

Das erinnert Sie an Ihren Freund.

- Er war doch lieb, wollte nichts Böses? - Das war er.

Wenn Sie ihn anfassen, denken Sie, dass Sie das Kaninchen Pinpin berühren.

Jetzt lassen Sie mich los.

- Untersuchen wir ihn mal. Müssen wir. - Wirklich?

Scheint alles normal zu funktionieren. Das ist doch ein Trost.

Es zieht ganz furchtbar.

Es fühlt sich an wie eine Granate kurz vorm... Explodieren.

Das ist normal.

Verzeihen Sie den Ausdruck, aber Pinpins Beutelchen ist voll.

- Das muss raus. - Niemals.

- Ich hab Angst. - Bitte?

- Ich hab Angst. - Jetzt aber...

Ich habe seit 50 Jahren einen Pinpin zwischen den Beinen.

Er hat nie gebissen.

- Ich bin aber kein Mann. - Haben Sie keine Angst.

Packen Sie Pinpin, und ab die Post!

- Na los, na los. - Okay.

- Er bleibt schlaff, ist das normal? - Nichts ist normal.

Hören Sie, vielleicht hilft es:

Denken Sie an etwas, das Sie erregt.

Madame? Alles muss ich hier machen.

Stellen Sie sich vor, Sie sind...

- In einem Chalet... - Ja.

Vor dem Kamin. Es ist warm und behaglich.

- Tut sich was? - Äh, nein.

Ein attraktiver Mann...

rekelt sich vor Ihnen auf einem Fell.

Oje.

Er knurrt...

- Und? - Nichts.

- Nichts? - Ich find's abstoßend.

Eine Frau?

Er bewegt sich.

- Was macht diese Dame? - Sie erwartet Sie in hohen Stiefeln.

Mit einem lustvollen Lächeln.

Und jetzt...

- Geben Sie acht. - Ja?

Sie spreizt die Beine...

Und Sie... Und Sie...

Jeanne?

Ich hab alles vollgespritzt.

Gut, ich warte im Sprechzimmer.

Mme Clairé, ich bin fix und fertig.

Ich rufe Sie an, wenn ich Ihre Blutwerte habe, einverstanden?

Schreiben Sie mich bitte krank, für ganz lange.

Aber Sie sind nicht krank.

Sie haben bis Montag frei. Das Leben geht weiter.

Stehen Sie auf. Mit Schwung.

Na bitte, Madame. Prima. Lassen Sie sich nicht so gehen.

- Was mach ich jetzt? - Kaufen Sie größere Unterhosen.

Und verwöhnen Sie Pinpin. Mehrmals täglich.

- Es wird alles wieder gut. - Sicher, Doktor?

- Sie wirken sehr ratlos. - Ach was. Das bin ich nicht.

- Sind Sie übers Handy zu erreichen? - Klar.

- Ja. - Ja? Dann ruf ich an.

Positiv. Positiv denken. Wiedersehen.

- Wow, die sieht doch stark aus. - Und wenn schon.

Hör auf zu jammern. Es ist toll, was dir passiert ist.

Du hast eine Turbine zwischen den Beinen.

- Sch... - Die erleuchtet ein Dorf.

Keine Regel, keine Spirale, keine Tampons, keine Menopause.

Vielleicht eine andere Pause, halb so wild.

- Und du kannst damit rumklatschen. - Ah.

- Und zwar so. - Sch.

Das ist scharf.

Wenn du musst, holst du ihn raus und pinkelst los.

- Sch... - Hey. Hey, hey.

Die Reise fängt gerade erst an.

Du wirst Spaß haben, mach dich gefasst.

- Das ist Merlin. - Geh ran.

- Hallo? - Ja, hallo, Jeanne. Bonjour.

Immer noch sprachlos. Tut mir leid, dass ich störe, aber ich hab keine Wahl.

Die Abnahme ist durch, die reinste Katastrophe.

Um weitere Verzögerungen zu vermeiden,

müssen wir den Kundentermin auf Dienstag vorverlegen.

Wie läuft die Neuberechnung?

- Wie soll ich sagen... - Was denn?

- Ich bin krankgeschrieben. - Jeanne.

Kräutertee, 'n Zäpfchen und an die Arbeit.

- Das wird nicht reichen... - Dienstag, das ist nicht verhandelbar.

- Einmal Arschloch... - ...immer Arschloch.

War das Ihr Ernst?

Pst.

Jeanne, sieh mich an.

- Komm zwischen meine Beine. - Was?

Alles okay?

Alles gut?

Ich muss los. Ich kann nicht mehr.

Oh verdammt, das ist sie.

Puh, also ich muss unbedingt Distanz wahren. Nicht abnehmen, genau.

- Hallo? Ich kann Sie kaum verstehen. - Hier ist Jeanne.

- Ich fühle mich schlecht. - Ich höre nichts.

- Liegt das am Schwanz? - Nicht "Schwanz" sagen.

Ich weiß nicht weiter, bin durcheinander.

Das wird schon wieder. Trinken Sie was.

- Und was? - Egal, 'nen Whiskey, einen doppelten.

- Hallo? Ich hör Sie nicht mehr. - Ich frage mich...

Tut mir leid, geht nicht.

Armes Ding, armes Ding...

GESCHLECHTSWANDEL-REZEPT

Au.

Jeanne? Jeanne.

Jeanne.

Was hast du gemacht?

Was ist das?

Du bist krank.

- Er wird ganz heiß. - Wer denn?

Pinpin.

- Ich hab Angst... - Langsam. Ich versteh nichts.

Seit heute Morgen ist er rot, lila. Eine ganz neue Farbe.

Ich kann mir das so nicht vorstellen. Schicken Sie ein Foto.

Es brennt...

- Oh ja, das... - Hervé, Liebling.

- Ich dachte... - Gleich, Schatz, ein Telefonat.

Nur eine Schwellung. Das geht vorbei.

Jetzt ist aber mal Ruhe, verdammt noch mal!

- Cremen Sie ihn mit Wundsalbe ein. - Wundsalbe?

Cremen Sie ihn schön ein, dann wird alles wieder normal.

Viel Glück.

Ich liebe dich.

Mama, wir vermissen dich.

Ich freue mich, dich morgen wiederzusehen.

Ja, ich mich auch.

- Schönen Tag. - Küsschen, ich hab dich lieb.

Morgen Abend? Ach du Scheiße.

Wenn ich koche, denke ich an Sex.

Beim Zähneputzen denke ich an Sex.

Egal was ich tue, ich denke an Sex.

Und wenn ich nichts mache, dann auch...

- Ist das so, wenn man ein Mann ist? - Ich hab auch solche Gedanken.

Falls mir das passiert, hol ich alles raus.

Sobald ich Zeit hab, ruf ich Adam an, und zack.

Hätte ich einen, ließ ich mir jeden Tag vor der Glotze einen blasen.

Das ist voll asozial, Marcelle.

Ich hab keine Zeit mehr.

Die Kinder kommen morgen, ich muss wieder arbeiten.

- Was mache ich nur? Eine Katastrophe. - Ach was.

Mach es so: Du ziehst dich hübsch an, machst auf weiblich.

Niemand merkt was.

Alle Männer sollten Röcke tragen.

Nur ein Depp trägt Hosen mit einem Schwanz zwischen den Beinen.

Du rauchst? Du steckst voller Überraschungen.

Nicht angewöhnen.

- Und wenn er mich wieder überrumpelt? - Wie?

Weißt du, gestern, da...

Da saß ich in der Metro, und da war eine Frau...

Die war nicht mal hübsch. Sie saß ein bisschen zu nah.

Du warst scharf? Kriegst du 'nen Ständer auf der Arbeit?

Das bin nicht mehr ich, Marcelle.

Das verstehst du nicht.

Wie auch als Frau?

Ein Typ ist nie allein, immer zu zweit. Er und sein Schwanz.

Schwanzschrubben erledigt.

Na los, jetzt erzähl alles. Wie ist es mit Pinpin?

Ganz toll, glaub mir.

Es ist so komisch und auch irgendwie seltsam.

Witzig, er ist schwer...

und leicht zugleich.

Es ist, wie soll ich sagen?

Ein Bleigewicht mit Flügeln.

Das ist echt geil. Und wenn du...

Verglichen mit uns?

Das ist komisch. Ich weiß nicht mehr, wie es vorher war.

Das ist irre, das ist wie ein...

Ein schwarzes Loch.

Äh, und andererseits mit Pinpin, weißt du...

Mit Pinpin ist es, als wenn...

Als wenn du eine angebrannte Pfanne putzt, verstehst du?

Du rubbelst, und dann löst sich die Kruste.

- Ja. - Wenn sie sich löst, freust du dich.

- Du bist zufrieden. - Zufrieden, ja.

Du rubbelst, bis es glänzt. Je mehr, desto mehr freust du dich.

Irgendwann rubbelst du, ohne zu wissen, warum.

Du rubbelst, rubbelst...

Rubbelst... Ohne Ende, weißt du?

Und auf einmal: Bumm.

Verstehst du? Wie ein...

- Wie ein Rohr, das frei wird. - Wie ein Rohr.

Das Problem ist nur, es ist vorübergehend.

Du willst wieder von vorn anfangen.

- Du willst immer wieder. - Das gibt sich im Alter.

Vielleicht auch nicht.

Was machst du mit deiner Hand?

- Hör auf, mich so geil anzusehen. - Aber Marcelle...

- Ja? - Wir sind doch super Nachbarinnen.

Und du stehst auf Versautes und alles, was neu ist.

Du hast gesagt, dir gefällt Pinpin.

Klar, ich finde Pinpin toll. Das ist kein Problem.

Aber lieber mit einem Typen dran.

- Hör auf. - Merkst du nicht? Ich hab Druck.

- Doch. - Marcelle...

Hey, hey, Jeanne, hallo! Hör auf damit.

Ich steh auf Pinpin, ich liebe Frauen, kein Problem.

Aber nicht zusammen, das ist zu viel. Ich glaube, ich spinne.

Du kiffst nie mehr!

"Bauen mit positiver Energie", guten Tag.

Ah ja, sehr gern. Er ruft Sie zurück.

Auf Wiederhören.

- Guten Tag. - Tag. Gehen Sie noch zu 'ner Party?

Äh, nein.

- Hatten Sie einen Unfall? - Winziges Problem, nicht schlimm.

Auf Wiedersehen.

- Die wurde tüchtig durchgerammelt. - Sieht so aus.

Süßer, kauf dir 'nen Kamm und mach mir einen Milchkaffee.

Wie bitte? Hast du ein Problem? Etwas mehr Respekt.

Halt die Klappe. Sei still.

Verschwinde.

Und du mit der blöden Fliege, zeig mir, was für ein Trottel du bist.

Bravo.

Hallo, Jeanne, äh...

Äh... Der Chef erwartet dich im Büro.

Wegen seiner Mutter, ihr geht's nicht besser.

- Das heißt? - Sie ist gestorben, Jeanne.

Ich habe die Unterlagen rausgeholt, es wird nicht allzu kompliziert.

Wichtig ist, dass wir den Bau bis zum 4. übergeben.

Sonst sind wir am Ende. Also... erledigt.

- Wir dürfen jetzt nicht aufgeben. - Guten Tag, Chef.

- Mein Beileid. - Ja, guten Tag, Jeanne. Bitte.

Jeanne vertritt mich, beaufsichtigt alles. Mit Ihnen.

Sie werden ein gutes Team sein.

- Nein. - Bitte nicht.

- Keineswegs. - Sind wir nicht.

Können Sie damit aufhören?

- Eher nicht. - Ich arbeite gern mit Jacques.

- Jacques macht das mit links. - Er weiß, wo es langgeht.

- Nein. - Doch.

Aber Jacques kennt das Projekt nicht.

Jeanne hat die Entwürfe und die Pläne gemacht.

Aber Jacques... Er hat doch viel mehr praktische Erfahrung.

- Ich sitze doch nur im Büro... - Sie ist 'ne Büromaus.

- Jacques... - Ja...

Jetzt reicht es! Schluss damit, sofort!

Na bitte. Stehen Sie auf und geben sich die Hand.

Und Sie arbeiten zusammen.

Stehen Sie jetzt auf.

Geben Sie sich die Hand.

- Na bitte. Danke. - Also okay.

Pardon.

- Tut mir leid. - Jeanne?

- Sie schaffen das spielend. - Nett von Ihnen.

Und sonst alles in Ordnung?

- Ja. - Ja?

Oh Jeanne, ich beiße schon nicht.

Ich frage nur, ich weiß nicht, Sie wirken so...

- Seltsam. - Wer, ich? Wieso?

Ich bin in Topform. Alles super.

Das sehe ich. Ich hatte nur so ein Gefühl.

Äh, also...

Ich hätte da 'ne Frage, so als Arschloch. Wegen der Zahlen.

Für die Besprechung morgen. Wie hoch ist ungefähr der Betrag?

- Ist eine Überraschung. - Verstehe.

Im Leben fehlt es an Überraschungen.

Und Überraschungen sind wichtig, also...

La, la, la... Seien Sie gespannt.

- Mein Schatz, was gibt's? - "Mein Schatz"...

Nicht zu fassen.

Das muss warten. Ich kann gerade nicht.

- Ist schlecht. - "Es muss warten"...

Wir sprechen nachher, wenn...

Ich bin nicht...

Der hat uns fast... Fast umgebracht.

So ein blödes Arschloch!

- Bleiben Sie hier! - Frechheit!

- Steigen Sie nicht aus. - Arschloch!

Schalt gefälligst dein Gehirn ein!

- Oder fahr Metro! - Jeanne, alles in Ordnung.

- Ist das klar? - Nichts passiert.

Entschuldigung.

- Es tut mir leid. - Sie verhält sich seltsam.

- Nicht ernst gemeint. - Ja.

Alles okay? Konnte ich ja nicht ahnen.

Äh... Jeanne, Jeanne.

- Wissen Sie, was wir ab jetzt machen? - Nein.

Sicherheitsabstand halten. Als wären wir von Stacheldraht umgeben.

Rundherum.

- Sie sehen ihn? - Verstanden.

- Oh, oh, oh... - Ja?

Wir haben... Wir...

Es gibt ein Abwasserproblem. Wir müssen Rohre auswechseln.

- Machen Sie Witze? - Also...

- Die Abnahme war vor drei Tagen. - Ich...

- Der Chef sprang ab, wir schuften alle. - Also, wenn ich...

- Ein Unglück kommt selten allein. - Wenn ich...

- Was nun? - Woher soll ich das wissen?

- Dieser Schaden tritt so plötzlich auf. - Darf ich...

- Schöne Hilfe. - Nicht mein Problem.

"Was nun? Was nun?"

Vielleicht würden Sie mir mal zuhören.

Von mir aus. Wir sind ganz Ohr.

Ich wollte sagen, es wurde schon alles berücksichtigt.

Ich habe eine Sicherheitsmarge vorgesehen.

Ah, der Betrag, den Sie nicht nennen wollten.

- Wie gesagt, eine Überraschung. - Ah, stimmt.

Hey, hey, hey!

Was ist mit dem Sicherheitsabstand, dem Stacheldraht?

Theoretisch müsste ich durchbohrt sein.

Was ist nur mit Ihnen los? Sie haben es sicher schwer.

- Mir geht's gut. - Aber so geht das nicht, nein.

Keine Differenzen vor dem Team. Das ist Regel Nummer eins.

Pardon, wenn ich sie wiederhole.

Jetzt machen Sie den Kostenvoranschlag.

- Geht's noch? Der ist doch fertig! - Ah, okay.

Marcelle, Marcelle, Marcelle. Bekamst du meine SMS?

- Was machst du? - Kannst du heute die Kinder hüten?

- Was? - Ich verlange viel von dir, ja.

Ich muss unbedingt arbeiten.

Ich bin nicht schuld. Es liegt an Pinpin.

Er macht einen total verrückt. Was ist, machst du es?

- Ja. Du hast mich erschreckt. - Heiß... Danke.

Ich muss jetzt los. Danke dir, danke. Auf Wiedersehen.

Mein Kreuzbein ist blockiert.

Hallo.

Siehst du?

So geht es gut, wenn ich mich vorbeuge.

Doch dann geht es nicht weiter.

So geht es auch noch, aber wenn ich...

- Die sieht dich doch. - Das bin ich nicht.

- Du musst gehen. - Das ist Pinpin.

Du musst vögeln. Ich hab da eine für dich.

- Was hast du erzählt? - Dass du 'ne Transe bist.

- Eine Transe? - Entschuldige mal, also...

Du benimmst dich schon wie ein Mann.

- Ich bin doch kein Kerl! - Sch.

Alles klar?

Ich bin fürsorgliche Mutter... mit männlichem Geschlecht.

- Ein Riesenunterschied. - Ja.

- Müssen die so enge Outfits tragen? - Hör auf.

Pardon, Monsieur.

Mein Gott!

Jeanne?

Jeanne, ich...

Verdammt, oh nein!

Noch einen?

- Willst du noch einen? - Äh... Ja.

Das ist wirklich irre.

Joe, Joe...

Keiner weiß es. Kann ich Ihnen vertrauen?

Ja, ich schweige wie ein Grab. Das würde ich nie erzählen.

Es würde sowieso keiner glauben.

Ich habe auch ein Geheimnis.

- Ach ja? - Ja.

Ja, aber... Es ist nicht so groß wie...

wie Ihr Geheimnis, aber...

Ich bin... noch Jungfrau.

Wow.

- Ich weiß. - Entschuldigung.

Ich bin sicher, ich bin die einzige von allen Angestellten.

Aber nein. Ich meine... nicht ganz.

Ich habe es... bisher auch noch nie gemacht.

- Also Pinpin hat's noch nie getan. - Ah, ach so.

Ich bin Mutter und Jungfrau.

- Halb Jungfrau. - Nun...

Das macht anderthalb Jungfrauen im Betrieb. Das erhöht die Statistik.

- Jeanne, was... - Hm?

Ja?

- Denken Sie, wir... - Nein.

- Denken wir beide nicht an dasselbe? - Nein.

- Vielleicht... - Ja.

- Oh ja. Ja. - Oh ja.

Und wenn ich es nicht bringe? Womöglich bin ich mies.

- Ich weiß nicht, wie es geht. - Mir geht's doch genauso.

- Also? - Also... tun wir's.

Tut mir leid, oje.

Ich weiß nicht, was er hat. Tut mir leid.

Ach, bitte entschuldige.

- Vielleicht gefalle ich Pinpin nicht. - Aber nein, ganz bestimmt nicht.

Warte, ich komm gleich wieder.

Klar habe ich geschlafen.

Was soll ich sonst tun? Warten Sie kurz.

Sekunde.

Seien Sie nicht auf den Akt fixiert.

- Ihr Kopf ist mit Pinpin verbunden. - Ist er nicht.

Wenn Sie einen Marathon laufen und an die 42 km denken,

sind Sie erledigt, am Ende, tot, k.o.

Konzentrieren Sie sich auf die Schritte. Step by step, ja?

Mache ich ja, aber er gehorcht nicht. Verstehen Sie?

Nicht Pinpin ist das Problem, sondern Ihr Kopf.

Ich glaube, er... steht massiv unter Druck, also versagt er.

Ihr Kopf. Denken Sie an das Chalet, die Frau.

Die hohen Stiefel.

Das Tierfell.

Warte, Chérie. Es ist nicht, wie du denkst.

Joe?

- Schon mal Marathon gelaufen? - Äh, nein.

Stell dir vor...

Ein Chalet.

Und dann...

Vielen Dank!

Vielen Dank, danke. Unglaublich, was du für mich getan hast.

Nicht der Rede wert.

Doch sag mal...

Wie fandst du meinen Rhythmus? Warst du zufrieden?

Hauptsache, wir haben's getan.

Ja, aber wie fandst du...

das Tempo und...

die Bewegung und das alles, war das...

- Ich bin nicht mehr Jungfrau, ich... - Okay, Herzchen.

- Ich... - Es hat dir gefallen.

Es ist verrückt, völlig verrückt.

Man glaubt, manche Dinge werden nie passieren.

Und dann so was. Es war, als wäre ich im Gefängnis.

Als würde ich für immer eine Strafe absitzen.

Absolut unschuldig. Lebenslänglich.

Und jetzt, Jeanne... Der Wahnsinn.

Jetzt kann ich mitreden.

Äh... Jeanne?

Wow, deine Mutter ist wunderschön.

Oh, das hast du schön gesagt.

- Du siehst wirklich toll aus. - Findest du?

Mama, wir kommen zu spät!

- Hopps. - Du kannst sie doch nicht mehr tragen.

Ich esse immer meinen Spinat.

- Ich hab keine Zähne geputzt. - Du hast nicht unterschrieben.

Wir haben kein Schulbrot.

Alles geht den Bach runter.

Hoch mit dir.

So. Jetzt wünsche ich euch viel Spaß in der Schule.

- Wann geht's ans Meer? - Ich will auch einen.

- Wie kommst du darauf? - Mama, nicht weinen.

Aber Papa fliegt Weihnachten mit uns nach Costa Rica.

Nur um in Ruhe über die Kinder zu reden, ohne Stress.

Versprochen. Das ist super.

Küsschen, bis heute Abend.

Er nimmt dir die Kinder weg, und du sagst "Küsschen"?

Keine Sorge. Keine Sorge!

Ich verstehe nur Bahnhof.

- Trotzdem einen schönen Tag! - Dir auch!

Guck mal, da kommt... Oh.

Guten Tag. Guten Tag.

Guten Tag. Hallo allerseits.

Hallo, Merlin.

Bereit für die Besprechung?

Ähm, ich bin bereit. Es geht Ihnen wohl wieder gut.

- Ja, ich bin in Form. In Topform. - Jeanne.

Wir müssen Weihnachten arbeiten. Keine Wahl.

Kein Problem, hab ich einkalkuliert.

- Hey, Ihr Helm. - Ah ja, der Helm. Klar.

Wir brauchen die Solarmodule. Wann kommen die?

Wir fragen am besten Merlin.

- Äh, Merlin? - Ich hab nicht zugehört, aber ja.

- Ja was? - Ja... was?

- Wann kommen die Solarmodule? - Verstehe.

Die kommen Ende der Woche.

- Perfekt. Passt genau. - Wunderbar.

- Okay. - Sie sind da. Die Kunden, Jeanne.

Meine lieben Freunde...

Wie geht's uns heute? Willkommen auf der Baustelle.

- Guten Tag, Monsieur. - Guten Tag.

- Guten Tag. - Guten Tag.

Guten Tag. Oh, fester Händedruck.

Guten Tag... Guten Tag, Madame.

Sehr erfreut. Ach, wie schön.

Kaffee und Gebäck warten da drinnen auf Sie.

Gehen wir rein.

Kommen Sie her, Merlin. Merlin.

Achtung, Stacheldraht. Ich merk mir Regeln im Handumdrehen.

Sie können mir sicher ein romantisches Restaurant empfehlen?

- Nein. - Nein?

Ich kenne nur Nuttenbars, wie alle Arschlöcher.

Monsieur, noch zwei, bitte.

Ist nicht schlimm.

Ich habe sie Silvester, ist auch wichtig.

Nächstes Jahr drehen wir es um, hm?

Alles bestens.

Und, ähm...

Deine Freundin? Wie geht's ihr?

Oh, ganz gut, ja. Super, also...

- Etwas müde sicher noch? - Aber das ist ja ganz normal.

Klar ist das normal, was denkst du?

Ich habe das auch hinter mir.

Zweimal, wie du weißt.

Immerzu das Baby...

Stillen, Windeln wechseln, stillen, Windeln wechseln...

Aber wo bleibst du?

Wer kümmert sich um dich?

Hm?

Jeanne...

- Anton... - Was tust du?

Spiel nicht den schüchternen. Ich hab Lust auf dich.

Du willst es doch auch, mein Schatz.

Du bist so stark. Gut...

Setz dich doch.

Und hör gut zu.

Weißt du, als ich dir sagte, ich hätte mich verändert...

Da habe ich das wirklich ernst gemeint.

- Willst du sehen? - Ja.

- Ja? - Ja, Jeanne. Na los.

Oh ja...

Stimmt was nicht?

Tut dir der Kopf weh?

Ich nehme den Champagner. Das ist wohl zu viel für dich.

Ausziehen.

- Willst du mehr sehen? - Ja.

- Zieh dich weiter aus. - Nein, Anton.

Du musst viel freundlicher bitten.

- Bitte, Jeanne, Chérie. - Ja?

- Zieh dich bitte aus. - Braver Junge, so ist gut.

- Sicher, du willst es sehen? - Oh ja.

- Dann bettle. - Oh bitte.

Du bist nah dran. Willst du's wirklich sehen?

Und jetzt sag hallo zu Pinpin.

Yes, yes, yes.

Voilà.

Nach 18 gemeinsamen Jahren überraschst du mich noch.

Du bist so großzügig und für alles offen.

Kurz gesagt: was für eine Wahnsinnsnacht.

Wir hatten einen richtigen Abschied verdient, nicht?

Danke. Jeanne, deine Ex.

- Schönen Tag. - Unglaublich.

Das sind Ihre Androgen- und Testosteron-Werte.

Das männliche Hormon, 35 Nanomol. Verblüffend, wirklich.

Das sind Ihre Östregen- und Progesteron-Werte.

Die weiblichen, nicht wahr? 315 pg.

Das ist überwältigend, die Werte explodieren.

Das bedeutet, Sie sind wie ein Teenager.

Aber beides in einem.

Also wirklich, das ist wirklich ein Fall fürs Lehrbuch.

Sind Ihnen weitere Veränderungen aufgefallen?

Ich bin sehr muskulös. Und wie ich schon sagte.

Ich bin so froh, also dass Pinpin...

Ich könnte sofort wieder. Zu geil, einen Schwanz zu haben.

Bitte nicht so vulgär. Bleiben wir wissenschaftlich.

Ich forschte nach und fand einen Fall wie Ihren.

- Wirklich? - Im 16. Jh.

Ein Bauernmädchen namens Marie.

Eines Tages hütet sie ihre Schweine. Die laufen weg.

Sie läuft ihnen nach. Sie rennt und rennt.

Sie will über einen Graben springen.

Sie nimmt Anlauf, springt in die Luft, macht einen Spagat...

Bei der Landung, bumm. Wie Sie.

- So? - Die kleine Marie.

Bis auf die Schweine und den Spagat.

Das ist streng wissenschaftlich, von Ambroise Paré.

Er ist Anatomieexperte. Er sezierte Leichen gegen kirchlichen Willen.

Ein herausragender Pionier, ein Vorreiter der heutigen Medizin.

Ist Maries Ding irgendwann weggegangen?

Sie band ihre Brüste ab, trug Hosen und nannte sich Jermain.

Man vergaß, dass sie mal Frau war.

Außerdem hatte sie einen Bart, so wie Conchita Wurst.

- Sie übrigens noch nicht. - Nein.

- Kommt vielleicht noch. - Bitte nicht.

Man muss immer weiterforschen. Oft glauben wir nur, etwas zu wissen.

Wir wissen gar nichts, glauben es nur. Und plötzlich taucht jemand wie Sie auf.

Sie krempeln das Genderthema um. Ich überdenke meine Doktorarbeit.

Die Thesen über Zweigeschlechtlichkeit...

Ich werde... Ich bin noch am Überlegen.

- Geht es Ihnen gut? - Bestens. Ich schlafe nicht mehr.

- Fertig. - Aber...

Ein Kollege muss Sie treffen. Ein Spezialist für genetische Störungen.

Für die Wissenschaft. Ihr Fall ist symbolträchtig.

Nein. Niemand soll davon erfahren.

Klar? Eine Mutter mit Schwanz, das ist peinlich.

Sagen Sie nicht "Schwanz". Sagen Sie was anderes.

Es gibt bessere Ausdrücke. Soll ich sie auflisten?

- Denken Sie nach? - Vielleicht.

- Überlegen Sie, und wir reden noch mal. - Klar.

Versprochen.

Und hopp, Engelchen.

Ja, komm rein. Ah, Papa ist da. Komm rein, komm rein.

Geht kurz in euer Zimmer. Wir müssen kurz reden.

- Aber nichts vergessen. - Ich hab 'ne Liste.

- Komm rein. Fühl dich wie zu Hause. - Ist gut.

Hallo.

- Wie geht's? - Ich komm die Kinder holen.

Keine Sorge, sie kommen gleich.

- Kinder, kommt ihr? - Sind gleich da.

Ich kann die Tickets der Kinder stornieren.

Sie werden nicht erstattet, aber das ist nicht schlimm, also...

Willst du sie, bring ich sie morgen.

Ich sage ihre Reise nicht am Tag vorher ab. Sie freuen sich so.

- Das wäre grausam. - Wie du willst.

Ich feiere Weihnachten allein.

Auch mal schön.

Kommt, Kinder!

Sie hören nicht mehr so gut auf dich.

Kinder, bitte!

Keine Power, du bist zu weich. Los.

Kommt, Kinder!

Kinder, wenn ihr nicht bei drei hier seid...

- Mama! - Kommt her, meine Süßen.

Ihr seid die Größten. Ich hab euch lieb.

Ihr werdet mir ganz doll fehlen.

Nicht vergessen: Der Weihnachtsmann kommt auch zu...

- Mama. - Genau.

Viel Spaß.

- Los. Schöne Ferien. - Bis dann, Papa... äh, Mama.

Hallo, ihr beiden.

- Papa, fahren wir ans Meer? - Juhu!

- Das könnte vielleicht da hinten hin. - Okay.

- Bruno, Helm auf. - Mann...

Gut, weiter so, rollt es aus. Ausrollen.

Weiter, bis zum Schluss! Ja, so ist gut.

Merlin... Oje, oje, oje.

Super. Wahnsinn. Gut gemacht.

Bravo, wa... Was muss, das muss.

Los, räumt den Sauhaufen hier auf. Sofort. Okay, Leute.

- Jeanne! - Ja, sofort.

Jeanne?

- Was ist jetzt los? - Was? Nichts.

- Ich dachte, du bist kein Mann? - Ich bin auch kein Mann, ich...

Das da... ist nur... ein neuer Look.

Du willst als Mann rüberkommen, um schneller...

Nicht doch. Das hat nichts damit zu tun.

Das finde ich... schick.

- Solange du nicht mich vögeln willst. - Das war der Joint.

- Interpretier nichts rein. - Egal.

Du imitierst deinen Vater, verstehe.

- Wir sind nicht mehr in den 50ern. - Wie?

Du willst ein Mann sein? Zieh den Stock aus dem Arsch.

Du stehst so da. Nein.

- Die Krawatte geht gar nicht. - Das wirkt seriös.

Nein.

- So? - Hemd aufknöpfen.

- Aber ich habe keine Haare. - Na und?

- Es gibt auch unbehaarte Männer. - Stimmt.

- Ja, klar. - Warte...

- Zieh 'nen Pulli an. - Welchen?

- Mit Rollkragen, was weiß ich? - Okay.

Nein. Das Outfit ist nicht das Problem, du bist zu weiblich.

Wirklich?

Warum streckst du den Hintern raus? Bist du Beyoncé?

Steh dazu, gib dich männlich. Schon besser.

Oh Mann...

Deine ersten Schritte auf dem Mars. Wie affengeil ist das?

- Wir nennen dich Jean. - Jean...

Jeanne, Jean, fast dasselbe. Klingt männlich.

Wir Frauen stehen immer so schüchtern da.

Wir treten leise auf und haben immer Angst, anzuecken.

Und wir sagen: "Ja, ich helfe gern."

Die Männer dagegen... Die Männer nehmen sich ihre Zeit, sitzen breitbeinig.

Sie laufen vulgär und scheißen auf alles, was um sie herum passiert.

Wieso? Sie denken, die Welt gehört ihnen.

Sieh dir Adam an. Das ist ein Mann. Pures Testosteron.

Denk "männlich potent, potent".

Entschuldige.

- Der Schwanz macht den Mann, hm? - Oder auch nicht.

Das macht...

- Reden wir drüber? - Hm?

- Worüber? - Machen wir reinen Tisch.

- Was? - Es belastet Sie doch.

Aber... mich belastet nichts. Warum?

Das Seminar, schon vergessen? Ein Fiasko. Reden wir drüber?

- Ach das. - Ja, genau das.

Nein, nein, ich versichere Ihnen...

- Was? - Kein Problem.

Ich sehe, wie Sie sich abstrampeln, als wären wir Konkurrenten.

Ich konkurriere nicht mit Ihnen, mit niemandem.

- Ich bin nur kompetent. - Stimmt.

Sie stehen Ihren Mann im Büro und auch vor Ort. Überall.

Sie kommen überall zurecht.

Ach ja, ich bin ja für Sie nur ein Arschloch, ich weiß.

Tut mir leid, ich war mies.

Das ist kein Grund, zu übertreiben.

Und im Hinblick auf unsere kleine Geschichte...

Offensichtlich war ich eine Null.

Was habe ich falsch gemacht?

Ich unterbreche Sie lieber gleich.

Ich kann mich an nichts erinnern. Der totale Blackout.

- Mir tut es leid. Ich war erbärmlich. - Nein, nein, nein...

- Keine Erfolgsbilanz wie Sie. - Erfolgsbilanz?

- Merlin... Jetzt, da alles klar ist. - Ja?

- Verraten Sie Ihre Tricks bei Frauen? - Was?

- Ich meine, wie kriegen Sie sie rum? - Jeanne...

- Nein. - Hm?

Ich habe keine Tricks.

Und ich bekomme sie auch nicht "rum".

- Das ist gut. - Keine Methode, keine Tricks.

Na klar, wer's glaubt, wird selig.

- Ich komm nicht vorbei. - Lassen Sie uns...

Jeanne...

Bitte hören Sie mit dem Stacheldraht-Quatsch auf.

Madame, wollen Sie nicht aussteigen?

Tag.

- Jeanne, ich habe einen Helm für Sie. - Danke.

Was soll ich mit einem 3-Meter-Kran?

Ich brauche 15 m. Was soll ich mit drei Metern?

Hallo, Jungs!

Wenn er morgen nicht da ist, hören Sie von meinem Anwalt.

- Oh... - Oh, hallo.

Was ist? Schon wieder der Stach...

Hallo, Jeanne!

- Ich warte seit 20 Minuten. - Da sind Sie ja.

Seit 20 Minuten höre ich mir die Warteschleife an!

Ich brauche sofort den Kran.

Vorsicht!

Verschwindet!

Achtung!

Alles gut?

Wollen wir... uns duzen?

Hm?

Wow.

- Große Klasse, Jeanne! - Bravo!

Weiterforschen und Geduld haben. Ich mache schon Fortschritte.

Vielleicht kann ich wirklich fliegen.

- Sprichst du mit dir selbst? - Hm?

Nein, wieso? Pardon, Jean-Paul, ich ruf zurück.

Was ist los?

Ich mutiere.

Ich habe vorhin nichts gesagt, aber danke. Wirklich.

Ist doch normal.

- Nichts zu danken. - Du weißt es wohl nicht, aber...

Ich habe auch Kinder. Wäre schrecklich.

Schon gut, Superman. Es gibt doch 'ne Mutter.

Ja, ja, aber sie wohnen bei mir. Helm auf.

- Was macht ihre Mutter? - Ist kompliziert.

Helm auf. Hat dir das vorhin nicht gereicht?

Der Chef hatte recht, wir geben ein gutes Team ab.

- 'n komisches Team. - Ja, aber erfolgreich.

Wenn auch nicht in allen Bereichen.

Du wirst immer schöner.

Pardon, Pardon, Verzeihung. War nicht so gemeint.

Ich meinte bloß... Wir sind Freunde.

Schon gut, wir sind Freunde, echte Freunde.

- Gut, Freunde. - Freunde.

Ich denke über eine Beschneidung nach.

Guck nicht so, ich muss nicht mehr aufpassen.

Ich kann futtern, was ich will. Ich nehme kein Gramm zu.

Oje, mir fehlen die Kinder, es ist ein Albtraum.

Zum Glück hab ich Jean, wenn ich traurig bin.

Nachts streife ich allein umher, hab keine Angst, halt die Augen offen.

- Ich atme durch. - Dafür brauchst du keinen Schwanz.

Zum Glück gibt's Merlin.

- Der ist richtig sympathisch. - Das Arschloch?

Du bist zu streng.

- Wie läuft's mit deinem Freund? - Der ist mein Lover.

Süß, du flennst bei "Bridget Jones",

aber der Mann, den du täglich siehst, für 10 Minuten, ist nur dein Lover?

Das ist meine feste Sex-Beziehung. Ich heule, weil Bridget so dumm ist.

Warten Sie, ich helfe Ihnen.

Was treibst du da?

- Noch eine? - Gern.

Na gut.

- Noch was? - Nein, danke.

- Keine Ursache, Mademoiselle. - Danke schön.

Sie hat mich angelächelt.

Ich hab's drauf.

Hey, entschuldige dich wenigstens! So ein Vollpfosten.

- Arschloch. - Was soll das?

Ich kann mich allein verteidigen.

Frauen können Wasser, Kinder, Einkäufe und Schultaschen tragen.

- Macht Testosteron Gedächtnisschwund? - Geht's noch?

Ist doch nett, anderen zu helfen. Sei nicht albern.

Ich bin albern? Weil ich keinen Schwanz habe?

- Sch. - Ach lass.

Was ist mit dir los? Ich bin es, deine Freundin.

- Nicht irgendein Mann. - Guck dich doch mal an.

Bald siehst du selbst aus wie so ein Arschloch.

Entschuldige, ich habe vergessen, dass alle Männer Arschlöcher sind.

Du hast von einem Typen weit weg ein Kind, von dem er nie erfahren soll.

Das juckt dich nicht, denn Männer sind scheiße.

Aber du hast einen Sohn, oder? So ein Mist aber auch.

Erklär ihm mal, dass alle Männer scheiße sind, nur er nicht.

Du bist kein Mann. Du bist viel schlimmer.

Sogar schlimmer als dein Ex! Voilà, zufrieden?

Und glaubt mir, das war ein Riesenarschloch!

- Madame... - Fass mich nicht an! Aus dem Weg!

Tut mir leid, das tut sehr weh.

Ich weiß, Monsieur.

Tut mir leid.

Hallo.

Sie wollten mich anrufen.

Ich hatte vorgeschlagen, einen Spezialisten hinzuzuziehen.

Frohe Weihnachten, Ihnen und Pinpin. Wiederhören.

Komm nicht ohne Anmeldung. Lass mich!

Ich liebe dich.

- Ich hab genug von diesem Mist! - Dann hau doch ab!

Frohe Weihnachten, du Arschloch!

Meine Schwiegermutter schoss den Vogel ab.

Sie klebte sich 'nen Bart an und tat, als käme sie durch den Schornstein.

Jeanne. Frohes Fest.

- Die Kinder sind total ausgeflippt. - Klasse.

- Sie haben getobt vor Freude. - Klar.

- Waren nicht mehr zu bremsen. - Super.

- Wie war dein Heiligabend? - Ich war allein, wie ein Idiot.

- Ehrlich? - Meine Frau ist weg.

Ich sehe meine Kinder nur jedes zweite Weihnachten und Wochenende.

- Was, nur? - Warum kein gemeinsames Sorgerecht?

Ich habe es beantragt, es wurde aber abgelehnt.

Warum?

Meine Wohnung ist zu klein, weil ich auch die meiner Frau bezahle.

Warum bezahlen Sie beide?

Ich habe ihr die Wohnung gelassen und zahle.

Ist Ihre Exfrau behindert?

Wir Männer bekommen kein Recht auf die Kinder.

Wenn es ein Mann verlangt, schon. Glauben Sie mir.

Wenn er Geld hat.

Wir können uns keine tollen Anwälte leisten.

Wenn die Liebe vorbei ist, hält man es aus oder geht.

Und der, der geht, verzichtet auf die Kinder.

Ich weiß, wovon ich spreche.

Kein Wunder, dass Männer simulieren.

- Pardon. - Kein Problem.

- Tut mir leid. - Kein Problem.

Seit wann simulieren Männer?

Seit Frauen an der Macht sind, Chefin.

Wo ist Merlin? Uns lässt er am 25. arbeiten, und er ist nicht da?

- Habt ihr ihn gesehen? - Nein, Chefin!

DIE WELT IST IM WANDEL

Merlin.

- Wo bleibst du denn? - Entschuldige.

- Ist was? Alle warten auf dich. - Nein.

- Ich hab nur... Ich hab Stress. - Was ist?

- Wieso? - Die Babysitterin ist krank.

- Was soll ich machen? - Ja, Papa.

Ja, der Papa ist hier.

Ganz ruhig, Schätzchen. Nicht an den Haaren ziehen.

Papa bringt dich zurück, er muss arbeiten. Sei brav.

Benehmt euch, bleibt im Zimmer.

Nicht so laut, spielt leise.

- Merlin? - Seid lieb. Was denn?

Ich bleib bei ihnen, wir wechseln uns ab.

Gemeinsames Sorgerecht, ja? Kinder, das ist Jeanne.

- Jeanne, meine Kinder. - Hallo.

Ich bleibe bei euch, während Papa zu seinem Termin muss.

Jetzt rettest du mir schon wieder das Leben.

- Papa? - Da ist ein Picknick drin. Was?

Wer ist der Chef, du oder sie?

Chef ist immer Papa, aber sie auch.

Bis nachher. Lass dich nicht ärgern, Jeanne.

Die ist super. Bis nachher... Ach, besser nicht.

- Seid lieb, hört ihr? - Woher kommt das?

- Hat euer Vater das gemacht? - Ja, klar.

Was ist in der Tasche?

- Er hat die Brownies vergessen. - Schlimm?

- Die haben wir heute gebacken. - Schade.

- Papa hat mit euch gebacken? - Klar.

Merlin... Woah.

Was mache ich jetzt?

- Wie geht's? - Hallo, Jeanne.

Ich wollte dich auf ein Glas einladen, um dir zu danken.

Ja? Äh...

- Und wer hütet heute Abend die Kinder? - Ihre Mutter.

Ah, verstehe, also wenn heute die Mama da ist, dann...

- Dann komme ich gern. - Gut, ich warte.

Okay, ich...

Scheiße.

Verdammt.

Mademoiselle?

- Salut. - Hi, salut.

- Zurzeit bist du durchgeknallt. - Und du blau.

Bisschen...

- Äh... Ja? - Sag mal... Hm?

Was?

Äh... du?

Warum lebst du nicht zusammen mit Frau und Kindern?

- Wir sind eben getrennt. - Aber...

Ach... Das...

- Das wusste ich nicht. - Konntest du auch nicht.

- Und du? Hast du jemanden? - Äh...

Ist momentan 'ne komische Phase. Keine Männer.

Wenn du sagst "keine Männer", heißt das, dass du bi bist?

- Oh nein, bestimmt nicht. - Du bist total...

Auf jeden Fall, ich bin total hetero.

- Auf jeden Fall? - Ein Hetero.

- Von Grund auf. - Von Grund auf?

Oh, da gehen welche. Zwei Hocker sind frei.

- Ist nicht leicht, Frauen anzusprechen. - Das von dir?

Du sagst doch immer "meine Schöne" und "Schatz".

Weißt du, mit wem ich zuletzt...

- Nein, wieso? - Das warst du.

Oh, warte. Nein.

- Oh nein, pardon. Tut mir leid. - Nein.

Mir tut es leid. Aber ich hab im Moment eine schlimme...

Wie soll ich sagen? Hautirritation.

Eine nervende und immer wiederkehrende... Katzenallergie.

Ich muss gehen, aber es war ein wirklich toller Abend.

Aber jetzt... Puh... Wird es...

Oh nein. Oh Mist. Verdammt.

Ich komme!

Ich mach sofort auf!

Mama kommt schon.

Mama... Warum weinst du?

- Der Weihnachtsmann war gerade da. - Hurra!

Warte!

Ach ja...

Mach's gut.

- Alles okay? - Oh ja, alles super.

- Mir geht's nicht gut. Bis dann. - Er schläft nie.

- Nein? - Niemals.

Meine Freundin hat momentan postnatale Depression.

Sie ist zu ihrer Mutter gefahren, um sich, weißt du, auszuruhen.

Und ich bin allein...

Papa hat keine Milch.

Nimmst du ihn? Ich kann nicht mehr!

Die ersten drei Monate sind die schlimmsten.

Dann wird's himmlisch. Tschüss.

Ich war nie da für Paul und Lou. Nie!

Du warst ganz allein. Verzeih mir.

Wir tun alle, was wir können.

Tschau.

- Bitte, hilf mir. Verstehst du mich? - Ja, ja.

Was da wohl drin ist?

Warum watschelst du wie ein Pinguin?

Pinguine sind lieb. Ich mache sie gern nach.

Jetzt seht, was drin ist.

Ich habe zwei Kinder geboren.

Wo soll das hinführen, Pinpin?

Okay, fein.

Wir gehen was essen. Als Freunde.

Und du gibst Ruhe.

Möchtest du vielleicht Austern?

Da wir ja nun Freunde sind...

kannst du mir ja sagen, was mit deiner Frau ist.

- Was ist passiert? - Nun...

Im Büro weiß es keiner, also bleibt das bitte unter uns.

Deine Geheimnisse sind bei mir sicher.

Ich kenne auch schon einige andere intime Details.

Sie ist abgehauen.

Als sie erfuhr, dass ihr Vater Männer liebt, drehte sie durch.

Bis dahin lief alles gut zwischen uns, aber dann...

wachte sie morgens weinend auf und war weg.

Sie war fast sieben Monate verschwunden. Es war schwer.

Vor allem für die Kleine, sie war zwei.

- Und wie alt ist sie jetzt? - Jetzt ist sie vier.

Ihre Mutter besucht sie ab und zu.

Sie geht mit ihnen ins Kino, wie gestern Abend.

So erklärt sich mein Bedürfnis zu trinken.

Ich verstehe nicht, seit zwei Jahren...

tust du auf der Arbeit so, als wärst du noch verheiratet?

Ist das blöd?

Weißt du, wie die einen Mann nennen, der vier Kinder aufzieht?

Mami. Was glaubst du?

Ich hätte gern eine Frau, die mehr verdient als ich.

Ich würde zu Hause bleiben, bei den Kindern.

Das wäre super. Ja, wirklich.

Dann steh dazu, Merlin.

Die Frauen kommen damit zurecht. Warum nicht wir? Ich meine, ihr.

- Was? - Was? Was meinst du?

Witzig, dein Versprecher.

Doch, sehr witzig.

Irgendwie bist du ein komischer Kerl.

Aber du bist eine Frau. Die kommen immer zurecht.

Sie haben keine Angst.

Die Männer haben mehr Muskeln, aber auch nicht alle.

Das macht sie aber nicht stärker.

Das weißt du.

Es schneit. Sieh doch. Ach nein.

- Jeanne. - Hm?

Du erinnerst dich nicht, aber... Das eine Mal hat mir was bedeutet.

- Ah ja? - Ja.

Und was du mir für Sachen gesagt hast, war wunderschön.

- Ja? - Ja.

- Erinnerst du dich wirklich nicht? - Nein, ich...

Es ist... Ich will...

Oh nein.

Pardon.

Ich habe mich gefragt...

Du... Du brauchst nicht zu antworten.

Ich habe mir die Frage gestellt,

ob du mal was mit einem Mann hattest?

- Sag's doch, du bist bisexuell. - Nein, nein, keineswegs.

- Aber hast du schon? - Das ist es, was dich beunruhigt.

Hör zu, was soll ich darauf antworten?

Egal, wie du reagierst, ich bin total hetero.

Hetero... von Grund auf.

Nein, nein.

Nein, nein. Also nein, Merlin.

Hör auf.

Wir sind Freunde. Küssen Freunde sich etwa?

Küssen sich Freunde auf den Mund? Denk an die Folgen.

Was würden die Kollegen im Büro über uns sagen?

Du ziehst schon vier Kinder allein auf.

Du tust, als wärst du verheiratet. Ich bin ein... Ich bin eine...

Hier.

Wir sind Freunde, klar?

Hast du verstanden?

Nur Freunde, Mann.

Alle mal herhören, bitte!

Ich möchte mit euch anstoßen

auf die Fertigstellung von Frankreichs erster Schule,

die nur erneuerbare Energien nutzt.

Mein Dank gilt besonders meinen wunderbaren Mitarbeitern Jeanne...

und Merlin.

Vielen Dank euch beiden, danke.

Ich wollte dir sagen, du siehst toll aus.

- Wo ist Joe? - Sie hat gekündigt.

- Wieso? - Ausgewandert auf einem Mystik-Trip.

Oder Aromatherapie oder Meditation...

- Chefin, stoßen wir an? - Aber gern.

- Danke für alles. - Gleichfalls.

Ich habe hier alles allein gemacht.

Und ich den Salat. Den mache ich...

- Dürfte ich Sie etwas fragen? - Ja, klar.

Halten wir Frauen den Mund, habt ihr was dagegen.

Und sagen wir was, passt es euch auch nicht.

Wie sollte sich eine Frau am besten verhalten?

Hat jemand eine Antwort?

Ich wusste, Sie sind keine Büromaus. Sie waren perfekt.

Mehr als perfekt. Als Frau hat man's eh schwerer.

Der Helm steht Ihnen bestens, und...

Jeanne, Jeanne... Jeanne, warte.

- Was ist? - Können wir reden?

Nein, ich muss gleich weg zum, zum...

Schwimmen.

Schwimmen.

Jeanne. Nein, Jeanne. Jeanne.

- Bleib stehen. Was machst du? - Nichts.

- Du rennst wieder weg. Immerzu. - Mach ich nicht.

Verdammt, bleib stehen.

Erklär mir das. Ich werde noch verrückt.

Ich verstehe nichts mehr. Verdammt, ich stehe nackt vor dir.

Ich sollte weglaufen, aber ich kann nicht.

Ich spüre, mit dir ist es was Besonderes.

Das hab ich noch nie gefühlt.

Jeanne, sag mir, was los ist. Ich bitte dich.

Ich nehme dich mit deinen Männerunterhosen und Wutanfällen.

Ich nehme dich so, wie du bist.

Obwohl mir eine Stimme sagt: "Lass es, hau ab."

Aber ich kann es nicht, ich kann es einfach nicht.

Ich kann nicht. Und weißt du, was das Lustigste ist?

Du bist die, die wieder abhauen wird.

Madame Clairé!

Ich geh zum Kollegen, aber dann nach Bangkok!

- Was fällt Ihnen ein? - Ich will wie früher sein.

- Bringen Sie mich nach Bangkok. - Ihr Fall ist speziell.

- Das könnte Jahre dauern. - Was?

Das ist nicht schlimmer als 'n Piercing.

- Beruhigen Sie sich! - Ein Schnitt, und fertig! Hier...

- So. - Legen Sie die hin! Aufhören!

Lassen Sie die Schere los!

Madame Lemarchand ist ohnmächtig geworden.

- Jeanne. - Was soll aus mir werden?

- Ich bin eine Zirkusattraktion. - Aber nein, wirklich nicht.

Es sei denn in einem ganz berühmten Zirkus, aber...

- Hallo. - Hallo.

- Willst du 'n Taschentuch? - Warum nicht.

- Danke. - Nichts zu danken.

- Warum weinst du? - Ich weine überhaupt nicht.

- Okay. - Ist nur 'n starker Schnupfen.

Ein starker Schnupfen...

seit der Arsch Adam nicht mehr anruft.

Der ist einfach verschwunden.

- So nervt er dich wenigstens nicht. - Nein.

Ruf ihn an und sag ihm, dass er dir fehlt.

Nie im Leben. Ich hab ihm 'ne SMS geschrieben.

- Er hat nicht geantwortet. - Sag ihm, du vermisst ihn.

Es ist ganz einfach.

Außerdem...

Tom freut sich, wärst du nicht mehr allein.

Vertragen wir uns?

Hör auf zu weinen.

Außer Pinpin hast du eben auch ein großes Herz.

Ich bin nicht normal.

- Weißt du, wer das ist? - Nein.

Wer ist das?

- Jeanne Clairé? - Sie ist hier.

Sie müssen rangehen, wenn ich anrufe.

Ich bin zu alt, um mir Sorgen zu machen.

- Sie ist verliebt. - Verliebt? Das ist doch toll.

- Finde ich auch. - Mann oder Frau?

Ein Mann natürlich. Also Doktor, wirklich.

Tut mir leid. Aber so selbstverständlich ist das nicht.

Reden Sie ihr zu, ja?

- Liebt er sie wirklich, ist es egal. - Aber sicher.

- Natürlich. Versteht sich von selbst. - Siehst du?

- Obwohl, wenn ich... - Also?

Wenn ich er wäre, wäre ich nicht...

Sagen Sie das nicht. Sind Sie bescheuert?

Mäßigen Sie Ihren Ton, junge Frau.

Ich sage das, weil sie noch nicht über den Berg ist.

Na, na, na, Jeanne.

Jeanne, du bist ein Typ... nein, eine Frau,

die ganz besonders ist.

Das wird wie bei "Pretty Woman", mit extra Schwanz.

Sie jetzt auch? Wo sie sich gerade beruhigt hatte.

- Sagen Sie nicht "Schwanz". Peinlich. - Schon gut.

Stell dir mal die Möglichkeiten zu zweit vor.

Aber das will ich gar nicht.

Ich will einfach so leben wie eine Frau.

- Ich bin eine richtige Frau. - Eine richtige Frau.

Also, dieser Mann, ist der denn nett?

Oh ja.

- Ja, schon gut. Beruhigen Sie sich. - Er ist so wunderbar.

- Ich habe solche Lust auf ihn. - Schön.

- Ich habe nie jemanden so begehrt. - Ist doch fantastisch.

- Ist das Liebe? - Jetzt ist aber mal gut.

Verzeihen Sie, aber haben Sie denn keine Eier?

- Er hat nicht unrecht. - Das können Sie doch wohl riskieren.

Worauf warten Sie? Sie haben nichts zu verlieren. Na los.

- Genau. - Na los.

Ja, gib dir einen Ruck.

Ich liebe dich. Aber...

Aber? Was, Jeanne?

Was ist los? Du... Du... bist Bigamistin?

Bist du... vielleicht meine Schwester?

Nein, Merlin.

Ich...

Ich...

Ich...

Jeanne, nein, nein, nein.

Okay.

Okay...

Jeanne!

Jeanne?

Jeanne, alles in Ordnung?

Es ist nichts.

Es ist nur...

Ich liebe Gewitter!

Das ist so geil!

Du bist so schön. Wunderschön, mein Liebling.

Einen Moment lang habe ich gedacht, es liegt an mir, dass du immer...

Sch...

- Du hast gesagt "aber". - Es gibt kein... Aber mehr.

Ah, zu spät.

Oh!

Du schießt mit Pfeilen auf den Fernseher. Das geht doch nicht.

- Fläschchen ist fertig. - Euer Kleiner wächst 2 cm pro Minute.

- Das war Absicht. - Tut mir leid.

- Kann ich vorbei? - Entschuldige.

- Darf ich? - Wo lang?

- Egal, Hauptsache durch. - Geh doch.

- Ha. - Hey.

Was machen die leeren Joghurtbecher hier? Schmeißt sie doch weg.

- Sollen wir noch ein Kind kriegen? - Nein, mir reicht's.

- Jetzt sofort. - Sofort?

Ich geh mal hin.

Kinder, der Kuchen wartet auf euch!

Nicht alle auf einmal.

Und da willst du noch mehr Kinder?

- In eine Reihe. - Unmöglich.

Wer will Kuchen?

Oh, Joe.

Aber...

Sag "Guten Tag, Papa".

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