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Ich habe nicht mehr viele Erinnerungen an die Zeit in der Schule.
Aber eins werde ich nie vergessen: meine erste Stunde in Naturgeschichte.
Der Lehrer erklärte uns, was man unter einer natürlichen Konstante versteht.
Etwas, das sich unter keinen Umständen verändert.
Dann zählte er einige Beispiele für natürliche Konstanten auf.
Er nannte die Beständigkeit der Zeit, Ebbe und Flut,
die Ausdehnung des Universums, Leben und Tod,
die Schwerkraft, die Widersprüchlichkeit der menschlichen Natur,
den Wechsel zwischen Tag und Nacht,
die Photosynthese bei Pflanzen und noch vieles mehr.
Ich war begeistert von all diesen neuen Begriffen
und erzählte zuhause meinem Vater davon.
Er aber war überhaupt nicht beeindruckt.
Papa war schon immer ein kluger Mann gewesen.
Wahrscheinlich der klügste, den ich je kennengelernt habe.
Er erklärte mir, dass es nach seiner Auffassung nur zwei Konstanten gäbe:
die Familie und die Veränderung.
Damals hab ich nicht verstanden, was er meinte.
Und es hat lange gedauert, bis ich verstanden habe.
- Sag schon! - Siebzehn Sekunden.
- Gewonnen. Ich hab gewonnen. Jetzt du. - Hör auf! Nicht, das ist kalt!
- Der Herrscher der Lagune. - Aah. Oliver, nicht!
Spring! Mach schon!
Nein, ich trau mich jetzt nicht.
Aber du brauchst keine Angst zu haben, Benni, wirklich nicht.
Ich will aber nicht, das ist mir zu tief hier.
Wie soll der Frosch denn heißen?
Manchitas. Passt gut zu ihm wegen den Flecken.
Nein, meinst du nicht, dass wir ihn lieber Kermit nennen sollten?
Das passt viel besser zu ihm.
Ist Pink eigentlich eifersüchtig?
Nein, ich glaub nicht. Sie wollte schon immer einen Freund haben.
Und jetzt hat sie endlich einen.
Salvador.
Chava.
Nenn mich nicht so!
Was gibt's?
Wir brauchen die Kriegerin.
Hat ganz schön gedauert.
Halt's Maul! Was hast du im Gesicht?
Das ist Tarnung.
- Ganz schön weit. - Genau.
Wir haben die Kriegerin.
Mach schon. Geh und hol ihn.
Na mein Kleiner.
Nicht weglaufen.
Komm!
Komm doch! Komm!
Brav.
Hat das Monster auch solche Zähne?
Hey! Nicht anfassen!
Nein, die vom Monster sind viel schlimmer
und können dich mit einem einzigen Biss töten.
Was hast'n da?
Das?
- Mein neues Haustier. - Noch eins?
Unser Tier.
- Sonst nichts? - Wir nennen ihn Manchitas.
Gar nicht. Kermit heißt er.
Kannst du ihm ein Häuschen machen?
Kein Problem, Benni. Ich kümmer mich drum.
GEFAHR! ZUTRITT FÜR BENJAMIN VERBOTEN
- Warst du gestern unten? - Nein. Alles ist still.
Hast du Hunger?
Ja. Bisschen.
Geh zu Benjamin. Ich kümmer mich ums Essen.
- Schmeckt gut. Was ist das? - Proteine.
Was ist das in der Suppe?
Der Frosch.
Manchitas?
Du hast versprochen, dich um ihn zu kümmern.
- Benni, versteh doch, wir müssen essen. - Er war meine!
Pass auf, wenn Mama und Papa zurückkommen, sag ich Ihnen alles, was du gemacht hast.
- Setz dich hin und iss weiter! - Ich will überhaupt nie wieder was essen!
Ich hab den blödesten Bruder, du bist Kacke!
Kacke, hörst du!
- Kacke!!! - Jetzt setz dich hin!
Wir essen, was wir haben, du Idiot!
Der Frosch ist nützlicher in deinem Magen als in dem Glas da!
Wenn du ihn nicht willst, dann ess ich ihn eben.
Na dann iss ihn doch!
Warum hast du nichts dagegen, wenn wir Hunde töten?
Das ist doch was ganz anderes.
Die sind für das Monster.
Manchitas war meine! Er hat mir gehört!
Ich wollte, dass Pink endlich nicht mehr ganz so alleine ist!
Hast du die Küche aufgeräumt?
Ja.
Benjamin heult wegen allem.
Ich hab ein Baby und einen Trottel, na Glückwunsch.
Komm schon. Er ist sieben, gib ihm 'ne Chance.
Ihm fehlen Mama und Papa.
Wenn du wüsstest, was ich alles vermisse.
Aber danach fragt keiner. Verstehst du mich?
Benjamin! Mach schnell! Los los los!
Komm Benjamin! Schnell hoch! Los!
Schneller, Benni! Mach schon!
Alles in Ordnung! Wir beruhigen es! Bleib da drin, okay!?
HILF EINEM MONSTER
Warum klopfst du denn nicht an?!
Einer von den Gehängten liegt unten.
- Eins-zwei drei. - Eins-zwei-drei.
Benni, was ist mit dem Knoten? Eins...
...zwei-drei.
Hilf ihm mit dem Knoten!
Los!
Kriegt ihr nicht mal einen blöden Knoten hin?
Das siehst du doch. Da!
Die wachsen einfach nicht! Mist!
Ich hab dir gesagt, dass das meine Geheimwaffe ist.
Die besiegt sogar das Monster, wenn es ausbricht.
Benni, dein Stock richtet nichts aus gegen das Monster.
- Es schluckt dich einfach runter. - Ich steck ihm den Stock ins Maul.
Der bricht in einer Sekunde.
- Ich brauch mal die Harke. - Ich stech ihm die Augen aus.
- Wenn du das tust, wird es nur wütender. - Die Harke!
Außerdem kann es viel besser hören und riechen als wir.
Habt ihr denn keine Ohren?! Bringt mir 'ne Harke!
Kümmert euch ums Unkraut. Holt Wasser aus dem Teich.
Und bringt mir die Harke!
Ich liebe dich!
Du weißt, wie ich früher war.
Versprich mir, dass du mich so in Erinnerung behältst.
Das verspreche ich.
Ich liebe dich.
Spinnst du, was soll das?
Ihr seht jetzt zum hundertsten Mal dieses Scheiß Video.
Wir müssen mehr Fallen aufstellen. Wir haben seit Wochen nichts mehr gefangen.
Machen wir eben noch ein Feld mit Früchten und Pflanzen.
Das dauert. Und bis dahin?
Du riskierst sein Leben, es ist zu gefährlich für ihn.
- Ich weiß, dass es ein Risiko ist. - Dann dürft ihr nicht gehen.
Ich kann nicht alleine gehen.
Aber ich kann auch nicht alleine hierbleiben.
Und einer von uns muss hierbleiben und das Futter in den Keller schaffen.
Soll er das machen?
Salvador. Ich kann nicht einschlafen.
Ich hab Angst.
"Zu Anfang wollte der Mann nichts davon wissen,
seine beiden Kinder allein im Wald zu lassen.
'Wie kannst du nur auf solche Gedanken kommen, Frau?'
'Das würde ihr Ende sein', erboste sich der Vater.
Die Mutter jedoch, welche die Kinder aus dem Haus
haben wollte, redete auf den armen Holzfäller ein,
bis auch dieser glaubte, es gäbe keinen anderen Ausweg mehr."
"Die Kinder waren noch nicht eingeschlafen.
Und so hatten sie das Gespräch der Eltern heimlich mit angehört.
Am nächsten Morgen nahm der Vater sie bei der Hand
und führte sie tief in den Wald.
Hänsel war gescheit.
Er hatte Brotkrumen mitgenommen,
und die ließ er nun auf die Waldboden fallen.
- 'So werden wir den Heimweg ohne Mühe...'" - Er schläft. Komm!
Hat das Monster sie gefressen, Mama und Papa?
- Nein, Benni. Wer sagt denn sowas? - Und warum sind sie dann weg?
Haben sie vergessen, dass wir noch hier sind?
Und was ist mit dem Virus? Wenn es sie nun erwischt hat.
Nein, was denkst du? Das ist alles schon so lange her.
Und jetzt schlaf, Benni. Wir müssen morgen zeitig los.
Benjamin! Verdammt, lass das!
Bist du bescheuert oder was!? He?
- Ahh, Nein! - Der Keller ist für dich verboten!
Bist du lebensmüde?
Wann darf ich endlich da runter und es sehen?
Ich hab dir gesagt, wenn du zehn bist!
Oliver durfte es aber schon viel früher sehen als ich!
Wenn du nicht aufpasst, tötet es dich mit einem Biss,
kapierst du das nicht, du Idiot!?
Wir sind ein Team, Benni. Wir sind Partner.
Ich bin der größere von uns, aber du hast zwei Beine.
Und jetzt steh auf. Wir müssen Essen besorgen.
Komm!
Bitte geht nicht.
GEFAHR IMPFZENTRUM IN DER NÄHE!
War die Pandemie auch hier?
Auf der ganzen Welt. Aber das war nicht das Problem.
Weiter!
Komm!
Bleib in der Nähe!
Schau mal, was ich gefunden habe.
Nein, nein, nein! Komm nicht hoch! Hier gibt es nichts.
Und wenn wir umziehen würden in das verlassene Haus hier?
Dann könnte jeder von uns ein Zimmer für sich alleine haben.
- Und das Monster? - Warum ist dir das Monster so wichtig?
Wir können es nicht einfach verhungern lassen.
Sowas gehört sich nicht.
Es ist doch auch irgendwie ein Tier, Benni. Wie jedes andere.
Wie Pink.
Wir haben es gefunden und müssen uns nun darum kümmern.
Und wenn Mama und Papa wieder nach Hause kommen und wir sind nicht da.
Was dann?
Chava, vermisst du das alles?
- Was? - Weiß nicht. Wie's früher gewesen ist.
Ab und zu. Wenn mir langweilig ist.
Und sonst nicht?
Und du? Was vermisst du?
Papa hat geschnarcht wie ein Wildschwein. Weißt du noch?
Das fehlt mir manchmal.
Und Mama?
Ich würde gern mal wieder ihre leckeren Pfannkuchen essen.
Ja, die gab es jeden Sonntag.
Sie werden hoffentlich bis Weihnachten wieder da sein, oder?
Die Trompeten sind auch hier vorbei gekommen.
Es war nur eine Leiche, aber das Herz war rausgerissen.
Wann kommt ihr zurück?
Wir müssen einen Umweg machen.
Den Berg komm ich nicht hoch mit dem ganzen Zeug.
Heute hätt's mich fast erwischt.
Er ist mich angesprungen.
Benni hat mich heut gefragt, warum wir nicht weggehen.
Was hast du gesagt?
Nichts. Was soll ich ihm denn sagen?
Die Wahrheit. Er kapiert mehr als du denkst.
Ist noch Hund da?
- Wenn du nicht mehr genug hast, musst du... - Ja!
Ich weiß. Du musst mich nicht daran erinnern.
Gute Nacht Oliver.
Wünsch ich dir auch. Over and out.
Kleine Verschnaufpause.
Tut's weh?
Nur wenn ich lache.
Ich hol uns Wasser vom Fluss.
Sei vorsichtig. Die ist geladen.
Rühr dich nicht von der Stelle.
- Mach schon, mach schon! Los doch! - Und dein Rucksack?
Schnell, schnell, nimm dein Rad, mach schon!
Salvador!
Benni!
Geht schon ran! Geht schon ran, ihr Idioten!
Ihr könnt mich doch nicht alleine lassen.
Salvador, Benni, bitte verlasst mich nicht!
Hört ihr, ist euch was passiert?
Ist ja gut.
Warum habt ihr euch nicht gemeldet?
Los, lass Wasser für ein Bad ein. Beeil dich!
Das Funkgerät liegt im Fluss. Der Rucksack ist auch reingefallen.
Ich hab's echt verkackt.
Aah! Neeein! Nicht!
Bitte! Bitte lasst mich!
Benjamnin!!!
Lasst ihn los!!!
Lass los!
Raus hier, Benjamin!!!
Los! Raus!
Omega-Virus. So haben sie das genannt.
Vor vielen Jahren, du warst noch nicht geboren,
hat schon einmal ein Virus diese Welt lahmgelegt.
Nicht, was du bei Mama und Papa gesehen hast.
Es war anders.
War das die Pandemie?
Das war auch ziemlich heftig damals.
Die Menschen konnten nicht mehr auf die Straße gehen.
Das Leben stand still.
Die Wirtschaft brach zusammen.
Ich weiß das alles nicht mehr so genau. Ich war noch zu klein damals.
Es wurde mit rasender Geschwindigkeit nach einem Impfstoff gesucht.
Man spritzte den Leuten alles Mögliche. Zuerst ging alles gut.
Aber dann... Das Virus mutierte.
Die Impfstoffe mussten immer wieder angepasst werden.
Irgendwann kam die Forschung nicht mehr hinterher,
und man entschloss sich...
ein Mittel zu verabreichen, das kaum getestet war.
Und Omega war eine Nebenwirkung der Impfung.
Es wird vermutet, dass schon dreiundachtzig Prozent der Menschen Omega haben.
Werden sie sterben?
Benni, ich wundere mich, dass sie nicht schon längst gestorben sind.
- Und diese lauten Schreie in der Nacht... - Das sind sie.
Es gibt Nächte, da streiten sie, weil Papa es machen will.
Was denn?
Naja.
Mama vögeln.
Ich will aber nicht, dass sie sterben. Ich will, dass sie gesund werden.
Das wollen wir auch, Benni. Aber es ist einfach unmöglich.
Und warum habt ihr die Beiden dann da unten eingesperrt?
Ich bin sicher, es gibt ein Gegenmittel. Es wird bestimmt bald eins entwickelt.
- Wir müssen nur Geduld haben. - Und wer soll das entwickeln?
Die gesamte Menschheit ist komplett im Arsch.
Mama und Papa waren für uns da, als das alles angefangen hat mit Omega.
Sie haben uns aus der Stadt herausgebracht, als das Leben dort zu gefährlich wurde.
Wir sind so lange herumgeirrt.
Dann haben wir zum Glück dieses Haus entdeckt.
Sie haben uns alles beigebracht, was man hier zum Überleben braucht.
- Aber dann auf einmal... - Nein.
Passt auf!
Irgend etwas Gutes muss die Sache ja haben.
Benni...
Wir müssen sie nicht mehr verstecken.
Nicht vor dir.
Du bist ein großer Junge jetzt. Und von nun an versorgen wir sie gemeinsam.
Hey, ruhig Mama. Das ist nur 'ne Sonnenbrille.
Alle bereit? Dann los!
Hey, hey! Hab Geduld mit ihr.
Sie war ewig nicht draußen.
Frische Luft, Mama! Gefällt's dir in der Sonne? Hey!
Es wird nicht gebissen.
Schau mal, Mama. Ist es nicht schön hier draußen?
Siehst du die vielen Bäume?
Als Kind konnte ich keine Bäume malen.
Ich hab's versucht, aber es ging einfach nicht.
Der Lehrer in der Schule hat gelacht und gesagt,
die wären alle viel zu dünn und zu krumm.
Papa und du, ihr seid mit mir in den Wald gegangen,
und wir haben uns die Bäume genau angeschaut.
Das weiß ich noch genau.
Los Mama! Fass sie an!
Benni... Du musst wissen, Mama ist nicht mehr dieselbe.
Sie versteht dich nicht. Und ob mich Mama versteht.
Schau Mama.
Fass ihn an!
Keine Angst. Das ist ein Baum.
Du kannst ihn anfassen.
Seht ihr, sie versteht mich.
Halt sie gut fest, Oliver. Gut festhalten. Wir müssen jetzt zurück.
Papa kann nicht so lange alleine bleiben.
Ich bin mir ganz sicher.
Sie erinnern sich daran, wer sie einmal gewesen sind.
Glaubt mir, wir können mit ihnen trainieren.
Bitte, lasst mich nur ein paar Tage mit ihnen üben.
Ihr werdet sehen, dass ich Recht habe.
Benni, wir müssen hoch, es ist spät.
- Das war ein echt langer Tag für dich. - Aber ich will noch nicht hoch.
- Benni, jetzt geh schon. - Ich will nicht.
- Ab ins Bett! - Noch nicht.
Man!
FAMILIE ROBINSON
Benni, ab ins Bett.
Mach, dass du ins Bett kommst!
Morgen wird ein anstrengender Tag.
DEZEMBER
Setz dich hin.
Hinsetzen.
Setz dich hin!!!
Bleibt da! Bleibt da! Okay. Alles gut.
Willst du sie nicht anketten?
Ich denke nicht. Sie haben's sich verdient.
Benni, du hast Recht gehabt.
Sie machen Fortschritte.
Lass mich mal was ausprobieren.
Mama, schau!
Das ist ein Pferdchen.
Sag Pferdchen.
Ein Pferd-chen.
Na los, Mama.
Schau Mama, das ist ein Ferkel.
Sag Ferkel.
- Fer-kel. - Benni.
Vielleicht machen sie ein paar kleine Fortschritte.
Aber sie werden nicht mehr wie früher.
Warum? Du hast doch selbst gesagt, dass ich Recht habe.
Benni, sieh's ein. Manche Dinge lernen sie vielleicht.
Aber sie werden nicht mehr reden.
Oder sich erinnern, wer wir sind.
Wirklich.
Und jetzt ist Zeit zu essen.
Oliver!
Das ist eklig.
- Mögen sie überhaupt, was sie da essen? - Ich kann's dir nicht sagen.
- Aber sie essen es, und das reicht. - Ferkel.
Fer-kel.
Habt ihr gehört?
- Ein Schwein. - Zum essen, Mama. Erinnerst du dich?
- Zum essen. - Schinken.
Wurst, weißt du noch, Mama?
Wo wir grade übers Essen sprechen... Morgen ist Weihnachten.
Es gibt keine Geschenke für uns.
Wo sollen die auch herkommen?
Aber... es wird doch wieder ein besonderes Essen geben, oder?
Denk nicht mal dran.
Du hast doch selber gesagt, dass sie keine Ketten mehr tragen müssen.
Aber das ist doch nur ein Versuch!
- Oliver, sag du doch was. - Er hat Recht, Salvador.
Wir haben in den letzten Tagen so viel erreicht.
Es gibt doch nicht mal genug zu essen für uns.
Du hast selbst gesagt, es reicht, wenn die Beiden Ratten essen.
Fer-kel.
Hochverehrtes Publikuuum!
Heute ist ein ganz besonderer Abend.
Und aus diesem Grund spiele ich nur für Sie:
meinen großartigen Weihnachtssong.
Weihnachten ist da Und mir scheint es wie ein Traum
Mit Mama und auch Papa Unterm Weihnachtsbaum
Weihnachten ist da Und mir scheint es wie ein Traum
Mit Mama und auch Papa Unterm Weihnachtsbaum
Wir feiern heut zusammen Keiner bleibt dabei allein
Ach könnte doch immer Weihnachten sein
Wir feiern heut zusammen Keiner bleibt dabei allein
Ach könnte doch immer Weihnachten sein
Vielen Dank, liebes Publikum, vielen Dank und frohe Weihnachten!
Ein kleines bisschen näher. Komm Oliver! Lächeln.
Achtung!
Es kommt.
Und?
Gut?
Zeig mal her!
Zeig!
Guck mal, Papa!
- Guck mal, Papa! - Sieh mal.
Papa! Hier das Foto! Das Foto!
Hier, schau!
Hier Mama!
Guck mal! Das ist Papa.
Das ist Salvador. Das ist Oliver.
Hier steh ich.
Und das bist du.
Sie erkennt uns ganz genau! Sie erkennt uns alle!
Sieht nicht gut aus. Oliver, den Beißschutz, schnell!
Alles fest.
Was machst du? Lass das!
Ich will, dass sie lernen, richtiges Essen zu essen.
Sei vorsichtig. Nimm den Helm.
Hoffentlich geht das nicht schief.
Mund auf, Mama. Das ist Suppe, die ist lecker.
Mund auf. Hier kommt das Flugzeug.
Oliver! Da ist jemand draußen!
Bring sie runter! Schnell, schnell, schnell!
Schnell, lauft!
- Wer ist noch im Haus? - Niemand!
- Wer? - Keiner mehr. Wir sind alleine.
Und dieser Krach?
- Wir drei haben... - Hey, hey! Nicht bewegen!
Eigentlich waren wir gerade beim Weihnachtsessen.
Habt ihr Wasser?
Gib her.
Gibt's Nachtisch? Schokolade?
'Ne Zigarette?
Mann, das war echt gut!
Können Zigaretten eigentlich vergammeln?
Wann hab ich zum letzten Mal eine gute Zigarette geraucht?
Egal. Unwichtig.
Tabak ist Tabak.
Wo sind Mama und Papa?
Die sind auf der Suche nach Essen.
- Und seit wann? - Warum hast du zwei verschiedene Augen?
Ich bin eine Hexe.
Ihr wart im Wald. Ich hab euch beobachtet. Ich wollte euch nicht erschrecken.
Ich hab die Karte in deinem Rucksack gefunden.
Jetzt bin ich hier.
Euer Funkgerät ist im Arsch.
Die Drei, die da vorm Haus baumeln... Wer sind sie?
- Das ist mal ihr Haus gewesen. - Wer hat's getan?
- Mein Vater. - Er hat...
- Nein. - Sie waren tot und er hat sie aufgehängt.
Nehmt sie runter. Die erregen zu viel Aufmerksamkeit.
Ihr müsst die Fenster hier alle vernageln.
Sieht aus wie Halloween bei euch. Abgefahren.
Habt ihr Flugzeuge hier gesehen? Oder habt ihr sie gehört?
Das sind Russen. Die tragen alle ein rotes Kreuz.
Sie werfen kleine Kühlboxen mit einem Heilserum ab.
Medizin? Eine Impfung?
Bitte. Ich wusste es.
Es gibt Heilung?
Ein Serum.
Hyperimmunes Gamma-Globulin.
Es kehrt die Symptome des Virus um,
und gleichzeitig wird eine Ansteckung verhindert.
Das kannst du mir nicht erzählen. Deshalb steckt die Welt ja in der Scheiße.
Wegen eines miesen Vakzins.
- Wie wird es abgeworfen? - Mit Fallschirmen.
Es musste irgendwann gefunden werden.
Leider fliegen sie nicht oft über dieses Gebiet.
Ich denke, wir haben zwei Optionen.
Option Nummer eins.
Wir bleiben hier im Haus mit dem Garten und dem ganzen Zeug,
aber ohne die Medizin.
Option Nummer zwei.
Wir gehen los und suchen das Serum,
auf eigenes Risiko, und haben vielleicht Glück.
Hast du sie noch alle?
Habt ihr die Feuertrompeten gesehen?
Nur ihre Spuren. Begegnet sind wir ihnen nicht.
Es tut mir leid, aber du musst gehen.
Die Trompeten haben meine ganze Gruppe getötet.
Wer sind diese Trompeten?
Sind das richtig gefährliche Monster?
Lust auf ein Video?
Klar, aber wie soll das gehen?
Ist das euer Ernst?
Warum soll sie sich nicht ein paar Stunden ausruhen bei uns?
Was für Filme habt ihr denn so da?
Ach, nur einen.
Eine Videokassette. Eine Schallplatte.
Du kannst nicht hierbleiben.
Denn wenn unsere Eltern kommen, gibt's Ärger.
Hör mal, Santiago.
- Salvador. - Salvador! Und ich heiße Valeria.
Du wirst mich doch nicht sofort vor die Tür setzen?
Es ist Nacht.
Ich bin so kaputt und friere mir da draußen den Arsch ab.
Außerdem ist es gefährlich.
Ich hab seit Monaten mit keinem mehr geredet.
Komm schon!
Dann schaut halt den Film an.
- Ja! - Worauf warten wir noch?
Was für Teufelszeug müssen die damals geraucht haben?
ROBIN WRIGHT IN DER KONGRESS
Okay, ich kann nicht mehr.
- Oliver, bring Benni ins Bett. Los! - Okay.
Hoch mit dir.
Gute Nacht.
Das hat mir gefallen.
Danke.
Sowas Schönes hat lange keiner mehr für mich gemacht.
Eigentlich noch nie.
Radfahren, damit ich einen Film schauen kann.
Und noch dazu ein Einbeiniger.
Tut mir leid.
Und das Rad?
Hat Vater gebaut. Er war Ingenieur.
Er war?
Ist.
Er ist Ingenieur.
Und die Mama?
Krankenschwester.
Ein Ingenieur und eine Krankenschwester.
Verdammt noch mal, wie kann man nur so ein Glück haben wie ihr drei Kerle hier.
Was ist passiert?
Ich muss ins Bett. Decken bring ich dir.
Warte bitte.
Ich würde gern baden.
Darf ich?
Ist das Heft spannend?
Hast du vielleicht ein Hemd für mich?
Danke für die heiße Wanne.
Das war echt ein Genuss.
Was haben wir denn hier?
Ich hab es noch nie mit einer Jungfrau gemacht.
Wie?
Du hast heute 'ne Menge getan für mich.
Jetzt bin ich dran.
Hast du schon mal ein Mädchen gesehen?
Sag schon.
Ich hatte auch noch nicht so viele...
Gelegenheiten mit Jungs.
Aber es ist fantastisch.
Und warm.
So ähnlich wie wichsen?
Noch viel besser.
Ich könnte hier bleiben.
Soll ich deine Eltern darum bitten?
Die Welt muss neu bevölkert werden.
Ich könnte doch auch dabei helfen.
Keine Hilfe. Wir kommen alleine klar.
Warum nicht?
Warum willst du nicht mit denen teilen,
die ebenfalls versuchen, das hier zu überleben.
Du hast keine Ahnung was da draußen vorgeht.
Die ganzen Infizierten. Und die Trompeten.
Gut.
Nur für heute Nacht.
Soll ich das Licht ausmachen?
Das war der Wahnsinn. Dankeschön.
Ich weiß, dass du eine Menge durchgemacht hast.
Aber du musst wieder gehen.
Bitte verzeih mir.
Halt mich fest bis morgen früh und dann bin ich weg.
Oh Gott!
Komm schon! Komm schon! Los!
Oliver! Geh mit deinem Bruder hoch und mach die Tür zu!
Nein! Sag mir, was mit Salvador passiert!
Das tut so weh, Papa! Das tut so weh, Papa!
Leg ihn auf den Tisch da!
Da hin!
Alkohol! Los doch!
Hol Alkohol!
Du wirst nicht sterben, Chava!
Verzeih mir! Es tut mir leid!
Es geht nicht anders! Tut mir leid! Halt doch still, verdammt noch mal!
- Halt endlich still! - Mama, muss ich jetzt sterben?
Ich will nicht sterben! Mama!
- Du musst nicht sterben. - Ruhig, Chava, Ruhig!
- Bitte! Nein! - Schau mich an! Schau mich an!
Du musst mir vertrauen, vertrau mir!
- Beiß da drauf! - Fest zubeißen!
Mein Gott! Verzeih mir!
Ruhig, Chava, alles wird gut.
Jetzt halt ihn fest!
Beiß ganz fest zu. Vertrau mir!
Beiß zu! Vertrau mir!
Ich kann nicht!
Mach! Na los!
Du verdammter Idiot! Du hast einen Infizierten hier im Keller
und oben leben zwei Kinder und...
Nein, nein, nein, nein, nein!
Oh Gott.
Lasst sie!
Nein! Nein!
Was wollte sie da unten?
Woher hat sie die Schlüssel für den Keller gehabt?
Was machen wir mit der Leiche?
Sollen wir sie im Garten als Dünger benutzen?
Der Körper ist infiziert, Mann!
Also können wir nur noch eins tun.
Willst du vielleicht ein paar Worte sagen? Oder sowas?
KOMM REIN UND STIRB
Und was soll ich sagen? Ich hab alles versaut. Wie ein Anfänger.
Das passiert mir kein zweites Mal.
Das Fleisch von dem Mädchen hat ihnen gutgetan.
Sie hatten ja auch immer nur Hunde oder Ratten.
Seht sie euch jetzt mal an. Sie brauchen mehr davon.
Sie brauchen mehr?
Damit sie noch stärker werden? Man kann sie kaum noch kontrollieren.
Wir bleiben bei ihrer Diät. Ist das klar?
Sind wir uns dabei sicher?
Das ist der höchste Punkt in der ganzen Gegend.
Und wenn es die falschen Leute sehen?
Stellt euch vor, es funktioniert.
Stellt euch vor, wir hätten das Serum.
- Das würde bedeuten, wir wären immun und... - Es wär die Rettung für Mama und Papa.
Mama!
Mama!
Komm schon!
Iss das!
Das magst du doch!
Papa! Das ist richtig gutes Fleisch!
Papa! Komm schon!
Das geht nun schon Jahre so.
Wir füttern sie. Wir verstecken sie.
Wir kümmern uns um sie. Wozu denn?
Damit verlängern wir doch nur das Leiden von den Beiden.
Schau sie dir doch an.
Was für ein beschissenes Leben.
Benjamin sagt genau dasselbe.
Deshalb sollen sie ja Valeria bekommen.
Und deine Meinung?
Dann ging's ihnen besser. Aber es macht mir auch Angst.
Mach dir keine Sorgen.
Ich werd schon aufpassen, dass Benni keinen Blödsinn anstellt.
Hast du überhaupt keine Ohren? Ich hab dir das doch verboten!
Was willst du machen? Das wirst du sehen.
Verpiss dich oder halt dir die Nase zu.
Nicht!
"Es waren einmal ein Mädchen und ein Junge.
Die hießen Hänsel und Gretel.
Sie lebten mit ihrem Vater, einem Holzfäller,
und mit ihrer Stiefmutter am Rande eines tiefen Waldes.
Seit langem schon litt die Familie große Armut.
Oft hatten sie nicht mal ein Stückchen Brot.
Und die Eltern wussten nicht, wie es weitergehen sollte."
- Benni. - Lass mich in Ruhe!
Eines Abends sprach die böse Stiefmutter...
Sie müssen was anderes essen.
Ich hab ihnen doch soviel angeboten, aber sie wollen es nicht.
Hab ich dir nicht gesagt, dass sie das Mädchen haben wollen!
Es ist vielleicht am besten so. Dann hat ihr Leiden wenigstens ein Ende.
- Das meinst du doch nicht ernst? - Hast du 'ne andere Idee?
Das Fleisch von Valeria war gut.
Sollen wir vielleicht jemanden umbringen? Nur um sie zu füttern?
Es geht dir gar nicht um das Leben von Mama und Papa,
es geht dir nur um deine beschissenen Regeln.
Du vergisst, dass die Beiden Menschen sind.
Sie sind keine Menschen mehr!
Ihr wisst, dass da draußen richtige Menschen leben.
- Und wenn wir die töten, sind wir Mörder. - Wir töten auch Hunde.
Aber das ist doch was ganz anderes. Und überhaupt: wer soll das machen?
Du Benjamin, kannst keine Fliege töten.
Und du, Oliver? Du heulst doch schon beim Ratten-Aufspießen.
Sie sind unsere Eltern!
Und du willst sie einfach so sterben lassen.
Ich will hier nur das Beste für unsere Familie!
Ich werd nicht mit euch diskutieren.
Du bleibst hier. Bis wir drei uns geeinigt haben.
Wir stimmen ab.
Wer dafür ist dass wir auf die Jagd gehen für Mama und Papa hebt jetzt die Hand.
Und wer will, dass sie sterben?
Dann viel Glück, ihr beiden Jäger. Ich bin gespannt, wer wen tötet.
Der Boden ist viel zu hart.
Warum nehmen wir denn nicht einfach die Kriegerin?
Mit der Kriegerin musst du sehr nah am Ziel dran sein.
- Wie tief musst du denn noch graben? - Weiß nicht.
Wie, du weißt es nicht?
- Soviel noch? - Die Beute darf ja nicht wieder rauskommen.
- Aber wie bekommen wir sie dann raus? - Na, mit einem Seil.
- Und wie machen wir das? - Wir binden sie zwischen uns.
Aber wie kommen wir dann wieder aus dem Loch?
KLASSIKER FÜR KINDER HÄNSEL UND GRETEL
"Eines Abends sprach die böse Stiefmutter zu dem Holzfäller,
der in tiefer Sorge war,
weil seine arme Familie Hunger leiden musste:
'Wir müssen die Kinder im Wald aussetzen.'
'Aber dort werden sie verhungern,' antwortete der Vater.
'Aber Mann, vielleicht findet sie jemand,
hat Mitleid mit ihnen und gibt ihnen zu essen.'
Lange dachte der Holzfäller über ihre Worte nach..."
Aufwachen, ihr Faulpelze!
Seid ihr bereit für den Bau einer richtigen Falle?
So muss das Ganze aussehen. Und jetzt noch mehr Laub.
Die Bretter müssen komplett bedeckt sein. Noch Fragen?
Also gut.
Hier ist das Gebäude.
Da haben Benni und ich die Sachen hängen sehen.
Rund um den Militärstützpunkt ist Wald.
Auf dem Rückweg ist die Sonne links von euch.
Wenn es Nachmittag ist, müsst ihr sie im Rücken haben.
Wenn ihr euch verirrt, seid ihr alleine.
Ohne das Funkgerät kann ich euch nicht helfen.
Wenn ihr die Trompeten oder Infizierte seht: lauft!
Verstanden?
Das wird aus Mama und Papa, wenn wir sie nicht richtig füttern.
Und was machen wir mit ihm?
Am besten das.
Ich denke, das ist es, was Salvador gemeint hat.
Bestimmt. Wir sollten die Nacht über hier oben.
Gib her! Lass mich auch mal durchschauen!
Benni, komm mit!
Hilfe!
Hilfe!
Hilfe!
Hilfe!
Das tut so weh!
Hilfe!
Hört mich denn niemand?
Helft mir doch! Helft mir! Bitte! Es tut so weh!
- Was machst du hier, Kleiner? - Hab mich verlaufen.
Bist du allein?
Ganz allein.
Eine Bisswunde?
Antworte, bist du gebissen worden?
Ganz ruhig. Ganz ruhig, ich helfe dir.
Ihr kleinen Bastarde, was soll das?
Scheiße, was machst du da?
Willst du mich erschießen?
Häh?
Willst du mich einfach abknallen wie einen Infizierten?
Schau mich an, du Arschloch!
Dann mach schon!
Hast wohl Angst, was?
Sieh schon! Na los! Mach, du feiges Stück Scheiße!
Sieh mir wenigstens in die Augen, wenn du mich tötest!
- Mach die Augen auf, Arschloch! - Nein!
Nein! Nein!
- Du wolltest mich erschießen? Häh? - Lass mich!
Weg hier, schnell! Los!
Fleisch genug. Gratuliere.
Ich bin stolz auf euch.
Und jetzt machen wir weiter.
Was ist das? Ich weiß es nicht.
Sollen wir nachsehen?
Vielleicht ein Flugzeug.
Die klingen irgendwie anders.
Geht hoch auf euer Zimmer.
Ich bleib hier und passe auf.
Ich hab dir Wasser gebracht und eine warme Decke.
Morgen machen wir einen Ausflug.
Du und Benjamin, ihr schlaft heute unten.
Versteckt euch, schnell, macht schon!
- Verschwinde, hau ab! - Ich bin kein Dieb.
Ich hab nichts Böses im Sinn.
- Ich will mich nur verstecken. - Hau ab oder ich schieße!
Es mag der Allmächtige darüber entscheiden, wann und wie mein Leben endet.
Besser durch eine Kugel sterben, als erwischt zu werden.
- Bist du infiziert? - Nein. Bitte!
Aber das sind ja nur Kinderchen.
Hey, hey, hey!
Kein Schritt weiter!
- Wer ist hinter dir her? - Die Trompeten.
Nur wenn wir uns gegenseitig helfen, können wir sie bekämpfen.
Los doch! Holt einen Hammer und Nägel. Wir müssen das wieder verschließen.
Beeilt euch! Diese Schweine sind bestimmt bald hier.
Wisst ihr von dem Serum?
Der Mantel, der heilig ist und dich in dieser Hölle
vor dem Verbrennen schützen kann.
Die Rettung derer, die auserwählt sind.
Sie gehört in die Hände der Einhundertvierundvierzigtausend.
Wisset!
Es gibt für die gesamte Gegend dieses Landes kein Serum mehr.
Vielleicht auf der ganzen Welt nicht.
Die russischen Flugzeuge, diese Engel Gottes,
schweben unterm Himmelszelt und bringen das Serum
gegen die Medizin, welche nicht wirkte.
Alles ist nun abgeworfen.
Und es landete genau in den Händen der Einhundertvierundvierzigtausend.
Die Trompeten.
Sie sind auf der Suche nach den infizierten Kreaturen,
die es verdienen, rettende Heilung zu empfangen.
Wenn diese Welt untergeht,
werden sie die letzten Überlebenden sein.
Die sieben Stämme der Auserwählten.
Nur einhundertvierundvierzigtausend Menschen, und keiner mehr.
Seid ihr unter ihnen?
Oder bleibt ihr übrig?
Kennt ihr die heiligen Schriften?
Die Bibel und solche Sachen? Nein. Aber ich kenne die Ideen der Trompeten.
Das Buch des Gesetzes.
Eure Eltern haben euch nicht das Studium des Heiligen Wortes gelehrt?
Habt ihr nicht in den Psalmen gelesen vorm Zu-Bett-Gehen?
Und die Sakramente?
Die Heilige Kommunion?
Am Ende erzählt ihr mir noch, ihr seid nicht getauft.
Das kann dir scheißegal sein.
Die Einhundertvierundvierzigtausend
wandeln über die Erde und blasen ihre Trompeten.
Genau wie die Engel, die dereinst das Ende dieser Zeit verkünden.
Und wie der erste Engel seine Trompete blies...
Da wurde Hagel und Feuer, vermischt mit Blut
auf die Erde geschleudert.
Jeder dritte Baum und alles grüne Gras verbrannte.
Jetzt blies der zweite Engel.
Und ein mächtiger Berg aus Feuer stürzte hinab ins Meer.
Das Wasser wurde zu Blut, die Geschöpfe des Meeres starben
und die Schiffe wurden zerstört.
Doch bei dem dritten Ton fiel ein brennender Stern
in die Flüsse und Quellen.
Das Wasser wurde giftig und bitter.
Die Menschen, die es tranken, starben.
Die vierte Trompete erscholl.
Die Sonne, der Mond und alle Sterne
verfinsterten sich und es wurde dunkel.
Es herrschte weder Tag
noch Nacht.
Ein anderer Engel verkündete:
Ach, ihr armen Menschen auf der Erde!
Ihr sterbt zum Klang der Trompeten.
Wenn der letzte Mensch, der nicht zu den Einhundertvierundvierzigtausend gehört
dahin sein wird...
Dann werden die Auserwählten den Platz an der Seite ihres Gottes einnehmen.
Ich frage euch zum letzten Mal, ihr kleinen Helden:
Seid ihr drei getauft oder nicht?
Warum schaust du auf die Uhr? Häh?
Die Zeit ist gekommen.
Die Trompeten! Lauft nach unten!
Du bist keiner von den Einhundertvierundvierzig!
Und du hast keine Chance auf Erlösung.
Du musst gehen. Dass sich die Prophezeiung erfülle.
Es tut... Es tut mir so leid.
- Ihr müsst ohne mich gehen. - Bitte nicht.
Wie viele, Enoch?
Drei.
- Ein paar Kinder. - Kinder?
- Aber wir haben beschlossen, alle Kinder... - Jetzt hör mir zu!
Bei diesen Kreaturen ist das anders.
Sie sind nicht mal getauft.
- Ich weiß nur eins, was wir tun können. - Was?
Infizierte?
Schau du nach!
Ahh!
Zieh es fest!
Kommt raus hier! Los raus!!!
- Lass mich los! - Loslassen!
- Mach schon! - Nein!
Das ist die Schuld eurer Eltern.
Sie haben euch keine Gottesfurcht gelehrt.
Unser Ritual wird eure Seelen zu reinigen wissen
und euch für immer erlösen von dieser Welt.
- Nein! Nein! Nein! - Nein! Nein!
Nein!
- Nein! Lasst ihn! - Papa! Nein!
- Lasst ihn! Papa! - Nein! Bitte! Nein!
Papa!
Papa!
- Nein! - Papa!
Nein!
- Papa! - Papa!
- Papa! - Nein!
Papa, nein! Papa!
Nein, nein!
Ooh Allmächtiger!
Oh du Großer und Barmherziger!
Makelloser und Unendlicher!
Beschütze uns Auserwählte!
Lass uns den rechten Weg erkennen!
Du, der du uns vom Himmel den Segen gesandt hast.
Erlösung und Heilung zugleich.
Leite unsere Hand,
wenn wir diejenigen opfern, die durch bloßes Atmen
der Erfüllung deines Willens im Wege sind.
Los!
Nein! Salvador!
Lass ihn!
- Nein, Salvador! - Nein, bitte nicht, lass ihn!
- Salvador! - Bitte lass ihn!
- Lasst mich los! - Lasst ihn los!
- Lasst ihn los! - Lasst ihn los!
Nein! Salvador!
Lasst mich doch!
Lasst mich los!
Lasst mich doch!
Lasst mich! Bitte lasst mich in Ruhe!
Lasst mich! Lasst mich!
Bitte bitte!
Lasst ihn los!
Nein!
- Lasst mich! Bitte bitte! - "Isaac aber brach sein Schweigen...
und er sprach zu Abraham."
Salvador!
Bitte! Nein! Bitte helft mir!
Aah, Salvador!
"Wir haben Feuer und wir haben Holz.
Wo aber ist das Schaf, das als Brandopfer dient?"
Bitte nicht!
- "Gott... - Ich will nicht!
Gott wählt das Schaf, mein Sohn...
Hört auf!
für das Brandopfer!"
- Nein! - Nein!
Salvador!
Nein!
Salvador!
Salvador!
Nein!
Nein! Nein!
Nein!
Salvador!
Nein! Nein! Nein! Nein!
Oliver!
Gib mir das!
Du musst es dir holen.
Komm!
Vielleicht schick ich dich auch deinem Bruder hinterher.
Nur der Eine, der mir das Leben gab,
kann mir meine Seele fortnehmen.
Nein! Oliver!
Nein!
Beiß mich ruhig, du Bestie! Das gesegnete Serum fließt in meinen Adern.
Mama!
Mama!
Du Bastard!
Mama! Mama!
Mama! Halt still, wir wollen dir doch nur helfen.
Halt sie fest!
Nein! Nein! Nein! Nein!
Nein!
Lass ihn!
Benjamin, Benjamin!
Ich will nicht infiziert sein!
Ich will nicht! Ich will nicht, ich will nicht!
Das bist du nicht!
- Benni! - Ich will nicht!
Du bist nicht infiziert, das versprech ich dir!
Es gibt bestimmt noch mehr Serum.
Wir werden wieder am See und im Wald spielen.
Und nächstes Weihnachten gibst du wieder ein Konzert.
Das verspreche ich dir, Benjamin.
Glaub mir, es gibt Hilfe.
DANKE, DASS IHR UNS BESCHÜTZT HABT
Der kleine Bruder wird zum großen Bruder.
Und der große Bruder wird zum kleinen.
Der Vater wird zur Mutter. Und die Mutter wird zum Vater.
Aus den Kindern werden die Eltern. Und die Eltern werden zu Kindern.
Aber gleichzeitig bleibt alles, wie es ist.
Es gibt nur zwei Konstanten im Leben. Familie, und die Veränderung.
Alles andere ist unwichtig.
FÜR MEINE BRÜDER JONATHAN UND EDDY...
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