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Original subtitles

* Grillenzirpen *

* Schritte knirschen. *

* Lauter Aufprall *

(Melli) Autsch, schei?e! Schei?e, schei?e, schei?e.

Hab ich auch was, ist da was? Ein Fleck?

(Ben) Hier ist ein riesiger Arschfleck.

Und hier ... Nein, hor auf Ben!

Und da ist eine Naht auf. Wirklich? Wo?

No.

Man sieht nichts, oder?

Nein. Gut.

* Entspannte Klange *

* Hammernde, elektronische Musik *

* Rollen des Koffers *

* Tur quietscht. *

* Donnern eines Zuges *

Hast du schon Zahne geputzt? Gleich.

* Platschern des Wassers *

Ben, du sitzt da schon eine halbe Ewigkeit, jetzt mach mal hinne!

* Pusten des Handtrockners *

Nimm du den Koffer, ich geh schon einmal vor und halte sie auf!

* Rattern des Koffers *

Schei?e, fuck!

* Quietschen des Zuges *

Schei?e!

* Donnern des Zuges *

Schei?e!

Hallo, Mellanie Schneider hier. Ich wurde gerne Frau Kujawski sprechen.

Wann kommt die denn wieder?

Alles klar. Dann probiere ich es dann noch einmal. Danke!

(Ansage) Information zu RB 25 nach Gummersbach uber

Rosrath, Stumpen ...

* Applaus *

(Yvonne) Sehr schon, herzlichen Gluckwunsch!

Die Ivy?

Und den Sascha.

* Sie jubelt. *

(Yvonne) Und last, but Not least, unsere Klassenbeste, die Melli!

* Jubelrufe *

Vielen Dank! Herzlichen Gluckwunsch!

(Stewardess) Ganz toll gemacht, herzlichen Gluckwunsch!

(Yvonne) Herzlichen Gluckwunsch von uns nochmal an euch alle.

Cool, Mama!

Ihr seid unter den letzten zehn.

Funf von euch werden am Ende der Probezeit fest ubernommen.

Strengt euch also an, es liegt jetzt an euch.

Und wir wunschen euch: Always happy landings!

Danke, dir auch!

* Drohnen des Zuges *

Hallo Frau Kujawski, Mellanie Schneider hier.

Mein Termin hat sich leider verschoben heute fruh,

deswegen schaffe ich es nicht ganz punktlich zu Ihnen.

Ich wollte fragen, ob ich um 10.30 Uhr

bei Ihnen vorbeischauen konnte, das wurde ich schaffen.

Ja, das ware super.

Es ware wirklich dringend.

Danke, tschuss!

Komm mal her.

(Ansage) Ausstieg in Fahrtrichtung links.

Ist nicht so schlimm. Wir halten zusammen, ja?

Mhm.

Ab da vorne kennst du den Weg,

da gehst du dann alleine weiter, okay? - Ja.

Das wird jetzt doch alles ganz schon knapp.

Ben?

Ben!

Entschuldigung, haben Sie einen kleinen Jungen gesehen?

(Mann) Nee, tut mir leid.

Danke.

Ben, hey, hast du mich nicht gehort? Komm, los!

Guck mal, Mama! Das hier wunsche ich mir.

Cool! Sieht super aus. Guck!

Ja. Das wunsche ich mir.

Komm! Ich habe mich richtig erschrocken.

Plotzlich warst du weg.

Ich kann doch nicht sechs Monate warten!

Die Notunterkunft ist der absolute Horror,

da gehe ich nicht nochmal mit Ben hin, auf gar keinen Fall.

Bitte, ich brauche jetzt eine Wohnung, jetzt!

Sie konnen 'ne Frau mit Kind nicht auf die Stra?e schicken!

(Frau Kujawski) Niemand schickt Sie auf die Stra?e.

Sie mussen mich einfach nur anders einstufen!

Sie wissen, dass es nicht selbstverschuldet ist.

Mir wurde diese Wohnung gekundigt, Frau Kujawski.

Niemand setzt Sie auf die Stra?e, ganz im Gegenteil.

Dann helfen Sie mir doch bitte, eine Wohnung zu finden.

Ich will Ihnen das ganz klar sagen:

Sie mussen in erster Linie fur Ihr Kind Sorge tragen.

Was soll das denn hei?en?

Wenn der Kleine kein Dach uberm Kopf hat,

kommt er in eine Pflegefamilie, bis Sie was gefunden haben.

Sie nehmen mir mein Kind weg?

Mir ware lieber, das Jugendamt ubernimmt den Fall.

Ich soll mit Ben neben Irren und Junkies schlafen?

Und damit schutze ich dann in Ihren Augen mein Kind, ja?

Bitte.

Es ist wirklich nicht notig, jetzt das Jugendamt anzurufen.

Ich finde bestimmt bald was.

Bis dahin konnen wir noch bei Freunden unterkommen.

Bitte, Frau Kujawski!

* Drohnen eines Motorrads *

Schei?e.

* Sirene *

* Laute Sirene *

Hallo, Mellanie Schneider hier, ist Frau Gerster zu sprechen?

Wann kommt die denn wieder?

Konnten Sie sie einmal bitten, dass sie mich zuruckruft, bitte?

(Nadine) Hallo.

Genau, die Nummer ist es. Danke, Wiederhoren!

Na?

Und?

Sehr gut. Geil, ne?

Hast du das heute Morgen gemacht? Gestern schon.

Heute Morgen war ich lieber leise.

Habt ihr euch gestritten?

Na ja, ein bisschen.

Aber, jetzt habe ich mir einfach Urlaub genommen.

Ich fahre drei Wochen weg. Alleine!

Drei Wochen, alleine? Ja, krass, oder?

Ja, mach das, auf jeden Fall! Das ist super!

Und du?

Ja, jetzt ehrlich gesagt ...

Es ist grad ziemlich ...

* Lautes Seufzen *

Ich kann gerade nicht so gut daruber reden.

Das ist kein Problem.

Hey, was ist denn los?

Alles okay?

Meinst du, Ben und ich konnten nochmal zu dir?

Nur fur ein paar Tage. Schei?e, habt ihr immer noch nichts?

Wir kriegen ja eine Wohnung vom Amt.

Es ware nur fur den Ubergang total super.

Ja, klar, von mir aus, naturlich.

Aber ich muss schon erst nochmal fragen.

Ich kann ja nicht einfach uber seinen Kopf hinweg entscheiden.

Soll ich euch Geld geben, oder was? Nein, Quatsch, naturlich nicht.

Nadine, du wohnst da genauso wie er.

Ich habe doch gesagt, ich rede mit ihm!

Es geht doch nicht darum, dass irgendjemand zu Besuch kommt.

Ich red mit ihm.

Mein Gott, lass mich doch einfach ... Ich frag ihn.

Schei?e, ich wurde nicht fragen, wenn es nicht verdammt wichtig ware!

Ich wei?! Ich habe nur gesagt, ich rede mit ihm,

weil ich das nicht einfach so allein entscheiden kann.

Ich muss los. Ernsthaft?

Das ist jetzt nicht dein Ernst.

Tschuss.

* Verkehrslarm *

* Klacken der Schuhe *

(Frau Gerster) Das konnen Sie hier auch noch mal nachlesen.

Einen Moment eben, bitte.

Das gebe ich Ihnen mit nach Hause.

Melden Sie sich bei Problemen, ich helfe Ihnen gerne.

Tschuss.

Hallo. Hallo.

Mellanie Schneider. Frau Kujawski hat mich zu Ihnen geschickt.

Aber da mussen wir erst einen Termin ausmachen.

Hat Frau Kujawski Ihnen nicht meine Nummer gegeben?

Doch, aber ich dachte, ich komm direkt vorbei, es ist dringend.

Hatten Sie vielleicht kurz Zeit? Nein, jetzt geht leider nicht.

Ich muss ja auch noch Ihre Unterlagen durchsehen.

Dienstag 15 Uhr.

Das ist gut. Konnen wir vielleicht 15.30 Uhr sagen?

15.15 Uhr, ja? Okay, gut, dass musste ich schaffen.

Sie waren die Frau ...? Schneider, Mellanie mit Doppel-L.

* Quietschen des Skateboards *

Hi! (Max) Hallo.

Das ist meins. Oh, Entschuldigung.

Du kannst es ruhig weiter versuchen.

Mach das lieber hier, dann hast du mehr Platz.

Aber ich habe gesehen, dass du da so drauf standst.

Versuch mal, dich mit den Beinen so hinzustellen.

Fahrst du Skateboard und so? Ja.

(M. Lauenstein) Max, lies dir das mal durch und full das aus,

an welchen AGs du teilnehmen willst. Okay, danke.

Schones Wochenende. Ciao, Ben. Tschuss.

Hallo. Hallo, Mama.

Guck mal, das ist Max.

Hi. Der Neue aus meiner Klasse.

Hallo, neuer Max. Hallo.

Hallo. (Kerstin) Hi.

Ich bin Melli. Kerstin. Ich bin seine Mama.

Du, ich wollte mal fragen. Ihr seid doch auch erst umgezogen ...

(Max) Mama, kann ich heute zu Ben?

Er wollte mir noch sein Laserschwert zeigen.

Nee, tut mir leid, das geht leider nicht.

Wir haben gerade das Laserschwert und alle Sachen in

irgendwelchen Kisten verpackt.

(Kerstin) Ach, ihr zieht weg? Nee, wir bleiben hier in der Gegend.

Aber wir sind eben dringend auf der Suche,

deswegen wollte ich dich fragen, ob du was wei?t?

(Kerstin) Ach so, nee, bei uns lief das uber Bekannte.

Hast du nicht gesagt, ihr zieht schon um?

Ja, wir haben jetzt gerade was, aber das ist nur eine Zwischenlosung.

Okay.

Klein, hasslich, schlecht gelegen, teuer.

Also wenn du irgendwas horst, dann her damit.

Warum erzahlst du denn, dass du ein Laserschwert hast, Ben?

Das ist mir rausgerutscht.

Du darfst wirklich keine Freunde gerade zu uns einladen, okay?

Hab ich ja auch nicht gemacht. Hallo.

Hallo. Sondern?

Max hat dich einfach so gefragt.

Ich hab ihn nicht eingeladen.

Okay.

* Baularm *

Guck mal: Die Balkone kriegen Treppen.

(Mann) Hallo. Hallo.

Hallo.

* Drohnen einer Bohrmaschine *

Ich krieg das nicht auf.

Ich geh schon hoch.

Wir sind's!

Ich komme gleich.

Hallo, wo ist denn Ben? (Anita) Der ist schon druben.

Haben die heute angefangen, oder was? - Ja, ja.

Ich schulde dir noch 175.

(Handwerker) Entschuldigung, gehort der Junge da zu Ihnen?

Ja.

Der kann hier nicht rein, schon gar nicht ohne Maske.

Sieben Jahre haben wir den Schei? eingeatmet.

Da hat sich auch keiner dafur interessiert.

Es ist halt Vorschrift. Ben!

* Er hustet. *

(Anita) Die Frau vom Amt meint, dass meine Wohnung zu klein ist.

Ich bin doch schon alle Optionen mit ihr durchgegangen.

Die kriegen das doch gar nicht mit. Doch, Melli.

Seit ich die Kinder von zu Hause aus betreue,

kommen die vorbei und checken meine Wohnung.

Danach ist alles okay, aber jetzt geht das nicht.

Und wie lange geht das noch?

Konnte sie auch nicht sagen. Zwei Monate, irgendwie so was.

Schei?e, echt. Ich hab ihn.

Hey! Hallo, Anita!

* Ratschen des Rei?verschlusses *

Mama! Ich komme gleich!

Hi, Tommy. Ich wollte fragen, ob Ben und ich bei dir vielleicht

Ubernachten konnten heute.

Ja, du kriegst uns ja uberhaupt nicht mit.

Ja.

Nee, wei?t du was, ehrlich gesagt, verstehe ich das nicht.

Egal. Bis dann.

Schei?e.

* Eindringliche, bedrohliche Musik *

* Sie keucht. *

* Poltern des Koffers *

Hier lang. Bist du sicher?

Ja.

* Vogelgezwitscher *

Schei?e, wir haben es nicht richtig zugemacht. - Oh.

* Abwertendes Gerausch *

Da ist ein Frosch und 'ne Nacktschnecke, Ben.

Oh, ich komme.

Ist das widerlich.

Wo ist denn der Frosch?

Ieh, da ist noch eine.

Nein, wie widerlich ist das denn, wirklich wahr!

Ha, wo denn?

Hier war der. Da ist er.

Der ist voll sub.

Och, bleib doch hier!

Vorsicht, Vorsicht, da ist 'ne Nacktschnecke.

Du kannst das auch mit Klopapier machen.

Ieh.

Das ist die Ekelhafteste.

Die ist so dunkelbraun.

* Sie kreischt auf. *

* Hohes Lachen *

Hier sind noch zwei kleine und eine gro?e.

* Erschrockener Ruf *

Kannst du bitte diese fette Krote da rausholen?

Ich habe selber Angst vor der.

Okay, super, danke.

Hier ist jetzt nichts mehr.

Und kannst du den Schneckenschleim

ein bisschen wegmachen mit Klopapier?

Ah, ja, okay, ich versuch es.

Oder du drehst die Isomatte um. Dann drehe ich sie um.

Was wollen wir morgen machen?

Such dir was aus, du kannst dir alles wunschen.

Einen Schutzwall bauen.

Gegen die Wildschweine.

Ben, wir konnen alles machen. Zoo, Rummel, Schwimmen gehen.

Es gibt irgendwo in der Nahe auch ein Schwimmbad

mit Wellenbad, wollen wir das machen?

Ich mochte den Schutzwall bauen.

Das ist der letzte freie Tag, bevor am Dienstag meine Arbeit anfangt.

Wunsch dir was.

Egal was.

OK, dann wunsche ich mir, dass wir einen Schutzwall bauen.

* Sie lacht. *

Mach mal das Licht lieber aus, nicht dass uns jemand sieht.

* Schreien einer Eule, Grillenzirpen *

Das ist ja ein halber Wald.

Ja, genau.

Achtung, die Nacktschnecke.

Da ist schon eigentlich, auf der Seite ist schon genug.

Auf welcher?

Auf der.

Sollen wir das da vor dem Baum machen? Da ist noch so 'ne Lucke.

So? Oder willst du den gro?en noch aufrichten?

Ah, der ist gut, so als Stutze. Druck mal dagegen.

Ja, super.

Nee, der muss hier hin. Genau.

Auf die Seite? Ja.

* Sie seufzt zufrieden. *

* Er seufzt abwertend. *

Und?

Geht so.

Guck mal, das hier, das wei?e ...

Mir schmeckt es nicht so.

* Sie lacht. *

Ich finde es irgendwie richtig gut.

Wir stellen uns einfach vor, dass es warm ist, okay?

Nee, ich finde es nicht so lecker.

Komm, iss noch einen Happen. Du hast gleich wieder Hunger sonst.

* Schrei, Lachen *

Du Sau!

* Wasserplatschen *

Boah!

Guck mal, Ben.

Alter!

Was?

Na komm, los.

Nein, nein, hor auf. Bitte, bitte, hor auf.

Es ist herrlich. Na los, komm.

Nein.

Hor auf.

Na gut, es reicht dann auch.

Nein, lass ...

* Er jammert leise. *

Das musste sein.

Komm mal lieber raus jetzt. Ja, gleich.

* Sirren des Rei?verschlusses *

Nicht hier direkt beim Zelt, ne?

Ich habe keine Lust, morgen in deinen Scheibhaufen zu treten.

Mir ist aber kalt.

Es stinkt doch auch total, Ben, geh bitte ein bisschen weiter weg.

Kommst du wenigstens mit?

Ja.

Du kannst schon mal Taschentucher holen.

Schei?e. Wir haben keine Taschen- Tucher mehr und kein Klopapier.

Seit wann musst du uberhaupt nachts aufs Klo?

Du musst jetzt Blatter nehmen, es geht nicht anders.

Ja.

Leg sie so ein bisschen ubereinander.

Ja.

(Durchsage) Auf Anweisung der Crew ziehen Sie die Weste uber den Kopf.

Fuhren Sie die vorne angebrachten Gurte einmal um Ihre Hufte und

schlie?en Sie sie, ziehen Sie sie dann fest.

Unmittelbar bevor Sie das Flugzeug verlassen,

ziehen Sie den roten Griff, um die Weste aufzublasen.

Falls erforderlich, benutzen Sie den roten Mundschlauch.

Die Signallampe leuchtet bei Kontakt mit Wasser automatisch auf.

Alles klar bei dir? (Sascha) Alles klar.

Du hast die ganze Zeit die Jacke auf.

Was? Danke.

Hat keiner gemerkt.

* Drohnen des Flugzeugs *

* Ruhige, entspannte Musik *

* Motorengerausche *

Hier.

Ich wollte aber nicht mit Kase.

Salami war alle. Hey, hast du Hunger oder nicht?

Guck mal.

* Scheppern des Waschekorbs *

Was ist das?

Ein Solarakku, dann geht das Handy nicht immer aus.

Cool.

(Vermieterin) Wir geben Ihnen jetzt den Mietvertrag mit.

Dann finden Sie auch sonst noch alles aufgelistet,

was wir von Ihnen noch fur Unterlagen haben mochten.

Alles klar. Ben! Ich habe auch die Unterlagen alle hier.

Also ich konnte direkt jetzt unterschreiben.

Ben, komm mal kurz!

Da ist der Arbeitsvertrag dabei, die Kontoauszuge, Selbstauskunft.

(Mann) Eine SCHUFA-Auskunft auch?

Die fehlt leider, weil ich im Moment einen Eintrag habe.

Das kann ich Ihnen auch erklaren.

Es hat ziemlich geschimmelt bei mir in der alten Wohnung.

Das sehen Sie hier. Ich habe ein paar Fotos dabei.

Oh. Ja.

* Sirene *

Wenn wir nicht bald 'ne Wohnung finden,

dann haben wir echt ein ernsthaftes Problem.

Wir durfen keinem sagen, dass wir keine Wohnung haben, ja?

Mache ich ja nicht. Ich schwore es.

Das ist wirklich wichtig. Das darf niemand wissen.

Auch nicht deine Freunde oder Eltern oder Lehrer.

Auch nicht der Lauenstein, ja? Niemand.

Wei? ich doch.

Ich sag das auch niemandem. Ich verspreche es dir.

Versprichst du es mir auch? Versprochen.

Okay. Mama?

Wir kriegen das schon hin.

Ben, es tut mir so leid.

Es geht nicht an.

Hier, die Kleinen mussen nach unten. Ich habe die kleinen runter ...

Ich hole Klopapier. Was?

Klopapier.

Okay.

Das wird nichts.

Gehen wir schlafen? Ich bin noch gar nicht mude.

Komm, wir gehen schlafen.

Ich nicht.

Bis gleich. Bis gleich.

* Motorengerausche *

(Kundin) Vielen Dank, schonen Tag noch.

(Verkauferin) Ja, Ihnen auch.

Hallo. Hallo.

Ich wurde das gerne zuruckgeben.

Na horen Sie mal.

Das geht doch nicht. Das ist doch getragen.

Das war schon. Das war ich nicht.

Das ist alles ... Das ist getragen.

Die Etiketten sind ja dran und hier ist der Bon, deswegen ware es super,

wenn sie die Sachen zurucknehmen und mir das Geld geben.

Ich finde das nicht okay.

Dankeschon. Wiederschauen.

* Verkehrslarm *

(Anita) Hallo, Melli. Hallo.

Na, wie waren die ersten Arbeitstage?

Super. Ich war schon in England, Belgien, Frankreich und Spanien.

Wow. Ja.

Hallo, Mama! Hallo.

Holst du deine Sachen?

Okay. Super.

Hier.

Ach, lass. Es waren doch nur ... Komm. Du brauchst es doch auch.

Die vom Amt, die wollen jetzt einen Hausbesuch machen.

Schei?e und jetzt?

Nee, Melli. Hier konnen wir das nicht machen.

Meine Zulassung lauft ja auch uber das Jugendamt.

Nachher sind wir beide dran.

Ist gut. Ich lasse mir irgendwas einfallen.

Und was?

Ich rufe Nadine an. Wird schon klappen.

Kannst du gucken, ob du noch einen Pulli fur mich findest?

Okay. Im Koffer.

Oh, wow.

Ein Raumschiff. Pilot und Co-Pilot, oder was?

Ja. Kann ich noch ein bisschen spielen?

Geh mal lieber fruh ins Bett heute.

Ben? Ich hab was fur dich.

Und was? Was Cooles.

Links oder rechts?

Beide.

Tada. * Laserschwertgerausche *

Alter!

Boah, wie krass!

Genau das habe ich mir gewunscht! Ja?

Danke!

Gerne.

Und jetzt mach mal, schlag mal so.

* Zischen * Alter!

Krass, danke! Gerne.

* Er macht zischende Laute. *

Du kannst das auch mit ins Zelt bringen.

Ja, gleich.

Komm, wir basteln uns damit 'ne Leuchtstoffrohre.

Guck mal, das kann man namlich hier reinhangen.

Cool, oder? Hm.

* Pausenklingel *

Ihr macht zu morgen bitte die Aufgaben 6 und 7

aus dem Fehlerteufel.

Achtet darauf, dass die 7 auf Seite 125 weitergeht,

also umblattern, okay?

(Schuler) Ja, Herr Lauenstein. Super, danke. Bis morgen.

Na, ihr Troten. Soll ich euch lieber wieder auseinandersetzen?

Wir haben aufgepasst, Herr Lauenstein.

(Max) Wirklich. Ja, klar.

Was ist denn hiermit passiert?

Das ist, weil es geregnet hat.

Geregnet? Wann hat es geregnet?

Als ich mit meiner Mutter einen Ausflug gemacht hab.

Und dein Kopf, ist der da festgewachsen?

Ich bin nur mude.

Geht es dir nicht gut? Soll ich deine Mutter mal anrufen?

Nee, nicht schlimm.

Komm nachher mal mit mir ins Lehrerzimmer, ja?

Dann suche ich dir eins raus. Das ist aber eine absolute Ausnahme.

Tschuss.

Ich erhohe auf 5.

Achtung: Auf die Platze, fertig, los.

* Sie lacht. *

Hallo.

Was macht ihr denn da? Herzlichen Gluckwunsch.

Ach so, danke. Dankeschon. Zu der neuen Stelle, meine ich.

Danke, das ist sehr nett. Guckt mal.

Dann kommen Sie jetzt viel rum. Hier, damit es besser runter geht.

Danke. Willst du auch einen?

Danke. OK, dann, tschuss.

Ciao.

Hey, komm.

Was ist los?

Oh je, du bist ja ganz hei?.

Nicht schlimm.

Nicht schlimm? Was mache ich denn jetzt mit dir?

Ist egal. Ist nicht egal.

Was machst du? Ich rufe Anita an.

Vielleicht konnen wir zu der.

Das brauchst du nicht.

Hi Anita, hier ist Melli.

Ben ist ein bisschen krank.

Ich wollte fragen, ob wir vielleicht doch zu dir konnen.

Ja.

Nee, nee, ich versteh schon.

* Rattern des Zuges *

Hey, du. Ben ist krank und bei uns sind die Handwerker.

Ich wollte fragen, ob wir vielleicht bei dir Ubernachten konnen.

Ja, das war kein Problem.

Super. Genau, schick es mir einfach.

Alles klar. Danke, ciao.

Wir konnen zu Sascha. Cool.

Vorgang nicht moglich.

Kann ich vielleicht meinen Personalausweis hier lassen und

zur Bank laufen und dann nochmal wiederkommen und bar zahlen?

(Apotheker) Nein. Wenn Sie diese beiden Sachen hier nehmen,

dann sind sie gut beraten. Dann bleibt das weg.

Dann kommen wir auf einen Betrag von 7,25 Euro.

Vielleicht reicht das ja.

Sascha, der Schlussel ist da nicht. Nee, weder noch.

Ist egal.

Tschuss.

* Schnaufen *

Wir konnen in den Wald. Nein.

Hauptsache, ich kann mich hinlegen.

Trink das mal.

* Sie klopft. *

Hallo. Oh, Entschuldigung. Warten wir noch einmal kurz, ja?

Die Oma kriegt gerade die Hose angezogen.

Du bist ganz mude, ne?

Durfen wir jetzt reinkommen?

Ich bin es, hallo.

(Pflegerin) Hallo. Vielen Dank.

Na, wie geht es dir?

Okay?

(Gerda) Ja. Guck mal, was ich anhabe. Schick?

Ja. Ich bin jetzt Stewardess.

Du wei?t nicht so genau wer ich bin gerade, ne?

Ja. Ich bin Melli, deine Tochter.

Guck mal. Das ist der Ben.

Hallo, Oma. Hallo.

Das ist meine Tochter.

Ja, genau. Das bin ich. Ja.

Guck.

Ja.

Und das ist der Ben. Ja.

Das ist dein Enkelkind.

Der Ben ist gerade ganz mude.

Darf er sich ein bisschen ausruhen bei dir? Ja? Ist das okay?

Ui, ein schwerer Rucksack.

Nicht mit den Schuhen auf das Bett, Ben.

Nicht die Schuhe aufs Bett, Ben.

Rauber rutschen.

Na? Selber, na.

Darf ich ein Handyspiel spielen?

Ich mochte was Richtiges. Das ist doch was Richtiges.

Aber etwas, was auch schmeckt.

Das hatte ich auch gern.

* Fernsehgerausche im Hintergrund *

Was machst du?

Wir gucken mal, ob Oma ein bisschen Geld da hat.

Wieso?

Damit wir uns was zu Essen kaufen konnen.

Nein. Ist doch nicht so schlimm.

Das ist aber von ihr, sie braucht das.

Ben, jetzt hor doch mal auf, so ein Moralapostel zu sein.

Mama, ist alles gut. Hallo!

Es ist alles gut. Ich habe nur ... Schwester!

Ich habe nur geguckt, ob du Schokolade hast.

Schwester, hallo!

(Pflegerin) Was ist los, Frau Schneider? Was ist los?

Alles gut, alles gut. Legen Sie sich hin.

Der Baby-Adler ist da. Sie mussen jetzt gehen.

Die Besuchszeit ist vorbei. Bitte. Bitte.

Das ist gegen die Vorschrift.

Ja, aber das ist total doof gelaufen.

Meine Mutter hat sich gefreut, Ben zu sehen.

Da haben wir die Zeit vergessen und den Zug verpasst.

Okay, aber das ist gegen Vorschrift. Kommen Sie mit.

Bitte, bitte. Kommen Sie! Los geht's.

Bitte ...

Aber das ist eine Ausnahme. Kommen Sie rein.

Ich danke Ihnen.

Aber bitte niemand sagen,

weil sonst bekomme ich Arger mit meiner Chefin.

Alles klar.

* Pflegerin singt. *

(Pflegerin) Er schlaft? Ja.

* Flughafendurchsage *

* Klopfen *

Hey.

(Sascha) Hey. Also er hat den Schlussel mitgenommen.

Er schickt mir den, aber ich krieg den leider erst nachste Woche.

Ist das schlimm? Nee, ist nicht schlimm.

* Sie lacht. *

Spinner. Sag mal, kannst du mir vielleicht Geld leihen?

Was brauchst du denn?

200 Euro?

So viel hab ich nicht. 50, 100, 120, 130 ...

150 ist auch gut. 150.

Vielen Dank.

Brauchst du die noch? Nee.

Schei?e, los!

(Yvonne) Melli?

Ja? Ganz kurz.

Die Personalabteilung hat versucht, dich zu erreichen.

Aber bei dir war standig besetzt. Oh, okay.

Kannst du morgen einen Umlauf machen?

Morgen? Das geht nicht, weil Ben krank ist und ich kann den

gerade nicht alleine lassen.

Bitte melde dich bei denen und klar das.

Alles klar.

(Sascha) Sorry, wir haben Probleme beim Handgepack.

(Yvonne) Es ist wichtig, dass du erreichbar bist, ja?

Okay. Okay. Dann gehst du mit?

Ja. Melli geht mit.

Melde dich bitte bei mir, wenn ihr fertig seid.

Ja, mache ich.

* Kinder schreien. *

(Pflegerin) Sie sind viel zu spat!

Ich habe schon lange keinen Dienst mehr.

Es tut mir wirklich leid. Ja.

Es hat viel langer gedauert, als ich dachte.

Das habe ich gemerkt. Hier. Ist das in Ordnung?

40.

Ich ... Ist egal. Geben Sie her.

Okay, vielen Dank! Ben ist bei seiner Oma.

Hallo. Na, Ben. Geht es dir ein bisschen besser?

Ja. Gut.

Hattet ihr es schon miteinander? Ja.

Tschuss.

Tschuss.

Tschuss, mein Lieber.

Mochtest du auch eine Decke? Nee, danke.

Willst du Rot oder Krauter?

Rot. Ich habe mir in der letzten Zeit was uberlegt.

Was denn?

Dass ich auf ein Naturwissen- schaftliches Gymnasium gehe.

Aha, wie kommst du denn darauf?

Ich mochte namlich studieren und dazu braucht man gute Noten.

Das schaffst du bestimmt.

Und dann verdiene ich Geld und gebe dir auch immer was ab.

Aha.

Kaufst du mir dann auch ein Einhorn?

Das ist nicht lustig.

Ein Pferd?

Guten Appetit. Danke.

Ben, du sollst nicht ans Geldverdienen denken.

Du sollst einfach Spa? haben.

Und wenn du was studierst, dann was, was dir Spa? macht.

Aber nicht, weil du Geld verdienen willst oder um mir was zu kaufen.

Ich mochte dir aber helfen. Musst du nicht.

Ich kriege das schon alleine hin.

Das ist ja nur vorubergehend jetzt so, wie es gerade ist.

Versprochen. Hm.

Hallo.

Hallo.

Kann ich ganz kurz mit Ihnen was besprechen?

Gerne. Ich habe nur leider nicht viel Zeit.

Ich wollte Ihnen nur Bescheid geben, dass eine Frau vom Jugendamt

bei Ihnen anrufen wird, eine Frau Gerster.

Die mochte sich uber Ben erkundigen.

Ja. - Ja? Also, ich wollte Ihnen nur Bescheid geben,

damit Sie sich nicht wundern.

Ich nehme da an so einem Programm teil und da gehort das wohl dazu.

Aber das ist wirklich reine Formsache.

Ja, die Frau Gerster hat mich gestern schon angerufen.

Ach ja? Ja.

Und? Das ist kein Problem.

Wir konnen gerne einen Termin machen.

Sie mussen mich einfach anrufen. Alles klar.

Der Rektor hat mich einbestellt. Er wartet schon.

Okay. Tschuss.

Wenn ich Ihnen sonst noch irgendwie helfen kann ...

Ja, machen Sie ja schon. Danke. Ich komme zu spat.

Susi hat mir erzahlt, dass sie das manchmal als Test machen.

Spontan dir einen Umlauf aufdrucken, um zu gucken, wie flexibel du bist.

Das nachste Mal musst du das machen.

Vielleicht ist es ein gutes Zeichen, dass sie mich das gefragt haben.

Vielleicht. Mich haben sie noch nicht gefragt.

Entschuldigung, darf ich mal kurz?

Ich habe gerade neu angefangen als Flight Attendant.

Ich bin ein Megafan von eurer Airline.

Konnen wir ein Foto zusammen machen? Ach komm, bitte. Cool, danke.

Super, vielen Dank! Schonen Tag euch!

Du bist so krass peinlich.

Was denn? Ist sub geworden.

* Handy klingelt. * Mann! Warte mal kurz, Max.

Hallo, Mama.

Muss ich?

Ich mochte aber lieber ...

Ja, ich frag ihn mal. Max?

Ja? Kann ich heute bei euch Ubernachten?

Ja klar!

Konntest du auch deine Mutter gleich mal fragen?

Ja, ich mach es eben, okay? Okay.

* Kampfgerausche *

(Kerstin) So, das reicht jetzt, Jungs. Jetzt bitte Zahne putzen.

Ich habe dir ein Handtuch hingelegt, Ben.

(Kerstin) Gerne. (Max) 3:0 gewonnen.

Ich hol noch meine Zahnburste.

Okay.

Ja, mach noch mehr.

* Er lacht. *

(Max) Guck mal hier. Ja! Musst du erst einmal rausziehen.

Musst du erst einmal rausziehen. Nee, musst du erst einmal rausziehen.

Ah, das tut voll weh. Du erdruckst ...

Musst du erst einmal rausziehen. Hor auf. Ja, jetzt schlag mich.

Okay.

Soll ich dir ein Geheimnis verraten?

Ja, klar.

Aber du darfst es niemandem weitersagen.

Alles gut. Vertrau mir.

Nicht den Eltern. Auch nicht dem Lauenstein. Versprichst du es?

Ja.

Ich und meine Mutter, wir wohnen auf einem Baum.

Ha, wie jetzt?

Ganz oben auf der Spitze von einem Baum. Wir konnen fast alles sehen.

Fast die ganze Welt.

Und keiner kann uns sehen.

Wir haben uns ein richtig cooles Haus gebaut.

Wir sind namlich Penner.

Reingelegt.

* Lachen *

* Stimmengewirr *

* Stohnen *

* Seufzen, schweres Atmen *

Sag mal, was du denkst.

Los, sag mal.

Ich fand, das war ganz schon.

War das ein Anfang? War das ein Anfang?

Nee? Oh, schade.

Du redest echt zu viel.

* Lachen *

Was? Es ist alles okay. Ich wei?.

Du kannst auch hier bleiben. Hast du an mir gerochen?

Ja.

Da ist der Akku und das ist das Aufladekabel.

Und der Akku ist auch viel besser als das Solarding von dir.

Der halt viel langer und geht auch gar nicht so schnell kaputt.

Aha. Wo hast du denn das her?

Ich kann den dann auch immer mit in die Schule nehmen und aufladen.

Ben, wo hast denn du den her?

Ja, nix. Wo hast du den her?

Ben! Da hinten.

Mit oder ohne Geld? Ohne.

Ich warte hier. Hm.

Ich habe das hier geklaut und ich habe eingesehen, dass es falsch war.

(Verkaufer) Okay, schon gut.

Aber mach das bitte nicht mehr. Tschuss.

Tschuss.

Da hast du aber Gluck gehabt. Hor mal, du machst das nie, nie wieder.

Okay? Ja.

Ernsthaft. Wenn dich irgendwer dabei erwischt,

dann nehmen die dich mir weg.

Tut mir leid.

Guck mich mal an. Versprichst du mir das?

Ja. Nie wieder.

Nie wieder.

Wir durfen gerade keine Schei?e machen.

Das konnen wir uns nicht erlauben.

(Ansage) Ausstieg in Fahrtrichtung links.

Schei?e! Was ist?

Ich habe vergessen, die Frau Gerster zuruckzurufen.

Schei?e, wie dumm kann man sein?

Kriegen wir Arger, wenn die rausfinden,

dass wir keine Wohnung haben?

Ich krieg das schon hin. Ich denke mir irgendwas aus.

Nehmen die mich dann mit?

* Sie schreit schrill. *

* Schmerzvolles Stohnen *

Au!

Geht's? Brauchst du Hilfe?

* Seufzen *

Schei?e.

Du kannst dich auf mich ... Ben, jetzt lass mich doch mal!

Es geht schon. Entschuldigung.

Entschuldigung.

Okay. Okay, lass uns weiter gehen.

Oh nein, das fehlt gerade noch.

Warte mal. Kann ich mich doch auf dich stutzen? - Ja.

Entschuldigung, ich wollte dich nicht so anschreien. - Alles gut.

* Grillenzirpen *

Hallo, Frau Gerster, Mellanie Schneider hier.

Tut mir leid, ich habe sie gestern gar nicht mehr erreicht.

Wir haben den Termin heute, oder? Ben, Ben!

Ben, das ist Frau Gerster, sei mal bitte leise.

Du kannst dich hier drauf stutzen. Ja.

Guck, das halt. Ben!

Gut, dann sag ich Ben Bescheid und dann sehen wir uns spater.

Alles klar. Danke. Tschuss.

Die Frau Gerster kommt heute zu dir in die Schule.

Du musst dir keine Sorgen machen.

Sie will nur wissen, ob's dir gut geht.

Kommst du denn auch? Klar.

Und der Lauenstein wei? auch Bescheid, der kommt auch.

Guck mal, du kannst dich hier draufstunden. Das ist stabil.

Danke.

Hallo. (Yvonne) Hallo.

Melli? Ja?

Du bist in der Probezeit. Tut mir leid.

Man muss sich auf dich verlassen konnen.

Kommt nicht mehr vor. Darf ich trotzdem noch kurz auf die Toilette?

Ja.

(Sascha) Yvonne?

Kannst du mal kurz gucken? Das ist da irgendwie nicht richtig.

Ich wei? nicht, ob da noch jemand sitzen muss?

(Yvonne) Das ist nicht schlimm.

Den Becher schmei?t du einfach weg.

Dankeschon, dass Sie sich die Zeit genommen haben.

Ich wurde aber, um das Bild rund zu machen, noch einmal gerne

einen Termin mit der Schulleitung machen.

Ja, klar. Soll ich das fur Sie in die Wege leiten oder

wollen Sie da selber Kontakt aufnehmen?

Ach nee, das mach ich schon selber.

Gut. Ich nehme an, dass die Frau Schneider jeden Moment kommen wird.

Wenn es Ihnen recht ist, mache ich mich schon mal auf den Weg.

Ja. Das ist gar kein Problem. Ja? Okay. Tschuss, Frau Gerster.

Vielen Dank. Ja, gerne.

Ciao Ben. Tschuss. Bis morgen.

Bis morgen.

* Quietschen der Tur *

* Handy klingelt. *

Deine Mama?

Ja.

Ihr Flug hatte ein bisschen Verspatung.

Kommt das ofter vor?

Nee. Ich gehe nach der Schule ja eh immer zu Anita.

Also, wenn meine Mutter spater landet.

Ja, dann krieg ich das halt gar nicht mit,

weil sie mich ja abends immer zur gleichen Zeit abholt.

Und wer ist Anita? Anita ist meine Tagesmutter.

Okay.

Wann wollen Sie eigentlich den Hausbesuch dann machen?

Das muss ich eigentlich noch mit deiner Mama besprechen.

Ich kann Ihnen die Wohnung auch zeigen.

Naja, es war ja eigentlich anders geplant. Du meinst jetzt?

Ja.

* Verkehrslarm *

* Sirene *

Hallo, Frau Gerster. Ich habe mich so beeilt.

Wir waren doch in der Schule verabredet.

Ja, wo waren Sie denn? Es tut mir leid.

Also ich wei? nicht, was ich davon jetzt halten soll.

Ich muss zum nachsten Termin.

Melden Sie sich doch morgen fruh im Buro bei mir.

Ja, mache ich. Morgen ist Samstag? Dann Montag.

Alles klar. Bis dann. Tschuss.

Schei?e. Das tut mir total leid.

Das war wirklich ganz anders geplant.

Hallo, Mama.

Hat die jetzt den Hausbesuch bei dir gemacht?

Ja, hat sie. Schei?e. Und, was hat die gesagt?

Die hat sich gewundert, dass hier keine Klamotten von dir rumliegen.

Schei?e. Ja, schei?e.

Hol mal bitte deine Sachen.

Wenn ich jetzt meine Zulassung verliere ...

Hor doch mal auf mit deiner Zulassung!

Der Termin sollte an der Schule stattfinden.

Ich wusste nichts davon, dass ...

Und vom Hausbesuch war gar keine Rede.

Ist ja jetzt auch egal, Melli.

Ich muss jetzt mal sehen, wie ich das irgendwie wieder hinbiege.

Hast du das der Frau Gerster erzahlt?

Wie kommst du denn auf so eine Idee, Ben?

Warum sagst du mir nicht Bescheid, sag mal?

Verstehst du das nicht, oder was?

Wir konnen jetzt richtig Arger bekommen, Ben!

Was hast du zu sagen dazu?

Als der Lauenstein weg ist, da war ich ganz allein mit der.

Und die hat angefangen, Fragen zu stellen.

Da brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn die am Montag vor

der Schule steht und dich direkt mitnimmt.

Aber dann kann ich denen doch sagen ...

Nein! Du sagst uberhaupt nichts, Ben! Ich mache das!

Hast du das verstanden? Ich regele das!

Nicht du! Hast du mich verstanden? Ja.

Es tut mir leid.

Ich wollte doch nur helfen.

Ich wei?.

Mach dir keine Sorgen. Ich kriege das schon irgendwie wieder hin.

Nutzt du mal die Gelegenheit und waschst dir die Haare?

Ja. Okay.

* Rauschen des Wassers *

* Lauten des Telefons *

Hallo?

Nee, die Rechnung geht auf die Fluggesellschaft.

Ja, wahrscheinlich ist da einfach schon das Buro geschlossen.

Sie haben doch meine Daten, dann ...

Also, wenn die Fluggesellschaft wirklich nicht zahlt,

dann zahl ich naturlich.

Das kostet Sie doch nicht Kopf und Kragen.

Gut. Danke.

Ach so. Wir wurden gerne noch was bestellen. Eine Cola ...

Zwei.

Zwei Cola, bitte. Und zwei Club-Sandwich ohne Zwiebeln, bitte.

* Tuckern des Zuges *

(Schaffner) Fahrausweise.

Fahrscheine, bitte.

Yvonne?

Du hast doch noch zwei Minuten.

Ja, ich wollte dich nur was fragen.

Ware es vielleicht moglich, eine Akontozahlung zu bekommen?

Und wenn ja, an wen wende ich mich denn da?

Bei Mitarbeitern in der Probezeit macht die Buchhaltung

das in der Regel nicht so gern.

Und au?erhalb der Regel?

Du kannst mal den Hirschler fragen.

Okay.

Ich muss eh gleich mit ihm sprechen. Ich frag fur dich nach.

Super, vielen Dank.

Ist denn alles gut bei dir?

Ja klar. Es ist ja nur, weil es ein bisschen dauert noch,

bis das erste Gehalt kommt und Ben hat bald Geburtstag.

* Drohnen eines Flugzeugs *

(Kerstin) Max, meinst du das? - Jo, das meine ich.

Ben, schau mal. Das sieht cool aus.

Hier, das ist fur dich. Mir ist es eh zu klein.

Nee, danke.

Das kannst du echt gerne haben. Max tragt das gar nicht mehr.

Ich lege es dir mal da hin. Danke.

Hallo. Hallo.

Hallo, Mama! Hey, na? Guten Morgen.

Na? Was hast du denn an? Das hat mir Max geschenkt.

Zeig mal von hinten. Das sieht super aus!

Ich geh schon mal rein. Tschuss. Bis spater.

Vielen Dank, dass das so kurzfristig geklappt hat.

(Kerstin) Gerne, kein Problem. Was kriegst du denn hierfur?

Quatsch. Das hat Max ihm geschenkt. - Das ist mir eh schon zu klein.

Ja, aber ich wurde euch wirklich gerne was dafur geben.

Du, Ben! Wir treffen uns nach der Schule zu Hause, okay?

Du kannst heute nicht zu Anita. Okay.

Ich arbeite so bis funf, bin spatestens um halb sechs bei dir.

Tschuss. Tschuss.

Hallo.

(Stewardess) Hort mal, das Cockpit sagt,

dass sich unser Abflug verzogern wird wegen schlechten Wetters.

Hallo, ganz vorne.

Melli, machst du 'ne Ansage? Ich muss nach vorne.

Hallo. Guten Tag.

Ben, es wird hier ziemlich spat.

Hallo. Schlechtes Wetter, wir konnen nicht starten.

Kannst du bitte zu Anita gehen und mir dann schreiben, wenn du da bist?

Es kann spat werden.

(Stewardess) Melli. Ja.

Hallo. Ich versuche, mich noch mal zu melden vor Abflug. Bis gleich.

Hallo.

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

aufgrund der Wetterlage hier in Paris verzogert sich unser Abflug.

Wir geben Ihnen Bescheid, sobald wir neue Informationen haben.

Vielen Dank fur Ihre Geduld.

Ladies and Gentlemen, due to the weather conditions here in Paris

Our flight will be delayed.

We will inform you as soon as we have further Information.

Thank you for your Patience.

Mama?

* Knacken der Aste *

* Lautes Grolen *

* Rascheln der Blatter, dynamische Musik *

Machten Sie gern was trinken? (Passagier) Nein, danke.

Was darf es fur Sie sein? (Passagier 2) Cola.

Bitteschon.

Und fur Sie?

(Passagier 3) Sorry? What would you like?

(Passagier 3) Oh, I like many Things ...

Hey! Come back here! What would you like to Drink?

Hey, I'm speaking to you! Could you lower your voice, please?

It's my normal voice. Kannst du bitte mal ubernehmen?

Sir, I'm sorry, How can I assist you?

I want her to apologize.

(Stewardess) I don't know what was going on,

but May I offer you something to Drink?

You like any sparkling wine, any white wine, any red wine?

(Passagier 3) It's okay. - A German beer?

Machten Sie gerne etwas trinken?

Einmal zur S-Bahn "Frankfurter Stra?e", bitte. Moglichst schnell.

Ben?

* Metallisches Klirren *

Ach du schei?e.

Ben?

Ben!

Ben?

Ben!

Mama! Ben!

Ben!

* Aufschrei *

Oh Gott!

Oh Gott, oh Gott! Ist dir was passiert? - Nein.

Oh Gott.

* Sirren des Rei?verschlusses *

Ben, ich muss mit dir reden.

Wir konnen das wieder reparieren, Mama.

Lass mich mal kurz ausreden, bitte.

Das wird jetzt nicht so leicht, aber wir schaffen das

auf jeden Fall zusammen, okay? Was denn?

Ich bring dich jetzt zu der Frau vom Amt, ja?

Nein! Hor zu, bitte, Ben, ganz kurz.

Es gibt da so Familien fur Notfalle wie unsere, okay?

Das ist nur ganz kurz. Bitte mach das nicht, Mama!

Ich hol dich da, sobald es geht, wieder ab.

Ich will nicht, dass dir was passiert.

Bitte, Mama, ich will das nicht. Ben, komm.

Ich mochte bei dir bleiben.

Ich mochte auch, dass du bei mir bleibst, aber es geht nicht anders.

Bitte nicht!

Mann! Ben! Bitte hor auf.

Bitte hor auf, bitte, Ben.

Du hast mir versprochen, dass wir zusammen bleiben!

Bleiben wir auch, Ben. Du kommst nur ganz kurz da hin, okay?

Mann!

Ich hasse dich!

(Ansage) Nachste Station: Koln, Trimbornstrabe.

Ausstieg in Fahrtrichtung links.

* Quietschen der Tur *

Gut, ich habe sehr nette Menschen gefunden.

Da wird Ben sehr gut aufgehoben sein.

Kommst du mit mir mit, Ben?

* Quietschen der Tur *

Der Rucksack. Noch irgendwas?

Ach, Ben, dein Handy.

Das musstest du noch deiner Mama geben.

Wieso?

Das bekommst du dann in zwei Wochen zuruck.

Sonst habt ihr beide so Heimweh.

Kann ich das nicht mitnehmen? Leider nicht.

Muss das sein? Ja.

* Zuschlagen der Autotur *

Es ist nur fur 'ne ganz kurze Zeit, okay, Ben?

Die helfen mir jetzt, eine Wohnung zu finden.

Und dann hol ich dich wieder zu mir zuruck, ja?

Wir halten immer zusammen.

Immer, ja.

Du hast deine Mama ganz bald wieder.

Okay, gut.

Bis bald.

* Motorgerausche *

Nein! Halt! Halt!

Mach auf, bitte. Frau Schneider.

Entschuldige bitte, es war ein totaler Fehler.

Ich will das uberhaupt nicht. Wo wollen Sie denn mit ihm hin?

Bitte, ich will zu meinem Sohn.

Machen Sie es fur ihn nicht noch schwerer. Bitte! Ich melde mich.

* Panisches Schluchzen, Jammern *

* Schreien *

* Leises Schluchzen *

* Rascheln der Kosmetikutensilien *

* Leises Drohnen des Flugzeugs *

* Motorgerausche *

Ich hab kein Auto.

Danke.

Nur das?

Echt?

Ja.

Komm.

Reicht dir das?

Lass.

Ruh dich mal aus, Melli.

Ruh dich mal aus.

Legst du dich zu mir, bitte?

* Grillenzirpen, Vogelgezwitscher *

(Mann) Frau Schneider, hat sich an Ihrer Situation was geandert?

Nee, es ist alles genau beim Alten.

Frau Schneider, es ist so, dass wir Ihren Kredit leider nicht

erweitern konnen, wenn Sie einen SCHUFA-Eintrag haben.

Aber den hatte ich ja letztes Mal auch schon.

Im Internet steht auch, dass es ohne SCHUFA-Nachweis geht.

Das ist fur Neukunden.

Da Sie Bestandskundin sind, kann ich das leider nicht machen.

Kann ich mal mein Handy laden, bitte?

Steckdose?

Die Konditionen erlauben es mir nicht, Ihren Kredit zu erweitern.

Das tut mir leid.

Ich habe alles mitgebracht.

Den Arbeitsvertrag, unseren Vertrag vom letzten Mal,

meinen Arbeitsvertrag, also ...

Es ist ja auch nicht wirklich viel Geld.

Na ja, viel ist ja relativ, oder?

* Flughafendurchsage *

* Flugzeuglarm *

* Piepen des Handys *

Hallo.

Was ist passiert?

Ben ist heute Morgen ganz normal zur Schule gekommen.

Dann wollte er aufs Klo.

Und danach ist er nicht mehr zum Unterricht erschienen.

Dann geh ich ihn jetzt suchen, oder?

Mit Polizei?

Die hat Frau Gerster mitgebracht. Tut mir leid.

(Polizistin) Guten Tag. Sie sind Frau Schneider?

Guten Tag, ja.

Hallo, Strasser. Mein Kollege Kolb.

Hat sich Ben denn bei Ihnen gemeldet?

Oder gibt es irgendjemand, zu dem er gegangen sein konnte?

Ich wei? im Moment auch gar nicht, wo er uberhaupt wohnt.

Und das Handy wurde ihm abgenommen.

Er hat sich auch nicht bei mir gemeldet.

Mit den Pflegeeltern habe ich gerade telefoniert.

Die wissen auch nichts.

Hat Frau Schneider sich denn an die Kontaktsperre gehalten?

Ja, naturlich! Ja, hat sie.

Und Ben hat den Schulhof auch nie verlassen.

Ja, ich gehe mal davon aus, der Junge wird sich ja

fruher oder spater bei Ihnen melden.

Dann geben Sie uns bitte umgehend Bescheid. - Das mache ich.

Dankeschon. Alles Gute.

Wiedersehen. Tschuss.

Ben! Mama!

* Pulsierende Musik *

Untertitel: OMNIMAGO GmbH 2020

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