All language subtitles for West of Liberty - S01E3

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Original subtitles

(TV) "Der Kopf von Hydraleaks, Lucien Gell,

ist seit neun Monaten untergetaucht."

Sollte dieser Umschlag also keine 35.000 enthalten,

schuldest du die Papa.

Was ist "Operation CO"? Nie davon gehört.

Du hast mich um Hilfe gebeten. Geh nach Hause.

Ludwig!

Linda?

* Sie schluchzt. *

Lucien Gell hat Amerikaner auf der ganzen Welt

in Lebensgefahr gebracht.

Du hast ihm geholfen.

Es gibt eine Liste mit Leuten, die ihm zugespielt haben.

Und du stehst auf der Liste.

Es geht los.

* Düstere Musik *

Ludwig Licht

Clive Berner

Faye Morris

Lucien Gell

* Dynamische Musik *

* Düstere Musik *

(Ansage) "Auf Gleis 4, S5 nach Westkreuz über Friedrichsstraße..."

* Düstere Musik *

(Männer skandieren) Free, free Syria! Free, free Syria!

Free, free Syria! Free, free Syria!

Free, free Syria! Free, free Syria! Free, free Syria!

* Freiton *

Es wird etwas komplizierter.

Tja, dann sind wir wohl...

Was?

Am Arsch, Sir. Am Arsch?

Das wird sich zeigen.

Was empfehlen Sie zu tun? Na was wohl?

Erst mal müssen wir nachdenken.

Ist Licht noch vor Ort, Sir?

Sollten wir da nicht jemanden hinschicken?

Wenn der Kurier wieder rauskommt... * Telefonklingeln *

Ja? (Frau) "Botschafter Harriman auf Leitung eins."

Er soll sich seinen Föhn in den Arsch schieben.

"Sir." Ich rufe ihn zurück.

Denken Sie, Harriman könnte die Syrer oder Gell gewarnt haben?

Wie?

Na wenn eine Nachricht in dem Päckchen war.

Nein, höchst unwahrscheinlich.

Wieso sind Sie so sicher?

Ich vermute, er wollte nur seine Ruhe vor uns.

Davon bin ich felsenfest überzeugt, Sir.

Ich meine, was würde er gewinnen?

Ja, vielleicht haben Sie recht.

Licht hat das sehr gut gemacht.

Dachten Sie, ich hätte ihn aus Sentimentalität angeheuert?

* Dissonante Musik *

* Schwelende Musik *

* Metallisches Klicken *

Faye!

* Unruhige Musik *

Scheiße.

(leise) Hey...

Hey! Hey!

* Stöhnen * Hey! Hey!

Wo ist die Amerikanerin?

Hey, wo ist die Amerikanerin hin? Aufwachen!

Was ist hier passiert, Mann?

Da waren zwei Männer.

Das ist normalerweise kein Problem, Sir.

Okay, wer waren die?

Ich denke, Osteuropäer.

Scheiße. Ging irgendwie um Geld.

Verdammte Scheiße. Tut mir leid.

Jaja, das ist nicht Ihre Schuld.

Hier. Seien Sie froh, dass Sie noch leben.

Haben die die Frau mitgenommen?

Das weiß ich nicht.

Okay. Sie bleiben hier und reden mit niemandem. Okay.

* Spannungsvolle Musik *

Hey!

Habt ihr zwei große, böse Männer gesehen mit...

Mit deiner Freundin? Ja.

Nee. Habt ihr? Hey, komm!

Oh Mann, sie ist da lang. Alleine?

Ja, ohne dich.

* Sie rufen auf Fremdsprache. *

* Sie schluchzt. *

* Traurige Musik *

* Musik läuft weiter. *

* Musik läuft weiter. *

Sollte das nicht über die regulären Kanäle laufen, Sir?

Gehen Sie auf die Sonnenbank, Almond?

Kein Mensch ist so braun das ganze Jahr.

Ja, ganz recht. Tue ich.

Gut bei Neurodermitis. Aha.

Bei allem Respekt, Sir,

das sind wichtige Erkenntnisse.

Das müssen wir Langley melden.

Die Syrer beschützen Gell.

Und das FBI sollten wir wegen Marrakesch informieren.

Es ist doch deren Fall.

Oder etwa nicht? Ich gebe Ihnen jetzt einen guten Rat, Almond.

Wenn Sie in unserem Laden Karriere machen wollen,

rennen Sie nicht immer zu Mama, wenn ein Problem auftaucht.

Lösen Sie das Problem allein und sacken Sie die Trophäe ein.

Die kann Mama auf den Sims stellen

und Ihnen dann den Kopf tätscheln, dem braven Jungen.

Ich muss erst mal rausfinden, was hier los ist.

Und was die Syrer vorhaben mit all der...

Eigentlich haben die doch genug eigene Scheiße an der Hacke.

(Johnson) Was ist unser nächster Schritt, Sir?

Ich will erst mal nichts ausschließen.

* Telefonklingeln *

Ja? (Frau) "Botschafter Harriman noch mal, Sir."

Okay.

"Clive?" Ja?

"Ich habe keinen Föhn." Was?

"Du hast meiner Assistentin gesagt,

dass ich mir meinen Föhn rektal einführen soll."

Ach bitte, heutzutage nehmen alle alles so wörtlich.

"Okay.

Ich wollte nur, dass du weißt, du kennst nicht alle Hintergründe."

Ach wirklich?

Aber ich bin sicher, dass ich sie herausfinden werde, Ron.

* Düstere Musik *

* Tastentöne *

Ms Montand... Freut mich sehr.

Zweimal?

Aus welcher Ecke Frankreichs kommen Sie? Ähm ... dem Süden.

Wo genau? Äh ... Nizza.

Nizza? Nett.

Möchten Sie vielleicht was trinken?

Ja, danke, das ist sehr freundlich.

Ich kann Ihnen nur Wasser anbieten, wenn das okay ist.

Völlig in Ordnung, danke. Perfekt.

Bitte, setzen Sie sich. "Danke sehr."

"Fühlen Sie sich wie zu Hause.

Ich hoffe, Sie hatten eine gute Fahrt,

unter den gegebenen Umständen?"

Ja.

Ich bin mir sicher, dass es sich lohnen wird.

Ich hab Ihre Sendung gesehen.

Sie sind kleiner als im Fernsehen.

Petite. Das hat Fernsehen so an sich.

Ja, ich bin mir der magischen Macht des Mediums bewusst.

So, dann schauen wir doch mal, was uns unser kleines Gespräch bringt.

Machen Sie Close-ups? Eigentlich nicht.

Nur zu.

Mir gefallen Close-ups. Ach ja?

Äh, stört es Sie, wenn ich kurz ... meine Haare checke?

Wenn es nicht zu eitel wirkt...

Sieht gut aus. Ausgezeichnet.

Schön. Darf ich kurz schauen?

Okay, gut.

Doch ziemlich nah.

Ich habe diesem Interview zugestimmt, weil ...

es langsam an der Zeit ist, mehr Menschen zu erreichen.

Ja, das habe ich mir gedacht.

Sie könnten mich als Erstes fragen, wie es sich anfühlt,

zu einem Leben im Untergrund gezwungen zu sein.

Neun Monate schon. Einen Moment noch.

Es ist noch etwas zu dunkel.

Besser? Ähm ... nein.

Nein.

Okay, wir laufen.

Wie beurteilen Sie aus persönlicher Sicht

Ihre Erfolge mit Hydraleaks bis zum heutigen Tag?

Ich bin der Meinung, dass wir ein...

ein wichtiges Korrektiv zur Verfassung geschaffen haben.

Können Sie das näher begründen?

Durch Hydraleaks hat sich ...

die öffentliche Wahrnehmung komplett verändert.

Davon, was freie Meinungsäußerung bedeutet.

Das Recht, Kritik an den Mächtigen zu üben

und sie notfalls auch bloßstellen zu dürfen.

Ihnen wird vorgeworfen, Sie hätten mehrfach...

Bitte, jetzt... Jetzt enttäuschen Sie mich aber.

Natürlich werde ich der Lüge, des Verrats,

der Manipulation oder sonst was bezichtigt.

Jeder mit einer ...

wollen wir es eine starke Persönlichkeit nennen,

provoziert Reaktion.

Aber Ihre starke Persönlichkeit scheint bisweilen

die Arbeit von Hydraleaks in den Hintergrund zu rücken.

Das ist Unsinn.

Trifft Sie der Vorwurf?

Ich bin halt der... der ...

Prellbock bei Angriffen auf unsere Organisation.

Sind ... Sie transparent, Lucien?

Tja, Gabrielle, wir können nicht mit offenen Karten spielen,

wenn unsere Feinde Millionen-mal mächtiger sind.

Eine Frage, die oft gestellt wird: Wie finanzieren Sie sich?

Ja.

Ja?

Unsere Mittel stammen von vielen ganz unterschiedlichen Spendern.

Wir sind eine Non-Profit-Organisation.

Es verlangt ja schließlich auch keiner vom Roten Kreuz,

Spenderlisten zu veröffentlichen.

Aber Hydraleaks veröffentlicht nicht mal... Richtig.

Nein, wir werden niemals Zahlen veröffentlichen,

eins unserer Kernprinzipien.

Wir helfen Journalisten, also Leuten wie Ihnen,

Fakten zu enthüllen, zu deren Enthüllung sie verpflichtet sind.

Ich brauche \u0027ne Pause.

* Aufwühlende Musik *

(Mann) Stehen bleiben! Hände hoch!

Runter auf den Boden, los!

Bitte, lassen Sie mich nur...

Aufstehen. Nein. Ich muss mit dem Botschafter sprechen!

Ich muss Ron Harriman sprechen.

(Ron) Es ist in Ordnung, meine Herren.

Ich glaube, ich kenne sie.

Sauber.

Ms Morris.

Ich habe versucht, Sie zu erreichen. Ja, das hörte ich.

Helfen Sie mir.

Ich will nach Hause, bitte.

Es fällt mir schwer, Mitgefühl zu empfinden.

Was soll das bitte heißen?

Wie man sich bettet, so liegt man.

Meine Freunde wurden getötet. Von wem?

Einfach hingerichtet! Ich kann Ihnen nicht folgen.

Sie wissen, wer dafür verantwortlich ist.

Ich habe Informationen über Sie.

Oh, okay, jetzt verstehe ich.

Ich hab mit Mr Berner gesprochen.

Er sagte mir, es gäbe Gerüchte.

Sie wissen, dass es keine Gerüchte sind. Ich weiß gar nichts.

Sie werden für meine Immunität sorgen,

im Austausch für die Informationen, die ich über Sie habe.

Oder Sie warten 72 Stunden, und das Ganze geht online und viral.

Es ist alles vorbereitet.

Ms Morris, Sie machen einen Fehler, wenn Sie mir drohen.

Wollen Sie wirklich, dass bekannt wird, was Sie getan haben?

Sie Verräter!

Nehmen Sie nie wieder Kontakt zu mir auf. Nie wieder.

Oder Sie werden sehr deutlich spüren, was ich tun kann.

Ich wünsche einen schönen Tag.

Kommen Sie, na los. Auf geht\u0027s, kommen Sie.

Rühren Sie mich gefälligst nicht an. Kommen Sie.

* Düstere Musik *

(schluchzt) Lassen Sie mich los!

* Reifenquietschen *

Steig ein! Schnell!

* Spannungsvolle Musik *

* Schluchzen *

Alles okay mit dir?

Wie hast du mich gefunden?

War nicht so schwer.

Sie sind hinter mir her gewesen.

Und dann habe ich Lindas Leiche gefunden. Wer ist Linda?

Sie war meine beste Freundin.

Sie war eigentlich meine einzige Freundin.

Der einzige Mensch, der wirklich nichts

mit der ganzen Scheiße zu tun hatte.

Und den ich da hineingezogen hab.

Ich hab dir doch gesagt, dass ich nicht sicher bin

in deiner beschissenen Wohnung!

* Schwelende Musik *

Die waren nicht hinter dir her.

Sie waren meinetwegen da, und es tut mir sehr, sehr leid.

Was meinst du damit?

Es ist ein anderer Krieg und andere Feinde.

Worum geht\u0027s in deinem Krieg?

Um das, worum es immer geht.

Frauen?

Geld.

Es geht doch immer um Geld.

Ja?

Sir, ich habe versucht,

mehr über diese "Operation CO"-Sache zu finden.

So richtig weiter bin ich nicht gekommen, bis auf...

Was?

Bowden hat vor ein paar Jahren beim MI6 in London eine Rede gehalten.

Fran Bowden?

Ich habe sie in Kopenhagen danach gefragt.

Ist auch nur ein Absatz:

"Künftige Aktionen müssen auf den Lektionen aufbauen,

die wir von \u0027Operation Controlled Outlet\u0027 gelernt haben,

sagt Fran Bowden, die Leiterin aller europäischen Operationen."

Das ist alles? Mhm.

Scheiße.

Das wird ein Wettlauf gegen die Zeit.

Oder das Rennen ist schon vorbei.

Was sagen Sie? Gar nichts, Sir.

* Telefonklingeln *

Ja? (Frau) "Botschafter Harriman auf Leitung eins."

Schon wieder? "Er sagt, es wäre dringend."

Sagen Sie, ich bin tot und im Himmel.

Ach, oder sagen Sie, ich melde mich morgen.

Dürfte ich jetzt ein neues Thema ansprechen?

Von mir aus.

Ich habe mit einem jungen US-amerikanischen Drohnenpiloten

von der Creech Air Force Base in Nevada gesprochen.

Ich habe seine Geschichte diese Woche gebracht.

Aber Sie hätten das schon vor sechs Monaten tun können.

Was hielt Sie ab?

Das ist die Bewertung der Gefechtsschäden des Piloten.

Erkennen Sie sie?

Das alles wurde Ihnen vor sechs Monaten zugespielt.

Es dokumentiert den ersten Einsatz eines speziellen Drohnen-Prototyps.

Ein autonomes Waffensystem namens "Superhawk".

"Superhawk" ist im Auftrag des Pentagon entwickelt worden,

aber das Projekt endete in einem Desaster.

Weil die Drohne nicht ihr eigentliches Ziel fand,

sondern eine Moschee während des Ramadan.

Sie tötet 20 Zivilisten, darunter viele Kinder.

Als die Genehmigung von "Superhawk" durch den Kongress kurz bevorstand,

entschloss sich der verzweifelte Drohnenpilot, selbst Vater,

das Video des Angriffs auf die Moschee

Hydraleaks zukommen zu lassen, also Ihnen.

Ich wüsste zu gern, wieso Sie diesen Sachverhalt

der Welt nicht zugänglich gemacht haben?

* Beklemmende Musik *

Ihre Quellen sind leider nicht zuverlässig, Gabrielle.

Wieso keine Veröffentlichung?

Sie wissen gar nichts über mich.

Kein Mensch weiß irgendwas über mich, verstehen Sie?

Wer gibt Ihnen Geld und beeinflusst, welche Dokumente

der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, Lucien?

Bitte begleiten Sie die Frau hinaus.

Wie funktioniert Ihre Finanzierung?

Wie funktioniert Ihre Finanzierung?

* Energische Musik *

Sir.

Nun, Ms Morris,

wieso haben Sie uns nichts von der Botschaft erzählt?

Was? Dass Gell sich in der Botschaft versteckt.

Welcher Botschaft?

Stellen Sie sich nicht dümmer, als Sie sind.

Okay, ich war mir nicht sicher. Ehrenwort.

Gut. Dann erzählen Sie mir von den Syrern.

Ein Mann vom syrischen Geheimdienst... Dem Muchabarat.

Ja, ein Colonel, ähm ...

hat sich vor ungefähr zwei Jahren an uns gewandt.

Danach erhielten wir eine anonyme Spende.

Mehrere 100.000 Euro.

Und Lucien hat ihn dann getroffen. Wo fand das Treffen statt?

Im Libanon.

Und dann?

Und dann ging es so weiter.

Wir erhielten immer mehr Geld von denen.

Und Lucien... Hatten sie damit in der Hand.

Er hat es sich damit schöngeredet, dass ...

es für uns lebensnotwendig wäre, Verbündete zu haben.

Stehen Sie noch in Kontakt mit ihm?

Mit Gell? Nein.

Haben Sie irgendeine Idee, wo genau er sich da versteckt hat?

Ich habe keine Ahnung. Ich will nur meine Immunität.

Geben Sie mir die Liste,

dann könnte ich vielleicht wärmere Gefühle für Sie entwickeln.

Meine Geduld mit Verrätern ist langsam erschöpft.

Ich bin keine Verräterin.

Na wenn das so ist, wie würden Sie beschreiben, was Sie beruflich tun?

Ich entsorge Müll. Bei der Abfallwirtschaft?

Ja, genau, ich beseitige Ihre Scheiße.

Nehmen Sie sie wieder mit.

Ehrlich gesagt, könnte das schwierig werden.

Wieso das?

Jemand hat sie bei mir gesehen.

Ah, shit. Das ist ja super.

Sie muss zu einem anderen Safe House.

Da kann das wieder passieren. Das kann ich mir jetzt nicht leisten.

Dein Haus ist doch schön groß.

Mein Haus?

Oh ja, meine Frau wird begeistert sein.

* Düstere Musik *

Wo ist die Karte?

Keine Ahnung.

Wo ist die SD-Karte? Weiß ich nicht.

Wo ist die Karte?

* Düstere Musik *

* Telefonklingeln *

Bestimmt GT, der unsere Nummer

mit seinem Burger-Bringdienst verwechselt.

Jeanie J. Johnson? "Ich habe einen Job für Sie, aber bitte diskret."

Ja, Sir. "Ist Almond da?"

Hier, Sir. "Gut."

"Überprüfen Sie das Material aller Überwachungskameras

um die Wohnung dieser Linda, in ihrer Straße, die Haustür, alles.

Lassen Sie es durchs Gesichtserkennungsprogramm laufen.

Ich will wissen, wer da war, als das Mädchen ermordet wurde."

Jawohl.

Ich hab zwei Dates, die auf mich warten. Scheiße.

Kein Problem, ich kriege das hin. - Auf den Trick fall ich nicht rein.

Du machst die ganze Arbeit und stehst dann toll da?

Komisch, wie das funktioniert, oder?

Warum bist du nie genervt von dem Alten?

Weil ich mir viel von ihm abgucke.

Sein Stern ist am Sinken. Wenn das mal kein Fehler ist.

Ich kann\u0027s kaum erwarten,

aus dem Schatten dieses Teletubbies rauszukommen.

(1. Frau) ...flachgelegt zu werden.

(2. Frau) Ja, also Sex.

Jeder kann sich mit Patty identifizieren.

(1. Frau) Mit der Patty vom Anfang oder der Patty am Ende?

Ehrlich gesagt glaube ich, wir alle tun das.

Jeder hat so eine Patty. - So eine Patty in sich?

Ja, genau, sie haben sich diesen Lifestyle aufgebaut,

diese ganzen Freundschaften.

Dann langweilen sie sich damit.

Es gibt diese Momente in jeder Beziehung.

Dass man in eine Krise gerät

und sich fragt, bin ich da, wo ich sein will?

Gibt es vielleicht jemand Besseren? Aufregenderen?

* Klingeln *

Oh, es hat geklingelt. Entschuldigt mich, bitte.

(3. Frau) Kein Problem. - Danke.

Vorstellen tut man sich das immer.

"Mrs Berner?"

Wenn Sie meinen Mann suchen, tun Sie das bitte auf dem Dienstweg.

"Oh... Er wollte Sie eigentlich informieren, dass wir kommen.

Hallo?"

Sie... Sie müssen zum Seiteneingang kommen, da ist noch eine zweite Tür.

"Okay."

Freut mich, Sie kennenzulernen.

Gehen Sie bitte auf den Dachboden und warten auf meinen Mann.

Er kommt dann sicher zu Ihnen. Alles klar, danke.

* Nachrichtenton *

Deine Freundin?

So weit würde ich nicht gehen.

Du solltest etwas schlafen. Könnte nicht schaden.

Ich kann nicht schlafen.

* Er räuspert sich. *

Wegen Linda?

Lucien konnte sie nicht leiden.

Er fand es total albern, dass sie bei Femen war.

Und dass ich sie dafür bewundert hab.

Sie hat mich geliebt.

Ich sie auch, aber eben nur als Freundin.

War er eifersüchtig?

Lucien? Nein.

Er hält sich für ein Geschenk Gottes an die Frauen.

An die Menschheit.

Also an alle, nicht nur die Frauen. Ja.

Ich will zurück in meine Heimat.

Zu meinen Eltern.

Ich denke ja, manchmal...

manchmal überschätzen Kinder ihre...

ihre Bedeutung.

Mein Vater war lange in Sibirien.

Die Russen haben ihn erst \u002753 freigelassen.

Meine Mutter musste ganze elf Jahre auf ihn warten.

Und dann, als er zurück war,

hatten sie sich nichts mehr zu sagen.

Aber sie haben dich gezeugt. Ja.

Das haben sie noch geschafft.

Das schaffen die meisten.

Er war ...

einfach nicht mehr derselbe Mensch.

Als ich klein war, war ich mir sicher,

dass mein Vater ein überzeugter Nazi war.

Später wurde mir dann klar,

ich hätte ihn einfach fragen sollen.

Sollte ich meinem Sohn sagen, dass ich auf der richtigen Seite war?

Natürlich solltest du das. Warum?

Er ist ein guter Junge.

Vielleicht auch zum Teil deswegen,

weil er mich für ein Arschloch hält.

Das hat ihn geprägt.

Wozu sollte das also gut sein?

Und hätte ich überhaupt das Recht dazu?

Natürlich hast du das.

Das ist das Erste,

was man durch Kinder lernt.

Plötzlich merkt man,

dass man nicht mehr die wichtigste Person auf der Welt ist.

* Er räuspert sich. *

Es ist nur für ein oder zwei Tage.

Wieso hier? Tja, ähm...

Die Sache ist heikel.

Wenigstens hast du früher keine Gefangenen hergebracht.

Sie sind keine Gefangenen, sie sind...

Was?

\u0027ne Art Asylanten. Ach wirklich?

Was jetzt? Bist du eingeschnappt? Nicht wirklich, oder?

Vergiss es einfach.

Nur weil ich mich nicht vor Lachen biege?

Was du nicht sagst, Martha.

Clive, ich habe hier nicht so viel zu lachen...

...zu lachen an meiner Seite, ja, genau.

Warum machst du keine Oliven mehr in meinen Gin Tonic neuerdings?

Ich dachte, du hast Angst, dick zu werden.

Von einer Olive wird man wohl kaum dick.

Kommt drauf an, wie viel man davon trinkt.

Oder, besser gesagt, isst.

Ist das jetzt die Stelle, wo ich lachen soll?

Martha, du kannst tun, was immer du willst.

* Handyklingeln *

(leise) Shit.

Johnson? Was haben Sie für mich?

* Er klopft. *

Hey.

Ludwig? Er schläft.

Ludwig, ich muss mit dir reden. Komm mit.

Was ist los? Schlaf weiter.

* Düstere Musik *

Haben Sie mal Feuer?

Danke. Machen Sie mal Pause.

Und?

Wir haben die Aufnahmen der Überwachungskameras

durch die Erkennungsprogramme laufen lassen.

Interessiert es dich,

wer die Freundin deiner Freundin getötet hat?

Kulturattaches der syrischen Botschaft.

Lucien Gell hat diese Linda töten lassen.

Kriegt sie jetzt ihre Immunität oder nicht?

Na ja, das ist Aufgabe der Justizbehörden, nicht meine.

Aber hast du mit denen gesprochen? Nein.

Hör zu, wenn das hier vorbei ist,

erwarte ich, dass du die Sache wiedergutmachst.

Nur, dass du das weißt.

Wirklich?

Und warum, bitte? Weil sie das einfach verdient.

Oh ja. Ja.

Es gibt so viele Zyniker auf der Welt. Gell, du, ich.

Aber ... sie ist da anders.

Pass einfach auf, dass sie nicht so werden muss wie wir.

Wir sind auf einer Mission, Ludwig, du und ich.

Ich werde dir ein Memo schicken, weil du es vergessen hast.

Du bist auf einer Mission. Ich mach die Drecksarbeit.

Und ich vernichte keine anständigen Menschen,

schon gar nicht so ... zerbrechliche wie sie.

Außer ich hab \u0027n verdammt guten Grund.

Ich hab dir massenhaft gute Gründe gegeben,

\u0027nen ganzen Umschlag voll.

Vergiss das nicht. Ich bin der einzige Freund, den du noch hast.

Es geht nur um Schadensbegrenzung. Das musst du mir erst beweisen.

Ich denke, das habe ich oft genug. Ja?

Das werden wir noch sehen.

* Nachrichtenton *

* Nachrichtenton *

Wir zeigen es denen, Ludwig.

Wenn wir Gell schnappen, diese elende Scheißratte.

* Schwermütige Musik *

Ja, okay, ich muss noch mal los.

* Schwermütige Musik läuft weiter. *

* Musik läuft weiter. *

* Düstere Musik *

* Spannungsvolle Musik *

* Ein Mann im Radio spricht russisch. *

* Hund bellt. *

* Grausige düstere Streichmusik *

* Musik läuft weiter. *

* Musik verklingt. *

* Dramatische Musik *

* Ludwig stöhnt. *

* Grausige Musik *

* Schwelende Musik *

Untertitel im Auftrag des ZDF 2019

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