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Original subtitles

Lützower (1972) dTV - MDR - 17. Oktober 2013

Napoleon ist aus Russland vertrieben

Auch in Deutschland ist

gegen die französische Fremdherrschaft eine Volksbewegung entstanden

Unter ihrem Druck hat der preußische König bisher französischer Vasall

ein Bündnis mit Russland geschlossen und Napoleon den Krieg erklärt

Der Krieg ist im Gang Das französische Heer ist noch mächtig

Vor den Befreiungsarmeen in den französisch besetzten Gebieten wirken

als bewegliche Partisaneneinheiten freiwillige Streifkorps

Ihre Aufgabe: gegnerische Verbindungen und Bewegungen zu stören,

Vorräte und Kriegsmaterial zu gewinnen, dem Volksaufstand Antrieb zu geben

Im Königreich Sachsen hält der Regent am Bündnis mit Napoleon fest

Hier operiert das Freicorps der

LÜTZOWER

* Stille *

* Stille *

Gib doch mal das Hemd!

Hilf mir mal!

* Klimpern *

* Stille *

* Glockenläuten *

* Schüsse *

Woher kommt das Schießen? Von dort!

Aus der Gegend um den Turm.

Ist der Major im Hause? Schon fort, aber Sergeant Fleuron.

Was soll mir der?

Ich wollt, ihr wäret schon wieder zurück.

Ich auch, unruhige Zeiten.

Aufpassen!

Tölpel.

Nehmt kein Blatt vor den Mund, Trauberg!

Wir spicken sie mit Geld und dafür liefern wir das Uniformtuch.

Man wird das Risiko scheuen. Die Lützower fingen 2 Transporte ab.

Dafür sind unsere Preise niedriger.

Habt ihr mit Marie geredet? Sie macht mir wenig Hoffnung.

Sie steckt voll romantischer Ideen. Das scheint mir auch.

Die Geschäfte mit den Franzosen nennt sie Vaterlandsverrat.

Das hat sie gelesen. Sie schwärmt für sogenannte Patrioten.

Deswegen soll niemand wissen, wohin ihr fahrt.

Verlasst Euch auf mich!

Den Brief an General Marlange gebt nur persönlich ab!

Versteht sich.

Gott schütze Euch!

Sofort wieder verriegeln und verschließen!

Da fährt die Hoffnung eures Vaters.

Seine ja, nicht meine.

Er rechnet mit der Heirat.

Ich bin kein Posten, mit dem man rechnen kann.

Die Geschäfte wachsen, da fehlt eurem Vater der Sohn.

Der Schwiegersohn, der die Last erleichtert.

Soll er doch Trauberg zum Kompagnon nehmen!

Ich will ihn nicht.

Er ist jung, sieht gut aus.

Hört auf damit, Püttchen! Was nützt das Aussehen?

Sprecht nicht gering vom Aussehen!

Fräulein Marie.

Ob das Lützower sind, die da immer wieder schießen?

Die Franzosen schicken einen Trupp nach dem anderen auf die Suche.

Kriegen aber keinen.

Wer weiß.

Vor 8 Tagen sind sie in Kahla eingedrungen, habt Ihr das gehört?

Die Lützower?

Mit 12 Jägern in die befestigte Stadt.

5 Kanonen sicherten die Saale- Brücke. Wie kamen sie durch?

List! Ein unterirdischer Gang.

Den sie selber? Ja! Bis ins Innere.

Bis zu 3.000 Mann lagen da. Tollkühn!

Und weiter? Sie bliesen zur Attacke,

schrien Hurra als wäre es ein ganzes Regiment.

Die Franzosen dachten, der Feind ist durch. Und flohen alle?

Rette sich wer kann! Die Lützower waren schnell davon.

Die volle Kriegskasse war ihre Beute.

Die Kriegskasse?

Das Geld war vom Volk erpresst.

Recht so.

In der Nähe wurde nicht geschossen?

Nein, Herr Major.

Keiner soll die Bücher sehen. Nein!

Warum wart Ihr bei der Tür? Ich? Bei der Tür? Bei welcher?

Habt Ihr Vertrauen? Habt Ihr?

Warum gehen Offiziere zu Jean Fleuron?

Er ist doch nur Sergeant.

Ich weiß es nicht.

Kaufmann Trauerberg ist in meinem Auftrag fortgereist.

Ist mir bekannt.

Ahnt Ihr wohin? Nach Dresden in Geschäften.

Das auch.

Vor allem aber in vertraulicher Mission zu General Marlange.

General Marlange? Den ich gut kenne.

In vertraulicher Mission? Höchst diskret.

Es geht um diesen ...

Diesen Bandenhauptmann. Welchen?

Den Lützow. Man wird eine Falle stellen.

Das müsste ich wissen.

Mehr diplomatischer Natur.

Diplomatie.

Nicht meine Sache.

Guten Morgen. - Guten Morgen.

(lachend) Wer kann das wissen?

Was spricht man so?

Spricht, wo? Unter den Leuten.

Dass Ihr nicht fertig werden könnt mit ihnen. Marie!

Nicht fertig werden?

Mit wem?

Den Lützowern. Freches Mundwerk!

Er hat doch gefragt.

Ich könnte nicht fertig werden?

Nicht Ihr persönlich.

Die Franzosen.

Was für Leute sagen das?

So, auf der Straße.

Leider hat das Volk Sympathien für diese Marodeure.

Das niedere, versteht sich. Es sieht uns nicht als Verbündete.

Wer zu uns hält, tut es aus Eigennutz. Herr Kommandant!

Das galt nicht Euch, Pardon.

* Schüsse *

Immerzu. Sie werden immer frecher.

Ich ließ die Posten verstärken. Na und?

Es sind keine regulären Truppen, sie sind vom schwarzen Korps.

Es knallt überall, es kann Einen erwischen.

Angst? Um mich? Ich bin Zivilist, Herr Major.

Aber denkt Ihr an Kahla, was da geschehen ist ...

Ich denke daran.

Stellt eine Wache auf! Das wäre unklug, niemand kennt den Ort.

Sie schießen nur auf Feinde.

Der Tag wird schön heute.

Vielleicht.

Vielleicht auch nicht.

Vielleicht auch nicht?

Vielleicht auch ja.

Ihr seid schon sonderbar.

Nur ich?

Wieso?

Ihr schweigt am liebsten, merke ich.

Wozu reden?

Dass man sich kennenlernt.

Wozu?

Du magst uns Deutsche nicht?

Hier bin ich fremd.

Sehnst dich nach Frankreich.

Wie du nach Deutschland.

Ich bin hier daheim.

Kann man nicht auch in der Heimat fremd sein?

Wie meinst du das?

Wie du es verstehst.

In der Stadt erfährt man nichts, Herr Rat.

Keiner weiß, wer geschossen hat oder wo es gewesen ist. Natürlich nicht.

Ich danke Euch, Püttchen.

Sergeant Fleuron?

Heute Nacht trifft die Vorhut Pelenciers ein.

Ihr übergeben wir die Kasse. Bis dahin, seid wachsam!

Zu Befehl!

Beim geringsten Verdacht gebt Ihr Alarm!

Zu Befehl!

Sie schießen nur auf Feinde. Bist du ein Feind?

Bin ich der Freund dieser Lützower? Was brächte mir die Freundschaft?

Es geht uns sehr gut.

Seit Napoleon uns die englische Konkurrenz vom Halse schaffte.

Und du sagst mir, wer mein Feind ist?

Das dumme Volk begreift es nicht, aber die eigene Tochter?

Das dumme Volk hat wohl nicht den Nutzen wie du.

* Geheimnisvolle Musik *

Zum Major Lützow.

Herbeordert.

Das sind harte Klagen, Hauptmann. - Harte Tatsachen.

Jakobinertum.

Wie befohlen zur Stelle.

Sie haben das Vertrauen unserer Jäger, Leutnant.

Herrscht Unzufriedenheit?

Ja, Herr Major.

Die Leute fühlen sich im Stich gelassen.

Von wem?

Vom Hof, vom König.

Unerhört. - Ja, Unerhört.

Man versprach uns Sold. Wo ist er?

Was schickt man als Flinten? Ausschuss!

Sollen wir verhungern?

Sollen wir requirieren, damit uns das Volk für eine Räuberbande hält?

Trotzdem darf nicht geduldet werden,

dass die Befreiung Deutschlands zum Vorwand für andere Ziele wird.

Andere Ziele?

Versammelten sich, an geheimen Ort ...

und beschlossen dafür zu wirken, dass die Freikorps später die Basis

einer deutschen Armee ergäbe.

Deutschen, nicht preußischen!

Damit das Vaterland nicht zur Versorgungsstätte

für wenige Prinzen, Fürsten und Junker werde. Geheim?

Das fordern viele gute Deutsche auch gute Preußen, Hauptmann Bredow.

Auch Hauptmann Friesen!

Hat er Friesen verleumdet?

Er sprach vom Ende der Barbarei und Tyrannei.

Seid Ihr denn dafür? - Ich zeig Euch wofür ich bin.

Sind wir so weit?

Das Unternehmen wird abgebrochen.

Wenn Friesen hier ist, wird er Antwort stehen.

Was hat der Überfall damit zu tun? Wir brauchen Geld.

Lützows Jäger plündern keine Bürgerhäuser.

Eine französische Kriegskasse. - Ich gebe Gegenorder: 1 Meldereiter!

* Schwelgende Musik *

Bitte.

Schöne Aussicht.

Aus meinem Fenster sehe ich bloß ...

ein Stück Mauer.

Mit Krickelkrakel.

Krickelkrakel?

Ach so.

Kein Fleck ist vor den Kindern sicher.

Vorhin hat ein Kind was hingekrakelt:

Striche.

Pünktchen, Kreise.

Das hast du gesehen?

Von deinem Fenster aus?

Ich sehe, was ich muss.

Und was ich will.

Du weißt doch längst, was ich bewache.

Der Schweiger redet.

Der sonst redet, schweigt.

Wozu reden?

Dass man sich kennenlernt.

(Frau) Marie!

Marie!

Ich such Euch überall! Ihr sollt zum Vater kommen.

Was will er? - Ich weiß nicht.

Sag, du fandest mich nicht.

Er ist schlecht gelaunt.

Es tut sich mancherlei, sagt er.

Bei uns? - Auch!

Unser König ist in Dresden. - Der floh nach Prag!

Napoleon holte ihn zurück. - Zurückgepfiffen!

Wegen der Unruhen im Land, sagt der Herr Rat.

(Marie) Wegen der Lützower, der Räuberbande.

Willst du mir helfen, Deutscher?

Wobei?

Du weißt viel.

Hörst viel.

Siehst viel.

Was willst du?

Im Fall der Gefahr muss ich die Gendarmerie alarmieren.

Dahin sind es 3 Minuten Weg.

Nicht viel Zeit für einen Überfall.

Wenig Zeit. Nicht wahr?

Ich soll dir also ... melden, ...

wenn sich was rührt,

was dir verdächtig vorkommt.

Dann muss ich aus dem Haus.

Dann musst du aus dem Haus.

Für 3 Minuten.

Das verstehst du doch?

Das verstehe ich.

Dann sind wir uns einig?

Wir sind uns einig.

Ja.

Franzose.

Ich warte 10 Minuten! Ich kam gleich.

Ich muss zur Ratssitzung. Was Ihr da beschließen dürft.

Genug! Ja, was soll ich?

Gib dem Trauberg dein Jawort!

Ich mag ihn nicht, Vater. Geschwätz.

Ich mag ihn, das genügt.

Vater!

Jetzt halt den Mund! Ich habe keine Zeit.

* Sie schluchzt. *

In genau einer halben Stunde ...

* Trompeten ertönen *

Rücken Sie ab?

Scheint so.

Die einen ziehen, die anderen kommen. Das reißt nicht ab.

Holen das letzte Pferd aus dem Stall!

Aber Brot sollen wir backen und Vieh schlachten!

Wohlmöglich Hühnchen für die Herrn Offiziere.

Wo denn hernehmen?

In der Zeitung steht, die Webstühle wurden mehr.

Stimmt, aber Männer und Söhne werden weniger.

Rede nicht, Großmutter! - Stimmt es etwa nicht?

Das Fuhrwerk ist besorgt und wird pünktlich sein.

* Stille *

Re...

Was treibst du hier?

Äpfel pflücken.

Du lügst.

Eva, die Äpfel sind noch grün.

Was wollt Ihr hier?

Ich sehe mir die Gegend an.

Du lügst, Adam.

Du kennst die Gegend schon.

Komm runter!

Wie grob!

Wer seid Ihr überhaupt? Ein Handwerksbursch.

Dein Handwerkszeug? Hm, manchmal.

Ihr seid kein Handwerksbursch.

Was sonst?

Ich weiß es nicht? So lassen wir es dabei.

Ihr seid von Lützows Jägern.

Die Kasse, nicht wahr?

Was für eine Kasse?

Ich bin auf eurer Seite. Auf wessen Seite?

Weil ihr für Deutschland kämpft. Das sagen alle.

Der hier sagt es richtig:

Ernst Moritz Arndt.

Woher hast du das? Von Püttchen.

Ich bin Marie. Marie?

Rat Kerstinns Tochter.

Ach so. Eva, Marie.

Kann nicht dafür, dass ich die Tochter bin.

Auf die Bank und rührst dich nicht! Ja, ja.

Schneller!

Schneller!

Fertig.

Hauptmann Friesen!

Die Franzosen rücken an! - Eine Patrouille!

Tor auf!

Abwarten!

Auf den Wagen!

Los!

* Bedrohliche Musik *

* Glockenläuten *

Belauscht du meinen Traum?

War er so schön, der Traum?

Sehr schön.

In solcher Lage?

Ich lag sehr gut.

Ist es schon spät?

Nach Mitternacht.

Wünsch mir guten Morgen, Kerkermeister.

Das bist du doch?

Guten Morgen, Lützower.

Ich wünsche dir, dass du den Tag erlebst.

* Eine Trompete ertönt. *

Sie nehmen Partei für einen Feind, der das Haus Ihres Vaters überfiel?

Ich sage nur, tauscht ihn aus.

Dafür gibt der Lützow einen von den Euren frei.

Das ist üblich und wohl von höherem Rang als der Hauptmann.

Woher wisst Ihr das?

Von Euch, Ihr sagtet Räuberhauptmann.

Er kommt vor ein Standgericht. Ihr meint ein Kriegsgericht?

Wir behandeln sie nicht regulär.

Sie kämpfen für Deutschland wie ihr für Frankreich.

Mit Überfällen und Plünderei. - Habt ihr nicht uns überfallen?

Sie scheinen zu vergessen, wir schlossen mit Sachsen ein Bündnis ab.

Mit Sachsens König, den ihr gekrönt habt.

Nicht mit dem Volk. - Ihr sprecht wie das Volk.

Ich bitte um Verzeihung, wenn es Euch verstimmt.

Überlegt Euch den Tausch.

Nein, er wird erschossen.

* Trommelschläge *

Herein!

Er ist befreit! Friesen?

Weg! Geflohen! Auf und davon über alle Berge! Ist das wahr?

(Gesang) Das ist Lützows wilde verwegene Jagd.

Pst! Wie war das möglich?

Sergeant Fleuron, ohne Zweifel. Fleuron?

Bei uns fließt die Mosel.

Ich war Schreiner. Die Werkstatt lag am Fluss.

Bei mir daheim die Elbe.

Silberpappeln.

Ich habe sie oft vor Augen.

An den Ufern Weinberge und viel Sonne.

Oh ja!

Der Wein.

Der Wein aus Frankreich.

Was weißt du sonst von Frankreich?

Egalite, fraternite, liberte.

Schöne Worte, die wir vergessen haben.

Revolution, Herrschaft des Volkes, Republik.

Ja.

Das war Frankreich.

Napoleon.

Wir glaubten ihm.

Frankreich war einmal unser Vorbild.

Er hat nicht nur uns verraten.

Ich protestiere gegen solche Infamie!

Ich bin sächsischer Untertan, in privaten Geschäften.

Da sind Franzosen, wo kommt Ihr her? - Aus Dresden.

Ich verlange ... - Schweigt! Was ist das?

Ein Lieferauftrag, geht Euch nichts an!

Über Uniformen. Und dieser Zettel?

Welcher? Gehört mir nicht.

Gehört Euch nicht? - Ich hatte keinen Zettel.

Ich verschaffe mir Genugtuung!

Verschafft so viel Ihr wollt! Führt ihn ab!

Wollt Ihr gegen eure Landsleute kämpfen?

Es geht mir wie euch.

Kämpft ihr nicht gegen Deutsche?

Wir kämpfen für die Freiheit unseres Landes.

Kann ein Land frei sein, wenn das Volk nicht frei ist?

Genug davon.

Ihr werdet eingekleidet und zugeteilt.

(Gesang) Ein Deutscher Mann kann keinen Franzmann leiden,

doch seine Weine trinkt er gern.

Juchhe!

Habt ihr das?

Es geht mir gut und denke ich an dich.

Schick mir den Speck!

Auch die Stiefel könnte ich gebrauchen.

Er soll dem Friesen zur Flucht verholfen haben.

Feind bleibt Feind! - Kalbte die Blesse?

Der Franzmann nahm mir alles. - Doch nicht der!

Es ist Jacke wie Hose: Franzose bleibt Franzose.

Stör uns nicht! Habt ihr?

Was noch?

Er bringt mich durcheinander.

Der Ganter taugt nicht viel, verkaufe ihn ruhig.

Wenn das nur kein Fehler war. Ihn aufzunehmen?

Was sollte es da für Bedenken geben?

Dass es unseren Geist zersetzt.

Das wäre ein schwacher Geist.

* Jubelschreie *

Sie feiern Friesen!

Die Kasse kommt uns sehr gelegen.

Ich hätte ebenso gehandelt.

Wie denkt Ihr?

Mein Herz gibt Friesen recht, mein Kopf Major Lützow.

Damit ist nichts getan, Professor. Das bringt das Korps nur auseinander.

Uns bindet die Idee.

Ist es für alle dieselbe?

Die Freiheit Deutschlands unbedingt.

Ließe sich nur der Begriff für unser Uniformtuch einheitlich färben.

Lützower Jäger, Jean Fleuron.

Herbeordert zur Einschreibung.

Wisst Ihr, warum wir schwarze Röcke tragen?

Frohe Farben blühen nur in Freiheit.

Sehr poetisch. - Erklärte mir der, der es mir gab.

Hübsch gedeutet, stimmt aber nicht. Man hatte kein Geld.

Anfangs trug jeder was er besaß: Bauernkittel, Studenten-, Adelsröcke.

Blieb nur übrig, es schwarz zu färben.

Schwarz und Rot und Gold.

Nun hat es dennoch einen besonderen Sinn.

Jede Sache hat viele Seiten.

Halt wer da?

Oberjäger Knut, Kurier an Major Lützow.

Parole? - Tauroggen.

Kann passieren!

Also der Meldereiter kam zu spät.

Gut.

Nichts ist gut.

Du hättest die Gegenorder gar nicht geben dürfen.

Ich erklärte dir: der gute Ruf der Truppe.

Bei wem?

Beim Volk?

Dem war das Geld ja abgepresst.

Beim Feinde etwa?

Guter Ruf!

Oder beim König, der uns hasst, der uns den Sold sperrt.

Er ist unser König.

Den wir lieben sollen.

Ich liebe ihn nicht.

Nicht blind.

Vieles lässt mich fast verzweifeln. Aber ich schwor ihm einen Treueid.

Denn mir steht über allem, was mich von ihm trennt,

dass was mich an ihn bindet: Die Freiheit Deutschlands.

Die er verrät.

Friesen!

Die er verrät, weil er uns fürchtet!

Und vielleicht mit Recht.

Sind wir noch Freunde?

Friesen?

Zweifelst du?

Ergo, da euch der Sold ermangelt, das Mittel der legalen Subsistenz.

1.200 Uniformen, gute Beute. Wir müssen den Liefertermin erfahren.

Lasst Trauberg frei, damit er den Auftrag überbringt.

Das war noch im Stiefelfutter. - Die Adresse unserer Armeeintendanz?

Der preußischen und kommt von der französischen. Stimmt die Adresse?

Ja. Wenn er es versteckt, hat es Bedeutung.

Ich kenne Trauberg.

Er fuhr in Kerstinns Auftrag sogar zum Stab, zu General Marlange.

Er bleibt in Gewahrsam.

Nur auf Verdacht? Er ist Zivilist. Und geheimer Kurier.

Das fürchte ich auch.

Unsinn!

Ein General Napoleons verhandelt heimlich mit unserem Stab?

Es wäre Hochverrat. Von wessen Seite?

Röder, Sie schreiben einen Befehl! Der Kaufmann ist freizulassen.

Er und Kerstinn konspirieren mit Offizieren unserer Armee.

Der Euren? Hier ist die preußische.

Ich glaubte, in Lützows Korps zu sein.

Wir sind Teil der preußischen Armee.

Die Preußen sollten ihre Truppen an uns verraten?

Ihr kennt die Tatsachen. Es wäre gegen jede Staatsräson.

Offenbar doch nicht?

Die Freischärler haben andere Ziele als der preußische König.

Sie gehen zu weit, versteht Ihr?

Also will man sie uns ans Messer liefern?

Jawohl, die Dreckarbeit fürs Militär.

Muss man Euch über die Hinterhältigkeit der Bande belehren?

Was bleibt, als noch hinterhältiger zu sein?

List gegen List.

Die Falle ist gestellt.

Was klopft Ihr nicht an? Ich glaubte, ...

Entschuldigung, Herr Rat, ich sollte doch ...

Hier, das gibt zu tun.

1.200 Uniformen? Unsere Regale geben es her.

Nun mach den Mund zu!

Für die französische Armeeintendanz? Ich gratuliere. Herrn Trauberg.

Oh, eine große Leistung! Komme später ins Kontor!

Der Wein. Hast du Herrn Trauberg schon begrüßt?

Euch wiederzusehen! Ich war gefangen.

Ich hörte schon. Risiko gehört zum Geschäft.

Was? Sagst du doch immer.

Ach, dummes Ding.

Major Margent, gebt Ihr uns heute die Ehre?

Nein. Ja. Wie beliebt?

Zum Abendessen.

Ich habe eine Überraschung. Nicht wahr, mein Kind?

List gegen List, noch hinterhältiger.

Er will mich heute Abend mit ihm verloben.

Eins zum anderen.

Die Falle ist gestellt.

Was heißt das?

Dieser Heeresauftrag ist das Blutgeld.

Ein niederträchtiger Anschlag. Gegen Lützow?

Wir müssen alles erfahren. Geht Ihr wieder hinein!

Vor mir wird man nicht reden.

Dann lauscht an der Tür! Rasch!

Wenn Ihr entdeckt werdet, glaubt man Eurer Ausrede.

Ich muss die Lützower warnen. Und ich fliehe mit Euch!

* Jemand ruft etwas auf Russisch. *

Das sind ja Russen!

Kosaken, die gehören doch seit Langem zu uns.

Hast du es nicht gewusst? Von Scharnhorst zugeteilt.

Sind dran gewöhnt, im Rücken feindlicher Armeen zu operieren.

(Alle singen) Ja der Russ', zeigt uns wie man es machen muss!

Schön seid Ihr ausgerissen!

(Er singt) Der Franzos' scheißt vor Angst sich in die Hos'!

Lass das, du Fläz!

Weißt du ein Lied auf die Deutschen in Napoleons Armee?

Du kannst mich mal!

Seht doch! Gefangene!

Püttchen!

Bin ich noch sonderbar?

Erst recht.

Das ist doch? Des Kerstinn Sohn!

Sein Sohn?

Natürlich!

Püttchen verließ seinen Posten. Es muss ernst sein.

Der Ratsherr Kerstinn hat einen Sohn?

Unglaublich! - Ich belauschte es.

Was belauscht?

Nein, es kann nicht sein. Was kann nicht sein?

Ein Komplott gegen uns!

Du hast dich verhört! - Nein!

Was hast du gehört?

Es ist Waffenstillstand. Ihr wisst nichts davon und sollt ihn brechen.

Es wird nicht glücken. - Es glückte!

Schon seit dem 4. ist Waffenstillstand!

Glaubt uns, wir waren 5 Tage unterwegs.

Warum haben wir nichts erfahren? - Scharnhorst liegt verwundet!

Gut ausgenutzt!

Waffenstillstand.

Jetzt!

Wir halten die Altmark besetzt. Major Petersdorf steht vor Leipzig.

Von Korf rückt vor gegen Hof.

Die Lage ist günstig wie noch nie! Es muss ein Irrtum sein.

Oder Verrat.

Verrat?

Wer sollte?

Muss ich es dir noch sagen? Was sagen?

Was du selber denkst. Hör auf damit!

Dass der König das zuließ! - Ist's sein 1. Bündnis mit Napoleon?

Er erlaubte ihm den Durchzug, als es gegen Russland ging!

Die Franzosen wollen sich ausruhen, aber wir kämpfen weiter.

Soll alles Blut umsonst geflossen sein?

Laut Waffenstillstands-Übereinkunft

sollen wir bis zum 12. die Elbe überschritten haben.

Das ist nicht möglich!

Was auch geschieht, wir halten Disziplin!

Auswischen, 5, Patrone, nochmal!

Einsetzen!

3, 4, kurzfassen!

5, fertig!

Und wieder von vorn!

Geladen, 1!

Ruhrast, 2!

Patrone aufschütten!

Nicht zu viel und schließen! Gut! Ab!

Noch mal von vorn!

Geladen, 1, 2!

Ruhrast, Pfanne, Patrone!

Schneller!

6!

Einsetzen!

Schneller! Ruhig halten!

Gut so!

Kurz fassen!

Spannen, leg an!

Feuer!

Daneben!

Schießen kannst du, treffen lernst du!

Drüben liegt das Dorf und wir kampieren im Freien.

Was ist, wenn Würtemberg und Franzosen den Durchzug sperren?

Heißt das Waffenstillstand?

Wir können nichts machen, Lützow will keinen Anlass liefern!

Als wäre es provokant, wenn wir uns nur blicken lassen.

Wir verlangten den Zug zur Elbe nicht!

Das weiß der Major. Er hat nun die genauen Befehle vom König.

Es geht morgen weiter, nach des Königs Befehl.

Weit kann sie nicht mehr sein, die verfluchte ...

Wie heißt das Ding?

Demarkationslinie!

Ja, so heißt das Ding.

Ich bekomme schon Blasen an den Füßen.

Tut es weh?

Nichts tut weh.

Du bist die Stiefel nicht gewöhnt, Jungfer!

Was sagt ihr?

Du bist die Stiefel nicht gewöhnt, Junker!

Du blutest ja.

Und wenn schon?

Man muss ihn verbinden!

Ich tue es selbst.

Du hättest mit der Furage fahren sollen.

Ich kann marschieren wie jeder andere.

Wie andere Männer.

Ja, ich bin Fußjäger Kerstinn.

Warum bist du zu uns gekommen? Warum seid Ihr dabei?

Das ist was anderes. Das ist nichts anderes.

Ich wollte dazugehören.

Ruhm zu erwerben, ist jetzt nicht die Zeit, so wie die Lage ist.

Wem sagt Ihr das? Euch.

Ich kannte die Lage.

Und kamt dennoch? Ja.

Nicht euretwegen, wenn es Euch beruhigt.

Hier ist Verbandszeug.

Kamerad.

* Stimmengewirr *

Zurückschlagen!

Was geht hier vor?

Aufsässig sind sie! - Er schlug den Kameraden hier!

Hauptmann Bredow! - Das knallt hier ständig.

Geht Hasen jagen trotz Schießverbot!

Wir hatten Hunger! - Er kann sich kaufen.

Wer seid Ihr?

Der Jäger Stüge.

Ich lass mich nicht schlagen.

Euch wird recht. - Ihm wird recht?

Versperrt den Weg nicht!

Daheim mein Junker schlug mich, da zog ich fort.

Ein Pack: Der König und die Junker. - Da hört ihrs, keine Achtung!

Gibt Euch das Recht zu schlagen? - Unser aller König! Da hört ihr es!

Lasst den König in Ruh!

Kriech du ihm in den Arsch!

Nimm das zurück!

Schluss! Schläge machen ehrlos:

Den, der sie erhält, und den, der sie erteilt!

Ich, ehrlos? Herr Major! - Ihre Tat hat unrecht!

Jäger Stüge, Ihr kanntet den Befehl, kein Gewehr zu laden.

Wer führt den Tross?

Feldwebel Püttchen, neu gewählt.

Befehlt Ihn zu mir!

Seid ihr müde, Kameraden?

Unsere Beine weigern sich. Sie sind keinen Rückzug gewohnt.

Blast zum Angriff!

Ach so, ein Rückzug ist das!

(Kerstinn) Nein, ein Vormarsch!

* Die Soldaten lachen. *

Mir scheint, du bist für beides zu lahm.

Ein Rückzug ohne Feind auf den Fersen lähmt jeden, Hauptmann Friesen!

Dass Eure Zunge nicht wund wird wie die Füße!

Und dass Ihr nicht wund werdet im Sattel, Leutnant!

* Die Soldaten lachen. *

Absitzen!

Grad wir zwei laufen Patrouille.

Hier rechts, wir müssen parallel zum Marschweg bleiben!

Wie findest du das?

Kennst du die Gegend?

Wie soll ich sie kennen?

Findest du das nicht seltsam?

Schrei nicht so!

Ich mit einem Franzosen zusammen, der so etwas zu mir sagen darf!

Schrei meinetwegen!

Bist wohl nicht schwindelfrei?

Bist du es?

Als Dachdecker bin ich anderes gewohnt!

Immer hoch hinaus!

Jawohl! Jeden Pastor lass ich unter mir.

So einer bist du.

Ja, so einer bin ich. Und du?

Ich was?

Oh, Weber.

Weber bin ich!

Auch was Nützliches.

Ob es bald Frieden gibt?

Was denkst du?

Wir brauchen ihn!

Wir brauchen ein befreites Land, sonst nützt kein Friede!

Sonst ist er unnütz wie der Waffenstillstand.

Ja.

Du bist am Ende noch jünger als ich, Kamerad?

Und wenn?

Warst du schon mal verliebt?

Verliebt?

Wozu?

Verliebt wozu?

Ist denn verliebt sein gut?

Das Beste ist es, glaube mir!

Da hat er recht.

(Gesang) In des Tages Dämmerfrühe brach ich aus dem Keller los.

Ach wie klar der Morgen blühe, ahnt ich kaum den mächtigen Schuss!

Und das Mädchen dort, schön am schönen Ort!

Sorgsam pflückt es Petersilie, doch auch Nelke, Ros' und Lilie.

(Gesang) Falalala falala la.

Lützower!

Ja, schwarze Röcke!

Die tun uns nichts.

Sogar Tiroler Scharfschützen sind dabei und Professoren und Edelleute.

Die gelten nicht mehr als der einfache Mann.

Napoleon sagte, lieber zwei Armeen vor sich, als die Schar im Rücken.

Zur Elbe müssen sie jetzt ziehen. - Aus seinem Rücken weg.

Stimmt das? Du warst ein Jakobiner?

So kann man es nennen.

Sieh dich vor!

Mussten wir durch das Gestrüpp?

Bist trotzdem mit dem Kaiser Napoleon gezogen.

Mit General Bonaparte!

Ändert das was?

Wir kämpften für die Republik, verstehst du nicht?

Du hältst mich für blöd?

Du stellst dich so, ich halt dich für gescheit.

So gescheit nun auch wieder nicht.

Verdammte Hitze!

Was hat das zu bedeuten?

Strenger Befehl von Major Lützow.

Ich habe ihn auszuführen, Hauptmann.

Fußjäger, einreihen!

Munition abgeben?

Schießverbot ist doch sowieso.

* Bedrückende Musik *

Ich hielt es nicht für möglich, dass mein neuer Posten ...

dass ich das Korps entwaffnen muss.

Abgabe von Pulver und Blei. - Zieht man uns auch die Zähne?

Unverantwortlich! Friesen muss mit dem Major sprechen!

* Lautes Rumpeln *

Die Division Fournier.

Wohin wollen die?

Was haben die vor?

Schnell zu den Pferden!

Die Schufte!

Geht das gegen uns?

Wir müssen Meldung machen, komm!

Willst du bleiben?

Was?

Zieht es dich zu den Deinen?

Glaub!

Du Schuft!

* Schüsse *

Halt!

Wir müssen, müssen.

Ist ja gut Jean, ist ja gut.

Ich bring dich heim zu den Unseren.

Lebt er?

* Bedrohliche Musik *

Jede Minute zählt!

Wir warten, warten, warten!

Worauf? Sag mir das!

Auf Oberleutnant Röder, unseren Unterhändler.

Was erwartest du?

Dass sie ihm sagen: Tappt in die Falle!

Wir stehen hier nicht umsonst im Hinterhalt.

Und Pulver und Blei auf den Trosswagen.

Gnade uns Gott! Das erhoffen sie in ihren Träumen nicht.

Wir liefern ihnen keinen Anlass.

Der 1. Schuss kam von Ihnen, Fleuron in die Brust.

Ein Rechtsbruch, eine Schande!

Ist das ein Vorbild?

Hier liegen sie und hier!

Sieh doch hin!

Links der Straße, rechts der Straße, auf eine Meile weit.

Husaren im Karree und Dragoner.

Und Geschütze genug, um eine Festung zu zerschießen.

Und Infanterie formiert sich, wohin man sieht!

Wozu das alles? Wozu?

Du weißt es doch wie ich, also lass uns handeln!

Nicht ehrlos handeln!

Wir haben Waffenstillstand!

Friesen!

Lützow!

Du.

Mein Freund.

Knaup hat ihn hergetragen, bis er zusammenbrach.

Der Parlamentär kommt zurück!

Mit schlimmer Botschaft.

Oder mit Lügen.

Da kommt Oberleutnant Röder.

Ja, der Professor.

Die Franzosen haben ihn sicher angeschmiert.

Ich melde: Habe mit General Marlange unterhandelt.

Er sagt, dass sie nichts feindliches im Sinne hätten.

Er überwacht unseren Zug zur Elbe.

Er bedauert den Schuss auf unseren Posten.

Den Schuldigen will er streng bestrafen.

Hauptmann!

Ich möchte Euch etwas sagen.

Dann komm mit.

Nun?

Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll.

Sag es, wie es kommt.

Soll ich?

Warum nicht?

Ich möchte bei Euch sein, wenn ...

Warum?

Ohne warum.

Soll ich zur Schlachtbank? Dann verbindet meine Hände!

Sonst wehre ich mich, das ist klar!

Geh zurück! Warum?

Ohne warum.

Ich stehe zu dir.

Wenn du das Rechte tust.

Bist du vereidigt? Ja.

Auf das Vaterland wie du.

Wie du!

Ihr sollt das Kommando übernehmen!

Gebt den Befehl zum Angriff, wir schlagen uns zur Elbe durch!

* Bedrohliche Musik *

Du lässt uns im Stich?

Wir haben ihm geschworen.

Treu bis zum Tod.

Nicht so ein Tod.

Wie viele große Worte haben wir geredet?

Und auch gehört, Friesen.

Waren es wirklich nur Worte? - Wir müssen handeln!

Nimm das Kommando, alle folgen dir!

Ihr hört.

Wir brechen auf.

Lützower.

Wollt ihr Lützower heißen?

Ja, Major, wenn wir den Namen mit Stolz tragen können.

Kann ich stolz sein auf die, die ihn tragen?

Der Name nützt nichts auf Gräbern.

Man will uns umbringen!

Nein, es wäre gegen jedes Recht! - Was könnt ihr noch gelten?

Das Recht gilt für alle!

(Lützow) Sonst stürzt die Welt.

(Frau) In dem Bett, wo du liegst, sind 4 Kinder geboren, alle gesund.

Die Mutter hat es durchgestanden mit Gottes Hilfe.

Sie trägt das 5.

Das kennt Menschenblut genug, aber ein Sterbebett ist das nicht.

Wirst sehen, Soldat, wir bringen dich durch!

Ist da eine Säge?

Ja, die Tochter macht Brennholz.

Anna?

Lass das Fenster offen!

Soll sie nicht aufhören?

Der Bauer ist in Napoleons Armee.

Ein Elend in der Welt.

* Die Säge ist noch zu hören. *

Da sind sie, die schwarzen Strauchdiebe.

Lützows Räuberbande! - Sie tragen Trauer.

Sie wissen warum. - Auf Nachher, ihr Vagabunden!

Franzosenknechte!

Halt das Maul, spar deine Kraft!

* Schwelende Musik *

Wo reiten Sie hin?

Wer? - Friesens Schwadronen!

Habt ihr euch verlaufen? - Zur Elbe geht es da!

Kehrt marsch! Wollen sie sich verdrücken?

Er schickt ihn zurück.

Kolonne halt!

Lützow traut ihm nicht.

Absitzen!

Wir warten.

* Verhaltene Musik *

Unsere Wagen können schwer aufholen.

Ihr bleibt, ihr versperrt nur die Straße.

Hör auf!

Ist es bei Lützows Befehl geblieben, mit Pulver und Blei?

Ja.

Ah.

* Das Signalhorn ertönt. *

* In die Sägegeräusche mischt sich ferner Kanonendonner. *

* Kanonendonner *

* Die Signalhörner ertönen. *

* Stimmengewirr *

Hier her!

* Dramatische Musik *

Zurück, hier! Zurück!

Vielleicht da!

Hier lang!

* Stille *

Wir liefern ihnen keinen Anlass. Wir liefern keinen!

Lebendig kommt hier keiner durch!

Dann sterbe ich mit euch!

Zum Mord den Selbstmord und alles ist gelöst.

Macht Platz!

Sie brauchen Pulver und Blei!

* Sie schreien "Hurra". *

Hurra, drauf los!

Es ist doch Waffenstillstand!

Gebt Pardon!

Und wir ohne Pulver.

Ein Jammer, eine Schande!

Lützow ist schuld.

Und Friesen!

Lebendig kriegen die mich nicht.

* Dramatische Musik *

* Dramatische Musik *

* Turbulente Musik *

Es ist vorbei.

Wie ausgelöscht.

Es ist nicht auszulöschen.

* (Gesang) Marseillaise: *

Allons enfants de la Patrie, Le jour de gloire est arrivé!

Auf, Kinder des Vaterlands! Der Tag des Ruhmes ist da.

Contre nous de la tyrannie, L’étendard sanglant est levé.

Gegen uns wurde der Tyrannei blutiges Banner erhoben.

Untertitel: MDR TEXT / Nadja Plaumann

* Verklingendes Hufgetrappel *

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