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Original subtitles

(perlende Musik)

(Trommeln)

(Klaviertöne)

(sanfte Orchestermusik)

(Musik wird dramatischer.)

(Vögel zwitschern.)

(Jubel)

Bravo!

Hey!

(Musik läuft weiter.)

(Der Bär seufzt genüsslich.)

(Raben krächzen.)

Hm.

- Wie war die Flugshow? - (Beide) Super.

Perfekt. Sehr gut. Dann hätten wir jetzt alle Aktivitäten durch.

Jetzt dürfen wir die Snacks auch selber essen. Endlich.

Holly. Du musst dir noch keinen Wintervorrat zulegen.

Entschuldigung, Frau Direktorin.

- Kleine Stärkung gefällig? - Gerne.

- Leckere Brokkoli-Spieße. - Für blutrünstige Raubtiere:

die Hackfleischbällchen.

Was, echt?

Nein.

- Ich wollte dich nur testen. - Ja, ja. Aber es sieht lecker aus.

- Bis gleich. - Bis später.

Tschau.

- Tschüss, Frankie. - Tschüss, Mama. Ich habe dich lieb.

- Ich dich auch. - Ich weiß.

- Meine Lieben, ich verabschiede mich. - Auf Wiedersehen.

Danke für den schönen Tag.

- Danke, dass Sie da waren. - Tschüss.

Bis zum nächsten Mal. Melde dich ganz oft.

Wer zuerst am Gipfel ist!

Du wirst sie schon noch finden.

- Wen? - Deine Eltern.

Klar.

Und deine Pflegefamilie macht doch nächste Woche Urlaub hier in der Gegend.

Ja.

Kommt.

Aber das ist einfach nicht das Gleiche.

Für sie werde ich immer nur Jay sein und nicht ganz ich selber.

Die Clearwater High ist doch wie eine Familie.

Hey, Lou. Wir gehen jetzt. Wir müssen los.

- Habt ihr Papa schon Tschüss gesagt? - Ja.

- Es war schön euch zu sehen. Bis bald. - Ja.

- Schön, dass ihr alle gekommen seid. - Tschau, bis bald.

Manchmal nerven die auch ganz schön.

- Hey, mein Schatz. - Tschüss, Mama.

- Jetzt hast du Carag kennengelernt. - Freut mich.

Es hat mich auch sehr gefreut.

Er isst jetzt kein Fleisch mehr.

- Tschüss. - Tschüss.

- Sie muss sich an dich gewöhnen. Sie... - ... wurde von einem Puma angegriffen.

- Okay. - Feierabend.

Mein inneres Hörnchen braucht Auslauf. Wer ist dabei?

Kommt schon. Nicht bummeln.

(unruhige Musik)

Hier.

(Musik wird lauter.)

Schneller!

Hey, Leute! Wartet auf mich.

(Musik wird fröhlich und bewegt.)

(Carag) Ja!

Ihr sollt auf mich warten!

(Carag) Dorian hat natürlich den ganzen Besuchertag verpennt.

(Lachen)

Da steht, dass Milling Gouverneur werden will: "Geschäftsmann Andrew Milling

ist ein ernst zu nehmender Kandidat für das höchste Amt im Bundesstaat."

Er hält sich für den König der Tiere und will König der Menschen werden.

Gouverneur. Von Wyoming.

Ja, ja, Klugscheißer.

Aber was machen wir dagegen?

Sie haben Derek Helbert.

Nächste Woche tagt der Rat der Woodwalker.

Carag, da musst du Milling fertig machen.

Gestern haben wir drei Pumas im Verbund gesichtet.

Wo?

Aber nur Milling weiß, wo meine Familie ist.

Ja, aber du musst sagen, dass er hinter den Anschlägen auf die Menschen steckt.

Sonst wird er weiter alle glauben lassen,

dass sein Assistent alles allein geplant hat.

Also überleg dir jetzt gut, was du sagst und was du nicht sagst.

Wenn ich gegen Milling aussage, kann ich seine Hilfe vergessen.

Wir helfen dir, deine Familie zu finden.

Ich suche schon seit Jahren. Yellowstone ist zu groß.

Hey, du Jammerkatze, unterschätz deine Freunde nicht.

(Großer Junge) Hm?

- (Falke krächzt.) - Hallo.

- Hey, River. - Grüß dich, mein Lieber.

- Benjamin. - Hallo.

David. Willkommen.

- Gut, dass du es geschafft hast. - Natürlich.

Jetzt ist auch der Vorsitzende angekommen. Wo ist Carag?

(angespannte Musik)

(Er seufzt.)

(Milling) Hey, Carag.

Lange her, was?

Hallo, Andrew.

Hallo.

Hör mal, ich wollte wirklich niemanden mit unserer kleinen Aktion gefährden.

Vor allem nicht deine Pflegefamilie oder andere Menschen.

Es tut mir wirklich leid, dass da was schiefgelaufen ist.

Ich bezweifle, dass du deswegen schlaflose Nächte hattest.

Du kennst mich schlecht. Ich habe alle weiteren Aktionen abgeblasen.

Stattdessen gehe ich jetzt in die Politik.

Ich kandidiere als Gouverneur von Wyoming. Da kann ich mehr bewirken.

Ich will die Rücksichtslosigkeit der Menschen gegen die Natur verändern.

Und das hat wohl mit Macht nichts zu tun?

Doch. Macht muss man wollen. Da kann man etwas bewirken.

Mir geht's vor allem um den Schutz der Woodwalker.

Menschen dürfen nicht weiter expandieren. Wir brauchen unberührte Lebensräume.

Vor allem die, die in ihrer Tiergestalt leben.

Dann sag mir, wo meine Familie ist.

Das kann ich.

Aber alles zu seiner Zeit.

Denk gut darüber nach, was du gleich sagen wirst.

Ich kann dich nur als freier Mann zu deiner Familie führen.

(Carag atmet tief aus.)

Nein, natürlich nicht.

Ich hatte keinerlei Wissen von den Sabotageaktionen,

die mein Assistent Derek hinter meinem Rücken geplant und durchgeführt hat.

Auf eigene Faust, wie er gerade selbst geschildert hat.

Ich bin bestürzt. Ich will den Menschen nichts Böses.

Kaltschnäuziger Lügner.

Warte nur ab, bis Carag dran ist.

Mr Helbert, Sie haben dem nichts hinzuzufügen?

Mr Milling wusste von nichts. Das war alles meine Idee.

Als Nächster in den Zeugenstand: Carag Goldeneye.

(spannungsgeladene Musik)

(David) Carag,

Mr Milling ist nach deiner Ankunft an der Clearwater High dein Mentor geworden.

Habt ihr ein Vertrauensverhältnis entwickelt?

Ähm, ja. Ja, in gewisser Weise schon.

(David) Hast du mitbekommen,

dass er von dem Anschlag auf die Mine wusste oder an der Planung beteiligt war?

(Lou) Du musst die Wahrheit sagen.

Dann donnern die Baumstämme auf die Maschinen und reißen sie ins Tal.

(Spannungsgeladene Musik läuft weiter.)

Denk gut nach, Carag.

Du gehörst zu deiner Familie.

Nein.

(tiefe, langsame Töne)

Ist das nicht sonderbar, dass ihr genau an dem Tag am Ort des Geschehens wart?

Das war ein Zufall. Ich wollte zu meiner Pflegefamilie, die wandern war.

Du bestätigst, dass du keine Hinweise darauf hast,

dass Andrew Milling an den Sabotageaktionen beteiligt war?

Ja.

Wir müssen annehmen, dass er verstanden hat,

dass seine Worte hier vor dem Rat besonderes Gewicht haben.

Vielen Dank, Carag. Du kannst dich setzen.

(leise) Ja. Ja.

(Der Luchs murrt. Der Otter quiekt.)

(Der Elch grunzt.)

(David) Das ist beschlossen.

Bitte, erhebt euch.

Nach bestem Wissen des Rates tragen Sie, Derek Helbert,

die alleinige Schuld an den Sabotageaktionen.

Sie werden zu drei Jahren in unserem Tierpark Sunny Meadows verurteilt.

In der Zeit wird Ihre Verwandlungsfähigkeit blockiert.

Vielen Dank.

Wie konntest du nur?

Es geht hier nicht nur um dich und deine Familie.

Milling geht über Leichen. Das wissen wir.

- Versteht ihr mich denn gar nicht? - Irgendwie schon, aber...

... dass er jetzt so davonkommt, ist echt nicht nussig.

Es tut mir leid.

Das hättest du dir vorher überlegen müssen.

Komm.

(langsame und traurige Musik)

Als ich damals mit meiner Pumafamilie gelebt habe,

nahm meine Mutter meine Schwester Mia und mich in paar Mal in die Stadt mit.

Mein Vater war streng dagegen.

Und als ich dann gegangen bin, haben wir uns total zerstritten.

Ich wünschte, ich könnte ihm erklären, wieso das damals für mich so wichtig war.

Damit er mich versteht.

Ich verstehe dich schon. Aber Lügen ist für mich einfach nicht okay.

(Handy-Ton)

(bedrückte Musik)

- Gibt es bald eine Hungersnot? - Nein, das ist für meine Familie.

- Die Ralstons kommen? - Meine richtige Familie. Wir sehen uns.

- Das erste Mal seit Jahren. - Na dann. Hier.

(Er lacht leise.)

(verspielte, lebendige Musik)

(Das Hörnchen keckert.)

(flüsternd) Holly. Was hast du vorhin im Wald gemacht?

(flüsternd) Pst. Zuhören.

Also, woran erkennen wir Wut bei Menschen?

- Nell. - Sie legen die Ohren an?

(Lachen)

Eher selten. Noch jemand?

- Dorian? - Sie reden eine Woche nicht mit dir.

- (erneutes Lachen) - Ja, das kommt vor.

Aber, wenn wir jetzt mal beim Gesicht bleiben...

Zornfalten auf der Stirn und zusammengekniffene Augen.

Gut.

- (Ein schriller Ton erklingt.) - (ein Junge) Ah, Menschenalarm.

Mein Name ist Crump. Ich bin der Vormund von Holly Lewis.

- Nicht der schon wieder. - Ich muss mich um sie kümmern.

Den Noten nach wurde sie bei Ihnen stark vernachlässigt.

Das sehe ich anders, Mr Crump.

Aber lassen Sie uns das doch in meinem Büro besprechen.

- Holly. - (Holly stöhnt.)

Komm.

Hm?

Na komm.

(Holly) Ich will auf keine andere Schule, Sie Kackstiefel.

(Crump) Es geht darum, was gut für Kinder ist, nicht nur darum, was sie wollen.

(Holly) Die Clearwater High ist gut für mich.

(Direktorin) Ich kümmere mich darum.

- (Holly) Ich steige auf keinen Fall ein. - (Crump) Gib den Autoschlüssel her.

(großer Junge) Oh, oh.

Glaub nicht, dass du damit durch kommst, Fräulein.

Das kann nicht sein! Mein idiotischer, verbohrter, nervtötender neuer Vormund.

Er spinnt: Er meint, die Clearwater High wird mir nicht gerecht,

weil ich hyperaktiv und impulsiv bin.

Ich? So ein Schwachsinn.

(Crump) Unfassbar...

Der alte Vormund hat Schulgebühren und Taschengeld bezahlt und mich gelassen.

(Direktorin) Tikaani, wir brauchen deine Nase.

Kannst du nichts gegen Crump machen?

Doch... Wenn mich einer adoptiert.

Aber wer will schon ein hyperaktives Rothörnchen-Mädchen?

(Direktorin) Witterst du schon was? Sonst werden wir den Typen nie los.

Äh, Holly?

Wenn der Typ schnell verschwinden soll, hättest du seinen Autoschlüssel...

(genervt) Ja, okay.

(Holly) Aber Crumps blödes Gesicht war es wert.

- (Crump) Ha! Da sehe ich doch was. - (Tikaani) Suchen Sie den hier?

(Crump) Das war ein abgekartetes Spiel.

- Ich komme wieder. - (Direktorin) Wiedersehen.

Endlich sehe ich meine Pumafamilie wieder.

Und genau an dem Wochenende kommt auch meine Pflegefamilie.

- (Rascheln) - (Carag) Hm?

Willst du auch eine?

Die sind echt lecker. Hast du mehr?

Tikaani?

- Ich habe keinen Hunger. - Ein halbes schaffst du schon.

Wenn du sie nicht willst...

Ihr Mistköter! Die waren für meine Familie.

Ach, deswegen hast du den Rat angelogen, oder was?

Wer hat dir das erzählt? Milling?

(Knurren)

Na kommt.

(langsame Geigenmusik)

Seid ihr nicht irgendwie Freunde geworden? Du und Tikaani?

(seufzen) Keine Ahnung. Anscheinend geht ihr Rudel doch wieder vor.

(Ein Hubschrauber knattert.)

Und?

(dramatische Musik)

So, wir sind da. Die müssten hier ganz in der Nähe sein.

Danke, dass du dein Wort gehalten hast.

Siehst du, Carag. Ich bin nicht dein Feind.

(Knattern und Musik verstummen.)

(Vögel zwitschern.)

(Fauchen)

(Mädchenstimme) Carag! Oh, ich hab dich so furchtbar vermisst.

Ich habe dich auch vermisst, Schwesterherz.

Lass das!

I! Ah!

(Er lacht. Mia schnurrt.)

(Frauenstimme) Carag! Du bist zurück. Wie schön.

Mom!

Wo warst du so lange?

Ich hab mir solche Sorgen um dich gemacht.

- Wie geht's dir? - Mir geht es...

Dad. Ich bin zurück.

(Carags Vater) Carag. Ich hätte nicht gedacht, dich je wieder zu sehen.

- Du bist verletzt? - Das ist nur ein Kratzer.

Im Wald lag eine rostige Dose.

(Carags Mutter) Ich freue mich, dass du wieder hier bist.

Schön, euch zu sehen. Ich hab euch gesucht.

Wir mussten das Revier wechseln. Die Beute wurde knapp.

(Carags Vater) Komm, verwandele dich.

- Mit der Verletzung ist Hilfe gut. - Ja, wir jagen viel zusammen.

- Ich komme euch oft besuchen. - (Mia) O ja!

(Carags Vater) Besuchen? Willst du bei den Menschen bleiben?

Ja. Man kann gut als beides leben.

Anscheinend bist du schon einer von ihnen geworden.

Menschen sind nicht nur schlecht, Dad.

Mich hat sogar eine Menschenfamilie aufgenommen.

- Die sind in Jackson und ich... - (Carags Mutter) Was?

Du hast eine Menschenfamilie?

Mom! Ich wäre sonst ganz allein gewesen.

(Carags Vater) Du hattest uns.

Wir sind halb Mensch, Dad.

- Warum willst du das nicht sehen? - Von Menschen kommt nichts Gutes.

Sie benehmen sich, als würde ihnen die Welt gehören.

- Schmeißen ihren Müll in die Landschaft. - Deine Wunde können Menschen heilen.

Ach, das heilt von alleine.

Du hast deine Entscheidung getroffen. Geh zu deiner Menschenfamilie.

Echt jetzt? Ihr wisst nicht, was ich alles gemacht habe, um euch zu finden.

Mom!

Weißt du, vielleicht hat er recht.

Irgendwann musst du dich entscheiden, zu wem du lieber gehören willst.

Komm, Mia, wir gehen.

(Mia) Aber ich wollte Carag noch so viel fragen.

(Carags Vater) Komm jetzt!

(Mia) Menno, wir haben ihn doch so lange nicht gesehen.

Ich habe euch so vermisst!

Schaut mal!

(Carag) Ich bin immer noch ich. Dad. Mom.

(wehmütige Musik)

Das ist euer Reich. Und wir schlafen nebenan, okay?

Ist doch gut.

- Das ist mein Bett! - Okay.

(stöhnend) So.

O nein, das Bett. Das ist schöner.

Doch da! Ah, okay.

Nein.

- (Junge) Okay. - (Mann) Keinen Streit.

- (Tür) - Schaut mal, wer da ist.

Jay! Toll, dass du gekommen bist.

- Alles in Ordnung? - Ja, klar. Alles in Ordnung.

(Mann) Spaghetti mit Fleischbällchen.

Sollen wir dir den Maxiburger bestellen? Ich glaube, du brauchst eine Stärkung.

Danke, aber ich nehme lieber Nudeln mit Pesto.

Keine Lust auf ein Steak?

Bist du jetzt Veganer? Schmeißen sie dich sonst von der Sonderschule?

Hast du Schiss, dass ich wieder nach Hause komme?

Jay, Marlon, bitte nicht streiten.

(Fernseher) ... das Land in miserablem Zustand.

Hey, das ist Milling im Fernsehen.

Ich bin der erfolgreichste Unternehmer dieses Bundesstaats.

Als Geschäftsmann schreckt man nicht vor harten Entscheidungen zurück.

Wyoming braucht einen starken Gouverneur.

Toll, so einen Mentor zu haben. Jay, echt toll.

(ironisch) Ja, echt toll.

Wenn ihr mich wählt, verspreche ich...

Wenn er die Wahl gewinnt, hält er seine Siegesrede bestimmt hier in Jackson.

Dann gehen wir zusammen hin. Okay?

(leise) Okay.

- Ich nehme den Cheeseburger, Mama. - (Mutter) Ja.

Ich verspreche, dass ich mich jeden Tag im Dienste der Menschen von Wyoming

um eine bessere Zukunft kümmern werde.

Viele hart arbeitende...

Jay, irgendwas ist doch, oder?

Nein, alles gut.

... in die neue Richtung steuern kann.

- Anna? - Ja?

Sie haben unser Lied in der Jukebox.

Jay, weißt du noch, als wir fast von Baumstämmen erschlagen wurden

und ich von einem Puma gerettet wurde?

Äh... Ja?

Es ist voll komisch, aber...

Immer, wenn ich an den Puma denke, muss ich irgendwie an dich denken.

Ja, komisch. Bist du sicher, dass da ein Puma war?

Glaubst du mir jetzt auch nicht?

Warum glaubt mir keiner? Das ist echt nervig.

(ruhige Musik)

- Hi. - (Brandon) Hi.

Und? Wie ist es mit deiner Puma-Familie gelaufen?

Das erzähle ich dir später, ja?

- Was finden die nur so toll an Milling? - Das ist deine Schuld.

- Er sollte in Sunny Meadows sein. - Vielleicht ist er jetzt harmlos.

Harmlos ist er bestimmt nicht.

Wo ist denn Holly?

Die ist vorhin im Wald verschwunden.

- Komisch. - Das ist für die Lernexpedition morgen.

Da stehen eure Aufgaben drin und mit wem ihr im Team seid.

- Danke. - Strengt euch an, die Note ist wichtig.

(spannungsgeladene Musik)

(verächtliches Lachen)

Ich versteh nicht, warum mich Tikaani ignoriert.

Ich denke, wir können den Wölfen genauso wenig trauen wie Milling.

(ruhige Klaviermusik)

Wer als Mensch aufgewachsen ist, dem wird es leichter fallen,

die Aufgabe in der Menschenwelt zu erfüllen, ohne aufzufallen.

Ihr seid in sehr ungleiche Teams eingeteilt

und es geht vor allem um Zusammenarbeit und Problemlösung.

Nicht schummeln. Wir haben unsere Augen und Ohren überall.

Carag, was ist euer Auftrag?

Wir müssen in der Apotheke in Jackson Medikamente kaufen.

Einer muss in zweiter Gestalt sein. Und ihr?

Die zwei sollen ihr armes, krankes Hörnchen zum Tierarzt bringen.

- Ich hoffe, sie haben gefrühstückt. - Na gut, los geht's!

(Rumpler)

- Vergiss nicht zu wem du gehörst. - Ja, schon klar.

Wer geht in seiner zweiten Gestalt in die Stadt?

Ich eher nicht, oder?

Außer, ihr wollt mich danach bei diesem Typen besuchen, der Tiere ausstopft.

- Hm? - Okay.

Wir brauchen ein Halsband, damit du als Hund durchgehst.

Haha. Nie im Leben.

Ich fasse es nicht. Kitschiger geht's ja wohl nicht, hm?

Es ist nicht meine Schuld. Das war die einzige Leine.

Wenn du ein Foto machst, beiß ich dir die Ohren ab. Klar?

- (Gebüsch raschelt.) - Da ist jemand.

Carag! Ich habe dich gefunden.

Mia! Du kannst mich nicht noch mal anfallen.

- Was machst du hier? - Ich wollte sehen, wie du lebst.

- Wissen das Mom und Dad? - Wäre ich dann hier?

- Meine Schwester Mia. - Hi.

Hi.

- Wir müssen in die Stadt. - In die Stadt? Ich gehe mit.

Äh. Aber...

Du nimmst sie doch nicht mit.

Nein, ich will sie nicht mitnehmen. Aber wenn sie sich was in den Kopf gesetzt...

O nein.

Ich weiß auch, wo die Klamottenkisten vergraben sind.

Okay.

WILLKOMMEN IN JACKSON WYOMING

(Carag) Mia, benimm dich ganz normal, ohne aufzufallen, okay?

- Wir brauchen eine gute Note. - Okey dokey.

BAUSTELLE

Mia! Nicht auf die Straße, da sind Autos!

Die stinken so, wenn man nah dran kommt.

Dann geh halt nicht so nah ran.

(Sie faucht.)

Mia, reiß dich zusammen.

- Komm. Auf keinen Fall verwandeln. - Puh.

Hallo.

Verbände, Desinfektionsmittel und Schmerztabletten, bitte.

Mhm, okay.

- Kann ich mal sehen? - Keine Zeit. Wir müssen schnell raus.

- (Türklingel) - Guten Tag.

(Tikaani brummt besorgt.)

Ist das ein schönes Tier.

Raus hier. Der Dackel wittert bestimmt gleich Puma und Wolf.

- Was ist das für eine Rasse? - Äh...

Das ist ein norwegischer Wursthund.

- Oh. - Haha, sehr witzig.

- (Dackel winselt und kläfft.) - Schnuckiputzi, was ist denn?

Ich wusste es. Er macht Drama und wir fliegen auf.

Sei ruhig, Kleiner. Ruhig, sagte ich! (Sie knurrt.)

- Kontrollier deinen Hund, Junge. - Raus mit dem Hund.

- Keine Hundekämpfe in meiner Apotheke. - Was ist denn los?

Diese tollwütige Bestie hat beinahe meinen Schnuckiputzi zerfleischt.

Komm, raus hier!

Er flieht. Laufen sie ihm nach!

- Wir müssen uns irgendwo verstecken. - (Polizist) Halt! Stehen bleiben!

Halt!

(spannungsgeladene Musik)

(flüsternd) Los, rein.

Verwandle dich.

Wo ist Mia?

(Musik verklingt.)

Wunderbar. Jetzt bekommen wir bestimmt eine Eins mit Sternchen.

Gute Noten sind überschätzt.

Außer, du versuchst, Lou zu beeindrucken.

Hä? Wie kommst du darauf?

Na ja, das wittert man ja schon gegen den Wind.

Ihr zwei habt ein wenig Stress?

Wir sind halt sehr verschieden. Sie versteht mich nicht immer.

Muss sie dich denn verstehen?

Zumindest akzeptieren.

Sei du, sei einfach du. Ja, damit muss sie klar kommen, Carag.

Und das ausgerechnet von dir?

Du machst doch immer alles mit, damit du keinen Ärger mit Jeffrey kriegst.

Meine Familie ist 2000 Kilometer weg. Ich habe hier nur mein Rudel.

Auch wenn sie totale Mobber sind?

Du verstehst das nicht.

Jeffrey macht mir das Leben zur Hölle, wenn er herausfindet, dass ich dich mag.

(Mann) Andrew, warum müssen wir uns hier treffen?

Ich habe was für dich. Das wolltest du schon lange, oder?

- (Carag) Was macht Milling hier? - Pst.

Na, was sagst du? Hm?

(Mann) Ich brauche den unterschriebenen Vertrag.

Den lass ich dir heute zukommen, aber halte dich bis nach der Wahl bedeckt.

Das ist nicht gut für die Umfragen.

Wer ist der andere?

(Milling) Werde ich Gouverneur, hast du freie Hand.

Hat er uns gesehen?

Ich glaube nicht.

(Schritte nähern sich.)

Mia.

- Wo warst du? - Irgendjemand musste die Sachen kaufen.

Wow! Menschenessen ist echt lecker.

Das hast du dir auch verdient. Aber...

- Bitte im Restaurant mit Gabel, ja? - Hm?

Gabel.

Das ist ganz leicht, gar nicht schwer.

Komm, ich zeige es dir. So, und dann...

Und dann so.

Danach musst du zurück zu Mom und Dad. Okay?

Ich glaube, ich packe den Rest ein. Dad kann ja nicht jagen.

Wie, er kann nicht jagen?

Seine Wunde heilt nicht. Die hat sich entzündet.

Sie ist auch schon ganz rot und eitrig.

Warum hast du das nicht vorher gesagt? Das ist schlimm. Er muss zum Arzt.

Du weißt doch, wie er tickt. Er geht ja nicht in ein Krankenhaus.

Eher würde er...

Wir können dir etwas von dem Zeug aus der Apotheke mitgeben. Okay?

Voll okay.

Mom weiß bestimmt, wie man damit umgeht.

Das wird ihm bestimmt erst einmal helfen.

Danke.

Der Mann heißt "Tucker Jones", steinreicher Immobilieninvestor.

(Lou) Was macht Milling mit dem?

Tucker mischt in Wyomings Politik mit.

Der hat wohl großen Einfluss auf viele. Das braucht Milling jetzt.

Und sein Geld.

Da steckt bestimmt mehr dahinter. Milling hasst die Menschen und würde nie...

Sagt mal, ist da jemand?

Ich habe auch was gewittert.

(spannungsgeladene Musik)

(Carag schnuppert.)

(Eine Fliege summt.)

Wir müssen echt vorsichtig sein. Vielleicht hat Milling Spitzel.

Dann bespitzeln wir die auch und finden alles über den geheimen Deal heraus.

Wie? Seine Lodge ist streng bewacht.

Ich schreibe ihm eine Nachricht und tue so, als sei ich wieder auf seiner Seite.

Das klingt ziemlich gefährlich.

Es ist meine Schuld, dass Milling frei ist.

Ich habe uns das eingebrockt und muss es auch wieder ausbrocken.

Wir gehen natürlich mit. Am Ende müssen wir dich ja sowieso wieder retten.

Was, wenn Milling merkt, dass wir ihn ausspionieren wollen?

Als Puma bin ich ihm gewachsen.

- Sag mal, willst du mit ihm kämpfen? - Wenn es sein muss.

Typisch Raubtier. Du überschätzt dich.

(Handy-Ton)

- Ich soll morgen zur Lodge kommen. - Nein. Da mache ich nicht mit.

Aber passt auf euch auf, ja?

(aufgewühlte Musik)

(Musik verklingt.)

Hallo. Ich bin mit Mr Milling verabredet.

Mr Milling, Ihr Besuch steht am Tor.

Carag. Schön, dass du da bist.

- (Piepsen und Torgeräusch) - Ganz schön viele Wachen.

Seit ich in die Politik gegangen bin, muss ich mich vor Feinden in Acht nehmen.

Verrückt, oder? Komm.

(Piepsen und Torgeräusch)

(spannungsgeladene Musik)

Sheila.

Setz dich.

Also, warum bist du hier?

(Musik brandet auf.)

Das sieht aus wie eine Kommandozentrale. Was ist das für eine Karte?

Ich kriege gleich einen Herzinfarkt.

Okay, aber hilf mir vorher hoch.

Los, mach.

- Warte. Ich schaue mir das an. - Pass auf.

Ja. Du kennst mich doch. Bin gleich wieder da.

Es war cool, dass du mir mit meiner Familie geholfen hast.

(Milling) Mhm.

Was genau hast du gemeint, als du gesagt hast,

dass ich mich dir anschließen soll?

Ich meine, was hast du vor?

Du enttäuschst mich, Carag.

Was meinst du?

Hältst du mich für vollkommen blöd?

Glaubst du, ich weiß nicht, dass du und deine kleinen Freunde mich ausspionieren?

Ich habe dich zu deiner Familie geführt. Ich habe euch zusammengebracht.

Aber ich kann nichts dafür, dass dein Vater dich ablehnt.

- Woher weißt du, dass mein Vater... - Hör mir gut zu:

Wenn du dich gegen mich stellst, wirst du meine Rache zu spüren bekommen.

- Ich habe keine Angst vor dir. - Ach nein?

Ja, du hast die Kraft des Pumas in dir.

Aber du bist noch zu jung, deine Fehler erkennen zu können.

- Ach ja? - O ja.

(Rumpeln und Keckern)

Das ist zu gefährlich. Komm wieder raus.

Jetzt stell dich nicht so an, du ängstliches Huftier.

Schau mal: die vielen Fäden auf der Karte.

Von Wyoming über Amerika bis in die ganze Welt.

Warum suchst du ständig Anerkennung von Familien,

die dich nie so akzeptieren werden, wie du wirklich bist?

Nur ich weiß, wer du wirklich bist...

und was alles in dir steckt.

Schließ dich mir an.

Wir Pumawandler sind stärker als alle anderen Woodwalker.

Wir sind stärker als die Tiere.

Wir sind sogar stärker als die Menschen.

Was hast du vor?

Ja... Das wüsstest du gerne.

Gouverneur ist nur der erste Schritt, Carag.

Ich habe noch viel größere Pläne.

(erneutes Rumpeln und Keckern)

Was siehst du?

Irgendeinen Vertrag.

Warte mal! Dieser miese Fell-Floh.

- Wieso? - Schmeiß das Handy hier rein.

(erneut spannungsgeladene Musik)

Zusammen sind wir zwei unschlagbar.

Du weißt, du bist wie ein Sohn für mich.

Du solltest an meiner Seite stehen.

Hast du Hufe statt Hände? Jetzt stell dich nicht so an.

- Schon wieder diese Körnerfresser. - Oh, oh.

Carag, schau in den roten Ordner.

Kaufvertrag?

Du willst diesem Tucker Jones unseren Wald verkaufen? Unser Revier?

- Als Hilfe für deine Wahl! - Ich wusste, er hat etwas Mieses vor.

Glaubt ihr Kinder, ihr könnt etwas gegen mich ausrichten?

(langsame, dramatische Musik)

- Das sind zu viele, Carag. - Sieh zu, dass du da rauskommst.

(Brandon) Schnell!

(Brandon) Carag!

Los! Packt sie!

(Carag) Oh, an denen kommen wir nicht vorbei.

(Holly) Gibt es einen Hinterausgang?

Mir nach!

Holly, spring auf.

(Wache) Hey! Nein, stopp!

Lasst sie. Ein paar dumme Schüler habe ich im Griff.

(Holly) Ha! War das cool, Brandon!

(Brandon) Mein Schädel sieht das nicht so.

Dass Milling sogar die Woodwalker verrät...

- Wie stoppen wir ihn? - Wir erzählen alles Mrs Clearwater.

Alles? Auch, dass du vor dem Rat gelogen hast?

Ja, auch das.

(langgezogener Ton)

Seid ihr wirklich in Mr Millings Lodge eingebrochen?

- Ja. Aber nur, um Beweise zu haben. - Er will unseren Wald verkaufen.

An einen Immobilienhai.

- Das ist genau, wie ich gesagt habe. - Ja.

Das stimmt so nicht. Mr Milling hat mir alles erzählt.

Der Bauunternehmer Tucker Jones hat ihm nur ein Angebot für den Wald gemacht.

Er will dort Wohnhäuser bauen. Aber das ist natürlich völlig absurd.

Mr Milling hat uns das Land von Anfang an zur Verfügung gestellt.

Ich würde es nie verkaufen.

- Mrs Clearwater, trauen Sie ihm nicht. - Kein Wort mehr.

Was ihr gemacht habt, ist kriminell: Einbruch und Sachbeschädigung.

Das hat Konsequenzen für euch alle. Ich müsste euch von der Schule schmeißen.

Ich würde davon absehen, Lissa.

Die Kinder haben es ja nur gut gemeint. Und wir waren ja auch mal jung.

Na gut, ich werde mich mit dem Lehrerkollegium besprechen.

Euch empfehle ich, nicht noch einmal negativ aufzufallen.

(angespannte Musik)

Ich habe es doch gesagt. Milling geht über Leichen.

Schlimmer geht es nicht. Stellt euch das vor:

Die Schule ohne Wald. Statt Bäumen, Häuser, Menschen, Straßen.

Und wo sollen die ganzen Tiere hin?

Unser Baumhaus! Meine Sammlung von Kiefernzapfen!

Hast du ihr gesagt, dass du vor dem Rat gelogen hast?

Ich kam gar nicht dazu.

- Wir gehen zu ihr, wenn Milling weg ist. - Lou.

Es bringt nichts. Wir brauchen Beweise, sonst wird sie nur sauer.

- Sollen wir alle von der Schule fliegen? - Das alles ist deine Schuld.

Hättest du die Wahrheit gesagt, wäre es nie so weit gekommen.

Autsch.

Aber: Wo sie Recht hat, hat sie Recht.

Wir müssen Mrs Clearwater Bilder von Millings Plänen zeigen,

damit sie uns glaubt und den Rat einberuft.

- Wir müssen zurück zur Lodge. - Spinnst du?

Entweder Milling killt uns oder Clearwater.

Stimmt.

Das ist wirklich zu gefährlich. Wenn wir wüssten, wer ihm die Informationen gibt.

Hallo? Jeffrey und Ko. Das räudige Wolfspack arbeitet für ihn.

Wenn das stimmt, dann kann uns Tikaani vielleicht helfen.

Ich kann sie überreden, Bilder in der Lodge zu machen.

Ja, Carag. Das ist unsere einzige Chance.

Ich verabrede etwas mit ihr, ohne dass es Jeffrey mitkriegt. Kommt.

Ich... Ich komme dann nach.

Ich will noch ein bisschen...

spazieren.

- Wo geht sie schon wieder hin? - Keine Ahnung.

- Irgendwas verheimlicht sie uns doch. - Komm.

(Keckern)

Hier, Sunday. Die ist für dich.

- Wahnsinn. - Schau mal.

So. Letzte Nuss.

Wir brauchen noch einen Kaffee, Lieblingshörnchen.

Na dann...

(Frau) Bis bald, Sunday.

- Sunday? - Täusche ich mich?

Machst du dich nicht über alle lustig, die sich wie Haustiere füttern lassen?

Was macht ihr überhaupt hier? Spioniert ihr mir nach?

Ihr seid ja fast so schlimm wie Milling.

Komm, raus mit der Sprache.

Ihr wisst, dass ich meine Eltern sehr früh verloren habe.

Ich kam dann in dieses schreckliche Waisenhaus.

Mir ging es mies.

Ich vermisste meine Eltern, war wütend auf alle.

Ich habe sogar die Erzieherin gebissen, mit meinen Menschenzähnen.

- Das kommt nicht so gut an bei Menschen. - Ich weiß.

Doch dann kamen die Silvers.

Sie wollten ein Kind aufnehmen, sogar ein älteres Kind wie mich.

Aber ich war nicht besonders nett zu ihnen.

Hast du sie etwa weggeekelt?

Wie dämlich kann man sein?

Dabei mochten sie mich, glaube ich.

Nach dem ganzen Ärger mit Crump musste ich immer wieder an sie denken.

- Sie haben keine Ahnung. - Du Blödhörnchen. Besuch sie als Mensch.

Spinnst du? Das kann ich nicht.

Ich habe mich damals total daneben benommen.

-Das ist doch Jahre her. - Ja.

- Ja, aber ich kann doch nicht einfach.. - Holly.

Gib ihnen eine Chance, sonst wirst du diesen Crump nie los.

Tikaani?

Ist das ein Spickzettel?

Nein, Mr Brighteye.

(langsame Klaviermusik)

(freudig) Tikaani.

Hi, Carag.

Ich wusste nicht, ob du kommst.

Du wolltest mich sehen. Gibt es einen gewissen Grund?

Ja. Also, ich muss dich fragen...

Ja?

Arbeitet Jeffrey noch für Milling?

Und wenn ja, dann müsstest du etwas für uns tun.

Ach so.

Milling hat Jeffrey seine Feigheit bei der Aktion nicht vergeben.

Er will sich zwar wieder einschleimen, aber Milling hält ihn raus.

Eulendreck. Dann muss ich jemand anderen finden.

Das wird Milling interessieren.

War's das?

Warte.

Ich habe ziemlich viel nachgedacht über das, was du letztens gesagt hast.

Dass man ist, wer man ist und die anderen damit klarkommen müssen.

Ja, das müssen sie.

Aber was du anderen antust, das kommt auf dich an.

(Rascheln)

Was war das?

Ein junger Wolf. Wie süß.

(Kinderstimme) Bitte, tut mir nichts.

Ein Woodwalker.

Keine Sorge, Kleiner. Wir tun dir nichts.

- Wie heißt du denn? - Miro.

- Und wieso bist du ohne Eltern? - Die sind weggerannt.

Mein ganzes Rudel hatte plötzlich Angst vor mir.

Ich weiß auch nicht, warum.

Mama? Papa?

Seine Eltern haben ihn verstoßen, weil er ein Woodwalker ist.

Wir können ihn nicht hierlassen. Am Ende verhungert er noch.

Miro, komm erst mal mit uns. Wir gehen auf eine Schule für Woodwalker.

- Da wirst du gut aufgehoben sein. - Was ist ein Woodwalker?

Das erklärt dir Tikaani. Sie ist auch ein Wolf.

- Echt? - Ich zeige dir was.

(Miro) Ui, abgefahren, wie geht das denn?

(Tikaani) Genau so, wie du auch ein Mensch sein kannst. Komm mit.

(Miro) Warte!

- (Lehrer) Guten Morgen! - (Schüler) Guten Morgen.

Wir haben einen neuen Schüler.

Er hat seine Familie verloren und wird sich in unserem Wolfsrudel eingliedern.

- Er heißt Miro. - (alle) Hallo, Miro.

Miro, sei willkommen bei uns.

Hier nimmt man im Klassenzimmer seine Menschengestalt an.

Mr Elwood, er hat sich noch nie verwandelt.

Nun, das kannst du hier lernen. Stell dir vor, du wärst ein Junge.

- Und dann riech an dem hier. - Ich bin kein Junge.

Ich bin ein Wolf wie meine Eltern.

Probier es einfach.

(schnuppert) Oh, das riecht nach Mensch.

(Er niest.)

Hey, mein Fell ist weg!

Aber das brauche ich doch noch.

- Ich kann auf zwei Beinen laufen. - (Elwood) Bravo!

Ich kann meine Stimme hören.

O ho, ho, ho, ho, ho, la, la, la, la, la.

Bravo.

(Elwood) Willkommen an der Clearwater High!

- Und hopp. - (Tikaani) Nicht hinfallen, Miro.

(Brandon) Und jetzt? Was machen wir?

Wir brauchen schnell jemanden, der Fotos in der Lodge macht.

Ja, genau. Milling hat inzwischen echt viele Fans.

- Da arbeiten sicher welche für ihn. - Ja, aber die sind so verblendet.

- Berta als Undercoveragentin? Echt? - (Berta) Er als Gouverneur wäre cool.

Wir müssen etwas machen. Sonntag ist Wahltag.

Er darf seinen Plan auf keinen Fall durchziehen.

Mist, der hat uns gerade noch gefehlt.

- Holly? - Brandon, der Menschenalarm.

Wir haben etwas Wichtiges zu besprechen.

Na los, komm.

Ah... Vielleicht hier.

BIBLIOTHEK

(Holly) Was wollen Sie?

(Handy klingelt.)

(Crump) Pack deine Sachen.

Das ist meine Pflegefamilie. Ich muss da ran.

(Crump) Ich fahre dich ins neue Internat.

(Holly) Wieso soll ich an die andere Schule? Das macht kein Sinn.

- Hi, Jay! Alles gut, Schatz? - Äh, ja, ja. Alles gut.

Wir könnten am Wochenende zu den Geysiren gehen.

Äh, ja, ja, klar.

Hey, Jay. Laut Umfragen liegt dein Mentor vorne. Go Milling!

- Ah, ja, super. - Ich rufe dich dann an, okay Schatz?

- Tschüss. (Kussgeräusche) - Tschau.

(Eine Fliegt summt.)

Hab ich dich!

- (Fliegenwandler) Spinnst du? - Hey.

Ich kenne dich. Du warst einer von Millings Wachleuten.

Verräter. Suchst du weiter Beweise gegen Milling, bleibt das nicht ungestraft.

- Hör auf, ihm nachzuspionieren. - Wie kannst du für ihn arbeiten?

Der Waldverkauf schadet allen Woodwalkern.

Mach dir lieber Sorgen um deine Familie als um den Wald.

Kapiert?

Ich fange dich!

Carag, was machst du da?

Das war Millings Spitzel, ein Fliegenwandler.

Er hat mir gedroht, dass ich mich um meine Familie sorgen muss.

Crump hat den Verstand verloren.

Der Kackstiefel will mich ins Heim und auf eine normale High School schicken.

Du musst noch mal dieses nette Paar besuchen.

- Vielleicht wollen sie dich adoptieren. - Und wenn die mich nicht mehr mögen?

Hey, habt ihr Holly gesehen?

- Äh... - (Keckern)

(Carag) Nein. Wieso?

Der Klappspaten kriegt mich nicht.

Ich komme hier nicht mehr raus, bis er weg ist.

Hm?

(Crump schreit.)

(Stinktier) Mist. Jetzt ist es mir schon wieder passiert. Sorry.

Ah, ist das ekelhaft!

Der Stinkstiefel hat es verdient.

Was ist das bitte für eine Schule, in der Stinktiere frei herumlaufen?

Sie wissen doch, dass das eine sehr naturnahe Schule ist.

Sie müssen Ihren Besuch unbedingt vorher bei uns anmelden.

Was mich nur in meinen Plänen für Holly bestätigt.

Ich komm wieder. Das schwör ich Ihnen.

(Clearwater, angeekelt) O Gott.

Carag, ich muss unter vier Augen mit dir reden. Komm bitte.

Ich mache mir Sorgen um dich.

Du wirkst momentan sehr unkonzentriert. Ist alles in Ordnung?

Ich weiß nicht, was Sie meinen.

Für die Lernexpedition muss ich euch eine Vier geben.

Warum habt ihr so wenig Medikamente gekauft?

Der Rest war ausverkauft.

- Ausverkauft? - Mhm.

Und wo ist das Restgeld?

Ihr wurdet im Diner gesehen.

Carag, ich will dir wirklich sehr gern vertrauen.

Aber dazu musst du mir die Wahrheit sagen.

Ich hab sie meiner Schwester gegeben.

- Deiner Woodwalker-Schwester? - Ja.

Ich habe ihr Medikamente gegeben. Für meinen Vater.

Wieso, was ist mit deinem Vater?

Er hat eine Wunde am Bein, die nicht verheilt.

Er sollte ins Krankenhaus.

Ich mache mir Sorgen.

Er kann nicht jagen oder sich gegen Feinde wehren.

Ich habe Angst, dass Millings Leute ihn angreifen.

Wieso Milling? Wegen dem Einbruch?

Das kann ich jetzt nicht erklären.

Na gut.

Diesem Milling traue ich alles zu.

Aber jetzt müssen wir zuerst deinen Vater ins Krankenhaus bringen.

- Er will nicht zu den Menschen gehen. - Dann machen wir das gemeinsam.

Komm.

Aber, bitte sagen Sie Mrs Clearwater nichts wegen Milling.

Ich kann nicht von der Schule fliegen.

Hier geht es mir zum ersten Mal seit Jahren gut.

Dann bleibt das unter uns, ja? Komm.

(spannungsgeladene Musik)

- (Ein Rabe krächzt.) - Da ist Wing!

(Mädchenstimme) Ich habe sie gefunden. Sie sind beim großen Wasserfall.

(bewegte Musik)

(Mia) Carag!

(Carags Mutter) Da bist du ja wieder.

Es sieht leider nicht gut aus. Die Wunde hat sich entzündet.

Dad, du musst ins Krankenhaus.

Mr Bridger fährt uns. Er ist auch ein Woodwalker.

(Carags Vater) Du bist zu sehr Mensch geworden.

Die Menschen glauben, sie können alles kontrollieren, sogar den Tod.

In der Natur gelten härtere Gesetze.

(Carags Mutter) Blödsinn. Du fährst jetzt mit Carag mit.

- (Carags Vater knurrt) - (Carags Mutter) Ich sagte "jetzt".

Na, kommen Sie, Mr Goldeneye.

(Carags Mutter) Na los, geh mit ihnen mit.

(harmonische Musik)

Ich kann nicht fassen, dass ich das tue.

- Ich hoffe, das passt. - Hm.

Na, was denn?

Ich habe dich noch nie als Menschen gesehen.

(Mia) Toll gemacht, Bruderherz.

Danke, mein Schatz.

- Haltet euch versteckt, ja? - Machen wir.

- Hol uns sofort, wenn irgendwas ist. - Mache ich.

(liebevolle Musik)

So, dann: Bitte schön, Ihr Bett.

Das ist ein Nasenangriff.

Hallo. Ich bin Daniel. Blinddarm.

(Pfleger) So. Guten Appetit!

Ja, das Essen ist beschissen.

Gebt mir eure Stimme und ich verspreche euch,

mich jeden Tag für die Menschen von Wyoming um eine bessere Zukunft...

- Guten Tag. - Bessere Schulen, bessere, sicherere...

(Ärztin) Dann schauen wir uns mal Ihre Verletzung an.

Hm. Das sieht böse aus.

Ich fürchte, wir müssen sofort operieren. Sonst droht eine Blutvergiftung.

Bleib ganz ruhig. Sonst kann sie dich nicht heilen.

(Bridger) Komm, wir fahren zurück in die Schule.

Aber ich muss noch bei Dad bleiben, falls Milling kommt, um ihm was anzutun.

Du kannst heute ruhig die Nacht in deinem Bett verbringen.

Theo wird auf deinen Vater aufpassen und ihn beschützen.

Hast du pumafreundliches Essen mitgebracht?

Steak und Würstchen. Passt, oder?

(Carag) Danke.

Hallo, Mr Goldeneye.

(Eine Eule ruft.)

(Tikaani) Hey.

- Kannst du auch nicht schlafen? - Nein.

- Milling will meinem Vater was antun. - Was? O nein.

Hätte ich nur vor dem Rat die Wahrheit gesagt. Dann wäre das nicht passiert.

- Vielleicht ist es noch nicht zu spät. - Du hast Recht.

Morgen sage ich Mrs Clearwater alles. Sie muss den Rat noch mal einberufen.

Wieso will Milling deiner Familie etwas antun?

- Lange Geschichte. - Ich habe Zeit.

Da war doch der Typ mit Milling, den wir beim Müllcontainer gesehen haben.

Interessant.

(Handy klingelt.)

Hallo?

Was? Wann? Ich komme sofort.

- Was ist los? - Melody ist verschwunden.

Sie sind gestern spät ins Bett gegangen. Morgens war sie weg.

- War das Milling? - Ich dachte, er greift meinen Vater an.

Ich habe nicht an meine Pflegefamilie gedacht.

(Miro jault.)

Ich weiß, wie es ist, plötzlich allein zu sein.

Aber gestern war ich bei einem netten Paar, das mich mal adoptieren wollte.

Ich dachte, sie wären sauer, aber: gar nicht.

Sie haben mich auf einen Kakao eingeladen.

Und, siehst du sie noch mal?

Hoffentlich.

Und ich will zu meiner Wolfsfamilie.

Das verstehe ich. Mit etwas Glück finden wir sie wieder.

Und solange sind wir deine Familie.

(Brandon) Ich komme mit.

Gehst du ins Krankenhaus zu meinem Vater?

- Mhm. - Man weiß ja nie. Danke.

- Milling hat Melody gekidnappt. - Was? Diese miese Ratte.

- Hilfst du mir, sie zu finden? - Klar.

- Du brauchst sicher noch eine gute Nase. - Tikaani, ich will mit!

Nein, Miro, du bleibst hier. Es ist zu gefährlich.

- Wir kommen bald wieder zurück. - Okay. Viel Glück.

- Anna. - Jay. Da bist du.

Klar.

Komm mal her. Die Polizei war auch schon hier.

Sie glauben nicht, dass es eine Entführung ist.

Ich glaube nicht, dass Melody abgehauen ist.

Eine Suchmannschaft der Polizei ist unterwegs.

Wir wollten sie mit dem Auto suchen.

Sie hat ihre Uhr nicht mit. Sonst könnten wir sie tracken.

(Tikaani schnüffelt.)

- Sind das Freunde von dir? - Ja.

- Hi. - Hi.

- Hi. - Die wollten bei der Suche helfen.

- Wie nett. - Mhm. Ja.

Da können sie nicht rausgekommen sein. Tikaani, hast du ihre Fährte?

Hm...

Schon besser.

Außer Melody wittere ich noch eine Schlangenwandlerin.

Millings Assistentin Sheila.

Sie ist sicher durch das geöffnete Fenster rein.

Es war noch ein Woodwalker da, in Menschenform.

(Handy klingelt.)

Ja?

Ich habe gehört, dass deine Menschenschwester verschwunden ist.

Sie stecken dahinter, Sie hinterlistiges...

Halt dich fern von Mrs Clearwater oder dem Rat, dann geschieht ihr nichts.

Ich habe ihre Fährte. Da entlang.

Bäh.

- (Mann) Hey! - (Tikaani winselt.)

(Carag) Hallo.

Mist, hier verliert sich ihre Fährte.

Guck mal. Vielleicht haben Millings Leute Melody in ein Auto gezogen.

Sie haben sie sicher zu Millings Lodge mitgenommen.

Da können wir nicht noch mal alleine hin.

Ihr glaubt, dass Milling Melody entführt hat?

Ja. Weil Carag Mrs Clearwater beweisen will, was Milling treibt.

Und jetzt? Wollt ihr läuten und nachfragen?

- Dachtet ihr, ich breche mit euch ein? - Da kommt Milling.

- Sie müssen ihm nachfahren. - Ja. Bitte.

Dafür werde ich gefeuert.

(spannungsgeladene Musik)

Andrew.

- (Bridger) Wer ist der andere Typ? - Tucker Jones, ein Immobilieninvestor.

- Milling hat ihm unseren Wald verkauft. - Wieso hast du das nicht gleich gesagt?

Hätten Sie mir geglaubt? Mrs Clearwater tat es nicht. Wir wollten Beweise.

Laut Hochrechnungen bin ich morgen Gouverneur.

Du hast was gut bei mir. Ohne deine Hilfe hätte ich das nicht geschafft.

Kein Problem, solange diese merkwürdige Schule mir keine Probleme macht.

- Wir fangen morgen an zu roden. - Morgen?

Schau mal hier. So wirds dann mal aussehen.

Toll. Mach dir keine Sorgen über die Clearwater. Die habe ich im Griff.

Man kann ihm nicht trauen. Jetzt verrät er unsere Schule.

Okay. Bye.

Aber wo ist Melody?

Wo läuft denn Milling hin?

Okay, wartet kurz. Ich muss Mrs Clearwater Bescheid geben.

Lissa, die Kinder hatten Recht, Milling spielt ein doppeltes Spiel.

Ja. Wir sind hier auf dieser Aussichtsplattform, der...

Shit.

(tonlos)

Ich rufe dich gleich zurück.

(spannungsgeladene Musik)

Ich wette um meinen Nussvorrat, dass sie Melody da gefangen halten.

- Ich wittere sie schon. - Jetzt reicht es. Wir greifen an.

Holly, du befreist Melody, wir übernehmen die anderen.

- Okay, Kater, auf dein Kommando. - Machen wir sie fertig.

Los.

(Fauchen)

(Milling) Ich habe dich gewarnt.

( Er knurrt.)

- Gib sofort Melody raus! - Und du rennst zu Clearwater und Rat?

- Gib sie uns. Dann wird keiner verletzt. - (Milling) Niemals.

(Carag) Wir sind drei gegen zwei.

(Tikaani) Okay, dann drei gegen drei.

- (Melody) Hilfe! - (Carag) Melody!

(Bridger) Ich nehme die Schlange, du den Elch, okay?

(Tikaani) Elche hab ich schon als Kind gejagt. Los!

(Knurren)

(Keckern)

Du bist stark geworden, Carag. Zu schade, ich könnte dir so viel beibringen.

(Carag) Und was sollte ich von dir lernen? Wie man die Woodwalker verrät?

(Der Elch brummt bedrohlich. Tikaani winselt.)

Warte ab, Carag.

- Gouverneur ist nur der Anfang. - (Carag) Ich denke, es ist das Ende.

(Bridger jault auf.)

(Milling) Wir Woodwalker müssen über die Menschen herrschen,

nicht die Menschen über uns.

(Carag) Dir geht es nur um Rache, nicht um die Woodwalker.

Du hältst mich nicht davon ab, Carag.

Ja. Gebt ihm eins auf die Nüsse!

(spannungsgeladene Musik)

Hey! Ah!

(Carag) Halt!

(Milling) Wie du dich um die Menschen sorgst.

Sie werden für den Tod meiner Frau und meiner Tochter büßen.

(Carag) Tu ihr nichts, du hast ja gewonnen.

Bitte hilf mir, Puma.

(Lissa Clearwater) Andrew, lass das Kind los!

(Lissa Clearwater) Hör auf!

(Carag) Bleib stehen, du Feigling!

(Lissa Clearwater) Carag, komm zurück! Du überschätzt dich.

Du hättest das nicht im Alleingang machen sollen.

(Carag) Ich wollte ja mit Ihnen reden. Aber er hatte Melody als Geisel.

Es tut mir so leid, dass du da mit reingezogen wurdest.

(Bridger) Wir sollten erst mal hier weg und uns verwandeln.

- Dann kümmern wir uns um Melody. - Gute Idee. Holly, du wartest hier.

Natürlich, Mrs Clearwater.

Das glaubt mir niemand.

Stimmt! Also sag es besser auch keinem.

Ach, Mist. Sie versteht mich ja nicht.

Jetzt besteht kein Zweifel mehr, dass Milling böse Absichten hat.

Ich hätte ihm nie vertrauen dürfen.

Ja. Aber ich bin schuld, dass es überhaupt so weit gekommen ist.

Wieso? Sag bitte nicht, dass du vor dem Rat gelogen hast.

Milling war der Einzige, der wusste, wo meine Familie war.

Aber ich hätte es nie tun sollen. Es war ein Riesenfehler.

Ja, das war ein Riesenfehler.

Und jetzt wird Milling auch noch Gouverneur.

Das können wir nicht mehr verhindern.

Aber wir berufen den Rat noch mal ein und du wirst die Wahrheit sagen.

Ja.

Dann wird Milling verurteilt und kann mit seinem Assistenten in Sunny Meadows sein.

Egal ob Gouverneur oder nicht.

Aber morgen früh soll der Wald gerodet werden.

Wir müssen unser Revier beschützen.

Wir mobilisieren die Schule.

Ihr zwei kommt nach, wenn ihr Melody zurückgebracht habt.

(Tikaani) Wir schaffen das. Bis nachher.

Okay, komm.

(Melody) Das Hörnchen hat meine Fesseln durchgeknabbert.

Und der Adler und der Puma haben gegen den anderen Puma gekämpft.

Aber der ist dann abgehauen. Und der Wolf hat den Elch besiegt.

Und was mit der Schlange war, weiß ich gar nicht mehr.

Doch: Der Kojote hat sie im Maul gepackt und weggeschleudert.

Und dann sind alle Tiere weggelaufen. Bis auf das Hörnchen.

Das hat mich zur Straße begleitet und da kamen Jay und Mr Bridger angefahren.

Der Elch und die Schlange haben dich dann zur Hütte gebracht, ja?

Was? Nein.

Da waren zuerst ein Mann und eine Frau mit einem Bein.

Das habe ich doch gesagt. Ihr glaubt mir ja sowieso wieder nicht.

Nein, das klingt nur alles ein bisschen abenteuerlich.

Das Wichtigste ist, dass es dir gut geht und du wieder bei uns bist.

(Melodys Vater) Ja.

Danke fürs Finden.

Prima.

MILLING GEWINNT DIE WAHL

Milling hat gewonnen.

- Milling hat gewonnen. - Ja.

(dumpfe Musik)

(Applaus im Fernsehen)

Wir sollten gehen.

- Ich will noch mit Jay sprechen. - (Melodys Vater) Mhm.

Allein.

Ja. Klar, wir lassen euch.

- Donald. - Äh, ja.

Marlon.

Das warst du da oben, oder? Der Puma?

(Carag seufzt.)

Ja, das war ich.

Und damals, als wir wandern waren: Das warst auch du.

Ich wusste es. Ich habe es an den Augen erkannt.

Und wie du dich bewegst, ist irgendwie gleich.

- Das darfst du eigentlich nicht wissen. - Erzähl mir alles.

Das ist ein sehr großes Geheimnis. Kannst du das bewahren?

Ich schwöre bei meinem Leben.

Also gut. Wie ich können sich viele Menschen in Tiere verwandeln.

Man sieht es ihnen nicht an...

Dad. Es tut mir leid, dass ich nicht vorher gekommen bin.

Theo hat mir gesagt, dass du lieber bei deiner Menschenfamilie warst.

Aber zum Glück hast du mir das dämliche Huftier geschickt.

Es geht ihm schon besser.

Er kann so lange an der Schule wohnen, bis alle seine Wunden verheilt sind.

Danke.

- Danke, dass du geholfen hast. - Alles gut. Ehrensache.

Geholfen? Bisons können nur fressen und kacken.

- Dad! - Was?

Das ist voll beleidigend!

Und die OP an deinem Bein lief also gut, ja?

"OP"? Ach so.

Ja, ja, ja, ja, Ja.

Es ist sowieso die Frage, ob sie die ganze Mühe wert war.

Mit der Wunde hättest du nicht überlebt.

Vielleicht wäre es auch einfach von alleine verheilt.

Wenn du nicht vorher verhungert wärst oder dich keiner angegriffen hätte.

Checkst du es? Ich habe dir das Leben gerettet.

Siehst du ein, dass ich recht hatte? Aber alles, was ich mache, ist falsch.

Carag! So sprichst du nicht mit mir.

Ich habe es satt, um deine Anerkennung zu kämpfen.

Wenn du nicht akzeptierst, dass ich nicht alles mache, wie du, ist es dein Problem.

(Er knurrt leise.)

(Carags Vater atmet scharf ein.)

Mr Goldeneye, herzlich willkommen an der Clearwater High.

Danke, aber ich werde bestimmt nicht so lange bleiben.

Kommen Sie. Ich habe ein Zimmer für Sie.

Und, Carag? Alles gut gegangen?

Mhm.

Deine Pflegeschwester Melody, ist sie okay?

Ja, ja. Alles katzig.

Okay!

- Hi! - Hi!

(zarte Klaviermusik)

Danke, dass du gestern mitgekommen bist.

Ohne dich hätten wir es nicht geschafft.

Und wie du den Elch besiegt hast: Wow!

Und du hast Milling eine schöne Abreibung verpasst.

(Traurige Geigenmusik kommt hinzu.)

(Die Musik verklingt.)

(Vögel zwitschern.)

(lautes Brummen einer Maschine)

(unheilverkündende Musik)

Ja, weiter. Stopp.

(Kettensäge stoppt.)

Hey, was soll denn das?

(dramatische Musik im Marschrhythmus)

Tikaani.

Wer sich mit meiner neuen Familie anlegt, bekommt es mit mir zu tun.

Jeffrey und die anderen sind zu Milling gegangen. Aber ich wollte euch helfen.

(Er räuspert sich.) Guten Morgen.

Wie euch mein guter Freund Andrew Milling wahrscheinlich schon gesagt hat,

gehört dieses Land ab jetzt mir.

Deshalb würde ich euch bitten, schnell von hier zu verschwinden,

damit meine Männer arbeiten können, danke.

Erstens hat uns niemand informiert.

Zweitens geben wir diesen Wald nicht auf. Er ist sehr wichtig für uns.

- Mehr, als ihr je verstehen werdet. - Okay. Moment mal! Hört mal zu.

Auf diesem Land entstehen bald Wohnungen für Familien, für Kinder. Okay?

Baut da in die Höhe, wo schon Stadt ist.

- Das ist unser Revier. - Das ist nicht nur unser Revier.

(Viele Woodwalker machen verschiedene Tiergeräusche.)

- Was ist das für ein Kinderkram? - Das ist kein Kinderkram.

Es ist nur eine Sprache, die Sie nicht verstehen.

Wo zum Teufel ist Milling?

(dramatische Musik)

All diese Tiere leben hier im Wald. Sie sind auf ihn angewiesen.

Ja. Hier ist ihr Zuhause. Hier finden sie etwas zu fressen.

Und ohne ihr Revier... sterben sie.

Immer, wenn sich Menschen Land nehmen, verschwinden sie langsam und still.

Eine Art nach der anderen. Irgendwann sind sie ganz weg.

Sie...

Was auch immer für eine Hexerei Sie hier betreiben, ich rate Ihnen:

Sorgen Sie dafür, dass die Schüler und diese Viecher verschwinden.

Sonst machen wir das.

Nein. Dieser Wald ist zu wertvoll.

Ich verstehe das Problem noch nicht einmal.

Es gibt im Wald keine geschützten Tierarten.

Wegen der blöden Genehmigung wurde es geprüft.

Müssen Tiere erst vom Aussterben bedroht sein, bevor Menschen achtgeben?

- Und die Bäume? - "Die Bäume"...

Gut. Ihr habt es nicht anders gewollt.

Aufsitzen! Maschinen an!

Wir holen die Gewehre.

(spannungsgeladene Musik)

- Wir lassen uns nicht einschüchtern. - Keine Angst. Bleibt ruhig.

Wir müssen kämpfen. Wir sind stärker.

- Wir treten ihnen in die Nüsse. - Nein. Das ist ein friedlicher Protest.

(bedrohliche Musik)

(Er winselt.)

(Bedrohliche Musik läuft weiter.)

Dad?

Stopp!

Pass bloß auf.

(Schnauben)

(Musik wird bewegt.)

- Gut gemacht, Brandon. - Dem Schisser habe ich es gezeigt.

(Schuss)

- Zum letzten Mal: Verzieht euch. - Brandon, bring dich in Sicherheit.

Na gut. Bevor ich als Trophäe ende.

Haltet die Reihe. Auf uns werden sie nicht schießen.

(Summen von E-Autos)

Ah. (Er lacht.)

Andrew, wo warst du denn? Ich habe versucht, dich zu erreichen.

Du sagtest doch, alles sei okay wegen der Schule.

Ich möchte eine Ankündigung machen:

Als neu gewählter Gouverneur von Wyoming habe ich heute als Erstes verfügt,

dass dieses Gebiet unter Naturschutz steht.

Ab jetzt sind die Clearwater High und das ganze Land hier Teil des Nationalparks.

- (Jubel) - Was?

(Tikaani) Spinne ich jetzt oder was?

Los, bringt die T-Shirts.

- (Knurren) - (Knurren)

(Tucker Jones) Du kannst unsere Verabredung nicht brechen.

- Willst du jetzt etwa Streit mit mir? - Du hast einen Vertrag unterschrieben.

- Was ist? Du bist so bleich. - Alles okay.

- Ja? - Ja.

Dann setzt du dich jetzt in dein Auto, fährst du in deine schöne Villa

und vergisst dieses ganze Unterfangen.

- Okay? - Mhm.

- Was sagst du dazu? - Okay, wird so gemacht.

Du hörst von meinem Anwalt! Ich mache dich fertig!

Katzig.

Andrew?

Kannst du mir sagen, was für ein Spiel du spielst?

Ich sagte doch, dass ich das Land niemals verkaufen werde.

Jetzt kann ich es unter Schutz stellen.

- Du hast ein Mädchen entführt. - Unsinn.

Sie hatte sich im Wald verlaufen und ich habe ihr geholfen.

Ich weiß, dass du hinter den Anschlägen steckst.

Carag wird nicht mehr für dich lügen und ich werde den Rat erneut einberufen.

Weißt du was? Ich pfeife auf den Rat.

Ich habe jetzt mehr Macht in der Menschenwelt,

Verbündete im ganzen Land und alle Woodwalker stehen hinter mir.

- Das ist euer Land! - (Jubelrufe)

Siehst du.

Mrs Clearwater, Milling hat es von Anfang an so geplant,

damit er Gouverneur wird und am Ende bei den Woodwalkern als Held dasteht.

Er baut seine Macht immer weiter aus,

um sich irgendwann schrecklich an den Menschen zu rächen.

Ja, er ist schlau, Carag. Gefährlich und unberechenbar.

Aber wenigstens ist unser Revier jetzt sicher.

Und das muss gefeiert werden.

Und, glaub mir, er ist zwar mächtig, aber noch hat Milling nicht gewonnen.

(ruhige Musik)

Äh, Lou?

Es tut mir leid wegen der Lüge. Du hattest Recht.

Wegen mir ist Milling jetzt an der Macht. Das war dumm von mir.

Stimmt. Aber danke.

Freunde?

Mit einem Puma? Mal sehen.

Na, du mutiges Kätzchen. Du hättest ihn mit Milling sehen müssen.

Ja, aber das nächste Mal kommt er nicht so einfach davon.

Ja. Wir kriegen ihn schon irgendwie noch. Wir müssen einfach...

Holly! Hallo! Juhu! Holly, wir sind hier!

Carag...

Ich... Ich muss zugeben, diese Schule ist gar nicht so schlecht.

Und wie ihr da zusammenhaltet, da lernst du scheinbar Sachen,

die du fürs Leben gebrauchen kannst.

Und auch, dass du Freunde gefunden hast.

Du meinst Brandon, also "das dämliche Huftier"?

Genau. Also nein.

Es... Es tut mir leid, wegen den Sprüchen und so.

Bisons können scheinbar mehr als nur fressen und kacken.

Und danke, dass du mir das Leben gerettet hast.

Ich bin manchmal ein bisschen stur.

Dann weiß ich ja, woher ich das habe.

Ja. Ja.

(Mrs Silver) Lass dich drücken.

Ich habe das Gefühl, Crump muss sich ein neues Opfer suchen.

- (Mr Silver) Wir freuen uns so. - (Holly) Ja, ich mich auch.

Na komm, geh schon. Jetzt geh!

(ruhige Musik)

- (Holly) Das ist übrigens Brandon. - Hi, Brandon.

- Bis morgen, ja? - (Holly) Ja.

Netter Junge.

(Musik wird bewegter.)

(Tikaani jubelt.)

(Auch Carag jubelt.)

(Musik verstummt.)

Es hat alles geklappt, wir machen weiter wie geplant.

Studio Mitte MV SDH-Untertitel: Nanna Gorbach

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