All language subtitles for Bruce.Lee.Der.Fluch.des.Drachens.1993.German.DVDRip.Retail

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Original subtitles

Vor Norris,

Van Damme

und Seagal

gab es nur einen Meister.

Er maß nur 1,72 m und wog 67,5 kg, war aber dennoch ein Riese:

Eine lebende Legende.

In der ganzen Welt galt er als größter Kampfkünstler des 20. Jahrhunderts.

Sein tragischer Tod liegt 20 Jahre zurück.

Er hat die Welt des Kampfsports und des Actionfilms für immer verändert.

Letzte Woche in Hongkong

21. Juli 1973

drängten sich 12.000 Trauernde

hinter den Polizeiabsperrungen.

Die Beisetzung war ruhiger.

25. Juli 1973

Nur 200 geladene Gäste waren anwesend.

Fans, die ohne Einladung erschienen,

wurden ruhig abgewiesen.

Sie warteten in Grüppchen auf der Straße.

Die Gäste kamen aus Seattles chinesischer Gemeinde

und aus Hollywood.

Lee lebte in diesen beiden Welten.

Aus Hollywood kamen auch Steve McQueen und James Coburn.

Lee brachte ihnen seine Kampfsporttechnik

in seiner Schule in L.A. bei.

Danke.

Ruhe in Frieden.

Ok, Adieu.

Doch wie war das wahre Leben dieses Mannes

jenseits der Mythen und Schlagzeilen?

Welche Umstände führten zum Tod

des 32-jährigen internationalen Superstars?

Gibt es eine Verbindung zwischen seinem Tod

und dem seines Sohnes Brandon 20 Jahre später?

Bruce Lee ist ein Idol.

Seine Filme laufen noch in Paris, Athen und Mexiko Stadt.

Die Shaolin-Mönche verehren ihn.

Ein malaysischer Stamm betet ihn an und glaubt, er sei noch am Leben.

Bruce war eine komplexe Persönlichkeit.

Ich kannte ihn so, wie er in der Öffentlichkeit war,

also als engagierten Kampfsportler,

der die Regeln seiner Kunst

und ihre Ansprüche sehr ernst nahm.

Er opferte viel für die Kunst.

Aber andererseits war er auch ein richtiger Clown.

Sein Künstlername war Lee Siu Lung.

Freund

Das bedeutet: "Kleiner Drache".

Und während seines kurzen Lebens

verkörperte Bruce diesen Namen.

Mit aller dazugehörigen Dramatik,

den Legenden und dem Feuerwerk,

die einen Drachen umgeben.

Er war wirklich...

Jede seiner Kampfszenen hatte einen gewissen

Produzent "Der Mann mit der Todeskralle"

Reinheitsgrad.

Ich glaube, niemand sonst

ist so anmutig wie er.

Er war unglaublich anmutig.

"Todesgrüße aus Shanghai" (Die Faust des Rächers)

Ich bin seit 20 Jahren Kritiker und kenne tausende Filme.

Biografie-Autor

Das Besondere an Bruce Lees Filmen war er selbst.

Er kommt direkt auf einen zu.

Man sitzt im Kino und er ist direkt vor einem.

Das schaffen nur wenige Schauspieler.

Dabei hatte er eine ganz erstaunliche und offensichtliche

Aufrichtigkeit und Intensität.

Wenn Kinder ihn sahen, sprangen sie auf und schrien.

Frauen fielen um.

Den Männern gefiel es, sich mit ihm zu identifizieren.

Wenn man seinen Körper anfasste,

fühlte er sich an, als wäre er aus Mahagoni.

Da gab überhaupt nichts nach. Er war aus Stahl.

Für mich war Bruce eine Art abtrünniger taoistischer Priester.

Er war absolut nicht der Typ,

der einfach den Traditionen folgt.

Aber er war spirituell. Er glaubte fest an Gut und Böse

und hatte seine eigenen Vorstellungen von deren Bedeutung.

Dabei war er stark vom Taoismus geprägt.

Man konnte ihn nicht kategorisieren, er war weit darüber hinaus.

Als ich ihn zuletzt sah,

hatte er den Körper eines 23-Jährigen mit glänzender Samthaut.

Jeder einzelne Muskel war perfekt in Form.

Er wirkte,

als könnte er problemlos 6 m in die Luft springen.

Er war auf dem Höhepunkt seiner körperlichen Entwicklung.

Er war, wie er sagte,

ein guter Kampfsportler.

Für ihn war Kampfsport eine Religion.

Woran ich mich vor allem erinnere, ist seine Intensität.

Bruce war sehr konzentriert.

Er konnte sich intensiver auf etwas konzentrieren

als jeder andere Mensch, den ich kenne.

Zum 1. Mal

Pan-Am Judo-Goldmedaillengewinner 1967

war hier ein Chinese zu sehen,

der nicht die typische Rolle hatte. Sie wissen schon,

mit Zopf und unterwürfigen Verbeugungen.

Zum 1. Mal war hier ein Supermann zu sehen, ein Held.

Natürlich gab es Leute,

für die Bruce Lee ein Angeber war, ein frecher Eindringling.

Noch heute ist er für viele traditionell denkende Chinesen eher jemand,

mit dem man sich ungern identifiziert,

nicht jemand, auf den man stolz sein könnte.

Er ist seit über 20 Jahren tot, aber er ist immer noch eine Legende.

Er ist immer noch aktuell. Sie drehen diesen Film,

weil Bruce Lee immer noch interessant ist.

Das ist etwas Besonderes. Nur an wenige Leute

erinnert man sich noch so viele Jahre nach ihrem Tod.

Elvis Presley, James Dean...

Körperlich war er perfekt. Da gab es

nichts mehr zu verbessern.

Keiner hat das je geschafft.

Aber er wollte sein Inneres perfektionieren.

Vielleicht tut er das jetzt. Was weiß ich.

Aber das

ist eine esoterische Reise.

Es ist eine Entdeckungsreise ins Selbst, und in Beziehungen.

So ist es. Eine esoterische, erstaunliche,

fantastische Entdeckungsreise.

Und Bruce hat sie fast vollendet.

Beinahe.

"Der Mann mit der Todeskralle"

27. November 1940. Das Jahr des Drachen.

Der chinesische Opernstar Li Hoi Chen gastiert in San Francisco.

Seine Frau Grace bekommt ihr 3. Kind.

Es erhält den Namen Lee Jun Fan.

Auf der Geburtsurkunde steht ein amerikanischer Name: Bruce Lee.

Mein Vater begann

Bruce Lees Bruder

als Allround-Schauspieler.

Als Bruce und er selbst älter wurden, wurde er ein Komiker.

Mein Vater war in China

Bruce Lees Vater

der 4. beliebteste Opern-Komiker seiner Zeit.

Als Bruce 3 Wochen alt war, brachte mein Vater ihn

in einem Film unter.

Es war ein chinesischer Film aus den USA.

Wenn mein Vater in Hongkong

oder in China auftrat,

war Bruce immer mit ihm am Set oder im Studio,

wenn geprobt wurde.

Dadurch entwickelte er ein sehr gutes Wahrnehmungsvermögen.

Vater war sehr traditionsbewusst.

Er war immer in seinem Zimmer.

Wenn man mit ihm reden wollte, klopfte man,

und er sagte: "Herein."

Er war Kaiser des Hauses.

Sein Vater nahm Opium,

und auch er rauchte es

jeden Tag, solange er als Komiker arbeitete.

Alle Chinesen der Oberschicht

und wohl auch Perser und die Leute in den Herstellerländern

rauchen täglich Opium.

Im Alter von 18 Jahren hatte Lee in über 20 Filmen gespielt.

In The Orphan spielt er einen Teenager,

der wie er selbst eine schwierige Jugend durchlebt.

In diesen seltenen Aufnahmen ist Lee als Straßenjunge zu sehen.

Hast du genug?

Ich hab dein Schuhputzzeug geklaut, um dich herzulocken.

Weil ich es ernst meine.

Wie kam Bruce ursprünglich zum Kampfsport?

Jahrelang sah er seinen Vater Tai Chi Chuan üben.

Aber es interessierte ihn kaum, bis er 1-mal verprügelt wurde.

Der Wing-Chun-Meister Yip Man lehrte ihn

die Selbstverteidigung.

Lee zeigte Talent und begann, ernsthaft zu trainieren.

Der Bruce, den ich als Kind kannte,

war sehr unkonzentriert.

Aber nachdem er anfing, Kampfsport zu erlernen,

also ab 14 Jahren,

wurde er immer konzentrierter.

Leider konzentrierte er sich aber nur auf den Kampfsport,

und überhaupt nicht auf die Schule.

Es gab nur noch Wing Chun,

den er als den besten Stil ansah.

Bruce Lees Schüler

Er geriet jeden Tag in Kämpfe.

Bruce trug typische traditionelle chinesische Kleidung.

Er war noch ein Jugendlicher, ein Teenager.

Die Leute starrten ihn natürlich an.

Und wenn sie starrten, sagte Bruce:

"Was starrt ihr mich an? Ist was mit mir?"

Die vielen Kämpfe, die er auf den Dächern Hongkongs erlebte,

beeinflussten seine Auffassung von der Ethik des Kampfsports.

Es gab eine Zeit, da war er nur ein harter Straßenjunge in Hongkong.

Er hätte absacken können.

Seine Familie hat ihn davor bewahrt, aber das Risiko bestand.

Prügeleien waren in Hongkong gesetzlich verboten.

Bruce stammte aus einer recht wohlhabenden Familie.

Seine Eltern waren sehr besorgt, dass seine Schlägereien

Schande über die Familie bringen könnten.

Sie meinten, er solle Hongkong und seine Probleme

hinter sich lassen.

Er ging in die USA, um bei Ruby Chow zu leben,

einem Freund der Familie.

Mein Vater sagte: "Er hat jetzt $100 und weiter gar nichts.

Hoffentlich packt er's."

Die Eltern schickten Bruce

nach Seattle auf die Schule.

Er sollte seinen Abschluss an der Highschool machen.

Er lebte bei meiner Familie und arbeitete zunächst als Aushilfe

und Kellner in unserem Restaurant.

Das lag ihm nicht besonders.

Vor allem, weil er aus einer reichen Familie stammte,

und gewohnt war, bedient zu werden.

Lee eröffnet eine Kung-Fu-Schule

und unterrichtet gegen Geld, was bei Asiaten unüblich ist.

Seinen einzigartigen Stil benennt er nach sich selbst, Jun Fan.

Seine 1. Schüler waren vor allem Kämpfer,

die von der Straße kamen.

Ich habe geboxt, gerungen, usw.

Bruce Lees Schüler

und mich auf der Straße geprügelt.

Es war genau wie in dem Artikel, den ich von ihm gelesen hatte.

Bruce versuchte, Kung Fu und seine Kampfkunst

mit einer Art Philosophie zu verbinden.

Er las viel,

um alles über die alten Stile zu lernen.

Aber er verlor die Orientierung und er meinte,

die alten Stile waren keine Antwort.

Am Anfang

Bruce Lees 1. Schüler

ähnelte die Gruppe der UNO. Japaner, Chinesen,

Schwarze, Weiße, Latinos.

Das war ihm eigentlich egal.

1964 heiratet Lee Linda Emory, eine seiner Schülerinnen,

und zieht nach Oakland, Kalifornien.

Die chinesische Kampfsportszene dort in Oakland

Bruce-Lee-Historiker

war nicht gut auf ihn zu sprechen. Sie warf ihm vor,

Ausländer zu unterrichten.

Chinesen unterrichteten damals nur Chinesen.

Sohn des Gründers von American Kenpo

Alles wurde sehr geheim gehalten.

Sie lehrten auch keine anderen Asiaten.

Nur Chinesen sollten die Kunst beherrschen.

Bruce sah das anders,

Lehrer - Jeet Kune Do

da er in westlicher Kultur lebte.

Er hielt jeden für würdig. Einmal sagte er

recht sarkastisch: "Meinst du, nur Chinesen

sind tugendhafte, moralische Menschen,

und die anderen Völker nicht?

Das ist doch Blödsinn."

Er hat viel bewegt, und brachte mich zum Nachdenken...

Endlich ein Chinese, der Nicht-Chinesen unterrichtete.

Lee kritisiert die traditionelleren Formen des chinesischen Kung Fu.

Er bezeichnet sie als "klassisches Desaster"

und erklärt: "99 % der asiatischen Selbstverteidigung sind Quatsch.

Es sieht schön aus, funktioniert aber nicht."

Die chinesische Kampfsportszene ist aufgebracht.

Sie schicken ihm einen Herausforderer.

Er kam zu Bruce Lees Schule in Chinatown, Oakland, und sagte:

"Die chinesische Kung-Fu-Gemeinschaft schickt mich.

Du sollst deine Schule schließen,

weil du Nicht-Chinesen unterrichtest."

Und Bruce Lee sagte: "Ich unterrichte, wen ich will."

Es lief darauf hinaus, dass er sagte:

"Wenn du mich besiegst,

darfst du Ausländer unterrichten.

Verlierst du, schließt du die Schule."

"Todesgrüße aus Shanghai" (Die Faust des Rächers)

Lee kämpft im traditionellen Wing Chun Stil.

Er gewinnt, aber nur ganz knapp.

Daraus schloss er 2 Dinge:

1., dass sein Körper nicht so fit war, wie er sein könnte,

was das Herz und den Kreislauf betraf.

Und 2.,

dass er über sehr wenige kämpferische Möglichkeiten verfügte.

Lee entwickelt einen neuen Stil des Kampfsports,

den er Jeet Kune Do nennt.

Dabei verschmelzen Verstand, Körper und Geist.

Wasser hat keine feste Form.

Man kann es nicht festhalten, es schlagen oder ihm wehtun.

Kung-Fu-Kämpfer versuchen,

flexibel wie das Wasser zu sein

und sich dem Gegner anzupassen.

Die Kranichform:

Alte Probeaufnahme

Los geht's.

Ein Karateschlag ist hart wie eine Eisenstange.

Ein Kung-Fu-Schlag ist eine Eisenkette mit einer Eisenkugel am Ende:

Es macht "bumm" und tut innen weh.

Es gibt den Fingerstoß,

den Fauststoß,

die Rückfaust, auch tief,

und den Tritt, gerade in die Leiste oder höher.

1964 hatte mein Vater die Idee eines großen Karate-Wettbewerbs.

Ein internationales Turnier

mit Teilnehmern aus der ganzen Welt, die derart gegeneinander antreten,

dass sie ihre unterschiedlichen Stile demonstrieren können.

Er hielt das für eine gute Gelegenheit,

der ganzen Welt diesen jungen Mann aus Oakland zu präsentieren.

Sein Name war Bruce Lee.

Diese seltenen Aufnahmen zeigen, wie gelenkig er ist.

Noch 1-mal in Zeitlupe...

Mein Vater sagte oft, dass Bruce der beste Kämpfer war,

den er je gesehen hatte.

Ihn faszinierte die Geschwindigkeit, Geschicklichkeit

und die Schlagkraft von Bruce.

Ebenso wie seine Präsenz, sein Humor

und seine unübersehbare Selbstsicherheit.

Er präsentierte sich gut.

William Dozier ist begeistert von Lee und engagiert ihn

für die Serie Die grüne Hornisse.

Ich glaube, die gesamte Kampfsportszene

fand Die grüne Hornisse toll, weil Bruce mitspielte.

Die grüne Hornisse lief nur für eine Staffel.

Aber sie gab Bruce den Ruf eines Kampfsportlers von Weltrang.

Das Einzigartige an Bruce war, dass er von jedem lernte.

Er versteifte sich nicht auf eine einzelne Kampftechnik.

Er wollte von allen lernen.

Ich war für meine Kicks bekannt.

Als wir anfingen zu trainieren,

arbeitete Jeet Kune Do vor allem mit Tritten unter die Hüfte.

Das war sein Prinzip:

Immer unterhalb der Hüfte treten, nie darüber.

Ich meinte: "Du hast schon Recht,

aber es ist gut, überall treffen zu können."

Als wir übten, änderte er seine Prinzipien.

Wie im Film zu sehen ist, wurden seine Tritte deutlich höher.

Er beobachtete Boxer und konnte sie imitieren.

Er imitierte Jersey Joe Walcott.

Er mochte Muhammad Ali wegen der Leichtigkeit seiner Beinarbeit.

Wir redeten über Muhammad Ali

"Die Todeskralle 2"

und Bruce meinte, Ali gehöre wegen

seiner Geschwindigkeit eigentlich in eine eigene Gewichtsklasse.

Ich denke, Bruce war durch seine Herkunft sehr offen

für verschiedene Konzepte, wie man sein Leben leben kann.

Diese Offenheit drückte sich auch in seiner Kunst aus.

Jeet Kune Do ist sehr vielseitig.

Insofern ist es sehr amerikanisch.

Amerikanisch, nicht asiatisch.

Es ist eine Mischung vieler unterschiedlicher Kampfstile.

Ich halte es für amerikanisch,

obwohl es viel von der asiatischen Kampfkunst hat.

Jeet Kune Do bedeutet:

"Der Weg der eingreifenden Faust."

Bruce Lees Schüler

"Jeet" bedeutet "abfangen" oder "stoppen".

"Kune": "der Faust".

"Do" heißt "der Weg".

Genau das will er damit sagen.

Man muss seine eigenen Erfahrungen sammeln.

Man soll übernehmen, was man braucht und das andere ablehnen.

Nichts Unbekanntes ablehnen.

Es war gut, dass ich keine Kampfausbildung hatte,

als ich Bruce traf, außer ein bisschen Boxen.

Ich war völlig unvoreingenommen

und für alles offen, wenn es nur funktionierte.

Alles, was Bruce mir zeigte, funktionierte.

Ich habe niemals einen stärkeren Mann als ihn gesehen.

Er machte Liegestützen auf 2 Fingern.

Ich kann es nicht einmal auf 4.

Auf den Fäusten, ja, aber nicht auf den Fingern.

Er war 1,72 m groß. Aber seine Reichweite

entsprach jemandem von etwa 1,85 m.

Er hatte sehr lange Arme für seine Größe.

Dazu kam sein unglaubliches athletisches Geschick,

Balance, Geschwindigkeit, Koordination und Timing.

Und hinter allem stand ein starker Wille und Instinkt.

Er sagte: "Ich bin arrogant, aber ich zeige euch, warum.

Es gibt einen Grund dafür."

Er war ein Angeber. Ich glaube, alle Amerikaner

haben das irgendwie in sich.

Sie sagen: "Ich kann das. Ich bin gut."

Er war unglaublich dynamisch.

Er beschleunigte aus dem Stand von 0 auf 100,

und weg war er.

Er hat dasselbe mit mir gemacht wie mit James Coburn.

Er beherrschte den so genannten 2,5-cm-Schlag.

Er streckte den Arm aus,

berührte einen an der Brust,

und dann zuckte er nur irgendwie

und man flog 2 m nach hinten.

Ich prallte an die Wand, rutschte herunter

und fiel zu Boden. Ich dachte:

"Wie konnte das passieren?

Wie kann es sein, dass ich an die Wand pralle, heruntergleite

und auf den Boden plumpse?

Ich habe die pan-amerikanische Goldmedaille im Judo.

Was ist passiert?"

Wir trainierten mit einem Sack, der auf der Terrasse hing.

Ein Sack wie zum Football-Training.

Ich wollte daran meine Sidekicks mit Anlauf üben.

Wir trainierten immer auf seiner Terrasse.

Ich versuchte, den Sack zum Schwingen zu bringen,

und er sagte: "Nein, schau zu." Er machte

einen Sidekick mit Anlauf, trat zu,

und der Sack löste sich buchstäblich auf.

Im ganzen Hof lagen die Lumpen, oder womit er gefüllt war, herum.

Ich wäre nie gegen ihn angetreten. Nie.

Schöpfer des amerikanischen Taekwondo

Er war so schnell und effektiv.

Vor allem seine Schlagkraft.

Ich wusste, ein Schlag von ihm reicht, und man ist bewusstlos.

In den 60ern, nach Die grüne Hornisse,

ging es mit Lees Karriere nicht so recht weiter.

Er war sehr enttäuscht.

Er wusste, er hatte das Charisma, die Technik, eigentlich alles.

Er hatte das Talent, es zu etwas zu bringen.

Nach dem Ende von Die grüne Hornisse stagniert Lees Filmkarriere.

Er gründet eine Schule für Jeet Kune Do in L.A.

Sein Ruf lockt berühmte Schüler an,

darunter Kareem Abdul-Jabbar,

James Coburn, James Garner und Steve McQueen.

Von den Schauspielern mochte Bruce besonders Coburn und McQueen.

- Die anderen natürlich auch... - Ja, klar.

Aber McQueen mochte er, weil er körperlich sehr aktiv war.

Er fuhr gerne Motorrad oder Auto.

Und Coburn mochte er,

weil er mit ihm gut philosophieren konnte.

Er sagte: "Wenn man die beiden kombiniert,

ergibt das einen guten Kämpfer."

Wir waren Konkurrenten. Steve war sehr ehrgeizig.

So jemand war mir noch nie begegnet. Er war sehr egoistisch.

Kampfsport-Choreograf

Steve wollte, was Bruce hatte. Bruce wollte, was Steve hatte.

Steve war ein Superstar. Zu seiner Zeit war er der Größte.

Bruce war ein unglaublich guter Kampfsportler.

Steve wollte so sein wie er, das spornte ihn an.

Bruce hingegen wollte ein Superstar sein.

Die beiden nervten sich ständig, es ging immer hin und her,

dauernd zogen sie sich auf.

Sein Ziel war, mehr Geld zu verdienen als Steve McQueen.

Es ärgerte ihn wirklich,

wenn Steve mehr verdiente als er.

1967 haben Bruce und Linda 2 Kinder, Brandon and Shannon.

Linda gibt ihrem Mann in dieser schwierigen Zeit viel Unterstützung.

Sie war eine gute Mischung aus einer asiatischen und einer westlichen Frau.

Sie verstand Bruce auf eine Art, die uns wohl immer fremd war.

Für mich war sie sein Anker.

Sie war da, sie machte sein Haus zu einem Zuhause.

Sie wirkte beruhigend auf ihn und sie verstand ihn.

Produzent "Der Mann mit der Todeskralle"

Sie passten gut zusammen.

Bruce fiel es schwer, Leuten zu vertrauen,

aber Linda vertraute er völlig.

Ich glaube, es war vor allem das, was sie verband.

Bruce fühlte sich in Hollywood

wegen seiner Hautfarbe benachteiligt.

Es war nicht leicht für ihn,

eine Hauptrolle in nicht-chinesischen Actionfilmen

zu bekommen.

Es fiel ihm sehr schwer, damit umzugehen.

Zweifellos wurde er in Hollywood diskriminiert

und mit Vorurteilen konfrontiert.

Man urteilte nicht nach seinem Talent. Es war eher so, dass sie sagten:

"Heute brauchen wir keinen Chinesen."

Sie erkannten nicht, was er zu bieten hatte,

sein Genie und Talent, Unternehmungsgeist und Kreativität.

Bruce nahm das schwer.

Er sagte: "Ich bin besser als jeder andere.

Angeblich wollen die Produzenten und Regisseure doch immer die Besten.

Warum nehmen sie mich nicht?"

Es war sehr verärgert, aus gutem Grund.

Bruce verwendete den Kampfsport als Sprungbrett für eine Filmkarriere.

Er wusste, was er spielen wollte, und versuchte es hier in Amerika.

Er wollte...

Er spielte in der Fernsehsendung Die grüne Hornisse

und wollte in die Kung-Fu-Serie.

Sie haben dann David Carradine anstelle von Bruce genommen.

Das verärgerte ihn sehr.

Bruce war zu gut fürs Fernsehen.

Sein Talent reichte für mehr als nur fürs Fernsehen.

Ich sagte zu ihm: "Hör zu,

geh nach Asien und mach dort ein paar Filme.

Dann wirst du ein Star.

Hier kommst du höchstens ins Fernsehen

und verschwendest dein ganzes Können.

Irgendwann fängst du an, dich immer zu wiederholen.

Du würdest dich abnutzen.

Außerdem könntest du

deine Schauspielerei verfeinern. Geh da hin und arbeite was."

"Die Todesfaust des Cheng Li"

Er ging also nach Hongkong

und drehte Die Todesfaust des Cheng Li,

weil er sich keine Illusionen mehr

über seine Chancen in Hollywood machte.

Für ihn waren die Karten gezinkt.

Sein Ziel war, in Hongkong

ein Star zu werden, und dann zurückzukehren

und hier ein Star zu sein. Es wäre sicherlich auch so gekommen.

Golden Harvest nehmen ihn für 2 Filme unter Vertrag.

Sie wollen nichts riskieren und geben Lee

in Die Todesfaust des Cheng Li zunächst nur eine Nebenrolle.

Zuerst wird eine der zentralen Kampfszenen gedreht.

Lees Präsenz ist elektrisierend.

Seine Rolle wird umgeschrieben, und er wird der Star des Films.

Bruce bringt eigene Ideen ein

und beeinflusst alle Aspekte des Films.

Von Drehbuchänderungen bis hin zu Kamerawinkeln.

"Die Todesfaust des Cheng Li"

Als Bruce nach Hongkong ging, wurde er wie durch ein Wunder zum Star.

Er eroberte Asien ähnlich wie die Beatles.

Bruce wurde sehr schnell berühmt,

innerhalb weniger Monate nach seinem 1. erfolgreichen Film.

Wir bekamen das mit,

weil meine Mutter und ich noch in Amerika waren und seine Filme sahen.

Im Kino waren wir überrascht.

Nichts Böses überlebt die Wut von Bruce Lee!

Wir hatten nicht erwartet, dort Weiße, Schwarze, Latinos,

ein so buntes Publikum zu sehen.

Jedes Mal, wenn Bruce zuschlug und einer zu Boden ging,

jubelten alle und riefen: "Ja, weiter so, Kumpel!"

Es war überraschend. Wir freuten uns sehr für ihn.

Mit Bruce in Hongkong zu sein,

war wie mit Elvis Presley auszugehen. Überall Fans,

und die Leute riefen ihn Lee Siu Lung.

Er war immer von Menschen umringt,

hatte nirgendwo seine Ruhe.

Die Presse krönt Bruce Lee zum "König des Kung Fu".

Nach Die Todesfaust denken alle, dass er zweifellos

der härteste Mann der Welt ist.

Lee wird ständig bedroht oder gefordert,

so dass Bob Baker die Rolle des Bodyguards übernimmt.

Todesgrüße aus Shanghai, Lees nächster Film, schlägt in Asien

alle Kassenrekorde.

In Singapur werden Vorstellungen abgesagt,

weil es um die Kinos herum zum Verkehrschaos kommt.

In China

ist Bruce bei allen Männern beliebt.

Insbesondere die kleineren verehren ihn,

weil er ihnen zeigt, dass sie sich nichts gefallen lassen müssen.

Das ist ein wichtiges Thema in der chinesischen Kultur.

Bruce half ihnen dabei, mehr Selbstbewusstsein zu haben.

Gegen den Widerstand der Hongkonger Filmbranche

fordert und erhält Lee völlige Kontrolle über den nächsten Film.

Bei Die Todeskralle 2 schreibt er, produziert, spielt und führt Regie.

Die Kampfszenen in Die Todeskralle schlägt wieder zu

waren Bruces 1. Versuch,

seinen Traum einer Choreografie zu verwirklichen.

Nie zuvor hatte er so viel Freiheit,

Zeit und auch Geld, um seine Vorstellungen zu verwirklichen.

Ich kam zum Set und stellte fest -

und das war mir noch nie begegnet -

er kannte sich mit Theater, Schauspielerei und Kameras aus.

Er war voll mit dabei.

Alles spitzte sich auf eine stark emotionale Kampfszene zu.

Er bekam alles, was in ihm und den anderen steckte, auf den Film.

Die Szene in Die Todeskralle 2, in der Bruce und ich kämpfen,

drehten wir im Kolosseum in Rom.

Bruce und ich trainierten schon 3 Jahre zusammen,

wir kannten uns also gut.

Wir sprachen uns nur ab

und gingen dann einfach 3 Tage da hin

und drehten den Kampf.

In 3 Tagen war die Szene im Kasten.

Mir gefiel, dass Bruce es aussehen ließ

wie einen Kampf zwischen 2 Gladiatoren,

genau wie in Rom vor Hunderten von Jahren.

Der Mix von Action und Humor in Die Todeskralle 2

macht ihn zu Lees bestem Film.

Lees Dynamik begeistert die Fans

und er benutzt eine unbekannte Waffe, die tödlichen Nunchakus.

"Die Todeskralle schlägt wieder zu"

Ergreift ihn.

Bruce wandte sich vom klassischen Kampfsport ab.

Er begab sich in die Welt der Filmproduktion,

die ihm völlig neu war.

Aber er fand sich darin sehr schnell zurecht.

Er sah es als Möglichkeit,

nicht mehr nur als Kampfsportler betrachtet zu werden.

Gleichzeitig hatte er Angst,

dass er, wenn er berühmt wäre,

keine Freunde mehr hätte, sondern nur ausgenutzt werden würde.

Er wusste, im Bereich des Kampfsports hatte er

einzigartige Fähigkeiten.

Er hatte noch nie jemanden getroffen, der seine Fähigkeiten übertraf.

Daher dachte er, dass er vielleicht

die Hongkonger Filmbranche verändern könnte.

Deshalb hatte er plötzlich viele Feinde,

die ihn als Bedrohung ansahen.

Er war nicht mehr irgendwer, der für $75

oder $1.000 die Woche in Filmen spielte. Das war egal.

Psychologe

Dieser Mann gefährdete ihr Berufsleben, ihr Geschäft.

Als Bruce Lee wieder in Hongkong war

Biografie-Autor

und sich nicht in Amerika durchschlagen musste,

insbesondere gegen die Mächtigen in Hollywood,

wurde er zum Tyrann.

Er schnauzte Leute an, kommandierte sie herum, drohte ihnen.

Er war ein machtgieriger Tyrann.

Ich glaube, er gab ständig an, um alle zu beeindrucken.

Man hatte nie das Gefühl, er wäre ein Schwächling

oder verletzlich.

Aber auch ein starker Mensch

ist letztlich nur ein Mensch.

Wenn man sich nicht wie Elvis mit einer Gang umgibt,

die alle Pistolen mit sich herumtragen,

dann ist man einfach verletzlich.

Meiner Meinung nach hatte er Heimweh nach Amerika.

Das ist meine Ansicht. Ich glaube,

es gefiel ihm hier in Amerika.

In Hongkong war er nie sicher, wer sein Freund war.

Ich glaube, er vermisste...

Manchmal kam er sonntags zum unterrichten

in meine Schule nach Chinatown. Das fehlte ihm.

In Hongkong unterrichtete er nicht.

Er sagte: "Ich habe keine Zeit, wegen der Dreharbeiten.

Ich habe nur Zeit, selbst zu trainieren,

aber nicht zum Unterrichten." Das fehlte ihm sicher.

Er teilte sein Wissen gern mit anderen.

Er war ein Star. Ich beobachtete ihn gerne,

weil ich ihn so nie gekannt hatte.

Aber meiner Meinung nach, bekam er es deswegen mit der Angst zu tun.

Bruces fröhliche Seite, die mir sehr gefallen hatte,

schien dort verschwunden zu sein.

Denken Sie mal daran, was für ein Mensch Bruce war.

Wenn er mit Traditionen unzufrieden war,

Verleger - The Hollywood Reporter

sagte er es gerade heraus, zur Not auch im Fernsehen.

Er war direkt und fing Streitereien an.

In Asien wird der Kampfsport ebenso ernst genommen,

wie ein Priester oder ein Rabbi seine Religion ernst nimmt.

Den Asiaten ist er sehr wichtig.

Der Kampfsport hat traditionelle Formen.

Und diese Traditionen haben sich

jahrtausendelang entwickelt.

Und auf einmal sagt Bruce Lee:

"Ich nehme etwas von dieser Form, und dieser,

und noch etwas Thai-Kickboxen und amerikanisches Boxen.

Ich mische alles, verkürze diesen Schlag

und nenne das Ganze dann Jeet Kune Do.

Ich weiß mehr als ihr mit euren alten Lehren

und Millionen werden mir folgen."

Als würde man sagen: "Ich kombiniere etwas Katholizismus, Buddhismus

und Judentum und mache etwas Neues."

Das kommt einfach nicht gut an.

DIE WELT DES BRUCE LEE

Als ein Arzt Bruce Lee davor warnte, seinem Körper zu viel zuzumuten,

winkte Bruce nur ab.

"Das Gehirn kann alles bezwingen,

auch körperlichen Schmerz." (South China Post 1972)

Ich weiß nicht, ob Bruce Lee je Kontakt

zu Verbrechern gehabt hatte.

Aber nach dem, was man von Hongkong hört,

ist es sehr wahrscheinlich.

Sogar die amerikanische Filmbranche

wurde von der Mafia mitgeprägt.

Sicher würden sie auch dort versuchen,

einen Star wie Bruce zwischen die Finger zu bekommen.

Die Triaden oder andere kriminelle Gruppierungen

traten häufig an Bruce heran und erklärten:

"Eine Hand wäscht die andere. Wir tun dir nichts,

und dafür gibst du uns von deinem Profit ab."

Aber Bruce machte nicht mit.

Er war sehr eingebildet.

Er blähte sich auf, kann man wohl sagen.

Er war immer noch nett, aber irgendwie...

Er hatte ein aufgeblähtes Selbstbewusstsein.

Er verhielt sich als Star nicht so freundlich, wie man gehofft hätte.

Er war erfolgreich, und manche Leute störte das.

Bruce war nicht zurückhaltend.

Er sagte jedem, was er dachte.

Er beleidigte einige Leute, hauptsächlich die Medien.

FANS UMRINGEN SUPERSTAR LEE IN NACHTKLUB

Mit der Zeit hatte er weniger Freunde

LEE BEDROHT REGISSEUR

und immer mehr Fans.

Das verwirrte ihn,

denn einige seiner ehemaligen Freunde verhielten sich sehr eigenartig.

Sein Erfolg veränderte sie. Er blieb der Gleiche.

Von manchen Leuten war er wirklich enttäuscht.

Weil sie ihn kannten, versuchten einige, ihn auszunutzen.

Ich kannte Bruce gut

Karate-Champion 1964

und ich denke, dass er manche Leute verärgerte,

nachdem er in Hongkong Erfolg hatte.

Als Bruce nach Hongkong ging,

war er auch nicht bescheiden,

sondern laut und selbstbewusst.

Er hatte großen Erfolg.

Er prahlte gern, wenn er vor Ort oder im Fernsehen herausgefordert wurde.

Er hatte viele Konflikte mit den Mächtigen dort.

Ich habe 1 ½ Jahre lang in Japan gelebt

und kenne asiatische Lebensweisen.

Bei solch alten Völkern gibt es Traditionen,

um Wiedergutmachung einzufordern.

Viele Leute verstehen das nicht.

Nachdem Bruce Erfolg hatte, hatte er keine Drachen mehr zu töten.

Er hatte den Ruhm, den er verdiente,

und sein Engagement im Kampfsport wurde gewürdigt.

Er war jung, nur 30 Jahre alt,

als das alles passierte.

Es fiel ihm schwer, über seine Zukunft zu entscheiden.

Er überlegte sogar, in den Ruhestand zu treten,

da er nicht wusste, ob er seinen Erfolg aufrecht erhalten konnte.

Er beginnt mit den Dreharbeiten für seinen 4. Film.

In Mein letzter Kampf täuscht er den Tod vor, um seine Freundin zu retten.

Das Konzept war eine Pagode mit 5 Stockwerken.

Im 1. Stock sind 50 Karatekämpfer,

und er kämpft sich hindurch.

Der 2. wird von Kung-Fu-Kämpfern bewacht,

5 Kämpfern verschiedener Stile.

Der 3. Stock sollte

entweder Praying Mantis oder Wing Chun sein.

Im nächsten Stock dann, das war meiner,

kamen Eskrima und Kali. Er kämpfte sich durch bis nach oben.

"Mein letzter Kampf"

Der letzte Stock war der des Unbekannten.

Das war Jabbar, mit dem Stil des Unbekannten.

Bruce rief mich im Sommer '72 an und fragte, ob ich mitmachen wollte.

Er hatte meine Nummer ausfindig gemacht.

Ich hatte 3 Wochen Ferien,

bevor ich ins NBA-Trainingslager musste.

Er sagte: "Komm rüber, wir drehen das.

Ich habe ein paar Szenen fertig ausgearbeitet,

das Set steht schon.

In 10 Tagen können wir damit fertig sein."

Mehr brauchte ich nicht zu hören.

Ich flog hin und wir fingen an.

Wir hatten nicht mal einen Vertrag.

Wir drehten einfach, und er sagte, um die Details kümmern wir uns später.

"Mein letzter Kampf"

Mein letzter Kampf soll ein philosophischer Film werden,

der Bruces eigene Suche nach Perfektion darstellt.

Es ist der 4. anstrengende Film in 13 Monaten,

und er arbeitet wie besessen daran.

Er nimmt ab und scheint sich nie auszuruhen.

Nach außen predigt er Entspannung und Flexibilität,

aber privat wird er immer unruhiger,

ungeduldiger und starrsinniger.

Als sein 1. Film fertig war,

Die Todesfaust des Cheng Li, schickte er ihn mir.

Ich sah ihn mir an

und vereinbarte sofort einen Termin mit Ted Ashley von Warner Bros.

Wir schauten uns den Film bei ihm an, und er war auch begeistert.

Ich sagte: "Schreiben wir ein Drehbuch für ihn,

er ist fantastisch.

Das Geld holen wir uns aus Hongkong und Taiwan zurück."

So wurde das beschlossen.

Es wurde ein Drehbuch geschrieben und ich flog damit nach Hongkong.

Es wurde ein Deal zwischen Golden Harvest,

der Firma von Raymond Chow, und Warner Bros.

Daraus wurde Der Mann mit der Todeskralle.

Manchmal war es stressig.

Ich glaube, Bruce war nervös, einen so großen Film zu drehen,

einen internationalen Film mit großem Budget.

Es war stressig zu sehen, wie sich Bruce unter Druck setzte.

Aber es war interessant, wie Fred und Paul Heller

- mit Bruce umgingen. - Bruce war sehr nervös

und zögerte anzufangen. Er hatte Angst, dass es nicht gut laufen würde.

Für ihn stand viel auf dem Spiel.

Es war seine 1. Hauptrolle in einem internationalen Film,

bzw. einem amerikanischen Film.

Das lastete wie ein Gewicht auf seinen Schultern.

Bruce war nicht dumm. Er wusste genau, was das hieß.

Am Anfang der Dreharbeiten war er nicht da.

Die ersten 2 Wochen war er kaum aufzufinden.

Ich drehte alles Mögliche außer Bruce Lee.

Zu Warner Bros. sagte ich immer: "Alles bestens."

Aber ich konnte nichts mit Lee senden.

Er hatte jetzt kalte Füße.

Als er zum 1. Mal im Studio war,

war er so nervös, dass er zitterte.

Wir drehten die Szene, wo er auf einem Stuhl sitzt

und nur den Kopf dreht.

Mehr musste er in der 1. Szene nicht tun.

Er schaffte es, aber er war ein bisschen unsicher.

Wir arbeiteten sehr hart mit ihm.

Bei Kämpfen war er zielstrebig,

aber er wurde immer schwieriger.

Ich glaube, das lag an seiner Energie.

Am Set war Bruce nie müde. Er hat pausenlos gearbeitet.

Bei Kampfszenen wusste er, was er wollte.

Er zeigte uns sein Können, und zwar ohne auszuruhen.

Er schien nie zu schlafen.

Er rief nachts um 12 oder 1 Uhr an und sagte:

"Ich habe eine Idee für das Drehbuch. Treffen wir uns da und da."

Ich war müde, aber er schien keinen Schlaf zu brauchen.

All seine 5 Filme sind echte Bruce-Lee-Filme.

Er prägte sie, steuerte alles

und sorgte dafür, dass alle Kampfszenen

100 %-ig so waren, wie er sie wollte.

Er arbeitete Kampfszenen aus, indem er kleine Männchen zeichnete.

Das konnte er gut.

Bruce Lees Skizzen

Er choreografierte den ganzen Kampf mit kleinen Männchen.

Das war sehr übersichtlich.

Er hatte viel Fantasie,

was die Herangehensweise an Kampfsequenzen betraf.

Er ging bis ins Detail.

Präzision war ihm wichtig.

Um eine Illusion im Film zu erschaffen

werden 8.000 Spiegel am Set verwendet.

Der Kameramann will die gewalttätige, balletartige Handlung

in Zeitlupe aufnehmen, um der Szene eine neue Dimension zu geben.

Es ist sehr schwierig, die Bewegungen

zwischen den Spiegeln so zu regeln,

dass Kameras und Lampen nicht reflektiert werden.

Erst nach Stunden der Planung und Koordination

können Robert Clouse und Bruce Lee anfangen zu spielen.

Es war ein riesiger Unterschied, in Hollywood

oder in Hongkong einen Film zu drehen.

Man mietete das Set

und brachte es abends zurück.

Man mietete eine Couch,

und am nächsten Tag

brachten sie eine in einer anderen Farbe.

Ich fragte: "Wo ist unsere Couch?"

Sie sagten: "Verkauft." Solche Probleme.

Am Ende des Films gab es eine wunderbare Szene

wo die Kämpfer in Weiß

gegen die Kämpfer in Schwarz antreten.

Es dauerte ein paar Tage, diese Szene zu drehen.

Eines morgens komme ich zum Set

und die weißen Kostüme waren weg.

Ich fragte: "Wo sind die Kostüme?"

Der Kostümbildner sagte: "Sie waren schmutzig. Sie sind in der Reinigung."

- "Aber wir brauchen sie." - "Sie sind in der Reinigung."

Wir fuhren hin und hatten lauter nasse, weiße Anzüge,

in denen dann gedreht wurde.

Es gab etliche solcher Zwischenfälle.

Z.B. die Bootszene.

Wir kommen zum Verleiher und sagen:

"Wir haben das Boot gemietet."

- "Ihr könnt es heute nicht haben." - "Es war ausgemacht."

"Ihr könnt das Boot heute nicht haben."

Ich dachte, vielleicht ging es ums Geld,

aber das war es nicht. Er war nur abergläubisch.

Er sagte: "Soll der Film Erfolg haben,

dann nehmt es nicht heute."

Er ließ sich nicht überreden.

Wir mussten am nächsten Tag wiederkommen.

8-mal drehten wir die Flaschenszene.

Jedes Mal musste ich echte Flaschen zerbrechen.

Ich sollte das gezackte Stück in die Hand nehmen

und mit der Rechten nach seiner Rechten stoßen,

und zwar so schnell ich konnte.

Beim 6. Mal hob Bruce die Rechte und drehte sich.

Er rammte die Faust in die Flasche.

Weintraub sagte, es gehe das Gerücht um,

dass Bruce mich umbringen wolle.

Als seine Hand in Ordnung war,

drehten wir seinen Sidekick.

Er trat zu wie ein Maultier.

In einer der Szenen flog ich rückwärts

auf einen Stuntman, der daraufhin seinen Arm brach.

Er fiel auf einen Stuhl.

Bob war auf den Tritt vorbereitet.

Aber als es so weit war...

Wir drehten mit 3 High-Speed-Kameras und Bob flog geradezu davon.

Er wurde 9 m nach hinten geschleudert.

Über Stühle und alles Mögliche.

Er wollte es abblocken.

Er hatte einfach stehen bleiben und den Tritt abblocken wollen.

Er traf mich hart. In der Szene war ich groggy,

und wenn er Gesicht oder Hals getroffen hätte,

wäre es schlimm geworden. Tat er aber nicht.

Also hatten Bruce und ich keine Probleme miteinander.

Es war mir unangenehm,

und ist es heute noch, dass er verletzt wurde.

Aber es war keineswegs eine lebensgefährliche Verletzung.

Es war ein Unfall.

"Der Mann mit der Todeskralle"

Am 14. Februar 1972

schreibt der Produzent Fred Weintraub seiner Familie:

"Bruce Lee ist fantastisch.

Er arbeitet hart, ist immer pünktlich, macht keine Probleme.

Ein echter Dr. Jekyll und Mr. Hyde.

Dafür bin ich zum Fiesling geworden.

Zuerst versuchte ich, den Chinesen auf ihre Art entgegenzukommen.

Aber mit Schreien und Herumbrüllen läuft es besser.

Die scheiß chinesische Art kann mir gestohlen bleiben.

Ich bin begeistert von der harten Konkurrenz

zwischen den Kampfsportlern hier. Jeder will der Beste sein.

Ich muss zugeben, Bruce übertrifft sie alle bei weitem.

Einer forderte ihn heraus, wie im Wilden Westen,

und er hat ihn zur Schnecke gemacht."

Er wurde oft gefordert.

Ein Chinese kam zu Bruce,

baute sich vor ihm auf,

stampfte 3-mal auf und verschränkte die Arme.

Das war eine Herausforderung.

Bruce nahm sie an. Ich sagte: "Bruce, wir drehen."

Er sagte: "Ich mach das noch eben."

- "Der schlägt dich." - "Keine Sorge."

Und er machte den Typen fertig.

Ich war immer wachsam, er wurde ständig gefordert.

Auch Bob Wall erlebte eine solche Herausforderung.

Ein Statist sprang vor ihn. Er war größer als Bruce,

ein ziemlich großer Kerl.

Sie fingen an zu kämpfen, und er war offensichtlich gut.

Er war schnell und stark und wollte Bruce verletzen.

Bruce reagierte

und prügelte ihn windelweich. Er hat ihn richtig verdroschen.

Er warf ihn gegen die Mauer, von der er gesprungen war,

machte einen Armblock und warf ihn um.

Dann verprügelte er ihm gründlich das Gesicht.

Danach war klar, wer der Boss war.

Als er ihn losließ, hatte er genug.

Dann schickte ihn Bruce wieder an seinen Platz.

Er feuerte ihn nicht.

Er hatte nur gezeigt, wer der Boss war.

Er war ein sehr guter Straßenkämpfer.

Bei den Problemen mit Der Mann mit der Todeskralle

sagte mir Linda: "Morgen kommt er."

Immer war es Linda, die kam und sagte:

"Entspann dich, morgen kommt er."

Ich wollte schon gehen,

weil nichts aus dem Film zu werden schien.

Abends wollte ich fliegen, da sagte sie:

- "Alles wird gut." - Sie war toll.

Sie wirkte so beruhigend auf Bruce

und gab ihm ein gutes Gefühl bei der Arbeit.

Bruce war Perfektionist. Alles musste perfekt sein.

Ich würde sagen...

Es fiel ihm schwer, Leuten zu vertrauen. Aber er vertraute Linda.

Ich glaube, das war es, was sie zusammenhielt.

Im März 1973 ist Der Mann mit der Todeskralle fertig.

Er war jetzt sicher, dass der Film gut war,

und dass er ein Star werden würde.

Er hatte sogar schon seinen Rolls Royce bestellt.

Ich war aufgeregt. Gar keine Frage,

der Film würde ein Kassenschlager werden.

Ich sagte ihm: "Du hast sie in der Tasche.

Es wird ein Hit." Aber er war noch immer nervös.

Die Intensität in seinem ganzen Leben wurde

durch diesen Film noch stärker konzentriert.

Ich glaube, es fiel ihm schwer loszulassen.

Er war auf einem Höhenflug...

Bruce wartet nervös die Premiere ab.

Er ist sicher, dass er zum Superstar wird.

Er arbeitet an Mein letzter Kampf.

Die Presse schürt den Starrummel

und dichtet ihm mythische Kräfte an.

LEE SCHLÄGT 20 GEGNER

Lee wird von vielen im Fernsehen und sogar auf der Straße gefordert.

LAU TAO-CHUEN FORDERT LEE IM FERNSEHEN

Es gibt Filmangebote für jeden,

der Lee schlagen könnte.

Die Straße war ein ständiger Show-down.

Ständig kam jemand und forderte ihn.

Da standen sie und stampften auf.

Er sollte die Herausforderung annehmen. Bruce wusste,

dass er besser war als sie,

und ignorierte sie meistens. Ging das nicht,

dann trugen sie Verletzungen davon.

Das waren gewalttätige Begegnungen.

Ich glaube, Bruce war der Beste von allen.

Er war einfach unglaublich gewandt.

Sein Timing ist wahrscheinlich bis heute unerreicht.

Bruce erzählte mir, wie einmal ein Typ

Bruce Lees Schüler

in seinen Garten kam und ihn forderte: "Wie gut bist du?"

Bruce war stinkwütend, sagte er.

"Allein schon der Gedanke, dass dieser Typ

bei mir zu Hause eindringt und mich fordert!"

Er war so wütend, dass er dem Typen

den stärksten Tritt seines Lebens gab.

Es war wie bei einem Westernheld, der am schnellsten zieht.

Alle fragen sich: "Kann ich ihn schlagen?"

Am 10. Mai 1973 bricht Lee zusammen und wird in eine Klinik gebracht.

CREW FINDET LEE IM KOMA

Stunden später erholt er sich.

Lee hatte Haschisch genommen, gegen das er offenbar allergisch war.

Als ich ihn wieder sah, kam er aus Hongkong,

nach dieser Sache. Er ließ sich untersuchen,

nachdem er das 1. Mal ½ Stunde bewusstlos war.

Er war einmal im Restaurant

auf der Toilette plötzlich bewusstlos geworden.

Ich glaube, es ist öfter passiert.

Er wollte wissen, ob ich einen guten Arzt kannte.

Ich schickte ihn zu meinem Arzt, einem bekannten Kardiologen und Internisten.

Nach der Untersuchung sagte er -

ohne die Schweigepflicht zu brechen - er sagte nur,

Bruce habe den Körper eines Teenagers, er sei unglaublich fit.

Ich lebte ein paar Wochen bei ihm.

Bruce Lees Schüler

Er wog sich und sagte: "Guck mal.

Ich wiege 57 kg, schau mich an.

Ich bin Muskeln und Knochen, ich fühle mich stark."

Er sagte: "Der Arzt sagt, ich hab den Körper eines 18-Jährigen."

Er war dünn, aber es ging ihm sehr gut.

Ich traf ihn in einem Bungalow in Beverly Hills.

Er sah blass und grau aus,

und wirkte, als ob er 10 kg abgenommen hätte.

Er wiederholte sich oft.

Was er am Telefon gesagt hatte, erzählte er noch mal,

als hätte er es vergessen.

Ich kam rein und sagte: "Gott, was ist mit dir?"

Am 19. Juli rief er an und sagte:

"Mein Film ist geschnitten und kann raus."

Am nächsten Tag, 24 Stunden später

höre ich im Radio, dass Bruce Lee tot ist.

Ich rief Linda an: "Stimmt es?"

Und sie sagte: "Ja, Jhoon. Er ist gestorben."

Sterling rief an und sagte: "Bruce ist tot."

Ich sage: "Was redest du da?

Wir haben neulich telefoniert."

Er sagt: "Er ist heute Morgen gestorben. Schau in die Zeitung."

Irgendwie

nahm das die ganze Energie.

Es war eine unreale Situation.

Wenn jemand bei einem Unfall

oder an Altersschwäche stirbt, ist das anders.

Es war, als hätte eine Energie den Planeten verlassen.

Es war schwer vorstellbar, dass er tot sein sollte.

Ich dachte, es war eine komische Werbestrategie.

Dass es ein Irrtum war.

Es war erschütternd.

Insbesondere, weil man ihn für unbesiegbar gehalten hatte,

und jetzt war er tot.

Man muss innehalten

und sich Gedanken machen.

Am 20. Juli 1973 besucht Lee die Schauspielerin Betty Ting Pei.

Er hat Kopfweh und legt sich hin.

Betty gibt ihm eine Schmerztablette.

2 Stunden später kann sie ihn nicht wecken und ruft einen Arzt.

Bruce wird ins Krankenhaus gebracht, wo sein Tod festgestellt wird.

Es wird die größte Trauerzeremonie Hongkongs.

Anschließend kursieren tausende Gerüchte.

- Der Tote sah nicht aus wie Bruce. - Nein.

Es sah aus wie eine Maske von Bruce Lee. Fast wie gemalt.

- Wie Bruce sah es nicht aus. - Als ich ihn in dem Sarg sah,

vor dem Gottesdienst, habe ich geweint.

Ich hatte nicht mehr geweint, seit...

Selbst als mein Vater starb, habe ich nicht geweint. Aber mit Bruce

starb ein Teil von mir.

Als wir nach Seattle kamen, Mutter, ich und meine Schwester Phoebe,

und das 1. Mal zur Leichenhalle gingen

und den offenen Sarg sahen, ging meine Mutter hin,

packte den Sarg und ließ nicht los.

Sie weinte und rief und schrie.

Wir versuchten, sie da wegzuholen.

Dann brach sie zusammen,

und Linda besorgte eine Pflegerin für sie.

Sie konnte es nicht akzeptieren.

Seit Bruces Tod ist sie nicht mehr dieselbe.

Wenn wir über Bruce reden, hat sie Tränen in den Augen.

Über 100 Zeitungen geifern nach Informationen.

Gerüchte folgen auf Gerüchte und werden für wahr gehalten.

Die chinesischen Zeitungen schreiben von mysteriösen Intrigen

und dass Zen-Meister

ihn mit geheimen Tränken umbrachten.

Immerhin waren sie seine Konkurrenten

und Bruce gab sicherlich gerne an,

dass er besser war als sie.

Dann gab es endlose Gerüchte,

weil er Cannabis im Magen hatte,

ob er an einer Überdosis gestorben war

oder an einer seltsamen Krankheit.

Ob ihm jemand asiatische Drogen gegeben hatte,

die im Westen unbekannt sind.

Es gab die Theorie, dass er von jemandem

durch eine geheime Todesberührung ermordet worden war.

Ich sprach mit Bruce Lees Hausarzt,

Autor von "Deadliest Man on the Planet"

der ein Baptistenpriester war.

Er sagte, und ich glaube ihm,

dass Bruce starb, weil er gegen

Haschisch allergisch war. Sein Gehirn schwoll an

und wurde zerquetscht.

Einmal hatten sie ihn gerade noch retten können.

Aber diesmal war er bei einer Frau, seiner Geliebten,

und alle Hilfe kam zu spät.

Ich bin sicher, er wurde ermordet. Das habe ich immer gedacht.

Schon als er starb, gab es heftige Diskussionen,

ob er nicht von Chinesen ermordet worden war.

Von der Mafia, oder von anderen Kämpfern,

die er beleidigt hatte.

In den letzten Monaten seines Lebens

hatte er sich sehr stark über alles aufgeregt,

auch über das Filmemachen.

Er verlor die Kontrolle über sich selbst.

Er entdeckte, dass Haschisch eine beruhigende Wirkung

auf ihn hatte.

Diese Energie musste genutzt werden, oder sie verbrennt einen.

Vielleicht war es das.

Vielleicht kam die Sache daher.

Weil eine unglaubliche Energie in ihm loderte.

Ich glaube, er hat sich körperlich gehen lassen,

und das war tödlich.

Ärzte aus Hongkong, Australien und Neuseeland untersuchen Gewebeproben.

Dr. Lycette sagt, Lees Schädel weise keine sichtbaren Verletzungen auf.

Keine Adern im Hirn seien offen oder verletzt,

obwohl er an einem Ödem oder einer Gehirnschwellung litt.

Dr. Teare, Professor für Forensik an der Universität London,

der bereits über 90.000 Autopsien durchgeführt hat,

wird zur Untersuchung eingeflogen.

Seiner Meinung nach ist die Todesursache

eine Allergie gegen das Schmerzmittel.

So ungewöhnlich und selten dieser Befund auch war,

die Ermittler kamen zum Ergebnis,

dass Bruce Lees Tod kein Unfall war, sondern ein Unglück.

3 1/2 Wochen nach Lees Tod erscheint Der Mann mit der Todeskralle.

Bruce Lee wird der 1. asiatische Superstar der Welt.

Die Legende Bruce Lee wird geboren.

Ich war mit Linda

im Grauman's Chinese zur Premiere von Der Mann mit der Todeskralle.

Bruce war 3 Wochen zuvor gestorben.

Das war einer der schwersten Momente in meinem Leben.

Aber sie gehörte zu seiner Kunst

und war ein Teil des Films, den wir da sahen.

Ich war froh, dass sie da war, um ihn sich anzusehen.

Brandon Lee stand im Schatten seines berühmten Vaters.

Aber er lernte, mit diesem Erbe umzugehen,

und lehnte eine Hauptrolle im Film Dragon: Die Bruce Lee Story ab.

Mir stehen viele Möglichkeiten offen, die ich wohl nicht hätte,

oder zumindest nicht in dieser Form,

wenn ich nicht sein Sohn wäre.

Dafür bin ich sehr dankbar.

Was seine Fußstapfen angeht - wenn das heißt,

ob ich dasselbe Maß

an Perfektion erreichen will -

ja, natürlich will ich das. Unbedingt.

Oder heißt es, ob ich ihn in irgendeiner Form

imitieren will?

Das nicht, denn Imitationen sind langweilig.

Sie sind einfach...

Sie sind einfach nicht gut.

Wir sind unterschiedlich.

Wir sind unter verschiedenen Umständen

in verschiedenen Ländern aufgewachsen.

Wir kennen verschiedene Bücher und Frauen

und tun alles anders.

So denke ich darüber.

1. Februar 1965 - 31. März 1993

Am 31. März 1993

stirbt Brandon Bruce Lee am Set des Films The Crow

in Wilmington, North Carolina.

Brandon wurde versehentlich

mit einer.44er Pistole erschossen, die Platzpatronen enthalten sollte.

Selbst im Tod stand Brandon im Schatten seines Vaters.

Heute vor 4 Wochen

wurde der Geist des Vaters, der so hell durch den Sohn strahlte

auf tragische Weise ausgelöscht.

Ich stehe heute für Bruce hier.

Wenn er hier wäre, würde er der Filmbranche sagen,

dass so etwas nie wieder geschehen darf.

Daher fordere ich eine aktive Reaktion

von der gesamten Filmbranche und von jedem Einzelnen,

die nötigen Maßnahmen zu ergreifen,

damit die Sicherheit am Set gewahrt ist.

Damit es eine solche Reihe von Nachlässigkeiten nie wieder geben wird

wie die, die zum Tod meines Sohnes geführt hat.

Ich fordere dies für Brandons Vater,

für mich selbst,

für seine Schwester Shannon,

für seine Verlobte Eliza

und für die ganze Familie und die Freunde von Bruce und Brandon Lee.

Wir hoffen, dass er sein Tod nicht umsonst gewesen ist.

Brandon war so ein - ich weiß nicht - ein Bärchen.

Brandon war ein wunderbarer Junge.

Ich kannte Brandon gut.

Er war so alt wie mein Sohn.

Linda brachte ihn her, als er erwachsen wurde und

Schauspieler werden wollte.

Er wollte das unbedingt.

Ich sollte ihn überreden und überzeugen, aufs College zu gehen.

Ich hatte das auch bei meinem Sohn versucht.

Brandon war einfach ein Gentleman.

Am 2. Mai 1993 schrieb die New York Times:

"Vater und Sohn kämpften um den amerikanischen Traum

und starben, kurz bevor sie ihn erreichten.

Wie James Dean und Marilyn Monroe, die das Publikum liebte,

und deren früher Tod ein Schock war,

ist Bruce und Brandon Lees Unsterblichkeit gesichert.

Ihre Filme haben die bittere Süße unerfüllter Versprechen."

Entertainment Weekly schrieb: "Stunden nach dem Schuss

machten die erstaunlichsten Gerüchte die Runde.

Angeblich wurde Brandon Lee von den Gangstern der Triaden ermordet.

Andere wiesen auf die Ähnlichkeit zwischen seinem Tod

und einer Szene aus Mein letzter Kampf hin.

Darin wird Bruce erschossen, während er bei Dreharbeiten

zu einem Film eine Person spielt, die an Schusswunden stirbt."

People berichtet:

"Bruce Lees Sohn Brandon wurde vor laufender Kamera erschossen

und löste Gerüchte über einen Familienfluch aus.

Kurz vor seinem Tod im Jahr 1973

hatte Bruce Lee ein Haus im Hongkonger Vorort Kowloon Tong gekauft

und damit der Legende nach

den Neid und Hass der Dämonen in der Nachbarschaft angezogen."

Robert Lee sagte in Inside Kung Fu:

"Die Familie glaubt, Bruce wurde ermordet.

Wir sind sicher, dass Bruces Tod vor 20 Jahren kein Unfall war

kein Unglück."

Am 28. April 1993, 20 Jahre nach seinem Tod,

wurde für Bruce Lee ein Stern auf dem Hollywood Walk of Fame enthüllt.

Bruce Lee war ein Mann mit Visionen.

Wir ehren ihn heute für seine Arbeit in Film und Fernsehen.

Aber auch in anderen Bereichen hinterließ er flammende Spuren.

Er war ein eifriger Schüler und Lehrer der Philosophie und des Kampfsports.

Er respektierte die Traditionen,

ließ sich aber nicht dadurch einengen.

Er hat andere inspiriert,

ihre Fähigkeiten zu erforschen und zu nutzen.

Bruce Lee war auch ein Mann der Tat.

Einer seiner Leitsätze war:

"Wissen allein nutzt nichts. Es muss angewandt werden."

Damit meinte er, dass es gut ist, Wissen zu sammeln und zu lernen,

aber ungenutzt ist es sinnlos.

Er sagte auch:

"Wollen reicht nicht. Man muss handeln."

Damit meinte er, es ist gut, Dinge zu wollen, zu erhoffen

und zu träumen,

aber wenn man seine Träume nicht selbst verwirklicht,

werden sie nicht wahr.

Meine Damen und Herren, Jean-Claude Van Damme!

Ich bin hier, um einem Mann

Respekt zu erweisen,

der das Leben wie verrückt liebte.

Wir sehen uns, Bruce.

Bruces Philosophie und Kunst sind noch immer aktuell,

wie die gleich bleibende Beliebtheit seiner Filme beweist.

In jeder Kampfsportschule der Welt hängen Poster von Bruce.

Seine Hinterlassenschaft ist noch 20 Jahre später lebendig.

Bruce sah das Leben wohl wie ich.

Wenn man 80 Jahre alt wird

und nichts erreicht, wozu war es dann gut?

In seinem kurzen Leben von 32 Jahren dagegen hat er

sehr viel im Leben erreicht.

Mein 1. Gedanke ist, dass diese Welt

einen großartigen Menschen verloren hat.

Und wie unfair es war, das Leben dieses Mannes auszulöschen.

So früh.

Er hätte noch so viel für den Kampfsport und die Menschheit tun können.

Es wird nie wieder einen Bruce Lee geben,

jedenfalls bestimmt nicht in der reinen Tradition,

die er entdeckt und entwickelt hat,

und die er so brillant beherrschte.

Bruce Lees Persönlichkeit wird...

Sie wächst noch und beginnt außerhalb der Zeit zu existieren,

außerhalb von Raum und Sprache.

Das liegt daran, dass er nicht mehr hier ist.

Wir hören nur noch die Bitte seines Geistes, ihn nicht zu vergessen.

Und wir gehorchen gerne.

Ich habe mein Leben

in vielen Dingen nach seinem ausgerichtet,

auch was ich meinen Kindern beibringe.

Dass ich von Bruce Lee und John Wooden lernen konnte,

und das zur selben Zeit in meinem Leben,

hat mich sehr geprägt.

Ich bin diesen wunderbaren Menschen sehr dankbar.

Nach 5 oder 6 Jahren in Internierungslagern

Lees Grabpfleger

war ich ein Wrack. Ich hatte jeglichen Stolz und Selbstbewusstsein verloren.

Ich traf Bruce, der mir sagte, dass ich so viel wert sei wie jeder andere.

Nicht mehr, und nicht weniger.

Ich glaubte ihm nicht, aber ich trainierte

und lernte seine Philosophie, die zu den Übungen gehörte.

Er hat mir das Vertrauen in mein Leben wiedergegeben.

Bruce verkörperte die Begeisterung, die jeder spüren kann,

der sich wirklich für etwas einsetzt.

Es gibt diese schöne Szene mit ihm und Kareem,

wo Kareem so riesig wirkt.

Bruce schaut einfach zu ihm hoch.

Dieser Gesichtsausdruck zeigt,

worauf es letztlich ankommt.

Jeder hat die Möglichkeit, Größe zu erlangen.

Dieser Mann wird nie alt werden.

Er bleibt immer jung.

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