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"Der Krieg hat uns zerrissen."
Erschießen sie die Mama?
"Unsere Familien." Achtung!
Sie erschießen sie!
Wenn du rübergehst, werden wir uns nur noch über den Zaun sehen können.
Du bist mein Vater und wirst es bleiben.
"Unser Dorf."
"Wir waren voller Hoffnung auf eine gerechte Welt."
Er hat den SS-Untersturmbandführer Vöckler auf uns gehetzt.
Du hast meine Frau getötet! Du bist verantwortlich!
"Aber der Krieg ist immer noch unter uns."
Lassen Sie meine Tochter durch. Ich bleibe hier.
Ich glaub an all das, was wir uns hier aufgebaut haben.
Das ist unser Zuhause.
"Acht Jahre sind vergangen."
"Wir wünschen uns nichts als Frieden."
"Doch wir rüsten wieder auf."
Hilde Vöckler
Friedrich Erler.
Hinter Emil her! Wir haben sie gleich!
Schneller! - Nicht so schnell!
Tötet sie!
Wir kriegen euch!
Du bist tot! Ich hab dich getroffen!
Hilfe, ich will weg!
Hilfe!
Geht in Deckung!
Ich mag das nicht, macht mich los!
Schneller!
Emil?
Lauf!
Emil!
Emil! Nein!
Was ist passiert?
Da oben.
Was ist passiert? Wird geschossen?
Nein, Mama, es wird nicht geschossen.
Jetzt geh wieder rein.
Friedrich!
Anna.
Na, wie geht's der Kleinen?
Sie wollte heute Mittag schon wieder nicht schlafen. Hallo.
Kein Wunder.
Hast du die Explosion gehört? Ja, was war das?
Die Revanchisten üben mal wieder den Aufstand.
Wie immer.
So, immer rein in die gute Stube.
Wie hast du so viele überzeugt, zu kommen?
Futtermittel sind knapp.
Für manche sind sie halt knapper als für andere.
Und jetzt ist es an dir.
Auch Familien sind in der Genossenschaft krankenversichert.
Eure Kinder in den Krippen der LPG versorgt.
Die Zeiten, in denen Bauern sich verschulden mussten
für Traktoren, für Mähdrescher, die sind vorbei.
Den genossenschaftlichen Technikpark nutzen.
Es ist in eurem eigenen Interesse.
Ihr genießt alle Vorteile, das Risiko wird auf viele verteilt.
Wenn ihr den Vorschlag ablehnt... Was dann?
Meinst du, wir sind blöd? Willst du uns drohen?
Wollen wir uns wirklichen spalten lassen von den Imperialisten,
von den Kriegstreibern und Saboteuren da drüben?
Oder wollen wir versuchen,
gemeinsam eine gerechte Gesellschaft aufzubauen?
Die für alle gleich ist.
Ist ja eh alles gleich.
Für alle keine Butter, kein Gemüse, nicht mal Kartoffeln.
Die, die noch nie was zustande gebracht haben, die sind in der LPG.
Wer von euch war vor dem Kriegsende Bauer gewesen?
Ihr seid gekommen, habt uns unser Land geklaut
und es kaputtgewirtschaftet.
Mader, es reicht langsam!
Die, die dieses Land ernähren, das sind wir!
Weil wir unser Geschäft verstehen!
Weil wir uns nicht reinreden lassen von so Parteibonzen wie euch!
Genosse Mader, wir verstehen ja deinen Zorn...
Du nennst mich nie wieder Genosse!
Ich warne dich.
Wir kommen einfach nicht so voran, wie Berlin will.
Und wir hinken hinterher. Nur mit Druck geht es nicht.
Wenn wir unsere Bauern zum Beitritt zwingen, dann hauen sie ab.
Wenigstens wären wir diese Querulanten los.
Dann wären wir unsere besten Bauern los.
Die einzigen, die jedes Jahr gute Ernten einfahren.
Redest du unsere Genossenschaft schlecht?
Aber wir können die Realität nicht ignorieren.
Blödsinn! Das ist kein Blödsinn!
Jeden Monat verlassen Tausende das Land.
Wenn wir so weitermachen, ist das Einzige, was hier noch wächst,
der Treck nach Marienfelde. Du redest uns klein!
Anna hat vollkommen recht.
Außerdem, wer leitet denn diese LPG?
Hm? Ich! Ja!
Dann fang an, deine Arbeit zu machen! Ich mach meine Arbeit, keine Sorge!
Friedrich.
Ich versteh dich nicht. Wie kannst du dem recht geben?
Ich finde, er hat recht.
Wir können keine Ausnahmen machen.
Anna, das hat mit sozialer Gerechtigkeit,
mit dem, wofür ich, wofür wir seit Jahren kämpfen, nichts zu tun.
Aber wir schaffen das.
Was soll ich deiner Meinung nach tun? Hm?
Otto Maders Felder liegen sehr dicht an der Grenze.
Sie da, verschwinden Sie. Ich bin der Großvater.
Hinter der Absperrung bleiben. Ich bin der Großvater!
Gehen Sie! Was ist da eigentlich los?
Nun gehen Sie endlich! Auf geht's.
Was passiert mit den Kisten?
Die werden beschlagnahmt und kommen aufs Revier.
Albrecht Stieglitz hier. Es gab einen Zwischenfall.
Ja.
Entschuldigung, Herr Graf. Sie sollten mal nach Arthur sehen.
Er kam aus dem Wald, Jacke zerrissen, essen wollte er nicht,
hat Rotz und Wasser geheult.
Arthur.
Was ist los, hm? Was ist passiert? Bist du verletzt?
Der Emil.
Warst du dabei? Im Wald?
Papa...
Hab ich dir nicht gesagt, der alte Bunker ist kein Spielplatz für dich?
Du gehst da nie wieder hin, hörst du?
Ich möchte nicht, dass du mit diesen Kindern.
Gott sei Dank ist dir nichts passiert.
So, und jetzt waschen und Zähne putzen.
Tschüss! Bis morgen.
Wo warst du?
Was ist mit Karl?
Deine Mutter hat dir aufgetragen,
am Nachmittag auf deine Geschwister aufzupassen.
Mutter?
Der Karl, der wird wieder gesund.
Ich hab dich was gefragt.
Der Emil ist tot.
Du hast nicht auf ihn aufgepasst.
Hier, ein Glas Wasser.
Die Kisten sind von den Amis, todsicher.
Und wer hat seine Finger da drin?
Der Graf, dieser verdammte Striesow.
Und ich?
Meinen Enkel hat er umgebracht, der Striesow.
Nein, Franz, nein.
Eine Granate hat ihn getötet, nicht der Graf.
So, und du gehst jetzt auch mal ins Bett, komm.
Und zwar in dein eigenes..?
Alright, guys. Get them out.
Wo sind die beschlagnahmten Kisten?
Bei uns.
Wir übernehmen, ihr geht nach Hause.
Das waren Wehrmachtsgranaten.
Die Kisten habt ihr nie gesehen.
Abtreten!
Let's go.
Genosse Leonhardt. Wir haben da was.
Das hier haben wir abfangen und mitlesen können.
An der Staatsgrenze der DDR zu Bayern.
Ja, tragen Sie den neuen Standort ein.
Haben wir.
Schauen Sie, geortet haben wir ihn hier.
Haben wir schon einen Namen?
Oder soll ich sagen, Albrecht Stieglitz?
Was wollen Sie? Verschwinden Sie.
Ich bin Ihr neuer Verbindungsmann und Führungsoffizier.
Sie sind der Mörder meiner Frau.
Glauben Sie im Ernst, ich würde Befehle entgegen nehmen von Ihnen?
In der Tat, das werden Sie.
Was wollt ihr hier? Grüß dich, Otto.
Was ist denn?
Der Kontrollstreifen wird hier auf 20 Meter verbreitert,
ein Sicherheitsabstand ist einzuhalten
und deine Anbauflächen sind entsprechend zurückzuverlagern.
Dann sag Berlin, dass es mich einmal kann!
Das hier ist mein Grund! Otto.
Ich rate dir, die Anordnung zu respektieren.
Sonst was?
Werd ich sonst vom Traktor geschossen, von dem da?
Sonst musst du mit einer Strafe rechnen.
Du willst mir drohen? Mit dem da?
Niemand droht dir, Otto.
Weißt du überhaupt, wer das ist?
Ich hab ihn gesehen damals,
Was redest du da?
Du kommst hierher, mit dem Mörder von deinem Bruder,
und willst mir drohen?
Das war doch dein Bruder, oder nicht?
Lothar.
Ist das wahr?
Gott ist mein Zeuge.
Prantl.
Ist das wahr?
Ob das wahr ist?
Was glaubst du eigentlich, was wir hier den ganzen Tag tun?
Diese Grenze zu schützen, das ist ein Befehl. Und den führen wir aus.
Amen.
Sie sind hier nicht erwünscht.
An so einem Tag. Sie haben meinen Enkel auf dem Gewissen.
Sie sind schuld an seinem Tod.
Vater. Hör auf. Nicht heute.
Major Striesow.
Mein Beileid.
Das letzte Mal, als ich ihn auf dem Arm gehabt hab,
war der Emil sieben.
Nicht mal jetzt darf ich rüber.
Geht von dem Zaun weg.
Weg vom Zaun, sag ich.
Du bist so lächerlich. Sie ist auch deine Tochter.
Wo bleibt ihr denn? Muss ich alles alleine machen?
Walter und ich hören auf. - Was?
Das dürft ihr doch gar nicht. Das gibt nur Ärger.
Wir haben hier genug zu tun. Auf einmal.
Sag mal, seid ihr völlig verrückt geworden?
Ein Kind ist gestorben, Cilly. Zwölf Jahre alt. In Stücke zerrissen.
Ja, ich weiß!
Die vergraben Waffen im Wald. Nicht die Russen, Männer von uns.
Mensch, die Idioten spielen hier Krieg.
Und wir machen das nicht länger mit.
Er hat recht. Es stinkt gewaltig.
Hört mal. Uns geht's gut.
Wir stellen keine Fragen, und wir schweigen, verstanden?
Und jetzt bitte, helft mir, die kommen gleich.
Es war so schrecklich. Die arme Theresa.
Aber alle halten den Mund, obwohl jeder weiß,
dass die Kriegstreiber in Bonn und Washington verantwortlich sind.
Was ist los, Friedrich?
Anna, ich muss mit dir reden.
Anna, da bist du ja. Besuch für dich. Aus Gera.
Später, ja, Friedrich?
Deine Frau wird belobigt.
Hat mich ein paar Anrufe gekostet, aber es scheint zu klappen.
Was ist denn los?
Mader...
Friedrich, wie oft denn noch?
So jemand wie der reagiert nur auf Druck.
Also los jetzt, nicht nachlassen.
Natürlich stimmt es. Hab's doch mit eigenen Augen gesehen.
Ich hab's doch schon gesagt. Es waren amerikanische M26.
Funkelnagelneue Handgranaten. Todsicher.
Frag doch mal den Grafen.
Der war sofort dort, nachdem es passiert ist.
Ja, bei diesem Käseblatt in Bayreuth, ich weiß.
Ein Zeitungsmann ist er, ein richtiger Journalist, gell?
Verdient gutes Geld.
Nicht mit Emils Tod. Schreib nicht über ihn.
Und das entscheidest du, oder wie? Ich bin sein Vater.
Ich bring dich um, wenn so'n Geschmiere erscheint.
Das möchte ich sehen. Also noch mal:
Warum liegen amerikanische Waffen in unserem Wald?
Warum? 500 Meter weiter steht der Iwan. Ist das nicht Grund genug?
Hört auf!
Wenn's nach mir geht, wird die Zone vermint
und die rote Bande in die Luft gesprengt.
Franz!
Meine werte Familie, ich weiß.
Mein Beileid. Du bist unerwünscht.
Ich möchte meinem Bruder und meiner Schwägerin Mitgefühl aussprechen.
Darfst du. Hast du. Und jetzt gehst du.
Ich hätte gerne ein Zimmer.
Verschwinde, Horst.
Was ist das für eine Gastlichkeit?
Ich dachte, das ist eine Pension?
Ruhig, ruhig. Nicht so grob.
Raus hier.
Was habt ihr mit Emils Tod zu tun?
Das war ein tragischer Unfall.
Tragischer Unfall! Euch sollte man alle wegsperren.
Sie haben jahrelang diese Grenze tapfer verteidigt.
Der Kommunist ist der Feind, der kennt kein Pardon.
Ich lüge nicht für euch.
Sie werden dieses Dorf,
seine Frauen und seine Kinder weiterhin verteidigen.
Eine Nachricht für Sie.
Vielen Dank.
Nein. Iss du schon mal, ich muss noch mal weg.
Ich will, dass du hier bleibst.
Und dann gehst du schön ins Bett.
Na komm.
Gerlinde liest dir noch was vor.
"ist die neue Generation
sowjetischer Interkontinentalraketen stationiert."
"Mit der Weiterentwicklung der R7,"
einer ballistischen Rakete mit einer Reichweite von 8800 km,
die bereits 1957 die ersten Interkontinentalraketen
"stationiert hatten."
"Nachdem Präsident Eisenhower erst kürzlich ..."
Christa, mach auf, ich muss aufs Klo.
Was ist denn los?
Ich muss aufs Klo und sie macht einfach nicht auf.
Christa. - Christa!
Mach die Tür auf und lass deine Schwester rein.
Was ist denn schon wieder? Gar nichts ist.
Christa, mach die Tür auf, sofort. Gleich.
Was glaubst du, wer du bist?
Ich bin nicht angezogen.
Raus mit dir!
Was ist denn das? Was ist denn das für Schweinekram?
Ist doch nur wegen der Hose... damit die enger wird.
Du schaust aus wie eine Dorfflittchen.
Lass mich!
Dir werd ich Anstand beibringen, du schubst mich nicht, du Bastard.
Heinrich, du bist betrunken! Hör auf!
Auf dein Zimmer!
Sechs Wochen Arrest, du gehst mir nimmer aus dem Haus.
Du kannst mir gar nichts befehlen.
Was ist denn in dich gefahren?
Das macht doch den Emil auch nicht wieder lebendig.
Ich kann ihm nichts mehr recht machen.
Der Emil war zwölf, Mutter.
Der braucht doch keinen mehr, der Obacht auf ihn gibt.
Er hat ihn immer am meisten lieb gehabt.
Er war stolz auf ihn.
Der Emil sollte einmal den Hof erben.
Aber lieb haben tut er euch alle gleich.
Stimmt nicht.
Ich weiß, dass es nicht stimmt. Christa.
Wer ist mein Vater?
Bitte, sag's mir.
Was redest denn da?
Der Franzose?
Wer ist er?
Wer redet denn so einen Schmarrn?
Im Dorf die Leut.
Schau mich doch mal an! Sieht doch jeder, wie anders ich ausschau.
Philippe hat er geheißen.
Ich weiß nicht einmal, ob er noch lebt.
Christa war nicht da, wo sie sein sollte.
Es war ein Unfall, Heinrich.
Keiner hat schuld.
Sie hat mich angelogen. Nicht zum ersten Mal.
Sie ist eine einzige Lüge.
Genau so war's.
Prantls Männer haben ihn erschossen.
Ich kann es einfach nicht glauben. Er hat Lothar hingerichtet.
Vor Erwins und Walters Augen.
Deine Mutter hat es dir damals gesagt.
Das kann nicht sein.
Lisbeth hat es immer wieder in ihren Briefen erwähnt.
Sie schreibt dir doch regelmäßig? Nein.
Sie hat dutzende Briefe geschrieben.
Kein Wunder, dass euch alle in Scharen davonlaufen.
Du musst mit Anna sprechen.
Sie ist felsenfest davon überzeugt,
dass Lothar von unseren Leuten getötet wurde.
Das kann ich nicht. Dann tu ich es.
Ich bin nächste Woche geschäftlich in Berlin.
Komm mit Anna in den Westsektor.
Friedrich, bitte.
Ihre Welt würde untergehen.
Sprich mit ihr!
Ich musste noch was erledigen.
Otto Mader ist ein Querulant.
Nimm dir das doch bitte nicht so zu Herzen, Friedrich.
Stell dir vor, wie toll.
Ich hab heute eine Auszeichnung bekommen, mit Preisgeld.
Glückwunsch.
Lass uns davon in den Urlaub fahren, ja? Vielleicht nach Prag?
Oder Berlin. Oder Berlin.
Ich liebe dich.
Lass uns schlafen gehen.
Schau mal, Papa, dein Freund Ron
hat mir ein echtes Schweizer Taschenmesser geschenkt.
Du gehst jetzt ins Bett, Arthur.
Arthur ist ein fantastischer Schachspieler.
Nächstes Mal spielen wir zu Ende, okay?
Versprochen? - Versprochen.
Was wollen Sie, Colonel?
We have to talk.
Warum kommen Sie unangemeldet in mein Haus?
Wir müssen Sie abschalten. For the time being.
Sie engagieren ernsthaft den Mörder meiner Frau?
Es war Krieg.
Als junger Unteroffizier hat er Befehlen gehorcht.
Und Sie?
Wie viele Menschen haben Sie erschießen lassen, Count?
Dreihundert? Vierhundert? Mehr?
Wir waren in Russland. Umgeben von Partisanen.
Ja.
Viele davon Frauen, Kinder, Greise.
Zu viele.
Sie müssen Ihre Funkstation zerstören.
Wir sind mitten im Kalten Krieg.
Und dieser Vöckler ist ein wertvoller Mann für uns.
Ja, und ein weiterer SS-Mann im BND.
Und ein nationaler Deutscher, ein überzeugter Antikommunist wie Sie.
Die NATO braucht jeden in diesem Krieg.
Say hello to your son. Sie hören von uns.
Könnten Sie das noch mal wiederholen?
In Ordnung. Einen Moment, bitte.
Ich verbinde Sie.
Wer ist "GS"?
In der Lokalredaktion der Frankennachrichten.
Vater Franz Schober, Nazi, Revanchist.
Dieser Funkspruch und die Explosion, das hängt zusammen.
Nicht zu vergessen der ehemalige Kriegsverbrecher und Nazi Striesow.
Und alle in diesem Kaff.
Morgen.
Warum hab ich seit vier Jahren
keine Post mehr von meiner Mutter bekommen?
Woher soll ich denn das wissen?
Vielleicht schreibt sie nicht mehr?
Meine Kinder? Kein einziges Päckchen?
Friedrich, was sind denn das für komische Fragen?
Wer hat '52 meinen Bruder erschossen?
Das weißt du doch, ein westdeutscher Grenzer.
Hubertus Prantl sagt was anderes.
Vorsicht, Friedrich, Vorsicht.
Wenn ich rauskriege, dass du irgendwas
mit dem Tod meines Bruders zu tun hast,
dann bring ich dich eigenhändig um.
Draußen stehen zwölf Mütter mit ihren Kindern.
Das gibt's doch nicht.
Ich kümmer mich drum.
Habt ihr nichts anderes zu tun, wirklich?
Guten Abend. Guten Abend.
Ist eine Nachricht für mich gekommen?
Nein, Herr von Striesow, tut mir leid.
Ich würd dann Schluss machen.
Krieg ich denn noch einen?
Vielleicht möchten Sie auch was trinken?
Wenn man unglücklich ist, soll man nicht trinken.
Zum Wohl.
Wenn einen die eigene Tochter mal wieder versetzt hat...
Ich hab wohl sehr viel falsch gemacht.
Das ist ja schon der erste richtige Schritt.
Sie loben meine Selbsterkenntnis?
Kommen nicht viele auf die Idee.
Normalerweise sind immer die anderen schuld.
Prost.
Zum Wohl..?
Hier.
Na dann. Gute Nacht.
Einen letzten Drink?
Du musst da sehr genau reinschauen.
Ich seh nichts.
Dann leben Sie in Ostberlin und arbeiten abends im Westen?
Mhm, Prenzlauer Berg.
Dreimal die Woche arbeite ich in der Bar in Charlottenburg.
Eigentlich bin ich Einzelhandelskauffrau.
Ich bin sehr gut im Verkaufen.
Ich lebe in Little Berlin.
Nie gehört.
Oder ist das nur ein Codename, weil Sie für die Amerikaner arbeiten?
Nein, das ist ein kleines Dorf in Bayern, direkt an der Grenze.
Wo die ganzen alten Nazis hocken.
Klar, das lernt man bei euch im Osten.
Bei uns weiß man wenigstens, wer Nazi war.
Bei euch tarnen sie sich als brave Kommunisten.
Vielleicht haben Sie recht.
Aber jetzt mal im Ernst: Wo wohnen Sie?
In Tannbach.
Kann ich mir gar nicht leisten.
Übrigens, mein Name ist Rosemarie Czerni.
Georg Striesow, Kapitalist und Ausbeuter.
Wenigstens mal eine ehrliche Antwort.
Warum schauen Sie sich mein kleines Berlin nicht mal an?
"Die sozialistische Umgestaltung der Landwirtschaft"
ist die heilige Aufgabe der jungen Deutschen Demokratischen Republik,
"sagt Walter Ulbricht."
"Lasst uns die Kollektivierung gemeinsam abschließen..."
Verschwindet, wir wollen euch hier nicht! Los, ab!
"Lasst uns nicht ruhen,
bis Egoismus und Profitgier überwunden sind!"
"Genossen und Genossinnen, machen Sie sich nicht
zu Handlangern des Kapitalismus!"
Hey, hey, aufhören! Hört auf damit!
Wer hat euch geschickt?
Was fragst du denn so scheinheilig? Wer leitet denn da die LPG?
Otto! Ich, ich hab damit nichts zu tun, wirklich.
Verschwinde bloß, ich sag's dir. Hau ab, du Scheißkerl.
Kommt Kinder, wir gehen.
Wunderbar.
Was steht ihr hier noch rum?
Los, zusammenpacken, Abfahrt! Scheiße!
Das langt, Helmut.
Na, Friedrich? Bist du immer noch der Meinung,
dass wir auf so Gesocks wie Otto Mader nicht verzichten können?
Ja, das bin ich.
Wir schaufeln uns unser Grab, wenn wir so weitermachen.
Ich wollt nur helfen.
Friedrich, du verkennst den Ernst der Lage.
Was heißt denn hier "wir"?
Diese LPG leite immer noch ich.
Noch, Friedrich, noch.
Tag, Anna. Hallo.
Was ist denn passiert?
Ach, nichts. War das Otto Mader?
Friedrich?
Das kannst du dir nicht gefallen lassen.
Soll er doch rübergehen zu diesen Revanchisten.
Anna, hör auf!
Ich muss nachdenken.
Tag, Lisa.
Wenn Mader und Höfler auch nix mehr liefern,
dann ist es aus. Dann gibt's gar nichts mehr zu kaufen.
Aber ihr wisst ja immer, wie es geht, ihr Kader da oben.
Meinst du mich damit? Drüben haben sie alles.
Importiert das halt, wenn wir hier zu blöd sind.
Grüß Gott, Herr Pfarrer. Grüß Gott. Haben Sie geschlossen?
Ausverkauft sind wir.
Guten Tag, Frau Erler. Guten Tag.
Wenn Sie nur Milch wollen,
haben wir noch was. Oh, das wär nett. Danke.
Wie geht's Ihrer Familie?
Gut, danke. Das freut mich.
Wir haben jeden zweiten Sonntag Kindergottesdienst.
Sind herzlich eingeladen. Danke schön.
Danke. - Herr Pfarrer,
haben wir bei uns auch bald einmal eine Glocke?
Wir arbeiten dran.
Anna hat einen Preis gekriegt, weil sie viel für Kinder und Gemeinde tut.
Was meinst du?
Die Gemeinde schafft das schon.
Danke schön. Schönen Tag noch.
Wiederschauen.
Lang geht das nicht mehr so weiter, Anna.
Gerlinde.
Schön, dass Sie zurück sind, Herr Graf.
Alles in Ordnung? Ja.
Arthur will nicht aus seinem Zimmer,
obwohl ich ihm Königsberger Klopse gekocht hab.
Hatten Sie eine schöne Reise? Ja.
Arthur?
Arthur, ich bin wieder da, machst du bitte auf?
Ich hab doch gesagt, du sollst dich nicht einsperren.
Warum spielst du nicht mit deinen Freunden?
Arthur, ich bitte dich.
Na komm, es gibt Königsberger Klopse.
Arthur, komm!
Familie Mader.
Grüß Gott zusammen. Herzlich willkommen.
Grüß Gott. - Guten Morgen.
Guten Tag. Guten Tag. Herzlich willkommen.
Komm, wir teilen die Bücher aus.
Jetzt brauchen wir noch eine Glocke. Ja.
Wenn der Turm fertig ist. Herzlich willkommen, Lisa.
Tschüss, Schatz. Tschüss.
Na kommt, Kinder.
Kann ich nicht bei Papa bleiben? Du kommst mit.
Na geh schon. Kommt, wir sind spät dran.
Ich will aber nicht in die Kirche.
Das wird schon nicht so schlimm.
"viel Not."
Hat nicht der gnädige Gott.
"Über dir Flügel gebreitet."
Liebe Gemeinde.
Wir alle kennen es,
dieses Gefühl der Ohnmacht.
Dieses Gefühl, fremden Mächten ausgeliefert zu sein,
die nichts als Gewalt und Unfrieden verbreiten.
Erst eine Woche ist es her,
dass Emil Schober Opfer sinnloser Aufrüstung wurde.
Liebe Gemeinde,
dieses Gefühl der Ohnmacht packt uns,
wenn wir unsere Hände auf den Acker legen,
der uns genommen werden soll.
Mit unserer Heimat verlieren wir nicht nur unsere Vergangenheit,
wir verlieren auch unsere Zukunft.
Immer mehr Menschen verzagen, suchen Glück woanders,
Wir sollten uns das nicht länger anhören.
Pscht. Was ist das für ein Land,
von dem die Botschafter Mose berichten,
es sei ein Land, in dem Milch und Honig fließen?
Wo ist dieses Land heute?
Vielleicht einfach auf der anderen Seite der Straße?
Vielleicht einfach auf der anderen Seite des Zaunes?
Da, Spitzel schickt Verderben.
Wofür steht Milch und Honig heute?
Warum kann es nicht etwas sein,
eine Idee, liebe Gemeinde.
Es geht nicht um unsere Ideen von Kapitalismus und Sozialismus.
Es geht um Gottes Idee in uns, und Gottes Idee ist Frieden.
Amen.
Amen.
Meine Cousine Mathilde hat mich eingeladen.
Etwa die mit dem Pfaffensohn, aus der Zone?
Ja, sie wollte eigentlich zur Beerdigung kommen,
aber sie wurde nicht rübergelassen.
Die Sozen sollen mal schön unter sich bleiben.
Ich setz keinen Fuß da rüber. Du bist ja auch nicht eingeladen.
Was soll denn das heißen?
Dass ich auch alleine fahren kann.
Ich erlaub's nicht und damit hat sich's.
Kinder, greift zu, lasst es euch schmecken.
Christa, was ist?
Das kannst du doch nicht liegenlassen.
Dir geht's wohl zu gut.
Du weißt nicht, was Hunger ist,
wo die Leute Baumrinden und Flechten gekaut haben,
Du bleibst sitzen, bis du aufgegessen hast.
Wenn sie doch sagt, dass ihr der Magen wehtut.
Iss.
Der werden wir schon helfen.
Die gehört in die Besserungsanstalt, wenn ihr mich fragt.
Dich fragt aber keiner.
Komm, komm!
Schau, schau! Gib's ihm, gib's ihm.
Ja, fein. Schau.
Kathi! - Ja?
Wo ist denn meine Janker? Ja, da, wo er immer ist.
Aber da ist er nicht. Kannst aufstehen.
Ja, ich schau schon.
Der Herder wiegelt unsere Leute auf.
Drüben fließen Milch und Honig? Du hast nicht zugehört!
Um die entfremdeten Umstände des irdischen Daseins zu ertragen,
trösten Unterdrückte sich mit der Idee des Jenseits.
So kann Religion Opium des Volkes heißen.
Grüß dich. - Grüß dich.
Worauf wartest du? Auf Gottes Hilfe? Es gibt keinen Diesel.
Was heißt das, keinen Diesel?
Es gibt keinen Diesel für dich, Otto. Weder hier noch sonstwo.
Erler!
Erler!
Ich lass mich nicht erpressen.
Wovon redest du? Stell dich doch nicht blöd!
Ohne Diesel kann ich nicht zur Molkerei fahren
und werd meine Milch nicht los. Mader! Mader, raus hier! Los!
Wer hat das beschlossen?
Hinter meinem Rücken? Wer?
Otto! Otto, warte!
Du wirst es mir vielleicht nicht glauben,
aber es tut mir alles wahnsinnig leid.
Hast recht, ich glaub dir nicht.
Herr Schneider, hol doch bitte zwei Kanister Diesel aus dem Lager, ja?
Otto, wir wären durchaus bereit, für dich
und für einige andere Altbauern eine Ausnahme zu machen.
Ihr bekommt alle Vergünstigungen der Genossenschaft.
Ihr müsst lediglich euer Land einbringen.
Das Vieh und die Maschinen, die bleiben bei euch.
Du willst mir nur die Hälfte stehlen.
Zwei Kanister.
Otto.
Du hast einen Wartburg bestellt, ja? Warum?
Ich sorge dafür, dass er zügig geliefert wird.
Nächstes Jahr an Weihnachten solltest du ihn haben.
Meine Familie lebt hier seit Generationen.
Wir haben hier jede Krume mit unseren eigenen Händen umgedreht.
Glaubst du wirklich, ich tausche mein Geburtsrecht
gegen eine Blechschüssel?
Ich verlasse meinen Hof nur mit den Füßen voran.
Steigen Sie ein.
Das ist ein Befehl.
Schon gelesen?
Ihr Bruder schreibt über eine Geheimarmee,
Waffenverstecke der Westmächte.
Ich kümmere mich drum.
Und Sie zerstören endlich Ihre Funkstation.
Guten Abend, Herr Graf. Gerlinde.
Bleibt Ihr Besuch etwa über Nacht?
Sie macht nur Unordnung und pfuscht mir dauernd in meine Arbeit rein.
Ist das Essen fertig? Selbstverständlich.
Hallo. Wie gesagt, nur Unordnung macht sie.
Danke.
Sie müssen nicht bedienen,
setzten Sie sich doch und essen Sie mit uns.
Guten Appetit.
Was hat sie, ist doch kein Restaurant?
Sie wird gut dafür bezahlt.
Sie kocht doch schon für uns,
da muss sie nicht in der Küche essen.
Lass sie es so machen, wie sie es kennt.
Sie fühlt sich sonst bevormundet.
Und Arthur? Der hat schon gegessen.
Darf ich?
Hm, alte Schule.
Ein Helles und ein Willy bitte.
Du, ich hab den Erwin noch mal gefragt, keine Chance.
Am besten, du fragst ihn noch mal selber.
Du hast hier nichts zu suchen, Horst.
Wir leben nicht hinterm Eisernen Vorhang. Bring mir ein Helles.
Guten Abend, Bruder.
Schreibst du an der Fortsetzung deiner Räuberpistole?
Die Amis bilden euch aus,
So weit bin ich mit meiner Recherche.
Natürlich nur im Falle einer sowjetischen Invasion.
Wenn du das schreibst,
Danke für die Bestätigung.
Erwin, kommst du mal bitte?
Wenn dir dein Leben
und die Sicherheit dieses Landes etwas bedeutet,
veröffentlichst du das nicht. Mach dich nicht lächerlich.
Schon mal was von Pressefreiheit und Grundgesetz gehört?
Verpiss dich, du Bastard.
Hey, hey, hey!
Ganz ruhig.
Du veröffentlichst das nicht.
Gustl... Geh, lass mich in Ruhe
und bring mir einen Schnaps.
Guten Morgen, Frau Herder.
Guten Tag. Tag, Frau Erler.
Was kann ich für Sie tun? Ich hätte eine private Bitte.
Rolf, versuch ihn jetzt mal anzulassen, jetzt müsste er laufen.
Richtigen Bohnenkaffee von der Kirche.
Kein Vergleich mit dem hiesigen Spülwasser.
Gern.
Spielen Sie Klavier?
Natürlich spielen Sie Klavier, eine geborene Gräfin Striesow,
Sagen Sie jetzt nicht, dass Sie bei "Für Elise" stehengeblieben sind.
Milch, Zucker? Milch, bitte.
Danke. Bitte schön.
Was kann ich für Sie tun, Frau Erler?
Geht es um meine letzte Predigt?
Wie kommen Sie darauf?
Ich war überrascht, Sie im Gottesdienst zu sehen.
Sie sind eine frisch dekorierte Parteigenossin.
Niemand wird gezwungen, seinen Glauben aufzugeben.
Natürlich, genauso wie keiner gezwungen wird,
seinen Acker aufzugeben oder sich ein blaues Tuch umzubinden.
Was kann ich für Sie tun?
Mein Sohn ist getauft.
Ich denke darüber nach, meine Töchter taufen zu lassen.
Ich bin noch nicht entschieden.
Mein Mann ist sehr skeptisch, aber...
Lässt sich Ihre Parteidoktrin mit unserem Glauben nicht vereinbaren?
Waren Sie nicht selbst in der kommunistischen Partei?
Wenn Sie's wissen, warum fragen Sie dann?
Bestätigen Sie Genossen Erler,
ich war Mitglied der kommunistischen Partei,
bis sie verboten wurde.
Ich habe Unterschriften gesammelt gegen die Wiederbewaffnung
und ich bin nach dem Tod meiner Frau hergekommen,
weil ich glaube, dass Frieden möglich ist.
Ich hab zu wenig Diesel, ich kann's nicht zur Molkerei fahren.
Papa.
Du musst weitermachen.
Wir gehen rüber.
Du gehst mit den Schwestern und der Mama vor und ich komm nach.
Ich besorg euch Passierscheine.
Und du versprichst mir,
dass du gut auf die Mama und die Schwestern aufpasst. Ja?
Ja.
Jetzt gehst.
Seid vernünftig, Leute, und geht nach Hause. Du auch.
Komm, ich kann auch nichts dafür, was soll ich machen?
Geht nach Hause und versucht es morgen wieder.
Lisa. Was ist hier los?
Nix hab ich mehr. Keinen Käse, keine Butter, nicht einmal mehr Milch.
Der Mader bringt nix mehr. Macht bloß weiter so.
Eine Schande ist das.
Er schuldet mir noch was, und sein Unternehmen ist im Aufschwung.
Er sucht vor allem gute Einkäufer.
Dann hab ich ja gute Chancen.
Das Problem ist nur, wie komm ich da hin?
Ich kann dich gerne fahren. Kannst du mir auch ein Auto leihen?
Beste Verkäuferin des Jahres? Das gefällt mir.
Plansoll übererfüllt.
Nein, aber im Ernst,
wie haben Sie sich das vorgestellt, Frau...
Ich weiß, was die Leute wollen, bevor sie es wissen.
Ah ja, interessant.
Sie sollten bei uns, ich meine, besser im Osten produzieren.
Nehmen Sie mal Ihren Katalog.
Wir nehmen die Rüschen weg
und geben der Schürze eine feminine Schlichtheit.
Statt Leinen benutzen wir eine Baumwoll-Kunstfasermischung,
das knittert weniger und ist günstiger.
Oder hier, die Kleider.
Wir geben ihnen zwei Abnäher, in der Taille und im Rücken.
Das macht eine schlankere Silhouette, das lieben die Frauen.
Oder hier, wie ein Pfannkuchen in Geschenkverpackung.
So ein Hut verkauft sich nicht.
Ja, bin beeindruckt.
Aber ich fürchte, ich kann Sie trotzdem nicht einstellen.
Sie sind alleinstehend.
Ja. Aber ich versteh nicht, Sie haben doch alle meine Unterlagen vorliegen?
Ihre Referenzen sind ja auch sehr gut.
Ja, das hat mir der gute Graf schon erzählt,
aber Sie brauchen nicht nur einen Bürgen, sondern einen Mann.
Also einen Ehemann.
Ich muss heiraten, um zu arbeiten?
Ja, das ist bei einem so verantwortungsvollen Posten
bei uns durchaus üblich.
Ja, schön, dass Sie vorbeigekommen sind.
Frauen haben im Krieg Haushalte und Familien geleitet,
gearbeitet, Kinder geboren, großgezogen,
Und du bist nicht nur stinkreich, sondern so ein...
So ein? So ein Graf.
Hocharistokrat. Ihr lebt doch nur unter euresgleichen.
Das war vor dem Krieg. Egal.
Bei uns kann ich arbeiten, so viel, so lange und was ich will,
in diesem verdammten Land darf ich höchstens Flure putzen ohne Mann.
Meine Frau muss nicht arbeiten. Wozu auch? Ich verdiene genug für alle.
Deine Frau? Ich bin nicht deine Frau.
In der Tat.
Georg, du glaubst doch nicht, dass ich dich wegen so was...
Also, bei uns macht eigentlich der Mann den Antrag,
aber wenn du mich schon so fragst?
Karl, du kannst jetzt nicht immer auf dem Friedhof sein.
Bitte, gehen wir heim.
Aber dann ist der Emil doch so einsam.
Geh zu ihm.
Na los, trau dich.
Willst du tanzen?
Weiß dein Vater, dass du hier bist?
Ich bin ausgerissen.
Nein.
Gibt's kein Ärger mit deinem Vater?
Heinrich kann mir nichts befehlen.
Ein Helles, bitte.
Du weißt, dass du nicht hier sein sollst.
Ist sie dein Mädchen?
Was geht dich das an? Sie ist hübsch.
Wenn du Gustl suchst, der ist nicht da.
Ich warte auf dich.
Cilly!
Ja?
Es ist nach 22 Uhr! Macht die Negermusik aus!
Lass los, ich kann selbst gehen. Walter, Walter!
Ich bin dem Vater doch ganz egal.
Nicht, solange du ihm Schande machst.
Und warum kommt er dann nicht selbst?
Wir gehen!
Mutter!
Mutter!
Mutter!
Mutter!
Hast du die Leute hergeholt, Franz?
Schick sie weg. Du hast nicht das Recht dazu.
Verschwinden Sie. Wir brauchen keine Fürsorge.
Auf dem Hof hab ich das Sagen, Theresa.
Du warst das?
Man soll die Hoffnung nie aufgeben.
Geh ins Haus.
Das lass ich nicht zu, sie ist mein Kind.
Was seid denn ihr eigentlich für Menschen?
Geh!
Bitte, tu das nicht.
Ich versprech dir, ich tu alles, was du willst, okay? Bitte!
Rein da. - Bitte!
Wirst ja doch noch zum Mann.
Es ist besser für sie.
Geh endlich.
Warum belästigst du mich?
Warum? Warum bist du hierher gekommen?
Ist ein freies Land.
Du bist hier nicht willkommen.
Du bist pervers.
Überleg's dir gut, Gustl. Diese Leute sind gefährlich.
Es ist nicht mal sicher, ob eine Zeitung das druckt.
Wenn's die Bayern nicht drucken, dann geh ich zu den Roten,
zum Augstein, zum "Spiegel".
Da arbeiten auch Nazis, aber die drucken mir das als Titel,
da kannst du Gift drauf nehmen.
So.
Da sind wir. Ja, gleich gibt's was.
Kathi!
Wir haben Hunger.
Was?
Kathi!
Ja, was zum Teufel?
"Bin drüben. Mahlzeit."
Halt. Papiere, Ausweis.
Morgen, Kathi.
Ich geh zu meiner Cousine.
Alles Gute. - Servus!
Die geht ja jede Woche rüber.
Beruhig dich mal!
Du hast eine Krise, Friedrich, das geht vorbei.
Das geht nicht vorbei.
Nicht, solange wir uns hier selbst belügen.
Wir haben eine Mauer vor der Tür, weil uns die Menschen wegrennen.
Und wir kriegen es nicht in den Griff.
Kommt mal runter.
Der Mader... irgendwas stimmt da nicht.
Friedrich!
Der hat seine ganzen Viecher freigelassen.
Anna. Holt Hilfe.
Holt Hilfe!
Friedrich! Friedrich!
Friedrich!
Was ist passiert? Der Maderhof brennt.
Prantl!
Weiß ich nicht.
Mader!
Mader!
Mader!
Ich geh da rein.
Bist du wahnsinnig?
Bleib da!
Otto!
Ist da noch einer drin? Ich weiß nicht.
Otto!
Komm, du musst hier weg. Otto!
Komm!
Otto!
Hey, weg da!
Prantl. Sei vernünftig, lass sie durch. Die müssen löschen.
Weg jetzt von dem Zaun.
Jetzt geht von dem Zaun weg!
Friedrich!
Friedrich!
Friedrich!
Friedrich!
Sie können da nicht rein!
Lassen Sie mich los. Friedrich!
Mein Mann ist da drin! Friedrich!
Friedrich!
Bitte! Es geht nicht.
Friedrich!
Anna!
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