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Hallo, guten Morgen.
Hallo? Jawohl?
Ich brauche den medizinischen Notfalldienst.
Ja, ich höre.
Die Hälfte meines Körpers ist tot.
Ja, Madame, wenn Sie reden können, sind Sie nicht tot.
Nein, ich bin nicht tot.
Deshalb bitte ich Sie um Hilfe.
Hallo, Madame?
Guten Morgen, Herr Doktor. Guten Tag.
Es ist ein eindrucksvoller Fall, aber sie wird durchkommen.
Kommen Sie schnell!
Eins, zwei, drei.
Ehrlich gesagt, ich kann mich an nichts von der Intensivstation erinnern.
Es brauchte ein Jahr, bis ich begriff, dass ich eine schwere Hirnblutung erlitten hatte.
Sie behaupten, sie hätten es mir gesagt, sogar mehrfach.
Aber das ist nicht wahr. Ich habe nichts gehört.
Aber als ich aufwachte, war nichts mehr dasselbe.
Nichts wird wieder dasselbe sein.
Ich dachte, es wäre das Telefon.
Folgen Sie meinen Finger mit Augen, Madame.
Genau, so...
Okay, noch einmal.
Langsam noch mal, sehr gut...
Und los, noch einmal, genau...
Genau so, bis zum Ende, Und wieder zurück...
Und noch mal bis zum Ende... sehr gut.
Okay.
Nennen Sie mir die Farbe dieses Balls zwischen meinen beiden Fingern.
Blau.
Ja, und dieser?
Rot. Und dieser?
Nun?
Schwarz.
Guten Tag. Ich bin die Logopädin.
Könnten Sie eine Uhr für mich zeichnen?
- Mit den Stunden? - Ja.
Was kommt als nächstes?
Ich weiß... Ich...
Aber ich kann mich nicht erinnern...
stellen...
Dies ist sehr häufig nach einem Schlaganfall.
Bitte... Bitte...
Kann ich wissen...
ob ich wieder lachen kann?
Ich liebe es zu lachen, aber ich kann nicht mehr lachen.
Ich verstehe.
Sagen Sie "Ihhh".
"Ohhh".
Ihhh...
"Ohhh" Ohhh .
Die Lippenbewegungen dabei völlig übertreiben.
Ihhh...
Ohhh...
Schauen Sie.
Nehmen Sie meinen Spiegel...
Nun beobachten Sie Ihren Mund.
Die Lippen ordentlich zurückziehen.
Ihhh...
Ihhh...
Ohhh...
Ohhh...
Achten Sie darauf, dass dies linke Seite genauso hoch ist wie die rechte.
Ihhh...
Ihhh...
Ohhh...
Ohhh...
Wiederholen Sie dies so oft wie möglich.
Ihhh...
Ohhh...
Ohhh...
Morgen komme ich wieder.
Ihhh...
Ihhh...
Genau, schieben, Maud. Sehr gut...
Versuch zu schieben und dabei die Arme hochzuheben.
- Ich kann nicht... - Okay, komm schon, langsam...
Langsam. hab keine Angst. Keine Angst.
Du brauchst keine Angst zu haben. Du wirst es schaffen.
- Wir helfen dir, Maud. - Ich kann nicht, ich hab Angst.
Wir sind bei dir, wir sind hier...
Alles gut, alles gut.
Wir sind hier.
Okay, gut.
Sehr gut, sehr gut.
- Es tut mir leid. - Keine Angst, keine Angst.
In Ordnung.
- Du warst sehr gut, Maud. - Entschuldigung.
- Ich hab's nicht geschafft. - Da täuscht du dich. Du hast das großartig gemacht.
Es war sehr gut.
Immer mit der Ruhe, du wirst es schaffen.
Ich komme gerade aus Cannes.
Ich habe 500.000 € an die Italiener verkauft.
Natürlich musste ich sagen, dass du erst nächstes Jahr wiederkommst.
Besser keine Illusionen machen, Jean-Paul.
Das ist der Untergang der Titanic.
Aber wenn ich wieder hoch komme, werde ich eine Atombombe sein.
- Du schaffst das, ja. - Nichts wird mich aufhalten.
Wir begrüßen nun Vilko Piran.
Guten Tag, Vilko Piran, wie geht es Ihnen? Gut, danke.
In Ihrem Buch sagen Sie, dass Ihre Mutter Sie nachmittags oft rausgeschickt hat,
und dass Sie im Dorf die Mülleimer nach Essen durchsucht haben.
Es gibt einen schrecklichen Satz in Ihrem Buch,
wo Sie sagen, es gäbe immer eine Alte, die man verspotten könne.
Ich weiß nicht, wenn ich solch ein Kind sehe, dann gebe ich ihm zu essen.
Was heute fehlt, meiner Meinung nach, ist Menschlichkeit.
Eines Tages versteckten Sie sich und fanden Ihre Mutter in den Armen eines Mannes...
Ezzé, schalt Kanal 2 ein, schnell.
Sie sagen, Sie sahen sie mit gespreizten Beinen und einem verrückten Lächeln...
und dass Sie seitdem nicht mehr lieben können.
Ich denke, wenn man so jung ist und mit einer solchen Realität konfrontiert wird,
dann ändert sich die Perspektive.
Sie verlieren die Reinheit.
Ich war jung und fand mich plötzlich in einer Welt der Erwachsenen wieder.
So einfach ist das.
Verdammt, ist der gut.
Hast du bloß diese traurige und eisige Ausstrahlung gesehen?
Interessant, nicht wahr?
Ja.
... schlechtes Geschäft für sie.
Nach mehreren Aufenthalten in französischen Gefängnissen ließen Sie alles stehen und gingen nach Hong Kong.
Und dort begann Ihr Leben als Betrüger.
Haben Sie wirklich 35 Millionen Euro gestohlen?
Nicht schlecht für einen, der aus dem Nichts kam, nicht wahr?
Was ist das Geheimnis Ihrer Betrügereien?
Menschliche Gier. Wer Geld hat, will immer mehr.
Ich habe viel intelligentere und reichere Menschen als mich ausgenommen.
Ich habe nur ihre Eitelkeit ausgenutzt.
Aber Sie haben auch arme Leute betrogen.
Ich habe nie gesagt, was ich tue, ist richtig.
Ich habe dafür zwölf Jahren im Gefängnis gesessen. Meinen Sie, das sei nicht genug?
Erwarten Sie auch noch zu hören, dass ich es bereue?
Ich habe meine Schuld an der Gesellschaft bezahlt.
Ich bin ein französischer Bürger wie jeder andere.
Sehen Sie, wie er um sich beißt?
Keine Reue. Ich liebe es.
Du hast Recht. Er ist frech.
Noch nie hat mich ein Schauspieler so tief berührt.
Ich will ihn.
Lesen Sie das Buch "Ma Vie en Jaune", das am Mittwoch im Buchhandel erscheint.
Genau so eine Wohnung brauche ich.
Mit einer solchen Bibliothek.
Wie viele Zimmer gibt's? Meines.
Als Kind waren wir zu arm um Bücher zu besitzen.
Jetzt hole ich die verlorene Zeit auf. Ich lese alles, was mir in die Hände fällt.
Mein Guru ist Nietzsche. Aber aufgepasst...
ich habe nie ein Buch gekauft.
Ich stehle alle.
Ist gemütlich hier. Hier könnte ich leben.
Nur zu. Es steht zum Verkauf.
Wie viel? Eine Million.
Zu wenig. Das ist Betrug.
Nun, wofür hast du mich gerufen?
Ich bin ein Geschäftsmann. Ich habe keine Zeit zu verlieren.
Es ist für meinen nächsten Film.
Die Hauptrolle.
Könnte mich interessieren, wenn ich keine Auswahltests machen muss.
Entschuldigung.
Ja, mein Lieber. Natürlich nicht...
Das kann ich allein.
- Ein bisschen. - Wer ist der Kerl?
Meine erster Assistent.
Wohl eher dein Geliebter, nicht wahr?
Nein. Mein Assistent.
Also du kennst mich nicht? Nie von mir gehört.
- Sollte ich? - Sicher.
Jeder kennt meine Geschichte.
Nein. Ich interessiere mich für dich.
Ich hab dich im Fernsehen gesehen.
Seltsam, dass du mich nicht kennst.
Der größte Gauner auf dem Planeten. Dreh einen Film über mein Leben.
Ich war echt übel, habe 135 Millionen Dollar gestohlen,
und bin in Hong Kong ins Gefängnis gegangen.
Bizarr.
Ich bin ein Gauner, aber noch nie hat mich jemand dumm genannt.
Erzähl die Geschichte bis zum Ende. Wenn sie cool ist, mache ich deinen Film.
Nun, es ist die Geschichte eines Mannes, ziemlich frustriert,
der sich in eine Schauspielerin verliebt.
Bald wird er ihr heimlicher Geliebter.
Aber weil er weiß, dass sie in ihn verliebt ist,
fordert er, dass sie zu ihm nach Hause kommt.
Eine schreckliche kleine Wohnung,
in die kaum zwei Personen passen.
Die Hingabe ist total...
und sie wird zur Geisel dieses geschlossenen Universums.
Eines Tages führt sie ihr Schauspielerleben nach Australien, um einen Film zu drehen...
und der Tag vor der Abreise erscheint sie, beladen mit luxuriösen Koffern.
Er ist wütend.
Er schließt sich im Badezimmer ein und knallt mit der Tür.
Sie hört, wie er ein ewig langes Bad nimmt.
Sie betritt das winzige Badezimmer.
Sie schaut ihren Liebhaber an.
Nackt.
Er schickt sie raus.
Sie bleibt.
Er fängt an, seinen Kopf gegen die Wand schlagen.
Die Fliesen sind mit Blut bedeckt...
Ich sehe viel Blut laufen...
sehr schön.
Überall...
Rot auf weiß...
Sie kehrt zurück ins Wohnzimmer und setzt sich an den Tisch, so...
Sie wartet auf ihn.
Sie bewegt sich nicht, weil sie nicht den Mut hat zu beenden, was sie angefangen hat. .
Sie hat keine Angst. Er schon.
Dann beginnt er, wieder mit dem Kopf zu schlagen.
Und schlägt und schlägt...
Und als sein Gesicht völlig entstellt und blutig ist,
hebt sie ihn hoch wie frisch Vermählte beim Überschreiten der Schwelle
und legt ihn ins Bett.
Und sagt, ich bin nicht verletzt.
Aber am nächsten Tag wird sie tot sein.
Nun kann er sich nicht mehr von ihren Fotos trennen.
Wenn es mir nicht gefallen hätte, würde ich deinen Film nicht machen.
Und jetzt wirst du mich täglich sehen.
In der Regel arbeite ich nicht mit Schauspielern deines Alters.
Aber mich wirst du jeden Tag sehen.
Das ist schrecklich.
Unmöglich, das ist viel zu glänzend.
Haben Sie das in Schwarz?
Dicker, weniger kalt?
Hätten Sie nicht lieber Leder, so in der Art?
Nein, das ist grässlich.
Wenn man ein Handicap hat, braucht man... Warte, ich werde es für Sie aufzeichnen.
Okay... Ezzé, hilf mir hier.
Entschuldigung, er ist besser daran gewöhnt...
Kommen Sie bitte auf die andere Seite. Ja, los geht's.
Festhalten. Genau, gut so.
Vorsicht, ich falle.
Ezzé, ich falle. Ich halte dich.
Halt mich fester, bitte.
Fertig... Danke.
So...
Mal sehen, ich werde einen schönen Stiefel zeichnen...
so...
so...
- Männerhosen... - Sehr schön.
- Mit Absatz. - Ein kleiner Absatz, natürlich.
Natürlich.
So, hoppla. Etwas kleiner, natürlich. Ich trage keine 44.
Und... fertig.
Und hier, ganz wichtig...
hübsch ausgerichtete Klettverschlüsse. Ja.
Mit Bändern und Chrom-Clips.
Und Schmucknähten.
Nicht ganz mein Gebiet. Ich mache nur medizinische Orthopädie.
Niemand muss hässlich sein.
Vorsicht.
Unglaublich, seit fünf Jahren fahre ich dasselbe Auto und du erkennst es immer noch nicht.
- Autos sind mir egal. - Das da ist es.
Was war es diesmal, Maud Shainberg?
Nur eine kurze Ablenkung, bis du fertig bist.
Unbekannt. Wenn es unbekannt heißt, ist er das.
Oh, das Outfit ist viel besser.
Dior. Trage ich nur.
Die machen alles, was ich will.
Sehr elegant.
Das sieht man, nicht wahr?
Was für ein Glücksfall für mich, dich kennen zu lernen.
Ich habe noch nie eine so intelligente Frau wie dich getroffen.
Lass mich das zumachen.
Ich bin ganz für dich da.
Sonst habe ich nichts weiter auf dieser Erde zu tun.
Nur deinetwegen bin ich noch hier geblieben.
Gewöhn dich daran, ich flirte nicht.
In Ordnung.
Ist das ein Folterinstrument? Bist du Sadistin?
Im Ernst, du siehst aus wie eine Achtzigjährige.
Eine Hälfte von mir ist eine Leiche.
Bei einer Halbseitenlähmung hat man nicht die Wahl.
Du fällst um wie ein Felsbrocken.
Siehst du diese Narbe?
Ich nahm einen Wäschetrockner mit, um den Sturz abzufedern.
habe mich mit voller Kraft mit der linken Hand abgestützt,so.
Bis die Knochen zerbröselt sind.
Bin ins Zimmer zurückgelaufen mit einer Hand, die runterhing wie eine verfaulte Birne.
Mit zwei Knöchelchen, die rausguckten.
Zwei Knöchelchen.
Du lachst auch über alles, nicht wahr?
Hey, bringen mir eine Flasche Pétrus.
Haben wir nicht.
Wie das, haben wir nicht?
Dieses Wochenende habe ich schon drei Flaschen Pétrus getrunken.
Du kannst kaum erwarten, an jeder Ecke einen Pétrus zu finden.
Okay.
Danke.
Es ist schön hier, nicht wahr?
Gut, mal etwas Sonne abzukriegen.
Kann ich meinen Chauffeur anrufen?
Bringt doch nichts, ihn im Auto eingesperrt zu lassen.
Hallo, Gino?
Gino.
Guten Tag.
Hat sie angerufen? Ja.
Denn ich werde nicht reagieren.
Du weißt doch, wie stur er ist. Er muss sich nur beruhigen.
- Willst du wirklich nicht mir ihr sprechen? - Nein.
- Vilko? - Im Moment hast du nur Zeit für ihn, nicht wahr?
Jean-Paul und ich sind eifersüchtig.
Entspann dich. Er ist nur mein Schauspieler.
Du weißt doch genau, wie ich mit meinen Schauspielern umgehe.
- So ist das also. Ich existiere gar nicht mehr. - Trottel.
Weißt du, wieviel das ist?
200 000 Euro.
Ist für uns.
Das reicht, um Leute zum Teufel zu schicken.
Das macht keinen Unterschied für dich? Du brauchst mein Geld nicht?
Hier Gino, nimm das mit für den Typen. Er wartet.
Das ist ein Typ vom Innenministerium. Er wäscht sein Geld bei mir.
Du glaubst mir nicht?
Hör zu.
Sie haben das Innenministerium erreicht.
Siehst du? Ich lüge nie.
Du glaubst mir nicht? Das ist also nicht das Innenministerium?
Ich glaube dir.
Was ist los? Überrascht dich gar nichts?
Hast du gehört, das war das Ministerium. Siehst du nicht die 200.000 auf dem Boden?
Ich sehe die 500er Scheine.
Okay, ich werd verschwinden.
Du weißt, wo du mich findest.
Dein Pech.
Du wirst mich einen Monat lang nicht mehr sehen?
Ich beschränke mich darauf, deine Stimme zu hören, wenn ich aufwache.
Lauter Wörter, die meine Mutter nie zu mir gesagt hat.
Ich bin nicht deine Mutter, du ordinärer Mensch!
Guck mal, wie du redest.
Hey, beruhige dich.
Warum hast du mir die Tür vor der Nase zugeschlagen?
Die Tür auf, verdammt noch mal!
Warum bist du plötzlich so ne Nutte?
Du brauchst mich für deinen Film. Mach diese Tür auf!
Hallo?
Ja, um dir eine gute Nacht zu wünschen.
Zu hören, ob alles okay ist.
Ich mache mir Sorgen um dich.
Meine Frau ist verrückt.
Sie paradiert hier nackt vor mir rum.
- Sie hat Recht. - Denkst du.
Sprich mit ihr.
Ich werde dich an sie weitergeben.
Ich kenne sie nicht.
Hier.
Hallo? Guten Abend.
Ich weiß nicht, warum Vilko mir das Telefon gegeben hat.
Sagen Sie ihm, dass er reaktionär ist.
Dies ist nur, weil Sie ihn nicht kennen.
Hörst du? Sie hat dich reaktionär genannt.
Und sie ist eine Perverse.
Ich bin zu spät.
Geht schon.
Okay.
Lass mich los.
Das geht nicht.
Das ist gut, sehr gut...
Sie müssen 7 für die Website auswählen und noch ein paar für die Exklusivrechte zur Seite legen.
Okay.
Das ist auch gut...
Ehrlich gesagt kann ich mir diesen Vilko Piran nicht im Film vorstellen.
Das braucht einen überzeugenden Schauspieler.
Er ist genau wie die Rolle.
Und weiter? Hast du noch nicht verstanden, dass das Leben ist schon so schwierig genug ist?
Ich weiß. Aber es ist stärker als ich.
Auf keinem Fall lass ihn denken, dass er den Film macht.
Mach dir keine Sorgen. Er inspiriert mich.
Er ist ein außergewöhnlicher Charakter.
Ich kenne dich sehr gut. Sie kannst gut mit Widrigkeiten umgehen.
Tschüß.
Hallo?
Wenn ich dich jetzt anrufe, gehst du nicht mehr ran.
Wenn ich arbeite, stelle ich das Telefon ab.
Aber ich kann meine Zeit nicht verschwenden.
Ich bin erschöpft vom Jetlag.
Tokio ist ne ganz schöne Strecke.
Sieben Flugstunden, acht Stunden Zeitunterschied.
- Bist du sicher, dass du nicht kommen willst? - Ohne jeden Zweifel.
Siehst du? Ich hab nicht vergessen anzurufen. Zufrieden?
Hochzufrieden.
Ich ruf dich in einer Stunde an. Ich muss erstmal duschen.
Es ist wichtig.
Maud?
Ich schlafe.
Du hättest früher anrufen sollen.
Hier bin ich ein Star.
Das japanische Fernsehen hat eine eigene Sendung über mich gemacht.
Hallo.
Gut deine verschlafene Stimme zu hören.
Du solltest mich jeden Morgen anrufen.
Versprochen?
Ich meine es ernst, klar?
Ein Kuss für dich.
Bist du krank?
Nein.
Ein Kuss für dich.
Okay...
Was macht dein Begleiter denn solange mit dem Tee?
Das ist nicht mein Begleiter.
War echt hart, dich fünf Tage nicht zu sehen.
Danke, Antoine.
Er ist ein muslimischer Militärflüchtling.
Du kannst dir nicht vorstellen, wie ergeben er ist.
Er schneidet das Fleisch für mich, kauft meine Süßigkeiten,
legt meine Hosen schön gefaltet in die Schubladen.
Du liebst es, Männer zu demütigen, nicht wahr?
Klar. Wie auch immer, ich kann es nicht alleine machen.
Wirst du mir jetzt zuhören? Es ist wichtig.
Die Bullen sind hinter mir her.
Mach dir keine Sorgen. Sie suchen nicht nach dir.
Ich komme nicht an mein Geld ran.
Es ist, als ob ich keines hätte.
Kannst du ihn nicht wegschicken? Das ist ja ätzend!
Mach dir keine Sorgen. Er versteht kein Französisch.
Ich brauch was, während ich warte.
Sie fordern 100.000.
Ist das kein Diebstahl?
Und mich nennen sie Betrüger.
Halt das fest, sonst kann ich nicht schreiben.
Du bist eine Tyrannin.
Ein Tyrann!
Versuch mal, ohne die linke Hand zu schreiben, und dann sieh, wo du bleibst.
Scheib dazu, dass das ein Darlehen für mich ist.
Dann kann man sagen, es sei ein Darlehen, wenn sie nachfragen.
Aber es ist ein Darlehen.
Ich muss dieses Geld der Bank zurückzahlen.
Sie hat es mir geliehen.
Du wirst es mir auch zurückzahlen.
Mit Zinsen.
Was für Zinsen denn?
3,9, wie ich sie ich bezahle.
Okay...
Das ist ne Menge Geld für mich.
- Wenn's ein Problem ist, kann ich den Scheck zurückgeben. - Nein.
Alles gut, mein Lieber? Ja.
Endlich lernst du die Bestie kennen.
Nicht viel zu sehen. Aber er ist faszinierend.
Ich finde ihn großartig.
Sind Sie der Betrüger?
Ex-Betrüger.
Werd ihn sofort los. Dieser Kerl ist gefährlich.
Du hast seinen Blick nicht gesehen. Es war, als wollte er mich töten.
Es war urkomisch.
Aber du siehst es nicht. Er hat sich in deinem Haus eingenistet.
Es ist zu seinem Territorium geworden.
Du sprichst von ihm wie von einem Tier.
Er ist ein Killer. Werd ihn los.
Ich mache keine Witze.
Maud, ich mache keine Witze.
Werd ihn sofort los.
Ich habe beschlossen, dass du dich heute ein wenig anstrengen wirst.
Ich fahr dich in meinem Auto hin.
Vilko, siehst du nicht, dass sie es alleine nicht schafft? Hilf ihr.
Ich falle. Gib mir deinen Arm.
Ich halte dich.
Das ist nicht so schwer. Das schaffe ich.
Ich weiß, wovon ich rede. Keine Sorge.
Das ist einer der Vorteile, wenn man ein Krüppel ist.
Das reicht.
- Gut so? - Ja.
Danke.
Warte...
Fertig.
- Kann ich mal an deinem Glas riechen? - Klar.
Dein Wein hat ein tolles Bouquet.
Schade, dass ich keinen Wein mehr trinken kann.
Das habe ich im Gefängnis am meisten vermisst: Wein.
Wirst du mir dein neues Buch geben?
- Was? - Dein Buch.
Ich unterschreib's. Das zieht mehr Publikum an.
Und macht's weniger glaubhaft.
Du und deine Verachtung. Weißt du, wie ich zur Schule gegeangen bin?
Barfuß im kalten Winter...
Dich berührt gar nichts. Du bist eine seelenlose Bourgeoise.
Ich meine es ernst.
Also wir beide unterschreiben.
- Was? - Das Buch. Wir unterschreiben beide.
Aber es wird kein Geld bringen. Ist nur für ausgewähltes Publikum.
Nicht deswegen. Ich möchte unsere Namen nebeneinander sehen.
Bücher überdauern. Sind für die Ewigkeit.
Lass mich nicht fallen.
Unterschreib. Ah, ja.
Schreib hier, dass es eine Vorauszahlung ist, für die Zusammenarbeit bei deinem Buch.
Wenn die Polizei dann fragt, sagen wir, wir haben das Buch zusammen gemacht.
Einfach.
50.000 für ein Buch, das sich nicht mal verkaufen wird.
Hältst du mich für einen Trottel? Ich bin keiner.
Was ist das?
Wie schrecklich.
Es ist großartig. Du verstehst gar nichts.
Jedenfalls sagt der Produzent, ich soll deinen Film nicht machen.
Deine Filme sind Kult.
Das ist schön. Ja, das ist schön.
Papa... Es ist Papa!
Meine Süße, wie hübsch du bist.
Wie hübsch du bist.
Dein Papa, ist hier. Meine Süße.
Ja? Es ist der Papa, der Papa.
Meine Süße... Süße.
Traumatisier das Baby nicht, wenn du sie so schüttelst?
Nicht so.
Wollt ihr nicht, dass sie mich liebt?
Meine Knuddelchen.
Wie für ein Wonneproppen.
Also alles in Ordnung, sag nichts über unsere Vereinbarung.
Man weiß ja nie, nicht wahr?
Bei keinem.
Das ist unser Geheimnis.
Sonst wird mein Plan ruiniert.
Ich weiß.
Hier.
Ich tu dir was auf. Oh, vielen Dank.
Willst du auch? Ein wenig, ja.
Sag mir, dass ich deine letzte Liebe bin.
Sag mir: Du bist meine letzte Liebe.
Siehst du? Ich werde immer an deiner Seite sein, um dir gehen zu helfen.
Auch wenn du im Rollstuhl bist.
Ich werde an deiner Seite sein.
Gino.
Guter Wein, oder? Was denkst du?
Château Margaux.
2003.
Ich sitze in der Scheiße.
Jetzt können sie mich in die Mangel nehmen.
Wieviel diesmal?
Hunderttausend.
Wir haben einen ungedeckten Scheck über hunderttausend ausgestellt.
Bist du verrückt geworden?
Was ist nur in dich gefahren?
Ich hatte dir doch gesagt, keine ungedeckten Scheck auszustellen.
Also werde ich verschuldet bleiben.
Ich weiß. Aber ich hatte keine Wahl.
Du weißt, was das bedeutet.
Ja.
Vergiss es. Kein Problem.
Wenn du mir nicht hilfst, bin ich verloren.
Aber es war nicht meine Schuld.
Aber ich habe keine hunderttausend.
Ich bin ein toter Mann.
Ich kann 70.000 zusammenkratzen.
Und dann...
Dann, wenn du die 30.000 nicht zusammenbekommst, was soll ich machen?
Du hast jedes Recht, nein zu sagen.
Ist das ein Nein?
Ich muss wohl träumen.
Du nervst mit dem Geld.
Am Anfang, habe ich mir nur was geliehen, weil du es wolltest.
Ich habe dich zu nichts gezwungen.
Vilko.
Du musst mich nach Hause bringen. Ich kann es nicht alleine.
Ich habe es satt, höflich zu sein. Hau ab.
Möchtest du den Karneval am Strand verbringen, Mama?
Ich kann im Sand nicht laufen.
Ihr geht.
Lass sein, ich zahle.
Los, mein Kleiner.
Gehen wir...
Papa.
Wir sehen Papa.
Hallo?
Alles in Ordnung?
Ja.
Mein bester Freund ist gerade gestorben.
Das tut mir leid.
Du?
Ich bin nur eine Spielfigur für dich.
Nur eine Spielfigur.
Ich bin nur eine Schachfigur. Einfach nur eine Figur.
Ich habe kein Geld, um meiner Tochter ein Mittagessen zu zahlen.
Nein, nein... es geht.
In Ordnung.
Tschüß.
Ich war nicht immer völlig korrekt dir gegenüber.
Ja, na und? Nichts...
Ich war nicht immer korrekt. Aber ich werde dir alles zurückgeben.
Lass uns gemeinsam in die Schweiz gehen.
Lass uns auf der Panoramaterrasse mit dem Generaldirektor der Bank mittagessen.
Du hörst mir nie zu, wenn ich über wichtige Dinge spreche.
Schalt den Fernseher aus. Es gibt nur Kindersendungen.
Ich habe gerade gesagt, dass ich einen Weg gefunden habe, um hier in Frankreich Millionen zu machen.
- Gino, wann fahren wir? - Um drei.
Komm mit. Es ist ein wichtiges Treffen für uns beide.
Wir kommen an, duschen, verbringen die Nacht im Hotel...
und kommen am nächsten Tag ausgeruht zurück.
Wir kommen am selben Tag zurück.
Du willst die Nacht nicht mit mir verbringen?
- Nur wir beide. - Selbstverständlich nicht.
Wir fahren mit dem Auto zurück.
Hey, was ist in dich gefahren? Was ist nur los?
Du hast mir fast die Nase zerquetscht. So küsst du?
Also um drei?
Versprochen?
Okay, Madame Shainberg?
Nein!
Nein...
Vilko.
Findest du nicht, dass du ein bisschen übertreibst?
Ich bin der glücklichste Mensch der Welt.
Ich kann alles ertragen, was mir passiert.
Aber mich hat es furchtbar erschreckt.
Hier, zieh mir meine Stiefel an.
Bin ich jetzt dein Sklave, oder was?
Warte, ich muss aufstehen.
Jetzt der andere.
- Zumachen auch? - Du sagst es.
Was für ein Glück für dich, dass ich hier bin, nicht wahr?
Ich brauche jetzt 150.000. Es ist dringend.
Warte.
Warte.
Das hat mir schon gefehlt.
Warte.
Du hast mir einen ordentlichen Schreck verpasst.
Du brauchst nicht zu funktionieren.
Lass das!
Hör auf!
Schaffst du's?
Fertig.
Madame ist fertig.
Komm, ich helf dir...
Nimmst du meine Tasche?
Nehmen Sie sich Stock.
Denk nicht einmal daran, in deiner Hütte zu schlafen.
Gute Nacht.
Setz es aufs Konto. In Ordnung, gute Nacht.
Danke.
Du schläfst hier.
Und hier.
Das nächste Mal, wenn du was auf ein Konto setzt, möchte ich auch eins.
Bist du eifersüchtig, dass sie meine Rechnungen bezahlen?
Das ist mein bester Kunde in der Normandie. Stoßen wir auf mein Konto an.
- Mama? - Oh, Hortense.
Antoine war im Krankenhaus, um dich abzuholen. Wo warst du?
Dein Telefon war ausgeschaltet.
Ich wollte euch keine Mühe machen, ich hab Vilko angerufen und alles war gut.
Und deine Kinder? Du bist in Frankreich, du fällst hin, und er kümmert sich um dich?
Das ist mir nicht in den Sinn gekommen.
Das ist nicht okay, wirklich.
Sind Sie eine Freundin von Hortense?
Nein, Oma, das ist Mama.
Hör mal, Mama...
Das ist vielleicht nicht sehr angenehm zu hören, aber...
Dein Hausangestellter geht in Urlaub.
Möglicherweise musst du währenddessen eine Woche in einer Klinik verbringen.
Antoine ist auch meiner Meinung.
Oma, hör auf, an deiner Windel rumzufummeln.
Ich gewöhne mich langsam daran, Dinge für dich zu erledigen.
Ich fühle mich sogar jünger. Deshalb bin ich zurückgekommen.
Lass mich nicht fallen, okay?
Warte, lass mich das hier... nur ne Sekunde...
- Ich will mich hinsetzen. - In Ordnung.
- Lass das. - Halt mich fest.
Unterm Arm, komm schon.
Lass mich nicht fallen!
Fertig.
Warte, ich werde fallen, wenn du mein Bein nicht festhältst.
Dieses? Natürlich dieses. Welches denn sonst?
- Ist das in Ordnung? - Ja.
Du musst was essen.
Hier.
Erinnerst du dich an das Restaurant Chez Nioque?
Nein.
Wir haben schon darüber gesprochen. Das gibt einen Gewinn von 80.000 € pro Monat.
Noch nie gesehen.
Ich bring dich mal hin.
Der Manager ist ein Freund von mir, Jérôme.
Er hat mich eingeladen.
Wenn ich 300.000 € investiere, kann ich 30, 40% Profit machen, für den Anfang.
Wenn ich das Geld hätte...
Nein, nein... hol mir einen Kaffee, bitte.
- Gib mir ein bisschen. - Hier.
Wenn ich das Geld hätte...
Es ist ein guter Plan, oder?
Machen wir's zusammen?
Ich will kein Restaurant.
Ich will auch keins.
Wir verkaufen es für das Doppelte, teilen das Geld, und ich kann dir alles zurückzahlen, was ich dir schulde.
Es ist ein guter Plan. Denk darüber nach.
Worauf wartest du noch?
Geh nach Hause, schlafen.
Du musst mir noch 100 Euro geben.
Clever.
Ich muss tanken.
Du bist ganz schön frech.
Hier, das sollte reichen. Hau ab.
Also...
Was hattest du, bevor du losfuhrst?
Ungefähr 600, oder?
100... 165...
Wir können noch mehr kaufen, nicht wahr?
Nein, Vilko, es reicht nicht.
220.
Mehr nicht.
Nun, ich kann nichts sagen.
Schreib mir einen Scheck aus.
Schreib du ihn aus, mit der Hand kann ich nicht.
220.000 am Montag?
Ja.
Aber du hast den Scheck auf 500.000 ausgestellt.
Du machst Witze, oder?
Ich brauche was, um die Schulden bei der Bank zu bezahlen. Ich will dir nicht hinterherlaufen müssen.
Wirklich witzig, er leiht seinem besten Freund Geld
und zieht es vor, sich zu ärgern, statt das Geld zurückzugeben.
Aber ich bin nicht hier, mich über dich zu ärgern.
Also schreib den Scheck aus.
Okay. Aber den unterschreibst du.
Hier.
Ah, so ist es praktisch.
Wozu du mich alles bringst.
Ich werde 6 Monate in Cannes bleiben. Ich werde bei Jérôme wohnen.
Nicht ein Tag länger.
Wenn ich dich bescheißen würde, wäre es, als würde ich mich selbst bescheißen.
Aber reich ihn nicht ein, bevor ich es dir sage.
Ansonsten lande ich im Knast, wie du weißt.
Das weißt du doch, nicht wahr?
Siehst du, das ist das Weihnachten, das ich nie hatte.
Siehst du, meine Kleine, das ist für dich.
Hör mal, was sie für ein Geräusch macht.
Guck, wie das funktioniert...
Los, nimm dein Geschenk.
Das Paket da. Los.
12.000.
Man kann sie doch nicht vernachlässigen, oder?
Vilko!
Komm und hol mich.
Versuch mal, ob du es alleine kannst.
Du weißt, ich kann nicht allein runtergehen.
Hör auf mich zu nerven, okay? Fick dich ins Knie. Ich kann nicht.
Das Schlimmste ist, dass du es kannst, das weiß ich.
Vilko, was du da machst, ist nicht lustig.
Komm und hol's dir.
Du wirst mich nicht fallen lassen, oder?
Ich halte dich... ich halte dich...
Ich muss weitergehen...
Warte.
Halt mich fester.
Nur so kann ich... Fester!
Die ist zur Blutverdünnung, diese kleine...
Ich nehme alles, egal...
Die da nehme ich zuerst. Gib sie mir.
Mitten auf die Zunge.
Dieses Konto ist über 687.000 €.
Fertig.
912,28.
912? Und 28, bitte.
Wirst du das alles schaffen?
Ich wollte einen Garten.
Deshalb unterschreibst du die Schecks, nicht wahr?
Hallo.
Ich komme.
Warte. Ich weiß nicht, wo mein Bein ist. Wenn ich es nicht sehe, kann ich nicht aufstehen.
Aber warte, ich muss mich anziehen.
Vilko, hilf mir mit dem Gürtel.
Ich kann das nicht.
Du kannst keine Schleife binden?
Hinknien wäre besser.
Danke.
Soll ich hoch auf mein Zimmer gehen?
Es gibt kein Zimmer.
Deinetwegen habe ich die Bauarbeiten eingestellt.
Immer beschwerst du dich.
Egal, dann werde ich bei dir schlafen.
Auf keinen Fall!
Wo soll ich dann schlafen?
Es gibt eine weiche Matratze in meinem Büro im ersten Stock.
Deinetwegen habe ich mich von meiner Frau getrennt.
Es war das Beste, was ich für dich getan habe.
Siehst du, wie du bist?
Du würdest mich ersticken.
Du musst mir einen Rat geben.
Du bist eine Frau, du musst mir helfen.
- Ich will schlafen. - Los, gib mir einen Rat.
Ich schick' ihr eine SMS...
Ich schreibe...
Wie wirst du es mit dem nächsten machen?
Es ist wahr, sie hat sich meinen Namen auf den Oberschenkel tätowieren lassen.
Das muss sie dem Kerl doch erklären, oder?
Umso mehr, weil es mein Name ist. Meinst du nicht?
Der muss sich doch fragen, warum ich sie geheiratet habe.
Es ist mir egal.
Ich hoffe, sie wird glücklich, je früher, desto besser.
Auch du liebst dein kleines Leben.
Gezwungenermaßen liebe ich es.
Aber du hast wenigstens ein Dach über dem Kopf. Ich nicht.
Ich will nicht, dass du sie anrufst oder sie siehst, ich warne dich.
Ich bin mitten in der Nacht aufgewacht.
Ich musste den Kopf auslüften.
Dein Produzent mag keine Gauner.
Dann wird er eben lernen müssen, Gauner zu mögen.
Alles nur wegen einer Million. Aber er wird schon sehen. Ich werde dir alles zurückgeben.
Wenn ich dich früher gekannt hätte, hätten wir viel zusammen gemacht.
Wie in deinem Film.
Denn du bist mutig wie ein Mann.
Wie wär's, hauen wir ab?
Ich brauche nicht abzuhauen.
Du hast mir Geld abgenommen.
Nie.
Bei diesem Durcheinander weiß noch nicht mal ich, wo es ist.
Geh ins Bett. Ich geh schlafen.
Krieg ich ein Kissen?
Hier gibt's genügend Kissen.
Ich brauche drei.
Vergiss es. Ich werde hier schlafen.
Hör auf mich zu belästigen!
Schon verstanden.
Hau ab!
Wir sehen uns. Bis bald.
Weißt du, wie spät es ist?
Schlaf das nächste Mal woanders.
Du bist schlechter Laune.
Sieh mal, was ich hier habe. 100.000.
Was soll das? Lass los!
- Geld! - Ja, aber es könnte schmutziges Geld sein.
- Vorsicht, es könnte schmutzig... - Ahhh!
- Vielleicht muss man es erst waschen. - Fick dich ins Knie.
Gib her!
Warum hast du es nicht selbst gewaschen?
Wie oft hast du mich beschissen? Drei mal?
Mehr als vier?
Hörst du? Gib es mir!
Wenn nicht, werde ich dich verpfeifen.
Wie auch immer, wenn ich nicht hier wäre, wärst du eh im Gefängnis.
Das meinst du nicht im Ernst.
Ich brauche Geld, um morgen was zu essen.
Gauner.
Du bist wirklich ein Gauner.
Schau her! Dein Geld.
Erledigt!
Ich will nur mein Geld.
Meine Kohle! Verstanden?
Es ist nur das Geld, was dich interessiert, nicht wahr?
Und ich interessiere dich nicht mehr?
Du hast Recht. Selbst wenn die Bullen hinter mir her sind, werde ich dir alles zurückgeben.
Ich gebe dir alles zurück und wir sind wieder Freunde, wie zuvor.
Nicht wahr?
Also, kannst du mir deinen Namen sagen?
Coline.
Ja, und wer ist dein Agent?
Mein Agent ist Jacques Yps...
für den Film und für die Werbung ist es...
Und wie alt bist du?
Neun Jahre, heute ist mein Geburtstag.
Wir fangen gleich an, dann kannst du bald gehen und deinen Geburtstag feiern.
- Raus! - Wie?
Verschwinde! Ich arbeite.
Nutte.
Hmm... hast du Angst?
Nein...
Sieh Ezzé an.
Mach mal schärfer. Alles ist verschwommen.
Was hast du gemacht?
Genau.
Schau nicht mich an... Immer Ezzé angucken.
Das ist es, genau so, sehr gut. Oh...
Sie sieht eine schreckliche Hexe näher kommen...
Schau, was ich mitgebracht habe. Um dir den Mund zu schließen.
Zufrieden? Ein Scheck über 900.000?
Ist er nicht schön?
Ist er auf 900.000 ausgestellt?
Steht dort nicht 900.000?
Ja.
Wenigstens diesmal habe ich dich nicht beschissen.
Du kannst mir noch nicht mal danken.
Leg ihn auf den Tisch. Ich versuche zu schlafen.
Guten Tag. Ist dies das Haus von Frau Shainberg?
Ja.
Und Sie sind Frau Shainberg?
Worum geht's?
Dies ist eine Rechnung der AD Bank.
Über 800.000 €.
Die ist für mich, ja.
Danke.
Das ist für Sie.
Danke.
- Guten Tag. - Guten Tag.
20.000 auf die Dreißig.
Alle Wetten abgeschlossen?
Rien ne va plus.
Rien ne va plus.
22, schwarz.
Ja?
Hörst du mich?
Eine Million dreihundert.
Verstecken. Es geht nicht anders. Verstecken.
Wie ich gesagt habe.
Was?
Willst du, dass ich deinetwegen dran glauben muss?
Oh, du zeigst mich selbst an. Sehr witzig.
Bekannt wie ich bin, wird man bestimmt gnädig sein.
Du kannst mich ruhig anzeigen. Mach nur.
103.000.
In Ordnung? Ich lebe noch.
Also hast du mich doch nicht bei den Bullen angezeigt?
Wenn du mich angezeigt hast, rate ich dir, die Anzeige so schnell wie möglich zurückzuziehen.
Du würdest es noch nicht einmal merken.
Es ginge ganz schnell.
Ich würde dich in einen Koffer stecken und dich vergraben.
Und was wäre deine Scheiß-Anzeige dann noch wert?
Raus hier.
Raus.
Hast du keine Angst?
Nein, ich habe Angst.
Sie hast keine Angst, hä?
Verpiss dich.
Verpiss dich einfach.
Warum bringst du mich nicht einfach um?
Komm...
Komm schnell.
Wir können deine Mutter nicht ohne einen Pfennig in der Tasche lassen.
Wie man sagt, ein bisschen Geld hat noch niemanden umgebracht.
Wir sind alle auf deiner Seite und wir können zusammenlegen.
Ich kann jetzt 15.000 geben.
Aber dann musst du die Hypothek zahlen.
Wie viel hast du ihm gegeben?
Gestern habe ich gesagt 700, aber ich denke, es müssen 800 gewesen sein.
Siehst du keinen Unterschied?
220.000 hab ich ihm geliehen, als er Weihnachten nach Biarritz kam, um mich abzuholen.
Was würde ich nicht alles mit diesem Geld machen.
Was hast du in diesem Mann gesehen?
Er war da.
Und du gibst dein Geld jedem, der da ist?
Nein. Er war mein Schauspieler.
- Er wird diesen Film machen? - Ähhh...
Nein, ich denke nicht.
Also wirst du so bald kein Geld verdienen.
Haben Sie die Mittel, um die 500.000 abzudecken?
Ahhh, nein. Er hat alles genommen.
Aber ich dachte, ein ungedeckter Scheck wäre ein Verbrechen.
Ich dachte, er würde ihn mir erstatten, um sein Leben nicht wieder zu vermasseln.
Das Ausstellen von ungedeckten Schecks ist legal,
aber die Banken finden es nicht sehr lustig.
Schulden sind kein Verbrechen.
Sogar Schecks über 500.000?
Die Höhe spielt keine Rolle.
Nun denn, wie viel schuldest du der Bank noch?
Hmm...
Alles.
Das Darlehen, hmm...
die Darlehen über 700.000, plus die Geldstrafen...
und meine Hypothek, 3.600 pro Monat für 10 Jahre.
Können Sie Ihrer Mutter helfen?
Ich habe nur begrenzten Zugang zu meinen Investitionen.
Dann wird sie ihr Haus verkaufen müssen.
Nein, das will ich nicht.
Wir ihr helfen, eine Lösung zu finden. Keine Sorgen.
Aber, Mama, du hast diese Schecks ausgefüllt. Warst du klar im Kopf?
Ja, ich habe all diese Schecks ausgefüllt.
Das war ich, ich kann es nicht leugnen.
Ich wurde betrogen...
Ich war's, aber ich kann nicht...
Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll.
Ich war's, aber das war nicht ich.
Das mag seltsam erscheinen, aber...
ich kann alles bis ins kleinste Detail zu erklären...
bis auf den Scheck über...
240.000 €...
den Scheck, den ich nach dem epileptischen Anfall ausstellte.
Ich war unter dem Einfluss von Rivotril, und Rivotril ist die Missbrauchsdroge.
Man kann sich an nichts erinnern.
Er muss sehr überzeugend gewesen sein.
Nein, er brauchte einfach nur zu fragen.
Es wurde zur Gewohnheit.
Nachdem ich einmal einen Scheck über 15.000 € ausgestellt hatte, wurde es leichter, den nächsten auszustellen.
Wie in einem Supermarkt.
Was? Was willst du damit sagen?
Wenn man doppelt so viel im Einkaufswagen hat, wie man dachte...
das ist ganz genau so, ist die gleiche Sache.
Aber es war mehr als fünfzigmal das Doppelte.
Ich wusste, dass ich hätte aufhören sollen. Aber das nützte nichts.
Ich habe immer gerechnet, ich war völlig klar.
- Ich war klar, aber... - Du konntest nicht aufhören, Schecks auszustellen.
Nein, ich stellte sie einfach aus, so war's.
Ich stellte sie aus, weil ich dachte, ich bekäme mein Geld zurück.
Aber die Schecks über 100.000, 200.000 €,
war das aus auch dem gleichen Grund? Hast du das nicht gemerkt?
Ja, ich hab's gemerkt, aber das half nichts.
Ich weiß nicht, wie ich es erklären soll.
Ich war's, aber das war nicht ich.
Ich war's, aber das war nicht ich.
Aber es war niemand anderes. Das war ich.
Vielleicht war ich so.
Und das war nicht ich.
Das war nicht ich.
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