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Untertitel: WDR mediagroup digital GmbH im Auftrag des hr
Jakob Prinzessin
Lampenmann König
Hexe
Was wird der König für uns wohl springen lassen?
20 Gulden sollte es ihm wert sein.
Mein Mariechen wird sich freuen. - Und mein Magen noch viel mehr.
Habt Acht!
Eure Majestät.
Die Prinzessin ist auch dabei, n gutes Zeichen.
Hier siehst du nicht gewöhnliche Soldaten,
sondern den Stolz unseres Landes. Die Tapfersten der Tapfersten.
Nur eurem Einsatz haben wir es zu verdanken, dass der Sieg unser war.
Dafür gebührt euch nicht nur der Dank eures Königs.
Dafür gebührt euch der höchste Verdienstorden,
den unser Vaterland zu vergeben hat: der Goldene Karl.
Was wäre unser Königreich ohne euch? Verloren!
Es war der größte Sieg in der Geschichte unseres Landes.
Ein Sieg, von dem noch eure Enkel, Urenkel,
ach was, Urururenkel erzählen werden.
Herzlichen Glückwunsch.
Verse sollen geschmiedet, Lieder zu euren Ehren gesungen,
und Denkmäler erbaut werden.
Eure Hoheit.
König: Schau nicht so lange hin, mein Junge.
Augustine ist bereits vergeben, sie wird heiraten.
Aber alle anderen Weiber werden euch zu Füßen liegen.
Ihr seid die Helden des Landes. Was wär ich ohne euch?
Ein Nichts, ein Niemand. Deshalb werde ich, König Karl,
für immer und ewig in eurer Schuld stehen.
Auf euch, Männer, ein 3-faches Hurra.
Alle: Hurra!
Nun geht zu euren Familien, die warten auf euch.
Wie tapfer sie ihr Los ertragen.
Sie haben sich ihr Sold wirklich verdient. - Fürwahr, das haben sie.
Der Musikus wartet längst. - Na dann, husch husch.
Was für ein Edelmann. - Ein Teufelskerl.
Unser Sold. - Unsere Gulden.
Unser Geld!
Der König hat unseren Sold vergessen.
Der König vergisst nie etwas.
Der König hat uns betrogen.
Geht lieber heim, bevor ihr alle im Kerker landet.
Warte, Jakob!
Ich werde nicht weichen... - Komm lieber, Jakob.
Wir haben immerhin unseren Orden. Der ist mindestens 20 Gulden wert.
Keinen Pfifferling ist der wert.
Betrug!
Betrug!
War das alles umsonst?
Was soll ich mein Mariechen jetzt bloß sagen?
Nicht mal Tabak hab ich.
Mein Jakob.
Möge es dir wohl ergehen. Leb wohl.
Teufelswisch und Wanzenwurz helfen gegen üblen...
Welch Wunder.
Wunder.
Welch wunderschönes Schneckchen du doch bist.
Musik
Verflucht seiest du, Karl!
Oh, ein Mann.
Es naht ein Mann.
Mein Bräutigam.
Gelächter
Teufelswurz und Schneckenschleim, bald gehst du mir auf den Leim.
3-mal ist die Suppe fein, wirst mein Mann für immer sein.
Gelächter
Musik
Da naht er schon, mein Bräutigam.
Ist jemand da?
Was habt Ihr hier zu suchen?
Ich bin ein armer Soldat ohne Bleibe mit einem großen Loch im Bauch.
Was soll mich das kümmern?
Gebt mir bitte ein Nachtlager und was zu essen und trinken.
Woher soll ich wissen, dass Ihr mir nichts tut?
Ich? Schaut mich nur an.
Na schön, ich will barmherzig sein. Nur tut, was ich verlange.
Dass Ihr mir Holz spaltet und klein macht.
Mit Freuden. Das heißt... - Darüber macht Euch keine Sorgen.
Schmeckt gut. - Das sieht man.
Warte.
Danke.
Zieh dein Hemd aus.
Was?
Mach schon, zieh dein Hemd aus.
Was hast du da?
Es wird dir helfen.
Entspann dich.
Es tut dir gut.
Der Musikus wünscht, dass du die Etüden fleißig wiederholst.
Madame Doubline möchte dich pünktlich vorm Gobelin sitzen sehen.
Zu schade, dass dein Vater mich nicht mehr unterrichten kann.
Wie gehts ihm?
Dank deiner Medizin besser. Er konnte einen Spaziergang machen.
Das würd ich auch zu gerne mal.
Einfach durch Wald und Wiesen streifen.
Das muss herrlich sein.
Dafür lebst du in einem wunderschönen Schloss.
In nem goldenen Käfig, meinst du?
Wir können ja tauschen.
Ab heute kleidest du mich ein, und ich lerne Poesie und Tanz.
Und deinen edlen Prinzen heirate ich auch.
Untersteh dich.
Ich hoffe nur, dass er edel ist.
Vater hat sicherlich den Richtigen gewählt.
Welch Wunder.
Welch wunderschönen Bräutigam ich hab.
Blau?
Oder schwarz?
Ob schwarz oder blau, bald sind deine Tage grau.
Gut geschlafen?
So gut, wie lange nicht mehr.
Mein Arm.
Es ist ja ein Wunder.
Wie kann ich es dir bloß danken?
Auch darüber mach dir keine Sorgen.
Musik
Dummkopf.
2-mal ist die Suppe fein...
...wirst mein Mann für immer sein.
Nun, König Karl, was habt Ihr mir zu bieten?
Prinz Philipp.
Ist sie nicht Preis genug?
Ich wünschte, es wäre mehr dran an ihr.
Doch will ich über diesen Makel gern hinwegsehen,
wenn Ihr mir Eure Südprovinz überlassen könntet.
Na gut, nehmt sie als kleine Geste meiner Wertschätzung.
Eine große stünde Euch besser zu Gesicht.
Ihr seid viel zu bescheiden.
Nimmt noch die und die, nimmt einfach alles.
Zu viel der Großzügigkeit. - Wir vereinen unsere Reiche.
Doppelte Größe, doppelte Macht,
und schon kann sich der gute Ludwig ein neues Reich suchen.
Das ist genial.
Das alles unter meiner Regentschaft. - Unter Eurer?
Wie ich hörte, ist König Ludwig erpicht darauf,
mein schönes Töchterlein in Augenschein zu nehmen.
10 Jahre, dann gehört die Krone mir. - 20.
12. - 18.
13. - Und 1/2.
Augustinchen.
Vater.
Prinz Philipp ist ganz begierig darauf, dich kennenzulernen.
Prinzessin.
Prinz Philipp.
Na, dann lass ich euch allein. Ihr habt euch sicher viel zu sagen.
Komm.
Stimmt etwas nicht?
Alles bestens.
Ich hoffe, Ihr hattet eine angenehme Reise.
Ich kann nicht klagen.
Mögt Ihr Musik?
Was sagtet Ihr?
Und? Hat es dir geschmeckt?
Ich könnte mein Lebtag nichts anderes essen.
Dann bleib doch noch eine Nacht.
Du müsstest mir dafür nur den Garten umgraben.
Nichts lieber als das.
Krächzen
Was glaubt er, wer er ist?
Man glaubt viel, wenn der Tag lang genug ist.
Einmal noch die Suppe fein...
...dann bist du für immer mein.
Aufwachen, die Sonne lacht.
Zum Frühstück?
Sie schmeckt dir doch so gut. - Das tut sie.
Dann wohl bekomms.
Mittags schmeckt sie mir besser. Darum heb sie mir lieber auf.
Sie reicht für morgens, mittags und abends.
Drum lang nur ordentlich zu und iss dich satt.
Was ist mit dir?
Es ist das Heimweh.
Es drückt mir auf den Magen.
Ich muss nach Hause.
Am besten gleich.
Du willst gehen? Ist das der Dank?
Die Familie wartet.
Von mir aus kannst du gehen.
Nur einen kleinen Dienst sollst du mir noch tun.
Und der wäre?
Mein Licht ist dort hineingefallen. Hol es mir wieder rauf.
Dein Licht? - Mein blaues Licht, das nie verlischt.
Nur zu, der Brunnen ist versiegt.
In Gottes Namen lass mich runter.
Ich habs.
Zieh mich rauf.
Die Kette klemmt.
Gib mir das Licht.
Gleich fällt es hinab, nun gib es mir.
Erst, wenn ich mit beiden Füßen auf dem Boden stehe.
Fahr zur Hölle!
Hol mich hier raus.
Darauf kannst du ewig warten.
Dein Licht siehst du nie wieder.
Ich hols mir, wenn die Würmer dich fressen.
Das wirst du mir büßen, alte Hexe!
Hier muss es doch irgendwo...
...einen Ausgang geben.
Was bin ich für ein Dummer.
Dann soll das also mein letztes Vergnügen sein.
Was kann ich für dich tun, mein Herr?
Wer seid Ihr?
Nun, ein gut gebauter Mann in den besten Jahren,
hoch gebildet und Euch stets zu Diensten.
Wo kommt Ihr her? - Was habt Ihr denn gerade getan?
Mir eine Pfeife angezündet. - Und womit?
Mit diesem blauen Licht.
Ihr seid also von der Hexe.
Ich war der Diener der Hexe.
Davor der eines Kutschers, eines Medikus, einer Gräfin und jetzt...
...der eines gewöhnlichen Soldaten.
Wie heißt Ihr?
Jakob.
Ich hab schon viele Namen getragen.
In Wahrheit bin ich Alle und Niemand.
Ich kann Euch keinen Namen nennen.
Aber ich kann Euch jeden Wunsch erfüllen.
Jeden Wunsch? - Ja, stellt mich auf die Probe.
Dann führt mich raus aus diesem Loch.
Da gibt es viele Wege. Geradewegs und unbemerkt... - Oh, ja.
Oder mit Überraschung. - Überraschung?
Wenn Ihr mir bitte folgen wollt.
Wo ist die Überraschung?
Ungeduld ist ein schlechter Gärtner.
Das ist ja... - ...der Schatz der Hexe.
Ich bin reich.
Ich bin reich.
Des Menschen Habgier ist sein Höllenreich.
Was? - Nichts.
Ich hab Hunger wie ein Bär.
Da gibt es viel zu wählen, Schwein, Rind, Huhn, Lamm?
Oder steht Euch vielleicht der Sinn nach Fisch?
Karpfen, Hecht, Forelle.
Selbst Hai könnte ich Euch bieten.
Ich möchte neue Kleidung. Und Schuhe.
Stoff oder Leder, Schnalle oder Senkel?
Entscheidet Ihr.
Wo seid Ihr?
Da seid Ihr ja. Endlich.
Ihr wünscht doch nicht etwa so zu speisen?
Macht schon.
Stets zu Diensten.
Monsieur, wenn ich bitten darf.
Nur zu gern. - Wohl bekomms.
So verlangt es der Benimm.
Wo wir grad dabei sind. Rücken gerade, Kinn gestreckt.
Aha.
Was kann ich für dich tun, mein Herr?
Z.B. mir Gesellschaft leisten.
Wie es Euch beliebt.
Wie soll es mit uns weitergehen?
Schlagt Ihr was vor?
Da gibt es viele Wege.
Zieht es Euch nach Hause?
Oder bestaunt Ihr lieber die tanzenden Elefanten in Eschnapur.
Am liebsten alles zugleich.
Zuvor will ich einmal in die Stadt zurück.
Ich hab noch eine Rechnung offen.
Das klingt nach Vergnügen. Mit wem?
Mit König Karl. - Das klingt wohl eher nach Kerker.
Ein tadelloser Bursche, dieser Philipp.
Nicht wahr, mein Täubchen?
Wie konntest du ihn nur wählen? Er ist kalt wie ein Fisch.
Schwerter faszinieren ihn 1.000-mal mehr als ich.
Das bildest du dir nur ein.
Er ist ein bisschen schüchtern.
Nicht mal eine Stunde war ich ihm wert.
Ich interessiere ihn nicht. Und er mich noch viel weniger.
Nichts liegt mir ferner, als dich zu deinem Glück zu zwingen.
Ich dachte, dir liegt das Wohl unseres Volkes am Herzen.
Das tut es auch.
Dann bedenke gut, wie du dich entscheidest.
Wenn du ihn nicht heiratest,
dann drohen deinen Untertanen Hunger, Krieg und Leid.
Mann: Frisches Gemüse.
Grüß Gott.
Frische Blumen, der Herr.
Aber das ist ja... - ...für Euch.
Danke.
Greifen Sie zu.
Schöne Pfeifen.
Oh ja.
Die da ist besonders schön.
Bleib stehen!
Bleib stehen!
Bleib stehen!
Haltet ihn!
Wenn ich den erwische.
Wo steckst du?
Komm raus!
Wo steckt der Schlingel?
Das gibts doch nicht.
Husten
Hab ich dich.
Ich wollte nur... Meine Mutter ist krank.
Wir haben nichts zu essen. - Raus.
Hier für dich.
Wenn du fortan das Stehlen bleiben lässt.
Und mir den besten Gasthof zeigst.
Musik
Alles recht, mein Herr?
Es könnte nicht besser sein.
Vielen Dank, der Herr.
Sehr großzügig, der Herr.
Wünsche wohl zu ruhen, der Herr.
Ich sehe, Ihr habt Geschmack.
Ich hab einen guten Lehrmeister.
Was kann ich denn für Euch tun, mein Herr?
Meine Kumpanen und ich haben dem König treu gedient.
Er aber hat uns ohne Sold weggejagt und Hunger leiden lassen.
Wir sind auf Rache.
Nicht Rache, Gerechtigkeit.
Menschen sind niemals gerecht,
und wenn, dann nur gegen die, die sie lieben.
Ich will mein Recht.
Mehr nicht.
Und wenn Ihr wollt, diesen Schurken eine Lektion erteilen.
Wollt Ihr des Königs Schatzkammer plündern?
Ihn in den Kerker setzen?
Sein Schloss in Schutt und Asche legen?
Bringt mir das Wertvollste, was er hat.
Voila.
Das Wertvollste hab ich gesagt. - Und ich habe Euren Wunsch erfüllt.
Und nun? Was soll ich mit ihr tun?
Ihr könntet sie gefangen halten und König Karl erpressen. - Zu grob.
Macht sie zu Eurer Magd. - Verworfen.
Geht mit ihr fort. Verkauft sie. - Niemals.
Verwandelt sie in ein Kaninchen. - Nein.
Geht mit ihr im Mondschein spazieren. - Das werd ich tun.
Wo bin ich?
Wer seid Ihr?
Jakob.
Jakob?
Ich hab Euch geholt.
Mich geholt?
Um mit Euch spazieren zu gehen.
Wie könnt Ihr es wagen?
Verzeiht. Wollt Ihr wieder zurück, so sagt es.
Ja, natürlich will ich zurück.
Wie weich das Gras ist.
Quaken
Frösche?
Kommt.
Da. Da ist einer.
Schon wieder weg.
Ganz warm.
Was ist das?
Ein Glühwürmchen.
Ein Glühwürmchen.
Wie lustig es leuchtet.
Es sucht wohl eine Liebschaft.
Das hat sie wohl gefunden.
Grillenzirpen
Wer singt da?
Grillen.
Grillenzirpen
Nicht bewegen.
Sie schlagen mit den Flügeln, so zirpen sie.
Jetzt weiß ich, wer Ihr seid. Euer Arm ist wieder heil.
Der Sold meines Vaters scheint reichlich gewesen zu sein.
Schaut, was ich gefunden habe.
Nimmt Ihr mich mit. - Nur zu.
Alles in Ordnung?
Wie oft hab ich davon geträumt, das Gras zu spüren.
Das Wasser.
Ich wollte, die Nacht würde nie vergehen.
Das wünschte ich auch.
Nur wird dieser Wunsch wohl nicht erfüllt.
Wer ist das?
Mein treuer Diener.
Er hat dich geholt und wird dich sicher ins Schloss geleiten.
Versprich mir, dass du mich morgen wieder holst.
Ich versprechs.
Schnell, schnell.
So früh?
Ich muss dir was erzählen.
Deine Hochzeit wird ein rauschendes Fest, mein Täubchen.
Ganz wie es sich für einen Mann meines Formats geziemt.
Augustinchen? Was ist mit dir?
Nichts, Papa.
Du scheinst so beseelt zu sein.
Ich dachte nur an einen Traum.
Ein Traum. Schön. Was hast du denn geträumt?
Nichts. Ich war an einem See und...
Da fällt mir ein, der Musikus wartet längst auf mich.
Musik
Ein Traum, so, so.
Wie schnell aus Rache Liebe werden kann.
Vorsicht.
Die Liebe trübt die Sinne.
Und birgt Gefahr und Schmerz.
Ich gehe ja schon.
Na, mein Täubchen.
Bin ich müde. Heute werde ich selig schlafen.
Und wieder schöne Träume. - Die werd ich haben.
Gute Nacht, Papa. - Gute Nacht, mein Schatz.
Hier bin ich, Teuerste.
Seid Ihr bereit?
Das bin ich.
Musik
Voila.
Prinzessin Augustine.
Jakob.
Ich konnte es kaum erwarten.
Mir ging es ebenso.
Was tut Ihr da?
Da will wohl einer wissen, wo die Prinzessin nachts verkehrt.
Der König.
Er kann von dir nicht wissen. - Er ist schlauer als du denkst.
Ich kümmer mich drum.
Vergnügt Euch nur.
Musik
Die Prinzessin.
Und?
Frau: Ich kann es gar nicht glauben.
Musik!
Nein, nicht, es bricht mir sonst das Herz.
Wir dürfen uns nicht wiedersehen.
Was sagst du da?
Morgen werde ich Prinz Philipp heiraten.
Das darfst du gar nicht.
Liebst du ihn etwa? - Wie könnte ich?
Doch tu ich es nicht, droht uns allen Krieg und Leid.
Sagt wer? Dein Vater?
Das glaubst du ihm?
Natürlich.
Weißt du, wie das Volk deinen Vater spöttisch nennt?
Karl den Zweitgrößten.
Das Einzige, was dein Vater will, ist endlich der Größte zu sein.
Das ist nicht wahr.
Das Einzige, woran mein Vater denkt, ist unser aller Wohl.
Dein Vater betrügt dich. Wie er alle betrügt.
Wie er uns betrogen hat mit seinen stolzen Reden.
Nicht einen einzigen Gulden haben wir von ihm gesehen.
Das kann nicht sein.
Du lügst.
Ich flehe dich an.
Geh mit mir fort.
Nichts würd ich lieber tun als das. Doch kann ich nicht.
Doch, du kannst. Denk darüber nach. Bitte.
Ich werde warten.
Musik
Ich hab sie.
Die Spur führt hier entlang.
Nein, hier.
Das lass ich mir nicht bieten!
Los!
Weiter!
Was ist mit dir?
Siehst traurig aus.
War die letzte Nacht nicht schön?
Doch.
Es war die schönste meines Lebens.
Alma, wie siehst du meinen Vater? - Deinen Vater?
Ja, was denkst du über ihn?
Dass er ein gerechter und guter König ist.
Und in Wahrheit?
Musik
Was machst du da?
Stimmt es, dass du den Soldaten keinen Sold gezahlt hast?
Wer sagt es? - Stimmt es oder nicht?
Das ist höhere Politik, zerbrich dir darüber nicht dein Köpfchen.
Sie haben ihr Leben für dich aufs Spiel gesetzt.
Und du hast sie betrogen. Ist das alles, was sie dir wert sind?
Weißt du, wie das Volk dich nennt? Karl den Zweitgrößten.
Und das wirst du für immer bleiben.
Wache!
Wache!
Wach das Zimmer der Prinzessin. Rund um die Uhr!
Da bin ich schon wieder, Teuerste.
Ihr seid heute gut bewacht.
Kommt Ihr mit?
Jakob!
Lass uns verschwinden, schnell.
Wo sollen wir hin? - Wohin du willst.
Da gibts viele Wege.
Was ist denn hier los?
Wacht auf!
Das ist ein Befehl!
Wachen! Wachen!
Ein Schloss in der Loire.
Oder? Nein.
Paris.
Natürlich, Paris. Stadt der Elegance, der Liebe.
Klingt gut. Was meinst du?
Oder steht euch der Sinn nach Wärme, dann würd ich Granada empfehlen.
Beide: Ich habs gern warm.
Oder Athen?
Da soll es auch schön warm sein.
Ja, das stimmt.
Zum letzten Mal, wo ist meine Tochter?
Ich weiß es nicht.
Gut.
Wie du willst.
Vater!
Lasst ihn gehen, er ist krank. - Der Ärmste.
Der kalte Kerker soll nicht gut für Kranke sein.
Die meisten überleben ihn nicht lange. Also, ich höre.
Kairo, die Pyramiden. - Zu heiß.
London. - Zu nass.
Venedig. Die Gondeln. - Die Gondeln?
Venedig.
Beide: Venedig.
Gute Wahl. Wobei, das schöne Weimar soll auch seine Reize haben.
Zeit zu gehen.
Musik
Ergreift ihn!
Nein!
Und sie schafft mir aus den Augen.
Lasst mich, ich bin die Prinzessin!
Lasst sie! - Ich hasse dich!
Hast du geglaubt, ich lasse mir von dir das Wertvollste,
was ich habe, rauben? Dafür erwartet dich der Strick. Gleich morgen früh.
Wahre Liebe stirbt nie.
Beweg dich.
Lasst mich hier raus!
Untersteh dich!
Ich werde Prinz Philipp ohnehin nicht heiraten.
Das wirst du, glaub mir.
Eher sterbe ich.
So wie dein Soldat nachher?
Das ist nicht wahr.
Wenn du nicht gehorchst, dann wird Alma ihm folgen.
Krachen
Feuer!
Zu Hilfe, Feuer!
Musik
Es tut mir so unendlich leid.
Ich wollt euch nicht verraten.
Ihr hattet keine andere Wahl.
Alma. - Augustine.
Jakob.
Ich hol euch hier raus.
Und wenn ich kämpfen muss... - Es gibt einen besseren Weg.
Eine Hinrichtung vor der Trauung, welch extravagante Idee.
Für meinen Schwiegersohn ist mir nichts zu teuer.
Die Prinzessin ist fort.
Was?
Lasst mich durch, ich will zu meinem Freund.
Haltet sie, haltet sie auf, die Prinzessin!
Lasst mich!
Lasst sie los!
Hol Jakobs Beutel, schnell.
Besser du verschwindest hier.
Mann: Lasst mich hier raus!
Der Henker wartet.
Was willst du hier?
Den Beutel.
Ich soll ihn dem Soldaten bringen. - Er braucht ihn nicht mehr.
Aber er gehört ihm. - Jetzt nicht mehr.
Musik
Du Rotzlöffel!
Musik
Welch herrliches Wetter für eine Hochzeit.
Auch für eine Hinrichtung.
Beweg dich!
Na los!
Wo bleibt denn meine Tochter?
Ich will nicht länger warten. Los, holt sie!
Kirchenglocken
Musik
Na, endlich.
Ist sie nicht wunderschön, hm?
Das ist sie in der Tat, nicht wahr, Soldat?
Sie wird Euch niemals lieben.
Macht hin, der Bischof wartet.
Trommler!
Mir ist so...
Prinzessin.
Was ist denn jetzt schon wieder?
Wer hat dir befohlen aufzuhören?
Sie soll doch nichts versäumen.
Was ist das? - Nichts.
Kind, wach auf.
Was soll das? Was ist das für ein Spiel?
Kein Spiel, ich...
Na los, bringen wir es endlich hinter uns!
Nein, wartet!
Was denn noch?
Ein letzter Wunsch steht mir noch zu.
So ist es Brauch.
Abgelehnt. - Abgelehnt.
Ist das Karl dem Größten würdig,
die letzte Bitte eines Todgeweihten auszuschlagen?
Was ist dein Wunsch?
Lasst mich ein letztes Pfeifchen rauchen.
Eine Pfeife, aber schnell!
Ich hab eine.
Dann bring sie ihm doch!
Wo kommt der denn her?
Was kann ich für Euch tun, mein Herr?
Befreit mich, schnell.
Und bestraft alle, die mir Böses wollen.
Da gibt es viele Wege.
Sofort!
Musik
Wer ist das?
Ich bin der Geist der Rache für heute.
Ergreift ihn!
Musik
Nimmt ihn doch endlich fest, ihr Trottel!
Musik
Na los, Bewegung!
Jakob!
Den hol ich mir.
Musik
Das Schönste kommt wie immer zum Schluss.
Es war seine Idee.
Das war seine Idee.
Er lügt. - Ich lüge?
Jakob! - Augustine.
Halt, keinen Schritt weiter.
Ich warne Euch. Ich weiß sehr gut damit umzugehen.
Beide: Buh!
Musik
Tja, was soll mit ihm geschehen?
Da gibt es viele Wege.
Wir könnten ihn in den Kerker werfen.
Oder ihn zum Stalljungen degradieren.
Ich weiß was Besseres.
Schnarchen
Wo bin ich?
Wachen!
Teufelswurz und Schneckenschleim.
Bald gehst du mir auf den Leim.
Musik
Venedig? - Venedig.
Etwas Süßes. - Da gibt es viel zu wählen.
Zuckerstangen?
Oder ein Souffle von karamellisierten Mirabellen.
Besser wären Pralinen.
Copyright HR 2010
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