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- Und wieder ein dämlicher Tag. - Nein, ein besonders dämlicher.
- Chips, Madame? - Dir Allesfresser hilft das.
- Ich kriege Durst davon. - Was hast du?
- Hast du in Weltschmerz geduscht? - Nein, du gehst mir auf die Nerven.
Und versuch nicht, witzig zu sein.
Eine Premiere in meiner Komikerkarriere.
Du bist zu Recht sauer.
Wir haben Talent, sogar Ricky, der Allesfresser, ist nicht unbegabt.
Nur merkt das hier keiner.
- Das packst du nicht. - Das ist nicht alles.
- Was ist noch? - Vergiss es.
Leute, ratet mal, wer hier ist und gute Leute sucht?
- Wir wollen nicht arbeiten. - Wir sind wütend.
Ihr werdet vor Seiner Majestät, dem Coronel, tanzen.
Als ob du von Mozart oder Duke Ellington sprichst.
Für mich ist er der Größte.
Er sucht Leute für seine Band. Mich wird er nehmen.
Ich kann mich bewegen, oder?
- Vielleicht zu gut. - Klar, vor allem wenn du im Bett liegst.
Beeilt euch, wir sind spät dran.
Der hat ein Auge auf dich geworfen.
Ich fürchte, das reicht ihm nicht.
Der will fühlen.
- Noch zehn Minuten und ich wäre tot. - Ich nicht.
Langsam. Erdrückt mich nicht.
Mir reicht's. Ich bin völlig erledigt.
Gib mir einen Kuss.
Warte. Hast du es eilig?
- Ja, ich muss zum Flugzeug. - Nimm meins.
- Wohin fliegst du denn? - Ecke Fünfte.
Ich kann dir jeden Tag Flüge bieten.
- Nur den Flug oder auch die Reise? - Ganz wie du willst.
- Und wie ist dein Name? - Ähm... John Travolta.
- Du hast doch gesehen, wie ich tanze. - Hör zu, John.
Ich suche Leute mit "Rock" in den Beinen.
Vielversprechende Leute.
Ich verspreche überhaupt nichts.
Und dir ist entgangen, ich bin Sängerin und keine Rocktänzerin.
Ich sage dir, sie ist der Hammer.
- Sie ist fantastisch. - Ein echter Knaller.
Sie ist auch mit geschlossenen Lippen ein Knaller.
Was für ein Stil?
Tja, vor allem Sirene. Ich arbeite für das Rote Kreuz.
Wunderbar. Los, lass hören.
- Jetzt eine Probe? - Hier und jetzt.
- Ganz ohne Begleitung? - Tu so, als wärst du unter der Dusche.
Na, steh nicht so da wie ein Klotz.
Du hast die Sirene gehört. Geh schon.
Cindy, du bist verrückt.
Die Chance, der Misere zu entkommen, und du beleidigst Mr. Fortuna in Person.
Was denkst du, wer du bist, Coronel so zu behandeln?
Ich weiß, was ich bin. Eine 18-Jährige, die einsam ist.
- Wieso denn 18? - Seit wann?
- Seit heute. - Nimm's nicht so tragisch.
Richtig alt wird man erst ab 30.
Hättest du was gesagt, hätten wir gefeiert.
Um Gottes Willen. Mir steht schon ein Fest bevor. Und das wird ein Albtraum.
Ein Fest von deinen Eltern?
Komm doch mit zu mir nach Hause.
Mit dir wären wir 13. Meine Mutter kann sowieso nicht zählen.
Bei mir zu Hause sind wir nur zu fünft. Aber trotzdem ist da eine zu viel.
- Aber sie machen doch extra ein Fest. - Und was für eins.
Eine Torte und ein Hunderter. Keiner hat Zeit, ein Geschenk zu kaufen.
- 100 Dollar? - Plus fünf Prozent für die Inflation.
- Tschüss, Leute. Bis morgen. - Bye.
- Tschüss. - Bis morgen.
- Sagtest du gerade 100 Dollar? - Mhm.
- Du musst auf das Fest gehen. - Wieso?
Danach geben wir den Hunderter in einem Aufnahmestudio am Broadway aus.
- Was? - Die zeichnen uns auf.
So haben wir ein Demoband für die Plattenfirmen.
Oh nein. Nein.
- Die Torte ist da. - Harry, die Torte ist da.
Gerade richtig. Auf Lido ist Verlass. Ein guter Landsmann.
Der hat eine schöne Konditorei.
Meine Tochter wird heute 18.
Mir ist, als sei sie gestern geboren.
- Ich eröffnete gerade das Restaurant. - Die Pizzeria.
Eine Pizzeria ist es nur deinetwegen geworden.
Wieso denn "son"? Das heißt doch Sohn.
Sie sollten "daughter" schreiben. "Daughter" heißt Tochter.
Lido, der Idiot, hat sich geirrt.
Schreibe es richtig.
Ich kann nicht schreiben. Schon gar nicht Englisch.
Banause. Jesus.
- Telefon. Ich sehe mal, wer es ist. - Geh schon.
Ich habe einen Sohn, so ein Wunder.
Harry's Pizza speaking.
Oh, Mister Leary, how are you?
Fine. Good, thank you.
Ihnen geht es auch gut?
Sie hat heute Geburtstag.
Ich richte die Glückwünsche aus. Danke.
Wie? Ah...
Ja, auch das sage ich ihr. Thank you, Mister Leary.
Nein, es war richtig von Ihnen. Wiedersehen. Danke sehr.
Wer war das denn?
- Das geht dich einen Dreck an. - Aha.
- Mein Anwalt. - Und was wollte er?
Mir den Tag verderben.
- Who is it? - Wer soll es schon sein? Ich natürlich.
Seid ihr alle da?
Hm?
Papa, sieh mal, hat nur 120 Dollar gekostet.
- Ein Laken? - Die Seide ist aus Italien.
- In Rom hättest du die Hälfte bezahlt. - Alter Geizkragen.
- Sieh mal, nur 80 Dollar. - Italienische?
Meinst du, ich kaufe italienische Schuhe in New York?
- Nein. - Warum fragst du dann?
Du hast eine Pizza anstelle eines Gehirns.
- Geh nicht ins Bad. - Soll ich in die Küche machen?
Das hier ist von Crezzia in der Fünften, nur 200.
- Günstig für ein französisches Model. - Es ist italienisch, von Crezzia.
- Nichts verstehst du. - Ich bin blöd.
- Lasst uns den Tisch decken. - Ich dachte, wir gehen essen.
- Was ist heute für ein Tag? - Donnerstag.
Und es ist auch Cindys Geburtstag.
- Habe ich dir ja gesagt, Mama. - War er nicht letzten Monat?
Würdet ihr jetzt den Tisch decken?
Mach du es doch. Wer hindert dich daran?
Jetzt soll ich wohl deiner Tochter was zu essen machen.
Keine Angst, ich koche heute.
Das ist ja wohl klar, Harry.
- Muriel, ich habe eine Bitte. - Welcher Art?
Ich denke, ich bin zu euch immer großzügig gewesen.
Zu dir, zu Liz und zu Carol.
Ich habe das Restaurant nicht renoviert, damit ihr alle nach Rom könnt.
Das Haus meines Freundes dort kostet. Aber es ist wunderschön...
Und die Mädchen lernen, endlich richtig Cello zu spielen.
Wie sie jetzt herumkratzen, ist schrecklich.
Stimmt. Wir sind dir auch sehr dankbar.
Du kannst mich um alles bitten, ich werde Ja sagen.
Danke.
Nimm Cindy mit nach Rom.
- Nein. - Bitte.
Frag nicht einmal, tausend Mal nein.
- Cindy kann nicht hier bleiben. - Selbst wenn du auf Knien flehst.
- Sie quält mich seit 17 Jahren. - Seit 18 Jahren.
Ich habe alles versucht, aber ich bin nicht ihre Mutter.
Sie ist deine Tochter. Ich habe schon zu viel getan.
Sie ist Frucht deiner Schuld. Sie ist dein fauler Apfel, Harry.
Die Frucht meiner Schuld?
Cindy ist doch keine Banane oder Ananas.
- Kinder. Liz, Carol. - Hol Verstärkung.
Er will, dass Cindy mit nach Rom fährt.
- Was? - Das wäre eine totale Katastrophe.
- Bitte, Papa. Sie wird alles ruinieren. - Wir müssten immer auf sie aufpassen.
- Wir müssen zur Accademia Santa Sicilia. - Sizilien, Sardinien...
- Cecilia, Banausin. - Aber wieso? Wieso?
Seit einer halben Stunde will ich es euch erklären.
Ich habe gerade mit Mr. Leary telefoniert, meinem Anwalt.
Er machte mir ein schönes Geschenk.
- Cindy sitzt in der Patsche. - Ah, schon wieder.
Das ist nichts Neues. Die sitzt immer in der Patsche.
Sie ist deine Tochter, Harry. Das ist ganz allein dein Problem.
Eins steht fest, mit uns fährt sie nicht, klar?
Sie kann nicht bleiben. Es läuft eine Anzeige gegen sie.
- Sie könnte ins Gefängnis kommen. - Vielleicht gehört sie da auch hin.
In Rom macht sie uns auch Schwierigkeiten.
Ich kann sie nicht hier behalten. Ich muss arbeiten.
Ich will sie nicht hier haben.
- Bin gleich zurück. - Ist gut.
Okay.
Ach, ich weiß nicht, was das Mädchen hat.
Von mir hat sie das sicher nicht.
Sie wird wie ihre richtige Mutter.
Hallo.
- Hallo Cindy. - Bin ich zu spät dran?
- Worüber habt ihr gesprochen? - Genau, über...
Tante Etna. Sie hat Sinusitis. Ihre Vögel sind Schuld.
Klar, wie einleuchtend.
- Herzlichen Glückwunsch. - Alles Gute.
Alles, alles Gute.
Eine Torte mit brennenden Kerzen.
Ich blase sie besser aus. Die Luft ist schon dick genug.
- Wow. - Super, Cindy.
Die Inflationsrate liegt bei zehn Prozent?
Furchtbar.
Ich weiß nicht, wie ich euch danken soll. Ihr seid so nett zu mir.
Ich hoffe, dass ihr...
eine fantastische Reise haben werdet.
- Wir sehen uns doch noch? - Willst du keine Torte?
Nein, nein danke. Amüsiert euch gut.
Du auch, du hast es nötig. Viel Spaß, Papa.
Ich fahre doch gar nicht weg.
Ich schon. Keine Sorge, nicht nach Rom. Nicht mal tot.
Ich mache euch keine Schwierigkeiten.
- Ihnen nicht und auch dir nicht, Papa. - Was redest du denn da?
Ich werde dir nicht mehr im Weg stehen.
- Du musst doch arbeiten. - Was soll das?
Vielleicht gehe ich in den Knast, wo ich hingehöre.
Na ja, macht es gut.
Cindy, wo willst du hin?
Übrigens. Ihr solltet das hier nicht so herunterhängen lassen.
Die Nachbarn könnten alles mithören.
Das Schauspiel ist zu Ende, Herrschaften.
Macht es euch schön.
- Sie geht! - Das hat sie schon tausendmal gesagt.
Sie kommt wieder, wenn sie Hunger hat.
Verdammte Scheiße!
Harry, kommt jetzt wieder ein italienischer Wutausbruch?
Wirf doch mit Zwiebeln.
Ich bin noch nicht sicher, ob ich dir erst den Hintern versohle,
dich ohrfeige, oder dir die Augen aussteche.
Oder ich reiße dir die Haare einzeln aus.
Und das gilt genauso für dich und für dich.
Aber gerade du, Muriel...
Du kannst mich am Arsch lecken, klar?
- So gehst du nicht mit Cindy um! - Lass sie los, Papa!
- Ich erwürge dich mit eigenen Händen! - Papa!
- Ramona, hast du Cindy gesehen? - Sie ist im Tonstudio.
- Welches Studio? - Auf der 53sten Straße.
Ach, ich weiß, wo. Danke.
Ein paar Minuten Band bleiben noch. Wer vergeudet sie?
Wenn du Angst hast, versuche ich es noch mal.
- Von wegen Angst, ich bin stinksauer. - Warum?
Alles geht schief. Ihr hättet das Theater zuhause sehen sollen.
Ich würde heute lieber schreien als singen.
- Oder jemanden versohlen. - Wenn du das Mikro verschonst.
Cindy Cardone. Sie ist meine Tochter.
Meine Familie hasst mich und mein Vater ist ein egoistischer Bastard.
- Vergiss es und sing jetzt. - Respekt, die alte Erziehung.
Du hast recht. Ich mache es nur noch schlimmer.
Hey, bitte das Playback auf den Kopfhörer.
- Okay, okay. - Jetzt mach schon.
Das wird das Übliche sein, wie bei den anderen beiden.
Wer weiß? Die amüsieren sich.
Hör dir das an. Da rentieren sich die 100 Dollar.
Wer hätte das gedacht.
- Endlich mal was Gutes. - Noch nie gehört so was.
Nach Monaten des Gejaules...
- Mach eine extra Kassette. - Sicher.
Entschuldigt. Ich will auch eine, nein zehn Kopien. Ich zahle.
Cindy, du bist toll!
- Sie hört Sie nicht. - Jetzt können sie reden.
Cindy, das war ganz toll. Du bist großartig.
Hast du kurz Zeit? Ich will mit dir reden.
Zum Teufel.
Warte. Ich will dir alles erklären.
Cindy, wo bist du?
Komm raus.
Sag mir, was du von mir denkst. Dass ich ein Bastard bin.
Los, sag es mir. Los, nur Mut.
Ich muss mit dir reden, Cindy. Hör mir wenigstens zu.
Ich weiß, dass du hier bist. Komm raus.
Du kannst es mir sagen, du hast recht. Aber Vorsicht, ich bin stinksauer.
Du hast schon zu viel gesagt. Ich habe es in der Sprechanlage gehört.
Das war die übliche Szene zwischen Muriel und Harry.
- Es war die beste seit Jahren. - Das war nur so dahingesagt. Nur Worte.
Und jetzt soll ich mir doch auch nur Worte anhören.
Eine Tochter sollte ihrem Vater zuhören.
Du sprichst als Vater?
Ja, ich bin dein Vater. Und du bist meine Tochter.
Was willst du denn hören?
Willst du es wissen? Willst du es wirklich wissen?
Dann schreibe es dir in deinen dicken Schädel.
Vielleicht auch in dein Herz.
Falls es das überhaupt noch gibt.
An seiner Stelle ist nur noch eine dampfende Pizza Napoletana.
Wann waren wir im Kino? Oder im Theater oder im Zirkus?
Oder in dem verdammten Zoo!
Waren wir jemals am Meer?
Hast du mir je eine Jeans oder eine Puppe gekauft?
Wann hast du mich je gefragt...
Ob ich glücklich bin? Ob mich jemand liebt?
Ob ich noch Jungfrau bin?
Aber das betrifft doch deine Mutter... Ähm, ich meine Muriel.
Muriel schert sich einen Dreck um mich. Die kennt nur ihre beiden Schätzchen.
Und du kennst nur deine dämliche Pizzeria.
Wann hast du mich je gefragt, deine Tochter, Cindy Cardone,
was ich aus meinem Leben machen will?
Und wann hast du mich je gebeten, für dich zu singen?
- Wann? Wann? Wann? - Cindy, ich...
Wann? Nie! Kein einziges Mal wolltest du mich singen hören.
Du bist nie ein Vater gewesen und wirst es auch nie sein.
- Cindy, hör zu. - Geh weg. Lass mich, hau ab!
Cindy, du hast ja recht. Es stimmt.
Ich müsste so viel über dich wissen und weiß überhaupt nichts.
Ich wusste nicht einmal, wie gut du singen kannst.
Du bist fantastisch, Cindy.
Du verlässt uns zurecht. Du bist nicht wie wir.
Du wirst es sehr weit bringen.
Aber was willst du denn jetzt machen?
Wo willst du hin, Cindy?
- Sag es mir, bitte. - Das ist meine Sache.
Gut, aber bevor du verschwindest, muss ich dir etwas sagen.
Du denkst, ich liebe dich nicht. Aber das stimmt nicht.
Das ist nicht fair.
Auch wenn ich Pizza im Gehirn habe, in meinem Herzen bist du.
Ich weiß noch, wie ich dich das erste Mal gesehen habe.
Du warst gerade zwei Tage alt.
Ich hatte eine Affäre mit deiner Mutter und hatte Angst, Muriel erfährt es.
Dann bist du zur Welt gekommen.
Und deine Mutter starb.
Als ich ins Krankenhaus kam, sah ich sie noch einmal.
Und da warst du. Verschrumpelt und klein.
Du hattest keine Mutter mehr, niemand auf der Welt.
Da habe ich dich mit nach Hause zu Muriel genommen.
Sie hat gesagt: "Meinetwegen, ich nehme sie."
Von da an hat sie mir eine Schlinge um den Hals gelegt, 18 Jahre lang.
Und nun sagst du, dass ich dich nicht liebe.
Dass ich es nicht gut meine! Dass das keine Liebe ist!
Das ist keine Liebe?
Bravo, wunderbar! Beim Film suchen sie Talente wie euch.
Ach, leck mich doch!
- Papa. - Und jetzt wollen wir richtig feiern.
Eins, zwei, drei.
Wunderschön.
Was sagst du da bloß?
- Du bist ein Schatz. - Oh, Papa.
Jetzt wollen wir anstoßen.
Auf eine große Sängerin und das kleine, großartige Mädchen.
- Applaus. - Applaus.
Wunderschön.
Rocco, ich habe heute meine Tochter wiedergefunden.
- Morgen verliere ich sie wieder. - Wie kommst du darauf?
Aber Papa, ich bleibe bei dir.
Ich gäbe alles, um in Rom zu sein.
- Hier machst du nie Karriere. - In Italien schaffst du es.
Und hier wirst du verurteilt und endest noch im Gefängnis.
Weil ich einen Polizisten schlug, der mich betatscht hat?
Ich würde es wieder tun. Ich will nicht nach Rom.
Spaghetti, Museen und die beiden mit ihren Cellos.
Und ein Autogramm vom Papst hole ich mir, wenn er hier ist.
- Und jetzt, die Torte. - Rocco.
- Wirf sie mir ins Gesicht. - Du spinnst.
Lach nicht so dumm. Ich sagte, wirf mir die Torte ins Gesicht.
- Du bist verrückt. - Bin ich nicht.
Meine Tochter hat Nein gesagt.
Meine Frau sagt Nein. Und meine anderen Töchter sagen Nein.
Du bist gar nichts. Ich bezahle dich. Und ich sage:
Wirf mir die Torte ins Gesicht, damit ich für meine Schuld büße,
oder ich entlasse dich, verstanden?
Ich zähle bis drei: eins, zwei, werfen.
Bist du jetzt zufrieden?
Lach nur, lache.
Du bist komisch. Geht in Ordnung.
Ich mache alles, was du willst, Papa.
Ich gehe sogar nach Rom.
- Du gehst also nach Rom? - Ja.
Ja.
Alitalia departure for Rome. Flight 611, Gate 26.
Alitalia flight 611 to Rome. Alitalia per Roma...
Pass auf die Mädchen auf.
Da ist schon ein Italiener. Ich sperre die Mädchen ein.
Vor allem deine Tochter ist verrückt nach Gammlern.
An Italiener musst du dich gewöhnen.
Da, wo du hinfährst, wimmelt es nur so von Italienern.
Ich hoffe, nicht alle sind so wie der.
- Gute Reise. Und schreibe mir. - Bye, bye, dear.
Nehmt euch vor den Italienern in Acht. Das sind Schlawiner.
Ciao, Papa.
- Und du pass auf deine Linie auf. - Lass das.
- Iss weniger Süßes. - Ja, ja.
Lasst meinen Platz frei. Ich bin bald zurück.
Ohne dich geht gar nichts. Das weißt du.
Nein, ihr seid super. Das schafft ihr auch alleine.
- Deine Tasche. - Danke, Ricky.
- Bis bald. - Ciao. Ciao.
Der scheiß Kasten hat mein Geld.
Der kommt sicher aus Neapel. Ich habe kein Kleingeld mehr.
- Was ist los? - Ciao.
Diese amerikanischen Kisten...
- Ich gebe dir eine. - Und mein Geld?
Es ist schon das dritte Mal.
- Was rauchst du denn? - Lass nur.
Warte mal. Halte das. Hier.
Also, sehen wir doch mal.
- Willst du die hier? - Ja. Aber er ist leer.
Versuchen wir's.
- Hey. - Wir haben ihn beklaut.
Triffst du den richtigen Punkt, ist Amerika spendabel.
Es rückt sogar mehr raus. Aber eine ist für mich. Danke.
Gute Reise. Und rauche nicht zu viel. Bye.
Hey! Hey, Moment.
- Wie heißt du denn? - Cindy.
- Und du? - Mizio.
- Mizio? - Mhm.
Komisch. Klingt wie ein Name für Katzenfutter.
Ciao!
Ich habe davon 30 machen lassen. 15 sind für Freunde, 15 behalte ich als Reserve.
- Und die ist für dich. - Nur eine für mich?
Deine Stimme nimmst du mit. Du kannst dich hören, wann du willst.
Aber 30...
Übertreibst du nicht ein bisschen?
Du musst gehen.
Okay. Am besten gehe ich schnell.
- Dreh mir einfach den Rücken zu. - Ohne mich umzusehen?
Sieh dich nicht um. Aber schreibe mir mal.
Ja, mache ich.
Tja...
Ach, mein Liebling.
Ich habe dich lieb, Papa.
Ich rufe dich an.
Au verflucht, tat das weh.
Nur keine Sorge.
Ich kümmere mich um sie.
Madame, darf ich Ihnen einen bequemeren Sitz anbieten?
- Bitte sehr. - Danke.
- Wo geht's hin? - Ich fahre nach Rom.
- Nach Rom? - Ist doch nicht übel.
Liz, Carol, seht euch das mal an.
- Wahnsinn. - Wie schön.
- Wir sind im Herzen Roms. - Das muss das Pantheon sein.
Ja, das muss es sein.
Hier wimmelt es nur so von Kirchen.
- Wo ist der Petersdom? - Dahinten, die große Kuppel.
Ich rufe gleich Nicholas an.
Oh, Niki, Niki.
Dein Cousin arbeitet immerhin in unserer Botschaft und sage nicht "Niki, Niki".
Aber er ist doch so...
Er ist ganz Niki, Niki.
Nicht ich habe ihm den Namen gegeben.
Theodor.
Theodor... Theodor... Theodor...
Da bist du. Das ist nicht deine Wohnung. Peter wohnt nicht mehr hier.
Nicht weglaufen, wo willst du denn hin?
Ich bin Marianne List, eure Nachbarin und eine gute Freundin von Peter.
Mein Theodor kam immer über seine Terrasse zur Abkürzung.
Und ich mache es manchmal auch so.
Sie sind Signora Cardone. Und ihr. Nichts sagen.
Du bist Carol.
Und du Liz und du Cindy.
Ja, Sie haben es genau erraten.
- Oh, ich rate nicht. Ich weiß es. - Was heißt das?
Beruflich, ich stamme aus Französisch-Guayana
und lernte bei den bedeutendsten Voodoozauberern,
Vergangenheit und Zukunft zu lesen.
Aber jetzt begrüße ich euch im Namen
des römischen Vereins der Kartenleger und Astrologen.
- Willkommen in Italien. - Danke.
Unten gibt es ein nettes Restaurant.
Tut mir leid, wir kommen gerade an. Ich bin müde.
Oh, wie schade. Vielleicht ein andermal.
- Au revoir. - Ciao.
Theodor, wo bist du abgeblieben?
Na ja. Auf Wiedersehen.
Diese Haremsdame tut so, als wäre sie hier zu Hause.
Ich fand sie sympathisch.
Wie sie aussah. Sie hat gar keine Hemmungen.
Hemmungslos, wie sie über die Terrasse kam.
Hoffentlich ist das hier nicht üblich.
Ach, tun mir die Füße weh.
- Wisst ihr, wie spät es ist? - Es ist zehn Uhr Ortszeit New York.
- Seht, was im Kühlschrank war. - Pasta und Mandeln?
Jede Menge Sachen. Sogar ein Apfelkuchen.
- Peter ist schon ein Schatz. - Das lag für dich dabei, Mama.
Er hat alles eigenhändig gekocht.
Willkommen, Familie Cardone.
Ich hoffe, euch gefällt das Haus so sehr, wie mir eure Miete.
Gebrauchsanweisung Punkt eins.
Die Spültaste im Bad müsst ihr energisch drücken und abwarten.
Und meidet die Zauberin von nebenan, sonst steht sie bei euch im Bad.
- Ich habe es euch ja gesagt. - Ha, ha, ha.
Im Notfall ruft ihr die Nummer 113 an.
- Cindy, sieh bitte nach, wer da ist. - Okay.
- Ach, ich muss noch Niki, Niki anrufen. - Hm?
Ich meine Nicholas.
Ihr denkt sicher, ich spioniere.
Nein. Komm, wann du willst, auch mit deiner Katze.
Nett von dir. Du gehörst nicht zur Familie, richtig?
Woher weißt du das schon wieder?
Wenn wir uns besser kennen, sage ich es dir.
- Mir ist, als kenne ich dich schon ewig. - Ah, ja? Schön.
Ich bin hier, um euch ein paar Visitenkarten dazulassen.
Die sind auf Italienisch und die auf Englisch.
- Hier. - Danke.
- Ciao, Liebes. - Ciao. Bis bald.
Wir besuchen dich in der Botschaft. Sag Peter, die Wohnung ist super.
Yes, see you soon. Bye, bye.
Madame List hat ihre Visitenkarten gebracht.
Eine Zauberin, die Werbung macht?
Hört euch das an: Madame List,
Magie des Okkulten und der Magier. Der Name vermag ihr Leben zu ändern.
Große Meisterin des Unerkennbaren, Medium,
Psychoastrologin, Parapsychologin.
Psychische und spirituelle Probleme schnell und diskret gelöst.
Herz, Affären, Sex.
Karten- und Handlesung, Horoskop mit Garantie.
Marianne List. Der internationalen High Society ein Begriff.
Englisch, Französisch, Deutsch, Esperanto, Suaheli.
Abra-Kadabra-Preis 1970 für den besten Zaubertrank.
Sprechstunden Tag und Nacht.
Gebt der Armen eine Chance.
Von mir wird sie keine Lira sehen.
Schließt die Fenster. Ich will weder sie, noch ihre Katze.
Mach nicht auf. Es ist sicher die Hexe.
Oder die Katze, die was vergessen hat.
- Ciao. - Ciao.
Ich bin zu früh. Ich kann unten warten.
- Nein, komm rein. - Deine Mutter hat was gegen Gammler.
Keine Sorge, sie ist gerade ins Bad verschwunden.
Da bleibt sie zwei Stunden. Los, komm.
Komm rein.
Guten Abend. Wie war der Flug?
Wie gefällt es euch hier?
Rom hat sie stumm gemacht.
Oder auch taub?
- Sehr gesellig, deine Schwestern. - Sie stehen über Leuten wie uns.
Komm, wir gehen in mein Zimmer.
- Ich habe die Augen nicht aufgemacht. - Und die Treppe?
Im Haus habe ich ein Auge offen, damit ich mir nicht die Nase breche.
Wunderbar. Ich hätte nie gedacht, dass es so schön ist.
Ich zeige dir heute Abend alles, was du hier siehst. Und noch mehr.
Ich hole nur meine Jacke.
Du gehst nirgendwo hin.
Sehr erfreut. Guten Abend, Signora.
Wie kommt der Gammler hier rein? Der Abend ist gar nicht schön.
- Was tun Sie hier bloß? - Die Aussicht bewundern.
Bewundern Sie die von der Straße aus.
Nein, warte.
- Mizio ist ein Gast. Er bleibt. - Gast! Wir reden später darüber.
Nein, wir reden jetzt gleich darüber. Du kannst ihn nicht so behandeln.
Deine Mama hat eine besondere Art, damit man sich hier wohlfühlt.
Ich weiß doch genau, was Sie wollen.
Ich sage Ihnen gleich, Sie werden hier keinen Erfolg haben.
Das ist einfach nicht wahr.
Sie haben sich ausgeruht, gehen Sie. Ich rufe die Polizei.
Ich kenne die Nummer: 113. Peters Liste war sehr hilfreich.
Hallo, Polizei? Hier spricht Signora Cardone.
Ich möchte, dass Sie mir helfen. In meinem Haus ist ein Streuner.
- Wenn er geht, gehe ich auch. - Ich halte euch nicht auf. Geht beide.
- Ist das dein Ernst? - Und ob. Get out. Out!
Komm Mizio, gehen wir.
Du wirst es bereuen, Cindy.
Werde ich das?
- Nein. - Okay, gehen wir.
Hier bin ich zu Hause.
Aber... Wie meinst du das? Das ist doch ein Park.
- Es ist der Central Park von Rom. - Das heißt, er ist voller Penner.
- Mizio. - Hast du Angst?
Mir soll's recht sein. Wenn du meinst.
Hauptsache, das Dach hält.
- Was tut der? - Er wechselt das Schloss.
- Und der Schlüssel? - Der Besitzer tauschte es aus.
Was erlaubt der sich?
Es ist der Parkwächter. Ich war mit der Miete in Verzug.
- Hier, Prinz... - Danke.
- Ich zahle später. - Ist gut.
Oh, das ist ja umwerfend.
Na, was denkst du? Gefällt es dir?
Wie gesagt, wenn es nicht reinregnet...
- Wie schön es ist. - Komm rein.
Na los. Es muss sauber gemacht werden.
- Ja. - Du kannst helfen. Nach unserer Tour.
Verrückt.
Sieht aus wie ein Theaterfundus.
Das ist es auch. Ich bekam es von einem Opernrequisiteur.
- Also ist alles unecht? - Und völlig wertlos.
Aber es wird dir gefallen.
Mir gefällt es schon deshalb.
Aber vielleicht ist es riskant, sich hier hinzusetzen?
Hey, hey, hey. Das sieht aber ziemlich echt aus.
Wow!
Lass mal sehen.
Eine Profi-Anlage.
Ich hatte eine Rockband. Wir haben hier unsere Stücke geprobt.
- Funktioniert sie? - Glaube schon.
Da sind Platten und Kassetten, die kannst du hören.
Erst unsere Fahrt. Ich will, dass du mir alles zeigst.
Okay. Ich gehe schnell duschen.
Dann zeige ich dir Rom, wie es noch keiner gesehen hat.
- Einverstanden? - Gut. Beeil dich.
- Ich kann es kaum erwarten. - Okay.
- Das ist aber nicht meine Kassette. - Ja, ich weiß.
- Ist es eine von dir? - Das bin ich.
Du meinst, deine Kassette?
Nein. Ich meine, dass ich da singe.
Mizio, bist du da? Der Vamp ist da.
Der Vamp? Der Vampir ist da.
Geh vor Anker. Ich komme.
- Hey, du. - Na? Wie geht's?
- Es ist ewig her. - Du bist immer noch derselbe.
Woher weißt du, dass ich zurück bin? Wo warst du?
- Entschuldige. Das ist Hilda. - Ciao, Mizio.
Ich stelle dir auch eine Freundin vor, Cindy aus New York.
- Ciao, Cindy. - Ciao.
Das ist der Vampir, aber er saugt mehr Gras als Blut.
- Und sie? - Hilda aus Schweden.
Sie spricht nur Schwedisch und Indisch. Deshalb lächeln wir uns nur an.
Gut, dass du ihn wieder nach Rom bringst.
Streitet mit dem Vater und weg ist er. Die Band lässt er sitzen.
Wir holen alles nach.
- Kannst du denn noch Klavier spielen? - Ich bin immer noch der Beste.
- Leg die Satteltaschen ab, wir sind da. - Hm?
- Hm? - Ah, ähm...
- War das Schwedisch oder Indisch? - Schwedisch. Sie kann doch kein Indisch.
Feiern wir die Rückkehr? Hast du was Trinkbares?
Mein Keller ist voll. Setzt euch.
Mizio, wolltest du mir nicht die Stadt zeigen?
Die Nacht ist lang. Wir trinken was. Dann geht's los.
Ist gut.
Ich bin der größte Saxophonist der Welt und Umgebung.
- Und was machst du? Bleibst du hier? - Oh, ich weiß nicht.
Mizio ist der beste Freund, den du finden kannst.
Ein echter Fürst, das wirst du sehen.
Prinz! Willst du einen Joint?
- Pakistan? - Nein, Marokko.
- Dann nicht, danke. - Ist dir die Reise zu Kopf gestiegen?
- Magst du? - Nein, danke.
Was lief, als ich kam? Starke Nummer.
Wirklich. Und diese Stimme!
Cindy meint, sie war das.
Wenn du das wärst, wärst du nicht hier.
Du hättest Millionen Fans in Amerika und einen Rolls.
Und bei einem Konzert in Rom würde das Kolosseum nicht ausreichen.
- Entschuldigt. - Wo willst du hin? Wir wollen feiern.
- Du bist hier zu Hause. - Das dachte ich auch.
- Das Essen ist gleich fertig. - Ich habe keinen Hunger.
Hey, komm mal her.
Was hast du denn plötzlich?
Hey...
- Nichts. Ich dachte, wir... - Dass wir?
- Dass wir zwei ausgehen. - Das tun wir doch noch.
Wir essen ein paar Spaghetti, und dann los.
- Okay? - Okay.
- Hilf mir mal beim Tischdecken. - Zu Befehl.
Und ab. Sehr gut.
Sag mal, wie stellst du dir das vor?
Willst du...
...heute Nacht hier schlafen?
- Du? - Wer, ich? Nein, nein. Ich nicht.
Bleib hier. Mach's dir bequem.
Mizio, deine Wikingerin lässt sich häuslich nieder.
Es ist nicht meine. Es ist die Freundin vom Vamp.
- Es ist Platz für alle. - Nein, für mich nicht.
Natürlich ist Platz. Ich kann nicht...
Du kriegst mein Bett. Ich bin so fertig, ich schlafe im Stehen.
Du Ärmster. Du willst nur nicht mit mir ausgehen.
Er ist ein alter Freund aus der Band. Es gibt viel zu erzählen.
Auch mit der Wikingerin? Über Kamasutra?
Mein Haus ist offen für Freunde und Freunde meiner Freunde.
Bist du etwa eine soziale Einrichtung? Eine Pension?
Sicher kommt die ganze Band. Schlafen die im Bad?
- Wenn sie wollen. - Sie plündern den Kühlschrank.
Wenn sie wollen, bitte.
Du sagtest, ich würde es nicht bereuen. Ich bereue es jetzt schon.
Bitte, die Tür ist offen. Ciao.
Und ob ich gehe!
- Scheißschweden. - Sie versteht's nicht.
Geh zu deiner Mami. Du bist genau wie sie.
Genauso hochnäsig.
Ja, geh nur. Lauf schon.
Zicke. Ich esse jetzt.
Macht die Scheinwerfer aus.
- Bist du Italienerin? - Amerikanerin. Haut ab.
Du sprichst Italienisch? Los, wir machen 'ne Tour.
Fahrt zum Teufel. Lasst mich zufrieden. Und macht den Scheinwerfer aus.
Ich kann Mädchen nicht weinen sehen.
Bist du immer so sauer, wenn dich jemand anspricht?
- Ich weiß genau, was ihr wollt. - Red keinen Quatsch.
- Wir fahren nur etwas Motocross. - Im Park?
Hier gibt es viele Löcher und hübsche Mädchen.
- Sucht euch eine andere. - Wir haben dich gefunden.
Geh zum Teufel! Haut ab! Verschwindet!
Okay. Reg dich ab. Heul, so viel du willst. Wir gehen ja schon.
Wartet mal.
Wenn ihr Platz habt, könntet ihr mich heimfahren?
Ich habe mich verirrt. Ich habe Hunger und weiß nicht, wie ich heimkomme.
Verlass dich auf uns. Steig auf.
Wir essen erst mal was und dann bringen wir dich nach Hause.
Fahr los. Das wird lustig.
Los, Albert, komm.
Her damit, los.
Sangria!
Danke.
Die wiegt ganz schön was.
Das süße Leben! Das süße Leben!
Sangria, ich liebe dich. Ich liebe dich!
Weg mit Coca Cola. Weg damit.
Weg mit dem Korken.
Mein Gott, die säuft ja ganz schön.
- Komm her. - Hier bin ich.
Komm raus, du Schöne.
- Bist du glücklich? - Ja.
- Möchtest du bei uns bleiben? - Ja. Wo ist mein Sangria?
- Gib mir ein Küsschen. - Nein, kein Küsschen.
Hier ist er ja.
Was für ein Zug. Gib mir auch einen Schluck.
Denkste. Ich gebe niemandem was. Nein, nein, nein.
- Und jetzt ein Küsschen. - Ich besaufe mich.
Da sind welche. Halt dich bereit.
- Fahr die nächste rechts rein. - Nein, ich nehme die.
Hilfe, ein Dieb! Meine Tasche!
- Meine Tasche! - Haltet sie!
Hier, ich schenke sie dir.
Schau sie dir an. Sie hält das für ein Spiel.
- Hilfe! Meine Tasche! - Halt! Ein Dieb!
- Mit der Verrückten macht das Spaß. - Halt sie fest, sie fällt runter.
- Los, Vollgas. Los. - Da vorne.
Da, da drüben ist wieder eine. Die wartet schon auf uns.
- Haltet sie! - Polizei! Haltet sie! Polizei!
Oh... Die Bullen. Gib Gas.
Die hängen wir ab. Du wirst sehen.
Bieg da vorne ab.
Wir sitzen fest.
Bleib stehen. Wir hauen ab.
Kümmere dich nicht um sie. Nichts wie weg.
- Wer waren die zwei? - Weiß nicht.
- Den Ausweis. - Ich bin keine Italienerin.
- Dann komm mit. Mach schon. - Wohin bringt ihr mich?
- Komm mit. - Ich will meine Botschaft anrufen.
- Beruhige dich. - Ich habe doch nichts getan.
Nicholas sagte der Polizei, dass du entführt und dazu gezwungen wurdest.
Das Ausweisungsgesuch ist noch bei der Polizei.
Und in New York erwartet dich das andere Verfahren.
- Wenn du aber heim willst? - Nein. Ich finde es schön hier.
Es gefällt dir, im Gefängnis zu übernachten?
Ich suche mir eine bessere Beschäftigung.
Wir haben für dich schon was Geeignetes gefunden.
Ich habe dir eine kleine Liste gemacht.
- Waschen und Bügeln. - Bohnern und Fenster putzen.
Uns das Abendessen zubereiten.
Unsere Betten machen.
Jetzt verstehe ich endlich.
Eure plötzliche Hilfe, Fürsorge und Aufmerksamkeit.
Ihr wollt ein Dienstmädchen, und zwar gratis.
Nicht gratis.
Du darfst hier bleiben. Sonst droht die amerikanische Erziehungsanstalt.
- Das ist Erpressung. - So sprichst du mit mir?
Aber es ist gemeine Erpressung.
Nenne es nur wie du willst. Nimmst du an?
- Nein. Ich denke nicht... - Dann rufe ich Nicholas an.
Er geht zur Polizei und du fliegst mit dem Ausweisungsbescheid in die USA.
Und?
Nein. Eher gehe ich in den Knast, als dass ich euer Dienstmädchen bin.
Da kannst du direkt hin.
Warte.
Ich mache, was du willst.
Ihre Dokumente sind in Ordnung.
Wie oft denn noch? Ihre Einschreibungen sind zu spät bei uns eingetroffen.
Unser Vater hat sie geschickt.
Wenn sie zu spät kamen, ist Ihre Post Schuld.
Fest steht, dass eure Anträge einen Tag
nach Ablauf der Frist eingegangen sind.
Bedauerlich.
Wir kommen aus den USA.
Wir mieten hier eine Wohnung. Sie schicken uns zurück?
Entschuldigt. Darf ich mal sehen?
- Ist das der Einlieferungsschein? - Ja, von Papa.
Sie vergeuden Ihre Zeit,
Einsendeschluss für die Einschreibung ist der 20. April.
Das Datum des Poststempels entscheidet.
- Es ist richtig abgestempelt. - Ich habe es gesehen.
Der Poststempel hat das Datum vom 21. April. Eindeutig.
Ja, die Einlieferung war am 21. April um 6 Uhr morgens.
Also Mitternacht des 20. April in New York.
- Rechtzeitig für Ihre Frist. - Ich weiß nicht, was Sie meinen.
Lehnen sie euch ab, verklagt die Akademie.
Die Entschädigung wird teuer.
Ich würde das nicht verantworten.
Ich werde den Direktor fragen.
- Du hast unser Leben gerettet. - Nicht doch.
Carol Cardone, meine Schwester Elisabeth.
- Vittoria. - Was studierst du?
- Violine. - Wir sind aus New York.
- Ich war in Cambridge. - In den Staaten?
Nein, die Universität in England.
Der Direktor akzeptiert die Zeitverschiebung.
- Super. Danke. Klasse! - Das hast du toll gemacht.
- Zufrieden? - Sehen Sie?
- Danke. - Komm mit.
Wann ist der Einführungskurs...
Ohne dich hätte uns die Hexe nach New York zurückgeschickt.
Unser Vater ist Italiener.
- Ja? - Harry Cardone.
- Da ist Mama. - Ich habe tolle Fotos vom Petersdom.
- Alles okay? - Wir sind eingeschrieben.
- Dank Vittoria. - Freut mich, Muriel Cardone.
- Das ist also... - Wir zeigen es dir später.
- Gehen wir was trinken? - Okay.
Weil du uns geholfen hast, lade ich euch ein.
- Mama ist Amerikanerin. - Ich habe es gehört.
Nein, du warst fantastisch.
- Ich wäre zurückgeflogen und Schluss. - Es ist ja gutgegangen.
- Setzen wir uns hier hin? - Ihr werdet schmelzen.
- Die Sonne tut gut. - Der Pantheon war eine gute Idee.
Dass dir das einfiel. Italiener sind gewitzt. Bist du aus Neapel?
- Nein, aus Rom. - Mein Mann ist aus Neapel.
Wieso bist du im Sommerkurs für Ausländer?
Ich habe es beantragt, im Herbstkurs bin ich weg.
- Warum? - Ich heirate bald und wir machen Urlaub.
- Glückwunsch. - Drei Monate?
Ja, wir gehen in die Flitterwochen.
Drei Monate? Ist das nicht übertrieben?
Wir machen eine lange Reise, Malaysia, Bermudas, Hebriden,
Pago Pago, Bali... alles mit dem Schiff.
- Besitzt dein Mann ein Reisebüro? - Philippe ist keiner, der arbeitet.
- Aber für das Reisen braucht man Mäuse. - Mäuse?
- Ja, Scheinchen, Dollar... - Ach, Philippe hat genug.
Na ja. Ich habe Harry nur aus Liebe geheiratet.
Von seinen Ölraffinerien in Texas erfuhr ich später.
- Ihr Mann ist im Ölgeschäft in Texas? - Cardone Petroleum, Ja.
- Ist er nicht Italiener? - Entfernte Verwandte.
Wir leben in New York. Aber er ist nur in Saudi Arabien oder Texas.
- Wie im Fernsehen. - Ja.
Es ist furchtbar mit so einem Privatjet. Harry fliegt nur um die Welt.
- Wie J.R., kennst du die Serie? - Ja.
Hier wollte Harry unbedingt eine Villa, wo die Filmstars wohnen.
Aber unser Cousin wollte uns
seine sehr schicke Dachwohnung im antiken Rom geben.
Obwohl wir anderes gewohnt sind.
Haben Sie gutes Dienstpersonal?
Wir haben ein Dienstmädchen mitgebracht. Cindy ist ein Juwel.
- Nicht wahr? - Sie ist unbezahlbar.
- Guten Tag. - Guten Tag. Ist Papa da?
- Nein, Principessa. - Ich bin pünktlich.
Vielen Dank fürs Mitnehmen. Bis morgen.
- Ciao, Vittoria. - Ciao.
Dieses Mädchen wohnt hier?
- Und er hat Principessa zu ihr gesagt. - Zwei mal.
Also ist Vittoria wirklich eine Fürstin.
Mädels, wir umgeben uns mit königlichem Blut.
Hey, listen!
Dieser Palast, wem gehört der?
You can speak English.
- Der Palazzo, what's its name? - Palazzo Gherardeschi.
- Wer wohnt da? - Die Gherardeschis.
Principessa Vittoria kam mit ihrem Taxi. Sie kennen sie ja.
- Oh my God. - Ein Königspalast.
Haben die eine Wohnung oder ein Stockwerk?
Den ganzen Palast, seit Jahrhunderten.
Fahren Sie zurück.
Das war Signorina Vittorias Mutter,
Principessa Mafalda d'Aragona Castro Graglia.
- Ist Ihnen nicht gut, Signora? - Oh no.
Thank you very much.
Madame.
Die fahren mit Autos über die Gänge.
Blamiert mich nicht. Kein Wort über die Pizzeria eures Vaters.
Ja, aber das mit dem Öl-Klan, musste das sein?
Die Idee war grandios, ich war so inspiriert.
Für die ist Erdöl schlimmer als ein Pizzabäcker.
Nein. Der Petroldollar zählt. Haltet den Mund, sonst kracht's.
Wir können fahren. Danke.
Wie schön du es hier hast.
Ich habe mir deine Wohnung ganz anders vorgestellt.
Hey, was ist in den Fläschchen?
Das sind Liebestränke. Ganz besondere Säfte.
Und was ist da drin?
Oh, ein paar Tropfen Kräutersud
und sechs Tropfen Baldrian.
Es entspannt, gibt dir neue Hoffnung und macht attraktiv. Es hilft.
Meine Kunden sind ganz wild danach.
Aber du bist schon hübsch genug.
Vielleicht, aber ich bin fertig.
Ach, ich auch. Ich habe heute zu viel gearbeitet.
Karten, Tarot, Liebessäfte und Kaffeesatz.
Gestern im Jagdklub standen sie an, ich hatte Nachtschicht.
Dreifaches Honorar. Aber die haben so viel Geld. Die kann man ruhig ausnehmen.
Wie geht es den drei Grazien?
Sie halten mich wie in einem Käfig. Ich brauche deine Hilfe.
- Als Freundin? - Nein, als Zauberin.
Aber du glaubst doch nicht daran.
- Es gibt nichts, woran ich glauben kann. - Was ist das Problem?
- Ich möchte einen Jungen finden. - Rom ist voll davon. Such dir einen aus.
Ich habe ihn schon gefunden. Aber ich habe ihn verloren.
Ah, interessant.
Du brauchst meine professionelle Hilfe?
Los, komm mit.
Keine Angst. Es ist kein Hexenhaus.
Hier, setz dich hin. Los.
Schlage nicht die Beine übereinander.
- Ist das dein erstes Kartenlegen? - Ja.
Ah, dann weihe ich dich ein.
Lege deine linke Hand hier drauf. Das ist die Sonne.
- Kennst du den Namen der Person? - Ja, Mizio.
Ah...
Hebe mit der linken Hand ab.
- Mizio... und weiter? - Ich kenne seinen Nachnamen nicht.
Kennst du seine Familie?
Nein, aber er versteht sich nicht mit seinen Eltern.
Er ist arm. Er lebt in einer Art Gewächshaus in einem Park.
Ähm, konzentriere dich jetzt und pass gut auf.
Also, was wissen wir?
Er heißt Mizio.
Wohnt im Glashaus in irgendeinem Park, ist arm. Die Familie verstieß ihn.
Du trafst ihn am Flughafen, er kam von einer Reise.
- Woher weißt du das? - Das sagen doch die Karten.
- Gibst du mir bitte deine Karte? - Ja, hier.
Soweit die Karten.
Und jetzt befragen wir die Kristallkugel.
Warte hier. Ich bin gleich wieder da.
Mach was du willst, aber finde ihn. Bitte.
Du bist auf der Suche nach ihm.
Ich fühle die Gegenwart von jemand.
Ich will nicht jemand. Ich will Mizio.
Sch... Du darfst nicht stören.
Aha, da ist er. Er kommt näher.
Nein. Er geht weg.
Jetzt geht er weiter weg.
Er entfernt sich. Und geht weiter...
- Was heißt das, er geht weg? - Ah, da.
Da, ich sehe einen geschlossenen Ort.
Und jetzt höre ich... Ich höre Musik.
Ich sehe bunte Lichter. Da sind Leute, die tanzen.
Ja, es ist eine Diskothek. Eine Diskothek.
Sie heißt... Sie heißt... Oh...
Ich sehe sie nicht mehr. Ich sehe gar nichts mehr.
Ich... Ich bin müde. Ich kann nicht mehr. Schluss.
Nicht aufhören. Sag mir den Namen der Diskothek.
Aber ich sehe doch nichts.
Oh ja, ich glaube, jetzt sehe ich etwas.
Ja, da ist Mizio. Er ist es. Ich sehe ihn.
Ich sehe auch den Namen. Es ist der Club 68.
- Bitte? - Entschuldigung. Einen Fruchtsaft.
- Sofort. - Danke.
Danke.
Mir ist gar nicht danach.
- Hey. - Hm?
Du hast ja doch das Flugzeug genommen. Obwohl es nicht Coronels Maschine war.
Du denkst, ich bin die Kleine von der Tanzschule in New York?
Da hast du recht.
Und was machst du hier, in der Ewigen Stadt?
- Sagen wir, es ist eine Art Ferien. - Ganz alleine?
Nein, mit meiner Familie. Wenn man das Familie nennen kann.
Tja, ich vermute, dass deine Eltern dir wenig Freiheiten lassen, also...
Wir spielen in Rom, Mailand, Florenz. Und danach in Brasilien.
Setz dich irgendwie ab und komm mit.
Du fackelst nicht lange, hm, Coronel?
Nein. Aber diesmal ist es nicht so, wie du denkst.
Ich suche wirklich eine Sängerin, eine wie dich.
- Das ist ein Witz. - Nein.
Ich ganz vorn, die Band um mich herum. Und wir verkaufen Millionen Platten.
Und ich...
Hey.
Hey, rede wenigstens zu Ende.
Natürlich rede ich zu Ende.
Ich bin mit ihm zusammen, dem am Klavier.
Das hoffe ich zumindest.
Mizio...
Hey, schöne Frau. Mein Angebot steht, falls du deine Meinung änderst.
Mizio, glaubst du an Übernatürliches, an Magie und Sterne?
- Sicher, an alles. - Nein, das stimmt nicht.
Ich habe auch nicht daran geglaubt. Aber jetzt tue ich es.
- Wieso? - Magische Kräfte haben mich hergebracht.
Sicher.
Dieselben Kräfte, die mir sagen, dass du mich gleich küsst.
Glaubst du, das ist der richtige Ort?
Lass uns gehen.
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