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* Traktorenknattern *
* unverständliche Stimmen *
Ich mach das. - (Mann) Auf geht's!
Der Regen kommt. Wir müssen fertig werden, los!
* beunruhigende Musik *
* spannungsvolle Musik *
* düstere Musik *
* unheilvolle Musik *
* Musik wird intensiver. *
* Er keucht. *
* dramatische Musik * * Er keucht. *
* Poltern *
* Musik verklingt. *
* Stimmengewirr und Funksprüche *
Morgen. - Morgen.
(Chiara) Tag. Hallo.
(Mann) Morgen. - Morgen.
Der Mann im schwarzen Shirt ist Sebastian Mockwitz.
Einer der Jungwinzer.
Er hat den Toten im Gärkeller gefunden.
Die Gärgase sind ihm wohl zum Verhängnis geworden.
Gärgase?
Also ein Betriebsanfall, oder fahrlässige Tötung?
Na ja. - Morgen.
Guten Morgen. - Morgen.
Er arbeitet hier nicht.
Keiner weiß, wer er ist und wie er hierhin kam.
Hallo.
Einmal hier hinten durch, den Gang entlang. - Danke.
(Sarah) Hier noch eins von nah. Perfekt.
Morgen. - (Chiara) Morgen, Sarah.
Was ist hier passiert?
Ich will Gregor nicht vorgreifen,
aber die Wunde ist wohl beim Sturz entstanden.
Als er in Ohnmacht fiel. - Von den Gärgasen?
Ja. Hilfe holen geht hier nicht. Es gibt keinen Empfang.
Bist du so weit? - Ja.
Perfekt. Schauen wir mal, wer du bist, hm?
Er heißt Urs Stalder.
Urs Stalder.
Ist es möglich, dass einer der Tanks undicht war?
Oder jemand hat absichtlich an den Ventilen gedreht?
Ich hab nachgeschaut. Die Ventile waren zu.
Ich bringe das nach vorn.
Wenn es eine tödliche Gärgaskonzentration gab,
hätten diese Dinger Alarm schlagen müssen.
Schau.
Das da? - Ja.
Aktuell 1600 ppm.
Ein etwas erhöhter Wert.
Eine Konzentration von über 2000 ppm ist gesundheitsschädlich.
Ab 10.000 ppm kommt es zu unmittelbaren Beschwerden
wie Schwindel und Atemnot.
Bei über 30.000 ppm geht's dann ...
Das Tückische ist, CO2 ist reizarm und geruchlos.
Das kann im Zweifel wahnsinnig schnell gehen.
(Chiara) Danke.
Ich schaue mir die Dinger später noch mal genauer an.
* mysteriöse Musik *
(Sebastian) Ich bin gegen zehn runter, nur um zu checken,
ob alles in Ordnung ist.
Und dann lag da dieser Mann.
Ich hab dann die Türen aufgerissen,
die Lüftung hochgedreht, damit das ganze Zeug raus kann.
Konnten Sie die Gefahrenquelle finden?
Ich glaub, da war ein Ventil auf. - Sie glauben?
Ja, ich meine ... Ich hab's dann auch zugemacht.
Aber es ... ging einfach alles sehr schnell.
Haben Sie sonst noch irgendwas verändert?
Ich hab kurz geguckt, ob ich dem Mann helfen kann.
Aber der Puls war schon weg. - Und sonst war da niemand hier?
Wir waren alle im Weinberg, bei der Lese auf dem Südhang.
Auch alle Saisonarbeiter waren dabei.
Wir sind ein Familienbetrieb, seit 150 Jahren.
Da packen alle mit dran.
Wenn er frei hat, dann sogar Matthias.
Ich hab Sie mal an der Michael Ende gesehen, ist das möglich?
Kann sein, ich bin Lehrer dort. Für Mathe und Geografie.
Alles klar. - Was macht ein Fremder in unserem Keller?
Also niemand von Ihnen kannte Urs Stalder.
* Handy klingelt. * - Nee.
(Doro) Entschuldigung.
Gut, der komplette Bereich, Eingangsbereich, Treppe, Keller,
wird nicht betreten, bis die Spusi durch ist.
Was? Wir sind mitten in der Lese.
Das muss leider sein.
Okay, wir versuchen, bestmöglich zu unterstützen.
(Vater) Scheiße.
Gut, dann werden wir von Ihnen und Ihren Mitarbeitern
Fingerabdrücke und Proben für einen DNA-Abgleich nehmen.
Es kommt gleich jemand vorbei.
Ja? Nee, nee, jetzt geht's.
Moment. Noch mal.
Mhm?
Also, Urs Stalder, 38, geboren in Zürich,
wohnhaft in Friedrichshafen, ledig, keine Kinder.
Es gibt einen Onkel in Lausanne. Der wird informiert.
Aber jetzt kommt's: Der war Chefeinkäufer bei Hyperkauf.
Bei dem Discounter? - Ja.
Also, Mockwitz ist eines der besten
und angesehensten Weingüter der Region.
Ist ja total seltsam. - Total.
(Chiara) Ich trinke nie Wein.
Du? Du bist doch Italienerin und hast so ...
Stil.
Wein, Alkohol. Alkohol, Kontrollverlust.
Und bei Kontrollverlust bin ich raus.
Ich hab Kinder. Da gibt's von Kontrollverlust zum Frühstück.
Du auch? - Danke.
Egal. Komm, lass überwachsen.
Crispy?
Patricia Ebner.
Regionale Vertriebsleitung.
Kriminalhauptkommissarin Locatelli. Und meine Kollegin Beitinger.
Wissen Sie, wir hatten den Urs wirklich gern hier.
Es tut uns sehr leid.
(Doro) Wie war Herr Stalder so?
Typ ... Einzelgänger.
Von einer Beziehung war nie die Rede.
Ich glaub, von der Familie war auch nicht mehr viel übrig.
Der Job war ihm wichtig. Er wollte richtig durchstarten bei uns.
Er hat für seinen Beruf gebrannt.
Er wurde in einem Kellerraum auf dem Weingut Mockwitz aufgefunden.
Wissen Sie, warum er dort war?
Er war in einer Akquise wegen einer möglichen Kooperation.
(Doro) Tatsächlich?
Mockwitz wollte in die Produktion von billigen Fassweinen einsteigen?
Offenbar nicht, wenn mein Kollege tot bei denen Keller lag.
Mit wem war Herr Stalder in Kontakt?
Weiß ich nicht. Das war sein Bereich.
Ich weiß nicht, wie es damit jetzt weitergeht.
Mockwitz war eine Exklusive in den Regalen von Hyperkauf.
Für uns eine Chance.
Wir wollen doch raus aus dieser Billig-Ecke.
Wir wollen Kundenbindung, mit Marken, mit Qualität.
Gut, dann würden wir uns gerne noch
den Arbeitsplatz von Herrn Stalder anschauen.
(Doro) Und von dem Mockwitz kein Ton dazu.
Die müssen ihn doch gekannt haben. Wenigstens einer von ihnen.
Na ja, und wenn es Kommunikation gab,
dann muss das ja auch dokumentiert sein, hm?
Hier ist es. - Danke schön.
Danke. - Bitte.
Hm.
Andere haben Fotos von ihren Liebsten auf dem Schreibtisch.
Prioritäten.
Kann ja nicht jeder auf starke Familienbande zählen.
Will vielleicht auch nicht jeder.
Mockwitz-Weine bei Hyperkauf. Das ist merkwürdig.
Wieso? Hyperkauf will halt sein billiges Image aufmöbeln.
Ja, verständlich, aber für Mockwitz wäre das der Niedergang.
So ein Deal bringt doch erst mal eine große Absatzmenge. - Na ja.
Nicht? - Dann machen Sie Ihre Preise und den Namen kaputt.
Urs Stalder hat, laut Chefin,
für seinen Job gebrannt.
Was, wenn er einfach zu weit gegangen ist?
Wenn da was dran ist, hat die Familie Mockwitz ein Motiv.
Hm.
* mysteriöse Musik *
Hältst du mal auf?
* Telefonklingeln *
Mockwitz.
Ja. Sie haben wirklich keinen Anstand.
Papa, wer war das?
Hyperkauf.
Ich hab hier die Geschäftsleitung. Hör auf, dich einzumischen.
Ja. Tessa Mockwitz hier. Hallo, Frau Ebner.
Sie hatten angerufen. Ich war nicht schnell genug.
* Tor knallt zu. *
(Schlegel) Pinot noir, 2018.
Alte Rebe.
Barrique.
Nase von Waldfrucht, Schwarztee und Eichenholz.
Die Herkunft von Deutschlands ältester Rebe in Südwesthanglage
macht ihn zu etwas ganz Besonderem.
Langer Abgang, feine Würze, Reifepotenzial bis ins Jahr 2030.
Pinot blanc, See-Eleganz.
Goldmedaille des Jungen Winzer-Coupe 2024.
Bouquet von Zitrus ...
* Er riecht genüsslich. *
... Zeder und weißer Blüte.
Überraschender Nachhall, wie der Duft von Sommerregen auf Asphalt.
Den wollte ich Ihnen schon längst zum Einstieg geschenkt haben.
Danke.
Und den zu deiner lang ersehnten Rückkehr. - Danke.
Mockwitz?
Ja, Hans Mockwitz und ich kennen uns schon seit Ewigkeiten.
Und?
Sie tun, was Sie tun müssen, ja?
Den hatte ich schon, bevor der tot im Keller gefunden wurde.
Also bitte nicht falsch verstehen. - Kriegen wir hin.
Gut.
Sonst noch was?
* Er räuspert sich. *
Wir waren gestern noch zusammen in ... der Seeklause.
Der Hans und ich.
Bis um drei. Haben zwei, drei Gläser Wein getrunken.
Vielleicht auch mehr.
Ich wollte es gleich sagen, damit Sie es wissen.
Der Hans war ziemlich dicht. Hat's gerade nicht einfach.
Wieso? - Er hat das Weingut aufgebaut.
Jetzt haben die Kinder übernommen. Seine Aufgabe ...
Sich raushalten. - (Chiara) Ah.
Das können Männer in seinem Alter ja bekanntlich besonders gut.
(Schlegel) Ja. Aber erst nach Feierabend trinken.
(Gregor) Die Todesflecken sind gut ausgebildet.
Leichenstarre nahezu vollständig ausgeprägt.
Der Todeszeitpunkt liegt schätzungsweise
fünf bis sieben Stunden zurück.
Keine Abwehrverletzungen sichtbar, keine äußeren Hinweise auf Gewalt.
Platzwunde, parietal rechts, etwa zwei Zentimeter.
Nicht letal.
Mit der Wunde korrespondierende Blutspur an Stirn und Schläfe.
Zusätzliche Blutspur am Hals.
Inkonsistent zur Kopfverletzung.
Verdacht auf Fremdblut.
Äh, Dan? - Ja, was ist?
Mach doch mal bitte ein Foto hier.
Dann wollen wir doch mal schauen.
Ich weiß jetzt, warum die CO2-Detektoren nicht anschlugen.
Die Kalibrierung wurde geändert.
Die Schwellenwerte, bei denen die Geräte Alarm schlagen,
wurden stark raufgesetzt.
Also gab's eine gezielte Manipulation?
Definitiv. Ich habe das Protokoll ausgelesen.
Daran ist um 2:48 Uhr in der Nacht vor Stalders Tod
eine manuelle Änderung der Kalibrierung registriert.
Also war es eine Falle. Mord.
Und wir haben ein konkretes Zeitfenster.
Hans Mockwitz ist definitiv raus. Seeklause.
So ein Tampering ist auch nicht ohne.
Also dafür muss man technisch ziemlich fit sein,
um in die Software reinzukommen.
Hier. 083247.
Hm? - Was ist das?
Laut Log-Dateien der verwendete Zugangscode.
Wo kriegt man den her? - Handbuch, Internetforum.
Das kann ich aus den Zahlen nicht rauslesen.
Aber ich hab noch mal in Stalders Handy reingeschaut.
Und darauf sind Fotos.
Aufgenommen kurz vor seinem Tod.
(Doro) Sieht aus, als hätte er da herumspioniert.
Gab's Kommunikation mit jemandem vom Weingut?
Yes.
Der letzte ausgehende Anruf
war um 17:38 Uhr gestern.
Ein dreiminütiges Telefonat.
Festnetznummer, Weingut Mockwitz. - Festnetz?
Aufs Handy würde ich mich auch nicht verlassen.
Wir sind am Bodensee.
* Maschinengeräusche *
Lass uns doch einfach mal mit denen reden.
Wir müssen einfach schauen, wie wir damit umgehen.
Womit? Dass wir ab jetzt immer Leichen im Keller haben, oder was?
Mit dem Angebot, das Gespräch wieder aufzunehmen.
Ich dachte, das kommt für uns eh nicht infrage. - Ja, stimmt.
Direktvermarktung ist der Weg, und nicht Massenware.
Aber man muss seine Meinung auch manchmal ändern.
Ach, auf einmal.
Du darfst dich gern dazu äußern. - Ich?
Ja, du.
Der Kredit war ein Fehler. Euer Fehler.
Papa, wir mussten investieren.
Den Klimawandel haben wir uns nicht ausgedacht.
Wein ohne Alkohol, das ist ja so ein Schwachsinn.
Als gäb's auf der Welt nicht genug Gründe, um blau zu sein.
Aber die Leute denken heute anders. - Hey.
Wir schaffen das, okay? Wir sind doch eine Familie.
(lacht zynisch) Noch, noch.
Aber wenn nichts nachkommt,
sterben wir aus.
Da brauchen wir keinen Klimawandel für.
(Sebastian) Papa, jetzt reicht's.
Buh.
Hannah.
Was ist denn passiert?
Ich hab ein blaues Auge. - Ja, das sehe ich.
Ich fahre vielleicht alleine zum Weingut, oder?
Okay. Bis später. - Danke.
Also?
Mein Handy ist platt, Papa arbeitet bis sechs,
und ich hab mich mit Larissa gekloppt.
Und jetzt ist das Problem gemeine Körperverletzung.
Gemeine Körperverletzung gibt es nicht.
Was weiß ich, wie die das nennen, wenn die mit 'nem Anwalt drohen.
Larissas Eltern machen Stress. - Mhm.
Dabei hat die nur ein paar Blaue Flecken.
Ich hab ihr ein bisschen den Arm verdreht. Dann hat sie ...
Ist nicht okay von euch. Von euch beiden nicht.
Aber ich muss doch was tun. Sie hackt die ganze Zeit auf Lukas rum.
Die ist richtig fies. Sie mobbt ihn total.
Und du weißt doch, wie Lukas immer alles runterschluckt.
Komm rein.
(Doro) Ja.
Also, bist du zu Hause, oder arbeitest du?
(Robert) "Sowohl das auch. Deswegen heißt es ja auch Homeoffice."
Ja, was auch immer. Kann ich sie dir schicken?
* Er stöhnt. * "Mach das."
Vielen Dank, bis später. - "Bis später."
"Möglicher Verstoß gegen Paragraph 370 durch Weingut Mockwitz."
Was ist das?
Das ist an den Zoll adressiert.
* spannungsvolle Musik *
(Chiara) Herr Mockwitz, wir wissen, dass Urs Stalder
gestern Nachmittag hier angerufen hat.
Als Einkäufer für Hyperkauf. Haben Sie mit ihm gesprochen?
Nein.
Wissen Sie von dem Telefonat?
Oder von Gesprächen über eine Kooperation?
Nein.
Wir ermitteln in einem Tötungsdelikt. Ist Ihnen das klar?
Ich dachte, das war ein Unfall.
Sie waren doch gestern bis spät in der Seeklause, richtig?
Als Sie nach Hause kamen, fiel Ihnen da irgendwas auf?
Es war halb vier. Ich war ... na ja, nicht mehr ganz nüchtern.
Sie fragt wegen einem angeblichen Telefonat mit diesem, ähm ...
Urs Stalder.
Aber da war ja nix. Stimmt's?
Möchten Sie kurz mitkommen?
Hier lang.
Ich hab mit Herrn Stalder telefoniert.
Also kannten Sie ihn doch. Warum haben Sie es nicht gesagt?
Ich war vorhin einfach überfordert.
Entschuldigung, das war dumm von mir.
Worum ging's?
Um eine mögliche Kooperation.
Er wollte sich mit mir treffen,
aber ich hab gesagt, dass ich noch Bedenkzeit brauche.
Urs Stalder ist im Fasskeller hier auf ihrem Weingut gestorben.
Und sie wussten alle nichts von seinem Besuch?
Ja, so war's. Was soll ich sagen?
Wir wollten alle nie in die Fassweinproduktion einsteigen.
Das bedeutet einfach nur immer mehr, immer billiger.
Keiner, der irgendwas auf sich hält, der möchte das.
Ach, wir haben ein Problem mit der Bank.
* melancholische Musik *
Wir haben einen größeren Kredit aufgenommen.
250.000 Euro für eine Entalkoholisierungsmaschine.
Der tilgungsfreie Rahmen ist abgelaufen
und wir sind mit den Raten im Verzug.
Die Erneuerung des Hofes ist auch noch nicht abbezahlt.
Das ist ...
einfach alles ein bisschen düster.
Ich hätte doch keinen Grund, Stalder umzubringen.
Da würde ich mir nur ins eigene Bein schießen.
Wo waren Sie gestern Nacht zwischen zwei und drei Uhr?
Ich war einfach in meinem Bett.
Im Bett, wie jeder hier,
der morgens um sechs im Weinberg steht.
Sonst noch was?
(Chiara) Hey, Doro. Mit Hannah alles okay?
"Na ja. Aber sie hat das Schredder-Puzzle gelöst.
Es war ein Schreiben an den Zoll.
Darin steht, Mockwitz verkauft Weine an den Schwarzmarkt."
Ernsthaft?
* Sie seufzt. * * leise klassische Musik *
Hey.
2023er Riesling?
Gute Wahl.
Du wirst auch noch so ein richtiger Mockwitz.
Ich bin so froh, dass du Lehrer bist.
Was? Wieso?
Wenigstens einer mit einem sicheren Einkommen,
wenn hier alles den Bach runtergeht.
Hey.
Ist alles gut bei dir? * Sie lacht kurz. *
Ja.
Weißt du, wie sehr ich das vermisst habe?
Komm schon. - Doch.
Einfach so. Ohne Druck.
* ruhige Musik *
Ich mache mir Sorgen.
Um Basti.
Jetzt kümmere dich lieber um dich selbst Tessa.
Das ist viel wichtiger.
Weißt du, das Ganze nimmt ihn ziemlich mit.
Ich weiß nicht, ob er das Gespräch mit Hyperkauf alleine hinkriegt.
* Er stöhnt. *
Ja, das ist jetzt wichtig.
Ich überlege, ob ich den Arzttermin verschiebe. - Nein.
Hast du Zeit? Kannst du ihn begleiten?
Dein Vater kann mich eh nicht leiden.
Jetzt soll ich auch noch sein Heiligtum verkloppen?
Dann bin ich der Nächste, der tot im Gärkeller liegt.
Das ist nicht witzig.
Es geht nicht um Hans. Der hat hier eh nichts mehr zu sagen.
Aber ich finde, das ist was, was man nicht alleine macht.
Zu zweit ist man auch immer stärker.
Bitte.
(Florian) Ein besorgter Bürger.
(Doro) Das haben wir im Mülleimer des Mordopfers gefunden. - Mhm.
War offenbar als anonymes Schreiben an uns gerichtet.
Ergibt einen Anfangsverdacht gegen die Familie Mockwitz.
Die Mockwitz' haben Weine auf dem Schwarzmarkt vertickt?
Wir müssen prüfen, ob sich das bestätigt.
Dann er hat er dieses Schreiben verfasst,
die Mockwitz' damit konfrontiert.
So nach dem Motto: Entweder Deal, oder ich informiere den Zoll.
(Doro) Also Erpressung.
Das da ist ein glasklares Mordmotiv.
(Florian) Und jetzt? - Wie, und jetzt?
Na ja, wir wollen euch damit nicht in die Quere kommen.
370 AO, ist euer Bereich.
(Nico) Dann schicken wir mal ein paar Kollegen vorbei.
Ja, Chef.
* spannungsvolle Musik *
Guten Abend. Ich habe einen Durchsuchungsbeschluss für Sie.
(Polizist 1) Schwarzriesling. - (Polizist 2) Ja.
Okay. Wie viel hast du?
Zehn. - Passt.
Perfekt.
Vorsicht mit der. Das ist ein Monatsgehalt von dir.
Fünf Stück.
Sollten zwei mehr sein, sieben. Fehlen zwei.
Und das sind zwei Monatsgehälter.
Davon fehlen mindestens sieben Flaschen.
Drei, eins.
Mann, Mann, Mann, Mann.
Du sagst es. Sie ist definitiv zu weit gegangen.
Mag sein.
Die Schule hat angerufen. Noch so 'ne Nummer, und sie fliegt.
Eine Verwarnung? Deswegen?
Ja. Und zum Ausflug darf sie auch nicht mit.
Scheiße. Die freut sich so drauf.
Und Larissa? - Larissa darf natürlich mit.
Das geht so nicht.
Ja, aber was willst du machen? - In der Schule anrufen.
Es ist nicht okay, auf Kleineren rumzuhacken. Hat Lukas erzählt.
Ja, aber er muss auch mal lernen, sich selber zu wehren. - Aha.
Aha.
Du willst sie jetzt einfach laufen lassen?
Nee, natürlich nicht. Wir dürfen das nicht einfach schlucken.
Ja, werden wir auch nicht. Ich kümmere mich.
Bring aber niemanden um.
* dynamische Synthesizerklänge *
* Möwenkreischen *
* gefühlvolle Synthesizermusik mit sanftem Gesang *
* Musik läuft weiter. *
* Musik läuft weiter. *
* Er hustet. *
* Musik läuft weiter. *
* Musik läuft weiter. *
* Musik verklingt langsam. *
* Stimmengewirr * * Telefonklingeln *
Hallo. - Hallo.
Guten Tag. - Guten Tag.
Hallo.
Schön, dass das so kurzfristig geklappt hat.
Der letzte Versuch, eine Geschäftsbeziehung
zu Mockwitz aufzunehmen, nahm leider kein so gutes Ende.
Ja, wir sind auch sehr schockiert,
dass so was auf unserem Hof passieren kann.
Ich dachte jedenfalls, dass das kein würdevoller Abschluss ist.
Deshalb habe ich mich entschieden, das Gespräch noch mal aufzunehmen.
Also wir sind grundsätzlich offen.
Wenn Mockwitz für Sie von so großem Interesse ist.
Allerdings.
Mit den Null-Prozent-Weinen liegen Sie voll im Trend.
Die Leute wollen gesundheitsbewusst genießen.
Lange fit sein. Das passt zu unserer neuen Wertigkeit.
Das wollen wir. Und natürlich den Namen.
Für uns ist vor allem ein verlässliches Preisniveau wichtig.
Drei Euro pro Liter. - Für Wein ohne Alkohol?
Das zahlen unsere Kunden ja noch nicht mal für richtigen Wein.
Na ja, wir können vielleicht noch fünf Prozent runtergehen.
Dann müssen wir kalkulieren.
Also von unserer Seite sind maximal 1,80 Euro drin.
Sie wissen ganz genau, dass die Herstellung teuer ist, aufwendig.
Wie sollen denn 1,80 Euro wirtschaftlich für uns sein?
Das ist jetzt, um ehrlich zu sein, aber Ihr Problem.
Und wenn wir das runterskalieren zu einem vernünftigen Preis,
und Sie machen mal so was wie eine Aktionswoche draus?
Wenn Sie in der Realität angekommen sind,
dürfen Sie sich gern bei mir melden.
* Er hustet. *
(Gregor) Der Todeszeitpunkt müsste gegen acht Uhr gewesen sein.
Das deckt sich mit Sarahs Erkenntnissen.
Hat der DNA-Schnellabgleich mit dem mutmaßlichen Fremdblut was ergeben?
Da gab es eine Übereinstimmung. Mit Sebastian Mockwitz.
Sebastian Mockwitz hat den gefunden.
Er hat seinen Puls gefühlt und den Tod festgestellt.
Deswegen sind von ihm überall DNA-Spuren und Fingerabdrücke.
Ja, aber Blut? - Dazu hat er nichts gesagt.
Ich kläre das mal ab. - Danke.
Ein Versuch war es wert.
Wir lassen uns von denen nicht kaputtmachen.
Das machen wir schon selber.
* Handy summt. *
Mockwitz? - (Doro) "Herr Mockwitz.
Beitinger, Kripo Überlingen. Haben Sie einen Moment?"
"Um was geht's?"
Wir haben an der Leiche von Urs Stalder Fremdblutspuren gefunden.
"Und das ist Ihr Blut."
Können Sie das erklären? - "Ja."
Nasenbluten. - "Nasenbluten?"
Hab ich vergessen zu erwähnen. Das war vielleicht blöd.
Als ich den Toten gefunden habe, hatte ich ein bisschen Nasenbluten.
Ich habe trockene Schleimhäute. Da kommt das vor. - "Okay."
Verstehe, danke. - "Bei Fragen rufen Sie wieder an."
Ist alles gut? - Ja.
(Gregor) Nasenbluten.
Ja, angeblich. - Kann schon sein.
Diese leicht schleimige Beimengung
könnte dann Nasensekret sein.
(Chiara) Ich weiß nicht.
Vorschlag: Ich untersuche das Blut noch mal genauer.
Ja. Danke.
* Möwenkreischen *
(Florian) Wie es aussieht, wurden systematisch
hochpreisige Weine aus der Reserve
unversteuert an Weinliebhaber in der Schweiz verkauft.
Etwa 400 Flaschen in den letzten sechs Monaten.
32.000 Euro Umsatz, also über 5.000 im Monat.
Weil sich die Käufer strafbar machen, halten alle die Klappe.
Ich würde es genauso machen. - (Chiara) 5.000 im Monat?
Das hilft natürlich, die Kreditraten zu tilgen.
Aber müsste das nicht dem Finanzamt auffallen?
Nö. Bei kreativer Buchhaltung nicht unbedingt.
Aber das reicht dicke für eine Anzeige wegen Hehlerei.
Hier. - Ich hab hier auch noch was. Hier.
Den habe ich unter den Belegen gefunden.
Für mich ist das ein Essen von zwei Personen.
Matadore. Eine Systemgastro in der Nähe der Hyperkauf-Zentrale.
Am Abend vorm Mord.
(Chiara) Die Bedienung des Matadore erinnert sich an die Gäste.
Die Beschreibung passt genau auf Urs Stalder und Tessa Mockwitz.
(Doro) Tessa Mockwitz lügt ganz schön viel.
* Stimmengewirr *
* Polizeisirene *
(Chiara) Sie wissen, warum Sie hier sind?
Ich nehme an, es hat mit der Zolluntersuchung zu tun.
Sie stehen unter Mordverdacht. - Bitte, was?
Das Telefonat war nicht Ihr letzter Kontakt zu Stalder.
Sie haben sich mit ihm im Matadore getroffen.
Die Bedienung erinnerte sich an Sie.
Sie haben wohl sehr heftig diskutiert.
Mein Vater hat Mist gebaut, nicht ich.
Aber Sie haben die Sache in die Hand genommen, stimmt's?
"Worüber haben Sie im Matadore so heftig diskutiert?"
Haben Sie Urs Stalder umgebracht, weil er Sie erpresst hat?
Weil er Sie zu einem Deal drängen wollte?
Sie haben kein Alibi, Frau Mockwitz.
Und Sie haben ein Motiv.
Ich möchte auf den Anwalt warten.
Gut. - Ja.
Wir informieren ihn.
* Chiara seufzt. * Sie will nichts sagen.
Das ist ihr gutes Recht.
Darf ich? - Klar.
(Chiara) Möchten Sie?
Danke.
* Handy summt. *
Ja? Ist der Anwalt da?
Der Bruder?
Der will was?
(Sebastian) Ich möchte ein Geständnis ablegen.
Ich zeichne unser Gespräch auf.
Sind Sie damit einverstanden, Herr Sebastian Mockwitz? - Ja.
Gut, dann wiederholen Sie bitte, was Sie gesagt haben.
Ich, Sebastian Mockwitz ...
habe Urs Stalder getötet.
(Chiara) Und wie haben Sie es getan?
Ich bin nachts aufgestanden und bin runter in den Keller.
Da habe ich als Erstes die Detektoren ausgeschaltet.
Dann habe ich vom großen Gärtank das Ventil aufgedreht.
Und wie viel Uhr war das?
Irgendwas zwischen zwei und drei Uhr nachts.
Woher wussten Sie, dass Urs Stalder in den Keller gehen würde?
Tessa hatte mir erzählt,
dass er am nächsten Morgen die Anlage angucken wollte.
Und zehn war er dann da, und ich habe ihm eine Führung angeboten.
Und als wir dann unten waren ...
da hab ich ihn gepackt und auf den Boden gedrückt.
Weil da die Konzentration am höchsten ist.
Dabei hat er sich gewehrt und muss meine Nase erwischt haben.
Und so kam wahrscheinlich auch das Blut dahin.
Und als er dann bewusstlos war,
bin ich hochgegangen ...
und hab einfach gewartet, bis er tot ist.
* Er seufzt. *
Später bin ich dann wieder runter. Aber ... den Rest kennen Sie ja.
* Er atmet tief durch. *
Er kann von Tessa wissen, wann die Detektoren manipuliert wurden,
weil ich sie nach ihrem Alibi fragte.
Aber die Detektoren wurden nicht, wie er sagt, abgeschaltet,
sondern manipuliert.
Auch zeitlich geht das Geständnis vorne und hinten nicht zusammen.
Laut Eisen war Stalder um zehn Uhr schon zwei Stunden tot.
Er war es nicht. - Nein.
(Schlegel) Das heißt,
Hans verkauft schwarz teure Weine, um den Kredit zu bedienen.
Stalder findet das heraus, erpresst ihn damit.
Seine Tochter regelt das für ihn und bringt Stalder um.
Was allerdings sein Sohn unbedingt vertuschen will,
weshalb er ein falsches Geständnis ablegt?
Habe ich das richtig zusammengefasst?
Mhm. - Ja.
(Schlegel) Ja ... Wir müssen sie gehen lassen.
Beide. Gegen Tessa haben wir nicht genügend in der Hand.
Und gegen den Bruder könnten wir U-Haft beantragen.
Aber wen haben wir dann? Den Falschen.
Ich glaub, die ist schwanger.
Tessa Mockwitz?
Wie kommst du darauf?
Die hat den Camembert vom Brot runtergemacht.
Schwangere sollen Rohmilchkäse meiden.
Gefahr von Listerien.
Vielleicht mag sie einfach keinen Weichkäse.
Die Weinleute essen doch alle Käse.
* Handy summt. *
Hallo, Herr Eisen.
Okay, alles klar. Wir kommen sofort.
Ich habe die Fremdblutspuren noch mal genauer untersucht
und mir die DNA weiter sequenzieren lassen.
Und siehe da: zwei Genome.
Zwei? - Ja.
Wie geht so was?
Stammzelltransplantation.
Wahrscheinlich hatte Herr Mockwitz mal eine schwere Krankheit.
Die Stammzellspende hat ihn gerettet.
Und wer war der Spender?
Seine Schwester.
Sie hat ihn gerettet, und jetzt rettet er sie.
Sie steht unter dringendem Tatverdacht,
und jetzt hat Sebastian Mockwitz ein falsches Geständnis abgelegt.
Ich überschreite meinen Zuständigkeitsbereich hier etwas.
Das Blutbild von Herrn Mockwitz ist besorgniserregend.
Extrem niedrige Thrombozyten.
Das heißt was?
Niedrige Thrombozyten, Nasenbluten. Das ist immer ein Warnsignal.
Der Mann ist womöglich schwer krank.
Ich bin Gerichtsmediziner. Mich geht die Gesundheit nichts an.
Sollte er das nicht wissen, um reagieren zu können?
Und was, wenn er es längst weiß
und sich vor Tessa in die Bresche wirft,
weil er eh nichts mehr zu verlieren hat?
Dann müsste es in der Krankenakte stehen
und sein Hausarzt im Bilde sein.
Aber das unterliegt natürlich alles der ärztlichen Schweigepflicht.
Wir müssen rausfinden, was mit Sebastian Mockwitz los ist.
"Gefahr in Verzug."
Färbst schon auf mich ab.
Ich schreib der Staatsanwaltschaft, dass wir Aktenansicht brauchen.
* Doro seufzt. *
Seltsam.
Beim Betreten des Matadore
hat Tessa Mockwitz ein auffälliges Tuch um.
Beim Verlassen des Restaurants nicht mehr.
Vielleicht hat sie es da liegen lassen.
Nein, ich hab das irgendwo gesehen.
Ich meine, das war in der Garderobe im Weingut.
Oder irre ich mich jetzt total?
Dann gehst du dem morgen nach.
Ich kümmere mich um Sebastian Mockwitz.
* spannungsvolle Musik *
* Musik läuft weiter. *
* Klingel ertönt. *
Hallo, Frau Mockwitz. Ich habe eine kleine Frage an Sie.
Die werde ich Ihnen aber ohne meinen Anwalt nicht beantworten.
Woher ...
In der Stube, an der Garderobe.
Als Sie zu dem Treffen mit Urs Stalder gingen,
hatten Sie dieses Tuch um, beim Verlassen des Lokals nicht mehr.
Wie kommt es dann zum Weingut?
Ich dachte, ich frage mal.
Vielleicht gibt es eine einfache Erklärung.
Einen Versuch war es wert. Schönen Tag.
* spannungsvolle Musik *
Ja, Herr Vogel, das verstehe ich.
Aber Sie müssen mir nichts erzählen über effektive Strafmaßnahmen.
Ich verdiene so meinen Lebensunterhalt.
Ich kann nur sagen, Hannah tut es wahnsinnig leid.
Sie ist am Boden zerstört. Sie wird es nie wieder tun.
Aber ich glaube,
dass Ausgrenzung nicht das Mittel der Wahl sein kann.
Gerade heute nicht.
Ich muss jetzt in den nächsten Termin. Ich melde mich noch mal.
* temporeiche Musik *
* Musik läuft weiter. *
Hast du mein Tuch im Fasskeller gefunden und es dort weggenommen?
(Tessa) Glaubst du, dass ich den umgebracht habe?
Basti, traust du mir das wirklich zu?
Du hast gesagt, dass du das erledigst.
Ja! Aber ich hab doch mit dem Mord nichts zu tun.
* Sie zischt wütend. *
Ich brauche niemanden, der mich beschützt, okay?
Okay.
Lieber wär's mir, wenn du mal sagen könntest,
was an dem Morgen wirklich passiert ist.
Was meinst du? * Handy summt. *
Basti, du läufst normalerweise präzise wie ein Uhrwerk.
Dein Tag ist so durchgetaktet. Du bist immer der Erste im Fasskeller.
Du bist der Einzige, der weiß, wie die Detektoren funktionieren.
Um acht Uhr checkst du die Anlagen, um elf war die Polizei da.
Was ist in der Zwischenzeit passiert?
Ich war spät dran. - Nein, das glaube ich dir nicht.
Dann glaubst du es mir eben nicht.
Was ist denn hier los?
(Chiara) "Hey, Doro."
Gefahr im Verzug wurde stattgegeben.
Ich bekam Einblick in die digitale Patientenakte.
Sebastian Mockwitz hat eine Fanconi-Anämie.
"Fanconi-Anämie"?
Nie gehört. - "Ich auch nicht.
Das ist eine sehr seltene genetische Multisystemstörung."
Die Betroffenen haben ein sehr hohes Risiko für hämatologische ...
Wie bitte? Chiara? Chiara? - "Doro?"
Ey, Scheißnetz. - "Doro?"
Sag das noch mal. - "Eine schwere Krankheit."
Mit einem sehr hohen Risiko für hämatologische Tumore.
"Sebastian Mockwitz hatte in seiner Kindheit ein MDS."
Myelodysplastisches Syndrom.
Das konnte dank einer Stammzelltransplantation
von seiner Schwester geheilt werden.
So viele Jahre später der Rückfall? - "Ja.
Die Anämie ist wieder da. Und mit ihr eine Leukämie."
Lebensrettend wäre eine Stammzelltransplantation von ihr.
Sebastian war am Morgen des Mordes um acht Uhr bei seinem Arzt.
Deshalb hat er gelogen. - "Wie meinst du das?"
Ich habe gerade Tessa und Sebastian belauscht.
"Normalerweise geht er jeden Morgen um Punkt acht in den Gärkeller.
An dem Morgen, wahrscheinlich wegen des Arzttermins, etwas später."
Und das Tuch? - "Hab ich. Das war im Weingut."
Sebastian hat es bei dem Toten gefunden und dann an sich genommen.
Vielleicht hat Tessa das Tuch in Matadore liegen lassen.
"Und Urs Stalder wollte es am Weingut vorbeibringen."
Unabgesprochen.
Was, wenn Tessa wirklich nicht wusste, dass er kommt?
Was, wenn es keiner wusste?
Scheiße. - "Ja. Dann war Urs Stalder ein Zufallsopfer."
Und eigentlich sollte Sebastian Mockwitz sterben.
Aber warum tötet man einen Todkranken?
Und wenn Tessa wirklich schwanger ist?
Dann wäre sie für eine Stammzellspende raus.
"Oder sie bricht die Schwangerschaft ab."
Und entscheidet sich für ihren Bruder. - "Fuck."
Fuck.
Diese Entscheidung würde ich nicht treffen wollen.
Vielleicht wollte es ihr ja jemand abnehmen.
Indem er Sebastian im Gärkeller sterben lässt. Okay.
Wir schauen uns bei Tessa Mockwitz und Matthias Glasser zu Hause um.
Durchsuchungsbeschluss?
Bin schon unterwegs. - Okay. Bis gleich.
Frau Mockwitz. Die Polizei.
Wir haben einen Durchsuchungsbeschluss.
Würden Sie mal zu mir rauskommen?
Wir würden das Schriftliche machen.
Ich brauche von Ihnen eine Unterschrift.
(Tessa) Hier? - Ja.
* geheimnisvolle Musik *
Chiara.
Sie müsste in der 10. Woche sein. - Du hattest recht.
Und der Schrank ist voll mit Zeug für eine Kinderwunschbehandlung.
Das ist kein Spaß. Ich kenne Paare, die gehen daran zugrunde.
Tessa und Matthias kriegen endlich das, wofür sie so lange kämpften.
Und dann droht Sebastians Rückfall, alles zu zerstören.
* spannungsvolle Musik *
083247.
Chiara?
Der Zugangscode, von dem Sarah gesprochen hat.
Matthias Glasser muss von Sebastians Rückfall erfahren haben.
Und wollte sein ungeborenes Kind schützen.
Wir haben ihn.
* beunruhigende Musik *
Hi.
Ich hätte es dir nicht erzählen sollen.
Wovon redest du? - Ich rede von dem Rückfall.
Tessa ist schwanger, richtig?
Herzlichen Glückwunsch.
Seid ihr jetzt wieder glücklich?
Sind wir.
Du hättest alles wieder kaputtgemacht.
Du glaubst gar nicht, wie hart das für uns war.
Dein Vater macht Druck, weil ich Tessa nicht glücklich mache.
Die Familie steht über allem, oder? Bei den Mockwitz'?
Du glaubst tatsächlich, Tessa hätte für mich abgetrieben.
Natürlich hätte sie das.
Du bist ihr doch viel mehr wert als ich.
Und deswegen wolltest du mich umbringen.
* dramatische Musik *
Es tut mir leid.
* Er lässt die Stange fallen. *
Fick dich.
* Sebastian stöhnt. *
Haben Sie Matthias Glasser gesehen?
Nein.
Wir brauchen eine Lokalisierung von Glassers Handy. Schnell.
Sein Fahrrad ist da.
Okay, danke trotzdem.
Sein Handy ist offline oder aus.
Im Keller war kein Empfang.
* Matthias ächzt und stöhnt. *
* mechanisches Surren *
* spannungsvolle Musik *
* lautlos *
* unheilvolle Musik *
* Matthias atmet schwer. *
Keine Sorge. Tessa wird denken, du hast es für sie getan.
* Drahtseil klackt und surrt. *
* Sebastian stöhnt. *
* Schrei *
* Würglaute *
* temporeiche Musik *
Hände hoch! * Er stöhnt. *
* Drahtseil surrt. * * Sebastian stöhnt. *
Okay, okay. Alles gut. * Er keucht. *
* Er hustet und ringt nach Luft. *
* Er keucht und hustet stark. *
Fuck!
Ich rufe einen Rettungswagen.
Basti.
Alles wird gut.
* sanfte Musik *
Danke.
Mama. * Doro lacht. *
Ich darf mit zum Ausflug. Danke. Du bist die Beste.
Reicht, oder? - Reicht.
Kommst du mit zum Essen? Wir machen Pizza.
Pizza? Boah.
Ist es ein Ja? - Ja.
Ich liebe Pizza.
* Musik läuft weiter. * * Sie seufzt. *
* Musik läuft weiter. *
Untertitel im Auftrag des ZDF, 2026
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