Afrikaans
Akan
Albanian
Amharic
Arabic
Armenian
Azerbaijani
Basque
Belarusian
Bemba
Bengali
Bihari
Bosnian
Breton
Bulgarian
Cambodian
Catalan
Cebuano
Cherokee
Chichewa
Chinese (Simplified)
Chinese (Traditional)
Corsican
Croatian
Czech
Danish
English
Esperanto
Estonian
Ewe
Faroese
Filipino
Finnish
French
Frisian
Ga
Galician
Georgian
German
Greek
Guarani
Gujarati
Haitian Creole
Hausa
Hawaiian
Hebrew
Hindi
Hmong
Hungarian
Icelandic
Igbo
Indonesian
Interlingua
Irish
Italian
Japanese
Javanese
Kannada
Kazakh
Kinyarwanda
Kirundi
Kongo
Korean
Krio (Sierra Leone)
Kurdish
Kurdish (Soranî)
Kyrgyz
Laothian
Latin
Latvian
Lingala
Lithuanian
Lozi
Luganda
Luo
Luxembourgish
Macedonian
Malagasy
Malay
Malayalam
Maltese
Maori
Marathi
Mauritian Creole
Moldavian
Mongolian
Myanmar (Burmese)
Montenegrin
Nepali
Nigerian Pidgin
Northern Sotho
Norwegian
Norwegian (Nynorsk)
Occitan
Oriya
Oromo
Pashto
Persian
Polish
Portuguese (Brazil)
Portuguese (Portugal)
Punjabi
Quechua
Romanian
Romansh
Runyakitara
Russian
Samoan
Scots Gaelic
Serbian
Serbo-Croatian
Sesotho
Setswana
Seychellois Creole
Shona
Sindhi
Sinhalese
Slovak
Slovenian
Somali
Spanish
Spanish (Latin American)
Sundanese
Swahili
Swedish
Tajik
Tamil
Tatar
Telugu
Thai
Tigrinya
Tonga
Tshiluba
Tumbuka
Turkish
Turkmen
Twi
Uighur
Ukrainian
Urdu
Uzbek
Vietnamese
Welsh
Wolof
Xhosa
Yiddish
Yoruba
Zulu
* düstere Musik *
* weiter düstere Musik *
* bedrohliche Musik *
* tragische Musik *
* weiter tragische Musik *
* "Cannonball" von The Breeders *
* lebendige Rockmusik *
Boah, Lukas!
* energiegeladene Rockmusik *
* Handy klingelt. *
Beitinger?
(Mann) "Hey, Doro, willkommen zurück."
Danke.
"Wir haben eine Leiche zwischen Strandbad und Hafen."
(zögerlich) Nee, oder? - "Doch."
Ähm ...
Ja. Ja, ich komme.
* ruhige Musik *
* bedrückte Musik *
Morgen, Doro.
Morgen.
Was für ein erster Tag für dich.
Und, was haben wir?
Das ist meine Leiche.
Wie kommen Sie darauf?
* Sie seufzt. *
Kriminaloberkommissarin Dorothee Beitinger.
Kripo Überlingen. Ich kriege heute meinen neuen.
Kriminalhauptkommissarin Locatelli.
Ich bin Ihre neue Chefin.
Ah.
* Sie seufzt. *
Halbe-halbe?
"Halbe-halbe"?
Anwohner haben heute um 5:30 Uhr den Brand bemerkt
und die Feuerwehr gerufen.
Guten Morgen. Gregor Eisen, Gerichtsmedizin.
Locatelli. Auf eine gute Zusammenarbeit.
Macht man das hier so?
(Gregor) "Man"? - Na ja ...
Den traditionellen Sommerfunken, ja.
Frauen für sämtliches Unheil verantwortlich machen
und als Hexen auf dem Scheiterhaufen verbrennen?
Normalerweise nein. - (Locatelli) Beruhigend.
Ist es denn eine? - Frau? Ja.
Die Färbung der Schleimhäute deutet darauf hin,
dass sie schon tot war, als sie verbrannt wurde.
Aber mit Sicherheit kann ich das erst sagen,
wenn ich sie auf dem Tisch hatte.
Wurde sonst noch irgendwas in der Brandstelle gefunden?
Handy, Schmuck, persönliche Gegenstände?
(Frau) Leider nichts.
Die gesamte Umgebung muss abgesucht werden, auch das Wasser.
(Locatelli) Ich hatte schon Angst. - Wovor?
Dass ich hier nur wegen vermisster Milchkühe ermittle.
Je schneller wir die Identität klären,
desto schneller finden wir den tatsächlichen Tatort.
Gibt's Vermisstenmeldungen, die uns weiterbringen können?
Nicht, dass ich wüsste.
(Locatelli) Würden Sie mich mitnehmen?
Danke.
Einfach auf dem Boden. Ist so eine Art rollender Biomülleimer.
Das ist nicht bio.
* Quietschen *
Entschuldigung, ich habe Kinder.
Muss man sich dafür entschuldigen?
Kommt wahrscheinlich auf die Kinder an.
* bedrückte Musik *
(Locatelli) Hallo.
(Mann) Wo ist er denn? - Wer?
Der Kuchen. Erster Tag? Hm?
Kriminalhauptkommissarin Locatelli, willkommen am Bodensee.
Stefan Schlegel. - Freut mich sehr.
Und ich mich erst.
Endlich schließe ich die Personaldecke
mit einer neuen Kriminalhauptkommissarin
und einer vielversprechenden Nachwuchskraft,
die mich schlappe 15 Jahre auf ihre Rückkehr hat warten lassen.
15? - Ja.
Kommen Sie mir bloß nicht auf die Idee, Kinder zu bekommen.
Ja, eine pflegebedürftige Mutter on top ist auch nicht zu empfehlen.
Sie haben vom Leichenfund gehört? - Allerdings.
Was ist das? Ein Ritualmord zur Haupttouristenzeit?
Klären Sie das geräuschlos.
Keine gruseligen Details an die Öffentlichkeit.
Schon allein aus ... - Ermittlungstaktischen Gründen.
Also gut. Wenn Sie nichts mehr brauchen, um loszulegen, dann ...
Dienstwagen?
Dienstwagen.
Gleiches Büro wie früher?
Ja, gleiches Büro. Ja, und Dienstwagen.
Ist da lang.
(Locatelli) Gestern spät nachts
wurde eine Frau von ihrem Ehemann vermisst gemeldet.
Julia Spranger. Sagt Ihnen der Name was?
(verneinend) M-hm.
Uferklinik.
"Schönheit beginnt mit Vertrauen." Versteh ich nicht.
Hier, Dr. med. Julia Spranger, Klinikleitung.
Fachärztin für ästhetische und rekonstruktive Chirurgie.
Uferklinik.
* bedrückte Musik *
Doro!
Florian!
Du bist also wieder dabei? - Ja.
Wie geht's dir?
Joa, muss.
Ach, Scheiße, ich hab's gehört. Siehst du wenigstens die Kinder?
Ja, ja.
Das ist Nico. - Hi.
Doro. - Freut mich.
Das ist Kriminalhauptkommissarin Chiara Locatelli.
Meine neue Chefin. - Freut mich.
Florian. - (Locatelli) Freut mich. Hallo.
* Handy klingelt. * Entschuldigung.
Erster Tag, erster Mordfall. So schnell kann's gehen.
Bis dann. - (Florian) Ja.
Keine Chance.
Hä?
Ja, vielen Dank für die Info. Bis später.
Das war Gregor Eisen. - Aus der Rechtsmedizin?
Ja, der zahnmedizinische Abgleich war positiv.
Es handelt sich um Dr. Julia Spranger.
Sagen Sie, hatten Sie eben
den Namen der Vermissten schon gemeldet?
Ja.
* angespannte Musik *
* Quietschen *
* ruhige Musik *
Was kostet hier so was?
In der Lage? Eine Eins und sehr viele Nullen.
* helles Motorbrummen *
(Mann) Hallo, kann ich Ihnen helfen?
Guten Tag. - (Locatelli) Guten Tag.
Kriminalhauptkommissarin Locatelli, Polizeidirektion Überlingen.
Beitinger. - Hallo.
(Locatelli) Sind Sie Udo Spranger? - Mhm.
Haben Sie Julia gefunden?
Wollen wir vielleicht reingehen?
(Locatelli) Wir schicken Ihnen gerne die Notfallseelsorge.
(verneinend) M-hm.
Was ...
Was ist denn passiert?
Wir müssen von einem Gewaltverbrechen ausgehen.
* Er schluchzt. * Okay.
(Locatelli) Können Sie uns schildern,
was gestern passiert ist?
Wann der letzte Kontakt war?
Sie war den ganzen Tag in der Klinik.
Und abends waren wir noch zum Essen verabredet, im Ray.
Aber dann hat sie mir kurzfristig abgesagt.
Mit welcher Begründung? - Warum?
(leise) Entschuldigung.
Sie meinte nur,
sie hat einen stressigen Tag in der Klinik gehabt.
Und für das Essen keinen Nerv.
Bei Ihnen lief's nicht so gut, oder?
Wir sind in Scheidung.
(Locatelli) Sie waren trotzdem zum Essen verabredet?
Ja.
Wir wollten ein paar Dinge klären. Auf neutralem Boden.
Um was sollte es denn gehen?
Termine, laufende Kosten, Versicherungen,
die noch gekündigt oder umgeschrieben werden müssen.
Was man halt so macht, wenn eine Ehe zu Ende geht.
(Beitinger) Was haben Sie stattdessen gemacht?
Ich war im Fitnessstudio,
und als ich um zehn hier ankam, war sie nicht da.
Um elf immer noch nicht.
Obwohl sie so spät eigentlich immer zu Hause war.
Ich hab sie angerufen, nicht erreicht.
In der Klinik war sie auch nicht.
Dann hab ich bei der Polizei angerufen
und sie vermisst gemeldet.
War sie mit dem Auto unterwegs? - M-hm. Mit dem Fahrrad.
Eigentlich wie immer, wenn das Wetter mitspielt.
Deswegen hab ich mir auch solche Sorgen gemacht.
Vielleicht hat sie einen Unfall gehabt oder ...
was ist denn jetzt genau passiert, hm?
* bedrückte Musik *
(Beitinger) In den Kartons war nur Herrenkleidung, also zieht er aus.
Wahrscheinlich gehört ihr das Haus. - Gehörte.
Klar, Beziehungen können grausam sein,
aber er hat jetzt auf mich nicht so gewirkt,
als wäre da Hass bei ihm.
Ich meine, die Ex-Frau verbrennen?
Vielleicht nicht unbedingt bei lebendigem Leib.
So was macht doch nur jemand, der gesehen werden will.
Oder der krank ist im Kopf.
Oder geschickt seine Spuren vernichten möchte.
Da ist so ein Scheiterhaufen in der Nähe wahnsinnig praktisch.
Es gibt einen großen See ganz in der Nähe. Der hätt's auch getan.
* Motor startet. *
* traurige Musik *
* Schluchzen *
(Frau) "Ja, bitte?"
Hast du jetzt, was du wolltest, ja?
Äh, sag mal, geht's noch? Worum geht's überhaupt?
Julia ist tot.
"Wie bitte?"
"Brennen soll sie."
Frau Beitinger?
Ja, keine Ahnung. Steht hier.
* angespannte Musik *
Einen Moment bitte. Frau Dr. Aksoy ist gleich bei Ihnen.
Danke.
Guten Tag. Dr. Aksoy. Stellvertretende Klinikleitung.
Beitinger. - Locatelli, Kripo Überlingen.
Können wir uns hier irgendwo ungestört unterhalten?
Kommen Sie mit.
Ist es wegen Julia?
Sie wissen schon von ihrem Tod?
Herr Spranger hat mich bereits informiert. Was ist denn passiert?
(Beitinger) Dazu sagen wir während der laufenden Ermittlungen nichts.
(Locatelli) Vor der Klinik steht eine Botschaft.
(Aksoy) Der Hausmeister hat ein paar Pflanzen davor gestellt.
Gestern, als wir geöffnet haben, stand es schon dort.
(Locatelli) Videoüberwachung? - Nein.
Sie wissen nicht, wer das gemacht hat und warum?
Nein.
Und Frau Dr. Spranger?
Zumindest nicht, dass ich wüsste.
Das war gestern
ein sehr nervenaufreibender Tag für uns alle.
Wir haben sehr anspruchsvolle Patientinnen aus aller Welt.
Die Außenwirkung der Klinik ist für uns das A und O.
Nehmen Sie bitte Platz.
Ist es dann so, dass Sie jetzt die Klinikleitung übernehmen?
Diese Frage steht gerade wirklich nicht an.
Wie war denn Ihr Verhältnis zu Frau Dr. Spranger?
Gut. Geschäftlich professionell.
Wir haben uns auf einem Kongress kennengelernt.
Julia war eher der verschlossene Typ.
Aber sie war sehr zielstrebig.
Und sehr ... genau.
"Genau" inwiefern?
Zum Beispiel hat sie sich immer wegen der gestiegenen Kosten
für Verbrauchsmaterial beschwert.
Beim Hersteller? - Nein, bei unserem Personal.
Aber ob nun ein paar sterile Kompressen oder Gummihandschuhe
mehr bestellt werden, ist bei den Summen,
mit denen wir hier hantieren, übertrieben.
War sie geizig?
Sie hatte die Kosten im Blick.
Also geizig.
Wissen Sie, ob das Fahrrad von Frau Spranger hier noch steht?
Ich hab schon geschaut.
Entschuldigung.
Dürfte ich vielleicht mal Ihre Toilette benutzen?
Aus der Tür raus links und dann die dritte Tür links.
* angespannte Musik *
* spannungsvolle Musik *
* Kamera klickt. *
* Kamera klickt. *
Also hatten Sie wenig Einblick in ihr Privatleben?
Ich wusste von der anstehenden Scheidung, aber mehr auch nicht.
Und wissen Sie, wann Frau Spranger gestern die Klinik verlassen hat?
Ich hatte gestern meinen kurzen Tag
und war am Mittag schon bei meinen Eltern in Nürtingen.
Fragen Sie doch unseren Assistenzarzt Timo Scholl.
Der stand Frau Spranger näher und war gestern länger da.
Schöne Klos.
Danke.
Ich hab die Sprangers vor Jahren im Segelclub kennengelernt.
Julia hat mich dann in ihre Klinik geholt.
Sie hat immer an mich geglaubt.
(Beitinger) Hat denn irgendjemand nicht an Sie geglaubt?
Warum?
Nur so.
Wir hatten sogar schon darüber gesprochen,
ob ich die Klinik später mal übernehme.
Tatsächlich? - (bejahend) Mhm.
Die Besten setzen sich durch.
Frau Aksoy wird irgendwann selbst zu alt sein.
Herr Scholl, wissen Sie,
wann Frau Spranger gestern die Klinik verlassen hat?
Kurz nach sechs Uhr.
Sie, ich und die ...
Die ... Tanja vom Empfang, wir waren die Letzten.
Wir sind dann zusammen raus.
(Locatelli) Was hatten Sie gestern für einen Eindruck von ihr?
Hat sie irgendwas erzählt? War irgendwas ungewöhnlich?
Sie war wegen der Schmiererei in Aufregung.
Also, sie war komplett durch den Wind.
Eigentlich war sie mit Udo verabredet,
aber das hat sie dann abgesagt.
Es war wohl einfach zu viel.
(Locatelli) Hat sie Ihnen gegenüber einen Verdacht geäußert,
wer dahinter stecken könnte?
Ich weiß es nicht.
Sie hat nur "sie regelt das mit dem" gesagt.
"Mit dem"?
Ich glaube, sie hatte Angst.
"Vor dem".
* angespannte Musik * * Kamera klickt. *
* Sie erschrickt. *
* aufgewühlte Musik *
Hello? It's me.
Elena.
* aufgewühlte Musik *
At the hospital.
Okay, sorry. Sorry.
Hatte sie mit dir noch mal geredet?
Nein.
Mit dir denn?
"Gegenstand dieses Vertrages ist die Veräußerung sämtlicher Anteile
beziehungsweise Vermögenswerte der Uferklinik."
Verkäuferin Dr. Julia Spranger, Käuferin Dr. Gülay Aksoy.
Das ist als Indiz absolut unbrauchbar.
Sie können nicht ohne konkreten Tatverdacht
in anderer Leute Sachen schnüffeln.
Das Datum? Neben der Unterschrift?
Das war letzte Woche.
Gülay Aksoy unterzeichnet, Julia Spranger nicht.
Sie löschen das jetzt. Sofort.
Und jetzt?
Jetzt überlegen wir, was das bedeutet.
Also, das Ehepaar Spranger will sich scheiden lassen.
Aber Julia Spranger will vorher ihre Schönheitsklinik
zu einem mehr oder weniger symbolischen Betrag
an ihre Kollegin übertragen, weil ...
Sie ihr Vermögen nach unten drücken will.
In der Ehe gilt das Prinzip der Zugewinngemeinschaft.
Heißt, im Fall einer Scheidung wird das,
was die beiden erwirtschaftet haben während der Ehe,
in einen Topf geschmissen und durch zwei geteilt.
So eine Klinik kann man nicht in der Mitte durchschneiden.
Deswegen würde die verkauft werden und das Geld aufgeteilt.
Dieses ganze Verkaufsmanöver gilt nur dem Zweck,
die Klinik aus der Scheidungsmasse herauszuhalten.
Genug Stoff für Streit und Hass.
* bedrückte Musik *
Spranger ...
Spranger, Spranger ...
Spranger, Spranger, Spranger, Spranger ...
Spranger ...
* Er summt eine Melodie. *
Spranger.
* Rockmusik erklingt leise. *
* Musik wird lauter. *
* "Pretend We're Dead" von L7 *
* energiegeladene Rockmusik *
* Musik dringt aus ihren Ohrhörern. *
So, ihr Lieben. Ich hab die Abfrage vom Mobilfunkanbieter.
Aber erst mal herzlich willkommen zurück, Doro.
Schön, dass du wieder da bist. - Danke.
From Sarah with love. Hi. Entschuldigung, ich bin Sarah.
Hallo, Locat ... Ähm, Chiara. - Freut mich.
Spranger war seit acht Uhr morgens in einer Funkzelle eingeloggt.
Die Funkzelle, in der auch die Schönheitsklinik liegt.
Letzter aktiver Anruf übers Mobilfunknetz
war um 17:42 Uhr.
17:42 Uhr mit dem Ehemann.
Da hat sie das Abendessen abgesagt und die Klinik verlassen.
Danach zeigen die Logs nur noch Low Traffic.
Keine App-Zugriffe, keine nennenswerten Transfers,
Datenaktivität gen null.
Das heißt, das Handy wurde wenig
oder wahrscheinlich gar nicht mehr genutzt, also ...
Hier, genau 22:13 Uhr verliert sich dann das Signal.
Das Feuer wurde um 5:30 Uhr gemeldet.
Da kann es noch nicht allzu lange gebrannt haben.
22:13 Uhr der Todeszeitpunkt?
Vielleicht. Da müsst ihr Gregor fragen.
Von mir erfahrt ihr nur den Todeszeitpunkt vom Handy.
Ich weiß, was ich an Duisburg geschätzt hab.
Dass an jeder dritten Laterne ein Funkmast ist.
Willkommen am Bodensee.
Okay, also dieser komplette Bereich hier
muss von den Kollegen abgesucht werden.
Die Privatadresse der Sprangers ist aber nicht mehr in der Funkzelle.
Na, immerhin. - (Sarah) Vielleicht noch was.
Die Spranger hatte in den letzten Monaten
auffällig viel Kontakt mit einer bestimmten Nummer,
und die gehörte einem gewissen Jonas Hinz.
Jonas Hinz? - Mhm.
Danke.
Waren das jetzt wirklich 15 Jahre?
Mhm.
Respekt.
Jetzt können wir endlich wieder vernünftig Feierabend machen.
Du hast hier ganz schön gefehlt, Doro.
Bis später.
Ihr mir auch.
* sanfte Musik *
(Chiara) Wollen wir uns eigentlich auch duzen?
(Doro) Okay.
(Chiara) Jonas Hinz?
Dr. Jonas Hinz, ja. Hallo.
Kriminalhauptkommissarin Locatelli, meine Kollegin Beitinger.
Oh, okay! Wie kommt's, dass ich
von zwei so gut aussehenden Polizistinnen aufgehalten werde?
Ähm ...
Kennen Sie diese Frau?
Ja, das ist Dr. Julia Spranger, Leiterin der Uferklinik.
Und was haben Sie mit ihr zu tun?
Ich bin Anästhesist.
Ich habe mit vielen Einrichtungen und Ärzten in der Gegend zu tun,
auch mit Frau Dr. Spranger.
Hm. Frau Dr. Sprangers Klinik hat aber nur ambulanten Betrieb
und außerdem am Wochenende geschlossen.
Könnten Sie mir kurz erklären, wie die 58 Anrufe an Wochenenden
zustande kommen, allein in den letzten acht Wochen?
Was wollen Sie jetzt genau von mir?
Wieso muss ich Ihnen Rechenschaft über mein Privatleben ablegen?
Privat?
Wir müssen Ihnen leider mitteilen, dass Frau Spranger verstorben ist.
Wir ermitteln in einem Gewaltverbrechen.
* ergriffene Musik *
Was?
Ähm, wollen Sie sich vielleicht setzen?
Wir haben uns gestern noch getroffen.
Sie war eigentlich mit ihrem Mann verabredet, aber dann ...
stand ihr der Sinn doch nach was anderem.
Alles klar.
Nichts ist klar. Was haben Sie gemacht?
Sex.
Wir wollten unsere Beziehung geheim halten.
Wegen der Sache mit der Scheidung und ...
Hier auf dem Land wird einfach viel geredet.
Wir wollten es anständig machen.
Wie lange war sie gestern dann bei Ihnen?
Ich glaub, sie ist so gegen ... neun, halb zehn wieder gefahren.
(Doro) Mit dem Fahrrad? - Mhm.
(Chiara) Wohin wollte sie?
Nach Hause, glaub ich.
Wer macht denn so was? - (Chiara) Guter Punkt.
Wo waren Sie denn zwischen neun, halb zehn und fünf Uhr nachts?
Zu Hause.
Meine Frau kann das auch bestätigen, wenn's sein muss.
Das muss sein.
* bedrückte Musik *
(Doro) Seltsam, Sprangers Handy hat sich den ganzen Abend
nicht aus dieser einen Funkzelle raus bewegt.
Seine Privatadresse ist da aber nicht mehr drin.
Das heißt, entweder Hinz lügt ...
Das ergibt keinen Sinn. Das belastet ihn doch nur.
Voilà. Oder ...
Oder Spranger und ihr Handy waren nach Feierabend
nicht mehr gemeinsam unterwegs.
Hast du mal 'nen Euro? - Äh ...
Danke.
(Künstler) Whoo-hoo!
Whee!
Verdeckter Ermittler? - Sehr witzig.
Das ist mein Nachbar, und ich hätte gern unseren Häcksler zurück.
* Handy vibriert. * Moment.
Gregor!
(Künstler) Whoo-hoo! - Ja?
Ja, das gebe ich genauso weiter. Sieben, acht Minuten. Mhm.
(Gregor) 'n Abend.
(Chiara) 'n Abend.
Brandleichen gehören zu den komplexesten Fällen
in der Rechtsmedizin.
Da komme leider auch ich an meine Grenzen.
Also können Sie keine Angaben zum Todeszeitraum machen?
Nein, ich kann nur sagen, wie lange die Person in den Flammen war.
Etwa eine Stunde.
(Chiara) Toxikologisches Gutachten?
Auch mit Vorsicht zu genießen, aber soweit unauffällig.
Was ich aber mit Sicherheit sagen kann:
Frau Spranger war schon tot, als sie ins Feuer gelegt wurde.
Todesursache war ein Stich oder ein Schnitt
mit einem scharfen Gegenstand in den linken Herzventrikel.
So was blutet. - (Gregor) Definitiv.
Und es spricht für eine gezielte Tötungsabsicht.
Eine Tat, die aus nächster Nähe ausgeführt wurde.
Überproportional häufiger Zusammenhang
mit emotionaler Motivlage.
Eifersucht, Rache, Hass.
Schicken Sie mir den Bericht noch mal zu?
Mach ich, am besten gleich zusammen mit dem anderen Obduktionsbericht.
Hab ich was versäumt?
Nun, der Name Julia Spranger kam mir gleich bekannt vor.
Und jetzt weiß ich auch, warum.
Ich hatte vor ein paar Wochen eine Frau auf dem Tisch,
die nach einer Gesichts-OP überraschend verstarb.
Und die behandelnde Ärztin war Dr. Julia Spranger?
Ganz genau. Katharina Nötzel hieß sie.
Es ging darum, mögliche Behandlungsfehler zu ermitteln.
Ich konnte die Ärztin vollumfänglich entlasten.
Nicht mal grobe Fahrlässigkeit konnte ich erkennen.
Und woran starb die Patientin dann mit Anfang 40?
Es war eine Kombination
aus einer unerkannten Medikamentenunverträglichkeit,
postoperativer Kreislaufbelastung und einem zusätzlichen Infekt.
Mit anderen Worten, entsetzliches Pech.
Was hat Spranger bei ihr gemacht?
Die Patientin hatte nach einem Brandunfall
bleibende kontraktive Narben und dysmorphe Veränderungen im Gesicht.
Sie war entstellt. Nach einem Brandunfall?
Die Krankenkasse hat einen Eingriff aber als rein ästhetisch gewertet.
Hm. Selbstzahler.
25.000 Euro.
Das ist der Beschwerdebrief des Witwers.
* bedrückte Musik *
(Chiara) "Brennen soll sie."
Wir ... haben ihn?
(Chiara) Herr Bernd Nötzel,
gegen Sie wird im Zusammenhang mit einem Tötungsdelikt ermittelt.
Sie haben das Recht, auszusagen oder zu schweigen.
Ihnen steht das Recht auf anwaltlichen Beistand zu.
Haben Sie das verstanden?
Haben Sie das verstanden?
Herr Nötzel, haben Sie das verstanden?
Ja, ich bin der deutschen Sprache mächtig.
Das will ich meinen. Sie haben ja auch Germanistik studiert.
Ältere deutsche Literatur.
Und jetzt arbeiten Sie als Taxifahrer, richtig?
Was dagegen?
Nein.
Ich würde nur gerne wissen,
wann Sie Frau Dr. Spranger das letzte Mal gesehen haben?
Das ist eine Weile her.
Geht's ein bisschen genauer?
Vorletzte Woche, glaube ich, ja.
Und worum ging's?
Ich hab sie zur Rede gestellt.
Wollte eine finanzielle Entschädigung von ihr.
Die Hexe hat meine Frau auf dem Gewissen.
"Hexe"?
Ich nehme an, Sie wissen, was eine Hexe ist.
Eine Frau, die im Bündnis mit dem Teufel steht, mit dem Bösen.
Eine Frau, die Unheil bringt. Und den Tod.
Haben Sie das hier geschrieben?
Ich hab das Recht zu schweigen.
Das haben Sie vorhin selber gesagt.
(Chiara) Aber ...
das hier haben Sie geschrieben, richtig?
(Nötzel) Und?
Ich hab mir Ihren Brief mal genau durchgelesen.
Sie sind sehr wütend.
Das kann ich gut verstehen.
Erst erleidet Ihre Frau einen Unfall,
der ihr Gesicht schwer in Mitleidenschaft zieht.
Dann kratzen Sie 25.000 Euro zusammen,
um ihr eine Gesichtsoperation zu ermöglichen.
Und daran stirbt sie.
Aber Frau Dr. Spranger trifft nachweislich keine Schuld.
Ich glaube nicht an Zufall.
Sie?
Es kommt drauf an. Es gibt ständig Zufälle.
Mal wahrscheinlicher, mal unwahrscheinlicher.
Das Problem ist, dass unser Gehirn darauf ausgerichtet ist,
kausale Zusammenhänge herzustellen.
Deswegen sehen wir ständig Zusammenhänge,
auch wenn es die gar nicht gibt.
Wo waren Sie gestern zwischen 18 Uhr und fünf Uhr nachts?
Nachtschicht.
Sie sind Taxi gefahren? - Fragen Sie die Zentrale.
Seine Angaben wurden bestätigt.
Die Fahrten sind auch ganz genau protokolliert.
Wir telefonieren alle Fahrgäste durch.
Vielleicht ist irgendjemandem was aufgefallen.
Und ihn hier behalten wir erst mal in Untersuchungshaft.
* "Heavy Water" von Grouper *
* ruhige Gitarrenmusik *
Na, Mäuschen?
Wie war's?
* weiter ruhige Gitarrenmusik *
* Sie seufzt. *
* weiter ruhige Gitarrenmusik *
* weiter ruhige Gitarrenmusik *
* weiter ruhige Gitarrenmusik *
* Musik verklingt. *
Oh, hab ich scheiße geschlafen. - Neue Wohnung, neues Bett?
M-hm. Ich kann's nicht haben, wenn so viele Fragen ungeklärt sind.
Okay. Die Befragung der Fahrgäste hat nichts Auffälliges ergeben.
Die Bewegungsdaten von Nötzels Handy entlasten ihn,
und wenn man ehrlich ist, gibt es kein logisches Zeitfenster,
in dem Nötzel Spranger erstochen,
zur Feuerstelle gebracht und angezündet haben könnte.
Das mit dem Feuer kann genauso gut ein Ablenkungsmanöver gewesen sein.
Inspiriert von der Botschaft,
die Nötzel vor der Klinik hinterlassen hat.
Gut sichtbar. Für alle.
Das heißt, jeder kann's gewusst haben,
jeder kann's gewesen sein.
Noch nicht mal mit dem Tatort sind wir weiter.
Die Kollegen haben nichts gefunden. Kein Blut, kein Fahrrad.
Keine Tatwaffe, kein Handy. Niente.
Udo Spranger hat ein Motiv und kein klares Alibi.
Beschatten wir ihn.
Nee. - Wie, nee?
Du fährst noch mal zu Spranger.
Und ich mach mich gleich auf die Suche nach einem Tatort.
Ich fahre den Weg von Hinz zu Sprangers ab.
* Sie gähnt. *
Danke.
Oh, fuck!
(Florian) Können wir Ihnen helfen? - Nee.
Oder haben Sie ein Auto, das Sie mir leihen können?
Leider nicht. Aber wir müssen auf Kontrollfahrt.
Wir können Sie auch mitnehmen. - Das passt schon.
Sicher?
* ruhige Musik *
(Nico) Und Sie haben bisher nichts Tartortmäßiges gefunden?
Nee.
So eine Leiche im Feuer ist auch schon ein krasser Fall.
Ja. - Bei uns ist es auch gerade krass.
Ich hätte nicht gedacht, dass es am Bodensee so abgehen kann.
Was sich die Leute alles ausdenken, um am Fiskus vorbeizuwirtschaften.
Und dann natürlich immer diese Drogen.
Jetzt gerade dieser Koksschmuggel, das ist eine einzige Schwemme.
Aus Kolumbien, Peru, Venezuela, eigentlich ganz Südamerika.
Und wo wir das ganze Zeug finden, das ist absurd. Also, wirklich.
Es gibt Leute, die ... Es gibt Frauen, die lassen sich ...
Bodypacker. Also, Bodypackerinnen 2.0.
Entschuldigung, sorry. Das interessiert Sie jetzt nicht.
Ich weiß nicht mal, ob wir hier überhaupt richtig sind.
* ruhige, angespannte Musik *
* angespannte Musik *
(Doro) Ist das jetzt Zufall, dass ich Sie hier antreffe?
Ich wollte Uwe mein Beileid aussprechen.
Und sonst noch was?
(Spranger) Nee. Wieso?
Na, haben Sie beiden was miteinander?
Oh Gott, nein.
Absolut nicht.
Können Sie mir dann erklären,
warum sowohl Sie als auch Sie der Kriminalpolizei
wichtige ermittlungsrelevante Details vorenthalten?
Genau vor Julias Sprangers Tod
ist der Streit um die Zukunft der Uferklinik eskaliert.
Sie wollte sie Ihnen übertragen, richtig?
Die Klinik war ihr Lebenswerk.
Julia schien es die einzige Möglichkeit zu sein, es zu retten.
So was nennt man illegale Vermögensverschiebung.
Die wäre doch niemals damit durchgekommen.
Deshalb regst du dich auch auf, weil du ja eh im Recht bist.
Ich rege mich auf, weil es eine Unverschämtheit ist!
Ihr gehört doch eh schon alles.
Bei dem Treffen im Ray sollte es genau darum gehen, richtig?
Auf neutralem Boden?
Ja.
Wussten Sie, dass sie bereits einen neuen hatte?
Nein.
Überrascht mich aber nicht. Null.
Und Sie, Frau Aksoy, müssen doch von Katharina Nötzel gewusst haben.
"Brennen soll sie."
War das dann der Witwer?
Also, wenn Sie auch wissen wollen, wer Julia Spranger umgebracht hat,
dann müssen Sie mit offenen Karten spielen.
Julia wollte nicht, dass die Klinik in einem schlechten Licht dasteht.
Und ich will das natürlich auch nicht.
Sie hat mir eine Nachricht draufgesprochen.
* angespannte Musik *
"Gülay, ich habe gerade ... Ey, wir haben ein Riesenproblem."
* Quietschen * "Wir müssen reden."
Ich dachte, wenn es wirklich ein Problem gibt,
dann muss ich es erst lösen.
Wann war das? - Vorgestern um 21:48 Uhr.
* Handy vibriert. *
Hey, Doro. Hast du was rausgefunden?
Ja, stell dir vor, Gülay Aksoy hat uns eine Sprachnachricht
aus der Tatnacht vorenthalten, um das Ansehen der Klinik zu wahren.
"Nicht dein Ernst." - Ja, doch.
Schick mal rüber. - "Moment."
"Und du, hast du den Tatort gefunden?"
Noch nicht.
* Nachrichtenton *
Sekunde.
"Gülay, ich habe gerade ... Ey, wir haben ein Riesenproblem."
* metallisches Quietschen * "Wir müssen reden."
Sie klingt total aufgewühlt.
Und im Hintergrund ist so ein Quietschen.
"Die automatische Tür." - Welche automatische Tür?
Die Eingangstür von der Uferklinik quietscht genauso.
"Wow. Okay, das bedeutet ..."
Julia Spranger war also um 21:48 Uhr noch an der Klinik.
Obwohl sie ja angeblich kurz nach 18 Uhr die Klinik verlassen hat.
"Vielleicht hat sie ihr Handy vergessen und ist dann"
von Jonas Hinz aus noch mal zur Klinik?
Und dann hat sie da irgendwas gesehen oder gehört?
"Wann hat sich das Handy verabschiedet?"
22:13 Uhr.
"Wie weit kann Spranger in 25 Minuten
mit dem Fahrrad Richtung nach Hause gekommen sein?"
Oder Richtung Betenbrunn. Falls sie zu Gülay Aksoy wollte.
Wo zur Hölle ist Betenbrunn? - Betenbrunn?
"Wo bist du denn gerade?"
* Motorbrummen *
Hey. - Hi.
Guck mal hier. Von der Entfernung her könnt's theoretisch passen.
Mhm.
* angespannte Musik *
Doro?
* angespannte Musik *
Hier!
* weiter angespannte Musik *
Also, Julia Spranger ist mit dem Rad unterwegs Richtung Betenbrunn.
Ein Auto folgt ihr.
Drängt sie von der Straße runter oder passt sie ab.
Wenn sie den Täter kennt, steigt sie ab, sie reden.
Ich glaub nicht, dass sie reden.
Es ist stockdunkel, sie ist alleine unterwegs,
und sie hat eine halbe Stunde vorher was gesehen,
was sie extrem aufgewühlt hat.
Ich glaube, in dem Moment, wo das Auto hält,
weiß sie, dass es ernst ist.
Entweder ist sie gefallen, oder sie lässt das Rad fallen und läuft los.
Holt dabei ihr Handy raus.
Der Täter rennt ihr hinterher, schlägt ihr das Handy aus der Hand.
Stößt sie zu Boden und ersticht sie.
Ich ruf die Spusi.
* spannungsvolle Musik *
Chiara!
Nachdem das Handy heftige Erschütterungen durchgemacht hat
und locker 35 Stunden im Wasser lag,
muss ich euch sagen, die Teile sind robuster, als man denkt.
Die Feinanalyse dauert noch, aber ich kann euch schon mal
einen interessanten Einblick in die Fotogalerie geben.
'ne Brust-OP?
Ja.
Aufnahmezeit 21:44 Uhr.
Das war, kurz bevor sie die Sprachnachricht verschickt hat
und mit dem Fahrrad los ist.
Warum werden in der Uferklinik
um die Uhrzeit Brustoperationen durchgeführt?
Die Person im Kittel lässt sich leider nicht identifizieren.
Aber die Operierte müsste man doch zuordnen können.
(Doro) Mhm.
Nee, kenn ich nicht, noch nie gesehen.
Hier kennt kein Mensch diese Frau.
In der Patientenkartei ist sie auch nicht.
Wir geben ein Foto raus.
An Streife, Zoll, Flughafen und so weiter.
Gülay Aksoy hat doch erwähnt, dass sich Spranger
wegen des erhöhten Materialverbrauchs beschwert hatte.
Ich hab's als Kleinigkeit verbucht. - Ja, ich auch.
Aber wenn hier nach Feierabend
illegale Operationen durchgeführt werden, ist das die Erklärung.
Und für Betäubungsmittel gibt's eine strenge Dokumentationspflicht.
Wir gehen noch mal zu Frau Aksoy, ja?
Entschuldigung, einen Moment bitte.
Und für so was bekommen Sie also einen Durchsuchungsbeschluss, ja?
Ich dachte, Sie haben hier nichts zu verbergen.
Hab ich auch nicht. - Na, dann ist doch gut.
Danke schön.
Remifentanil.
Bestand 22 Stück.
Morphin, 100 Milliliter je Einheit, Bestand 14 ...
(Doro) 22? - Mhm.
Da fehlen vier. - Wirklich?
Ich kann zählen.
Frau Aksoy? Sie sind für die interne Kontrolle
der Betäubungsmittel-Dokumentation zuständig.
Bitte? - Es fehlen Betäubungsmittel.
Ich bin verpflichtet, so was zu melden,
und das würde ich auch tun.
Haben Sie aber nicht. Warum? Um das Ansehen der Klinik zu wahren?
So ein Schwachsinn.
Wenn mal eine Dosis verloren geht, können wir das nachvollziehen.
Es fehlt genug für 30 OPs. - Bitte?
(Doro) Das kostet Sie Ihre Zulassung.
Ich unterschreibe das.
Ja. Aber ich hab keine Zeit, das alles nachzuzählen.
Das macht immer der Timo.
Timo Scholl? Der Assistenzarzt.
Ja, natürlich. Er war Julia Sprangers rechte Hand.
Und sie hat ihm blind vertraut? - Ich auch.
Wo ist er jetzt? - Er hat heute frei.
Doctor!
Doctor, please. I need a surgeon.
When can I have it?
You have to stop calling me.
There's no surgeon, okay?
If they find you, you will go to prison.
You understand? Dangerous.
Here.
* unverständlich *
Hide. I'm going to call you.
No! No ... No, please.
Please! No! No!
Wo seid ihr denn?
Wir haben eine Rückmeldung vom Flughafen Friedrichshafen.
Die Frau aus dem Video heißt Elena Martinez.
Ja, Moment. Ich mach dich laut.
"Sie ist vor zwei Tagen in Deutschland angekommen"
und scheint hier Urlaub zu machen.
"23 Jahre alt und kommt aus Venezuela."
Venezuela. - "Ja."
Ich würde gern Ihren jüngeren Kollegen sprechen, bitte.
"Nico?"
Äh, anwesend.
Bodypacker 2.0. Also, was genau hat es damit auf sich?
"Sie meinten ja, ich würd's nicht wissen wollen."
"Ich will's jetzt aber doch wissen. Hallo, sind Sie noch dran?"
Ja, ja.
Ähm, ja. Sorry, da ging's um Koksschmuggel.
In den letzten Monaten wurden vermehrt
Frauen am Flughafen aufgerufen mit einer beginnenden Sepsis.
"Nach einer Brust-OP."
(Florian) "Die Implantate waren mit flüssigem Koks gefüllt"
und sind kaputt gegangen, was sehr schnell tödlich sein kann.
Das heißt, es gibt Frauen, die sich in Südamerika
gegen Geld Brustimplantate mit Koks einsetzen lassen,
"um es nach Europa zu schmuggeln?" - Leider wahr.
Beide? - (Florian) "Wie jetzt?"
Na, lassen die Frauen sich
beide Brüste mit Koksimplantaten befüllen?
"Ja, natürlich."
Wenn sie schon das hohe Risiko auf sich nehmen
und sich strafbar machen.
Außerdem ... die Symmetrie.
Boah, Koks! Das passt zu Scholl und seinem großen Ego.
Wahrscheinlich war es ihm nicht genug,
nur die rechte Hand seiner Chefin zu sein.
Wetten, dieses Alibi mit seiner Freundin ist nur gekauft?
Auf dem Video sieht es definitiv so aus,
als wäre nur ein Implantat entfernt worden.
Ja, erst wird die eine Seite operiert und dann die andere.
Also, Julia Spranger ist, als sie dieses Video aufgenommen hat,
Timo Scholl auf die Spur gekommen.
Eine halbe Stunde später wird sie fünf Kilometer entfernt ermordet.
Er muss ihr quasi sofort gefolgt sein.
Ja, und lässt Elena Martinez mitten in der OP auf dem OP-Tisch liegen?
Er muss handeln, Spranger aufhalten,
seine Spuren verwischen, den Verdacht auf Nötzel lenken.
Wegen seiner illegalen Patientin hat er nichts zu befürchten.
Die macht sich ja strafbar. Die wird ja eh nichts sagen.
Chiara, wir müssen die finden.
Die rennt mit Koks in sich rum. Das ist eine tickende Zeitbombe.
Ich besorge uns einen Durchsuchungsbeschluss.
Wir schnappen uns die Kollegen vom Zoll und schauen,
was wir bei ihm finden.
Und dann lassen wir ihn brennen. - Brennen?
Na, im übertragenen Sinne. - Danke für die Erklärung.
(Florian) "Doro?" - Hey, Flo, wo seid ihr jetzt?
* spannungsvolle Musik *
(Chiara) Auf gehts.
* Türklingel *
(Nico) Ausgeflogen. - (Florian) Mach auf, Nico.
* spannungsvolle Musik *
(Chiara) Oh, fuck.
(Doro über Funk) "Die Terassentür ist offen."
(Chiara) Doro!
(Florian) Zugriff!
* spannungsvolle Musik *
(Florian über Funk) "Erdgeschoss negativ."
Jungs, findet bitte diese Elena.
Fuck.
(Doro) "Chiara, pass auf dich auf."
(Florian) "Untergeschoss ebenfalls keine Zielperson."
* spannungsvolle Musik *
* Schuss *
Wo ist Elena Martinez? - Wovon sprechen Sie?
Sie stehen unter dringendem Tatverdacht,
Julia Spranger getötet zu haben
sowie des organisierten Drogenschmuggels.
* spannungsvolle Musik *
* Piepen *
* Handy klingelt. *
"Hello? Doctor?"
Just stay calm. Tell me where you are. We will help you.
I'm here. I'm in the park.
"Wait there."
We'll send an ambulance.
* Sie keucht. *
* Doro seufzt. *
Was haben die eigentlich die letzten 15 Jahre ohne dich gemacht?
Keine Ahnung.
* lockere Popmusik *
Kuchen?
Muffins, von meiner Tochter gebacken.
Ich kann nicht mit der vollen Dose nach Hause kommen.
Kein Problem.
(genüsslich) Oh.
Mmh.
Voll süß, aber voll geil.
Untertitel im Auftrag des ZDF, 2026
Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.