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Liebe Marsch des Lebensfreunde, ich grüße Sie herzlich.
Ganz gleich, in welchem Land oder in welcher Stadt Sie an einer Marsch des
Lebensveranstaltung teilnehmen.
Sie erheben gemeinsam mit Zehntausenden auf den weltweiten Märschen des Lebens
Ihre Stimme gegen Antisemitismus und Judenhass.
Jeder einzelne zählt.
Vielen Dank, dass Sie gekommen sind.
Unser gemeinsames Motto in diesem Jahr lautet: "Erinnern verpflichtet".
Das Jahr 2026 wird für Israel und die Nation in die Geschichte eingehen.
Denn seit dem brutalen Überfall der Hamas am 7.
Oktober 2023 musste sich Israel an mehreren Fronten gegen den dämonischen
Vernichtungsplan der iranischen Mullahs und ihrer Proxies zur Wehr setzen.
Während in den westlichen Ländern der kulturelle Dialog mit dem Islam
ausgerufen wurde, rief man in Teheran tote Juden und trieb den Bau der
Atombombe voran, um Israel endgültig von der Weltkarte auslöschen zu können.
Der Massenmord der Hamas am 7.
Oktober offenbarte die grausame Realität eines barbarischen Judenhasses, der kurz
darauf auf den Straßen der westlichen Welt von zehntausenden fanatischen
Anhängern gefeiert wurde.
Seitdem musste die israelische Bevölkerung lernen, im Bunker zu leben.
Der mehrjährige Raketentor durch die Hisbollah im Libanon und die Huthi fand
in diesem Jahr seinen Höhepunkt im Krieg im März/April gegen das mörderische
Mullah-Regime im Iran.
Woher kommen dieser unsägliche Judenhass und Antisemitismus in der Welt, der sich
seit dem 7.
Oktober 2023 weltweit um unerträgliche 50 Prozent gesteigert hat?
Und warum steht Israel inmitten eines Sturms von Anfeindungen als einziger
demokratischer Staat im Nahen Osten, in dem Religions und Meinungsfreiheit
garantiert und gelebt werden, wieder alleine da?
Woran erinnern wir uns in dieser Zeit?
Und welche unserer Erinnerungen ist so entscheidend, dass sie unser Handeln
bestimmen kann?
Und wie können wir uns verpflichten, das Richtige zu tun, während Regierende
moralische Grenzen missachten und ihre Stärke zum Maßstab ihres Handelns machen?
Die Vernichtung von Juden wurde nicht nur propagiert, sondern ist eine
historische Realität.
Deshalb erinnern wir gerade in dieser Zeit an den Holocaust und den qualvollen
Tod von 6 Millionen Juden.
Jeder von ihnen hatte einen Namen, eine Familie und eine Geschichte.
Es waren jüdische Eltern, Kinder, Großeltern, Junge und Alte.
Es waren Menschen, die von Gott hervorgebracht, als sein Ebenbild
geschaffen und mit einem unermesslichen Wert ausgestattet wurden.
Wer sie entwürdigt, entmenschlicht, diskriminiert und tötet, schlägt in
Gottes Angesicht.
Adolf Hitler hat den Antisemitismus nicht erfunden.
Er konnte auf ein 2000 Jahre altes antisemitisches Erbe der Kirche
zurückgreifen, das sich wie ein Gift in allen Nationen verbreiten konnte.
Deshalb erinnern wir heute auch an die Gleichgültigkeit und das Schweigen der
Kirchen, ohne die der Holocaust nicht hätte stattfinden können.
Als Christen bekennen wir die bleibende Erwählung des jüdischen Volkes.
Wer heute zu Antisemitismus und Judenhass schweigt,
läuft Gefahr, genauso zu handeln und schuldig zu werden wie die Zuschauer,
Mitwisser und Mitläufer zur Zeit des Nationalsozialismus.
Antisemitismus und Judenhass beginnen immer dann, wenn Menschen systematisch
an eine entwertende Sprache gewöhnt werden und sich dadurch ihre Wahrnehmung
der Realität schrittweise verändert.
Deshalb erinnern wir an das
antisemitische Klima in nahezu allen Ländern am Vorabend des Zweiten
Weltkriegs, durch das der Holocaust ermöglicht und die Rettung der jüdischen
Bevölkerung unmöglich gemacht wurde.
Juden wurden verspottet, verfolgt, entmenschlicht und mit Ratten und
Parasiten verglichen.
Es gab kaum ein Land, in dem sie nicht ihre Rechte beraubt, dämonisiert und
ausgegrenzt wurden.
Wir erleben heute erneut, wie Menschen von Regierenden beleidigt,
entwürdigt und entmenschlicht werden.
Wer der Sprache, der Beleidigung und des Hasses heute nichts entgegensetzt, lässt
zu, dass moralische Hemmschwellen weiter sinken und die antijüdischen Dämonen der
Vergangenheit im modernen Gewand wieder Einzug halten.
Laut einer globalen Befragung in 102 Ländern ist Antisemitismus besonders
unter jungen Menschen auf dem Vormarsch.
Mit dem Aufstieg
autoritärer Politiker und dem zunehmenden Einfluss linker sowie
rechter Bewegungen beobachten wir eine stetige Zunahme antisemitischer Denk und Handlungsmuster.
Diese äußern sich nicht nur in Parolen, sondern auch in Taten: in der Zerstörung
jüdischer Friedhöfe, in Anschlägen auf Synagogen, in täglichen Angriffen auf
jüdisches Leben und in der politischen Delegitimierung des Staates Israels.
Die Feindschaft gegen Juden lebt in der zweiten und dritten Generation fort.
Konserviert, vererbt und gepflegt in Familien, die sich nie öffentlich von
ihrem Antisemitismus und Judenhass distanziert haben.
Deshalb sind wir verpflichtet, unsere Stimme zu erheben.
Erinnerung verpflichtet im Jahr 2026 mehr denn je zuvor.
Wir verpflichten uns angesichts der sechs Millionen Opfer des Holocaust
zu dem modernen Antisemitismus und Judenhass unserer Zeit nicht zu schweigen.
Wir verpflichten uns angesichts unseres 2000 Jahre alten antisemitischen Erbes
als Christen aus Kirchen und Gemeinden unsere Gleichgültigkeit zu überwinden
und die bleibende Bedeutung der Erwählung des jüdischen Volkes anzuerkennen.
Wir verpflichten uns angesichts einer Verrohung der Sprache, statt zu
beleidigen, Wertschätzung auszudrücken,
statt zu entmenschlichen, den Menschen als Ebenbild Gottes zu ehren und anstatt
andere zu verfluchen, über ihnen Segen auszusprechen.
Deswegen stehen wir hier und erheben unsere Stimme um Zions willen und segnen
Israel von ganzem Herzen.
Und deshalb stehen wir hier, erheben unsere Stimme und segnen das iranische
Volk und beten, dass es befreit aus der Geiselhaft der Mullahs in Freundschaft
an der Seite Israels stehen kann.
Und deshalb segnen wir die Nationen im Nahen Osten sowie unser eigenes Land,
unsere eigene Stadt mit dem aaronitischen Segen.
Der aaronitische Segen ist ein Segen aus 4.
Mose 6:24-26, der sowohl im Judentum als auch im Christentum ein Ausdruck
göttlichen Schutzes und des Friedens ist.
Der Herr segne und behüte dich.
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig.
Der Herr
erhebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden
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