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ZENTRALES MAXIM GORKIJ - KINOSTUDIO FÜR KINDER- UND JUGENDFILME

Hey, los geht's!

Romantiker.

Genug jetzt. Kommt!

Ewig währt der Kampf, die Ruhe erscheint uns nur im Traum.

Na los.

Wurde auch Zeit. - Los geht's

IM MORGENGRAUEN IST ES NOCH STILL

FILM IN ZWEI TEILEN

Szenenbild - Boris VASILJEV Stanislav ROSTOTZKIJ

Regisseur - Stanislav ROSTOTZKIJ

Kamera Vjatscheslav SCHUMSKIJ

Kostüme Sergej SEREBRENNIKOV

Musik - Kirill MOLTSCHANOV Ton - Igor STROKANOV

In den Hauptrollen:

Andrej MARTYNOV

Irina DOLGANOVA

Elena DRAPEKO

Ekaterina MARKOVA

Olga OSTROUMOVA

Irina SCHEVTSCHUK

Weitere Darsteller: L. ZAJTZEVA, A. MESCHERJAKOVA

N. EMELJANOVA, A. TSCHERNOV

ERSTER TEIL

IM ZWEITEN ZUG

Was ist das nur für einer, wenn er sogar die Stiefel nicht mehr findet.

Da ist er, der Stiefel, ich habe ihn! Ich habe ihn unter das Bett geworfen.

So ist das also!

Sobald die Kämpfer weg sind von der Front, werden sie schrecklich gierig.

Und ich dulde keinen Regelversto...

Seid gegrüßt, Genosse Major!

Fünf Tage!

Sie lässt mich nur mit Kopftuch ran.

Du legst Rapport ab, dafür gebe ich dir einen Verweis und neue Soldaten.

Und dann beginnen wir wieder von vorne?

Und Sie schicken mir Nüchterne, die es nicht mit den Weibern...

Eunuchen etwa?

Die Führung wird es wissen.

Du kannst nicht einmal Ordnung schaffen! Die Weiber...

Die Bevölkerung gehorcht mir nicht, von ihr kommt all das Übel...

Genosse Major, so geht doch ins Haus, der Samowar ist noch ganz warm.

Nein, danke, wir müssen fahren.

Gut, Vaskov.

Hör zu, Oberster, du hast den Befehlen aus dem Stab zu gehorchen.

Jawohl.

Und dir, Vaskov, dir schicke ich solche Soldaten, die

dem Schnaps und den Weibern abgeneigter sind als du selbst.

- Veilleicht bleiben wir noch hier? - Abfahren!

Endlich zufrieden?

Kommt mit dem Sieg zurück!

Beruhige dich...

- Das sind gute Männer. - Und wir sind ja auch schuld.

- Dem Kommandanten unsere Verehrung!

Behaltet mich in gutem Andenken!

Die Führung geht hier nicht richtig vor, gar nicht richtig.

Drei Tage ist das Objekt ohne Schutz.

Da war der Major wohl zu schnell - eine schöne Aufgabe hat er jetzt.

Nicht einmal zwei zusammenpassende Gruppen sind zu finden.

Still ist es geworden.

Alles euretwegen.

Das gesamte weibliche Geschlecht aus den frontnahen Gebieten aussiedeln.

Auf die Solovki-Inseln!

Was denn? Und wer wäscht dann und kocht?

Wir sind da! Abladen!

Seid uns willkommen, Genossen Soldaten!

Die Zenit-Soldaten sind da!

Mit ihrem Kommandanten?

Sieht nicht so aus, Fedot Evgrafovitsch.

Gott sei Dank! Nichts ist schlimmer, als die Macht zu teilen.

Die Zenit-Soldaten sind gekommen!

Schneller!

Aufstellen!

- Sind sie da? - Jawohl!

Stillgestanden!

Genosse Hauptfeldwebel, die erste und zweite Gruppe

des dritten Zuges der fünften Rotte des Zenit-Bataillons

unterstehen ihrer Verantwortung zur Bewachung des Objektes!

Berichtet hat Zugführer Kirjanova!

Ach so... Also doch keine Alkoholiker.

- Hier! - Schneller!

- Etwas mehr Fröhlichkeit, Mädchen! - Hierher!

Gib mir etwas Leichteres.

Die Küche ans Ufer.

Das ist zu schwer.

Die Füße stehen schlecht.

Schneller, Mädchen, los!

Die Zenit-Soldaten haben übrigens in Hütten gewohnt.

Ja, die Zenit-Soldaten, doch wir sind die Zenit-Soldatinnen.

- Wie heißt du? - Britschkina Lizaveta.

- Woher kommst du? - Aus Wologda.

Hast du auf der Kolchose gearbeitet?

Ja. Ich habe meinem Vater viel geholfen.

Du bist gescheit.

Lasst uns den Tisch aufstellen.

Also - keiner macht auch nur einen Schritt ohne meine Erlaubnis.

- Auch nicht zum Beerensammeln? - Es gibt noch keine Beeren.

Und Suppenkraut?

Wir brauchen doch warmes Essen, wir werden sonst mager.

Nicht weiter als bis zum Fluss. Die Mündung ist sehr gefährlich.

Ljuda, Vera, Katenka, ab zur Wache.

Was soll das heißen?

Was, Genosse Hauptfeldwebel?

- Katja ist Wachablöse. - Wir danken für das Vertrauen.

Die Waohablöse gehört streng vollzogen, nach Vorschrift.

Das ist reinster Hohn.

Und die Vorschrift...!

Wir haben die Erlaubnis, Genosse Hauptfeldwebel, vom Kommandanten.

Um Geheimhaltung zu gewährleisten.

Gehen Sie doch weg, wir müssen uns vorbereiten.

Macht euch Gedanken über die Unterbringung.

Was für eine Unterbringung?

In der Nähe sind keine Sträucher zu sehen.

Und die Vorschrift...!

Wirst du alt, Fedot Evgrafovitsch?

Irr dich nicht in der Größe.

Mach dir nicht zu viel Mühe.

Du bist doch jetzt der einzige, der Stammhalter gewissermaßen.

Von Hof zu Hof wirst du laufen, wie ein Hirte.

Hüte dein Zunge, Polina! Du bist eine Soldatenfrau.

Verhalte dich entsprechend. -Ach, Evgrafovitsch.

Der Meinige, den wärmt vielleicht auch eine...

...wie ich ihn kenne...

...man hat's ja nicht leicht.

Und wir Weiber,

wir brauchen nicht viel.

Dank sei dir...

...von uns Weibern.

Marja, hast du Schnaps?

Gehen wir Tee trinken, Rit?

RUHM DEN SOWJETISCHEN GRENZWÄCHTERN!

PIONIER, LERNEN SIE SICHER ZU SCHIEßEN

PIONIER, SEIEN SIE BEREIT FÜR AREBIT UND VERTEIDIGUNG

CHAMPAGNER

Aus, Mädchen! Entwarnung!

Weiber im Krieg haben es auch nicht leicht.

Sind doch alles Freiwillige.

Sie sind jung und gesund,

haben volle Brüste.

Brüste... die getroffen werden...

von Granatsplittern.

Klopfen Sie, wenn Sie eintreten.

- Was ist das? - Sie werden das doch wohl wissen.

- Enttarnen. Sofort abnehmen! - Es gibt einen Befehl.

- Welchen? - Den entsprechenden.

Soldatinnen haben das Recht

überall ihre Unterwäsche zu trocknen mit dem Ziel, sich zu tarnen.

Sollte es diesen Befehl nicht geben, dann verbrenne ich alles eigenhändig.

Wer erlaubt es, Staatseigentum zu verbrennen?

Eigentum!

Seht euch diesen empfindlichen Alten an.

Nun gut!

...und sag ihm...

Stop! Wir machen einen Ausflug?

Erraten.

Ans andere Ufer?

Erraten.

Mädchen auflauern ist verboten.

Na los, nimm die Koppel ab.

Koppel runter! Oder muss ich grob werden?

Und nun geht zu eurem Kommandeur, Genossen.

Richtet ihm aus, ich habe euch mit drei Tagen Arrest bestraft.

Wegen Verletzung der Vorsichtsmaßnahme in der Frontzone.

Im Laufschritt. Marsch!

Die glauben, dass sie mich kleinkriegen mit ihren Weibertricks.

Das fehlt mir noch.

Vielleicht sollten Sie das nicht zu ernst nehmen.

Wenn die Mädchen unter sich sind, nenne sie Sie "AIterchen".

Lassen Sie den Wind doch mal aus dieser Ecke wehen.

Man klopft an bevor man einen Raum betritt.

Verstanden, Genosse Sergeant?

Das hier ist auch kein Stall.

Ich ging davon aus, dass Sie in Gegenwart ihrer Wirtin

nicht nackt herumlaufen.

Und in Zukunft möchten wir es so halten:

Für die Ordnung in meiner Einheit bin ich verantwortlich.

Möglicherweise sind Sie auch für die Ordnung

in der mir unterstellten Garnison verantwortlich.

Auch das, wenn es sein muss.

Sie haben sich hier verschanzt und kommandieren in einem Ton, dass...

Wer hat sich verschanzt?

Sie meinen er hat sich verschanzt?!

Er hat 16 Splitter in seiner Brust.

Und schauen Sie sich diese Bluse an.

Da glänzen die Mediallen. Weit mehr als an ihrer.

Er verschanzt sich!

Das ist doch...

Man lässt Sie gewähren und dann sowas...

Hier sind ihre Koppeln.

Genosse Zugführer.

Ich muss Sie bitten Unterricht nach Dienstvorschrift durchzuführen.

Ich werde das höchstpersönlich kontrollieren.

Kampfalarm! Alles auf seine Plätze!

Schneller!

Die Waffen nicht vergessen!

Britschkina! Tschetvertak!

Schneller, Mädchen, schneller!

- Die erste Mannschaft nach rechts! - Die zweite Mannschaft nach links!

Zivile in den Splitterschutzgraben!

Flugzeug!

Über dem Zwölften!

Rechts geladen!

Links geladen!

- Geschwindigkeit 140! - Jawohl, Geschwindigkeit 140!

- 18! - Jawohl, 18!

Kurz!

- Ziel erfasst! - Feuer!

Geschwindigkeit 150!

Zwölf!

Zehn!

Acht!

Rechts Messerschmitts!

Geschwindigkeit 180! Lang!

Feuer!

- Entfernung 16! - Jawohl, Entfernung 16!

Lidija.

Feuer!

Was nehmen sie denn zwei auf ein Mal - eines hätte genügt!

Was befiehlst du? Die Mädchen kämpfen und du Assel liegst im Graben!

Geh doch auch dorthin, zu ihnen! Was machst du unter den Weibern?

Im Krieg hat jeder seinen Platz.

Was ist, Lizaveta? Wie geht es ihr?

- Ins Fleisch. - Das verheilt.

Die Messerschmitts ziehen ab!

Auf die Scheibe! Die dritte!

Geschwindigkeit 140!

Scharfstellen!

Kurz!

Schieß!

Schieß!

- Ziel erfasst. - Feuer.

Getroffen! Wir haben sie!

- Wir haben sie, Mädchen! - Immer drauflos!

Jetzt hat meine Arbeit begonnen.

- Wohin? - Wir nehmen ihn lebend.

Komm zurück!

Gut gemacht, Osjanina!

- Sein Fallschirm ging nicht auf. - Ich bin des Menschen alter Freund.

Im See hat er es nicht leicht.

Verschwende keine Patronen, du triffst ohnehin nicht.

Der zweite hängt noch.

Sieh nur, Vaskov ist im Wasser, er will ihn retten.

Gleich hat er ihn.

Wo wird er wohl hinfallen - ins Wasser oder in den Wald?

Halt!

Getroffen!

Der zweite ist fertig.

- Mädchen, die Tragen. - Sollen wir ihn einfach wegtragen?

Mit den Tragen geht es besser.

Den hat sie gut getroffen.

Vorsicht!

Alles richtig gemacht.

Nein, falsch! Ihr hättet sie lebend kriegen müssen.

Ach, lass doch!

Findest du dich zurecht oder soll ich dir den Weg zeigen?

Stillgestanden!

- Genosse Major! - Rührt euch!

Ich sehe selbst. Wessen Arbeit ist das?

Sergeant zweiten Ranges Osjanina persönlich.

Nicht persönlich, sondern mit Gruppe.

Gut gemacht, du wirst für eine Auszeichnung vorgeschlagen.

Ich brauche keine Auszeichnung.

- Habt ihr die Flieger? - Die sind im See.

Bei einem hat sich der Fallschirm nicht geöffnet.

Einer fiel ihr direkt in die Hände...

- Schade. - Das sage ich auch.

Wozu mussten sie eure Lage erkunden?

Wir haben zwei verwundete.

Die Verwundeten kommen mit. Und ich bringe Verstärkung - bitte.

Macht euch bekannt!

Seid gegrüßt, Rekruten.

- Für längere Zeit? - Wie es beliebt.

Schicke Stiefelchen.

Macht ihr eine Exkursion?

Die Frau an der Front, ob sie will oder nicht,

steht im Mittelpunkt der allgemeinen Aufmerksamkeit.

Aber seien wir ehrlich, es gibt auch unerfreuliche Vorfälle.

Warum erzählen sie mir das?

Das fällt mir gar nicht so leicht.

Hat sich hier ein Stabskommandant, verheiratet noch dazu,

etwa sozusagen... eine Freundin genommen?

Was habe ich damit zu tun?

Das ist nichts gegen Sie - hören Sie zu.

Ein Mitglied des Kriegsrats hat davon erfahren.

Weg mit dem Oberst, und ich habe den Befehl, diese Freundin

in Dienst zu nehmen.

Verstehe.

- Kann ich gehen? - Abtreten.

Mädchen, Rita kommt!

Gruppenkommandant Osjanina.

Soldat Komelkova.

Soldat Gurvitsch.

Sie sagte: "Ich brauche keine Auszeichnung."

Aber es muss heißen: "Ich diene der Sowjetunion."

Als ich in der vierten Klasse war

hat ein Bär meinen Vater gerissen.

Ich sehe da keinen Zusammenhang.

Ich war der Älteste.

Neben mir gab es noch sieben Mäuler zu stopfen.

Da war für mich Schluss mit der Bildung.

Und die hier, die haben alle ihre zehn Klassen abgeschlossen.

Und zehn weniger vier, da bleiben noch sechs.

Folglich bin ich ihnen mehr Klassen hinerher als ich selbst habe.

Ich komme mit denen nicht zurecht. Schicken sie mich an die Front.

Was ist? Haben Sie sich erkältet?

Zu Befehl, Genosse Major!

Vaskov!

Na, bitte. Niemand im Dienst!

Hören Sie zu Vaskov. Sie richten den Mädchen ein ordentliches Dampfbad ein.

Das wird erledigt, Genosse Major.

Mit vergnügen.

Sehr gut.

Ich hätte das schon selbst getan, aber...

Was hättest du getan?

Na, wegen der Dienstvorschrift. Der Alarm hat sie gerettet...

Nein, ich meine ein richtiges Dampfbad

Schön schnell gesund werden, Mädels!

Auf das ihr bald zurück kommt. - Schreibt uns mal!

Warum hast du auf die Auszeichnung verzichtet?

Ich habe meine eigene Zählweise.

Aber nun! Wie selbstständig wir sind.

Einige kann ich nicht verstehen.

- Mich? - Zumindest dich.

Haben sie schon berichtet? Los, kommandiere!

Wirst du jetzt kommandieren oder erst nach dem Zapfenstreich?

- Ich hatte einen Ehemann, Schenja. - Hat ihn jemand erwischt?

Klage nicht mir, ich bemitleide dich nicht.

Nicht erwischt, sondern am 24. Juni getötet.

Als er also im Schnee an der Finnlandfront kämpfte,

Der stammt auch von der Finnlandfront.

Als er also dort im Schnee lag und fror,

ist seine Frau mit dem Stabsveterinär durchgebrannt.

Er hat das Söhnchen dann vor Gericht zurückgeholt und

zu seiner Mutter geschickt.

Ich verkünde für morgen in meiner Garnison einen Saunatag.

Seife bekommt ihr bei mir.

Ich wollte deswegen auch hier her. Näher zu ihm und zur Mutter.

Jetzt bin ich nicht allein.

Morgen gehe ich wieder.

Du Glückliche.

Und ich habe niemanden.

Bruder, Mutter, Schwester - alle unters Maschinengewehr geraten.

- Ein Schusswechsel? - Nein, eine Erschießung.

Die Familien aus dem Führungsstab, sie alle kamen vors Maschinengewehr.

Mich hat eine Estin im Haus gegenüber versteckt.

Ich habe alles gesehen.

Schenja, und was war mit dem Oberst?

Wie konntest du nur, Schenja?

Ich konnte...

Major Luschin meldet sich zu ihren Diensten.

Willkommen.

- Darf ich vorstellen - meine Tochter Evgenija.

Ich konnte eben.

Fü zwei, bitte, für mich und Tatjana.

- Reibt mir jemand den Rücken ab? - Der Kommandant.

Was unterscheidet den Kommandanten von einem Mann?

Den Kommandanten muss man erobern.

Ach, da schleicht so ein Iederner Wicht durchs Dorf,

spricht keine zwanzig Worte - und die noch aus Befehl.

Sag das nicht, seine Wirtin ist mit ihm sogar sehr zufrieden.

Das kann nicht sein!

Sie hat sich verliebt! verknallt!

Unsere Britschkina hat sich in eine Soldatenseele verknallt!

Lasst uns eine Hochzeit feiern!

Eine Schande!

Du brauchst uns nicht alles, was die Weiber reden nachzuerzählen.

Sie ist ja die Witwe eines Helden!

Sei doch ruhig! Selbst...

Ich bin auch so seltsam. Genosse Obersergeant

und habe nichts zu verlieren.

Was hast du gesagt?

Lasst das Streiten, Mädchen.

Lasst mir euch ein Gedicht aufsagen. Habt ihr Lust?

Was ist, du Dummchen?

Ich weiß es nicht Rita. Ich weiß gar nichts.

Wir haben in der Absperrkette ganz allein gelebt.

Der Vater war ein Holzfäller.

Mir hat die Mutter immer gesagt:

"Glaube, mein Töchterchen, glaube, vielleicht

kommt es morgen, das Glück,

und lässt dich nicht im Stich."

Fahren Sie weg?

Ja, morgen.

- Wer ist da? - Ich.

Langeweile?

Ja.

Nicht einmal aus Langeweile soll man Dummheiten machen.

Im Frühling schickte er mir eine Ansichtskarte.

Du musst studieren, Lisa. Komm im August

in die Stadt. Ich bringe dich ins Technikum, ins Wohnheim.

Das war letztes Jahr, 1941.

Glaube, Lisa, du musst glauben.

Vielleicht ist das Glück wirklich ganz nah.

Und morgen kommt es zu dir.

Nur der Rückweg ist verschlossen.

Durchwandert sind all die Gefahren,

die deine Schritte belauerten.

Und du dankst den Jahren.

Weil sie dich mit dem Glauben ans Wunder durchschauerten.

Doch wirst du erkennen, dass du ein Wunder nicht nötig hast.

Die Träume zerinnen. Du bist kein Phantast.

Und überschäumend darf sich ergießen, der Kelch der schöpferischen Lust.

Wird wahres Leben dir erschließen.

Und löscht die Einsamkeit in deiner Brust.

Nicht mehr mit dir, aber mit uns zu teilen, erfährst du.

Und wenn du lächelnd vergangener Jahre gedenkst,

lass auch von ihnen dich nicht trennen.

Weil sie in jenes Gefühl einmünden, das man gewohnt ist, Glück zu nennen.

Sonja, sprich doch weiter, bitte.

Ich liebte Euch, die Liebe ist, so mag es sein,

in meiner Seel noch nicht erloschen;

doch soll sie nicht mehr kümmern Euch;

durch nichts will ich Euch mehr betrüben.

Ich liebte Euch schweigend, ohne Hoffnung,

mit Schüchternheit und großer Eifersucht;

Ich liebte Euch so aufrichtig und zärtlich,

Gott mag auch eines andern solche Liebe schenken.

Was ist denn?

Was ist mit dir?

Osjanina hat es gut.

Sie war schon verheiratet, ist Mutter.

Und ich stecke, seit ich achtzehn bin, in dieser Haut. Ich will auch...

Lass das.

Das alles kommt noch.

Schenja, er hat Familie.

Aber ich liebe ihn, Papa.

Stehen bleiben!

- Genosse Oberst! - Was willst du?

Hier!

Schenja? Woher kommst du, Schenja?

Was macht ihr?

Stehen bleiben!

Mörder!

Was ist mit dir, Schenja?

Ich habe auch eine Rechnung offen.

- Für wen? - Für Komelkova.

- Für wen? - Für Tschetvertak.

- Nimm. - Lass das.

Nimm.

- Für wen? - Für Jolkina.

Danke.

Mädchen, bringt mich nicht um, ich...

Ich habe gestern alles gehört, unabsichtlich.

Ich werde niemandem etwas erzählen, bis an mein Lebensende.

Hier ist Zucker, Konzentrat, ich habe noch genug.

Macht euch für die Sauna fertig.

Nimm, Rita.

Ihr seid zwei gute Seelen.

Gruppe halt!

Rührt euch! Abtreten!

- Zum Angeln, Genosse Feldwebel? - Nein, zum Baden.

Das Wasser ist kalt - dass sie nur nicht frieren.

In der Sauna ist es doch besser.

Sonst beißt Sie noch ein Krebs.

Gehen Sie mit, wir reiben Ihnen den Rücken ab!

- Lisa, lass das! - Wartet!

Ach, ihr...!

Grüß euch, Mädchen!

Oh, Schenka, du bist eine Meerjungfrau.

Deine Haut ist durchsichtig.

Eine Skulptur sollte man aus dir formen.

Wie schön...

Eine solche Figur in Uniform...

Ich lasse euch noch Dampf hinein!

Kinder! Nichts anfassen!

Oh, wie schön!

Im Soldatenleben ist die Banja die größte Freude.

Wenn wir einmal alt sind und die Enkel hüten

werden wir uns an die gute Banja erinnern.

Zuerst müssen die Kinder einmal geboren werden.

Mädchen, so seht doch!

Ich habe eine Schwäche für gute Unterwäsche...

Wenn du diese Schwäche anziehst, bekommst du ein Festkleid von mir.

Ich habe dafür schon viel zu viele Festkleider bekommen!

- Und auch getragen? - Wofür denn anziehen?

Ach, wie bin ich doch hässlich...

Ach, Galka, so lass das doch.

Komm hier her.

Wie schlank du bist.

Wir machen ein Mannequin aus dir!

- Veranstalten wir einen Ball! - Ja!

- Woher die Freude? - Nicht aus Freude, aus Bosheit!

Das ist unser Dorf. Das ist der Legontov-See.

Die Murmansker Eisenbahn. Der Weißseekanal.

Und rundherum Pfeilchen und Striche. Wozu denn?

Alle Straßen sind eingezeichnet.

Alles wissen die!

Alles, und doch nicht alles. Den Weg um den See kennen sie.

Auch ein Sumpf ist eingezeichnet, und dass er unüberwindbar ist auch.

Die Mädchen haben sich bei Polina das Grammophon geliehen, zum Tanzen.

Sieh zu, dass sie sich nicht betrinken, nach der Banja.

Ich bleibe bei ihnen.

Seid ihr fertig? - Kannst die andere Platte auflegen.

Lass mich.

Hey! Warum? Wir haben doch gerade erst angefangen.

Ruhe!

Schenka, los geht's!

Geh schon.

Schenka, du bist eine Zauberin!

Schade, dass es keine Kavaliere gibt.

Ach, was denn.

N. K. Krupskaja - Kinderheim

Ein schmuckes Kerlchen,

blond und blauäugig.

Sieh an, klein Galka hat ihre Geheimnisse.

Schreibt er dir manchmal? - Natürlich, jeden Tag.

Beneidenswert.

Ich steh doch auch auf Blonde.

Wie heißt er denn?

Ihr seid mir ein bisschen zu neugierig.

Hätte ich dir gar nicht zugetraut, Galka. Eine richtige Trophäe.

Ich wär schon mit irgendeinem zufrieden. Und mag er noch so mickrig sein.

Ja.

Ich seh schon wie wir heute Nacht

unseren Garnisonskommandanten gemeinsam verschlingen.

Wenn er dir in die Finger kommt, bleibt nur noch der Schnauzer übrig.

Schluss mit dem Unsinn!

Hör ich das noch mal, verteile ich Sonderwachen, dass es nur so kracht.

Sei nicht so streng. War doch nicht ernst gemeint.

Gegen das Verliebtsein, kein Wort.

Aber das mit dem Garnisonskommandanten, das ging zu weit.

Wenn man im Glashaus sitzt...

oder habe ich unrecht?

Hey, Stopp!

Wir haben noch gar nicht gesungen.

Danke. - Sing etwas schönes, Schenka.

Er sagte mir,

sei mein,

ich werde leben,

vor Leidenschaft verbrennen,

die Schönheit deines Lächelns,

der Zauber deines Blicks

versprechen mir

alle Freuden des Paradieses.

Das sagte er einem armen Herzen,

das sagte er einem armen Herzen,

doch er liebte nicht,

nein, er liebte nicht,

nein, er liebte mich nicht.

Mischa!

Mischa!

Wir gehen heute.

Das ist für Sie.

Danke.

Sie werden es lieben, das weiß ich.

Die Deutschen haben Minsk eingenommen.

Ja, ich werde sie morgen früh dort hin bringen.

Ich diene der Sowjetunion.

Sie singen und tanzen.

Das kann ich nicht.

Jawohl!

Da kommt auch schon der Kavalier. Viel Glück!

- Der Kommandant. - Vaskov kommt.

Haben wir uns aber erschreckt! Stillgestanden!

Genosse Garnisonskommandant!

Die mir anvertraute Einheit hat dienstfrei.

Vier schieben Wache. Keine Kranken zu melden.

Wir danken für die Banja.

Berichtet hat Obersergeant Kirjanova.

Tanzen Sie, ich will das auch sehen.

- Kommst du auch rechtzeitig zurück? - Ich fürchte, nein.

- Eine russische. - Ich werde fragen.

Was verehren Sie am meisten?

Es ist Zeit zum Schlafengehen, morgen ist Tagwache um sechs.

Warte, Rita.

Schenja soll noch singen. Genosse Kompaniefeldwebel hört zu.

Aus, Mädchen, das Konzert ist zu Ende. Das ist ein Befehl.

Ja, ich bin sehr müde.

So gehen wir doch.

Dolina, geh nicht. Es regnet stark, du wirst ganz nass.

Wenn das so ist...

Und müde bin ich auch nicht, es ist hell.

Gut, Mädchen, Zapfenstreich! Alle ins Bett!

Genosse Kommandant! Genosse Kommandant!

Genosse Kommandant!

Was willst du?

Die Deutschen sind im Wald!

- Woher weißt du das? - Selbst gesehen. Fallschirmjäger.

Zwei, mit Maschinengewehren.

Kampfalarm! Kirjanova zu mir! Im Laufschritt!

Jawohl!

Kampfalarm!

Kirjanova, zum Kommandanten!

Ja, ich bin am Apparat, Genosse Dritter.

Die Deutschen sind im Wald.

Wurde heute Nacht festgestellt. Stärke: zwei Mann.

Zwei!

Vom Untersergeant Osjanova.

Ich habe Alarm ausgerufen, Genosse Dritter, um den Wald zu durchkämmen.

Erlauben Sie, die Suche zu beginnen?

Es sind doch nur zwei Deutsche. Die schaffe ich im Ernstfall allein.

Solange die Spur frisch ist.

Jawohl, Genosse Major.

Achtung!

Rührt euch.

Genosse Osjanina, Sie bestimmen wer mitkommt.

Schenja.

Galka. - Einen Moment.

Faschisten wollen wir festnehmen, nicht nett Angeln gehen.

Die Deutschen sind schwer bewaffnet, mit Maschinenpistolen.

Also nur die, die wissen wie man schießt.

Die können schießen.

Ich will aber auch mit.

Keine Einwände.

Noch etwas. Kann einer von euch deutsch?

Ich.

Kennen Sie die Dienstvorschrift nicht, Genosse Soldat?

Wie hat man sich zu melden?

Soldat Kowitsch.

Wo zum Teufel sind eure Mützen?

Was sagt man zu einem Deutschen, wenn man ihn festnehmen will?

Das ist richtig.

In Ordnung. Kowitsch kommt mit. Marschbereit machen für zwei Tage.

Was hast du denn um vier Uhr morgens im Wald gemacht.

Ich hatte einfach Dinge in der Nacht zu erledigen.

Ich habe Ihnen doch dafür persönlich ein Klosett aufgestellt.

Passen Sie da etwa nicht hinein?

Es gibt Fragen, auf die eine Frau nicht unbedingt antworten muss.

Es gibt hier keine Frauen!

Es gibt Soldaten und Kommandanten. Es ist Krieg.

Und bis er vorbei ist, werden wir alle neutralen Geschlechts sein.

Irgendwie ist Ihr Bett aufgewühlt, Genosse Hauptfeldwebel.

Mir schien es als...

Wir machen ein Kreuz an dieser Stelle.

Als ob sie eine schwere Kiste mit sich schleppten.

Da ist Sprengstoff drin.

Sie bewegen sich Richtung Eisenbahn, zur Kirovskstrecke.

Das ist weit.

Quer durch den Wald?

Dann sollten wir die Eisenbahnwache benachrichtigen.

Kirjanowa übernimmt das

Hier sind die Trophäen, die ich aus dem Wasser gefischt habe.

Bring sie zum Major.

Und informiere ihn über unsere Route.

Iss doch was Osjanina.

Gut.

Zeig mal her deinen Karabiner.

Als ob ihr Asseln gezüchtet habt.

Waffen reinigen! Und zwar ordentlich!

Vom Zustand der Waffen hängt es ab, ob es morgen Tee gibt oder nicht.

Stiefel ausziehen!

Was ist das für ein Befehl? Sollen wir auch gleich unsere Kleider ablegen?

Ruhe! Befehl ausführen!

Na, bitte. So wärt ihr nicht weit gekommen.

Nach drei Kilometern habt ihr die Füße wund und heult.

Seht her. So wird das gemacht.

Das hätten Sie ihnen längst beibringen müssen, Genosse Obersergeant.

Und diese Stiefel sind ungeeignet.

Was, wenn sich der Hacken im Wasser löst?

Bist du allein, Marja?

Ja.

Habt keine Angst vor dem Gegner.

Er bewegt sich in unserem Hinterland.

Also hat er selbst Angst.

Die Schlösser wieder einbauen.

Wer kann im Falle der Entdeckung eines Gegners oder etwas Verdächtigem

einen Tierlaut oder einen Vogellaut ausstoßen?

Ich frage im Ernst!

Im Wald kann man sich nicht mit der Stimme melden,

Deutsche haben auch Ohren.

Ich kann das.

- Und wie? - Auf Eselsart.

Klingt wirklich ähnlich.

Hier gibt es keine Esel.

Gut, dann lasst uns schnattern lernen, wie die Enten.

Wie der Enterich die Ente lockt.

Ja, wir machen das folgendermaßen:

Zwei Schnatterlaute - Achtung, ich sehe den Feind.

Drei Schnatterlaute - alles zu mir.

Er hat gut für die Familie gesorgt.

Im Sommer war er auf dem Feld,

im Winter ging er auf die Jagd.

Ja, er wirtschaftet gut.

Ich bin in zwei Tagen zurück.

Wo kommt das her?

Ach, ihr Weiber...

Die Männer brauchen den Krieg, wie das Schaf den Wolf.

Aber ihr erst.

Stillgestanden! Schneller, schneller! Britschkina!

Stillgestanden!

Zu meinem Stellvertreter während der gesamten Operation

bestimme ich Untersergeant Osjanina.

Vergesst die Enten nicht.

Links um! Marsch vorwärts!

Kommt bald zurück, Mädchen!

Schenke!

In Zweierreihe Marsch!

Galka! Lehn dich nicht hinaus!

Leben Tantchen und Mütterchen oder führst du ein Waisendasein?

Ein Waisendasein? Ja, ich führe ein Waisendasein.

Bist du dir etwa selbst nicht sicher?

Wer ist denn heute noch von irgendetwas überzeugt, Genosse?

Eine vernünftige Begründung.

In Minsk sind meine Eltern. Ich habe in Moskau studiert, dort...

- Nichts mehr von ihnen gehört? - Nichts!

- Deine Eltern sind jüdischer Nationalität? - Natürlich.

Natürlich... wären sie in Moskau, hätte ich nicht gefragt.

Vielleicht konnten sie rechtzeitig weg?

Ach, verdammt...

Wollten Sie schimpfen? Schimpfen Sie, ich bin es gewohnt.

- Hast du dir wehgetan? - Nein.

Soldat Gurvitsch, schnattere drei Mal.

- Wofür denn das? - Kontrolle der Kampfbereitschaft.

Hast du vergessen, wie es geht?

Was ist passiert?

Wäre etwas passiert, hätten euch drüben schon die Engel getroffen.

Dieses verdammte Hochwasser...

- Müde? - Und wie!

Gut so. Irgendwas bemerkt am Weg?

Eigentlich nicht. Ein abgebrochener Zweig in der Kurve.

Richtig, gut gemacht. Und ihr?

Nichts, alles in Ordnung.

- Eine abgebrochene Rose am Strauch. - Was für ein Auge!

Gut gemacht, Soldat Britschkina.

Und noch zwei Stiefelspuren von den Fritzen, den Fallschirmjägern.

Den Strümpfen nach zu urteilen lagern sie um den Sumpf.

Und werden die vierzig Werst um ihn herumlaufen.

Sollen sie. Wir nehmen gehen geradeaus.

Wie das?

Nicht hier. Ich kenne einen Pfad.

Und jetzt zehn Minuten zum Rauchen, zum Erholen.

Nicht kichern!

Wegtreten!

Nicht zu weit entfernen!

Halt mal.

Hier.

Wofür brauchen wir die?

Bevor du einen Schritt machst, prüfst du wie fest der Boden ist.

Rechts und links von uns ist Moor. Wenn man reinrutscht ist es zu spät.

Soldat Britschkina übernimmt die Sachen der Dolmetscherin.

Zu Befehl.

Warum?

Keine Fragen!

Komelkowa! - Ja.

Sie werden den Rucksack von Tschetwertak übernehmen.

Ohne jede Rückfrage.

Sonja, hilfst du mir?

Soldat Tschetwertak, her mit deinem Gewehrchen.

Lasst den Unsinn.

Jeder trägt seine eigene Waffe.

Ich gehe vor. Ihr folgt mir.

Gurwitsch, Britschkina,

Komelkowa, Tschetwertak.

Den Schluss macht Untersergeant Osjanina.

Immer in meiner Spur bleiben, einen Meter Abstand halten.

Mit der Messlatte... - Was sollen wir messen?

Da fehlen doch die Zahlen.

Wie hoch ist deine Messlatte? - Etwas höher als ich.

Wenn du mit dem Kopf unter Wasser bist, dann sag uns bescheid, alles klar.

Ein Schlaukopf.

Macht ihr euch lustig?

Nur über die Messlatte, Genosse Starschina.

Schema, hör auf damit.

Nur zu.

Der Spaß wird ihr gleich vergehen.

Ist es tief dort?

Stellenweise bis... also... bis zum...

Euch wird es bis zur Hüfte gehen. Passt auf die Waffen auf.

Mir nach! Und nicht einen Schritt zur Seite!

Verdammt!

- Komelkova, Bewegung! - Ich komme.

Weiter, weiter...

Tschetvertak, bleib stehen! Osjanina, hilf dir selbst!

Geh, Galka.

- Genosse Hauptfeldwebel! - Was willst du?

Bewegung! Sie versinkt!

Der Stiefel hat sich vom Fuß gelöst.

- Hast du ihn? - Nein!

- Wohin? Halt! - Ich helfe dir!

Halt! Es gibt kein Zurück!

Britschkina, hilf ihr doch!

Komm heraus, Komelkova!

Mir nach, weiter!

Und was ist mit dem Stiefel?

Findest du den jetzt etwa noch?

Komm, Komelkova, noch ein Stückchen!

Halte dich gut fest, Schenja!

Immer mit der Ruhe. Die Insel ist schon in Griffweite.

Ihr müsst gehen. Weiter!

Mir nach, in meine Fußstapfen!

Reißt euch zusammen. 10 Meter noch, dann sind wir da.

Verflucht.

Seid ihr erschöpft?

Ach, wo denn?

Gibt es hier Blutegel?

Hier gibt es nichts. Das ist ein toter Ort.

Fürchtet euch nicht, hier tritt Sumpfgas aus.

Die Alten munkeln, dass an solchen Orten das Sumpfgespenst haust.

- Wer? - Ein Gespenst.

Märchen, das kennen wir.

Wie bei Dal.

Nehmt euch nur Zeit. Hier rasten wir aus.

Gut...

Seid ihr erschöpft?

- Erschöpft. - Rastet einstweilen.

Galja, du Tollpatsch! Hättest du doch die Finger abgebogen.

Ich habe sie abgebogen.

Wir verpassen ihr einen Verband.

Verstanden!

- Hältst du durch bis nach dem Sumpf? - Ich halte durch.

Nach der Banja ist es gut, nicht?

Ich bin nass bis auf... Also, bis zur Hüfte etwa.

Ich hätte dieses Ding anziehen sollen.

Schenja.

Steh auf!

Macht euch bereit und wieder mir nach.

Wenn wir am anderen Ufer sind, können wir uns trocknen und aufwärmen.

Und nicht wieder zurückbleiben.

Schenka, hast du nicht ein Spiegelchen?

Schenka, kratz mich.

Du bist ohnehin schön. Ach lass doch!

- Schenka, hör auf, dich zu waschen! - Ich komme schon!

Sind alle fertig? Sie können kommen.

Wie steht's, Genossen Rotarmisten? Alles in Ordnung?

Alles in Ordnung, Genosse Hauptfeldwebel.

- Ist euch nicht kalt? - Und wenn auch.

- Bald fängst du zu dampfen an. - Woher denn?

Zieh dir Schuhe an!

Was für Lumpen!

- Passt das? - Gerade recht. Besser als Stiefel.

Auf, Genossen Soldaten. Anderthalb Stunden noch vor uns.

Mir nach, im Laufschritt, Marsch!

Schneller! Flinker!

- Und, Komelkova, ist dir jetzt warm? - Dampf sehe ich noch keinen.

Hier beginnt Sinjuchinas Land.

Auf der anderen Seite ist es von einem zweiten See begrenzt.

Legontov-See heißt er.

Ein Mönch mit dem Kosenamen Legont lebte hier.

Er suchte die Stille.

Stille gibt es hier genug.

Die Deutschen haben nur einen Weg: Zwischen den Seen, über das Land.

Und ewiger Kampf, von Ruhe ist nur zu träumen.

Durch Blut und Staub fliegt flink die Steppenstute

auf Federgras dahin...

Genossen Soldaten!

Der Gegner bewegt sich in Stärke von bis zu zwei Fritzen zum Vop-See hin

um geheim zur Kirover Eisenbahn vorzudringen

und zum Weißseer-Ostsee-Kanal, der den Namen Genossen Stalins trägt.

Ich entschied, den Feind auf der Hauptposition zu empfangen

und ihm anzubieten, sich zu ergeben.

Im Falle eines Widerstandes einen töten, den zweiten lebend nehmen.

In der Reservestellung bleiben alle Sachen unter dem Schutz von Soldat Tschetwertak.

Noch Fragen? - Warum bin ich in der Reserve?

Eine unwesentliche Frage, Soldat. - Galina, die Reserve ist sehr wichtig.

- Alles sonnenklar. - In den Stellungen liegen wie Mäuse.

Als erster werde ich mit ihnen sprechen. - Auf Deutsch?

Auf Russisch! Und Sie übersetzen, wenn sie mich nicht verstehen. Klar?

Wenn Sie so in den Kampf gehen...

Hier gibt es kein Lazarett in der Nähe.

Mit den Deutschen kämpft es sich gut aus der Ferne.

Während ihr die Karabiner herumreißt, macht er schon ein Sieb aus euch.

Daher befehle ich liegenzubleiben.

Liegen, solange ich nicht persönlich "Feuer" anordne.

Sonst vergesse ich, dass ihr Frauen seid.

Und nicht schlafen, beobachten!

Unsere Position könnte gar nicht besser sein.

Sehr ihr ja selbst.

Die Deutschen können nur am Ufer entlangkommen.

Für die Hügelkette brauchen sie gut drei Stunden.

Und wir können sie dabei die ganze Zeit beobachten.

Wir haben alle Vorteile auf unserer Seite.

Aber drei Stunden sind viel. So lang möchte ich nicht warten.

Was stocherst du hier herum?

Schieb mir kein Fleisch hin, ich bin nicht dein Pflegekind.

Iss lieber selbst genug.

Ein Soldat muss satt sein vorm Kampf.

Also iss deinen Teil. Ich mag solche Mätzchen nicht.

Ich hab meinen Teil doch schon gegessen.

Das sieht man, mager wie eine Frühlingskrähe.

Wackelig auf den Beinen.

Ich bin nun mal nicht in der Verfassung.

Verfassung?!

Nimm die Britschkina, gleiche Verfassung wie wir alle.

Aber da ist wenigstens was dran.

Auf die Deutschen warten wir noch in vier Stunden.

- Deutsche? - Wo?

Igitt, ein Gespenst... Einbildung.

Schlafen Sie ein bisschen, Fedot Evgrafovitsch.

Was denn, Osjanina. Das regt mich auf.

Ich will sterben, wenn wir die Fritzen verpassen.

Wenn sie jemanden aus der Führung erschießen oder etwas Wichtiges

in die Luftjagen, dann geh und beweise dem Tribunal,

warum ich, anstatt den Wald zu durchkämmen und Deutsche zu fangen

hier gewartet habe.

Hattest du Mitleid?

Ich wollte euch nicht in den offenen Kampf schicken - das ist kein Grund.

Nein, es kann kein Grund sein, wenn der Kampfbefehl nicht befolgt wird.

Vielleicht schlafen sie jetzt?

- Sie schlafen... - Sind doch auch Menschen.

Sie haben gesagt, der Acker ist der einzige gute Zugang zur Eisenbahn.

- Bis dorhin sind es für sie... - Fünfzig Werst.

Auf unbekanntem Gebiet, wo man jeden Busch fürchten muss.

Margarita... ja, wie ist denn ihr Vatersname?

Sagen Sie einfach Rita.

Darf ich?

Dem lieben Verteidiger der Heimat.

Ein Geschenk.

- Rauche, Genosse Rita. - Ich rauche nicht.

Und dass die auch Menschen sind, das habe ich gar nicht bedacht.

Gut gesagt.

- Gut geschminkt? - Oh, Kameraden!

Meerjungfrau.

Jetzt kann man sich nicht einmal mehr kämmen.

Erhole dich.

Genosse Hauptfeldwebel, erlauben Sie?

Bitte.

Genosse Hauptfeldwebel, haben Sie eine Frau?

Ich bin verheiratet, Soldatin Komelkova.

Und wo ist ihre Frau?

Wo schon - zu Hause.

Und Kinder haben Sie auch?

Kinder?

Da war ein kleiner Junge.

Was heißt "war"?

Na ja, die Mutter hat nicht genügend aufgepasst.

Wie denn das?

Meine Frau hat uns verlassen.

Rita, erzähle du ihm alles.

Ich werde es ihm erzählen, wenn wir zurück sind.

Das sieht man sofort, du bist erfahren, Soldat Britschkina.

Gut gestellt, und schnattern kannst du gut.

- Hast du nichts bemerkt? - Noch ist es ruhig.

Lass dir nichts entgehen, Lizaveta.

Wo sich die Büsche rühren, wie die Vögel zwitschern.

Du bist ein Waldmensch, du verstehst alles.

Wie gut!

Als ob es keinen Krieg gäbe.

Lisa, Lisa, Lieschen, warum schickst du mir kein Grüßchen?

Warum, mein Mädchen, singst du nicht, warum kann ich nichts hören?

Es gab so eine Redensart in meiner Heimat.

Bist du von hier, Genosse Hauptfeldwebel?

Ich habe hier lange Dienst geleistet.

Und bei uns singt man...

Später singen wir, Lisaveta.

Wir leisten unseren Dienst und später können wir singen.

- Wirklich? - Versprochen.

Ich komme darauf zurück, Genosse Hauptfeldwebel.

Die in den tauben Jahren geboren,

haben vergessen ihren Weg.

Wir sind die Kinder der furchtbaren Jahre Russlands,

nicht im Stande, etwas zu vergessen.

Zu Asche verbrannte Jahre.

Tragt Wahnsinn ihr in euch, oder Hoffnung oder Nachricht.

Von Krieg, von Freiheitszeit

tragen die Gesichter blutige Spuren...

tragen die Gesichter blutige Spuren.

Wem erzählst du das?

- Ich habe gefragt, wem du das erzählst. - Niemandem. Mir selbst.

Warum dann laut?

Gedichte liest man doch laut.

Du ruinierst deine Augen.

Es ist hell, Genosse Hauptfeldwebel.

Ich habe das nur so dahingesagt. Sitz doch nicht auf den Steinen.

Sie kühlen ab und nehmen dir die Wärme weg. Setz dich auf den Mantel.

Gut, Genosse Hauptfeldwebel, danke.

Und lies nicht laut.

Abends ist die Luft hier feucht, schwer, die Morgenröte ist ruhig.

Und daher hört man auf fünf Werst.

FÜR SONJA. AUF EWIG, MISCHA.

Warum rollst du dich so ein?

Mir ist kalt.

Beruhige dich doch.

Du liegst im Fieber, Genosse Soldat.

Da ist der Sumpf und da ist der Stiefel.

Nimmst du es so oder soll ich es verdünnen?

- Was ist das? - Eine Mixtur.

- Eine Mixtur... Schnaps! - Schnaps!

Ich Will nicht!

Trink und rede nicht. Ich befehle dir, trink.

Trink!

Oh, Mutter!

Atme nicht!

Mütter werden die haben, die den Krieg überleben.

Oh, mein Kopf ist mir davongelaufen!

Macht nichts, morgen holst du ihn ein.

- Was machen Sie jetzt ohne Mantel? - Keine Angst, ich bin gesund.

Werde erst bis morgen gesund. Ich bitte dich inständig, werde gesund.

Ich werde mir Mühe geben.

Mütter werden die haben, die den Krieg überleben.

Was? Die Deutschen?

- Leg dich hin, alle müssen schlafen. - Was denn, Galka?

- Und wo ist Rita? - Bei Vaskov geblieben.

Wie geht's dir? - Wir brauchen mehr davon.

Ein richtiges Wunder.

Schlaf etwas. Deine Füße müssen schmerzen.

Keine Sorge, die kennen das.

Sie sollten sich ausruhen, ich kann Wache halten.

Was?

Hörst du?

Die Vögel schreien.

Elstern! Weißfedrige Elstern singen!

Das heißt, es kommt jemand, macht ihnen Angst.

Los, Osjanina, weck die Soldaten. Sofort! Gurvitsch zu mir.

Aber gedeckt!

Ich grüße Euch, Genosse Hauptfeldwebel.

Sehr gut. Wie geht es Tschetvertak?

Sie schläft, wir wollten sie nicht wecken.

Richtig gemacht.

Bleib in der Nähe, Verbindung halten und in Deckung bleiben.

Jawohl, in Deckung bleiben.

Runter!

Aber da ist doch niemand.

Und ob die da sind, beobachten diese Felsenkette.

Weil es für die gar keinen anderen Weg gibt.

Hier sind sie!

Siehst du? Hier sind sie. Beide.

Drei.

Vier.

Fünf

Sechs.

Sechs. Sieben.

Acht. Neun.

Neun. Zehn.

Elf.

Zwölf.

Zwölf. Dreizehn.

Vierzehn. Fünfzehn.

Fünfzehn. Sechzehn.

Kuckuck, Kuckuck, wie lang habe ich noch zu leben?

Eins.

Zwei.

Drei...

Vier...

Fünf...

Sechs...

Sieben...

Acht.

ENDE DES ERSTEN TEILS

ZENTRALES MAXIM GORKIJ - KINOSTUDIO FÜR KINDER- UND JUGENDFILME

Neun.

Zehn.

Elf.

Zwölf.

Dreizehn.

Wer ist das?

Seltsame Figuren.

Zwei haben den Wald verlassen.

Richtige Gespenster.

IM MORGENGRAUEN IST ES NOCH STILL

Szenenbild - Boris VASILJEV Stanislav ROSTOTZKIJ

Regisseur - Stanislav ROSTOTZKIJ

Kamera Vjatscheslav SCHUMSKIJ

Kostüme Sergej SEREBRENNIKOV

Musik - Kirill MOLTSCHANOV Ton - Igor STROKANOV

In den Hauptrollen:

Andrej MARTYNOV

Irina DOLGANOVA

Elena DRAPEKO

Ekaterina MARKOVA

Olga OSTROUMOVA

Irina SCHEVTSCHUK

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EIN KAMPF VON LOKALER BEDEUTUNG

Sechzehn, Genosse Hauptfeldwebel.

Ich sehe es.

Los, zu Osjanina, sie soll die Soldaten in Ersatzstellung bringen.

Schick Britschkina zu mir.

Kriechen, Genosse Übersetzer. Ab jetzt werden wir nur noch kriechen.

Genosse Hauptfeldwebel.

Etwas mehr Fröhlichkeit, Britschkina.

- Hast du dir den Weg gut gemerkt? - Ja.

- Das Wichtigste ist der Sumpf. - Weiß ich.

Warte, Elizaveta, nur keine Hast.

Die Furt ist schmal - links, rechts.

- Ich komme durch. - Raste auf der Insel.

Berichte Kirjanova, dass sich die Lage geändert hat.

Wir kommen aus eigener Kraft nicht zurecht.

Lass alles hier, das ist leichter.

Und die Messlatte nicht vergessen.

Zeig, dass du ein Waldläufer bist, Elizaveta.

Patronen hierlassen?

Gut, dass wir es geschafft haben.

Es steht schlecht, Mädchen, schlecht.

Jetzt sind es also sechzehn.

Und hier werden sie in etwa drei Stunden sein, so ist das.

Ich habe Britschkina geschickt.

Hilfe ist erst gegen Abend zu erwarten.

Wenn wir uns auf einen Kampf einlassen, dann werden wir verlieren.

Wo auch immer - wir verlieren, denn sie haben sechzehn Maschinengewehre.

Sollen wir zusehen, wie sie vorbeigehen?

Sie dürfen nicht über das Feld, wir müssen sie vom Weg abbringen.

Rundherum, um den Legontov-See schicken. Aber wie?

Arme Britschkina, ich habe sie mit leerem Magen Iosgeschickt.

Ich übernehme die Beobachtung der Deutschen.

Ich habe sie bis jetzt nicht gesehen.

Geh, wenn du bei Kräften bist.

In Lisas Stellung, die war gut gedeckt.

Und nicht den Kopf rausstrecken. - Ich passe auf.

Nein, die Deutschen sind nicht zum Kämpfen hierher gekommen.

Sie gehen mucksmäuschenstill, damit der Gegner nichts merkt.

Um leise, unbemerkt an ihr Ziel zu kommen.

Vielleicht sollten sie uns sehen und wir den Anschein erwecken,

als hätten wir nichts bemerkt?

Dann verschwinden sie vielleicht und stapfen um den Legontov-See herum.

Das ist doch ein Tagesmarsch.

Und wen soll ich ihnen zeigen? Mich und euch vier?

Die Aufklärung wird merken, dass wir fünf sind.

Dann schnappen sie uns ohne einen Schuss, mit den Messern, alle fünf.

Los, Rita!

Genosse Hauptfeldwebel, und was ist, wenn sie auf Förster treffen?

Welche Förster, wo denn? Die Wälder sind leer, es ist Krieg.

Die Mütterchen machen jetzt Holz.

Richtig, Mädchen! Gut ausgedacht.

Wir machen ihnen eine Aufführung, ein passendes Plätzchen weiß ich schon.

Schneller, die Zeit ist knapp.

Unsere Mädchen kommen!

- Warte, ich bringe es. - Ach, lasst das doch.

Du bist noch nicht gesund.

Sie kommen, Genosse Hauptfeldwebel.

- Das Wasser ist kalt. - Heb die Rockzipfel an.

Das ist keine vorschriftsmäßige Dienstanweisung.

Vergessen wir jetzt das Militärische. Die haben auch Übersetzer.

Wie mit einem kleinen Kind...

Willst du eine Mixtur?

Lauf nicht auf dem Nassen. Mädchen, schneller!

Wir müssen noch einiges vorbereiten.

Woher hast du das Kopftuch?

Ich habe zwei aus Lisas Schal gemacht.

Das mit Lisas Tuch haben Sie gut gemacht.

- Schade, dass es zerrissen ist. - Wir schenken ihr ein Neues.

Das Ding hat uns genützt.

Sie will doch nur alle Blicke auf sich ziehen!

Warte noch - du bleibst bei mir. Mädchen, wir müssen beginnen.

Die Lagerfeuer sollen rauchen, das Unterholz soll laut krachen.

Nur nicht auffallen.

Lasst euch blicken, das ist richtig - aber nicht zu viel.

- Praskovja! - Was?

- Nimm die Axt! - Habe ich schon.

Hilf!

Ich helfe! Eins und - noch einmal! Lass mich helfen!

Es will nicht brennen. Ist wahrscheinlich feucht.

Meines brennt gut!

Und noch einer! Jetzt!

Und... Und noch einer!

- Pass auf! - Es geht!

Die Zweige abschlagen, schneller!

Praskovja, mir nach!

Mascha, hast du die Kartoffeln geschält?

Ja, alle. Mir fallen fast die Hände ab.

Pass auf!

Mädchen, helft!

ES geht!

Sie haben aus dem Bezirkskommando angerufen, bald soll Zufuhr kommen.

Werden wir auch bald zu Mittag essen?

Wenn die Kartoffeln gekocht sind, dann kannst du zu Mittag essen.

Mädchen.

Seid vorsichtig, ich bitte euch inständig.

Huscht hinter den Bäumen vorbei, nicht hinter Büschen.

Diesen Baum könnt ihr selbst fällen.

Komelkova, mir nach!

Halte einmal, Galja.

Anjuta, gib die Axt her!

Such deine eigene. Das ist meine, ich brauche sie noch.

Mädchen, bringt mehr Äste her!

Mädchen, helft mir!

Vielleicht sind sie weg?

Das Gespenst ist bei ihnen, vielleicht sind sie auch schon weg.

Sie sind auch gewitzte Kerle, da ist nicht jeder beliebige dabei.

- Schura, hilf mir! - Warte...

Schau!

Ich sehe.

Drücke, drück, jetzt! Sie sind da!

Gut erraten.

Ihre Aufklärer.

Endlich.

Jetzt werden sie kehrt machen und alles ist beim Teufel.

Wenn sie bemerken, dass sie bemerkt wurden,

dann zählen sie uns an den Fingern ab und dann ist es aus...

So...

Diese zwei fange ich mir.

Und während sie mich aus den Maschinengewehren befeuern

könnt ihr flüchten, euch verstecken.

Geh, geh, Komelkova, geh zu den Mädchen. Ich werde euch decken.

Raja!

Vera! Geht baden!

Halt! Zurück!

Ja, es blühen die Äpfel und die Birnen

und der Nebel schleicht schon über 'n Fluss.

Und aufs hohe, hohe, steile Ufer,

kam Katjuscha ebendann hinaus.

Und aufs hohe, hohe, steile Ufer,

kam Katjuscha ebendann hinaus.

Ja, sie kam, sie kam und sang ein Liedchen

über den taubenblauben Steppenadler und davon...

Vanjuscha, wo bist du?

Mädchen, gehen wir baden!

- Gleich, Schenja! - Wir kommen!

Warte auf uns!

Wohin? Und wer soll arbeiten? Ich werde euch das Baden lehren!

Die Arbeit ist kein Wolf, der in den Wald davonläuft!

Sie kann warten!

Nimm dich in Acht!

Schenka, dort sind spitze Steine!

Ich werde euch das Faulenzen austreiben!

Baden könnt ihr nach der Arbeit!

Geht in meine Stellung und gebt mir Deckung.

Auf, zum Holzfällen.

Vanjuscha, wo bist du denn?

Schenja, das Wasser ist doch kalt, nicht?

Kalt - ach, nicht doch.

Wenn ihr nicht wollt, dann eben nicht!

Ich komme heraus!

Und, Mädchen, gehen wir baden?

Ich komme, ich komme!

Anruf aus dem Bezirkskommando - zieh dich schnell an, es kommen Autos!

Was du nicht sagst.

Geh weg da, Komelkova!

Hast du Angst vor dem Schwimmen, Vanjuscha?

Vanja!

Ich kann nicht mehr. Ich gehe jetzt und werde schießen.

Das geht nicht, Sonja.

Was machst du? Ich werde dich...

Ivan Ivanovitsch, die Zufuhr ist da! Sie warten auf euch. Schneller!

Genug mit dem Feuer gespielt!

Zieh dich an.

Wärmt sie.

Beruhige dich, beruhige dich.

Sie gehen, Schenja, sie gehen.

Die haben wir schön ausgetrickst!

Also wirklich, Evgenija, jetzt hast du mich gebadet.

- Das war nicht Absicht. - Was?

Nicht Absicht.

Oh, ich habe meinen Rock verbrannt! Mädchen, so seht doch!

Macht nichts, du kriegst einen neuen. Fertig.

Jetzt habt ihr sie sicher um den See verteilt, sie können nicht weg.

Wenn nur Britschkina rechtzeitig kommt.

Sie kommt, sie ist schnell.

Mädchen, lasst uns doch ein wenig dieses Ding begießen.

Trinken wir auf ihre schnellen Beine.

Auf eure hellen Köpfe.

Das Schlimmste haben wir geschafft.

Sowie wir zurück sind, schlage ich euch alle für Medaillen vor.

Und Schenka für einen Orden.

Richtig, ich habe nichts dagegen.

Aber einstweilen danke ich euch für euren Dienst.

Wir dienen der Sowjetunion!

Riechst du etwas?

Der Deutsche verrät sich durch seine Kultur. Er will Kaffee trinken.

Warum glauben Sie das?

Rauch steigt auf, das heißt, sie haben sich gesetzt und frühstücken.

Ob es wohl alle sechzehn sind?

Wir müssen sie zählen, Margarita.

Wenn es einen Schusswechsel gibt,

nimm die Mädchen zusammen und geh mit ihnen nach Osten, bis zum Kanal.

Dort machst du Meldung über die Deutschen, aber ich meine,

Lizaveta kommt schon zu den Unseren durch.

- Ist der Befehl klar? - Nein. Was meinen Sie?

Lass das, Osjanina. Wir sind hier nicht zum Pilze suchen.

- Wie lautet die Antwort? - Zu Befehl Genosse Starschina.

Nachher singen wir, Lizaveta.

Wenn wir den Kampfbefehl ausgeführt haben, können wir singen.

Hilfe! Hilfe!

Schema, hattest du Angst?

Aber nein, erst später.

Wäre ich allein gewesen... Aber ihr seid auch dabei.

Nicht umsonst sagt man: Im Frieden ist auch der Tod schön.

Sie sind nicht weg. Wir müssen die Stellung wechseln.

Dank sei Gott, dass die Deutschen keinen richtigen Jäger haben.

- Warum denn? - Ich rieche euch schon lang.

Hast du meinen Tabaksbeutel gebracht?

Lieber Fedot Evgrafovitsch, ich habe ihn vergessen!

Ach, macht nichts, ich habe Machorka.

Immerhin, meinen Rucksack habt ihr nicht vergessen.

Der gute Tabaksbeutel - schade.

- Wohin willst du? - Ich weiß wo er ist.

Halt! Setz dich! Zurück!

Setz dich!

Wir müssen ihr andere Stiefel geben, sie sind nass, da sind

sie gleich um zwei Nummern größer.

Das Wichtigste für uns ist jetzt, uns nicht bemerkbar zu machen.

Also, den Rucksack so anlegen, dass er keinen Lärm macht.

Liza Britschkina ist schon zu den Unsrigen durchgedrungen.

Sobald wir Hilfe bekommen,

führe ich euch alle hinter die Felsen.

Warum?

Weit weg, damit sie das Schimpfen nicht hören.

Ohne Faustkampf wird das nicht gehen.

- Macht nichts, wir stehen das durch. - Immer mit der Ruhe!

Jetzt tarnen wir uns und beobachten in alle Richtungen.

Nicht niesen!

Und nicht husten! Ein Niesen ist weithin hörbar.

Mir scheint, Gurvitsch hat gerufen.

Das schien nur so.

Komelkova, mir nach. Die anderen warten.

Mir nach.

Die Deutschen?

Schweig. Das war sehr unvorsichtig... Sehr unvorsichtig...

Deshalb konnte sie rufen.

Sein Schlag war gegen einen Mann gerichtet.

Er ist nicht sofort bis ans Herz durchgedrungen.

Ich habe dich ins Verderben gestürzt.

Bleib einstweilen hier liegen, Sonja.

Jetzt ist keine Zeit um zu zittern, Komelkova.

Tief Luft holen.

Hier sind sie.

Ganz in der Nähe. Sie sind zu zweit.

Jetzt gehen sie auf das Feld hinauf, sie werden an uns vorbeigehen.

Bleib hinter diesem Felsen.

Sobald sie auf Höhe dieser Kiefer sind, mach etwas Lärm.

Nicht früher und nicht später.

Nicht schießen, dann laufen die übrigen weg. Los.

Gut gemacht, Komelkova.

Ich spreche dir Dankbarkeit aus.

Geht weg. Herrgott, was ist denn das?

Sie haben gegen die menschlichen Gesetze verstoßen und

stehen damit außerhalb jedes Gesetzes.

Spül dich doch ab.

Ich verstehe. Daran muss man sich gewöhnen, die Seele abhärten.

Starke Männer, und sie...

Solang du dein Gewissen nicht an die neuen Maßstäbe gewöhnst...

Findest du die Unsrigen selbst?

Geh schon. Geh zu Sonja, dorthin, also...

Nehmt Abschied.

Und keine Hysterie hier!

Sie war eine Musterschülerin.

Sowohl in der Schule als auch in der Universität.

Ja...

Sie konnte Gedichte aufsagen...

Und vor allem hätte sie Kinder haben können.

Und diese wiederum Enkel und Urenkel.

Dann wäre der Faden nicht gerissen.

Und sie gingen über diesen Faden mit dem Messer...

Zieh die Schuhe an.

Warum haben Sie das gemacht?

Weil einer von uns barfüßig ist. Das hier sind keine Kinderspiele.

Man muss an die Lebenden denken. Im Krieg gilt nur dieses Gesetz.

Ich befehle, Stiefel anzuziehen.

Das geht nicht. Wie können Sie? Ich...

Ich schreibe den Eltern.

Hör auf zu lügen! Du hast keine Eltern und wirst auch keine haben.

Ein Findelkind bist du, da brauchst du nicht herumzulügen.

Warum sagst du das? Wir brauchen jetzt keine Bosheiten.

Sonst geraten wir alle in Wut, wie die Deutschen.

Nimm sie.

Nur kurze Feuerstöße. Sie zieht nach oben.

- Ich weiß

Die Tasche auch.

Also, überflüssiges verstecken wir hier.

Alle Waffen mitnehmen.

Zerstreut euch!

Zu mir! Sie gehen.

Hat es Sie erwischt?

Nein, das sind nur Splitter.

Danke dir, Untersergeant, für die Sekunde, die du mir gegeben hast.

Für so eine Sekunde gehört es sich, Vodka einzuschenken.

- Ein Wunder hat euch gerettet. - Ich bin ein Glückspilz.

Ein Glückspilz... Glück, dass du sie zuerst gesehen hast.

Bleibt hier.

Wir behandeln sie wie einen Menschen, und sie...

Eine Komsomolzin!

Genosse Hauptfeldwebel, sind Sie Kommunist?

Klare Sache.

Wir bitten Sie, Vorsitzender, eine Komsomolsitzung zu leiten.

Und was wird das Tagesthema sein?

Das unwürdige Kampfverhalten eines Mitglieds des Komsomol.

Die Feigheit.

Das heißt, wir führen einen Beschluss durch?

Verurteilen wir Genossen Tschetvertak, führen Protokoll.

Und die Fritzen feiern das Protokoll.

Setzen ein Ausrufungszeichen drauf. Wie ist das?

Das geht nicht.

Daher sage ich als Hauptfeldwebel und als Kommunist

für jetzt alle Versammlungen ab.

Was die Feigheit anbelangt, hat es sie nicht gegeben.

Feigheit ist erst im zweiten Kampf sichtbar.

Das ist Verlorenheit, ganz einfach aus Unerfahrenheit.

Richtig, Soldat Tschetvertak?

Ich befehle Ihnen, die Tränen abzuwischen.

Osjanina vor, beobachte den Wald.

Die andern nehmen Nahrung ein und erholen sich nach Möglichkeit.

Nimm schon, Tschetvertatschok.

- Danke.

Wieso sind sie aus dem Kampf zurückgetreten, was meinst du?

Du weißt es nicht. Ich habe auch keine Ahnung.

Man muss den Feind verstehen.

Krieg, das ist doch nicht einfach nur wer wen erschießt.

Krieg, das ist wer schneller denkt als der andere.

Sie brauchen eine Pause.

Das geht nicht, Margarita, wir müssen sie suchen. Wir müssen.

Mit wem gehen Sie?

Du bist ein guter Soldat, Osjanina, aber du kennst die Vorschrift nicht.

Und die Vorschrift - was steht dort?

Ein Kommandant ist nicht nur ein militärischer Leiter.

Er muss noch dazu Erzieher sein.

Nicht Galina. Besser mit Schenja.

Natürlich besser.

Wir können nicht zulassen, dass ein Mensch sich selbst nicht mehr achtet.

Schleicht euch in großer Distanz an, leicht, nur mit Waffe.

Hört ihr Schüsse oder zweimaliges Schnattern, verharrt

und wartet, bis wir kommen.

Und wenn wir nicht kommen, zurückziehen.

Geduckt zur Stellungen, dann nach Osten, bis ihr auf Leute trefft.

- Wie alt bist du denn? - Ehrlich? Siebzehn.

Hast du etwa vor dem Kommissariat gelogen?

Ich habe gesagt, dass die Deutschen meine Eltern umgebracht haben.

Sie mal einer an!

Aber ich hatte doch Eltern.

Haben sie dir im Kinderheim einen Familiennamen gegeben?

- Den hat der Zawchos sich erfunden. - Ein guter Familienname.

- Gefällt er Ihnen? - Klein aber fein...

Diese Wölfe.

Einfach erschossen.

Von den eigenen Leuten. In den Rücken.

Sie waren verwundet.

Also weg mit ihnen.

Das sind Tiere. Tiere mit zwei Beinen und zwei Händen.

Aber ohne Seele.

In einem Wort, Faschisten.

Sie leben nach eigenen Gesetzen und erschießen die VenNundeten.

Merkt euch das.

Jetzt sind es noch elf.

Ein Kinderspiel. Weniger als drei gegen einen.

Marschrichtung wie gehabt. Tschetwertak, zu mir.

Sei so still, als wärst du gar nicht da.

Mama!

Erste Abteilung, geht auf der Rückseite rein!

Der Rest mir nach!

Für unser sowjetisches Vaterland, hurra!

Helfen wir ihm Rita, sie sind nur zu zweit.

Das dürfen wir nicht, Befehl ist Befehl.

Umzingelt sie, Leute! Schlagt die Faschistenschweine!

Mir nach! Vorwärts!

Feuert auf die faschistischen Schweine!

Wie du willst. Dann gehe ich eben allein.

Soldat Komelkova, das sind keine kosakischen Halunken, das ist Krieg.

Für Stalin! Vorwärts.

Hörst du?

Er führt sie von uns und Galina weg.

Er hat versprochen, bis morgen wieder zurück zu sein.

Trinken wir noch Tee?

Sie sind zu sechst.

Sie kommen zurecht.

Wie klar die Nächte sind...

Klar, aber kalt.

Der Norden.

Dass sich die Mädchen nur nicht erkälten.

Wie ist denn das passiert, Lizaveta?

Ich wollte mich beeilen.

- Fedot Evgrafovitsch! - Fedot Evgrafovitsch!

Genosse Hauptfeldwebel!

- Fedot Evgrafovitsch, da sind wir! - Wir sind hier!

Mein Lieber! Fedot Evgrafovitsch!

Er lebt!

Unser Bester! Er ist da! Er ist da!

Aber, aber, Mädchen!

Habt ihr auch zumindest einen Bissen gegessen und etwas gedöst?

Wir wollten nicht, Genosse Hauptfeldwebel.

Ich und Genosse Hauptfeldwebel? Ich bin euch doch jetzt wie ein Bruder.

Sagt Fedot zu mir oder einfach Fedja, wie meine Mutter immer gesagt hat.

Mein Vorname ist ja nicht besonders schön, aber was solls.

Galina haben wir bestattet.

Unsere Genossen sollen den Heldentod sterben.

Galina Tschetwertak starb im Schusswechsel.

Und Lisa Britschkina ist im Sumpf ertrunken.

Mit Sonja haben wir also schon drei verloren.

Das ist so.

Dafür halten wir den Feind schon einen ganzen Tag auf.

Lasst uns unserer Schwestern gedenken.

Wir wollen sie in gutem Andenken behalten.

Warum habt ihr den Befehl nicht ausgeführt?

Welchen Befehl?

Habe ich euch nicht befohlen, gegen Osten abzuziehen?

Wir sind doch abgezogen.

- Abgezogen... - Wir haben alles Gerät mitgenommen.

Danke für das Gerät. Jetzt folgt ein neuer Befehl.

Stärkt euch, macht euch bereit und Marsch, weg von hier.

Hilfe haben wir jetzt von niemandem zu erwarten.

Und die Deutschen kommen hierher. Keine Zeit, um herumzusitzen.

Und du, Fedot?

Jetzt muss ich einen Tag gewinnen.

Drei, die keiner mehr zurückbringen kann,

das ist mir genug bis ans Ende meiner Tage.

Was hast du verloren, Fedja?

Jetzt habe ich keine Artillerie mehr. Der Zünder ist weg.

Und eine Granate ohne Zünder ist nur ein Stück Eisen.

Ein Pflasterstein, und sogar der ist teurer.

Ach, Fedja, wir kommen auch so gegen sie an.

Wir schaffen das, Genosse Hauptfeldwebel.

Ich will euch hier nicht mehr sehen! Ihr habt drei Minuten!

Wir gehen nicht weg von hier!

Ich werde euch vors Tribunal bringen, für Befehlsverweigerung...

Was macht ihr nur mit mir, Mädchen?

Wir sind auch sehr angespannt, Genosse Dritter.

Mehr als zwei Tage.

Nichts zu hören, nichts zu sehen.

Niemand hat er geschickt! Keinen, sage ich, hat er geschickt.

Ich kenne den Weg ungefähr.

Jawohl, sofort kommen!

Genossen Soldaten!

Der Feind, bis an die Zähne bewaffnet, bewegt sich auf uns zu.

Weder links noch rechts von uns ist jemand.

Hilfe haben wir keine zu erwarten.

Daher befehle ich allen Soldaten und

mir persönlich, die Front zu halten.

Halten, auch, wenn die Kräfte schwinden, halten.

Hier gewinnen die Deutschen kein Land!

Denn hinter uns ist Russland.

Einfacher gesagt, die Heimat.

Ach, wie schön, meine Brüder,

ach, wie schön ist es zu leben.

Mit unserem Hauptfeldwebel muss keiner Trübsal blasen.

Ihr schießt erst dann, wenn die Fritzen ins Wasser gehen.

Und bis dahin langsam atmen, die Vögel sollen nicht verstummen.

Verstehe.

Nimm, aber schieße mit dem Karabiner über den Fluss, schone das

Maschinengewehr. Sobald sie kommen, wirst du es brauchen, verstehst du?

- Verstehe. - Warte einen Augenblick.

Schau dorthin. Sie dürfen nicht außen herumgehen.

- Klar. - Los.

Genosse Hauptfeldwebel.

Schneller! Rita!

Hierher.

- Was? - Eine Granate?

Durst... Durst...

- Jetzt. - Nein.

Gib mir Tücher! Wäsche!

Schneller!

- Nicht Seide, gib mir Leinen! - Gibt es nicht.

Danke, Schema.

Die Deutschen? Wo sind die Deutschen?

Geh... geh.

- Deckst du uns? - Ja.

Ruhig... ruhig... Rita.

Die Splitterwunden sind äußerlich. Das verheilt.

Geh... geh zu ihr. Schenja braucht dich mehr.

Wohin wollt ihr denn so dringend?

Sie führt sie weg. Sie nimmt sie mit.

Lass mich.

Lass mich.

Umzingle sie! Mir nach!

Er sagte mir:

Sei du mein,

dann beginn ich zu leben,

zu brennen vor Leidenschaft.

Die Schönheit des Lächelns,

die Zartheit des Blicks

versprechen mir

alle Freuden des Paradieses.

Einmal, da lachte er,

dann wieder Tränen,

einmal, da lachte er,

dann wieder Tränen!

Ach, er hat mich nicht geliebt!

Zu einem armen Herzen sprach er so.

Ach, ihr Schweine! Kommt hierher, ihr Niederträchtigen!

Zu einem armen Herzen sprach er so,

doch er liebte nicht, nein, er liebte nicht...

Nein, er liebte nicht!

Jetzt sind sie aus... Mich!

Er hat es versprochen!

Interessant.

Hey, ihr da!

Für Rita! Für Galina! Für Sonja! Für Lisa!

Er sagte mir:

Als heller Stern

hast du

meine kalte Seele erwärmt.

Du brachtest die Hoffnung

in mein Herz!

Kommt hierher!

So kommt schon!

Habt ihr Angst?

Ihr Schufte!

Ist sie sofort tot gewesen?

Ja, sofort.

Sie hätte sich auch verstecken können - das wollte sie nicht.

Und wo sind die Deutschen?

Sie sind fortgegangen, wahrscheinlich Sprengstoff holen.

Sie haben uns nicht besiegt! Nicht besiegt, verstehst du?

Schmerzt es?

Hier tut es weh.

Ich habe euch doch umgelegt, alle fünf habe ich umgelegt.

Und wofür? Für zehn Fritzen?

Wieso sagst du das?

Es ist doch klar... es ist Krieg.

Noch ist Krieg - das ist klar.

Und dann, wenn Frieden sein wird?

Wird dann alles klar sein?

Was antworten, wenn sie fragen:

Was konntet ihr, Männer,

unsere Mütter nicht vor den Kugeln retten?

Lass das, wir haben sie, die Heimat, geschützt.

Quäl dich nicht.

Bleib hier liegen, während ich mich umsehe.

Es sind nur mehr zwei Patronen übrig.

Das macht ein bisschen ruhiger.

Warte.

Komm hierher.

Weißt du noch, wie ich mich bei der Streife auf die Fritzen gestürzt hab?

Das war, als ich zur Mutter in die Stadt lief.

Mein kleiner Sohn ist dort, Igor, drei Jahre.

Mutter ist sehr krank.

Mach dir keine Sorgen, Rita, ich habe alles verstanden.

Danke dir.

Ich werde jetzt die Lage erkunden und komme dann zurück.

Bis es Nacht ist, werden wir bei den Unsrigen sein.

Küss mich.

Du piekst.

Geh. Deck mich mit Zweigen zu und geh.

Du musst unbedingt zu ihnen durchdringen.

Wir gehen gemeinsam.

Was hast du nur gemacht, Mädchen? Was hast du nur angerichtet?

Hände hoch!

Hinlegen!

Hinlegen! Hinlegen!

Hinlegen! Hinlegen!

Alles! Alles! In die Ecke!

Alles! In die Ecke!

In die Ecke! Hände hoch!

Hände hoch!

Und, habt ihr sie?

Jetzt habt ihr sie, was?

Fünf Mädchen!

Es waren nur fünf Mädchen. Nur fünf! Und ihr seid nicht durchgedrungen!

Ihr habt nichts erreicht!

Alle werdet ihr verrecken! Ich bringe jeden persönlich um!

Sollen sie mich doch verurteilen! Sollen sie doch!

Hier spricht Moskau. Das sowjetische Informationsbüro.

Die Abendnachrichten.

Im Verlauf des 3. Juni gab es an der Front keine besonderen Ereignisse.

An einigen Abschnitten der Front

kam es zu Gefechten von örtlicher Bedeutung.

Und erneut wird es Nacht über den verschlafnen Bergen.

Und im Rauch des Lagerfeuers leuchten junger Männer Augen.

Und der Wind hat sich gelegt, und mit ihm das letzte Lied.

Es scheint, als wäre er gegangen, dich zu suchen.

Sie sollten alle einmal unverhofft hierher geraten,

in diese Gegend, wo die Gletscher dröhnen.

Überall treffe ich viele Freunde,

doch warum bist du denn nicht dabei?

Ich werde dich suchen, werde immerzu hoffen.

Wenn ich dich auch hunderte Jahre suchen muss.

Ich werde dich suchen, denn ich heg die leise Hoffnung,

dass ich dich in der Ferne finden werde!

- Gefällt es dir? - Ja, sehr.

Die Geister sind immer noch hier.

Haben mich angeschaut, als ob ich eine verbotene Grenze überschreite.

Vielleicht Schatzsucher.

Ich geh und frag sie ganz direkt, was sie hier zu suchen haben.

Ich komme mit. Schlagen wir sie in die Flucht

Genau. Das ist nämlich unser Revier.

Das darf man sich nicht gefallen lassen.

Gut, Vater?

So ist es gut, Igor.

ELIZAVETA BRITSCHKINA

SONJA GURWITSCH EVGENIJA KOMELKOVA

MARGARITA OSJANINA GALINA TSCHETWERTAK

EWIGER RUHM DEN FÜR DIE HEIMAT GEFALLENEN.

ENDE

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