All language subtitles for The Kollective [HDTV 720p][Cap.101]

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Original subtitles

* Spannende Musik *

* Geheimnisvolle Musik *

* Stimmengewirr, Hämmern *

* Spannende Musik *

* Bedrohliche Musik *

* Bedrohliche Musik *

Hast du nie Angst, Claude?

Doch, jeden Morgen, wenn ich aufwache.

Ich früher nie.

Und warum jetzt? - Wegen Jess, meiner Kleinen.

Okay, beeilen wir uns!

Ich hoffe, wir schaffen es noch.

Danke, Claude.

Danke mir später, wenn du im Flugzeug bist!

Und du? Kommst du klar?

Wenn deine Story veröffentlicht wird, haben die größere Probleme als mich.

Mach's gut!

* Stimmengewirr *

Danke, Sir. Willkommen an Bord.

* Flugzeug startet. *

* Flugzeuglärm *

* Bedrohliche Musik *

* Explosion *

* Titelmelodie setzt ein. *

(TV) "Unter den Opfern befindet sich der britische Journalist Steve Lush."

Arbeitest du an dem Cyber-Security Auftrag?

Doch, ich mache nur Pause.

Ich bin erwachsen. Sag mir die Wahrheit!

Ein Journalist ist gestorben.

Steve Lush saß in diesem Flugzeug, es ist abgestürzt.

Dieser englische Reporter? - Ja.

Scheiße!

Ich hab meinem Chef gesagt,

wir sollten die Samenspenden auf zehn pro Jahr begrenzen.

Darauf sagte er nur: "Wer würde so oft spenden?"

Meine Miete ist hoch und ich habe einen IQ von 162.

Das klingt etwas soziopathisch. - Das kommt von dem IQ.

Hoh... - Idiot!

* Handysignal *

Alter!

Was ist los? - Nur ein Hamster in der Mikrowelle.

Alles gut.

Kazim, du wolltest doch immer meinen Arbeitsplatz haben, nicht?

Er ist jetzt deiner.

Wo ist denn Josh? Los, suche ihn! Hole ihn her!

Weißt du, wo Josh ist? - Nein.

Josh, was machst du hier? - Nur eine Minute. Ich komme gleich.

Tommy killt dich, komm! - Ja, ich komme schon.

* Handy brummt. *

Hallo. - Hi.

Arbeitest du noch? Was ist los? - Ich bin raus.

Du kündigst nach zehn Wochen?

Social Media ist eine Kloake. Das kann keiner ändern.

Eine schmerzhafte Erkenntnis. - Wenn's wehtut, muss es wahr sein.

Was ist an dem Absturz verdächtig? - Das sage ich dir nicht am Telefon.

Wann kommst du aus Berlin zurück? - Ich fliege heute Nachmittag.

Ein Treffen mit allen wäre gut.

Der Absturz war kein Unfall, glaube ich.

Übrigens: Ich habe eine Überraschung für dich.

Ich hasse Überraschungen.

(Barkeeper) Josh! - Gut, alles klar.

* Beschwingte Musik *

Alles gut, Papa, ich kann bei Cecile übernachten dieses Wochenende.

Fahr schon!

War ich so mit sechzehn?

Hey.

Hey, du bist ja richtig aufgeregt.

Morgen treffen wir uns alle live. - Ja, und ich freue mich sehr darauf.

* Beschwingte Musik *

Hey, willkommen. Ich bin Aaron. - Delia.

Bitte kommt rein!

Hallo. Schön, dich zu sehen. - Ich freue mich.

Ich habe Tiramisu für dich. - Klasse.

Du hättest wenigstens aufräumen können.

Ja.

Hast du das möbliert? - Das ist nicht meine Wohnung.

Was hast du mit dem Besitzer gemacht? - Er sitzt gefesselt im Keller.

Du bist im Chat nicht so lustig. - Die Wohnung gehört meinem Vater.

Mein Freund, hier kommt die Überraschung.

Delia ist meine Freundin. - Tata!

Nice.

Darf ich? - Etienne!

Hey!

Hi. - Aaron!

Wow! Ist die von Robert Bertel? - Ja, ich bekam sie zum Abschluss.

Klar: Bertel. - Er ist mein Vater.

Er ist toll. - Echt? Ja, er hat viele Fans.

Ah, hi!

Endlich mal wieder. - Hi!

Habe ich was verpasst? - Nein.

Das sind die nettesten und klügsten Menschen auf der Welt, die ich liebe.

Hey. - Wir haben Bier da.

Sehr gern. Etienne, mon Ami!

Ich fand nur wenige Bilder online. Die besten sind diese hier.

Alle Fotos stammen von der kongolesischen Regierung,

ausnahmslos alle.

Sie wurden von weitem aufgenommen. Keine genauen Details sind zu sehen.

Es muss doch Handyfilme geben. - Ja, ich habe aber nichts gefunden.

Der Absturztort muss im Nirgendwo sein.

Aber dieses eine Bild. Was ist das? - Coltanabbau.

Ein Mineral für Batterien und Mikroprozessoren.

Eines der wertvollsten Mineralien der Welt.

Die Arbeiter wohnen sicher nah bei der Mine.

Also wenn da ein Flugzeug abstürzt, da wird doch einer fotografieren.

Wenigstens die Trümmer dort. - Es sei denn, sie haben große Angst.

Okay, tun wir so, als wäre Steve Lush ermordet worden, was fraglich ist.

Warum wählen die Mörder einen Absturz, den alle veröffentlichen?

So was gab es schon mehrfach.

Flug MH 17 von Amsterdam nach Kuala Lumpur.

Abschuss durch eine russische Rakete, 2014, 298 Tote.

Siberia Air, Flug 18-12, über dem Schwarzen Meer abgeschossen,

2001 auf dem Weg von Tel Aviv nach Nowosibirsk. Alle 78 Passagiere tot.

Korean Air, Flug 007 von New York nach Seoul,

über Anchorage in Alaska, 1983,

verletzte den Sowjetischen Luftraum und wurde abgeschossen.

269 Tote, darunter ein US-Kongressabgeordneter.

Wow! Ist ja irre, ein richtiger Air-Crash-Fetischist.

Josh, keins dieser Flugzeuge wurde wegen eines Passagiers abgeschossen.

Falls die Maschine im Kongo abgeschossen worden ist, falls,

dann war es bestimmt eine Splittermantel-Lenkwaffe,

die 20 Meter vor dem Flugzeug detoniert, nicht direkt im Rumpf.

Die Beschädigung führt zum Absturz, aber ohne eine große Explosion.

Sonst hätten es alle gesehen. - Die Welt wird immer abgefuckter.

Das war ein Attentat, kein Unfall.

Die Britische Regierung bat um den Flugschreiber.

Und ich habe die Kommission, die ihn auswerten soll.

Deren Infos bringen uns weiter. - Die veröffentlichen die Ergebnisse.

Warten wir, bis sie raus sind!

Lasst uns keine voreiligen Schlüsse ziehen.

Wir sind keine Verschwörungstheoretiker.

Okay, dann warten wir noch.

Josh, wir machen ein Gruppenfoto. - Okay, ich komme.

* Stimmengewirr, Lachen *

* Geheimnisvolle Musik *

Maya.

Hey, du ähnelst immer mehr deinem Vater.

Steve Lush, euer Reporter.

War das ein Unfall?

Joshua, wieso fragst du mich das?

Professionelle Neugier. - Vergiss es! Denk nicht mal dran!

Wenn nicht, frage ich mich ... - Ich weiß, was ihr tut.

Ich verfolge The Kollective seit euren Anfängen letztes Jahr.

Ich bin ein großer Fan, ehrlich, ihr seid gut.

Aber ich weiß auch, dass ihr mit so einem Fall noch nie zu tun hattet.

Wir könnten es doch probieren.

Maya, du weißt, wieso das so wichtig für mich ist.

Josh, du warst neun, als dein Vater gestorben ist.

Du hättest nichts tun können.

Maya, bitte!

Also ich habe eine anonyme Quelle. Sie will nur nicht mit uns sprechen.

Mit niemandem aus dem konventionellen Medienkomplex.

Vielleicht ...

Vielleicht wäre sie aber bereit, sich mit euch zu unterhalten.

Ihr macht einen neuen Journalismus, den sie nicht ablehnt.

(Aaron) Na?

Es ist kalt. Du kannst auch oben rauchen, wenn du willst.

Das ist gelogen.

Einer wie du mag es nicht, wenn man in der Wohnung raucht.

Siehst du mich so?

Du rauchst nicht, bist ordentlich, du magst es nicht, wenn's stinkt,

hast vermutlich leichtes Asthma.

Drei von vier stimmen. - Ah!

Ganz nah dran. - Danke.

Wo kommst du noch mal her, Delia? - Brighton, ursprünglich.

Und dann studierte ich in New York. - Und jetzt London.

Mit deinem besten Freund.

So live bist du irgendwie anders. - Ach ja?

Ja. - Wie denn?

Im Call wirkst du nicht wie ein Sauberkeitsfreak.

Eher selbstbewusst und sehr aufgeschlossen.

Jetzt sehe ich jemand anderen.

Mein Bildhintergrund war doch sehr ordentlich.

Und du hast immer über meine schlechten Witze gelacht.

Du bist auch irgendwie anders.

Ach ja? - Du bist wie ein Tsunami.

Auf eine gute oder blöde Weise?

Kann ich noch nicht sagen.

Hey. - Hey.

Ich wusste, ihr zwei versteht euch. - Ja, sie ist klasse.

Live noch mehr als online.

Und sie liebt mich. Sie würde keinen anderen nehmen.

Doch, das würde ich. Aber Aaron will keine Raucherin.

Du untreues Miststück! - Du Vollidiot!

Hat sie dir gesagt, was sie will? - Nicht direkt.

Das sind also die Stars unter den unabhängigen Journalisten.

(Etienne) Mhm ...

Wir gründeten The Kollective nicht, um berühmt zu werden.

Natürlich nicht, das weiß ich, aber das, was ihr tut,

ist für eine lebendige Zivilgesellschaft eine Bereicherung.

Ich hab hier etwas, das für euch vielleicht von Interesse sein könnte.

Das hier ist Steve Lush.

Er war ein Kollege von mir und auch ein sehr guter Freund.

Er recherchierte im Kongo über die Arbeitsbedingungen in den Minen.

Und ist dann mit dem Rina-Air-Flug abgestürzt. Wir haben's auch gehört.

Er war davon überzeugt, dass jemand ihn verfolgt.

Seine Ergebnisse wollte er mir nicht am Telefon oder per E-Mail mitteilen.

Er wollte mich hier einweihen. Vermutlich wollte man das verhindern.

Ich bat euch her, um zu fragen, ob ihr mithelfen wollt,

rauszufinden, was da wirklich passiert ist.

Gegen Bezahlung und ohne Beeinflussung.

Ihr arbeitet wie immer, nur mit Zugang zu all unseren Ressourcen.

Wir helfen, wo wir können.

(Delia) Das mit Steve tut mir leid.

Aber Geld macht uns nicht wahrhaftiger.

Ich glaube nicht, dass wir mitmachen wollen

in einem herkömmlichen großen Medienhaus.

Und glaube auch nicht, dass wir arbeiten könnten wie sonst,

ohne Beeinflussung durch euch.

Okay, angekommen.

Lucas, was denkst du?

Ähm, unsere Unabhängigkeit ist unser wichtigstes Prinzip.

Ihr sollt unabhängig bleiben, ich will das nicht ändern.

Ich arbeitete schon mit Anna Politkowskaja,

als ihr noch Windeln getragen habt.

Du warst vermutlich schon in der Grundschule.

Ich? - Okay, das mag schon sein.

Aber das hier ist eine Zeitung, die vor kurzem erst übernommen wurde.

Von einem internationalen Konzern.

Sonst hätten wir wie viele Zeitungen zumachen müssen.

So können wir Millionen Leser überall auf der Welt informieren.

Ich bin euch sehr ähnlich.

Ich kämpfte immer schon für die Wahrheit, mein halbes Leben lang.

Der Punkt ist der:

Ich habe eine Quelle, die vielleicht mit euch reden würde,

gerade weil ihr unabhängig seid.

Eine anonyme Quelle? - Ja.

Sie hält sich sehr bedeckt, weil sie engen Kontakt zu Steve Lush hatte.

Und sie befürchtet Bedrohungen.

Wir reden nicht mit anonymen Quellen.

Wir können ihre Aussagen nicht zitieren.

Damit wären wir wie jede andere Nachrichtenagentur,

der die meisten Menschen nicht mehr vertrauen.

Der Grund, warum sie uns vertrauen, liegt darin,

dass sie unsere Veröffentlichungen zu Hause nachvollziehen können.

Okay. Aaron, wie siehst du das?

Ich finde, wir sollten nichts übereilen.

Aber vielen Dank für das Angebot, Maya. Das wissen wir zu schätzen.

Auf Wiedersehen.

Es war mir eine große Freude, Maya.

Ich wünsche euch viel Glück und Erfolg.

(Etienne) Danke, auf Wiedersehen.

Reden wir unter uns! - Ich bleibe noch einen Moment hier.

Hat mich gefreut. - Gleichfalls.

Wenn du ihnen von mir erzählt hättest, Josh,

dann wäre es besser verlaufen.

Sie verstehen das nicht. - Wie sollen wir sie nun überzeugen?

Maya!

Ich will deine Quelle kontaktieren.

Nein, Josh. Nein, das wäre ...

Gehen wir einen Kaffee trinken. Ich sag dir, warum du ...

Du verstehst mich nicht.

Es geht hier nicht bloß um Steve Lush.

Es geht auch um mich.

Bitte!

Kriege ich den Kontakt?

Okay.

Ist das ein Selbstporträt? - Nein, ein Bild meines Großvaters.

Er starb im Krieg. Vielleicht kennt ihr euch. Wo warst du stationiert?

* Etienne lacht. *

Du frecher Sack.

Kanntet ihr beide sie schon? - Ja, wieso.

Wir kämpfen gegen Fake News.

Wieso lügen wir uns in der Gruppe an? - Ich habe nicht gelogen.

Ich wusste nicht, dass er es dir nicht gesagt hat.

Joshs Vater war Journalist und hat mit Maya gearbeitet.

Und nach seinem Tod hielt sie immer Kontakt zur Familie.

Und so bin ich ihr begegnet. Deswegen kenne ich sie.

Wieso erzählt er mir kein Wort davon?

(Etienne) Ich war fast 12 Jahre mit meiner Frau zusammen.

Und da sind noch immer Sachen, die ich nicht weiß über sie.

Werde ich auch nie. Ist so!

Ich bin 27 Jahre mit mir zusammen und weiß vieles nicht über mich.

(Etienne) Oh, hey, Josh.

Ich schulde euch dafür eine Erklärung.

14. September 2002 von Moskau nach Perm, NA Flug 821.

88 Tote, darunter mein Vater

und ein ranghoher Berater des russischen Präsidenten.

Ich war neun.

Offizieller Grund war, dass der Captain betrunken war.

Aber es gab einfach zu viele Unstimmigkeiten.

Und du glaubst deren Version nicht.

Genau wie bei dem Rina-Air-Flug im Kongo.

Das war kein Unfall.

Was, wenn man Steve Lush zum Schweigen bringen wollte

wie meinen Vater?

Maya gab mir den Kontakt in Kinshasa. - Wieso erzählst du mir das nicht?

Ich verstehe jetzt, wieso du dich so in die Steve-Lush-Geschichte hängst.

Aber wir tun so etwas nicht. Wir reden nicht mit geheimen Quellen.

Andernfalls wäre die Glaubwürdigkeit unserer Recherchen dahin.

Dein Dad hätte auch nichts davon. Er war an einer anderen Story dran.

Mein Vater starb für die Wahrheit.

Jede Story wie diese ist auch seine. - Josh!

Ich kann total verstehen, dass du so denkst, wirklich.

Aber ich halte Delias Standpunkt für richtig.

Das Risiko, die Glaubwürdigkeit und Akzeptanz zu verlieren,

die wir uns ein Jahr lang erarbeitet haben, ist groß.

Das dürfen wir nicht unterschätzen.

(Etienne) Ich finde auch, dass sie recht hat, ja, ja.

Wow!

* Bedrohliche Musik *

* Rufzeichen *

Hallo! - (Claude) Zeig mir dein Gesicht!

Hi!

Auf dem Bild siehst du besser aus.

Oh, ich hatte einen ziemlich langen Tag.

Was willst du? - Schön, dich kennenzulernen.

Maya Jansen hat gesagt, du könntest mir helfen.

Ich wüsste gern mehr über Rina-Air 5-NRAM.

Okay, ich schick dir was von einer anderen Nummer.

Du musst es nach dem Ansehen löschen. Verstanden?

Ja, das mache ich.

* Beschwingte Musik *

* Knall *

Ich wüsste nicht, dass ein Flugzeug wegen technischer Probleme zerbricht.

Wird dazu denn nicht ermittelt?

Hast du die Aufnahme jemandem geschickt?

Nein. Denkst du jetzt, die Wahrheit ist mir egal?

Nein, das sage ich nicht, aber ...

Offiziell gehen alle Infos an die Untersuchungskommission der Briten.

Und was passiert in Wirklichkeit?

Die Kongolesen kennen das Video und gaben es nicht weiter.

Bingo.

Hör mal zu, Mister Joshua Moore.

Halt du dich da raus!

Bleib zu Hause und vergiss alles! Dieses Land ist verflucht.

Hier ändert sich nie was. - Aber ...

* Polizeisirenen von fern *

Hey. - Hey.

Ich muss seit vorhin darüber nachdenken,

was du mir erzählt hast über deinen Vater und ...

Fährst du weg?

Ja, morgen.

Und wohin?

Delia, ich will mehr tun,

als nur am Schreibtisch das Netz nach Spuren von irgendwas zu durchsuchen.

Ich will ein Reporter sein, so wie mein Dad.

Du denkst, dass ich damit meine Unabhängigkeit aufgebe

oder zum Feind überlaufe, aber es tut mir leid, ich muss es einfach tun.

Hast du den Verstand verloren, Josh?

Ein Reporter ist tot, der in Kinshasa recherchiert hat.

Mach dir keine Sorgen! - Ich verstehe dich.

Ganz ehrlich! Das Ganze reißt alte Wunden bei dir auf.

Aber glaubst du, dein Vater würde wollen, dass du dein Leben wegwirfst,

und unsere Arbeit, indem du einer so unsicheren Spur nachjagst im Kongo?

Ich weiß nicht, was er gewollt hätte, aber er wäre sicher stolz auf mich.

Deine Gefühle vernebeln deinen Blick. Du bist zu nah dran!

Weißt du was? Vermutlich hast du recht.

Wahrscheinlich ist es genau so, wie du sagst.

Aber das ist mir egal. Ich fliege.

* Er schlägt die Tür zu. *

* Handy brummt. *

* Stimmengewirr *

Entschuldigung. Excusez moi, eh, La Terasse?

Pardon?

La Terrasse? - Ah, en haut.

Danke, merci. - Oh, merci.

* Stimmengewirr *

Du hast nicht auf mich gehört.

Meine Mutter stört das auch immer.

Woher hast du das Video?

In meinem Job komme ich viel rum. Janine!

Die Leute, die ich treffe, sind unzufrieden damit, wie es hier läuft.

Und bei uns übersteigt inzwischen unser Zorn unsere Angst.

Keine Sorge, der Fisch bringt dich nicht um.

Hast du noch andere Informationen?

Kostet 1.000 Dollar.

Ich dachte, du tust das um der Wahrheit willen, Claude.

Jede Wahrheit hat ihren Preis.

Wie wäre es mit 500?

Die Aufnahme stammt vom 11. Mai.

Eine Stunde nach dem Abschuss der Maschine.

Raketen.

Die Straße da ist ganz in der Nähe des Absturzortes.

Das beweist noch nichts.

Wir brauchen mehr Beweise. - Ich wünsche dir Glück beim Suchen.

Wo gehst du hin? - Genieße den Fisch!

* Stimmengewirr *

* Stimmengewirr *

Hi, Mum. Mum bitte, es ist gerade ganz schlecht.

Ich bin bei der Arbeit.

Maya rief an.

Mum ... - Ich bin sauer auf sie.

Mach dir keine Sorgen! Ich bin okay.

Steve war ein erfahrener Journalist. Du bist ...

Ich bin Tellerwäscher in einer von Albanern geführten Pizzeria.

* Die Leute skandieren Parolen *

Was ist das für ein Krach?

Mum, ich muss auflegen. Ich bin bald wieder da.

Pass auf dich auf! - Ja, hab dich lieb. Ciao!

* Düstere Musik *

Ist gemütlich, freitagabends zu Hause rumzuhängen.

Ja. - Finde ich auch.

Ich hasse es, wenn er mich alter Mann nennt.

Das kotzt mich an.

Total.

Und wenn mich das so trifft, hat er wohl recht.

Hier, schau hin!

Siehst du das? Die Beschädigungen am Heck der Maschine?

Ja.

Diese kleinen Punkte, die kommen von den Splittern.

Die Explosion der Rakete findet statt, bevor sie einschlägt.

Bei einem direkten Treffer wäre die ganze Maschine explodiert.

Ja, lässt sich rausfinden, was für ein Raketentyp das war?

Man weiß, dass das Flugzeug ungefähr in 1.000 Meter Höhe geflogen ist,

als die Blackbox angefangen hat, den Absturz aufzuzeichnen.

Dann scheiden Waffen mit weniger Reichweite aus.

Stimmt genau.

Du bist gut. Du nimmst mir noch meinen Job weg.

Das hier oder den als Informatiker? - Beides.

Der Raketen-Truck war nur 10 Kilometer entfernt vom Absturzort.

So ein Zufall. - Nicht wahr.

Hier, Sekunde.

Sehen wir uns mal den Fahrer an!

Danke.

Also sei bitte vorsichtig, okay? - Ja, natürlich.

Und Josh, ich hätte dich bei unserem Treffen mehr unterstützen sollen.

Schon gut, dafür hilfst du mir jetzt.

Und Josh, rufe Delia an, okay?

Ich verstehe nichts von Liebe und habe euch nur ein Mal live getroffen.

Und keiner von euch beiden macht den ersten Schritt. Also tu es!

Ich fand es besser, als wir noch nichts übereinander wussten.

Also wir hören uns. - Ja, bis dann.

* Spannende Musik *

* Stimmengewirr, Maschinenlärm *

Nein, danke. Non, merci. Non, ca va, merci.

* Maschinenlärm *

Claude! - Wie hast du mich gefunden?

Es gibt nur eine Taxi-Kooperative hier mit einer Chefin namens Claude.

Die Treppe ist da.

* Stimmengewirr *

Hi!

Was willst du?

Beenden, was Steve Lush angefangen hat.

Ich will wissen, was hier passiert in den Minen beim Coltan-Abbau.

Hilfst du mir oder nicht? Denn nachforschen werde ich sowieso.

Du hast viele Lusamba-Plakate für jemanden, der sein Land aufgab.

Gut, ich habe noch ein Video. Du kriegst es aber nicht.

Wieso?

Wegen dieser Aufnahme ist Steve Lush gestorben.

Setz dich!

80 Prozent aller Coltanminen auf der Welt sind hier in unserem Land.

All das Geld müsste uns gehören, aber so läuft es nicht.

Ausländische Investoren tun alles, um sich die Schürfrechte zu sichern.

Sie schmieren mit Geld unsere korrupten Politiker,

die die Hand aufhalten und unser Land verkaufen.

* Schüsse im Video *

So machen sie das schon immer.

Joshua, verstehst du, worauf du dich da einlässt?

* Bremsen quietschen. *

Ca va?

Hi. - Hi.

Venez!

* Stimmengewirr *

* Hunde bellen. *

* Hühner gackern. *

Sie haben die Hinrichtungen in der Mine gefilmt?

Er hat das Video? - Er hat es nur gesehen.

Du kannst ihm vertrauen. - Keine Sorge! Ich sage es niemandem.

Alle, die es kennen, wurden ermordet. - Cédric, Sie waren wirklich mutig.

Nein, es war nicht mutig. Es war dumm, sonst nichts.

Als das Flugzeug abstürzte, haben sie mich geholt.

Ich wäre ein Rebell, ein Lügner, ein gefährlicher Verbrecher.

Ich sagte Nein!

Sie haben mich überall verbrannt mit Zigaretten.

Sie haben mich gequält.

Mit Wasser und mit Strom, es war die Hölle.

Auch mit Schlafentzug haben sie mich gefoltert.

Und das haben sie mit meiner Hand gemacht.

Sie haben gesagt, wir würden für Lusamba arbeiten.

Was haben die gegen die Anhänger von Lusamba?

Falls Lusamba an die Macht kommt, verstaatlicht er alle Coltan-Minen.

Und das hieße, dass das Geld bei unserem Volk bleibt.

Wer sind diese Menschen? Die Weißen, die Sie gefoltert haben?

Bitte, sagen Sie's mir!

Russen.

Ist das einer davon?

Wie heißt er?

Ivanov.

Er heißt Ivanov.

* Düstere Musik *

Ja.

Du siehst scharf aus. Hast du ein Date?

Ich hab online jemanden kennengelernt und muss in 20 Minuten da sein.

Ist das so wichtig? - Ist mein Sexleben wichtig?

Oh, das ist eine sehr gute Frage.

Kannst du was für mich tun? Deine Belohnung wird die große Liebe sein.

Ich suche nicht die große Liebe.

Mir geht es um Sex und ein bisschen Abenteuer.

Das ist gelogen.

Hör zu! Der Fahrer des Trucks, der Typ mit dem Baseball-Cap,

war beteiligt an einer Hinrichtung von Minenarbeitern. Er heißt Ivanov.

Kannst du ihn finden?

Du hast keine Ahnung, wie lange ich diesen Scheiß-Stiefel gesucht habe.

Ich danke dir.

* Handy brummt. *

Hey. - Hi.

Es tut mir leid.

Du fehlst mir.

Du mir auch.

Ich bin völlig erledigt, weil ich so schlecht schlafe ohne dich.

Kommst du bald zurück? - Ja. Ja, ich habe es vor.

Weißt du, ich verstehe dich jetzt.

Tu, was du tun musst und komm heil zurück!

Ja, werde ich. - Versprochen?

Nein, ich will eigentlich hierher ziehen.

Ist die perfekte Mischung aus Sonnenschein und Korruption.

Was gibt es Besseres?

Schlaf weiter!

Ich lieb dich. - Ich liebe dich auch.

Ciao!

* Beschwingte Musik *

Fuck.

* Rufton *

Hey, Josh.

Das ist ein Foto von Boris Ivanov mit Jacques Lemaire.

Er ist Herausgeber des Le-Doute-Magazins.

Ivanov steht im Impressum als Journalist.

Aber er ist eindeutig der Mann aus dem Truck,

Gesichtserkennung bei 100 Prozent.

Warum sollte ein Journalist Raketen herumfahren?

Könnte Le Doute ein Fake sein?

Vielleicht dient die Zeitschrift zur Tarnung für solche Leute.

Ja.

Josh, ich glaube, du solltest, du solltest lieber da abhauen.

Noch nicht.

Pass auf dich auf, Mann! Viel Glück.

Danke.

* Telefon-Rufzeichen *

* Rufzeichen *

* Handy brummt. *

Hallo.

Ich habe ein letztes Geschenk für dich. Mach den Link auf!

Das wurde am Tag vor Steves Abreise aufgenommen.

Wann hast du das gekriegt? - Gerade eben.

Und woher?

Von jemandem, der dieses Land liebt.

* Bedrohliche Musik *

* Stimmengewirr *

Der Tag vor dem Flugzeugcrash.

Auf dem Fahrzeug sind vier Raketen.

Im Video kurz nach dem Absturz sind es nur drei.

Was schließen wir daraus, dass diese eine Rakete fehlt?

Das ist ... - Das ist dein Beweis.

Und eine Story.

* Hämmern und Klopfen *

Was war das? - Fahr zum Flughafen! Hau hier ab!

* Schüsse von draußen *

* Spannende Musik *

Wo geht's hier raus? Wo ist der Hinterausgang?

Wo ist der Küchenausgang? Bitte!

Wie komme ich hier raus? La sortie.

* Spannende Musik *

Gibt es hier einen Ausgang? Une sortie!

* Musik, Straßenlärm *

* Stimmengewirr *

Pardon.

* Spannende Musik *

Mach schon!

* Handy brummt. Sie schaltet es ab. *

* Maschinengewehrfeuer *

So eine verfickte Scheiße!

* Schuss, Lachen *

* Lachen *

Hey, hey!

Ah, ah, ah ...

* Krachen *

* Tür wird geöffnet. *

* Schritte entfernen sich. *

* Stille *

Untertitel im Auftrag des ZDF, 2026

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