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*beklemmende Titelmusik*
*Frau schreit auf Griechisch.*
*Sie schreit weiter.*
*Frau schreit weiter.*
*lässige melancholische Musik*
*Lied: "God's Gonna Cut You Down" von Shelby Lynne*
*Lässige melancholische Musik läuft weiter.*
Oh nein. Komm, ich stand im Stau.
Ist mir egal. Ich mache es wieder gut.
Du machst wieder gut? Ja.
Was genau? Das Fotoshooting, wo du zwei Stunden zu spät warst?
Die Konferenz, zu der du nie erschienen bist?
Kapiert. Du sprichst über heute Morgen.
Ich mache die Konferenz. Ich habe ein Team dort.
Was ist mit den Demonstranten? Nein, tut mir leid.
Komm, Stefanos. Es lohnt.
Nein, nein, nein. Hörst du das?
Das ist eine starke Frau, die nach Freiheit ruft.
Sie reißt sich ihr Kopftuch ab.
Das ist eine Gruppe Teenager.
Sie rufen "Fuck the government", die Minister schauen weg.
Das ist was für die Titelseite. Du Vollidiot.
Besorg die Bilder. Los, los. Du hast sie bis fünf.
*Handy klingelt.* (Stefanos) Drei Uhr, spätestens.
(Frau, griechisch)
*Protestrufe*
*Lässige melancholische Musik setzt wieder ein.*
(griechisch)
(Fahrer)
Scheiße.
* Fahrer schreit weiter. *
(Frau) Hey!
(griechisch) - (englisch)
(englisch)
Fuck you.
*Lässige melancholische Musik läuft weiter.*
(griechisch)
*Musik verklingt.*
Hallo, Mama.
Wie geht's?
Besser?
Brauchst du etwas?
Soll ich dir ein Wasser holen? Oder das Fenster aufmachen?
Du siehst scheiße aus.
*bedrückende Musik*
Aber mach dir keine Sorgen.
Ich schaffe das schon.
Ich schaffe das schon.
*Bedrückende Musik läuft weiter.*
*wehmütige Klänge*
*Handyklingeln*
*Piepton*
(Mann) "Patrick Schneider. Ponopolos-Hospiz Athen.
Wir müssen Ihnen leider mitteilen ...
dass Ihre Mutter verstorben ist.
Es tut uns sehr leid."
*Klacken in der Leitung*
*sphärischer Gesang*
(Mädchen) Wuh! Mama, Mama, ich fliege!
*Donnergrollen*
*Mädchen jauchzt.*
Mama, Mama, ich fliege!
Ja!
Wuh!
*zarte Klaviermusik*
*Mädchen jauchzt.*
Wuh!
*Sie jauchzt.*
*Schuss*
*hohes Piepen*
Papa!
Alina!
*Schuss*
Alina! *Er schluchzt.*
Alina. Alina.
*Schuss*
*Schuss*
*lautlos*
Lass mich los! Papa!
*entferntes Hupen*
*beklemmende schneidende Klänge*
*leise dröhnende Klänge*
Dieser Mann hält mich am Arm fest,
und ich versuche, mich loszureißen.
Er hat eine Waffe auf mich gerichtet,
und ich kann mich nicht bewegen.
(Frau) Sie hätten nichts tun können.
Ich weiß.
Sie hätten Ihre Familie nicht retten können.
Patrick, Sie waren ein Kind.
Ich weiß.
Der Tod Ihrer Mutter ist gerade mal eine Woche her.
Da wird vieles wieder aufgewühlt.
*hallendes Lachen*
Es ist verständlich, dass diese Albträume wieder hochkommen.
Aber nach 20 Jahren. Ja.
Ich will das nicht noch einmal durchmachen.
Ich werde das nicht noch einmal durchmachen.
Die Träume werden wieder verschwinden.
Hat sich irgendetwas geändert an den Träumen?
Im Vergleich zu damals? Nein.
Papa!
(Mann, hallend) Komm her.
Obwohl, ich ... glaube, er hat etwas zu mir gesagt.
Der Angreifer? Ja.
Ich dachte, Sie konnten ihn nie richtig sehen.
Papa!
Doch.
Konnte ich. Sein Gesicht war nur verschwommen.
Wie auch immer.
Er hält mich gepackt und er sagt irgendetwas, und ich ...
Ich glaube, es war Deutsch.
Sie wissen, dass das nicht sein kann.
Es war ein Traum, nicht die Realität.
Es hat sich aber anders angefühlt.
Ihr Vater war als Soldat für die Bundeswehr
für Auslandseinsätze zuständig.
Ja, bei einem Einsatz in Bosnien
musste er einen Kriegsverbrecher töten.
Und seine Anhänger haben sich dafür gerächt. Genau.
Ja.
Die Täter sind bekannt und nicht verschwommen.
Es waren keine Deutschen, es waren Serben.
Und deswegen sind Sie auch im Zeugenschutzprogramm.
Sie wissen ... Ist doch egal.
Ich möchte einfach nur, dass das wieder aufhört. Das wird es.
Haben Sie sich schon um den Nachlass Ihrer Mutter gekümmert?
Tun Sie das. Das ist wichtig.
Und es wird Sie befreien, wenn Sie sich dem stellen.
Ja.
*Sie räuspert sich.*
Hier.
Das wird Ihnen die Albträume erst mal vom Leib halten.
Und ich finde, wir sollten uns wieder öfter treffen.
Wie Sie meinen.
Ja.
*leise dröhnende Klänge*
*Sie räuspert sich.*
*Freiton*
Er fängt an, sich zu erinnern.
*weiter dröhnende Klänge*
(griechisch)
*dissonante Musik*
*Dissonante Musik läuft weiter.*
(Alina) Juhu!
*Leise dissonante Musik läuft weiter.*
*Vater lacht gespielt böse.*
*Rhythmischer Beat setzt ein.*
*lebhaftes Stimmengewirr*
*Es läuft beatlastige lässige Musik.*
(Frau, englisch)
Wenn du mitten auf der Straße demonstrierst.
Ich habe nicht demonstriert, du Arschloch.
Ach ja? Ach ja.
Du machst nur Urlaub? Und du?
Klar, ist wunderschön um die Jahreszeit.
Während du dich hier betrinkst, war ich beim Kongress.
Ich bin Teil der Delegation.
Siehst gar nicht danach aus.
Du siehst auch nicht aus wie ein Urlauber.
*unbehagliche Klänge*
*Beatlastige lässige Musik läuft weiter.*
International Federation of Translators.
Sieht fake aus. Ist ja auch nur zum Reinschmuggeln.
Komme ich damit auch rein? Was?
Komme ich damit auch rein?
Schampus trinken mit Politikern, Weltverbesserern. Toll.
Der Kongress ist wichtig für die Frauen im Iran.
"Frauen, Leben, Freiheit". Sagt dir nichts, wa?
Es bringt nichts, wenn man sich in fremde Länder einmischt.
Ja, du machst lieber Urlaub, verstehe.
Bist du eine Idealistin?
Warst du schon auf der Akropolis?
(Stefanos, griechisch)
Schönen Urlaub noch.
Hallo, Patrick.
Tut mir leid, das mit deiner Mutter.
Ja, danke.
Die ist nichts für dich. Simin Ayari.
Sieht harmlos aus, bedeutet aber Ärger.
Überwacht ihr mich jetzt?
Guck mal, ich verstehe, dass du gerade jetzt ...
Bist du jetzt meine Ersatzmutter?
Ja, vielleicht bin ich das.
Immerhin steht dein Name auf der Todesliste der Serben.
Ja. Schön, dass du mich noch mal daran erinnerst.
Dein Sicherheitsrisiko wurde hochgestuft.
Danke für die Auskunft.
Das ist ernst. Wir müssen dich schützen.
Hä, was gibt es denn da zu schützen? Was?
Ich habe doch alles verloren, was ich habe.
Hm?
Außer so ein paar beschissene Fotos und die Albträume.
Das ist alles, was mir bleibt.
Welche Fotos?
Du weißt, dass du keine Fotos haben darfst.
Der Zeugenschutz ist deine einzige Lebensversicherung.
Gut, dann ist mein Scheißleben ja wenigstens versichert!
*eindringliche Musik*
*unbehagliche Musik*
*Schuss* Alina!
*Schuss*
Papa!
Papa!
Lass mich los!
Komm jetzt!
(Soldat) Ziel auf zwei Uhr.
Lima, Kilo, bereithalten.
"Kommen." - Verstanden.
(Soldat) Umfeld sauber?
"Clean."
"Eine Menge Leute möchten Jergovic gerne tot sehen.
Kriegt die Zielperson eine Schramme ab, brechen wir ab."
Das ist nicht das erste Mal, dass wir das machen. Verstanden.
Und die bosnischen Kollegen werden da rausgehalten.
Das ist euer Job.
Wir packen ihn ein, Schleife drum und ab in den Flieger.
Zum Frühstück in Den Haag.
(Soldatin) "Bestätigte Identität. Es ist Jergovic."
(bosnisch)
Scheiße. - "Wir gehen rein."
Warnschuss.
(englisch)
*nervenaufreibende Musik*
Warte.
Warte auf Anweisung. "Einen Moment."
Wartet noch.
Sauber.
(Soldat) "Zugriff."
Drop that weapon. Put the gun down!
Put it down! Put the gun down!
Verdammt, das gibt's doch nicht!
Scheiße!
Der Mörder meines Vaters war kein Serbe. Er war sein Kamerad.
Okay.
Und wie kommst du drauf?
Ich habe ihn damals gesehen. Ich kann mich wieder erinnern.
(griechisch)
Was ist das überhaupt für ein Foto? Wer hat dir das gegeben?
Du hast es von deiner Mutter. Der Typ ...
Der hat meine Familie ermordet. Jetzt beruhigst du dich erst mal.
Ich werde sehen, was ich tun kann.
Aber die Serben sind nach wie vor ...
Hörst du mir überhaupt zu? Es waren nicht die Serben.
Patrick.
Berichte deinen Kollegen in Deutschland,
dass dieser Fall neu aufgerollt werden muss.
Gut, ich werde denen einfach erklären,
du hast schlecht geträumt und den bösen Wolf gesehen.
Vergiss es.
Was willst du eigentlich?
Du willst, dass ich das Foto weiterleite?
Gut, mache ich.
Gib mir das Foto.
Gib mir das Foto.
Was ist dein Problem, Patrick?
Nenn mich nicht Patrick.
Fuck.
(leise) Come on. Scheiße.
*Tür wird aufgeschlossen.*
(griechisch)
*Militärfunksprüche auf Englisch*
*Handy summt.*
Scheiße. *Hupen*
Okay.
*schwelende Musik*
*Tür wird geöffnet.*
(Mitarbeiterin) Er ist abgereist.
(Mann) Bereiten Sie alles vor.
Sie berichten weiter direkt an mich, ja?
*angespannte Musik*
*nachdenkliche Klaviermusik*
*Alina jauchzt hallend.*
*dumpfe Wortfetzen*
(Fahrer) Hallo? Was?
Ob Sie aussteigen wollen.
*Es läuft entspannte Popmusik.*
Nein. Fahren Sie bitte weiter.
Guten Tag. Ich möchte bitte gerne eine Aussage machen.
Wegen Mord.
Doppelmord an meinem Vater und meiner Schwester.
Das ist ein alter Fall. 20 Jahre her.
Alex, bist du das?
Na ja ...
Am besten wendest du dich an die Mordkommission von damals.
Ich suche dir die Ansprechpartner raus.
Danke.
Ich kann keine damaligen Ermittlungen finden.
Ich versuche es unter deinem Namen.
Die Akten sind gesperrt.
Wir sind im Zeugenschutzprogramm.
Seid ihr noch immer in Gefahr?
Keine Ahnung.
Zeugenschutzprogramm. Das erklärt alles.
Wie kommen wir jetzt an die Ansprechpartner?
Überhaupt nicht, keine Chance.
Alex. Hey.
Wie geht es denn deiner Mutter?
Gut. Der geht es gut.
Das freut mich.
Weißt du, Brigitte und ich haben oft darüber gesprochen.
Sie hat sich nicht vorstellen können, wie ...
Was machen wir denn jetzt?
Ich nehme eine Anzeige gegen Unbekannt auf
und leite sie ans LKA weiter.
Irgendjemand wird sich dann schon bei dir melden.
Ich brauche deinen Ausweis.
Mhm.
Patrick heißt du jetzt.
Kann sein, dass das eine Weile dauert.
Die Akten müssen erst freigegeben werden.
Und ... ein 20 Jahre alter Fall
wird bei denen nicht ganz oben auf der Liste stehen.
Der Typ hat zwei Menschen umgebracht. Eine davon war ...
Meine Schwester war acht.
Ich kann nichts dran ändern.
Ich würde, wenn ich könnte. Das hat uns alle mitgenommen.
Danke. Danke trotzdem.
Wie wäre es, wenn du zum Abendessen kommst?
Philipp ist da, hat die Kinder dabei.
Er ist wieder eingezogen, vorübergehend.
Er würde sich freuen, wenn du kommst.
Keine Zeit, leider.
Was ist mit seinen Kollegen?
Seinen Vorgesetzten im Verteidigungsministerium?
Die, die noch nicht in Rente sind, sind längst in Berlin.
Die Ministerien sind umgezogen.
Berlin also.
*treibende Musik*
*Musik klingt aus.*
Hey! Mein Schatz.
Schön, dich zu sehen.
(Mutter) Sprich mit mir.
Was machst du wirklich?
Wo bist du, wenn du in Oslo bist?
Hallo. Guten Tag.
Haben Sie einen Termin? Nein.
Dann kommen Sie nicht rein.
Dann möchte ich einen Termin machen.
Mit jemandem, der 2003 auf der Hardthöhe arbeitete.
Mit wem denn?
Es wäre nett, wenn Sie mir eine Ansprechperson nennen,
die für die Auslandseinsätze zuständig ist.
So läuft das nicht.
Dazu bin ich nicht befugt. Wozu sind Sie denn dann befugt?
Irgendwer muss mir helfen können. Machen Sie den Eingang frei.
Mein Vater ist Frank Jaromin, er hat für den Laden gearbeitet
und ist für den Laden gestorben, wie meine Schwester.
Und Sie helfen mir jetzt,
verdammt noch mal, ihren Mörder zu finden.
Vergessen Sie's.
Hey, du! Anhalten!
Lasst mich los. Runter. Runter.
Fassen Sie mich nicht an!
*hämmernde Klänge*
*Hämmern verklingt.*
*Tür wird geöffnet.*
Patrick Schneider?
Und Alexander Jaromin.
Da haben Sie ein ganz schönes Theater veranstaltet.
Sie haben eine Anzeige aufgegeben und behaupten,
Informationen über den Mord an Ihrem Vater zu haben?
Ja.
Was sind das für Informationen?
Hier.
Der in der Mitte ist mein Vater.
Der rechts neben ihm hat auf ihn geschossen.
Das ist Ivo Rebic, sein Kollege.
Er hat nach dem Tod Ihres Vaters den Dienst quittiert.
Die beiden haben lange zusammengearbeitet.
Ja, ich erinnere mich an ihn.
Er hat mich festgehalten. Und er hat auch geschossen.
Ivo lebt als Einsiedler in Langer Berg bei Berlin.
Fragen Sie ihn doch selbst, wenn Sie wollen.
Hat jemand mit Ihnen gesprochen?
Nein.
Wurden Sie auf eine andere Art kontaktiert?
Wer soll mich kontaktiert haben?
Kommen Sie.
Was Sie mitgemacht haben, vergisst man nicht.
Und es lässt sich nicht ungeschehen machen.
Tun Sie sich den Gefallen: Blicken Sie nach vorne, nicht zurück.
20 Jahre sind eine lange Zeit.
Ihre Erinnerung ist falsch.
Machen Sie keinen Blödsinn.
Gehen Sie zurück nach Athen.
Wer sind Sie?
Hat Nicolas Sie geschickt? Sind Sie vom Zeugenschutz?
Lassen Sie die Sache auf sich beruhen.
Ivo Rebic hat nichts damit zu tun.
*pochende Klänge*
Er ist wie sein Vater.
Er wird nicht lange brauchen, um dahin zu kommen.
*weiter pochende Klänge*
Can't find what you're looking for?
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