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Champagner in Dosen
Nun,
das ist ok, denke ich.
Wieso bin ich so bescheiden? Ich bin doch allein.
Es ist perfekt.
Metropolitan Museum.
Sie fragen sich sicher,
wie Sie bei dem Regen so schnell ein Taxi bekommen haben, was?
Ich stand die ganze Zeit schon hier und habe das Schaufenster bewundert.
Ich arbeite nämlich nebenberuflich in dieser Galerie.
- Und ich... - Entschuldigen Sie, bitte.
Mir ist nicht nach Reden. Bringen Sie mich nur zum Metropolitan.
Oh, ich habe nicht geredet, nur erklärt.
Wie kann ich es Ihnen deutlicher sagen?
Bitte bringen Sie mich zum Metropolitan.
Ok. Ihr Charme hat mich überzeugt.
- Wo fahren Sie hin? - Sie sagten zum Metropolitan.
Ich meinte, das in New York. Wieso sind Sie von der Madison runter?
Dieser Weg ist kürzer. Sie sagten, Sie hätten es eilig.
Sie fahren einen Umweg.
Es ist kein Umweg, wissen Sie... Hey, Moment mal.
Werfen Sie mir etwa vor, ich würde den Fahrpreis erhöhen?
Nein. Ich werfe Ihnen den Versuch vor. Leider habe ich sie erwischt.
Ich schwöre, ich versuche nicht, Sie zu beschummeln.
Wenn Sie wollen, bringe ich Sie wieder zurück und wir fangen von vorn an,
- und ich fahre einen anderen Weg. - Danke, aber Jersey kenne ich schon.
Ok, raus aus dem Taxi.
Es gießt in Strömen da draußen.
Im Gesetz steht, dass Sie mich hinbringen müssen, wo ich hin will.
Sie können mich nicht aus dem Taxi werfen.
Vergewaltigung. Vergewaltigung. Vergewaltigung.
- Vergewaltigung. - Könnte schwer sein,
es glaubwürdig zu machen, wenn die Polizei rausfindet,
dass ich der Sekretär der Freiheitsbewegung für Schwule bin.
Wir sind in ein paar Minuten dort.
Passen Sie nächstes Mal besser auf, wen Sie da abzocken.
Hören Sie, wir hatten ein paar Meinungsverschiedenheiten,
- aber Sie schulden mir $2,85. - Hier ist $1.
- Für den Umweg bezahle ich nicht. - Hey, warten Sie, Sir.
Sir, Sie haben Ihren Aktenkoffer vergessen.
Hey, kommen Sie zurück.
Er ist schneller, als er aussieht.
Auf geht's, Buben oder besser.
- Ok, gib mir was Gutes. - Nicht, wenn es sich vermeiden lässt.
Oh, das ist ja super.
Habt ihr die Karten schon wieder gesehen?
Nur das geübte Auge sieht sie.
Wieso mach ich das immer?
- Hi, Jungs. - Hey, Elaine, wie geht's?
- Hey, Elaine. - Oh, ich bin nicht sicher.
Ich hatte heute einen schrecklichen Fahrgast.
Hey, Bobby. Sie denkt, Sie hatte einen schrecklichen Fahrgast.
Was ist passiert?
Mir hat der Koalabär aus der Qantas-Werbung ins Auto gekotzt.
Und du kannst dir nicht vorstellen, was da so passiert,
wenn ein Koalabär kotzt.
Hey, Alex, kann ich kurz mit dir reden?
- Ja, klar. Gebt mir Karten. - Hey, ich spiel für dich.
Was ist los?
- Ich fühle mich total komisch. - Wieso? Was hast du?
Na ja, ich arbeite doch nebenberuflich in dieser Galerie,
wo sie mich behandeln, als sei ich eine Art Empfangsdame.
Du meinst, dort, wo du als Empfangsdame arbeitest?
Ja.
Sie haben mich ihr Schaufenster für ihre neue Ausstellung gestalten lassen,
und allen hat es echt gut gefallen.
Und jetzt sehen es alle auf der Madison Avenue.
Die Leute beglückwünschen mich sogar.
Kein Wunder, dass es dir schlecht geht.
Du hast deinen Traum fürs Leben gefunden.
Ich weiß, aber es scheint irgendwie nicht mein Leben zu sein.
Solche Sachen passieren mir sonst nie.
Deshalb bin ich etwas durchgedreht und hab's übertrieben.
Ich habe sie alle zu einer Party eingeladen und sie wollen kommen.
Sieht aus, als hättest du eine Glückssträhne.
Erzähl mir dann, was dabei rausgekommen ist.
Ich hatte gehofft, dass du vielleicht auch kommst.
Es wäre schön, wenn eine Person da wäre,
die ich nicht beeindrucken muss.
Wie könnte ich so eine Einladung ausschlagen?
Ja, und noch was.
Vergiss bitte nicht,
dass bei der Party niemand weiß, dass ich Taxifahrerin bin, ja?
Wenn sie das nämlich wüssten, fänden sie das sicher merkwürdig.
Ich kann es mir noch nicht leisten, merkwürdig zu sein.
Du lügst also in Bezug auf deine Arbeit?
Na ja, ich lüge nicht, ich schummle.
Kannst du ihnen vielleicht auch verschweigen,
- dass du Taxifahrer bist? - Nein, das werde ich nicht tun.
- Oh, komm schon. - Nein.
Das ist eine Kleinigkeit.
Nein, das ist keine Kleinigkeit.
Hey, klar ist es das. Das sagt jeder.
Könnt ihr euch das vorstellen? Er will nicht mal ein bisschen für mich lügen.
Der einzige Kerl, den ich kenne, der nie gelogen hat, war mein Vater.
Komm schon. Nie?
Nein. Er hat mal zu mir gesagt:
"John, vergiss nie die Worte deines Vaters:
Die größte Strafe für einen Lügner ist nicht, dass niemand ihm glaubt,
sondern dass er niemandem glauben kann."
John,
- das hat George Bernard Shaw gesagt. - Wirklich?
War dein Vater George Bernard Shaw?
Alex, können wir uns darüber unterhalten?
Weshalb soll er denn lügen? Vielleicht kann ich das ja übernehmen.
Ich gebe am Freitagabend eine Party.
- Ok. - Das ist kurzfristig, aber ich komme.
Wieso Freitagabend? Da entgeht uns doch allen ein Riesengeschäft.
Ich mache die Party
für die Leute aus meiner Galerie.
Wen interessiert das? Je mehr, desto besser.
Sie verstehen das nicht.
Jetzt kapier ich es.
Wir sind nicht eingeladen.
Wieso können wir nicht auch zur Party kommen?
Weil wir Nullen sind.
Wir sind doofe, ungebildete, zwielichtige Taxifahrer.
Was denkst du darüber, Latka?
Latka, auf Englisch.
Wenn sie nicht kommen, komme ich auch nicht.
Tut mir leid, sie können nicht kommen.
Ok, dann komme ich eben ohne sie.
Ok, ok. Ihr könnt alle kommen.
Wenn es euch so viel bedeutet.
Wenn es euch egal ist, dass ihr es mir bei meinen Chefs verbockt oder
mir die Chance zerstört, meine Kinder auf eine gute Schule zu schicken.
Dann kommt doch einfach zur Party.
Wie ist die Adresse?
Du kannst mit mir hingehen, ich weiß, wo es ist.
Vielen Dank.
Gehen wir was essen, dann erzähle ich euch, was ich anziehe.
- Kommt. - Hey, Elaine.
Mach dir wegen uns keine Sorgen, ok?
Niemand wird erfahren, dass wir Taxifahrer sind.
Wir werden das toll überspielen.
- Ok. - Hey, wir sehen uns später, Alex.
Du hast Glück.
Sieht aus, als könntest du Louie auch auf deine Gästeliste setzen.
Ja, ich komme vielleicht auch vorbei.
Vielleicht kann ich ja für ein paar dieser süßen kleinen Künstlerinnen
Modell stehen, so wie Gott mich schuf.
Louie, du bist nicht eingeladen.
- Wie meinst du das? - Wenn ich dich auch nur
am Freitagabend irgendwo in der Nähe meiner Wohnung sehe,
lasse ich dich festnehmen.
Ich bin also wirklich nicht eingeladen.
Ok, wer braucht dich schon?
Bringen wir hier mal wieder etwas Normalität rein.
Hey, Latka, hast du das Taxi fertig geputzt?
Wer hat einen kotzenden Koalabären gefahren?
- Alex? - Ja.
- Hi. - Hi.
- Ist das der falsche Abend? - Nein, es ist der richtige.
Na dann, du brauchst mich niemandem vorzustellen, ich komm schon klar.
Hi, Sie.
Ich habe dir einen Streich gespielt.
Ich habe dir die falsche Zeit gesagt, damit du pünktlich bist.
Super Streich. Wieso?
Du tust mir einen Gefallen.
Jetzt wo du hier bist,
muss es niemandem peinlich sein, der Erste zu sein.
Du weißt doch, wie unangenehm das sein kann.
Ich kann es mir gut vorstellen.
Außerdem fühle ich mich, was diese Party betrifft, etwas unsicher
und ich wollte, dass jemand mir sagt, wie hübsch meine Wohnung aussieht.
- Du kannst jederzeit damit anfangen. - Oh ja. Sieht super aus.
Nein, tut es wirklich. Ich mag... Ich mag das. Oh, und das.
- Und das hier ist echt toll. - Danke.
Weißt du, das war schwierig.
Ich musste mir Möbel ausleihen und die Kinderbetten nach oben stellen.
Ich habe mir große Mühe gegeben für diese Party.
Aber das wird schon werden, wenn meine Käsebällchen gelungen sind.
Lecker.
Und ich weiß, wovon ich rede.
Habe ich irgendetwas übersehen?
- Menschen. - Sie kommen. Sonst noch was?
Etwas für die Menschen zu trinken.
Da gibt es ein kleines Problem.
Ich war bei einem Discount-Schnapsladen
und ich will nicht, dass jemand die Etiketten sieht.
Es sind unbekannte Marken.
- Welche zum Beispiel? - Kennst du Betty's Wodka?
Ein Gentleman schweigt.
Darf ich dir was vorschlagen?
Wieso tust du das Zeug nicht mit Ginger Ale und Säften in eine Schale?
- Oh, das ist eine tolle Idee. - Ich weiß.
Ich habe überhaupt nicht ans Mixen gedacht.
Ich hoffe nur, dass ich genügend Champagner habe.
- Wie viel hast du denn? - 12 Dosen.
Champagner in Dosen.
Das ist wohl für Macho-Genießer,
die nach dem Trinken gerne etwas zerdrücken.
- Oh, Alex, es ist soweit. - Nein, nein, nein. Entspann dich.
Es sind nur Menschen.
Jede Regel hat eine Ausnahme.
Party für Latka?
Nur, wenn du diesen Overall ausziehst.
Oh, das ist aber eine super Party.
Nein, nein, nein. Latka. Latka.
Du musst dir etwas Netteres anziehen.
Glaubst du, es ist ok, dass er hier ist?
Soll das ein Witz sein? Er wird die Stimmungskanone sein.
Oh, Alex, bist du sicher, dass alles gut aussieht?
Glaub mir, die Wohnung sind wunderbar aus.
Entspann dich jetzt einfach mal.
Ok. Ok.
Weißt du, du wirst es nicht glauben,
aber ich habe mich schon um einiges beruhigt, seit du hier bist.
Ja, das sehe ich.
Aber könnte ich dich noch um einen kleinen Gefallen bitten?
Ja.
Wenn du erzählst, dass du Taxifahrer bist, wollen sie sicher wissen,
woher du mich kennst, und dann musst du alles verraten.
Elaine, ist das der wahre Grund, wieso du mich früher herbestellt hast?
Ach komm. Wie konntest du das tun?
- Wie kannst du das sagen? - Alex, das ist eine Cocktailparty.
Verdammt noch mal.
Wieso kommst du immer mit Moral daher?
Ich komme nicht mit Moral daher, Elaine. Ich habe einfach Schiss.
Ich lüge aus dem Grund nicht, weil ich Angst habe, erwischt zu werden.
Es gibt nichts Peinlicheres, als beim Lügen erwischt zu werden.
Außerdem muss man sich, wenn man nicht lügt,
nicht daran erinnern, was man gesagt hat.
Ok, ok.
Wenn es passiert, dann passiert es eben.
Ok, ok.
Ich werde nicht lügen.
Aber ich werde nichts sagen, wenn ich nicht gefragt werde.
Ok?
Ok, danke.
Das ist ein Party-Overall.
- Das ist ja super. - Süß.
- Latka gelernt, wie reden auf Party. - Ja.
Was trinkst du?
Hier sind unheimlich viel Angeber, findest du nicht?
Gehen... Gehen wir zu mir nach Hause.
War es schön für dich?
Du hast ihm das beigebracht.
Nicht ich. Ich wollte gerade um eine Kopie bitten.
- Deine Party ist der volle Erfolg. - Ja, bisher läuft es super.
Aber was ist mit den Jungs? Sie mischen sich nicht unter die Leute.
Ja, sie bleiben unter sich.
Hey, du bist dran, Tony. Wie haben deine Eltern sich kennengelernt?
Das war in Italien.
- Stellt euch vor... - Kommt schon, Jungs.
Ich möchte, dass ihr Leute kennenlernt.
Schon ok, Elaine. Haben wir schon.
Ich glaube, wir gehen jetzt.
- Oh, warum denn? - Weil wir nicht dazu passen.
Wir haben lieber Spaß.
- Vielen Dank, Elaine. - Tschüss.
- Tschüss, mach's gut, Alex. - Tolle Bowle.
Danke.
Hör auf, sie zu beneiden.
Mrs. Hazeltine?
Oh, danke, Elaine.
- Die sind köstlich. - Danke.
- Ich liebe Ihre Gemälde. - Wirklich?
Aber ich erkenne den Künstler nicht.
Na ja, ich wohne mit der Künstlerin zusammen.
Wie bitte?
Es ist meine Tochter.
Außer das mit dem Hasen drauf. Das hat mein Exmann gemalt.
Wir haben über die neue Ausstellung im Museum of Modern Art gesprochen.
- Haben Sie sie gesehen? - Oh ja. Zwei Mal.
Wie fanden Sie die Magritte-Zeichnungen?
Entschuldigen Sie mich bitte kurz, ja?
Ich muss mich um etwas kümmern.
Alex.
Eine der größten Kunsthändlerinnen in New York
will wissen, was ich von einer gewissen Ausstellung halte.
Oh, toll. Dann sag es ihr doch.
Vielen Dank. Wir gehen jetzt.
Schön, dass du kommen konntest, Latka.
- Tschüss. - Tschüss.
Hier sind unheimlich viel Angeber, findest du nicht? Gehen wir zu mir.
Für dich.
Komm.
Es muss daran liegen, wie er es sagt.
Mann, der Champagner ist vorzüglich, nicht wahr?
Was das wohl für einer ist?
Del Monte.
Ich bin Paul. Ich schreibe für ARTnews.
Oh, ich bin Alex.
Was machen Sie beruflich, Alex?
- Oh, dies und das. - Hört sich interessant an.
Was dies und das?
Na ja, ich bin freiberuflich.
Oh, freiberuflicher Maler?
- Nein. - Alex.
Ok, Elaine, du hast gewonnen.
Ich lösche Ölbrände.
Wie bitte?
Wenn eine Ölquelle brennt, ruft man mich, um sie zu löschen.
Das hört sich gefährlich an.
Na ja, ich lösche nur die einfachen Brände.
Warum ich mich hauptsächlich für diese Arbeit entschieden habe...
Oh, tut mir leid, das war ein Reflex.
Na ja, ich habe mich dafür entschieden
ein Ölfeuer-Löscher zu werden, weil es niemals langweilig wird.
Die sehen zwar alle gleich aus,
aber jedes hat eine eigene Persönlichkeit.
Entschuldigen Sie mich bitte, ich hole mir noch was zu trinken.
Ich komme gleich wieder.
Danke, Alex. Das war sicher nicht einfach für dich.
Einfacher als ich dachte. Du hast Glück gehabt, dass ich mir immer
Abenteuerlust im Fernsehen ansehe.
Ich war noch nie so sehr der Mittelpunkt auf einer Party.
Die Schummelei gefällt mir irgendwie.
- Bekämpfen Sie wirklich Feuer? - Oh ja, ja, ja.
Was war das größte Feuer, das Sie je gelöscht haben?
Na ja, einmal brannten 12 Ölquellen gleichzeitig.
Ich bin Rita.
Ich bin Alex.
Hier sind unheimlich viel Angeber, finden Sie nicht?
Ich weiß. Darf ich ganz offen sein?
Wenn es um den Champagner geht, ich hatte nichts damit zu tun.
Ich finde Sie sehr anziehend.
Ihre Offenheit gefällt mir.
Ich sage so etwas normalerweise nicht zu Männern.
Ich hoffe, es stört Sie nicht.
Ich verzeihe Ihnen, wenn Sie mir verzeihen,
dass ich gleich ganz laut jubeln werde.
Essen Sie mit mir zu Abend nach dieser Party.
Mindestens.
Ein kurzes Abendessen.
Alex, der Typ da drüben ist der, mit dem ich neulich
- den Streit vor der Galerie hatte. - Nett.
- In meinem Taxi. - Elaine, bitte.
Er ist vermutlich ein Bekannter von Mrs. Hazeltine.
Oh nein, nein.
Elaine, darf ich Ihnen meinen lieben Freund James Broderick vorstellen.
- Schön, Sie kennenzulernen. - Wir kennen uns schon.
- Wirklich? - Oder nicht?
Tut mir leid, ich kann mich nicht erinnern.
Oh, mein Irrtum.
Schön, dass Sie gekommen sind. Da drüben stehen die Getränke.
Danke.
- Er hat mich nicht erkannt. - Fantastisch.
Er hat mir direkt ins Gesicht gesehen, aber er hat mich nicht erkannt.
- Toll. Super, Elaine. Läuft gut. - Er hat mich nicht gekannt.
- Er hat mich nicht gekannt? - Elaine, was tust du?
Ich werde ihn nie vergessen. Wir haben uns richtig gestritten.
Er hat einfach so durch mich hindurch geschaut.
Ich war nichts für ihn, eine Taxifahrerin ohne Gesicht.
- Elaine, bitte. - Er braucht eine Gedächtnisstütze.
Elaine, viele Leute sind erst dann glücklich, wenn sie das verbocken,
was gut läuft. Das ist eine sehr nette Party.
Diese Leute sind sehr wichtig für dich.
Ich versuche sogar, selbst Spaß zu haben.
Elaine, wieso vergisst du es nicht einfach?
Elaine, atme tief durch.
Noch tiefer.
- So ist es gut. - Danke.
Sie erinnern sich also nicht an mich, was?
Klar doch. Wir haben uns vor 30 Sekunden kennengelernt.
Ich nahm Sie vor vier Tagen in meinem Taxi an der Madison Avenue mit.
Sie ist Taxifahrerin.
Unglaublich.
Und Sie beschuldigten mich, Sie beim Fahrpreis betrügen zu wollen.
- Das waren Sie? - Das war ich.
Wie können Sie 15 Minuten lang ein Gesicht anschreien
und dann dieses Gesicht einfach vergessen.
Meinen Sie das wirklich ernst? Sie sind Taxifahrerin?
- Ja, das bin ich. - Sehen Sie. Ich hatte recht.
Es fällt mir schwer, das zu glauben.
Es ist aber so.
Alex und ich sind beide Taxifahrer.
Was machen Sie denn beruflich?
Entschuldigen Sie mich.
Alex.
Sprich nicht mit mir, Elaine.
Du bleibst so lange hier, bis wir wieder Freunde sind.
Dann werden wir zusammen alt werden.
Wenn es dir irgendwas bedeutet, ich werde dir ewig dankbar dafür sein,
dass du mir beigebracht hast, die Wahrheit zu sagen.
Elaine.
Schade nur, dass die Wahrheit dir nichts gebracht hat.
- Ich will nicht darüber reden. - Dann schrei mich an,
dann geht's dir sicher besser.
Du willst nicht darüber reden?
Nein, ich werde einfach nur hier sitzen und deinen Champagner trinken.
Was ich nicht so recht verstehe, ist, was das ganze Theater eigentlich soll.
Ich sage dir, was es soll.
Ein Mann wartet sein ganzes Leben auf so eine Frau.
Was ist denn so toll an der?
Was so toll an ihr ist?
Sie ist die Art von Frau, die nur Feuerwehrmänner kriegen.
Sie kommt einfach auf dich zu, sieht dir in die Augen und sagt:
Darf ich ganz offen sein?
Ich finde Sie sehr anziehend.
Ich sage so etwas normalerweise nicht.
Ich hoffe, es stört Sie nicht.
Es klang besser, als sie es gesagt hat.
Es hat sich so einmalig angehört.
Hat sich schrecklich angehört, als sie aufgehört hat, es zu sagen.
Ich habe das Gefühl, dass du was von ihr hören wirst.
Ja, das habe ich auch, so wie sie sich am Ende benommen hat.
Sie bezeichnete mich als Müll
Genau. Du weißt doch, wie Frauen über Müll denken.
Sie fragen sich stets, ob das, was sie weggeworfen haben, wichtig war.
Dann gräbt man so lange, bis man es wieder gefunden hat.
Elaine, hör auf, mich trösten zu wollen.
Machen wir einfach so weiter wie bisher:
Ich sitze hier, und du fühlst dich schlecht.
Sie hat mir auf die Schuhe gespuckt.
Wofür ich mich wirklich schlecht fühle, ist, wie gut alles für mich gelaufen ist.
Die Leute bewunderten, wie ich zwei Jobs habe und meine Familie ernähre.
Sie meinten, ich sei so toll und großartig,
und dass ich so offen und ehrlich dabei sei,
den Leuten zu erzählen, dass ich Taxifahrerin bin.
Selbst dieser komische Fahrgast war eigentlich ein netter Kerl.
Er hat mir noch Trinkgeld gegeben.
Damit krieg ich die Kosten für die Party wieder rein.
Ich gehe.
Alex, bitte, verzeih mir.
Oh, ich kann nicht glauben, dass du mir nicht verzeihst.
Ich werde sterben, wenn du mir nicht vergibst.
Oh, Alex, du bist mein bester Freund.
Ich verzeihe dir.
Meinst du das ernst?
Bei all den wilden Geschichten, die du da erzählst, bin ich mir nicht sicher.
Ja, ich meine es ernst.
Von jetzt an werde ich wieder nur noch die Wahrheit sagen.
Und danke für die Einladung zu deiner Party, Elaine.
Ich habe mich köstlich amüsiert.
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