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Hier hält eine versteckte Kamera ein sehr interessantes Ereignis fest...
Wir befinden uns in einem Wald zwischen Nürnberg und Bayreuth...
...wo einige Leute den Jahrestag des 20. Juli...
...mit dem 1000jährigen Reich im Herzen ein Geheimritual feiern.
Hallo. - Guten Tag.
Guten Tag. - Bitte treten Sie näher.
Nehmen Sie Platz.
Und äußerste Konzentration.
Alles fasst sich an den Händen. Sind Sie bereit? - Ja.
Geist Adolf Hitlers, wir rufen dich. Lieber Onkel Addi, wir sind deine Nachfahren.
Geist Hitlers, wenn du hier bist, gib uns ein Klopfzeichen.
ONKEL ADDI
Das ist Adolf Hitler, Addi der Schreckliche, an dem wir heute noch zu knabbern haben.
Um seine Geschichte zu erzählen haben wir keine Kosten und Mühen gescheut...
Sind vom Berg hoch über die Reichskanzlei zum Kaiserhof, von da aus zum braunen Haus...
...über Nürnberg zum Haus der Kunst und zu der Feldherrnhalle gelaufen.
und haben alle seine treusten Jünger befragt. Wie z. B. Josef Goebbels...
Und ich sage Ihnen meine Volksgenossen, als der Führer geboren wurde...
...also, als er uns erschien, erschien am Himmel eine himmlische Erscheinung...
Vorwärts Ihr dummen Gänse!
Deutschland braucht Gänseschmalz und Gänsewein.
Hallo meine Dame. Kann ich Sie mal sprechen? - Bitte. Was gibt's?
Sie waren Hitlers Amme? - Ja, ja das ist wahr.
Eines Tages ließ ich den kleinen Adolf, wir nannten ihn damals schon Addi, -
- er war erst ein paar Monate alt -einen Augenblick unter jener Eiche allein.
Da geschah etwas Furchtbares.
Aus dem Baum schlängelte sich in die Wiege eine giftige Schlange.
Sie kroch unter die Bettdecke und biss ihn. Da wurde Klein-Addi giftig.
Er hob die Hand zum deutschen Gruß - Der war damals schon tödlich -...
Ich, Rudolf Hess, sage Ihnen, dass er im Alter von 12 Jahren...
...zusammen mit seiner Mutter zur Hochzeit der Tochter eines...
...Salzburger Bierbrauers eingeladen wurde.
Das Bier ist alle!
Adolf mach schon, lass das Bier laufen.
Wenn Sie mich fragen, dieser kleine Adolf ist ein großer Betrüger.
Ja, ja, das ist er...
1907 meldete sich Hitler zur Aufnahmeprüfung bei der Kunstakademie in Wien an.
Er wollte unbedingt Maler werden denn er liebte die nackten Tatsachen.
Was haben Sie da gemacht Herr Hitler? Das ist doch keine Kunst!
Sie schänden unsere Akademie.
Hinaus mit Ihnen! Ich will Sie hier nie wieder sehen!
Kunst kommt von Können, und Wissen Sie was Sie können? Sie können mich mal!
Von Wien hatte Adolf erstmal die Nase voll...
Das sollte sich später ändern, aber das wusste er damals noch nicht.
Er wanderte nach München aus, wurde Politiker und gründete eine Partei.
Seine ersten Versammlungen hielt er in einem Bürgerbrau-Keller in Isamaning ab.
Hitlers Überzeugungskraft war so groß, dass die Leute als Bürger hineingingen...
...und als Braunhemden wieder herauskamen.
Ich bin amerikanische Journalistin, stamme aus Washington und arbeite für die New York Times.
Ich heiß... verzeihen Sie, mit Namen ist das bei mir so...
Lidia Peterson-Hochhaus!
1933 war ich in München als Korrespondentin tätig und ich erinnere mich gut an dieses...
Mit Namen ist das bei mir... An diesen Hitler.
Eines Tages empfing mich Hitler zu einem Interview.
Was ich vor allem bemerkte war seinen magnetischer Blick.
Bitte.
Nehmen Sie Platz. - Danke.
Können Sie mir etwas über Ihr politisches Programm verraten?
Mein Programm ist mein Buch "Mein Kampf", lesen Sie es...
Ja, sein magnetischer Blick.
Der berühmte deutsche Gruß entstand aufgrund einer Schlechtwetterlage.
Am 29. November kam er aus einer Kunstausstellung mit nackten Tatsachen...
In einem Nürnberger Theater trat ein Zauberkünstler auf:
Der berühmte Hermann!
Für das Blut.
Fertig?
Hilfe!
Halt den Mund!
Danke.
Danke.
Bravo! Jetzt erklär uns mal den Trick dabei.
Trick? Wie können Sie es wagen... Hier gibt es keine Tricks.
Die einzige Schwierigkeit besteht darin jedesmal eine andere Frau zu finden.
Also dann bist du...? - Ja, ich bin.
Du bist würdig in unsere Partei einzutreten. Heil Hitler! - Heil!
Nieder mit Hitler! Dieser Fanatiker wird der Untergang Deutschlands sein.
Stimmt morgen bei der Volksabstimmung mit Nein!
Hitler darf nie Kanzler werden!
Wer ist denn dieses Schwein? Er sieht dir ähnlich. - Das ist mein Zwillingsbruder Gustav. Ein Anarchist.
Das schwarze Schaf der Familie.
Nieder mit Hitler!
Greift ihn! Das ist ein Staatsfeind!
Da ist er!
Da ist er!
Wo ist er denn jetzt hin? - 18. - Nein auf 21.
23... - Er ist verschwunden!
Ich glaube er ist hier drin.
Alle mir nach.
Für jeden ein Flugblatt. Gehen Sie ruhig rein.
Auch für Sie. So.
Wie Gustav sagte, fand am nächsten Tag die Volksabstimmung statt.
Ganz Deutschland sollte entscheiden ob Hitler Kanzler werden sollte oder nicht.
Hitler versprach das Blaue vom Himmel, trotzdem stimmte die Mehrzahl der Bevölkerung mit "Nein".
Die Deutschen sagten sich: Die Demokratie in der Hand...
...ist besser als die Diktatur aufm Dach.
Feierabend, geschlossen!
So gewann Hitler die Wahl und Deutschland wurde gezwungen in die Stiefel zu steigen...
und "Die Fahne Hoch" zu singen.
Die Welt zeigte sich unbesorgt.
In Washington kommentierte Roosevelt das Ereignis folgendermaßen:
Euer Hitler überdauert nicht einen Monat.
Und was denken Sie Churchill? - Eine Seifenblase, nicht von Dauer.
Und Sie? - Nicht von Dauer.
Um Hitler zu schützen wurde die SS gegründet.
Die Elite der deutschen Jugend.
Hermann wollte unbedingt in die SS. Aber um da reinzukommen musst man Dinge durchmachen...
...bei der SA, wenn man die durchgemacht hatte, da sagt man sich "Da hast du aber was durchgemacht".
Erste Prüfung: Aushalten von Schmerzen.
Hermann, woher nimmst du nur die Kraft zu lachen?
Das ist keine Kraft, das ist KDF: Kraft durch Freude. Je schlechter ich mich fühle, desto mehr muss ich lachen.
Wahnsinn. Ein Schmerz war das.
Zweite Prüfung: Messung der geistigen Fähigkeiten oder Unfähigkeiten.
Denken Sie mit aller Kraft an das was Ihnen das Liebste ist.
Und nun Hermann...
...musst du beweisen dass du würdig bist, ein SS-Mann zu sein.
Um zu zeigen wie sehr du Gefahr verachtest, musst du den Fallschirm so nah...
...wie möglich am Boden öffnen. Verstanden?
Hast du Angst?
Ja.
Hitler persönlich wird dieser Mutprobe beiwohnen. Spring! - Heil.
Er öffnet den Fallschirm nicht.
Er öffnet den Fallschirm immer noch nicht. Bravo, ein tapferer Soldat.
Öffnen! Öffne ihn!
Öffne ihn, das ist ein Befehl!
Er hat ihn nicht geöffnet.
Das nächste Mal verratet mir aber wie der Fallschirm aufgeht, ja?
Als Hitler an der Macht war machte er alle Bücher, die nicht linientreu waren, zu Brennholz.
Noch heute sagen Rentner: "Das war damals ein warmer Frühling".
Befehl der Reichskanzlei: Erschießung aller amerikanischen...
...Persönlichkeiten, deren verderblicher Einfluss die reinen Herzen...
...der Germanischen Herzen irreleiten.
Achtung!
Herr Maskierter!
Feuer!
Herr Spanic... Feuer!
Herr Sodemann... Feuer!
In Niederbayern wurde offiziell die Jagd eröffnet. Jeder Deutsche der über 15 war,...
...ein Zeugnis über die Zugehörigkeit zur arischen Rasse vorlegen konnte, und Parteimitglied war...
...konnte einen Jagdschein erhalten. Und das wurde im Wald und auf der Heide redlich genutzt.
Hier also eine typische Szene aus Niederbayern...
Da ließen einige den Ballon hochgehen.
In Niederbayern wurde offiziell die Jagd auf Juden eröffnet.
Jeder Deutsche über 15 Jahre konnte eine Jagdlizenz erhalten...
ausgestattet mit Ariernachweis und Parteibuch.
Hermann, Oberst der SS geworden, übernahm die Rolle des Treibers.
Schnappt ihn euch!
Herman, der Oberst der SS geworden war, machte sich Sorgen um die Arische Rasse...
Deshalb wurden Paare aus reinstem Arischem Blut zu geschlechtlichen Handlungen dienstverpflichtet...
...um die Rasse zu verteidigen. Alles ging natürlich streng militärisch vor sich...
...denn was Hermann machte hatte immer einen gewissen Pfiff, um nicht zu sagen: Piep.
Und damit ist Hermann der Erfinder der Peep-Show.
Und nach neun Monaten: Arischer Nachwuchs vom Fließband...
Natürlich kam nur ganz Arisches Blut durch die Geburtenkontrolle, also blaue Augen, blonde Haare...
Wie das passieren konnte? Da muss die 400 Meter Staffel von Jamaika mitgemischt haben...
Gustav, also der Bruder von Hermann, der hatte es sich in den Kopf gesetzt...
...den Führer um die Ecke zu bringen.
Dann enthüllte er den Plan dem einzigen Freund dem er trauen konnte...
Das mit der Peep-Show liegt in der Familie...
Im Inneren der 48 Kerzen...
...befand sich kein Marzipan sondern hochexplosiver Sprengstoff.
Am 20.4.1936 betrat also Gustav, der sich als Koch verkleidet hat,...
...die Reichskanzlei.
Ich bringe die Torte für den Geburtstag des Führers.
Idiot, der Führer wird 47, nicht 48 Jahre alt!
Nach diesem versuchten Attentat legte die Gestapo eine schärfere Gangart ein.
In den Berliner UFA-Studios machte sie eine Ausschreibung wo Hitlers Doppelgänger...
...als menschliche Zielscheiben ausgesucht wurden.
Ich führe euch herrlichen Zeiten entgegen... - Ein Volk, ein Reich und euer großer Führer...
Meine SS kriegt keine langen Unterhosen...
Niemals werde ich den deutschen Schäferhund gegen einen Windhund eintauschen...
Hitler sah sich diese Probestreifen an und sagte: - " Bringt sie alle um".
Hermann machte schnell Karriere in der SS aber sein Weg zum Führer war mit Feinden...
...gepflastert. Der schlimmste davon war ein gewisser Röhm (genannt "Der Dicke").
Da ist er.
Hermann ist ehrgeizig, er will an meine Stelle rücken...
Du bist unersetzlich.
Hermann wollte dem Führer den Hof machen und zwar auf dem Berghof.
Also, was hast du mir zu sagen Hermann? - Ich weiß nicht ob ich darüber sprechen darf.
Sprich! - Es betrifft diesen Röhm.
Du willst seinen Platz einnehmen? - Aber nicht mal im Traum.
Was willst du dann? -Ich will dir nur berichten was er über dich in Umlauf bringt.
Was denn? - Er sagt du stinkst.
Ich stinke? - Ja mein Führer.
Und wonach stinke ich? - Ich weiß nicht wonach, aber er sagt du stinkst.
Stinke ich deiner Meinung nach? - Nein du stinkst nicht. Aber er beharrt darauf.
Warum stinkst du? - Ich stinke nicht.
Was stinkt dann. - Das weiß ich nicht.
Meiner Meinung nach stinkt er, aber sagt du stinkst.
Noch am selben Abend begab sich Hitler nach Bad Wiessee, er trat Röhm die Türe ein.
Röhm! - Ja? - Ich stinke nicht!
Und damit begann die Nacht der langen Messer.
Ob ich Adolf kannte? Aber natürlich. Ich hab ihm schließlich die Anzüge entworfen.
Obwohl es nicht zu einfach war bei der Figur.
Das Ergebnis war aber stets fabelhaft.
Addi sagt immer...
Du warst sehr gut, als Belohnung steck ich dich auch nicht ins Konzentrationslager.
Folgen Sie mir doch bitte.
Ich habe einige Kreationen aufbewahrt.
Dies ist ein Modell von '39...
Ein blauer Staatsrock mit Goldknöpfen, Typ Yachtbesitzer...
Weißer Regenmantel, Modell Humphrey Bogart.
Ein Hütchen nach Jägerart.
Weißes Couplets mit rotem Schmuck am Arm
und Fantasiekappe.
Herbstliches Capriccio und Farbton toter Blätter.
Hier sehen wir den eleganten Schwung dieses Frühjahrs-Complets...
...für die Autogrammstunde.
Die Mütze hier ist ein prophylaktisches Modell.
Abendanzug mit Schärpe für galante Abenteuer.
Adolf wurde von den Frauen verehrt.
Ich heiße Gerda, ich nahm mal an einem Fest in Nürnberg teil, Hitler prägte sich mir sofort ein.
Die da war ich.
Seit damals sind viele Jahre vergangen und wie Sie sehen bin ich noch in sehr guter Form.
Es ist wahr, Hitler schrieb mir und lud mich in seine Reichskanzlei ein.
Es war eine wunderschöne, romantische Begegnung...
Ich verliebte mich in ihn in dem Augenblick in dem ich ihn sah...
Schön, männlich, faszinierend...
Ober er meine Leidenschaft erwidert? Ob er mich verführte?
Nein, das kann ich Ihnen nicht sagen.
Was zwischen uns war wird mein Geheimnis bleiben, was ich mit ins Grab nehme.
Mein Sohn, hör auf zu spielen.
Siehst du nicht dass deine Mutter ein Interview gibt?
Unser Hermann, nicht Göhring, der hatte sich in Berlin, ganz in der Nähe...
...der Reichskanzlei eine Luxusetage eingerichtet.
Er hatte auch eine Geliebte, ja er hatte sich unsterblich in die Hyäne von Buchenwald verliebt.
Schläfst du Liebste? Komm wach auf.
Rück zur Seite und nimm die Füße da weg...
An regnerischen Abenden machte Hermann intime Pokerspielchen...
Wenige aber auserwählte Freund kamen.
Doktor Jekyll, Graf Dracula...
Frankenstein.
1.000.
Und 1.000. - Ihr wollt mir wirklich das Blut aussaugen.
Ich gehe mit.
Und nun 4.000.
Um alles.
Was machen Sie, Jekyll?
Doktor Jekyll, bitte.
Ich sehe.
Ich sehe.
Ich sehe.
Zwei 7 mit einem Buben. - Zwei 7 mit einem König.
Zwei 7 mit einem Ass.
Zwei 7 mit ner 7. - Hermann, du bist wirklich ein Ungeheuer!
Wenn du es sagst.
Manchmal erhielt Hermann mitten in der Nacht einen Anruf aus der Reichskanzlei.
Hallo? - Hermann, hab ich dich geweckt?
Ja. - Ach, ich habe dich geweckt!
Ja. - Aber hier spricht Hitler!
Und? - Ich brauche deinen Rat.
Noch einen? - Was hältst du davon wenn ich Österreich einkassiere?
Wegen so einer Lappalie weckst du mich? Na, nimm es dir doch.
Und die Tschechoslowakei, was meinst du? - Immer weiter, keine Hemmungen.
Dann mach ich aber Halt oder? - Wenn du schon mal da bist dann nimm doch auch Polen.
Meinst du? - Meine ich.
Aber was wird England sagen? - England sagt gar nichts, du bist der Stärkere.
Und Amerika? - Ach was.
Und was wird Italien sagen? - Die werden denken wir machen einen Ausflug.
Meinst du? - Meine ich.
Jetzt begann Hitler das deutsche Volk mit seinen Ideen Tag und Nacht zu bombardieren.
Dann ging es los, Hitler kassierte Polen und das war dann die Symphonie mit dem Paukenschlag.
Alle waren begeistert, speziell die Jugend.
Sie eilten zu den Fahnen, jeder wollte noch ein Häppchen von dem Krieg abkriegen.
Nur einer eilte nicht, ein gewisser Hans Bauer aus Berlin.
Den hatte es schon vorher erwischt. Nicht an der Front, nein, auf dem Standesamt.
Wer kommt den da die Treppe rauf? Die Wirtin wird doch nicht mitten in der Nacht staubsaugen.
Hans Bauer? Der Führer wartet auf Sie.
Los, rein in den Beiwagen!
Hans!
Denk an mich, ich schreibe dir jeden Tag.
Ich auch Hans, ich schreibe auch. Jeden Tag, morgens und abends.
Und jetzt spielen wir Schiffe versenken.
4B. - Verdammt.
3A. - Verdammt. Und jetzt mal ich.
8E. - Jetzt ich. 10G.
Das Spiel geht weiter: englische Soldaten beim Tontaubenschießen.
Hey John, Flugzeuge. - Von welchem Typ?
Ich habe das dunkle Gefühl dass es Deutsche sind.
Am Abschluss der ersten Runde: der Punktestand. Wie es sich gehört: Deutschland vorne.
Und Hitler eröffnete vor Freude auf dem Berghof 'ne Disco.
Gustav der Anarchist ließ nicht locker. Er wollte unbedingt Adolf auf den Friedhof bringen.
Mit dem Reifentrick wollte er Hitler durch einen Reifen über die Klinge springen lassen.
Nein ich gehe, bleib da.
Hier ist die Portierfrau.
Herein.
Ich habe deine Bude entdeckt.
Mit deinem Hass auf den Führer entehrst du unsere Familie.
Du enterst unsere Familie. - Ich habe es zuerst gesagt.
Nein. - Wer hat es zu erst gesagt?
Gut aber ich hatte es gedacht. - Das war nicht zu hören.
Ich muss dich töten - Tu es nicht.
Vergiss nicht dass du der Erstgeborene bist und über mich wachen sollst.
Das hat die Mama gesagt. - Mama war stumm.
Dann denke daran was Papa sagte, hier in deinem Ring ist es eingraviert.
Du tust mir weh.
Mein Sohn, sollten die Umstände des Lebens euch in verschiedene Lager führen...
...und das Schicksal euch einen gegen den anderen aufbringen, dann denk dran Hermann...
Hier sind zwei Punkte und ein Fehler. Dann denk dran Hermann...
...niemals die Waffe gegen deinen jüngeren Bruder zu erheben.
Es sei denn, Gustav verhielte sich unwürdig und treulos.
Na und? - Das Problem ist nur auf eine einzigste Weise zu lösen.
Einer von uns beiden muss weg.
Geh.
In Anbetracht deiner mangelnden Bildung...
...wirst du sicher dieses Spielchen mit dem Tod nicht kennen.
Es handelt sich um Russisches Roulette.
Man lädt eine einzige Kugel in die Trommel.
Man lässt sie sich drehen...
...setzt sie an die Schläfe an und drückt ab bis sie losgeht.
Wie spät?
11:25 Uhr. - Ich muss zu einer Parteiversammlung.
Gut aber vorher kannst du doch noch abdrücken. - Ich kann nicht, ich komme zu spät.
Wir verschieben das Todesspiel bis zum nächsten Treffen.
Wenn Hitler zu Hause war träumte er der Menschheit die Rettung zu bringen.
Den ewigen Frieden.
Für mich hat Hitler der Krieg schon verloren.
Was halten Sie von dem Krieg? - Wir haben praktisch gewonnen.
Und Sie? - Gewonnen.
Ein Gespräch zweier Rheinländer vor dem totalen Krieg.
Sag mal Ulrich was hältst du eigentlich von dem Krieg? - Ich bin nicht sehr optimistisch.
Es ist alles im Arsch, Claus.
Ich hab 'ne Idee. Wir wollen dem Führer 'nen Brief schreiben...
...und ihm raten sofort um Frieden zu bitten.
Meinst du der Brief kommt an?
Der Brief ist angekommen. Und Ulrich und Claus hatten ihren Frieden.
Hans hatte noch keinen Frieden. Er schrieb seiner Irma von der Ostfront folgenden Brief.
Meine jungfräuliche Frau, sorge dich nicht um mich.
Hier an der Front ist das Leben ganz gemütlich. Wir haben fließendes Wasser und sogar...
.. Thermalbäder mit Fango Gegen Rheumatismus.
Mein geliebter Hans, ich schreibe dir aus Berlin.
Auch hier ist es ganz gemütlich.
Gestern hab ich unseren Hochzeitstag gefeiert - mit einer Zusatzration.
Ich hatte lange dran zu kauen.
Am 28. August um 7 Uhr morgens verließ Hitler seinen Berghof...
...um sich nach Neuschwanstein zu begeben wo er mit Leni Riefenstahl...
...den Film über den Endsieg besprechen wollte.
Gustav, der von der Reise wusste,
hatte den Ersatzreifen des Mercedes vorher präpariert.
Er hatte ihn mit Sprengstoff gefüllt. Adolf sollte genau um 8:15 Uhr hochgehen.
Und hier der Attentäter in gespannter Erwartung seines Triumphes...
Was ist denn jetzt los? - Wir haben eine Panne.
Reifen wechseln.
Ich bin der Enkel von Hitlers Hund. Mein Großvater hasste den Onkel Addi auch.
...weil er ihn zwang sinnlose Befehle auszuführen. Und dann gab es kaum einen Knochen...
...und kaum Fleisch weil Adolf doch Vegetarier war.
Sinnlos war z. B. jeden Tag das Stöckchen zu werfen. Opa musste laufen und laufen.
Adolf warf wieder das Stöckchen, bis Opa eines Tages in Streik trat.
Ja der arme Großvater... Er nahm ein böses Ende.
Hey mein Freund, ich seh dich zum ersten Mal. Wie kommst du hier her?
Das hat rassische Gründe. Ich heiße Samuel David Israel.
Mein Beileid.
Auf einem Vorposten an der vordersten Front kam etwas vor, was selten vorkam.
Eine Gefechtspause.
Da die Verpflegung seit Tagen auf dem Rückzug war, gab es an der Front nichts zu beißen.
Hans griff sich erst ein Herz und dann die eiserne Ration.
Aber da sie wie gesagt eisern war, war es schwerer ranzukommen als an einen Schein für Heimaturlaub.
Hier versucht Hans das Eisen aufzuweichen da es ja hart wie Kruppstahl war.
Und was kam raus? Ein Spruch von Hitler: "Zäh wie Leder!"
Spreche ich mit Divisionsgefechtstand?
Den gibt's nicht mehr. Hat sich aufgelöst. Sind alle in Sowjetischer Gefangenschaft.
Man konnte drehen wie man wollte. Keine Verbindung.
Ablösung.
Was kann ich für dich tun, kleiner Funker?
Man konnte drehen wie man wollte... Keine Verbindung.
Inzwischen setzten die Brüder ihr Roulette fort, denn wer einmal spielt kommt nie mehr los.
Oh, du bist dran.
Die Suppe ist fertig. Bleibst du heute zum Mittagessen?
Ich gehe zu Kranzler. Da gibt's Kuchen ohne Marken.
Auf Wiedersehen. - Tschüss.
In Afrika hält die Front da der Wüstenfuchs Rommel die Engländer...
...dank seiner Tarnkünste in Schach hält.
Hier sehen wir nun einige seiner Tarnkünste.
Giraffe... Zebu...
Löwe... Flamingo.
Geliebte Irma, meine jungfräuliche Frau.
Ich bin im Afrika-Chor von General Rommel.
Die Stimmung in der Truppe ist bombig.
Die Temperaturen sind prima.
Mein geliebter Hans, auch in Berlin ist es heiß und es geht heiß her.
Aber bei uns zu Hause lässt es sich gut aushalten. Wir haben überall...
...Durchbrüche in den Mauern, daher immer Frischluft.
Herr Pastor? - Ja, bitte?
Wir würden gerne die Stellung ihrer Kirche, die sie gegenüber Hitler bezogen hat, wissen.
Gar keine, wir befassten uns mit Seelen und nicht mit Politik. Amen.
Onkel Addi hatte die Gewohnheit Blumen von Kindern entgegenzunehmen.
Das brachte den Anarchisten Gustav auf eine völlig neue Idee.
Gustav wartete nun die günstigste Gelegenheit ab. Da erfuhr er dass Hitler einen Kindergarten...
...in Bückeburg besuchte. Gustav drehte sein tollstes Ding.
Überall hinter der Front versuchten Künstler und Künstlerinnen...
...die Moral der Truppe zu heben.
Da der größte Teil der deutschen Künstler in Fabriken dienstverpflichtet war...
...traten ab und zu auch Künstler unserer Verbündeten auf.
Meist mit deutschen Liedern. Hier eine Sängerin aus Neapel...
...die soviel Deutsch konnte dass die Soldaten wussten was sie meinte.
An allen Fronten begann es nun wirklich zu kriseln.
Es ging nicht mehr vorwärts, es ging jetzt nur rückwärts.
Hitler war stinksauer.
Während man im Hauptquartier der Alliierten einen gedämpften Optimismus feststellen konnte.
Bei den Alliierten ging es nicht rückwärts sondern lustig zu - und nur vorwärts.
Geliebte Irma, meine jungfräuliche Frau.
Ich hoffe das stimmt noch, denn ich bin seit fünf Jahren nicht mehr in dein Bett gekommen.
Trotzdem denke ich an dich mit großer Lieber und Sehnsucht. Heiß und Innig.
Geliebter Hans, ich denke dieses Weihnachten nur an dich.
Hier in Berlin ist der Winter nicht sehr streng und gut zu ertragen.
Wir brauchen nicht mal Heizung und können die Fenster offen lassen.
Die großen Drei erklärten: Hitler ist geschlagen. Sie teilten die Welt unter sich auf.
Adolf haute weiter auf den Putz und antwortete mit der Zauberflöte.
Die Raketen fliegen später auf den Mond, aber jetzt erstmal nach London.
Nun wollte es Gustav endlich wissen. Er fasste einen neuen...
...teuflischen Plan um Adolf unter den Berghof zu bringen.
Eva Braun, die Verlobte von Addi...
...empfing oft Freunde oben in der Berchtesgardener Villa.
Gustav gab sich aus als Otto Biber, Direktor von Leica und bat...
...einige Aufnahmen machen zu dürfen für die Schweizer Bergillustrierte.
Sie wissen nicht wer heute kommt? - Besuch Frau Braun?
Ja, Besuch. - Wer kommt denn heute?
Herr Otto Biber. - Und wer ist das?
Kommt von Leica,
...er hat mir das neueste Modell für Farbfotos als Geschenk versprochen.
Das neuste Modell? - Ja.
Im Speisezimmer steht eine Schwarzwälder Kirschtorte.
Ah da ist er. Heil Hitler, Dr. Biber.
Ich bringe Ihnen das neuste Modell von Leica.
Jetzt können Sie auch sofort unseren geliebten Führer fotografieren.
Ich probier ihn auf der Stelle aus.
Oh Moment, zuerst ein Foto von Ihnen Dr. Biber.
Wir fahren siegreich.
Hitler, dem die Puste ausging, versuchte eine Invasion auf England schwimmend.
Da ihm auch die Munition ausging wurde...
...zur Kontrolle an die Maschinengewehre Taxameter angebracht.
Da Flugzeuge auch knapp wurden, wurde der Rote Baron, der Held des ersten Weltkrieges,...
...mit seiner Kiste aus dem Zeug rausgeholt.
Und da auch die Soldaten knapp wurden, speziell bei der Infanterie, wurde alles eingezogen.
Die waren teilweise so zusammengewürfelt...
...das war zum Schießen.
Wir befinden uns hier in einem deutschen Haus in Frontnähe.
Papa, die Deutschen ziehen sich zurück!
Weg da!
Papa, die Amerikaner kommen!
Die Amerikaner? - Ja!
Nein, Papa, es sind Engländer!
Engländer!
Nein, Mama, ich habe mich geirrt. Es sind Russen!
Ja, da ist er!
Nein, die Deutschen kommen zurück! Sie gehen zum Gegenangriff über!
Die Deutschen! - Die Russen rücken vor.
Was machst du? - Nein, die Amerikaner!
Also, wer nun? - Engländer!
Die Schlacht um Haus und herum dauerte drei Tage. Wer auch kam, man hatte für jeden etwas.
Es lebe Deutschland. Sieg... Heil!
Die hohen Offiziere entschieden sich für den Selbstmord um nicht dem Feind in die Hände zu fallen.
Aber aufgrund der knappen Munition... Ja, Ideen muss man haben.
Ein Schuss -sechs Treffer.
Auch Hitler machte Selbstmord.
Er machte das mit sich was er mit der Welt getan hatte: Er verkohlte sich selber.
Am dritten Tag nach seinem Tod wurden die Kosaken, die dort wachten, von einem hellen Licht geblendet.
Hitler stand vom Tode auf und bewies damit seinen übernatürlichen Ursprung.
Auch Onkel Addis Tagebücher wurden gefunden. Allerdings musste man 40 Jahre warten.
Nach Fünf Jahren Krieg war es endlich soweit. Wer noch alles beisammen hatte durfte nach Hause gehen.
Alle fühlten sich wie im 7. Himmel.
Auch Hans kam zurück. Er hatte alles überstanden. Vormarsch, Rückmarsch, Durchmarsch.
Irma hatte auch alles überstanden. BDM, Glaube und Schönheit, Winterhilfe.
Jetzt begann ihre Lovestory.
Auch sie wollten sich wie im 7. Himmel fühlen. Und das ging schneller als sie dachten.
Auch Hermann war auferstanden. Er hatte den Totenkopf der SS abgelegt...
...und den Zylinder der Demokratie wieder aufgesetzt.
Hermann, Guten Abend, ich komme vom Spiegel. - Ja?
Fabelhafte Nummer, wie geht eigentlich der Trick?
Welcher Trick? In meinen Nummern gibt es keinen Trick.
Großartig Herr Hermann. Sie waren Angehöriger der SS?
Keine Ahnung. - Wir haben Dokumente die das belegen.
Sie waren Offizier der SS. - Das liegt Jahre zurück.
Zwei Monate. - Viel länger. Zweieinhalb Monate.
Ich verstehe. Beantworten Sie mir eine Frage.
Ihre Abteilung wurde in den letzten Kriegstagen in der Ardennen-Schlacht vernichtet.
Ja genau. - Und wie retteten Sie sich?
Ja genau. - Sie haben meine Frage nicht verstanden.
Ja genau. - Wie haben Sie sich gerettet?
Ja, wie ich mich gerettet habe... Tja...
Ich befand mich ganz allein leergefegt Feind der Artillerie mit einem Feld.
Ich verbessere mich.
Ich befand mich als Feind der Artillerie und eben dort war ein leergefegtes Feld.
Ich will es besser erklären.
Ich befand mich ganz allein in einem Feld als Feind der Artillerie...
...als ein Höllenfeuer von allen Seiten um mich herum losbrach...
...und mich in eine menschliche Zielscheibe verwandelte.
So überlebte Hermann den Krieg. Bleibt die Frage offen: Wo blieb Gustav?
Mein Herr! Mein Herr, verzeihen Sie.
Wir führen einige Interviews zum Thema Hitler.
Hitler ist seit 40 Jahren tot, wie denken Sie heute darüber?
Hitler ist tot, sagen Sie? - Ja.
Vielleicht ist es wahr, aber ich traue der Sache nicht.
Hitler ist immer bereit, in irgendeinem Teil dieser Welt wieder aufzutauchen.
Dann hätten wir ein Problem. Da heißt es aufpassen und wachsam sein!
Achtung.
Gustav saß in seiner Bude, guckte in die Röhre...
...und ärgerte sich, denn Hitler spukte immer noch dümmlich...
...und gefährlich in den Köpfen der Menschen weiter.
Was denken Sie über Hitler?
Ich bin Autofahrer und bei Hitler gab es doch noch keine Geschwindigkeitsbegrenzung...
Hitler war prima, wenn wir ihn heute hätten... ganz Europa ginge am Stock... es ginge besser.
Wer ist da? - Der Portier.
Komm rein Hermann.
Tag Vogel.
Du bist auch älter geworden.
Weißt du, ich hatte immer den Verdacht...
...dass in der Trommel gar keine Kugel drin war.
War eine drin.
Nein.
Warum?
Auf Vaters Wunsch.
Denn ich bin überzeugt dass ein Mensch nur durch...
...mehrfaches Sterben zu einem Menschen wird.
Weißt du dass du ein Scheißkerl bist?
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