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Okay, ich passe.
Darf ich mal sehen?
Ihr Blatt.
So tun Sie mir keinen Gefallen. Sie demütigen mich.
Nein. Nein, Monsieur, ich bin Ihnen nur zu Diensten.
Ich würde gerne einen Ihrer Gäste treffen.
Er reist in der Regel unter einem Pseudonym.
Verlangen Sie von mir, die Anonymität eines Gastes zu verraten?
Peter Jenssen.
Er gilt als zehntbester Spieler der Welt.
In diesem Fall liegt das Risiko bei mir allein.
Ich möchte ihn zu einem Turnier in Marrakesch einladen.
Kennen Sie das Prinzip "Fish and Shark"?
Ein Tisch, mehrere Spieler und dieselbe Frage:
Wie erkennt man, wer ein Hai ist und wer ein Fisch?
Die aggressivsten Spieler sind nicht unbedingt die gefährlichsten.
Und die ruhigen sind nicht unbedingt die schlausten.
Jeder Spieler hat ein anderes Niveau, Ressourcen und natürlich ein anderes Ziel.
Wer kann vorm Ende der Partie erraten, wer wen fressen wird?
Peter Jenssen. Ein Belgier, der hier absteigt.
-Sag Bescheid, wenn er da ist. -Ja.
Echt! Wie sich die Bitch aufspielt, geht mir so auf den Sack.
Besucherzeit!
Alles klar? Was ist denn? Du schwitzt ja so.
Hab Fußball gespielt.
Hier, nimm, Baby.
Sag mal, bist du irre? Das ist zu viel, hör auf.
Nein, das kommt von den Gästen. Ich bekomme so viel Trinkgeld.
Jetzt gönn dir auch mal was, okay?
Das wäre nicht nötig gewesen. Das Geld für Mika hast du auch bezahlt.
Ich hatte die Ersparnisse für den Foodtruck.
Aber da gehen wir nicht ran. Das ist unser Projekt.
-Okay, aber wenn... -Nichts, wenn...
Ist doch klar.
-Sind das die Dokumente für mich? -Ja.
-Die Telefonrechnung. -Okay.
Da steht mein Name drauf und alles, die Adresse.
Ich habe sie deiner Bewährungshelferin gemailt. Das sollte so passen.
Das reicht aber nicht. Ich habe es dir doch gesagt.
Ich brauche einen Mietvertrag auf deinen Namen und dass ich bei dir wohnen darf.
Auf dem Mietvertrag steht aber Mikas Name und nicht meiner.
Ich bin seine Untermieterin.
Dann nimmt er dich in den Mietvertrag mit rein.
-Und dann machst du das Schreiben fertig. -Ja, ich weiß, okay.
Kann ich auf dich zählen?
-Hab ich doch gesagt. -Ja?
-Ja. -Ja?
-Du bist wunderschön. -Du stinkst.
-Du stinkst wie Teufel. -Dein Ernst?
Nein, echt.
-Das stimmt schon. -Ja, du stinkst wie Sau.
-Du kommst nur her, um mich zu beleidigen. -Spaß. Geh duschen und schrubb dich ab.
-Echt, Schwester. -Los, hau ab.
Küsschen, Süße.
Entschuldigung, la Puerta.
-Komm mal her. -Schön ruhig.
Lass mich! Pfoten weg! Was ist los? Was wollt ihr?
Du arbeitest in Paris? Ich rede mit dir!
Man sollte seine Leute nicht vergessen.
An die Wärterinnen denkst du. Denk auch mal an uns.
-Was willst du? -Ganz ruhig.
-Ich brauch dich für 'ne Besorgung. -Ich muss an meinem Arbeitsplatz bleiben.
-Nicht mein Problem. Ist mir echt egal. -Ruhig.
Und Probleme kann man so schnell mal kriegen. Kommt nicht gut vor Gericht.
So 'n Disziplinarfall.
Ich schicke jemanden in dein Hotel.
Okay? Und enttäusche mich lieber nicht.
PRIVILEGES
Ich hab dich verteidigt, aber Pepo hat es hinter meinem Rücken durchgedrückt.
Er hat den Zugang zur siebten Etage für alle geändert.
-Tut mir leid. -Vielleicht ist es letztlich eine Chance.
Jetzt kann ich mit meiner Frau zu Abend essen.
-Solltest du mal versuchen. -Mit deiner Frau zu Abend essen?
Glaub mir, verschwinde da, solange noch Zeit ist.
Das wächst dir übern Kopf.
Dieser Typ bedeutet Stress. Und er ist noch lange nicht fertig.
Ich auch nicht. Stell weiter Nachforschungen an.
Du wirst mir fehlen, mein Alter.
Nur mal so aus Neugier: Wie ist der Typ so, der mich ersetzt?
Sie wollten mich sprechen, Colonel?
Monsieur Galzain. Danke, dass Sie gekommen sind.
-Selbstverständlich, es ist mein Hotel. -Wir haben eine Meldung erhalten.
Eine Angestellte sagt, es gäbe ein wildes Tier hier im Haus.
Eine Schlange. Sagt Ihnen das etwas?
Nein. Ist sie auf den Überwachungsvideos?
Bisher nicht. Wir suchen noch.
Dann halten Sie mich auf dem Laufenden.
Aber Angst macht Ihnen das sicher nicht, oder?
Ich hörte, Sie waren im Einsatz in Mali. Da werden Sie mit einer Schlange fertig.
Natürlich.
Indem ich die Feuerwehr rufe und das Hotel schließe. So lauten die Vorschriften.
Ja, natürlich.
Weißt du noch, ob Honey B. einen Käfig dabei hatte?
-Das ist zehn Tage her. Keine Ahnung. -Das musst du wissen.
Frag bei deinen Leuten nach.
Entschuldigen Sie.
Du kommst mir gerade recht. Spür die Boa für mich auf.
-Die Boa? -Ja, los, beweg dich.
Alles klar.
Ja? Hallo?
Bist du in der Tiefgarage?
-Was tun Sie, um uns zu schützen? -Wovor denn?
Niemand sonst hat sie gesehen. Wir wissen nicht mal, ob sie existiert.
Aber Candice hat sie gesehen. Und ich glaube ihr.
Candice, sie war auch lebendig? Das war keine Deko?
Ich hab sie gesehen! Sie glitt die Heizung runter. Es war furchtbar.
Ich dachte, ich fall in Ohnmacht.
Es ist doch ganz einfach.
Wenn die Direktion nichts unternimmt, helfen wir uns selbst.
Ab sofort verdoppeln wir das Personal. Zwei arbeiten und zwei passen auf.
Oh nein, das wirft den Zeitplan fürs Housekeeping übern Haufen.
Und wenn eine von uns stirbt, was dann?
Wir sind eh im Stress, weil Personal fehlt.
Wir haben einen Staubsauger für vier! Einen!
Mit 30 haben wir Arthrose! Irgendwann reicht es.
Von uns geht keine in die Sechste. Ist das klar?
Solange die Boa nicht gefunden wurde, geht keine von uns da rein.
Madame Montero, wir finden eine Lösung.
-Zurzeit gibt es ein kleines Problem. -Ich will in mein Zimmer.
Wir sind schon dabei, das Problem zu lösen.
-Das Housekeeping ist dabei. -Ich warte schon eine halbe Stunde.
Sie weigern sich. Und das Gerücht verbreitet sich in allen Abteilungen.
-Wer von ihnen hat die Boa gesehen? -Candice Mbaye.
Ich will sie in meinem Büro sprechen, aber allein.
Monsieur le Directeur.
Trotz des Freundschaftspreises für das Gemälde tragen Sie das ganze Risiko.
Warum denn?
Weil Sie, rechtlich gesehen, für die Konten verantwortlich sind
und dieser Kauf als Veruntreuung gewertet werden könnte.
Verdammt noch mal!
-Wieso ist das meine Verantwortung? -Weil es ein Interessenkonflikt ist.
Das Gemälde gehört dem Verlobten von Madame Fethani.
Und leider liefert er kein Echtheitszertifikat dazu.
Ich rate Ihnen, eine Kunstgalerie als Zwischenhändler einzuschalten.
Auf die Art haben Sie Ihre Ruhe, bringen den Kauf in trockene Tücher,
und riskieren keine Anklage wegen Geldwäsche.
Wollen Sie mir damit sagen, dass das Gemälde schon auf dem Weg ist?
-Ja. -Also?
-Also können wir... -Ja, herein?
Versuchen Sie, etwas Zeit zu schinden.
Ich habe gleich ein Meeting mit dem Vorstand.
-Sie wollten Madame Mbaye sprechen? -Ja, Candice! Kommen Sie.
-Guten Tag, Candice. -Danke.
Kommen Sie, kommen Sie.
Emma, bringen Sie Candice etwas zu trinken.
-Nein, vielen Dank. Geht schon. -Nichts?
-Wie geht es Ihnen? -Alles gut.
-Alles gut? -Ja.
-Das klingt aber nicht so überzeugend. -Nein, alles okay, danke.
Schön. Wie lange arbeiten Sie schon für uns?
-Vier Jahre? -Vier Jahre.
Vier Jahre. Wohnen Sie immer noch in Noisy-le-Sec?
-Ja. -Weiter Weg, oder?
-Nein, nicht unbedingt. -Der Arbeitsweg.
Sie wissen, dass wir nicht nur das Citadel haben in unserer Kette.
Wir haben mehrere Häuser.
Es würde Sie bestimmt entlasten, wenn Sie morgens und abends Zeit sparen könnten.
Hä? Was meinen Sie?
Muss die Heizung voll aufgedreht werden?
Ja, Schlangen reagieren sehr sensibel auf Hitze.
-Sorry, aber sind Sie wirklich vom Fach? -Aber natürlich, das ist mein Beruf.
Es gibt auch chemische Mittel, aber als Sie mich angerufen haben,
baten Sie ausdrücklich um Diskretion.
Adèle? Jemand wartet an der Rezeption auf dich.
-Scheint dringend zu sein. -Ja, ich komme. Danke.
Mist.
Gut, ich hatte schon Angst, du wärst unterwegs. Hier ist es.
Deine kleinen Aktionen machen mich an. Du weißt nicht, wie sehr.
-Wir müssen sehr diskret sein. -Ja.
Das darf niemand wissen. Weder der Sicherheitsdienst noch die Gäste, okay?
Sieh mich an. Falls es eine Untersuchung gibt, sind wir dran.
-Vielen Dank. -Immer gern, Baby.
Wer ist das denn?
-Ich mach's wieder gut. -Was soll das denn?
Ach du Scheiße.
-Bist du Adèle? -Ja.
-Meine Schwester sagt, das ist dringend. -Dringend?
Muss vor heute Abend gemacht werden.
Super schön hier, oder?
Für die, aber du putzt ihnen ja nur die Schuhe, oder?
-Und, wer war das? -Wer denn?
Na, die Blondine.
Ach, sie hat mir eine Bestellung übergeben. Für einen Gast.
-Für? -Issa.
Er hat mich gerade angerufen. Ich soll ihm das ins Trainingszentrum bringen.
Das ist weit weg. Frag doch einen Boten. Frag doch Yak.
Du weißt, wie die Gäste sind, wenn sie dir vertrauen, aber das geht schnell.
Ich beeile mich und bin ruckzuck wieder da, okay?
-Willst du mich verarschen? -Wieso denn?
Ich wollte dich schon anrufen. Kommst du?
Im Grunde traut der Verein Cédric nicht.
Ich soll mir einen richtigen Manager suchen, der die Branche kennt.
Aber ich weiß nicht, ob ich es ohne ihn schaffe.
Allein wird es voll ätzend.
Na, ich schätze, die haben recht. Du hast ein Ziel und dafür musst du alles geben.
Wolltest du meine Meinung nicht hören?
Keine Ahnung, weiß nicht.
Nein, warte. Lana. Ich hab's noch nicht geschafft.
-Du Fotze! -Nein, warte!
Willst du mich verarschen? Los, hoch mit dir.
Was habe ich dir gesagt?
Los, macht sie fertig.
Halt's Maul.
Deborah, ich steh kurz davor, es zu schaffen.
-Und du lässt mich hängen. -Nein, tue ich nicht.
Ich weiß nicht, was ich machen soll. Ich hab Mika nicht gesehen.
Wo liegt das Problem?
Ich will keinen Ärger. Das ist doch mein Recht.
Welchen Ärger denn? Ich sitze hier im Gefängnis!
Ich wollte nur eine Scheißkleinigkeit von dir. Mann, ein Stück Papier.
Besorg es!
Willst du, dass ich hier verrotte? Hm?
Ich hab dich nur um eines gebeten: Kümmere dich, Mann! Was soll das?
Wenn ich mich nicht auf dich verlassen kann, dann sag's mir!
Morgen ist die Vorbereitung für die Anhörung!
Ja, schon gut, ich verstehe!
"Ist ja gut?" Was heißt das?
Dass ich das für dich mache. Ich lasse mir was einfallen.
Ganz sicher? Du bringst es mir?
Ja, hab ich doch gesagt!
-Und komm mir nicht mit Photoshop-Scheiße. -Ist ja gut.
Oh!
Was machst du denn da?
Da gibt es verdammt nette Ecken.
Adèle.
Boah, hier ist voll die Hölle los.
Arthème ist verschwunden. Sie suchen überall im Hotel.
Arthème, der Kater, das Maskottchen.
Ich wette, diese Scheißboa hat ihn gefressen.
Kauft einfach den gleichen noch mal. Merkt eh niemand.
Du bist ja wirklich ein Monster. Das ist... Entschuldigung.
Was ist denn mit dir passiert?
Hä? Wer war das? Wer hat dich so zugerichtet?
So kannst du nicht arbeiten. Esther dreht durch.
Komm, wir gehen zu Chanel.
-Chanel? -Komm.
Guten Morgen, zusammen!
Guten Morgen, alle miteinander.
Danke, dass Sie unserer Bitte
um eine außerordentliche Versammlung so schnell nachkommen.
Wir müssen Ihnen unsere Bedenken
bezüglich der ordnungsgemäßen Führung des Hotels mitteilen.
Zu diesem Zeitpunkt ist Le Citadel bedroht.
Sämtliche Abteilungen sind betroffen.
Monsieur Galzain, hier neben mir, kann das bezeugen.
Die Abteilung Sicherheit, das Betten-Management.
Kunstwerke werden ohne Echtheitszertifikat in unsere Sammlung aufgenommen.
Wir haben den berechtigten Verdacht, dass der...
-Bitte nehmen Sie diese Änderung auf. -Hören Sie uns?
Ja, einen Augenblick, Madame Fethani. Ihr Vater schaltet sich dazu.
Er hat Ihnen etwas Wichtiges mitzuteilen.
Guten Tag allerseits. Amal, mein Schatz.
Papa?
Guten Tag, Monsieur Fethani.
Ich nutze die Gelegenheit, um Ihnen mitzuteilen,
dass meine Frau und ich beschlossen haben,
unserer Tochter Reem unsere Anteile am Le Citadel zur Hochzeit zu schenken.
Ihr wollt meiner Schwester mein Hotel schenken?
Ihr und ihrem zukünftigen Mann Mark, der den Wunsch geäußert hat,
der Gruppe beizutreten, und sich damit ab sofort
in die strategischen Entscheidungen des Hotels einbringt.
Dann will ich auch nicht länger stören. Amal, Hamoudi wird dich anrufen.
Wir brauchen deine Fähigkeiten in der Stiftung. Du fehlst uns.
Pass auf dich auf, mein Schatz. Schönen Tag.
Ähm, Édouard, Sie wollten etwas mit uns besprechen?
Nein, nicht mehr nötig.
Gut, also wir haben von den Anfängen eines Streiks erfahren.
Angeblich sollen Sie versucht haben, eine Zeitarbeitskraft einzuschüchtern.
Oh nein, keineswegs, ich habe nur einer erschöpften Frau angeboten,
dass sie in einem Haus in der Nähe ihres Wohnortes arbeiten könnte.
Dann sollten Sie dieses Missverständnis aufklären, bevor es auf uns zurückfällt.
Aber gern.
Danke.
Beeilen wir uns. Die Mädchen brauchen mich.
Du bist ja hart im Nehmen.
Das ist keine Stärke.
Das führt nur dazu, dass du Dummheiten machst.
Ich tue mein Bestes.
Du solltest heute lieber nicht lächeln. Nimm dir ein Beispiel an Esther.
Ach, gut. Na, bitte. Da kommt ja doch eine Reaktion.
Aber wenn du weinen willst, dann jetzt. Denn später wird es wirklich ernst.
Kommst du?
Was ist das hier?
Sachen, die die Gäste in ihren Zimmern vergessen.
Ist besser als in den Galeries Lafayette hier.
Hauptsächlich Werbegeschenke, die die großen Marken den Gästen machen.
Und wir geben sie an Mädchen weiter, die sich kein eigenes Make-up leisten können.
Und den Rest verkaufen wir. Und so finanzieren wir unseren Streik.
Okay.
-Dreh mal den Kopf. -Dürft ihr das denn?
Bei der Kohle, die die auf unsere Kosten scheffeln? Wir sind nicht die Diebe.
Was ist, wenn ein Gast seinen Kram wiederhaben will?
Ich bin seit zwei Jahren hier und das ist noch nie vorgekommen.
Dass ein Gast kommt und seinen Mantel, seine Schuhe oder seine Tasche verlangt.
Sein Sextoy schon. Ach ja, und seinen Hund.
Geht das so?
-Hey, du bekommst grad die volle Ladung. -Gern, nur zu.
Vielen Dank.
Im Gegenzug versprichst du mir was.
-Was willst du? -Dass du auf dich aufpasst, okay?
Ich mache dir noch Puder drauf und fertig.
Ich müsste noch mal Ihre Zimmernummer haben.
Tut mir leid, du musst härter durchgreifen.
Oder hol dir jemanden.
Mir sind schon 13 Gäste weggelaufen, die die Zeche geprellt haben.
An der Rezeption geht es noch schlimmer zu.
-Kümmere dich um deine Abteilung. -Esther.
-Jetzt komm mir nicht blöd. -Verzeihung.
Ich habe die Scheißboa nicht ins Hotel geschleppt.
Mach deinen Job. Bald kann ich meine Leute nicht mehr zurückhalten.
Da. Die ersten Gepäckträger haben sich dem Streik angeschlossen.
Ich bin nicht mehr die Einzige, die Édouard loswerden will.
-Es muss sich was ändern. Okay? -Hab schon verstanden.
Blöde Kuh.
-Bin gleich wieder da. -Esther? Tut mir leid, wenn ich Sie störe.
Ich habe Probleme mit dem Wohnungsantrag für die Zeit nach meiner Haft.
Hast du die Boa schon gefunden?
Verdammt noch mal.
Gut, los, verschwinde. Ich decke dich.
Als Concierge habe ich alles im Blick und ich sehe, du musst was regeln.
Geh schon, so kann ich dich nicht hierbehalten.
Wir sind hier nicht beim ESC.
Hey, nicht so laut, man hört euch!
Entschuldigung.
Da bist du ja.
-Was ist denn mit dir passiert? -Ist gut, geht schon.
Chanel, ein Zimmermädchen und Personalvertreterin. Kennst du sie?
-Nein, ich bin noch neu hier. -Nimm Kontakt mit ihr auf.
Ich will wissen, wie der Streik organisiert wird.
Wollen Sie Infos über sie oder den Streik?
Weißt du schon was?
Ja, die Zimmermädchen wollen Sie loswerden, und sie sind nicht allein.
Ich kann aber immer noch auf dich zählen, oder?
In Krisenzeiten stellt niemand mehr ein.
Und wenn ich weg bin, dann beschützt dich hier niemand mehr.
Hörst du dich um?
Sieht echt gut aus.
Ja. Danke, Leute.
Danke. Gefällt mir.
Wie finden Sie es?
Ein neuer Künstler, den ich unterstütze.
Es heißt "Der Turm". Die Tarotkarte, wissen Sie?
Es geht um das Ende der Illusionen der Alten Welt.
Nichts währt ewig. Alles dreht sich um das Timing.
Die richtigen Informationen, die richtige Person. Der richtige Moment.
Königreiche gehen in Flammen auf.
Ich hoffe, Sie behalten Ihren Job, damit wir zusammenarbeiten können.
Ist hier jemand?
Keine Bewegung! Wer bist du?
Ich komme aus Fleury. Ich habe was für dich, von Lana.
Du solltest doch gestern kommen. Du warst nicht da.
Es war nicht möglich.
-Zieh dich aus. -Was?
Zieh dich aus!
Vielleicht arbeitest du mit den Bullen zusammen.
Ich komme aus dem Knast. Ich arbeite nicht für die.
-Ich bin sauber. -Ach ja?
Und warum zitterst du dann?
Bleib so.
Kann ich gehen?
Ich hab dich schon mal gesehen.
Im Fleury.
Ich kenne Lana.
Wenn du nicht rauskommst, bleibst du ihre Bitch.
Für Pepo ist das Citadel nur eine Geldwaschanlage.
Wenn du mich feuerst, hast du wieder die Kontrolle.
Mag sein, aber ich weigere mich.
Und deine Kündigung akzeptiere ich auch nicht.
-Wir müssen pragmatisch sein. -Glaubst du, du kannst dich verdrücken?
Siehst du nicht, wo diese Entwicklung hinführt?
Jahrelang haben die Pariser lieber die Straßenseite gewechselt,
als am Citadel vorbeizugehen, weil es mit den Nazis kollaboriert hat.
Jetzt fängt es wieder an zu stinken.
Auch wenn es dich überrascht, Amal: Ich bin nicht dein Besitz.
So wenig wie das Hotel.
Unser Hotel.
Wir haben das Citadel zusammen wieder aufgebaut.
Bedeutet dir das nichts?
Hör mal, du kannst an jeden Ort der Welt gehen und du bist immer abgesichert.
Aber wenn mich das Arschloch Pepo absägt, bin ich geliefert.
-Ich verliere alles. -Dann musst du dich wehren.
Sei kein Feigling.
Komm schon, sag es.
Warum willst du mich nicht gehen lassen?
Ja, Arthur, komm rein.
-Störe ich? -Nein, komm rein.
Madame. Hallo, Édouard, alles gut?
-Sehr gut und wie geht es dir? -Sehr gut.
-Wie läuft's denn so im Four Seasons? -Hervorragend.
-Und bei dir? -Deswegen wollte ich mit dir sprechen.
-Ah. -Ich denke über meine Zukunft nach.
Hallo.
Du hast mich doch nicht vergessen, was den Gefallen für Adèle angeht?
Was habe ich vergessen? Den Gefallen? Was für einen Gefallen schulde ich dir?
Ich verstehe nicht ganz. Du bist ja echt witzig.
Erst steckst du in der Klemme und klammerst dich an mich,
ich besorge dir 'ne Wohnung und 'nen Job und dann brauchst du mich nicht mehr.
Du bezahlst die Reparatur in bar, arbeitest nicht mehr.
Ist doch klar, dass ich mir Fragen stelle.
-Ist doch normal, oder? -Ja.
-Wo hat deine Freundin so viel Geld her? -Sie arbeitet.
-Sie arbeitet? -Ja.
-Sie will ja bei mir einziehen. -Ja, ich weiß.
Ach ja, das weißt du?
Ich will nur, dass du meinen Namen in den Mietvertrag mit aufnimmst.
Das war alles.
-Wo ist der Haken für mich? -Es gibt keinen Haken. Echt nicht.
Deine Freundin ist in etwas verwickelt.
Beim kleinsten Scheiß fliegt ihr raus. Hast du kapiert?
Ja, habe ich. Danke.
Ich kann mich nicht entscheiden.
Ich weiß nicht, ob es mir gefällt oder ob es mir Angst einjagt.
Chaos ist doch was Schönes.
Es hinterlässt Raum für etwas Neues.
Ja, wirklich?
Willst du deswegen nach Schanghai gehen?
Wenn das Hotel zum Hochzeitsgeschenk wird,
reicht es vielleicht aus, die Hochzeit platzen zu lassen.
Wir wissen beide, wie zerbrechlich Beziehungen sind.
Wer sagt, dass deine Schwester den Ami im Januar immer noch will?
Wir hingegen...
Wenn du es wirklich wolltest, könnte es was Ernstes werden.
Was unternehmen wir denn, um die Boa wieder einzufangen?
Nichts. Scheiß auf die Boa, die ist nur ein Vorwand.
Alle wollen Galzain loswerden.
Er wird gefeuert, ganz klar.
Und wenn er gefeuert wird, kriegst du keinen Vertrag.
Tut mir leid.
Bist du dir da sicher?
Na klar.
Adèle. Dein Pokerspieler ist jetzt da.
Der Belgier, Jenssen. Ich sollte dir doch Bescheid geben.
Ja, danke, Prosper.
Ich brauche einfach Hilfe.
Wir müssen uns doch wehren können.
Wie sollen wir das schaffen? Wir brauchen mehr Personal.
Nein, das will ich nicht.
-Wir schaffen das nicht. -Ich brauche Hilfe.
Am besten warten Sie erst mal ab. Haben Sie schon Ihren Anwalt konsultiert?
Ich habe gefunden, was Sie wollten.
Raus damit, ich höre.
Wenn ich Ihnen mit dem Streik helfe, was kriege ich dafür?
Willst du dich setzen?
Ich will heute noch einen Arbeitsvertrag.
Klar, das ist doch kein Problem.
Und ich will eine Wohnung. Wie Yak. Sofort.
Wie wunderbar. Du lernst dazu.
Sie dürfen Chanel nicht direkt angreifen. Das fällt auf mich zurück.
Du willst mir also was über Chanel erzählen?
Es ist eine ernste Sache, wenn man Werbegeschenke abgreift.
Das ist alles?
Und wenn ich Ihnen sage, dass die Mädchen sie im Internet verkaufen?
Das ist Diebstahl und Hehlerei.
Noch schlimmer ist es bei Sachen, die die Gäste im Hotel vergessen haben.
Ein Skandal, wenn das rauskommt, oder?
Wundervoll.
Das reicht für mich.
Ich gebe das an den Richter weiter, aber das wird schon klappen.
Sie werden auf Bewährung entlassen.
Ich sehe gerade, dass ich den Mietvertrag von Madame Serour habe
und eine Dienstwohnung vom Citadel.
Für mich ändert das nichts. Das ist egal.
Jetzt sind Sie frei. Sie können es sich aussuchen.
Alles okay?
-Und bei dir? -Ja.
-Wie bist du hier? -Mit dem Bus.
Wollen wir?
Wie, und jetzt kommst du doch nicht mit mir nach Hause?
Nein, das hat der Richter so entschieden. Ihm ist das achte Arrondissement lieber.
-Okay. -So finde ich es auch besser.
Und der Foodtruck?
Daran ändert sich nichts.
-Hier, bitte schön. -Danke.
Danke.
Hier. Das sind die Schlüssel zu deiner Wohnung, dein neuer Dienstausweis
und ein Handy, damit du für uns immer erreichbar bist.
Danke.
Weißt du, es gibt auch noch einen anderen Weg als den des Direktors.
Geh schon.
Guten Tag, Concierge-Service.
Guten Tag. Wie geht es Ihnen?
Ich habe die Liste Ihrer Forderungen bekommen.
Ich möchte auf alle Punkte eingehen.
Nicht auf einige, sondern auf alle.
Denn alle Mitarbeiter hier, ob vom Gepäckservice,
dem Logis-Bereich oder der Gastronomie, haben ein Recht, sich zu beteiligen.
Denn das Citadel funktioniert nur dank Ihnen.
Okay? Aber vorher möchte ich Ihnen etwas sagen. Etwas Wichtiges.
Nämlich, dass ich Ihre Wut wahrnehme und dass ich sie verstehe.
Als ich anfing, war ich 15. Als Hilfskraft in einem kleinen Hotel.
Ich weiß also so gut wie Sie, wie es ist, einen Chef zu haben.
Ich weiß, was diese Arbeitszeiten heißen, dieser Druck.
Was es heißt, keine Wahl zu haben. Nicht "Nein" sagen zu können.
Glauben Sie, Sie können mich mit einer Beförderung kaufen?
Wir sind uns alle sicher, dass Sie eine perfekte Etagenhausdame sein werden.
Nach all den Jahren weiß ich auch etwas,
von dem die in der obersten Etage keine Ahnung haben.
Nämlich, dass wir das Hotel sind.
Wir. Wir alle zusammen.
Was wir hier erschaffen, Tag für Tag,
ist ein Ideal von Schönheit und Harmonie.
Eine Utopie eben.
Das ist unsere Art, uns gegen Mittelmäßigkeit zu wehren.
Gegen das Banale und gegen Hässlichkeit.
Und dieser Anspruch verleiht uns die Würde, die uns draußen oft verwehrt wird.
Bitte, ich erkläre es euch! Zwei Minuten, bitte!
-Echt, ich brauche nur zwei Minuten. -Du Verräterin, gib's doch zu.
Aber was denn? Ich hab niemanden um was gebeten.
Wir werden manipuliert, glaub mir.
Ich habe niemanden um etwas gebeten. Ihr lauft diesen Leuten in die Falle.
Ihr macht nur, was sie...
Wenn ich so zu Ihnen spreche, denke ich an meinen Vater.
Sein Leben lang hat er sich für Menschen wie Sie aufgeopfert.
Er hat erlebt, wie sein Sohn zum Chef wurde.
Ich fürchte, ich bin sein schlimmster Fehlschlag.
Aber... heute will ich ihm das Gegenteil beweisen.
Ich akzeptiere hiermit nicht nur alle Ihre Forderungen,
obendrein bekommen Sie ab Januar fünf Prozent mehr, und dazu die Jahresprämie!
Und all den Leuten, die uns angreifen und spalten wollen, sage ich,
und das ist ein Versprechen: Wir geben keinen Deut nach!
Ist das klar?
Wir stehen zusammen: vereint, solidarisch, eine Familie.
Jawohl.
Danke schön. Also dann.
Guten Appetit.
Monsieur Jenssen, Ihr Ruf eilt Ihnen voraus.
-Wie geht's Ihnen? -Guten Appetit, Mademoiselle.
Schönen Tag noch.
Danke schön.
Da bist du, du Idiot.
Hey.
Das ist eine tote Schlange.
Esther will dich sprechen.
Okay.
Ein Reinigungsteam in die Sechste, bitte. Wir haben die Boa gefunden.
Hey, Yak. Wir sind jetzt Nachbarn, Bruder. Du hast versucht, mich anzurufen.
Los, komm vorbei. Ich gebe einen zur Einweihung aus.
So ein Mist.
Verdammt.
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