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Original subtitles

Evakuieren Sie diese ins Wiesengrund.

Sagen Sie es nicht meiner Frau.

Das ist die letzte.

Arthur würde sein eigenes Kind ausliefern. Er hat es versucht.

Ich traue ihm nicht mehr.

Wieso bist du nicht an der Front? Ich bin desertiert. Ich könnte mich hier

verstecken und auf Karin aufpassen.

Wiesengrund hat geschrieben.

Karin ist da nie angekommen.

Da verschwinden so viele Kinder.

Ich sage Ihnen doch einfach, dass Sie in einer anderen Stadt verlegt worden

sind.

Bist du schon wach? Hallo.

Hallo.

Hast du gut geschlafen?

Guten Morgen.

Helfen Sie, mein Junge!

Helfen Sie! Auf die Liege!

Eine Brandbombe!

Wir sind nicht rechtzeitig rausgekommen. Das kriegen wir schon hin.

Wir setzen Sie sich erst mal. Sie sind ja ja am Papi -Jagd -Sitzen.

Sie fangen für Pone auf und sind in das Antischock -Spiel.

Er bekommt jetzt erstmal einen Schmerz mit.

Ausschließlich Verbrennung zweiten Grades.

Kleine Nekrosen.

Können Sie das abwürsten, also sparen. Soll ich die Blasen eröffnen? Die

lassen wir eintrocknen. Die kannst du mit 5 % Intanin pinseln. Gib mal eine

Spritze, ich mach die großen auf.

Nein.

Bitte, verraten Sie uns nicht.

Es ist weniger als ein Drittel der Haut verbrannt.

Deine Chancen stehen gut.

Hier ist der Dermatol, Kosa und die Folie.

Setzen Sie sich.

Soll ich pudern? Ja.

Das ist auch nicht, dass du einen untergetauchten Juden deckst. Kennst du

so schlecht?

Das ist alles, was ich auftreiben konnte.

So kriegen wir die beiden jeden Tag nicht mehr länger durch.

Hast du irgendwas zum Tauschen?

Schuhe? Zigaretten? Am Brandenburger Tor kriegst du dafür fast alles. Nein, ich

hab nichts.

Was ist mit den Zuteilungen für die Kinderklinik?

Ich hab keinen Schlüssel für das Magazin.

Kannst du nicht deinen Mann fragen.

Da kommt er sicher an alles an. Aber dann weiß er, dass Karin in der Nähe

Gut. Ich kann versuchen, aus dem Operationsbunker ein paar Liter

abzufüllen. Ich habe gehört, für zehn Liter kriegt man nicht die Butter.

Die Menschen teilen jetzt das letzte Brot miteinander.

Charité heißt tatsächlich Barmherzigkeit.

Was für ein schöner Raum.

Ich muss zu Geheimrat Sauberbruch.

Der Professor ist im Bunker, er operiert. Bringen Sie mich zu ihm. Ich

einen wichtigen Auftrag zu erfüllen.

Kommen Sie.

Ganz brennt.

Wir hätten das bei einem Verbandsplatz nicht so lange abbinden sollen.

Ich muss großflächig inzidieren, damit Luft ans Gewebe kommt.

Das muss mit Wasserstoff -Superoxid gespült werden.

H2O2. Und zieh mir 60 Kubik -Aniarobiaserum auf. Wir haben keins

gibt's doch nicht.

Dann Bronthardin -Wundpulver.

Notfalls muss halt irgendjemand rüber zum Truppenverbandsplatz an der

Friedrichstraße gehen. Zwei Pfleger auf der Inneren sind auf dem Weg dahin

beschaffen worden.

Seitdem geht keiner mehr. Wie sollen wir hier Schwerverletzte ohne die

elementarsten Medikamente durchbringen?

Wir haben hier nichts.

Die Amerikaner, die haben dieses Wundermittel Penicillin. So viel, dass

sogar unsere deutschen Kriegsgefangenen behandeln.

Ferdinand. Was?

Du und Paracelsus, er sagt doch immer, der höchste Grad der Arznei ist die

Liebe. Ja, aber im Fall von Garth Brandt ist es nicht.

Während der Operation ist der Zutritt verboten.

Oder sind Sie etwas schwer verletzt?

Ich bin Ursula von Leisner aus München und muss zu Geheimrat Zauberbruch.

Ich bin Bildhauerin und soll eine Büste vom Herrn Geheimrat anfertigen.

Sie haben gesagt, es sei wichtig.

Wenn überall Zerstörung und Vergänglichkeit herrschen, gerade dann

wichtig. Wo du recht hast, hast du recht.

Ich verstehe dich.

Ein Chirurg ist ja auch so eine Art Bildhauer.

Ich habe von Ihnen geträumt, Herr Geheimrat.

Das tut mir leid.

Als Kind schon.

Ich glaube, ich habe Sie schon mein ganzes Leben lang gesucht.

Und in welchem Auftrag soll diese Wüste gefertigt werden? Für das Sanitätsamt

der Organisation Todt.

Dafür hat man meine Einberufung zum Sanitätsdienst zurückgestellt.

Das tut man nicht alles, um nichts Vernünftiges arbeiten zu müssen.

So.

Was wird da alles interessieren? Information von unserer Botschaft in

Neuerungen im japanischen Flugzeugbau.

Und wie wollen Sie aus der Stadt rauskommen?

Die Waffen -FS hat einen Sperrregel gezogen, damit die Berliner nicht

sondern kämpfen.

Fritz hat einen offiziellen Kurierauftrag für die Schweiz, damit er

Kontrollen kommt.

Mein Chef schickt mich auf eine geheime Mission.

Ich soll seine Geliebte und seine Orient -Teppiche nach Bayern chauffieren.

Und Sie haben einen Wagen und Benzin? Ja, ein Dienst -Mercedes mit

Grüßen Sie die Amerikaner. Das mache ich. Ich sage Ihnen, dass Sie sich

sollen.

Komm mit mir, bitte.

Ich kann hier nicht hin.

Ich muss weiter auf die Berichtete.

Die deutsche Bürokratie, das ist klar. Für verletzte Soldaten ist das der

Beweis, dass sie keine Deserteure sind.

Dann vielleicht.

Vergesst nicht.

Da drin ist ein Todesurteil.

Wenn Sie sich erwischen.

Geht ja nicht noch.

Nimm doch, komm, noch Wäsche.

Vorsicht, bitte.

Handschuhe? Sind keine mehr da.

Du Klaus.

Für wen?

Hast du Karin einfach auf dem Charité -Gelände versteckt?

Die sind doch nicht für Karin.

Versteckst du auch noch Otto?

Das geht dich gar nichts an.

Wenn meine Frau einen Deserter versteckt, dann geht mich das sehr wohl

Du bringst uns beide an den Geigen und dann hat Karin niemanden mehr. Seit wann

machst du dir denn Sorgen um Karin?

Schon vergessen?

Du hast sie auf die Transportliste für diesen Grund gesetzt.

Ja, dann wäre sie jetzt auch sicherer als hier.

Nur kein Unmensch.

Da habe ich wohl was verwechselt.

Brings ja nur fremde Kinder um.

Bald besuchen wir die großen Motiven.

Denn der Krieg vorbei.

Der Führer hat den Fall Clausewitz ausgegeben. Der Generalbevollmächtigte

den totalen Kriegseinsatz, Dr. Goebbels, hat Berlin zur Festung erklärt. Er will

dem Feind eine Schlacht liefern, wie sie einzig in der Geschichte dieses Krieges

dastehen wird.

Können Sie mir Bilder von Verletzten, am besten verbrannten Kindern, zur

Verfügung stellen? Wir müssen der Bevölkerung vor Augen führen, was sie

Feind zu erwarten hat.

Das hebt den Kampfgeist. Viel besser wäre es doch, mit starken

ein Kreuz in den Himmel zu projizieren und mit dem Symbol Christi die Stadt vor

Beschuss zu schützen. Vor allem müssen diese Rotkreuzmalereien an der

Klinikfassade erneuert werden.

Die sieht man ja kaum noch. Ich bin nicht hier, um Ihnen zu sagen, wie Sie

schützen, sondern wie Sie kämpfen. Jeder Arzt und jede Krankenschwester bekommt

von uns eine Panzerfaust, um damit auf die Russen zu schießen.

Ich operiere doch nicht mit der Panzerfaust in der Hand!

Dann besser ist es zu tun.

Mein lieber Junge, ich bin der militärische Oberbefehlshaber der

hast mir gar nichts zu sagen.

Soll ich das so etwa Herrn Minister Goebbels ausrichten?

Ich bitte darum.

Professor Sauerbuch hat recht.

Laut Genfer Abkommen ist Sanitätspersonal neutral und

Und darf deshalb auch nicht angegriffen werden.

Glauben Sie allen Ernstes?

Dass sich diese vertierten Bolschewiken an irgendein Völkerrecht halten?

Ist Zauberbruch explodiert?

Ich zippe auf sowjetische Stadienorgel.

Ich soll hier was in der Rechtsmedizin abgeben.

Habt ihr hier sowas noch?

Ja, zu tun hätten sie. Das hier ist eine besondere Schweinerei. Die haben wir im

Ula -Park gefunden.

Alle mit Genickschuss ermordet. Gut, das wird ordentlich ermitteln.

Ich würde mal wünschen, dass wir die ganze Mörderbande kreieren.

Fahren Sie mal hinten. Danke.

Ich könnte schwören, dass es der Sohn vom alten Bonnhüfer war. Nicht der

Dietrich, sondern der Klaus. Und der andere, das könnte der Schwiegersohn

gewesen sein.

Hans von Danani?

Nee, der andere.

Rüdiger Schleicher? Genau der.

Was muss diese Familie für ein Blutzeug sein?

Wenn man anfängt, politische Häftlinge zu liquidieren, dann ist das Ende nah.

Ich weiß nicht, ob ich noch mal durchkomme.

Aber wollen Sie das Ende nicht im Juniwald abwarten? In unserem Haus sind

für die russischen Zivilisten, die man plündern kann, in der Charité.

Erste, die man braucht.

Fahren Sie zurück, Kubov.

Kümmern Sie sich um Lux und verarmen Sie das Haus.

Wir kommen schon durch.

Gut.

Warten wir auf den Endsieg.

Wenn der Feind Luftlandetruppen absetzt oder mit Panzern durchbricht, dann gibt

es Feindalarm.

Das ist fünf Minuten Dauerheulton.

Wer wird denn da Dauerheulen? Wir haben doch KDF.

Kraftdurchfurcht. Wenn ich ein Mann wäre, dann würde ich dir das Maul

Andere geben in diesem Augenblick ihr Leben, um uns zu retten. Der

Befreiungsangriff von General Wench steht unmittelbar bevor.

Und dies mit der Wunderwaffe deines geliebten Führers. Auf den auch du einen

gefordert. Und wo der Führer ist, ist der Sieg.

Auch wenn sich die Russen mit aller Kraft auf die innere Berliner Front

unsere Truppen sind schon in ihrem Rücken.

Jetzt plan uns hier nicht die Wochenschau vor.

Wir werden den längeren Atem haben.

Wenn man einmal an richtigen Brandbomben wird besprochen, dann kommt keiner.

Heil Hitler, Frau Göbel.

Sie sind noch in der Stadt?

Bitte gingen Gerüchte, Ihr Gatte sei auf dem Weg in die Alpenfestung. Niemals.

Er ist mein Führer.

Und auch ich bin auf dem Weg zu ihm.

Ich und die Kinder.

Was kann ich für Sie tun?

Ich brauche Zyankali.

Unsere herrliche Idee geht zugrunde.

Wir wollen zu vorlangs der Letzten an der Seite unseres geliebten Führers

gehören, die nicht mehr leben wollen, wenn Deutschland untergeht.

Und die Kinder?

Sie sind zu schade, für das, was kommt.

Ich habe nur zwei Karten für meine Frau und mich.

Da müssen Sie sich in der Reichskanzlei an Dr. Stumpfweger wenden. Ich bin mir

sicher, dass er noch größere Vorräte hat.

Und dieser Herr Stumpfegger wird mir auch behilflich sein, es den Kindern zu

verabreichen.

Vorab sollte ein Betäubungsmittel gerecht werden. Der Tod durch Zyankali,

wäre ein zu schrecklicher Anblick für eine liebende Mutter. Diese Krämpfe und

dieses fürchterliche Ringen nach Luft.

Leben Sie wohl.

Nein.

Sterben Sie in Würde.

Die oberen Geschossen sind einsturzgefährlich. Aber im ersten Stock

einen guten Blick über das Gelände.

Sehr gut, wir brauchen freie Schusszeilen. Hey, hey, hey!

Was wollt ihr hier?

Das Krankenhaus ist eine neutrale Zone.

Der Ivan schert mich auch nicht drum.

Rache unsere Tugend und Hass unsere Pflicht.

Wenn die Russen euch bewaffnet sehen, dann knallt ihr euch ab wie die Hagen.

Bringt euch lieber in Sicherheit.

Der gibt Wehrkraft zu setzen.

Darauf steht der Tod.

Ich meine ja nicht, dass ihr abhauen sollt.

Sondern, dass ihr eine gute Deckung braucht.

Ich zeige euch einen Raum, wo ich gut verschanzen könnte.

Los, zeig uns wo.

Da hat es den Schießschaden.

Schaut mal.

Und jetzt auch ein guter Furtpilz.

Soll er es nur vorauf machen?

Werft eure Waffen durchs Fenster, dann lasse ich euch wieder raus.

Ihre Mütter werden es mir danken.

Drängt weiter an der nächsten Laterne!

Ich habe was für dich.

Danke. Alle die Russen sind bald hier.

Weißt du, wenn du nicht mehr zu Karin durchkommst?

Wo ist sie? Bei Otto, oder?

Wie wird er denn die Leute an Karin schützen?

Es geht ums Überleben.

Karin ist nur noch unsicher.

Bring sie her.

Ich bitte dich.

Vier Kilometer, höchstens sechs.

Weißt du, was über den Traum verlaufen?

Zeitung gibt's ja kaum noch und im Radio kommt auch nichts.

Auch nicht mal mehr die Durchhalteparolen.

Aber bei der Wochenschau neulich. Was, es gibt noch Kino?

Ja, du wirst nicht glauben, es läuft noch Kohlberg.

Es fing so harmlos an und die Feuerzeigenbude.

Die Leute sollen sich neulich halb tot gelacht haben, als gewiss was von der

neuen Offensive gefagelt hat.

Was wird aus uns nach dem Krieg?

Vielleicht ändern sich ja die Gesetze.

Die Russen sperren Schwule genauso ein.

Am besten wir gehen nach Frankreich.

Ja, da wird man als Deutscher sicherlich mit offenen Armen begrüßt.

Die Russen sollen schon am Alex sein.

Schwester Käthe hat mich mit eigenen Augen gesehen.

So nah schon.

Das Kriegsende endlich.

Ehrlich gesagt habe ich noch mehr Bammel als vorher.

Hier.

Ich weiß nicht, ob ich es weiter rauf schaffe, wenn die Russen erst die Klinik

beschießen.

Ich nehme Karin mit in den Keller.

Ich will sie bei mir haben.

Und Arthur?

Jetzt wird niemand mehr abtransportiert. Draußen geht gerade die Welt unter.

Willst du nicht mitkommen?

Kannst du mir garantieren, dass mich niemand verrät?

Otto hat recht.

Die Deserteure werden immer noch aufgeknüpft. Es gibt jetzt fliegende

Standgerichte. Und der Volkssturm ist noch fanatischer als die SS.

Vorhin habe ich ein paar von denen eingesperrt.

Sei vorsichtig.

Hoffe ich mich sonst wieder mit der Hab ist, du große Schwester.

Zu groß bin ich gar nicht.

Du hast jedenfalls lange von mir erkannt, wohin das alles führt.

Mein Junge hat es so durch.

Wir haben keine Kochkreisinfusionen mehr.

Kann er nicht irgendetwas zu trinken bekommen?

Wenn das mal so einfach wäre.

Die Leitungen sind zerbombt.

Wir haben ja langsam kein Nisch von Kenianisch mehr.

Dann geh ich zum Brunnen. Zu gefährlich.

Unser Gelände liegt unter Beschuss.

Was ist denn nun besser?

Verdurften oder erschossen werden?

Lass uns endlich hier raus!

Du sollst uns hier rauslassen!

Mach, dass ihr hier wegkommt. Am besten Richtung Norden.

Wo steckt die Schwester? Soll die Instrumente reinigen?

Es gibt hier kein Wasser mehr.

Warum stehe ich denn in der Pfütze? Die Grundwasserpumpen sind ausgefallen.

Sonst noch Jobsbotschaften?

Sterile Verbandsmaterial ist aus.

Nur noch 12 Kochsatzinfusionen und Morphium ist auch alle.

Gib den Verwundeten einen Cognac gegen die Schmerzen.

Und kontrolliert nochmal, ob auch keiner Waffen versteckt hat.

Ich muss fort, Herr Geheimrat. Heute Nacht war der letzte Zug gestürzt. Aber

möchte Ihnen etwas zeigen.

Verzeihen Sie nicht, Herr Geheimrat.

Ich habe einen Friedensstern über Deutschland gesehen.

Das beruhigt mich sehr.

Was bin ich froh, dass der Kleine nichts passiert ist. Wäre ja auch ein Malheur

gewesen, so kurz bevor der EI war. Ein Malheur?

Ich weiß noch ganz genau, was in meinem Haar mit Karin passiert wäre.

Nur, dass das mal klar ist. Das ist nicht auf mir, mit dem Sie wachsen.

Können Sie sich bei Ihrem Mann bedanken. Der hat die Kleine auf die Liste

gesetzt. Eine auswärtige Heilanscheidung für Karin ist tatsächlich sicherer als

hier. Stimmt.

Verjahst das Kind, macht sich nichts aus Bomben.

Vergast? Was reden Sie denn da?

Das ist doch kein Kind vergasten.

Sie sind wohl die Unschuld vom Lande, oder was?

Das waren doch Sie und die anderen Doktors, die uns was erzählt haben von

Ballastexistenten und Gnadentod. So, ich persönlich, ich hab überhaupt nichts

gegen Behinderte.

War auch immer gut zu den Kindern.

Auch zu Karin.

Das waren doch Sie, die wegen Karin so besser gegangen ist. Ich hab die

Vorschriften nicht gemacht.

Man hat immer eine Wahl.

Das ist die richtige.

Wir hätten so fleißig in der Psychiatrie geholfen, Krüppel vor Kriegsgericht zu

bringen. Ja, und ich schäme mich auch dafür.

Wir sind beide nicht unschuldig.

Kinder, seid froh, dass Krieg ist.

Danach wird es ungemütlich.

Die müssen Sie abgeben, bevor die Russen kommen.

Das Schiff sinkt.

Jimmler soll sich jetzt auch abgesetzt haben.

Über die Rattenlinie.

Nach Flensburg.

Die Uniform sollten Sie auch verbrennen.

Der Herr ist es auch.

Bringt sie bitte raus, ja?

Jawohl.

Tempelhof ist schon besetzt.

Kein Wasser mehr. Dafür Salami und Cognac.

Es ist schon erstaunlich, was plötzlich aus Wehrmachtsbeständen auftaucht. Dabei

hat man uns gerade noch erklärt, wie wir Frösche und Rattenschmacka zubereiten

können. Ja, es wird Zeit, dass die Russen endlich übernehmen. Ich kann ja

verstehen, dass Sie sich auf die Russen freuen, aber ich habe drei Söhne da

draußen und ich weiß nicht, ob sie noch leben. Herr Pador, aber Frankreich hat

diesen Krieg nicht angefangen. Und auch ich habe Familie und keinerlei

Nachrichten. Wir sollten uns vorbereiten auf das jüngste Gericht.

Willkommen heißt Dobry Pozhalovat. Dobry Pozhalovat.

Ich bin fest entschlossen, dem ersten Russen, der durch diese Tür tritt, einen

Bruderkurs zu geben.

Das wirst du schön bleiben lassen.

Vielleicht sollten Sie Schilder auf Russisch schreiben.

Damit die verstehen, dass Russ hier ein Klinikbetrieb ist. Schreiben Sie

Infektionsgefahr auf den Lagerraum.

Dann können sich die jungen Schwestern da verstecken.

Wer jetzt noch lebt, ist selber schuld.

Bomben sind ihr noch gefallen.

Wasser!

Ich hab was da.

Man sagt, die Russen lieben Kinder.

Ja, den Kindern werden sie wohl nichts tun. Warten Sie.

Der kann Ihnen vielleicht noch von Nutzen sein.

Wenn alle so mutig und hilfsbereit gewesen wären wie Sie, hätte es diese

Barbarei nie gegeben.

Wenn die Russen kommen, brauchen wir vielleicht noch... Es wäre nicht das

Mal, dass ich die Hosen runterlasse, um zu zeigen, dass ich Jude bin.

Notfalls kann ich beten.

Das kann ich wirklich nicht annehmen.

Doch, bitte.

Ich habe noch einen.

Sie war zur Entbindung im jüdischen Krankenhaus.

Vor zwei Wochen.

Und wurde von dort mit unserer Tochter deportiert.

Jetzt doch.

Das war ein Wahnsinn.

Das war schon immer Wahnsinn.

Danke. Das werde ich nie vergessen.

Ich werde euch nicht noch einmal im Stich lassen.

Sind wir wirklich eine Familie?

Auch wenn Karin behindert ist?

Ja, natürlich.

Ob die Sieger mit den Ärzten abrechnen werden?

Die Schwestern werden die Schuld auf uns schieben. Das geht ja doch gehört.

Andere werden auch heute sagen, Patienten, Angehörige.

Du meinst in einem Prozess?

Hast du Angst wegen deiner Impfversuche?

Besser hat doch meine Probandin ausgesucht.

Ich hätte da gar keinen Einfluss drauf.

Und als Arzt, der selbst ein behindertes Kind hat, die werden mir doch glauben,

dass ich das alles nicht gewollt habe.

Was haben wir hier?

Das ist

alles, was wir noch haben.

Ja.

Oben sind immer mehr Bewaffnete unterwegs.

Infanterie, der wild gewordene Volkssturm. Was? In der Charité darf auf

keinen Fall gekämpft werden. Wir sind neutrale Zone.

Diese Irren gefährden unser Leben.

Margot, bitte hol die Schreibmaschine. Wir müssen dem Führer schreiben, die

bewaffneten Truppen müssen sofort vom Gelände verschwinden.

Ein Brief?

Und wie soll er in die Reichskanzlei kommen?

Irgendjemand wird doch die paar Meter noch gehen können.

Ich wollte fragen wegen Otto Marquardt.

Er ist desatiert. Er versteckt sich oben im Dach, aber das wird immer

gefährlicher. Kann er zu uns in den Bunker kommen? Natürlich.

Ein Arzt ist immer hochwillkommen.

Und ich fürchte, es gibt inzwischen tatsächlich keine Stelle mehr, bei der

ihn denunzieren kannst.

Na komm, mach weiter.

Das ist auch feinflüchtig.

Was soll ich schreiben?

Mein Führer.

In letzter Stunde komme ich im Namen unserer Verwundeten.

Voll Vertrauen für deine großen Beteiligungen.

Absteigen! Absteigen!

Absteigen! Absteigen!

Absteigen!

Absteigen! Absteigen!

Absteigen! Absteigen!

Absteigen!

Ja, ich verstehe.

Komm,

los!

Ich bin Sobruch. Sobruch?

Vor 30 Jahren habe ich den operiert. Das war ein eitriger Zahn, aber immerhin.

Entschuldigung.

Ich bin

Franzose.

Je suis francais.

Oh la la, liberté, égreté, fraternité.

Jetzt reißen Sie sich mal zusammen, Jung.

Los, Ende.

Jetzt sei es ihr Trommelt und ihr Pfiff.

Alles ruhig da draußen.

Ich brauche einen Laken und einen Stab.

Ich gehe jetzt raus und verhandle mit den Rotten.

Ich komme mit. Ich spreche etwas Russisch.

Immer Kopf hoch.

Wenn der Hals auch dreckig ist.

Gut, meine Damen.

Ich wollte doch...

Muss man nicht machen.

So,

Brüche,

na was ist mit der Ruhe?

Stehen!

Ich habe gesagt, aufhören!

Komm dahinter.

Zobruch, ich habe einen Notfall.

Ich habe einen Notfall.

Nicht schießen!

Nicht schießen!

Ich bin Juden! Und Asch!

Ja, ich bin frech! Ich bin frech!

Nicht schießen!

Wir kommen nicht in eure Wälder.

Wir sind im Keller.

Ja?

Alles in Ordnung!

Wir können evakuieren.

Das war's für

heute.

Wir haben keine Informationen mehr. Hat jemand Blutgruppe 0?

Hat jemand Blutgruppe 0?

Hat jemand Blutgruppe 0?

Bitte!

Warum stoppst du?

Komm weiter!

Komm,

komm!

Komm, komm!

Anni! Welche Blutgruppe hast du?

Ah, wieso?

Otto verblutet.

Die Blutung steht.

Aber er ist noch nicht über dem Berg.

Mein Puls hat sich stabilisiert.

Ich glaube, er schafft es.

Wenn er aufwacht, dann wird er Durst haben.

Ich hole weiter.

Martin?

Nur dein Siebenleben war noch als übrig.

Ich werde versuchen, auf eigene Faust nach Hause zu kommen.

Herr Fräulein Fritsch will mir ihr Fahrrad schenken.

Hat sie Ihnen den Brief gegeben, den ich für Sie diktiert hatte? Ja. Die Russen

werden Ihnen sonst nicht glauben, dass Sie gezwungenermaßen hier waren.

Es gibt ja auch französische Freude.

Ich weiß.

Und ich danke Ihnen für diesen Schutzbrief. Ich werde mich

Sie sagen aber noch Adieu.

Natürlich.

Jungen, was mache ich denn jetzt ohne Sie?

Na, operieren.

Otto ist gerade aufgewacht. Gott sei Dank.

Danke.

Professor Sauerbruch, kennen Sie mich noch?

Nicht, dass ich wüsste.

Generaloberst Alexej Wischniewski, Chef des Sanitätswesens der Roten Armee. Ich

war vor vielen Jahren Ihr Student.

Sie haben mich durch

Examen fallen lassen.

Durchgefallen, Wischniewski! Aber beim zweiten Mal habe ich bestanden. Ich bin

jetzt Professor am Institut für Experimentalchirurgie in Moskau. Das

Neuigkeiten. Ich habe noch eine.

Ihr Sohn ist in einem Gefangenenlager in Niederschlesien. Ich werde mich dafür

einsetzen, dass er bald freikommt.

Das wäre großartig. Bitte.

Können wir auch irgendetwas für Sie tun?

Wir müssen die Klinik so schnell wie möglich wieder in Betrieb nehmen.

Aber zwei Drittel der Gebäude sind zerstört. Ich brauche eine

was überhaupt noch funktioniert.

Woran fällt es denn Ihrer Meinung nach am meisten?

Am Verstand.

Nach dem Krieg ging ich mit Karin in die Heilanstalt Bethel, in der ich eine

Stelle gefunden hatte.

Karin blieb behindert, hat aber ihr Leben gemeistert.

Ab den 50er Jahren konnte man Kinder mit einem Wasserkopf erfolgreich operieren.

Von Arthur habe ich mich scheiden lassen.

Er wurde Leiter einer Universitätskinderklinik in

Das Entnazifizierungsgericht hatte ihn als unbelastet eingestuft.

Martin und Otto blieben an der Charité.

Erst Ende der 50er Jahre konnten sie sich zu ihrer Liebe bekennen, als man in

der DDR den Paragrafen 175 abschaffte.

In der BRD blieb dieser jedoch bis zur Wiedervereinigung in Kraft.

Etwa 50 .000 Homosexuelle wurden bis dahin wegen Unzucht verurteilt.

Ferdinand Sauerbruch wurde von den Sowjets als Stadtrat für das Berliner

Gesundheitswesen eingesetzt. Doch der alliierte Kontrollrat entließ ihn

weil er zum Ansehen der nationalsozialistischen Diktatur

Sauerbruch wurde vielfach für den Nobelpreis nominiert, gewann ihn aber

Er starb 1951 an Demenz.

Margot Sauerbruch arbeitete nach dem Krieg als Internistin im Martin -Luther

-Krankenhaus in Berlin -Moabit.

Sie ritt noch mit 84 durch den Grunewald und starb 1995.

Nach dem Tod ihres Mannes hat sie nie wieder geheiratet.

Adolf Jung kehrte zu seiner Familie nach Straßburg und an die dortige

Universität zurück.

Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe, er hätte mit Nazideutschland kollaboriert,

konnte er entkräften. Er starb 1992 als hochgeachteter Chirurg.

Fritz Kolbe heiratete nach dem Krieg Maria Fritsch.

Sein Widerstand gegen den Nationalsozialismus wurde nicht

Rückkehr ins Auswärtige Amt verwehrte man ihm. Er starb 1971 in Bern, ohne

rehabilitiert worden zu sein.

Im Dritten Reich wurden 400 .000 Menschen zwangssterilisiert und 200 .000

und Behinderte ermordet. Der Krieg kostete über 60 Millionen Menschen das

An der Charité waren bei Kriegsende 90 % der Gebäude zerstört oder beschädigt.

Trotzdem wurden 800 stationäre Betten versorgt.

Bereits im Hungerwinter 1945 -46 wurde der Vorlesungsbetrieb wieder

Vielen Dank.

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