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[beschwingter Pop-Soul-Song: "Let's go back" von Jungle]
[Hunde bellen]
-[Hörbuch] Ein Hund verbessert dein Leben. -[Frau] Nein!
[Hund bellt]
[Hörbuch] Ein Hund macht dich zu einem glücklicheren Menschen.
Er erinnert dich daran, die kleinen Freuden des Lebens zu schätzen…
-[Handy vibriert] -…und im Hier und Jetzt zu leben.
-Hunde sind von Natur aus neugierig. -[Hund bellt]
Sie lieben es, gemeinsam mit dir die Welt zu erkunden.
Also, wenn ich dich erwische!
Keine Zeit für den Mist!
-[Hörbuch] Ein Leben mit Hund… -[Frau] Hey! Blödes Mistviech!
[Hörbuch] …verlängert deine Lebenserwartung.
[winselt]
[Hörbuch] Die täglichen Spaziergänge mit deinem Hund
sorgen für Bewegung und Entspannung.
Ein Hund macht es dir leicht, Freundschaften zu schließen.
-[Hund knurrt] -[kauend] Alter…
-Was ist das? -[Frau] Hallo!
Keine Angst, das ist nur der Torsten, der ist total lieb.
Auf keinen Fall. Keine Hunde im Auto, raus.
Ich habe mit Hund gebucht.
Keine Hunde in meinem Auto!
Da habe ich mich wohl verklickt.
Ist das Koriander? Das riecht superlecker.
Raus!
Mist. Okay, komm Torsten, wir müssen gehen.
[Frau] Torsten, komm!
Torsten, wir wollten uns doch von unserer allerbesten Seite zeigen!
Torsten. [lacht verlegen]
Nichts passiert, alles gut.
-Äh, klar. Schaffe ich auch allein. -[Torsten winselt]
[Pop-Soul-Song geht weiter]
[Hörbuch] Ein Hund bringt Menschen, die sich lieben, einander noch näher.
Gemeinsame Erlebnisse werden zu unvergesslichen Erinnerungen.
-[Mann] Hier. -[Hund knurrt]
-Sag mal, geht's noch? -[Hund bellt]
-Ist nicht meine Schuld! -Meine etwa?
-Nein, die des Hundes. -Er hat einen Namen.
-Der Hund beißt mich. Eben fast wieder. -[Hund bellt]
Lass mich doch mal eine Minute in Ruhe.
[Türklingel]
[Hund bellt]
[Hörbuch] …dass Vertrauen die Grundlage Ihrer Beziehung ist
und dass es wichtig ist…
Okay, damit steht fest, es ist dein Hund. Glückwunsch.
Sehr schön, du hörst dir das Buch an.
Weniger schön ist, dass du immer noch hier bist.
Willst du den Zug verpassen?
-Die berichten im Morgenmagazin über dich. -[sie schnauft]
Ich werde dich höchstpersönlich zum Bahnhof bringen.
Wenn du mir helfen willst, halt mir den Köter vom Leib.
Sei nett zu dem Hund. Mit ihm kommst du aus dem Schlamassel wieder raus.
Ich habe Jura-Abschluss, Doktortitel und war ewig in der Brookings Institution,
um mir dann anzuhören, dass nur ein Hund meine Karriere retten kann?
Genau so ist es.
Der Hund ist anstrengend.
Gab's in dem Tierheim keine normalen Viecher?
Ich weiß, das mit dir und Gaga ist schwierig.
Aber diesmal bekommen wir ja Hilfe. Dieser Nodon soll ein Genie sein.
Ziggy, du schwärmst von jedem Hundetrainer,
aber statt Hilfe gibt es hinterher immer nur eine satte Rechnung.
Ja, diesmal nicht. Okay?
Ich hoffe, du hast recht. Sonst ziehe ich aus.
Bäh! Das ist ja Automatenkaffee.
Ja, ist das dem Herrn Professor mal wieder nicht vornehm genug?
Hat mit vornehm nichts zu tun. Das ist eine Sache des Geschmacks.
Snob!
-[großer Hund bellt] -Hey, hey! Aus! Schluss!
Aus jetzt! Komm, aus. Aus!
Hey! Aus jetzt, aus.
Aus jetzt! Komm. Komm mit!
-[Hund knurrt und bellt] -Hey, Schnauze, sonst war's das.
[TV] Ursula Brandmeier,
bayerische Ministerin für Umwelt und Verbraucherschutz
und Spitzenkandidatin ihrer Partei für die Europawahl.
Das war ein spannendes Gespräch zum Thema
"Haustierhaltung: eine Belastung fürs Klima?".
Ich denke, viele Haustierbesitzer sind jetzt beruhigt.
[Mann, TV] Danke ins Studio. Einspieler läuft jetzt.
Haben Sie selbst einen Hund?
Um Gottes willen. Lieber sterbe ich, als mir so ein Vieh ins Haus zu holen.
Aber für viele ist ihr Hund doch
der wichtigste Sozialpartner.
Also, wenn irgendwann ein Hund mein wichtigster Sozialpartner ist,
gebe ich mir die Kugel. [lacht]
[Mann, Kopfhörer] …Probleme mit dem Einspieler.
Ich höre gerade, es gab ein Problem mit dem Einspieler.
Wir waren noch auf Sendung.
[Pfiffe aus dem Publikum]
[Mann, lacht] Also, da ist ja jemand mal richtig ins Fettnäpfchen getreten, ne?
Und wie. Also da können technische Pannen manchmal ganz schön erhellend sein.
Ich habe ja sogar gehört, es soll mehrere Petitionen geben,
die ihren Rücktritt fordern.
Ja, zu Recht. Oder nicht? Das wollen wir von Ihnen wissen…
Ich könnte platzen vor Wut.
Der Finanzminister verglich neulich Langzeitarbeitslose mit Fußpilz.
-Das muss doch… -Du weißt, wie's läuft.
Frauen müssen in der Politik nun mal andere Standards erfüllen als Männer.
Hier. Du bist ab jetzt und in Tirol inkognito.
Aufsetzen. Und dann fahre ich dich zum Bahnhof.
[Stoff zerreißt]
[Hund knurrt]
[Ursula seufzt]
Sag mal! Hey, das ist mein Lieblingskissen!
-[rasante Musik] -Oh Gott, Torsten, nicht so schnell!
Torsten, stopp, stopp, stopp, stopp!
Langsam, langsam, Torsten! Oh!
-[Frau] Hey! Was soll das? -Entschuldigung. Tut mir leid.
[Assistentin] Es geht um deine Karriere. Verplapper dich nicht und bleib unerkannt.
[Hund bellt]
Viel Glück.
[Hund bellt]
[stöhnt genervt]
[keltisch anmutende Trommel- und Flötenklänge]
[Räder quietschen laut]
-[Hund bellt] -[Ursula ächzt]
[Hund mit Maulkorb knurrt]
Na großartig.
Wir verbringen das Wochenende mit Hasso und dem netten Herrchen.
Gehst du auch zum Hundetraining?
-Ja, du auch? -Mhm.
-Das ist unglaublich! -[Ziggy] Das ist so wunderwunderschön.
[Handy klingelt]
-[Ursulas Hund bellt] -[Ursula] Ach…
-Danke, sehr nett. -[Handy klingelt]
-Hm? -[Handy klingelt weiter]
Äh, sagen Sie… sagen Sie, ähm…
Ich hab gehört, irgendwo da oben in den Bergen wohnt er, Nodon.
Hier wollen alle zu dem Trainer. Hast du keine Privatstunde gebucht?
[Assistentin] Er gibt keine.
Sei froh, dass ich jemanden gefunden habe, der sich rauskaufen ließ.
Der Mann ist monatelang ausgebucht.
Ich brauche jemanden, der dieses Tier trainiert
und mir repariert zurückgibt.
So läuft das aber nicht. Du musst lernen, mit ihr zurechtzukommen.
[ruft] Nodon!
-[Assistentin] Der Typ ist eine Koryphäe. -[Torstens Besitzerin] Wir kommen!
Die sind hier alle völlig durchgeknallt.
Deswegen werden die Hunde ja trainiert.
-Ich rede von den Menschen. -Reiß dich zusammen.
In der nächsten Sendung zeigst du dich als Hundenärrin.
-Ich bin Gustl. -[Assistentin] Ihr müsst Freunde werden.
-Nimm das ernst, Ursula. -Äh, hallo.
Bei der Umfrage in der Morgenshow haben 91 % für deinen Rücktritt gestimmt.
Und ihr wollt also zum Nodon?
Äh… ja, ja.
-Ja. -[Assistentin] Zieh das durch…
-Auf geht's, Herrschaften. -Danke, Sue.
Packen wir's. Ich möchte heute noch ankommen.
[amüsant-beschwingte Musik]
Wie jetzt, damit?
Magst du lieber zu Fuß gehen?
[Ziggys Hund bellt]
[Gustl] Bitte, Herrschaften.
Sag mal!
[Ursulas Hund bellt]
Das darf nicht wahr sein.
[keltisch anmutende, rhythmische Musik]
-[Hund knurrt] -[Ursula] Sch!
Also das ist übrigens Lady Gaga.
Gaga oder G, je nach ihrer Laune.
Und ich bin der Ziggy.
Und das ist mein Ehemann Helmut.
Er ist Professor für Literatur des 19. Jahrhunderts.
-[Gaga knurrt] -Die zwei haben Probleme miteinander.
Ich habe kein Problem mit dem Hund. Der Hund hat ein Problem mit mir.
Helmut ist Teil des Problems. Aber er ist auch auf dem Spektrum.
[Helmut] "Auf dem Spektrum"? Sag mal, hab ich was verpasst?
Zum Beispiel eine professionelle Diagnose?
Beruhige dich. Ich vermute es ja nur.
Ach, du vermutest es nur? Dann ist ja alles in Ordnung.
Noch irgendwas, was du vermutest?
Und es hier auf einer wurmstichigen Kutsche
vollkommen Fremden erzählen möchtest?
[Torsten winselt]
Also, das ist Torsten.
Ja, und, äh, ich bin Babs.
Also, mein Problem ist, ähm…
Die wollen mir Torsten wegnehmen, weil er zu wild ist.
Dabei ist er so lieb.
Und wenn er mal jemanden verletzt hat, also spielerisch, dann waren das Unfälle.
Das hat er nie böse gemeint.
Na, jedenfalls haben wir schon echt verdammt viel ausprobiert.
Aber es hat bisher leider nichts geklappt.
[räuspert sich] Ähm, haben Sie auch eine herzzerreißende Geschichte,
die Sie gerne mit uns teilen möchten?
-Nein. -Danke.
Und was ist mit Ihnen? Wie heißen Sie?
Ur…
…schi.
Urschi?
Der Name ist nett.
Ich… Ich mag den Namen. [lacht] Der ist…
Es ist schon gut, ich bin nicht hier, um neue Freunde zu finden.
[Hund knurrt]
"Hallo, ich bin der Torsten.
Wollen wir beide Freunde werden?"
Guck mal, was für ein süßer Schatz du bist.
Hi, ich bin Babs.
-Hakan. Sch! -Und wie heißt der Hund?
Roxy.
Warum hat sie einen Maulkorb?
Vielleicht redet sie zu viel.
Sag mal!
-[Gaga bellt] -[Ziggy] Hey, Gaga.
-Hey, alles gut, schau mal. Hm? -[Einhorn quietscht]
-Sch. -[Ziggy] Gaga!
-Schau mal. Gaga. -[Knurren]
[Ziggy] Ja, schau mal. Schau mal hier.
Schau mal. Hier.
Das ist Gagas emotional support animal. Hilft ihr beim Stressabbauen.
-[Roxy und Gaga bellen] -[Quietschen]
-Sorry, Ziggy war das, ne? Darf ich mal? -Hey!
[Helmut] Hey, sag mal!
[Einhorn quietscht]
[Gaga bellt]
Also, das war nicht nett.
Na ja, immerhin hat er nicht den Hund hinterhergeworfen.
[Ursula lacht]
[keltisch anmutende, optimistische Musik]
[Ursula] Meine Güte, ist das kitschig.
Ziggy, nach wie vor interessiert es mich, wie du auf "Spektrum" kommst.
Es ist ja nicht nur meine Vermutung. Sabine glaubt das auch.
Ach, deine Therapeutin diagnostiziert mich?
Wie denn? Wann denn? Ferndiagnose, oder wie?
[Ziggy] Du weigerst dich ja, mitzukommen.
-Oh! -[Helmut] Ziggy, bald geh ich.
Oh my god.
[Babs] Ich glaube, das ist er.
[mystische, keltisch anmutende Flötenmusik]
[epische, orchestrale Streicher]
[Crescendo mit hellen Flötentönen]
[schnüffelt]
[Babs lacht verlegen]
[schnüffelt]
[Torsten knurrt irritiert]
[seufzt]
-[Nodon schnüffelt] -[Roxy knurrt]
[Roxy bellt laut]
-[Nodon schnüffelt] -[Brenda winselt]
[verspielte Musik]
-Nun stell's hin. -Ja!
[Nodon schnüffelt[
[Gaga fiept]
[seufzt] [nordischer Akzent] So, eure Hunde hab ich jetzt begrüßt.
Zeit, dass wir uns kennenlernen.
Aber ohne beschnüffeln, junger Mann.
Ach, warum denn nicht?
Keine Sorge. So mache ich das nur mit den Hunden.
Das hab ich gelernt, als ich mal eine Zeit lang mit einem Wolfsrudel lebte.
Oh.
Also… das ist wirklich mutig.
Oder wirklich dumm.
[Nodons Hund bellt]
[Nodon] Das ist Heidi. Ich bin ihr dagda.
Mein Name ist Nodon.
-Er ist was? -Ein dagda.
Das kommt aus dem Keltischen.
Es bedeutet "Begleiter und Beschützer des Hundes".
Leint eure Hunde ab.
Ähm… also gern,
aber dann muss ich ihn festhalten, sonst läuft er weg.
Nee.
Okay.
-[Torsten fiept] -Hier, mein Schatz.
[helle, keltisch anmutende Flötenklänge]
[Babs lacht beineindruckt]
Das stimmt, was alle über ihn sagen.
Er hat magische Kräfte.
-[Nodon seufzt] -[Roxy knurrt]
-Kannst du ihr den Maulkorb abnehmen? -Das willst du nicht.
Ich glaube, hier will keiner diesen Hund ohne Maulkorb rumlaufen sehen.
Okay.
Ich sehe, du bist noch nicht so weit.
[Nodon] Das Kleid, bitte.
Gaga liebt ihr Kleid. Das steigert ihr Selbstbewusstsein.
[Helmut seufzt] Na komm, Ziggy. [lacht]
-[Gaga bellt] -Ah! Sch! Mistvieh!
-[Gaga bellt] -Siehst du?
[Nodon seufzt]
[Nodon pfeift]
-[Hunde bellen aufgeregt] -[treibende keltische Musik]
[Ziggy] Gaga!
Oh Gott, Gaga kennt sich nicht aus in der Wildnis.
Sie findet nie wieder zurück.
[Tiroler Akzent] Herrschaften,
die hätte ich alle gerne in einem sauberen Zustand wieder.
Das ist Birgit, eure Wirtin.
Die gute Seele dieses Hauses.
-Wir gehen jetzt wandern. -[Ursula] Auf keinen Fall.
Nach sieben Stunden Fahrt muss ich mich erst mal hinlegen.
Außerdem habe ich Hunger.
Meinen Zimmerschlüssel, bitte.
Was soll das?
Zieht jetzt bitte alle eure Wanderschuhe an.
[beide bellen vergnügt]
Wenn Gaga was passiert, dann verklage ich ihn.
Dämliche Machtspielchen.
[Nodon] Und nun bitte ich euch um eure Handys.
Wir wollen uns ganz auf das Hier und Jetzt konzentrieren.
Ja, ich bin voll konzentriert.
Wir können nicht los, bevor ich alle Handys habe.
Gibst du es freiwillig her, oder soll ich das aus dir ziehen?
[lacht pikiert]
[stöhnt genervt]
[Ziggy] Alles war so perfekt.
Gaga hat uns zu einer richtigen Familie gemacht.
Aber dann fing sie an, Helmut zu beißen.
Und was tust du dagegen?
Wieso ich? Mich mag sie ja.
Also?
Was machen wir?
Wir machen Rast, da oben auf der Anhöhe.
[mystische, keltische Flötenklänge]
Das ist die Welt unserer keltischen Vorfahren.
Sorry, guter Mann. Meine Vorfahren kommen aus Hamburg-Blankenese.
Wir werden gemeinsam eintauchen in ihre Lehren.
Sie hatten ein enormes Wissen über die Natur, über Tiere,
besonders über Hunde.
[Ursula stöhnt]
Wo lang, Miraculix?
[stöhnt] Ach…
Ich glaube, sie kann sich den Namen Nodon noch nicht so richtig merken.
Ist aber auch ein, äh, ungewöhnlicher Name.
Ich nenne mich nach Nodons, dem altkeltischen Gott der Hunde.
Ach. Es gibt also wirklich einen Gott der Hunde?
Ja.
Ein Glück. So ein Glück.
Also, genau genommen bin ich…
[lacht] Ich weiß, dass du kein echter Gott bist.
Ich bin ja nicht blöd.
Aber für mich und für Torsten musst du jetzt ein Gott sein.
Ich darf nicht durch die Prüfung fallen.
Nehmen die ihn mir weg, überlebe ich das nicht.
Wir sorgen dafür, dass das nicht geschieht.
[quirlige, spannungsgeladene Musik]
-[Nodon] Schaut euch um. -[mystische Flötenklänge]
Lasst dieses Panorama auf euch wirken.
[Ziggy seufzt zufrieden]
[Ursula keucht]
[Nodon] Der erste Schritt,
ein besserer Partner für eure Hunde zu werden, ist,
dass ihr den Alltagsstress abschüttelt und euch mit der Natur verbindet.
So wie es die Kelten getan haben.
Atmet tief ein.
[atmet laut aus] Und aus.
[atmet schnaufend aus]
[Nodon] Und mit jedem Ausatmen
lasst alles Negative aus eurem Körper fließen.
[alle atmen laut aus]
[Nodon] Reinigt euch von allem, was euch bedrückt.
[atmet schnaubend aus]
[Nodon] Ein… und aus.
Und ein.
Und au… [stockt]
-Und? -Und was?
Die Atemübungen. Loslassen. Entspannen.
Ja, toll.
Aber das ist mir egal, darum bin ich nicht hier.
Ich habe Hunger!
In deinem Rucksack.
Ein.
[schnaubend] Und aus.
Ein.
Und aus.
[Ursula] Soll das ein Witz sein?
Wo… Wo sind die Sandwiches, die Müsliriegel, die Äpfel?
In den Rucksäcken findet ihr etwas zu essen.
Dinge…
…die die Natur für uns bereithält.
Die Natur hat Sinn für Humor.
Das ist eine Schippe Waldboden, sonst nichts.
Hast du das extra für uns gesammelt?
Yip, gesammelt, getrocknet, geröstet
und einiges auch frisch geerntet heute früh bei Tagesanbruch.
[Babs kichert verblüfft]
[leise] Warum hast du dich für diesen seltsamen Typen entschieden?
Hat da die Optik eine Rolle gespielt?
-Och, Helmut! -Ich bin nicht sehr froh mit deiner Wahl.
Na toll. Ist natürlich alles wieder meine Schuld, wie immer.
Nein, ich habe ihn nicht ausgesucht.
Sag mal, wohnst du eigentlich auch bei uns im Gasthof?
Nee.
Ich wohne dort, auf dem Kamm des Grießkogels.
[Babs] Wirklich?
[Nodon] Mhm.
Ganz allein?
Yep.
Aber dann…
Dann können wir doch da alle zusammen mal hinwandern.
-Dich besuchen. -Nein.
Schade.
[Nodon] Erzähl mir, Hakan…
Was ist deine Geschichte? Warum bist du hier?
-Meine Frau hat mich überredet. -[Nodon] Kannst du mehr preisgeben?
Um mich geht's nicht, der Hund ist das Problem.
Was ist das?
Das ist ein Vogelei, das aus dem Nest gefallen ist.
Und was soll ich damit machen? Soll ich das ausbrüten?
-Essen. -Ist das gekocht?
Nein. Man schlürft es roh aus. Das ist eine keltische Delikatesse.
Oh, igitt.
[sie räuspert sich]
-Keltische Delikatesse, jemand? -Nee, danke.
[verspielte Musik]
[schaudernd] Uh.
[Nodon] Ich bin mir sicher,
die meisten von euch werden das inzwischen gespürt haben.
Wir befinden uns hier an einem keltischen Kraftort.
Hier fließen besondere Energien.
Ich spür's.
Mein Kraftort wäre eine schicke Hotelbar.
Mit kühlen Drinks und einem Club-Sandwich.
[optimistische, keltisch anmutende Musik]
Torsten!
[Torsten bellt]
Ja, hallo!
Hallo! Ja, meine Prinzessin, hallo.
Hast du mich vermisst, ja?
Hattest du Angst, ganz alleine im dunklen Wald?
Der war auf der Wiese mit den anderen Hunden.
War froh, dass er seine Haxen wieder einmal gespürt hat.
[ruft] Du, hör mal!
Deinen Hund musst du schon mitnehmen.
-Muss sie echt in meinem Zimmer schlafen? -Ja.
-Können Sie sie nicht nehmen? -Nein.
Ich zahl auch dafür.
[Brenda bellt]
Wann gibt's denn Abendessen?
[Birgit] Steht in der Broschüre.
Dieser Tag mit euch war ein spirituelles Erlebnis für mich.
-Komm. -[Nodon] Ich danke euch dafür.
Nein. Wir danken dir.
Morgen treffen wir uns gemeinsam mit unseren Hunden um 7 Uhr am See.
-So früh? -[Nodon] Ja. Gustl wird euch hinbringen.
-[Nodon pfeift] -[Heidi bellt]
[rhythmisch, spannungsgeladene Musik]
-[Brenda knurrt und schnüffelt] -Ähm…
Okay.
[seufzt]
-[Brenda winselt und bellt] -[Ursula stöhnt]
-[Brenda schleckt] -[prustet] Aus.
-Aus. -[Brenda winselt]
-[Ursula seufzt] -[Brenda fiept]
[verspielter, geheimnisvoller Chorgesang]
[Ursula] Hm.
Habe ich was verpasst? Ist heute Gala-Abend?
[seufzt]
-Wo ist Brenda? -Im Zimmer.
Alleine?
Na ja, natürlich. Meine Sachen kann sie auch ohne meine Hilfe ansabbern.
[forsch] Und, was möchtest du?
Äh, ich hätte gerne mein Handy,
und dann brauche ich bitte das WLAN-Passwort.
Ich bin ja nicht zum Spaß hier. Ich muss arbeiten.
Du wirst es nicht glauben. Ich auch. Also, was möchtest du?
Ein Handy. Möglichst meins.
Gut, wenn du nichts bestellen willst, mir soll's recht sein.
Halt! [räuspert sich]
Gibt's denn hier einen trinkbaren Rotwein?
[Birgit] Glaubst du, wir sind Barbaren?
Wir sind in Tirol, wir haben die besten Weine.
Ah ja. Auch ein Vernatsch vom Kalterer See?
Frech wie Dreck, aber Geschmack hast du, Kleine.
[lacht pikiert]
So, ich mach's jetzt.
-Nein, Ziggy, das machst du nicht. -Doch.
Bitte schön, die Dame.
Äh, Birgit, schau mal,
das ist meine neuste Kollektion handgemachter Duftkerzen.
Das ist Salty Sea Breeze, oder Caribbean Coco hier.
Die würden sehr gut zu euch passen.
Karibik? [lacht spöttisch]
Das wäre mal originell.
Packst du deinen Bauchladen jetzt bitte wieder ein?
-Guten Abend, alle zusammen. -'n Abend.
Oh! Die sind aber schön. Hast du die selbst gemacht?
Also, eigentlich verkaufe ich ja nur an Großkunden, aber…
Für dich würde ich eine Ausnahme machen.
-[Babs] Wirklich? -[Torsten hechelt und bellt]
Mmh! Kokosnuss? Na, Torsten liebt Kokosnuss.
Ja, dann würde ich die kaufen. Da freut er sich.
-Eine exzellente Wahl, meine Liebe. -[Babs lacht]
Macht dann 20 Euro, bitte.
Ach, das trifft sich total gut.
Ich habe nämlich Torstens Aroma-Lampe vergessen.
[Geschirrgeklapper]
[ohne Akzent] Mmh! Ich habe so Hunger.
Wie das?
Ich habe dir extra eine große Portion Beeren und Pilze mitgegeben.
Und ein Vogelei. Echt jetzt?
Das war ja für die arrogante Flutschen aus der Stadt.
Die wollte es nicht.
Und als echter Kelte musste ich es dann ausschlürfen.
Schau. Die erste Portion ist für dich.
So.
-Einen Guten. -Danke, Birgit.
Mai, Simon,
warum hast du dir das angetan mit dem Kelten-Scheiß?
Die Leute zahlen mehr für eine gute Show. Und wir brauchen das Geld.
Aber du übertreibst.
Wir sind Tiroler, und wir sind stolz drauf.
Mmh!
Birgit, ein Tiroler Hundetrainer ist nichts Besonderes.
Aber ein Kelte, das hat was… Mystisches.
Das hat… Das hat Flair.
Flair, Flair! Das ist einfach nur affig.
Überhaupt nicht.
Seit ich Nodon erfunden habe, kommen die Leute.
-Sogar Bill Kaulitz hat sich angemeldet. -Wer ist Bill Kaulitz?
Den kenne ich nicht.
-[Nodon] Nein? -[Birgit] Nein.
[Babs] Mmh!
-Bitte schön. -Danke schön.
-Da, der Herr. Bitte. -Danke schön.
Du, hör mal.
Wir sind doch keine Imbissstube.
In Tirol setzt man sich an einen Tisch beim Essen.
-Aha. -Ja, Hakan. Iss doch mit uns.
Ist doch viel netter, als allein im Zimmer zu sitzen.
Nein. Ist es nicht.
Also, der ist ja wahnsinnig unfreundlich, oder?
Ich mag ihn nicht. Er hat Gagas Quietschtier einfach weggeworfen.
Ich hoffe, er ist kein Serienmörder.
Auch deshalb hätte ich gerne mein Handy zurück.
Einen Guten.
Mahlzeit.
[Torsten hechelt, Klirren]
-[Poltern] -[Torsten knurrt]
-[schnauft und bellt] -[Babs lacht verlegen]
-Torsten. -[Ursula stöhnt genervt]
[Poltern]
Oh, guck mal. Gaga hat aber ein schönes Kleid an.
Ist ein Couture-Kleid. Hab ich extra für sie anfertigen lassen.
-[Babs] Wow. -Und ich hab's bezahlt.
-[Torsten knurrt] -[Babs seufzt]
[leise] Ziggy. Könntest du mir vielleicht das Fleisch kleinschneiden?
-[Poltern] -[Torsten knurrt]
[Torsten bellt]
Hoppla. Entschuldigung.
Wirklich, der Hund ist ja total verkorkst!
Das soll der schöne Wolfsjunge in zwei Tagen wieder hinkriegen?
[Poltern]
[Torsten knurrt]
Ähm, okay, ähm…
Ich geh dann besser.
Torsten.
Komm, bitte.
-Musste das sein? -Ja.
Ich geh nach ihr schauen.
-Hab ich was Falsches gesagt? -Überhaupt nicht.
Na ja.
Entschuldigung, ich hab das Gefühl, dass wir beide uns kennen.
-Glaube ich nicht. -Hm?
Hm.
Ich hab ein sehr gutes Personengedächtnis.
Und an einen distinguierten Professor der Literatur würde ich mich erinnern.
[lacht]
[rhythmische, keltisch anmutende Musik]
[Ursula seufzt]
[Musik klingt aus]
Ja… [räuspert sich] Wo ist denn jetzt der schöne Miraculix?
[emotionaler Popsong: "Careless Whisper" von George Michael]
[Bellen hallt]
[Musik verklingt]
-[nordischer Akzent] Guten Morgen, dagdas. -Morgen!
Ich starte jeden Tag mit einem Bad in diesem Bergsee.
-Ja, klar. -Das regt die Lebensgeister an.
Reinigt die Seele. Solltet ihr auch mal probieren.
-[Simon pfeift] -[Heidi bellt]
-[Heidi bellt] -[Simon] So.
Heute schaue ich mir an, wie ihr mit euren Schützlingen im Team harmoniert.
[leise] Den Wettbewerb gewinnen wir.
Es ist kein Wettbewerb.
Lasst uns bitte Folgendes machen.
Helmut, du übernimmst Gaga heute.
Ziggy, setz sie bitte ab und gib Helmut die Leine.
Hör zu, Nodon, das ist keine gute Idee, also die…
Gaga und ich, wir sind beide… Also, da…
Es, äh, also…
Ist alles gut, mein Schatz.
Heute trägst du die Verantwortung.
Ziggy, du hältst dich im Hintergrund.
-Tut mir leid, Schatz… -Von wegen!
-Klar tut's mir leid. -Das hast du extra gemacht.
[stöhnt genervt]
[Ursula räuspert sich] Entschuldigung? Also…
Ich will mich nicht beschweren, aber ich wollte ein Hundetraining,
und alles, was ich bekomme, ist ein Ringelpiez mit Wandern.
-[Simon seufzt] -[Ursula] Dieser Hund funktioniert nicht.
Lass positive Energie fließen, Urschi.
Sei eine gute dagda.
Dein Feind wird zum Freund, wenn du ihn wie einen Freund behandelst.
Für den Glückskeks-Spruch muss ich nicht durch die Landschaft stapfen.
Das hättest du mir auch per E-Mail mitteilen können
oder WhatsApp, SMS, was immer ihr Kelten da bevorzugt.
Snapchat.
Wann beginnt denn endlich das Hundetraining?
Ich trainiere keine Hunde.
Ich trainiere Menschen.
[dynamischer Northern-Soul-Song "Payback" von Aaron Frazer]
[Musik übertönt Dialog]
[Simon] Jetzt ihr.
[unverständlich]
[Torsten bellt]
[Roxy knurrt]
Bring ihn runter. Bring ihn runter.
[Song klingt aus]
[Simon] Das war ausbaufähig.
Bei der nächsten Aufgabe geht es um Vertrauen.
Also… Löst bitte die Leinen und, äh,
führt eure Hunde durch das Wasser.
Ähm…
-Helmut? -Hm?
Lass die Leine bitte dran, ich glaube… die Strömung ist etwas zu stark für Gaga.
Helmi, du nimmst Gaga auf den Arm. Das Wasser ist viel zu kalt.
Außerdem war sie noch nie schwimmen.
Traust du Gaga diese Aufgabe zu?
Ich weiß nicht, also, äh… Ich will ja nicht, dass ihr was passiert.
Na eben, ich will das auch nicht.
Mann! Jetzt scheiß dich mal nicht gleich so ein.
Ja, wirklich, Ziggy, es reicht. Gaga macht das schon.
Das wird schon.
Du behandelst sie wie einen gewöhnlichen Hund.
Genau genommen ist sie auch ein Hund.
So, komm, Gaga. Wir packen das jetzt beide, komm.
[Helmut schnalzt mit der Zunge]
[Simon] Gut, Helmut. Siehst du, gemeinsam geht es.
So, also ich geh da jetzt rüber, und du kannst ja sehen, was du machst.
[Brenda fiept]
[Simon] Super, Urschi.
-Jetzt du, Babs. -Okay.
-[Torsten jault] -Komm, Torsten, wir schaffen das.
[Babs] Wuah!
-[Torsten bellt] -[Babs] Torsten, komm! Torsten!
Torsten! Nein!
-[Torsten bellt] -Komm her!
[Torsten hechelt]
-[Torsten bellt] -[Ursula] Ah!
Scheiße.
Urschi!
-Oh Gott, ist alles okay? -[Ursula stöhnt]
Es tut mir leid.
[seufzt] Weißt du was, liebe Babs?
Ich dachte, es liegt am Hund, aber…
Inzwischen ist mir klar, Torsten kann gar nichts dafür.
[brüllt] Du bist das Problem!
[Torsten winselt]
[Ziggy] Hey.
-[sie schluchzt] -Hey, du.
-Alles gut. -[Roxy winselt]
Was hast du gegen Roxy?
Siehst du doch, sie ist feige, Mann. Traut sich nicht mal ins Wasser.
[leise] Keine Sorge, Roxy. Wir kriegen das schon hin mit Hakan.
[spannungsgeladene Musik]
Du vertraust Roxy nicht.
Daher hat sie kein Vertrauen zu dir.
[treibende, keltisch anmutende Musik]
[Simon] Bitte schön.
Mmh!
Ist das Zaubertrank?
-Nein, es ist eine Suppe. -Zaubersuppe?
Eine keltische Suppe.
[flüstert] Das ist Zaubertrank-Suppe.
Dasselbe wie gestern, nur heute schwimmt's.
[Babs lacht]
[Ursula schlürft]
[Simon summt] Hm…
Hm…
[singt erhaben] Natur, wir danken dir
Dass du uns so großzügig
Mit Nahrung versorgst
Wir ehren
Respektieren
Und schützen dich…
[Babs] Ich glaube, das ist auch ein Kraftort.
[Simon] Lasst's euch schmecken.
[geheimnisvoll-neckische Musik]
[Brenda schnuppert]
[genervt] Hm!
Igitt, das ist so ekelhaft.
Urschi, manchmal wirkt es so, als ob du Brenda gar nicht magst.
Das hat gar nichts mit Brenda zu tun. Ich mag Hunde generell nicht.
Was?
Dass du keine Ahnung von Hunden hast, war klar, aber das ist der Hammer.
Brenda ist nicht mein Hund.
Halt, Moment. [lacht verlegen]
Jetzt wartet mal kurz.
Die Sache ist die.
Ich habe eine sehr liebe Freundin, die…
…schwer gehbehindert und sehr einsam ist.
Wir taten uns im Freundeskreis zusammen, damit sie nicht mehr so alleine ist.
Aber dann stellte sich heraus, dass Brenda furchtbar unerzogen ist.
Und… ja, da habe ich mich bereit erklärt,
Brenda bei Nodon zu trainieren.
Manchmal muss man Opfer bringen, um anderen zu helfen.
Und dazu bin ich jederzeit bereit.
[seufzt]
Also, das ist so lieb von dir.
[Ursula] Danke, Babs.
Du hättest das auch für eine Freundin getan.
Auf jeden Fall.
Okay. Wir machen jetzt weiter mit dem Training.
Ähm, Nodon? Babs hat noch eine wichtige Frage.
Ach so, nein.
-Welche? -Hm…
Okay. Ähm…
Also, äh… heute Abend ist ja so ein Unterhaltungsprogramm
mit Tiroler Musik und so…
Ah ja, dazu bringt bitte eure Hunde mit.
Es ist eine weitere Übung für sie.
Das meinte ich nicht. Ich, äh, wollte fragen…
Also, wir alle wollten fragen, ähm…
Kommst du auch?
Nein, Babs. Das Programm ist für die Gäste.
Meine Welt ist die Ruhe, die Natur, die Berge.
Ähm, Hakan, könntest du dich heute Abend auch der Gruppe anschließen?
-Das ist nicht mein Ding. -Es ist Teil des Trainings.
Ich versprach meiner Frau, hier mitzumachen, aber ohne Jodel-Abend.
Es ist aber Teil des Trainings.
Süße. Komm, ja.
Auch für heute Abend gilt: Helmut, du bist für Gaga verantwortlich.
Ja, ja, ja. Ja, ja.
[traditionelle Zithermusik aus dem Haus]
[neckische Musik überlagert Zithermusik]
[Ziggy, liebevoll] Hm... Hm.
[Babs summt zur Zithermusik]
[Zithermusik verklingt]
[geheimnisvolle Musik]
[Tippen]
[Musik steigert sich]
[Tür knarrt]
Haben Sie selbst einen Hund?
Um Gottes willen. Lieber sterbe ich, als mir so ein Vieh ins Haus zu holen.
Aber für viele ist ihr Hund doch der wichtigste Sozialpartner.
Also, wenn irgendwann ein Hund mein wichtigster Sozialpartner ist,
dann gebe ich mir die Kugel.
-[Ursula lacht im TV] -[Heidi knurrt]
[Ursula nebenan] Ich bin keine 36 Stunden weg!
[Sue über Telefon] Du konzentrierst dich auf den Kurs, dann sehen wir weiter.
[Ursula] Auf den Kurs konzentrieren? Weißt du, was hier passiert?
Du hast ja keine Ahnung.
[Sue] Zieh das jetzt durch. Du schaffst das.
Gibt's noch was Neues, Sue, was ich wissen müsste?
[Sue] Die kriegen kalte Füße und beraten über einen Ersatzkandidaten.
Was? Wen?
[Sue] Martin Weidenhuber.
Was? Der hat sich Gelder erschlichen und ist besoffen Auto gefahren.
[Englisch] So what?
Den Führerschein hat er längst wieder, und er hat sich entschuldigt.
Aber das ist doch absurd.
Der Typ kann sich alles erlauben,
und ich bin weg vom Fenster, weil ich keine Hunde mag?
-[Sue] Ursula, bitte. -Nichts "bitte"…
[Telefongespräch wird unverständlich]
[Sue] Wir halten fest am Plan. Der Termin bei "Live am Mittwoch" steht.
Ja, gut.
[Sue legt auf]
[Telefon piept]
[atmet tief ein und aus]
[Simon, ohne Akzent] Was tun Sie hier?
Ich, ähm…
Gibt es einen Grund, warum Sie hier sind?
Wer sind Sie?
Simon Reisinger, der Inhaber des Gasthofs.
Ah, das trifft sich sehr gut.
Ihr Wald-und-Wiesen-Elb hat unsere Handys weggenommen.
Das geht gar nicht.
Tut mir leid, aber wenn Nodon eine Gruppe hier hat,
bestimmt er die Regeln.
-Ich kann da leider nichts tun. -Was heißt das?
Finden Sie sich damit ab. Und jetzt gehen Sie bitte.
Sie werden von meinem Anwalt hören.
Weiterempfehlen kann ich Sie nicht.
Passt.
Ich kann Sie als Gast nämlich auch nicht weiterempfehlen.
Tapsi-Bär, guck mal, die schöne Musik sollst du genießen.
Torsten, komm, mach Platz.
Torsten, mach Platz.
[Torsten fiept]
Gut, schau, genau wie deine Freundin Gaga.
Helmut?
Gaga ist weg.
Ziggy!
Ja, so passt du also auf Gaga auf.
Jeder hätte sie stehlen können. Gaga gehört nicht auf den Boden.
Das ist ja hanebüchen!
Hast du zu viel an deinen Duftkerzen geschnüffelt?
Reg dich ab. Oder gehört das zu deinem Plan?
-Was denn für ein Plan? -Du willst mir Gaga abspenstig machen!
Ich will, dass sie aufhört, mich zu beißen.
-Darum sind wir hier. -Es reicht!
Hört auf zu streiten, ich ertrag das…
[Roxy bellt]
Das darf doch nicht wahr sein. Was bist denn du für eine dumme Kuh hier?
Ah!
Himmel, Herrgott, Sakrament noch einmal!
Du hast ja deinen Hund überhaupt nicht unter Kontrolle!
Und jetzt weinst du auch noch. Deppert.
Geh, schau nach ihr.
So eine Sauerei!
[Roxy bellt weiter]
Sorry, Babs, ich muss den Hund rausbringen.
[Roxy knurrt]
[Babs weint]
Seid ihr alle völlig verrückt geworden?
Ich reise ab! Gustl soll mich auf der Stelle ins Dorf fahren.
[Eimer scheppert]
Der Gustl fährt niemanden irgendwo hin!
Abreisetag ist übermorgen.
[Babs schluchzt laut]
Was ist denn los?
Die nehmen mir Torsten weg.
Das war unsere letzte Chance, und wir haben es versaut.
Nee, nee. Alles gut, komm mal hoch hier.
[schluchzend] Wir haben alles falsch gemacht…
Du bist nur eifersüchtig, weil es mit Gaga und mir heute so gut lief.
Au! Ah!
-[Gaga knurrt] -Geschieht dir recht.
-[Babs schluchzt] -So, jetzt beruhigst du dich mal.
Was heißt das, die nehmen ihn dir weg? Wer ist "die"?
Die vom Veterinäramt.
Weise ich nicht nach, dass ich Torsten im Griff habe,
dann darf ich ihn nicht behalten.
-Sag doch einfach, es wäre so. -Es wird geprüft.
Torsten muss einen Wesenstest bestehen.
Ich muss den Hundeführerschein bestehen.
Der… Der gilt als Gefahr für die Allgemeinheit.
Ja, das ist natürlich ein Problem.
Ich glaube, es ist an der Zeit, dass du anders mit Torsten redest, Babs.
Du bist der Boss.
Zeig ihm, dass er nicht alles darf.
Aber… was ist denn, wenn er mich nicht mehr mag?
Na, Simon, so geht es nicht weiter.
Die Chaoten, die randalieren, die zerdeppern mir die Einrichtung.
Die machen alles hin. Bitte schick sie heim.
[ohne Akzent] Das kann ich den Hunden nicht antun. Die können nichts dafür.
-Die Menschen sind das Problem. -Ja, ist schon klar.
Aber manchen Leuten ist nicht zu helfen.
Schon gar nicht an einem Tag. Du hast ja nur noch morgen.
Ich weiß.
Deswegen muss ich mir was überlegen. Damit sie endlich aufwachen und verstehen.
Was ist das?
Äh, Stimmungsstabilisierer.
Den bräuchte ich auch dringend. Täglich.
Hm?
[Ursula lacht leise]
Nein, danke.
Weißt du, ich war, ähm,
ziemlich lange in einer Klinik, weil ich…
…psychische Probleme hatte.
Oder eigentlich noch habe. [lacht nervös]
Die Ärzte gaben mir ein paar Tools mit, wie man mit dem Leben besser klarkommt.
Eins davon war, mir einen Hund anzuschaffen, weil…
Wenn du Hunde knuddelst,
dann schüttet der Körper lauter Wohlfühlhormone aus.
Mittlerweile ist Torsten einfach der wichtigste Mensch in meinem Leben.
Hund.
Torsten ist ein Hund.
Ja.
Aber für mich ist er besser als jeder Mensch.
[gefühlvolle Klaviermusik]
Er ist sozusagen dein wichtigster…
…Sozialpartner?
Genau. [lacht]
Gut ausgedrückt.
[Kussgeräusch]
[gefühlvolle Musik geht weiter]
[Musik klingt aus]
[er atmet tief ein]
[Roxy fiept]
[er seufzt tief]
[Helmut] Ziggy, sei nicht kindisch.
[Ziggy] Gaga und ich wollen ungestört sein.
-[Helmut] Ziggy, du alte Zicke! -[Hakan] Hey!
-Oh, ähm… -[Ziggy] Was hast du gesagt?
-Tschuldigung, es… war etwas laut, ne? -Was war das?
Also, äh… mein Mann, der…
Er hat mich, äh, ausgesperrt. Ich, hm…
-Und jetzt? -Ja, jetzt, äh…
Jetzt ist blöd. Also, ich weiß gerade nicht so richtig, wohin.
Hm. Na…
Na, komm rein, ich hab 'ne Couch.
Ja, also… [räuspert sich]
Das ist wirklich sehr nett, aber ich…
Nein, das… das kann ich nicht annehmen. Also, das geht… Nein, danke. Ähm…
-Hast du Angst vor mir? -Angst? Ich?
Nein. Wieso? Nein.
Komisch.
Die meisten Leute haben Angst vor mir.
Sogar die aus der Szene.
Drogen, Raub, Menschenhandel.
[spannungsgeladene Percussion]
[grunst] Hey, komm. Ich mach doch nur Witze, ich bin Polizist.
-Du bist Polizist? -Ja.
Ach, das ist ja…
Das ist ja… Das ist ja verrückt. Das hätte ich jetzt nicht gedacht, also…
-[Helmut lacht laut] -Ja.
Das ist ja… Dann ist Roxy ein Polizeihund, oder was?
Ausgemustert.
Nein, das glaub ich jetzt nicht. Wirklich?
-Sollten wir verarzten, ne? Komm mit. -Ja, klar…
Ja, sag mal, das gibt's ja überhaupt nicht, also… [lacht]
Damit… damit hab ich nun wirklich nicht gerechnet. Das ist ja…
[optimistische, keltisch anmutende Musik]
[Ursula] Was sich Miraculix wohl für heute ausgedacht hat?
[Babs] So heißt er ja nicht ganz.
Wobei, merkst du schon was von seinem Zaubertrank?
-[Ursula lacht] -Ein bisschen, oder?
Babs, also wirklich.
Ist jemand gestorben, oder wieso bist du so gut gelaunt?
[Ursula] Hm!
Treffer. Es tut ein bisschen weh.
[Ziggy] Und, gut geschlafen?
Immer noch Ärger im Paradies?
Ja, wir haben gestritten, sonst nichts.
Gestritten, ihr beide? Ach was.
So, Herrschaften, steigt zum Gustl in die Kutsche.
Und benehmt euch ordentlich.
Fahren wir zu Nodons Hütte?
[forsch] Wart's ab. Wirst du schon sehen dann.
-Kommt. -[Roxy bellt]
[verspielte, keltisch anmutende Musik]
[Gustl] Hüa! Hüa!
[Simon] Sie kommen, Heidi. Unsere letzte Chance.
[Musik verebbt]
Der hat ja jeden Tag weniger an.
Noch einen Tag länger, und wir sehen ihn nackt.
-Also, dafür würde ich bleiben. -Ach, Ziggy!
[nordischer Akzent] Willkommen an diesem heiligen Ort der Kelten, liebe dagdas.
Das ist das Zelt der Wahrheit.
Viele Rituale und Zeremonien haben hier stattgefunden.
Sie wirken nach, sind immer noch spürbar.
-Babs. -[Babs erschrickt]
[Simon] Komm zu mir.
Möge der Baum des Lebens,
seine Kraft…
[mystische Musik]
…und seine Weisheit…
…mit dir sein.
Bitte tritt ein.
[atmet tief aus]
[Musik schwillt an]
[Simon singt, fiktive Sprache] Kumaber nichte enteitesoo
Teiseles shonata oine sinapaa
Faumader kuite akaa
[flüstert] Ich hoffe, seine Versicherung deckt Zeltfeuer ab.
Eure Hunde sind der Spiegel eurer Seele.
Alles, was euch im Inneren umtreibt,
spüren sie und spiegeln es wider.
Der wichtigste Schritt ist,
diese Dinge zu erkennen
und an einer Veränderung zu arbeiten.
Nutzt diese Chance.
Für euch, aber vor allem…
…für eure Hunde.
Babs.
Erzähl mir, was gestern Abend passiert ist.
Wie hast du reagiert, als es zwischen Ziggy und Helmut Streit gab?
[seufzt] Ich kann damit nicht umgehen, ich…
…werde bei Streit nervös.
[Simon] Und Torsten?
-Wurde auch nervös. -Siehst du da einen Zusammenhang?
[seufzt]
Es ist meine Schuld.
-[schluchzt] Ich bin schuld. -[gefühlvolle Klaviermusik]
[Babs] Ich hab's falsch gemacht.
-[sie weint] -[Torsten hechelt und winselt]
[Roxy knurrt]
[Brenda fiept]
[Simon] Wenn du Ruhe und Stärke findest,
wird auch Torsten ruhiger.
Babs, was verunsichert dich?
Wovor hast du Angst?
Ich habe Angst, was Falsches zu sagen,
und dass man mich dann plötzlich nicht mehr mag.
Die meisten Menschen mögen mich nicht. Ich weiß nicht, warum.
Aber mit Torsten ist es anders.
Torsten ist immer lieb zu mir. Er scheint mich so zu mögen, wie ich bin.
Er hat kein Problem damit, dass ich Medikamente nehmen muss.
Er ist der Einzige, der mich noch nie verurteilt hat.
Babs, wir verurteilen dich nicht.
Ist doch gut, wenn du Medikamente gefunden hast, die dir helfen.
-Oder? -Mhm.
Ist echt keine große Sache. Meine Ärztin verschrieb mir auch Psychopharmaka.
Wirklich?
-Babs, du hast doch ein Ziel. -Ja.
Torsten soll auf deine Kommandos hören. Deshalb bist du hier.
Zeig Torsten deine Führungsstärke mit kurzen, klaren Befehlen.
Er braucht das.
Er wird dir dankbar sein.
Ah ja, wenn das so einfach ist,
dann… dann verstehe ich nicht, warum Brenda nicht auf mich hört.
Weil wenn ich eins habe, dann ist das Führungsstärke.
-Bringt das dein Beruf so mit sich? -Ja.
Nein.
So, was ist denn jetzt hier mit Brenda und mir?
Brenda muss wissen, woran sie bei dir ist.
Ihr zwei seid doch ein Team.
Oder nicht?
Ja, aber man muss ja auch bedenken, also dass…
-Brenda ist gar nicht ihr Hund. -Genau.
Und sie hat ja schon gesagt, dass sie gar kein Hundemensch ist.
Ach so, aber du bist auf einmal einer?
Ja, also… Na ja, also,
ich konnte gestern zu Gaga eine Verbindung aufbauen.
Sicher, weil du mal nicht dazwischengefunkt hast.
-[Ziggy] Ts! -[Simon] Stimmt das, Ziggy?
Kann es sein, dass du die Bindung zwischen Helmut und Gaga unbewusst sabotierst?
-Ich? -Ja.
Ich sabotiere?
Andersrum wird ein Schuh draus.
Frag ihn mal, wie er mich immer fertigmacht,
wenn ich Gaga hübsche Kleider kaufe.
Das bezahlt sich eben nicht von allein.
Darum mach ich auch mein eigenes Business auf!
Ja, mit Duftkerzen.
Siehst du das? Siehst du das, wie er mich fertigmacht?
Ach komm, ist doch Unsinn. Ich freue mich, wenn du dir was Eigenes aufbaust.
Von wegen! Sabine hat mir erklärt, wie das bei dir läuft.
-Ja. -Sabine, ja?
Ja. Du meckerst, wenn ich dein Geld ausgebe,
aber insgeheim willst du,
dass ich von dir abhängig bin und du die Kontrolle hast.
[Helmut] Das ist doch eine dreiste Unterstellung!
Sag mal, ist das diese Sabine, laut der ich auf dem Spektrum bin?
Hast du diese Therapeutin vom Schwarzen Brett im Supermarkt?
-Trennt euch doch einfach. -[Gaga bellt]
Wie bitte?
[spannungsgeladene Percussion-Musik]
Vielleicht hat Hakan recht.
Seit ihr hier seid, streitet ihr ständig.
Und der arme Hund…
…ist das Opfer eurer Egos.
Also, ich dachte, wir wären hier zum Hundetraining.
Ja, ganz genau.
Stattdessen nimmt er unsere Beziehung auseinander.
Äh, sorry, aber ich…
Nee, ich hör mir das nicht länger an. Amateurpsychologe.
Komm, Ziggy, wir gehen. Komm.
Komm, mein Schatz.
[räuspert sich] Also ich, ähm… gehe dann auch.
Komm.
[Torsten knurrt unruhig]
Hilf ihm.
Torsten, sitz.
Hat geklappt.
Hakan, woher kommt deine Wut auf Roxy?
Hat sie jemanden gebissen?
Hat keinen gebissen.
Sie trägt einen Maulkorb, obwohl sie niemanden gebissen hat?
Kann es sein, dass du sie damit bestrafen willst?
Sie ist schuld, dass mein kleiner Bruder gestorben ist.
[traurige Musik]
Ich, ähm…
Ich… brauche eine Pause.
[Babs] Komm, Torsten.
[räuspert sich]
Was ist passiert?
Was hat Roxy getan?
Skandalös, was sich dieser Westentaschen-Kelte hier erlaubt.
Das ist wirklich eine Frechheit.
Mir war dieser ganze Kelten-Hokuspokus von Anfang an suspekt.
Ich will jetzt zurück.
-Ja, ich auch. -Gut.
Komm, Ziggy. Gustl kann die anderen ja später nachholen.
Du hast absolut recht, mein Schatz.
[Ziggy] Was ist mit dir? Kommst du mit?
Äh, ich warte noch auf die beiden.
Ich wollte noch ein bisschen üben mit Torsten.
Wie du meinst.
Das war übrigens eben gerade sehr mutig von dir.
[mystische Musik mit Percussion]
[Musik wird launisch]
[Tischglocke klingelt]
[seufzt] Keiner da. War ja klar.
So, wir holen uns jetzt unsere Handys zurück. Ja?
Ich traf hier gestern den Besitzer und konnte nicht weitersuchen.
"Muss die Reisinger Alm schließen?
Inhaber Simon Reisinger
blickt auf die schlechteste Saison in der Geschichte der Alm zurück.
'Wenn kein Wunder geschieht, sehe ich schwarz für die Alm.'"
Gott, der ist ja hübsch.
Ich hab den nur mit Rasierschaum gesehen.
Aber ganz ehrlich, wenn du mich fragst, das ist doch…
[Ziggy und Helmut] Nodon.
[ruft] Kommt ihr mal bitte?
Dieser gerissene Mistkerl veranstaltet das ganze Kelten-Tamtam,
um die Leute abzuzocken!
Na ja, vielleicht aber auch, um den Hof zu retten, ne? Oder?
Na und? Ist doch trotzdem Betrug.
-[Helmut] Was machen wir denn jetzt? -Unsere Handys finden.
[Ursula] Ih! Lauter tote Büffel.
Schaut mal.
Keltisches Klopapier.
Och, Ziggy.
[Ursula stöhnt]
[Ziggy] Hab sie!
Ach, Gott sei Dank.
[Ursula seufzt erleichtert]
Wo hast du denn diesen keltischen Hundetrainer aufgetan?
Der Kerl ist ein Betrüger.
-[Sue] Hör mal… -[Ursula] Du hörst!
Mit dem Köter bin ich kein Stück weiter. Verschieb meinen Talkshow-Auftritt.
[Sue] Ursula, bitte.
Nichts "bitte". Du hast Mist gebaut.
Den ganzen Stress hier in der Einöde hätte ich mir sparen können.
-[Sue] Fertig? -Ja, mit den Nerven.
Was soll das?
[Sue] Hör zu, Ursula. Und bitte reg dich nicht auf.
Und denk dran, ich bin nur die Überbringerin der Nachricht.
Also…
Nach deinem Skandalauftritt
sind intern doch zu große Zweifel an deiner Eignung aufgekommen.
Man will lieber auf einen verlässlicheren Kandidaten setzen.
-Martin Weidenhuber. -[Ursula wimmert leise]
[Sue] Ursula? Es tut mir leid. Wirklich.
[seufzt]
-[Sue] Hallo? Ursula? Bist du noch dran? -[Ursula ächzt wütend]
[Brenda winselt]
[Ursula weint]
[lacht zynisch]
Dieser Nodon, also…
-Simon… -Simon, ja. [lacht]
Der hat ganz schön viel Blödsinn geredet.
Kann sich kein Urteil über uns anmaßen. Der kennt uns gar nicht.
Eben.
-Ziggy? -Hm?
[Helmut seufzt]
Ich…
Ich hab ganz oft Angst…
…dich zu verlieren.
-Was? Warum das denn? -Na ja.
Du willst dir unbedingt ein eigenes Business aufbauen.
Und darum denkst du, ich will dich verlassen?
Na ja, ich…
Ich will nur auch mal einen Erfolg haben.
Weißt du, damit ich mich nicht immer so…
…klein und unbedeutend fühle neben dem erfolgreichen und klugen Professor.
Aber Ziggy, du bist doch nicht klein und unbedeutend.
Du hast Eigenschaften, von denen ich nur träumen kann.
Du gehst so unbefangen mit Menschen um.
Du lebst mit so viel Freude im Hier und Jetzt.
Ich hoffe, du weißt, wie viel du mir bedeutest.
Vielleicht muss ich das einfach… manchmal deutlicher zeigen.
[gefühlvolle Musik]
Allerdings.
[Gaga winselt]
[Ziggy] Weißt du…
Seit langer Zeit zeigt mir nur noch Gaga, dass sie mich liebt.
Och, na…
Nein, komm. Komm.
Nein…
[Gaga winselt]
-Wo ist Nodon? -[Babs] Hoch zu seiner Hütte, mit Heidi.
Ach was, zu seiner Hütte, ja?
Da wird er sicher wieder eins mit der Natur, wie die Kelten früher.
Worum geht's?
Nodon ist ein Betrüger.
Von wegen Kelte. Er ist ein stinknormaler Tiroler.
Er heißt Simon, und ihm gehört die Alm hier.
W… wie kommt ihr darauf?
-Wir haben ihn enttarnt. -[Hakan] Mhm.
-Könnt ihr das beweisen? -[lacht] Ja.
Kommt mit.
Nein.
-[schreit] Nein! -[Torsten winselt]
Nodon ist kein Betrüger. Nie im Leben.
Du musst uns nicht glauben, aber bilde dir selbst ein Urteil.
Wisst ihr was? Ihr erfindet jetzt Lügen über ihn.
Weil's euch stört, was er im Zelt der Wahrheit zu euch sagte!
Das hat damit gar nichts zu tun. Komm und überzeug dich selbst.
Nein.
[Ursula] "Wieder zeigt sich,
was systemimmanent in unserer patriarchalischen Gesellschaft ist.
Wäre ich ein Mann, hätte sich kein Mensch über meine Bemerkung aufgeregt.
Aber wir Frauen dürfen so was nicht sagen.
Denn wir müssen immer lieb,
warm, nett, mütterlich und empathisch sein."
[spannungsgeladene Musik]
[Helmut] Schau, der Keltenzipfel.
Den knüpfen wir uns vor.
Ähm, M… Moment. Äh, nee, also…
Ich bin gegen körperliche Gewalt.
Was denkst du von mir? Ich bin doch Polizist.
Nein.
Doch.
-Das heißt, du verhaftest ihn? -Ich ver… Ich sag ihm die Meinung.
Ah. Okay.
Und ich gebe ihm eine schlechte Bewertung.
"Mit geringschätzigen Grüßen…"
Nein.
"Mit verächtlichen…"
Nein.
"Mit aufrichtiger Verachtung, Ursula Brandmeier."
Senden.
[seufzt]
[nachdenkliche Musik]
[schnieft]
-[Ursula schluchzt] -[Brenda winselt]
[lacht traurig, murrt]
[lacht]
Also wirklich…
-[Klopfen] -[Hakan] Babs?
Babs?
[Klopfen]
Weißt du, wo Babs ist?
Nein.
Sag mal…
Doch.
-Die ging eben den Berg hoch. -Wieso das denn?
Sicher will sie zu ihrem Nodon
und mit ihm bis ans Ende aller keltischen Tage glücklich sein.
-[Hakan] Hm. -Oh Gott.
-[Donnern] -Es kommt ein Gewitter.
Wir müssen sie zurückholen.
[Ziggy] Wir? Ich meine, ist das nicht gefährlich?
[Hakan seufzt]
Ich meine ja nur.
Ich mach keinen Druck. Das entscheidet jeder für sich.
[Donnern]
Ich komm mit.
Ja, ich kann ja auch mal was Nettes für jemanden tun.
-[Donnern] -Keine Sorge, Torsten.
Wir werden seinen Namen reinwaschen.
Es ist unglaublich, was die anderen behauptet haben.
Dabei war Nodon immer gut zu uns.
[Hühner gackern]
[Donnern]
[treibende, spannungsgeladene Musik]
[grollender Donner]
[Musik steigert sich]
[Musik schwillt an und verebbt]
[Musik wird gefühlvoll]
[lauter Donner]
[atmet bebend]
-Oh Gott. -[Torsten fiept]
Er hat uns belogen.
[Babs schluchzt]
[weint hemmungslos]
[Torsten winselt]
[Donnern]
[krachendes Donnern]
Ist okay. Ihr könnt zurück, wenn ihr wollt.
Roxy und ich gehen weiter.
[Bellen]
[schluchzt]
-[lautes Donnern] -[Babs erschrickt]
[Torsten jault und bellt]
[bestimmt] Torsten, beruhig dich!
Torsten, aus!
Wir brauchen keinen Nodon mehr.
Wir schaffen das jetzt alleine.
[spannungsvolle Musik]
[Ziggy] Babs!
-Ziggy! -[Ziggy] Gott sei Dank.
[Helmut] Wir waren so besorgt.
Echt leichtsinnig, bei dem Wetter hier hochzugehen.
Es tut mir leid.
Ihr hattet recht, Nodon ist wirklich ein Betrüger.
-Seine Hütte ist leer und verfallen. -Du warst oben?
[Torsten bellt und jault]
Torsten, es reicht. Mach Sitz.
Sitz.
So, und jetzt kommt.
Bevor noch einer vom Blitz getroffen wird oder im Regen ersäuft oder…
[Ursula schreit]
-Urschi! -Urschi, Vorsicht!
[Ursula schreit weiter]
[Hakan] Urschi!
[schreit panisch]
-[Babs] Urschi! -[Ursulas Schreien verebbt]
[Ziggy] Urschi!
Oh Gott, oh Gott, oh Gott! Scheiße!
Was machen wir denn jetzt?
-Mist, ich hab keinen Empfang! -[Babs] Wir müssen was tun!
[Roxy bellt]
Hakan. Ich glaub, Roxy kann sie finden.
Roxy, such! Such!
Los, los, los!
[Donnern]
[Simon, ohne Akzent] Warte mal.
Die sind bei dem Unwetter den Berg hochgelaufen?
Wieso das denn?
Weil du aufgeflogen bist. Die waren in deinem Zimmer.
Und haben das ganze Keltenklumpert gefunden.
Die haben null Bergerfahrung. Komm, Heidi.
Was hast du denn vor?
Ich hole sie zurück.
[Birgit] Pass auf auf dich.
[Hakan] Urschi!
[Ziggy] Urschi!
[Helmut, Babs] Urschi!
[Hakan] Roxy hat eine Fährte!
[Hund bellt entfernt]
-Hört ihr das? -[Helmut] Ja.
Das ist Brenda.
Urschi!
[Donnern entfernt sich]
[Hakan] Urschi!
[Helmut] Oh mein Gott.
[Ursula stöhnt]
-[Ziggy] Mein Gott, Urschi. -[Babs] Bist du verletzt?
-[Ursula ächzt] -[Babs] Hey, ist alles okay?
[Ursula stöhnt] Ich glaub schon.
-[Ziggy] Hallo. -Hey.
Ach…
Du wunderbares… Mädchen.
Tut mir leid, dass ich dich hier mit reingezogen hab.
-[Babs] Urschi, irgendwie siehst du… -…anders aus.
Jetzt weiß ich, woher ich dich kenne!
Das ist Ursula Brandmeier.
Die Kandidatin fürs Europaparlament.
Oh mein Gott, ja!
Sie hatte diesen superpeinlichen Talkshow-Auftritt.
Sie ist die Hundehasserin. Kein Wunder, dass sie so garstig zu Brenda ist.
Na ja, aber sie tut das alles nur für ihre gehbehinderte Freundin.
Ich… Ich hab keine gehbehinderte Freundin.
Alles, was ich euch erzählt hab, war gelogen.
Brenda ist nur bei mir, weil meine Beraterin
mir einen Tierheimhund aufs Auge gedrückt hat.
Was ist eigentlich los mit euch?
Warum lügt ihr alle?
Babs, ich werde dir das in Ruhe erklären.
[Hakan] Kannst du aufstehen?
Au! Das schaff ich nicht, mein Knöchel.
Ich kann nicht.
Also, ich schlag erst mal vor, dass ihr mich hier liegen lasst,
und dann müsst ihr aber bitte Brenda mitnehmen.
[Helmut] Nodon.
[keltisch anmutende Musik]
-[ohne Akzent] Ist nur sie verletzt? -Ja.
Über alles andere reden wir später.
Au!
Es scheint nichts gebrochen zu sein.
Ursula Brandmeier.
Da bin ich mir nicht so sicher, Simon Reisinger.
Wie habt ihr sie gefunden?
-[Roxy winselt] -[gefühlvolle Chormusik]
Deppengesichter, ihr.
Wenn ihr euch unbedingt umbringen wollt,
bitte, gern.
Aber ihr bringt ja die in Gefahr, die euch retten müssen.
Ähm… Es tut mir wirklich sehr leid.
Ja.
Das schreiben wir dann auf deinen Grabstein, gell?
-Lass gut sein. -Ja, ist ja wahr.
Danke.
Also, gebrochen ist er nicht. Aber ordentlich verstaucht ist er.
-[Ursula] Au! -[Birgit] Hm!
[seufzt] Ja… [räuspert sich]
Ich weiß, dass ihr sauer seid, aber ich…
Ziggy hat mir ein Video deines Talkshow-Auftritts gezeigt.
Du gibst dir lieber die Kugel, als so zu sein wie ich, ja?
Nein.
Das tut mir aufrichtig leid, Babs. Da kannte ich dich auch noch nicht.
Lieber sterben, ja?
Ja.
Aber, was ich wirklich nicht verstehe…
Simon hat euch doch auch was vorgespielt.
Und dem geht ihr nicht an die Gurgel?
Was sollte die Miraculix-Nummer?
Ich wollte den Hof retten. Mit dem, was ich kann.
Ja, deinen Sixpack zeigen. Und mit falschem Akzent sprechen.
Aber geh. Ihr steht ja auf so einen Mumpitz.
Hätte er nicht den Kelten gespielt, wäre keiner gekommen.
Es ist nicht alles Mumpitz.
Ich glaube, genau wie die Kelten,
an eine tiefe Verbindung zwischen Hunden und Menschen.
Und daran, dass Menschen durch Hunde gesund werden können.
Aber nicht alle. Für manche ist Hopfen und Malz verloren.
Hakan, du kannst sehr stolz auf Roxy sein.
Meinst du nicht, es ist Zeit, ihr zu vergeben?
[Helmut] Äh… Was vergeben?
Hakan?
Meine Frau und ich haben Roxy von meinem kleinen Bruder übernommen.
Emre.
Emre hat sich immer einen großen, starken Hund gewünscht.
Einen, der ihn bei seiner Arbeit als Wachmann unterstützen kann.
Also hab ich ihm Roxy geschenkt.
Es gab dann einen Einbruch.
Nachts in dem Kaufhaus, in dem Emre Dienst hatte.
Er wollte die Täter stellen.
Dachte, er schafft das mit dem Hund an seiner Seite.
[schwermütige Musik]
Aber Roxy hat ihm nicht geholfen.
Sie hat sich feige in der Ecke verkrochen, während Emre…
[er räuspert sich]
Sie haben ihn niedergeschlagen.
Kopfverletzung, schwer.
Er hat's nicht geschafft. [räuspert sich]
Im Krankenhaus kam er noch mal zu sich,
und ich musste ihm versprechen, dass ich mich um Roxy kümmere.
Wie soll ich das machen?
Es zerreißt mir das Herz, wenn ich diesen feigen Hund ansehe.
Mann…
Hakan, du hast doch nichts falsch gemacht.
[Ziggy] Ja.
Und Emre hat Roxy sicher über alles geliebt.
Roxy trauert bestimmt genauso um Emre.
Ihr beide, ihr habt viel gemeinsam.
[emotionale Musik]
[lacht leise]
[Roxy winselt]
[gefühlvolle Musik]
Ja...
Hast du gut gemacht.
[Musik schwillt an]
[Musik verklingt]
[beschwingte Musik]
[Babs, entfernt] Schön bleiben. Alles gut, Torsten, konzentrier dich.
Gut machst du das, gut.
-Bisher macht er das ganz gut. -Sehr gut.
-Oh, der Fußball. -Gut, Torsten.
Oh-oh. Schnapp dir nicht den Ball.
Supergut.
-Stört ihn gar nicht. -Nee, ne?
Super, Torsten.
Gut, Frau Schubert, das war's jetzt.
-Ich mach jetzt die Auswertung... -Oh Gott.
[Helmut] Puh!
-[Babs] Komm, Schatz. -Und?
Dauert kurz.
-Sie wertet jetzt aus. -Ach, das wird schon.
-[Ziggy] Ja. -Es gab ein paar kleine Patzer.
War aber auch nicht leicht bei der ganzen Ablenkung.
Und vielleicht hat Torsten ja Prüfungsangst.
Warten wir mal aufs Ergebnis, hm?
Ach, übrigens, Ziggy, bevor ich's vergesse.
-Ach, wie süß. -[Quietschen]
-[Babs] Oh... [lacht] -[Ziggy] Och nö.
[lacht] Oh, danke, Haki.
Hey. Es tut mir leid.
Hey!
Na?
-Hallo. -Hallo.
-Na? -Moin.
Habt ihr bestanden?
Sie wertet noch aus und kommt dann mit dem Ergebnis.
-Wo ist Brenda? -Na, wieder im Tierheim.
-Nein. -[Babs und Helmut] Was?
Kleiner Scherz, ihr dagdas.
-[Ursula pfeift] -Das ist nicht lustig.
Ich bin jetzt meine eigene Chefin, und Brenda ist überall dabei.
-Na, mein Mädchen? -[Brenda bellt]
Ihr wisst ja, wie skeptisch ich am Anfang war,
aber Simon hat's wirklich drauf.
[alle] Nodon.
Wir haben uns auf "Nodon" geeinigt, damit er nicht auffliegt.
Nodon muss der Welt erhalten bleiben.
[Babs] Auf jeden Fall.
-[Helmut] Dein Ergebnis kommt. -[Ziggy] Oh-oh.
Frau Schubert, Ihr Torsten und Sie…
…haben die Prüfung bestanden.
-[alle] Ja! -[euphorischer Soul-Song]
["Ain't No Mountain High Enough" von Marvin Gaye & Tammi Terrel]
[nicht hörbar]
[Soul-Song klingt aus]
-[Pudel winselt] -[Bill atmet tief aus]
Ja, ist ja gut, Emmi, alles gut. Fein, fein, fein.
[lacht] Sie ist einfach genau wie ich.
Sie hat immer was zu sagen und erträgt die Stille nicht gut, aber…
Bei Nodon sind wir beiden genau richtig, nicht wahr, Emmi?
Und wenn ich erst mal lerne, mich zu entspannen,
entspannst du dich auch, ne?
Hach, und wo könnte man das schöner als hier?
Oh mein Gott.
[dynamischer Rocksong: "I was made for lovin' you" von Kiss]
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