All language subtitles for Kommissar.Dupin.S01E05

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Original subtitles

(Kommissar Georges Dupin)

(Kadeg)

(Riwal)

(Nolwenn)

(Etwas knackt)

(Ein Gerät summt)

Was ist passiert?

Morgen, Chef! - Morgen, Riwal!

Hier entlang!

Das ist Madame Gaetane Gochat, die Marktleiterin.

Kommissar Dupin! Guten Morgen!

Guten Morgen! - Kennen Sie die Frau?

Ja. Celine Kerkrom, die Freundin meiner Tochter.

Wie "Freundin"? Ich meine... - Ich weiß, wie Sie es meinen.

Ja. Stört Sie was daran? - Nein. Natürlich nicht.

Was hat sie hier gemacht?

Sie ist Küstenfischerin und bringt jeden Abend ihren Fang herein.

Das geht in die Auktion. - Wo ist Ihre Tochter?

Laetitia ist Meeresbiologin im Parc Iroise.

Ich versuche, sie zu erreichen. Aber sie geht nicht ran.

Ist das ungewöhnlich? - Sie ist oft auf dem Wasser

und hat keinen Empfang. - So zeitig morgens?

Ja. Wenn Sie Delfine beobachtet. - Tut sie das heute auch?

Ja. Ihr Chef sagte mir: "Ihr Boot ist nicht da."

Hier, bitte!

Ein Lagerarbeiter hat sie entdeckt.

So? - Sie hat da oben gelegen. Auf dem ganzen Müll.

Und wie kommt sie dann hierher?

Die Kollegen haben einfach den Container geöffnet.

Ich weiß nicht, wieso jedes Mal was angefasst wird, bevor ich da bin.

Ich nehme an, sie ist seit etwa 9 Stunden tot.

Die Kehle durchgeschnitten. - Sieht so aus. Von hinten!

Sie hat keine Abwehrverletzungen. Von vorne ist der Schnitt nicht machbar.

Wenn der Täter sie in den Container warf, finden wir Spuren.

Etwas da hoch zu transportieren ist schwer. Nahm er einen Gabelstapler?

Was passiert mit den Abfällen in den Containern?

Das wird alles zu Fischmehl vermahlen. Als Tierfutter.

Also hätten wir sie fast nicht zu Gesicht bekommen.

Ich kann das nicht glauben. Sie war so ein guter Mensch.

Wie soll ich das Laetitia beibringen?

Wie lange war sie mit Ihrer Tochter befreundet? - Vier Monate.

Die beiden haben sich wirklich gefunden.

Sie haben gemeinsame Tauchgänge unternommen, Segelturns.

Dass ich sie hier jetzt so...

Wann sahen Sie Celine zuletzt? - Gestern, gegen 20 Uhr.

Sie lieferte Ware, ich hatte mit der Buchhaltung zu tun.

Haben Sie mit ihr gesprochen? - Nein.

Ich habe sie nur vor der Halle stehen sehen. Sie hatte Streit.

Mit ihrem... Exfreund. - Wie heißt er?

Luc Jumeau. - Worum ist es gegangen?

Das habe ich nicht mitbekommen.

Wird das Gelände hier videoüberwacht? Oder sind das nur Attrappen?

Wir hatten in den letzten Monaten zwei Einbrüche.

Die Versicherung hat auf der Überwachung bestanden.

Sie können ruhig etwas vorspulen.

Stopp!

Wer hat Zugang zu den Gabelstaplern?

Die Zündschlüssel stecken immer.

Sonst müssten die Arbeiter immer rein und raus.

Soll ich es vergrößern lassen? - Versuchen Sie es!

Aber die Qualität ist schlecht.

Machen Sie hier mit den Befragungen weiter! Vielleicht sah jemand was.

Und überprüfen Sie die Mitarbeiter! - Jawohl.

Lassen Sie Laetitia Gochat suchen! - Okay!

Überprüfen Sie das Telefon von Mademoiselle Kerkrom!

Sie wissen, dass ich allein bin. Kadeg ist noch unterwegs.

Nolwenn ist fast im Urlaub. - Sie schaffen das schon.

Haben Sie Ihre Tochter erreicht?

Nein. Ich mache mir wirklich große Sorgen.

Ihre Freundin ist ermordet worden und Laetitia ist nicht erreichbar.

Könnte Mademoiselle Kerkrom mit jemandem

Schwierigkeiten gehabt haben? - Charles Morin vielleicht.

Ein Unternehmer hier, der die Umweltauflagen

angeblich nicht so genau nimmt. Aber das bestätigt Ihnen niemand. - Warum?

Morin vergibt hier die Jobs.

Verstehe! Wo hat Mademoiselle Kerkrom gewohnt?

Auf der Ile de Sein.

Hier, Chef!

Ist gut gegen die Kotzerei, sagt der Kapitän.

Und den Blick immer schön auf den Horizont gerichtet!

Ja?

Was sagt Ihnen "Ys", Chef?

"Ys"? - Jetzt nicht, Kadeg.

Doch! Das bringt Sie auf andere Gedanken.

Ys ist eine heilige Stadt.

Später! Wir fahren vielleicht darüber weg.

Ja. Unter uns eine versunkene, mythische Stadt.

Mit märchenhaftem Reichtum. Manche behaupten sogar,

dass es sich dabei um das legendäre Atlantis handelt. Ja!

Taucher kommen ab und zu mit Scherben oder Münzen an die Oberfläche.

Aber gut, das ist dann meistens alles Neuzeit.

Und? Besser?

Hier muss es sein. - Aha!

Da ist kein Klingelschild. - Hier kennt wahrscheinlich jeder jeden.

(Georges Dupin klopft)

Hallo?

Stehen bleiben!

Bleiben Sie stehen! Wohin wollen Sie, verdammt?

Ganz ruhig! Ganz ruhig!

Feierabend, Freundchen! - Langsam, Kadeg! Mann!

Wer sind Sie?

Luc Jumeau. - Der Exfreund von Celine Kerkrom.

Ja. Woher wissen Sie das?

Was suchten Sie in dem Haus?

Polizei! - Ja, ganz in echt.

Ich habe auf Celine gewartet.

Sie ist tot.

Tut mir leid, Monsieur Jumeau! - Was?

Sie ist ermordet worden. - Nein.

Warum sind Sie abgehauen? - Ich hatte Angst.

So, wie es da drinnen aussieht. - Haben Sie eine Idee, wer das war?

Ja, Charles Morin.

Der Großunternehmer in Douarnenez.

Seine Flotte fischt industriell mit Treib- und Schleppnetzen.

Das ist streng verboten.

Er missachtet Fangquoten, lässt Schiffstanks auf See reinigen.

Um Kosten für fachgerechte Entsorgung zu sparen.

Wird so was nicht kontrolliert?

Na klar! Nur Morin besticht doch alle und jeden hier.

Mit seinem scheiß Geld!

Ja. Mit Morin legt sich keiner an.

Doch! Vielleicht Ihre Exfreundin und Laetitia Gochat.

Hören Sie mir mit dieser Lesbe auf! Diese verdammte Ökotante hat Celine

doch eingeredet, dass sie auch lesbisch ist.

Und deshalb hat sie dann mit Ihnen Schluss gemacht.

Vorübergehend. Sie...

Ich denke, Celine hat mich noch geliebt.

Aber gestern Abend hatten Sie Streit.

Hören Sie, Monsieur!

Celine war meine Traumfrau.

Diese Sache mit Laetitia hat sie sich doch nur eingebildet.

Haben Celine und Laetitia etwas gegen Morin unternommen?

Ja. Fotos und Videos von Netzen mit zu engen Maschen sammelten sie.

Von Ölteppichen auf dem Wasser.

Von Fischen, die Morins Leute kübelweise über Bord werfen.

Wertloser Beifang! Dabei ist Morin angeblich der Vater von der Biokuh.

"Kuh"?

Laetitia soll eine uneheliche Tochter von Morin sein.

Charles Morin und Madame Gochat.

Die Marktleiterin der Fischauktion. - Ja.

Wo waren Sie gestern nach dem Streit mit Celine?

Ich bin hierher gefahren.

Meine Herren! Antoine Manet. Ich bin hier der Bürgermeister.

Bonjour! - Bonjour!

Wir haben hier so gut wie nie Besuch von der Polizei.

Celine ist tot.

Gütiger Gott! Luc! Was ist geschehen?

Ich weiß es nicht. Ich war gestern Nacht hier.

Ich bin gegen 22 Uhr vom Festland wieder zurück gewesen.

Also! So kurz nach 22 Uhr habe ich Luc tatsächlich gesehen.

Er hat sein Boot festgemacht.

Monsieur! Der Junge sorgt für seine Mutter.

Er würde sie über Nacht nie alleine lassen.

Sie wohnen gleich dahinten.

Prüfen Sie das, Kadeg! Und dann warten Sie auf die Spurensicherung.

Immer schön auf den Horizont gucken!

Josephine, Lucs Mutter, ist ein bisschen verrückt.

Stimmt nicht, Antoine! Hören Sie auf!

Sie ist alt. Das ist alles.

Sie spricht mit den Toten.

Seitdem ihr ältester Sohn Emmanuel nicht vom Meer zurückgekommen ist.

Maman?

Celine ist tot.

Ja.

Was wollen Sie? - Freundlich, Josephine!

Ich bin Inspektor Kadeg vom Kommissariat in Concarneau.

Ich wollte mit Ihnen plaudern, ein paar Fragen stellen.

Und dann bin ich... - Emmanuel!

Bitte?

Bist du es wirklich?

Nein, Madame. Ich bin Kadeg.

Ich komme wegen... Hm.

Geben Sie ihr einen Augenblick! Ich rede mit ihr.

Da sehen Sie, was der Junge mitmacht.

Monsieur? - Ja?

Dupin, Kriminalpolizei.

Gehört der Wagen da Ihnen?

Ja. Was ist damit? Ich bin der Leiter des Parc Iroise.

Verstehe! - Pierre Leblanc.

Ich hoffe mal, es ist nichts Schlimmes passiert.

Ist Laetitia Gochat vom Delfinausflug zurück?

Keine Ahnung! Ich weiß gar nicht, ob sie rausgefahren ist.

Ihr Boot war heute Morgen nicht da. - Stimmt! Sie macht das, wie sie will.

Sie fährt dann raus, wann es ihr passt.

Sagen Sie ihr bitte:

Ich möchte sie gleich sprechen, wenn sie wieder da ist. Okay?

Okay, ja! - Gut.

Bitte? Zu Monsieur Morin.

Wollen Sie mich um Geld bitten? - Nein.

Die meisten Leute kommen und wollen, dass ich ihre Schulden bezahle.

Aha! - Können Sie sich vorstellen:

Es gibt Franzosen, die sich nicht mal einen Kinobesuch leisten können?

Eine Schande ist das.

Celine Kerkrom ist tot.

Sie wurde ermordet.

Was ist geschehen?

Mademoiselle Kerkrom hat gemeinsam mit ihrer Lebensgefährtin

Laetitia Gochat schwere Vorwürfe gegen Sie erhoben.

Ein Mann in meiner Position ... hat nicht nur Freunde.

Sie scheinen Ihre Interessen rücksichtslos durchzusetzen.

Was können die Adler dafür, dass sie die Lämmer reißen?

Schauen Sie sich doch nur um! Nichts als Mord und Totschlag in der Welt.

Sie missachten Fangquoten,

ruinieren Fischbestände, reinigen Dieseltanks im Meer.

Meine Schiffe wurden oft kontrolliert.

Es gab nie etwas zu beanstanden.

Ich nehme Umweltschutz und Nachhaltigkeit sehr ernst.

Das scheinen viele anders zu beurteilen.

Sie sind voreingenommen, Monsieur.

Das ist das Problem der meisten.

Ich beurteile Fakten. Nichts weiter.

Als Sie kamen, hat ein guter Freund gerade das Haus verlassen.

Monsieur Leblanc? - Er erhob auch immer wieder Vorwürfe

gegen mich und meine Geschäfte.

Jetzt hat er mich als Partner für seinen Parc Iroise gewonnen.

Ich war anfangs skeptisch.

Aber seine Beharrlichkeit imponierte mir.

Seine Argumente haben mich überzeugt. So einfach ist das.

Ihre Tochter Laetitia und ihre Lebensgefährtin konnten nicht

einfach mit ihren Argumenten zu Ihnen durchdringen.

Ich weiß nicht, mit welchen Methoden

Sie Ihre Fakten zusammentragen.

Aber das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, Monsieur.

Wenn ich sonst nichts mehr für Sie tun kann:

Ich würde gern versuchen, meine Tochter zu erreichen.

Wissen Sie, wo sie sein könnte?

Ich werde es gleich herausfinden.

Nolwenn! - Herr Kommissar! Wo stecken Sie?

Ich unterhielt mich mit Charles Morin. Kennen Sie ihn?

Natürlich. Das ist der "Pate" von Douarnenez.

Er spielt den Gönner und Förderer.

Was wissen Sie über ihn? - Angeblich Schmuggelgeschäfte.

Zigaretten werden hier von Illegalen zu Spottpreisen minderwertig hergestellt

und europaweit verkauft zu Originalpreisen.

Ein Millionengeschäft! - Riwal soll nachhaken beim Zoll.

Riwal ist auf dem Weg zu einem Zeugen.

Ermittelt durch die Telefonnachweise von Celine Kerkrom.

Er sprach als Letzter mit ihr.

Darf ich vorstellen? Professor Lapointe.

Guten Tag! - Bonjour, Herr Kommissar! Bitte!

Der Professor ist Privatdozent und Professor für Altertumsforschung.

Er hat über die versunkene Stadt Ys publiziert.

Die ist mir ein Begriff. - Ja?

Es besteht kein Zweifel daran:

Wir haben Ys hier in der Bucht von Douarnenez lokalisiert.

Mein Team und ich.

Können Sie sich vorstellen, was das für einen Wissenschaftler bedeutet?

Das ist für Sie so, wie wenn Sie auf dem Dachboden

einen alten Trenchcoat von Inspektor Columbo finden.

Sie haben gestern Abend Celine Kerkrom gesprochen.

Ja. Wir haben uns sogar getroffen.

Sie war ganz aufgekratzt. - Wieso?

Sie hatte beim Fischen eine alte Amphore und ein paar Münzen im Netz.

Das kommt öfter vor. Die zeigte sie mir.

Sie bat mich, den Wert zu ermitteln.

Römische Münzen aus der Zeit des Augustus. - Ja.

Und dann zeigte sie mir noch Unterwasser-Fotos von Scherben.

Vermutlich Amphoren von einer der vielen Galeeren,

die hier in der Bucht gesunken sind.

Nicht sehr wertvoll. - "Unterwasser-Fotos"?

Genau! - Und die hatte sie dabei?

Ja. Auf dem Handy. Sie hatte die Aufnahmen auf dem Handy.

Sie sagte, ihre Freundin schickte sie ihr.

Woher kannten Sie Mademoiselle Kerkrom?

Gar nicht. Sie hat mich im Internet gefunden.

Sie war gegen 19 Uhr bei Professor Lapointe.

Der letzte Anruf war um 19:37 Uhr. - War sie noch bei Ihnen?

Ja, kann sein. Ja. Doch, doch! Jetzt, wo Sie es sagen. Ja.

Danach ist sie dann gleich los. - Wissen Sie, von wem der Anruf kam?

Nein. Woher?

Wer war der letzte Anrufer? - Wissen wir nicht.

Es war ein öffentlicher Fernsprecher. - Finden Sie raus, wo genau!

Vielleicht gibt es eine Überwachungskamera.

Was ist mit den Unterwasser-Fotos? - Das muss ich klären. - Alles klar!

Dieser Ordner ist leer.

Ah! Sehr schön!

Hallo! Ja. Dann können wir jetzt mal plaudern.

Josephine! Wo willst du denn hin?

Zum Friedhof? - Quatscht sie da mit den Toten?

Ja. - Oh! Das muss ich nicht haben. Ehrlich!

(Ein Telefon klingelt)

Mein Schatz! Wie geht es dir? - Sehr gut! Ich wache morgens

in einem leeren Bett auf. Du gehst nicht ans Telefon

oder rufst zurück. Trennten wir uns ohne mein Wissen?

Nein. Ich war auf einem Boot. Wahrscheinlich ohne Empfang.

Die Mutter eines Kollegen zog nach Südfrankreich.

Sie vermietet ihre Wohnung hier.

Mit einem tollen Ausblick und 3 Zimmern.

Du hättest ein Büro und wir hätten ein normales Wohnzimmer.

Ohne deine Fallstudien. - Ja. Das klingt doch sehr gut.

Wollen wir uns die Wohnung am Wochenende ansehen?

Besprechen wir das im "Amiral"! Ich lade dich ein.

Ich habe heute Spätdienst. Ich werde vor 23 Uhr nicht zu Hause sein.

Verstehe! Trinken wir später ein Glas Wein zusammen. Okay?

Josephine!

Oh!

Heiliger Vater!

Wer... Also das ist jetzt...

Laetitia Gochat.

Wir haben das Grab gestern ausheben lassen.

Madame Dahuz sollte morgen hier beerdigt werden.

Sie liegt hier schon seit gestern Abend.

Kehle durchgeschnitten.

Die Leichenstarre hat eingesetzt.

Gleichzeitig mit dem Mord in Douarnenez?

Ein Kampf kann stattgefunden haben.

Wurde sie unter Wasser gedrückt, bevor der Täter das Messer zog?

Dann wurde sie irgendwo am Meer getötet und dann hierhergeschafft?

Das ist sehr riskant. Aber es sieht ganz danach aus.

Sonst wäre viel mehr Blut hier.

Benachrichtigen wir ihre Mutter! - Ja.

Wohnte sie hier auf der Insel? - Nein, in Douarnenez.

Wie ist sie dann hergekommen? - Na, mit einem Boot.

Ich kenne ihr Boot. Es liegt nicht im Hafen.

Das ist seltsam.

Laetitia Gochat wird auf der Insel ermordet und lebt auf dem Festland.

Bei Celine ist es umgekehrt.

Wo kann man hier sonst noch anlegen?

Im Grunde überall. An jedem Strand. Wir sind eine Insel, Monsieur.

Auch hier in der Nähe? - Ja. In der Cholerabucht.

Wenn die Flut es zulässt.

(Ein Telefon klingelt)

Ja, Pierre?

Charles! Sie haben Laetitia gefunden.

Auf der Ile de Sein. Sie ist ermordet worden.

Ja. Die Polizei...

... hat uns informiert.

Charles! Charles! Ich...

Der alte Cholerafriedhof liegt da. Die Leute wollten ihn

weit weg von den Häusern haben. - Kein Wunder!

Da ist sie, Chef.

Die Mutter von diesem Jumeau. Sie hat die Leiche entdeckt.

Sie hat eine ernst zu nehmende Meise.

Vorsicht! - Lassen Sie sie einfach!

Ich muss sie befragen. - Hier ist der Cholerafiedhof.

Gottlob verschonte uns die Epidemie. Wir hatten nur 6 Tote.

Sieben! - Haben Sie links fünf Gräber gesehen? - Ja.

Ich...

Ich habe mich verzählt. Das sind ja nur vier.

Josephine! Erschrecken Sie den Kommissar nicht!

Wir haben Wichtigeres zu tun.

Wer links das 5. Grab sieht, sieht sein eigenes! - Josephine!

Verflucht sind die, die es sehen. - Josephine!

Josephine! Es reicht!

Kommen Sie! Das dürfen Sie nicht ernst nehmen, Herr Kommissar! Sie ist krank.

Chef! Sehen Sie mal!

Also das ist Laetitias Boot. - Ja.

Wieso hat sie denn hier angelegt und nicht im Hafen?

Sie hat hier etwas aus dem Meer transportiert.

Da sind Schlamm und Seegras in der Wasserpfütze.

Fische? - Nein. Warum sollte sie hier Fische ausladen?

Außerdem war sie Forscherin, keine Fischerin.

Ich nehme an, sie ist hier erwürgt worden.

Und ertränkt. Hier wurde ihr auch die Kehle durchgeschnitten.

Es muss Flut gewesen sein. Das Wasser stand sehr hoch.

Und warum lag Laetitia dann in dem Grab?

Damit wir sie nicht so schnell finden.

Mit etwas Glück wäre der Sarg von Madame Dahuz

auf sie gelegt und eingegraben worden.

Oh! Die hat einen GPS-Navigator mit AIS-Funktion.

Das ist nicht schlecht. - Was ist das?

Automatic Identification System. Es sendet ständig die Position.

Um Zusammenstöße zu vermeiden. - Auf so einem kleinen Ding?

Mademoiselle Gochat tauchte viel mit ihren Delfinen.

Das Boot liegt vor Anker und wird schnell übersehen.

Seit einem schlimmen Unfall vor zwei Jahren haben alle Forschungsboote so was.

Monsieur le Commissaire! Lassen Sie sie doch!

Madame Jumeau! Haben Sie gestern gesehen,

wie das Boot hier angekommen ist?

Gehen wir!

(Es donnert laut)

(Eine Katze miaut)

(Etwas knarrt)

Madame Gochat!

Madame Gochat!

Hören Sie mich?

Ich rufe einen Krankenwagen für Sie, Madame Gochat.

Die Kollegen werden sich um Sie kümmern.

Sie war der reinste, offenste und schönste Mensch der Welt.

Sie wollte immer nur Gutes tun. Für alle!

Wieso?

Wieso ausgerechnet sie?

Ich habe darauf keine Antwort, Madame Gochat.

Noch nicht. Aber ich werde Ihnen eine geben. Das verspreche ich Ihnen.

Seit wann sitzen Sie hier?

(Es donnert)

Hat Laetitia hier...

Ist sie überfallen worden?

Nein. Sie muss drüben auf der Insel gewesen sein.

Auf der Insel.

Ich bin gleich wieder da.

Riwal! Schicken Sie einen Krankenwagen zur Wohnung

von Laetitia Gochat.... Nein! Nicht für mich!

Und dann kommen Sie mit der Spurensicherung.

Ja! Jetzt!

Es war viel Arbeit, die alten Fälle von der Wand zu kriegen.

Claire, Süße! Ich habe dich nicht gehört. Ich bin gleich fertig.

Hier!

Der Grundriss der Wohnung, von der ich heute erzählte.

Ach so! Ja.

Siehst du das da? - Hm.

Dein Büro!

Georges! Es ist wirklich nicht besonders angenehm,

ständig die Porträtaufnahmen von Leichen und Verbrechern

im Wohnzimmer an der Wand zu haben.

Ich weiß. Aber das ist mein Fall.

Und solange der Mörder herumläuft, kann ich nicht loslassen.

Ein Umzug bedeutet: Man glaubt an seine Beziehung.

Und? Glaubst du daran?

Klar glaube ich daran! Aber hier sind so viele Fragen offen.

Ich habe keinen Kopf für was anderes. - Es ist nicht irgendetwas anderes.

Nein. Natürlich nicht, Claire!

Diese neue Wohnung ist mir auch wichtig. Wann sollen wir dahin?

Am Wochenende.

Dauert eine Stunde.

Also! Ich schaue sie mir auf jeden Fall an.

(Eine Kirchenglocke läutet)

(Etwas klingelt)

So ein Scheiß! Was will er denn?

Monsieur le Prefet! Guten Morgen!

Ich höre: Es gibt eine zweite Tote. - Ja.

Auf der Ile de Sein. - Verbindungen?

Die beiden Opfer waren ein Paar. Wir denken:

Es war ein Täter. Beiden wurde die Kehle durchgeschnitten.

Beide sollten für immer verschwinden. - Aha! Motiv?

Möglicherweise Eifersucht. Aber ich glaube nicht daran.

Der Hauptverdächtige hat ein Alibi vom Bürgermeister und von einer Frau,

die mit Toten spricht.

Halten Sie mich auf dem Laufenden!

Natürlich, Monsieur le Prefet! - Was macht Ihr Mitarbeiter beim Zoll?

Zoll? -Ich habe da eine Anfrage, genauer gesagt,

eine Beschwerde erhalten. - Wieso das denn?

Sie haben den Leiter der Zollbehörde 'Arschloch' genannt?

Na ja! Das ist mir im Ärger irgendwie rausgerutscht.

Hm. Sehr gut! Ich meine: Das kann passieren.

Haben Ihre Ermittlungen was ergeben?

Vor drei Tagen wurde Morins Schiff "Marie Claire"

auf hoher See vom Zoll durchsucht. Verdacht auf Zigarettenschmuggel.

Haben sie was gefunden? - Nein.

Seitdem ist das Schiff spurlos verschwunden.

Es ist in keinem Hafen angekommen.

Der Zollleiter hilft nicht wegen dem laufenden Verfahren.

Arschloch! - Meine Rede!

Die Damen kamen dahinter und fanden Beweise für Morins Schmuggel.

Deshalb wurden ihre Wohnungen durchsucht.

Laetitia Gochat wurde unter Wasser gedrückt.

Wie ich vermutet habe. - Die Kollegen haben Schleifspuren

am Friedhof gefunden. - Wieso bringt der Täter

denn die Leiche auf den Friedhof? Hm?

Zur Tatzeit war Flut. Die Leiche wäre nicht

aufs Meer getrieben, sondern immer wieder

an die Cholerabucht gespült worden. Der Mord muss zwischen Mittag und

frühem Abend begangen worden sein. - Verstehe!

Die Gezeiten kennen Sie jetzt gut.

Der Täter wollte die Leiche anderswo verschwinden lassen.

Mittags hätte die Leiche den halben Tag herumgelegen.

Ich denke auch, dass es abends war. Warten wir auf den Befund!

Kaffee? - Chef! Die Fotos auf Celines Handy,

die sie dem Professor zeigte, wurden gelöscht.

Von ihr selbst oder jemand anderem. - Und der Anruf vom Fernsprecher?

Leider nichts. Das Telefon steht am Stadtrand.

Keine Überwachung, keine Hinweise.

Kadeg! Seh en Sie sich die Cholerabucht

und Laetitias Boot noch mal gründlich an.

Riwal steigt dem Zoll auf die Füße. - Noch mal?

Vielleicht kann der Präfekt helfen. - Ja. Schönen Dank auch!

Wo ist eigentlich Nolwenn?

Im Urlaub. Seit heute! Vergessen?

Wir haben hier einen Doppelmord, und sie fährt in Urlaub?

Hat sie seit Monaten beantragt.

Kochen Sie während der Zeit keinen Kaffee mehr!

Die Polizei verdächtigt angeblich den Exfreund von Celine Kerkrom.

Sie sind mit ihm befreundet?

Hier kennt jeder jeden. Man kann nichts geheim halten. Nicht lange!

Hat sich am Verhältnis von Laetitia und Celine irgendjemand gestört?

Nein. Warum? - Die Leute sind sehr konservativ hier.

Sie sind nicht aus der Gegend, sonst würden Sie die Leute besser kennen.

Und Laetitias Exfreund, Luc Jumeau? - Der war sehr eifersüchtig.

Kämpfte schwer mit der Beziehung der Mädchen.

Hat mir zumindest Laetitia gesagt.

War sie vorgestern hier? - Ja. Die war da.

Am Abend ist sie dann noch rausgefahren.

Wahrscheinlich hat sie ihre Freundin besucht und dort auch übernachtet.

Was war mit den Vorwürfen gegen Charles Morin?

Laetitia war eine hervorragende Wissenschaftlerin und eine sehr

leidenschaftliche Frau. Morin war die Inkarnation des Bösen für sie.

Obwohl er ihr Vater war. - Aber das wussten wenige.

Ich habe Morin als jemanden kennengelernt, der auch zuhört.

Und Sie finanziell unterstützt.

Ich muss die Mittel für unsere Arbeit akquirieren.

Ich kann nicht alles überprüfen, ob es "politically correct" ist. Sorry!

So! Das ist ihr Büro. Kommen Sie!

Wir haben Laetitias Boot in der Cholerabucht entdeckt.

Kann man durch ihr Navigationssystem feststellen, wo sie vorher war?

Nein. Das AIS sendet nur Stationsmeldungen.

Routen werden nicht aufgezeichnet. - Schade!

Ihre Wohnung wurde auf den Kopf gestellt.

Was könnten die Täter gesucht haben?

Weiß nicht. Sie war ein offener Mensch. Eine ganz tolle Frau!

Hatte keine Geheimnisse, so viel ich weiß zumindest.

Was sind das für Positionen, die da eingetragen sind?

Ja. Vermutlich die Stellen, an denen sie

markierte Delfine gesichtet hat. Deren Wanderung hat sie verfolgt.

Was wird das? Entschuldigen Sie! Das dürfen Sie nicht einfach so mitnehmen.

Gut! Dann werden wir vorher eine Kopie machen.

Keine Sorge! Die kriegen sie zurück.

Was ist das? - "Für Celine und dich. Viel Spaß, dein Vater"

Pull!

Danke! Genug.

Es tut mir sehr leid für Sie, Monsieur. Mein Beileid!

Danke!... Du hast wieder einmal alles offen stehen lassen!

Idiot!

Ich habe diese Tickets im Büro Ihrer Tochter gefunden.

Ah! Sie hat sie also doch nicht weggeschmissen.

Warum sollte sie?

Wir hatten lange eine sehr schwierige Zeit miteinander.

Wir hatten einen neuen Anfang versucht.

Da lief aber noch nicht alles rund.

Davon hat Madame Gochat mir nichts erzählt.

Ja. Die versteht das nicht. - Was versteht sie nicht?

Ich habe mich fast 20 Jahre lang nicht um meine Tochter gekümmert.

Ich habe sie sogar verleugnet.

Sie war ein uneheliches Kind, und ich wollte meine Familie nicht verlieren.

Hat aber nicht geklappt.

Ich habe dafür bezahlt.

Genügt Ihnen das jetzt?

Und Madame Gochat?

Von der hatte Laetitia die Sturheit. Gaetane ist katholisch.

Sie wollte das Kind unbedingt zur Welt bringen. Gott sei Dank!

Laetitia war eine mutige junge Frau, die den Mund aufgemacht hat.

Das hat ihre Mutter ihr wohl beigebracht.

Darf ich Sie jetzt bitten, mich in meiner Trauer allein zu lassen?

Ich habe gehört, Ihnen ist ein Schiff abhandengekommen.

Nicht dass ich wüsste!

Wo liegt denn die "Marie Claire"?

Ich muss fragen. Ich habe die Positionen meiner Schiffe nicht im Kopf.

Der Zoll hat sie durchsucht. Vor drei Tagen.

Und? - Nichts.

Deswegen sind Sie hier? Wegen "nichts"?

Verschwinden Sie von meinem Grundstück!

Sofort!

Wenn Sie wegen "nichts" das nächste Mal kommen wollen, rate ich Ihnen,

sich den Weg zu ersparen!

Wissen Sie: Es macht mir wirklich keine Mühe.

So! Geht schon mal zum Boot!

"25. April, Tiefe 32 Meter."

Hallo, Monsieur!

Hallo!

Ich bin Inspektor Kadeg. Vom Kommissariat in Concarneau. - Aha!

Sie machen hier Fotos? - Ja. Von den Spreizschwanz-Schwalben hier.

Wissen Sie, es ist Paarungszeit. Und das Paarungsverhalten dieser Vögel

ist bei Weitem noch nicht hinreichend dokumentiert.

Aha! Und das ist jetzt spannend, oder was?

Ja. Für mich schon!

Momentan sind leider nur Möwen unterwegs.

Darf ich mal?

Danke!

Wie "danke"?

Laetitia und Celine.

Und Luc Jumeau.

Der war nachweislich an beiden Tatorten.

Und er hat ein Motiv. - Die Frage ist eher:

War er zur Tatzeit am Tatort? Das beweisen die Aufnahmen nicht.

Gibt es mehr Fotos? - Nein. Der Speicher war voll.

Darum wechselte er heute die Karte.

Was ist das für eine Plane?

Das darunter war nicht mehr auf dem Boot, als wir es fanden.

Kannst du das vergrößern?

Das sieht doch aus wie ein Mensch mit ausgebreiteten Armen.

Noch eine Leiche? - Oder ein Kreuz.

Hat die Spurensicherung schon das Boot untersucht?

Klar! Aber die haben nichts Auffälliges gefunden.

Sehr gut, Kadeg!

(Jemand klopft)

Bonjour, Madame! Ich suche Ihren Sohn.

Gehen Sie!

Ich muss wirklich mit ihm sprechen.

Sie sind schon ganz weiß im Gesicht. Sie sehen krank aus.

Sie wissen, was das bedeutet?

Ich... Ähm...

Was ist denn los?

Kann ich irgendwo in Ruhe mit Ihnen reden?

Gehen Sie! Sie bringen Unglück.

Ist schon gut, Mama.

Sie trafen Laetitia und Celine vor zwei Tagen am Strand der Cholerabucht.

Ja.

Es ist ein komisches Gefühl, wenn die Freundin auf einmal lesbisch wird.

Können Sie sich das vorstellen?

Das hatte nicht unbedingt etwas mit Ihnen zu tun.

Sie hätten die Leute hören sollen:

"Was ist der für ein Liebhaber, dass die Frau zu einer Frau abhaut?"

Waren Sie mit den beiden an der Bucht verabredet?

Ich war fischen und sah sie. Ich bin ihnen gefolgt. Ich wollte nur mit Celine reden.

Ihr erklären, wie es mir geht bei der ganzen Scheiße.

Laetitia sagte gleich, ich soll mich verziehen. Ich konnte nicht viel reden.

Die ist gleich auf mich los: "Hau ab!"

Sie sind gleich weggefahren? - Was hätte ich sonst machen sollen?

Was hatten die im Boot unter der Plane?

Weiß ich nicht. Keine Ahnung! - Sie waren an beiden Tatorten.

Hier und bei der Fischauktion in Douarnenez.

Was wollen Sie damit sagen? - Ich sollte Sie verhaften.

Ich habe nichts gemacht. Wirklich!

Was war unter der Plane? - Ich weiß es nicht!

Wirklich nicht!

Gaetane!

Danke, dass du gleich kommen konntest!

Gaetane!

Ich bin sicher genauso traurig wie du.

Und ich möchte endlich Frieden machen. Jetzt..., wo uns...

Wo unser Mädchen...

Hast du etwas mit ihrem Tod zu tun?

Was? Wie kommst du darauf?

Du hast Laetitia in deine dreckigen Geschäfte hineingezogen.

Nein. Das stimmt doch nicht. Du täuschst dich.

Ich kenne dich, Charles.

Ich weiß, was du für ein Mensch bist.

Jetzt hast du ein schlechtes Gewissen, nicht?

Ich bin auf der Suche nach dem Mörder, Gaetane. Und ich werde ihn finden.

Das verspreche ich dir. Das wollte ich dir nur sagen.

Und dass du dich auf mich verlassen kannst. - So wie vor 25 Jahren?

Ja, finde den Mörder!

Aber wenn du irgendwas damit zu tun hast,

dann wird Gott dich dafür bestrafen, Charles. Darauf kannst du dich verlassen.

Was suchen Sie denn?

Mein Gott! Sind Sie verrückt? Sie haben mich erschreckt!

Sie haben die Tür aufgebrochen. Ich habe meinen Schlüssel vergessen.

Ist das Ihr Schuppen?

Nein. Das... Er gehört Mademoiselle Kerkrom.

Sie erlaubte netterweise, ihn als Lager zu benutzen.

Ich dachte, Sie kennen sich nicht.

Sie sagten: Mademoiselle Kerkrom hätte Sie im Internet gefunden.

Ja. Aber das ist Monate her.

Also war sie kurz vor ihrem Tod auch nicht das erste Mal bei Ihnen?

Die Fischer ziehen doch hier ständig altes Zeug aus dem Meer

und bringen es bei mir vorbei.

Warum haben Sie mich angelogen?

Das war doch nicht vorsätzlich. Ich war nervös.

Ermittlungen in einem Mordfall. Das Opfer war zuletzt bei mir.

Tut mir leid! Ich bin nicht mehr der Jüngste.

Ich glaube Ihnen kein Wort. - Ich sage die Wahrheit, Monsieur.

Das höre ich oft. Was haben Sie jetzt vor?

An der Nordspitze der Insel wurden vor zwei Jahren Ruinen entdeckt.

Die wollte ich mir noch mal ansehen, mit dem Schnorchel.

Verstehe! Das muss für Sie so sein, als ob man hier auf einem Dachboden

das Turiner Grabtuch finden würde. - Nicht ganz. Wie kommen Sie darauf?

Weil sogar Schwimmflossen Größe 36 Sie nicht davon abhalten können.

Und nehmen Sie einen Unterwasserscheinwerfer mit!

Es wird bald dunkel. - Aha, ja! Danke!

Bitte!

Arschloch!

Märchenonkel!

Monsieur le Commissaire!

Was machen Sie dahinten?

Ich musste einfach mal austreten.

Ist das Ihr Boot? - Ja. Ich muss Laetitias Boot abholen.

Das kann ja nicht ewig hier liegen bleiben.

Gibt es eigentlich schon irgendeinen Hinweis, wer...

Ich meine, wer die beiden Frauen ermordet haben könnte?

Kennen Sie Professor Lapointe?

Wie? Hat der was damit zu tun? - Kennen Sie ihn?

Flüchtig, ja. Ein anerkannter Experte für das alte Zeug,

das die Leute hier aus dem Meer holen.

Er verkauft es für sie, wenn es was wert ist. In die ganze Welt.

Er verkauft es? - Ich glaube. Fragen Sie ihn selber!

Ich muss jetzt losfahren.

Wenn die Flut reinkommt, schafft man es fast nicht mehr raus.

Das Wasser steigt 8 Meter.

Salut! Ich fahre weg.

(Ein Telefon klingelt)

Riwal! Was gibt es?

Und die Spuren am Messer?

Fingerabdrücke? Von Luc Jumeau!

Nur Ihre Fingerabdrücke sind drauf.

Woher haben Sie es? - Aus Laetitia Gochats Wohnung.

Da bin ich nie gewesen. Jemand muss das da hingelegt haben.

Wer?

Das steckt doch immer in meinem Boot.

Jeder kann es genommen haben. - Merkten Sie nicht, dass es fehlt?

Nein. Nein! Ich war ja nicht draußen mit dem Boot.

Ich hatte wirklich keinen Nerv dafür.

Monsieur Jumeau!

Sie waren an beiden Tatorten. Sie haben ein starkes Motiv:

Eifersucht. Und Ihr Messer liegt in der Wohnung eines der Mordopfer.

Scheiße! Ich habe das nicht getan.

Das schwöre ich beim Leben meiner Mutter.

Ich glaube ihm. Er war es nicht.

Und es ist in beiden Fällen nicht die Tatwaffe.

Jemand will ihm das in die Schuhe schieben. - Genau!

Sollen wir ihn gehen lassen? - Ja.

(Ein Telefon klingelt)

Herr Präfekt! Jetzt noch im Dienst?

Ah, Monsieur Dupin! Schön, dass Sie gleich kommen konnten!

Kein Problem! - Setzen Sie sich!

Kaffee? Wein? Schnecken? - Nein, danke!

Was ist das? - Schnecken!

Nein. Ich meine... - Das ist die Akte "Arschloch",

wenn Sie so wollen. Von der Zollverwaltung.

Sie erinnern sich? - Ja, natürlich.

Der Kollege hat sich da sicherlich im Ton etwas vergriffen.

Aber es ist nicht akzeptabel, meinen Leuten die Herausgabe

ermittlungsrelevanter Unterlagen zu verwehren.

Die kommen übrigens zu dem Schluss,

dass die Crew das Schiff absichtlich versenkt hat.

Aber lesen Sie selbst!

Ja. Vielen Dank!

Ich bringe die Akte den Kollegen zum Auswerten. Sie haben uns sehr geholfen.

Monsieur Dupin! Einen Moment!

Professor Lapointe: Kennen Sie den? - Ja. Wieso?

Er ist mit Charles Morin befreundet. Sie verstehen?

Nein. - Vorsichtig anpacken!

Wiedersehen! - Wiederschauen!

48 Grad, 4 Minuten und 2 Sekunden.

48 Nord, 4 Grad, 2 Sekunden.

Sie tauchten genau an der Stelle, wo Morins Leute das Schiff versenkten.

Aber wonach? Nach einer halben Tonne aufgeweichter Zigaretten?

Ys! - Was? - Diese versunkene Stadt.

Die ist doch ganz woanders.

Hm. Schade!

Gehen Sie nach Hause! Es ist spät.

Kadeg! Nimmst du mich mit? - Bis morgen!

Bis morgen! - Bis morgen!

"Der Schatz von Ys von Professor Philippe Lapointe".

Kaufen!

Guten Morgen! - Guten Morgen! Claire!

Hast du schon mal von "Ys" gehört? - Bitte? - Ys ist eine keltische Stadt.

Sie ist vor Jahrhunderten in der Bucht von Douarnenez untergegangen.

Atlantis? - Nein, Ys! Im Zentrum der Stadt

stand eine Kathedrale. Darin stand ein Kreuz auf dem Altar.

Die Legende sagt, es war mit vielen kostbaren Edelsteinen besetzt.

Es leuchtete aus den Fenstern der Kathedrale und überzog die Stadt

mit einem goldenen Glanz.

Dieses Kreuz wurde gefunden.

Darum geht es. - Und jetzt töten sie sich deshalb.

Sieht so aus!

Ach! Dupin!

Ich habe Ihr Buch gelesen. Großartig!

Aha! Ja. Und?

Sie taxieren alleine das Kreuz von Ys auf fast 20 Millionen Euro.

So was ist aber sehr schwer zu schätzen. - Wie verkauft man so einen Gegenstand?

Gar nicht! So was gehört ins Museum. - Auf Auktionen?

(Lacht) Kunstschätze müssen zertifiziert sein.

Sonst kommen sie nie bei Auktionen in den Verkauf.

Gestohlene Kunstwerke werden oft verkauft. - Ja.

Da ist immer ein großes Risiko dabei. Und ich habe damit keine Erfahrung.

Als gefragter Experte stehen Sie sicher in Kontakt

mit den größten Auktionshäusern der Welt?

Ja. Ich berate, ich vermittle manchmal Sammler.

Und ich bringe die Leute zusammen. - Auch Charles Morin?

Ja, natürlich. Der sponsert immerhin meine Forschung.

Ich denke, Sie haben das Kreuz von Ys gefunden.

Laetitia und Celine sind dahintergekommen.

Monsieur Dupin! Sollte ich jemals dieses Kreuz finden,

werde ich es der Welt nicht vorenthalten. Glauben Sie mir!

Und?

Ah!... Schade!

(Ein Telefon klingelt) Ja, Riwal?

Hören Sie! Madame Gochat, Laetitias Mutter...

Was ist mit ihr? - Sie kam vorhin ins Krankenhaus.

Mit aufgeschnittenen Pulsadern. - Was?

Ich bin mir sicher, Sie und Lapointe haben es tatsächlich gefunden.

Der Professor hat einen Käufer in Großbritannien,

auf dem illegalen Kunstmarkt.

Ausgerechnet während der Überfahrt,

bei der das Kreuz nach England verschifft wird, taucht der Zoll auf.

Ihre Mitarbeiter tun, was Sie in solchen Fällen befohlen haben.

Sie versenken die "Marie Claire" mit ihrer wertvollen Fracht.

Jetzt kommen Ihre Tochter und deren Freundin ins Spiel.

Sie tauchen und finden das Kreuz.

Vielleicht erpressten die beiden Sie damit.

Damit Sie die Umweltauflagen endlich einhalten.

Vielleicht gaben Sie den Mord in Auftrag.

Weil Sie nicht wussten, dass es sich um Ihre Tochter handelt.

Durchaus interessante Fakten, die Sie zusammengetragen haben.

Wissen Sie, was die stärkste Kraft und der größte Halt im Leben sind?

Die Liebe zu den eigenen Kindern.

Ich habe lange gebraucht, um das zu verstehen.

Ich wusste nicht, dass Laetitia das Kreuz hat.

Ich hätte es ihr sofort überlassen. Ich habe leider erst davon erfahren,

als Professor Lapointe die Bilder davon gesehen hat.

Um zu erfahren, was es wert ist.

Ich habe nur einen Wunsch, Monsieur Dupin.

Den Mörder meiner Tochter zur Strecke zu bringen.

Das überlassen Sie lieber mir.

Ich habe es Laetitias Mutter versprochen.

Die liegt im Krankenhaus.

Hat sich die Pulsadern aufgeschnitten.

Die Pulsadern?

Da liegen 20 Millionen Euro!

Jumeau traf sie, als sie das Kreuz verstecken wollten.

Der Professor suchte es bei Celine. - Genau!

So! Und jetzt? - Überraschte der Mörder Laetitia,

als sie ein Foto vom Kreuz machte, um es an ihre Freundin zu senden?

Für Professor Lapointe. - Genau!

Erpresste der Täter sie? Es kommt zum Streit. Er tötet sie.

Darum muss er auch Celine töten.

Den Mord kann er ihrem eifersüchtigen Exfreund in die Schuhe schieben.

Er will das Kreuz verkaufen. Das geht nur über einen.

(Jemand klopft)

(Jemand klopft wieder)

Zurück zur Cholerabucht!

Der Mörder kann die Leiche nicht im Meer entsorgen.

Weil die Flut sie sofort wieder an den Strand...

Wenn die Flut um diese Uhrzeit reinkommt, schafft man es fast nicht mehr raus.

Leblanc!

Pierre Leblanc!

Kadeg!

Ich gebe Ihnen drei Millionen.

Drei Millionen Euro. Für den Kontakt zum Käufer.

Sie machen sich nicht die Hände schmutzig.

Morin kann Ihnen nichts vorwerfen. Den Kontakt habe ich von irgendwem.

Jedenfalls nicht von Ihnen.

Ich verschwinde für immer von der Bildfläche.

Ertrinke im Atlantik und das war es.

Ohne mich werden Sie das Ding nie los. Das weiß sogar Morin.

Ich weiß nicht, was es da lange zu überlegen gibt. Drei Million Euro.

Für einen Kontakt.

Hm?

Zuerst möchte ich sehen, ob Sie es wirklich haben.

Was?

Na los! Fahren wir!

Wo ist Monsieur Leblanc? - Er fuhr gerade mit dem Boot los.

Mist! - Wie ist die AIS-Kennung?

Philippe! - Wir brauchen eins Ihrer Boote.

Es ist beschlagnahmt. - Ja.

Hier! Sie fahren westwärts. - Zur Ile de Sein.

Das war so was von klar!

(Telefonton)

"Leblanc hat das Kreuz. Cholerabucht, Professor Lapointe"

Da vorne? - Ja.

Da geht es rein.

Moment! Taschenlampe!

Vorsicht! Da vorne wird es sehr glitschig. - Scheiße!

Wie weit ist das denn noch?

Da!

Ja. Ich habe das erst einmal gesehen.

Also! Was ist jetzt?

Ich fürchte, ich muss Sie enttäuschen.

Das Kreuz gehört meinem Sponsor, Monsieur Morin.

Ich halte es für das Beste, wenn Sie sich mal mit ihm zusammensetzen.

Ah! - Du verarschst mich nicht!

Du verarschst mich nicht! Du nicht!

Ich mache dich fertig, du Schwein!

(Jemand schießt)

Hände hoch und auf die Knie!

Auf die Knie! Los! Runter!

So ein Scheiß! Kadeg! Mach Licht!

Ganz ruhig! Ich helfe Ihnen.

Scheiße!

"Danke! Bin auf dem Weg. Halten Sie ihn auf! Morin"

(Lautes Geräusch)

Wir wollten zum Le-Clerc-Fischgrund.

Mein Kapitän stand am Ruder, als das Sportboot auf uns zugeschossen kam.

Wir hatten überhaupt keine Chance ausweichen.

Seit wann wussten Sie, dass Leblanc Ihre Tochter und Celine Kerkrom ermordet hat?

Ich wusste es nicht.

Sie haben Leblanc nicht getötet, um wieder an das Kreuz zu kommen.

Sondern weil er die Aussöhnung zwischen Ihnen und Ihrer Tochter verhindert hat.

Ich habe niemanden umgebracht.

Es war ein bedauerlicher Unfall. Oder Selbstmord.

Sie hatten endlich eine Verbindung zu Ihrer Tochter. Nach all den Jahren!

Dafür hätten Sie gerne auf das Kreuz verzichtet.

Es Laetitia vielleicht sogar geschenkt. Dann kam Leblanc.

Auch wenn ich es nicht sehen konnte: Ich weiß, dass Sie es getan haben.

Hm.

Sie können gehen. Aber Sie werden nicht damit davonkommen.

Wenn Sie noch weitere Fragen haben, kontaktieren Sie bitte meine Anwälte!

Auf Wiedersehen!

Den Mord werden wir ihm wohl nicht nachweisen können.

Wie geht es dem Professor? - Sie haben ihm den Hals zugenäht.

Der kann demnächst wieder seine Sprüche klopfen.

Was ist jetzt mit dem Kreuz? - Das bleibt eine Legende.

Niemand hat es gesehen.

Können Sie sich vorstellen, was los wäre, wenn tatsächlich

das Kreuz von Ys gefunden würde?

Gerüchte, dass es sich bei dem Tatmotiv um den angeblichen Fund

des legendären Kreuzes der versunkenen Keltenstadt Ys handelt,

können wir ausdrücklich nicht bestätigen.

Das legendäre Kreuz von Ys wird wohl immer Legende bleiben müssen.

Es darf als herausragende Leistung meiner Mitarbeiter genannt werden,

dass der grauenvolle Mord an zwei jungen Frauen aufgeklärt ist.

Daher gebührt meinen Leuten ein besonderer Dank.

Beamte, die sich jeden Tag aufopfern, damit unsere schöne Region

auch weiterhin lebenswert und vor allem sicher bleibt.

(Er macht den Fernseher aus)

Du sagtest: Das Kreuz wurde gefunden. - Ja.

Aber das darf keiner wissen.

Es verschwand in einem geheimen Staatsarchiv.

Ich musste unterschreiben, dass ich für immer schweige. - Ups!

So! Und jetzt lade ich dich ins "Amiral" ein.

Zur Feier des Tages gibt es Steak, Fritten, die fantastische "Amiral"-Soße.

Du kannst so viele Muscheln essen, wie du willst.

Und nach dem Essen mache ich das weg.

Hast du Angst davor, dass wir zusammenziehen?

Ich meine, so richtig.

Es ist schon eine Entscheidung.

Ich habe es mir überlegt. Ich finde es gut.

Okay!

Gute Nacht, Claire! - Gute Nacht!

(Ein Telefon klingelt)

Ja?

Charles? Ich bin es.

Gaetane!

Ich wollte dich auch schon anrufen.

Können wir uns sehen? Also jetzt noch!

Gaetane!

Was soll das?

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