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Kommt gar nicht in Frage. Ich will jetzt nach Hause und zwar allein.
Aber du spinnst wohl.
Ich schlag mir für dich die halbe Nacht um die Ohren, spendier dir teure Drinks
und jetzt machst du Zicken?
Du spinnst wohl, was?
Sie sollen mich jetzt gehen lassen.
Wer ist die Frau?
Ah, Melanie.
Schaut gar nicht so aus wie so eine. Neu sich ja früher mal was Besseres. Und
hin und wieder, wenn sie eine der Krone hat, packt sie der Katzenjammer.
So wie jetzt?
Steh endlich auf, du billiges Flitschen. Ich will dich jetzt schicken. Lass mich
los, du widerlicher... Komm, oder ich scheue dir eine.
Da muss ich wohl einschreiten. Halten Sie sich da lieber raus. Nein, auch eine
Nutte ist eine Frau und kein Stück Vieh.
Hast du jetzt kapiert, wo es langläuft?
Nun reicht es aber, Freundchen.
Was geht denn das dich? Lass das lieber, sonst liegst du gleich auf dem Boden.
Wie viel hat der Herr für die Dame bezahlt?
Eine Flasche Sekt, ein Whisky -Cola.
85 Mark.
Hier, Ihre Auslagen. Jetzt verschwinden Sie. Liebe mit Gewalt zu erzwingen, ist
einfach mies. Egal, ob man dafür bezahlt hat oder nicht. Sie hören das Wort zum
Sonntag, Angeber.
Wenn Sie glauben, dass ich nur noch das Dank mit Ihnen mitgehe, haben Sie sich
geschnitten.
Ich behörte nicht in Stimmung dazu. Das haben Sie doch gehört.
Was Sie unter dazu verstehen, zu sowas brauche ich keine Frau zu überreden.
genügend. Ich tue uns freiwillig.
Grüß Sie, Kula.
Aber einen Kaffee trinken.
Und Kaffee?
Wäre doch ganz nett, oder?
Die Rechnung bitte, ja? Gerne.
Kann man diesem Unschuldsgesicht trauen?
Ich denke schon.
143 Mark.
Stimmt so.
Dankeschön.
Na okay, Boy, dann komm um.
Bald kann ich aber nicht gehen.
Ich habe den Wagen draußen.
Mann, bin ich kaputt.
So, pass mal auf.
Jetzt halten wir dich erst mal unter die kalte Dusche.
Ich mag keine lallenden Gesprächsmacherinnen.
Du willst mich bloß nackt sehen.
Ja, ja, ich kann es kaum erwarten. Komm.
So, bleib mal einen Moment da sitzen.
Ah, jetzt sieht er sich aus. Das kenne ich schon.
Eigentlich fängt es im Badezimmer an.
Dass du alles kennst, glaube ich dir gern, aber kannst du nicht mal an was
anderes denken als ans Bumsen?
Wenn du Wasser lassen musst, klapp vorher den Deckel hoch.
Komm, das wird dir gut tun.
Ja, Wasser wirkt Wunder.
So, und nun halt mal deine Vorderseite.
Achtung, werden Sie Ihrem Vorsitzenden nicht untreu.
Haben Sie verstanden? Gib dich keinen falschen Hoffnungen hin.
So, hier, trockne dich ab.
Und dann zieh hier den Bademantel über, okay?
Ach,
das hat gut getan.
Ich fühle mich wohl bei dir.
Wohnst du hier allein?
Grundsätzlich ja. Hin und wieder ein Mädchen.
Bisschen Musik?
Oh ja, bitte.
Schon mal verheiratet gewesen?
Nein, noch nicht die richtige gefunden.
Ich war es.
Schon mit 17.
Und damit fing meine Misere an.
Ich meine nicht mit der Hochzeit, sondern damit, dass mein Mann ein Jahr
mit dem Motorrad verunglückte und tot war.
Erzähl mir von dir, wenn du magst.
Wenn du meine Geschichte hörst, willst du lachen. Vielleicht fällt es dir
leichter bei einem Whisky.
Also gut, mein Mann war Bandleader und meine Eltern...
Höhere Beamtenfamilie hatten mich rausgeschmissen wegen dieser Ehe.
Mein Mann hinterließ mir eine Menge Schulden, denn wir hatten uns gerade
Wohnung eingerichtet. Alles auf Raten.
Ich stand da wie vom Schlag gerührt.
Verstehe. Prost.
Prost.
Nichts gelernt, keine abgeschlossene Ausbildung.
Mit einem normalen Job hätte ich es nie geschafft.
Lydia, die Sängerin von der Band, brachte mich auf den einzig möglichen
mich zu verkaufen.
Sie besserte auf diese Weise gelegentlich auch ihre Finanzen auf. Das
Melanie. Guten Abend.
Guten Abend.
Geht ein bisschen vorsichtig mit ihr um. Sie macht bei sowas zum ersten Mal mit.
Ich werde mich um sie kümmern. Ich bin Spezialist für Anfänger.
Jetzt ziehen wir es mal aus, das kleine Vögelchen. Das kann ich schon selber.
Und als zweites ein Schlückchen Alkohol.
Und wir zeigen meiner Freundin, wo es lang geht.
Dann mal Prost.
Prost. Zum Wohl.
Kindchen, du bist ja toll gebaut.
Komm, setz dich auf meinen Schoß.
Wir tun erst mal gar nichts. Gucken nur zu, was die Lydia uns zu bieten hat.
Ganz schön aufregend, wenn einem einer abgeht, hm?
Bis hierher.
So, Lydia, jetzt wollen wir mal wechseln. Oder warte mal, mir scheint,
hat deine Freundin schon mächtig angeheizt.
Er hatte recht.
Ich war inzwischen geil geworden.
Es machte mir nichts mehr aus, dass mich ein Mann vögelte, den ich vor einer
halben Stunde noch nicht gekannt hatte.
Na, Klaus, lässt du mich auch mal das Fräulein unschuld stoßen? Klar, die ist
schon ganz fickrig nach deinem Riemen.
Nur wenn sie jedes Mal dabei so geil wird, dann ist sie bald im Eimer.
Oh! Oh!
Nun aber Platz, Freundchen. Ich mache jetzt die Oberspritze.
So, gleich spritze ich auch.
Noch nicht. Ich will auch kommen.
Dazu ist es zu spät.
Noch
ein
paar Sekunden und ich hätte auch gespritzt.
Dann holst du dir eben selbst einen runter. Und wir schauen zu.
Dreh dich auf den Rücken.
So, nun wickst dich.
Den
Handfeger, den
schieben wir dir in den Arsch. Das macht dich noch geiler, einverstanden?
Oh ja, steck ihn rein.
So fing es an.
Und wie ging es dann weiter?
Bei nüchternem Nachdenken fand ich, dass die 400 Mark eigentlich leicht verdient
waren.
Ich machte in der nächsten Zeit öfter bei Lydia mit, bis ich Carmen
kennenlernte.
Sie bot mir an, zu ihr zu ziehen, weil ihre Mitbewohnerin geheiratet hatte.
Sie wollte mich mit Männern bekannt machen, die noch besser zahlen.
Ich hoffe, du hältst was aus. Ich habe nämlich eine Menge Kundschaft.
Wenn ich mich für was entschließe, dann steige ich auch voll ein.
Oh, da sind zwei Stammkunden.
Zieh dich rasch aus. Ich muss dich ihnen vorstellen.
Meinst du, mit der haben wir einen guten Griff getan?
Jedenfalls ist sie sehr sexy. Du wirst zufrieden sein.
Ich probiere sie gleich aus.
Melanie, bist du soweit?
Da bin ich, meine Herren. Nicht schlecht.
Carmen, mein Kompliment.
Haben die Herren jetzt Lust?
Ja, gern.
Okay.
Wir gehen nach nebenan.
Mein Zimmer ist aber noch nicht ganz aufgeräumt. Hauptsache, das Bett ist
Wie wollen wir es machen?
Von jedem etwas.
Quer durch den Gemüsegarten.
Und wie steht es mit den Kohlen? Verschiedene Stellungen. Das kommt
auf 300.
Ich zahle immer erst nachher.
Lutschen erst mal hoch.
Sag mal, Melanie weiß wohl gar nicht, dass du für Philipp arbeitest.
Das soll sie erst nachher erfahren.
Philipp will die neue erst testen und gibt sich dafür als Kunde aus.
Schön clever, der Junge.
Verreitest du ein bisschen auf mir, hm?
Hauke dich jetzt hin.
Oh, oh,
oh.
Du warst großartig, Mädchen.
Ich freue mich, dass du in Zukunft hier arbeiten wirst. Und ich würde mich
freuen, wenn du endlich die Scheine locker machst.
Du wirst gleich sehr überrascht sein.
Ich bin gar kein Kunde, sondern der Eigentümer dieser Wohnung.
Soll ich vielleicht so die Miete abvögeln?
Viel mehr noch.
Du wirst in Zukunft für mich arbeiten.
Halbe, halbe, genau wie Carmen.
Du hast Talent und Temperament.
Wir werden damit viel Geld machen.
Und du hast einen Hammer, wenn du glaubst, ich gebe dir was davon ab.
Das ist ja eine schöne Sauerei.
Geh ich doch glatt einem Luden auf den Leim. Nimm dich zusammen, sonst klebe
dir eine.
Die Carmen, dieses scheinerlige Biest, hat das alles gewusst.
Carmen?
Carmen!
Carmen! Ja?
Carmen, hörst du schwer?
Ja,
spinnst
du hier rein zu platzen?
Stimmt es, dass du für diesen sauberen Herrn arbeitest?
Ja, Melanie, was ist denn schon dabei?
Gut, dass ich meine Sachen noch nicht ganz ausgepackt habe.
Servus.
Scheiße!
Die dachten, sie würden mich kleinkriegen.
Ich kann mich kaum noch konzentrieren.
Komm, wir gehen rüber aufs Bett.
Und wie ging es dann weiter?
Es war klar, dass ich weg musste.
Erstmal in ein Hotel.
Denn meine Wohnung hatte ich aufgegeben.
Und von da an warst du in der Bar, ja? Ja.
Ich wohne an derselben Nacht in diesen Schuppen, dessen Bus mich vorher hatte
einstellen wollen.
Und es dauerte nicht lange, da wurde mich schon der erste Gast in Separee.
Das ist drei Jahre her.
Und seitdem hat sich nicht viel geändert.
Aber jetzt habe ich keine Lust mehr, weiterzuerzählen.
Willkommen in...
Ja, ja, ja.
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