Afrikaans
Akan
Albanian
Amharic
Arabic
Armenian
Azerbaijani
Basque
Belarusian
Bemba
Bengali
Bihari
Bosnian
Breton
Bulgarian
Cambodian
Catalan
Cebuano
Cherokee
Chichewa
Chinese (Simplified)
Chinese (Traditional)
Corsican
Croatian
Czech
Danish
Dutch
Esperanto
Estonian
Ewe
Faroese
Filipino
Finnish
French
Frisian
Ga
Galician
Georgian
German
Greek
Guarani
Gujarati
Haitian Creole
Hausa
Hawaiian
Hebrew
Hindi
Hmong
Hungarian
Icelandic
Igbo
Indonesian
Interlingua
Irish
Italian
Japanese
Javanese
Kannada
Kazakh
Kinyarwanda
Kirundi
Kongo
Korean
Krio (Sierra Leone)
Kurdish
Kurdish (Soranî)
Kyrgyz
Laothian
Latin
Latvian
Lingala
Lithuanian
Lozi
Luganda
Luo
Luxembourgish
Macedonian
Malagasy
Malay
Malayalam
Maltese
Maori
Marathi
Mauritian Creole
Moldavian
Mongolian
Myanmar (Burmese)
Montenegrin
Nepali
Nigerian Pidgin
Northern Sotho
Norwegian
Norwegian (Nynorsk)
Occitan
Oriya
Oromo
Pashto
Persian
Polish
Portuguese (Brazil)
Portuguese (Portugal)
Punjabi
Quechua
Romanian
Romansh
Runyakitara
Russian
Samoan
Scots Gaelic
Serbian
Serbo-Croatian
Sesotho
Setswana
Seychellois Creole
Shona
Sindhi
Sinhalese
Slovak
Slovenian
Somali
Spanish
Spanish (Latin American)
Sundanese
Swahili
Swedish
Tajik
Tamil
Tatar
Telugu
Thai
Tigrinya
Tonga
Tshiluba
Tumbuka
Turkish
Turkmen
Twi
Uighur
Ukrainian
Urdu
Uzbek
Vietnamese
Welsh
Wolof
Xhosa
Yiddish
Yoruba
Zulu
* Spannende Intromusik *
Maryam Azadi Hamza Kulina
* Poltern *
Sandra Schatz
* Elektronisches Surren *
* Feuermelder *
* Telefon *
(Frau �ber Telefon) "Feuerwehr Frankfurt."
"Wie kann ich helfen?" - (Frau) "Rauch im Treppenhaus!"
* Telefon *
"Feuerwehr Frankfurt, wie kann ich helfen?"
(Mann) "Hier kommt zu viel Rauch!"
"K�nnen Sie das wiederholen? Ich habe Sie nicht verstanden."
(Mann) "Es brennt hier �berall im Hochhaus! Wir kommen nicht raus!"
"S�mtliche Einheiten f�r einen F4 zum Goliath-Hochhaus
in der Ringerstra�e 13."
"Ich wiederhole,
F4 am Goliath-Haus, Ringerstra�e 13."
* Telefon *
* Martinshorn *
Nennen Sie bitte Ihren Namen, Ihre Position und wen Sie vertreten.
Gern. Mein Name ist Steffen B�ttcher,
ich bin Gesch�ftsf�hrer und Inhaber der Firma Styvex,
ein Unternehmen f�r Baustoffe.
Was sagen Sie zu dem Vorwurf,
dass das von Ihrer Firma hergestellte Polystyrol beim Brand
des Goliath-Hochhauses im Jahr 2021 brandbeschleunigend gewirkt hat?
S�mtliche unserer D�mmstoffe werden durch sehr aufwendige
und staatlich gepr�fte Testverfahren zertifiziert.
Nach erfolgter Freigabe sind diese f�r energetisches D�mmen
von Geb�uden bis zu 22 Metern geeignet.
Das Goliath-Hochhaus ist knapp 50 Meter hoch, richtig?
Ja, das ist korrekt.
War Ihnen bewusst,
dass der Bautr�ger Ihr Polystyrol bei der Geb�udesanierung
im Jahr 2019 verbaut hat?
Nein, das war uns zu keinem Zeitpunkt bewusst.
Danke, Herr B�ttcher.
Sehr geehrte Abgeordnete,
ich m�chte noch mal zum Ausdruck bringen,
dass die Firma Styvex jedes einzelne Opfer
dieser schrecklichen Brandkatastrophe zutiefst bedauert.
Unser Mitgef�hl ist auch f�nf Jahre nach diesem tragischen Ungl�ck
bei den Hinterbliebenen.
Jedoch sehen wir uns nicht in der Verantwortung,
die sachgem��e Verarbeitung der Produkte zu kontrollieren.
Die Firma Styvex weist daher s�mtliche Haftungs-
und Schadensersatzanspr�che zur�ck.
Das war einwandfrei, Herr B�ttcher.
Erst Anteilnahme und dann klare Kante.
H�tt ich nicht besser gekonnt.
Wie ist es drau�en? Ist es schlimm?
Einiges an Presse, um die k�mmer ich mich.
Und dann nat�rlich die �blichen Opferangeh�rigen.
Gibt's einen Hinterausgang? - Leider nein.
Aber Ihre Frau parkt direkt gegen�ber.
Kommen Sie schnell weg.
Oh, da ist er.
Herr B�ttcher, Herr B�ttcher, bitte. - Eine Frage.
Darf ich etwas fragen? - Vertreiben Sie weiter Polystyrol?
Meine Damen und Herren, bitte verstehen Sie, dass Herr B�ttcher
heute in dieser Situation keine Fragen beantworten wird,
solange der Untersuchungsausschuss tagt.
Sobald ein Ergebnis vorliegt,
werden wir Ihnen nat�rlich Gelegenheit geben,
dass wir Ihnen Rede und Antwort stehen.
Wie k�nnen Sie nachts schlafen?
Antworten Sie mir!
Es sind 13 Menschen gestorben, darunter drei Kinder!
Wie k�nnen Sie schlafen? - Wer ist das?
Sie wussten genau, dass der Bautr�ger Ihr Polystyrol verbaut.
Der Bautr�ger wurde juristisch belangt
und jetzt ist verdammt noch mal gut!
Sch�mt euch! Sch�mt euch! - Komm rein.
Fahr los, Schatz. Bitte, fahr los.
* "Sch�mt euch!"-Rufe *
Immer die gleiche Schei�e. Das ist Unsinn!
Das wird nie aufh�ren,
selbst wenn der Untersuchungsausschuss best�tigt,
dass da alles sauber war.
Und jetzt fahr doch bitte los!
Es wird alles gut.
Mach dir keine Sorgen, Liebling. Alles wird gut. Ja?
* Hupen *
* "Sch�mt euch!"-Rufe *
Bitte fahr los, Schatz. - Ich fahr jetzt einfach.
(Frau) Seit f�nf Jahren besch�ftigt sich ein Untersuchungsausschuss
mit dem verheerenden Brand im Goliath-Haus,
bei dem 13 Menschen starben.
Ganz Frankfurt blickt hier gebannt auf die letzte Verhandlungswoche.
Heute im Fokus: der Gesch�ftsf�hrer
des Frankfurter Baustoffh�ndlers Styvex.
Die zentrale Frage: Tr�gt auch er
als Baustoffhersteller des D�mmmaterials
eine Mitschuld an der Trag�die?
Diese Woche geben alle Beteiligten ihre finalen Statements ab
und am Freitag um zw�lf Uhr wird der Abschlussbericht erwartet.
Wir halten Sie hier auf dem Laufenden.
(Redner) ...wieder hier stehen!
Vielen Dank!
Sch�n, dass ihr da seid.
Hey, danke.
* R�ckkopplung *
Mein Name ist Almila Adak.
Heute vor f�nf Jahren, um genau 3.24 Uhr,
rief mich meine Mutter zum letzten Mal an.
Ich habe es nicht bemerkt, weil ich geschlafen habe.
Als ich am Morgen meine Mailbox abgeh�rt habe, erfuhr ich,
warum sie mich mitten in der Nacht sprechen wollte.
Sie wollte sich von mir verabschieden.
Sie wollte mir noch einmal sagen,
wie sehr sie mich liebt und wie stolz sie auf mich ist.
Sie sagte, dass wir uns eines Tages wiedersehen werden,
aber dass das noch Zeit habe.
Als ich am Morgen die Nachrichten eingeschaltet habe,
konnte ich sehen, wie das Hochhaus,
in dem auch ich meine Kindheit verbracht habe, immer noch brannte!
Wir alle, die wir unsere Liebsten verloren haben,
sind fest entschlossen, nicht aufzugeben,
bis alle Schuldigen dieser sinnlosen Trag�die
zur Rechenschaft gezogen wurden!
(Mann) Ja, genau so!
* Applaus *
* D�stere Kl�nge *
* Er redet bosnisch. *
Hey. Hey.
(Almila) Danke, dass du gekommen bist.
Klar, ich hab... Meine Mutter hat gekocht.
Ich geh sie noch besuchen.
Wohnt sie immer noch hier im Viertel? Ja, ja, ja, immer noch hier, ja.
Wie geht's ihr? Gut, besser.
(leise) Gut, das ist gut.
Sie freut sich, dich wiederzusehen, wenn du Zeit und Lust hast.
Ja? Ja.
Ja, ich... warte kurz.
Hey, ich hau doch schon ab.
Tsch�ss.
* Melancholische Musik *
* Er hustet. *
* Sie reden bosnisch. *
Mhm.
Mhm.
Das �bersetz ich jetzt nicht.
* Mutter redet bosnisch. *
Manchmal so.
Er hat bei der Sanierung gespart, wo es ging,
und uns das Billig-Polystyrol von Styvex an die W�nde geklatscht.
Was ist das �berhaupt?
Das ist nichts anderes als aufgesch�umtes Styropor.
Das wird bei der Geb�uded�mmung benutzt.
Aber der Goliath-Brand ist nicht der einzige,
der durch Polystyrol eskaliert ist.
Schau mal.
Hier.
Was ist das �berhaupt?
Das sind Mitschriften vom Strafprozess,
der damals gegen den Bautr�ger stattgefunden hat.
Hast du das alles geschrieben? Ja.
Ich war bei jedem Verhandlungstag im Gericht und hab mitgeschnitten
und hab zu Hause die Abschriften davon gemacht.
Hamza... Was denn?
Da sind so viele offene Fragen,
auf die im Prozess niemand eingegangen ist.
Ich glaube, ich bin nicht der Richtige.
Das glaube ich nicht. Ich bin Polizist.
Geh zu einem Anwalt, zum Experten f�r Brandschutz.
Wir haben keine Zeit mehr.
Der Untersuchungsausschuss endet am Freitag.
Okay.
Ich wei� nicht, ob ich dir helfen kann.
Und ich will dir hier keine falschen Hoffnungen machen.
Ja?
Ich will nur Gerechtigkeit.
F�r meine Mutter.
Ja.
Tsch�ss. Tsch�ss.
Hamza.
* Die T�r wird geschlossen. *
Ja. Ja.
* Beklemmende Musik *
* Piepen *
* T�r f�llt ins Schloss. *
* Beklemmende Kl�nge *
* Er seufzt. *
* Martinshorn *
* Emotionale Musik *
(Frau) Der heutige zweite Prozesstag wird vermutlich hochemotional.
Angeh�rige der Opfer
werden ihre Erinnerungen an die Nacht des Brandes schildern
und von ihrem jahrelangen Warten auf Aufkl�rung berichten.
In den vergangenen Jahren haben wir immer deutlich gemacht:
�ber lange Zeit wurde niemand zur Verantwortung gezogen.
Sie wollen endlich wissen, wer Schuld tr�gt,
um dann endlich mit den dramatischen Geschehnissen abschlie�en zu k�nnen.
* Leise, spannende Musik *
Hamza?
Ouh...
Oh, sorry.
Guten Morgen.
Ach...
Guten Morgen.
Alles in Ordnung?
Ja, ja, alles gut.
Okay... * Hamza st�hnt leise. *
Was ist denn das hier? Was machst du?
�hm... Das ist von meiner Ex-Freundin.
Sie ist eine Hinterbliebene vom Hochhausbrand im Goliath.
Da l�uft doch grade ein Untersuchungsausschuss. Ja...
Ja, schrecklich.
Ich erinner mich an diesen bei�enden Geruch.
Der war �berall in der Stadt. - Ja, das, �hm...
Das ist von diesen D�mmplatten gewesen.
Polystyrol.
Das ist so was wie aufgesch�umtes Plastik.
Und jetzt will sie, dass ich ihr helfe.
Und das innerhalb von drei Tagen, so...
Und sie sagt, es gibt noch... �h...
...Ungereimtheiten? Ja, genau.
Und sie vermutet, da wird was vertuscht,
aber sie kann es nicht beweisen? Ja, genau.
Und du bist ihre letzte Hoffnung? Ja.
Das hast du gut analysiert, ja.
Na, das war jetzt nicht so schwer.
Und?
Was, "und"? Hast du schon was gefunden?
�h... Das dreht sich da alles
um diese Gutachten und Analysen von den Baustoffen.
Ich h�tt in Chemie besser aufpassen m�ssen,
ich kapier kein Wort. Kaffee willst du nicht, ne?
* Spannende Kl�nge *
Liebling? - Hm?
Hast du meinen Autoschl�ssel gesehen?
Nein.
* Sie seufzt genervt. *
Mann, wo ist der denn?
Ich bin doch jetzt schon total zu sp�t.
Wof�r?
Ich hab gleich meine Gesichtsbehandlung
und dann muss ich zu den Pferden. - Nimm meinen Wagen.
Warum? F�hrst du heute nicht ins B�ro?
Ich arbeite von zu Hause.
Lass die doch schreiben, Schatz.
Okay.
Du musst jetzt stark sein.
H�rst du?
Ich liebe dich. Ja?
Ja.
Und das ist das Allerwichtigste.
* Angespannte Musik *
Okay.
Dann nehm ich deinen Wagen.
Ich liebe dich.
Um die neuen Klimaziele zu erreichen,
hat der Bautr�ger damals g�nstig D�mmmaterial gekauft -
bei der Firma Styvex.
Dieses D�mmmaterial brannte �berraschend schnell ab,
obwohl es staatlich gepr�ft wurde,
und hat dadurch zur Katastrophe gef�hrt.
So, und jetzt ist mir was aufgefallen.
Im Untersuchungsausschuss
sa� eine Laborantin der Materialpr�fstelle als Zeugin:
Andrea Hofer.
Aber das Material, das sie im Goliath-Hochhaus verbaut haben,
das wurde unter der Leitung von ihrem Kollegen getestet:
Rainer Beetz.
So, und da hab ich mich gefragt:
Warum hat der Rainer Beetz nicht selber ausgesagt?
"Gestorben am 16.11.21 durch Suizid.
46 Jahre.
Ledig, Materialpr�fer.
Todesursache: Kohlenmonoxidvergiftung.
Es wurden Benzodiazepin und Alkohol im Blut nachgewiesen."
Halbes Jahr nach dem Brand hat er sich suizidiert.
Kann ja sein, dass er ein schlechtes Gewissen hatte.
Schwere depressive St�rung, verzweifelt,
er hatte keine Familie und hinterlie� keinen Abschiedsbrief.
Das war's? Mhm.
Das ist aber nicht viel. Wer war denn da dran?
Christian M�ller. (genervt) Ach...
(Christian) Was wollt ihr von mir?
Dich fragen, wie du darauf kamst,
dass Rainer Beetz verzweifelt und schwer depressiv war.
Meinst du, er hat sich Abgas ins Auto gelenkt,
weil ihm die Sonne so aus dem Arsch schien, hm?
Du schreibst, er hatte keine Familie?
Ja. Ist so.
Hast du Freunde gefragt? Oder Arbeitskollegen?
Warum? Um dir ein Bild zu machen?
Ihr wisst, wie viel hier in der Mordkommission
t�glich auf dem Schreibtisch landet, oder?
(sarkastisch) Ja.
Man kommt kaum zum Essen.
Liebe Kollegen, wenn wir euch irgendwie behilflich sein k�nnen,
wisst ihr, wo ihr uns findet.
Ansonsten k�mmert sich jeder um seine Angelegenheiten.
Okay.
Ist nicht b�se gemeint. Ja, ja.
* Nachdenkliche Musik *
Was ist los?
Damit die Regierung ihre Klimaziele erreichen kann,
klatschen sie den Leuten in den Sozialwohnungen Erd�l an die W�nde
und verkaufen das dann als klimaneutrale Sanierung.
Das... das find ich einfach krass.
Erz�hl mir mal von ihr.
Von wem? Von deiner Ex-Freundin.
Almila?
Du sagtest, sie ist eine Hinterbliebene.
Almila war meine erste richtige Freundin.
Wir... sind zusammen in einem Viertel aufgewachsen.
Und wen hat sie verloren? Ihre Mama.
Habt ihr euch gut verstanden? Ja.
Nette Frau. Sehr nette Frau.
Ich war fr�her so voll oft bei denen.
Sie hatte nur Almila und hat sich komplett f�r sie aufgeopfert.
Andrea?
Ganz kurz. Die beiden sind von der Kriminalpolizei.
Azadi, mein Kollege Kulina. Hallo.
Sie wollen zuschauen. Ist okay? - Ja, klar.
Danke. * Summer *
Geht's wieder ums Testverfahren?
Ich hab ja im Prozess eigentlich alles schon gesagt.
Darum - und wir w�rden gerne in Ruhe mit Ihnen �ber Herrn Beetz sprechen.
Okay.
St�ren wir?
Nein. Alles gut. Wie funktionieren diese Tests?
Na ja, also in diesem hier geht's im Grunde darum,
wie konstant sich das Brennmaterial vom Feuer entfernt.
Polystyrol schmilzt - das muss m�glichst lange dauern,
damit die Feuerwehr reagieren kann.
Und wenn's schneller geht?
Na, die gro�e Gefahr ist, dass sich das abgeschmolzene Material
zwischen den Putzschichten zu einer Pf�tze sammelt.
Wenn sich das entz�ndet, dann wirkt es wie ein Brandbeschleuniger.
Okay. Das bedeutet, je schneller das Material schmilzt,
desto gef�hrlicher ist es?
Genau.
Deswegen muss das Material mit Flammenschutzmittel versetzt werden
und in ein darauf abgestimmtes Verbundsystem angebracht werden.
Dann bekommt es die Zertifizierung B1, "schwer entflammbar",
und darf f�r den Verbau verwendet werden.
Bis 22 Meter, oder?
Ja, das... stimmt.
Warum?
So hoch kommt die Feuerwehr mit ihren L�sch- und Rettungsk�rben. Ah.
Und das, was Sie hier tun, hat Herr Beetz vor seinem Tod gemacht.
Hier, in der Pr�fstelle. Richtig? Ja.
Und die Platten, die getestet werden, wurden beim Goliath verbaut?
Genau. Wann war das?
Das war ab 2017.
Aber da war ich noch Assistentin.
Ich kann mir aber nicht vorstellen,
dass Herr Beetz da was falsch zertifiziert hat...
Das hab ich �berhaupt nicht gefragt.
Warum?
Was?
Warum glauben Sie nicht, dass Herr Beetz was falsch zertifiziert hat?
* Summer *
Ich kann mir nicht vorstellen, wie das gehen soll.
Das sind gro�e Tests. Die sind sehr aufwendig.
Mhm... Wer bezahlt denn das Ganze?
* Summer *
Der Hersteller kommt daf�r auf.
Ah, die Baustoffbranche kontrolliert sich also selbst?
Ja. Das hat der Gesetzgeber so geregelt.
Sie m�ssen wissen,
in den letzten zehn Jahren hat sich einiges verbessert.
Es m�ssen mehr Brandschutzriegel angebracht werden.
Es gibt noch gr��ere Tests.
Man hat aus den Fehlern gelernt.
Davon haben die Toten vom Goliath-Bau nichts.
Aber ist ja gut, dass Sie was gelernt haben.
Gab es Anzeichen darauf, dass sich Herr Beetz suizidieren wollte?
Wie meinen Sie das?
War er oft krankgeschrieben...
Nein. Mh-mh.
...in sich gekehrt, verschlossen, so was?
Nein, das kann man so nicht sagen.
Wie w�rden Sie es denn sagen? Wie haben Sie ihn denn empfunden?
Ein bisschen launisch, vielleicht.
Aber ich m�chte nicht schlecht �ber Tote reden.
Verstehen wir. Erz�hlen Sie weiter.
Sie haben "launisch" gesagt. Wie hat sich das ge�u�ert?
Wie hat sich das ge�u�ert...
Indem es immer stressig war mit ihm.
Man wusste nie, woran man ist.
Seine schlechte Laune hat er an uns Laboranten ausgelassen.
Da k�nnen Sie hier alle fragen.
Gut, dann war's das von unserer Seite.
Vielen, vielen Dank f�r Ihre Zeit.
* Verd�chtige Musik *
* Freiton *
Hallo. K�nnen wir uns treffen?
* Sirene *
Ja, was ist das denn?
So oft wie heute haben wir uns monatelang nicht gesehen.
Deine Vermerke, schwere Depression und Verzweiflung,
erschlie�en sich uns nicht.
* Leises Lachen *
Okay.
Danke sch�n.
Jetzt dreht sie v�llig durch. Ist das euer Ernst, ja?
Ich glaube, ja. Wir wollen einfach einen Blick in die Akte werfen.
Ist doch nichts dabei. Suchst du sie uns bitte raus?
M�ller, wir k�nnen sie auch offiziell anfragen.
Sie wollen die Arbeit Ihres Kollegen ernsthaft infrage stellen?
Auf welcher Grundlage?
Der Abschlussbericht liest sich f�r uns etwas oberfl�chlich.
Ich hab ihn auch gelesen.
Er ist knapp, aber nicht zu beanstanden.
Eine erste Zeugenbefragung hat ergeben,
dass ein durch Depression motivierter Suizid fragw�rdig ist.
Sie haben in der Sache bereits Ermittlungen aufgenommen?
Ja, das erschien uns beiden angemessen.
Geh�rt nicht zu Ihren Aufgaben. Es entwickelt sich gerade dahin.
Frau Azadi, Ihr Kollege M�ller ist ein ausgezeichneter Polizist.
Sie sollten genau �berlegen, wem Sie hier was unterstellen.
Es liegt mir fern, dem Kollegen etwas zu unterstellen.
Das will ich hoffen. Wir m�chten nur etwas �berpr�fen.
* Bedrohliche Musik *
* Klopfen *
Ja? Gude.
Viele Gr��e von Frau Schatz. "Besser, sie finden was."
Das waren ihre Worte, nicht meine.
(r�uspert sich) Okay.
Das Auto wurde morgens von einer Spazierg�ngerin
in einem Waldst�ck bei M�rfelden-Walldorf entdeckt.
Und Rainer Beetz war zu diesem Zeitpunkt bereits tot.
Er ist auf der Beifahrerseite.
Ja, das ist ungew�hnlich, aber nicht per se verd�chtig.
Aber das ist doch komisch. Diese Handschuhe.
Ja. Sie sind zu dick daf�r, dass er so 'ne d�nne Jacke tr�gt.
Wann war denn das? 16. November 2021.
Ja, November.
Das kann schon kalt sein, aber dann trag ich doch eine dickere Jacke.
Und wenn's warm ist, lass ich die Handschuhe weg.
Er hatte eine ziemlich hohe Benzodiazepin-Konzentration im Blut.
Laut Gutachten nicht die Todesursache, das waren die Abgase.
Hier, 16. November 2021, mittags, elf Grad.
Das ist jetzt nicht wirklich Handschuhwetter, aber...
...da ist ja auch jeder anders.
Es gab keine Spuren an der T�tungsvorrichtung.
Auch merkw�rdig -
wenn ich Selbstmord begehe,
achte ich doch nicht darauf, keine Spuren zu hinterlassen.
Nur im Auto wurde Fremd-DNA gefunden,
die aber nicht zugeordnet werden konnte.
Dann haben sie einfach die Ermittlungen eingestellt.
Wegen Suizid.
Da passt sehr viel nicht zusammen.
Ich glaub, das reicht, um neue Ermittlungen aufzunehmen.
Ja. Ich ruf Schatz an.
Frau Schatz, bei allem Respekt f�r die Kollegen:
Der Tatort wies, wie ich ihn am 16.11.2021 vorfand,
keinerlei Hinweise auf Fremdverschulden auf.
Ich habe trotzdem eine KTU machen lassen,
aber es gab weder Fingerabdr�cke noch Fremdspuren
auf der Abgaseinleitungsvorrichtung.
Die Wollhandschuhe fandest du nicht seltsam,
bei dem Wetter?
Nehmt die Verschw�rungsbrille ab.
Ihm ist kalt, er zieht Handschuhe an, wo ist da das Problem?
Nicht vergessen,
in Deutschland bringen sich j�hrlich �ber 10.000 Menschen um.
Allein 90 davon bei uns in Frankfurt.
Grob �berschlagen sind das was, alle vier Tage einer?
Im Winter auch mal drei am Tag.
Und ihr wollt, dass ich ermittle,
weil einer davon in Unterhose stirbt und einer mit Handschuhen?
Herr M�ller... Ist doch wahr.
Herr M�ller, lassen Sie uns sachlich bleiben.
Niemand will Ihnen Vorw�rfe machen.
Wir alle wissen, dass wir komplett unterbesetzt sind,
das ist nicht das Thema.
Es geht hier auch nicht vorrangig um Ermittlungsfehler Ihrerseits,
das kann uns allen mal passieren.
Aber wenn sich herausstellen sollte,
dass Herr Beetz fremdverschuldet zu Tode gekommen ist.
Und wenn dar�ber hinaus dieser Mord
im Zusammenhang mit seiner T�tigkeit als Materialpr�fer steht,
w�hrend gerade der Untersuchungsausschuss l�uft.
Dann sitzen wir hier alle,
entschuldigen Sie bitte die Wortwahl,
aber geh�rig in der Schei�e!
Das ist uns doch wohl allen klar, oder?
Ich erwarte, dass Sie Ihren Kollegen zuarbeiten.
Was ist mit unserm aktuellen Fall?
Mir scheint, Sie haben es noch nicht verstanden.
Das hier, das ist sehr aktuell!
Ich informiere die Staatsanwaltschaft.
(Steffen B�ttcher) Ja, warum, warum?
Frag doch nicht, warum, aber da wird wieder ermittelt!
Hm? Kripo Frankfurt, nehm ich an.
Ja.
Ja.
Das freut die im Bauministerium sicher auch nicht.
Was? Nein, nein, ruf den Heiko an, der soll sich was �berlegen,
wie wir �ber die letzten zwei Tage kommen.
Ja, ich verlass mich drauf.
* Telefon im Hintergrund *
Sprechen wir noch mal mit Andrea Hofer.
Wenn sich die Baustoffbranche am Ende selbst kontrolliert,
ist Korruption vorprogrammiert.
Und von Beetz br�uchte ich s�mtliche Kreditkartenabrechnungen
und Telekommunikation der letzten 48 Stunden vor seinem Tod.
Schon von Vorratsdatenspeicherung geh�rt?
Das ist 4,5 Jahre her, wie soll ich da rankommen?
Dann versuch's mit Mails.
Vielleicht bekam er Rechnungen mit Einzelverbindungen.
(M�ller) Boah, nee, die ganzen Passw�rter.
Dann �bergib's halt dem digitalen Forensiker.
* Nachricht wird gesendet. *
Was ist mit seinem Auto?
Was soll damit sein?
Na, wir sollten uns sein GPS angucken.
Bewegungsprofil w�r doch gut.
Bei dem Baujahr m�ssen wir wahrscheinlich physisch ran, Navi...
Wer wei�, wo die Karre mittlerweile steht.
* M�ller lacht trocken. *
Hamza? Hamza.
Lass uns zum Styvex-Chef fahren.
Es ist sp�t, aber ein Versuch w�r es wert.
Und jetzt.
Okay, ihr k�mmert euch um die Verbindungsdaten und das GPS, ja?
In der Reihenfolge oder...
Konzentriert euch doch einfach aufs Auto. Danke.
Ergebnisse bis morgen Mittag. Okay. Machen wir gerne.
Wei�t du, das Gute am Keller ist,
dass du dann einfach manche Kollegen nicht mehr ertragen musst.
Hallo. Kann ich helfen?
Maryam Azadi, das ist mein Kollege Hamza Kulina,
wir m�chten mit Herrn B�ttcher sprechen.
Worum geht's denn?
Wir hatten gehofft, das mit ihm pers�nlich besprechen zu k�nnen.
Um mit dem Gesch�ftsf�hrer zu sprechen,
haben Sie sich vorher telefonisch anzumelden und...
Kripo Frankfurt?
Wollen Sie fragen, ob er mit uns sprechen will?
Wenn das so ist... So ist es, ja.
Das hatte ich ganz vergessen.
Herr B�ttcher arbeitet momentan aus dem Homeoffice.
Kann ich was ausrichten?
Nee, vielen Dank.
Wir probieren's morgen. Sch�nen Feierabend.
Danke, gleichfalls. Sch�nen Feierabend.
* D�stere Musik *
Ja, �hm,
hier waren gerade zwei Herrschaften von der Kriminalpolizei.
Danke dir. Bis morgen, ja? Bis morgen. Ich hol dich ab, ja?
* Spannende, pochende Musik *
Na? Gibst du mir einen Tschack?
Nein! Nein? Warum nicht?
* D�sterer Klang *
"Sch�ne Gr��e, das ist f�r Ihren Sohn."
* Freiton *
Hallo, Maryam.
Ich bin's.
"Irgend so ein Typ hat bei meiner Mutter
ein Paket f�r mich abgegeben."
"Eine L�schdecke...
�hm... ja, eine L�schdecke."
"Wir sehen uns ja morgen. Ich wollt's dir einfach mal sagen."
"�h, pass auf dich auf, ja?"
* Spannungsvolle Musik *
* T�rsummer *
* Die Musik verklingt. *
Entschuldige. Ich hab vergessen, dir zu sagen,
dass der Fahrstuhl kaputt ist.
Ich hab schon hundertmal angerufen, interessiert die nicht.
Sch�n, dass du da bist. (au�er Atem) Alles gut.
Alles okay bei dir?
Ja...
Wieso fragst du?
Nur so. Alles gut.
Ja, da. Ja. Hier?
* Sentimentale Musik *
Sollen wir uns setzen?
Ja, klar. 'tschuldige.
Ich... hab Tee gemacht. Willst du Tee?
Oh, gerne, ja.
Hast du was rausgefunden?
Also. Es kann sein, dass ein Gutachter,
der 2017 das Styvex-Polystyrol getestet hat,
dass der einem Mord zum Opfer gefallen ist.
Ja?
So...
Das hei�t, die Styvex-Leute haben den ermordet?
Almila. Es kann sein. Ja?
Langsam. Wir sind noch am Anfang der Ermittlungen.
Ich kann nicht voreilige Schl�sse ziehen.
Ist das krass.
Almila... Jetzt bringen die schon vors�tzlich Leute um.
Du musst mir eine Sache versprechen.
Das darfst du niemandem erz�hlen.
Wem soll ich denn davon erz�hlen? Niemandem. Ich sag's nur.
Ja? Versprochen.
Danke.
(fl�sternd) Danke, Hamza.
Du tust das f�r sie.
(leise) Ich wei�.
Ich vermiss sie so sehr.
Wie war noch mal ihr Name?
Sie hie� Cemre.
* Angespannte Musik *
Wei�t du, was ihr Name bedeutet?
Es bedeutet "Funke".
Oder "Glut".
(Radio) Vor zwei Tagen
stand im Untersuchungsausschuss noch die Frage im Raum,
ob der Baustoffhersteller Styvex eine Mitverantwortung
an der Brandkatastrophe tr�gt.
Heute richtet sich jetzt der Blick auf die Politik.
Befragt wird die Bundesministerin f�r Wohnen,
Stadtentwicklung und Bauwesen, Susanne Papst.
Die Opposition will wissen,
ob die Vorgaben zur klimaneutralen Sanierung
zur Umgehung von Sicherheitsstandards gef�hrt haben k�nnten.
Der Abschlussbericht wird morgen, am Freitagmittag, erwartet.
* Bedrohliche Musik *
Guten Morgen. Hey.
Das hatte ich heute Morgen im Briefkasten.
Wer wei�, dass wir ermitteln?
�hm... Andrea Hofer?
Almila?
Eventuell Steffen B�ttcher durch seine Sekret�rin?
Ja.
Oder intern?
Vielleicht ist die Sache gr��er, als wir denken.
* Er seufzt schwer. *
Hast du Angst?
Hallo, Ute, wie geht's? Gut. Und dir, meine Liebe?
Danke. Kann ich dir was zur Auswertung geben? Na klar.
Zu welchem Fall geh�rt das?
Zu keinem. Das lag heute Morgen bei mir im Briefkasten.
Frau Azadi. Herr Kulina. Guten Morgen.
Kommen Sie voran? Wir bem�hen uns.
Jemand will nicht, dass wir ermitteln.
Das lag in Maryams Briefkasten
und gestern bekam meine Mutter 'ne L�schdecke.
Man m�chte uns einsch�chtern.
Soll ich Sie von dem Fall abziehen?
Nein. Wir ermitteln weiter.
Dann sehe ich Sie heute Abend, 19 Uhr in meinem B�ro.
Mit Ergebnissen, hm?
(M�ller) Wir haben Beetz' Wagen jetzt auf dem Hof.
Der Kollege von der IT sitzt gerade dran.
"Wie lange dauert's noch?"
Wie lange noch?
Wird nicht schneller, wenn du fragst.
"Er sagt, es wird nicht schneller, wenn du fragst."
"Okay, ihr meldet euch dann." Ja, ja.
Was macht ihr eigentlich gerade?
Wir sind jetzt bei Styvex.
Befragen Steffen B�ttcher. Okay, gut.
* Spannende Musik *
Herr B�ttcher nimmt sich sehr gern Zeit f�r Sie.
Das ist sehr freundlich von Herrn B�ttcher.
Ja, Sie m�gen sich aber noch kurz gedulden.
Momentan ist er in einer Videokonferenz.
Ja.
Ich bin's.
Genau.
Nein, nein, nein. Warte mal.
* Fensterscheibenwischer quietscht. *
* Klopfen *
Ja, bitte?
Was gibt's?
Der Staatssekret�r des Justiz- ministeriums hat sich gemeldet.
Der Justizminister erbittet ein Treffen.
Machen Sie einen Termin, gleich Anfang n�chster Woche.
Er sagt, es sei dringlich.
Der Minister wird um 14.30 Uhr ins Pr�sidium kommen.
* Angespannte Kl�nge *
* Quietschen *
Sie k�nnen sie jetzt hochschicken.
So, Herr B�ttcher ist dann jetzt so weit.
Darf ich? - Sie d�rfen.
Gut, dann folgen Sie mir bitte.
(B�ttcher) Ja? Herein.
Bitte. Danke.
Guten Tag. Steffen B�ttcher. Maryam Azadi, hallo.
Guten Tag.
Kulina. Ja, danke. Bitte.
Entschuldigen Sie, dass Sie kurz warten mussten.
Ich war noch in einer Videokonferenz mit unseren Partnern in China.
Bitte. Setzen Sie sich.
Wollen Sie was trinken?
Oh ja, ein Wasser w�re gut. Danke.
Und Sie? Nein.
So.
Was kann ich tun? Wie kann ich Ihnen helfen?
Kennen Sie einen Rainer Beetz?
Nein, da klingelt nichts.
Oh, ich trinke still. Entschuldigung.
Oh. Danke.
M�sste ich ihn kennen?
Das kann ich Ihnen doch nicht beantworten.
Das kommt ganz darauf an,
wie sehr Sie ins Tagesgesch�ft Ihrer Firma involviert sind.
(schnaubt) Bitte.
Sehr freundlich, danke.
Also?
Lassen Sie mich kurz eine grunds�tzliche Frage stellen.
Ja, bitte.
Wird unser Gespr�ch weiter auf dieser Ebene gef�hrt?
Was meinen Sie?
Ja, genau das. Diese Spielchen.
Ich will das nur wissen. Damit wir uns verstehen.
Ich nehme mir Zeit f�r Sie, die ich nicht habe.
Daf�r erwarte ich von Ihnen,
dass Sie sich mir gegen�ber respektvoll verhalten.
K�nnen wir uns darauf einigen?
Ja.
Gut.
Sie fragten nach einem Herrn... Rainer Beetz.
Helfen Sie mir, wer ist der Mann?
Beetz war in einem Pr�fverfahren beteiligt vor einigen Jahren,
das einen Ihrer Baustoffe zertifiziert hat. Polystyrol.
Ja, das ist aber schon lange her.
2017, wenn ich mich richtig erinnere.
Hat sich zum regelrechten Verkaufsschlager
unter unseren D�mmstoffen entwickelt.
Insbesondere seitdem der Bund das Klimaschutzgesetz verabschiedet hat,
das ich als B�rger, dem unsere Zukunft am Herzen liegt,
sehr begr��e.
Und, unter uns gesagt, als Unternehmer nat�rlich auch.
Bevor wir zu sehr ins Detail gehen: Mein Anwalt hat mich angehalten,
keine weiteren Fragen
zur unsachgem��en Verwendung unserer Produkte zu beantworten.
Sie wissen, dass diese Frage eine von vielen ist,
mit der sich gerade ein Untersuchungsausschuss befasst.
Das wissen wir. Darum soll es nicht gehen.
Wir sind wirklich nur wegen Herrn Beetz hier.
Herr Beetz ist tot, er hat sich 2021 vermeintlich das Leben genommen.
Ach, herrje.
Mensch, das tut mir nat�rlich leid.
Ja, das glaub ich Ihnen.
K�nnen Sie uns sagen, wo Sie am 16. November 2021 waren?
Das ist jetzt sp�testens der Moment,
in dem Sie mich �ber meine Rechte aufkl�ren m�ssten.
Meinen Sie nicht auch? (lachend) Sie haben recht.
Aber da Sie Beetz nicht kennen, gehe ich davon aus,
dass Sie die Frage ohne juristische Belehrung beantworten k�nnen.
Na sch�n.
Ich befinde mich zu dieser Zeit im Herbst
Jahr f�r Jahr auf einem Kongress in Schanghai.
Schanghai, das l�sst sich �berpr�fen.
Jederzeit.
War's das?
Ja, vielen Dank. Danke.
Wiedersehen.
* Hamza schnieft. *
* Unruhige Musik *
Jetzt h�r ich dich. Was?
Sie haben das Bewegungsprofil. Gut.
Okay, dann kommen wir jetzt.
Ja, also um 12.32 Uhr ist er hier an Punkt A losgefahren.
Das ist sein Wohnort in der Wichmannstra�e.
Und von dort ging's nicht direkt zum Tatort,
sondern erst mal zum Standort B.
Das ist bei M�rfelden-Walldorf.
Und dort kam er um 13.02 Uhr an
und ist circa nach einer Stunde exakt sechs Minuten zur�ckgefahren.
Hier zum Standort C, hat dort drei Minuten gewartet
und ist dann zehn Minuten weitergefahren,
um dann zu wenden
und die ganze Strecke an C und B vorbei direkt zum Tatort zu fahren.
Der Fundort. - Richtig, Christian, Fundort.
Was ist denn an den Standorten B, C und D?
Ist da irgendwas?
Ja, also B ist ein Gasthof,
C ist eine Bushaltestelle und D ist nichts,
also Landstra�e halt.
Aber das ist doch merkw�rdig.
Da ist doch irgendwas Ungew�hnliches passiert.
Der wollte sich umbringen, da tickt man nicht mehr sauber.
Ich werde euch sagen, was passiert ist.
Bevor er alles beendet, will er ein letztes Mal was essen.
Er f�hrt also zu einem Gasthof.
Das Essen ist gut, es kommt neuer Lebensmut in ihn.
Also f�hrt er wieder nach Hause.
Nach ein paar Kilometern kommen die b�sen Gedanken aber zur�ck.
Er kriegt einen Heulkrampf und muss kurz anhalten.
Dann f�hrt er wieder weiter, weil er sich gesammelt hat,
und nach einer Weile dreht er pl�tzlich um und macht das,
was er eigentlich die ganze Zeit vorhatte.
Ich schlage vor, wir fahren mal zum Gasthof.
Ja, und ihr checkt mal, �h, das Alibi von Steffen B�ttcher.
Der sagt aus, dass er zur Tatzeit in Schanghai war.
Und Biografisches zu B�ttcher und Beetz. Schule, Uni, Wohnort.
Ich w�sste gern, ob's �berschneidungen gibt.
Mache ich gerne. Danke.
* Spannende Musik *
Hallo? - Ja.
Hallo, Kriminalpolizei Frankfurt.
Mein Name ist Kulina, das ist meine Kollegin Azadi.
Hallo. D�rfen wir Sie kurz st�ren?
Wir haben noch geschlossen. Dauert nicht lange.
Na ja, aber Kriminalpolizei, warum nicht?
�h, ich hoffe, ich kann Ihnen helfen.
Wir sind hier gerade beim Vorbereiten.
Mein Sohn kocht vor und um f�nf machen wir dann auf.
Freitag, Samstag, Sonntag haben wir aber auch Mittagstisch.
Das geht dann so von elf bis plus, minus null.
Samstag ist Schnitzeltag.
Ja, aber deswegen sind Sie sicher nicht hier, oder?
M-m. M-m.
Micha! Micha, komm doch mal, wir haben Besuch.
Guck mal, Micha.
Das ist die Frau Azadi und das der Herr Kulina.
Die beiden sind von der Kriminalpolizei.
Gude. Gude.
Ja, und das ist Micha, mein Sohn.
Wir haben nur eine Frage.
Kommt Ihnen der Name Rainer Beetz bekannt vor?
Haben Sie den mal geh�rt?
Nein, den Namen kenne ich nicht, du? - Nee.
Dann w�rde ich Ihnen gerne was zeigen.
Hier sieht man ihn.
Er schl�ft, aber man erkennt ihn trotzdem ganz gut.
Nein, den kenn ich nicht. Du? - Nee.
�hm...
Okay, weil wir vermuten, dass er hier mal bei Ihnen zu Gast war.
Vor 4,5 Jahren.
Das ist ganz sch�n lange her. Nein, das wei� ich nicht.
Ich hab drau�en eine �berwachungskamera gesehen.
Funktioniert die? - Ja, das ist aber ein altes Ding.
Das wei�t du besser, Micha. Filmt die noch?
Ja, klar. K�nnen wir uns das kurz anschauen?
Ja. - Ja, ja.
Was wollten Sie noch mal sehen? - �h, den 16. November 21 gerne.
16. November.
Da ist er. Und wie viel Uhr? Machen Sie mal bitte ab 12.50 Uhr.
(leise) 12.50 Uhr.
Ah, da ist er. Mhm.
Das da ist unser Auto.
(Micha) Ja, genau, das sind wir.
Wie gesagt, das sind jetzt nur Standbilder, ne.
So jede Minute eins.
Hm...
Mhm, stopp.
* Ausl�ser *
(leise) Danke.
Mhm, machen Sie mal weiter, bitte.
(Micha) Mhm.
Ich lasse jetzt einfach laufen? Laufen lassen. Gern auch schneller.
Ah, guck mal, da war der Alfred. Das ist ein Stammgast von uns.
Ah, und das ist das Auto von der Erika.
Damals hat sie noch gelebt.
(Frau) War wenig los an dem Tag. - (Micha) Jammer.
Und stopp.
Danke.
* Dramatische Kl�nge *
Das ist die Frau von B�ttcher.
* Spannende Musik *
(Mann) Andrea, die Kriminalpolizei hat wieder angerufen.
Es sei sehr dringend.
Ich hab dir die Nummer auf den Schreibtisch gelegt.
Du sollst zur�ckrufen. - Danke.
Ich glaube nicht, dass ich das heute schaffe.
Sicher? Warum nicht?
"Wir haben noch eine Abnahme. Das geht nicht."
Okay, dann kommen Sie morgen fr�h ins Pr�sidium.
Schubertstra�e 70.
Haben Sie das? - Mhm.
"Okay, morgen fr�h um sieben Uhr bei uns im Pr�sidium."
Das ist aber sehr fr�h.
Ja, damit Sie noch p�nktlich zur Arbeit kommen.
K�nnen Sie mir schon sagen, worum es geht?
Wir m�chten mit Ihnen
�ber das Pr�fverfahren f�r die Firma Styvex sprechen.
"Das wird nicht lange dauern, okay? Bis morgen."
* Sie seufzt tief. *
�hm...
Was ist?
* Er atmet unruhig. *
Der schwarze Wagen hinter uns.
Ich glaube, der verfolgt uns die ganze Zeit.
Ja?
* Bedrohliche Musik *
* Nachricht wird versendet. *
* Signalton *
Wir brauchen noch was anderes. Das Foto alleine reicht nicht.
Ja...
* Klingeln *
Ja?
Ja, bitte?
Hallo. �h, Kulina, Kriminalpolizei. Ist Herr B�ttcher zu sprechen?
Nein, mein Mann ist nicht zu Hause, der ist in der Firma.
Kann ich helfen?
"Frau B�ttcher, mein Name ist Azadi,
ich bin die Kollegin von Herrn Kulina."
Wir wollten eigentlich mit Ihrem Mann
Verhaltensregeln in Sachen pers�nlicher Sicherheit besprechen.
Das k�nnte f�r Sie auch nicht ganz so uninteressant sein.
"D�rften wir kurz reinkommen?"
(Simone) Azadi.
Azadi.
Interessanter Name.
Persisch? Ja.
Dann sind Sie aus dem Iran. Ja, genau.
Danke sch�n. Sch�n, sch�n. Bitte.
Sie haben's wirklich toll hier.
Es ist ein wundersch�nes Haus, das muss man schon sagen, oder?
Ja, also das ist...
Wir f�hlen uns hier sehr zu Hause.
Mit so viel Liebe zum Detail. Haben Sie das gestaltet?
Ich geb mir M�he.
Darf ich Ihnen was zu trinken anbieten?
Kaffee, Tee, Wasser? Ja, ein Wasser bitte.
Und f�r Sie? Auch, danke.
Mit oder ohne?
Mit. Ohne f�r mich.
Oh, das ist dieser Wasserhahn. Der, der auch sprudelt, richtig?
Ja, nicht nur das, da kommt auch kochendes Wasser raus,
man muss vorsichtig sein.
Aber ansonsten ist der ganz, ganz toll.
Danke sch�n. Bitte.
Und keine Sorge, das ist jetzt nur Leitungswasser,
aber das l�uft bei uns durch einen Filter durch.
Und im Endeffekt ist die Qualit�t besser
als von manchen hochwertigen Mineralwassern, die man kauft.
Danke.
Wirklich lecker. So sch�n weich.
Das ist Ihr Mann, nehme ich an? Ja, mhm.
Wie haben Sie den denn kennengelernt?
* Simone lacht. *
Das ist Ewigkeiten her.
Wir waren zusammen noch im Sportinternat.
Ich war Dressurreiterin und mein Mann Leichtathlet.
Ein richtig guter.
Beeindruckend, Dressurreiterin. Reiten Sie immer noch?
Ja.
Wir besitzen ein kleines, ich sag mal, Mini-Gest�t.
Wir haben derzeit 15 Pferde.
Und ich liebe diese Tiere.
Das sind wirklich ganz besondere Wesen.
Ich bin eigentlich auch in jeder freien Minute da drau�en.
Ich w�rde dann auch gleich wieder los.
D�rfte ich Ihre Toilette benutzen? Selbstverst�ndlich.
Den Gang entlang, rechts, G�stetoilette.
Danke. Kl�rst du in der Zeit Frau B�ttcher auf
�ber die Verhaltensregeln bei erh�hter Gef�hrdung? Klar.
�h... Da geht es in allererster Linie um Aufmerksamkeit.
* Hamza redet undeutlich weiter. *
* Spannende Musik *
* Hamza erkl�rt weiter. *
...ganz wichtig: Orte, wo man...
(Simone B�ttcher) ...also Sport-WM oder so was?
Genau. In allererster Linie um Aufmerksamkeit...
Das war's schon? Genau, das war's schon.
Vielen Dank. Na, sehr gerne.
Vielen Dank Ihnen. Danke.
Ich bring Sie zur T�r. Danke sch�n.
Vielen herzlichen Dank f�r Ihre Zeit. Danke Ihnen.
Danke sch�n. Alles Gute.
Ja, Wiedersehen.
* Angespannte Musik *
Und?
Das reicht f�r einen DNA-Abgleich.
* Spannende Musik *
* Sie tippt. *
Hey, wartet mal.
Ich hab die Ergebnisse zur Patrone. Ah, und?
Es handelt sich um 'ne sehr gew�hnliche
9-mal-19-Millimeter-Parabellum von RWS.
Wird von uns, der Bundeswehr,
aber auch vom organisierten Verbrechen benutzt.
Keine DNA, keine Fingerabdr�cke.
Okay, danke, Ute.
Doch einer von uns?
Es besteht gro�er Anlass zur Annahme, dass Simone B�ttcher,
die Frau von Styvex-Gesch�ftsf�hrer Steffen B�ttcher,
Rainer Beetz ermordet hat.
Aha?
Haben Sie Beweise?
Ja, wir nehmen gerade einen DNA-Abgleich vor,
der vermutlich beweisen wird, dass die...
Ich frage nicht nach Vermutungen, ich frage nach Beweisen.
Es gibt eine Videoaufnahme,
die beweist, dass sie sich kurz vor seinem Tod
mit ihm in einer Gastst�tte getroffen hat
und danach mit ihm in sein Auto gestiegen ist.
Wir vermuten, dass... Schon wieder eine Vermutung?
Frau Schatz, Sie wollten Ergebnisse von uns h�ren?
Richtig. Und Sie liefern mir eine Vermutung nach der n�chsten.
Vielleicht h�ren Sie einfach zu, damit Sie begreifen, worum es geht?
Herr Kulina, erst denken, dann reden.
Frau Schatz, wir w�rden nicht an Sie herantreten,
wenn wir nicht der Meinung w�ren, dass das Motiv von Simone B�ttcher
beim Mord an Rainer Beetz
den Untersuchungsausschuss im Fall des Goliath-Brandes ber�hrt.
Und darum ging es doch, wenn ich mich richtig erinnere, oder?
Ja.
Wir gehen fest davon aus, dass Andrea Hofer,
die ehemalige Laborantin, morgen fr�h gestehen wird,
das Gutachten zur Freigabe von Polystyrol
zusammen mit Herrn Beetz gef�lscht zu haben.
Oder mindestens Kenntnis davon gehabt zu haben.
Sollte sich das tats�chlich bewahrheiten,
w�re das zugleich das Hauptmotiv von Simone B�ttcher
am Mord von Rainer Beetz.
K�nnen Sie mir da folgen?
Simone B�ttcher m�sste gef�rchtet haben,
dass Rainer Beetz im Goliath-Prozess gegen Styvex aussagt.
Damit w�re ihr Mann zu einer langen Freiheitsstrafe verurteilt worden
und Simone B�ttcher w�re aufgrund der Schadensersatzanspr�che
finanziell ruiniert.
Deshalb wollen wir Simone B�ttcher morgen fr�h vorl�ufig festnehmen.
Sie m�ssten dazu nur die Staatsanwaltschaft informieren.
Das geht nicht.
Warum nicht?
Die zust�ndige Staatsanw�ltin wurde versetzt.
Das Justizministerium benennt fr�hestens am Montag den Nachfolger.
Das ist nicht Ihr Ernst.
Sehe ich aus, als w�rde ich scherzen?
Das geht nicht.
Das ist dann viel zu sp�t.
Der Untersuchungsausschuss gibt morgen schon sein Ergebnis bekannt.
Anderes Thema. Und nicht Ihr Problem.
Nicht mein Problem?
Wenn die Justiz unsere Arbeit blockiert,
um einen Skandal zu vertuschen, habe ich damit ein gro�es Problem!
Und Sie sollten verdammt noch mal auch eins damit haben!
Sagen Sie es den Angeh�rigen, ja?
* Die T�r f�llt laut zu. *
* Tiefes Seufzen *
* Sich n�hernde Schritte *
* Die T�r f�llt ins Schloss. *
Ich bin suspendiert, ja?
Nein.
Hast du deine Freundin angerufen? Ja.
Sofort, ja.
Was hast du ihr erz�hlt?
Die Wahrheit.
Und was genau ist die Wahrheit?
Dass das hier alles
eine riesengro�e korrupte Schei�e ist.
Und dass es manchmal keine Gerechtigkeit gibt.
Das musste ich ihr sagen.
* Er atmet schwer. *
Ich fahr nat�rlich zu ihr.
* Papierrascheln *
* Hamza atmet unruhig. *
* Sanfte Klaviermusik *
(leise) Wer keine Stimme hat, dem bleibt nur die Tat.
* Angsterf�llte Schreie *
(Steffen) Wenn du glaubst, du kommst da raus,
hast du dich gewaltig get�uscht, Andrea.
Auch du als kleine Laborantin
tr�gst die volle Verantwortung in dieser Geschichte.
Das ist dir klar, oder?
Die Staatsanwaltschaft wird dich wegen Bestechlichkeit
und wegen fahrl�ssiger T�tung in 13 F�llen anklagen.
Was glaubst du denn, wie viele Jahre das sind, hm?
Na los, sag schon, wie viele Jahre sind das?
Ich wei� es nicht.
Acht bis zw�lf Jahre.
Andrea, ich m�chte nur,
dass du dir nicht dein halbes Leben verbaust.
Verstehst du?
Und du sollst wissen,
dass du nicht alleine bist in dieser schwierigen Situation.
Okay? Dass wir zusammenhalten.
Styvex wird dich immer finanziell gro�z�gig unterst�tzen.
Da kannst du dich auf mich verlassen.
Hast du verstanden, was ich gesagt hab?
Ja.
Gut.
Mir geht es nicht ums Geld.
Ich kann mit der Schuld nicht mehr leben.
* Fernes Hupen *
Hamza, bitte.
Mach dir keinen Kopf.
Du hast alles versucht und ich bin dir daf�r sehr dankbar.
Ja?
Ja. Ja.
Ich hab noch was f�r dich.
* Er seufzt. *
Was ist das?
Du darfst es erst morgen �ffnen. Morgen Abend.
Okay. Versprichst du's mir?
Ja.
Versprichst du es?
Ja.
Wir sehen uns, ja?
* D�stere Kl�nge, er seufzt. *
* Angespannte Musik *
* Glas klirrt. *
* Angespannte Musik *
* T�rklingel * Wer ist da?
Ja?
* Angespannte Musik *
(Frau:) Heute ist die letzte M�glichkeit,
weitere Zeugen zu h�ren,
um diese Frage dann vielleicht doch noch zu kl�ren:
War der Brand vermeidbar? Wer ist verantwortlich?
F�r die Hinterbliebenen ist der Tag mehr
als nur das Ende eines Untersuchungsausschusses.
Es ist die Hoffnung auf Gerechtigkeit,
auf Klarheit nach Jahren des Schweigens.
Sie kommt nicht mehr.
Glaub ich auch.
Ich schick ihr 'ne Streife zur Wohnung.
�hm, entschuldigt.
Das Ergebnis zum DNA-Abgleich liegt vor.
DNA vom Schal wurde auch im Auto sichergestellt.
Okay, das reicht. Damit k�nnen wir Simone B�ttcher
auch ohne Staatsanwaltschaft vorl�ufig festnehmen.
Ja.
Danke, Ute. Klar doch.
So.
* Spannungsvolle Kl�nge *
Frau Hofer?
Frau Hofer?
Guten Morgen. Morgen.
Wir werden Sie vorl�ufig festnehmen.
Es besteht der dringende Tatverdacht,
dass Sie Rainer Beetz ermordet haben.
* Spannungsvolle Kl�nge *
Maryam...
Andrea Hofer ist tot aufgefunden worden.
Okay.
Es sieht nach Suizid aus,
ich lass es aber diesmal genauer �berpr�fen.
Und ich hab noch was Interessantes �ber die B�ttchers rausgefunden.
* T�r �ffnet sich. *
Pst.
Alles bereit, kann losgehen.
Danke.
Ihr Latte macchiato mit Honig.
Danke, das ist sehr nett.
Frau B�ttcher,
wir konnten Ihre DNA im Wagen von Rainer Beetz sicherstellen.
M�chten Sie vielleicht einfach erz�hlen,
was am 16.11.2021 passiert ist?
"Frau B�ttcher, es ist ganz wichtig,
dass Sie nicht nur mit dem Kopf sch�tteln oder nicken,
sondern dass Sie h�rbar Ja oder Nein sagen."
"Okay?" - "Ja."
"Gut, dann m�chten Sie erz�hlen?"
"Nein."
"Gut."
Frau B�ttcher, Sie sollten wissen,
wir haben mithilfe von GPS-Daten aus Herrn Beetz' Auto
ein sehr genaues Bewegungsprofil erstellen k�nnen.
Das ist allerdings wirklich komplex. Darf ich Ihnen davon erz�hlen?
Bitte.
In den letzten zwei Stunden seines Lebens ist Herr Beetz
zu einem Ort in der N�he von M�rfelden-Walldorf gefahren.
Er ist dort eine Stunde geblieben,
dann ist er dieselbe Strecke ein paar Kilometer zur�ckgefahren,
hat kurz angehalten und ist dann wieder weitergefahren.
Allerdings nur ein paar Kilometer, um dann wieder zu wenden
und wieder in die entgegengesetzte Richtung zu fahren,
an einen Ort ganz in der N�he.
Sein K�rper wurde dann leblos in seinem Wagen gefunden.
Es ist alles sehr kompliziert und r�tselhaft.
Aber darf ich Ihnen davon erz�hlen,
was meiner Meinung nach an dem Tag passiert ist?
Von mir aus.
Ich m�chte Sie noch mal daran erinnern,
immer h�rbar Ja oder Nein zu sagen.
Einverstanden? Ja.
Gut.
Ich glaube, Sie haben sich am 16. November 2021
um 13 Uhr mit Herrn Beetz im Gasthaus zum L�wen getroffen.
Herr Beetz war kein Unbekannter f�r Sie.
Ihr Mann und Sie kannten ihn aus dem Sportinternat, richtig?
Ja.
Sie haben mit Herrn Beetz im Gasthaus zusammengesessen.
"Er hat wahrscheinlich Wein getrunken oder ein Bier, richtig?"
"Ja."
Vielleicht so gegen 13.30 Uhr ist Herr Beetz aufgestanden,
auf die Toilette gegangen
und Sie haben die Gelegenheit genutzt,
ihm Benzodiazepin in sein Getr�nk zu mischen. Stimmt das?
Ja.
Nach etwa einer weiteren halben Stunde
haben Sie beschlossen zu gehen und baten Herrn Beetz,
Sie zur�ck in die Stadt zu nehmen, richtig?
Ja.
Sie sind also gemeinsam zur�ck Richtung Frankfurt gefahren,
aber nach ein paar Minuten fing das Benzodiazepin an wirken
und Herr Beetz ist m�de geworden.
Er hat Sie dann gebeten, das Steuer zu �bernehmen, richtig?
Ja.
"Sie haben Pl�tze getauscht,
sind noch ein wenig Richtung Frankfurt gefahren,
bis Herr Beetz eingeschlafen war."
Dann haben Sie gewendet
und sind in ein nahegelegenes Waldst�ck gefahren. Richtig?
Ja.
Sie sind tief in den Wald hineingefahren,
haben ein paar Herrenhandschuhe,
Klebeband und einen Schlauch aus Ihrer Tasche geholt.
Vermutlich haben Sie Einweghandschuhe getragen.
"Dann haben Sie den Schlauch am Auspuff befestigt,
haben ihn ins Wageninnere gelenkt und haben den Motor angelassen."
Dann haben Sie die Beifahrert�r zugemacht
und sind zur�ckgefahren. War das so?
Ja.
So war es.
Die Frau ist gut. Respekt.
Darauf w�re ich damals nie gekommen.
"Sind wir jetzt hier fertig?" "Nein."
Bis zu dem Moment, als ich von Ihrer Tasche gesprochen habe,
habe ich den Tathergang wahrheitsgem�� wiedergegeben.
Die �berwachungskameras vom Gasthof zeigen,
wie Sie zu Herrn Beetz ins Auto steigen.
"Allerdings hatten Sie �berhaupt keine Tasche dabei."
"Frau B�ttcher, ich glaube,
dass Sie die Tat nicht alleine begangen haben."
"Ich glaube, Sie hatten Hilfe. Und zwar nicht von Ihrem Mann,
der war n�mlich tats�chlich in Schanghai."
Ich glaube, es war jemand, den Sie kennen.
(senkt die Stimme) Jemand von Ihrem Gest�t.
Jemand, den Sie schon l�nger kennen.
(fl�stert) "Jemand, der hier ganz in der N�he ist."
"Richtig?"
Was fl�stert sie denn jetzt?
(fl�stert) Keine Angst, es wird Ihnen nichts passieren.
Sie m�ssen nur mit Ja oder Nein antworten.
Frau B�ttcher,
hat Kriminalhauptkommissar Christian M�ller
Ihnen dabei geholfen, die Tat auszuf�hren?
Ja.
* D�stere Kl�nge *
Aufstehen, H�nde an die Wand. Wenn du zur Waffe gehst, schie� ich.
* Lachen * Was bist du f�r ein Hampelmann?
Glaubst du im Ernst, dass ich im Pr�sidium 'ne Schie�erei anfange?
Quatsch nicht, Mund zu und tu, was ich dir sage.
H�nde an die Wand.
* M�ller lacht ungl�ubig. *
Okay...
Danke.
* Spannende Kl�nge *
M�ller, du bist vorl�ufig festgenommen
wegen des Verdachts der Beihilfe im Mordfall Rainer Beetz.
T�chtig.
Ja, so sind wir.
Simone?
* Bewegende Kl�nge *
(Radio) "Soeben hat der Untersuchungsausschuss
seinen Abschlussbericht vorgelegt."
"F�nf Jahre nach dem verheerenden Goliath-Hochhausbrand,
bei dem 13 Menschen ums Leben kamen, gilt der Fall als abgeschlossen."
"Das Ergebnis:
Es habe sich um eine Verkettung tragischer Ereignisse gehandelt."
"Ein Zusammenspiel mehrerer ungl�cklicher Umst�nde,
die dann zur Katastrophe f�hrten..."
* Klopfen, T�r geht auf. *
Ja?
Herr Kulina, ich wollte mich f�r Ihre Arbeit bedanken.
Das war viel. Das ist mir bewusst.
Nehmen Sie sich einfach ein paar Tage frei, ja?
* Freiton *
* Handy klingelt und vibriert. *
* Spannungsvolle Streichmusik *
(Almila) "Mein lieber Hamza, wenn du diese Zeilen liest,
bin ich nicht mehr da.
Es tut mir leid,
wenn ich dir die letzten Tage Kummer bereitet habe,
aber ich wollte nichts unversucht lassen.
Bitte gib das Geld, es ist alles, was ich habe,
an die Hinterbliebenen.
Den Brief mit der Stellungnahme gib bitte an die Presse.
Du hast ein gutes Herz.
Leb wohl. Deine Almila."
* "Wayfaring Stranger" von Eva Cassidy "
# I am a poor
Wayfaring stranger
While journeying through
This world of woe
Yet there's no sickness
Toil nor danger
In that bright land
To which I go
I'm going there
To see my father
I'm going there
No more to roam
I'm only going
Over Jordan
I'm only going
Over home
I know dark clouds
Will gather o'er me
I know my way
Is rough and steep
Yet beautiful fields
Lie just before me
Where God's redeemed
Their vigils keep
I'm going there
To see my mother
I'm going there
No more to roam
I'm only going
Over Jordan
I'm only going
Over home
I want to wear
A crown of glory
When I get home
To that good land
I want to shout
Salvation's story
In concert with
The blood-washed band
I'm going there
To see my savior
I'm going there
No more to roam
I'm only going
Over Jordan
I'm only going
Over home
I'm only going
Over Jordan
I'm only going
Over home. #
* Die Musik verstummt. *
* Er fl�stert ein bosnisches Gebet. *
* Leises Vogelgezwitscher *
* Dynamische Outromusik *
Untertitel 2026: ZDF Digital im Auftrag der ARD Degeto
Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.