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Original subtitles

Frau Wirtin blieb nicht an der Land, sie sah die weite Welt sich an.

Jedoch von Main bis Elbe, was den gewissen Punkt betrifft, gilt überall

dasselbe. Und dazu stand sie in dem Ruf, der ihr nur Schwierigkeiten

schub. Sie konnte beim besten Willen der männlichen Bevölkerung die Wünsche

nicht erfüllen.

Okay.

Käthchen von Käthchenheim.

Verfahre denn, du Käthchen, Herzenstrust, weil alle Welt mir deine

preist, dich reizend nennt. Und doch so reizend nicht, wie dir gebührt. Hat

mich's bewegt, zur Frau dich zu begehren.

Was ist beweglich?

Ein Feldstuhl.

Brav getroffen.

Sitzt auf mir.

Die Esel sind zum Tragen da, wie ihr.

Die Weiber sind zum Tragen, so auch ihr.

Verdammte Soldatenbrut.

Die Esel sind zum Tragen da, wie ihr.

Mein

Täubchen,

ich habe aufgeplant.

Untertitelung des ZDF, 2020

Ich danke euch sehr.

Wohin?

Zurück zu meinen Leuten.

Bleibt, die brauchen euch jetzt nicht.

Oh doch, ich gehöre zur Theatertruppe. Ich bin die Prinzipalin. Um euch nah zu

sein, werde ich die ganze Truppe engagieren.

Ich bin der Conte Santa Croce di Luca, Madame.

Mein Bruder ist der reichste Mann von Viareggio bis hinauf nach Empoli.

Dann sollte ich dieses Engagement wohl doch in Erwägung ziehen.

Heißt das, es geht euch nicht gut?

Vielleicht.

Seitdem dieser Napoleon sein Welttheater aufführt, gibt es für rechtschaffende

Schauspieler keine Chance.

Ich muss jetzt gehen. Ich danke euch sehr.

Ich möchte euch engagieren. Ich brauche eure Hilfe. Glaubt mir.

Mein Bruder wartet dringend auf Nachricht von mir.

Wir sind Komödianten und keine Postkuriere. Eben deshalb brauche ich

Seit Napoleon seine Schwester zur Herzogin von Luca gemacht hat, wird

Brief von meinem Bruder Santa Croce abgefangen.

Ja. Eine Komödianten -Truppe würde nicht auffallen. Sie wollen unsere Güter

konfissieren. Überall dieses napoleonische Gesindel. Seit über zwei

ich hinter Dokumenten her, über unseren Besitz. Ich glaube, jetzt habe ich sie

endlich gefunden. Geheime Nachrichten also?

Ihr solltet es nicht umsonst tun.

Mein Bruder Enrico wird euch für diese gefährliche Komödie fürchtlich belohnen.

Ich sage ja. Wie wäre es, wenn wir jetzt über Einzelheiten reden? Ich muss

zurück. Das war nun der letzte Akt von Susanne Dellbergs Theater -Truppe.

Wo ist sie?

Hier. Sie ist in Sicherheit.

Sicherheit? Wie hat sich diesen grünen Jungen geangelt?

Ferdinand, du bist gemein.

Alles zerstört.

Geht euch das an.

Kommt zu meinen Leuten.

Ich kenne sie. Seit vielen Jahren.

Ihr wisst nicht, wozu sie fähig ist, wenn sie...

Ich will euch nicht mehr sehen. Macht mal was aus meinem Haus raus.

Einen Moment.

Was sagt ihr da?

Ist doch wahr, ihr sprecht von Kunst. Ich habe mich tagelang darauf gefreut.

ihr habt nicht einen einzigen schweinischen Wirt in den Vers gesungen.

Das könnt ihr haben.

Frau Wirtin hat auch einen Wirt. In dem hat sie sich sehr

geirrt. Am Wirksschild war zu lesen, dass er ein roter Ochse sei, doch ist

Schwein gewesen.

Juchu! Maul halten! Feder und Tinte!

Wer ist dieser Mischbart?

Der konnte Santa Croce di Luca.

Und du hast mit ihm... Nein, er hat mich... Nicht was. Er hat mich

Aber wir sollen beim Spielen?

Wir sind ab jetzt die Theatertruppe der Santa Croce.

So, bitte. Dieser Brief wird euch meinem Bruder gegenüber als meine Freundin

ausweisen. Das heißt als Freundin unseres Hauses.

Und das soll euch als Reisegeld dienen, bis ihr zu meinem Bruder gelangt.

Wer weiß, was es dich hinüber gibt. Er ist der reichste Mann zwischen Viareggio

und Empoli.

Dieser Federstrich, Erzogin, macht den Konsul Santa Croce zum ärmsten Mann

zwischen Viareggio und Empoli.

War es denn schon wieder neue Steuern? Aber nein.

Seine Güter werden eingezogen, weil der Kont, seine Besitz urkundig zu belegen,

nicht imstande ist.

Ist das kompliziert, Lotte. Aber leider wichtig, Uralt. Die Sandakrotsche sind

eine Gefahr für uns, weil das Volk sie liebt. Dann, Lotte, gibt es denn keine

neuen Pferde? Sie wissen schon, welche ich meine.

Natürlich, Uralt.

Lassen Sie mich nachdenken.

Was der nun singt, der Herzogin, ist nichts für unseren keuschen Sinn.

Drum wollen wir's unterdrücken, das dreht sich nämlich stets bei ihm nur um

Thema Nummer ein.

Sehr schön, weiter, Ladek. Und zwar erzählt er von einem Mann, der scharf

bei den Frauen ran.

Er nimmt ihnen, wenn möglich, den letzten fetten Stoff vom Leib und das

dreimal täglich.

So beschäftigt?

Wir haben euch so vermisst.

Der nächste Schuss für meine verehrte Herzogin von Luca.

Schon gut, mein kleiner Hahn.

Es ist ein Jammer, dass man diese Ferse nicht sammelt. Wisst ihr, das gebe ein

neues Decamerone. Ich werde mir das durch den Kopf gehen lassen, Herzogin.

Dieser junge Herr, von dem die Ferse erzählen, der lebt doch sicher in Luca.

Ich möchte zu gerne wissen, wer er ist.

Dieses unerhörte Ereignis zwingt mich... Welches Ereignis? Ein neuer Erlass

Ihrer Hoheit der Herzogin. Schon wieder eine neue Steuer?

Noch schlimmer. Den Ehemännern von Luca ist bei Strafe verboten, ihre

Ehefrauen zu prügeln.

Und was geht mich das an?

Unsere heiligsten ehelichen Rechte werden angedachtet. Geschieht euch

warum seid ihr verheiratet?

euer Gnaden sind jetzt der Einzige, der der Willkür der Herzogin entgegentreten

kann. Ich glaube, so würde sie mich kaum empfangen.

Die Santa Croce waren von jeher die Herren von Luca.

Zeigt das der Herzogin. Ja, vielleicht kann ich ihr noch mehr zeigen.

Sieh mal einer an.

Das hätte ich euch gar nicht zugetraut in eurem Alter.

Was? Sie sehen so lüstern aus wie ein junger Bock im Frühling.

Ich? Lüstern?

Bock? Wieso?

Ihr kennt doch das Geheimnis des berühmten Bettes der Santa Croce.

Nein.

Je geiler ein Mann ist, umso eher verwandeln sich die Figuren an meinem

Fleisch und Blut.

Nein. Doch, ich beweise es euch.

Ich bin nicht geil, weder in meinen Gedanken noch in meinen Gefühlen.

Und dieses junge Frauenzimmer hier ist so hart und spröde wie Eichenholz.

Jetzt seid ihr dran.

Streichelt ihr die Lände und ich sage euch, ihr werdet euer blaues Wunder

erleben.

Das Geheimnis. Ich kenne jetzt das Geheimnis des berühmten Wettes der Santa

Croce.

Das Geheimnis des berühmten Wettes von Santa Croce.

Das ist nur ein Teil des Geheimnisses.

Warum erzählst du mir es nicht ganz?

Was ich mir wünsche ist... Was?

Die Frau zu finden, die dieses Geheimnis nicht ergründen will.

Müssen wir bald am Grenzübergang sein.

Was hältst du davon, Susanne? Ich werde diesen verdammten Brief selbst zu diesem

Konto bringen.

Das kommt gar nicht in Frage. Mit der ersten Uniform, die dir über den Weg

läuft, fängst du krachernd und wir sind unten durch.

Das ist ungeheuerlich. Durch dich hat es doch bis jetzt immer die größten

Verwicklungen gegeben.

Ich bitte dich, gib mir jetzt den Brief.

Ich habe mein Wort gegeben, dass ich den Brief persönlich dem Konto übergebe.

Bericht über den Marquis Uppolite Servkornisch. Er betrat gegen

durch eine Geheimtür das schlafgemachte Herzogin und die Geräusche lassen auf

fürchterliches Schließen.

Was man nicht im Kopf hat, muss man eben woanders haben.

Pippo?

Was Neues aus der Stadt? Die Frau des Bürgermeisters lag heute Nacht mit...

Moment!

Sofort notieren, das kommt in das neue Decamerone.

Was irrt man über die neue Weinsteuer? Die Bürger mochen und rebellieren. Gut.

Sehr gut.

Rebellion ist immer ein guter Anlass.

Es wird endlich Zeit, dass in Luca die Köpfe rollen.

Ist mein Befehl von gestern weitergeleitet worden?

Natürlich.

Unverzüglich. An den Grenzen werden verdächtige Personen festgehalten.

Ich möchte über alles informiert werden.

Probieren bitte.

Wohin wollt ihr?

Wir sind Schauspieler.

Und wir treten ein Engagement an den Luca, versteht ihr? Ja, ja doch.

Ja. Nach Luca wollen wir.

Luca. Luca!

Ja, ja. Wir sind auf dem Weg nach Luca, hä?

Was ist los?

Eine Ladung Künstler auf dem Weg nach Luca.

Aufkommen. Na los.

Nicht er.

Sie da.

Oh nein, ich komm.

Mit mir geht's schneller. Ich hab sie doch.

Keine Angst.

Nach vorwärts.

Hey, unsere Papiere. Die kriegt ihr sofort wieder, so wie die gesetzlich

festgelegten Zollgebühren ordnungsgemäß erlegt sind.

Was heißt Zollgebühren? Wir haben nichts zu verzollen.

Das bestimme nur ich.

Ach, ihr bestimmt vermutlich auch, auf welche Art diese Gebühren zu erlegen

sind. Ihr habt es verraten, wer so schön ist, kann gar nicht genug Zoll erleben.

Mit dem Mieder in der Hand kommt man durchs ganze Land. Das gilt auch für den

kleinen Grenzverkehr.

Ein Brief an den Conte Santa Croce.

Das allerdings ändert die Situation gewaltig, mein Vögelchen.

Das ist eine Extrapost für Ihre Hoheit, die Herzogin von Luca.

Direkt aus Ihrem Modehaus in Paris.

Wir haben den Auftrag, alles zu durchsuchen. Auch die Extrapost.

Kann ich euch irgendwie behilflich sein?

Sehr galant von euch. Dieser Lümmel will mich hinhalten. Hey, die Komedianten

werden nicht über die Grenze gelassen. Pierre, die Papiere einziehen.

Hey, was soll das? Wo will er denn mit meinen Papieren hin?

Was machen wir denn jetzt? Ich finde das unerhört. Wo sind denn unsere

Dokumente? Wir wollen doch nach Luca.

Ruhe! Bevor ihr weiterzieht, werdet ihr alle überprüft. Es kommt keiner durch.

Es sei denn, wir beide finden eine Lösung.

Wenn ihr noch weiter Schwierigkeiten macht, dann zwingt ihr mich dazu, die

Zollgebühren zu erhöhen.

Wollt ihr das?

Wie hoch ist die einfache Gebühr?

Ich lasse mit mir reden.

Danach.

Danach?

Also gut.

Wenn ich mir euch so ansehe, dann müsst ihr eine verteufelt süße Währung haben.

So, denkt ihr.

Sie

werden

euch nicht drüber lassen. Fahr zurück zur Scheune, wo wir übernachtet haben.

fahre nach Luca. Wo steckst du denn?

Wir können fahren.

schon längst getan.

Ich bin aufgespießt, ihr Schatzköpfe.

Du reitest mit dem Dokument nach Luca zu Monsieur Leduc. Das Weibstück muss

festgenommen werden.

Hörst du einen Unsinn, das neue Decamerone.

Als ich Gouverneur in Gießen war, haben mich die Wirtinnen verseunmöglich

gemacht.

Und äh, Die gleiche Strategie wenden wir gegen den Konter an.

Wir sollten ihn umbringen. Das ist meine Spezialität.

Nein, das ist zu arg. Was passiert dann mit all meinen guten Geschichten über

ihn? Ich bitte euch.

Die Geschichten, die du beobachtet hast, kleiden wir in Ferse und drucken sie

für die Bürger von Lukas.

Famos, famos. So werden sie alles über ihren herrlichen Konter erfahren.

So ist es.

Die Bürger werden sich gegen ihn wenden und er verliert seine Güter.

Sie werden mir gehören.

Uns.

Uns natürlich.

Es wird ein Mann voll Saft und Kraft, zum Wohl von Lukas Bürgerschaft.

Er macht als wahrer Kenner den Frauen die schönsten Augen und Herner für die

Männer.

So kam zum Schneider jüngst ich hin, jedoch wo war die Schneiderin?

Sie war nicht zu erblicken, denn unser Konter hatte ihr grad was am Zeug zu

blicken.

Oh.

Tropfen. Schnell ins Bett.

Ja, Meta. Mein Schätzchen.

Das musst du hören.

Mein Stärkungsmittel, mein Männchen. Die Herztropfen. Diese Geschichte ist

einfach köstlich.

Mein Lieber, du brauchst dich nicht zu beeilen. Sonst fällst du wieder die

Treppe runter.

Lass dir ruhig Zeit.

Dein Pult ist ganz normal.

Hör zu.

Er hat auch noch eine Bürgerfrau und die war ganz besonders schlau.

Sie lag im Bett und grinte, die, weil ihr Mann der älter war, die Kunden nur

bediente. Was soll denn das bedeuten?

Bedeuten? Hörner bedeutet das, mein Schätzchen. Moment.

Doch kam der Mann zur Unzeit rein, da fing sein Weibchen an zu

schreien. Fühl mal, das Herz ist klopfen.

Ach, Schätzchen, geh sofort zurück. Ich brauche meine Tropfen.

Schätzchen, geh zurück und hol mir meine Tropfen.

Herztropfen.

Ja, Herztropfen. Er benimmt sich skandalös. Weiß er denn nicht, dass

mittags ins Bett muss?

Eure Gnaden.

Mein Kompliment.

Sie ist noch jung, sie muss sich schonen.

Verstehe dich. Ich zeige dich an, wenn du mir nur ein Haar krümmst. Vier Meter.

Du kennst das neue Gesetz. Ja, bitte, meine Herren. Ich kann ja auch nicht

sehen.

Da kommt die.

Nicht zurecht. Die Frau des Buchendlers war

hell.

Die steckte Kopf durchs Buchgestell.

Du, du etwas weiter sagen?

Nein, nein, meine Liebe, ich dachte nur, das ist schon gut.

Weißt du vielleicht noch von dem Geheimnis des berühmten Bettes der Santa

Wer weiß das nicht?

Was? Du gibst dazu?

Viel schlimmer. Ich gestehe, ich habe das neue Decamerone gelesen.

Du wartest also nicht?

Was war ich also nicht?

Das Frauenzimmer, vor dem der Bürgermeister floh, als er mit nacktem,

Natur sie geschaffen hat, an das Grundes Bett gestanden hat.

Ich finde es bedauerlich, dass du nicht einmal weißt, wie deine eigene Frau

nackt aussieht. Ich verlange eine Antwort.

Bitte überzeuge dich.

Da geht er hin, den jeder kennt, den mancher Mann hier Schwager

nennt. Und zwar mit vollem Recht, denn die Verwandtschaft liegt ja hier

buchstäblich im Geschlecht.

Was wollt ihr von mir? Wir wollten euer Gnaden vorschlagen, eure Vorliebe für

das schöne Geschlecht anderweitig auszuleben als bisher.

Ja, anderweitig. Wenn möglich, nutzbringender für uns.

Was meint ihr damit?

Nun, das heißt, dass die Herzogin nur in einer Lage...

Wirkungsvoll zu beeinflussen. Ja, sehr richtig. In der Waagerecht.

Ich verstehe.

Ihr wollt, dass ich für euch in ein korsisches Bett krieche.

Wer in diesem Bett regiert, der regiert auch in Lukka.

In diesem Bett werden die Steuern gehoben und nur dort, wo etwas gehoben

kann es auch wieder gesenkt werden. Ihr seid wahnsinnig. Was interessieren mich

eure Steuern? Ich habe nichts davon.

Dann solltet ihr es für eure Verwandtschaft tun.

Verwandtschaft?

Ihr habt euch selbst zu unser aller Schwader gemacht.

Halten Sie Gnaden, Herr Schwager.

Helft uns, Schwager. Tut es für unsere Frauen, Herr Schwager. Seid ihr uns

schuldig, Herr Schwager?

Moment.

Nennt mich nicht euren Schwager.

Ja, aber uns Ferner aufzusetzen, das ist keine Kunst. Aber sich mit der Herzogin

ins Bett zu legen, das verlangt einen echten Könner. Und sich mit dem

gefährlichen Serla mit anzulegen, das würde uns imponieren. Das Bett der

Herzogin ist zwar noch besetzt. Nicht doch.

Belebt. Belebt.

Belegt durch den Marquis Hippolyt. Ja, ein Stier an Tapferkeit und Manneskraft.

Ugo, sattle mein Pferd und bring den Degen.

Euer Gnaden werden sich doch nicht unseretwegen in Gefahr begeben.

Ich möchte diesen Stier an Tapferkeit und Manneskraft kennenlernen.

Und außerdem möchte ich mir das Bett der Herzogin mal von innen ansehen.

Nun kennt ihr das Geheimnis des Bettes der Santa Claus.

Das Geheimnis des Bettes der Santa Croce. Höchst interessant.

Weiter, Petronella.

Ich bin sehr gespannt.

Dem Mann der schönen Bäckerin, dem half er in gewissem Sinn. Er ist ihm

beigesprungen, doch kam dabei kein Brotzustand, nur kleine Bäckerjungen.

Und da kamen noch zwei Dutzend andere.

Zwei Dutzend?

Und alle diese Eskapaden von einem Mann?

Meine Güte.

Entweder ist alles erfunden oder dieser Mann ist ein Wunder.

Ich bringe dir Hutschan.

Ein kleiner Hengst ohne Weide. Ohne Weide?

Ihre Hoheit beabsichtigt, die Güter von Santa Croce mir zu übereignen.

Es handelt sich nur noch um ein paar... Ich würde es anders formulieren. Es

handelt sich nur noch um ein paar Nächte.

Nehmen Sie sich in Acht, Marquis. Dieser Santagrotche stößt eine scharfe Klinge.

Na und? Ich werde ihn durchlöchern, wie eine Reisekopf. Das sind neue Kleider.

Oh, ich bitte um Vergebung.

Ich bringe die Kleider aus Paris für die Herzogin.

Oh, meine liebe Coralie, endlich bist du wieder da.

Was bringst du mir aus Paris mit? Briefe von Ihrem kaiserlichen Bruder. Ach, was

interessieren mich die Briefe, auch wenn sie von Napoleon sind. Ich meine was

anderes. Kleider. Was ist die neueste Mode? Ach, ihr werdet entzückt. sein so

herrlich ist. Ich zeige es euch. Schnell, Corelli, ich bin so neugierig.

warst so lange fort.

Sie gestatten Hoheit, es ist der letzte Schrei in Paris, dass die neuen

Kreationen den Damen vorgeführt werden.

Ich zeige euch zuerst ein kleines Nachmittagskleid, das unter Umständen

nach... getragen werden kann. Der Rock ist so durchsichtig wie die Absichten

Kavaliere, die euch darin beglücken. Die Weite des Rockes gibt euch die

erforderliche Bewegungsfreiheit bei allen Gelegenheiten, bei Tag und bei

Diese Kombination wurde von eurem Couturier eigens für euch entworfen.

Schön, Coralie.

Ich finde, Ihre Reise hat sich sehr gelohnt. Mehr als gelohnt. Findest du

nicht auch, Petronella?

Ich kann mich nicht erinnern, bei meinem Leveillé fremde Reiter empfangen zu

haben. Ich bezweifle, dass ich euch so fremd bin, wie ihr glaubt.

Ich sehe, man studiert hier eifrig meine Lebensgeschichte. Eure

Lebensgeschichte? Oh, ihr seid dann.

Also, dann darf ich wohl fragen, was mir die Ehre eures frühen Besuches

verschafft. Ich möchte mit euch reden.

Ich will euch nur darüber informieren, dass ein Santa Croce weder sein

angestammtes Land noch seinen guten Ruf von irgendjemandem antasten lässt.

Und schon gar nicht von diesen korsischen Banditen.

Das ist wohl kaum der geeignete Ort, um mit einer Frau zu streiten. Der Ort, der

besser dafür geeignet wäre, ist leider schon belegt, wie ich hörte.

Und zwar von dieser traurigen Figur in Männerkleidung.

Das ist eine ungeheure Beleidigung.

Ich fordere... Ich meine... Revanche.

Gut, ich nehme eure Herausforderung an.

Innerhalb der nächsten Stunde. Ihr bestimmt den Ort. Nehmen Sie den Platz

der Ruine.

Auch bald.

Neben der Ruine.

In einer Stunde dann.

Auf Wiedersehen, Bandite.

Er sagt ein Mann.

Niemand zu sehen.

Das Großmord hat natürlich nur angegeben.

Feigling.

Er ist tot?

Davon habe ich nichts gesagt.

Natürlich habt ihr das nicht.

Aber ich habe mir gedacht, besser tot, als dass er euch das Bett der Herzogin

streitig macht.

Was das anbelangt, müssen wir uns etwas anderes einfallen lassen, um an die

Güter heranzukommen.

Die Güter werden im Bett verteilt.

Ich weiß.

Und das ist eben die Schwierigkeit.

Seid ihr impotent? Wie ist dieses Wort?

Seit Gießen lebt es aus, Susan.

Ich glaube, euch kann geholfen werden.

Bepo!

Bring das Wundermittel, schnell!

Schnell, habe ich gesagt!

Ich will nicht in mein Schlafzimmer. Alle Frauen, die meinen Herrn besuchen

wollen, als erstes in sein Schlafzimmer. Das ist doch verständlich. Für mich

nicht. Ich will nur mit ihm reden. Das eine schließt doch das andere nicht aus.

Sein Schlafzimmer ist auch sein Arbeitszimmer.

Ach! Ist der ein fürchterlicher Dreck hier. Ist denn niemand da, der hier mal

sauber macht? Willst du sauber machen? Ich bitte euch, der Conte ist glücklich.

Und wenn er hier ist, ist er ohnehin nur in seinem Arbeitszimmer. Heute wird er

nicht so schnell hier sein. Er hat ein Duell im Wald an der alten Ruine. Ein

Duell? Das erledigt er im Handumdrehen. Er braucht ja seine Kraft für... Für

sein Arbeitszimmer. Ich kann es mir vorstellen.

Bitte.

Ich höre ihn kommen.

Es muss ihm etwas zugestoßen sein.

Wo liegt die alte Hülle? Auf dem Weg zur Grenze rechter Hand bei der alten

Bildsäule.

Das Wundermittel.

Wie wir das Unmögliche möglich machen.

Wenn das wahr ist, dann glaube ich ab sofort an Wunder.

Ich muss trotzdem immer an den Magie -Ippolitz denken. Es lässt mir keine

dass er hinter den Gütern von Santa Croce erregt.

Ihr müsst einfach besser sein als er.

Celina, zeig, was du kannst.

Ich muss das mit dem Kopf erreichen.

Der Kopf ist der falsche Körperteil.

Der richtige sitzt tiefer.

Wie steht's?

Der Kurier der Zollwache ist da und will euch sprechen. Was will er?

Euer Gnaden, Komödianten aus Gielten wollen einreisen.

Niemals! Er bürgt mir mit seinem Kopf dafür, dass wir es nicht tun. Niemals!

Das packte ich noch aus der Zeit, als ich Gouverneurin Gießen war.

Und das in meinem Bett.

Wollten mich umbringen.

Wo bin ich? Weder in eurem Schloss in Luca, noch in eurem Arbeitszimmer.

Wer seid ihr?

Das werde ich euch sagen, wenn ihr in Sicherheit seid.

Schlampe!

Wenn ihr jetzt nicht ruhig seid, dann lasse ich euch alles am Verhaften.

Befehl aus Luca. Die Komödianten dürfen auf keinen Fall die Grenze übertreten.

Die Dokumente sind von dir. Und die gehören uns. Die lassen wir uns nicht

nehmen. Nein, das sind unsere Dokumente.

So, und jetzt ist sie weg hier.

Zeig auf.

Na warte, Susanne.

Heute Abend kannst du was erleben.

Typisch, Andrea.

Bald wird er die Besitzurkunden haben.

Bald ist viel zu spät für uns.

Aber wir könnten doch inzwischen etwas unternehmen.

Ich kann euch nicht bezahlen. Ihr habt offenbar Kredit bei uns.

Schlechte Bezahlung sind wir gewöhnt.

Wir werden wegen euch nicht gleich behungern.

Wie wäre es, wenn ihr mich später für die Arbeit meiner Truppe bezahlt?

Und inzwischen stehen wir weiter in euren Diensten.

Ich kann euch leider nichts versprechen.

Solange mein Land noch besetzt ist.

Sollte man nicht erstmal herausfinden, wer es war, der auf euch geschossen hat?

Nein, da will ich euch nicht mit reinziehen. Müssen eure Feinde nicht

dass ihr tot seid?

Man muss sie in dem Glauben lassen.

Natürlich.

Dann werden sie sich eines Tages sicher selbst verraten.

Und wenn wir sie provozieren?

Es tut mir leid, aber ich muss euch die Wunde auswaschen. Ihr hattet einen guten

Schutzengel.

Wenn doch nur mein Bruder hier wäre.

Er wird hier sein.

Was sagt ihr?

Euer Bruder Andrea.

Euer Bruder wird in Luca sein.

Ich weiß auch, warum du das alles tust. Wirklich?

Dann brauche ich dir nicht noch lange zu erklären.

Weil dir dieser Kerl gefällt.

Ja, das stimmt, der gefällt mir. Aber deshalb tue ich nicht. Mir liegt nur

daran, dass wir zu unserem Geld kommen, wenn Tote zahlen nicht. Unsere

selbstlose Prinzipalin.

Und wie soll es weitergehen?

Wir werden in Luca einziehen. Ich als Andrea, Conte wie Santa Croce und du als

mein Kammerdiener.

Ich als Kammerdiener?

Niemals. Als Kammer.

Aber als deutscher Kammerdiener, das kann eine ganz gute Rolle sein.

Eure Gnade gestatten, eure Hosen müssen dringend geblühtet werden. Hopp, hopp,

zick, zack.

Puponickel muss den Reitknecht spielen und Füchsel den Stalljungen.

Aber was machen wir mit den anderen?

Was ist denn los?

Wir bitten um Verzeihung. Dürften wir uns bei euch unterstellen, bis das

Unwetter aufhört? Natürlich, aber warum seid ihr noch unterwegs?

Wir gehen zum Jahrmarkt, nach Luka.

Einmal im Jahr treffen sich alle Dienstboten der Umgebung auf dem

Jahrmarkt in Luka. Kinder, ich habe eine Idee.

Na, lass unsere Bauernkostüme auspacken.

der Klotsche aufhalten will, in sein Stammschloss zu reiten. Der muss früher

aufstehen. Merkt er sich das?

Der Marquis überlebt.

Brüste sich damit, Enrico im Duell erledigt zu haben.

Das schmeichelt der Herzogin.

Wenn euch nicht bald was einfällt, werdet ihr nie aus eurem Bett kriegen.

Versager.

Dann müssen wir eben ein anderes Mittel probieren.

Pieper soll es holen.

Ich gebe noch nicht auf.

Ich möchte wissen, wer das Geheimnis von dem berühmten Bett verraten hat. Ich

kenne diese Geschichte nur von euch. Dann habt ihr sie wahrscheinlich

weitererzählt.

Dann lass mich Andrea Santa Croce essen.

Der junge Herr Andrea.

Willkommen zu Hause.

Wie sieht es denn hier aus?

Der Marquis Hippolyt soll euren Bruder getötet haben. Im Duell.

Geh zur Seitenpforte, Ugo.

Ja.

Der ist schwer.

Wir fahren weiter.

Vorsichtig, bringt ihn ins Schlafzimmer.

Susanne, es klappt alles wie am Schnürchen.

Jeremias, fall mir gefälligst nicht aus der Rolle.

Ja, Herr Gnaden, ich warte untertänigst auf eure Befehle. Lass er hier sauber

machen. Lass er sofort sauber machen.

Hopp, hopp, zick, zack.

Herr Gnaden, seine Gnaden warten im Arbeitszimmer auf euer Gnaden. Sag

Bruder, ich komme.

Susanne, du gehst nicht in das Arbeitszimmer seiner Gnaden.

Jeremias, halte dich gefälligst an meine Befehle.

Ferdinand, Liebster.

Keine Angst. Hast du vergessen, dass ich sein Bruder bin?

Das wird ja sauber gemacht.

Zickzack. Ich will kein Stäubchen mehr finden.

Na, mit der Ruhe, Herr Kamadiner. Die Unterredung zwischen den beiden Brüdern

wird ja etwas dauern.

Gnaden belieben mich bereits wieder zu verwechseln. Ich bin weder Elisa, noch

bin ich eine korsische Banditenherzogin. Wer redet von Elisa?

Ich will dich, Susanne.

Mein Name ist zur Zeit Andrea.

Conte Santa Croce di Luca.

Du brauchst mir keine Komödie vorzuspielen.

Wir sind doch unter uns.

Ihr habt mich aber als Komödiantin engagiert, wenn ihr euch erinnern wollt.

Warum denn nicht, mein Kind?

Ich kann nicht lesen. Das ist auch nicht notwendig. Dafür hast du sicher andere

Qualitäten. Das muss in der Familie liegen. Meine Schwester hat unlängst

Zillinge von ihrem Herrn gekriegt.

Da hast du bei uns nichts zu befürchten. Mein Mann hat bisher nicht mal einen

kleinen Buchhändler fertiggebracht. Er liebt so viel.

Sie sieht so aus, als ob sie nicht bis drei zählen könnte.

Ich hätte zählen nie gebraucht.

Und wie hält es mit den Männern? Ich bin darin so ungeübt, ich mache ihnen die

Augen zu.

Wir könnten uns verstehen.

Wenn sie die Augen auch künstlich zumachen.

Ich kann euch versichern, ich kann schweigen wie der Strohsack eures

Der Strohsack meines Ehebettes?

Ich hoffe doch sehr, dass der Strohsack eures Ehebettes auch im Garten keine

Geschichten erzählt, in denen dieser nicht vorkommt.

Sie wird die Hemden und auch die Hosen waschen. Auch die vom gnädigen Herrn?

Warum nicht?

Oh nein, ich fürchte mich. In den Männerhosen ist der Teufel drin.

Das sollte sie nicht zu laut sagen. Die Männer könnten es als Kompliment

auffassen.

Hatten Sie hier Polizisten?

Nein, nicht so.

Was kann ich für Sie tun?

Ist das der Palast der Santa Corte?

Ja, Herzogin, das ist er.

Könnt ihr mir sagen, was mit dem Conte geschehen ist?

Ich habe ihm eine Lektion erzeigt.

Er ist tot oder geflohen, Herzogin.

Er wird euch nicht mehr belästigen.

Ehrlich gesagt fühlte ich mich von ihm nicht belästigt.

Verlasst euch drauf. Ich muss weiter den Andrea spielen.

Meine Schulter.

Ein zweites Mal falle ich nicht darauf herein.

Wir sollten lieber darüber nachdenken, wer einen Grund haben könnte, euch zu

töten. Und ich glaube fast, der ist nur am Hof der Herzogin zu suchen.

Ist es denn... Ist es denn nicht wichtiger für dich, das Geheimnis des

der Santa Croce zu ergründen?

Ich glaube, es gibt gar kein Geheimnis.

Damit ihr es wisst, ich halte nicht viel von Küssen. Und von einem unrasierten

Mann geküsst zu werden, ist mir ein Gräuel.

Die Herzogin... Die Herzogin ist auf dem Weg zum Palast.

Sie wird ihn auf keinen Fall betreten.

Habt ihr Angst vor ihr?

Vor einer Frau?

Sag mal, für was haltet ihr mich?

Was fragt ihr mich?

Das kann ich euch sagen.

Nein, lieber nicht.

Doch, hört gut zu. Lasst eure Finger künftig von Susanne.

Oder ihr kriegt es mit mir zu tun.

Wer seid ihr? Was maßt ihr euch an? Seid ihr ihr Vater?

Der junge Herr.

Euer Bruder geht der Herzogin entgegen.

Zusammen.

Ugo, bring mir mein Rasierzeug.

Würdet ihr mir bitte einen Gefallen tun?

Aber gern, mit Vergnügen.

Wenn Eure Hoheit die Güte haben würden, mir den Mann zu zeigen, der meinen

Bruder umgebracht hat, ihn im Duell getötet.

Aber ja, es war der Marquis des Herf -Kornich, Monsieur.

Was soll das?

Bis ihr trockengelegt seid.

Hugo?

Wo bleibt mein Rasierwasser?

Was ist los?

Du lässt dich doch einhören von diesem augüsten Kasanova. Du bist doch nur

eifersüchtig. Ei, versuch dich, ob diesen Geborenen nichts tue. Die wollen

alle nur eins von dir. Selbst die Herzogin läuft dir schon nach. Warum

Ich glaube, gerade die ist ganz verrückt nach mir.

Ferdinand.

Ihre Hoheit erwarten den Konto heute Nachmittag zum Tee. Das ehrt mich.

Ehrlich gesagt hatte ich das auch nicht anders erwartet.

Ihr seid hübsch, ihr gefällt mir.

Sagt eurer Herren meinen Dank. Ich komme, aber erst dann, wenn ich will.

Sanne, treib es nicht zu weit. Die Menschen in Lucca kennen Andrea besser

du.

Vergebenheit, euer Gnaden.

Einen Moment.

Willkommen zu Hause, euer Gnaden. Ja, und unser tiefes Beileid für den

schmerzlichen Verlust.

Leider.

Leider. Keine Audienz heute.

Morgen.

Unser Anliegen eilt.

Ja, und vor allem, nachdem zu sehen war, in welchem Maße Ihre Hoheit die

Herzogin von Euer Gnaden beeindruckt war.

Euer Gnaden sollten das Eisen schmieden, solange es noch scharf ist. Ja, morgen.

Das ist noch scharf genug.

Hopp, hopp, zack, zack. Es handelt sich sozusagen um ein Vermächtnis Eures

seligen Herrn Bruders. Ja, er versprach uns, die Herzogin in die Hand zu nehmen.

Ich meine, diese Sache in die Hand zu nehmen. Er versprach uns, die Herzogin

die Hand zu bekommen, um so unsere Steuern...

um so unser Schicksal zu steuern.

Ugo!

Ich will jetzt mein Rasierwasser haben.

Frau, dein Bruder wird draußen gerade eingeseift.

Was ist da draußen eigentlich los?

Sie verlangen von ihm, von ihr, er soll, sie soll der Geliebte, die Geliebte der

Herzogin werden.

Mein Bruder scheint es ja in der letzten Zeit ganz schön getrieben zu haben, wie

ich höre.

Wenn euer Gnaden diese Verse im Neuen Dekamerone lesen. Es geschieht euch ganz

recht. Warum lasst ihr euch das von euren Weibern bieten?

Was sollten wir denn tun? Wir dürfen unsere Weiber ja nicht mal mehr prügeln.

Ihr solltet Gleiches mit Gleichem vergelten.

Vorsicht, ich weiß nicht. Euer Gnaden stellen sich das in ihrer Jugend so

einfach vor.

Es genügt schon, wenn ihr eure Dienstmädchen mit Geld bestecht, damit

als ob sie ein Verhältnis mit euch hätten. Ihr sollt mal sehen, wie zahm

eure Weiber werden.

Zuallererst schafft einmal Ordnung in euren eigenen Ehebetten. Das Bett der

Herzogin, das überlasst nur mir. Mit der werde ich schon fertig.

Ordnung in den Ehebetten. Ja, sehr gut.

Vielen Dank.

Vortrefflich. Doreen, Bertha und Agathe arbeiten ausgerechnet in deren Häusern.

Pumpernickel, ich benachrichtige sie sofort.

Jawohl, Prinzip Barit.

Und du vergibst die Herzogin.

Im Gegenteil. Heute Nacht gehe ich zu Ihnen.

Zu wem?

Zu eurer heißgeliebten korsischen Banditenherzogin. Ich werde dich

Heute Nacht.

Heute Nacht?

Der Marquis Ibolet ist in Untenade gefallen.

Und schon morgen kann dieser Santa Croce neben ihrem Bett liegen.

Und dieser Saft hier wirkt? Und ob der wirkt, ihr werdet sehen, euch werden die

Hosen zu eng.

Wie lange?

Ein Tochen wirkt eine Minute.

Na komm, mein Kleiner, nur ein Tröpfchen.

Ich möchte es ausprobieren.

Oh, Celina, aber schnell.

Zwei, drei.

Zehn Minuten.

Das soll mir genügen.

Ihre Hoheit, die Herzogin lassen um den Akt der Grafen Santa Croce bitten.

Um den Akt? Um den Akt bitten?

Das werden wir gleich haben.

Akt!

Den Akt über die Enteignung der Güter der... Natürlich, was denn sonst?

Hübsche Knospen habt ihr da.

Kommt, wir suchen.

Er hat einen ganz seltsamen Blick.

Warte auf mich, ich habe einen eiligen Fall.

Oh, mein Ruck!

Aber ich bitte

euch, wo soll denn hier ein Akt sein?

Das will ich euch ja gerade zeigen.

Ihre müssen nur ein bisschen mithelfen. Coralie!

Coralie!

Ihre Hoheit sucht nach dir.

Ich habe das Gefühl, sie ist völlig durcheinanderbehandelt.

Mein Lieber, ich habe geträumt, ihr hättet mich umarmen. Ist das wahr? Ich

allein mit euch und ich konnte euch meine Ergebenheit zeigen.

Nein, nein.

Schnell, zieh dich aus.

Schade.

Oh,

jetzt habe ich die letzten Tropfen verschüttet.

Das sollte doch mir passieren.

Denn bevor will ich mir in den nächsten Tagen seine Apotheke zeigen, damit seine

Frau eifersüchtig wird. Hoffentlich ist es eine große Apotheke. Dort kann

manchmal kein Breit voll sein.

Was meinst du, was ich in den nächsten Tagen mit meinem Bürgermeister mache?

Hast du gehört, was Doreen mit dem Buchhändler erlebt hat?

Mein Kirschenmünchen, mein zartes Pfirsichhäutchen.

Mein festes Apfelbäckchen. Diese Obstmahlzeit sollte wohl vollständig

durch zwei rote Himbeeren. Ich bin überzeugt, dass wir auch diese durch

Suche finden werden, wo immer sie versteckt sein mögen.

Na nun, ist was?

Schlechte Laune, meine Liebe.

Das sind mir ja schöne Geschichten. Das ist wirklich eine hübsche Geschichte,

die euer Mann erzählt.

Eine schöne Geschichte.

Du hinterlistiger Lustmolch. Ich weiß gar nicht, warum du dich aufregst. Ich

lese das, was hier geschrieben steht von Boccaccio.

Es handelt von Früchten.

Ja, es sind genau die Früchte, nach deren Genuss man Zwillinge bekommt.

Gleich Zwillinge.

Ich will dich ja nicht mehr sehen, du scheinheilige Heuchlerin.

Such dir dein Obst woanders. Halt, Moment. Sie hat ja gar keine. Sie ist da

oben.

Und dir kann ich nur eins sagen. Wenn du Appetit auf Beeren und Pflaumen hast,

gegessen wird zu Hause. Oh, gern.

Komm mit.

Schätzchen.

Schätzchen.

Also, das muss ich dir erzählen, Schätzchen.

Stell dir vor, Angelina hat... Schätzchen. Mein Stärkungsmittel, das

Ich eile. Du brauchst dich nicht zu beeilen. Nimm dir Zeit, sonst hältst du

noch über die Treppe. Lass dir nur Zeit.

Sag mal, warum soll ich mir Zeit lassen mit den Tropfen?

Es ist schon dunkel und die Treppe ist steil.

Oder vielleicht deswegen.

Was suchst du da unten?

Ich wollte am Strohsack horchen, ob er mir vielleicht etwas zählt. Na, das

ich mir ja denken können. Raus hier, such dir einen anderen Strohsack, du.

So, jetzt werde ich mal feststellen, ob du wirklich ein Stärkungsmittel

brauchst. Tiameter, Tiameter.

Sida, ich brauche wirklich keins.

Achtung, sie kommt.

Nein, nicht den Teufel, nicht den Teufel. Ich fürchte mich vor dem Teufel.

Nein. Oh, habe ich dich endlich mal erwischt.

Wobei, mein Täubchen?

Hier hat doch eben mein Frauenzimmer geschrien.

Keine Menschenseele, du träumst.

Nein, Bürgermeisterchen, nein, nein.

Hast du etwas vergessen, mein Kind?

Hier hat doch jetzt jemand geschrien.

Du musst übermüdet sein, mein Teufel. Geh ins Bett.

Warum hatte ich nur solche Angst, Herr Bürgermeister? Solche Angst vor dem

Teufel.

Ich bin nicht übermüdet. Dann hör zu, Gespenster, meine Liebe.

Nächstens wirst du auch noch welche sehen.

Und vielleicht glauben in meinem alten Aktenschrank stehe ein nacktes Mädchen.

Hast du das nicht gesehen? Da stand ein Akt in deinem alten nackten Schrank.

Du verwirrst mich.

Ich hätte geschworen, dass da vorhin jemand war.

Lass uns gehen. Wohin?

Ins Bett, Cesare.

Nach der Liebe.

Heute Nacht versagt, Ladük.

Ohne Saft.

Die Dinge werden bald gut stehen.

Ich bringe dir neuen Saft.

Langsam.

Es ist noch zu früh.

Der Herzogin liegt noch nicht in ihrem Bett.

Also erzähl, Coralie. Ich bin ja so gespannt.

Was hat der Conte gesagt?

Er hat gesagt, er würde kommen. Aber den Zeitpunkt, den bestimme er.

So eine Unverschämtheit.

Aber es imponiert mir.

Mein Nachthemd.

Coralie, hast du was gehört?

Wie lange muss ich noch bitten, bis ich mein Nachthemd kriege?

Der Marquis Hippolyte Sarkoni fragt, wo sein Nachthemd sei.

Sag ihm, es liegt auf seinem Bett. Im Südflügel, wo der Marquis heute

wird. Allein. Was?

Susanne, gib es auf, bitte. Ich erlaube dem Marquis, sich zurückzuziehen.

Hoffentlich fällt er dabei nicht wieder in den Bruch.

Die neue Bürste aus Paris, Kobalik.

Sofort, Hoheit.

Die Ruftanne ablenken.

So etwas liegt dir vorzüglich. Erlaube, Mann.

Was macht die? Ich bitte um Vergebung, aber...

Mein Herz ist so entflammt für euch seit gestern an der Grenze, dass ich einfach

nicht anders konnte.

Ich sehe, ihr habt Wort gehalten, Conte.

Ein Santa Croce hat noch niemals eine schöne Frau warten lassen.

Eine sympathische Eigenschaft.

Aber wo ist Coralie?

Ich habe sie ins Bett geschickt. Ich werde sie würdig vertreten.

Ich sehe, ihr versteht euch auf Frisuren, Conte. Ich habe genügend

sammeln können.

So jung?

Und schon so viel Erfahrung?

Madame... Ich möchte mit euch über meinen Bruder sprechen. So, warum nicht?

Kommt mit.

Na, kommt.

Ich wollte vorerst mit euch reden und weiter

nichts.

Wir wollen uns ja auch unterhalten, aber ich finde, im Liegen kommt man zu

besseren Ergebnissen.

Aber Gespräche in der Horizontalen haben meistens nur ein Thema.

Sollte einem Santa Croce dieses Thema zu gefährlich sein?

Es gibt kein Thema, was ein Santa Croce fürchten müsste, weder senkrecht noch

waagerecht. So, neuer Versuch.

Ist das nicht zu viel?

Wir gehen auf Nummer sicher.

Das ist die falsche.

Nein, das ist die richtige.

Nein, so wie die Sache steht, ist das die richtige. Nein!

Der Hohlkopf Hippolyt kann es nicht gewesen sein. Wer also war es?

Denkt ihr wirklich, ich befasse mich damit, Männer zu vernichten?

In gewisser Weise schon.

Lasst uns probieren, ob wir die gleiche Weise meinen.

Königliche Hoheit, ich werde mir erlauben, Königliche Hoheit, euch eure

Schwester anzumelden. Königliche Hoheit. Erlaube sie sich, aber schnell.

Vergebung, euer Gnaden.

Seine Hoheit, der König von Sizilien. Mein Bruder Josef, warte auf mich.

Josef, was führt meinen Bruder nach Lucca?

Elisa, hast du denn die Botschaft von Napoleon nicht erhalten?

Aber ja, habe ich das. Coralie hat sie aus Paris mitgebracht.

Aber ich hatte noch keine Zeit, sie zu lesen.

Keine Zeit, sie zu lesen?

Er bittet uns zu einer dringenden Familiensitzung.

Erklär mir das morgen, lieber Bruder.

Petronella, das blaue Zimmer für seine königliche Frau. Ich kann auf keinen

hierbleiben. Du fährst sofort mit mir nach Gießen.

Ich bin Seladük, euer Sklave und euer Meister.

Ich werde euch einführen als meine Schülerin in die großen Geheimnisse der

Liebeskunst. Bitte ein Zeichen, ein kleines Zeichen eurer Gunst. Oh, ich

euch, meine Königin, ich kann bald nicht mehr.

Ich verdiene das.

Ich verdiene das, was ich verlange.

Ich habe es tausendfach verdient. Wer hat ihn denn vernichtet?

Diesen widerwärtigen Feind in Santa Croce.

Ich.

Na also.

Von wem ist das neue Decamerone? Von mir.

Aber damit haben wir zunächst nur seine moralische Vernichtung erreicht.

Aber dann habe ich seinen leiblichen Untergang angeordnet und ausführen

Ich schlag Dück.

Seid der Kotsche tot.

Fini.

Alles für euch.

Für die Königin meiner unstilbaren Sehnsucht.

Ich kann nicht mehr.

Erbarmt euch meiner. Ich muss euch meine Liebe beweisen.

Nein, ihr, der Gouverneur von Gießen.

Susanne, die Wirtin von der Lahn.

Latouche, Vipo, festnehmen.

Nehmt sie fest. Wenn sie mit der Ärzte entspricht, sind wir verloren.

Sind wir verloren.

Latouche,

was denn? Oh, ich irrte, dass jemand die Kühnheit hatte, in das Schlafzimmer

eurer Ohrheit einzudringen. Aber wo ist er?

Geflohen vermutlich. Dieser Mensch ist eine Gefahr.

Ich habe plötzlich das Gefühl, dass Hoheit in Gefahr sind. Es gibt eine

und die begebe ich mich manchmal sehr gerne.

Ich verstehe. Ich sollte euch über diesen Menschen informieren. Später,

Ihr sollt packen, denn in einer Stunde reisen wir.

Reisen? Wohin? Nach Westfalen. Wir treffen den Kaiser.

Ihr müsst mich unbedingt begleiten, Sir Laduk, denn ich brauche euren Rat.

Coralie, Petronella!

Schnell in den Turm mit ihr!

Die anderen sind im Schloss beim Santa Croce.

Schnell!

Nein!

Entsetzlich! Nein!

Sie haben schon mal nicht mehr gesehen.

Lass mich los!

Komm mit, wir gehen in den Palazzo Santa Croce. Für Komödianten ist im Turm noch

genug Platz.

Ihr wartet umsonst, euer Gnaden.

Susanne ist im Gefängnis.

Und was ihr da hört, ist die Palastwache, die die Kommendanten

Nicht doch, Hoheit. Damit helfen wir Susanne keinen Deut. Aber wir müssen

was tun.

Ich glaube nicht, dass hoheitlich unsere Vorstellungen im Kloster Talavera

ansehen werden.

Was soll das bedeuten?

Das ist ein Spiel, in dem nur Mönche und Nonnen auftreten werden.

Auf euer Wohl.

Das ist ein ganz besonderes Spiel, das wir heute Abend vorführen werden.

Ich bitte euch nachher nur das zu tun, was ich euch sage, sonst ist die

Vorstellung gefährdet. Ich verstehe und bin sehr gespannt.

Die Kostüme, ihr würdiger Bruder.

Gebt sie nur her.

Ehrwürdige Mutter.

Ihr habt vielleicht recht, San Laduc, wenn ihr hierbleibt. Außerdem habt ihr

jede Vollmacht. Danke.

Ich glaube, es gibt eine ganze Menge zu erledigen in Luca, oh Eid. Elisa. Ich

komme sofort, Joseph.

Ich denke, bei euch liegt alles in guten Händen.

Liegt wohl, Laduc.

Oh Eid.

Die Komedianten sind alle eingelocht. Latouche wartet auf uns im Tor.

Parole. Mein Sohn, heute sind Gefangene hierher gebracht worden? Ja, gerade

eben, ihr würdige Mutter.

Wir müssen zu Ihnen, geistlicher Beistand, mein Sohn. Das geht aber nur

einem Passierschein vom Haupt. Den haben wir, mein Sohn.

Es ist so finster hier, ich weiß nicht, ob ich... Ja, kommt mit rein.

So, sieht her. Frau wird in Kamau in den Knast, weil sie dem Herrn Ladück nicht

passt.

Sie nahm dies nicht so wichtig, ob Holz nun oder harter Stein, bei ihr liegt

stets man richtig.

Ihr auch alle?

Es darf kein einziger entkommen. Kein Grund, Sie so aufzuregen.

Aufzuregen? Die können mich noch ausgießen. Sie waren der Grund, weshalb

fliehen musste.

Ist dieser Kerl auch dabei?

Ja.

Selbst wenn er auch dabei ist.

Schmier.

Der ehemalige Gouverneur von Gießen. Bist du sicher, wenn ich nach Lugat

zurückkomme, kann der was erleben? Wir müssen ihm nach. Ich habe gehört, dass

mit der Herzogin fährt.

Nein. Nein.

Das ist doch nicht möglich.

Wir sind fort.

Geflohen. Kein Mensch mehr da.

Ihnen nach.

Wenn sie die Erzogin vor uns erreichen, sind wir alle drei verloren.

Schnell!

Jetzt kann ich es sehen.

Seid ruhig, seid doch ruhig, seid still um Himmels Willen. Ganz Gießen steckt

voller Soldaten. Natürlich, weil er wieder ein Land überfallen will. Er will

Österreich einmarschieren. Was habt ihr damit zu tun?

Und was soll der Herr da unten denken?

Der Herr denkt, dass man den Totengräber Europas ausblasen sollte wie eine

Stalllaterne.

Ist er schon eingetroffen? Noch nicht, euer Gnaden. Aber es ist ausgerufen

worden, dass er zum Mittag die Huldigung des Volkes im Schloss entgegennehmen

will. Was?

Die Herzogin von Lucca ist bereits angekommen.

Gut, komm, lass uns gehen.

Mit dieser Dame habe ich eine Rechnung zu begleichen.

Wir sollten die Rechnung mit Bonaparte begleichen.

Was haltet ihr von mittags, wenn er sich den Böbel zeigt?

Das wäre die beste Gelegenheit. Ihr seid alle verrückt geworden.

Angst, Hase. Die Wirtin von der Lahn wäre auf unserer Seite. Ach, das soll

doch.

So wird in Hand nur Spaß und Hohn.

Setz dir den höchsten Herrscher Klohn.

Er sprach die Ärzte auf Arsche. Der Kaiser setzte auf seinen Hund mit Augen

den Arsche.

Ruhe zum Donnerwetter.

Diesmal werden wir sie erwischen, ich bin sicher.

Da drüben ist eine Schenke.

Das sogenannte Wirtshaus an der Lahn.

Da werden sie ganz bestimmt einkehren.

Hört zu, ich werde mich inzwischen zur Erzogin begeben, bevor sie mit dem

reden kann. Was habe ich langsam gesagt? Wir tun die schwere Arbeit und ihr

sielt euch in den Salon. Wir sind da.

Diesen einen Gefall müsst ihr mir noch erweisen.

Susanne!

Das höre ich gern.

Und du sollst auch das Geheimnis der Santa Croce kennenlernen.

Ja, ich möchte einmal wissen, wie das ist, wenn man von einem berühmten

verführt wird.

Komm und zeig mir, wie du ein Mieder aufmachst und mir dabei Zärtlichkeiten

zuflüsterst. Wie du einen Gürtel öffnest und den Rock zu Boden fallen lässt,

ohne dass ich es merke.

Und dann zuallerletzt das große Kunststück mit dem Hemd.

dass man über den Kopf streifen muss.

Und dann, wenn man schon ganz willenlos und schwach geworden ist, der ersehnte

Augenblick, wo sich beide Körper endlich finden.

Hör auf, bist du verrückt geworden?

Nein, Enrico.

Aber der Gedanke ist unmöglich.

Wieso? Naja, das alles macht ein Mann nicht, wenn er eine Frau wirklich liebt.

Das wollte ich nur hören, Enrico.

Ich werde das alles vergessen.

Mein Palast in Luca, die Herzogin und meine Rache.

Ich werde jetzt ganz dir gehören.

Mit wem werde ich dich teilen müssen?

Mit niemandem. Ich gehöre nur dir ganz allein. Aber dein Stolz, deine Ehrsucht,

deine Abenteuerlust, was ist damit?

Die werde ich alle zum Teufel jagen.

Ferdinand!

Das sind doch die zwei von Luca.

Habe ich die beiden Herren nicht schon mal irgendwo getroffen?

Das ist durchaus möglich.

Das sind die beiden, die uns in Luca festgenommen haben.

Doch der kam leider nie zum Schlafen.

Und schien es mal zu gehen, dann prügelt er sich lieber rum. Ich kann das nicht

verstehen.

Bravo!

Bravo! So wie den beiden. Solltest allen verraten. Vor allem auch Napoleon.

Heute Mittag soll er daran glauben müssen. Ist Napoleon denn hier?

Ja, ja. Dann wird er den heutigen Tag nicht überleben.

Und für uns wird es die Stunde der Befreiung sein.

Ja!

Ah, der Buddha.

Das ist mein Talisman.

Stell ihn dort auf den Tisch.

Ich möchte, dass ihn niemand berührt.

Aber vorsichtig.

Es ist eine sehr kostbare Figur und für mich eine sehr liebe Erinnerung.

Schließ die Vorhänge.

Oh, halt einen Besuch. Er möchte euch dringend sprechen.

Napoleon? So schnell?

Nein, der Conte Santa Croce.

Oh, ich lasse bitten.

Verschwindet jetzt.

Ihre Hoheit bittet euch einzutreten.

Andrea?

Hoheit? Hier sind die Urkunden über den Besitz der Santa Croce.

Bringt sie mir.

Aber Andrea, die Papiere sind doch nicht so eilig.

Ich lasse euch rufen, wenn Ihre Hoheit euch brauchen sollte.

Ich musste Ihre Hoheit. Ich habe Neuigkeiten aus Lugar. Sehr dringend.

gerade gehen. Na schön, dann werde ich warten.

Ich habe Zeit.

Es wird etwas dauern. Hättet ihr gerne etwas zu trinken?

Ja. Oh ja.

Der Widerstand ist organisiert.

Napoleon soll erschossen werden, sobald er sich auf dem Balkon des Palastes

zeigt. Das ist eine Idee.

Natürlich ist das deine Idee.

Nur ein Santa Croce kann auf eine so blödsinnige Idee kommen.

Diesmal wird er sich das Genick brechen.

Ferdinand. Ja.

Ferdinand. Ja.

Ich will nicht, dass er sich das Genick bricht.

Also du liebst ihn.

Erwarte nicht, dass ich dir helfe.

Ferdinand. Ja.

Heute spielen wir ein Stück aus dem Stegreif. Die Ermordung des Conte Santa

Croce. Und unsere Zuschauer? Vor seiner Majestät Napoleon I., Kaiser der

Franzosen.

Bist du wahnsinnig? Nein, ich weiß genau, was ich sage. Halte dich bereit.

Vorstellung wird heute Mittag stattfinden.

Susanne. Ja? Sie sind hier.

Wer? Die Frauen und Mädchen der Männer, die Napoleon erschießen wollen.

Was hast du mit denen vor?

Komm, du rennst.

Hört zu, ihr wisst ganz genau, was eure Männer und Freunde vorhaben. Ja.

Und ich hoffe auch, dass ihr wisst, dass dieser Wahnsinn euren Männern den Kopf

kosten wird.

Gießen ist voll mit Besatzungstruppen. Es gibt nur eine Möglichkeit, die

Katastrophe zu verhindern. Aber dazu müsstet ihr alle zum Äußersten

sein.

Wenn euch eure Männer und eure Freunde tatsächlich mehr lieben, als diese

sinnlosen Putschversuche, dann müssen wir alle heute Mittag, wenn Napoleon auf

die Terrasse tritt... Elisa, wo bist du?

Natürlich. Im Bett.

Ich habe mit dir zu sprechen, Elisa.

Soll ich dich aus dem Bett holen?

Einen Moment, Bruder Hertz. Ich bin gleich fertig. Ihr nehmt euch einfach

unverantwortlich. Jerome macht sich hier in Westfalen zum Gespött der Leute.

Joseph ist in Sizilien kaum mehr zu verantworten.

Und du machst aus Luca ein Liebesnetz. Ein Bordell.

Oh, wie kann ein Kaiser ein so unschönes Wort aussprechen?

Ich habe dir Weisungen gegeben.

Nimm enge Kontakte mit dem Adel des Landes auf. Engere Kontakte als ich sie

habe, gibt es gar nicht. Ich weiß nicht, ob wir beide unter Kontakt dasselbe

verstehen.

Ich verlange eine befriedigende Mitarbeit.

Mehr nicht. Ich auch.

Man darf dir jetzt nicht in den Rücken fallen.

Du musst dir immer klar sein, was hinter deinem Rücken geschieht.

Ich bin mir sehr klar darüber, was hinter meinem Rücken geschieht.

Aber dann bis zur letzten Konsequenz.

Bis zur letzten Konsequenz.

Ich beabsichtige, dich zur Großherzogin von Toskana zu machen.

Und das sagst du so, als ob du von einem Todesurteil sprichst.

Wann hast du eigentlich zum letzten Mal gelacht?

Wer mich zum Lachen bringt.

Wer könnte von mir haben, was er will?

Susan.

Du kleine Komödiantin, Ratte warst tatsächlich schneller als ich. Aber das

dir nichts nützen. Du bist in die Falle geraten.

Halt! Stehen geblieben!

Hier geblieben!

Das ist dein Ende, du kleine, raffinierte Hure, du.

Was glaubt ihr euch?

Jetzt geht der Vorhang runter.

Seid ihr verrückt?

Ich war nie so klar wie heute.

Jetzt will ich das haben, was du auch den anderen nicht verweigert hast.

Was habe ich?

Zieh dich aus.

Pardon? Es ist deine allerletzte Chance.

Ach so, jetzt kämpfe ich. Wie schön, komm, beeilen wir uns, bevor es zu spät

ist.

Beide eigentlich nicht.

Da wird in Warne kluge Frau und darum wusste sie

genau. Um einen Mann zu zwingen, da muss die nackte Wahrheit

ihm gleich in die Augen springen.

Um einen Mann zu zwingen, da muss die nackte Wahrheit ihm gleich in die Augen

springen.

Wunderbar. Ich danke euch.

Die originellste Begrüßung, die ich jemals erlebt habe.

Aber ich wüsste trotzdem gerne, was dahinter steckt.

Wenn Majestät gestatten, dann werden wir euch das in einer Komödie erklären.

Sie versteht etwas von Diplomatie.

Sie spielt Komödie vor, um einem die Wahrheit zu sagen. Darf ich Ihre Hoheit

bitten, Monsieur Saint -Laduc hier zu zitieren?

Wer sind die Hauptakteure ihrer Komödie? Ein junger Adliger sowie ein Schurke

der gemeinsten Art.

Der Bursche lügt! Der Bursche ist ein Brauenzimmer! Ich kann euch versichern,

dass ich das besser weiß, Laduk.

Welcher von beiden ist der Schurke?

Dieser Galgenvogel.

Und er war es auch, der den Befehl gegeben hat, den Bruder des jungen

töten. Was?

Mein Bruder ist tot?

Alles Lüge.

Verzeiht, Majestät. Das ist eine Komplott gegen mich. Das ist eine

schmutziger Komediantenhirne. Was ist mit meinem Bruder geschehen?

Nichts, gar nichts. Nicht das Geringste.

Ihre Darsteller übertreiben.

Besonders der Schurke.

Aber Majestät, ich bitte euch, das Spiel hat ja noch gar nicht richtig begonnen.

Jetzt geht's los.

Und jetzt rufe ich den Geist des Toten Enrico.

Conte Santa Croce di Luca und befehle ihm zu erscheinen und

einzutreten durch diese Tür.

Nein, das kann nicht mit rechten Dingen zugehen.

Er sollte nur einen kleinen Denksättel bekommen.

Wer wollte sich die Güte der Santa Croce aneignen?

Ich.

Muss ich gestehen. Ich will nicht leugnen, aber... Und wer hat das neue

Decamerone verfasst?

Ebenfalls ich.

Und wer wurde in Gießen als betrügerischer Gouverneur seiner Ämter

Vorbei.

Ich hoffe, Majestät, unsere Komödie hat euch amüsiert.

Was sollte mit dieser allgemeinen Enthüllung vorhin enthüllt werden?

Ihr wisst es, Majestät, und ich weiß es.

Genügt das nicht.

Wollen wir es nicht dabei bewenden lassen, Majestät?

Einen Moment, ich erinnere mich ganz genau, dass du vorhin gesagt hast, wer

zum Lachen brächte.

Es ist leichter, eine ganze Armee zu kommandieren, als sich von einer

bezaubernden Frau nicht kommandieren zu lassen.

Ich danke euch.

Und wie lautet der Tagesbefehl der Oberkommandierenden?

Saint -Laduc müsste bestraft werden und der Conte sollte seine Güter zurück

erhalten.

Und wie wird die Hauptdarstellerin der Komödie belohnt? Durch eine Einladung an

den Hof des Kaisers. Der sich glücklich schätzt, in einer Armee von Marionetten

einen Menschen gefunden zu haben.

Voilà, bin fangen.

Hat sich wieder mal gelohnt.

Luca war doch ein Geschäft.

Und wie soll es jetzt weitergehen? Aber Höchstl, nicht fragen.

Immer der Nase nach.

Da wird dem Pferd in Saus und Braus zu neuen Abenteuern aus.

Sie treibt es in die Ferne und hat man erstmal diesen Trieb, dann treibt man's

oft und gerne.

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