All language subtitles for Sissi - 1955

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Original subtitles

Was für einen.

Das ist ein Bursche.

beim Essen.

Habt ihr mir genug übergelassen, dass wir schauen?

Ja, ich denke schon.

Zwei, vier, sechs, achtzehn Maske.

Kacke!

Jetzt schaust aus, wie gedaufte Maus.

Und du auch.

Thomas, gleiten Sie die Hoheiten um.

Ja, legen Sie die Prinzen trocken.

Dann nehmt euch.

Sie isst ja wieder wie ein Holzknecht. Aber es schmeckt.

Aber die Kinder sollen sich doch ein gutes Beispiel an dir nehmen.

Die essen ja ohnehin so viel.

Tja, leider.

Wo ist die Sissi?

Ist ausgeritten.

Nee, nee.

Nee, nee, mag keine Weißwürste.

Das ist gescheit, da reichen die Würste.

Mami, dürfen wir kegeln gehen?

Ja, geht.

Das hemmert, das hemmert, das hemmert.

Also bitte, schau dir das an.

Nicht einer hat ein Besteck benutzt.

Und warum?

Weil du immer mit dem Finger nimmst.

Frau Herzl, seit 25 Jahren versuchst du mich zu erzählen.

Ja, weil ich darauf achten muss, dass unser Haus durch dich nicht ganz

verbauert.

Ich muss doch ein bisschen an unsere Zukunft denken.

Wir haben fünf Töchter und Helene ist heiratfähig. Und wer kommt zu uns?

Herr Johann Pettmacher.

Lass sie bitten.

Siehst du, das ist dein Verkehr.

Ein Gast wird Sohn auswählen.

Bist du ernst, kenne ich dich wohl.

Guten Morgen.

Aha.

Servus, Maxl.

Servus. Hab mich denn angekommen?

Schon gestern Abend.

Dann meldest du dich erst jetzt?

Wo bist du abgestiegen?

In dem Haus, wo das neue Postamt ist. Da habe ich den ganzen Vormittag

zugeschaut, wie der Postmeister tele... Wie heißt denn diese neumodische

Erfindung? Ja, habe schon, habe schon.

Telegrafiert hat er.

Das ist sehr interessant.

Das haben wir uns auch schon angeschaut.

Stell dir vor, der klopft so auf seinen Tisch.

Und in München hörst du das?

Das imponiert mir gar nicht.

Ich kann auch telegrafieren.

Thomas!

Sehr wohl, königliche Hoheit.

Was hast du mir telegrafiert?

Er soll uns einen leichten Rotwein bringen.

Na, erzähl mal, Hansl, was gibt's Neues in Wien?

Na, eigentlich gar nichts. Das Attentat auf unseren Kaiser.

Du, der steckt den Herrn von der Regierung noch sehr in den Klinik. Alle

er uns bei Tag und bei Nacht. Der einzige Mann in der Hofburg ist die

Wenn Sie Soferl sagen, dann meinen Sie wohl die Mutter seiner Majestät, Ihre

kaiserliche Hoheit, die Erzherzogin Sophie.

Dieselbige, ja.

Ja, und jetzt will die Toffel, äh, entschuldigen Sie, Ihre kaiserliche

Schwester, Ihren Franzl, äh, pardon, Ihren Kaiser, also, unseren Kaiser,

ja, den will sie jetzt verheiraten.

Erzählt man sich auch mit wem? Nein, das erzählt man sich noch nicht.

Ah, ein 49er. So, so hab ich's.

Wenn dir der nicht schmeckt, dann schmeckt dir keiner.

Mir schmeckt er jeder.

Aber jetzt wollen wir auf deine Sofa trinken. Ich kann sie zwar nicht leiden,

aber wenn sie mir einen Anlass zum Trinken gibt, da soll sie leben. Und die

künftige Kaiserin von Österreich dazu.

Prost, Max.

Das war doch die Sissi.

Sieht ihr wieder auf diesem wilden Pferd?

Bin schon da, Prinzessin. Na, ist die Gretel gut gesprungen?

Fabelhaft, die hätten sehen sollen, wie ein Reh auf der Flur.

Heute kriegt sie eine Handvoll Hafer mehr. Ja, das hat sie verdient.

Wo ist denn das Vogelfutter?

Dort, habe ich es hingekriegt.

Die echte Milch für Xaverl. Ja, wie geht's ihm denn?

Oh, er ist ganz munter. Aber er nimmt ja von niemandem was an. Nur von Ihnen,

Prinzessin. Ja, ich hab ihn ja auch gefunden.

Xaverl, komm.

Komm, frühstücken.

Bam, Bella, früh.

In die Ecke.

Lass doch den Xaverl frühstücken.

Xaverl, jag ihn raus.

Stoß ihn weg.

So ist gut.

Bravo, lass dir nichts fallen von dem Kerl.

Stoß ihn weg.

Rechtlos zappeln werde ich nur. Stoß ihn weg.

In die Ecke mit euch drei. Schlimmen.

Komm,

Zappel. Komm her zu mir.

Jetzt schaut's.

Das schmeckt zappeln, gell?

Das ist fein.

Guten Morgen, Prinzessin.

Guten Morgen, Frau Steckel.

Was macht denn die Gicht?

Naja, den Regen spüre ich halt in den Fingern.

Ich bringe Ihnen wieder einen Franz -Brandt -Wein. Aber nur zum Einreiben,

weißt? Die trinkt nämlich immer deinen Franz -Brandt -Wein.

Aber nein, das habe ich noch nie gemacht.

Ja.

Guten Morgen, Papi.

Schau.

Wie er sich umschaut nach den Dreien. Schaut, dass er auskommt.

Großartig bist du heute geritten und wundervoll gesprungen. Zur Belohnung

du heute mit mir auf den Bock.

Wirklich?

Was gibt es, Baronin?

Dieser Brief wurde soeben abgegeben, königliche Hoheit.

Aus Wien?

Aus der Hofburg?

Das ist ja herrlich.

Bitte, sie soll sofort zu mir kommen.

Du hast mich rufen lassen, Mama.

Ja, mein Kind.

Nee, nee, du.

Ich habe eben einen Brief von Tante Sophie bekommen.

Sie schreibt von dir.

Von mir? Ja.

Aber ich beschwöre dich, sprich zu niemandem ein Wort. Vor allem nicht zu

Darum hat mich Tante Sophie ausdrücklich gebeten. Diese Nachricht ist nur für

uns beide, du. Nur für uns beide.

Ja, was schreibt denn die Tante Sophie?

Sie schreibt... Mami!

Mami! Ja?

Ich darf mit Papa auf die Jagd gehen.

Ja, deswegen brauchst du doch nicht so zu schreien.

Also, was schreibt Tante Sophie?

Dass sie uns am 17. August in Ischl erwartet und dass... Oh mein Gott, ich

es noch gar nicht auszudenken. Ja, was denn?

Dass du Kaiserin von Österreich wirst.

Ich? Ja, stell dir dieses Glück vor.

Franz Josef ist jung, hübsch, mächtig, reich, unermesslich reich. Die ganze

wird dich beneiden.

Wirst du auslassen? Bald!

Nein, Nene hat jetzt keine Zeit.

Geh allein.

Ist gut, ich geh allein.

Bussi. Ja.

Bussi. Du, Mama. Ja, aber es wird doch gar kein Auffall, wenn wir allein nach

Ischgl fahren. Ja, daran habe ich auch schon gedacht.

Was machen wir nur?

Vielleicht ist es das Beste, wir nehmen die Sissi. Ja.

Damit diese Reise den Anschein eines ganz harmlosen Ausflugs hat. Ach, Nene,

bin so glücklich. Du, ich ja auch.

Aber ich kann mir das Ganze noch gar nicht erklären.

Franz Josef hat doch damals in Innsbruck keine zehn Worte mit mir gesprochen.

Ach, damals.

Damals hatte er ganz andere Sorgen. Die Revolution, die Flucht aus Wien, der

Kampf um den Thron. Ach, das ist jetzt nicht so wichtig. Das Wichtigste ist,

dass Tante Sophie diese Verbindung wünscht.

Denn was sie wünscht, ist eine beschlossene Tatsache.

Ich möchte mit seiner Majestät allein sein.

Du hast doch einen Augenblick Zeit für mich. Für Sie doch immer, liebe Mama.

Später lassen Sie abtreten. Jawohl, Majestät.

zur Verfügung.

Aber nicht hier am Schreibtisch.

Was ich dir zu sagen habe, ist mehr privater Natur.

Komm, setzen wir uns trotzdem.

Gerne, Mama.

Du weißt, lieber Franz, dass ich dich immer nur zu deinem Wohl durchs Leben

geführt habe.

Aber gewiss, Mama.

Ich habe selbst auf den Thron verzichtet.

Ich habe Österreich einem Kaiser wiedergegeben.

Nun will ich diesem Kaiser auch eine würdige Gattin in die Arme führen.

Ich soll heiraten? Ja, klar.

Fast in jedem Land gibt es heiratsfähige Prinzessinnen.

Schon zu viele Mächte haben ihre Fühler bei mir ausgestreckt. Ablehnungen

könnten nur zu politischen Verwicklungen führen.

Aber ich wüsste gar nicht, wen ich heiraten sollte.

Deshalb habe ich ja die Wahl für dich getroffen. Eine Wahl, die kein Land

verletzt und keines bevorzugt.

Liebe Mama, ich war Ihnen bis jetzt für jeden Rat und für jede Initiative

dankbar. Aber glauben Sie nicht, dass ich in diesem einen Punkt meine Wahl

selber treffen sollte?

Gewiss, mein Sohn.

Obwohl du dich auf mich verlassen kannst, das Mädchen, das deine Frau und

Kaiserin von Österreich werden soll, hat alles...

Vorzüge, die du dir nur wünschen kannst.

Es ist jung, schön, aus einem streng katholischen Haus.

Da kenne ich es nicht.

Doch, ihr habt euch in Innsbruck gesehen.

Es ist deine Cousine Helene, die Tochter von Tante Ludovica und das ist

allerdings der einzige dunkle Punkt des Herzog Max in Bayern. Den müssen wir

leider mit in Kauf nehmen.

Von der ganzen Familie ist mir gerade er in Erinnerung geblieben.

Doch dazu in sehr guter.

Merk dir eins, mein Kind.

Wenn du einmal im Leben Kummer und Sorgen hast, dann geh so wie jetzt mit

offenen Augen durch den Wald.

In jedem Baum und in jedem Strauch, in jedem Tier und in jeder Blume wird dir

die Allmacht Gottes zum Bewusstsein kommen und dir Trost und Kraft geben.

Weißt du, dass ich sehr glücklich bin, dass ich einen solchen Vater habe?

Wie glücklich ich bin!

Dass ich dich habe?

Das kann ich überhaupt gar nicht sagen.

Aber jetzt müssen wir es im Maul halten, sonst vergräben wir den Bock.

Ich habe schon zu Herz geklopft.

Aber leise, leise. Ja.

Was bringen Sie mir, Exzellenz?

Die Todesurteile der acht Prager Rebellen.

Was sind das für Leute?

Gymnasiaten, Hochschüler und Künstler.

Und sind Ihre Verbrechen so schwer, dass diese strenge Strafe gerechtfertigt

erscheint? Jawohl, Majestät.

Rebellion, Aufwiegelung und Majestätsbeleidigung.

Ich werde die Akten studieren.

Majestät, ich muss um eine sofortige Unterschrift bitten.

Die Urteile sollen bereits morgen früh vollstreckt werden.

Ich kann doch nicht über das Leben von acht jungen Menschen in Handumdrehen

entscheiden.

Majestät, die Urteile wurden von dem obersten Kriegsgericht gefällt.

Trotzdem, ich musste erst die Akten studieren.

Auch Ihre Kaiserliche Hoheit, Erzherzogin Sophie, ist der Ansicht,

glaube, ich habe mich klar genug ausgedrückt.

Majestät. Ich danke Ihnen, Exzellenz.

Dann legen wir die Gretel hinein. So, damit sie schlafen.

Das ist ein... Okay.

Holst du deine... Holst du deine Kasten? Das ist ein kleiner... Zeppi, das ist

herrlich. Hol die anderen Hupen.

Pfui.

Das ist ein tierisches Gewehr.

Was machst du mit meinem Federhut? Das ist kein Kinderspielzeug.

Leg ihn in den Kasten. Schnell, mach.

Leg ihn mal auf.

Finde ich ihn nicht.

Was soll denn das sein?

Ein Schloss Münzenburg.

Ah, die arme königliche Familie.

Aber für eine Sommerresidenz mag es gehen.

Also pass auf, Mutter.

Jetzt zeige ich euch etwas.

Jetzt wickeln wir den Hansi mal sehr schön ein.

Pass auf. So und so.

Den Bauch gut zudecken, sonst erkältet er sich.

So, dann gehen wir ihn in das Steckkissen und decken ihn zu.

Und fest einbinden.

Da haben wir schon wieder ein Kind bekommen.

Aber wachs.

Fest zubinden, sonst fällt er heraus.

Und jetzt probiert er das mal ganz alleine.

Und dann kommt die Mami und schaut sich das an.

Ja, geh mal schön.

Was hat denn die Sofa geschrieben?

Das hat mich eingeladen nach Ischl zur Geburtstagsfeier von Franz Josef.

Ich möchte die Nene mitnehmen und die Sissi, wenn es gerecht ist.

Ich darf mitfahren?

Ja. Du darfst mitfahren. Du glaubst, der Karl Ludwig ist auch ein Ischgl? Aber

natürlich, der wird ja bei dem Geburtstag seines Bruders dabei sein.

Na, na, du, der Karl Ludwig, der spuckt ja scheinbar noch im Kopf herum. Oh,

Mami, geh.

Du, den Ring, den er dir geschickt hat, den darfst du nicht vergessen.

Wo habe ich denn den?

Sicher im Nähkörbchen.

Nein, nein, nein, in der Federschachtel.

Heilige Ordnung.

Max, wenn sich was Wichtiges ereignen sollte, kann ich dir ja telegrafieren.

Aber telegrafiere nicht mir, sonst weckt mich der Postmeister, der damische

Bart, der damische Mitten in der Nacht.

Telegrafiere den Betzenbacher, der wohnt ja bei dem Postmeister, bei dem

damischen Batzi. Der kann mir dann alles in Ruhe berichten. Gut, dann

telegrafiere ich den damischen Betzenbacher, den damischen.

Du, Mami, wann fahren wir denn schon? Morgen früh.

Schon? Ja, fein.

Deshalb ist es das Aufenthalt seiner Majestätin Ischel.

Strengste Kontrolle aller Personen am Platz. Strengste Kontrolle. Ein zweites

Attentat auf seine Majestät muss unter allen Umständen verhindert werden. Unter

allen Umständen. Kaiserliche Hoheit, ich weiß, welch ungeheure Verantwortung ab

diesem Augenblick auf meinen... äh, Verzahnung. Schultern lastet. Aber

Kaiserliche Hoheit können sich ganz auf mich verlassen. Überwachung eines

Monarchen ist meine Spezialität.

Haben Sie das schon einmal gemacht?

Noch nie, aber theoretisch.

kenne ich jeden Winkelzug eines Überwachers.

Dann kann ich also ruhig schlafen. Ganz bestimmt, kaiserliche Hoheit. Ich

wünsche angenehme Ruhe.

Sie können gehen.

Wohin denn?

Ach so, kaiserliche Hoheit, Gendarmerie -Major Pöckl meldet sein Abtreten.

Um Himmels Willen, Sissi, was machst du denn schon wieder?

Nur die Pferde trinken.

Aber dazu sind doch die Kutscher da.

Wie du jetzt wieder ausziehst.

Aber das trocknet ja in der Sonne gleich wieder.

Am liebsten würde ich dich wieder nach Hause schicken.

Und jetzt kommt Tante Sophie.

So viel, wie ich mich freue.

Ich freue mich auch.

Ist die Hand, liebe Tante? Grüß dich, Karl Ludwig.

Nee, nee.

Ist ja noch hübscher geworden.

Grüß dich, Karl Ludwig.

Ich bin sehr zufrieden, mein Kind.

Ja, da ist ja Sissi.

Du hast Sissi mitgebracht?

Ja, ich werde später sagen, warum.

Grüß Gott, Tante Sophie.

Grüß dich Gott, mein Kind.

Du hast ja ganz nasse Hände.

Ja, ich habe die Pferde getränkt. Die Pferde getränkt? Damit es schneller

Servus, Karl Ludwig.

Sissi, was ist denn das für ein Gruß? Das habe ich doch von ihm.

In Innsbruck habt ihr immer Servus gesagt.

Nicht wahr?

Ja, natürlich.

Ich freue mich, dass du gekommen bist.

Ja, ich freue mich auch, dass ich hier bin.

Schön ist es hier bei euch mehr zu reden. Ja, gefällt es dir? Sehr.

Wozu dieses Kind da ist, weiß ich nicht. Weißt du, weil...

Die Mama wird mir schon erklären.

Aber sie wird selbstverständlich an keinem Empfang teilnehmen, sondern mit

Gouvernante von der Gesellschaft streng separiert.

Ja, natürlich, sie ist ja noch ein Kind.

Sie hat doch manchmal an mich gedacht, Sissi. Na, hörst du das?

Du trägst meinen Ring?

Du ahnst gar nicht, wie glücklich mich das macht.

Trägst du auch meinen?

Ich habe ihn nie vom Finger gegeben.

Das ist nett von dir.

Sissi, wenn du nicht nach Ischl gekommen wärst, wäre ich den allernächsten Tag

nach Possenhofen gekommen.

Ich wollte nur die Verlobung abwarten.

Welche Verlobung?

Das ist vorläufig noch ein großes Geheimnis.

Aber warum ist Onkel Max nicht mitgekommen?

Ich meine, er hätte hier doch ein herrliches Jagdgebiet.

Gämsen, Hirsche, Steinböcke.

Wirklich? Du, ich werde ihm sofort schreiben, dass er kommen soll.

Telegrafieren, es geht doch viel rascher.

Gut, aber niemand was sagen. Ich will Mama überraschen. Ich glaube, Mama

schon in Wangen. Wir müssen jetzt gehen.

Ja, wir kommen schon.

Aber wir sehen uns bald.

Ja, natürlich.

Deshalb sind alle Straßen, Steige, Stege, Wege, Brücken, Flüsse und so

und so weiter, die nach Issel führen, strengstens zu bewachen. Verstand, meine

Herren? Jawohl!

Wie einer verdächtig oder renitent ist, sofort auf Eis legen.

Jawohl! Ich meine, sofort in Eisen legen.

Jawohl! Best einen Rebell mehr verhaften, als einen Unschuldigen laufen

Jawohl!

Abtreten!

Oh, schön.

Und wo ist denn mein Körbchen? Ich habe es in diesem Koffer gekauft.

In dem Kleiderkopf? Ja, es muss da drin sein. Prinzessin, um Gottes willen, die

schönen Kleider.

Sieh mal, mein Schatz.

Ja?

Sehr schön.

Und denken Sie daran, dass wir noch eine Steigerung haben müssen für den Ball.

Wir gehen auf einen Ball?

Aber du doch nicht.

Warum denn nicht?

Ich kann doch schon tanzen. Na, aber du bist doch noch ein Kind.

Na.

Wo ist denn mein venezianischer Schal? Sag, Sissi, wie gefällt dir die Frisur?

Ja, ganz gut. Ja? Dann sag ich halt nur etwas höher, weißt du, so.

Sissi, was treibst du denn?

Um fünf Uhr soll man bei Tanzesuppen zum Tee sein. Was soll ich denn da

anziehen? Aber gar nichts.

Gar nichts?

Ich meine, du bist ja gar nicht eingeladen. Fein, dann gehe ich wischen.

Mein Gott, diese schöne Frisur. Bitte bringen Sie das in Ordnung.

Da ist es ja.

Aber Zizi, was machst du denn schon wieder für eine Unordnung?

Ich habe mein Körbchen gesucht. Komm, komm jetzt in dein Zimmer, sonst werde

noch verrückt. Moment, Mami, mein Anistock.

Ach komm, nein.

Hildblut mitgenommen.

Entschuldigen Sie, wo ist denn hier das Telegrafenamt? Hä?

Das Telegrafenamt. Immer weiter, immer weiter. Immer weiter, immer weiter.

Danke.

Halt! Was haben Sie mit dem Fräulein gesprochen?

Hä? Was Sie mit dem Fräulein gesprochen haben?

Ich habe gar nichts gesagt.

Wieso? Sie haben doch gedeutet.

Ja, ja, ja, gedeutet habe ich schon. Das haben Sie gedeutet. Warum haben Sie

gedeutet? Ja, weil mir das Fräulein was gefragt hat.

Was hat sie Sie gefragt?

Was sie sie gefragt hat.

Wo das nächste Telegrafenamt ist. Ah, das nächste Telegrafenamt. Warum lassen

Sie sich das Telegrafenamt so aus der Nase ziehen? Weg.

Weg. Sie sollen weggehen.

So.

Bitte.

Also, was haben wir da?

Bitte darf ich zuschauen, wenn Sie Telegrafen haben? Oh ja, gern.

Herrn Johann Beckmacher aus dem Hofen. Das ist wohl in

Bayern, nicht wahr?

Ja, am Starnberger See. Aha.

Guck's mal.

War eingesperrt. Ja.

Wind durch Fenster.

Schick hat sofort...

Das heißt

süßlich?

Ja.

Sagen Sie, haben Sie den Apparatus? Nein, den hat ein Herr Morde erfunden

ein Herr Quarro vom Siemens gebaut.

Aha.

Also, danke.

Bitte. Auf Wiedersehen.

Moment, Sie müssen doch bezahlen.

Ach so.

Ja. Ich habe aber kein Geld.

Dann lassen Sie mich telegrafieren?

Hören Sie, ich bringe Ihnen das Geld später.

Nehmen Sie doch einstweilen diesen Ring, ja?

Ist das aber auch echtes Gold?

Ich weiß nicht, aber ich glaube schon.

Nicht verweisen.

Ich brauche ihn ja noch.

20 Worte, das macht 60 Kreuze.

60 Kreuze.

Na, ich denke, dass wird er schon wert.

Glauben Sie?

Ja.

Also bringen Sie mir nachher das Geld.

Ja.

Empfehle mich.

Empfehle mich auch.

Keine Intimitäten? Ich bin dienstlich hier. Was hat denn die Person, die eben

hier war, telegrafiert? Wo fängt denn das an? Bitte, du kannst das ja ohnehin

nicht lesen. Wieso nicht? Dann in der Bunte rumstricken. So?

Bitte hier lesen.

War eingesperrt? Aha.

Eine Entsprungene. Das habe ich mir gedacht.

Wer telegrafiert denn?

Gib das doch weg.

Bin durchs Fenster. Hat sie was angestellt? Ruhig. Fragen stelle ich

ja? Bitte. Bin durchs Fenster.

Was ist denn, wer telegrafiert denn jetzt wieder?

Ah, der Gmundner fragt, wer telegrafiert hat.

Da muss ich ja antworten.

Hast du ihm endlich telegrafiert, wer antwortet? Ja, ein Depp.

Gut, ich bin im Ding für dich. Ich auch.

Ach so, entschuldige. Bitte.

Ich schicke jetzt sofort Babili.

Babili, wer ist denn Babili?

Das ist ein kroatischer Name.

Mitgewehren!

Mitgewehren, das ist ja ein regelrechter Überfall auf den Kaiser.

Eine Überfalle auf den Kaiser, das ist eine Überfalle.

Natürlich, sie geht zur Allee, wo der Kaiser durchkommen muss. Gib mir meinen

Helm. Etwas Privates noch. Sie hat keine Zeit für Privates. Wie soll ich denn zu

meinem Geld kommen?

Das Mädel hat doch kein Geld gehabt. Hier, diesen Ring hat sie mir gegeben.

Was, und den hast du genommen? Du bist ja ein Hehler.

Du bist ja ein Hehler. Was bin ich? Ein Hehler. Der Ring kann nur gestohlen

sein.

Bleibt in Verwahrung der Polizei!

Das auch noch. Eine Ehrenbeleidigung. Stehen Sie auf! Herr

Postmeister, Sie sind verhaftet.

Abholen werde ich Sie später.

Wo ist denn der Depp?

Der Depp, den nehme ich jetzt nämlich mit.

Wo ist denn das? Als Korpus!

Delikte!

Vielen Dank.

Was ist denn da los? Warum scheuen Sie die Pferde? Da liegt ein Rucksack. Dann

nehmen Sie ihn doch weg.

Was ist denn da? Wer fischt denn da?

Ich.

Oh, Majestät.

Bitte nicht abreißen. Ich komme schon.

Bitte nicht abreißen. Bitte nicht.

Majestät, ich werde Sie sofort befreien.

Um Gottes Willen, Meister!

Aber... Her mit dem Messer!

Aber... Meister, ich glaube, ich bin einer Nihilistenbande auf der Spur. Ich

verfolge dieses Mädchen schon die längste Zeit.

Oh, da ist der Rucksack.

Vorsicht! In diesem Rucksack ist vielleicht eine Höllenmaschine. Aber

ihn doch!

Aber Meister, der spinnt ja. Ich bin doch keine Nihilistin. Das glaube ich

meine Österreicherin ist sie auch nicht.

Nein, ich bin aus...

Aus Bayern. Aus Bayern. Ja.

Graf Grüne.

Majestät. Fahren Sie mit dem Wagen voraus und sagen Sie meiner Mutter, dass

noch ein Stück zu Fuß gegangen bin, ja?

Zu bewegen, Majestät.

Sie kann mich ein Stück zu gleiten.

Das heißt, wenn Sie Zeit haben. Oh ja, ich habe Zeit, Majestät.

Na, dann machen wir einen kleinen Umweg und ich zeige bei der Gelegenheit gleich

ein bisschen von der schönen Umgebung von Ischl.

Ich hole meine Arme.

Majestät, ich bitte alle unter denen, ich ist äußerst nervös. Ja, ja, ja, ja.

wenigstens was gefangen damit?

Sie, Majestät.

Also ich muss sagen, Sie sind die erste schöne Überraschung, die ich in Ischgl

erlebe. Es freut mich, Majestät.

Wie lange bleibt Sie denn? Ich hätte Sie gern wiedergesehen.

Leider nur zwei bis drei Tage, Majestät.

Das ist aber schade.

Gerade in den nächsten zwei bis drei Tagen werde ich kaum eine freie Minute

haben.

Oder doch?

Zeit habe ich mir freigehalten.

Hättest du Lust, mit mir heute Abend auf den Tischgang zu gehen?

Gerne, Meister.

Ich begleite meinen Papi auch immer auf den Tisch. Den Papi? Papi ist mein

Vater.

Ah, und er ist auch Jäger, der Papi? Ein großer Jäger. Der Beste, den ich bis

jetzt überhaupt kenne. Das freut mich, das ist schön.

Sag einmal, bist du eigentlich zum ersten Mal in Österreich, nenne ich?

Oh nein, wir waren doch zusammen in Tirol.

Natürlich, in Innsbruck, vor drei Jahren. In Inns?

Ah, das war damals, wie man plötzlich alle auf und davon sieht.

Das war eine beste Zeit.

Willst du noch Tee? Bitte?

Nein, da, äh, Schnapserl wäre mir lieber.

Heißerliche Hoheit wünscht einen Likör.

Heißerliche Hoheit, der Wagen deiner Majestät ist soeben in den Park

eingefallen. Ja, dann gehen wir auf den Balkon, Franz Josef zu begrüßen. Nehmen

wir mal den.

Hallo, Dick, komm.

Ja, Mama.

Was ist denn? Warum sind Sie denn auf einmal alle weg?

Der Wagen, Seine Majestät, ist soeben in den Park eingefahren.

Ach so.

Bravo. Da schenken Sie mir noch ein Stamperlein.

Meldet sich gehorsam zur Stelle. Wo ist denn seine Majestät? Seine Majestät hat

mir befohlen, vorauszufahren und den Wunsch geäußert, ein Stück zu Fuß zu

Allein? Ja, das heißt, das heißt, nein, das heißt, seine Majestät war in

Begleitung. In wessen Begleitung?

In Begleitung einer mir unbekannten Dame.

Einer Ihnen unbekannten Dame?

Jawohl, kaiserliche Hoheit.

Ich danke.

Kommt, meine Lieben.

Da sehen Sie, der Dachstein.

Herrlich.

Das ist mein Jagdgebiet. Ach ja?

Der hohe Schrott.

Das Höllengebirge.

Und das da drüben, das ist der Leinzenberg.

Schön haben Sie es hier, Majestät.

Sehr, ja.

Also es bleibt dabei.

Und fünf Uhr?

An der Hirschenbrücke.

Ja, mein Lieber.

Und sie wird den Weg bestimmt finden?

Bestimmt, Majestät.

Hoffentlich verirrt sie sich nicht im Wald. Ich im Wald? Das gibt's gar nicht.

Und wenn der Wald noch so fremd ist.

Jetzt habe ich aber noch eine Bitte, Majestät. Ja?

Verwickeln Sie doch den Gendarmerie -Major in ein Gespräch, damit er mich

wieder verfolgt.

Mache ich.

Also? Auf Wiedersehen, Majestät.

Darf ich um meinen Rucksack bitten?

Darf ich um einige Auskünfte bitten?

Ja. Moment, mein Fräulein, ich habe einige wichtige Fragen an Sie zu

Herr Major.

Majestät. Zuerst möchte ich einmal ein paar wichtige Fragen an Sie stellen.

Majestät.

Sagen Sie, Herr Major, wie war denn das Wetter in den letzten Tagen in Ischgl?

Das Wetter war wunderbar, Majestät.

Verzeihung, Majestät, ich muss der Dame folgen.

Die winkt.

Die winkt. Lassen wir sie winken. Jawohl, Majestät. Sie ist mir sofort

aufgefallen. Ja, sie ist mir auch sofort aufgefallen.

Sagen Sie, was ich Sie noch fragen wollte, Herr Major.

Wie wird denn das Wetter den nächsten Tagen in Ischgl werden?

Fürchtlich, Majestät. Es wird in den nächsten Tagen schrecklich schütten,

Majestät. Sind Sie ein Laubfrosch? Nein, aber Rheumatismus. Ich spüre das Wetter

schon immer zwei Tage vorher.

Sie ist weg.

Weg ist sie wie vom Erdboden verschwunden.

Sagen Sie, Herr Major, was wollten Sie eigentlich von der Dame? Ich wollte die

Dame um ihren Namen und ihre Adresse fragen.

Ja, warum sagen Sie das nicht gleich? Laufen, schnell!

Jawohl, Majestät.

Unterstatten Sie mir sofort Meldung. Jawohl, Majestät.

Gut geschlafen?

Wie kommen Sie denn darauf, dass ich geschlafen habe?

Weil es die ganze Zeit im Zimmer so still war.

Da wollte ich nicht stören.

Nein, ich habe nicht geschlafen.

Ich habe nur geträumt.

Ich bin schon gespannt, was Mama und Nene erzählen werden, wenn sie von dem

Empfang zurückkommen.

Viele Leute da waren.

Und wie der Kaiser ist.

Reizend. Wie?

Ich denke, der Kaiser ist sicher reizend, nach den Bildern zu schließen.

Ja, natürlich.

Aber ich bin nur neugierig, ob er sich sehr verändert hat seit Innsbruck.

Vollkommen.

Damals waren wir doch noch alle Kinder.

Ja, das stimmt.

Baronin, um fünf Uhr wird es wieder still sein hier im Zimmer.

Es wäre nett, wenn Sie auch da nicht stehen würden.

Grüß die Hand, liebe Mama.

Grüß dich Gott, Franz.

Grüß Gott, lieber Papa.

Servus, Franzl.

Ich freue mich, dass ich dich wieder einmal zu Gesicht kriege. Ich freue mich

auch, dass ich dich wieder sehe. Du hast dich prächtig erholt.

Was ist geschehen? Du hast dich prächtig erholt.

Ah ja, ja, mir geht es auch nicht schlecht. Ich habe mir halt immer

Alles andere nur nicht regieren.

Tante Ludovica und deine liebe Cousine Nene sind aus Tottenhofen

herübergekommen, um gemeinsam deinen morgigen Geburtstag zu feiern.

Oh, liebe Tante. Ich freue mich sehr, dass ihr gekommen seid.

Ich freue mich ganz auf unsere Seite, lieber Franz.

Grüß dich Gott, Nene.

Ich hätte dich kaum wiedererkannt.

Es sind noch ein paar Jahre vergangen, seitdem wir uns in Innsbruck gesehen

haben. Ja.

Du bist sehr hübsch geworden, Nanny.

Danke.

Ist Onkel Max auch hier? Nein, leider nicht.

Er hat uns gebeten, dir seine herzlichsten Geburtstagswünsche zu

Und es tut mir leid.

Er wollte es selber tun, aber er hatte ein paar unaufschiebbare Dinge zu

erledigen.

Ruhig! Was soll ich denn in Ischl?

Ihr seht's doch, ich hab doch beide Hände voll zu tun.

Thomas, wo das Bier bleibt. Und du schreib auch, dass ich eine Neune

habe. Du bleibst hier, Kegelschmidt.

wer das Mädchen war?

Nein, Mama, ich weiß nur, dass sie sehr hübsch war.

Der Kaiser von Österreich steigt wegen eines wildfremden Mädchens auf den Wagen

und geht wie ein verliebter Student durch die Straßen.

Noch dazu an dem Tag, an dem seine zukünftige Braut auf ihn wartet.

Es tut mir außerordentlich leid, Mama, dass Sie sich über diesen Vorfall so

erschiffieren.

Nichts bedrückt mich so sehr als das Bewusstsein, Ihnen Ärger zu bereiten.

Bitte verzeihen Sie mir.

Also gut.

Dann wollen wir diesen unliebsamen Vorfall ein für alle Mal vergessen und

mehr darüber sprechen.

Wie gefällt dir Nelly?

Ich finde sie sehr, sehr hübsch.

Hübsch? Ich finde sie reißend.

Na, mein Kind, wie gefällt er dir denn?

Ich finde ihn sehr, sehr nett.

Nett? Na, du, ich finde ihn bezaubernd.

Ich finde Nene nur etwas kühl. Mein Gott.

Sie ist vielleicht ein bisschen befangen, weil sie weiß, was für sie aus

Spiel steht.

Wieso, die weiß, dass wir uns verloben sollen?

Natürlich.

Aber das soll deinen freien Entschluss nicht im geringsten beeinflussen.

Ich habe mich mit Nene unterhalten. Sie ist klug, fromm, gut erzogen,

wehrgebildet und in ihrer äußeren Erscheinung geradezu prädestiniert, die

eines Monarchen zu werden.

Ja, das stimmt völlig, aber... Sag noch nichts, Franz.

Du musst sie näher kennenlernen und dann wirst du ganz meiner Meinung sein.

Komm, unterhalte dich ein bisschen mit ihr. Jetzt nicht, Mama. Ich möchte gerne

auf die Pirsch gehen.

Du gehst heute noch auf die Jagd?

Es ist die einzige Gelegenheit, liebe Mama. Ich bleibe ja nur zwei Tage da.

Dann widme dich doch wenigstens eine Stunde noch deiner Gäste. Das wird kaum

gehen, Mama. Es ist gleich fünf und um fünf bin ich verabredet mit den Jägern.

Und ich bin nicht gern unpünktlich.

Aber ich werde sicher heute Abend beim Soupee und später beim Ball noch

Gelegenheit haben, Helene näher kennenzulernen. Wie du willst.

So, von hier ab gehe ich allein.

Soll der Büchenspanner auch nicht mitkommen, Majestät?

Niemand. Auch der Hund bleibt hier.

Weidmannsheil, Majestät.

Weidmannsheil.

Weidmannstank.

Oh, Verzeihung.

Bin ich pünktlich?

Schön, dass sie gekommen ist. Ich freue mich so, dass ich wieder mal durch den

Wald gehen kann.

Es wird aber sehr steil werden. Macht nicht.

Also gut.

Seine Majestät sind auf der Jagd. Ja, aber das war doch gar nicht vorgesehen.

Nicht so laut.

Das war doch gar nicht vorgesehen. Wie soll ich denn da Vorsichtsmaßnahmen

ergreifen?

Man muss auch mit unvorhergesehenen Dingen rechnen.

Die Frauensperson, mit der seine Majestät, bevor er nach Ischel kam,

zusammentraf, war ja auch nicht vorgesehen.

Ach, von der wollte ich gerade sprechen.

Kennt er Sie?

Bestimmt. Seine Majestät sind eine ganze Weile mit ihr zu Fuß gegangen.

Ob er Sie kennt?

Ach so, ich?

Jawohl, kaiserliche Hoheit.

Das heißt, nein, ich kenne sie nicht. Aber ich weiß bereits, dass sie eine

Diebin ist.

Eine Diebin?

Jawohl. Jetzt bleibt nur noch die Frage offen, ob sie wirklich nur eine

gewöhnliche Diebin ist. Viele politische Verbrecher begehen nämlich nur ein

gewöhnliches Verbrechen, um die Behörden irre zu führen. Herr Major, ich wünsche

keine Lehrstundenkriminalistik.

Ich will wissen, ob diese Person verhaftet wurde.

Leider noch nicht, kaiserliche Hoheit.

Und warum nicht?

Sie ist mir entwischt.

Warum ist sie entwischt?

Komische Frage.

Verzeihung, kaiserliche Hoheit, das ist mir jetzt entwischt.

Sie ist mir entwischt, weil seine Majestät mich nicht entwischen ließ. Das

heißt, weil seine Majestät mich hultvollst in ein Gespräch verwickelt

er hat mir gesagt, ich kann ruhig schlafen. Wer bitte?

Er.

Ach, schon wieder ich?

Schön, dass Majestät den Wald auch zu lieben will.

Leider komme ich nur zu selten dazu, durch den Wald zu gehen.

Meistens muss ich hinter meinem Schreibtisch sitzen oder Verraten

Dann sind Sie sehr zu bedauern, Majestät.

Wenn du einmal Kummer oder Sorgen haben solltest im Leben, dann gehen wir jetzt

mit offenen Augen durch den Wald.

Und in jedem Baum, in jedem Strauch,

In jeder Blume und in jedem Tier wird dir die Allmacht Gottes zum Bewusstsein

kommen und dir Trost und Kraft geben.

Das hat sie irgendwo gelesen.

Nein, diesen Rat hat mir mein Papili gegeben.

Ach, Papili.

Das muss ja ein wunderbarer Mann sein, der Papili. Das will ich meinen.

Aber Majestät, jetzt müssen wir das Maul halten.

Was? Ich meine, jetzt müssen wir voll still sein, sonst vergrämen wir den

Hirsch. Dann erkennt man gleich die Jägerin par excellence.

Also, reise. Ja.

Weißt du, werden Sie den Hirsch wirklich schießen?

Ja, wozu hätte ich denn sonst das Gewehr mitgenommen?

Schießt denn der Papi nicht?

Ja schon, aber ich schaue mir halt die Tiere lieber nur an.

Ich auch, aber heute will ich einen Hirsch schießen.

Untertitelung.

BR 2018

möchtet. Wie kann denn das einer Jägerin passieren?

Ja, ich weiß auch nicht. Aber bitte nicht böse sein.

Nein, nein.

Den erwische ich schon noch.

Ja, aber heute nimmer.

Nein, heute nimmer.

Aber jetzt können wir wieder laut reden.

Ja, jetzt können wir sogar laut singen. Hallo!

Hast du hier noch eine Zitta auf den Pirschgang mitgebracht?

Ja. Der Papili hat sie sogar nach Ägypten mitgenommen, auf die Cheops

Der Papili war sogar in Ägypten?

Plötzlich, da packt es ihn und dann muss er reisen.

Ich glaube, ich werde auch einmal so werden wie er.

Wartet, wie nur ein oder zwei Tage Nischel bleiben.

Ich hätte gern meinen Urlaub verlängern.

Meinetwegen? Das ist aber nett, Meister.

Erzähl sie mir noch ein bisschen von ihr. Von mir? Da gibt es nicht viel zu

erzählen.

Meine Lieblingsbeschäftigung ist Reiten.

Ja wirklich?

Meine auch.

Meine Lieblingsblumen sind rote Rosen.

Meine auch.

Und meine Lieblingsmehlspeise ist Apfelstrudel.

Also das gibt's nicht.

Meine auch!

Ja?

Wie heißt sie denn eigentlich?

Zu Hause nennt man mich die Lisa von Possenhofen.

Possenhofen?

Das ist doch am Starnberger See, wo der Herzog Max in Bayern wohnt.

Ja, ja. Dann kennen Sie bestimmt alle meine Cousinen, die Prinzessinnen.

Helene, Elisabeth, Mathilde.

Marie, Sophie, kenne ich alle. Und auch die Buben. Ich meine, die Prinzen.

Den Gackel und den Karl Theodor.

So fühle ich weitens Herzogin Ludovica mit Prinzessin Helene und Prinzessin

Sissi hier in Ischgl, nicht wahr?

Ja, die sind gekommen, um mir zum Geburtstag zu gratulieren.

Aber Prinzessin Sissi ist nicht da.

Oh ja, sie ist schon da. Ja, ja. Kennen Sie sie?

Ganz flüchtig.

Und wie gefällt sie Ihnen?

Nicht sagen, unscheinbar. Aber sie gefällt mir nicht.

Ich habe nie geglaubt, dass ich einmal jemand beneiden werde.

Ja, wen denn?

Den Mann, der sie zur Frau bekommt.

Aber warum kommt der Majestät auf einen solchen Gedanken?

Der Gedanke ist augenblicklich für mich sehr naheliegend.

Denkt der Majestät am Ende schon an das Heiraten?

Muss leider dran denken.

Auch Majestät sind verlobt?

Doch nicht.

Nur verliebt?

Auch nicht.

Nur verloben soll ich mich heute.

Ja, aber...

Wie kann man sich denn mit jemandem verloben, den man gar nicht liebt?

Das kommt in unseren Kreisen öfter vor.

Staatshinteressen.

Aus dynastischen Gründen.

So müssen wir aussehen.

Solche Augen.

Solches Haar.

So schön wie Sie müsste sie sein.

Ja, ist sie denn nicht schön, Ihre Braut?

Doch, die ist sehr schön, aber... Aber die... Sie ist viel schöner.

Und ich glaube, sie hat auch mehr Herz.

Wer ist sie denn?

Sicher eine Prinzessin.

Vielleicht kenne ich sie.

Natürlich kennt sie Sie.

Ja?

Prinzessin Helene in Bayern.

Nene?

Aber reden wir doch nicht immer von mir.

Ich bin so froh, dass ich Sie getroffen habe.

Ich glaube, man könnte Sie sehr lieb haben.

Man müsste Sie sehr lieb haben.

Bitte nicht, Meister.

Aber Liesel, was hat sie denn? Sie ist ja auf einmal ganz verändert.

Liesel!

Liesel, was hat sie denn?

Liesel!

Liesel!

Lass den Diesel!

Weißt du, was die Tante Sophie gesagt hat? Nun?

Sie hat gesagt, Nene hast du zu einer Kaiserin erzogen.

Sissi, wo kommst du denn her? Ich denke, du schläfst und willst nicht gestört

werden.

Ich war nur ein bisschen im Wald.

Ach so.

Du Mama, jetzt können wir doch Sissi schon sagen, warum wir da sind.

Ja, natürlich.

Sissi, meine große Neuigkeit.

Ich werde mich heute mit Franz Josef verloben.

Ich kann dir gar nicht sagen, wie glücklich ich bin.

Er sieht wunderbar aus.

Ganz anders als auf den Bildern. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie

er ist.

Es freut mich, Nenni, dass du so glücklich bist.

Bist du?

Siehst du, nein.

Was ist denn los mit dir?

Du bist ja ganz verstört.

Fühlst du dich nicht wohl?

Na, was hast du denn?

Nichts mehr.

Und du bist am Ende traurig, weil du nicht eingeladen warst. Du, da habe ich

eine wunderbare Nachricht für dich.

Fürst Kädenhüller ist unverhofft angekommen. Jetzt fehlt eine Tischdame

hat dich Tante Sophie heute Abend zum Soupee eingeladen. Schön, nicht?

Ich will nicht hingehen.

Ich will zu Hause bleiben. Aber Sissi, um Gottes willen, das geht doch nicht.

Stell dir vor, wie beleidigt Tante Sophie wäre, wenn du diese Einladung

annehmen würdest.

Ja,

das wird mir gleich.

Ich gehe nicht hin. Aber Sissi, ich bitte dich, du sei nicht launenhaft und

ärgere mich nicht.

Jede andere Prinzessin wäre glücklich, an diesem Souper teilnehmen zu können.

Aber ich bleibe zu Hause.

hat sie denn?

Keine Ahnung.

Aber sie wird schon mitgehen.

Das fehlt ja noch, Tante Sophie so zu verstimmen.

Eben. Noch dazu an einem Abend, der vielleicht das Schicksal unseres Haurens

entscheidet.

Warte nur, ich glaube, Feldmarschall Fürst Radetzky.

Ich freue mich, lieber Fürst Radetzky, dass Sie die Anstrengung der Reise nicht

gescheut haben, um mich hier in Ischgl zu besuchen. Es ist eine hohe Ehre und

Auszeichnung für mich, den Geburtstag Eurer Majestät hier mitfeiern zu dürfen.

Ihre Majestät, die Königin von Preußen.

Willkommen, liebe Tante.

Ich freue mich wirklich herzlich über deinen Besuch. Ich freue mich ebenfalls,

lieber Franz, dir meine Glückwünsche zu deinem Geburtstag persönlich überbringen

zu können.

Ihre Majestät, die Königin von Sachsen.

Willkommen, liebe Tante.

Ich freue mich wirklich herzlich über deinen Besuch.

Ich freue mich ebenfalls, lieber Franz, dir meine Glückwünsche zu deinem

Geburtstag persönlich überbringen zu können.

Ihre Königliche Hoheit, Herzogin Ludovica in Bayern.

Ihre Königliche Hoheit, Prinzessin Helene in Bayern.

Ihre Königliche Hoheit, Prinzessin Elisabeth in Bayern.

Willkommen, liebe Tante.

Willkommen, Lisa.

Willkommen, Lisa.

Ihr kennt euch doch.

Wie? Aus Innsbruck.

Ach ja.

Ich freue mich, dich wiederzusehen, Liesl von Possenhof.

Komm, meine Lieben.

Grüß dich Gott, mein Ding.

Franz? Bitte?

Du führst mir nicht zu Tisch.

Ja, Mama?

Ich muss sagen, ich hätte Sissi kaum wiedererkannt.

In Info war sie doch noch ein unscheinbares Kind. Und jetzt?

Wie eine der zauberhaftesten Mädchen, die ich je gesehen habe.

Verzeih mir nicht.

Sei bitte nicht böse.

Warum soll ich denn böse sein?

Weil es nicht sehr galant ist, einer Diss -Dame von einer anderen Dame

vorzuschwärmen. Aber Sissi ist doch meine Schwester.

Ich finde sie auch reizend. Sie wird von Tag zu Tag hübscher.

Sie ist wirklich reizend.

Schau, dass der Max nicht täuscht. Ich habe ihn so gern.

Ich werde es ihm sagen.

Wie bitte, was?

Ich werde es ihm sagen.

Im Magen hat er es.

Was ist geschehen? Der Max hat es im Magen.

Ich leide auch so darunter. Bitte, was?

Ich sage, ich leide auch so darunter.

Ja, sonst ist er munter. Bravo, bravo.

Darf ich mich in deine Tanzkarte eintragen?

Aber bitte, gern.

Welche Tente schenkst du mir?

So viel du willst.

Auch den Cotillon?

Ja.

Und welche sind deine Lieblingsblumen?

Meine Lieblingsblumen?

Was denn?

Deine Lieblingsblumen wegen des Cotillon -Bouquets.

Ach so.

Rote Rosen.

Rote Rosen.

Ich habe euch das Mädchen doch ganz genau beschrieben. Wir haben sie aber

gefunden, Herr Major. Und warum nicht? Alle Straßen, Steige, Stege, Wege,

Brücken, die nach Ischgl führen, sind abgeriegelt. Alle Häuser sind

Wo ist sie denn? Vielleicht wird sie heute Abend ein Paketzug auftauchen.

Natürlich, mit Festbeleuchtung.

Wird sie euch in die Arme laufen. Oder morgen beim Kirchgang.

Ein Attentäter geht nicht in die Kirche.

Ja, ja, sie wird auftauchen, wenn es zu spät ist. Beim nächsten Attentat. Das

kostet mich Kopf und Kragen.

Der lacht.

Der lacht.

Schiel!

Abtreten! Und nach höher dieser... Was? Sag dir was? Was fällt Ihnen denn an

die... Hinauf, schieß!

Es ist...

Entschuldige, Franz.

Bitte, Herr Zürich.

Danke, ich bleibe.

Also, Nene ist die zukünftige Kaiserin von Österreich.

Wie kommst du darauf?

Wenn zwei Königinnen anwesend sind und Franz Josef führt eine Prinzessin zu

Tisch. Du musst es doch etwas zu bedeuten haben.

Jedenfalls finde ich es ja merkwürdig, dass du dann die Pläne auch vor deinen

Schwestern geheim hältst.

Aber meine Liebe.

Du, die Nene ist aber entdeckt. Ja, aber nichts für dich.

Ja, warum nicht?

Man soll einem Kaiser nicht ins Gehege kommen.

Kamillentee -Kaiserliche Hohe Art.

Haben Sie auch ein Kognak hineingetan?

Jawohl, Kalische Hohe Art.

Okay.

Und wie bist du denn an deinem Tee?

Ich? Ja, ich wollte nur schauen, ob er nicht zu stark ist.

Nein? Eher zu schwach.

Damit du empfindet bist, Franz Josef wird sich heute noch mit Nene verloben.

Bitte sprich lauter. Ich kann ja nicht schreien.

Franz Josef wird sich heute noch mit Nene verloben. Bravo.

Haben Sie sich also verliebt ineinander, die zwei? Nein, noch nicht, aber das

wird schon kommen.

Bravo.

Warum haben Sie sich denn dann heute schon verlobt?

Wir waren auch verlobt, ohne dass wir verliebt waren.

Ja, das hat damals der Kongresso bestimmt.

Ja, und heute bestimme ich.

Bravo.

Warum sagst du denn immer Bravo?

Du bist doch nicht im Zirkus.

Du bist... Es ist alles in Ordnung.

Bravo.

Ich kann nicht mehr weiter tanzen. Warum denn nicht, Sissi? Ich fühle mich nicht

ganz wohl.

Dann gehen wir in den Garten, ein bisschen in die frische Luft.

Nein, bitte lass mich allein.

Soll ich nicht doch mit dir kommen, Sissi? Nein, bitte nicht.

Was ist denn passiert?

Warum bist du heute Nachmittag davon gelaufen?

Ist da noch eine Erklärung notwendig?

Ich glaube, dass das Schicksal es anders mit uns will, als unsere Mütter es

beschlossen haben.

Es kann nicht nur Zufall gewesen sein.

Dass wir uns heute getroffen haben, fern von allem höfischen Zwang.

Ich glaube sogar, es wird alles in Ordnung.

Was wird in Ordnung?

Mama wollte doch, ich soll mich mit einer Tochter von Tante Lulovica

Ich habe noch nie meiner Mutter einen Wunsch so gern erfüllt wie diesen.

Sissi, ich liebe dich.

Willst du meine Frau werden?

Nein, nie.

Und warum nicht?

Weil ich Nene's Glück nicht im Weg stehen will und weil ich ihr nie den

stehen werde.

Aber sieh sie, sei doch vernünftig.

Erstens stiehlst du Nene nicht den Mann, denn ich bin noch nicht ihr Mann.

Und zweitens steht sie ihrem Glück nicht im Weg, denn ich weiß nicht, ob es ein

Glück ist, mit mir verheiratet zu sein.

Gewiss, ich bin Kaiser von Österreich, Herr eines mächtigen Landes.

Aber überall lauern Gefahren, die...

die Rebellen in Mailand, der Aufruhr in Ungarn, dann... Ich nehme meine

Pflichten sehr ernst, Sissi.

Ich werde nicht viel Zeit für meine Frau haben.

Und trotzdem, Sissi, wäre ich glücklich, eine Frau neben mir zu haben, wie du es

bist.

Erinnerst du dich nicht, was ich heute zu dir gesagt habe?

Noch eh ich wusste, wer du bist.

So müsste dir aussehen.

Diese Augen müsstet ihr haben.

Diesen Mund.

Bitte sprich nicht weiter, sonst vergesse ich jede Etikett und lauf

Aber Sissi.

Du, übrigens, findest du nicht, dass Franz sicher ein bisschen wenig mit Nene

beschäftigt? Ich dachte, er wird doch zumindest einen Ball mit ihr eröffnen.

Franz tanzt immer erst den Cotillon.

Und den wird er bestimmt mit Nene tanzen.

Im Übrigen sei ganz ohne Sorge.

Es geht alles so, wie ich es wünsche.

Ich verlasse mich ganz auf dich.

Sylvie.

Willst du mir nicht helfen, diese schwere Last zu tragen?

Und wenn Nene nicht wäre?

Sie ist aber.

Und ich liebe Nene.

Ich werde es nie übers Herz bringen, ihr wehzutun.

Und sie liebt dich.

Sie hat es mir gesagt.

Franz!

Ja, Mama?

Ich hätte gerne ein paar Worte mit dir gesprochen.

Selbstverständlich, Mama.

Verzeih bitte sie.

Du hast wunderbar ausgesehen, mein Schatz. Ja? Alle haben nur auf dich

Die wissen natürlich genau, was vorgeht. Ich habe es bemerkt.

Ganze Sophie hat gesagt... Was hat sie gesagt?

Sie hat gesagt, Franz Josef wird in Cotillon mit mir tanzen. Das habe ich

gedacht. Und damit gleichzeitig die Verlobung bekannt wird.

Ich bin so glücklich.

Mein lieber Franz, es wäre nun an der Zeit, deine Verlobung bekannt zu machen.

Und ich wollte dich fragen, ob du dich entschlossen hast.

Ja, Mama, ich habe mich entschlossen.

Das freut mich.

Dann werde ich also die Verlobung verkünden.

Im Übrigen ahnen ohnehin schon alle, dass du dich mit Nene verloben wirst.

Mama, ich habe mich nicht für Nene entschlossen, sondern für Sissi.

Sissi?

Ja, weißt du denn, was du sprichst?

Genau, Mama.

Aber Franz, du kannst doch nicht diesen Fratz heiraten.

Ein Mädel, kaum 16, schlechterzogen.

Sissi wird eine Kaiserin werden.

Wie die Welt sie noch nicht gesehen hat. Im schlechten Sinn.

Im besten Sinn, Mama.

Sie ist die Anmut selbst.

Und ihr Charme ist von einer Herzlichkeit, die ich in überhaupt noch

habe.

Sie ist ein Schatz.

Und ich werde mir diesen Schatz von niemandem wegnehmen lassen.

Mein Entschluss steht fest.

Ich heirate Sissi oder keine.

Und ich bitte Sie, liebe Mama, in meinem Namen bei Tante Ludovica, um die Hand

Sissis anzuhalten.

Auch in Magd werde ich sie selbst tun.

Du stellst mich also vor eine vollendete Tatsache.

Leider muss ich auch Sissi vor eine vollendete Tatsache stellen.

Es tut mir aufrichtig leid, Mama, dass wir zum ersten Mal nicht einer Meinung

sind.

Monsieur, bitte wählen Sie die Blumen für Ihre Damen zum Quotillon.

Bitte, Monsieur.

Sissi, was hast du denn?

Heute Nachmittag warst du schon so gedrückt.

Und jetzt, ich weiß nicht, du gefällst mir gar nicht. Was ist denn los mit dir?

Nichts, Mama.

Na, dann lach doch ein bisschen und tanz. Du bist doch jung.

Ich habe keine Lust zu tanzen.

Na, dann sei mir zuliebe ein bisschen fröhlich. Wem hast du denn den Codillon

versprochen? Karl Ludwig. Na, dann tanz doch mit ihm. Ja? Bitte.

Bitte?

Mir bitte rote Rosen. Pardon kaiserliche Hoheit, aber... Rote Rosen sind nicht

mehr da.

Seine Majestät hat alle für sich selbst reserviert.

Für wen brauchst du denn rote Rosen?

Für Sissi.

Wollt ihr nicht reizen? Ja, aber nichts für dich.

Und warum nicht?

Man soll einem Kaiser nicht ins Gehege kommen.

Was willst du damit sagen?

Dass ich schärfere Augen habe als du.

Ich suche Karl Ludwig. Ich habe ihm versprochen, den Cotillon mit ihm zu

Das ist jetzt gleichgültig.

Komm her.

Lass dich anschauen.

Ja, danke.

Na ja.

Rot bist du nicht.

Nein, leider nicht.

Aber das liegt ja in der Familie.

Mami ist auch nicht groß.

Und du ja auch nicht.

Vor allem möchte ich dich bitten, nicht du zu mir zu sagen.

Aber du bist doch meine Tante.

Franz Josef ist mein Sohn und sagt auch sie zu mir.

Bitte?

Wie du wünschst.

Verzeihung. Wie Sie wünschen.

Das kommt mir so dumm vor.

Nicht mein Liebes, so ungewohnt.

Du wirst dich an manches gewöhnen müssen.

Am österreichischen Hof herrscht ein strenges Zeremoniell.

Und zwar das spanische Hofzeremoniell, das unter allen Umständen gewahrt werden

muss.

Das ist mein Wunsch und auch der Wunsch des Kaisers.

Welche Sprachen sprichst du? Außer Deutsch?

Englisch und Französisch. Eben.

Ungarisch, Böhmisch, Kroatisch müsstest du sprechen.

Wozu? Weil Franz Josef mir gesagt hat, dass er dich liebt.

Und, äh, weil er dich zu seiner Frau machen will.

Ja, aber ich habe ihm doch... Dr. Brechnig, nicht, wenn ich spreche,

antworte auf meine Frage.

Ich möchte wissen, ob auch du ihn liebst.

Bitte fragen Sie mich nicht.

Ich wünsche eine Antwort auf meine Frage.

Ja, ich liebe ihn.

Ich liebe ihn sogar sehr.

Aber ich habe ihm doch... Ich habe gehört, du reitest viele Stunden im Tag.

Ich habe nichts gegen das Reiten, weil es die Figur hält.

Aber alles mit Maß und Ziel.

Du musst jetzt an deine Gesundheit denken.

Deine Zähne sind ganz gelb.

Du musst sie besser putzen.

Ich putze meine Zähne. Meine Zähne sind weiß.

Auch dein burschikoses Wegen wirst du ablegen müssen.

Du musst überhaupt von jetzt an ein anderes Leben führen, wenn du Kaiserin

Österreich werden willst.

Aber ich will ja gar nicht Kaiserin werden.

Du musst glücklich sein, wenn du es wirst.

Ich war bis jetzt bei uns zu Hause auch glücklich. Vielleicht glücklicher als

ihr alle hier. Ich denke gar nicht daran, ein anderes Leben zu führen als

bisher. Ich will frei leben, ohne Zwang.

Was ist denn das für eine Sprache, die du führst?

Die Sprache, die mich mein Vater gelehrt hat.

Dem die Freiheit und die Wahrheitsliebe über alles geht.

Ich glaube, wir haben uns vorläufig nichts mehr zu sagen.

Sissi, wo laufst du denn hin? Ich will nach Hause. Was jetzt, wo der Cotillot

beginnt, auf den ich schon so lange warte?

Entschuldige, Karl Ludwig, aber ich tanze nicht. Aber ich denke nicht daran,

dich fortzulassen. Ich bestehe auf meinem Tanz.

Und wenn ich dich darum bitte?

Majestät, hier sind die Rosen.

Danke.

Sophie, jetzt geht unser Wunsch in Erfüllung.

Ich glaube, du irrst dich, liebe Schwester.

Ich weiß, wie du hergehst mit den Rosen, du Nené.

Liebe Sissi, erlaube mir bitte, dass ich dir deine Lieblingsblumen überreiche.

Er gibt Sissi die Blumen?

Was soll denn das bedeuten?

Dass er sich mit Nene nicht verloben wird.

Liebe Nene, ich hatte dich um den Cotillon gebeten.

Ich bitte dich aber mir zu gestatten, diesen Tanz mit Sissi zu tanzen.

Mit meiner Braut.

Er will Sissi heiraten?

Ja.

Es lebe die zukünftige Kaiserin von Österreich!

haben wir Eure Majestät im Namen der hier anwesenden allerhöchsten Gäste und

als Ältester die herzlichsten Glückwünsche

zu Eurer Majestät Verlobung mit ihrer königlichen Hoheit der

Prinzessin Elisabeth in Bayern darbringe. Ich danke Ihnen, mein lieber

Feldmarschall.

Majestät, die Bevölkerung von Ischla zu Ehren des Geburtstages eurer Majestät

ein Feuerwerk arrangiert.

Das ist aber nett, Sissi.

Es tut mir so männlich leid.

Ach, Mama.

Warum sind wir nur nach Eschl gefahren?

Diese Demütigung.

Hermine, du musst jetzt stark sein, ja?

Unterhaltung bewahren. Ich bitte dich und glaube mir, sie trifft keine Schuld.

Ich weiß es.

Und deswegen darfst du ja auch nicht böse sein.

Hermine, ich bitte dich, nimm uns zusammen.

Es darf dir niemand anmerken, dass man dich so gekränkt hat. Ich bitte dich.

Das kann ich nicht, Mama.

Kann ich nicht.

Warum hast du das getan?

Warum hast du mich vor so einem fetten Kopf hingesteckt?

Weil ich gewusst habe, dass du nie Ja gesagt hättest.

Also Ludovica, jetzt stoß an mit uns Schwestern. Jetzt bringst du auch eine

Monarchin in die Familie.

Warum weinst du denn? Du hast gar keinen Grund zu weinen.

Die Einzige, die zu bedauern ist, bin wieder einmal ich.

Ich habe die Aufgabe, aus einem Landmädel eine Kaiserin zu machen. Aber

werde sie schon in die Arbeit nehmen.

Das brauchst du nicht so viel.

Sie wird eine Kaiserin. Vielleicht durch mich.

In einem Jahr werden wir sie nicht wiedererkennen. Ich glaube, in einem

wirst du sie nicht wiedererkennen.

Na bravo.

Jetzt hast du es aber du gesagt.

Wo ist dein Loch?

Dort brauche ich ein Loch, in das ich versinken kann.

Wer ist denn dort?

Die Leber ist von keinem Hecht, sie ist von einem Kater.

Guten Wein vom künftigen Schwiegervater. Lass schmecken euch den guten Wein vom

künftigen Schwiegervater.

Valarí, Valaró, Valarí, Valaró, Valarí, Valarí, Valaró.

Valarí, Valaró, Valarí, Valaró, Valarí, Valarí, Valaró.

Die Leber ist von einem Hecht, sie ist von einem Stier. Doch heut hab ich genug

vom Wein, jetzt möcht ich ein Mastier.

Doch heut hab ich genug vom Wein, jetzt...

Sissilein, was ist mit dir?

Du sitzt so traurig herum.

Mach gar nicht den Eindruck einer glücklichen Frau.

Hast du schon Nachricht von Iné?

Natürlich.

Sie ist noch immer bei Tante Elisabeth in Potsdam.

Es geht ihr ausgezeichnet.

Du, sie hat einen Prinzen Ton und Taxis kennengelernt, der ihr sehr gut gefällt

und der ihr den Hof macht.

Aber sie kommt nicht zurück, weil sie mir noch immer nicht verziehen hat, dass

ich ihr Leben zerstört habe.

Aber Sissi, nun hör doch mal zu, mein Kind.

Du hast doch nicht ihr Leben zerstört.

Schau, es kommt alles so, wie es kommen muss.

Franz Sophi wollte Vorsehung spielen, aber das kann man nicht.

Du hast Franz Josef eben besser gefallen als Nene. Und darüber musst du sehr

glücklich sein, denn er liebt dich aus vollem Herzen. Und du ihm doch auch,

nicht wahr?

Und das ist das Allerwichtigste.

Aber ich kann doch nicht glücklich sein, solange ich weiß, dass Nene mit mir

böse ist und meinetwegen nicht nach Hause kommt.

Was, jetzt Mitte der Nacht? Was ist denn los?

Königlicher Kurier für mich. Was will er denn?

Keine Ahnung. Lasst euch nicht stören. Bin gleich wieder da.

Bringt's auf mein Wohl, aber ein bisschen herzhaft.

Es schlägt unser Haus, unser lieber Herzog Max.

Ich bitte um Entschuldigung, dass ich Sie so spät der Stunde noch störe. Ich

konnte leider nicht früher eintreffen.

Sind Sie das Gewitter hineingekommen? Das ist doch zünftig, was?

Ich komme im Auftrag seiner Majestät des Königs Maximilian von Bayern, um Ihnen,

Herzog Max in Bayern, und Ihrer Familie die allerherzlichen Glückwünsche seiner

Majestät dazubieten.

Das finde ich aber wirklich schön von seiner Majestät, dass uns diese

Glückwünsche durch einen Sonderkurier übermitteln.

Herr Reitz. Guten Abend.

Ich habe noch eine andere Sonderbotschaft zu überbringen. Ah, so.

Leider keine angenehme.

Seine Majestät hat mich beauftragt, Eure Königliche Hoheit daran zu erinnern,

dass Eure Königliche Hoheit jetzt kein Privatmann mehr sind, sondern sozusagen

in Licht der Öffentlichkeit gerückt wurden.

Das heißt mit anderen Worten?

Dass Seine Majestät wünschen, Eure Königliche Hoheit mögen von nun ab

Wie soll ich es nur ausdrücken?

ein etwas gemäßigteres Leben führen.

Dann sagen Sie seiner Majestät, dass ich wünsche, dass mein Mann so bleibt, wie

er ist.

Aber königliche Hoheit.

Wir waren bis jetzt glücklich und zufrieden. Und es hat sich kein Mensch

gekümmert. Auch der König nicht.

Dann soll er uns auch jetzt in Frieden lassen.

Ja, aber... Wickel, du bist ja ein Mordskerl.

Halt sie doch mal.

Wenn ich dich nicht schon längst geheiratet hätte, heute würde ich es

tun.

Entschuldigung.

Graf Arco, berichten Sie seiner Majestät von diesem Familienidyll. Wir lassen

schön grüßen und es bleibt alles beim Alten.

Aber wenn ihm was nicht gefällt, dann soll er es nur sagen, dann werde ich

Österreicher. Aber bitte, königliche Hoheit.

Das schafft mir der Franzel in Hand und Dreh.

Jawohl.

Komm, Xaver, geh in den Wald.

Na, komm.

Und gib Acht, dass dir nichts geschieht.

Und wenn du groß bist, dann geh dem Papi aus dem Weg.

Wer soll mir aus dem Weg gehen?

Der Xaver.

Jetzt ist sie.

Was machst du denn?

Ich möchte wenigstens meinen Tieren die Freiheit schenken, wenn ich sie schon

aufgeben muss.

Schau, was sind das denn für Sachen?

Jede andere Prinzessin, die wird dich glücklich schätzen, wenn sie an deiner

Stelle wäre und du machst dein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter.

Jetzt pass mal auf.

Ich habe heute eine Nachricht bekommen.

Also die Hochzeit ist auf den 24.

April festgelegt.

Am 20.

fährt er mit einem Schiff Donauabwärts nach Österreich.

Nene!

Nein, ist das eine freudige Überraschung! Grüß dich, mein Schatz!

Prinz Thurn und Taxis haben mich hierher gebracht. Er möchte dir gerne seine

Aufwartung machen.

Ich freue mich, lieber Prinz, Sie bei uns begrüßen zu können.

Die Freude ist ganz auf meiner Seite, herzugehen.

Oh, danke.

Was ist denn? Hörst du mir gar nicht zu?

Du tust ja so, als ob dich die ganze Sache gar nicht interessiert.

Hast du am Ende den Franz ja gar nicht gern? Doch.

Doch, ich habe ihn sogar sehr gern.

Aber ich habe solche Angst vor der Tante Sophie und dem ganzen Hofzeremonie.

Ah, das kann ich verstehen.

Das war mir auch immer zum Abgewöhnen.

Aber weißt du was?

Wenn sie dich zu sehr säkieren in Wien mit dem Klimbim, dann kommst du zu mir.

Dann gehe ich wieder mit dir in den Wald.

Nein,

jetzt soll der Franzl mit dir in den Wald gehen.

Die Sissi wird sich freuen.

Ja, wo ist sie denn?

Da unten, bei ihren Tieren.

Sissi! Die Nene ist da!

Komm!

Die Nene ist da!

Ich wollte dir nur sagen, Sissi, dass wir immer die bleiben, die wir waren.

Und dass ich dir alles Schöne wünsche.

Du sollst so glücklich werden, wie ich es bin.

Ich bin so froh, Nini, dass du mir das sagst.

So unsagbar froh.

Ich hätte sonst nie glücklich werden können.

Ein schönes Land ist eine neue Heimat, Lissi. Ja, mir ist das träumlich, das

alles.

Möchtest du mir nicht sagen, was du hier suchst?

Guten Morgen, Tante.

Ich gehe dir schon durch mehrere Zimmer nach.

Du läufst von einem Fenster zum anderen.

Fehlt dir etwas?

Kannst du nicht schlafen? Aber nein, ich suche die Tiere.

Welche Tiere?

Franz Josef hat mir erzählt, dass er hier in Schönbrunn einen großen Tierpark

hat. Und deshalb läufst du im Nachttempel und im Schlaflokal mit

Und Barfuß?

Aber es hat mich doch niemand gesehen.

Franz Josef hätte dich sehen können. Der schläft doch noch.

Du irrst.

Der Kaiser sitzt um diese Zeit meistens schon an seinem Schreibtisch.

Ach so.

Verzeihung, das wusste ich nicht.

Bleib.

Du findest dich ja in diesem vielen Zimmer nicht zurecht.

Die Fürstin Auersberg.

Sehr wohl, kaiserliche Hoheit.

Warum ließen Sie die Fürstin rufen?

Damit sie dich in dein Zimmer bringt.

Aber das ist doch nicht nötig. Was nötig ist, bestimme ich.

Und wenn du in deinem Zimmer bist, bereite dich auf deine Beichte vor.

Es war unnötig, mich daran zu erinnern.

Ich habe mich schon vorbereitet. Ich spreche auch bereits die Sprachen, die

für so wichtig hegen.

Kroatisch, Böhmisch und Ungarisch. Und meine Zähne sind weißer denn je.

Nur der Tod, den du mir gegenüber anschlägst, ist der gleiche geblieben,

konstatiere ich.

Was ist denn passiert?

Nun also, ist das notwendig, dass dein Bräutigam dich in diesem Aufzug sieht?

Guten Morgen, Franz.

Guten Morgen, Sissi.

Ist etwas geschehen?

Nein, nein, ich wollte mir nur die Tiere ansehen, von denen du mir erzählt hast.

Aber Kind, die sieht man doch nicht von hier.

Die zeige ich dir dann später.

Guten Morgen, Mama.

Das ist doch bestimmt kein Grund, dass Sie sich so echauffieren.

Ich danke dir für deine Belehrung.

Es tut mir sehr leid, dass ich am Tage deiner Hochzeit mit deiner Braut diese

Auseinandersetzung habe, aber... Ich habe die

Fürstin rufen lassen.

Guten Morgen, Fürstin.

Nein, bitte nicht.

Das auch noch.

Danke, ich brauche Sie nicht mehr, Fürstin.

Warum beleidigst du meine Hofdame und entziehst ihr deine Hand?

Weil es mir peinlich ist, wenn eine ältere Dame mir die Hand küssen will.

will ich sie erklären.

Pardon, Mama.

Darf ich das tun?

Sissi, dieser Handkuss hat nichts mit dem Altersunterschied zu tun.

Wenn heute Abend unsere Trauung vollzogen ist, dann bist du die erste

meinem Reich.

Das heißt, mit anderen Worten, du nimmst die Stellung ein, die...

die bis jetzt meine Mutter eingenommen hat.

Du bist fortan die erste Dame unseres Landes.

Und alle anderen Damen wollen dir mit diesem Handgut beweisen, dass du als

Kaiserin über ihnen stehst.

Nur eine Frau in Österreich hat das Recht, dir statt deiner Hand auch deine

Stirn zu küssen.

Das wollten Sie doch auch sagen.

Ja, Franz.

Komm, mein Kind.

Ich bring dich auf dein Zimmer.

Ja.

Ach, Franz.

Es wäre alles so schön, wenn du kein Kaiser wärst.

Wir begrüßen unsere geliebte Braut, Ihre königliche Hoheit Prinzessin Elisabeth

in Bayern, heute nochmals auf österreichischem Boden.

Und heißen Sie in Ihrem neuen Haus auf das allerherzlichste Willkommen.

Möge Ihr Österreich eine neue Heimat und ein zweites Vaterland werden.

Und mögest du, liebe Elisabeth, in deiner neuen Heimat immer nur glückliche

Stunden verleben.

Was ich dazu tun kann, wird geschehen.

Alles andere liegt bei meinem Mächtigen.

Das hohe Brautpaar, es lebe hoch!

Hoch!

Untertitelung des ZDF,

2020

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