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Original subtitles

Die Welt ist ein inspirierender Ort.

Wir versessern deine Leidenschaft.

Zartort mit Ballon.

Im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil.

Im Rechtsstreit Doreen Pretorius gegen die Atlas Secura Versicherungs AG hat

Landgericht Münster für recht erkannt.

Beklagte Atlas Secura wird verurteilt, die volle Summe aus der

Lebensversicherung des verstorbenen Ehegatten der Klägerin von 3 ,54

Euro nebst Zinsen an die Klägerin zu zahlen.

Keine Berufung, keine Revision oder irgendwas Schlimmes, was uns noch

könnte? Nein, nichts.

Das Hotel ist rechtskräftig.

Das war's? Das war's.

Wenn ich das Jonas sagen könnte.

Also wenn ich was mit meiner verstorbenen Mutter zu besprechen habe,

ich in die Kirche bei uns ins Eck.

Ich glaube nicht an Gott.

Ich glaube an Sie, Weintraub.

Kommen Sie denn nach Hause?

Ich nehme den Bus. Heute nicht, ich fahre Sie. Danke.

Es steht schon im Alten Testament, so aber deine Hand oder dein Fuß dich

so haue ihn ab und wirf ihn von dir.

Statistisch betrachtet hat bereits jeder zehnte Bundesbürger einmal einen

Versicherungsbetrug begangen.

Jeder dritte kann sich das künftig vorstellen.

Hier im Saal sitzen also inklusive meiner Person mindestens vier

Versicherungsbetrüger.

Hier die Kasuistik.

Nach Einführung einer speziellen Handpolize für Ärzte häuften sich Fälle

Selbstverstümmelung unter Medizinern. Die Aussicht auf eine

Millionenversicherungssumme für eine nicht mehr brauchbare Hand war sehr

verführerisch.

Der eine nahm den Hammer.

Wie dieser Schönheitschirurg, der anschließend zu Protokoll gab, er habe

lediglich mit seinem Vorschlaghammer eine Ratte erschlagen wollen.

Die andere nimmt ein Beil.

Sehr nette Kollegin, Allgemeinmedizinerin, trennte sich von

beim vorweihnachtlichen Entenschlachten.

Danke. Gerne.

Den Ehering hatte sie vorher abgezogen. Vermutlich hat der Gatter bei der

Amputation geholfen.

Eine gefindige Kollegen spritzen sich vorher ein Betäubungsmittel, Lidocain

Beispiel, das wir anschließend in den Amputaten nachweisen können.

Benutzt werden Autotüren, Truhendeckel.

Fahrradspeichen, aber auch Häcksler, Rasenmäher, genauso wie Steinplatten,

Machete und immer wieder gerne die gute

alte Motorgel.

Was

sind

das nun für Menschen, die so etwas tun?

Wissen Sie schon, was Sie mit dem Geld machen werden?

Wann kommt es denn?

In ein paar Tagen. Reine Formalität.

Als erstes zahle ich meine Schulden zurück.

An Sie und an die Bank.

Und dann?

Dann fahre ich ganz weit weg.

Ganz, ganz weit.

Aber Sie kommen wieder, oder?

Kommt darauf an?

Auf was?

Was die weite Welt mir so zu bieten hat.

Ganz schön groß das Haus.

Ja, und im Winter kalt.

Aber ich häng dran, es gehörte meiner Mutter.

Auf Wiedersehen.

Sie sind der beste Mensch der Welt.

Sagen Sie das mal meinem anderen Mandanten.

Der allerbeste.

Frau Pretorius?

Verzeihung, Richard.

Warten Sie!

Sie müssen der Anwalt sein, richtig?

Der beste Anwalt der Welt.

Meine Frau schwärmt immer so von Ihnen. Ich könnte die Heldneide schwärmen.

Kommen Sie, stoßen Sie mit uns an.

Wir haben hier was zu feiern.

Wieso haben Sie das getan?

Dann noch Versicherungsgeld, Weintraub.

Biegeld.

Natürlich werden wir Sie beteiligen. Wie klingen 100 .000 für Sie?

Cash.

Bar?

Steuer? Vielleicht verdienst du Geld.

Ich kann es einfach nicht glauben. Sie haben mir drei Jahre die

trauernde Füte vorgespielt.

Zweieinhalb.

Was glauben Sie eigentlich, wie schwer das für mich war?

Immer allein in diesem Haus. Nachts unerlebt im Garten.

Wie ein Träfling.

Das war... schlimm.

Aber das ist ja jetzt vorbei.

Hä?

Das ist jetzt vorbei.

Das ist definitiv vorbei.

Scheiße.

Jonas!

Du hast ihn umgebracht.

Quatsch, er ist gefallen.

Wo willst du hin?

Ich gehe jetzt zum Arzt rufen.

Bist du bescheuert?

Er ist in dir tot.

Halt dich zusammen.

Schatz, in ein paar Tagen ist das Geld da.

Und dann sind wir frei.

hinterhergeschlichen und hat dich überfallen.

Und du, du hast dich gewehrt.

Das war Notwehr.

Das war jetzt ganz einfach.

Du musst nur genau das tun, was ich dir sage, okay?

Ich muss dir jetzt ein bisschen wehtun.

Alles nicht zusammen.

Was? Na das hier, alles.

Er war Anwalt, Sie seine Mandantin. Und er hat heute vor dem Landgericht für Sie

einen Prozess gewonnen. Vor wenigen Stunden.

Und dann gehen Sie so brutal aufeinander los.

Was ist mit ihr?

Ja, Würgemale, Abwehrspuren am Unterarm. Der Notarzt schreibt gerade den

Bericht. Meint, sie sollte ins Krankenhaus, aber sie will nicht.

Wer hat denn den Notruf getätigt?

Sie, glaube ich.

Wir glauben nicht, wir ermitteln.

Stand das so?

Ja. Sie macht einen Notruf und stellt dann das Telefon wieder ordentlich auf

Ladestation?

Vorbildlich, würde meine Mutter sagen.

Merkwürdig. Das würde meine Mutter sagen.

Ist Frau Pretorius eigentlich inzwischen vernehmungsfähig? Bis jetzt noch nicht.

Sie könnte es ja gerne mal versuchen.

Ach, könnte ich mir wohl die Handschuhe...

Sind Sie fertig mit dem Wagen? Ja. Kann ich da rein? Ja, die Purenlage ist

gesichert.

Ein Drittel haben wir vereinbart. Und ein Drittel bekommst du. Das ist mehr

eine Million. Das reicht ja wohl. Wir haben 50 Prozent ausgemacht. Die Hälfte

haben wir ausgemacht. Was? Ohne mich hättest du überhaupt nichts.

Ich hätte ohne dich was?

Mir verdankst du alles. Mir verdankst du den besten Job deines Lebens.

Jeder andere Anwalt hätte mehr rausgeholt als du.

Ein elender Versager. Das bist du. Ein Mann war ein Versager. Du gierige

Quitsch.

Gierig? Ja, sehr gierig.

Hopp, hopp, hopp an die Arbeit, Herr Professor, Ihre Leiche wird kalt.

Der Streit hat im Wagen begonnen.

Nein, was Sie nicht sagen.

Natürlich, das Handy liegt noch da, der Schlüssel steckt auf der Rückbank, die

Prozessunterlagen. Hände weg von den Beweismitteln.

3 ,5 Millionen, da fliegen schon mal die Fetzen. So, würden Sie sich jetzt

vielleicht freundlicherweise mal um Ihre Arbeit kümmern?

Da drinnen liegt ein Anwalt mit einem Loch im Kopf. Das bestätigt meine

Sie haben doch noch gar nichts gesehen.

Brauche ich auch nicht, das sehe ich von hier aus.

Umso besser, dann haben wir ja gleich Feierabend.

Ich habe sie schon verstanden. Die beiden haben im Auto angefangen, sich zu

streiten, sind dann ins Haus gerannt und haben da mit einer Flasche Champagner

auf ihren Sieg angestoßen und sich danach halbtot geschlagen.

Und voll lauter Vorfreude auf sein Ableben ist der Anwalt dann über das

der Galerie gesprungen, hat sich den Speer in den Arsch gerannt und war tot.

Das ist Ihre Theorie, ja? Nein, das ist grotesk. So was im Stadttheater und ich

würde sofort mein Abo kündigen. Ich habe mir lediglich erlaubt, den Tathergang

in seiner Gänze zu rekonstruieren. The bigger picture. Die publiken Details

überlasse ich Ihnen.

Ich gebe Ihnen gleich Details.

Speer durch den Arsch gerammt, ja? Aha, also über Anatomie müssen wir beide noch

mal ein Wörtchen reden.

Das war natürlich sinnmäßig gemeint. The bigger picture.

Das erinnert mich an einen Vorfall im Naturkundemuseum zu Berlin, das Sie

wahrscheinlich nicht kennen werden.

Ein offener Schnürsenkel, eine Stufe und schwupps aufgespießt von einem

Neandertaler Wurfsperr, ein Familienvater von drei Kindern.

Das ist natürlich tragisch. Ich vermisse den Zusammenhang.

Die Versicherungsgesellschaft unterstellte einen Selbstmord und

der Witwe, die Lebensversicherung auszuzahlen. Bitter ein begnadeter

Rechtsmediziner, die Kausalität zwischen offenem Schnürsenkel und totem Mann.

Das war für so ein Nachwies.

Nein, ich werde jetzt mit Sicherheit nicht fragen, wie dieser begnadete

Forensiker damals wohl hieß.

Ich erinnere den Vorfall überhaupt nur, weil der unglückliche Mann drei Kinder

hinterließ, die ansonsten mittellos aufgewachsen wären. Ja, natürlich.

Es ist trotzdem ein völlig beknackter Vergleich, weil erstens, in unserem Fall

bezahlt die Versicherung und zweitens, das hier, auf gar keinen Fall ein

Der kann dann angepackt werden.

Und Sie? Was ist mit mir?

Sie, Sie, Sie, die Frau.

Hat sie Verletzungen?

Ja, die hat schwer was abbekommen.

Wurde das dokumentiert?

Ja, der Notarzt hat einen Bericht geschrieben.

Mein Name ist Professor Börner.

Ich bin Rechtsmediziner.

Nein, Sie brauchen keine Angst zu haben. Das ist bloß Hauptkommissar Thiel.

Guten Abend.

Dürfte ich einmal Ihren Puls füllen?

Ich würde Ihnen wirklich empfehlen, ein, zwei Tage ins Krankenhaus zu gehen.

Nur zur Beobachtung.

Sie hatten die Polizei gerufen.

Können Sie sich daran noch erinnern?

Gibt es jemanden, der heute Nacht bei Ihnen bleiben kann?

Nein.

Kann ich noch was für Sie tun?

Etwas gegen die Schmerzen oder zum Schlafen?

Also, falls irgendwas sein sollte, ich bin draußen, ja.

Versuchen Sie ein bisschen zu schlafen.

Ihre Haut fühlt sich kühl an. Ihr Puls ist flach und deutlich über 100. Und sie

hat einen Nystagmus.

Was ist das?

So ein unwillkürliches Zucken der Augen.

Ich tippe auf SHT. Sie sollte auf gar keinen Fall alleine bleiben heute Nacht.

Wird sie auch nicht.

Es wird auf jeden Fall jemand hierbleiben. Wer?

Vermutlich wieder unser bester Mann.

Oh, T. Ich kann heute wirklich nicht. Wirklich, heute kann ich nicht.

Sie glauben doch nicht im Ernst, dass sie sich diese ganzen Wunden da selber

zugefügt hat. Ich kenne eine Dame, die hat sich die Hand abgehackt, nur um so

ihr Segelboot zu finanzieren.

Und die ist jetzt Einhandseglerin? So sieht's aus.

Und ich kenne einen Professor, der sich immer Geschichten ausdenkt, um sich als

Kriminalist aufzuspielen.

Ich bin Forensiker, seit 30 Jahren. Und was ich hier sehe, das ist eine massive

Verletzung durch stumpfe Gewalt gegen den Hinterkopf eines Toten, dem doch

ein Spieß in der Brust steckt. Ich bin Bulle seit über 35 Jahren. Und was ich

hier sehe, ist eine misshandelte Frau mit Abwehrverletzungen, die massiv unter

Schock steht.

Und die null, null Motiv hat, ihren Anwalt umzubringen, der heute auch noch

Prozess ihres Lebens für sie gewonnen hat.

Da sind wir uns ja einig. Ja, völlig.

Absolut.

Ja, gute Nacht.

Dann räumen Sie mal was Schönes.

Räumen Sie doch selber was Schönes.

Gute Nacht, Vater.

Könnt ihr nicht woanders hin?

Tschüss. Tschüss.

Die Hälfte, wenn wir gewinnen, sowas abgemacht.

Fifty -fifty.

Wie wär's mit einer kleinen Anzahl?

Nein.

Beriland kämpfte für seine Mandanten und hat dem Fürsten der Finsternis in den

Arsch getreten, wenn es Not tat.

Selbstverständlich können Sie das trocken.

Wo ist Thiel?

Der muss jeden Moment hier sein.

Haben Sie das der Presse gesteckt?

Was?

Dass einer der besten Anwälte von Münster seine Mandantin überfällt?

Nachdem er ein großes Verfahren für Sie gewonnen hat.

Ich stecke niemandem irgendetwas.

Schrader? Herr Professor.

Nee, Thiel ist noch nicht da.

Aber die Frau Staatsanwältin ist hier.

Ja, mache ich.

Ich soll Sie herzlich von Professor Wörne grüßen.

Bringen Sie mir umgehend eine Tasse Kaffee ohne Milch und Zucker.

Wie geht es Ihnen dann heute Morgen?

Besser.

Danke, dass Sie da geblieben sind.

Ja, gerne. Das gehört ja mit zu meinem Job.

Ach du Scheiße.

Können Sie sich heute vielleicht erinnern, was hier gestern passiert ist?

Nein.

Sie haben ja anscheinend Champagner getrunken mit Ihrem...

Ich erinnere mich an nichts mehr.

Was ist denn das Letzte, was Ihnen jetzt noch einfällt von gestern?

Wir sind dort im Gericht. Ich habe geweint vor Glück. Wir haben uns umarmt.

Weintraub hat mich nach Hause gefahren. Dann haben wir uns verabschiedet und ich

bin ins Haus.

Wie? Und er ist im Auto sitzen geblieben?

Ja.

Ja, aber wie konnte es denn sein, dass er... Ich weiß

nichts mehr.

Hier. Hier.

Die Hälfte, wenn wir gewinnen, so was abgemacht.

Fifty -fifty.

Wie geht es mit einer kleinen Anzahlung?

Schwachsinn.

Wie bitte?

Sagen Sie, Ihr Anwalt, hat er vielleicht mal, hat er Ihnen Avancen gemacht?

So kleine Geschenke, Aufmerksamkeiten. Nein, er war einfach nur gut zu mir. Er

war der beste Mensch der Welt.

Also, Sie hatten keinen Streit? Im Gegenteil. Er war der Einzige, der mir

geglaubt hat.

Mein Mann, Jonas, hatte einen Traum.

Diese Sammlung ist ein Vermächtnis. Er hat mir von überall Geschenke

mitgebracht. Seine Expedition war alles für ihn.

Und mein Mann war alles für mich.

Ich habe das Haus verpfändet und den Schmuck meiner Mutter verkauft.

Und ich habe es gern gemacht.

Und Jonas konnte seinen Traum leben.

Und das hat Weintraub verstanden und hat für mich gehalten.

Das Haus hier gehört Ihnen alleine?

Inzwischen gehört es der Bank.

Ja dann, vielen Dank für Speis und Trank.

Ach, eine Frage habe ich noch.

Sie haben vorhin so von Ihrem Anwalt geschwärmt.

Kann es sein, dass Sie ein bisschen in ihn verliebt waren?

Ich liebe meinen Mann.

Ja, klar, verstehe.

Aber der ist ja nun schon etwas länger...

Ich liebe immer noch den Mann, der er mal war.

Ja, natürlich.

Falls Ihnen noch irgendwas einfallen sollte, dann rufen Sie mich an.

Jederzeit.

Tschüss.

Wie geht es dir, mein Schatz?

Du würdest noch sehen.

Wie?

Was hat denn du der Polizei gesagt?

Nichts.

Wir haben alles richtig gemacht.

Wir haben an alles gedacht. Wir haben nichts vergessen.

Wir hatten gewonnen, Doreen.

Wir hatten gewonnen.

Und du holst diesen Mann ins Haus. Ich habe ihn nicht ins Haus geholt. Er ist

mir nachgelaufen.

Ich habe den Ordner im Auto vergessen.

Der hat ihn mir hinterhergebracht, weil er ein guter Mensch war.

War was für die Tür hinter dir im Zimmer?

Hab ich.

bis das Geld kommt.

Damit kommen wir doch niemals durch, Jonas.

Was? Wir haben die Pässe und wir haben einen Plan.

Einen sehr guten Plan.

Du hast ihm die Flasche von hinten auf den Kopf geschlagen. Das ist doch keine

Notwehr. Die Polizei ist doch nicht blöd. Das glauben die mir nicht.

Lass sie doch glauben, was sie wollen.

Doreen, du... Du stehst unter Schock.

Du bist das Opfer. Du hattest einen Filmriss. Du weißt nichts mehr.

Und egal, was die denken und herausfinden, du darfst nicht reden.

Ein falsches Wort von dir bringt uns ins Gefängnis.

Und ich habe mich umsonst drei Jahre in diesem Loch vegetiert.

Ja, ziehen.

Ziehen, Albrecht.

Nein, langsam.

Ich zieh doch. Leicht drehen.

Im Uhrzeigersinn. Ja. Im Uhrzeigersinn. Albrecht, wohin drehen Sie denn? Im

Uhrzeigersinn. Ja, sag ich ja. Dann, dann.

Drehen und langsam. Jetzt, jetzt.

Die Wunde an Weintraubs Hinterkopf stammt an einem Schlag mit einem

Gegenstand. Rechtssinnig geführt mit großer Kraft.

Die Champagnerflasche? Wahrscheinlich.

Aber es war ein sehr mächtiger Schlag für eine so zierliche Frau.

Naja, wenn er sie zuerst geschlagen hat... Womit? Mit diesen Händen? Schauen

sich die mal bitte an.

Das sind...

Makellos manikürte Finger. Das sind 1a gepflegte Juristenfinger. Ohne Wunde,

ohne irgendwelche Spuren eines Kampfes.

Wer eine Handschuhe getragen hat, wo sind Sie? Ja, ja, sie hat sich die

selber zugefügt.

In meiner langjährigen Praxis als Sachverständiger. Und Börne, bitte, wie

denn der Anwalt auf dem Indianer gelandet sein? Ist er gesprungen oder

Indianer sagt man nicht mehr.

Bitte?

Das ist eine rassistisch diskriminierende Fremdbezeichnung aus

Dann eben Winnetou. Darf man Winnetou noch sagen?

Ich würde es nicht machen.

Frau Pretorius ist eine sehr zierliche Frau und nicht in der Lage, einen 80

schweren Weintraub derart zu beschleunigen.

Wieso nicht? Die war doch wilden.

Gut und schön. Aber Wut hebelt nicht die Gesetze der Physik aus. Das sollten Sie

eigentlich wissen.

Also ja, wenn ich so...

richtig wütend bin, dann... Dann entwickle ich Riesenkräfte.

Wirklich? Ach so, dann kommen Sie mal her. Dann schubsen Sie mich mal mit

Riesenkräften. Ich bin aber nicht wütend. Doch.

Ich bin wütend?

Ja, irgendwie.

Gib's mir, Baby.

Das ist Ihre Chance.

Heuerig gegen die Gesetze der Physik. Und wenn ich Ihnen wehtue?

Das ist unmöglich, Heimerich, unmöglich.

Okay, okay, okay.

Oh Gott,

Herr Professor?

Wow, so viel Kraft, denn so wenig Physik. Habe ich Ihnen weh gesagt?

Entschuldigung.

Kann ich es nochmal sehen? Der Anfang war etwas unscharf. Ja, das reicht.

Na schön, sie kann ihn also übers Geländer gestoßen haben, aber die Wunde

Hinterkopf, die mit der Champagnerflasche, könnte sie das auch

Das finden wir heraus. Wo ist die Flasche? Kommt gar nicht in Frage.

Ja, Thiel?

Aha.

Ja, nee, wunderbar. Danke, wiederhören.

Die Fingerabdrücke auf der Flasche sind eindeutig ihre?

Ja, logischerweise. Ich meine, sie hat den Champagner gekauft, hat ihn in den

Kühlschrank gestellt, hat ihn da wieder rausgeholt, den aufgemacht, hat ihn

eingeschickt. Also es sind natürlich ihre Fingerabdrücke da drauf.

Wann hat sie die Polizei angerufen?

Gestern Nacht um 21 .45 Uhr.

Und es waren ihre blutigen Fingerabdrücke auf dem Telefon.

Das können wir uns mal anhören.

Christ, wollte er an das Geld, hatte versucht, sie zu vergewaltigen.

Ich habe sie das alles gefragt, aber sie redet von ihm wie von einem

Heiligen. Und ich meine, wer bringt denn bitteschön auch seinen Wohltäter um?

Brutus hatte sein Leben Cäsar zu verdanken und hat ihn trotzdem

war nebenbei.

Um diese Frau zu verstehen, müssen wir uns ihr Haus anschauen.

Das haben wir.

Alle Räume?

Ja.

Das ist stumpfe Polizeiarbeit, Herr Professor.

Schön, schön.

Was haben wir gesehen?

Das haben Sie doch selber gesehen.

Diese ganzen grausamen Fratzen und Masken. Das ganze Gedön, das Ihr toter

mitgebracht hat. Und ansonsten war da alles völlig normal.

Bett, Schrank, Tisch, Stuhl.

Obwohl...

Also das Einzige, was ich nicht gesehen habe, ist irgendwas von ihr.

Stimmt, da war nichts Persönliches von ihr in diesem Haus.

Sie lebt im Horror -Mausoleum ihres Ehemannes. Der hat absolute Macht über

Schatz.

Mehr haben Sie nicht zum Fall Pretorius?

Natürlich. Wollen Sie mehr? Ich will nicht.

Aber ich muss.

Glauben Sie wirklich, Oskar Weintraub überfällt seine Mandantin am Tag seines

größten Triumphes?

Drei Jahre hat er für Sie gekämpft.

Was meinen Sie?

Das ist absurd.

Oskar Pro Bono wird hier gearbeitet, Tag und Nacht.

Er wollte gewinnen. Für Sie.

Und wieso war er so unregennützig?

Schauen Sie in die Prozessakten.

Ihr Ehemann war ein Vampir.

Er hat seine Frau systematisch ruiniert und ausgesorgt bis zum Letzten.

Während sie ihre kranke Mutter gepflegt hat, bis sie verstorben ist.

Das Einzige, was er hinterlassen hat, war eine Lebensversicherung.

Die hat natürlich sie bezahlt.

Hat Herr Weintraub vielleicht ein Verhältnis mit ihr gehabt?

Das würde mich sehr wundern.

Wieso?

Oskar und ich.

Ich bin Angestellter der Kanzlei, deshalb war es nicht offiziell,

Also Weintraubfingerabdrücke fanden sich im ganzen Haus gerade mal zweimal.

Einmal an der Haustür, einmal am Treppengeländer.

Und am Glas?

Keinerlei Spuren.

Entsprechend ergab der Postmortem durchgeführte Befund seines

Blutalkoholspiegels präzise 0 ,000 Periode. 0 ,000?

Wie kann das denn sein?

Naja, ich gehe davon aus, Doreen Pretorius hat den Champagner alleine

Es wird doch noch jemand im Haus.

Wer denn?

Jemand. Groß und stark genug, Weintraub übers Geländer zu drücken.

War mir von Anfang an klar.

Ist klar.

Wie auch immer, wir haben doch keinerlei Fremdspuren im Haus gefunden, oder?

Wurde denn danach gesucht?

Jetzt fangen Sie auch noch damit an.

Selbstredend, Frau Haller.

Also ich.

Viele Jahre mit mir haben Ihre kognitiven Fähigkeiten enorm geschärft.

Danke. Herr Professor, ich war so unwissend, bis Sie mich erleuchtet

Nicht der Rede wert.

Bleibt die Frage, war zum Zeitpunkt des Geschehens noch jemand im Haus? Und wenn

ja, wer?

Jetzt warten wir aber an Herrn Storch.

Wussten Sie, dass Ihr Winnetou vielflieger war?

Mein Wendetuch? Die Kriegerfigur mit dem Speer, die schnappt das am Souvenirshop

am Chicagoer Flughafen, oh Herr.

Was habe ich gesagt?

Gedönt.

Oliven, Transfette, Chorizo, E401, E402 und E403, Mozzarella, Emulgatoren,

Kapern.

Woher? Steht auf den zahlreichen Verpackungen, die aus Ihrer Mülltonne

Haben Sie wieder in meinem Müll nach Pfandflaschen gesucht?

Dieser Möchtegern -Forscher Pretorius hat tatsächlich alle Artefakte für seine

Sammlung in irgendwelchen Souvenirgeschäften zusammengekauft.

Bitte, bitte, das tun Sie doch nur, um mich zu quälen.

Schmeckt mir sonst einfach nicht. Und zwar, so macht er seiner Frau vor.

Das ist der große Indianer Jones von Münster.

Indianer sagt man nicht mehr, das ist Pui.

Das war so mal mein Punkt, das ist doch ein Eigenname.

Er hat auf diese Art und Weise mehr und mehr Geld aus ihr rausgepresst. Und als

das Geld alle war, dann... Versicherungsbetrug. Entschuldigung.

Mögen Sie keine Ananas?

Nicht aus der Dose. Und nicht mit Chorizo und Kapern.

Ich fasse es nicht.

Pretorius hatte keinen Schulabschluss, keine Ausbildung, keine Altersvorsorge.

Er ist ja nicht alt geworden.

Und... hat jahrelang als Nachtwächter im Archäologie -Museum gearbeitet.

Da hat er sich fortgebildet und danach hat Depotverwaltung. Was macht man denn

da? Wahrscheinlich Schädlinge bekämpfen.

Das ist der größte Feind der Konservierung, der Museumskäfer.

Im Museum haben die beiden sich ja auch kennengelernt.

Er hat ihr den großen Forscher und Sammler vorgespielt und sie war schwer

beeindruckt. Und ein halbes Jahr später haben die auf Koh Samui geheiratet.

Haben Sie schon mal auf Koh Samui?

Ja, aber nicht zum Heiraten.

Was, wenn sie ihren Mann umgebracht hat?

Warum sollte sie?

Wegen des Versicherungsgelds.

Sie hat ihn getötet.

Im Amazonas?

Nein, nein, nein, nein.

Ganz konventionell. Zu Hause.

Ja, aber Herr Schollen ist ja doch am Rio... Rio Schlag mich tot hier, wie

denn das?

Nicht unbedingt.

Die Umstände sind dubios.

Vielleicht war er genau hier.

Die beiden wollten zusammen die Versicherung betrügen, aber sie hatte

anderen Plan.

Was denn für einen Plan?

Ich habe gemerkt, dass die Masken gefälscht sind.

Der Schweinehund hat mir alles genommen und hat mich betrogen.

Ich bin gutmütig, aber nicht blöd.

Ja, aber es macht ja gar keinen Sinn, dass sie dann auch noch ihren Anwalt

umbringt.

Meine Frau, ja, ist zu allem für dich.

Sie tut nur so, als sei sie nett und naiv.

Dabei ist sie schlau und verlasst.

So war es nicht.

Irgendetwas an seinem Verschwinden ist faul. Ich werde mir noch mal die Beweise

durchschauen und uns transparent was verschaffen. Moment, wenn Sie schon

Arbeit übernehmen, dann können Sie auch den Bericht schreiben.

Gute Nacht.

Guten Morgen, Frau Pretorius. Hier ist Colin Fiebler von der Kanzlei Weintraub.

Das Geld ist da. Die Versicherung hat überwiesen.

Die volle Summe?

Plus Zinsen.

Vier Millionen Euro.

Also tut mir alles schrecklich leid, was passiert ist.

Das Haus hat Frau Pretorius von ihrer Mutter geerbt und schon im ersten Jahr

Ehe eine Hypothek darauf aufgenommen.

Und dann kamen Jahr für Jahr weitere Kredite hinzu, mit denen sie die Reisen

ihres Mannes finanziert hat.

Summa summarum? Eine fette Million.

Ja, und als sie dann pleite war, ist ihr Mann auf tragische Art und Weise ums

Leben gekommen.

Aber natürlich erst, nachdem sie vorher für ihn eine Lebensversicherung...

in Höhe von 3 ,5 Millionen Euro abgeschlossen hat. Das Gericht hat

es war kein Betrug. Hätte man mich konsultiert, wäre das Urteil anders

ausgefallen. Vielleicht kann er nicht überall sein.

Was auch etwas für sich hat.

Beweisstück Nummer 21 aus dem Prozess. Doreen Pretorius gegen die

Versicherungsgesellschaft Atlas Secura.

Dieses kurze Video enthält das letzte Lebenszeichen Ihres Mannes, Jonas Carl

Pretorio. Aufgenommen wurde es im November 2021 am Rio

Negro im Südosten von Venezuela.

Wollen Sie rüberkommen?

Der Jäger des verlorenen Gedulds.

Film ab.

Hey, mein Schatz. Alles Gute zum Geburtstag.

Hier vom Rio Negro.

Wo wir schon in Humboldt waren.

Und die wilden Orchideen blühen.

In ungefähr einer Stunde fahre ich flussabwärts zum Tafelberg.

Und der Legende nach gibt es da noch Dinosaurier. Und wenn das stimmt, dann

bringe ich dir einen mit.

Wenn alles gut geht, bin ich Weihnachten wieder zu Hause.

Ich küsse dich.

Tschüss. Da will ich Urlaub machen.

Sehen Sie die Wolke da?

Ja. Das sind Mücken.

Okay.

Weiter. Hören wir uns noch einmal den Anfang an.

So, der ganz vorn.

Vorn vom Anfang.

Ja, einen kleinen Moment.

Und los.

Hey, mein Schatz. Alles Gute zum Geburtstag.

Hier vom... Haben Sie es gehört?

Der lustige Vogel da im Hintergrund, das ist ein Kukaburra.

Heimisch in Australien und in Tasmanien und neuerdings auch in Neuseeland. Sein

Balzruf...

Von

Januar bis Juni, nicht im November.

Und definitiv nicht in Venezuela.

Sind Sie sicher?

Leistungskurs Ornithologie.

Der Herr Professor kann sogar fliegen. Wollen Sie das mal sehen?

Und was bedeutet das hier?

Tja, das bedeutet, dass das Video ein Fake ist.

Soll das heißen, dass der Kerl noch lebt?

Ich habe meine Freunde belogen.

Ich habe die Polizei belogen.

Ich habe mich selbst gelogen.

Mein Mann und ich sind Verbrecher. Wir haben einen Menschen getötet.

Mein Mann liebt mich nicht mehr.

Ich bin nicht sicher, ob er überhaupt lieben kann.

Doch, er liebt mich.

Tote Dinge, die er sich an die Wand hängen kann.

Was ist denn, wenn sie gar nicht weiß, dass er noch lebt?

Dann wird sie wahrscheinlich ziemlich blöd aus der Wäsche gucken.

Oh, schau mal.

Vielleicht wohnt er ja hier, unser Kukurukuku.

Ding vom Leib.

Fällig bekloppt geworden.

Ich dachte, das war... Das war verdammt knapp.

Ich bin

erledigt. Ich jetzt

kündige. Quatsch. Ich muss das melden. Da fehlt ja eine Kugel. Ach Blödsinn,

dann kriegen Sie eine von mir.

Und jetzt Schnauze schradern. Das bleibt unter uns, klar.

Ich möchte bitte ein Geständnis machen.

Moinsen.

Danke.

Erzählen Sie mir doch bitte mal, was passiert ist, nachdem Sie mit Ihrem

an Ihrem Haus angekommen sind.

Wir sind...

Zusammen ins Haus und direkt hoch auf die Galerie zum Arbeitsplatz meines

Mannes, um dort auf unseren Sieg anzustoßen.

Sie haben da Champagner getrunken? Moment, hat Ihr Anwalt auch Champagner

getrunken? Ja, in zwei Glas.

Und dann hat er mich angefasst, mich gedrückt und bedrängt.

Ich habe mich gewehrt, woraufhin er mich ins Gesicht geflagen hat.

Mit der Faust, mich fest am Arm gepackt und hinter sich hergezogen.

Ich habe die Flasche gegriffen und zugeschlagen.

Mit welcher Hand haben Sie den Schlag geführt?

Bitte?

Mit rechts.

Würden Sie einmal kurz aufstehen?

Danke.

Und die Flasche.

Wo stand die?

Dicht am Geländer.

Also da.

Und Sie waren?

Im Gang.

Und die Abstände stimmen so?

Ja. Wo hat er Sie gepackt?

Am Handgelenk, kurz drunter.

So?

Ja. Und dann hat er Sie hinter sich hergezerrt? Ja.

Greife Sie nach der Flasche.

Nochmal?

Ich weiß jedenfalls nur noch, dass ich zugeschlagen habe.

Und davon ist er gepaumelt und über das Geländer gestürzt.

Es war, ich hab mich nur... Haben ihn nicht gestoßen?

Das weiß ich nicht mehr. Ich hab mich wirklich nur verteidigt. Das war nur

Notwehr. Und das tut mir wahnsinnig leid.

Und sonst war niemand im Haus?

Wer denn?

Keine Ahnung.

Vielleicht ein Nachbar, ein Freund.

Ich habe keine Freunde mehr. Ich habe sie mit allen verdorben.

Unsere Ehe hat alles überschattet.

Und dieser Schatten, existiert der noch?

Frau Pretorius, wo ist Ihr Mann?

Ist er hier in Münster oder wo hält er sich versteckt? Wie nimmt er zu Ihnen

Kontakt auf?

Er ist gestorben. Die Versicherung hat gezahlt. Verdammt nochmal, jetzt hören

Sie auf mit Ihrer Lügerei.

Ihr Anwalt Weintraub war homosexuell. Der lebte mit einem Mann zusammen.

Und er war auch nie gewalttätig. Was haben Sie selbst über ihn gesagt?

Er war einfach nur gut zu mir.

Ich sage nichts mehr. Ich möchte jetzt bitte einen Anwalt.

Noch einen?

Wussten Sie, dass die Sammlung Ihres Mahls nicht authentisch ist?

Wie meinen Sie das?

Lauter wertloses Zeug.

Zusammengesammelt. Auf der ganzen Welt. Auf Marktplätzen und in Souvenirshops.

Das ist ein Polizeitrick.

Nein, das ist kein Trick.

Das ist alles ganz gut dokumentiert. Sehen Sie?

Made in China.

Warum sollte er das tun?

Damit sie weiter an sein Märchen vom großen Schatzsucher glauben.

Was hat er denn dann gemacht die ganze Zeit, wenn er weg war?

Urlaub.

Er hat die ganze Welt bereist.

Auf ihre Kosten.

Na gut.

Vielleicht war das alles so. Ich sag jedenfalls nichts mehr. Es war Notwehr.

Nehmen Sie mich bitte fest.

Notwehr ist keine Straftat.

Dafür kann ich Sie nicht verachten.

Sie können jetzt gehen. Danke.

Frau Pretorius, eine Frage habe ich noch.

Wenn es Notwehr war, warum tut es Ihnen leid?

Du brauchst wieder.

Das geht dir überhaupt nicht.

Das Geld ist da.

Wie viel?

Vier Millionen.

Schau nach.

Wir haben es geschafft.

Doreen. Wir haben es geschafft.

Eine Million ist für mich.

Nee, Alter.

Ist ja auch dein Geld.

Hast du das Passwort geändert?

Eine Million ist für dich und der Rest geht an Weintraubserben.

Weintraubserben, klar.

Bist du irre?

Wie ist das Passwort?

Das sind wir ihm schuldig, Jonas.

Ein Scheiß sind wir dem schuldig.

Gibst du mir auf, dass du mir dieses Passwort... Komm, schlag mich. Die

freut sich.

Wir sind beide am Ende, Doreen.

So, Monsieur Hölle, glaub mir.

Zumindest der Rainer Bankmittele.

Sind Sie in Schwierigkeiten, junge Frau?

Wenn ich Ihnen sagen würde, ich bin die Treppe runtergefallen, würden Sie das

glauben? Wenn Sie das sagen, natürlich.

Glauben Sie das denn auch?

Würden Sie auf mich warten?

Aber klar.

Das ist zu viel.

Falls es ein bisschen länger dauert. Danke sehr, junge Frau.

Sie sind in der Bank.

Das Taxi wartet. Ich stehe fünf Meter dahinter.

Ja, das sehe ich.

Was?

Wo sind Sie?

Hinter Ihnen.

Sie können jetzt erst mal Pause machen. Wir übernehmen ab hier.

stuporöses Wartenziel. Das ist unter meiner Gehaltsklasse. Tja, wer wollte

unbedingt mitfahren?

Ich wollte ja nicht mitfahren. Sie haben kein Auto.

Ich habe ja auch nicht Ihre Gehaltsklasse.

Ich möchte bitte alles abheben, was auf meinem Konto ist.

Das sind vier Millionen.

50 Minuten?

Räumt die da die ganze Bank leer, oder was?

Tim, ich habe wirklich Wichtigeres zu tun.

Ach ja? Was denn? Alles. Alles ist wichtiger als das hier.

Bin gleich wieder da.

Vater?

Fränkchen, mein Gott, Junge, was machst du hier?

Na, arbeiten.

Ja, ich auch. Ich warte auf die reizende junge Dame.

Hat mir ein Fuffi gegeben, sagt er. Es dauert etwas länger.

Kommst du heute zum Abendessen? Was gibt's denn?

Rolladen mit Rotkohl. Was machst du dazu?

Kartoffeln? Mit Klößen.

Bin ich dabei.

Und wo ist sie dann hin?

Die Dame hat unseren Personalausgang genommen.

Sie hatte eine große Summe Bargeld dabei.

Du kriegst die Tür nicht zu.

Sie schließt automatisch.

Sie hat uns bemerkt.

Weil Sie selber nicht drauf haben, jemanden zu verfolgen.

Ich?

Die Dame ist weg, verdammt. Kannst du mal die Rolladen wickeln?

Was möchtest du noch?

Nichts? Nee, nichts.

Alles gut.

Passt noch.

Wie viel sind das?

20 .000.

Das ist alles.

Mehr hast du jetzt nicht geholt.

Sie hatten nicht mehr Bargeld, da hätte man vorher anrufen müssen.

Scheiße.

Komm, lass uns verschwinden.

Ich komme nicht mit.

Okay, keine Witze jetzt.

Ich komme nicht mit.

Hör auf mit dem Scheiß! Ich komme nicht mit!

Ich schicke dir das Geld, wohin da, wo du auch bist.

So wie immer.

Dann erzähl mir, was du vorhast.

Was hast du denn vor?

Ich weiß es nicht. Ich sag's dir.

Die stecken nicht ins Gefängnis.

Okay.

Fein für mich.

Doreen.

Doreen.

Doreen, du weißt!

Du weißt es nicht!

Lass mich jetzt nicht allein.

Nach all den Jahren, bitte.

Das ist alles für uns.

Verstehst du?

Für unser gemeinsames Leben.

Gemeinsames Leben?

Wir hatten keins.

Nie.

Es war immer nur dein Leben.

Deine Sorgen, deine Erfolge, immer noch deins, deins, deins.

Das einzige, was von mir war, war das Geld.

Ja, das ist sicher ein guter Moment, das SEK zu rufen.

Das Senioreneinsatzkommando ist doch schön da.

Wow.

Ich fasse es nicht.

Na, da schau her.

Kein Wunder, dass wir keine Spuren gefunden haben.

Das ist aussichtslos hier. Sparen Sie sich Ihre Kräfte.

So eine Scheiße!

Wie blöd sind wir eigentlich?

Ich habe gesagt, lassen Sie uns das SDK rufen. Sie waren dagegen.

Tja, das hätte ich uns reingelegt.

Woher wollen Sie denn wissen, dass Sie das waren?

So, bitte schön.

Kein Netz, ist ja klar.

Kein Netz. Hier nicht, da nicht und hier auch nicht.

Tja, das sehe ich auch nicht.

Regel Nummer eins, Ruhe bewahren.

Ganz toll.

Regel Nummer zwei.

Regel Nummer zwei, Licht anmachen.

Und Luftquelle finden.

Vorsicht. Vielleicht gibt es ja hier irgendwo ein Notstromaggregat.

Die Lage ist ernst.

Was Sie nicht sagen.

Die Leih ist todernst.

Ich hab für heute Abend einen losen Karten. Madame Butterfly, Matt Wake,

mehr sag ich nicht. Das kann ich auf gar keinen Fall verpacken.

Karten?

Mehrzeuger, wer geht denn freiwillig mit Ihnen in die Oper?

Wir sind zu dritt. Der Karl, der Friedrich und der Berner.

Das ist die elektrische Lüftung.

Die hat keinen Strom.

Das ist die Notbelüftung.

Hallo?

Da kommt nichts raus.

Na toll.

Jetzt verpasse ich auch noch meine Ouvertüre.

Was machen Sie, Bauer? Ist das eher ein gutes oder ein schlechtes Zeichen hier?

Das ist ein ganz schlechtes Zeichentier. Ich sehe endlose dunkle Abende vor mir.

Mit Konserven, Mischgemüse und Mineralwasser ohne Kohlensäure. Nur wir

Hatten wir das nicht schon mal?

Ja, aber nicht mit so vielen Konserven.

Albtraum. Und es gibt auch gute Nachrichten.

Ja? Welche?

Wir haben Ananas.

Was ist denn das für ein Auto?

Wohin fahren wir?

Es läuft nach Plan, Dorian.

Alles nach Plan.

Ist das dein Auto?

Bist du verrückt geworden? Er holt die Polizei.

Die ist schon bei.

Was?

Deine Freunde von der Polizei.

Die haben dich gesucht.

Und die sind runter in den Bunker gerannt wie die Lemminger.

Ist gut. Du schaffst uns Zeit.

Du bist verrückt geworden.

Mach dir keine Sorgen, du kommst schon wieder raus.

Kann halt eine Weile dauern.

Bitte? Ist schon anstrengend genug hier unten.

Es läuft gerade der zweite Akt.

Wieso haben solche Arschloch -Typen eigentlich immer die tollsten Frauen?

Ja, das möchte ich auch mal wissen.

Oder? Ich meine, wenn ich so eine Frau hätte, die so für mich kämpft, die sich

für mich opfert, die immer für mich da ist, egal was ich getan habe oder was

passiert.

Sie hat uns hier unten eingesperrt, die... Quatsch.

Das war er.

Ja, der hat uns hier mit dem Schuh und ein paar Tropfen Blut in die Falle

gelockt. Ach, also wir haben beide keine Ahnung, wie lange wir hier unten noch

schmoren, bis wir endlich zusammen ersticken. Aber Sie verlieben sich in

Hauptverdächtige? Das ist nicht besonders professionell, Till. Ich kann

lediglich gut verstehen, das ist alles.

Warum werden Sie in der Rot?

Das sind die Lampen.

Jetzt sehe ich es auch.

Jonas?

Weibliche Person, kardiopulmonar stabil, ansprechbar.

Männliche Person verstorben.

Ja? Der Professor hatte einen schweren Unfall.

Was ist passiert?

Sein Pkw ist auf der Landstraße verunglückt.

Sowohl Fields als auch Burners Handy waren zuletzt hier eingeloggt. Dann

beide gleichzeitig abgeschaltet.

Wieso? Ist dein Funkloch?

Nein, ich habe hier vollen Empfang. Dann finden Sie sie.

Ja.

Herr Professor!

Versuchen Sie einfach, sich ruhig zu verhalten und so wenig wie möglich zu

atmen.

Halleluja.

Jetzt ist es spät.

Jetzt ist man am Butterfly vorbei.

Moment, Börne.

Moment. Das könnte auch ein Trick sein.

Wer weiß, wer da gleich vor der Tür steht.

Gehen Sie in Deckung, Junge.

In Deckung.

Stehen bleiben!

Willkommen auf der Erde.

Ich habe mich lange nicht mehr so gefreut, Sie zu sehen.

Vorsicht, Vorsicht.

Ich nehme Ihnen das mal ab.

So, jetzt aber raus hier.

Raus, raus, raus, raus, raus.

Er ist verblutet. Auf die gleiche Weise wie Weintraub.

Tja, schlechtes Karma.

Ganz schlechtes Karma.

Waren Sie das eigentlich, die uns da unten im Bunker eingesperrt hat?

Nein, das habe ich nicht gewusst.

Er hat es mir erst gesagt, als wir schon im Wagen saßen.

Und dann habe ich ins Lenkrad gegriffen und meinen Mann umgebracht.

Sie? Aber Sie hätten selbst dabei sterben können.

Tja, sehen Sie mal, ich kriege nichts richtig hin.

Dafür übernehme ich die Verantwortung.

Aber nicht mehr für ihn.

Wir wollten frei sein.

Jetzt sind wir frei.

Können Sie noch einmal mitkommen, bitte?

Sie bewundern sich immer noch, was, Thiel?

Naja, als sie erfahren hat, dass wir im Bunker eingeschlossen waren, da hat sie

ins Leckrad gekriegt.

Schauen Sie es an.

Der schöne Wagen. War ein Schmuckstück.

Jetzt muss ich hier einen Haufen Schrott zurückgeben.

Wie zurückgeben?

Der war ja nur geborgt.

Zum Glück.

Meiner ist noch immer in der Werkstatt.

So, dann glauben Sie mir.

Es gibt Dinge auf der Welt, die man sich nicht borgen kann.

Der Philosoph.

Welche?

Eine Frau fürs Leben zum Beispiel.

Die Welt ist ein inspirierender Ort.

Und wir versichern deine Leidenschaft.

Tatort mit Bambus.

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