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Original subtitles

Endstation Sehnsucht

He, Stella!

- Stella, Baby! - Schrei mich nicht so an.

- Hi, Mitch. - Fang.

- Was? - Fleisch.

- Stanley, wohin gehst du? - Kegeln.

- Kann ich mitkommen und zuschauen"? - OK.

Ich komme gleich nach. Hallo, Eunice. Wie gehts dir?

Ganz gut.

Sag Steve, er soll sich ein Sandwich besorgen, denn hier gibt's nichts mehr.

Was hat er ihr für ein Päckchen zugeworfen?

- Sei still. - Fang. Was?

Was ist los? Haben Sie sich verlaufen?

Mir wurde gesagt, ich solle die Tram namens "Desire" nehmen,

dann in eine namens "Cemeteries" umsteigen,

und dann nach sechs Blöcken an den Elysian Fields aussteigen.

Da sind Sie jetzt.

- Elysian Fields? - Das hier ist Elysian Fields.

Sie müssen missverstanden haben, zu welcher Nummer ich wollte.

- Welche Nummer suchen Sie? - 632.

Dann müssen Sie nicht weitersuchen.

Ich suche meine Schwester Stella Dubois.

- Ich meine Mrs Stanley Kowalski. - Da sind Sie hier richtig.

Sie haben sie aber gerade verpasst.

Kann das hier ihre Wohnung sein?

Sie wohnt unten und ich oben.

Sie ist ausgegangen?

Haben Sie die Kegelbahn um die Ecke bemerkt?

- Ich bin mir nicht sicher. - Sie schaut ihrem Mann zu.

- Wollen Sie sie suchen? - Nein.

Ich sag ihr, dass sie kommen soll.

- Danke. - Kein Problem.

- Sie hat Sie nicht erwartet? - Nein.

Nein, nicht heute Abend.

Warum machen Sie es sich nicht drinnen bequem, bis sie wiederkommen?

- Wie soll ich das machen? - Das Haus gehört uns, ich lass Sie rein.

Es ist gerade etwas unordentlich. Aber wenn es sauber ist, steht's hübsch aus.

Tatsächlich?

Ich geh zur Kegelbahn und treib sie zur Eile an.

Ich muss die Fassung bewahren.

Stella, mein Stern!

Lass mich dich anschauen.

Aber schau du mich nicht an. Erst dann,

wenn ich gebadet und mich ausgeruht habe.

Mach die Deckenlampe aus. Ich will bei dem Licht nicht angeschaut werden.

Jetzt komm her. Mein Baby.

Stella, mein Stern! Ich dachte, du kehrst nie an diesen schlimmen Ort zurück.

Was sage ich da? Das wollte ich nicht sagen.

Ich wollte nett sein und sagen, was es für eine günstige Lage ist und so.

Mein Lämmchen, du hast noch gar nichts gesagt.

Du hast mir noch keine Gelegenheit gegeben.

Jetzt red du. Öffne deinen hübschen Mund und rede,

während ich einen Drink suche.

Ich weiß, dass du hier Alkohol hast, aber wo ist er?

Ich sehe ihn!

Blanche, setz dich. Ich gieße ein.

Wir können ihn mit Cola aus dem Kühlschrank mischen.

Keine Cola. Nicht bei meinen Nerven heute.

- Wo ist Stanley? - Kegeln.

Er liebt es. Sie haben ein Turnier. Ich habe Sodawasser gefunden.

Nur Wasser, Kleines, zum Nachspülen...

Keine Sorge. Deine Schwester ist keine Alkoholikerin.

Ihr ist nur heiß und sie ist aufgewühlt und müde und dreckig.

Setz dich hierher.

Setz dich und erklär mir diese Wohnung.

- Also Blanche! - Ich werde nicht heucheln.

Ich werde ehrlich Kritik üben.

Nicht einmal in meinen schlimmsten Träumen hätte ich gedacht...

Nur Poe... Nur Mr Edgar Allan Poe könnte dem gerecht werden.

Draußen ist wohl der Hain, wo sich ein blasser, hohläugiger Schwarm ergeht.

Nein, das sind die Schienen.

Aber jetzt mal im Ernst.

- Warum hast du es mir nicht gesagt? - Was denn, Blanche?

Dass du in solchen Verhältnissen wohnen musst.

Bist du da nicht etwas zu bitter? So schlimm ist es nicht.

New Orleans ist nicht wie andere Städte.

Das hat nichts mit New Orleans zu tun.

Du könntest genauso gut sagen, dass...

Vergib mir, meine Kleine. Das Thema ist beendet.

Danke.

Du bist alles, was ich in der Welt habe, und du freust dich nicht, mich zu sehen.

Blanche, du weißt, dass das nicht stimmt.

Ich hatte vergessen, wie still du bist.

Du gabst mir nie Gelegenheit, viel zu sagen.

Ich habe mich daran gewöhnt, still zu sein.

Eine gute Angewohnheit.

Du hast nicht gefragt, wie ich von der Schule weggekommen bin,

vor Beginn der Sommerferien.

Ich dachte, dass du mir das sagen würdest, wenn du es wolltest.

Ich war so erschöpft von allem, dass ich einen Nervenzusammenbruch hatte.

Ich bin fast verrückt geworden.

Also hat Mr Graves, der Schulleiter,

vorgeschlagen, dass ich mich beurlauben lasse.

Ich konnte das nicht alles per Telegramm erklären.

Das gibt mir einen Kick und fühlt sich gut an!

Noch einen?

- Einer ist mein Limit. - Sicher?

Du hast noch nichts über mein Aussehen gesagt.

- Du siehst gut aus. - Du kleine Lügnerin.

Bei Tageslicht sehe ich aus wie ein absolutes Wrack.

Aber du hast etwas zugenommen.

Du bist so füllig wie ein kleines Rebhuhn.

- Und es steht dir so gut. - Blanche...

Es stimmt, sonst würde ich es nicht sagen.

Nur an den Hüften musst du aufpassen. Steh mal auf.

- Jetzt nicht. - Hast du gehört?

Ich sagte: Steh auf.

Du unordentliches Mädchen.

Du hast auf den hübschen weißen Spitzenkragen gekleckert.

Du solltest dir einen Pagenkopf machen lassen, bei deinem zarten Gesicht.

- Stella, du hast kein Dienstmädchen? - Nein.

- Bei zwei Zimmern ist es nicht... - Was?

- Sagtest du zwei Zimmer? - Ja, dieses und...

Das andere.

Ich trinke noch einen kleinen Schluck, mache dann die Flasche zu

und stell sie weg, damit ich nicht in Versuchung gerate.

Ich will, dass du meine Figur betrachtest.

Ich habe in zehn Jahren kein Gramm zugenommen.

Ich wiege soviel wie in jenem Sommer, als du Belle Reve verließt.

Der Sommer, in dem Dad starb und du weggingst.

Es ist unglaublich, wie gut du aussiehst, Blanche.

Es gibt nur zwei Zimmer. Ich weiß nicht, wo ich schlafen soll.

Wir werden dich hier unterbringen.

Was ist das für ein Bett? Eins von diesen Klappbetten?

- Ist es bequem? - Wunderbar, meine Liebe.

Ich mag keine zu weichen Betten.

Aber es gibt keine Tür zwischen den beiden Zimmern und Stanley...

Ist es denn schicklich?

- Stanley ist polnisch, weißt du. - Oh ja.

Das ist so wie irisch, nicht wahr?

- Nun... - Nur nicht so intellektuell.

Ich habe schöne Kleider mit, um deine netten Freunde zu treffen.

Ich fürchte, du wirst sie nicht nett finden.

- Wie sind sie denn? - Es sind Stanleys Freunde.

- Polacken? - Eine gemischte Gruppe.

- Ganz unterschiedliche Typen. - Ja, "Typen" ist wahr.

Jedenfalls...

Ich habe schöne Kleider mitgebracht und ich werde sie tragen.

Ich nehme an, du hoffst, ich gehe in ein Hotel,

aber ich gehe in kein Hotel.

Ich will in deiner Nähe sein, Stella.

Ich muss unter Leuten sein. Ich kann nicht alleine sein.

Denn dir ist sicher aufgefallen...

dass es mir nicht sehr gut geht.

Du scheinst etwas nervös oder überreizt zu sein oder so.

Wird Stanley mich mögen?

Oder bin ich nur eine Verwandte auf Besuch? Das könnte ich nicht ertragen.

Ihr werdet euch gut verstehen, wenn du nicht versuchst, ihn mit den Männern,

mit denen wir früher ausgingen, zu vergleichen.

- Ist er so...anders? - Ja.

- Eine andere Spezies. - Inwiefern? Wie ist er?

Man kann die Person nicht beschreiben, die man liebt. Hier ist ein Foto.

Ein Offizier?

Ein Hauptfeldwebel im Ingenieurs-Korps. Das sind Orden.

Die trug er bestimmt, als du ihn kennen lerntest.

Ich versichere dir, ich war nicht nur von dem Metall geblendet.

Natürlich gab es Dinge, an die ich mich später gewöhnen musste.

Zum Beispiel seine Vergangenheit als Zivilperson.

Wie hat er reagiert, als du gesagt hast, dass ich komme?

- Stanley weiß es noch nicht. - Du hast es ihm nicht gesagt?

- Er ist viel unterwegs. - Er reist.

Gut. Ist es doch, oder?

Ich ertrage es kaum, wenn er auch nur eine Nacht weg ist.

- Stella! - Wenn er eine Woche weg ist,

werde ich fast verrückt. - Gütiger Himmel!

Wenn er zurückkommt, weine ich auf seinem Schoß wie ein Baby.

Ich nehme an, das ist es, was man Liebe nennt...

- Stella? - Ja?

Ich habe dich nicht die Dinge gefragt, die du wahrscheinlich erwartet hast.

Ich erwarte, dass du Verständnis zeigst für das, was ich dir sagen muss.

- Was denn, Blanche? - Nun, Stella...

Du wirst mir Vorwürfe machen.

Ich weiß, du wirst mir Vorwürfe machen,

aber bevor du das tust, zieh in Betracht...

Du gingst weg. Ich blieb und kämpfte.

Du gingst nach New Orleans und standest auf eigenen Füßen.

Ich blieb in Belle Reve und versuchte, alles zusammenzuhalten.

Ich will nicht vorwurfsvoll klingen,

aber die ganze Bürde fiel mir zu.

Mein Leben in die Hand zu nehmen war das Beste, was ich tun konnte.

Ich weiß, ich weiß.

Aber du hast Belle Reve verlassen, nicht ich.

Ich blieb und kämpfte dafür, vergoss mein Blut dafür und starb fast dafür!

Hör auf, hysterisch zu sein, und sag mir, was passiert ist.

- Was heißt das, du hast gekämpft? - Ich wusste, dass du es tun würdest.

Ich wusste, dass du so darauf reagieren würdest.

Worauf denn? Bitte.

Auf den Verlust...

den Verlust...

Belle Reve? Verloren?

- Wirklich? Nein! - Doch, Stella.

Wie ist das passiert?

Du hast Nerven, mich zu fragen, wie es passierte!

Du hast Nerven, mich hier zu beschuldigen!

Ich war diejenige, die die Schläge einstecken musste!

All die Tode.

Die lange Parade zum Friedhof.

Vater, Mutter.

Margaret...

auf furchtbare Weise.

So fett, dass sie nicht in einen Sarg passte!

Wie Müll musste sie verbrannt werden.

Du kamst immer nur zu den Begräbnissen heim, Stella.

Begräbnisse sind nett, verglichen mit Toden.

Begräbnisse sind ruhig, aber Tode...

"..Nicht immer.

Manchmal ist ihr Atem heiser, manchmal rasselnd...

Und manchmal rufen sie dir sogar zu:

"Lass mich nicht sterben."

Sogar die Alten sagen manchmal...

"Lass mich nicht sterben."

Als ob du sie daran hindern könntest.

Aber Beerdigungen sind ruhig, mit hübschen Blumen.

Und die schönen Kisten, in die sie sie verpacken.

Wenn du nicht am Bett gesessen hast, als sie "Halt mich fest" schrien,

würdest du nie ahnen, dass es Atemnot und Blut gab.

Du wärst nie darauf gekommen,

aber ich sah es. Sah es!

Und jetzt sitzt du hier

und schaust mich an, als hätte ich Belle Reve aufgegeben!

Was glaubst du, wovon diese Krankheiten und Tode bezahlt wurden?

Der Tod ist teuer, Miss Stella!

Und die alte Cousine Jessie, sie starb kurz nach Margaret.

Der Sensenmann hatte sein Lager an unserer Türschwelle aufgeschlagen.

Belle Reve war sein Hauptquartier!

Meine Liebe, so ist es mir durch die Finger geronnen.

Wer von ihnen hinterließ uns ein Vermögen?

Wer hinterließ auch nur eine Versicherung?

Nur die arme Jessie. 100 $ für ihren Sarg.

Das war alles, Stella.

Und ich mit meinem mageren Gehalt von der Schule.

Ja, mach mir Vorwürfe.

Denk ruhig, dass ich den Ort aufgegeben habe.

Ich habe den Ort aufgegeben!

Wo warst du? Im Bett mit deinem Polacken!

Sei still! Das reicht.

Stella, wohin gehst du?

Ich gehe ins Bad, um mein Gesicht zu waschen.

Stella, du weinst!

Wundert dich das?

Vergib mir. Ich wollte nicht... Ich habe es nicht so gemeint.

- Hat er es so bekommen? - Natürlich.

Er hat der Alten 300 $ abgenommen.

- Sag ihm das nicht, der glaubt das. - Mitch.

- Spielen wir morgen Poker? - Sicher.

- Nicht bei mir. Meine Mutter ist krank. - OK, bei mir, aber ihr bringt Bier mit.

Das reicht jetzt, ihr da unten!

Ich habe Spaghetti gemacht und sie selbst gegessen.

Ich habe es dir gesagt und dich angerufen, dass wir spielen!

- Du hast nicht angerufen! - Ich habe es dir beim Frühstück gesagt.

Warum kommst du nicht gelegentlich nach Hause?

Verdammt! Willst du, dass es in der Zeitung steht?

Du musst Stanley sein.

Ich bin Blanche.

- Stellas Schwester? - Ja.

Hallo. Wo ist die kleine Frau?

Im Bad.

Ich wusste nicht, dass du kommst. Woher kommst du, Blanche?

Ich wohne in Laurel.

In Laurel?

Ja, in Laurel. Genau.

Nicht mein Revier.

Alkohol geht in der Hitze schnell weg.

Einen Drink?

Nein, ich rühre Alkohol nur selten an.

Manche Leute rühren ihn nur selten an, aber er rührt sie oft an.

Meine Kleider kleben am Körper. Störte dich, wenn ich es mir bequem mache?

Bitte.

Es sich bequem machen. Das ist das Motto, wo ich herkomme.

Ja, das ist auch meines.

Es ist schwer, bei Hitze frisch auszusehen.

Ich habe mich noch nicht gewaschen oder gepudert, und da bist du schon.

Man kann sich erkälten, wenn man in feuchter Kleidung rumsitzt,

besonders, wenn man sich angestrengt hat, wie beim Kegeln.

- Du bist Lehrerin, nicht wahr"? — Ja.

- Was unterrichtest du, Blanche? - Englisch.

Ich war nie sehr gut in Englisch.

Wie lange bleibst du?

Ich weiß noch nicht.

Wohnst du hier?

Ich würde gerne, wenn es euch recht ist.

- Gut. - Reisen macht mich müde.

Ruh dich aus.

- Was ist das? - Das sind Katzen.

- Stella! - Ja, Stanley.

Du bist nicht reingefallen, oder?

Ich fürchte, ich wirke auf dich eher unkultiviert.

Stella hat viel von dir erzählt. Du warst mal verheiratet, nicht wahr?

Ja. Als ich noch jung war.

Was ist passiert?

Der Junge...

Der Junge starb.

Ich glaube, mir wird schlecht.

- Hi, Süße. - Stan.

Was ist denn das alles?

Ich führe Blanche zum Abendessen ins Galatoire's aus

und dann gehen wir zu einer Show, denn es ist dein Pokerabend.

Und was ist mit meinem Essen? Ich gehe nicht ins Galatoire's.

Ich hab dir eine kalte Platte kühl gestellt.

Ich halte Blanche von der Party fern, da ich nicht weiß, wie sie reagieren wird.

Das ist ja toll!

Danach gehen wir ins French Quarter. Du gibst mir besser etwas Geld.

- Wo ist sie? - Sie nimmt ein Bad für ihre Nerven.

- Sie ist fürchterlich aufgeregt. - Weswegen?

- Sie hat so viel durchgemacht. - Ja?

Stan, wir haben Belle Reve verloren.

- Die Plantage? - Ja.

- Wieso? - Sie musste geopfert werden oder so...

Wenn sie reinkommt, sag etwas Nettes über ihr Aussehen.

Und erwähn das Baby nicht. Ich habe noch nichts erzählt.

Und?

Versuch, sie zu verstehen, und sei nett zu ihr, Stan.

Sie hat nicht erwartet, dass wir so beengt leben.

- Ich beschönigte alles in den Briefen. - Ach ja?

Bewundere ihr Kleid und sag ihr, dass sie toll aussieht.

—- Es ist ihre kleine Schwäche. —- Ich versteh schon.

Lass uns noch mal darüber reden, was mit der Plantage passierte.

Wie steht's damit aus? Erzähl mehr darüber.

Wir reden besser nicht darüber, bis sie sich beruhigt.

So steht's aus? Blanche darf mit den Geschäftsdetails nicht belästigt werden?

- Du hast gesehen, wie sie gestern war. - Ja.

- Sehen wir uns die Kaufurkunde an. - Ich habe keine gesehen.

Sie hat dir keine Papiere, keinen Kaufvertrag oder so was gezeigt?

Es wurde wohl nicht verkauft.

Was dann, einem Wohltätigkeitsverein überschrieben?

- Sie wird dich hören. - Egal. Ich will die Papiere sehen!

Es gab keine. Sie hat keine gezeigt. Mir sind die Papiere egal.

Hör zu...

Hast du je vom Code Napoleon gehört?

Nein, Stanley, ich habe noch nie vom Code Napoleon gehört.

Lass mich dir ein, zwei Dinge erklären, Baby.

Im Staat Louisiana gilt der Code Napoleon

und was der Frau gehört, gehört auch dem Mann und umgekehrt.

Wenn ich zum Beispiel ein Grundstück hätte...

- In meinem Kopf dreht es sich. - OK.

Ich warte, bis sie mit ihrem heißen Bad fertig ist,

und dann frage ich sie, ob sie mit dem Code Napoleon vertraut ist.

Es sieht so aus, als wärst du betrogen worden, Baby,

und unter dem Code Napoleon wurde ich ebenfalls betrogen.

Ich verstehe nicht, was mit Belle Reve passiert ist,

aber es ist albern von dir, anzudeuten, dass meine Schwester oder ich

oder sonst jemand aus der Familie jemanden betrogen haben könnte.

Wo ist das Geld, wenn das Haus verkauft wurde?

Nicht verkauft, verloren. Verloren!

Schau dir mal das hier an! Das hat sie mit ihrem Lehrergehalt bezahlt?

Schau dir diese Federn und Pelze an,

mit denen sie sich herausputzen will! Was ist das?

Ein Kleid aus Massivgold, glaube ich. Und dieses. Was ist das hier?

Echte Fuchspelze, eine halbe Meile lang!

Wo sind deine Fuchspelze, Stella? Buschige schneeweiße natürlich.

Diese sind billig und Blanche hat sie schon lange.

Ein Bekannter handelt damit.

- Er wird ihren Wert schätzen. - Sei kein Idiot, Stanley.

Ich wette, dass hier 1000 $ drinstecken. Und was haben wir hier?

Die Schatzkiste eines Piraten! Perlen! Ganze Schnüre!

Ist deine Schwester Tiefseetaucherin? Goldene Armbänder!

- Wo sind deine Perlen und Armbänder? - Sei still!

Und was ist das? Diamanten! Eine Krone für eine Kaiserin!

Eine Tiara aus Rheinkieseln, die sie zu einem Kostümball trug.

- Was sind Rheinkiesel? - So was wie Glas.

Ein Bekannter arbeitet bei einem Juwelier.

Ich werde ich ihn das schätzen lassen. Das ist der Rest der Plantage.

Du weißt gar nicht, wie dumm und furchtbar du bist.

Lass diesen Koffer in Ruhe, bevor sie aus dem Bad kommt.

Die Kowalskis und die Dubois haben unterschiedliche Ansichten.

In der Tat, Gott sei Dank. Ich gehe raus.

Komm mit,.

- Seit wann gibst du mir Befehle? - Willst du bleiben und sie beleidigen?

Verdammt richtig. Ich werde hier bleiben.

Hallo, Stanley.

Hier bin ich, frisch gebadet und duftend,

und ich fühle mich wie ein neuer Mensch.

Das ist gut.

Entschuldige mich, während ich mein hübsches neues Kleid anziehe.

Klar, mach nur, Blanche.

Danke.

Ich habe gehört, dass heute eine Party stattfindet,

zu der wir Damen herzlich nicht eingeladen sind.

- Das ist richtig. - Wo ist Stella?

Draußen auf der Veranda.

- Ich will dich um einen Gefallen bitten. - Was könnte das wohl sein?

Einige Knöpfe am Rücken. Du kannst reinkommen.

- Wie sehe ich aus? - Du siehst ganz gut aus.

Vielen Dank. Und jetzt die Knöpfe.

—- Ich krieg sie nicht zu. - Ihr Männer mit euren klobigen Fingern.

- Kann ich an deiner Zigarette ziehen? - Hier.

- Nimm eine. - Danke.

- Es scheint, mein Koffer ist explodiert. - Stella und ich halfen beim Auspacken.

Ihr habt schnelle und gründliche Arbeit geleistet.

Sieht aus, als ob du dich in eleganten Läden in Paris eingedeckt hast.

Ja. Kleider sind meine Leidenschaft.

Wie viel kosten solche Pelze?

Sie waren ein Geschenk von einem Bewunderer.

Er muss dich sehr bewundert haben.

In meiner Jugend habe ich Bewunderung erregt. Aber sieh mich jetzt an.

Hältst du es für möglich, dass ich einst für attraktiv gehalten wurde?

Du siehst ganz gut aus.

Ich wollte ein Kompliment hören, Stanley.

- Ich mach so was nicht. - Was denn?

Frauen Komplimente zu Ihrem Aussehen zu machen.

Ich kenne nur Frauen, die wissen, ob sie schön sind, ohne dass man es sagt.

Und manche halten sich für zu schön.

Ich hatte mal eine Freundin, die zu mir sagte: "Ich bin der glamouröse Typ.

Ich bin der glamouröse Typ." Ich sagte: "Na und?"

- Was sagte sie? - Nichts. Sie machte dicht.

- War das das Ende der Romanze? - Es war das Ende des Gesprächs.

Manche Männer stehen auf Hollywood-Glamour, manche nicht.

- Du gehörst in die zweite Kategorie. - Richtig.

Ich kann mir keine Frau vorstellen, die dich bezaubern kann.

Das...

"..stimmt.

Du bist einfach, direkt und ehrlich.

Ein bisschen primitiv, würde ich sagen.

- Für dich muss eine Frau... - Ihre Karten auf den Tisch legen.

Ich mach mir nichts aus laschen Menschen. Als du gestern rein kamst,

dachte ich: "Meine Schwester hat einen Mann geheiratet."

Das war alles, was ich zu dem Zeitpunkt sagen konnte.

Also gut, genug mit dem Geplänkel!

Stanley, komm her und lass Blanche sich fertig anziehen.

- Ich bin fertig, meine Liebe. - Dann komm raus.

Deine Schwester und ich unterhalten uns.

Liebes, tu mir einen Gefallen.

Geh zum Laden und hol mir eine Zitronencola mit Eis.

Bitte...

Die Arme hat uns zugehört

und ich hab das Gefühl, sie versteht dich nicht so gut wie ich.

Mr Kowalski, reden wir nicht weiter um den heißen Brei herum.

Ich beantworte alle Fragen. Ich hab nichts zu verbergen.

In Louisiana gehört nach dem Code Napoleon alles,

was der Frau gehört, auch dem Mann und umgekehrt.

Du wirkst beeindruckend wie ein Richter.

Wenn ich nicht wüsste, dass du meine Schwägerin bist, käm ich auf Gedanken.

- Zum Beispiel? - Stell dich nicht dumm. Du weißt es.

OK, Karten auf den Tisch. Das passt mir gut. Ich weiß, ich flunkere viel.

Der Charme einer Frau besteht zu 50% aus Täuschung.

Wenn eine Sache wichtig ist, sage ich die Wahrheit, und das ist die Wahrheit.

Ich habe weder meine Schwester noch dich noch sonst jemanden je betrogen.

Wo sind dann die Papiere? Im Koffer?

Alles, was ich besitze, ist in dem Koffer.

Was denkst du dir eigentlich?

Was geht in deinem Jungenhirn vor?

Lass mich, es ist schneller und einfacher.

Ich bewahre meine Papiere in dieser Dose auf.

Was ist das da drunter?

Liebesbriefe, vom Alter vergilbt, alle von einem Jungen...

- Gib sie zurück! - Ich seh sie mir erst an.

- Deine Berührung ist eine Beleidigung! - Versuch's nicht damit!

Jetzt, da du sie angefasst hast, werde ich sie verbrennen!

Was sind das?

Gedichte, die ein toter Junge schrieb.

Ich habe ihm wehgetan, so wie du mir wehtun willst, aber du kannst es nicht.

Ich bin nicht mehr jung und verwundbar. Aber mein junger Mann war es, und ich...

Egal. Gib ihn einfach zurück.

Was soll das heißen, du musst sie verbrennen?

Tut mir Leid. Ich muss mich kurz vergessen haben.

Jeder hat etwas, das andere nicht anfassen sollen,

da es so persönlich ist.

Ambler und Ambler.

- Was ist Ambler und Ambler? - Eine Firma, die uns Kredit gewährte.

- Verloren wegen der Hypothek! - Das muss wohl passiert sein.

Ich will kein Wenn und Aber! Wo sind die restlichen Papiere?

Es gibt Tausende von Papieren, die Hunderte von Jahren alt sind.

Als unsere unbedachten Großväter, Väter, Onkel und Brüder unser Land

Stück für Stück aufgrund ihrer ewigen Unzucht verloren.

Um es klar auszudrücken,

die Unzucht hat uns unserer Plantage beraubt. Bis nur noch

das Haus und etwa 80 Quadratmeter Land übrig waren, wie Stella weiß,

der Friedhof mit eingeschlossen, auf dem alle außer Stella und mir liegen.

Hier sind sie! Alle Papiere.

Nimm sie, prüf sie. Lem sie auswendig.

Es ist passend, dass Belle Reve letztendlich ein Bündel Papiere

in deinen großen, fähigen Händen ist...

Ich frag mich, ob Stella mit meiner Zitronencola zurück ist.

Ich kenne einen Anwalt, der diese Papiere prüfen wird.

Gib sie ihm mit einer Schachtel Aspirin.

Nach dem Code Napoleon muss sich ein Mann für die Angelegenheiten

seiner Frau interessieren, besonders wenn sie ein Kind bekommt.

Stella? Bekommt ein Kind?

Ich wusste nicht, dass sie schwanger ist.

Stella, mein Stern!

Wie schön, dass du ein Kind bekommst.

Es ist in Ordnung. Alles in Ordnung.

Es tut mir Leid, dass er dir das angetan hat.

Ich nehme an, er ist nicht der Typ, der sich für Jasmin-Parfüm interessiert...

Vielleicht ist er das, was wir brauchen, nach dem Verlust von Belle Reve.

Wir haben es ausdiskutiert. Ich fühle mich etwas wacklig, aber es lief gut.

Ich lachte und sah es alles als Witz.

Ich habe ihn einen kleinen Jungen genannt und gelacht und geflirtet.

Ja, ich habe mit deinem Mann geflirtet.

Hi, Stella.

Die Gäste versammeln sich für die Pokerparty.

- Welche Richtung, diese? - Nein, diese.

Die Blinden führen die Blinden.

Feurig scharf!

Kauft sie feurig scharf!

- Das tat er nicht. - Das Spiel ist noch im Gange.

- Wie sehe ich aus? - Wundervoll, Blanche.

Lass mich erst meine Nase pudern. Ich fühl mich so heiß und erschöpft.

- Sehe ich ganz fertig aus? - Du siehst frisch wie eine Blume aus.

Eine, die schon vor Tagen gepflückt wurde.

Wir spielen Seven-Card-Stud.

Ich sehe, ihr Jungs seid noch dabei.

- Wo wart ihr? - Blanche und ich waren bei einer Show.

Blanche, das sind Mr Gonzales und Mr Hubbeil.

Bitte stehen Sie nicht auf.

Niemand wird aufstehen, keine Sorge.

Wie lange geht dieses Spiel noch?

—- Bis wir bereit sind, aufzuhören. - Poker ist so faszinierend.

- Kann ich kiebitzen? - Nein, kannst du nicht!

Entschuldigung.

Warum geht ihr Frauen nicht nach oben zu Eunice?

Weil es fast halb drei ist.

Könnt ihr nicht nach dem nächsten Blatt aufhören?

Das ist nicht komisch, Stanley!

Es macht mich wütend, wenn er das vor anderen macht.

- Ich nehme ein Bad. - Schon wieder?

Meine Nerven sind angeschlagen. Ist das Bad besetzt?

Ich weiß nicht.

- Guten Abend. - Hallo.

Blanche, das ist Harold Mitchell. Meine Schwester, Blanche Dubois.

- Guten Abend. - Guten Abend, Miss Dubois.

- Wie geht's deiner Mutter, Mitch? - Keine Veränderung, danke.

Sie hat sich über die Vanillesoße gefreut.

Entschuldigung.

- Er ist den anderen wohl überlegen. - Das ist er.

- Ich fand, er sah sensibel aus. - Seine Mutter ist krank.

- Ist er verheiratet? - Nein.

- Ist er ein Schürzenjäger? - Blanche! Nein, ich glaube nicht.

Was macht er?

Er leistet Präzisionsarbeit bei der Herstellung von Ersatzteilen.

- Bei der Firma, für die Stanley reist. - Ist das ein guter Job?

Nein. Stanley ist der Einzige der Gruppe, der es zu was bringen wird.

- Blanche... Du stehst im Licht. - Tu ich das?

- Lieber Himmel! - Du solltest mal ihre Frauen sehen.

Ich kann es mir vorstellen. Groß und fleischig, nehme ich an.

Hört auf zu gackern, ihr Hühner!

- Du kannst uns nicht hören! - Du hörst mich und ich sagte Ruhe!

Dies ist mein Haus und ich rede so viel ich will.

- Stella, fang keinen Streit an. - Er ist halb betrunken.

Ich komme gleich raus.

- Mitch, bist du dabei? - Was? Nein, ich bin raus.

- Wer hat das angeschaltet? - Ich.

- Stört es dich? - Schalt es aus.

Lass die Mädels Musik hören. Das ist gut. Lass es an.

Klingt wie Xavier Cugat.

- Ich hab dich nicht ansagen hören. - Hab ich nicht angesagt, Mitch?

- Ich habe nicht zugehört. - Was machst du denn?

Er hat durch die Vorhänge geschaut.

Teil noch mal aus und entweder wir spielen oder wir hören auf.

Manche Leute werden unruhig, wenn sie gewinnen.

Ich spiel nicht mit. Ich geh aufs Klo.

OK, Jungs. Dieses Spiel heißt Spit in the Ocean.

Ja?

- Hallo. - Hallo. Entschuldigung.

Das Bad ist gerade besetzt.

Wir haben Bier getrunken.

- Ich hasse Bier. - Es ist ein... Heißwettergetränk.

Das finde ich nicht. Mir wird davon immer wärmer.

- Haben Sie Zigaretten? - Sicher.

Gut.

- Was für eine nette Schachtel. Silber? - Ja.

- Ja, lesen Sie die Inschrift. - Gibt es eine Inschrift?

Ich kann sie nicht erkennen.

"Und wenn Gott es gibt, will ich dich besser lieben nach dem Tod."

Das ist aus meinem Lieblingssonett von Mrs Browning.

- Sie kennen es? - Gewiss doch.

Zu der Inschrift gehört eine Geschichte.

- Das klingt nach einer Romanze. - Eine traurige. Das Mädchen ist tot.

Sie wusste, dass sie stirbt, als sie mir das hier gab.

Ein sehr seltsames Mädchen, sehr süß...sehr.

Sie muss Sie sehr gemocht haben.

Kranke Menschen entwickeln solch tiefe, ehrliche Gefühle.

- Das tun sie. - Kummer macht aufrichtig, glaube ich.

- Ich glaube, da haben Sie Recht. - Da bin ich mir sicher.

Zeigen Sie mir eine Person, die keine Sorgen kennt,

und ich zeige Ihnen eine oberflächliche Person.

Was rede ich! Meine Zunge ist heute etwas schwer.

Ihr Jungs seid daran schuld.

Die Show war um elf zu Ende, aber wir konnten nicht nach Hause,

da Sie Poker spielten.

Also mussten wir irgendwo hingehen und etwas trinken.

Ich bin es nicht gewohnt, mehr als einen Drink zu nehmen.

Zwei ist mein Limit... Und drei...

Heute habe ich drei getrunken!

- Mitch! - Ich bin raus. Ich rede mit Miss...

Dubois. Das ist ein französischer Name.

Es heißt "Wald" und Blanche heißt "weiß".

Beides zusammen heißt "weißer Wald". Wie ein Obstgarten im Frühling.

So können Sie ihn sich merken... wenn Sie wollen.

- Tun Sie mir einen Gefallen? - Klar, was denn?

Ich habe diese hübsche kleine bunte Laterne in einem Chinaladen gekauft.

Hängen Sie sie über die Glühbirne, ja?

Mit Vergnügen.

Ich kann nackte Glühbirnen Nicht ausstehen,

genauso wenig wie unhöfliche Bemerkungen und Vulgarität.

Wir erscheinen Ihnen wohl wie ein ganz schön rauer Haufen.

- Ich bin sehr anpassungsfähig. - Das ist eine gute Eigenschaft.

Sie besuchen Stanley und Stella?

Stella geht es in letzter Zeit nicht so gut und ich kam her, um zu helfen.

Sie sind nicht...

Verheiratet? Nein.

Ich bin eine alte Jungfer und Lehrerin.

Sie sind vielleicht Lehrerin, aber Sie sind keine alte Jungfer.

Danke, Sir. Ich weiß Ihre Galanterie zu schätzen.

- Sie arbeiten also als Lehrerin. - Ja.

- Grundschule oder Oberschule oder... - Mitch!

Ich komme!

Großer Gott, was für eine Lunge!

—- Ich unterrichte an einer Oberschule. - Was denn? Welches Fach?

Ich habe das Pech, Englischlehrerin zu sein.

Ich versuche, einem Haufen junger Mädchen und Romeos,

Ehrfurcht vor Hawthorne, Whitman und Poe einzuflößen.

Einige sind wohl eher an anderen Dingen interessiert.

Da haben Sie Recht! Aber sie sind süß und im Frühling

ist es rührend, ihrer ersten Entdeckung der Liebe zuzusehen.

Als ob niemand zuvor sie je erlebt hätte.

- Sind Sie fertig? - Ja.

Warten Sie. Ich mache das Radio an.

Machen Sie jetzt das Deckenlicht an.

Sehen Sie!

Das ist Zauberei.

- Drei Asse, du dreckiger Hund. - Straight. Ich hab dich!

Stanley! Was machst du mit meinem Radio?

- Aus dem Weg! - Stella!

Saufbold! Du Saufbold, du!

- Stan, beruhige dich. - Ihr alle...bitte geht nach Hause!

Wenn ihr einen Funken Anstand im Leib habt!

- Stella, pass auf! - Stanley, beruhige dich!

- Wenn du mich anfasst, werde ich... - Meine Schwester bekommt ein Baby!

Das ist furchtbar! Komm her, Mann.

Komm schon, Stanley, beruhige dich!

- Stella! - Ich will weg.

- Ich will weg! - Geh zu der Frau oben.

Poker sollte nicht in einem Haus mit Frauen gespielt werden.

- Was ist passiert? - Ich sag dir, was passiert ist.

Du hast die Beherrschung verloren!

- Er ist OK. - Natürlich. Legt ihn aufs Bett

und holt ihm ein nasses Handtuch.

Kaffee wäre jetzt besser für ihn.

Stellt ihn unter die Dusche und begießt ihn mit kaltem Wasser.

Er sollte nicht mit netten Frauen zusammenwohnen. Er verdient es nicht.

- Stell sie ab! - Ruhig.

- Stell sie ab! - Bleib ruhig!

- Fühlst du dich jetzt besser? - Lass uns verschwinden.

Poker sollte nicht in einem Haus mit Frauen gespielt werden.

Steve!

- Was? - Eunice, ist mein Mädchen bei dir?

- Ich will mein Mädchen. - Du Scheusal!

Ich rufe an, bis ich mit ihr reden kann.

Du kannst sie nicht schlagen und dann rufen. Und sie ist schwanger!

Verlass mich nie.

Verlass mich nie... Baby, Süße.

Ist jetzt alles ruhig auf dem Potomac?

- Sie ist mit ihm reingegangen. - Natürlich ist sie das.

Es gibt keinen Grund zur Beunruhigung. Sie sind verrückt nach einander.

Dumm, dass dies so kurz nach Ihrer Ankunft passierte.

- Aber nehmen Sie es nicht ernst. - Gewalt ist so...

Setzen Sie sich auf die Stufen und rauchen Sie eine mit mir.

- Ich bin nicht richtig angezogen. - Das spielt im Quarter keine Rolle.

- So ein hübsches Silberetui. - Ich habe Ihnen die Inschrift gezeigt?

Ja.

Es herrscht so viel Verwirrung in der Welt.

Danke, dass Sie so freundlich sind.

Ich brauche jetzt Freundlichkeit.

- Meine kleine Schwester. - Blanche, was ist los mit dir?

- Er ist fort? —- Stan? Ja.

- Kommt er zurück? - Er lässt das Auto wachsen.

Warum?

Ich war halb verrückt.

Als ich herausfand, dass du hierher zurückgekommen warst,

- wollte ich dir hinterhereilen. - Ich bin froh, dass du es nicht tatst.

Was hast du dir nur gedacht?

Antworte. Was?

Bitte setz dich und hör auf zu schreien.

Na gut, Stella.

Ich wiederhole die Frage jetzt leise.

Wie konntest du letzte Nacht hierher zurückkommen?

- Blanche. - Er muss mir dir geschlafen haben.

Ich habe vergessen, wie schnell du dich aufregst.

Du machst zu viel Aufhebens von der Sache.

- Tu ich das? - Ich weiß, wie es gewirkt haben muss,

und es tut mir Leid, dass es passierte,

aber es war nicht so ernst, wie du es zu finden scheinst.

Wenn Männer trinken und pokern, kann alles mögliche passieren.

Es ist immer ein Pulverfass. Er wusste nicht, was er tat.

Und als ich zurückkam, war er so sanft wie ein Lamm.

Er hat sich wirklich sehr geschämt.

Und deswegen...ist es wieder OK?

Nein. Es ist nicht richtig, dass jemand so einen furchtbaren Radau veranstaltet.

Menschen tun das manchmal. Stanley hat immer Sachen zertrümmert.

In unserer Hochzeitsnacht, so bald wir hier waren,

schnappte er sich einen meiner Schuhe,

rannte herum und zerschlug die Glühbirnen damit.

Und du...hast ihn gelassen?

Ich fand's irgendwie aufregend.

Hast du mit Eunice gefrühstückt? Es ist noch Kaffee auf dem Herd.

Du bist so...sachlich, Stella. Stehst da und lächelst.

Was soll ich tun?

Reiß dich zusammen und schau den Tatsachen ins Auge.

- Und die wären, deiner Meinung nach? - Meiner Meinung nach?

- Dein Mann ist ein Verrückter! - Nein!

Doch, ist er! Du bist in einer schlimmeren Klemme als ich.

Aber du gehst an die Sache nicht vernünftig heran.

Ich werde etwas tun.

Mich zusammenreißen und ein neues Leben beginnen.

- Ja? - Aber du...

Du hast nachgegeben. Das ist nicht richtig.

- Du bist nicht zu alt, um dich zu befreien. —- Ich will mich aus nichts befreien.

Was, Stella?

Ich sagte, ich will mich aus nichts befreien.

Schau dir diese Unordnung an.

Er versprach heute Morgen, dass er mit den Pokerpartys aufhört,

aber du weißt ja, wie lange so ein Versprechen hält.

Nun, es macht ihm Spaß, wie mir Filme und Bridge.

Menschen müssen ihre Gewohnheiten gegenseitig tolerieren.

Ich versteh dich nicht. Ich versteh deine Gleichgültigkeit nicht!

Ist das eine chinesische Philosophie, die du dir angeeignet hast?

- Was? - Dieses Herumschlurfen und Murmeln,

als wäre nichts Ungewöhnliches passiert.

Fuchtelst du mir damit absichtlich im Gesicht herum?

- Nein. - Dann hör auf.

Leg ihn weg. Ich will nicht, dass du hinter ihm her putzt!

Wer tut es dann? Du?

- Ich? —- Nein, ich glaube nicht.

Lass mich nachdenken. Wenn nur mein Hirn funktionieren würde.

Wir brauchen Geld, das ist die Lösung.

Ich schätze, Geld ist immer gut.

Hör mir zu. Ich habe eine Idee.

- Erinnerst du dich an Shep Huntleigh? - Nein.

Natürlich erinnerst du dich an Shep Huntleigh.

Ich war auf dem College mit ihm zusammen, trug sein Abzeichen.

- Und? - Ich bin ihm letzten Winter begegnet.

Weißt du, dass ich in den Weihnachtsferien in Miami war?

—- Nein. - Nun, ich war es.

Ich sah die Reise als Investition, dachte, ich lerne einen Millionär kennen.

- Hast du?

Ich traf Shep Huntleigh. Du hast doch schon von Ölquellen gehört?

- Ja, vage. - Er hat sie in ganz Texas.

Texas lässt quasi Gold in seine Tasche wachsen.

Du weißt, wie egal mir Geld ist.

Ich sehe Geld lediglich als Mittel zum Zweck.

Aber er könnte es tun. Er könnte es bestimmt tun!

- Was denn, Blanche? - Uns einen Laden einrichten.

- Was denn für einen Laden? - Irgendeinen Laden.

Die Hälfte von dem, was seine Frau bei den Rennen wegwirft, würde reichen.

Er ist verheiratet?

Schätzchen, wäre ich hier, wenn er nicht verheiratet wäre?

Wie erreiche ich die Western Union? Warte...

Wo ist ein Bleistift? Gib mir ein Blatt Papier.

Ich muss sie erst aufschreiben... Die Nachricht, meine ich.

So, mal sehen.

"Lieber Shep.

Schwester und ich in verzweifelter Notlage."

- Wie bitte? - "Schwester und ich in Notlage.

Werde später Genaueres erklären.

Wärst du daran interessiert..."

Wärst du interessiert...woran?

Mit direkten Bitten kommt man nie weiter.

Liebling, sei nicht so albern.

Lach mich nicht aus, Stella!

Bitte lach mich nicht aus.

Ich will, dass du dir den Inhalt meiner Geldbörse anschaust.

Das ist alles, was drin ist. 64 magere Cent in der Landeswährung!

Stanley gibt mir nicht regelmäßig Geld, er bezahlt Rechnungen selbst.

Aber heute Morgen gab er mir 10 $, um die Wogen zu glätten.

Nimm fünf, Blanche. Ich behalt den Rest.

- Nein danke. Ich gehe auf die Straße. - Red keinen Unsinn.

- Wieso hast du so wenig Geld? - Das Geld verschwindet einfach.

Mach dir keine Sorgen, während du hier bist - ich meine über Ausgaben.

Stella, ich muss einen Plan entwickeln, damit wir hier rauskommen.

Hör bitte auf, anzunehmen, dass ich irgendwo raus will.

Ich nehme es aber an. Du erinnerst dich doch noch genug an Belle Reve,

um diesen Ort und diese Pokerspieler unmöglich zu finden.

- Du nimmst zu viel an. - Das ist doch wohl nicht dein Ernst.

- Nein? - Ich kann es ein bisschen verstehen.

Du sahst ihn in seiner Uniform, nicht hier, sondern irgendwo...

Es hätte keinen Unterschied gemacht, Wo ich ihn gesehen habe.

Sag nicht, dass es zwischen euch eine mysteriöse Spannung gab.

- Wenn du das tust, lache ich. - Ich sage nichts mehr.

Dann tu es nicht.

Aber manchmal passieren im Dunklen Dinge zwischen Mann und Frau,

die alles andere unwichtig erscheinen lassen.

Was du meinst, ist reine Begierde.

Nur Begierde.

Der Name einer Straßenbahn, die durch das French Quarter rattert,

eine enge Straße hinauf und eine andere hinunter.

Bist du noch nie mit dieser Straßenbahn gefahren?

Ich bin damit hergekommen -

wo ich nicht erwünscht bin und wo ich mich schäme, zu sein.

Glaubst du nicht, dass deine überlegene Art fehl am Platz ist?

Ich fühle mich überhaupt nicht überlegen. Glaub mir, Stella.

Es ist nur so. So sehe ich es.

Mit so einem Mann gehst du

einmal, zweimal, dreimal aus, wenn der Teufel dich treibt.

- Aber mit ihm leben? Ein Kind mit ihm? - Ich sagte dir doch, dass ich ihn liebe.

Dann zittere ich für dich. Ich zittere für dich.

Ich kann dich nicht davon abhalten, wenn du darauf bestehst, zu zittern.

- Darf ich offen sein? - Ja, bitte. Sprich.

So offen, wie du willst.

Vergib mir...

- Er ist gewöhnlich. - Das ist er wohl.

Du kannst unsere Erziehung nicht ganz vergessen haben, Stella.

Jetzt nimmst du an, dass in ihm noch ein Gentleman steckt!

Nicht ein Quäntchen, nein.

Wenn er nur gewöhnlich, einfach wäre, aber gut und mustergültig...

Aber er hat etwas geradezu Bestialisches.

- Du hasst mich, weil ich das sage. - Komm schon, sag alles, Blanche.

Er benimmt sich wie ein Tier, er hat die Angewohnheiten eines Tiers.

Er isst wie eins, bewegt sich wie eins, redet wie eins.

Es ist etwas Unmenschliches an ihm,

etwas, das noch nicht das menschliche Stadium erreicht hat!

Etwas Affenähnliches,

wie die Bilder anthropologischer Studien, die ich gesehen habe.

Abertausende Jahre sind an ihm vorbeigegangen,

und da ist er: Stanley Kowalski, direkt aus der Steinzeit,

der das rohe Fleisch von der Jagd im Dschungel nach Hause bringt.

Und du bist hier und wartest auf ihn.

Vielleicht schlägt er dich.

Vielleicht grunzt er und küsst dich - falls es schon Küsse gibt.

Die Dunkelheit bricht an, die anderen Affen versammeln sich.

Du nennst es seinen Pokerabend. Diese Affenparty.

Irgendjemand knurrt.

Eine Kreatur schnappt nach etwas und der Kampf beginnt!

Gott!

Vielleicht sind wir weit davon entfernt, ein Ebenbild Gottes zu sein.

Aber Stella, meine Schwester,

die Dinge haben sich seitdem weiterentwickelt.

Dinge wie Kunst,

Poesie und Musik.

Derartige neue Lichtblicke sind seitdem in unser Leben getreten.

Und bei manchen Menschen gibt es Anflüge von zärtlicheren Gefühlen,

die wir weiterentwickeln müssen,

festhalten und vorzeigen.

Auf diesem dunklen Weg ins Ungewisse

bleib nicht...

bleib nicht zurück bei den Rohlingen!

Ja, Stanley!

Hi, Stell. Ist Blanche zurück?

Ja, sie ist zurück.

Hi, Blanche.

Sieht aus, als hättest du unter dem Auto gelegen.

Die Mechaniker bei Fritz können keine Bierdose von der Achse unterscheiden...

- Worüber lachst du, Liebes? - Über mich, weil ich eine Lügnerin bin.

Ich schreibe einen Brief an Shep.

"Lieber Shep, ich verbringe den Sommer im Flieger

und mache flüchtige Besuche hier und da.

Und wer weiß, vielleicht bekomme ich plötzlich Lust,

auf Dallas herabzugleiten. Wie fändest du das?

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.

Viele Freunde meiner Schwester fahren im Sommer nach Norden,

aber manche haben Häuser am Golf."

- Ich weiß von dir und der Blondine! - Das ist eine Lüge!

- Ich rufe die Sittenpolizei! - Wirf damit nicht nach mir!

- Das ist für dich! - Jetzt sieh nur, was du getan hast!

- Hat er sie umgebracht? - Nein.

Sie kommt runter.

- Komm sofort zurück! —- Ich rufe die Polizei!

- Was ist mit Eunice los? - Sie und Steve hatten Streit.

- Holt sie die Polizei? - Nein, sie holt einen Drink.

- Das ist praktischer. - Ist sie hier?

- Nein, im Four Deuces. - Das alte Miststück.

Das muss ich aufschreiben.

Ich stelle ein Notizbuch zusammen, mit Worten und Sätzen, die ich hier höre.

Du schnappst hier nichts auf, was du nicht schon kennst.

- Kann ich darauf zählen? - Bis 500.

Eine ganz schön hohe Zahl.

Unter welchem Zeichen bist du geboren?

- Zeichen? - Sternzeichen.

Ich wette, du bist Widder. Widder sind energisch und dynamisch.

Sie lieben es, Dinge herumzustoßen!

Stanley ist fünf Minuten nach Weihachten geboren.

Steinbock...

die Ziege.

Welches Sternzeichen bist du?

Mein Geburtstag ist nächsten Monat, der 15. September, Jungfrau.

- Was ist Jungfrau? - Jungfrau ist die Jungfrau.

Sag mal, kennst du jemanden, der "Shaw" heißt?

Jeder kennt jemanden, der Shaw heißt.

Dieser Shaw ist der Meinung, dass er dich in Laurel kennen lernte.

Er muss dich verwechselt haben,

denn er traf diese Person in einem Hotel namens "Flamingo".

Ja.

Ich fürchte, er hat mich mit dieser anderen Person verwechselt.

Das Hotel Flamingo ist kein Ort, an dem ich mich sehen lassen würde.

- Du kennst es? - Ich habe es gesehen und gerochen.

Du musst nah dran gewesen sein, wenn du es gerochen hast.

Der Geruch von billigem Parfum ist penetrant.

- Was du benutzt, ist teuer? - 12 $ für 30 Milliliter.

Es ist fast alle.

Das ist ein Hinweis, falls du mir was schenken willst.

Ich dachte, er muss dich verwechselt haben, aber er fährt ständig nach Laurel,

also kann er es überprüfen und Fehler aus der Welt räumen.

Ich warte im Four Deuces auf dich.

- Bekomme ich keinen Kuss? - Nicht vor deiner Schwester.

- Du weißt, ich liebe diese Mädels nicht. - Mir sind diese Mädels egal!

- Vergiss, dass du es gesagt hast! - Ich liebe dich. Das weißt du.

Ich tu das nur mit anderen Mädchen, weil ich dich liebe.

- Hast du noch Angst vor Donner? - Was hast du über mich gehört?

- Was haben die Leute erzählt? - Erzählt?

Du hast doch kein Gerede über mich gehört?

Nein, Blanche. Natürlich nicht.

Liebes...

- In Laurel wurde viel geredet. - Über dich, Blanche?

Ich habe mich in den letzten zwei Jahren nicht sehr anständig verhalten,

seit Belle Reve anfing, mir zu entgleiten.

Ich konnte mich immer um mich selbst kümmern.

Wenn Menschen weich sind -

weiche Menschen müssen glitzern und leuchten.

Sie müssen die Farben von Schmetterlingsflügeln tragen

und Papierlaternen über die Glühbirne hängen.

Aber es reicht nicht, weich zu sein - man muss weich und attraktiv sein.

Und ich verblasse langsam.

Ich weiß nicht, wie lange ich noch damit durchkomme.

Hast du mir zugehört?

Ich höre dir nie zu, wenn du morbide bist.

- Ist die Cola für mich? - Für niemand sonst.

Du bist ein Schatz. Ist es nur Cola?

Willst du einen Schuss Alkohol?

Liebes, ein Schuss hat einer Cola noch nie geschadet.

- Du musst mich nicht bedienen. - Ich bediene dich gerne, Blanche.

Es erinnert mich an zu Hause.

Ich muss zugeben, ich werde gern bedient.

Blanche...Süße?

Was ist los?

- Du bist so gut zu mir und ich... - Blanche.

Ich weiß, du hasst es, wenn ich sentimental bin.

Liebes, glaub mir, ich fühle die Dinge mehr, als ich zugebe.

Ich bleib nicht lange. Ich verspreche, ich bleib nicht lange!

Ich reise bald ab. Wirklich.

Ich werde nicht hier bleiben, bis er mich rauswirft!

Hör auf, Unsinn zu reden!

Ja, Süße. Sei beim Eingießen vorsichtig. Das Sprudelzeug schäumt über.

Himmel!

- Genau auf meinen weißen Rock. - Benutz dein Taschentuch.

- Leicht tupfen. - Ja, ich weiß.

- Sachte, sachte. - Bleibt ein Fleck?

Nein, überhaupt nicht. Ist das nicht ein Glück?

- Warum hast du so geschrien? - Ich weiß nicht warum.

Mitch kommt um sieben Uhr.

Ich bin einfach etwas nervös, was unsere Beziehung angeht.

Er weiß es nicht.

Ich meine...

Ich habe ihm mein richtiges Alter nicht gesagt.

Warum bist du wegen deines Alters empfindlich?

Weil meine Eitelkeit ein paar üble Schläge einstecken musste.

Was ich meine, ist, dass er denkt, ich sei anständig.

Ich will, dass es so bleibt.

Ich will ihn nur genug täuschen, damit er mich will.

Blanche, willst du ihn?

Ich will mich ausruhen.

Ich will wieder ruhig atmen können.

Ja...

Ich will Mitch. Ich will ihn sehr.

Wenn was draus wird, kann ich hier weg und verursache keine Probleme mehr.

- Es wird was draus werden. - Wirklich?

Es wird! Es wird, Liebes, es wird!

Aber trink nicht noch mehr.

- Komm schon, Schätzchen. —- Ich krieg dich schon!

Komm zurück, du süße kleine Kartoffel!

- He, Dicke. - Lass mich los.

- Herein. - Guten Abend, gnädige Frau.

So, 80...

Und was kann ich für Sie tun?

- Ich sammle für den "Evening Star". - Ich dachte nicht, dass Sterne sammeln.

- Es ist die Zeitung, gnädige Frau. - Ich weiß. Es war nur ein...Witz.

Wollen Sie einen Drink?

Nein, gnädige Frau. Ich trinke bei der Arbeit nicht.

Lassen Sie mich nachsehen...

Nein, ich habe keinen Heller.

- Ich bin nicht die Hausdame. - Macht nichts. Ich komm später wieder.

- Können Sie mir Feuer geben? - Natürlich.

- Das funktioniert nicht immer. - Es ist launisch?

Danke.

- Wie viel Uhr ist es? - Viertel vor sieben, gnädige Frau.

So spät?

Lieben Sie nicht diese langen regnerischen Nachmittage hier...

...wenn eine Stunde nicht nur eine Stunde ist,

sondern ein Stück Ewigkeit, das Ihnen in den Schoß gefallen ist?

Und wer weiß schon, was man damit anfängt?

- Sie wurden im Regen nicht nass? - Nein. Ich bin reingegangen.

In einen Drugstore. Und hatten ein Soda. Schokolade.

- Nein, gnädige Frau. Kirsche. - Kirsche?

Ein Kirschsoda.

Sie machen mir den Mund wässrig.

- Ich gehe besser. - Junger Mann...

Junger, junger...

...Junger, junger Mann.

Hat Ihnen je jemand gesagt,

dass Sie wie ein junger Prinz aus 1001 Nacht aussehen?

- Nein, gnädige Frau. - Nun, das tun Sie, Honiglämmchen.

Kommen Sie her.

Kommen Sie her, so wie ich es gesagt habe.

Ich will Sie küssen, nur einmal,

weich und süß auf Ihren Mund.

Gehen Sie jetzt.

Es wäre schön, Sie zu behalten, aber ich muss mich benehmen

und meine Hände von Kindern lassen...

Sieh mal, wer da kommt.

Mein Rosenkavalier!

Verbeugen Sie sich erst.

Und jetzt geben Sie sie mir...

Es muss wohl schon ziemlich spät sein. Und Sie sind müde.

- Wie kommen Sie nach Hause? - Ich nehme die Tram von Bourbon.

Quält sich die Tram namens Desire um diese Zeit noch über die Schienen?

Ich fürchte, Sie haben heute Abend nicht viel Spaß gehabt, Blanche.

- Habe ich ihn Ihnen verdorben? - Nein.

Aber ich hatte das Gefühl, ich unterhalte Sie nicht genug.

Ich war der Lage einfach nicht gewachsen. Das war alles.

Ich habe noch nie so sehr versucht, heiter zu sein, und es so verdorben.

Warum versuchen, wenn Ihnen nicht danach war, Blanche?

- Ich gehorchte nur dem Naturgesetz. - Welches ist das?

Das, welches besagt, dass eine Dame den Herrn unterhalten muss.

Versuchen Sie, meinen Türschlüssel in dieser Tasche zu finden.

Wenn ich so müde bin, habe ich zwei linke Hände.

Ist er das?

Nein, das ist der Schlüssel zu meinem Koffer, den ich bald packen muss.

- Sie reisen bald ab? - Ich bin schon zu lange hier.

- Ist er das? - Heureka!

Öffnen Sie die Tür, während ich einen letzten Blick auf den Himmel werfe.

Ich suche die Plejaden, die Sieben Schwestern.

Aber diese Mädchen sind heute nicht zu sehen.

Doch, das sind sie. Da sind sie, Gott segne sie.

Alle kommen gemeinsam von ihrer kleinen Bridgeparty nach Hause.

Konnten Sie die Tür öffnen? Guter Junge.

- Ich nehme an, Sie wollen gehen. - Kann ich Ihnen einen Kuss geben?

- Warum fragen Sie immer? - Ich weiß nicht, ob Sie es wollen.

Warum haben Sie solche Zweifel?

- An dem Abend, als ich Sie küsste... - Es war nicht der Kuss, der mich störte.

Der Kuss hat mir sehr gefallen.

Es war die andere Vertrautheit, zu der ich Sie nicht weiter ermutigen wollte.

Nicht, dass es mir nicht gefallen hat.

Im Gegenteil, ich war geschmeichelt, dass Sie mich wollten.

Aber wie Sie wissen muss ein Mädchen, das in der Welt allein dasteht,

seine Gefühle unter Kontrolle behalten, sonst ist es verloren.

Verloren?

Sie sind wohl Mädchen gewohnt, die gerne verloren sind.

Solche, die sich beim ersten Treffen verlieren.

Nein. Ich mag Sie genau so, wie Sie sind,

denn ich habe in meinem ganzen Leben noch nie jemanden wie Sie gekannt.

Lachen Sie mich aus?

Nein, mein Lieber.

Nein, ich lache Sie nicht aus.

Die Hausherren sind noch nicht wieder da, also kommen Sie rein.

Wir nehmen einen Schlummertrunk.

Lassen wir das Licht aus, ja?

Dieser Krach im Dunkeln bedeutet, dass ich Alkohol suche.

- Wollen Sie einen Drink? —- Ich will, dass Sie einen Drink nehmen.

Sie sind schon den ganzen Abend SO nervös und ernst, und ich auch.

Wir sind beide nervös und ernst.

Und jetzt will ich in unsere letzten gemeinsamen Momente

eine gewisse joie de vivre bringen. Ich mache eine Kerze an.

Das ist gut.

Wir werden sehr unkonventionell sein.

Wir werden so tun, als ob dies ein Künstlercafé am Seineufer in Paris ist.

- Verstehen Sie französisch? - Nein, ich verstehe kein französisch.

Ich meine, das ist verdammt gut... Ich habe Alkohol gefunden.

Reicht gerade für zwei Drinks und nicht mehr, mein Lieber.

Das ist gut.

Ziehen Sie den Mantel aus und lockern Sie den Kragen.

- Ich lass ihn besser an. - Ich will, dass Sie es bequem haben.

Nein, ich schäme mich dafür, wie ich schwitze. Mein Hemd klebt an mir.

Schweiß ist gesund.

Wenn Leute nicht schwitzen würden, stürben sie in fünf Minuten.

Schöner Mantel. Was für ein Material ist es?

Man nennt das Zeug Alpakawolle. Es ist sehr leichte Alpakawolle.

Ich trage nicht gerne einen Mantel, auch nicht im Sommer,

denn ich schwitze, und dann sieht es nicht ordentlich aus.

Ein Mann mit meinem Körperbau muss aufpassen, dass er nicht plump aussieht.

- Sie sind nicht zu dick. - Finden Sie nicht?

Sie sind kein zierlicher Typ.

Sie haben einen massiven Knochenbau und eine beeindruckende Statur.

Ich danke Ihnen. Letzte Weihnachten wurde mir die Mitgliedschaft

beim New Orleans Athletic Club geschenkt. Mein bestes Geschenk.

Ich trainiere da mit Gewichten, ich schwimme und halte mich fit.

Mein Bauch war wabbelig, aber jetzt ist er hart.

Ein Mann kann mich in den Bauch boxen und es tut mir nicht weh.

Boxen Sie mich. Los!

Sehen Sie?

- Wahnsinn! - Blanche, raten Sie, wie viel ich wiege.

Um die...

180 Pfund.

- Nein, raten Sie noch mal. —- Nicht so viel?

Nein, mehr.

Sie könnten sehr viel wiegen, ohne komisch auszusehen.

Ich wiege 245 Pfund, und ich bin 1,85 m groß.

Und das ist mein Gewicht ohne Kleider.

Mein Gott, das ist ja beeindruckend!

Ich denke, mein Gewicht ist kein sehr interessantes Gesprächsthema...

Wie viel wiegen Sie?

- Mein Gewicht? - Ja.

Raten Sie.

- Lassen Sie mich Sie hochheben. - Samson!

Also los, heben Sie mich hoch.

Sie sind so leicht wie eine Feder.

Sie können mich jetzt loslassen. Ich sagte, lassen Sie mich los, Sir...

Mitch, nur weil Stanley und Stella nicht zu Hause sind,

heißt das nicht, dass Sie sich nicht wie ein Gentleman benehmen sollten.

Geben Sie mir einen Klaps, wenn ich zu weit gehe.

Das wird nicht nötig sein.

Sie sind der geborene Gentleman, einer der wenigen, die es noch gibt.

Wo sind Stanley und Stella heute?

Sie sind mit Mr und Mrs Hubbeil von oben ausgegangen.

Wir sollten mal alle zusammen ausgehen.

- Das wäre keine gute Idee. - Warum nicht?

- Sie sind ein alter Freund von Stanley. - Wir waren im selben Regiment.

- Ich denke, zu Ihnen ist er ehrlich. - Klar.

- Hat er über mich geredet? - Nicht sehr viel.

Was glauben Sie, wie er zu mir steht?

- Ich glaube, er versteht Sie nicht. - Das ist untertrieben.

Wenn Stella kein Kind bekommen würde,

könnte ich es hier nicht aushalten.

- Ist er nicht nett zu Ihnen? - Er ist unglaublich unhöflich.

Er bemüht sich direkt, mich zu beleidigen.

Ich versteh nicht, wie jemand unhöflich zu Ihnen sein kann.

Es ist eine schreckliche Situation.

Er muss Ihnen gesagt haben, wie sehr er mich hasst.

- Ich glaube nicht, dass er Sie hasst. - Er hasst mich.

Warum sollte er mich beleidigen?

Als ich Ihm zum ersten Mal begegnete, dachte ich, dieser Mann ist mein Henker.

Dieser Mann wird mich zerstören, es sei denn...

- Ja, mein Lieber? - Kann ich Sie etwas fragen?

Ja.

- Wie alt sind Sie? - Warum wollen Sie das wissen?

Weil mich meine Mutter fragte: "Wie alt ist Blanche?"

- Sie redeten mit Ihrer Mutter über mich? - Ja.

- Warum? - Weil ich ihr sagte, wie nett Sie sind.

- Haben Sie das ernst gemeint? - Das wissen Sie.

- Warum wollte sie mein Alter wissen"? - Mutter ist krank.

Es tut mir Leid, das zu hören. Schlimm?

Sie wird nicht mehr lange leben. Vielleicht ein paar Monate.

Sie macht sich Sorgen. Sie will, dass ich heirate, bevor...

Sie lieben sie sehr, nicht wahr?

Ich glaube, Sie sind zu großer Hingabe fähig.

Sie werden einsam sein, wenn sie stirbt.

- Ich weiß, wie das ist. - Einsam zu sein?

Ich habe einst jemanden geliebt und die Person, die ich liebte, verloren.

- Tot?

Ein Mann?

Er war ein Junge...

Nur ein Junge, als ich ein sehr junges Mädchen war.

Als ich sechzehn war, entdeckte ich die...Liebe.

Ganz plötzlich und viel zu heftig.

Es war, als hätte man etwas mit grellem Licht bestrahlt,

das immer im Halbdunkel gewesen war.

So sah für mich die Welt aus.

Aber ich hatte Pech.

War voller Illusionen.

Es war etwas Besonderes an dem Jungen,

eine Nervosität, eine Weichheit,

eine Zartheit, die gar nicht männlich war.

Obwohl er nicht im Geringsten weiblich aussah,

war da diese Sache.

Er kam zu mir, weil er Hilfe brauchte. Aber ich wusste das nicht.

Ich fand es erst nach unserer Hochzeit heraus,

nachdem wir weggelaufen und wieder zurückgekommen waren.

Und alles, was ich wusste, war...

dass ich ihn auf mysteriöse Weise enttäuscht hatte

und ihm nicht die Hilfe geben konnte, die er brauchte, aber nicht verbalisierte.

Er steckte im Treibsand und klammerte sich an mich...

Aber ich konnte ihn nicht halten, ich versank mit ihm.

Aber ich wusste das nicht.

Ich wusste nichts, außer, dass ich ihn unendlich liebte.

Aber ohne ihm oder mir helfen zu können.

Und dann fand ich es heraus.

Auf die allerschlimmste Weise.

Indem ich plötzlich in ein Zimmer kam, das ich leer geglaubt hatte.

Aber es war nicht leer, es waren zwei Menschen darin...

der Junge, den ich geheiratet hatte... und ein älterer Mann,

der jahrelang sein Freund gewesen war...

Danach taten wir so, als wäre nichts geschehen.

Ja, wir drei fuhren ins Moon Lake Casino,

sehr betrunken und auf dem ganzen Weg lachend.

Wir tanzten die Varsouviana...

Plötzlich, mitten im Tanz, riss sich der Junge, den ich geheiratet hatte,

von mir los und rannte aus dem Casino.

Wenig später...ein Schuss...

Ich rannte hinaus. Alle taten es, alle rannten und...

...versammelten sich um diese Tragödie am Ufer des Sees.

Ich kam wegen der Menge nicht näher.

Dann hielt jemand meinen Arm... "Treten Sie nicht näher. Kommen Sie zurück.

Das wollen Sie nicht sehen."

"Was sehen?"

Dann hörte ich, wie Stimmen sagten...

"Allan, der Grey-Junge..."

Er hatte einen Revolver...

...in seinen Mund gesteckt und abgedrückt.

So dass sein Hinterkopf...

...abgerissen wurde.

Es war, weil ich auf dem Tanzboden...

"...Unfähig mich zurückzuhalten,

plötzlich gesagt hatte:

"Ich weiß es.

Ich habe es gesehen.

Du widerst mich an!"

Und da wurde dieser Suchscheinwerfer...

der die Welt erhellt hatte...

...wieder ausgeschaltet.

Seitdem hat es für mich

kein Licht gegeben, das stärker war als diese Küchenkerze.

Sie brauchen jemanden. Und ich brauche auch jemanden.

Wie wär's mit Ihnen und mir, Blanche?

Manchmal zeigt sich Gott, so schnell.

- Wofür ist das alles? - Liebster, Blanche hat Geburtstag.

- Ist sie hier? - Im Badezimmer.

- Sie nimmt ein heißes Bad? - Ja.

Draußen sind 38 Grad und sie nimmt ein heißes Bad.

Sie sagt, es kühlt sie für den Abend ab.

Und du läufst los und holst ihr Cola

und servierst sie Ihrer Majestät in der Badewanne.

Setz dich.

- Ich habe Infos über deine Schwester. - Hör auf, Blanche anzugreifen.

Das Mädchen nennt mich "gewöhnlich".

Du eckst bei ihr an. Blanche ist sensibel.

Blanche und ich sind in anderen Verhältnissen aufgewachsen.

Das wurde mir gesagt und gesagt und gesagt und gesagt.

Du weißt, dass sie uns einen Haufen Lügen erzählt, oder?

- Ich will nicht hören... - Tut sie aber.

Aber jetzt ist die Katze aus dem Sack. Ich habe einiges rausgefunden.

- Was für Dinge? - Dinge, die ich bereits annahm.

Aber jetzt habe ich Beweise von zuverlässigen Quellen,

die ich überprüft habe.

Ein ganz schönes Vögelchen.

Sag mir bitte leise, was du über meine Schwester erfahren zu haben meinst.

Lüge Nummer eins.

Diese aufgesetzte Zimperlichkeit.

Du solltest wissen, was sie Mitch erzählt hat.

Er dachte, dass sie zuvor kaum mehr als von einem Mann geküsst wurde.

Was hast du gehört und von wem?

Unser Belieferer in der Fabrik reist seit Jahren durch Laurel.

Er weiß alles über sie und alle anderen wissen alles über sie.

Sie ist in Laurel so berühmt, als wäre sie der Präsident.

Nur wird sie von keiner Partei respektiert.

Dieser Belieferer wohnt immer in einem Hotel namens "Flamingo".

- Was ist mit dem Flamingo? - Sie hat auch dort genächtigt.

Meine Schwester wohnte in Belle Reve.

Das war, nachdem ihr ihr Heim durch die lilienweißen Finger geglitten war.

Sie zog ins Flamingo,

ein zweitklassiges Hotel, das den Vorteil hat, dass es sich nicht

in das Privatleben der Gäste einmischt.

Das Flamingo wird für alle möglichen Dinge genutzt,

aber sogar das Management war von Lady Blanche beeindruckt.

Sie verlangten, dass sie ihren Zimmerschlüssel zurückgibt.

Das passierte nur wenige Wochen, bevor sie hier auftauchte.

Ich verstehe, dass dich das traurig macht.

- Sie hat dir Sand in die Augen gestreut. - Das ist nicht wahr.

Ich sagte doch, ich habe jede einzelne Geschichte geprüft.

Lady Blanche konnte in Laurel nicht mehr weitermachen wie bisher.

Die Stadt war zu klein dafür. Und mit der Zeit

wurde sie zum Stadtgespött.

Sie wurde nicht nur als anders, sondern als...verrückt angesehen.

Darum ist sie diesen Sommer hier und spielt uns das vor,

denn sie wurde vom Bürgermeister quasi aus der Stadt beordert.

Es gab in der Nähe von Laurel einen Armeestützpunkt.

Sie nannten die Bleibe deiner Schwester "tabu".

- Lüge Nummer zwei. - Ich will nichts mehr hören.

Sie hat sich nicht wegen ihrer Nerven eine Auszeit genommen.

Sie wurde rausgeworfen, bevor die Ferien begannen.

Ich sage dir ungern, warum diese Maßnahme ergriffen wurde.

Ein siebzehnjähriger Junge, mit dem sie involviert war.

Das macht mich krank.

Der Vater des Jungen trat mit der Schule in Verbindung.

Ich wäre gern im Büro gewesen, als Blanche reingerufen wurde,

um zu sehen, wie sie versucht, sich da rauszureden.

Sie hatten sie in die Ecke gedrängt und sagten ihr, sie solle gehen.

Es war fast schon eine Verfügung der Stadt, die gegen sie erlassen wurde.

- Stella? - Ja, Blanche?

- Bring mir noch ein Badetuch. - Ja, Blanche.

- Was ist los, Liebes? - Was los ist?

Du hast einen seltsamen Gesichtsausdruck.

Ich bin etwas müde.

Warum nimmst du kein heißes Bad, sobald ich draußen bin?

Wie bald wird das sein?

Sehr bald. Übe deine Seele in Geduld.

Es ist nicht meine Seele, es sind meine Nieren, die mir Sorgen machen.

- Was denkst du? - Ich glaube diese Geschichten nicht

und ich finde deinen Belieferer gemein und übel, weil er sie erzählt.

Es ist möglich, dass einige der Dinge, die er erzählte, halbwegs wahr sind.

- Meine Schwester war immer flatterhaft. - Ja, flatterhaft.

Aber als sie sehr, sehr jung war,

heiratete sie einen Jungen, der Gedichte schrieb.

Er sah extrem gut aus.

Blanche liebte ihn nicht nur, sie verehrte den Boden unter seinen Füßen.

Sie betete ihn an und hielt ihn für zu gut für einen Menschen.

- Und dann fand sie heraus... - Was?

Dieser schöne und talentierte junge Mann war ein degenerierter Mensch.

Hat dir dein Belieferer diese Information gegeben?

Wir sprachen über Ereignisse der letzten Zeit. Das ist wohl lange her.

Ja, das ist es. Ziemlich lange her.

Wie viele Kerzen steckst du in den Kuchen?

- Ich hör bei 25 auf. - Erwarten wir Gesellschaft?

Wir haben Mitch zu Kuchen und Eis eingeladen.

- Ich würde Mitch nicht erwarten. - Warum?

Mitch ist ein Freund. Wir waren in derselben Einheit -

241. Ingenieursregiment. Jetzt arbeiten wir in derselben Fabrik.

- Hast du erzählt, was der Mann sagte? - Da kannst du Gift drauf nehmen!

Sonst hätte ich auf dem Gewissen, dass sich mein bester Freund einfangen lässt.

- Ist Mitch fertig mit ihr? - Wärst du es etwa nicht...

—- Ist Mitch fertig mit ihr? —- Nicht unbedingt, aber schlauer.

Stanley, sie dachte, Mitch würde sie heiraten.

- Ich hatte das gehofft... - Vielleicht wollte er das,

aber er springt nicht in ein Becken mit einem Schwarm Haie.

- Könnte ich bitte in mein Bad? - Selbstverständlich, Sir.

Kannst du eine Sekunde warten, während ich mich abtrockne?

Nach einer Stunde Warten dürfte eine Sekunde schnell vergehen.

Sie hat keinen Job. Was soll sie tun?

Sie bleibt nicht länger als bis Dienstag.

Um sicher zu sein, habe ich ihr eine Busfahrkarte gekauft.

- Blanche würde keinen Bus nehmen. - Sie nimmt einen Bus.

- Nein, wird sie nicht, Stanley! Nein! - Sie fährt...basta.

P.S. Sie fährt am Dienstag.

Was wird sie tun? Was um Himmels willen wird sie tun?

Ihre Zukunft steht fest.

Wie meinst du das?

He, Vögelchen. Schätzchen! Raus aus dem Badezimmer!

Ich fühl mich so gut nach meinem langen heißen Bad.

—- Ich fühl mich gut, kühl und ausgeruht. - Tust du das, Blanche?

Ja, so erfrischt.

Nichts geht über ein heißes Bad und einen kühlen Drink,

um eine neue Einstellung zum Leben zu entwickeln. Es ist etwas passiert.

- Was ist los? - Nichts ist passiert, Blanche.

Du lügst.

Etwas ist passiert.

Stanley, erzähl uns einen Witz.

Erzähl uns eine lustige Geschichte, etwas, das uns zum Lachen bringt.

Ich weiß nicht, was los ist, wir sind alle so ernst.

Ist es, weil mich mein Verehrer versetzt hat?

Es ist das erste Mal in meiner ganzen Erfahrung mit Männern,

und ich habe viel Erfahrung gesammelt,

dass ich versetzt wurde.

Ich weiß nicht, wie ich reagieren soll.

Erzähl uns eine lustige Geschichte, Stanley, um uns aufzuheitern.

Ich dachte nicht, dass du meine Geschichten magst, Blanche.

Ich mag sie, wenn sie amüsant sind, nicht unschicklich.

Ich kenne keine, die für deinen Geschmack fein genug ist.

- Nun, dann erzähle ich eine. —- Ja, erzähl du eine, Blanche.

Du kanntest immer viele gute Geschichten.

Lasst mich überlegen, ich muss mein Repertoire durchgehen.

Ja, ich liebe Papageiengeschichten. Mögt ihr Papageiengeschichten?

Nun, diese ist über eine alte Jungfer und einen Papagei.

Eine alte Jungfer hatte einen Papagei, der viel fluchte

und mehr vulgäre Ausdrücke kannte als Mr Kowalksi.

Man konnte ihn nur zum Schweigen bringen, indem man den Käfig bedeckte,

damit er dachte, dass es Nacht wäre, und einschlief.

Eines Morgens hatte die alte Jungfer den Käfig gerade abgedeckt,

als sie den Priester höchstpersönlich aufs Haus zugehen sah.

Sie eilte zurück zum Papagei, bedeckte seinen Käfig

und ließ den Priester herein.

Muss oben sein...

Der Papagei verhielt sich völlig still, so still wie eine Maus.

Als sie den Priester fragte, wie viel Zucker er in seinen Kaffee wolle,

brach der Papagei das Schweigen mit einem lauten...

und sagte: "Verdammt, war das ein kurzer Tag!"

Anscheinend fand es Mr Kowalski nicht lustig.

Mr Kowalski ist so damit beschäftigt, rumzuferkeln, dass er an nichts denkt.

Dein Gesicht und deine Finger sind widerlich fettig.

Geh und wasch dich und dann hilf mir, aufzuräumen.

Ich räume so auf.

Red nie wieder so mit mir.

Schwein, Polacke, eklig, vulgär, fettig.

Diese Worte liegen dir und deiner Schwester zu oft auf der Zunge.

Was glaubt ihr beiden, wer ihr seid? Zwei Königinnen?

Erinnere dich daran, was Huey Long sagte: "Jeder Mann ist ein König!"

Ich bin der König hier, vergesst das nicht!

Mein Platz ist aufgeräumt. Soll ich eure aufräumen?

- Was ist passiert, Stella? —- Nichts.

Ich glaube, er hat dir etwas über Mitch und mich erzählt.

Du sagst mir nicht, warum Mitch heute Abend nicht kam.

- Ich werde ihn anrufen. - Ich würde ihn nicht anrufen, Blanche.

Ich werde von irgendjemandem eine Erklärung bekommen!

Ich hoffe, dass du mit dir zufrieden bist.

Ich hatte noch nie solche Probleme, Essen runterzukriegen.

Sieh dir dieses Mädchen und den leeren Stuhl an.

Hallo. Mr Mitchell bitte.

Ich würde gern eine Nummer hinterlassen.

Ja, Magnolia 9047.

Und sagen Sie, dass es wichtig ist, zurückzurufen.

Ja. Sehr wichtig.

Danke.

Stella, alles wird gut, wenn sie weg ist und du das Baby bekommen hast.

Es wird wieder gut zwischen uns, So wie es war.

Erinnerst du dich, wie es war, diese Nächte, die wir zusammen hatten?

Es wird schön sein, wenn wir nachts wieder Krach machen können,

bis wir bunte Lichter sehen, ohne dass uns deine Schwester hört.

Steve und Eunice.

Komm wieder rein.

Was für schöne Kerzchen. Mach sie nicht an, Stella.

Du solltest sie für die Geburtstage des Babys aufheben.

Ich hoffe, die Kerzen werden in seinem Leben leuchten.

Ich hoffe, seine Augen werden wie Kerzen sein,

wie zwei blaue Kerzen auf einem weißen Kuchen.

Welche Poesie!

Ich hätte ihn nicht anrufen sollen.

Es gibt viel, was passiert sein könnte.

Es gibt keine Entschuldigung dafür. Ich verdiene keine Beleidigungen.

- Es ist heiß hier mit dem Dampf. - Ich hab dreimal gesagt, es tut mir Leid.

Ich brauche heiße Bäder für meine Nerven. Man nennt das "Hydrotherapie".

Du gesunder Polacke ohne einen Nerv im Körper.

Du kennst keine Angstgefühle.

Ich bin kein Polacke. Leute aus Polen heißen Polen,

nicht Polacken.

Aber ich bin zu 100% Amerikaner,

geboren und aufgewachsen im besten Land der Welt,

und ich bin verdammt stolz darauf, also nenn mich niemals Polacke.

- Das ist für mich, ich bin sicher. - Ich bin nicht sicher. Bleib sitzen...

Hallo?

Hallo, Mac...

Nimm die Hände von mir, Stella. Was ist los mit dir?

- Warum siehst du mich mitleidsvoll an? - Seid ruhig da drüben!

Wir haben eine laute Frau hier. Red weiter, Mac... Bei Riley's?

Ich will nicht bei Riley's kegeln. Ich hatte letzte Woche Ärger mit Riley.

Ich bin der Mannschaftskapitän, nicht? Wir kegeln im West Side oder im Gala.

OK, Mac. Bis dann.

Schwester Blanche, ich hab ein kleines Geburtstagsgeschenk für dich.

Tatsächlich, Stanley?

- Ich habe nichts erwartet. - Ich hoffe, es gefällt dir.

- Aber das ist ein... —- Ticket zurück nach Laurel.

Mit dem Greyhound-Bus. Am Dienstag.

- Das wäre nicht nötig gewesen. - Vergiss nicht, was ich hinnahm.

Du hättest nicht so grausam zu jemandem sein sollen, der so allein ist.

- Der so empfindsam ist. - Das ist sie!

Das war sie! Du kanntest Blanche nicht als Mädchen.

Niemand war so zart und vertrauensvoll wie sie.

Aber Leute wie du missbrauchten sie und zwangen sie, sich zu ändern.

- Glaubst du, dass du kegeln gehst? - Klar.

Du gehst jetzt nicht kegeln. Warum hast du ihr das angetan?

- Lass mein Hemd los. Es ist kaputt! - Sag mir warum!

Als wir uns kennen lernten, dachtest du, ich wäre gewöhnlich.

Du hattest Recht, Baby, ich war gewöhnlich wie Dreck.

Du hast mir das Foto von dem Ort mit den Säulen gezeigt.

Ich habe dich davon runtergeholt, und wie du die bunten Lichter liebtest!

Waren wir nicht glücklich zusammen,

war es nicht OK, bis sie auftauchte?

Und waren wir nicht glücklich? War es nicht OK, bis sie auftauchte?

Die feine Dame, beschreibt mich wie einen Affen!

Was ist los, Stella? Habe ich dir wehgetan?

Bring mich ins Krankenhaus...

Feurig scharfe Maiskolben! Feurig scharf!

- Wer ist da, bitte? - Ich, Mitch.

Einen Moment...

Du weißt, dass ich dich nicht reinlassen dürfte, so wie du mich behandelt hast.

Gar nicht wir ein Kavalier.

Aber hallo, mein Schöner.

Was für eine kalte Schulter.

Und so legere Kleidung.

Du hast dich nicht mal rasiert. Aber ich vergebe dir.

Ich vergebe dir, weil es so eine Erleichterung ist, dich zu sehen.

Du hast die Polka unterbrochen, die ich in meinem Kopf hatte.

Hattest du je etwas in deinem Kopf?

Nein, natürlich nicht, du dummes Engelchen,

du hättest nie etwas Furchtbares in deinem Kopf.

- Müssen wir den Ventilator anlassen? - Nein.

- Ich mag keine Ventilatoren. - Machen wir ihn aus. Ist mir egal.

Ich weiß nicht, was es hier zu trinken gibt.

- Ich will Stans Alkohol nicht. - Er gehört nicht Stan.

Manche Dinge hier gehören tatsächlich mir.

Wie geht's deiner Mutter? Geht es ihr nicht gut?

Warum?

Irgendetwas ist heute los, aber macht nichts.

Ich nehme den Zeugen nicht ins Kreuzfeuer, ich tue einfach so, als ob...

mir keine Veränderung an dir auffiele.

- Da ist wieder die Musik. - Welche Musik?

Die Polka, die sie spielten, als Allan...

Da war der Schuss.

Danach hört es immer auf.

- Ja, es hat aufgehört. - Bist du verrückt geworden?

Ich schau mal, was ich in Sachen...

Übrigens, entschuldige, dass ich nicht richtig angezogen bin,

aber ich hatte dich schon fast aufgegeben.

Hast du deine Einladung zum Abendessen vergessen?

Ich wollte dich nicht mehr sehen.

Warte. Ich höre nicht, was du sagst, und du sagst so wenig,

dass ich keine Silbe verpassen will, wenn du etwas sagst.

Hier haben wir etwas!

Southern Comfort. Was das wohl ist?

Wenn du es nicht weißt, muss es Stan gehören.

Hände weg von seinem Alkohol. Er sagt, du trinkst ihn weg wie eine Wilde.

Was für eine unglaubliche Aussage. Unglaublich von ihm, es zu sagen,

und unglaublich von dir, es zu wiederholen.

Ich begebe mich nicht auf dieses Niveau von Vorwürfen, oder antworte darauf.

Was geht in dir vor? Ich sehe etwas in deinen Augen.

- Es ist dunkel hier. - Ich mag es dunkel.

Die Dunkelheit ist für mich tröstlich.

Ich glaube nicht, dass ich dich je bei Licht sah. Das ist eine Tatsache.

- Ist es das? - Ich sah dich nie nachmittags.

Wessen Schuld ist das?

Du willst nachmittags nie rausgehen.

- Du arbeitest nachmittags in der Fabrik. - Nicht sonntags.

Du gehst nur nach sechs Uhr raus, zu Orten, die nicht gut beleuchtet sind.

Das bedeutet irgendetwas, aber ich weiß nicht was.

Ich hab dich noch nie richtig angesehen. Lass uns das Licht hier anmachen.

- Welches Licht? Warum? - Dieses mit dem Papierteil darauf.

- Warum hast du das getan? - Damit ich dich richtig ansehen kann.

Natürlich. Du willst nicht beleidigend sein.

- Nein, nur realistisch. - Ich will lieber Magie als Realismus.

- Magie? - Ja, Magie.

Ich versuche, Menschen das zu geben. Ich verdrehe Dinge.

Ich sage nicht, was wahr ist, sondern das, was wahr sein sollte.

Wenn das eine Sünde ist, will ich verdammt sein. Mach das Licht nicht an!

Mir ist es egal, dass du älter bist, als ich dachte.

Aber der ganze Rest... Verdammt!

Die Story über deine Ideale, die so altmodisch sind,

und all dieser Unsinn, den du den ganzen Sommer erzählt hast.

Oh, ich wusste, dass du keine sechzehn mehr bist,

aber ich war dumm genug, zu glauben, dass du respektabel bist.

Wer sagte, ich sei nicht respektabel? Mein liebender Schwager?

- Und du hast ihm geglaubt? - Nein!

Ich nannte ihn zuerst einen Lügner, aber dann hab ich die Sache überprüft.

Ich fragte unseren Belieferer, der durch Laurel reist.

- Dann sprach ich mit einem Händler. - Wer ist dieser Händler?

Kiefaber.

Der Händler Kiefaber von Laurel. Ja, ich kenne den Mann.

Er hat mir nachgepfiffen. Ich hab ihn zurechtgewiesen. Aus Rache

- erfindet er Geschichten über mich... - Drei Menschen haben geschworen...

Du-bi-du-ab, drei Männer im Bad. Und so eine dreckige Wanne!

- Wohntest du nicht im Flamingo Hotel? - Flamingo?

"Tarantula" hieß es. Ich wohnte in einem Hotel namens Tarantula Arms!

- Tarantula Arms? - Ja, eine große Spinne!

Dahin brachte ich meine Opfer...

Ja, ich hatte viele Vertraulichkeiten mit Fremden.

Nach Allans Tod waren Vertraulichkeiten mit Fremden

das Einzige, womit ich mein leeres Herz füllen konnte.

Es war wohl einfach Panik, die mich von einem Mann zum nächsten trieb,

nach Schutz suchend, hier und da, an den absurdesten Orten.

Am Schluss sogar bei einem siebzehnjährigen Jungen.

Aber jemand schrieb an den Schulleiter:

"Diese Frau ist aus moralischen Gründen für die Stelle ungeeignet."

Stimmt das?

Ja, ich glaube schon. Jedenfalls irgendwie ungeeignet.

Also kam ich her.

Ich konnte nirgendwo anders hin. Das Spiel war vorbei.

Weißt du, was "das Spiel war vorbei" bedeutet?

Meine Jugend war plötzlich im Abfluss verschwunden.

Dann traf ich dich.

Du sagtest, du brauchst jemanden. Ich brauchte auch jemanden.

Ich dankte Gott für dich.

Ich schienst so sanft, ein Riss im Fels der Welt, in den ich kriechen konnte!

Aber ich habe wohl zu viel verlangt, zu viel erhofft.

Kiefaber, Stanley und Shaw banden eine alte Blechdose an die Drachenschnur.

- Du hast mich angelogen. - Sag nicht, dass ich gelogen habe.

- Alles Lügen! —- Ich log nie in meinem Herzen!

In meinem Herzen war ich zu euch allen so ehrlich wie Gott.

Was?

Da draußen ist jemand.

Ich wohnte in einem Haus, wo sterbende Frauen sich an ihre Männer erinnerten.

Schwinden und verblassen.

Bedauern... gegenseitige Beschuldigungen.

Wenn du das getan hättest, hätte es mich das nicht gekostet!

Vermächtnisse...

Und andere Dinge wie...

blutige Kissenüberzüge.

"Ihr Bett muss gewechselt werden."

"Ja, Mutter,

aber könnte das nicht ein farbiges Mädchen tun?"

Nein, natürlich nicht.

Alles verschwunden, bis auf...

den Tod.

Ich saß immer hier und sie saß da drüben

und der Tod war so nah wie du.

Wir gaben nicht mal zu, dass wir je davon gehört hatten.

Tod.

Das Gegenteil ist Verlangen.

Überrascht es dich also?

Wie kannst du nur überrascht sein?

Nicht weit von Belle Reve, bevor wir Belle Reve verloren,

war ein Trainingslager für junge Soldaten.

Samstagabends gingen sie in die Stadt und betranken sich.

Auf dem Rückweg stolperten sie auf meine Wiese und riefen nach mir.

Die taube alte Dame, die noch da war, ahnte nichts.

Aber manchmal...

stahl ich mich nach draußen und beantwortete ihre Rufe.

Später sammelte sie die "Grüne Minna" auf...

wie Gänseblümchen...

auf dem langen Heimweg...

- Was willst du? - Was mir den ganzen Sommer fehlte.

Dann heirate mich, Mitch.

Ich glaube nicht, dass ich dich noch heiraten will.

Du bist nicht rein genug, um mit meiner Mutter im Haus zu leben.

Geh weg.

Geh schnell weg, bevor ich Feuer schreie!

Geh schnell weg, bevor ich Feuer schreie!

Feuer!

Wie wäre es mit schwimmen...

schwimmen im Mondschein beim alten Steinbruch?

Das heißt, wenn jemand nüchtern genug ist, um Auto zu fahren.

Das ist das beste Mittel, um das Summen im Kopf zu stoppen.

Man muss nur vorsichtig sein und hineinspringen, wo es tief ist.

Wenn man auf einen Felsen trifft, kommt man erst am nächsten Tag hoch...

Mein Gott!

Sie spielen "Good Night Ladies".

Darf ich meinen müden Kopf auf deine Schulter legen?

Es ist so tröstlich.

- Wie geht's meiner Schwester? - Ihr geht's gut.

- Wie geht's dem Baby? - Das Baby kommt erst morgen,

also sagte man mir, ich soll nach Hause gehen und schlafen.

Heißt das, dass wir hier allein sind?

Nur du und ich, Blanche, es sei denn, du hast jemanden unterm Bett.

Warum hast du diese schicken Kleider an?

Das ist richtig, du gingst, bevor mein Telegramm kam.

- Du hast ein Telegramm bekommen? - Ja.

Ich bekam ein Telegramm von einem alten Bewunderer.

- Irgendetwas Gutes"? - Ich denke schon. Eine Einladung.

- Wozu? Zu einem Feuerwehrball? - Zu einer Kreuzfahrt in der Karibik!

Wer hätte das gedacht? Von wem kam sie?

Mr Shep Huntleigh. Ich trug sein Abzeichen in meinem letzten Unijahr.

Ich hatte ihn bis letzte Weihnachten nicht gesehen.

Und dann dieses Telegramm, das mich einlädt. Das Problem sind Kleider.

Ich durchwühlte den Koffer, um zu sehen, was für die Tropen geeignet ist.

Und du hast diese wunderschöne Diamantentiara gefunden.

Dieses alte Relikt. Es sind nur Rheinkiesel.

Ich dachte, es wären Diamanten von Tiffany's.

Jedenfalls werde ich stilecht unterhalten werden.

Das beweist, dass man nie weiß, was passiert.

Gerade als ich dachte, dass mich mein Glück verlassen hatte.

Und schon taucht dieser Millionär aus Miami auf!

Dieser Mann ist nicht aus Miami. Er ist aus Dallas.

Nun, solange er irgendwo her ist.

Mach den Vorhang zu, wenn du dich weiter ausziehst.

Das ist alles, was ich im Moment ausziehe.

Hast du einen Flaschenöffner gesehen?

Ich hatte einen Cousin, der konnte eine Bierflasche mit den Zähnen öffnen.

Das war das Einzige, was er konnte. Er war ein menschlicher Flaschenöffner.

Dann brach er eines Tages bei einer Hochzeit seinen Vorderzahn ab!

Danach schämte er sich so, dass er rausschlich, wenn Besuch kam.

Regen vom Himmel!

Was meinst du? Begraben wir das Kriegsbeil und trinken drauf?

Nein danke.

Was machst du hier drinnen?

Das ist etwas, das ich bei besonderen Gelegenheiten wie dieser raushole.

Der Seidenpyjama, den ich in meiner Hochzeitsnacht trug.

Und wenn das Telefon klingelt und sie sagen: "Sie haben einen Sohn",

reiße ich ihn mir vom Leib und wedle damit, wie mit einer Flagge!

Ich nehme an, wir haben beide das Recht, es uns zu geben.

Du bekommst einen Ölmillionär und ich ein Baby.

Wenn ich daran denke, wie schön es sein wird, wieder Privatsphäre zu haben,

könnte ich vor Freude weinen.

Der Millionär aus Dallas wird sich nicht in deine Privatsphäre drängen?

Es wird nicht so sein, wie du denkst.

Dieser Mann ist ein Gentleman. Er respektiert mich.

Eine kultivierte Frau, eine intelligente Frau mit guter Erziehung

kann das Leben eines Mannes unendlich bereichern, und ich kann das bieten.

Und diese Dinge verschwinden nicht mit der Zeit.

Physische Schönheit ist vorübergehend,

ein vergänglicher Besitz, aber Schönheit des Geistes

und Reichtum der Seele und Zärtlichkeit des Herzens...

Ich habe all diese Dinge!

Sie werden nicht genommen, sondern sie wachsen mit der Zeit.

Wie seltsam, dass ich eine arme Frau genannt werde,

wenn ich all diese Schätze in meinem Herzen trage!

Ich sehe mich als eine sehr, sehr reiche Frau.

Aber ich war dumm, warf meine Perlen vor die...

- Säue. - Ja, Säue!

Und ich denke nicht nur an dich, sondern an deinen Freund Mr Mitchell.

Er wagte es, heute Abend zu mir zu kommen und mich zu verleumden -

böse Geschichten, die er von dir hatte!

- Ich habe ihm den Laufpass gegeben! - Hast du das?

Aber dann kam er wieder.

Er kam mit einer Schachtel Rosen und bat mich um Vergebung.

Er flehte um meine Vergebung...

aber manche Dinge können nicht vergeben werden.

Vorsätzliche Grausamkeit kann nicht vergeben werden.

Es ist das Einzige, was meiner Meinung nach nicht vergeben werden kann.

Und es ist das Einzige, dessen ich mich nie schuldig gemacht habe.

Also sagte ich zu ihm...

"Danke,

aber ich war dumm, zu glauben, dass wir uns aneinander gewöhnen können.

Unsere Lebensarten sind zu unterschiedlich.

Wir müssen bei solchen Dingen realistisch sein.

Auf Wiedersehen, mein Freund,

und nichts für ungut."

War das bevor das Telegramm von dem texanischen Millionär kam oder danach?

Welches Telegramm?

Nein, danach. Das Telegramm kam...

Es gab gar kein Telegramm.

Es gibt keinen Millionär

und Mitch kam nicht mit Rosen zurück, da ich weiß, wo er ist.

Da ist nichts außer Fantasie, Lügen, Einbildung und Tricks.

Sieh dich doch mal an!

Sieh dich an, in diesem abgetragenen Mardi-Gras-Kleid, geliehen für 50 Cent

von einem Lumpensammler, mit dieser verrückten Krone auf!

Für was für eine Königin hältst du dich? Ich wusste von Anfang an Bescheid.

Nicht einmal hast du diesem Jungen Sand in die Augen gestreut!

Du kommst her und verteilst Puder, versprühst Parfüm

und bedeckst die Glühbirne mit einer Papierlaterne.

Und siehe da, dieser Ort hat sich in Ägypten verwandelt.

Du bist die Königin des Nils, sitzt auf dem Thron und trinkst meinen Alkohol!

Ich sage nur haha. Hörst du mich? Hahaha!

Vermittlung, ein Ferngespräch bitte.

Ich möchte mit Mr Shep Huntleigh in Dallas sprechen.

Er ist so bekannt, dass er keine Adresse braucht.

Sie können jeden fragen, der... Nein, bitte verstehen Sie!

Ich konnte sie gerade nicht finden...

Nein, warten Sie! Kann ich nicht!

Vermittlung, vergessen Sie das Ferngespräch. Es ist keine Zeit mehr.

Verbinden Sie mich mit der Western Union...

Ja, ich will, dass Sie diese Nachricht aufschreiben:

"In verzweifelter Notlage!

Hilf mir! Gefangen in der Falle! Gefangen..."

- Du hast das Telefon nicht aufgelegt. - Lass mich raus.

Lass mich vorbei.

Vorbei? Klar, los.

Stell dich da drüben hin.

Du hast genug Platz, um an mir vorbeizukommen.

Nicht, wenn du da stehst.

Ich muss irgendwie raus!

Glaubst du, dass ich mich an dir vergehen würde?

Wenn ich es mir überlege, vielleicht ist das gar keine so schlechte Idee?

Bleib zurück! Komm keinen Schritt näher, sonst...

- Was? - Passiert etwas Schlimmes!

- Was ist das jetzt für eine Show? - Ich warne dich! Ich bin in Gefahr!

- Warum hast du das getan? - Um dir das ins Gesicht zu drücken.

- Ich wette, das würdest du tun. - Das würde ich.

- Das werde ich, wenn du... - Du willst es rau!

Na, gut, du kannst es rau haben.

Tiger, Tiger. Lass die Flasche fallen.

Lass sie fallen.

Dieses Date stand von Anfang an fest.

Mit einem Inside Straight gewonnen.

- Sprich Klartext, Dicker. - Ich verfluche dein verdammtes Glück.

Glück bedeutet, zu glauben, dass man Glück hat.

Denk an Salerno.

Ich glaubte, dass ich Glück habe.

Ich dachte, dass es vier von fünf nicht schaffen würden, aber ich schaffte es.

Um bei diesem Konkurrenzkampf vorn zu bleiben, musst du an dein Glück glauben.

Du Angeber.

Was ist los mit ihm?

Ich sagte immer, dass Männer verhärtet sind, aber das setzt allem die Krone auf.

Macht ihr eine Schweinerei?

- Kommt schon, lasst uns spielen. - Wie geht es meinem Baby?

Schläft wie ein kleiner Engel. Ich hab dir Trauben gebracht.

- Wo ist sie? - Badet.

Wie geht es ihr?

Sie wollte nichts essen, aber sie bat um einen Drink.

Was hast du ihr gesagt?

Ich sagte, dass wir arrangiert haben, dass sie sich auf dem Land erholt.

Sie hat es im Kopf mit Shep Huntleigh verwechselt.

- Stella? - Ja, Blanche?

Das kühle gelbe Seidenkleid, das Bouclé?

Sieh, ob es zerknautscht ist. Wenn es nicht zu zerknautscht ist, zieh ich es an.

Und am Jackenaufschlag die silber-türkise Brosche

in Form eines Seepferdchens.

Stella, versuch, einen Strauß künstliche...

...Veilchen zu finden, den ich mit der Brosche tragen kann.

- Ich weiß nicht, ob ich das Richtige tat. - Was hättest du sonst tun können?

Ich konnte ihre Geschichte nicht glauben und weiter mit Stanley leben.

Glaub sie nie. Du musst weitermachen, Liebes.

Egal, was passiert, wir müssen alle weitermachen.

- Stella, ist die Luft rein? - Ja, Blanche.

Sag ihr, wie gut sie aussieht.

- Ich hab gerade mein Haar gewaschen. - Hast du das?

- Ich weiß nicht, ob die Seife raus ist. - So feines Haar.

Ja, es ist ein Problem. Hat jemand für mich angerufen?

- Wer denn, Blanche? - Shep Huntleigh.

- Noch nicht, Süße. - Wie seltsam,, ich...

Was ist hier passiert? Ich will eine Erklärung, was hier los ist!

Sei still.

Warum seht ihr beide mich so an?

- Stimmt was mit mir nicht? - Sieht sie nicht toll aus?

Ich höre, Sie machen eine Reise.

- Blanche fährt in Urlaub. - Ich bin grün vor Neid.

Hilf mir.

Hilf mir, mich anzuziehen.

- Willst du das hier? - Ja, das ist gut.

Ich will schnell von hier weg.

- Dieser Ort ist eine Falle. - So eine hübsche blaue Jacke.

- Sie ist lilafarben. - Ihr habt beide Unrecht.

Sie ist Della Robbia-blau, das Blau der Robe auf den alten Madonnenbildern.

Sind diese Trauben gewaschen?

- Sind sie gewaschen? - Sie sind vom französischen Markt.

Das heißt nicht, dass sie gewaschen wurden.

Diese Glocken der Kathedrale.

Sie sind das Einzige, was im Quarter sauber ist.

Ich gehe jetzt. Ich bin bereit, zu gehen.

Sie wird verschwinden, bevor sie ankommen.

Blanche, warte.

Ich will nicht an diesen Männern vorbei.

- Warten Sie, bis das Spiel fertig ist. - Ja. Setz dich und...

Ich kann die Meerluft riechen.

Ich werde den Rest meiner Tage auf dem Meer verbringen.

Wenn ich sterbe, werde ich auf dem Meer sterben.

Und weißt du, woran ich sterben werde?

Ich werde am Genuss einer ungewaschenen Traube sterben,

eines Tages draußen auf dem Meer.

"Die arme Frau!", wird man sagen, "Dieses Chinin tat ihr nicht gut.

Diese ungewaschene Traube hat ihre Seele in den Himmel transportiert."

Und ich werde im Meer begraben werden, in einen Sack eingenäht,

und mittags über Bord geworfen...

in der Sommerhitze...

in einen Ozean, der so blau ist...

wie die Augen meines ersten Liebhabers.

Entschuldigt mich, während ich nach der Tür sehe.

- Ja. - Ich frag mich, ob es für mich ist...

Jemand fragt nach Blanche.

Es ist also für mich?

Ist es der Gentleman, den ich aus Dallas erwartete?

Ich denke, er ist es, Blanche.

Ich bin noch nicht ganz fertig.

Bitte ihn, draußen zu warten.

Alles gepackt?

Meine silbernen Toilettenartikel liegen hier noch...

- Sie warten vor dem Haus. - Wer sind sie?

Es ist eine Dame bei ihm.

Ich frage mich, wer diese Dame sein könnte.

- Wie ist sie angezogen? - Einfach geschnittene Kleidung.

- Vielleicht ist sie seine... - Gehen wir, Blanche?

- Müssen wir durch das Zimmer? - Ich gehe mit dir.

- Wie sehe ich aus? - Wunderbar.

Bitte stehen Sie nicht auf. Ich gehe nur durch.

Sie sind nicht der Gentleman, den ich erwartet habe.

Dieser Mann ist nicht Shep Huntleigh.

Hast du was vergessen?

Ja, ich habe was vergessen.

Ich habe was vergessen!

Schwester, bringen Sie sie raus.

Hallo, Blanche.

- Sie sagt, sie hat was vergessen. - Das ist OK.

Was hast du vergessen, Blanche?

Es macht nichts. Wir können es später holen.

Sicher, wir können es mit dem Koffer schicken.

Ich kenne Sie nicht.

—- Ich will allein sein, bitte. - Aber Blanche...

Blanche, alles, was noch hier ist, sind Talkumpuder und alte Parfümflaschen,

es sei denn du willst die Papierlaterne. Willst du die Laterne?

- Mein Gott, sie sollen ihr nicht wehtun! - Nein, Liebes.

Geh nicht wieder da rein. Bleib bei mir und schau nicht hin.

Doktor, Sie gehen besser rein.

Du hast das getan, wie all die anderen schlimmen Dingen, die du...

—- Haltet ihn zurück! - Komm schon, Mitch.

Komm schon!

Du hast das Richtige getan. Es war das Einzige, was du tun konntest.

Sie konnte nirgendwo anders hin.

Diese Fingernägel müssen geschnitten werden.

- Jacke, Doktor? - Nur, wenn es notwendig ist...

- Bitte... - Es wird nicht notwendig sein.

- Bitten Sie sie, mich loszulassen. - Ja.

Lassen Sie sie los.

Wer immer Sie sind,

ich habe mich immer auf die Güte von Fremden verlassen.

So, Jungs... wir spielen Seven-Card-Stud.

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