All language subtitles for Makta S01E05

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Original subtitles

Untertitel: Norddeutscher Rundfunk 2023

♪ Titelmusik ♪

* Stöhnen *

* Ist die Arbeiterpartei dem gewachsen? *

* Die Partei hat nichts Konkretes angekündigt. *

* * ... äußern sich kritisch ... *

* Schlagzeilen werden durcheinander vorgelesen *

Schön. Sind alle Lampen überprüft?

Ja.

Alles in Ordnung.

Sicher? - Alles.

Gut. Und da drüben?

Ich guck gleich.- Bitte.

Habt ihr's im Griff? Stühle? - Die auch. - Gut.

Hey, Förde. - Hey.

Abhörsicher?

Na ja, ich weiß nicht.

Die Presse weiß immer, was wir hier reden.

Dann steht's in der Zeitung - Wort für Wort.

Aber das heute muss geheim bleiben.

So kann es ja nicht weitergehen.

Ich denke, ihr seht das genauso.

Besonders bei dem Thema, über das wir heute reden.

Du wolltest uns über was informieren?

Jaglund sagt,

dass die Jungsozialisten was auf dem Herzen haben.

Ihr wisst, was wir haben!

Dass ihr nicht dran denkt, reinen Wein einzuschenken.

Atomwaffen in der Finnmark, mit Raketen,

die auf die Sowjetunion zielen, das ist Wahnsinn.

Sie wollen wissen, warum du die Verhandlungen

über den NATO-Doppelbeschluss verheimlicht hast.

* Lautes Räuspern *

Die Regierung denkt, dass die Raketen nötig sind,

um das militärische Gleichgewicht aufrechtzuerhalten.

Das werden sie nicht akzeptieren.

Und sie haben die Unterstützung der Basis.

Sie werden mit Parteiaustritt drohen.

Die Jungsozialisten?

Bei NATO-Raketen liegen die Nerven blank.

Das ist Wahnsinn!

Da machen sie dicht.

Ich versteh's auch nicht.

Warum hast du signalisiert, dass wir keine Einwände hätten?

Damit hab ich nichts zu tun.

Da musst du den Verteidigungsminister fragen.

Als die NATO informiert wurde, war ich noch nicht Minister.

Da müsst ihr Rolf fragen.

Äh, ja.

Ich hatte mit dem Vorgang auch nichts zu tun.

Dafür war Johan Jorgen zuständig.

Ich hatte grad angefangen, mich damit zu beschäftigen.

Dann kam gleich die Kabinettsumbildung.

Ich musste das Umweltressort von Gro übernehmen und dachte,

das war's dann für mich.

Tja.

Also geht's den Jungsozialisten nur darum, unsere Optionen auszuloten.

Wir können noch unser Veto einlegen.

Im Namen des norwegischen Volkes.

Das können wir.

Das steht nicht zur Debatte. - Warum?

Weil das dann auf den Titelseiten steht.

Warum sind wir hier, wenn wir nicht darüber reden dürfen?

Ja, frag ich mich auch.

Dann war's das für heute.

* Hochfrequentes Störgeräusch *

* Telefonklingeln *

* Rauschendes Piepen *

* Telefonklingeln *

Ja.

Ja, hab ich gehört.

Ich weiß Bescheid. Können wir das verschieben?

Moment. Augeblick.

Ist ... Meinst du mich?

Hörst du das Klicken? Ich hör was.

Bolle, sei mal still.

Da ist so ein Tick-tick.

Tick-tick? Mhm.

Ich weiß nicht, keine Ahnung. Ist das so ungewöhnlich?

Das müssen wir später klären, tut mir leid.

Verdammt. - Odvar!

So kann's nicht weitergehen.

Ihr haltet mich für paranoid, aber es gibt ein Leck!

Wär nicht das erste Mal, dass wir Wanzen finden.

Das hier ist ein staatlich...

* Knarzen *

Was macht ihr hier?

Ich muss putzen.

Na schön!

Eine Stunde - aber dann seid ihr weg!

Ja?

Ich versteh schon, was mit Odvar los ist,

jetzt, wo Ronald Bye wieder da ist.

Der hat eben einen bestimmten Ruf!

Folge 1, wisst ihr noch?

Ronald war ja der Verbindungsmann der Partei für die Geheimdienste.

Bye.

(Telefon) Sie haben das Archiv gefunden.

Gewerkschaftshaus, 9. Stock, Zimmer 906.

♪ Spannungsvolle Töne ♪

Der Mülleimer.

Da kommt alles Verdächtige rein.

So ein Hightech-Ding hätt ich auch gern zum Abhören.

Ich muss oft genug am Telefon im Gespräch das Band wechseln.

Wie soll das gehen?

So was könnt ich gebrauchen.

Steckfeld von POT.

Modernste Abhörtechnik, geliefert von der Telefongesellschaft.

Was war das? Pot?

POT.

P. O. T.

Der Nachrichtendienst der Polizei.

Die haben dieses Überwachungssystem installiert.

Ist das alles hier? - Alles von POT.

Sie wollen, dass jemand von der Polizei das Zeug übernimmt.

Nein. Das muss verschwinden. - Alles?

Sie waren die Herren der Wanzen.

Wenn du Kommunist warst oder verdächtigt wurdest,

dann bist du im Mülleimer gelandet.

Nur ein bisschen Kritik an der NATO, schon warst du drin.

Oder du warst bei den Linkssozialisten

und hast die Weihnachtsfeier organisiert, ab in den Mülleimer.

Irgendwo hier steht Reiulf drauf!

♪ Spannungsvolle Melodie ♪

Gib das dem Parteisekretär. Ich kümmer mich um den Rest.

Okay.

♪ Lautes Knistern und spannungsvolle Melodie ♪

Ich verstehe, dass Odvar misstrauisch ist und was unternehmen will.

Zu der Zeit ist er auf Per Vassbotn gestoßen,

nach der NATO-Konferenz in Helsinki.

Zwei, bitte.

Ich hab selten Mitleid mit Ministerpräsidenten, aber ...

Na ja.

Ihr Journalisten uns das eingebrockt, sparen Sie sich die Krokodilstränen.

Bin ich an euren Atomwaffen schuld?

♪ Leise Loungemusik ♪

Wir können machen, was wir wollen,

ihr schmiert die Gerüchte in eure Blätter.

Ich frag mich nur, wer sie erfindet.

Ich gebe meine Quellen nicht preis.

Und ich arbeite beim Sender,

da sind die Beziehungen zur Arbeiterpartei speziell.

Bevor ich Ministerpräsident wurde, gab es diesen Kettenbrief.

Das vergess ich nie.

Den schickten sie den Ortsgruppen,

weil sie wollten, dass ich Brattelis Nachfolger werde.

Ich weiß. - Der Kommentar dazu war von Ihnen.

Wie haben Sie das rausgekriegt?

Wie ich schon sagte ... - Ich gebe meine Quellen nicht preis.

Nein.

Selbst wenn ich's könnte: Sie würden es nicht glauben.

Du willst Per Vassbotn einstellen?

Als was? Staatssekretär.

Staatssekretär?

Ja, wir brauchen jemanden, der Methoden der Presse durchschaut,

warum hier Informationen abfließen.

Du machst den Bock zum Gärtner.

Nein.

Wieso holst du ihn dann?

Als Berater, mitten in der Staatskanzlei?

Ja.

Das wird nicht akzeptiert. Von wem? Von der Führung.

Der Gewerkschaft!

Schwer, jemanden zu finden, der einverstanden ist,

diese Position an jemanden außerhalb der Partei zu vergeben.

Schon gar nicht an Vassbotn.

Wir können ihm nicht vorwerfen,

dass er Quellen genutzt hat, das ist sein Job.

Unsere Feinde sind die, die ihn informiert haben.

Wenn wir die Lecks stopfen wollen, ist er der Richtige.

Geht's dir nicht gut?

Kopfschmerzen.

Ich verstehe, dass du frustriert bist, Odvar.

Aber es ist ein wichtiger Posten.

Das muss der Vorstand genehmigen.

Das kriegst du nie durch.

Gut, wir machen Schluss.

Ja.

* Stöhnen *

Ich werd dann ...

* Rumpeln *

♪ Eindringliche Töne ♪

* Knarzen *

Ich muss Per Vassbotn sprechen.

Jetzt sofort.

Danke.

Während Odvar in seiner Paranoia versinkt, geht die Dame ihren Weg.

Im Parlament, wo sie sich aufs höchste Amt vorbereiten soll,

wie Odvar das genannt hatte, und sie nahm ihn beim Wort.

In den wichtigsten Ausschüssen, die Beliebteste auf dem Schulhof.

Gut, wir sehen uns. Ja. Macht's gut.

Schönen Tag! Bis dann.

Ah. Hey. Arvid! Hm. Du auch hier?

Nicht so oft wie früher. Ah.

Wo gehst du hin? Zu Rolf Hansen. War das Gunnar Berge?

Ja, er ist Vorsitzender des Finanzausschusses.

Ein guter Draht zu ihm lohnt sich. Wieso?

Er ist 'n Echter.

Der letzte Arbeiter in der Arbeiterbewegung.

Hast du Mittwoch was vor? Ja.

Kannst du dir den Tag freimachen? Wofür?

Die sozialistische Presse trifft sich in Dovre.

Es wäre gut, wenn du dabei bist. Ja?

Die ganze linke Presse Norwegens wird da sein.

Alle wollen dich kennenlernen, auch wenn ein paar skeptisch sind.

Skeptisch? Hmh.

Wer ist skeptisch?

Manche wünschen sich, du wärst mehr wie Gunnar.

Mehr Mann!

Nein, mehr proletarisch.

Und du hast das schon eingefädelt?

Nein, ich frag ja nur.

Wär das nicht opportunistisch?

Ja, schon. Na, und?

Nein, mach ich nicht.

Ich würde kommen, wenn sie konkrete Fragen haben.

Okay.

* Räuspern *

Die linke Presse ist gespannt auf die Meinung der Vizevorsitzenden

der Arbeiterpartei zu Problemen der Bewegung.

Und wie sie diese Probleme lösen wird.

Ja. Ja?

Das klingt schon besser, ich bin dabei.

Wunderbar.

Du bist dabei. Ja, ich red mit Arne Olav. Super. Gut.

Wir sehen uns. Bis dann.

* Klopfen *

Hey, Rolf.

Hey. Schön, dass du's schaffst. Das Parlament lobt dich.

Ach ja? Das ist nett. Kennst du Ingjald?

Ja, arbeitest du hier?

Wir brauchen gute Leute! Es ist verdammt viel los hier.

Ich frag mich, wie du das geschafft hast.

Oder warum haben sie dich nicht behalten? Gute Frage.

Wie hast du dich mit den samischen Rentierhaltern arrangiert?

Da kommen wir nicht voran.

Ich war für den Fluss und die Lachsbestände zuständig.

Staudämme und Wasserkraftwerke

haben Odvar und Bjartmar zu verantworten.

Odvar hab ich gefragt.

Der hat nicht viel gesagt.

Odvar ist nicht sehr gesprächig.

Da kann das Umweltministerium nicht viel machen.

Die Staudämme kommen.

Ich wollte von Odvar nur wissen, was ich jetzt noch

für den Schutz des Flusses und der Lachse machen kann.

Die Leute sollen nur denken, dass sie eine Stimme haben.

Aber keine Kompromisse beim Ausbau der Wasserkraftwerke.

Grüß Arne Olav, ja? Mach ich! Bis dann.

* Einzelnes Klingeln *

Hey.

Hey.

* Dumpfes Rauschen *

* Sich öffnende Aufzugtür *

Hm.

* Räuspern *

Ah! Reiulf.

Schön, schön.

* Eindringliche Töne *

Hier riecht's immer so gut, Beate. - Danke.

* Klopfen * Ja?

Hey, Odvar. - Ach, Sie sind's.

* Telefonklingeln *

Möbelhaus Jessheim, Ruth am Apparat. Wie kann ich helfen?

Hey. Hier ist Reiulf. Ja! Ist Arvid ...

Ja, ich höre.

Ist Arvid ...

(leise) Lass das Telefon in Ruhe. Wer ist dran? - Reiulf Steen.

♪ Eindringliche Töne ♪

Hey, Reiulf.

Odvar hat Per Vassbotn angeheuert.

Was war das?

Odvars neuer Staatssekretär heißt Per Vassbotn.

Ausgerechnet der soll dafür sorgen,

dass keine Informationen nach außen dringen.

Das ist einer deiner Kontakte!

Ja, ja, ja.

Ja, ja, ja! Wir kennen uns ewig.

Ja. Machst du dir keine Sorgen, dass der was ausplaudert?

Also, von dem, was hier so ...

Reg dich nicht auf, freu dich doch.

Hm?

Odvar hält das für einen guten Schachzug,

aber das kann nach hinten losgehen.

Ja. Du hast recht.

Er hat die Parteiführung hintergangen.

Oder? Ivar und ich haben ihm gesagt, dass er es lassen soll!

Ja! Er heuert und feuert seine Leute, wie's ihm einfällt!

Aber wenn man sieht, wie er sich beim NATO-Doppelbeschluss

verrannt hat!

Die Gewerkschaften sehen da nicht mehr lange zu! Ja.

Wenn Aspengren den Hammer rausholt, erlebt er was.

Wie viele Schlagzeilen braucht's noch, bis Odvar am Ende ist? Ja.

Weiß Aspengren Bescheid?

Keine Ahnung, aber wenn nicht, dann bald.

Ich ruf ihn an.

Wir drei sollten uns treffen. Ja.

Wie wär's Donnerstag?

Gute Idee.

♪ Eindringliche Töne ♪

* Zughorn *

* Leises Rattern *

Gro!

Jacobsen! Schön, dass du da bist.

Okay, Genossen, ich hab jemanden dabei: Gro!

Hey.

Die linke Presse liegt dir zu Füßen.

Hier ist Bergen. Hey.

Am besten sagst du allen guten Tag.

Ist ja halb Norwegen hier.

Das Treffen lässt sich keiner entgehen. Ah, deshalb.

Wie war die Fahrt? Bestens.

Der Zug war zu spät. Schon wieder? Nicht zu fassen!

Die norwegische Staatsbahn gibt's schon 100 Jahre.

Aber sie haben noch nicht kapiert, dass es im Winter schneit.

Ich glaub auch, dass man da was verbessern könnte.

Ihr habt es immer eilig. Ich döse gern im Zug.

Das liegt nicht daran, dass du gern Zug döst,

du bist froh, wenn du deinem Hausdrachen entkommst.

Wie heißt die Süße noch? - Mailis.

Die Süße ist fett wie 'n Troll. - Leck mich!

Arne Olav sieht auch aus wie ein Troll!

Dann mal skal! - Darauf trinken wir. - Skal.

Gro, was ist mit Nordli los?

Die Leute fragen sich das.

Wenn er schon Journalisten zu Staatssekretären macht,

warum nimmt er keinen von uns?

Na ja, also ...

Er arbeitet hart und meint's gut.

Und verliert Stimmen an die Konservativen.

Ja. Was würdest du dagegen tun?

Wir haben Ideen, aber das besprechen wir morgen.

Da hab ich einen Kater!

Da bin ich nicht zu gebrauchen.

Morgen hast du keinen Kater, da bist du noch besoffen! * Lachen *

Deine ständigen Infragestellungen, die sind ein Problem.

Ich stell nichts infrage!

Wir können nicht nur sagen: Kapitalisten sind widerlich.

Sind sie doch. Das führt zu nichts.

Wir müssen verstehen,

warum ihr Programm für viele Leute attraktiv ist.

Aber wir müssen's nicht übernehmen.

Wir sind die gute alte Arbeiterpartei. Ja!

Wir können nicht ignorieren, dass Phrasen wie staatliche Bevormundung,

und dass viele es sich in der sozialen Hängematte bequem machen,

zunehmend Gehör finden.

Das können wir ignorieren, aber das Sozialsystem wird missbraucht.

Was sagst du damit? Dass Sozialhilfeempfänger betrügen?

Nein, das sag ich nicht!

Die Statistik zeigt, es gibt Missbrauch.

Einzelfälle, aber nichts passiert, um das zu ändern.

Einige von uns wollen solche Einwände nicht hören,

aber was ist die Konsequenz davon?

Ja? Dass wir unsere Glaubwürdigkeit verlieren.

Wir sehen zu, wie die Konservativen solche Argumente benutzen,

die Idee der Solidarität zu beschmutzen.

Und das nur, weil wir uns die Ohren zuhalten.

Da man sich kaum wundern, wenn wir Stimmen verlieren.

Gut gesagt, Gro.

Darauf stoßen wir an. Skal, verdammt!

Skal! Skal! Auf Gro!

Ja, Gro! Skal!

* Brutzeln *

* (TV-Ton) Deutschland und die USA haben da ein Verteidigungsbündnis.

Das heißt, dass man sich unterstützt, wie es gute Freunde machen,

könnte man so sagen.

Wenn einer in Schwierigkeiten ist, hilft ihm der andere.

Natürlich kann man darüber streiten, wie das aussehen soll. *

Dieser Schmierfink in der Staatskanzlei!

Ist Nordli verrückt geworden?

Nicht zu fassen. Aber deshalb wollten wir mit dir reden.

Reiulf macht sich Sorgen.

Wie kannst du so was zulassen?

Ich hab's ihm gesagt. Lass die Finger davon!

Er wollte nicht hören. Scheiße!

Alles, was ich weiß:

Sie haben einen getrunken, auf einmal war Nordli wie verhext.

Schon wieder blau?

Er verteilt Staatsämter im Suff?

Ruth, ich hab gesagt, nicht so weich, die Waffeln!

Back noch 'n paar.

Kein Teig mehr da.

Dann mach welchen. - Schon gut.

Tut mir leid. - Nein, gib her.

Am besten sind sie außen knusprig, innen noch ein bisschen weich.

Solange sie nicht zu knusprig sind.

und so hart, dass man sie als Diskus benutzen kann.

Oder sich die Zähne ruiniert!

Wir können keinen Regierungschef brauchen, der so was macht.

Nein, auf keinen Fall.

Nein.

Wir haben so oder so ein Problem.

Was machen wir?

Was passiert, wenn die Gewerkschaft so viel Druck macht,

dass er zurücktritt?

Na ...

Wir brauchen eine Alternative.

Es werden einige sagen, dass nur eine Person infrage käme.

Die Dame.

Nein. Doch, doch.

'ne Schlampe mit Harvard-Abschluss wollen wir nicht.

Und mit einem Rechten verheiratet! - Skandalös.

Sie flirtet ja mit den Rechten! Ja?

Sie sagt immer, wir sollten uns erneuern.

Und ihre Phrasen, von wegen "Freiheit",

"Flexibilität", "Unabhängigkeit"!

Das Wort "Sozialismus" spricht sie nicht aus.

Nein! Nicht zeitgemäß. Wir finden jemand anders!

Nein, nein.

Zu hell, bitte ausmachen.

Alles in Ordnung? - Ja, nein.

Ich hab diese Kopfschmerzen.

Was ist das?

Tja. Ich bring Ihnen Unglück.

Das überrascht mich nicht.

Haben Sie gehört, was Aspengren gesagt hat?

Dass er uns an den Kragen will? Hört sich schlimmer an, als es ist.

Na ja, wenn's in der Zeitung steht ...

Wozu sind Sie da?

Tun Sie was dagegen.

Da ist ständig die Rede von einflussreichen Kreisen.

Wissen Sie, wer gemeint ist? - Keine Ahnung. Sie?

Nein, sagen Sie nichts.

Ich will's nicht wissen.

Bringen Sie das in Ordnung.

Ich kann's versuchen, aber das hat Konsequenzen.

Ist mir egal. Denken Sie sich was aus.

Das muss aufhören, wie, ist mir gleich.

Schluss damit.

Klar? - Ja.

* Bimmeln *

Hoppla!

Der Herr Staatssekretär!

Arvid.

Gratuliere zum neuen Job.

Hast dich ganz schön gemausert. - Kann ich dich kurz sprechen?

Ich muss weg.

Ein Freund wurde von 'ner Kreuzotter gebissen.

Fünf Minuten. Ist in deinem Interesse. - Warum?

Was in der Presse läuft, sieht aus, als hättest du die Finger im Spiel.

Worauf willst du hinaus?

Egal. Wär besser, wenn du deine Informationen für dich behältst.

Per, was soll das heißen?

Drohst du mir?

Nach allem, was ich für dich getan hab?

Ich hab einen neuen Job.

Ja, aber nur so lange Nordli am Drücker ist.

Wenn der weg ist, was wird aus dir?

Dann bist du der kleine Journalist und freust dich,

dass du deine Quelle nicht verscheucht hast.

Hab ich recht?

Ich muss los.

Ruth! Gib Vassbotn Waffeln von gestern!

Damit er nicht verhungert!

Er ist Tag und Nacht für seinen Ministerpräsidenten da.

Ja!

Bitte sehr. - Nein, vielen Dank. - Sonst muss ich es wegwerfen.

Sie arbeiten jetzt für Nordli?

Ja. Ja.

Wie ist der so?

Ganz in Ordnung.

Ja?

Ich find, dass er das gut macht.

Dass sie ihn schlechtmachen, gefällt mir nicht.

Wer? Da steckt doch Arvid dahinter!

Mit wem redet er so?

Sie können es mir sagen.

Arvid und ich kennen uns seit ewig.

Ja, ja. Er kann eben nicht anders! Immer in Aktion!

Marmelade? - Nein, schon gut.

Sauerrahm vielleicht? - Nein, danke.

Odvar schickt mich. Er will, dass Arvid sich zurückhält.

Sag ich auch immer. - Er ist so ein Dickkopf.

Ja! Er hört nicht auf mich.

Sie, Sie ...

Sie wissen nicht zufällig, mit wem er über Odvar spricht?

Also, ich hab da schon meine Theorie, aber ich wollte sicher sein.

Das sind Arvids Privatangelegenheiten. - Ja.

Okay, falls Sie es sich überlegen ...

Gute Waffeln!

♪ Einsetzender Beat ♪

♪ Dynamische Musik ♪

Dass ich weg musste, hat gestimmt.

Viel los zurzeit.

Nicht einfach, der Presse klarzumachen,

wie sauer Aspengren auf Odvar ist!

Dass Gro sich bei der linken Presse einschleimt,

war ein Schlag für Reiulf.

Hey, Arvid.

Ich hoffe, du hast ein paar Knaller auf Lager.

Darauf kannst du dich verlassen.

Dann schieß mal los.

Bist du so weit? - Freu mich schon drauf.

* (Tonband) Was hat sie gesagt? *

* Das ist das Problem: Es gibt kein Protokoll. *

* Aber es ging wohl darum, *

was wir von den Konservativen lernen können.

Dann zog sie gegen Arbeitslose vom Leder.

Das wären Sozialschmarotzer.

Die auf Kosten der Gemeinschaft die Beine hochlegen.

Wenn sie es schafft, die linken Medien auf ihre Seite zu ziehen,

das wird ein Problem.

* Besonders, wenn Odvar weg ist. *

* Das zeigt, dass wir sie richtig einschätzen. *

* Sie sollte im Parlament Erfahrungen sammeln. *

Sie will ihre Position stärken.

* Weißt du, dass sie in der Fraktion nicht mal 'n Amt hat? *

Was soll das? Die schreiben, was sie wollen.

"Brundtland hat nur Ehrgeiz, aber bewirkt nichts."

Wer sagt das? Wer wohl.

"Einflussreiche Kreise der Partei".

Es stimmt: Die Frau ist zerfressen von ihrer Machtgier.

Ich hab die Gerüchte satt.

Die ist Odvars größte Sorge, darum hat er Vassbotn eingestellt.

Dafür muss man niemanden einstellen.

Wer wird verschont von den "einflussreichen Kreisen"?

Da weißt du Bescheid.

♪ Eindringliche Töne ♪

Ich dachte, Sie wollten sich darum kümmern? - Ja.

Ich arbeite dran.

* Klopfen *

Gjerde will wissen, ob du heute zehn Minuten für ihn hast.

Heute nicht.

Was ist mit der Frau, die wartet?

Soll ich die wegschicken? - Wer?

♪ Eindringliche Töne ♪

Hey!

Hey! Das ist ja 'ne Überraschung. - Ja.

Sie sind hergekommen! Das wär nicht nötig gewesen!

Ach was. Das ist interessant hier.

Gehen wir. Gehen wir rein.

Ja, ja. Ist das Nordlis Büro? - Ja, er arbeitet da drin.

Er ist da drin? Wirklich?

Kommen Sie einfach.

Na ja, also, ich hab da was.

Was, das Odvar vielleicht interessiert. -Ah. - Ja?

Da drin, sagen Sie? - Ja, aber er ist beschäftigt.

Geben Sie's mir und ich ...

Nein, nein.

Ich würd's ihm lieber selber geben.

Damit ich mich bedanken kann,

weil er so viel macht und nicht aufgibt.

Das hört er nicht oft.

Da würde er sich sehr freuen, wenn er so was Nettes hört.

Aber heute ist die Hölle los.

Gut.

Ja, ja.

♪ Eindringliche Töne ♪

Bitte sagen Sie Arvid nichts davon. - Nein, natürlich nicht.

Keine Sorge. - Wiedersehen! - Auf Wiedersehen.

* Einzelnes Klingeln *

Hey. Hey. Ich will zu Odvar. Geht nicht, er ist beschäftigt.

Er ist schon die ganze Woche beschäftigt.

Ja. Er ist halt Ministerpräsident.

Versuchen Sie's später.

♪ Eindringliche Töne ♪

* (Tonband) Wir dürfen Odvar nicht offen attackieren. *

* Genau, das bringt ihm Sympathien ein. *

* Das muss dezent gemacht werden, so hintenrum. - Ja. *

♪ Eindringliche Töne ♪

* Klopfen *

Was machen Sie da?

Es zieht.

Aus dem Bücherregal?

Das ist kein Bücherregal.

Ich hab was, das Sie sich anhören sollten.

Eine Aufnahme, die dem Dagbladet zugespielt wurde.

Darauf beruhen die Informationen, die sie bringen.

Was?

Ich - ich spiel es Ihnen vor.

* (Tonband) Okay, der Plan sieht so aus: *

* Wir organisieren ein Treffen am 25. *

* Da kann Aspengren seine Wut rauslassen. *

* Dann geht es nur noch um den Zeitpunkt für Nordlis Abgang. *

Schluss.

Es wird immer schlimmer. - Ja. Ich will das nicht hören.

* Klicken *

Reiulf.

Und mit wem spricht er da?

Der Mann heißt Arvid Engen. Er zeichnet die Anrufe auf.

Wer?

Er hat so ein Möbelgeschäft.

In Jessheim.

Ein Freund von Reiulf.

Was hat der Mann davon, Anrufe aufzunehmen?

Das ist unklar.

Weiß Reiulf, dass das aufgenommen wird?

Er wird gemerkt haben, dass diese "einflussreichen Kreise"

in die Welt setzen, was er gesagt hat.

Er ist nicht naiv.

Ein Möbelgeschäft?

Ja.

In Jessheim?

Ich will nicht spekulieren.

Aber er hat Beziehungen

zu einer illegalen Geheimdienst-Armee in Italien.

Er ist Millionär.

Aber in seinem Laden hat noch nie jemand Kunden gesehen.

Reiulf, also? Von Anfang an?

Die ganze Scheiße?

Ich hab leider nur die Aufnahme.

Aber sie sind schon ewig befreundet, also vermutlich ja.

Was machen wir jetzt?

Der Vorsitzende der Arbeiterpartei versorgt einen reichen Möbelhändler

mit vertraulichen Informationen?

Seit Jahren?

Wenn das rauskommt, sind wir am Ende.

Ja, aber wir müssen den Genossen klarmachen,

dass sie Reiulf keine Interna zukommen lassen.

* Klackern *

Nein, nur seinen Stellvertretern.

Ivar muss es wissen.

Und Gro?

Ja.

Und Thorvald.

Stoltenberg?

Der Verteidigungsminister auch.

Es betrifft die nationale Sicherheit.

* Hämmern *

♪ Eindringliche Schleif- und Trommel-Töne ♪

♪ Eindringliche Schleif- und Trommel-Töne ♪

♪ Töne enden ♪

Reiulf wusste vielleicht nicht,

dass die Gespräche aufgenommen wurden.

Ihm kann nicht entgangen sein,

dass in den Zeitungen stand, was er gesagt hat. Er weiß es.

Egal, ich denke, das muss unter uns bleiben.

Seh ich auch so.

Wenn rauskommt, dass unser Parteivorsitzender ... Was?

Wir machen nichts?

Wir sollten dahin kommen, dass Reiulf von den ...

... sensiblen Diskussion ferngehalten wird.

Von allem, was nicht nach außen dringen soll.

Und das hier bleibt erst mal unter uns.

Wie lange? Na ja, bis wir wissen, wie wir damit umgehen.

Wie wir damit umgehen?

Das kann nicht so schwer sein.

Es gibt die Aufnahmen, er soll zurücktreten.

Das kommt nicht in die Presse.

Was in die Presse kommt, können wir uns nicht aussuchen.

Hast du dafür nicht ihn hier?

Wenn Reiulf zurücktritt, wollen die Leute wissen, warum.

Nein, wenn er zurücktritt, malen sich die Leute alles Mögliche aus,

bevor jemand drauf kommt, er hätte Interna weitergegeben!

Da werden die Medien nachhaken, dann kommt es raus.

Arvid Engen ist gut vernetzt.

Gut vernetzt?

Ja. Mit Journalisten oder Politikern?

Ich kümmere mich darum.

Du kümmerst dich? Ja. Gebt mir ein bisschen Zeit.

Ich finde raus, was wir mit ihm machen.

Was? Das wird ja immer besser!

Hast du vor, ihn in Schutz zu nehmen?

Ich nehme Reiulf nicht in Schutz.

* Räuspern *

Er beschützt die Partei.

♪ Dynamische Musik ♪

Ich muss ihn sehen.

Odvar ist beschäftigt. Womit? Er bestellt sich grad 'ne Couch.

Was weiß ich.

Er hat keine Zeit.

Soll ich was ausrichten?

Für dich immer gern.

Ja.

Dann nicht.

Kommst du auch nicht an Nordli ran?

Nein, auch nicht.

Es heißt, er ist zu beschäftigt. So geht das nicht weiter.

Ja. Was ist mit den Raketen?

Wir müssen miteinander reden!

Aber er verkriecht sich

und Vassbotn verbellt jeden, der zu ihm will.

* Aufzugklingeln *

Ja, aber ich muss jetzt los, tut mir leid. Ja, ja.

Warte, warte, soll ich was mitbringen?

Am Sonntag.

Ja.

Also, ähm ...

Du könntest ...

Wie wär's mit Wein?

Ja.

Ja, ja! Ich frag Karin.

♪ Eisetzende Elektrobeats ♪

* Aufzugklingeln *

* Schritte im Hintergrund *

* Lauter Seufzer *

Reiulf, hast du Zeit?

* Telefonklingeln im Hintergrund *

* Tür schließt *

Das Arbeiterblatt.

Ja. Da kommt was auf uns zu!

Die wollen Leitartikel schreiben, sehr kritische Artikel,

in denen sie die Parteiführung auseinandernehmen.

Ach, ja? Und welche Redaktionen?

Die Lokalausgaben von Hamar, Trondheim, Bergen,

Bodö, Halden, Romerike.

Verstehe, ist klar.

Ich werd abgeräumt.

Nach dem, was mir vorliegt, sieht es so aus, ja.

Na gut.

Wer den Job machen soll, ist ja klar.

Na ja, also sie meinen, dass ...

Ja. Ja, ja, ja, ja. Ich weiß, wen sie meinen.

Das kommt nicht von ungefähr.

Das weißt du so gut wie ich. Du musst wissen, was dich erwartet.

Du musst damit rechnen, dass Fragen gestellt werden,

Ob du im Amt bleiben sollst oder nicht.

Ich verstehe, dann denke ich mir eine passende Antwort aus.

* (Tonband) Der Plan sieht so aus: *

* Wir organisieren ein Treffen am 25. *

* Da kann Aspengren seine ganze Wut rauslassen. *

* Klackern *

* Dumpfes Gemurmel im Hintergrund *

* Rumpeln *

* Knarren *

* Piepsen *

* Lauteres dumpfes Gemurmel im Hintergrund *

♪ Eindringliche Töne ♪

♪ Eindringlich-bedrohliche Töne ♪

* Poltern *

* Alarmton im Hintergrund *

Odvar!

Was ist?

Hast du die ...

Weißt du Bescheid?

Die Kielland.

Ja.

Ja. Aber, aber ...

Wir haben gerade erfahren,

dass eine der Säulen der Bohrinsel eingeknickt ist.

Die Plattform ist gekentert.

Wir müssen nach Stavanger.

♪ Dumpfe bedrohliche Töne ♪

* Hubschrauber-Rattern *

Die Pressekonferenz ist in einer halben Stunde.

Wir müssen mit kritischen Fragen rechnen.

Die Katastrophe ist keinen Tag alt, und Sie fangen an zu hadern?

Sie werden verlangen, die Ölfelder aufzugeben.

Die sind genehmigt.

Die Kielland ist nur ein Unfall.

Das haben wir bei der Bravo auch gesagt .

Ja.

Aber das kann man nicht vergleichen.

Richtig.

Damals starb niemand.

Sollen wir etwa mit den Bohrungen aufhören?

Die sind genehmigt.

Es ist nicht der richtige Zeitpunkt für diese Debatte.

Erst müssen wir wissen, was passiert ist.

Wenn jemand Kapital daraus schlagen will,

ist das schamlos.

Der Bericht der Rettungskräfte ist da.

89 Überlebende.

Wie viele haben's nicht geschafft?

123.

♪ Eindringliche Töne ♪

* Vielfaches Kameraklicken *

* Stimmengewirr *

Wir haben alle Studien zu den Havariegründen ausgewertet.

Alle stützen die Position der Regierung,

dass es keine Gründe gibt, die Bohrungen aufzugeben.

Es sind noch weitere Untersuchungen vorgesehen,

aber es wird dauern, bis Ergebnisse vorliegen.

Wie kann man die Bohrungen fortführen,

wenn die Ursachen für die Katastrophe unklar sind? - Das war's für heute.

Stehst du hinter dem, was du gesagt hast?

Ja.

Worum geht es denn?

Ob die Bohrungen sicher sind.

Und das haben wir im Griff.

Ich glaub, ich schaff's nicht mehr.

* Klopfen * Ja?

Ja.

Ich muss euch unterbrechen.

Ich dachte, ihr müsst wissen, was im Parlament passiert.

Da braut sich was zusammen.

Sie wollen die Ölförderung nicht. Meinst du, das überrascht uns?

Darauf haben sie nur gewartet.

Sie bringen einen Misstrauensantrag ein.

Wer sind "die"?

Die Linkssozialisten.

Mit dem Zentrums und den Christdemokraten.

Ein Misstrauensantrag?

Sind jetzt wir für die Havarie verantwortlich?

Ja, weil wir die Ölförderung den Konzernen überlassen haben.

Die Konzerne stehen unter Druck und sparen an den Arbeitsbedingungen.

Also, ...

Die Arbeiterpartei starre auf die Einnahmen aus der Ölförderung

und vernachlässige den Schutz der Menschen.

Wenn die Regierung die Fortsetzung der Bohrungen verlangt,

liegt die Vermutung nahe ... Die sollen sich schämen!

Keiner denkt an die Angehörigen!

Es geht doch nicht um Politik!

Damit kommen sie nicht durch!

Sie kommen auf die Titelseiten. Die sind schnell vergessen!

* Stöhnen *

* Stöhnen *

Was ist los, Odvar? Nichts.

Es sind nur wieder diese verdammten Kopfschmerzen.

Lasst mich bitte allein. Ah!

♪ Eindringliche Töne ♪

Gro?

Eines würde ich gerne wissen. Ja?

Bist du für das Misstrauensvotum?

Das kriegen sie nicht durch,

die Bohrung verhindern sie auch nicht.

Nein, aber keiner von uns

darf regierungsfeindliche Positionen unterstützen.

Warum sollte ich das?

Hm. Was?

Freut mich, dass du die Dinge so pragmatisch ausdrückst.

Es wäre von Vorteil, wenn du das auch im Parlament tun würdest.

* Stöhnen *

♪ Spannungsvolle Melodie ♪

* Stimmengewirr *

Erneut versuchen Ministerpräsident Nordli und seine Regierung,

jede Verantwortung von sich zu weisen.

Der Industrieminister überließ es den Ölkonzernen,

für Sicherheit auf der Plattform zu sorgen.

Und die hielten es nicht für nötig, den Arbeitern

Arbeitsschutzunterweisungen zu geben.

Die Regierung wusste das

und hat nichts für die Sicherheit dieser Menschen unternommen.

In keinem anderen Sektor der norwegischen Wirtschaft

werden so viele Ausnahmeregelungen erlassen.

Was sagt das über die Arbeiterpartei, wenn sie zulässt,

dass Arbeitsschutzgesetze aus Profitinteressen umgangen werden?

Viel zu viele Menschen haben deshalb ihr Leben verloren.

Im Namen der Linkssozialisten unterbreite ich folgenden Vorschlag:

Alle weiteren Ölbohrungen werden zurückgestellt.

Und zwar mit sofortiger Wirkung.

Wir werden nicht länger einer Regierung angehören,

die unfähig ist, Konsequenzen aus ihren Fehlern zu ziehen.

Vielen Dank.

Das Wort hat die Abgeordnete Brundtland.

* Räuspern *

Herr Präsident.

Gro, Gro!

Sie forderten nach dem Bravo-Unglück Schutzvorschriften auf Bohrinseln.

Ist die Sicherheitslage jetzt gut?

Wir dürfen nicht vorschnell entscheiden.

Wir müssen uns mit den Ursachen befassen.

Bis dahin sehen wir keinen Grund ...

* Verzerrte Stimmen *

126 zu 5 Stimmen gegen das Misstrauensvotum.

Es kommt nicht oft vor, dass sich alle so einig sind.

Die Leute wissen, dass es nicht deine Schuld war.

Ich bin erschöpft.

Du nicht?

Also ich ...

Ich werd meinen Rücktritt einreichen.

Was?

Jetzt?

Ausgerechnet jetzt?

Na ja, nicht gleich.

Ich hab noch was zu erledigen.

Das mit den Probebohrungen muss erst vom Tisch.

Dann, bin ich weg.

Aber wieso?

Du kannst mich nicht mit den Problemen allein lassen!

Meinst du, ich will weitermachen? Aber ich muss!

Wir haben die NATO-Raketen am Hals, das Alta-Tal und alles,

da kann man sich nicht verdrücken!

Sind wir Feiglinge?

* Seufzer *

Ha.

Und wer außer dir soll mein Nachfolger werden?

So! Ich muss auf den Zug nach Hedemark.

Ich will heute zu Hause schlafen.

* (Lautsprecher) Achtung. *

* Wegen eines technischen Problems verkehren die Züge der Bergen-Bahn *

* nicht zwischen Oslo und Lillehammer. *

* Achtung. *

* Wegen eines technischen Problems verkehren die Züge der Bergen-Bahn *

* nicht zwischen Oslo und Lillehammer. *

♪ Bedrohlich-bedrückende Töne ♪

* Piepen *

* Plötzlich einsetzende Stille *

Copyright Untertitel: NDR 2023

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