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Leïla!
Ja, los, los!
Verdammt... Das ist gegen die Regeln, Mann!
Ruhe jetzt, die Maske wieder auf - und zwar schnell.
Fuck...
Nächstes Mal gibt's 'ne Verwarnung.
Auf Position, en garde!
-Los!... -Allez!
-Übertreten, Strafpunkt! -Mein Fuß war auf der Linie!
-Grundstellung! -Nein, warum?
Es reicht jetzt.
Allez!
Oh, fuck!
-Er war im Aus! Nicht gesehen, nein? -Genug gemeckert jetzt.
Zurück in Stellung, zum letzten Mal jetzt! Ist das klar?
Okay...
Allez!
Leïla Lakti, Sie sind disqualifiziert!
Hey! Wir sehen uns dann am 12., okay?
Ich weiß, schon okay.
Na toll. Das war's dann mit der Saison für dich.
Verdammt, das war 'n Regelverstoß, Mama. Er hat's verdient.
-Diskutier nicht mit dem Schiedsrichter! -Okay, stopp, genug! Ich hab's kapiert!
-Du sagst nichts, Fanny? -Du bist einfach viel zu emotional,
-meine Süße. Genau wie deine Mutter. -Ach...
-War's ein Verstoß oder nicht? -Aber das ist doch kein Grund.
Man reißt sich zusammen.
Also, bis nachher. Hm?
Darf ich fahren?
Ach, komm schon.
-Danke. -Tja, wenn du mich schon so nett fragst.
Ist Ludo dein Liebster?
Wer sagt denn heute noch "Liebster"? Voll altmodisch.
Na ja, also...
-Jetzt lenk mal nicht ab. -Von was denn?
-Bist du verliebt? -Lass das.
Und du, mit deinem Date neulich? Geht da was?
Hör auf. Also verliebt bin ich sicher nicht in den.
-Ach ja? -Komm, ich habe geantwortet. Jetzt du.
-Schon etwas neugierig. -Was? Nein. Ich bin deine Mutter,
ich interessiere mich für dich.
Nur was Lockeres?
-Was, also ja? -Ja, was Lockeres...
Achtung!
Mama... Mama.
Mama.
Monsieur!
Monsieur, bitte!
Helfen Sie bitte!
Warten Sie, warten Sie!
Nein, Mama...
POLIKLINIK BIARRITZ - BASKENLAND
Erdgeschoß.
Türen schließen.
Erdgeschoß.
-Salut. - Türen schließen.
Salut.
'N Abend. Julien,
sag Tschüss, dein Vater wartet.
Alles klar, Jungs?
-Wo ist der Stoff? -Insgesamt 20 Kilo.
Willst du Ärger?
Verpiss dich.
-Steig ein. -Ja, Monsieur.
Hier ist Fanny. Es geht um Sofia,
sie hatte einen Unfall. Ruf mich zurück, hab' dich lieb.
Zweiter Stock.
THE ORPHANS - BLUTSBRÜDER
-Hallo, kann ich Ihnen helfen? -Hallo. Ich suche Sofia Lakti.
-Wir. -Gehören Sie zur Familie?
Ja, sie gehören zur Familie.
-Wie geht‘s ihr? -Sie liegt seit dem Unfall im Koma.
Die Ärzte sagen, wir müssen abwarten.
-Können wir sie sehen? -Ja.
Kommt.
INTENSIVSTATION
Wer seid ihr?
Leïla, darf ich dir Gabriel und Driss vorstellen?
Okay... Ihr habt hier nichts verloren, verschwindet.
Mama?
-Mama... -Hilfe, bitte!
Nein. Nein, nein. Mama, bitte, nein.
Bitte... Bitte, bitte, Mama...
Fanny! Nein, nein, nein, nein...
-Ich brauche Hilfe in 322, schnell! -Mama, bitte...
-Mademoiselle, bitte. -Mama, nein...
-Kommen Sie, bitte. -Nein! Nein!
Nein!
Und?
Sie ist im Krankenhaus verstorben.
Scheiße.
-Es war ein Unfall. -Nein, ich war zugedröhnt!
Es war ein Unfall!
Sieh mich an.
Es war ein Unfall.
-Ich bin ein Mörder. -Du standest unter Schock, Matthias.
Das ist alles.
Wir müssen vor allem einen Skandal vermeiden.
Hm? Und dir Jahre im Gefängnis ersparen.
Nein, ich bin nicht so wie du.
Ich werde zur Polizei gehen.
-Ihnen alles erzählen. -Nein. Nein, nein, nein,...
Nein. Hör mir zu.
Du machst weiter wie bisher, aber halte den Ball flach.
Und vergiss diese Idee,
diese dumme Idee, zur Polizei zu gehen.
Du tust, was ich dir sage.
Jonas wird sich darum kümmern. Hm?
-Und? -Sie muss noch den Papierkram regeln.
Fanny erwartet uns später im Waisenhaus, sie will mit uns reden.
-Worüber? -Die Beerdigung, nehme ich an.
Scheiße...
Ich fühle mich wie 'n Arsch, dass ich mich nie gemeldet habe.
-Verlorene Zeit... -So ist es eben.
-Bereust du's gar nicht? -Dein Schlitten?
-Ja. -Treffen wir uns hier um sechs.
-Noch was trinken vorher? -Ja.
Aber allein.
Okay.
Ein Eis!
Okay, was wollt ihr: Vanille oder Karamell?
-Ich will Haselnuss. -Dann nehme ich was Anderes.
Gut, also ich Karamell. Und du?
Entscheide dich.
Welcher von beiden ist noch mal Bulle?
Deswegen sind sie nicht hier. Sie sind Freunde deiner Mutter.
Und die Polizei kümmert sich darum.
-Fanny... -Die Polizei kümmert sich nicht darum.
Seit drei Tagen gibt es keine Neuigkeiten. Wann tun wir endlich was?
Worauf wartest du? Ich werde noch irre! Lass mich, dir ist es doch scheißegal!
Nein, es ist mir gar nicht egal.
Hast du 'ne Familie?
Nein.
-Ich hatte eine Frau... -Driss.
-Aber wir... -Das interessiert mich nicht.
Okay.
-Es ist 20 Jahre her... -18.
18, ja. Und du hast nichts zu erzählen?
Nein.
Super.
Peinlich...
KINDERHEIM "DIE WILDEN GINSTER“
Fanny?
Ich bin in der Küche.
Niemand da?
Die Kinder sind auf einem Ausflug, sie kommen übermorgen wieder.
Ich konnte es nicht übers Herz bringen, es ihnen zu sagen.
Sie hingen so an Sofia.
-Was? Sofia hat hier gearbeitet? -Äh, ja.
Sie ist seit sieben Jahren wieder hier. Ich brauchte eine gute Erzieherin
und mit ihr hatte ich die Allerbeste.
Sie wollte sich irgendwo niederlassen mit ihrer Kleinen, sie wollte Stabilität.
Und so kam's, dass Leïla hier aufgewachsen ist, wie ihre Mutter.
Ihr werdet sehen, sie ist nicht unbedingt die Unkomplizierteste,
aber ich liebe sie sehr.
-Ach so? -Ja.
Seit den Anschlägen tragen wir immer die Dienstwaffe.
-Fanny, darf ich was fragen? -Ja.
Gibt's einen Vater?
Äh, im Krankenhaus habe ich weder einen Mann noch einen Ex gesehen.
Ich weiß es nicht. Sofia sagte, das sei nicht wichtig.
Hm... Trotzdem.
Entschuldigt mich kurz.
Ja?
Und der Wagen?
Sag mal, Fanny,
wie alt ist Leïla?
Sie ist 17.
Danke.
Das war ein Kollege.
Momentan gibt's nichts Neues, Sie suchen noch nach dem Wagen.
Tut mir leid.
Na gut, kommt. Wir backen 'ne schöne Apfeltarte.
Wir brauchen jetzt was Süßes.
Sieh mal an, unsere Matratzen früher waren wesentlich schlechter.
-Spezialeinheit? -Hä?
Ach, Quatsch. "Expendables".
Ja, fünf Jahre lang.
War nichts für mich, zu viele tote Zivilisten.
Seitdem dies und das. 'N bisschen Security für Privatleute mit Extrawünschen...
Ich bin so 'ne Art Kleinunternehmer.
Was Legales?
Na, Kreditkarten nehm ich keine.
-Aber ich zahle Steuern. -Also nicht wirklich legal.
Ja.
Und du? Du wolltest doch zur Anti-Terror-Einheit, oder?
Da bin ich reingekommen.
Sehr gut.
Bravo.
Letztes Mal wolltest du mir eine aufs Maul geben.
Hab' ich auch gemacht, oder?
-Äh, nein. In deinen Träumen vielleicht. -Ach ja?
-Du warst fertig, als sie weg ging. -Weswegen ist sie denn weg?
Sie ist weg, weil sie mit mir schwanger war.
Hat sie jedenfalls gesagt.
-Und jetzt? -Keine Ahnung, ich habe keine Kinder.
Wir müssen mit ihr reden, sie trösten.
Wenn du die Göre knuddeln willst, dann mach. Ich kann das nicht.
Nur was Lockeres?
-Was, also ja? -Ja...
Achtung!
Monsieur! Monsieur, bitte!
Warten Sie, warten Sie!
CHRISTINA ROVELLI: MEIN SOHN WIRD SÉCURIS NICHT ÜBERNEHMEN
ROVELLI-SOHN
Wo gehst du hin?
-Dein Ernst? -Keine Sorge, ich tu' dir nicht weh.
Ist das alles?
Na komm.
Lass mich los!
Übrigens, Leïla...
Sie ist 17
und sieht mir ähnlich.
Ich könnte ihr Vater sein.
Oder auch ich.
Sofia hat mich geliebt.
Glaub was du willst.
Wir werden's nicht mehr erfahren.
Nein, also wirklich...
Wie alt seid ihr eigentlich?
Leïla ist verschwunden. Kommt und helft mir.
-Hast du meine Waffe? -Was?
-Meine Knarre, die war eben noch da. -Gab, ich habe sie nicht angerührt.
Ihr Motorroller ist weg.
-Oh, Scheiße. -Was wird sie jetzt
wieder für Dummheiten machen?
Sie wird sich schon nichts antun, als Kind.
-Für Selbstmord gibt's kein Mindestalter. -Ach? Bist du nun Jugendpsychiater?
Keine Bewegung.
-Hör zu, ich wollte nicht... -Zurück!
Du mieses Stück Dreck, rufst nicht mal den Rettungswagen.
Ich hatte Angst.
Ich wusste nicht, was ich tun soll.
Ich geh' zur Polizei. Verzeih mir bitte...
Ich denke jede Nacht daran, kann nicht mehr schlafen...
Halt deine Fresse, halt deine Fresse! Meine Mutter ist tot.
Meine Mutter ist tot.
Und du bist schuld daran.
Ich weiß, es tut mir leid...
Verzeih mir... Los, schieß, töte mich. Na los, töte mich.
Matthias, heb die Waffe auf. Heb sie auf!
Was hast du hier zu suchen?
Wieso bedrohst du meinen Sohn?
-Security! -Nein, nein...
Nein, warte.
Ich bin der Schuldige hier, lass sie gehen.
Du weißt sehr gut, dafür ist es zu spät.
Rühr dich nicht vom Fleck!
Gefängnis oder...
hier mit dir ist dasselbe.
Los, hau ab.
Nein... Gib mir die Waffe.
Hau ab!
Es reicht jetzt.
G-Gib her, es reicht.
-Ich kann nicht mehr. -Gib her... Das Mädchen!
-Gib mir die Waffe. -Bleib stehen!
Komm her!
Ist sie zu 'ner Freundin? Kennst du da jemanden?
Doch, klar, ich kenne die alle, aber ich weiß auch nicht, wo sie ist.
Verdammt, das ist sie. Hey! Wo bist du?
-Ich bin hier am Bahnhof... -Rühr dich nicht vom Fleck, wir kommen.
-Bleib, wo du bist. -Okay.
Sie ist am Bahnhof.
-Nichts wie hin. -Sie war ganz aufgelöst.
Alles okay, hm? Warum bist du denn total durchnässt?
-Hast du meine Waffe? -Lass sie mal verschnaufen.
Ja, du hast recht.
Leïla,
atme und hör mir zu. Es ist wichtig.
-Hast du meine Waffe? -Leïla, hast du damit geschossen?
-Nein. Er, er hat... -Er hat auf dich geschossen?
-Nein. Nein, er... -Wer ist denn "er"?
-Der Typ, der Mama getötet hat... -Was für ein Typ?
-Matthias Rovelli, er... -Was ist nur passiert?
Ich, ich bin nicht sicher... Er...er hatte Streit mit seiner Mutter und...
Er hat sich deine Waffe an den Kopf gehalten.
Oh, Scheiße.
-Verdammt... -Da, da war ein Schuss.
Was?
Wie jetzt, ein Schuss?
Meine Knarre, ist die noch vor Ort?
Ob sie noch dort ist?
Hey, ist das dein Ernst?
Verdammt!
Gut, fahren wir?
Los, komm.
Reg dich ab.
"Reg dich ab..."
Wenn ich die Polizei rufe, wird es eine Autopsie geben.
Du rufst niemanden.
Du weißt, was du zu tun hast.
Ich ziehe mich zurück, will nicht gestört werden.
Gut, Christina.
Ich glaub's ja nicht. Wie kamst du darauf, Rovelli mit meiner Waffe umzubringen?
-Okay, ich hab's ja kapiert. -Wie bitte?
Ich hab's verstanden, das war dumm.
-Nein, das war versuchter Mord! -Du übertreibst ein bisschen, Leïla.
-Nervst du jetzt auch? -Ey, Knarre klauen und frech werden.
-Ist das die Jugend von heute? -Du nervst aber auch mit der Knarre.
-Willst du 'nen Nachschlag? -Na los.
Jetzt beruhigt euch, genug! Können wir mal wie Erwachsene miteinander reden?
Leïla hat den Mörder ihrer Mutter gefunden.
Also gehen wir jetzt zur Polizei und die werden das regeln.
-Das werden wir nicht. -Warum?
Weil sie wegen versuchten Mordes in Untersuchungshaft kommen würde.
Das Mädchen hat seine Mutter verloren. Wir müssen ihr helfen.
Ich hätte 'ne Idee, aber die wird dir nicht gefallen.
Und zwar?
Wir sagen nichts wegen des Unfalls. Und die nichts wegen Leïla.
-Und ich hole mir meine Waffe wieder. -Nein, wartet mal.
An Sofia denkt ihr dabei gar nicht?
Der Rovelli-Sohn kann nicht einfach so davonkommen.
Leïla wird das nicht verkraften. Und ich auch nicht.
Wenn wir meine Waffe haben, machen wir sie fertig.
Sécuris ist kein Wald-und-Wiesen-Sicherheitsdienst.
Die wollten mich nach der Spezialeinheit anwerben.
Das ist die größte Security-Bude in Europa.
-Und Rovelli? -'Ne brillante Frau,
in Geschäftskreisen gefürchtet. Militärische Elite-Ausbildung,
spezialisiert auf Kriegsführung, Kriegsrecht und so weiter.
Eine Grande Dame von internationalem Ruf, mit 'nem beeindruckenden Adressbuch.
Gut, verstehe. Sie wird auf jeden Fall einen Skandal vermeiden wollen.
Genau.
Nun... Aber Mumm hat sie schon, die Kleine.
Von wegen 'ne Bullen-Knarre klauen, um ihre Mutter zu rächen...
Na ja, der Bulle dabei bin ich - und das ist völlig unverantwortlich.
Sie kommt nach mir, finde ich.
Machst du jetzt hier einen auf Papa oder was?
Willst du etwa nicht wissen, wessen Tochter sie ist?
-Ist schon 'n Thema. -Das Thema ist,
aus dieser Scheiße rauszukommen. Um die Familie kümmern wir uns später.
Siehst du? Wir sind 'ne Familie.
-Blödsinn. -Du hast "Familie" gesagt.
Nein, eher "Halt den Rand".
Er hat "Familie" gesagt.
Sicher mit dem Plan?
Es ist dein Plan.
Ja, eben.
-Ja? -Polizei.
Keine gute Idee.
SUCHE ANHAND DER SERIENNUMMER
Ausweise?
-Er begleitet mich, als Zeuge. -Guten Abend.
Guten Abend.
-Was kann ich für Sie tun, meine Herren? -Beim Spaziergang mit seinem Hund
hat dieser Mann hier einen Schuss gehört.
-Einen Schuss? -Ja.
Nein, hier gab es keinen Schuss, meine Herren.
Das ist das Domizil von Madame Rovelli, die niemanden sehen will.
Das ist kein Problem. Wir wollten zu Matthias Rovelli.
Ist er da?
Nicht dass ich wüsste.
Wenn Sie nun bitte gehen würden.
Okay.
Vor drei Tagen hat Matthias Rovelli nach einem tödlichen Unfall
Fahrerflucht begangen.
Reden wir?
Warten Sie hier.
Madame Rovelli.
Ist Matthias nicht da?
-Was wollen Sie von ihm? -Mit ihm reden.
Ein Mädchen war vorhin hier, mit einer Waffe.
Folgen Sie mir.
Ein Waisenkind -
das wird man, wenn man seine Eltern verliert.
Aber für eine Mutter, die ihren Sohn verliert,
gibt es kein Wort.
Jonas.
SIG-Sauer, SP20-22.
Seriennummer S-073-1-2-5,
eingetragen auf Kommandant Gabriel Stenne, Generalinspektion der Polizei.
-Generalinspektion, ach... -Halt einfach deinen Mund.
Leïla Lakti hat mit Ihrer Waffe den Tod von Matthias provoziert.
Zuerst kümmern wir uns um euch
und dann werden wir Leïla einen Besuch abstatten.
Bei allem Respekt, Madame Rovelli,
meine Tochter rührt niemand an.
-Wie bitte? -Was?
-Was war das? -Wieso? Was denn?
-Deine Tochter, ja? -Seit wann willst du Vater sein?
-Wir müssen das irgendwann klären. -Warum nicht jetzt?
-Na gut, komm. -Ja, auf zur zweiten Runde.
-Gerne. -Das reicht.
-Oh, verdammt. -Hey, hey.
Okay, ganz ruhig. Gut...
Driss, Waffe runter. Die Waffe weg!
Hey. Kick sie weg.
Die hier willst du?
Ja.
Okay. Okay, nimm sie.
Und dann verschwindet.
Stopp!
Lass sie gehen.
-Wir müssen sie loswerden. -Ja, mit einem Team. Mach nichts alleine.
Was machen wir?
Fanny, ich bin's. Gibt es die Hütte noch?
Schnapp dir Leïla, wir treffen uns dort.
Bitte tu, was ich dir sage, Fanny.
-Wir bringen alle in Sicherheit. -Und dann?
Dann sehen wir weiter.
Wir stecken in der Scheiße.
Kann man so sagen.
Bekommen wir jetzt mal eine Erklärung?
Matthias Rovelli ist tot.
-Was? -Und, äh, seine Mutter,
die übrigens ziemlich irre ist, glaubt, dass Leïla ihn getötet hat.
-Hey... -Hey. Hey, sieh mich an.
Sieh mich an. Mach dir keine Sorgen,
ich habe die Wunde gesehen. Das war Selbstmord.
Ja, ja, aber trotzdem kann sie nicht hier in Biarritz bleiben.
Was soll der Scheiß?
Wollen die mich umbringen?
Wäre denkbar, ja.
-Ich werde mal mit ihr reden! -Fanny, schlechte Idee.
-Warum denn? -Sie ist gefährlich.
Morgen früh brechen wir auf. Hör zu, meine Freunde können Leïla beschützen.
-Nein, bloß nicht diese Freunde. -Immerhin sind's keine Bullen.
Reden wir draußen 'n paar Takte?
Bis gleich.
Was hast du getan, Leïla?
Was hast du getan?
Was ist denn jetzt? Du hast deine Knarre doch wieder.
Genau, und deshalb ist jetzt Schluss mit dem Unsinn. Ich rufe meine Kollegen.
Kapierst du's denn nicht? Sie hat die ganze Region unter Kontrolle.
Deshalb rufe ich jetzt meine Kollegen.
Hallo? Hallo?
Sécuris - sind die in der Lage, unsere Handys zu tracken?
Fanny, dein Telefon bitte.
Danke.
Dein Handy.
-Träum weiter. -Tut mir leid.
Hat der sie nicht mehr alle? Hey.
Hey, warte, gib's mir zurück. Hey, was machst du? Scheiße!
Warum schmeißt du mein Handy weg?
Geht nicht anders, ist zu unserer Sicherheit.
Mann, ihr geht mir so auf die Nerven!
Was?
Was?
Hier, ich habe was gefunden.
Wartet seit 18 Jahren auf uns.
Tja, das ist leider die Wahrheit. Und sie hat's ihrem Vater erzählt.
-Nein... -Und deswegen bin ich rausgeflogen.
Ja. Ja, lach du nur, du kleiner Drecksack.
Was für 'ne Scheiße.
Meine hat auf mich geschossen, mit meiner Waffe.
-Weißt du was? Ich kann sie verstehen. -Nein...
Als die Bullen kamen, stand ich da halbnackt,
mein Ohr hat geblutet und meine Schulter war völlig im Arsch.
"Tag, Herr Gendarm, ja, alles gut. Wir renovieren nur gerade."
Oh, wow...
-Frauen sind nicht gerade unsere Stärke. -Nein.
Ich habe nur Sofia geliebt.
Du auch?
-Warst du es oder war sie es, die... -Driss...
-Was? -Du dreckiger Verräter.
Nein...
-Hey, hey... -Was?
-Na! -Ey, mach jetzt nicht einen auf Bulle.
Was hast du eigentlich für 'nen Job?
Tja, das weiß er selber nicht, oder?
Wie sind eure Eltern gestorben?
Unser Haus hat gebrannt. Ich hatte bei 'nem Freund übernachtet.
Meine Mutter hat sich umgebracht, meinen Vater kenne ich nicht.
Ja, toll.
Und was lief da mit Mama?
-Wir drei sind zusammen aufgewachsen. -Im Heim, das schweißt zusammen.
Und wir waren beide in sie verliebt.
Das war nicht ganz so cool.
Heißt das, ihr wart mit ihr zusammen?
-Schon, ja. -Aber nicht gleichzeitig.
Aber fast.
Dann ist einer von euch mein biologischer Vater.
Ich finde, ich sehe eher Driss ähnlich.
-Das hat doch nichts zu sagen. -Na ja...
Auf jeden Fall siehst du deiner Mutter sehr ähnlich.
Ich habe Angst.
Wie wär's mal mit Mut machen?
Das wird schon.
Wow, ihr seid solche Nieten.
Echt krass.
Nicht wirklich legal.
Ach, Scheiß drauf.
-Gib den Kleinen 'nen Kuss von mir. -Wir müssen los.
Und, habt ihr 'ne Freundin?
-Ich passe. -Dito.
'Nen Freund?
Hm, vielleicht.
Wir brauchen 'ne andere Karre.
Ich habe ihn. Nach rechts.
-Was ist verkehrt an meiner Karre? -Ist nicht gerade unauffällig.
-So wie deine Fresse. -Wer wird hier häufiger kontrolliert?
Die kontrollieren mich, weil sie neidisch auf die coole Karre sind.
Eher auf dein Hemd, oder?
Reg dich ab, Mulan.
Hier haben uns doch die Zigeuner verfolgt.
-Nein, das war die Kripo. -Zigeuner, Kripo, ist doch dasselbe.
-Leute! -Du und die Polizei, oh Mann...
Hey, Jungs, hey!
Scheiße, gib Gas!
Los, raus da!
Waffe runter!
Nicht umdrehen!
-Raus da! -Nein, nein! Nein, nein,...
Nein!
Nein! Nein!
-Und? -Alles gut, wir haben das Mädchen.
Nimm das Auto.
Fuck!
Nein!
-Driss, wo steckst du? -Driss ist da, dein Papa!
So ein Idiot...
Alles wird gut!
-Komm her! -Lass mich los! Driss!
Los, schneller! Verdammte Scheißkarre!
Mann, was für 'n kack Getriebe!
-Der Zweite ist im Capri. -Fahr ran und schieß!
Gab!
Mach sie fertig!
Gib Gas, der Arsch rammt uns!
Driss!
-Alles gut? -Was?
Ist alles gut?
Okay.
-Halt dich fest! -Was machst du denn, verdammt?
-Oh, fuck. -Was ist?
Runter mit dem Kopf!
-Verdammt, meine Karre! -Die ist beschissen, deine Karre!
Fahr näher ran!
Na komm!
-Gab! -Die Waffe ist auch für 'n Arsch!
Komm, weg da!
Tasche!
Driss!
Gleich müssen wir rennen.
Hey! Was soll das? Was macht ihr da?
Das ist mein Boot! Hey, nicht!
Mein Boot!
Ihr Arschlöcher! Fuck, Leute! Mein Boot!
Scheiße!
Mein Boot, verdammte Scheiße!
-Ich bin's. -Ja?
Habt ihr das Mädchen?
Es ist komplizierter als gedacht.
Heißt das etwa, du hast sie entwischen lassen?
-Christina, ich habe... -Ich will dieses Mädchen, Jonas.
Und ich will sie lebend.
Also lass dir was einfallen.
Hörst du? Ich muss mit ihr reden.
Ich kann sie lokalisieren, okay? Sie haben ein Boot gestohlen,
da war ein Handy an Bord.
Ich brauche Verstärkung. Und halt mir die Bullen vom Hals.
Ich gebe dir die Männer. Aber Jonas,
enttäusche mich nicht noch mal.
-Ich schick dir meinen Standort. -Mach das.
Trommle alle verfügbaren Männer in diesem Sektor zusammen und schick sie zu Jonas.
Ich kann nicht mehr.
Ich will nach Hause.
Du hast dich super geschlagen.
Deine Mutter wäre stolz auf dich.
Hey... Wir sind auch stolz auf dich.
Aber dieses Chaos ist meine Schuld.
Du wolltest deine Mutter rächen.
Wir hätten dasselbe getan.
Was ich noch fragen wollte... Hast du 'nen Freund?
Oder 'ne Freundin?
-Ja, ich habe 'nen Freund. -Wer ist er?
-Wie alt ist er? -Wie heißt der Typ?
-Was machen seine Eltern? -Ist er nett zu dir?
-Und, äh, habt ihr schon...? -Oh... Nein.
Was machen wir jetzt?
Was meinst du?
Na... Direkt zu den Bullen, geht nicht anders.
Sehe ich auch so.
Hey.
Die werden gucken, wenn da so 'n top Kollege aufkreuzt.
Da sind sie, in der Nähe der Küste.
-Da lang. -Okay, danke.
Es sind 10 Minuten bis zum Revier, in die Richtung.
-Super. -Fuck...
Du bist 'ne gute Schülerin.
-Weiter? -Ja.
-Das darf nicht wahr sein. -Los, los, los!...
Schnell, schnell, schnell!
-Komm her, komm! -Oh, oh, oh,...
Ludo, steig aus! Steig aus!
-Kommt, schnell! -Hey!
Oh Gott...
Hey! Nein!
Blockiert beide Ausgänge!
In Deckung!
Schieb ihn weg!
Bist du bescheuert?!
Weiter. Fuck!
Hey, da lang!
Halt, bleib stehen!
Verdammt!
-Da, da rüber! -Hier rein!
Los, los, los!
Schnell!
-Driss! -Geh hoch!
Hey.
Okay.
-Beseitigt die Leichen. -Nein, nein, bitte...
Scheiße...
Nein!
Nein.
Nein.
Hilfe!
Hilfe! Gab!
Gab!
Nein! Nein...
Nein!
Stopp!
Okay, ich glaube, er ist ganz schön sauer.
Machst du's?
Mach du es.
-Zusammen auf drei. -Okay.
Drei!
Du Arschloch!
Sie sind unterwegs.
Hey.
Alles wird gut, es ist vorbei. Hm?
Kommt, Opis, ich fahre euch heim.
Nein! Nein, nein,... -Rette dich, Leïla. Los, rette dich!
Nein! Nein...
-Jetzt wirst du bezahlen. -Nein, stopp! Stopp!
Stopp, ich flehe Sie an! -Ich will es wissen.
-Aber was denn? -Was du zu meinem Sohn gesagt hast!
Du warst es.
Du hast ihn getötet.
Nein, nein,... Sie haben's nicht kapiert, nein.
Nein, Sie verstehen nichts.
-Er hat gelitten. -Sei still!
Du kanntest ihn überhaupt nicht.
-Sie kannten Ihren Sohn auch nicht. -Leïla, was tust du da?
-Er wollte mich beschützen. -Sei still.
Er wollte alles gestehen und zur Polizei. Aber Sie haben's ihm verboten.
Hör auf, Leïla.
Er hat Sie mit einer Waffe bedroht.
Hätten Sie nur auf ihn gehört.
Sie wussten es.
Was machen wir jetzt, hm?
Nein, nein.
Es tut mir leid wegen Ihres Sohnes.
Mademoiselle, treten Sie zurück.
Madame, hören Sie mir zu. Legen Sie Ihre Waffe weg.
Legen Sie die Waffe auf den Boden.
Es ist vorbei.
Danke.
Ah, danke.
Soll ich dir helfen?
Das war wohl wirklich Liebe, dass wir uns 'ne drei-Stunden-Predigt antun.
Ach komm, es war so schön, als die Kinder gesungen haben.
-Ja. -Mama lacht sich im Himmel kaputt,
wenn sie euch so sieht, in euren Pinguin-Kostümen.
Ja...
Die Dinger sehen nach Spaß aus.
Soll ich's dir zeigen?
-Ja, gerne. -Nimm einen Stock.
Salut.
Salut.
Oh, verstehe, okay.
En garde.
Greif mich an.
Aua, das brennt aber ganz schön.
-Du lachst, das brennt wirklich. -Ah, aua! Sag mal...
Leïla, gib mir deinen Stock.
Dann komm mal her.
Salut.
Salut.
Papa?
Was?
Wollt ihr sehen, wie das geht?
Also,
machst du den Gruß?
Bist du in meiner Mannschaft oder...? Hey, au!
Au, au, au!
Au, au, au! Au, au, hey!
Lachst du etwa? -Nein, nein,... Nein, ich doch nicht.
Er ist entwaffnet, das ist unfair...
FÜR MEINE ZU FRÜH GEGANGENEN ELTERN. FÜR MEINEN SOHN, MEIN LEBEN, MEIN STOLZ.
-Trotzdem. -Ist doch egal.
Aber für immer im Ungewissen zu bleiben,
das geht nicht.
-Das frisst mich von innen auf. -Schlaf.
Ich habe einen Test gemacht.
Wann?
Ich habe den Umschlag gestern abgeschickt, mit einem Haar aus ihrer Bürste.
Das ist alles? Bist du nicht sauer?
Ich habe auch einen gemacht.
Gute Nacht.
Gute Nacht.
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